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00:10It's going to be a little bit of a little bit of a little bit of a little bit of
00:21a little bit.
00:30Ah, Leute, ein lauer Sommerabend in Hamburg.
00:34Ulla ist am paniken.
00:36Alle wollen zur selben Zeit ein Bier haben.
00:39Wir gleich auch, Ulla, sicherlich.
00:41Ich freue mich so auf unseren ersten Gast.
00:42Ich freue mich auch sehr auf unseren zweiten Gast.
00:44Aber erst mal jetzt auf unseren ersten Gast.
00:46Er wollte als Kind gerne Silke genannt werden,
00:50hat dann aber später gesagt, ach komm, bleiben wir bei Jörg.
00:53Dabei kennen die meisten ihn eigentlich als Peter Faber,
00:56als Tatort, der Dortmund-Kommissar,
00:59der großartige Schauspieler und Buchautor mittlerweile, Jörg Hackmann.
01:17Jörg Hackmann.
01:17Ja, hallo, Ena.
01:18Ich wusste nicht, dass ihr aufnehmt hier.
01:21Du wusstest gar nicht, wo du heute hinkommst.
01:23Du bist ja hübsch hier. Hallo, Jungs.
01:24Ja, guten Abend. Guten Abend.
01:27Gentis. Freu mich.
01:28Ach, hallo.
01:29Oh ja, das sind doch bekannte Gesichter.
01:30Guckt ihr Dortmund-Haar dort?
01:32Ja.
01:34Wenn ihr jetzt nicht Ja sagen würdet,
01:36dann müsstet ihr aber auch durchs Fenster, nicht?
01:38Gibt es denn Hamburger?
01:39Gab es mal, oder nicht?
01:41Gab es mal.
01:43Hamburger gibt es gar nicht.
01:44Würdest du machen Hamburger?
01:45Einfach sagen, ich kann ja eine Geschichte sein.
01:47Ich ziehe weg aus Dortmund.
01:48Ja, mit so einem gewissen Ruhrgebietshintergrund.
01:53Ja, könnte ja so sein.
01:54Wieder irgendeine Frau abgesprungen bei dir in der Rolle?
01:56Weißt du, dann sagst du...
01:57Also, auf meinem Band passiert das ja.
01:59Genau, ich bin so verzweifelt.
02:00Jetzt gehe ich nach Hamburg.
02:01Und dann machen wir das zusammen?
02:02Nein.
02:04Ja, nur unter der Bedingung, oder?
02:05Müsst du da reingehen?
02:06Soll ich da reingehen?
02:07Ja, bitte.
02:08Dankeschön.
02:08Oh, heute haben wir ganz schöne Blumen.
02:10Sonst sind die oft sehr hässlich, aber heute sind sie schön.
02:16Na, sag mal, was trinkst du?
02:18Ach, zum Aufputschen vielleicht mit so einem kleinen Sekt, aber nur einem ganz kleinen.
02:22Ein Sekt?
02:22Das Wort Sekt habe ich auch lange nicht gehört.
02:24Was soll ich sagen?
02:24Das ist ganz schön.
02:25Ja, wir nehmen, würde ich mal sagen, zwei Sekt mit C am Anfang.
02:30Auf sehr viel Eis hätte ich den gerne.
02:32Mach mal ein Sekt.
02:33Du, das mit Silke, was war denn das?
02:36Jetzt hast du mich geoutet.
02:37Wo habe ich denn das gesagt?
02:39Ich weiß es nicht, ich habe das gelesen.
02:40Ich lese ja sehr, sehr viel über meine Gäste.
02:43Sehr, sehr viel.
02:44Und da stand, dass du eine Phase hattest in deiner Jugendlichkeit.
02:48Ich glaube, nicht mal Kind, sondern Jugend nicht.
02:50Nein.
02:51Nein, Kind?
02:51Nein, ich war ganz klein.
02:52Ach, ganz klein.
02:53Ja, das war eine frühe Phase.
02:54Und du hast darauf bestanden, dass alle dich Silke nennen.
02:56Ja, weiß nicht alle, aber wenn man zu mir sagt, Jörg, nein, ich bin nicht Jörg, ich bin Silke.
03:00Wirklich?
03:01Ich war gendermäßig ganz vorne im Bus, schon damals.
03:05Aber dich nicht jetzt heute Silke nennen, wäre blöd, ne?
03:07Wir können das durchziehen, Horst.
03:08Dann hast du...
03:10Aber Horst, hast du dir jetzt auch was Gemeines ausgedacht?
03:12Ne, wieso, das kam gerade, ich habe gar nicht drüber nachgedacht.
03:14Silke ist nach irgendwie formschön, aber Horst ist schon nicht so schön.
03:17Stefan Thomas Thorsten.
03:18So was, Thomas wäre, du wärst Silke und ich wäre Thomas.
03:21Meine Damen und Herren, Thomas Thorsten Möhr!
03:22Hey.
03:27Du bist schon Prost.
03:28Hey, ich möchte jetzt.
03:28Sehr viel Prost.
03:30Prost, Prost, Prost, Prost.
03:31What shall you like, sailor, watch a new Lincoln sailor, watch a new Lincoln sailor, watch a new Lincoln sailor,
03:34what shall you like, sailor, line in the morning.
03:37Oh, Ray, she rises. Oh, Ray, she rises. Oh, Ray, she rises. Oh, Ray, she rises. Oh, Ray.
03:44Du, Tardot jetzt seit 13 Jahren, ne?
03:48Ja, so lange ist es schon.
03:50Ist 13, ja. Habe ich geguckt, 13 Jahre jetzt?
03:53Wenn du so, sage ich mal, Revue passieren lassen müsstest oder musst oder kannst.
04:00Schöne Zeit oder jetzt auch mal nervig und geht dir das auch so auf den Sack, dass es eigentlich nur
04:03noch Krimis gibt?
04:06Krimis, Krimis.
04:07Also wenn ich ehrlich bin, ging mir das schon ein bisschen auf den Sack, bevor ich das überhaupt angenommen habe.
04:12Und ich habe dann irgendwann mal so gedacht, wie ist denn das, wenn mal jemand mit einem Angebot auf mich
04:16zukommt?
04:16Mein Gott, es gibt so viele Krimis. Krimis sind ja toll, aber es gibt einfach sehr viele Krimis.
04:21Und dann habe ich gedacht, ja, keine Ahnung, was wird mich denn da interessieren?
04:24Und dann kam dieses Angebot und dann kam aber halt so diese erste Idee und die hat mich dann interessiert.
04:30Da habe ich gedacht, ja, das finde ich gut, wenn da ein Typ ist, der eigentlich auch auf der anderen
04:34Seite des Gesetzes sein könnte.
04:38Aber naja, natürlich gibt es in 13 Jahren auch immer Dinge, die einen nerven oder aufregen und wüten machen.
04:44Aber hast du noch Bock jetzt nach 13 Jahren? Macht das noch Spaß?
04:47Ja, sonst würde ich es nicht machen.
04:48Also ich habe wirklich geschworen, als ich das damals angefangen habe, wenn ich keinen Spaß mehr habe oder ich so
04:55einen Dienst nach Vorschrift mache oder einfach mal so die Schubladen aufmache und so.
04:59Also ich hoffe, ich kriege es dann mit, dann muss mir jemand sagen, ey Hartmann, hör lieber auf.
05:02Hat sich die Polizeigewerkschaft eigentlich wieder beruhigt? Die waren ganz am Anfang über deine Rolle ein bisschen schockiert, dieser psychisch
05:10kranke Typ.
05:11Als wären wir alle so durchgeknallte Idioten?
05:14Ja, das ist ja ganz am Anfang gewesen. Das ist sehr lange her.
05:16Aber war schon ernst gemein von denen, oder?
05:17Ja, die wollten mich vom Bildschirm verbannen. Das wollte im Übrigen ja auch der liebe Herr Sirau.
05:22Das war der Oberbürgermeister von Dortmund damals. Der war irgendwann sauer, weil Dortmund immer in so einem unschönen Licht gezeigt
05:29wird durch unsere Tatorte.
05:31Und man soll doch auch mal die schönen Ecken zeigen, jetzt ein bisschen überspitzt formulieren.
05:34Da habe ich gedacht, also das war damals, da hat er ja auch so einen offenen Brief geschrieben.
05:38Aber ich muss sagen, lieber Ulrich Sirau, wir haben uns dann ja auch getroffen zum Leckerpilz.
05:43Ich habe gedacht, jetzt müssen wir uns mal treffen.
05:44Der muss doch mit dir wirklich gut grufen eigentlich, oder?
05:47Nein, ich weiß nicht. Er hat es wirklich so wahrgenommen und ich kann es ja nicht sagen.
05:50Wahrscheinlich haben da wirklich bei ihm im Rathaus angerufen und gesagt, sag mal, was ist denn bei euch in Dortmund
05:54los?
05:54Ich wollte eigentlich mal kurz davor, ordentlich zu investieren.
05:57Aber das mache ich jetzt nicht mehr, nachdem ich den gestrigen Tatort gesehen habe.
06:01Aber wir haben uns dann getroffen und das ist echt ein feiner Kerl.
06:03Und ich glaube, wir konnten das irgendwie bereinigen.
06:07Und ich glaube und hoffe, dass das Bild von Dortmund nicht darunter leidet und dass die Leute, das traue ich
06:12denen zu, die Zuschauerinnen und Zuschauer abstrahieren können.
06:16Und dass es natürlich in Dortmund viele schöne Ecken gibt, aber ist nun mal Krimi, da ist es nicht so
06:20schön.
06:21Naja, klar. Du bist jetzt im Moment so rührselig, dass du wieder gerne in den Pott möchtest, ne?
06:27Ja.
06:27Herdecke?
06:28Der schönste Flecken des Ruhrgebiets.
06:30Also wer noch nicht da war, ich kann es nur empfehlen, ich als Lokalpatriot, Herdecke im zauberhaften Ruhrtal, ist wirklich
06:36zauberhaft.
06:36Ja, du wirst jetzt ja erst so ein richtiger Patriot, habe ich das Gefühl.
06:39Ja, natürlich.
06:39Du hast ein Buch geschrieben, der Lärm des Lebens.
06:42Und da geht es ja eigentlich darum, dass du sagst, meine Liebe zu meinem Herkunftsort, mein Geburtsort, Herdecke, der Pott
06:50an sich, das Leben im Pott.
06:51Hast du auch so gerohepottelt wie dein Papa?
06:54Naja, wir haben ja immer geglaubt, wir würden Hochdeutsch reden.
06:57Meine Mutter glaubt das heute noch, aber ich habe lange an der Schauspielschule gearbeitet.
07:02Mir war immer bewusst, klar, ich komme jetzt nichts gegen die Schwaben oder so, aber ich glaube, da ist der
07:07Kontrast zum Hochdeutschen noch größer.
07:08Oder auch bei anderen Dialekten.
07:10Wir haben immer gedacht, wir würden lupenreines Hochdeutsch reden.
07:13Das musste ich mir dann so ein bisschen antrainieren.
07:16Und da war ich dann wahnsinnig stolz, als ich dann so nach ein paar Wochen Schauspielschule zu Hause war und
07:20ich dachte, ich sei jetzt was Besseres.
07:22Also du hast richtig auch den Herbert-Knebel-Dialekt.
07:26Ja, also so geht man ja natürlich so wohl.
07:29So schlimm nicht?
07:30Naja, so ein bisschen, also klar, na klar.
07:33Ja, genau, könntest du auch.
07:34Naja, das ist ja eher so eine Färbung.
07:36Aber du hast auch so Wörter gehabt, wie Moped-Kette am Schmecken.
07:40Was soll das denn sein?
07:41Habe ich nicht verstanden.
07:42Das war, glaube ich, eher so eine Erfindung so aus, sag ich mal, unserer Clique da.
07:47Achso, das gab es nicht offiziell.
07:49Naja, vielleicht hat sich das mittlerweile, aber Moped, also das war so der Begriff.
07:53Sag mal, immer stehst du auf Schalke, kriegst du eine Moped-Kette am Schmecken.
07:56Was?
07:56Was natürlich heißt...
08:01Ach, kriegst du einen in die Fresse?
08:04Ja, ungefähr.
08:05Ja, und auf Schalke geht er gar nicht.
08:06Wenn du aus Herdecke bist, ist ja Dortmund da voll angekommen.
08:09Ach, da wäre ich nicht drauf gekommen.
08:12Deine Großeltern waren, man hat früher gesagt, Taubstum sagt man heute nicht, man
08:17wird gehörlos.
08:17Und zwar beide, Oma und Opa, ne?
08:20Ja, ich meine, die Eltern meines Vaters.
08:22Wo haben sich denn zwei Gehörlose damals kennengelernt?
08:26Ja, in Büren, Ostwestfalen, auf der, so nannte man das damals, sogenannten Taubstummenanstalt.
08:34Anstalt ist ja auch unschön.
08:36So hieß es, glaube ich, ich meine ja.
08:38Nicht, dass ich jetzt irgendeinen Quatsch erzähle.
08:40Da haben sie sich, will nicht lügen, 1906, 1907, ob sie sich da schon kennengelernt haben,
08:46weiß ich nicht, aber da sind sie auf diese Schule gekommen.
08:48Ja.
08:49Meine Oma ist aus dem Sauerland, aus Menden, mein Opa aus Herdecke.
08:54Und da waren die dann, da haben sie sich kennengelernt.
08:56Ich muss gestehen, das weiß ich aber auch erst seit kurzem.
08:58Ich hatte in besagten Menden eine Lesung mit meinem Buch.
09:02Und da habe ich so gesagt, ja, meine Oma ist übrigens hier, eine gebürtige Klusendick aus Menden.
09:06Und dann, oh, und so.
09:07Und ich sage, wenn jemand mehr Klusendick, das ist ein richtiger sauerländischer Name.
09:12Und da habe ich gesagt, also wenn jemand mehr weiß über sie oder über die Familie.
09:16Also weißt du, was das auf Plattdeutscheiß heißt, Klusendick heißt, dicke Augen.
09:20Die Klusen?
09:21Ja, sind dick.
09:22Dicke Augen.
09:23Na ja, aber Klusendick würden wir doch sagen, das ist der mit den dicken Augen.
09:27Vielleicht hatte da mal einer mit geschwollenen Augen und dann hat sich das so.
09:30Ja, so, könnte ich mir das vorstellen.
09:32Auf jeden Fall wollte ich mehr wissen.
09:33Und dann machte das so über drei Ecken, kam irgendwann ein Hobbyahnenforscher auf mich zu,
09:38der angeboten hatte, ja noch so ein bisschen rumzuforschen.
09:41Und der kam plötzlich und hat alles bis 1700 rausgefunden.
09:45Und, deshalb erzähle ich es, hat dann auch rausgekriegt, wo meine Großeltern,
09:49weil das wusste keiner so richtig mehr in meiner Familie, von Cousins und Cousinen,
09:53auf welcher Schule die damals waren.
09:55Und da gab es auch noch im Archiv eine Schülerakte.
09:58Und darüber habe ich dann noch diverse andere Sachen.
10:01Und wie gut kanntest du die dann?
10:03Leider kannte ich meine Oma gar nicht.
10:05Die ist schon sieben Jahre vor meiner Geburt verstorben oder fast acht Jahre.
10:10Meinen Opa, den habe ich noch kennengelernt.
10:12Und hast du Gebärdensprache gelernt?
10:14Nee, leider nicht.
10:14Um dich mit denen zu unterhalten.
10:15Aber dein Papa zum Beispiel, das waren ja die Eltern deines Vaters.
10:18Genau.
10:19Hat der die Gebärdensprache? Konnte der das?
10:21Ja.
10:22Das heißt klar?
10:23Genau, der hat auch noch drei Brüder, die konnten das natürlich alle.
10:26Konnten das alle, okay.
10:26Er war der Zweitjüngste, aber der konnte das. Der hat dann auch damals übersetzt.
10:31Du schreibst so schöne Geschichten in deinem Buch darüber,
10:34wenn dein Vater auf Feierlichkeiten war, in Herdecke quasi damals,
10:39dass er Späße gemacht hat mit dieser Gebärdensprache.
10:42Ja.
10:43Was konnte man da für Späße machen?
10:45Ach na ja, der hat das so verballauern.
10:47Der hat natürlich dann eine Sprache gewählt, die dann nicht so war wie in Wirklichkeit,
10:52sondern er hat es ein bisschen so gemacht, dass es immer unter die Gürtellinie ging.
10:56Ach so.
10:56Meine Mutter war das natürlich dann immer so ein bisschen peinlich.
10:59Sie hat gesagt, ach, mit Schubert, hör doch mal auf.
11:01Und die Leute haben sich bearmelt.
11:02Aber Hubert hat nicht aufgehört. Die Leute wollten es immer.
11:05Und er ist auf dem Tisch.
11:07Auf dem Tisch?
11:08Und wenn entsprechend Lekkerpils getrunken wurde oder Pröst.
11:11Und dann hat er von sich aus irgendwie...
11:13Dann macht er da seine Mannekes.
11:16Ja.
11:17War dir das auch peinlich?
11:19Ja, manchmal schon.
11:22Du wolltest dann, was Schule angeht, gar nicht unbedingt Schauspieler oder so werden,
11:26sondern eigentlich Biologe.
11:29Und hast dich da so quasi gesehen als Greenpeace-Aktivist, der auf irgendwelchen...
11:34Wo sind die?
11:35Auf Booten, ne?
11:36Und verhindern, dass irgendwas passiert.
11:38Na, eher so im Urwald natürlich forschen, aber auch wie man die Wüsten wieder fruchtbar
11:42machen kann.
11:42Ah.
11:43Da sah ich mich in meiner jugendlichen Hybris schon den Nobelpreis entgegennehmen.
11:47Ja.
11:47Und die Welt rettend.
11:50Hätte ich das mal gemacht.
11:52Man sieht immer erst den Nobelpreis und dann fängt man an zu arbeiten.
11:55Und dann denkt man, ach komm, scheiße, mache ich doch lieber sowas wie Schauspielerei.
11:58Aber bist du da denn zufällig drauf gekommen?
12:00Wobei, was ich noch ganz süß fand in der Schulzeit, du bist in die Koch-AG gegangen.
12:05Da gab es ja auch eine Theater-AG.
12:07Du hättest ja auch in die Theater-AG gehen können.
12:09Bin ich dann ja auch.
12:11Später.
12:11Nachdem meine Deutsch-Lehrerin, die auch Theater-AG-Leiterin war, mich bearbeitet hatte.
12:16Weil sie dachte, du hast doch noch Macke geöffnet.
12:19Warum hast du Kochen genommen?
12:20Ach, ich war so der Klassenclown damals, nachdem dann irgendwann meine Schüchternheit,
12:23ich konnte die überwinden durch eine Art von Klaunerei, also von Albernheit.
12:29Und dann hatte sich mein Ruf so verfestigt als der Klaun.
12:33Und ich dachte dann ab so einem gewissen Alter, ja, jetzt nehme ich die Mädels überhaupt nicht ernst.
12:36Und bei denen gut zu landen, dachte ich, wäre es nicht schlecht, wenn ich kochen kann.
12:40Ach so, du bist ja, du wolltest Girls klar machen, am Kochtopf.
12:47Am Kochtopf vielleicht, ja, dachte ich so.
12:48Wenn ich jetzt noch Schauspielerei mache, dann bin ich weiterhin der Klaun.
12:51Aber ich wusste, wahrscheinlich brauchte ich das, dass meine Lehrerin kommt und mich da holt.
12:57Und ist dann in der Theater-AG schon aufgefallen, dass du besonders talentiert bist und später mal an die Schaubühne
13:03schaffen kannst?
13:05Naja, an die Schaubühne hat natürlich keiner gedacht.
13:08Das müsste man jetzt andere fragen.
13:10Aber ich glaube, der Unbegabteste weiß ich nicht.
13:12Es hat Spaß gemacht und ja, da habe ich irgendwie was gefunden.
13:17Du bist überhaupt nicht unbegabt.
13:19Also vor allen Dingen, wir haben heute hier ein kleines Liedchen geprobt, heute Nachmittag.
13:23In Gottes willen.
13:24Und da habe ich noch zu dir gesagt, mach noch ein drittes Standbein.
13:27Jetzt hast du ein Buch geschrieben, du bist immer noch aktiv an der Schaubühne, was schon toll ist.
13:31Tatortkommissar, was sowieso der höchste Rang an Schauspielerei in Deutschland für alle immer noch ist.
13:37Plus dann auch noch singen können und das machen wir jetzt.
13:39Ihr seid schon so weit behältigt.
13:41Ja, und wenn ich jetzt versage, du machst hier einen Druck.
13:44Also komm, naja, komm.
13:45Das hier ist nun wirklich harmloser als jedes Richard oder ich weiß nicht, Nora-Stück.
13:50Ja, aber es ist Sinn.
13:52Ja, es ist Sinn.
13:53Ich gehe wieder dahinter, du darfst dich hier, du darfst dich locker machen, Beine locker, Arme locker.
13:58Locker, locker, locker.
13:59Oh mein Gott, das ist gut.
14:00Locker, locker, locker, locker, locker, locker, locker, locker.
14:10When the rimba rhythm starts to play, dance with me, make me sway.
14:17Like a lazy ocean hucks the shore, hold me close, sway more.
14:27Like a flower banning in the breeze, bend with me, sway with ease.
14:35When we dance, you have a way with me, stay with me, sway with me.
14:43Ah, the dancers may be on the floor, dear, but my eyes will see only you, only you have the
14:54magic technique, when we sway I go weak.
15:00I can hear the sounds of violence, long before it begins.
15:08Make me sway as only you know how, sway me smooth, sway me now.
15:33How the dancers may be on the floor, dear, but my eyes will see only you, only you have the
15:43magic technique.
15:46When we sway as only you have the magic technique.
15:47When we sway, I go weak.
15:48When we sway, I go weak.
15:50I can hear the sounds of violence, long before it begins.
15:58I can hear the sounds of violence, long before it begins.
16:08You know how, sway me smooth, sway me now.
16:16Sway me smooth, sway me smooth, sway me now.
16:24Wait me now, baby, yeah, pay me now.
16:41Thank you!
16:43Thank you!
16:44Thank you!
16:47Also,
16:49there's still a career, or not?
16:52Also,
16:53I see you already
16:53on a cross-road train.
16:55on a cross-road train.
16:56I'm going to go to the train
16:56and get you to go to the train
16:56and get you to the train
16:56and get you to the train
16:57full house every evening.
17:00In the storm.
17:01I don't care.
17:02We played too many times.
17:04My drummer had a bit of a cot,
17:06and you were there...
17:09You were already on a cross-road train?
17:10I didn't do that until the sea was gone.
17:14I was afraid of flying in the front.
17:15I thought,
17:16you didn't have any fear.
17:18And then it was over.
17:19No, no, no.
17:21With Kreuzwellen on a cross-road train is really terrifying.
17:24Also,
17:25when they come from the side and from the front
17:27and you're there and you're there
17:29and you're there already full.
17:31And it's all black and dark.
17:33It's in the night.
17:35And there's a storm.
17:36And on the floor flying all the doors off and off.
17:39And it's like a horror film.
17:42And you know, right?
17:43Yeah, but that's true.
17:44Have you got something like a bucket list,
17:46what you want to do?
17:48Also, on jeden Fall Buch Nr. 2.
17:51Yeah, that's not so unwahrscheinlich, right?
17:54Yeah, but we don't know what's going on.
17:55But we don't know what's going on.
17:56Do you want to go on Mount Everest?
17:58No, that's not.
17:59I think I want to go on Mount Everest.
18:02Yeah, I want to go on Mount Everest.
18:02Maybe we don't want to go on Mount Everest.
18:05So much?
18:05So classic?
18:06Yeah.
18:07Yeah.
18:07I think it's a bit classic.
18:09Pyramiden?
18:10Pyramiden cool.
18:11Klingt like a bit awkward.
18:12No, but a Rolex.
18:14And Dubai is going on.
18:16Dubai, for God's sake.
18:17No.
18:18No?
18:18No, no.
18:18No, no.
18:19Have you a Rolex?
18:20No.
18:21That's not a dream.
18:23I'm...
18:23I'm...
18:24I'm going to go to the store,
18:25to go to the store,
18:26to buy clothes.
18:27I'm really not a fashion boy.
18:31I'm not a fashion victim.
18:32You can say boy or victim.
18:35I'm a fashion girl.
18:36I'm not a fashion girl.
18:37You see it a bit.
18:38That's your look.
18:40You're on the parker.
18:42No, so bad.
18:43But you're a attractive man.
18:45That's what I'm saying.
18:46Also dein Hemd sehe ich ja.
18:47Deine gute Qualität.
18:49Danke.
18:49Also ich habe mir auch richtig Mühe gegeben heute.
18:52Ich dachte, wenn ich hier bin, darf ich nie absticken.
18:53Farbe steht dir.
18:54Danke.
18:55Kommst du jetzt nicht mit so einem gestreiften Walter-Hemd hier rein?
18:58Ja, das weiß man.
18:58Das darf man ja nicht machen vor der Kamera.
19:00Doch, breit geht, glaube ich.
19:01Hast du Kryptowährungen, habe ich mich gerade gefragt?
19:04Oder interessierst du dich dafür?
19:06Wenn ich von irgendwas überhaupt keine Ahnung habe,
19:08dann ist es Geld und Wirtschaft.
19:10Okay.
19:10Ich habe das Glück, irgendwie mich und meine Familie ernähren zu können.
19:14Nee, wirklich.
19:15Geld?
19:15Ich weiß nicht.
19:16Ich bin ein Kind.
19:18Ich komme aus einer Arbeit da.
19:19Also das klingt jetzt so, aber uns ging es immer gut.
19:22Ja, uns fehlte irgendwie nichts.
19:24Jörg?
19:24Ina.
19:25Ich habe eine Kiste vorbereitet.
19:26Das heißt, ich habe die gar nicht vorbereitet.
19:28Das ist meine Kiste, die ich von zu Hause mitgebracht habe.
19:30Aber meine Redaktion hat kleine Fragen reingeworfen.
19:34Kleine, ich glaube, entweder-oder-Fragen.
19:36Weil man weiß ja von dir immer, was du so beruflich machst.
19:38Aber man weiß privat immer gar nicht so viel.
19:40Und vielleicht erfährt man dann auf diesem Weg ein bisschen mehr.
19:44Lieber selbst anbaggern oder angebaggert werden?
19:49Ist doch raus aus dem Bissen.
19:50Angebaggert werden ist auch mal ganz nett.
19:52Ja?
19:52Ja, ja.
19:53Aber das andere kann natürlich auch Spaß machen.
19:56Wie bist du heute hergekommen?
19:58Mit dem Zug?
19:59Mit dem Bagger.
20:03Hey!
20:07Als Peter Faber den Tatort lieber erschossen, tot oder lebendig verlassen.
20:12What?
20:13Als Peter Faber den Tatort lieber erschossen, slash tot oder lebendig verlassen.
20:18Ja, Tod ist langweilig.
20:19Das kann ja sogar Frau Böhne.
20:20Fängst du?
20:20Ach, Tod ist schon toll.
20:23Ja, aber das hatten wir jetzt schon.
20:24Die arme Martina.
20:25Ich leide ja heute noch.
20:26Ja, das fand ich auch schade.
20:27Gerade waren wir alle glücklich und haben tief durchgeatmet.
20:30Sie haben sich gefunden.
20:30Zack, tot.
20:31Ich hatte mal eine Idee.
20:33Vielleicht beantworte ich die Frage jetzt damit.
20:37Und ich dachte damals, wenn ich das pitche, da halten mich alle für bekloppt.
20:41Und ich habe das dann einem Regisseur erzählt.
20:43Und zwar, wenn irgendwann die letzte Folge kommen sollte, die Geschichte soll so sein,
20:48dass irgendwann Bergmänner, die in Stollen vor Jahrzehnten verschütt gegangen sind,
20:57irgendwann wieder hochkommen als Zombies.
21:00Weil damals, was die wollen sich rechnen.
21:02Es zahlt dir kein Mensch, wenn es nicht albern aussehen soll, viel zu teuer.
21:05Ja, und das Einzige, was sie befriedigen kann, damit dieser Fluch von Dortmund weggeht,
21:09weil die kommen aus der Erde wieder hoch und holen sich alle Leute.
21:12Der Einzige, der diesen Fluch brechen kann, ist Faber, indem er mit ihnen runter in die Erde geht.
21:18Als Untoter sozusagen landet.
21:20Da bist du aber schon auf Tumorspuren, würde ich sagen.
21:22Das habe ich dem Regisseur damals erzählt, in der Erwartung, der sagt, du hast es doch nicht mehr.
21:26Und der meinte, finde ich geil.
21:27Wirklich?
21:34Aber das stimmt doch.
21:35Klingt doch gar nicht schlecht.
21:36Ich würde warten, bis die KI-Animation so weit ist, dass es einfach ratzfatz geht.
21:40Super. Brad Pitt hat auch mal so einen Zombie-Film gemacht.
21:42Dann sind sie doch alle in Jerusalem hinter ihm her und so.
21:44Übrigens mit dem besagten Regisseur habe ich mir diesen Film angeguckt.
21:48Also, wir fanden es irgendwie gut. Aber jetzt habe ich es gepitcht, jetzt ist es raus.
21:51Ach, ist doch super.
21:52Nicht, dass die Kölner das jetzt klauen.
21:54Das macht dir keiner nach.
21:56Da hätte ich keine Angst an einer Stelle.
21:59Lieber schlechte Tatortquote oder schlechten Sex?
22:03Lieber schlechte Tatortquote.
22:06Lieber eine Nacht im Club oder eine Nacht allein im Wald?
22:13Ich wollte ja Biologe werden.
22:16Da hätte ich jetzt alleine im Wald sein müssen.
22:19Ja, aber ich weiß gar nicht. Mit Zelt und allen Pipapo oder so.
22:23Alleine, scheißegal wie, aber allein. Also Zelt kannst du mitnehmen.
22:26Aber du hättest halt keine zweite Person.
22:28Aber im Club kann es natürlich schnell jetzt peinlich werden.
22:30Du würdest nicht mehr in irgendeinen Club gehen, in Berlin oder so.
22:33Also es war mir damals schon zu laut.
22:34Also wenn man so in den 80er Jahren, man fuhr ja aus Herdecken nach Hagen oder Dortmund.
22:39Ja.
22:40Da gab es den Musikzirkus.
22:41Und dann gab es doch die Großraumdiskus.
22:42Central Park, ja. Das war riesig.
22:45Ja, okay.
22:47Nebenan gab es aber auch immer ein Kino, also in dem Club selbst.
22:50Ja.
22:51War riesig.
22:51Du bist direkt immer als Kino.
22:52Und dann liefen Horrorfilme und ich bin gleich zum Horrorfilm.
22:54Geil.
22:55Horrorfilme finde ich auch toll.
22:56Könntest du dir vorstellen, mal in so einem Horrorfilm mitzuspielen, der Mann mit der
22:59Kettensäge zu sein?
23:00Weißt du, der am Anfang, die richtig guten Horrorfilme, die scheißen sich ja nix.
23:05Die gehen ja am Anfang los.
23:09Dann siehst du jemanden festgeschnallt.
23:12Und dann geht der mit der Kettensäge dahin.
23:14Könntest du dir vorstellen, der Mann mit der Kettensäge zu sein?
23:16Ich würde es ohne Kettensäge machen.
23:19Aber das ist schon wieder sehr subtil.
23:20Dann ist schon wieder so...
23:21Aber das wäre richtig übel.
23:22Wenn du das machen würdest?
23:24Das finde ich viel besser als die Bergarbeiter, die aus der Grube kommen und dich mitnehmen.
23:29Zum Horrorfilm mit Jörg Hartmann.
23:31Wollen wir uns hier oben raufsetzen und die Bierdeckelchen einsammeln?
23:35Und wir gehen hier einmal rauf.
23:36Ich würde schon sagen, wir machen schon mal unseren kleinen Trommelwissen.
23:39So, so, so.
23:41Eins, zwei, auf drei.
23:43Eins, zwei, drei!
23:54Jörg, wie oft wirst du für einen echten Polizisten gehalten?
24:00Also, das ist mir, glaube ich, noch nicht untergekommen.
24:02Noch gar nicht?
24:02Nein.
24:04Okay, hätte ich auch gedacht.
24:06Was war dein schlimmstes Casting?
24:12Gehst du zu Castings noch?
24:14Du bist Jörg Hartmann.
24:18Ich wäre froh, wenn ich mal mehrere kriegen würde.
24:20Ach, gibt sowas gar nicht mehr so viel?
24:22Neunig hatte ich eins, aber hat leider nicht angeblich, weil ich zu viel am Theater bin.
24:29Nee, das wäre für eine Serie gewesen.
24:31Wäre komödiantisch gewesen.
24:32Hätte ich ganz gerne gemacht.
24:33Schalke oder Dortmund?
24:36Dortmund.
24:36Hör mal.
24:37Aber so aktiv auch richtig ein bisschen?
24:40Klar.
24:40Siebte Mannschaft, Altherren.
24:42Nein.
24:42Aber das sehe ich doch mal.
24:43Fußball ganz schlimm.
24:44Verstehe.
24:45Was ist dein schönstes Körperteil?
24:55Hatte deine Mutter eventuell eine Affäre mit Dean Martin?
25:02War der jemals in Dortmund oder in der Nähe?
25:05Der war sehr oft da.
25:06Ich kann mich nur rechnen.
25:07Wirklich?
25:07Was hast du da?
25:09Hey, guten Morgen.
25:09So ein Kartoffel essen.
25:11You're my son.
25:13Wollten Modefirmen mit dir schon mal Werbung für Parker machen?
25:18Nein.
25:20Aber ich durfte einmal wirklich mal als in Anführungsstrichen Model fungieren.
25:24Ich habe mal für so ein Lufthansa-Magazin in den ruinösen Belize-Heilstätten Model gestanden.
25:30Oh.
25:31Krass, oder?
25:32Kam die auf dich?
25:33Ich dachte, ja, danke für die Frage.
25:36Ganz lieb von Ihnen.
25:37Dankeschön.
25:38Ich dachte, ich mache einen auf Mats Mikkelsen.
25:39Der macht das ja auch ständig.
25:41Nee, aber war das einzige Mal bis dato.
25:43Warum sprechen Theaterschauspieler in ihrer Freizeit, als ob sie auf der Bühne stehen?
25:53Weil die Schauspieler unglaublich viel Liebe und Aufmerksamkeit brauchen.
25:58Ja, aber ein bisschen ist es.
26:00Deshalb haben sie aus diesem Defizit heraus diesen Beruf.
26:04Vielleicht ist es ein bisschen so.
26:06Ich freue mich so, weil wir Musik da haben.
26:08Wir haben schon deinen tollen Song gehört.
26:10Aber es gibt eine Sängerin, die ich jetzt seit, ich würde sagen, auch zwei Jahren beobachte,
26:17liebe, immer wieder höre und denke, Alter, wie toll ist das, was sie macht.
26:22Und freue mich sehr, dass sie da ist.
26:24Der Song heißt Silver Lining.
26:26Und bitte begrüßt mich.
26:27Und ich bin so stolz, dass dieser Weltstar heute bei uns ist.
26:30Levy!
26:56Und wir sind so stolz, dass wir hier noch bei uns sind und gehen.
27:04Aber wir sind ungewöhnlich.
27:11Wir sind in eine S別te, die wir haben.
27:14Wir sind einfach nicht rein.
27:17Ja.
27:21Und wir sind in eine S province, die wir sind.
27:23Was passiert jetzt?
27:24Ihr ist eine Selle, die wir sind.
27:26So I propose
27:29It's long overdue
27:36When you go to hell
27:39I'll go there with you too
27:45And when we're punished
27:48For being so cruel
27:54The silver linings
27:58I'll be there with you
28:10Never been calm or collected
28:14No one ever called me sweet
28:18What a miracle
28:22I found a darling
28:28I met you at the worst time
28:32Fell in love on a wind
28:36Now we peer wed in fields of rosy seed
28:44So I propose
28:47It's long overdue
28:53When you go to hell
28:57I'll go there with you too
29:02And when we're punished
29:05For being so cruel
29:11The silver linings
29:15I'll be there with you
29:23Ooh
29:25Ooh
29:27Ooh
29:33Ooh
29:34Ooh
29:38Ooh
29:39Ooh
29:39Ooh
29:43The silver linings I'll be there
29:50With you
30:05Thank you
30:10Thank you
30:11Thank you
30:12Thank you
30:26I like this version a lot
30:28Me too
30:29It sounds good
30:30It has a good specific German vibe to it
30:33Yes?
30:35I have just one question
30:37Is Löwe a name
30:39Like Susan in America
30:41Or something
30:42Or is it a very special name
30:44It's a normal name
30:46In Iceland
30:47Yeah, it's my great grandma's name
30:49Oh
30:50So it's old Icelandic Norse name
30:53And when I say Löwe
30:54Is it a little bit wrong?
30:58No, you're really close
30:59How would you say it?
31:00Löwe
31:02You're perfect
31:03When you shouted it before I started singing
31:06I was like wow
31:07Really good
31:08Thank you so much
31:09It's great music you do
31:12Thank you
31:12Thank you
31:16Yeah
31:16Yeah
31:17Yeah
31:17Yeah
31:17Yeah
31:17Yeah
31:22Yeah
31:23It's a very lucky
31:24A good boy
31:25She's a huge part of me
31:26Yeah
31:28I got a little bit
31:32I was like
31:33And I always have to get a little bit
31:34That's a good idea
31:37So I'd read that
31:38Late nights
31:38And she was like
31:40Why tell me that
31:41I saw that
31:50How can you tell me that?
31:53Or Champs-Élysées, Champs-Élysées.
32:02But Ellen Dallin is so cool.
32:03Hell and Dallin.
32:04Yeah, then you can get out of every sex appeal.
32:08Tell me, guys, I would like to go to the next guest.
32:11Will we play music and I go down here?
32:16So, put your pants off.
32:17So, so, so.
32:20Ah, Leute, ich freue mich so, dass sie endlich mal da ist.
32:26Ich habe mich sehr mit ihrem Leben und ihrem Werk beschäftigt, muss ich sagen.
32:30Sie ist Deutschlands bekannteste Psychotherapeutin, das kann man glaube ich so sagen.
32:34Ihre Bücher stehen seit Jahren in den Bestsellerlisten und sie sagt selber über sich,
32:39sie ist vor allen Dingen für die ganz normal Gestörten von uns da.
32:43Das heißt für dich, für mich, aber vor allen Dingen für die Shantys.
32:46Will ich begrüßen mit mir die wunderbare Stephanie Stahl!
33:03Stephanie Stahl!
33:06Juhu!
33:08Aufregend!
33:09Ja, für mich auch.
33:10Wir haben so viel zu besprechen, Steffi.
33:12Ich soll eigentlich Steffi sagen und nicht Stephanie, oder?
33:15Unbedingt.
33:15Betrinken wir uns?
33:16Oh, das ist schön.
33:18Jörg ist schon da, das ist ganz gut.
33:20Wir gehen hier rein.
33:22Ich hätte jetzt gedacht, dass die dich...
33:24Du hast noch dein Getränk?
33:25Ja, ich habe mein Getränk.
33:25Was möchtest du denn, Steffi?
33:27Einen Weißwein?
33:29Okay.
33:30War nicht frisch hier bei uns, ne?
33:31Ja, da musst du jetzt leider mitnehmen, weil da oben willst du auch nicht erleben.
33:34Ach, Jörg, der hat sich auch gerade gewundert.
33:37Da unten ist es stickig und hier unten ist es wirklich schön.
33:39Soll ich ein bisschen zumachen?
33:40Vielleicht noch eine Wollunterhose.
33:42Ja.
33:43Aber hält frisch.
33:45Frisch im Schreck.
33:46Ja, das hält frisch im Schreck.
33:48Steffi, sag mal, ist es so, nachdem ich jetzt viel von deinem Buch und von allem...
33:52Man kennt ja vor allen Dingen dein Hauptbuch, das Kind in dir muss Heimat finden.
33:57Drei Millionen Mal verkauft, um das jetzt mal zu sagen.
34:00Stephanie Stahl mit diesem Buch.
34:01Ich habe es mir als Hörbuch geholt, was toll ist, toll vorgelesen.
34:07Aber es ist halt so toll vorgelesen, dass ich immer einschlafe.
34:11Weil man muss sich schon ein bisschen konzentrieren, um zuzuhören und das reinzulassen.
34:16Psychologin würde ich jetzt sagen, wir sprechen hier vom Abwehrmechanismus der Verdrängung.
34:20Boah, das wird die Präzile sein.
34:25Einfach verschlafen ist auch so.
34:26Nein, ich will ja eben nicht schlafen, sondern ich will Ruhe um mich rum haben, das mich nicht ablenkt, sondern
34:31ich will...
34:31Hast du das Buch gelesen?
34:32Das Kind in dir muss Heimat finden.
34:33Ich habe es zu Hause, in der Tat.
34:34Ja, du hast es auch zu Hause.
34:36Ich habe halt so ein Problem damit, das, was mir da gesagt werden soll, umzusetzen.
34:42Reflektier dich selbst, reflektier dich selbst und dann musst du es halt umsetzen.
34:46Also sagen wir mal so, ich erlebe sehr oft die Situation, dass ich so höre, Steffi, theoretisch ist mir alles
34:52klar.
34:53Ja.
34:53Aber leider, ich fühle das nicht so.
34:56Und der Punkt ist ja, der in meinem Buch geht es ja ganz viel darum, so dieses innere Kind, so
35:01alte Glaubenssätze, so alte Prägungen von früher, ich sag mal, zu verändern.
35:07Ich mache mal ein ganz kurz konkretes Beispiel, weil ich jetzt nicht voraussetze, dass jeder in dem Thema drin ist.
35:12Also Michael aus meinem Buch, der ist ja aufgewachsen mit noch drei Geschwistern, die Eltern hatten eine Bäckerei.
35:19Und natürlich ist der als Kind oft zu kurz gekommen, wie sollte es anders sein, ja?
35:23Die Eltern waren beide total gestresst und überfordert.
35:25Und als kleines Kind hat er ja nicht gedacht, die hätten mal lieber nur ein Kind bekommen und Mama sollte
35:31sowieso mal in eine Erholungskur gehen und Papa vielleicht auch mal in Psychotherapie.
35:35So denkst du ja nicht als kleines Kind, sondern als kleines Kind denkst und fühlst du dann, ich komme zu
35:42kurz, ich falle zu Last, ich bin hier zu viel.
35:44Und das ist dann so eine alte Prägung, mit der wirst du groß und das ist dann so dein Programm
35:50auch bei Michael.
35:51Immer, wenn er nur ansatzweise das Gefühl hat, er wird nicht genug beachtet, er wird irgendwie übergegangen, ist er sofort
35:57getriggert und kommt auf Zinne.
35:59Der wird dann direkt sauer, so. Und weißt du, was der häufigste Grund ist, warum sie das nicht wegkriegen?
36:05Loyalität zu den eigenen Eltern. Und der Punkt ist, wenn du dich wirklich mal lösen willst von den alten Sachen,
36:12musst du dich auch irgendwann mal in gesunder Weise von deinen Eltern lösen.
36:17Das heißt ja nicht, dass du sie weniger lieb hast, aber dass du den Mut hast, über die Brücke zu
36:20gehen, dir wirklich einzugestehen,
36:23nicht ich war der Fehler, sondern Mama und Papa haben öfter mal Fehler gemacht.
36:27Hast du ein Grundthema für dich, wo du sagen würdest, das habe ich noch nicht weggeknackt oder du?
36:32Meins ist, glaube ich, Bindungsunfähigkeit, was aber, glaube ich, damit zu tun hat, was du gerade erzählt hast,
36:38ist, dass ich mit vier Jahren in meinem Laufgitter stand und gedacht habe, okay, Leute, ganz ehrlich,
36:43hilft dir selbst, sonst hilft dir keiner, leck mich doch alle am Arsch, ich mache alles selber, ich bin eine
36:47Insel.
36:48So, das habe ich für mich festgestellt, kann ich aber ja nicht durch Reflektionen ändern.
36:53Doch, Ina, ich sage dir, wie es geht, in drei Sätzen, okay?
36:56Drei Sätze?
36:57Drei Sätze.
36:57Drei Sätze.
36:58Ich habe geahnt, ich freue mich, dass du so offen bist.
37:02Danke fürs Teilen, Ina.
37:04Ja, gerne.
37:04Danke fürs Teilen.
37:05Mega.
37:08Ich habe mir das schon gedacht, dass du auf der autonomen Seite bist, das bist du.
37:13Das ist ein autonomer Typ, genau.
37:14Und du hast gelernt, ganz früh, ich kann mich nur auf mich selbst verlassen.
37:17Und das Problem ist, mit der Bindungsangst, dass du das bis heute glaubst.
37:22Weil dein Gehirn noch nicht verstanden hat, dass die Zeit mit Mama und Papa vorbei ist.
37:27Was?
37:28Dass du heute groß bist.
37:30Du bist heute groß und, jetzt pass auf, jetzt kommt der entscheidende Satz.
37:34Heute, das ist der Punkt der Bindungsangst.
37:36Bindungsängste haben immer das Gefühl, ich bin entweder in einer Beziehung oder ich bin ein freier Mensch.
37:43Also Bindung und Freiheit geht in ihrem inneren Denken nicht unter einen Hut, weil sie als Kinder früh gelernt haben,
37:50wenn ich will,
37:51dass du mich liebst, muss ich mich irgendwie anpassen.
37:53Ich muss hier irgendwie funktionieren.
37:55Kompromisse machen.
37:56Kompromisse machen.
37:57Ich muss mich anpassen.
37:58Das hast du als Kind schon gelernt.
38:00Das heißt, die Botschaft, und diese Botschaft ist das A und O, auch das A und O, was Eltern ihren
38:08Kindern vermitteln können,
38:09ist, Beziehung ist nicht etwas, was ich irgendwie über mich ergehen lassen muss, wo ich mich immer anpassen muss,
38:15wo ich Kompromisse machen muss, wo ich wieder gucken muss, wie ist Papa heute gelaunt, wie ist Mama heute gelaunt,
38:20sondern Beziehung ist etwas, was sich beeinflussen kann.
38:24Und dieses tiefe Gefühl, dass du Beziehungen wirklich mitgestalten und beeinflussen kannst, das fehlt dir ganz tief in drin.
38:31Und das kann man aber etablieren und das ist gar nicht so schwer. Und dann würdest du fühlen und denken,
38:39dass Nähe und Freiheit unter einen gut passen.
38:42Und dann würdest du auch dich nah und frei und glücklich innerhalb einer Beziehung fühlen.
38:48Okay, ist jetzt gespeichert. Wollen wir mal gucken, was da jetzt so passiert.
38:56Wobei es ist ja ganz lustig, weil du ja in deinem Leben, also in deinem normalen privaten Leben auch wirklich
39:01früher oft an die Falschen geraten bist.
39:04Ich glaube, da war einmal...
39:05Zahlst du es mir jetzt heim?
39:06Nein, aber das fand ich ja, wie soll ich sagen, das fand ich ganz tröstlich, dass jemand wie du, die
39:12sich so mit ihrem Job und so beschäftigt und mit der Auflösung beschäftigt,
39:16dann doch immer auch an falsche Männer gerät oder irgendwann auch feststellt, ich glaube ich gerade, wenn man den Falschen,
39:21ich muss was anders machen.
39:22Da war dabei einmal dein Lehrer, glaube ich. Oh, bist du tiefgetaust.
39:28Das Verhältnis mit dem Lehrer.
39:30Jetzt wird es feinlich.
39:31Wobei, wo hast du das denn her?
39:33Weiß ich nicht, aber das Verhältnis mit dem Lehrer war ja, da warst du ja schon nicht mal die Schülerin,
39:38glaube ich, dann, ne?
39:39Ja, nee, ich war nicht mädlich.
39:40Aber wie dumm.
39:41Hat sich das in Hammond rumgesprochen oder so?
39:42Hat sich ja wenigstens gelohnt, wenn dann auch dein Lehrer gewesen wäre.
39:45Irgendwo.
39:46Okay.
39:47So, dann glaube ich, weil du sagst, oder so Männer, die dann einfach so wahnsinnig schön waren, man war so
39:53verliebt, weil die so wahnsinnig hübsch und so überschön waren, hat dann auch nicht funktioniert.
39:57Ein Ex-Knacki war dabei.
39:59Ist ja auch schon mal ein berühmter Ex-Knacki.
40:02Ein berühmter Ex-Knacki.
40:04Ja, Michael Born war ja nun.
40:05Geilo.
40:06Mega in den Medien.
40:07Kennst du den nicht?
40:08Der Fälscher war das doch.
40:10Ach so.
40:11Das war doch der Medienfälscher.
40:12Das war ja ein Promi.
40:12Der Stern-TV-Fälscher war das doch.
40:15Wirklich?
40:15Ja.
40:16Und der war dein Löffer oder was?
40:18Ja, der war auch entertaining.
40:20Ich muss ja sagen, wie es ist.
40:21Ja, aber cool.
40:22Kurzweilig.
40:22Das war ganz schön.
40:23Ich meine, das kennst du ja vielleicht umgekehrt.
40:25Du wirst ja bestimmt einige Männer von dir komplett süchtig gemacht haben.
40:30Weil du ja eher die Autonome bist und dann verlieben die sich erst wahnsinnig in dich.
40:34and then you say oh no...
40:35Wait a minute, wait a minute...
40:44What are you doing today, Stephanie?
40:49What are we doing today, Stephanie?
40:50The top five of the clots,
40:52the we have.
40:54Were we actually already so broken
40:56like today?
40:57We talked about not so much, or?
41:01Früher
41:01hatten wir ein größeres
41:03gesellschaftliches Korsett.
41:05Also Monogamie und man
41:06heiratet irgendwann, man gründet eine Familie
41:08und viele auch der eher überangepassten,
41:11um das nochmal klar zu machen. Es gibt eher die
41:12Autonomen, das bist du, und dann gibt's aber auch die eher
41:15überangepassten, die alles immer
41:16so ein bisschen eher versuchen immer alles
41:18richtig zu machen, immer das ein Recht zu machen,
41:20alle Erwartungen zu erfüllen etc.
41:22Also früher sind viel mehr Menschen in der
41:24Ehe gelandet, die zum Beispiel
41:26komplett bindungsgestörte Strukturen
41:29hatte. Also die Ehe war
41:31fürchterlich, beide sind
41:32fremdgegangen oder er ist fremdgegangen, es war eine
41:34lieblose Ehe, aber man...
41:36Man heiratete ja auch anders als heute.
41:37Und man trennt sich nicht.
41:39Und heute sind die Leute nicht gestörter,
41:43ich würde sogar sagen fast weniger,
41:44weil die jungen Eltern viel zugewandter
41:47sind, aber die
41:48Probleme fliegen schneller auf,
41:50was auch gut ist, werden deutlicher,
41:52weil heute ja jeder auch sein
41:54Beziehungsleben frei gestalten kann.
41:56Und heute darf man einfach offen
41:58sagen, hier auch in der Sendung, ich habe
42:00eher so ein Thema mit Bindungsangst.
42:01Das hätte es für 20, 30 Jahre nicht gegeben.
42:03Nein, das Wort hätte ich gar nicht getan.
42:05Und ich hätte wahrscheinlich auch kein
42:08psychologisches Buch darüber gelesen
42:10oder versucht zu verstehen.
42:11Ich hätte nur offener geworden.
42:13Ja, okay.
42:14Warum sind ältere Männer eigentlich die
42:15Problembären unter den
42:18therapierbaren Menschen?
42:20Also du meinst, dass ältere
42:22Männer eher...
42:23Da guckst du dir an da draußen.
42:24Immer wir, immer wir.
42:26Du kommst immer auf uns.
42:28Ja, weil ihr seid so viele
42:30in Deutschland, ihr seid ja nur repräsentativ
42:32für das, was da draußen los ist.
42:36Hast du viele gehabt
42:37so von denen in deiner Praxis?
42:39Also eigentlich therapiere ich
42:41ganz gerne Männer.
42:42Also es ist zwar so, dass sie viel
42:43länger brauchen, um mal vorbeizukommen.
42:46Und wo sich das jetzt ändert mit
42:47jungen Männern, die sind ganz anders.
42:49Auch überhaupt die jungen Leute
42:50reflektieren sich viel früher.
42:52Die setzen sich viel früher damit auseinander,
42:54was ich natürlich feiere, was ich toll finde.
42:56Aber wenn dann ein älterer Mann
42:58zu mir in Psychotherapie kommt,
43:00bringt er diese männliche Eigenschaft
43:02mit des Lösungsorientierten.
43:04Ich werde nie vergessen,
43:06ich hatte mal einen Mann in Therapie
43:08und der hatte immer so Schwierigkeiten,
43:11sich zu öffnen, auch mit seiner Frau.
43:13Und die Frau, die ist ja immer so
43:14ein bisschen gegen die Wand gelaufen.
43:16Und dann habe ich ein Gespräch mit dem geführt
43:18und dann kam er nächste Stunde wieder
43:20und sagte, Mensch, mit meiner Frau,
43:21das läuft jetzt so toll, die ist total begeistern.
43:24Ich sage, was haben Sie denn gemacht?
43:25Wir haben uns doch erst einmal unterhalten.
43:27Ja, ich habe die Mauern eingerissen.
43:29Das haben Sie doch gesagt.
43:32Die Formulierung habe ich sowieso nicht gebraucht,
43:34aber so hat er mich verstanden.
43:35Und das sind eben auch Männer.
43:37Sag mir, was die Lösung ist, dann mache ich das eben.
43:40Und eine Frau hätte jetzt noch ungefähr
43:42fünf Schleifen, sechs Schleifen gebraucht.
43:44Und er sagt, okay, wenn das so geht,
43:46dann mache ich das jetzt eben so.
43:48Nach wie vielen Jahren Ehe, ne?
43:50Ist es eigentlich okay für so ein Ehepaar
43:52keinen Sex mehr zu haben?
43:54Also dieses Sex-Thema ist ein total nerviges Thema.
43:57Nee, sprich ruhig mit Ihnen da draußen.
44:02Sorry. Sorry, ihr seid raus, Jungs.
44:05Entschuldige.
44:06Weil das so ein Thema ist, wo so wahnsinnig viel Druck ist.
44:09Und alle reden immer vom Sex und hier und da.
44:12Und für viele Menschen ist das ein Riesen-Druck-Thema.
44:15Auch für junge Paare oft, die sich so unter Druck gesetzt fühlen.
44:20Paare, die jetzt gerade Kinder haben, mit ihnen einen Job haben.
44:22Sind, weil, machen wir uns mal gar nichts vor.
44:27Der Sex ist halt immer dann am besten, wenn man sich noch nicht so richtig kennt.
44:31Wenn man sich noch fremd ist.
44:33Also Sicherheit und Leidenschaft sind leider ein ziemliches Gegensatzpaar.
44:38Ne? Das ist leider ein Gegensatzpaar.
44:40Dann wird aber immer so getan in den Filmen, in den Medien, im Movie, überall.
44:45Ja, wie wenn das dann immer noch alles so rauschend wird, ja?
44:48Ältere Leute sollen dann auch noch bis 80 Sex haben.
44:51Ja, natürlich alle. Dann sitzen da so ältere Schauspieler in der Torschung.
44:54Mit 70 geht es jetzt richtig los.
44:57Und reden da irgendwie über ihr Sexleben.
44:59Wo ich denke, sag mal, was soll das denn alles?
45:01Ja, finde ich auch.
45:01Ähm, die Libido geht runter mit dem Alter, die Hormone rieseln runter.
45:09Das ist einfach so.
45:11Ja, aber warum behaupten denn so viele, mit 70 wird es erst richtig geil, geht es erst richtig los?
45:15Wo ich denke, Leute, setzt doch so eine Scheiße nicht in die Welt.
45:18Ja, das stimmt ja.
45:19Wir freuen uns ja, wenn wir ohne Schmerzen aus dem Bett steigen.
45:23Ja, das ist auch so.
45:24Weißt du, und dann jetzt mal ganz ehrlich, wie soll denn das funktionieren?
45:27Kann man diese Lüge nicht mal irgendwann...
45:29Ne, das ist wirklich schwierig, ne?
45:31Ist auch schwierig.
45:32Und dann gibt es immer so Tipps, ja, du müsst ja möglichst fremd sein hin und her, ne?
45:37Aber was tatsächlich hilft, ist wirklich ein bisschen mehr wieder Abstand.
45:41Also was ja richtig gut tut, ist ja immer so ein bisschen Eifersucht in so eine Alteingefahrne.
45:46Okay.
45:46Da kommt ja wieder richtig Schwung in die Bude, muss man sagen.
45:50Also das ist ja...
45:51Ja.
45:51Also er mal allein in den Urlaub und sie mal allein in den Urlaub.
45:54Und dann so ein paar, sag ich mal nicht echt, aber irgendwelche Handynummern, die es nicht gibt
46:00und so irgendwas, was so ein bisschen...
46:01Ein paar Lippen stift sich selber so ein bisschen auf den Hemdkragen küssen und so Sachen.
46:06Hast du sowas schon mal gemacht? Deine Partnerin extra eifersüchtig gemacht?
46:09Extra? Nein.
46:11Und unextra?
46:22Es ist auf jeden Fall ein spannendes Thema.
46:24Ja, spannendes Thema.
46:24Können denn Kinder eigentlich Beziehungen kitten?
46:27Ist man da schon mal weiter?
46:28Ne.
46:28Kann man sagen, die funktionieren, das funktioniert?
46:30Im Gegenteil.
46:30Also das ist der größte Mythos, wenn eine Beziehung wackelig und brüchig ist.
46:35Das hat mir mein Vater schon immer eingebläut.
46:38Stefanie, Steffi, glaub niemals, dass du einen Mann an dich binden kannst, nur weil du ein Kind bekommst.
46:45Das ist ganz falsch.
46:46Man bindet die Männer dann nicht an sich.
46:48Das hat immer schon so als junge Frau irgendwie erklärt, wenn ich überhaupt die Idee gehabt hätte.
46:54Aber im Gegenteil, eine Beziehung wird extrem belastet durch Kinder.
46:59Und wenn die vorher schon brüchig ist, in der Regel geht sie dann kaputt.
47:03Ja, guck mal.
47:05Das war ein harter Satz jetzt.
47:06In der Regel geht sie dann kaputt, wenn man...
47:08Wenn sie vorher schon brüchig ist.
47:09Er meint, noch ein Kind zu kriegen, aus Gründen wieder zu kitten.
47:12Hart.
47:13Im Gegensatz zu Hart haben wir jetzt was ganz Tolles da.
47:16Was Freudiges, Schönes, ganz Klares.
47:19Und ich freue mich, dass er heute da ist.
47:21Er ist geboren in Hamburg, lebt aber seit vielen Jahren in London und macht ganz tolle Musik.
47:25Bitte begrüßt mit mir Sebastian Schuh!
47:44Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh!
47:56Oh, oh, oh, oh
48:01Oh, oh, oh
48:05My mother
48:08Has excedized
48:12She still sees
48:14Through almost all of my life
48:18Real roses
48:20They get covered in dirt
48:22Great garden
48:25Erased by pistols and sunburn
48:29Oh, oh, oh, oh
48:34Oh, oh, oh
48:38Hey
48:40Oh, oh, oh
48:44Oh, oh, oh
48:49Oh, oh, oh, oh, oh
48:52Sweet sister
48:54Locked in a cage
48:57Nice looking up to me
48:59She ties my eggs
49:03The drama is near in the air
49:05She buried the last of her friends
49:08But she's not concerned
49:10It's how she lives for pistols and sunburn
49:13Oh, oh, oh, oh, oh
49:21Oh, oh, oh, oh
49:25Hey
49:26Oh, oh, oh
49:30Oh, ah, oh, oh
49:35Can I score this?
49:37Can I score this
49:38Oh, ah, oh, oh
49:42Oh, oh, oh
49:46Oh, ooh, oh
49:49Oh, oh, oh
50:10My mother
50:13His excellent eyes
50:16She still sees
50:20Through almost all of my life
50:27And because he was born in Hamburg, is his mother even today
50:31Sebastian Schuh
50:33I have to ask you, have you ever been in a patient?
50:55Oh yeah!
50:57Ja, also es gab man so den einen oder anderen, den fand ich attraktiv, aber das musst du ja beiseite
51:03schieben.
51:04Kann man das so?
51:05Ja.
51:06Wenn der dich dann auch ein bisschen attraktiv fühlt?
51:07Nee, verliebt sein ist auch eine Frage der persönlichen Entscheidung so ein bisschen.
51:10Ich habe neulich irgendwo gelesen, dass jemand gesagt hat, gibt es eine Beziehung zwischen Mann und Frau oder zwischen Menschen
51:17kann nie so eng werden wie die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Glaubst du das?
51:23Oh, ich muss mal eine ungarische Klientin von mir denken. Mein Mann und ich sind ja total verliebt in unseren
51:34Pflegehund. Den sieht man öfter, der weiße Schäferhund, der ist so ein jenen Reiter, der ist total verliebt in ihn.
51:41Und da habe ich die gefragt, das ist schon ein paar Jahre her, wo der Hund, also wo der noch
51:45neuer war, ich sage, ich muss sie mal was fragen. Sie haben ja einen Hund, sie hat ja so einen
51:49Dackel und sie haben aber auch Kinder.
51:51Also mit den Kindern, das ist ja bestimmt noch mal eine ganz andere Sorte der Liebe, noch mal viel, viel
51:56enger. Und da hat sie gesagt, Frau Stahl, wenn Sie Dankbarkeit wollen, dann schaffen Sie sich einen Hund an. Die
52:06Kinder sind ja auch immer wieder Worte. Also wenn Sie Dankbarkeit, der freut sich immer, der Hund.
52:12Bedingungslos. Bedingungslos. Da bist du fünf Minuten weg, kommst zurück, der macht einen Aufwand, wenn er sich sein Leben lang
52:18nicht gesehen hat. Alles, was ich will. Und damit wickelt sich so ein Hund natürlich total um den Finger.
52:22Ja, naja, aber ich verstehe das total. Ja. So, wir sammeln Bierdeckelchen ein. Wir würden uns hier jetzt oben raufsetzen.
52:30Du darfst ein bisschen, hast du ein Kleidchen an? Ja.
52:33Dann ist die Frage, ob das so eine gute Idee ist. Ich weiß, wie es geht mit dem Kleid. Einmal
52:36dazwischenhauen, zusammenkneifen rüber.
52:40So, geht doch. Achso, jetzt kommen die Fragen. Ja, dafür kann ich jetzt nichts. Was mache ich, wenn meine Frau
52:49beim Sex an jemand anderen denkt?
52:53Ich wundere mich, dass er das eigentlich weiß, wenn sie nur daran denkt. Und eigentlich, wenn es dem Vollzug gut
53:04tut, als erstes würde ich doch immer nur sagen, wer nicht.
53:08Weißt du, oder?
53:12Mein Mann will nicht zur Therapie. Was soll ich tun?
53:17Die innere Einstellung zum Mann ändern. Also entweder ihn verlassen, wenn es so schlimm ist, oder die innere Einstellung ändern.
53:24Ja. Aber hat der Mann nicht recht zu sagen in einer Beziehung, Hildegard, geh du doch? Also ich brauche keine
53:29Therapie.
53:31Darum wird es wahrscheinlich hinauslaufen.
53:33Ich finde, seinem Mann zu sagen oder seiner Frau zu sagen, du brauchst eine Therapie, würde mich auch schon angreifen.
53:39Und der Punkt ist ja, Frauen haben immer so die Deutungshoheit, wie Beziehung funktioniert. Also es ist nun mal so.
53:45Frauen sagen dir, wie du zu reden hast, wie du mit Gefühlen umgehst, wie du über Gefühle sprichst und so
53:51weiter und so fort.
53:51Und ich sage immer, die Männer sind eigentlich gut auf der Handlungsebene. Und deswegen sage ich manchmal schon, lasst doch
53:58eure Männer hinten Ruhe. Die tun viel auf der Handlungsebene. Und da müssen sie auch nicht jedes Gefühlchen richtig erkennen
54:04und richtig wahrnehmen. Leben und Leben lassen, sage ich immer.
54:07Ja, okay. Muss man manchmal...
54:11Lass mich hören, die Applauschen.
54:12Ja, die Männer. Aber es sind so die Männer.
54:16Ja, weißt du, wir tun immer so, als ob wir alle gleich werden. Überhaupt nicht. Es ist immer noch ein
54:20Riesenunterschied. Muss man manchmal auch über seine Klienten lachen?
54:29Come on, das ist doch der Grund, warum man immer weiter macht.
54:32Über, aber man lacht... Ja, doch, doch einmal... Also einmal, das... Ah, musste ich... Also nein. Also normalerweise lacht man
54:38mit den Klienten. Aber es gab einen, der kam an und sagte, ich habe Präapismus.
54:45Was? Präapismus? Heißt das so? Ich dachte mal, scheiße, was ist das denn nochmal? Präapismus?
54:50Ja, was ist das nochmal?
54:51Dauerlatte! Ach so, wirklich? Und das tut weh!
54:56Ach so, ach so, ach so. Das tut weh. Und ohne Miraga hatte der das. Ja. Und da musste ich
55:00tatsächlich innerlich mal lachen. Aber was hast du denn gesagt?
55:04Mhm. Hast du erst mal draufgehauen, oder?
55:06Ja, überhaupt nicht.
55:08Ich hab... Ich hab dann natürlich... Also... Oder war das Provokation? Nein, war keine Provokation. So, aber da musste ich
55:17tatsächlich mal lachen.
55:17But could you help him?
55:19Yes!
55:21Of course, I can help him!
55:23Yes, I can even believe him!
55:26What do you think?
55:29Would you trust Donald Trump to therapy?
55:34Nein, nein, nein.
55:36Because he has a personality problem
55:38and personality problems are so good
55:40as not to therapy.
55:41That's very difficult.
55:44Der wäre ja auch gar offen, der wäre null offen.
55:47Niemals, niemals.
55:48Der würde mich wirklich für voll nehmen,
55:49der würde mich total bescheuert halten.
55:51Der hat überhaupt kein Selbstreflektionsvermögen,
55:55weil er halt eben auch eine narzisstische Problematik hat.
56:00Untoxisch, unnarzisstisch.
56:02Es ist ein fast Kernmerkmal der Persönlichkeitsstörung
56:05ist ein Mangel an Selbstreflektion.
56:09My Chefin makes me constantly curious about me. What can I do?
56:17A Shanty.
56:20What is that?
56:26That's amazing.
56:28Then someone just said, they would be a Shanty or you.
56:33What is your biggest Psycho-Thema in life?
56:42What is your biggest Psycho-Thema in life?
56:46My biggest Psycho-Thema in life is, and I write all the books and everything I do,
56:51that I really think that people, who can't reflect themselves and their emotions not regulates,
57:02can't even imagine others.
57:04Trump is the best example.
57:06He is a very poor child, has that not reflect.
57:14He needs so much power as a child,
57:17which lives in the outside.
57:19These stories go on the Sack.
57:23They are permanent and everywhere,
57:25because people don't recognize themselves,
57:29because they don't care for these issues,
57:31because they don't get their three feelings on the line
57:33and then they will be in the world.
57:36And that's my biggest topic.
57:37And I always say,
57:38I write all my podcasts.
57:40Of course,
57:41so that everyone will be happy for themselves,
57:43but also,
57:44so that you're a bit more a better person.
57:48Which is your favorite?
57:53Sorry.
57:54Of course,
57:55Steffi.
57:55Of course,
57:56of course,
57:56of course.
57:57Of course,
58:02of course,
58:03Show.
58:08I'd be good at the studios.
58:10This is why I thank you.
58:11It was the first time.
58:14It was great.
58:15Of course.
58:16Mr. Christone.
58:17He said,
58:18Come on,
58:18For me,
58:19I like 듣 Damit.
58:23Hey!
58:24I'mburnt.
58:24Of course, when I'm a band together.
58:28And Sebastian Schuh.
58:30Thanks, hi, hi, hi, hi, hi, hi.
58:33That's in the crowd and shooting.
58:37And if you were in Hamburg,
58:40you could understand it well.
58:44And if you were in Hamburg,
58:48you could understand it well.
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