- 11 hours ago
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00:00Hmm.
00:03It's time for the Olafs Club,
00:06from Dresden.
00:07We're doing this so long,
00:08and we have today's name,
00:11which you should know.
00:13I have to write it up again.
00:16Today is...
00:18...
00:21...
00:21...
00:22...
00:22Ach, here we are!
00:24Haha!
00:25So a is wrong!
00:25Good before Borah!elltysclub.
00:30Joey DiNardo...
00:31... Am Start Progress Run!
00:35Kristin
00:36Jux... ...Lennart
00:40Silgen... ...Ih
00:43mach euch den Olaf, und zwar..
00:44...in 10... ...9... ...7...
00:493
00:508
00:53Los geht's
00:55Hui
00:56Herzlich Willkommen
01:00Guten Abend
01:03Olaf's Club
01:05aus den
01:06legendären
01:08Kleinzie
01:11Herzlich Willkommen
01:12auch daheim
01:15am Endgerät
01:17Vielen Dank
01:18Ich freu mich sehr
01:20Das wir wieder mal aus Dresden senden
01:23Das ist nicht selbstverständlich
01:24Für mich als Urdresdner
01:26ist das immer ein Happening
01:28Ich war ja schon
01:31in Dresden ewig
01:32Ich war ja schon in Dresden
01:35Da war die Frauenkirche noch ein Konsum
01:38Und sonst
01:39zeichnet man ja immer auf
01:40in Köln oder in Hamburg
01:42oder immer in Berlin
01:45Wo ich sage
01:46Warum nicht in Dresden
01:47Die Menschen hier sind viel offener als man denkt
01:50Also die sind auch offener
01:52als
01:54in Berlin
01:55Auch die Kollegen sind viel offener als man denkt
01:57Der Kameramann zum Beispiel
02:00Offener Vollzug
02:02Am Licht offener Alkoholiker
02:04Also es ist wirklich eine Freude
02:06hier mit diesen Menschen zu arbeiten
02:07Und dass Dresden tatsächlich
02:10Gastfreundlich ist
02:10wird jetzt sogar
02:12von einer Studie belegt
02:15Und zwar dieses
02:16Wie heißt es?
02:17Booking.com
02:19Tatsächlich
02:20hat eine Studie veröffentlicht
02:22über die gastfreundlichsten Regionen
02:24der Welt
02:25Und auf welchem Platz
02:26ist Sachsen gelandet?
02:27Wer weiß es?
02:28Auf Platz
02:30Sechs
02:31Ja, weltweit
02:32Also das ist doch super
02:34Oder?
02:34Noch vor Nordkorea
02:36Ja
02:37Ja
02:38Ja
02:39So
02:41Also das heißt
02:45Sachsen ist wirklich
02:47Gastfreundlich
02:48Ist auch gastfreundlich
02:49und nett
02:49zu Menschen aus dem Ausland
02:51Man ist höflich
02:53Und vor allem zu Menschen
02:54Solange die nicht ausstrahlen
02:55dass sie hierbleiben wollen
02:56Ne?
02:58Da wird der Wind ganz schnell
02:59aus einer anderen Richtung
03:00Ne?
03:01Genau anders
03:01Ja und
03:02Ja das finde ich eben
03:03das Besondere an Dresden
03:05Dass die Menschen irgendwie netter sind
03:06Gerade im Vergleich zu Berlin
03:08Ja
03:09Da gab es das sowieso
03:10immer zwischen Dresden und Berlin
03:12Ja
03:13Also schon in meiner Kindheit
03:15so in den 90ern
03:15oder im Osten
03:18Sachsen
03:19Preußen
03:19Das war immer so eine liebevoll
03:21gehegte
03:22nette
03:23gegenseitige Verachtung
03:24Ja?
03:26Also es ging nur um Sachsen und Preußen
03:28Also Thüringen gab es damals noch gar nicht
03:31Und
03:32Naja
03:32Und Mecklenburg
03:33gab es nur im Sommer
03:35Ja?
03:36Also da hatten dann
03:38Sachsen und Preußen
03:39haben dann dort mit
03:41oder weiß ich nicht
03:41die haben dort gegeneinander Urlaub gemacht
03:43Ja?
03:44Die haben sich dann mit Fischbrötchen beworfen
03:46Äh
03:46Und der Mandy
03:47haben sie Quallen ins Dekolleté gesteckt
03:50Da war Tümult
03:51Herrlich
03:52Da kam der Bademeister
03:53Quarantäne
03:54Etterete
03:55Und
03:56Ja, so diese Rivalität
03:57konnte man ja nirgends
03:59so gut ausleben
04:01wie im Sport
04:02Ja?
04:03Gerade im Fußball
04:03Ich war da ganz oft im Stadion
04:05Hier mein Name
04:07Ähm
04:07Ja?
04:08Und da ging es gegen BFC
04:09Und da war wirklich
04:10Also da war Druck aufm Kessel
04:12Da wurde
04:12Das war anders als heute
04:13Da wurde
04:14Da wurde noch richtig
04:15mit Herzblut beleidigt
04:16Ja? Hier Bodo Eierkopp
04:19Ja? Der Rüdiger
04:20Der Rüdiger
04:21Das ist ein Selbstbefriediger
04:24Ja?
04:24Das hat man dort
04:26Das hat man dort gerufen
04:28Also das ist unvorstellbar heute
04:30Ich würde es ja auch nicht glauben
04:31wenn ich es nicht selber geblägt hätte
04:32Ja?
04:34Äh
04:34Die
04:36Die
04:36Die schlechte Nachricht ist natürlich
04:45Das dann äh
04:46Die Dresdner im Endeffekt
04:47In der Summe doch meistens verloren haben
04:49Also ich glaube
04:50Die hatten nur ne Chance
04:51So bei diesen Nischensportarten
04:53Ja?
04:54Zum Beispiel Turmspringen
04:55Ja?
04:55Turmspringen klassisch
04:56Da hat Berlin gewonnen
04:57Aber Turm hoch springen
05:00Dresden super
05:01Ja?
05:02Da waren die mehrfach
05:05Im Mittelfeld
05:06Ähm
05:07Ja
05:08Sport
05:08Also Berlin
05:09Warum redest du viel
05:10Genau?
05:11Jetzt komm ich ab
05:12Logischerweise unser erster Gast
05:13Kommt nämlich
05:14Aus Düsseldorf
05:16Ähm
05:17Nein
05:17Wo kommt?
05:18Aus Bonn
05:18Genau
05:18Bonn
05:20Bonn hat jetzt mit Berlin nichts zu tun
05:21Mit Düsseldorf auch nicht
05:23Äh
05:23Ja Bonn ist sowas wie Düsseldorf ohne Geld
05:26Und
05:27Äh
05:27Unser Opening Act
05:29Trägt
05:30Trägt den schönen Namen
05:31Bora
05:33Das ist natürlich ein bisschen diffizil
05:35Weil dieser Name verrät ja jetzt nichts über das Geschlecht
05:37Ich musste in der Garderobe wirklich nachgucken
05:39Ja also
05:41Prüfblick
05:42Sichtkontrolle
05:43Und
05:43Ich hab festgestellt
05:44Er ist wirklich eindeutig ein Mann
05:46Mit allem was da so dranhängt
05:47Äh
05:48Ein ganzer Kerl
05:50Wie ich
05:50Ja meine
05:51Meine Pronomen sind Hoden und Absinnt
05:53Und
05:55Er
05:56Bringt alles mit was man braucht
05:58Außer
05:59Einem Nachnamen
06:00Den kann er sich jetzt machen
06:01Rastet angemessen aus
06:02Für
06:02Bora
06:07Das ist schön
06:10Danke
06:10So
06:11Danke Leute
06:12Wow
06:13Wuh
06:14Dankeschön
06:14Unglaublich
06:15Danke
06:16Ja
06:16Hey
06:17Dankeschön
06:18Wow
06:18Schön hier zu sein
06:19Ich bin Bora
06:19Und Leute ich bin Berufskomedian
06:22Ja das heißt ich stehe auf der Bühne
06:23Krieg dafür Geld
06:24Das hol da hol ich mir mein Geld
06:26Und ich trete bei Comedy Mix Shows auf
06:28So wie heute ganz viele Leute treten auf
06:30Verschiedene Künstler haben ein bisschen Zeit
06:31Oder ich spiel Solo
06:33Oder ich hab bis letztes Jahr auch noch auf Kreuzfahrtschiffen gespielt
06:36Leute das war
06:38Kacke
06:40Ja die Reederei hat mich in Berlin gesehen
06:42Bei so einer Show kam die zu mir Silvester 21 auf 22
06:44Haben mich gefragt
06:45Willst du mit uns auf Kreuzfahrt
06:46Ich so ne
06:48Wir geben dir auch eine Balkonkabine
06:49Ich so ich bin nicht überzeugt
06:51Alter
06:51Die so wir geben dir auch Geld
06:53Ich so mhm
06:54Wir haben 14 Restaurants
06:55Und du darfst in allen kostenlos essen
06:58Ich so ich bin dabei Alter
06:59Ich bin dabei
07:00Leute und dann bin ich geflogen
07:01Im Sommer 2021
07:03Äh 22 bin ich geflogen
07:04Sommer 22
07:05Und Leute ich liebe es zu fliegen
07:08Ich liebe es zu fliegen
07:09Vor allem liebe ich es als letzter in den Flieger einzusteigen
07:11Weil ich liebe es die Angst in den Augen der Menschen zu sehen
07:14Dass ich neben ihnen sitzen könnte
07:16Ich liebe das
07:17Ich komm so in den Flieger
07:18Warte bis alle drin sind
07:20Ich steig als letzter ein
07:21Ich warte bis alle drin sind
07:22Ich geb der Flugbegleiterin 50 Euro
07:24Frag sie ob sie schon mal sagen kann
07:25Boarding completed
07:26Sie sagt Boarding completed
07:27Alle freuen sich
07:28Dass sie irgendwie noch Platz in der Mitte haben
07:29Und in dem Augenblick
07:30Wenn alle die Hoffnung ganz oben haben
07:32Dreh ich mich in die Mitte rein
07:33So
07:33Haha
07:35Und dann geh ich da durch den Mittelgang
07:37Geh ich da mit Neonlichtern
07:39In der Nebelmaschine
07:40Geh ich da lang
07:40Um das ganze dramatisch aufzubauen
07:42Langsam wie der Marshmallowmann bei den Ghostbusters
07:44Marschiere ich da lang
07:45Und gehe zu den zwei einsamen Seelen in Reihe 30
07:49Weil die denken ich sitz weiter vorne
07:51Aber ich
07:51Ah sie hab mir den Mittelplatz
07:52Zwischen diesen zwei einsamen Seelen
07:54Da hinten gebucht
07:55Und ich gehe zu ihnen
07:56Und rede in Zeitlupe
07:57Ich komm zu euch
08:00Und ich werde einschlafen
08:03Leute und wenn ich schlafe
08:05Ist richtig ramba zamba
08:06Ich hab Schlafapnoe
08:08Für alle von euch
08:09Die nicht wissen was Schlafapnoe ist
08:10Ganz schnell erklärt
08:11Jeder von euch hat jemanden
08:12Im Freundesbekanntenkreis
08:13Die schlafen so
08:13Das sind Menschen die schlafen
08:14Und schnarchen
08:16Und dabei klingen
08:17Als würden sie sterben
08:18Kommen dann aber wieder zu hart zurück ins Leben
08:21Ja das ist immer dieses
08:34Ich hab normalerweise auch so ein Schlafgerät
08:37Danke sehr gerne
08:38Danke schön dafür
08:38Ey
08:39Wow
08:45Ich hab normalerweise auch so ein Schlafgerät
08:47So eine Jetpilotenmaske
08:48Kann ich im Flieger ja nicht benutzen
08:50Ja weil gibt ja keine Steckdose
08:51Im ICE geht das
08:52Da buche ich mir mal so einen Vierer
08:53Sitze am Vierer mit meiner Jetpilotenmaske
08:55Leute kommen vorbei
08:56Sagen ist alles okay bei ihnen
08:57Corona ist wieder da
08:58Das ist ne
08:59Und Leute
09:01Meine Frau hat auch richtig Humor entwickelt
09:03Ja ich lieg nachts neben ihr mit meiner Jetpilotenmaske
09:05Ja das Ding macht so ein Geräusch
09:08Da steht die nachts auf
09:09Geht aufs Klo
09:10Kommt wieder
09:10Und dann filmt die mich
09:11Dann filmt die mich wie ich da liege
09:13Und von den Teletubbies treube
09:14Filmt die mich mit meiner Jetpilotenmaske
09:16Macht die Top Gun Musik drunter
09:17Und sagt Mavericks starten
09:18Mavericks starten
09:19Mavericks starten
09:21Leute und dann komm ich an
09:22Auf diesem Kreuzfahrtschiff
09:24Ja und ich seh nicht aus wie der typische Kreuzfahrer
09:25Hab keine Camp David Klamotten
09:27Ja komm auf diesem Kreuzfahrtschiff an
09:29Hab ne frisch rasierte Glatze
09:30Hatte damals so nen langen Bart
09:31Und alle haben mich komisch angeguckt
09:33So als ob ich nicht da hingehöre
09:35Ich mein es hat wahrscheinlich auch nicht geholfen
09:36Dass ich auf dieses Schiff gekommen bin
09:37Und sowas gemacht habe wie
09:38Maschallah
09:42Maschallah
09:42Guck mal was Allah
09:44Der Barmherzige alles erschaffen hat
09:46Das ist gutes Stahl
09:48Hier kommt keine Bombe durch
09:56Und Leute
09:59Zwei wichtige Tipps von mir
10:01Wenn ihr mal auf Kreuzfahrt geht
10:02Auf so nem Kreuzfahrtschiff nehmt euch immer weiße Klamotten mit
10:04Weil es gibt immer ne White Knight
10:05Also nicht Sylt White Knight
10:07Sondern alle ziehen sich weiß an White Knight
10:08Ja und ich hatte auch bei meiner ersten Kreuzfahrt
10:11Nichts weißes anzuziehen
10:12Außer ein paar weiße Socken
10:14Dann sagte der Kreuzfahrtdirektor
10:15Dass sowas wie der Entertainment-Schiff auf dem Kreuzfahrtschiff
10:17Sachte
10:17Ziehen sie doch nen Bademantel an
10:19Der bei ihnen im Schrank hängt
10:21Da hingen die zwei gleichen Bademantel
10:23Wie überall
10:23Ganz weltweit
10:24M und L
10:26Hab ich probiert in L reinzukommen
10:28Bin mit dem rechten Arm in den rechten Ärmel reingegangen
10:30Und hab vergeblich mit dem linken Arm
10:31Den linken Ärmel gesucht
10:33Hab ich gedacht
10:34Gehst du mal nie zur Rezeption
10:35Hab nachgefragt
10:35Ich so
10:36Hallo ich bin ja nicht der erste raumfüllende Prozess
10:37Der eine Kreuzfahrt macht
10:38Gibt's vielleicht nen Bademantel in meiner Größe
10:41Und die Dame so
10:43Nein
10:45Wir hätten aber ein Bett laken
10:49Bin ich in den Shop gegangen
10:50Kannste einkaufen
10:51Bin zur Verkäuferin
10:51Ich so schönen guten Tag
10:52Sie so Chips sind vorne
10:54Ich so ich will gar keine Chips
10:55Wir haben auch Haribo
10:56Ich so nein heute Abend ist White Knight
10:57Ich so gibt's ein weißes T-Shirt in meiner Größe
10:59Ich hab nur ein paar weiße Socken dabei
11:00Sonst nichts
11:01Und die so ne tut mir leid
11:02Ich wollte gehen
11:02Sie dreht sich um und sagt stopp
11:03Kommen sie mal wieder
11:04Sie haben nur ein paar weiße Socken dabei
11:06Ja
11:06Ziehen sie doch einen an
11:07Ich geb ihnen auch ein Gummiband
11:10Warte bis er geistig bei allen angekommen ist
11:14Zweiter wichtiger Tipp von mir
11:15Lest euch das Tagesprogramm auf dem Kreuzfahrtschiff durch
11:18Da stehen immer wichtige Sachen drin
11:19Wann zum Beispiel Wartungsarbeiten sind
11:22Bei meiner ersten Kreuzfahrt lagen wir an Corfu
11:24Europa, europäisches Internet
11:25Ich hab mir gedacht geil draußen 36 Grad
11:27Ich hab mich eingeölt von oben bis unten mit Mandelöl
11:29Mein Bett war direkt am Balkon
11:31Hab die Balkontür aufgemacht und dachte mich
11:33Zieh mir einen Erwachsenenfilm rein
11:34Also lag ich da nackt eingeölt von oben bis unten
11:37Leg gerade Hand an und wusste nicht
11:38Dass an dem Tag die Balkone auf dem Schiff gereinigt werden
11:42Und die Leute die die Balkone reinigen
11:44Die gehen nicht durch seine Kabine
11:45Die gehen vom Balkon zu Balkon
11:46Also lag ich da nackt
11:47Zieh mir einen Erwachsenenfilm rein
11:49Draußen 36 Grad
11:50Ich Mandelöl
11:50Es roch so schön nach Weihnachtsmarkt Leute
11:52Ich leg gerade Hand an ne
11:53Hab richtig Spaß
11:54Auf einmal macht so klick klick steht so ein Typ im weißen Montor auf meinem Balkon
11:57Er mit nem Schlauch
11:59Ich mit nem Schlauch
12:01Er machte so
12:02Ich machte so
12:02Er so
12:03Ich so
12:04Er guckte mich an und sagte
12:05Man two minutes I'm finished
12:07Ich so so lang brauche ich nicht
12:09Und ich sagte die Mitarbeiter auf dem Kreuzfahrtschiff
12:12Die erzählen sich sowas nicht untereinander
12:16Dachte ich
12:16Am gleichen Abend hatte ich einen Auftritt
12:18Musste an der belebtesten Bar vorbei
12:20Es haben mich alle Kellner gegrüßt so
12:21Hallo
12:22Und ich so ey geil
12:23Die haben nicht erkannt dass ich Künstler auf dem Schiff bin
12:25Und ich so hallo
12:25Und der andere so hallo
12:27Ich so hallo
12:27Einer konnte nicht hinhalten
12:28Er guckte mich an und sagte so
12:29Ey what's up
12:31Two minute man
12:34Dankeschön Dresden
12:35Schönen Abend noch
12:43Das hat gefetzt
12:44Ja
12:45Das hat vielleicht jetzt den Namen
12:47Bora
12:49Fetzt
12:49Bora
12:50Ja ähm
12:52Bei unserem nächsten Kassel ist es ein bisschen problematisch
12:55Ich sag mal so
12:56Den hat eigentlich jetzt niemand hier so richtig gewollt
13:00Ja
13:01Aber wie es so ist beim MDR
13:03Ist ja auch Genderwahn ausgebrochen
13:05Ja und Diversifikationsirrsinn
13:07Wir mussten ihn wirklich einladen
13:09Denn er ist Schwabe
13:14Aber nett
13:14Ja also obendrein
13:17Er ist zuzüglich
13:19Halb Italiener
13:20Und was mich immer stört
13:22Dass es ja
13:23Dass es da immer so diese Vorurteile gibt
13:25Ja die Italiener
13:25Die sind so
13:26Das stimmt ja meistens gar nicht
13:28Oder das stimmt eigentlich nie
13:29Ich hab das selber erlebt
13:30Ich kenne einen
13:31Oder kannte einen
13:33Italiener
13:33Klar ich sag mal so
13:34Er hat wirklich zu viel getrunken
13:36Hat zu viel gegessen
13:37Der lag die ganze Zeit rum
13:39Aber dann stellte sich raus
13:40Der war Rumäne
13:42Ja
13:42Und
13:43An unserem italienischen Gast
13:44Gibt es überhaupt nichts zu meckern
13:46Ja sein Lebenslauf
13:47Der hat keinen Lebenslauf
13:48Der hat eine
13:49Eine Dolce Vita
13:50Und
13:51Obendrein
13:52Hat er einen Nachnamen
13:53Den sich jeder Moderator
13:55Oder überhaupt einen
13:56Klangvollen Namen
13:57Den man
13:58Mindestens einmal im Leben
13:59Als Moderator
14:00Angesagt haben muss
14:02Denn jetzt kommt eben hier kein
14:03Kein Steffen
14:04Kein Lutz
14:05Kein Mirko
14:06Ja
14:07Ein Mike
14:07Oder ein Holger
14:08Denn hier und jetzt
14:10Erscheint auf unserer Showbühne
14:12Joe
14:12Dinardo
14:15Hey
14:16Buona sera
14:19Hey
14:20Dresden
14:22Ciao Belli
14:24Hey
14:29Ciao Buona sera Dresden
14:31Wie geht's alles gut
14:32Tutto bene
14:33Ja
14:35Mein Name ist Joe
14:36Joe Di Nardo
14:38Das ist Italienisch
14:39Und ich weiß nicht
14:39Haben wir Italien Fans
14:41Hier unter uns mal klatschen?
14:43Ah
14:44Ja
14:44Seid meine Frau
14:46Ja
14:46Ich merke das Bestechungsgeld ist angekommen
14:49Sehr gut
14:50Genau
14:50Ja Joe ist mein Spitzname
14:52Eigentlich heiße ich Giampaolo
14:54Kennt ihr
14:54Auf Französisch
14:55Jean Paul
14:56Ja
14:57Auf Spanisch
14:58Juan Pablo
15:00Und auf Deutsch
15:01Johannes Paul
15:04Aber Giampaolo
15:05So nennt mich keiner
15:06Nicht mal meine Familie
15:08Guck mal meine Mama
15:08Die nennt mich Già
15:10Meine Geschwister Jumpy
15:11Und mein Papa
15:12Waffanculo
15:14Aber ich bin Waffanculo der Erste
15:16Wisst ihr was Waffanculo bedeutet?
15:19Ne
15:19Genau ich liebe dich
15:20Genau
15:20Genau das heißt es
15:21Genau
15:22Also wenn ihr dann in Italien seid
15:23Und jemanden gut findet
15:24Einfach hinterherrufen
15:24Hey Ciao Waffanculo
15:26Wird spannend
15:27Versprochen
15:29Und ja
15:29Ansonsten meine Familie
15:31Ne
15:31Meine Familie kommt aus dem Süden
15:33Klar aus dem Süden
15:33Süden aus Müllacker
15:36Das liegt gleich neben Müllhalde
15:39Das ist so das ultimative
15:40Kleinstadtcaf in Württemberg
15:42Ich bin ein Italo-Schwabe
15:43Ja
15:43Faul und geizig
15:50Ja
15:50Ja
15:52Stolzer
15:53Faul und geiziger Italo-Schwabe
15:56Ja
15:57Und Müllacker muss man jetzt nicht kennen
15:58Müllacker ist langweilig
15:59Müllacker ist so
16:00Keine Ahnung
16:01Müllacker ist wie nach 20 Jahren Sex mit dem Ehepartner
16:04Man ist dabei aber es ist egal
16:06So ungefähr das ist Müllacker
16:08Und im Müllacker leben merkwürdige Menschen
16:10Meine Eltern
16:12Die sind damals nämlich 1970
16:14Von der Amalfi-Küste Salerno
16:16Nach Müllacker
16:20Freiwillig
16:22Warum
16:24Versteh ich nicht
16:24Und die sind bis heute da
16:26Und die sind total glücklich und happy ne
16:27Das ist alles super so
16:28Und mein Papa
16:29Der liebt seit über 50 Jahren da
16:31Im Müllacker
16:31Schakalaka
16:32Und der kann bis heute kaum ein Wort Deutsch
16:35Und es kommt wegen seiner deutschen schlechten Aussprache
16:37Fast jeden Tag zu Missverständnis
16:39Es ist eine Katastrophe ne
16:40Ihr müsst euch meinen Papa
16:42Papa lernte vorstellen
16:43Der ist 1,64 groß
16:441,64 breit
16:47Da steht da so obercool im Wohnzimmer
16:49Sucht dann irgendwas
16:50So steht da so
16:51Wie so ein Mafiaboss steht da
16:52So da so
16:55Joe
16:55Joe
16:56Äh
16:56Joe
16:57Hast du meine Slampen gesehen?
17:00Und ich so
17:01Deine
17:02Deine Schlampe
17:04Ah Joe
17:04Nein
17:06Slampen
17:06Ah du hast mehrere
17:07Jaaaa
17:08Hab ich von deiner Mama gesenkt bekommen
17:13Sie hat auch zwei
17:15Sie hat auch zwei
17:15Ich so
17:15Paa ist das Schlappen
17:16Ich sage doch Slampen
17:17Ne
17:17Der hört das nicht
17:18Aber meine Mutter kriegt das ganze Gespräch vom Nachbarzimmer mit
17:21Und die schimpft dann immer mit ihm
17:22So
17:22Wie kann man noch so viele Jahre so schlecht Deutsch reden
17:25Schäm dich
17:25Was soll denn das Schlampe und so
17:27Und er sagt dann zu meiner Mama immer
17:29Jaa Schatzi
17:30Jaa Schatzi
17:30Hab ich meinem Papa gefragt
17:32Moment Paa
17:32Come
17:32Du redest kaum ein Wort Deutsch
17:34Aber sagst du Mama Schatzi
17:35Warum Schatzi
17:36Und nicht Amore
17:38Tesoro
17:38Warum Schatzi
17:39Und er so naja
17:40Du hörst doch immer wie sie streng zu mir ist
17:42Und immer so viel Simfen mit mir
17:44Und ich finde Schatzi klingt wie Nazi
17:55Und ich muss mit meinem Papa auch überall mit zu mir versetzen
17:58Letztens in der Bäckerei auch
17:59Ne
18:00Aber die lieben meinen Papa
18:01Wenn mein Papa in die Bäckerei geht
18:02Da geht die Sonne auf
18:03Weil
18:04Die lieben ja dieser italienische Akzent
18:06Und so
18:06Ne
18:06Lieben die
18:07Und jeder freut sich
18:08Die Verkäuferin
18:09Die Lebkuchenmännchen fangen an
18:10Tarantella zu tanzen
18:13Die Zimtschnecken so
18:14Oh ja genau das ist da
18:17Weißt du
18:17Und dann fängt er an zu bestellen so
18:19Äh
18:20Buongiorno Signorina
18:21Bitte hier
18:23Zwei Stuck Stickerbiene
18:24Ja
18:25Und die Verkäuferin guckt mich so an so
18:27Äh
18:28Was fürn USB-Stick will der
18:29Ich so nein
18:30So nein nein
18:31Es ist Bienenstich
18:32Äh Bienenstich
18:33Stickerbiene ist Bienenstich
18:34Achso okay
18:34Dann bestellt er
18:36Sechs Streusel
18:37Eine
18:38Zopfe Efe
18:39Ne
18:40Und bitte Signorina
18:41Noch eine große Tite zum Packen
18:45Seitdem haben wir Hausverbot
18:46Das war dann so zum Beispiel
18:49Oh grazie
18:50Grazie
18:51Liebe
18:55Aber man muss auch wirklich zugeben Dresden
18:57Oder ich mein ich finde deutsche Sprache wirklich geil
18:59Ich find's ja cool irgendwie ne
19:01Aber man muss zugeben deutsche Sprache ist schwere Sprache ne
19:04Im Deutschen hört sich alles so hart an ne
19:06Alles so nach
19:10Prezheritum Futur 3
19:13And somehow it's unfair, but in Italian,
19:16regardless of what you say, it's all good.
19:19Everything is like dolce vita, amore, muah, muah, muah, muah.
19:22You say to someone, hey, ciao, a faccia di bronzo.
19:27And you say, ah, you're up, aha, thank you, aha.
19:31What's that?
19:32You have an arsht's face.
19:35It's not a faccia di bronzo, it's arsht's face.
19:38Or you go to the doctor and you have something bad,
19:40it's not a bad news, it's not a bad news.
19:42So, the Herr, I must tell you that you have Krebs in the end stage.
19:48Auf Italian.
19:49Signore, le devo dire che purtroppo lea il cancro terminale.
19:56Oder?
19:56Ey, da willst du doch Urlaub machen in Cancro terminale, gah?
20:00Ja, ja.
20:08Wo habt ihr Urlaub gemacht in Cancro?
20:10Ja, in Cancro, fünf Kilometer neben Gastrite.
20:12Ah, ja, genau.
20:15Ah, ja, oder das Schlimmste ist ja, oder die italienischen Lieder.
20:18Ihr liebt doch diese italienischen Lieder.
20:19Ne, ihr findet die doch so romantisch, ne?
20:21Ihr seid zum Beispiel beim Italiener.
20:23Und während ihr so esst eure Pizza Hawaii.
20:29Und eure Pizza Prostituta.
20:37Hört ihr dann aus den Lautsprechern so?
20:44Auf Deutsch, wörtlich.
20:46Blau, der Nachmittag ist so blau.
20:49Zu blau für mich.
20:52Das ist voll das Zauflied.
20:55Ja?
20:56Ist es, du dir so aussehen hier?
21:04Aber jetzt kommt, ihr kennt doch alle dieses
21:05Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis-Kis
21:11-Kis-Kis.
21:11Auf Deutsch, wörtlich.
21:13Was wird sein, was wird sein, was wird sein,
21:17was wird sein, was wird sein?
21:19Es wird sein, was sein wird.
21:22Voll scheiße, oder?
21:25Ja.
21:31Oder voll scheiße, dann doch lieber Urlaub in Cancro, gell?
21:34Thank you for that, that was from me, dear dear, you have a wonderful book.
21:37Grazie mill, muah, ciao, tschüss.
21:46Joe Di Nardo, Joe Di Nardo, yeah, that's a good combination.
21:52Half Schwabe, half Italiener, I think I also, because I spare my work.
21:57So, now it's really turbulent, because our next guest is,
22:02laut eigener Aussage, bunt und bissig, quasi ein Papagei mit Zähnen und Tollwut.
22:09Er kommt aus Hamburg, ist extra für uns jetzt hier die Elbe hinaufgeschwommen
22:16und hat währenddessen Zander in Regenbogenforellen verwandelt.
22:20Ich durfte ihm schon oft beiwohnen und ich hab immer fisch geschmunzelt.
22:25Rastet aus für ihn, ich freu mich, dass er hier ist, Kay Ray.
22:29Guten Abend, schön, hier zu sein. Ist denn schon jemand beleidigt wegen irgendwas mit Ismus?
22:44Ist ja immer einer. Wir befinden uns ja, zugegeben, in der eingeläuteten Endphase von Dauerdiskriminitis.
22:52Da sind nur schlechte Nachrichten, gute Nachrichten. Und diese hier ist ganz schlecht.
22:57Die Opfer-Olympiade steht kurz vor dem Finale.
23:02Überall wird schon um Gold im Synchron beleidigt sein gekämpft.
23:06Disziplinen sind unter anderem Mikroaggression erkennen, Betroffenheit vortäuschen und Empörung als Lebensform.
23:15Ich mach da nicht mit. Ich bin nämlich niemals Opfer. Ich verliere nicht gerne.
23:20Nee, ich wär selbst beim Triathlon nichts weiter. Ich hab ja ne Waffe. Und die ist Humor.
23:26Und bei diesen Opfer-Olympioniken ungefähr so beliebt wie Knoblauch bei Vampiren.
23:31Irgendwann reicht's nämlich auch. Realität wird zur Satire. Ganz langsam, wenn Comedy-Shows zu Parteiveranstaltungen werden und Bundestagssitzungen zur Comedy.
23:42Wenn im ZDF 100 Protagonisten auf Kommando im Chor Paprikasauce rufen und das ernst meinen, dann.
23:50Ja, dann ist der Moment gekommen, an dem man diese zeitgeistesgestörte Gedönstruppe der Lächerlichkeit preislegen muss.
23:58Denn ich möchte niemanden aus Grenzen. Keinen Menschen.
24:02Das tun Sie selbst. Hab ich kürzlich erlebt. Im Thalia-Theater in Hamburg.
24:07Das Publikum bestand aus einem Komitee für betreutes Denken.
24:11Man diskutierte schon wieder über ein AfD-Verbot.
24:15Als schließlich die Argumente gegen das Verbot überzeugten,
24:18da annah man die ganze Veranstaltung vom Netz.
24:21Das machen diese Leute nämlich gerne.
24:23Also die, die so links sind, dass sie rechts wieder rauskommen.
24:27Dinge vom Netz nehmen. Falsche Meinungen. Falsche Menschen. Falsche Stadtteile.
24:33Das alles im Kampf zur Rettung der Welt durch die Umbenennung von Straßen, Soßen, Menschen ohne Weiterreiseoptionen.
24:42Ich beziehe alle mit ein.
24:43Es ist ja nichts Persönliches, wenn man Witze macht.
24:46Es dient der Erheiterung aller.
24:48Wenn man bereit ist, nicht nur über andere, sondern auch über sich selber zu lachen.
24:54Und das kann ich.
24:55Ich lache nicht nur über andere, sondern auch über mich und mein eigenes, schweres, berufsscheinbisexuelles Schicksal.
25:04Deshalb ruf ich euch zu.
25:06LGBTQ.
25:08LGBTQ.
25:11LGBTQ.
25:23LGBTQ.
25:25LGBTQ.
25:25LGBTQ.
25:26LGBTQ.
25:28L.M.A.A.
25:29Tritrat.
25:30Ulala.
25:31LGB Babutzemann.
25:32Rette sich, wer kann.
25:35LGBTQIA2S plus Stoß.
25:37Und Schluss.
25:38Mal ehrlich.
25:40LGBTQIA2S plus.
25:42That's not like a gay freedom.
25:45That's like a homosexual WLAN.
25:50Why is that suddenly our lives?
25:52We don't understand that.
25:53We don't have any models.
25:55Of course, it's important to fight for our rights.
25:58Of course.
25:59Of course, I'm going to fight for the rights.
26:03Some of them have fought for the rights.
26:07I doubted that the peace of the world
26:10has no name of a sauce.
26:12That's why I'm now Nazi.
26:14The right are so few Nazis,
26:17as the left are automatisch klüger,
26:18even if they hate themselves.
26:20But we really need to fight for the peace and acceptance?
26:2669 Zusatzgeschlechter, 78 Zusatztoiletten,
26:3093 Formulare with 14 Auswahlkästchen
26:33and then another update in the grammatical.
26:36Entschuldigen Sie, gendern Sie auch.
26:38Natürlich, leck mich am Arsch, innen.
26:48Das, meine sehr verehrten Damen und Herren,
26:51liebe Tunden, liebe Friseure,
26:53das erinnert mich an Lorios Jodeldiplom.
26:57Ja, Deutschlands Omas gegen rechts erinnert mich an Frau Hoppenstedt.
27:01Ich möchte meinem Mann nicht die Pantoffeln hinterher tragen.
27:04Wenn mal die Kinder aus dem Haus sind,
27:06dann habe ich mein Jodeldiplom,
27:08äh, mein Kampf gegen rechts.
27:10Auch meine Oma ist jetzt im Widerstand.
27:12Die sieht eine schlecht lackierte Mülltonne und ruft,
27:15braunes Symbol.
27:16Ich sage auch mal, das ist eine Biotonne.
27:19Die haben damals auch so angefangen.
27:22Da ist jeder Nazi.
27:24Alice Schwarzer, Karl Lagerfeld und Alice Weidel.
27:27Die eine kämpft seit 40 Jahren gegen Männer.
27:31Der andere kämpft seit Jahren gar nicht mehr.
27:33Und bei der dritten kämpft hauptsächlich Twitter.
27:36Das N-Wort mit Nazi am Ende ist so überbenutzt,
27:40das müsste man eigentlich umnennen.
27:42Ein Gericht jedoch hat nun entschieden,
27:44die Bundes-AfD darf vorerst nicht als gesichert rechtsextrem eingestuft werden.
27:50Da werden viele jetzt enttäuscht sein.
27:52Sowohl Gegner als auch Teile der AfD-Wählerschaft.
27:56Weil manche halten,
27:58hatten sich dieses Prädikat ja innerlich schon tätowieren lassen.
28:01Endlich offiziell.
28:02Für viele war das die größte Überraschung seit der Kür von Gil Offarim.
28:08Zum Dschungelkönig.
28:10Wobei, im Dschungelkönig geht es wenigstens offiziell um Show.
28:15Da weiß jeder, das ist Inszenierung.
28:17Man kann nämlich eine Partei nicht wegurteilen,
28:20wenn man die Gründe für ihren Erfolg nicht wegregiert.
28:23Deutschland will jeden mitnehmen.
28:25Dann ist man so schnell wie der Langsamste.
28:28Und weil niemand mehr besteht,
28:30machen wir die Prüfung leichter.
28:33Das ist Bildungspolitik nach dem Motto,
28:35wenn keiner über die Hürde kommt,
28:38graben wir sie ein.
28:45Keiner erklärt Verantwortung.
28:48Wir erklären Gefühle.
28:50Wir retten nicht das Fundament.
28:52Wir lackieren das Problem.
28:53Wir streichen nur die Fassade in Regenburg,
28:56in Beige, in moralisch einwandfrei.
29:00Mark Twain sagte einst, Prognosen sind schwierig.
29:03Besonders, wenn sie die Zukunft betreffen.
29:06Ich sage, ein paar Jahre noch höchstens.
29:09Dann ist Krieg.
29:11Aber unsere Soldaten sind bunt.
29:13Vor allem olivgrün und braun.
29:16Flinten-Uschi meinte einst,
29:20wir brauchen bei der Bundeswehr mehr Menschen mit Behinderung.
29:23Haben wir doch.
29:23Nur wir haben Bombmenschärfer mit Parkinson,
29:27rollstuhlfahrende Fallschirmspringer
29:29und blinde Scharfschützen.
29:31Wir kämpfen nachhaltig.
29:33An der Front gibt's nur noch den Biopuff.
29:35Da arbeiten ausschließlich Frauen aus der Region.
29:39Kurze Lieferketten, lange Nächte.
29:41Deutschland ist wie ein Mann,
29:43der vom Dach eines 20-stöckigen Hochhauses springt.
29:46Und als er nach 18 Stockwerken am 19. vorbeikommt,
29:50denkt er, seht her,
29:51bis jetzt ist doch noch alles gut gegangen.
29:57Tschüss.
30:03Hey, Ray.
30:06Unser Mann aus Hamburg.
30:08Ja.
30:09Ich bin hier derweil mit Kristin Juxch.
30:12Hallo.
30:13Moin.
30:13Und du, nimm Platz.
30:15Ja, gerne.
30:16Kristin, du hast ja eigentlich alles auch schon erlebt, oder?
30:19Du warst im Quatsch-Comedy-Club.
30:21Du warst im Chaos-Comedy-Club.
30:23Du warst im Club-Urlaub, äh, Club Marte, alles durch.
30:26Jetzt Club Olaf.
30:27Du hast dich ja aus, wie soll man sagen, aus Niedersachsen hochgekämpft jetzt hier.
30:32Ja.
30:32Wie ist es jetzt hier so in Obersachsen?
30:34Ähm, ich muss sagen, schöner natürlich.
30:37Und die Leute sind auch viel geiler.
30:41Und, ähm, ja.
30:44Ja, also, wenn man aus Niedersachsen kommt, dann weiß man natürlich, Hannover ist die Landeshauptstadt.
30:51Das ist natürlich nicht so geil, ne?
30:52Deswegen, ähm, freu ich mich hier zu sein.
30:54In Dresden.
30:56Woran machst du diese Geilheit fest?
30:58Wie, wie kann man die...
30:58Also ich hab das gemerkt, als wir uns zum Beispiel begegnet sind, ne?
31:01Ich hab da ein Temperament gespürt.
31:03Ja.
31:03Und da hab ich gemerkt, huch da, das hab ich noch nie vorher gemerkt.
31:06Also ich hab...
31:07Okay.
31:07Wir Norddeutschen haben das einfach nicht, dieses Temperament, was du so hast, weißt du?
31:11So, ja, so dieses Lady-Lover-mäßige.
31:13Genau, ja, ja, ja, ja.
31:15Ja.
31:15Da war ich schon direkt so, wow, krass, ich, ich glaub, ich, äh, muss einfach hierher ziehen.
31:19Und, ja, also, ja.
31:21Mhm.
31:23Aber...
31:23Ja, ich lass das grade wirken.
31:25Du bist ja...
31:25Ja, genau.
31:26Ich krieg jetzt auch nicht jeden Tag, äh, Ohrfeigen.
31:31Ähm...
31:31Du, du bist ja, äh, ein, ein Multitalent, kann man sagen.
31:35Du bist, äh, Schauspielerin, dann bist du, äh, auch, äh, Comedian.
31:41Ja, genau.
31:41Versuch ich ab und zu.
31:43Und...
31:43Frau ist auch wichtig dabei noch zu sagen, dass ich ne Frau bin.
31:46Ja, das machst du nebenbei, oder?
31:47Ja, das mach ich einfach so.
31:49Also, das muss man auch erst mal machen, weißt du?
31:50Das ist ja auch ne Herausforderung.
31:52Ja, natürlich.
31:52Äh, vor allem heutzutage als Frau irgendwie, ja, was auch immer ich sagen wollte.
31:57Prost.
31:58Äh, Prost.
31:59Ja.
32:00Christin, äh, oder du bist, äh, Christin, äh, lass uns über...
32:05Religion sprechen, was bedeutet...
32:09Also, also...
32:10Warum, warum Christin und, und nicht Buddhistin, äh, Jux?
32:14Ähm, also, es war glaub ich so, dass meine Mutter, ähm, gesagt hat, boah, die hat rote Haare,
32:20das wird schwer.
32:21Ähm, und dann hat sie gedacht, ja, ich, äh, nenn die einfach Christin.
32:25Ach so, sieht man das mit den roten Haaren?
32:27Nee.
32:28Nee.
32:28Ach doch, ja, hier.
32:29Ja, ja, doch, doch, doch.
32:29Ein bisschen, sonst müsste ich mich ausziehen, aber das willst du jetzt ja.
32:33Okay.
32:34Rote Haare und man hat dich trotzdem leben lassen auf dem Land.
32:38Wegen, äh, Christin.
32:38Wegen, äh, Christin.
32:40Da wollte man...
32:40Ja, meine Mutter hat mich quasi da freigekauft.
32:43Sofort gegengestäuert.
32:44Ja.
32:44Und damit hat sie mich vom Scheiterhaufen gerettet.
32:46Ja.
32:47In Niedersachsen kennst du ja, die sind noch ein bisschen rückschrittig.
32:50In, in Sachsen sind Hexenverbrennungen mittlerweile untersagt.
32:53Ja, das hab ich mir, deswegen freu ich mich hier zu sein, dass ich hier auftreten darf.
32:57Äh, wegen, wegen Feinstaub.
32:59Ja.
32:59Da gibt's ganz klare Regelungen.
33:03Und finde ich aber toll, dass man in Niedersachsen auch so tolerant ist.
33:06Ja, nee, also ja, es geht, ich bin ja, also, ja.
33:09Lebst du noch in Niedersachsen?
33:11Nee, ich wohne tatsächlich in Köln.
33:13Oh.
33:14Ja.
33:15Ich weiß auch nicht, wieso.
33:17Warum?
33:18Also, ich bin da irgendwie, glaub ich hab, äh, ich bin da einmal gestrandet, äh, wegen
33:22Karneval.
33:23Hm.
33:24Und, äh, ich, ja, dann durfte ich nicht mehr zurückkommen, weil, äh, ich, wegen der Hexenverbrennung.
33:29Hm.
33:30Und, ähm.
33:31In Köln wird bloß der, was, die verbrennen?
33:33Nubbel.
33:34Der Nubbel.
33:34Ja, genau.
33:35Was ist der Nubbel?
33:36Das ist so ein Typ, der, äh, da werden alle sünden irgendwie und dann wird er verbrannt.
33:42Ach so.
33:42Da muss man sich jetzt auch nicht merken.
33:43Ich sag, der Nubbel, das klingt irgendwie so ein defektes Sexspielzeug, oder?
33:46Ja.
33:46Genau.
33:47Ich sag, der Nubbel.
33:48Ja, aber klingt auch geil, oder?
33:50Ja.
33:50Da gibt man den Nubbel rüber.
33:51Ja.
33:51Muss man mich an dem Nubbel reiben, oder so.
33:53Und da bist du von, von Niedersachsen, jetzt hast du...
33:57Ja, jetzt wohne ich halt in Köln.
33:59Und, ähm, mit Wohnung und so, das ist schon mal die halbe Miete.
34:02Oder meist die ganze.
34:03Ja.
34:04Ja.
34:05Ja.
34:05Ja.
34:06Ja.
34:07Ja.
34:09Ja.
34:10Ja.
34:12Genau.
34:12Du wirst jetzt gleich auftreten.
34:14Ja, ich hoffe, die Leute haben Lust.
34:17Ähm.
34:18Na ja.
34:19Also...
34:20Oh, hey!
34:21Ja.
34:22Ja.
34:23Ja, ich...
34:25Ich muss auch sagen, also ich, äh, die, äh, die Fahrt war auch lang.
34:30Ja.
34:31Und das muss sich jetzt auch lohnen für mich.
34:33Da muss jetzt was rüberkommen.
34:34Da muss jetzt was rüberkommen.
34:35Auch von den Leuten.
34:36Ja, ja, ja, ja.
34:37Natürlich, natürlich.
34:38Ich hatte nur gefragt, äh, weil du jetzt aufsichst.
34:40Äh, gehst du so?
34:42Ähm.
34:43Ja, ich weiß, das ist ein bisschen falsche Wahl, ne?
34:46Aber ich hatte auch nichts mehr.
34:47Ähm, es war...
34:48Ach so, sieht ja, ist wieder nie scheiße aus.
34:49Aber ich meine so...
34:50Sonst würdest du mir deinen Polunder leihen und dann...
34:54Äh.
34:56Nicht.
34:57Was?
34:57Nicht.
34:57Hättest du ja eher sagen müssen.
34:58Ach, scheiße.
34:59Aber du, das habe ich ja gelesen, in deiner Vita, du hattest nämlich, du hattest mal
35:0315.000 Euro Schulden.
35:05Stimmt das?
35:06Genau, ja.
35:06Was trug sich zu?
35:08Ähm, ich hab mal...
35:10Also ich dachte, ich, also, da muss ich jetzt länger ausholen.
35:12Äh, ich hab...
35:13Nimm dir die Stunde.
35:14Okay, alles klar.
35:16Also, pass auf, ich, äh, ich wollte Schauspielerin werden und, äh...
35:19Das ist nichts geworden?
35:20Ne, doch.
35:21Ach so.
35:21Ne, deswegen mache ich da das hier jetzt.
35:23Ja.
35:23Und, äh, ich, da muss man Geld bezahlen.
35:26Also hab ich gemacht.
35:27Also, aber eigentlich kann sich jeder Schauspieler lernen, aber ich wollte auf Nummer sicher
35:30gehen mit dem 15.
35:30Diplom und so.
35:31Ja, genau.
35:31Und da hab ich das Geld reingesteckt und dann, jetzt muss ich das aber noch abbezahlen.
35:35Ach, du hast die Schulden immer noch?
35:37Ja, noch so 2.000 oder so.
35:40Deswegen bin ich jetzt hier und würde jetzt später auch noch mal mit einem Hut rumgehen.
35:45Also...
35:45Äh, ja...
35:47Begeisterung ist da bei dem Publikum auf jeden Fall.
35:49Ja, also, da hast du von den, hast du die 15.000 ja fast schon abgearbeitet.
35:53Ja, genau.
35:5415.000 ist natürlich, das ist ein Schummel.
35:55Das ist, das ist, ja...
35:56Findest du's viel Geld?
35:58Dafür muss ich fast einen Tag arbeiten.
35:59Ja, das dachte ich mir, ne?
36:02Ja, also, das ist ja...
36:02Ja, ne, ich dachte mir, ich, vielleicht kann ich mir was von dir abgucken oder so, wie
36:05man das so macht, so irgendwie...
36:06Wie man einen Club leitet.
36:07Ja, genau.
36:08Ja.
36:09Ist...
36:10Ja, das ist natürlich schwierig, weil das wird jetzt den Rahmen aussprengen.
36:14Guck dir die Pappnasen an.
36:15Irgendwie...
36:16Keiner hat Bock, irgendwie...
36:18Nee.
36:19Ja.
36:20Eigentlich ist es zum Kotzen.
36:21Ähm, aber irgendwie auch schön.
36:24Ähm, apropos Arbeiten.
36:25Ich würde sagen, äh, du, du hast immer noch ein Stück Weg zu gehen.
36:29Ach so, soll ich schon mal losgehen?
36:30Ja, das wäre gut.
36:31Ja.
36:31Wenn hier unten nimmt dich jemand in Empfang.
36:33Okay, dann würde ich mal los.
36:34Und ich würde dich von hier oben nochmal absagen.
36:36Ah, wunderbar.
36:37Dann danke ich dir, ne.
36:38Ja, bis gleich.
36:39Danke für das Gespräch.
36:39Toi, toi, toi.
36:40Danke.
36:41Ja, ähm, eben noch bei mir und jetzt live auf unserer Showbühne, Christine Jutsch.
36:51Hallo.
36:52Ah, schön.
36:55Mensch.
36:57Ja, ich freue mich hier zu sein.
36:59Toll sieht ihr aus.
37:00Ja, ich bin aus Köln jetzt angereist, ne, und ich bin, hab mal Auto.
37:04Ich hab mir jetzt ein Auto gekauft mit meinem Freund.
37:07Dankeschön.
37:07Ja, ja.
37:08Ähm, und da hab ich gemerkt, jetzt wird's ernst, ne.
37:10Jetzt die Beziehung next step.
37:13Also, ähm, wir haben vor sechs Monaten ein Kind bekommen, aber das mit dem Auto war krasser.
37:20Wirklich.
37:21Den Autokauf hab ich mir auch länger überlegt.
37:24Und der war auch gewollt.
37:25Na ja.
37:27Hi, hi, hi, hi, hi, hi.
37:30Schön.
37:31Danke.
37:32Ja, äh, ich muss sagen, ich komm eigentlich ursprünglich aus Niedersachs, Norddeutschland.
37:36Ich hab meiner Familie auch das Kind vorgestellt und die haben sehr norddeutsch auf das Kind reagiert.
37:41Die haben sich das angeguckt und gesagt, jo, schlecht ist das nicht, ne.
37:46Leute, ey, unter der Geburt, ne, hab ich auch gemerkt, ich bin so richtig norddeutsch, ne.
37:50Es war so, es hat so richtig lange gedauert, ne, so 72 Stunden oder so, keine Ahnung, ich war, es
37:55war hart, ne.
37:56Und du nix, ja, du warst dabei, genau.
37:59Und, äh, es war so krass, ne.
38:01Und nach der Geburt, mein Freund hat sich so bei mir bedankt, meinte so, boah, danke, dass du das alles
38:05durchgestanden hast, diese ganze Schmerze und so.
38:08Ich bin dir ewig dankbar und ich hab einfach nur gesagt, jo, dafür nicht, ne.
38:14Kennt ihr das?
38:15Wer sagt das von euch?
38:16Einmal klatschen, einmal klatschen.
38:17Ja, ja, klar.
38:19Ja, Leute, ich merk das, ne, ich hab das von meiner Mutter, ne.
38:22Meine Mutter, die hat mal zu meiner Schwester und mir gesagt, ihr seid so undankbar, ich mach alles für euch,
38:28ich trage euch alles hinterher und ihr seid nicht dankbar.
38:31Und wir so, Mama, danke für alles und sie, dafür nicht.
38:35Kann einfach nicht aus ihrer Haut, ne.
38:38Ja.
38:46Okay, also ich bin jetzt Mutter geworden und es ist total schön, ne, ich freu mich voll.
38:52Und das Ding mal, bin froh, dass ich jetzt nicht da bin, aber alles gut.
38:58Ja, ich bin Mutter geworden und jetzt war die Hebamme bei uns zu Gast.
39:01Das, äh, mein Kind ist erst die Monate alt.
39:03Und sie meinte so, ey, ihr müsst jetzt mal so ein Einschlafritual haben, ne.
39:06Und ich dachte mir so, hey, ich hab wohl das Einschlafritual, ne.
39:0930 Minuten TikTok.
39:12Dann noch ein bisschen Markus Lanz zum Runterkommen.
39:15Wahlgesänge haben mir zu viel Inhalt, sag ich euch ehrlich, ne.
39:18Und, äh, okay, okay, ihr wollt es, dann macht es, zieht es durch.
39:26Äh, drei Markus Lanz-Fans da, alles klar.
39:29Leute, und, äh, ne, da meinte sie, ne fürs Kind.
39:32Und ich so, ach so, sagen sie das doch.
39:34Und da meint sie, ey, so eine White Noise abspielen oder was weiß ich, irgendwas vorsingen.
39:38Und das Ding ist halt, wir wohnen in Köln auf der Zülpicher Straße.
39:43Falls ihr den nicht kennt, das ist so die Partymeile von Köln.
39:46Ne, das ist so der Ballermann 6 von Köln.
39:49Also, wenn du da nachts oder abends über die Zülpicher Straße läufst
39:53und du trittst zufällig in einen Haufen,
39:57dann hoffst du, dass es nur ein Hundehaufen war.
40:00So könnt ihr euch die Zülpicher Straße vorstellen.
40:03Und dann war es halt so, Baby immer nicht eingeschlafen,
40:05White Noise hat alles nichts gebracht, Leute.
40:07Und dann hab ich an einem Samstagabend um 22 Uhr
40:10mal ein bisschen Stoßlüften gemacht, ne.
40:11Und als unten jemand schrie ich, piss dich an!
40:15Und so ein melodisches Boah!
40:18Da hat das Kind geschlafen.
40:21Und ich dachte, ja, das ist jetzt unser Einschlafritual.
40:24Weil ich war bei meiner Mutter zuhause und die wohnt auf dem Dorf.
40:27Na Leute, da war es zu ruhig.
40:28Der hat nicht gepennt.
40:30Ja, da muss ich selber ran, ne.
40:34Da bin ich so nach unten vor die Tür.
40:38Ich piss dich an!
40:43Und schläft der?
40:45Ach, der Kleine, wie süß!
40:51Ja.
40:56Meine Mutter meinte ja, jetzt sind wir offiziell die Dorfassis.
41:00Aber ich finde, das kann man auch nicht überall machen, Leute, ne.
41:03Also ich war jetzt in Berlin vorm Hotel.
41:06Und hab das gemacht, so, ey, ich piss dich an!
41:09Und so ein Typ, ja, gerne, ey, ey, ey, ey.
41:13Macht es nicht, macht es nicht.
41:15Ja.
41:16Okay.
41:17Ja, ne.
41:17Ihr zieht das auch nicht durch mit dem Klatschen, ne.
41:19Ist egal.
41:20Hab auch nicht so viel Zeit.
41:22Ja, und da wünsche ich mir als Mutter, da wünsche ich mir als Mutter, um das nicht
41:26mal machen zu dürfen, so einen Toni, ähm, einige wissen Bescheid, äh, Toni, früher hat
41:33man Kassette gehört zum Einschlafen, heute gibt's Toni-Boxen, und da stellst du so einen
41:36Toni drauf, und das ist so eine Figur.
41:38Bibi Blocks wird gerne mit einem Blümchen.
41:39Und ich wünsche mir einfach als Toni Uwe den Flaschensammler.
41:44So, und den stellst du da rauf, und der Uwe nimmt dich mit auf eine Reise durch die
41:48Zilbrücher Straße.
41:49Hallo, ihr Kleinen, ui, ui, ui, ui.
41:52Ein Fläschen, aiaiaiaiaiaiai, zweites Fläschchen, ui, ui, ui, ui, ui.
41:58Drittes Fläschen, ich pisse dich an!
42:01Äh!
42:03Ja.
42:07Ja, Leute.
42:12Was soll ich sagen, ne.
42:13Also ich muss sagen, den Uwe gibt es wirklich, äh, den kenn ich vom Zilbrücher
42:17And I needed a babysitter.
42:21I'm going to go.
42:23It was very nice with you. Thank you.
42:32Christine Juxch, thank you.
42:36Christine Juxch, thank you for so much Juxch and Dollarei.
42:42We are almost almost at the end of the event.
42:45Oh, but we have another one.
42:48And now he's really a real person.
42:53And he's not an amateur.
42:56He's not an amateur.
42:58He's not just a person who comes out with texts.
43:02He's not just a snödes Repertoire.
43:05He has an Oeuvre.
43:08And I saw that Oeuvre.
43:09That's really...
43:13So an Oschi.
43:15That's really a thermos, so a Teil.
43:18With an antenna, kind of...
43:20Fiesches Gerät.
43:21Also, really, 40 Kubi...
43:22Oh, ey.
43:25Here's a big screen.
43:26And right behind me, you're going to have to do that.
43:30I'm not a fan of this.
43:32I'm not a fan of this.
43:32I'm not a fan of this, but...
43:33I'm not a fan of this.
43:35You're going to have to do that.
43:37I'm not a fan of this.
43:46I was a fan of this.
43:58You're going to have to have to do that.
44:02er hat Musik, Lyrik, er hat einen eigenen Lyrikband herausgebracht und immer wenn man sagt, ja Lyrik,
44:09dann hört man so, so Lyrik, das kann nicht, oh Lyrik, das kann nicht, nein, Lyrik ist nicht so einfach,
44:15ich habe da mal einen Test gemacht, so mit Schülern, können wir vielleicht auch mal machen, ich sage
44:19einen Satz und ihr reimt ihn zu Ende, ja? Oh weh, ich mag heute nicht mehr stricken,
44:31ich würde lieber picknicken, gut, ja, oder in die Wolken blicken, ja, das ist nicht so einfach,
44:46ja, oder wir machen heute Fernsehen für die Glotze, meine Tante, ja, es ist nämlich nicht so leicht, ja,
44:59mit Niveau, ja, also, aber das ist ja nicht mein Metier, sondern wir haben jetzt hier einen Experten
45:06für Lyrik und Poesie, er hat bei Radio 1 eine eigene lyrische Kolumne, man merkt also Radio und Lyrik,
45:15Zukunft und Geld verdienen sind ihm egal, deshalb ist er bei uns komplett richtig,
45:21rastet abschließend aus für Lennart Schilgen.
45:36Ja, vielen Dank und hallo und jetzt mache ich gar keine Lyrik, sondern spiele Gitarre, aber auch schön.
45:41Ich freue mich sehr, dass ich hier sein darf, in Dresden bei der Humorzone, aber, ey, aber besonders
45:49tatsächlich auch, dass es im Fernsehen ist beim WDR, weil ich wollte mit was anfangen, beim MDR, WDR,
45:58MDR, man kommt durcheinander, nein, der MDR ist natürlich der bessere, beim MDR, weil ich wollte mit
46:07was anfangen, was bei den Öffentlich-Rechtlichen immer ein bisschen kurz kommt, es geht los mit Werbung.
46:18Die Schnäppchenjagd-Saison ist eröffnet, steht da auf dem Prospekt, du willst sofort auf die Pirsch
46:25gehen, der alte Instinkt ist geweckt, die Werbung wünscht Weidmannsheil und verschweigt dabei einen
46:31entscheidenden Dreh, du bist nicht der Jäger, du bist das Reh, du bist das Reh, jetzt macht es auf der
46:41hoppelnde Rhythmus Sinn, kommt so rein, dann hat dieses Reh vor sich.
46:48Du dachtest mit Klampfe am Lagerfeuer, bist du bei Frauen der Held, aber während du spielst,
46:54gehen nach und nach alle mit anderen Typen ins Zelt.
46:58Irgendwann ist nur noch Angela da und fragt, kannst du was von Beyoncé und du merkst, du bist nicht
47:09der Jäger, du bist das Reh, du bist das Reh.
47:22Vielen Dank, das war's schon.
47:25Ihr wart ein wundervolles Publikum, ein Lied spiel ich noch und das hat eine etwas unschöne
47:32Entstehungsgeschichte, die zu tun hat mit einem liedermacherischen Vorbild von mir, Reinhard May
47:38nämlich. Ich war eine ganze Zeit unterwegs mit einem Lied von ihm, er hatte ein Lied von ihm im Programm,
47:43das ich aber umgetextet hatte mit meiner eigenen Version und hab das viel gespielt, bis ich rausgefunden
47:48habe, dass er das nicht so gut findet, wenn man seine Texte verändert.
47:51Das habe ich rausgefunden, weil ich Post von seinem Anwalt bekommen habe, der mir das verboten hat.
47:58Deswegen kann ich das jetzt nicht mehr spielen, was ich da umgetextet hatte, aber ich habe
48:01was Neues geschrieben, um die Lücke zu füllen und das trägt den Titel
48:07am Tag, an dem ich Post von Reinhard Mays Anwalt bekam.
48:18Am Tag, an dem ich Post von Reinhard Mays Anwalt bekam, konnte ich es anfangs gar nicht
48:25fassen, der hieß es, dass er mir mein Parodierer Nübel nahm.
48:31Das, was ich umgetextet hatte, hätte zu spielen mir nicht gestattet, ich solle das in Zukunft
48:37bleiben lassen.
48:40Ach, Reinhard, alter Gauner, ich wusste, es ist heikel, und trotzdem dachte ich, wenn
48:46ich nicht nur die Klischees recycle, sondern raffiniert zitiere, Augenzwinker zwar so wie
48:52hier, doch gleichzeitig dem Lied an dir zu ehren, dann schmunzelst du, denkst dir, man, ich
49:00bin nun mal ein bunter Hund, und lässt den Kässen jungen Spund gewähren.
49:14Am Tag, an dem ich Post von Reinhard Mays Anwalt bekam, begann sich auch der Trotze mehr
49:21zu regen, und das Gefühl, dass sich da jemand selbst so wichtig nahm.
49:32Ach, Reinhard, jetzt wo ich dein Lied aus meinem Programm entfernt hab, besing ich halt
49:41in diesem hier, was ich von dir gelernt hab, das Credo für den freien Geist, nur weil
49:47mich einer schweigen heißt, muss ich nicht feige Folge leisten, schweigen, egal wie starr
49:54die Regeln sind, egal wie schmal der Steg, ich finde wegen gegen den Wind, und eben, wie
50:01ich eben bin, zu zeigen.
50:17Am Tag, an dem die Post von Reinhards Anwalt kam, wusste ich, dass mein Ärger nicht gerecht
50:25war.
50:26Er hat's halt satt, so oft wie man ihn auf die Schippe nahm.
50:30Mir war klar, es regt ihn auf, und ich nahm's in Kauf, für ein bisschen Beifall und
50:37Gelächter.
50:39Ach, Reinhard, ich versteh's, und ich will keinen Rechtsstreit führen, drum werd ich künftig
50:47auch kein Lied von dir mehr parodieren.
50:51Was das hier angeht, nun, da hast du Pech, das hab ich selbst verfasst, da wirst du nicht
50:56mal GEMA für kassieren.
51:00Inhaltlich vermutlich schlimmer, dafür darf ich dich hier immerhin ungestreift stimmlich
51:05mit ihr hören.
51:07Yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah.
51:33Mm-hmm.
51:34Leather Schilgen.
51:37Ein junger, attraktiver Mann mit Gitarre.
51:40Wenn er singt, da werden sogar Kühlschränke schwanger.
51:43Das war Olafs Klub.
51:44Wir bedanken uns bei allen, die dabei waren.
51:47Wir sagen Dank an Bora.
51:49Wir sagen Dank an Christine Jux.
51:51Wir bedanken uns bei Joe Di Nardo.
51:54Und kommt auf die Bühne.
51:56Anbei, anbei, K. Ray und Lennart Schilgen.
52:00Bleiben Sie uns geboren.
52:02Nächste Woche wieder Olafs Klub-Spezial erneut aus Griesen.
52:05Vielen Dank auch an Sie und an unsere hervorragenden Künste.
52:19Thank you very much.
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