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00:00Olaf.
00:01Upsi!
00:02Das geht los mit dem Knall.
00:04Also, weiße Damenstiefel, goldene Stimmgabel
00:06und kein einziger Absturz in 40 Jahren.
00:09Also irgendwie auch ein Wunder.
00:10Den man kennt.
00:12Der hat bewiesen, dass man auch ohne Skandale ganz oben bleiben kann.
00:15Jetzt haben wir es gerade gelernt.
00:16Sein Hit, Es brennt wie Feuer, brennt immer noch.
00:1940 Jahre gibt es den schon.
00:20Schön, dass du da bist.
00:21Ich freue mich sehr.
00:22Olaf Berger.
00:23Hallo ihr Lieben.
00:24Dankeschön.
00:25Vielen Dank.
00:33Macht sich ja mal bezahlt, die eigene Familie mitzubringen.
00:36Das ist mir wichtig, genau.
00:37Das ist sehr schön.
00:38Sag mal, deine Karriere wäre ja um ein Haar mal schiefgegangen.
00:43Also gleich am Anfang schon.
00:45Und da gab es eine Sekretäre, die hat irgendwie den Mut gehabt.
00:48Mehr Mut als alle Produzenten zusammen.
00:51Das ist spannend.
00:52Also sagen wir mal so.
00:53Ich hatte das große Glück aufzuwachsen in einem musikalischen Elternhaus.
00:57Das war schon mal ganz wichtig.
00:58Meine Mama hat gesungen, mein Papa war Bandleader in einer großen Band.
01:02Und dort bin ich dann damals eingestiegen als Gitarrist und Sänger.
01:05Gemeinsam mit meinem Bruder, der war Keyboarder.
01:08Und wir haben schon von Kindheit an eigentlich immer ganz viel selber komponiert.
01:12Wir haben natürlich am Anfang viele Songs aus dem Radio nachgespielt.
01:15Und dann haben wir gesagt, Mensch, wir machen die Hits selber.
01:18Haben uns da hingesetzt und haben die ersten Sachen in unserem Küchenstudio.
01:21Also Küchenstudio hatte wirklich eine Bedeutung.
01:23Da war das so unser eigenes Studio.
01:25Da klang das so schön hallig.
01:26Und da haben wir aufgenommen, was wir so für Songs gesungen haben.
01:29Wie eine Toilette klingt auch gut.
01:30Genau.
01:30Oder Treppenhaus und sowas.
01:32Ja, und natürlich haben wir dann angefangen, in der Band meines Papas Musik zu machen.
01:36Und haben immer Programmbegleitung gemacht.
01:38Und da war ein toller Sänger damals, Erhard Jutzer, auch sehr bekannt damals gewesen.
01:43Ja, kennt man noch.
01:43Genau.
01:44Tolle Stimme.
01:45Und der war als Solist tätig.
01:46Und der hatte dann irgendwann mal zu mir gesagt, Mensch, Olaf, komm, ich höre dich
01:50mal beim Tanz, wenn wir so Mucke spielen.
01:53Nehmt mal eure Kassette auf.
01:54Ich nehme das mit zum Rundfunk der DDR.
01:56Stell deine Songs vor und melde dich an bei dem Jürgen Fromm.
02:01Das war so ein ganz bekannter Produzent vom Radio.
02:04Und da wirst du sehen, da wirst du deinen Durchbruch haben.
02:06Und das passierte ewig nicht.
02:09Und ich dachte, mal gucken, wann die Kassette, wo die gelandet ist.
02:11Die haben wir auf der Kasse weggeworfen.
02:12Genau.
02:13Und es war tatsächlich so, er fand, Jürgen, der fand die Songs vielleicht so
02:17ein bisschen weniger prickelnd und legte die Kassette beiseite.
02:21Aber seine Sekretärin, auf die du anspielst, das hatte ich dann später mal
02:25erfahren, die hatte bei irgendeinem Pausenbrot oder so, hatte sie dann
02:28gedacht, ach, machst du dir mal die Kassette rein, hörst du mal an.
02:31Und die fand das irgendwie ganz niedlich.
02:33Und dann hat sie das wieder gepackt, hat den Chef auf den Tisch gelegt und hat gesagt,
02:36Mensch, gib dem mal eine Chance, hör dir das nochmal an.
02:39Und dann ging es los.
02:40Eine tolle Sekretärin.
02:41Ja, und sie war ja auch für die Sekretärin gedacht.
02:43Ja, eben.
02:44Du bist ja so ein Womanizer.
02:45Also die Frauen fliegen ja alle weg.
02:47Ja, es war natürlich immer, logischerweise, wenn du so eine
02:49Kassette abgibst, dann hört man sich das an.
02:52Und wenn man natürlich auch von der Musik halt dann diesen Schlager bedient,
02:56der sehr, sehr zu Herzen gehen soll.
02:58Aber natürlich wirst du damit keinen Produzenten, der da irgendwie über
03:02Jahrzehnte schon Musik macht, hinterm Schreibtisch vorlocken.
03:05Aber die Sekretärin, die hat es erkannt.
03:07Wir schauen mal rein.
03:08Es brennt wie Feuer.
03:09Oh ja.
03:1040 Jahre rückwärts.
03:11Bitteschön.
03:12Okay.
03:13Wer weiß, wie der Morgen danach uns aus so einer Nacht entlässt.
03:20Kann nur hoffen, du hältst mich immer so zärtlich fest.
03:28Es brennt wie Feuer, so heiß wie Feuer, so sähe wie nie.
03:35Hab so viel Fragen, will alles fragen und weiß nicht wie.
03:44Es brennt wie Feuer, ein Abenteuer, kann das mit dir und ich sein.
03:52Ein Gefühl schützt, da währt auch mich an.
03:59Der Tag und der Tag und der Tag und der Tag.
03:59Ja, ja.
04:02Ihr habt viel Zeit mitgebracht.
04:04Ja, ja.
04:05Ein langer Bericht.
04:06Ein langer Teppich.
04:08Ich sitze immer noch so da.
04:09Ja, stimmt.
04:10Hast du beibehalten.
04:11Und hat sich bewährt.
04:12Aber der Stiefel ist ein bisschen dunkler.
04:14Naja, die dunkle Vergangenheit kommt.
04:15Ja, ja.
04:15Also wer hat dich denn, du bist ja so in unschuldiges Weiß gehüllt.
04:18Also alles ist Weiß.
04:19Wer hat dich da beraten?
04:20Was ist deine Idee?
04:21Witzigerweise hatte meine Mama, die hatte auch immer so ein Schultalent,
04:24the name of Oliver.
04:24The name of Oliver was the type.
04:27We need something to wear.
04:29We are in Exquisit in Dresden.
04:33We are in Exquisit.
04:38We had white shoes and jeans and jeans and shoes,
04:42but not white shoes.
04:44But you have one?
04:45Yes, I have one.
04:46We found them in the Exquisite Dame.
04:51Gibt es so viele Damen?
04:52Yes, of course.
04:56The only thing that had to do was the schwarze Schuhsohle.
05:00The only thing that had to do was the schwarze Schuhsohle.
05:00There was the Kameramann,
05:02who was a great Regisseur,
05:05Matthias,
05:06he made it on my knees.
05:08He made it on my knees.
05:10He made it on my knees.
05:10He made it on my knees.
05:12He made it on my knees.
05:15He made it on my knees.
05:16He made it on my knees.
05:18He made it on my knees.
05:22Have you seen it on my knees?
05:24Did you see that this Lied
05:25your life will guide you?
05:28Or is man as an anchor
05:29of Glückwunsch?
05:31Yes, of course.
05:33Dieter Schneider,
05:34the person of the person who wrote.
05:35He made it on my knees.
05:36He made it on my knees.
05:40There was a serious conclusion.
05:43He made it on my knees.
05:44He made it on my knees.
05:45We had to look at the Hall-Effekt.
05:46I sang in the TV with it.
05:48He sang fast fast fast fast.
05:49He sang fast fast fast fast fast fast fast fast.
05:51Vielleicht habe ich das mal sicher gemacht.
05:54Aber irgendwie hatten wir sofort die Reaktion
05:56vom Publikum,
05:58After the days, the only thing was doing this,
06:02was to do this, was to do this.
06:03The only thing was that was to do, was to do this.
06:04We had one more of those.
06:09It was a big time.
06:10We were all neidish.
06:13The only thing was that was to do, was our wife.
06:16We got a lot of fan posts.
06:18She was a big time.
06:21That was a funny time.
06:2340 years later, you can still listen to it.
06:26the song?
06:26I can't live.
06:29You can't live.
06:31There is a total Fassung.
06:34It's burning like fire forever.
06:37It's burning like fire forever.
06:38We thought about it,
06:39we did it again and we had it again.
06:41We introduced it with a friend, Andre Stade.
06:43He discovered it again next to me.
06:46That was my life always ergän with.
06:49We thought it would be like,
06:51now you are in the 40th century.
06:51There was a new version, a new version.
06:54It wasn't like 2.0 or reloaded.
06:57We said forever.
06:59It burns like fire forever.
07:00We'll listen to it.
07:01Yes!
07:03We'll do it.
07:21So heiß wie Feuer, so sehr wie nie.
07:27Hab so viel Fragen, will alles wagen und weiß nicht wie.
07:34Es brennt wie Feuer, ein Abenteuer kann das mit dir und mir nicht sein.
07:42Ein Gefühl stößt da wild auf mich ein.
07:48Das Gefühl, du lässt mich nicht sein.
07:55Ja, mein lieber Mann, es brennt wie Feuer, verdammt nochmal.
07:59Ja.
08:00Ja.
08:00Vielen Dank.
08:02So.
08:03Genau.
08:04Ein wie Feuer forever.
08:06So.
08:06Irgendwann ging ja das dann los, also als du dein Echo immer wieder mit, selber mit gesungen
08:10hast, hast du eben gerade wieder gemacht.
08:11Das muss also tief in dir sein, aber wie gesagt, das ist nicht so schlecht, kam es Westfernsehen.
08:16Und das war ja für uns alle ein ganz spannender Moment.
08:19Genau.
08:20Was führt jetzt aus uns mit dem Übergang, wer kauft uns, wer bucht uns, wer schreibt für
08:25uns.
08:26Das ist ja so logischerweise auf der anderen Seite des Landes.
08:29Auf der anderen Seite.
08:30Du bist sogar von keinem Geringeren als von Dieter Thomas Heck geehrt worden.
08:34Genau.
08:35Da gab es 1990 die goldene Stimmgabel, gleich als erster Künstler des Ostens sozusagen.
08:40Das war für mich eine riesen Auszeichnung.
08:44Und Dieter Thomas Heck war sowieso jemand, der immer sehr künstlernah war.
08:48Also wenn man da in der Familie mit drin war, das war man gemeinsam auf Tournee, der
08:51hat ein Herz einfach für Künstler und der hatte mir viele schöne Sendungen, dann Musik
08:56in der Luft und die ganze Musikmelodie für Millionen hatten wir gemeinsam.
09:00Aber einen darf man nicht vergessen, ein Talentevater Ost.
09:03Absolut.
09:04Der einen Brief geschrieben hat.
09:05Genau.
09:06Das heißt, es wurde schon irgendwie hinein organisiert in diese neue Welt.
09:10Ja.
09:10Erzähl mal bitte.
09:11Ja, der Heinz Quermann, genau, der ist natürlich der Mann im Osten gewesen, der mich auch mit
09:17entdeckt hatte.
09:17Also bei ihm war ich natürlich auch in der Schlagerevue.
09:19Und er kannte auch meinen Papa über viele Jahre und er hatte mich ja auch, das wissen
09:24so meine eingefleischten Fans, du weißt das vielleicht auch, Wolfgang, er hatte mich
09:29ja damals, als ich geboren worden bin, am 24.
09:31Dezember.
09:32Und am 25.
09:34Dezember war mein Papa in der Sendung zwischen Frühstück und Gänsebraten.
09:38Und da hatte Heinz Quermann mich nach einem Tag Geburt sozusagen begrüßt.
09:43Hallo, willkommen.
09:43Auf der Welt.
09:44Genau.
09:45Auf der Welt.
09:46Aber er hat das Neuer gemacht.
09:48Da hatte er irgendwie das ins Herz geschlossen und hatte dann so meine Karriere mit verfolgt.
09:52Und dann gingen auch die Erfolge irgendwie los.
09:55Und da hatte er nach Grenzöffnung dann den Brief geschrieben an Dieter Thomas Heck, der angefordert
10:00hatte, Leute, wie sah es im Osten aus?
10:02Wer war die letzten Wochen, Monate die Nummer eins?
10:04Ja, Jungs, darf ich euch mal was fragen?
10:06Ich meine, ihr kennt euch ja nun schon so lange.
10:08Na klar.
10:08Was?
10:09Die müssen doch, die Mädels, die müssen doch verrückt geworden sein.
10:12Was denkst du denn?
10:13Ich will jetzt mal endlich hören, was ist denn da wirklich abgegangen?
10:17Jetzt, ich meine, all die Jahre später kann man doch mal drüber reden.
10:20Oder?
10:20Ja, du könntest eigentlich, ich meine, es sind ja nicht so viele Leute.
10:25Ganz wenig ist da mit Frauen abgegangen.
10:28Ach, Olaf.
10:29Wirklich?
10:30Wirklich?
10:31Enttäuschendst du nicht.
10:32Dann denken wir es auch.
10:33Regina Tost zum Beispiel oder sowas.
10:35Ne, ich war eigentlich immer in festen Händen und hatte in meinem Leben gefühlt zwei,
10:40drei tolle Frauen.
10:41Mit einer bin ich dann jetzt noch verheiratet.
10:44Ja.
10:44Na ja.
10:46Ich hab ja gesagt, 40 Jahre.
10:47Ich bin total enttäuscht.
10:48Ich hab was ganz anderes jetzt heute Abend vorgestellt.
10:50Das wäre Geschichten.
10:52Ich kann ja auch nicht viel mehr, als dass ich ihm drohe oder so.
10:55Aber, also, wir fangen, wir machen mal weiter.
10:58Also, vielleicht können wir uns mal diesen vorgelesenen Brief,
11:00weil ich finde, Dieter Thomas Heck ist schon echt eine Messe,
11:03wenn man da so einen Brief da von dem bricht.
11:06Bitte.
11:06Schauen wir mal.
11:07Olaf stürmte an die Spitze unserer Hitparaden
11:09und schaffte auf Anhieb dreimal Jahressieger in der Schlagerrevue zu werden.
11:14Schön, dass er bei uns ist.
11:16Hier ist für Sie Olaf Berger und sein neuer Titel Feuervogel.
11:35Die Zeit war wie Feuer und Eis mit ihr.
11:39Mit brennendem Herzen ging sie von mir.
11:43Sie war für meine Liebe nicht geboren.
11:49Geboren, geboren, geboren, geboren.
11:53Aber bitte, also ich meine, das ist ein Auge.
11:56Ein paar Jahre her.
11:58Oh ja.
11:59Viele Jahre her.
12:00Also, Fynn, vielleicht gesteht er noch.
12:02Wir kochen ihn weich.
12:03Nein, da wird aber nichts gewesen.
12:05Dann ist doch frei.
12:05Ich finde eine Stelle, auf die ich mich schon freue.
12:07Wir machen erst mal ganz elegant weiter.
12:11Du behauptest von dir selber, du bist Handwerker.
12:15Das ist ja schön, so etwas zu sein.
12:17Das heißt, der Musiker ist ja auch ein Handwerker.
12:19Es ist ein bisschen kokett klingt es eigentlich.
12:22Aber ich glaube, du meinst das wirklich so.
12:24Ich meine es eigentlich mehr so, dass ich natürlich durch die vielen Jahre,
12:28ich mache jetzt über 40 Jahre Musik,
12:30und habe das von Anfang an nie so gesehen, dass man sagt,
12:32ich gehe mit einem Song durch die Decke und ich werde dann von meinen Einnahmen
12:36irgendwann mal leben und ab und an mal Konzerte geben.
12:38Sondern für mich war es wirklich eigentlich so,
12:40von der Pike auf das gelernt zu haben und Musik zu machen.
12:43Und dann in der Woche drei, vier Mal auf der Bühne zu stehen,
12:46bei Stadtfesten, bei Schützenfesten, bei großen Konzerten,
12:50kleine Konzerte.
12:51Also alles mitzunehmen, mitzumachen und immer dabei zu sein.
12:54Und auch das irgendwie so als Handwerk mitzuerleben.
12:56Ja, du hattest in der Wendezeit und unmittelbar davor auch schon
13:00einen Manager, den man sich eigentlich nur wünschen kann.
13:03Happy.
13:03Also der hieß nicht umsonst Happy.
13:05Aber Happy war, man sieht jetzt ein Bild von ihm,
13:08und mir ist so ein bisschen, mir ist auch so ein bisschen,
13:11ja, weinerlich um den.
13:12Weil der ist auch viel zu früh gestorben, dieser Junge.
13:14Und der hat dir so viel, der hat dir einfach den Teppich bereitet,
13:18der hat alles für dich getan.
13:19Stimmt, der ist für mich wirklich durchs Feuer gegangen.
13:21Das war so richtig so, er war der bissige Hund,
13:23den man manchmal braucht, dass man einen Manager an der Seite hat,
13:26der für einen kämpft, der durchs Feuer geht.
13:28Na klar.
13:28Der ist als Letzter gegangen bei Veranstaltungen,
13:29da waren wir alle schon, da hat der immer noch verhandelt.
13:31Genau.
13:32Wann könntest du wieder mal auftreten dann?
13:33Ja, so ungefähr.
13:34Und er war wirklich, und der ist leider viel zu früh verstorben,
13:37mit 56 Jahren.
13:38Und wir waren fast 22 Jahre zusammen unterwegs.
13:41Wir waren wirklich wieder Latsch und Bomben.
13:42Latsch und Bomben.
13:43Ihr seid damals mit so einem alten Auto durch die Gegend gebrummt,
13:45und so eine gebrauchte Schloche.
13:47Und er hat den sogar umgebaut, dass du in dem Ding schlafen kannst.
13:51Ach so.
13:52Wir haben ja alles mitgenommen, jede Veranstaltung.
13:56Und das war so nach der Wende.
13:57Wir haben natürlich viel erlebt.
13:59Wir sind dann eben halt, was weiß ich, in der Oberlausitz aufgetreten
14:02und davor an der holländischen Grenze waren wir unterwegs,
14:05haben jede Veranstaltung mitgenommen.
14:06Und Heppi hat immer dafür gesorgt, weil er wusste,
14:08ich habe so einen unruhigen Schlaf.
14:09Ich bin kein großer Schläfer.
14:10Da hat er gesagt, okay, wir bauen unser Auto um.
14:13Ich mache dir ein paar Matratzen hinten rein in unserem Pontiac.
14:16Das war so eine große Limposine.
14:18Und da legst du dich irgendwann hin und schläfst dann.
14:20Weil wir mussten eben halt durchfahren, um halt die Nacht früh
14:23wieder dabei zu sein.
14:24Wäre jetzt eine Möglichkeit zu fragen, wer hat da noch gelegen können?
14:28Ein Eisbett.
14:29Ich bin ja keine Billige.
14:31Genau.
14:32Und da hat es uns leider heilt.
14:33Und das war wirklich so eine verrückte Sache,
14:34die man so erlebt hat.
14:35Ich hatte mich dann irgendwann so gegen zwei Uhr nachts,
14:38hat Heppi zu mir gesagt, Kleiner, geh nach hinten,
14:40leg dich hin, schlafe.
14:41Du musst morgen früh um elf wieder fit sein.
14:42Und dann bin ich irgendwann nach hinten gekrabbelt
14:44und habe mich, das ist sicherlich verkehrswidrig,
14:48habe mich dann hingelegt und dachte so,
14:49wie legst du dich jetzt eigentlich hin?
14:50Legst du dich mit dem Kopf nach hinten oder Kopf nach vorne?
14:53Wie liegst du da auf so einer Ladefläche?
14:55Und bei 160, 70 Klamotten auf der Autobahn da zu liegen,
14:59ist sicherlich nicht so richtig.
15:00Und ich habe es dann gemacht, dachte irgendwie,
15:02Mensch, vielleicht irgendwie schoss mir so durch den Kopf,
15:04dachte, am Ende schläfst du hier ein und wirst nie wieder munter.
15:07Ja.
15:08Das war so ganz seltsam.
15:09Und tatsächlich, als ich diesen Traum hatte,
15:11gefühlt drei Minuten später höre ich es nur krachen,
15:14da haben wir uns mit dem Auto überschlagen.
15:16Und sind in eine Wildschweinherde gefahren.
15:19Auf der Autobahn in der Nähe von Gera bei Ronneburg.
15:22Das weiß ich noch wie heute.
15:23Ich hörte nur meinen Happy rufen.
15:24Ja, Schweine, Schweine.
15:26Ja, Schweine.
15:27Ja, Schweine.
15:27Na ja, lange Rede, kurzer Sinn.
15:29Jedenfalls war es irgendwie Glück,
15:30dass ich mich doch mit dem Kopf an die andere Richtung gelegt hatte.
15:33Weil ich hatte mir den Mittelfußknochen gebrochen.
15:35Sonst hätte ich mich dann leider mit dem Kopf verletzt.
15:39Aber der Witz war, das kam dann sofort Polizei, Krankenwagen.
15:43Und der Sanitäter, der da ankam, der kam nur,
15:47wo sind die Schweine, wo sind die Schweine?
15:48Und da hat er mich dann behandelt und sind ins Krankenhaus gefahren.
15:59Und ich habe nächsten Tag wieder auf der Bühne gestanden.
16:02Ja, wie sie es gehört.
16:03Handwerker.
16:04Wir kennen dich alle.
16:06Es wird ja auch gotiert und so.
16:07Du hast immer tolle Songs zu singen.
16:09Viel mehr als Es brennt wie Feuer.
16:11Ist ja wohl klar.
16:12Aber du machst etwas ganz Besonderes,
16:15das vielleicht viele noch nicht so richtig wissen.
16:18Erzählst mir.
16:18Du bist auf Mallorca, assen in der Nacht auf und rockst da ein paar Leute,
16:22die eine Menge Bierseide in der Hand haben.
16:24Und da ist nicht mit Weiß und nicht mit Schuhchen angemalt,
16:27sondern da musst du richtig Gas geben.
16:29Was machst du da?
16:30Na ja, das hat sich in den letzten Jahren so entwickelt,
16:33also auf Mallorca aufzutreten.
16:34Da gibt es so ein paar tolle Läden, wo meine Musik auch reinpasst.
16:37Also Tanzläden, aber auch natürlich das Oberbayern,
16:40was wir ja alle kennen irgendwie.
16:41Und das Bolero, da sind wir gefragt.
16:44Und da bin ich dann nachts auf der Bühne und mache meine Musik.
16:47Und das sind natürlich dann so Herausforderungen,
16:48wo du sagst, okay, im Laufe der Jahre hast du gelernt,
16:51damit umzugehen.
16:52Weil es ist ja immer ein Unterschied,
16:53kommen die Leute zu dir ins Konzert und sagen,
16:55ah, ich höre mir den an und dann feiern wir ab.
16:57Oder es ist andersrum, dass du irgendwo hinkommst,
16:59wo die Leute sagen, na mal gucken, was er macht.
17:01Und da ist mir jetzt letzten Sommer auch mal was Schönes passiert.
17:04Da kam ein junger Mann zu mir, der irgendwo her,
17:06weil logischerweise kannte er mich nicht.
17:08Wo soll ich das erwarten?
17:09Und der sagt dann zu mir, wie ist nochmal der Name?
17:12Das war ja eine geile Show.
17:13Die sagt, ja, Olaf Berger sagt,
17:14den Namen muss man sich mal merken.
17:16Ja, den Namen muss man sich mal merken.
17:19Wir merken uns den Namen.
17:20Schön, dass du da bist.
17:22Ich hätte gerne noch ein kleines Kinderlied von dir gehört.
17:25Vielleicht schaffen wir es nachher nochmal,
17:26weil du bist ja Opa geworden und kannst deinem Enkel
17:28abends immer was auf der Gitarre vorspielen.
17:30Erstmal schönen Dank, dass du da bist.
17:32Alles Liebe für dich.
17:33Viel Glück.
17:34Bleib gesund.
17:35Mach weiter so.
17:36Danke, ja.