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00:01music
00:21Welcome to music in the Bergen
00:25Today we are going to be in Österreich
00:26unterwegs im Salzburger Land, um genau zu sein.
00:29Im Pinzgau hinter mir der wunderschöne Zellersee,
00:32der uns hier mit schönstem Wetter begrüßt.
00:34Und ich kann Ihnen schon mal so viel verraten.
00:37Wir haben einiges vor heute.
00:40Beim traditionellen Rankeln geht's wild her,
00:43bevor wir das Bergbau- und Gotikmuseum besuchen.
00:46Ich treffe Holzschnitzerin Lisa Hirschspichler,
00:51Kräuterexpertin Eva Eisenmann
00:52sammelt Baumharz für ihre Wundsalbe
00:55und Bergführer Markus Bründl
00:57begleitet mich aufs Kitzsteinhorn.
01:00Die Musik stammt ausschließlich aus der Region.
01:03Unter anderem sind mit dabei
01:05Kreiner Wind,
01:08das Duo die Teufelsgeiger,
01:11die Trachten-Musikkapelle Uttendorf,
01:16die Gruppe Sundogsunruhr,
01:20der Pinzgauer Dreigesang,
01:24und die jungen Pinzgauer.
01:32Und jetzt verrate ich Ihnen noch,
01:33wie Sie von Bayern aus am besten hierher kommen.
01:37Von München aus geht es auf der A8 bis zum Inntal-Dreieck
01:41und weiter über die Inntal-Autobahn.
01:43Nach Kiefersfelden führt der Weg dann nach Sankt Johann in Tirol
01:47und weiter über Saalfelden am Steinernen Meer,
01:50direkt ins Herz des Pinzgaus, nach Zell am See.
01:54Weitere wichtige Landmarken sind Kaprun am Fuße des Kitzsteinhorns
01:58und der Glockner Gruppe, im Westen Krimmel
02:01und im Norden Saalbach und dienten am Hochkönig.
02:05Landschaftlich hat der Pinzgau einiges zu bieten.
02:08Unberührte Flusslandschaften, die imposante Glockner Gruppe,
02:12das malerische Zell am See und viele Täler, die es zu entdecken gilt.
02:16Inmitten einer reizvollen Kulturlandschaft
02:19finden die Gäste viele Ausflugsziele,
02:21etwa die imposanten Krimmler Wasserfälle.
02:24Auch Freizeitsportler kommen auf ihre Kosten,
02:27egal ob in der Luft oder am Boden.
02:29Wer die Gegend zu Fuß erobern will,
02:31ist auf gut ausgebauten Wanderwegen bestens aufgehoben.
02:35Startpunkt dafür ist oft eine der idyllischen Ortschaften
02:38hier im nach wie vor bäuerlich geprägten Pinzgau.
02:42Und wie es hierzulande klingt,
02:44das zeigt uns jetzt die Gruppe Sunduksunruhe.
02:46Natürlich nicht.
03:15Untertitelung des ZDF, 2020
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04:46¶¶
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05:04Hey, die Sonntagsunruhe, vielen Dank!
05:07Simon, wie habt ihr euch denn kennengelernt, ihr vier?
05:10Wir haben uns kennengelernt, die Nadine bei der Hafen,
05:12die kenne ich schon länger.
05:13Sie ist eigentlich schon eine gute Freundin von mir.
05:16Sie hat mal über der Militärmusik kennengelernt in Salzburg.
05:19Da haben wir oft am Nachmittag ein wenig Zugang gespielt.
05:22Dann haben wir gesagt, es war lässig, wenn wir was machen konnten.
05:24Dann haben wir uns noch die schönsten Damen von Pinzgau dazu gesucht.
05:28Ah, ja, recht hab's gehabt.
05:29Dann haben wir gesagt, machen wir eine Partie draus.
05:30Vier wunderhübsche junge Leute, die auch noch dazu sehr, sehr musikalisch sind.
05:35Der Name ist Sonntags- oder Sonntagsunruhe.
05:37Wo kommt der her? Wie seid ihr auf den gekommen?
05:39Ja, wir sind eigentlich auf das gekommen,
05:40weil wir mal einen Sonntag haben wir mal ein wenig Prob.
05:43Und eigentlich haben wir gesagt, brauchen wir noch ein Gegenteil.
05:46Also ruhig sind wir nicht, eher unruhig beim Spielen.
05:49Und jetzt haben wir gesagt, nehmen wir ihn zu.
05:52Und so sind wir zu den Augen gekommen.
05:54Und was spielst du am liebsten?
05:56Das, was wir jetzt gerade gespielt haben.
05:57Nein, wir spielen traditionelle Volksmusik eigentlich,
06:00was wir zwei lernen und die Stylemen sind in der Gruppe.
06:03Ja, perfekt.
06:04Dann wünsch ich euch allen weiterhin viel Spaß beim Musizieren.
06:07Danke.
06:07Danke euch, bitte.
06:08Danke.
06:10Wer durch den Pinzgau wandert, dem fällt eines schnell auf.
06:13Riesige Waldflächen ziehen sich über die Hügel
06:16und durch die ursprünglichen Tallandschaften der Region.
06:19Neben den üppigen Almwiesen prägen sie vor allem das Erscheinungsbild
06:24des größten Bezirks im Salzburger Land.
06:26Der Wald ist auch das Lieblingsrevier von Eva Eisenmann.
06:31Die Kräuterexpertin findet hier an den Stämmen der mächtigen Fichten
06:34nämlich die Grundsubstanz für so einiges,
06:37was uns Menschen als heilende und pflegende Kraft der Natur zugutekommen kann.
06:45Hallo Guckuck.
06:47Ja, hallo.
06:48Da wische ich dich bei der Arbeit, Eva.
06:50Schön, dass wir uns treffen.
06:51Ja, grüß dich.
06:52Du kennst dich ja richtig, richtig gut aus mit Heilkräutern.
06:54Als was kann ich dich genau bezeichnen? Was bist du?
06:58DEH-Praktikerin.
06:59Das heißt Traditionelle Europäische Heilkunde.
07:04Weil wir brauchen die Sachen, was bei uns immer umwachsen.
07:07Die ECM und die ganzen haben sicher ganz eine Berechtigung.
07:11Aber warum sollen wir das so weit hernehmen,
07:14wenn das Gute einfach bei uns auf die Wiesen wächst?
07:16Und bei was erwische ich dich heute? Was machst du heute?
07:18Heute tue ich Harz zusammen.
07:20Bei uns heißt aber das Pech, nicht Harz.
07:22Das Pech bei uns im Südtirola?
07:23Bei ein paar.
07:27Das Pech wird produziert vom Baum.
07:30Schau, da siehst du, der hat eine Wunde.
07:33Und dann produziert das Harz Pech zum Verschluss seiner Wunden.
07:37Und das machen wir zunütze für unsere Wunden.
07:41Aha, funktioniert quasi auch dann bei uns, beim Mensch sozusagen.
07:44Genau.
07:44Und was machst du draus aus dem Harz, aus dem Pech?
07:47Ich mache aus dem Pech dann eine Pechsalbe.
07:50Und die kann man für ganz, ganz viele Sachen einsetzen.
07:54Ob das jetzt eine Wunde ist, ob das eine kalte Fürst ist,
07:56weil es eben durchblutungsfördernd wirkt.
07:59Und da brauche ich eben das Harz.
08:01Ich nehme das am meisten von der Fichte.
08:03Weil hernehmen, sieht man das, was bei uns in der Gegend wächst.
08:06Aber um der geht jeder Baum oder wie?
08:08Jeder Nadelbaum hat das Harz.
08:11Und das kann man nicht...
08:12Und muss man da arg vorsichtig sein, oder?
08:14Dass man den Baum nicht noch mehr verletzt, oder?
08:16Schau, ich nehme nur das ganz oben drauf.
08:18Ich will ihn ja nicht wieder verletzen.
08:20Aber das, was so freiwillig hergeht, was da so oben drauf ist,
08:24da fahre ich ganz vorsichtig hinterher.
08:26Lockert das ein bisschen.
08:28Und dann muss ich aber mit den Fingern dazugehen,
08:31weil sonst springt man das weg.
08:33Und das, schau, das pickt dann.
08:37Schau, da habe ich schon eins gesammelt.
08:39Da ist eine richtige Wände dran.
08:41Das ist ganz hart.
08:42Und verwenden tut man immer ein frisches und ein altes.
08:46Weil das wieder andere Wirkstoffe hat.
08:48Wo machst denn du deine Salbe?
08:50Oben auf der Hütte.
08:51Vielleicht können wir uns das noch mal genauer anschauen,
08:53wie das dann funktioniert.
08:54Genau, gehen wir auf.
08:55Das wäre super.
08:59Das Wissen, das Eva Eisenmann und andere Pinzgauer Kräuterfrauen besitzen,
09:03ist von der UNESCO auf die Liste für immaterielles Kulturerbe
09:07in Österreich gesetzt worden.
09:09Eine große Anerkennung.
09:12Alles schon vorbereitet, Eva?
09:14Ja, super.
09:15Können wir fast gleich starten, oder?
09:16Ja, genau.
09:18Ich habe gerade Wasser hingestellt.
09:20Das köchelt schon ein bisschen.
09:21Das brauchen wir nämlich jetzt für unser Wasserbad,
09:23weil wir ziehen jetzt in Olivenöl das Bech aus,
09:26damit wir ein Harzöl kann.
09:28Okay, das ist jetzt der erste Schritt.
09:30Das ist der erste Schritt.
09:31Wir fangen einmal an mit dem Olivenöl.
09:33Olivenöl ist immer meine Basis.
09:35Olivenöl ist ein sehr stabiles Öl,
09:37das ist unserer Haut vom BH-Wert her sehr nahe.
09:41Darum wird es für jeden vertragen.
09:43Wir nehmen da jetzt einmal 250 Gramm vom Olivenöl.
09:51So.
09:52Und da brauche ich jetzt, ich will eine Pechsalm machen
09:55mit ungefähr 25 Prozent Harz, weil das kann ich dann
09:59auf jede offene Wunde auftauchen.
10:02Für unsere entzündungshemmende Pechsalbe braucht es noch Bienenwachs,
10:06blitzblanke Gefäße und das Pech, das Stück für Stück
10:10in das heiße Olivenöl eingerührt wird.
10:13Sehr herrlich.
10:15Und dann machen wir den nächsten Schritt.
10:19Nach dem Abseilen in einem Tuch wird das Bienenwachs im Wasserbad erwärmt
10:23und mit dem Harzöl vermischt.
10:28Glück mit der Pechsalbe.
10:31Pech ist ein bisschen negativ behaftet.
10:34Und darum muss man eine Glückfahrt raussetzen.
10:41So, und das braucht jetzt noch ein bisschen zum Aushärten, gell?
10:44Ist schon fester, gell?
10:45Ja, ein bisschen.
10:46Ein bisschen müssen wir noch warten.
10:46Ja, aber das ist dann deine.
10:48Vielen Dank, Eva.
10:49Da freue ich mich sehr.
10:50Ich danke dir ganz, ganz herzlich.
10:51Es war sehr, sehr interessant.
10:53Ja, und während ich hier noch ein bisschen warte,
10:54gibt es für Sie zu Hause Musik, und zwar von Kreiner Wind.
11:21Ich danke dir.
11:22Ich danke dir.
14:00Seit Millionen von Jahren bricht das Wasser oberhalb der Ortschaft Grimmel aus dem Gestein der Hohentauern und bahnt sich als
14:07reisender Fluss seinen Weg ins Tal, immer umhüllt von einem feinen Schleier an Wassertropfen.
14:15Der Lauf des Wassers aus Grimmel endet schließlich in der Salzach, dem erfrischend kühlen Hauptfluss des Pinsgau.
14:29Ein bisschen Abkühlung täte auch diesen Burschen gut, könnte man auf den ersten Blick denken.
14:34Aber auch sie bewahren ein Kulturgut des Pinsgau.
14:38Was genau sie da treiben, das verrät mir gleich ihr Trainer Hans Bernsteiner.
14:43Geht schon?
14:44Geht schon?
14:45Geht schon?
14:45Geht schon?
14:46Geht schon?
14:47Geht schon?
14:47Geht schon?
14:47Du musst aber aufpassen.
14:50Hallo, grüß dich.
14:52Moi servus.
14:53Also eine ganz besondere Sportart, über die ich jetzt natürlich mehr erfahren möchte. Und zwar von dir, Hans Bernsteiner. Du
14:59bist nämlich der Trainer. Hans, was genau machen die Buben denn da?
15:03Ja, die Burschen machen Rankeln. Rankeln ist das älteste oder eine der ältesten Sportarten im Alpenraum. Man muss probieren, seine
15:10Gegner auf beide Schulterblätter zu bringen, egal wo die anderen Körperteile sind.
15:15Aber es gibt genaue Griffe, Techniken. Und man muss eben schauen, dass man keine Schmerzen, keine Hebel, keine Würgegriffe nicht
15:21macht. Und so schauen wir die Buben da von klein bis sechs, acht Jahren, wie es da jetzt mit zehn
15:26Jahren sind, die Techniken beizubringen. Und dass man sie dann zu den Nieren und zu den Wettkämpfen mit beschäftigt hat.
15:31Also gibt es richtige Wettkämpfe?
15:33Genau so Wettkämpfe. Ja, wir haben da vier Verbände. Das ist Südtirol, Bayern, Salzburg und Tirol. Salzburg ist zurzeit einmal
15:40die Hochburg bei den Ranglern. Aber die anderen schlafen auch nicht. Also wird da fleißig drin.
15:44Und das sind über das Jahr, wenn nicht keiner ist, sind so zwischen 25 und 28 Wettkämpfe.
15:51Eine wahrlich historische Sportart. Das Rankeln lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Und erfreut sich bis heute im Alpenraum
15:59großer Beliebtheit.
16:02Hunderte von Zuschauern verfolgen die Wettkämpfe, die alljährlich am Sonntag um Jakobi unter den strengen Blicken der Schiedsrichter hier in
16:10der Naturarena auf dem Hundstein ausgetragen werden.
16:13Übrigens bei jedem Wetter. Und dass es beim traditionellen Rankeln mehr auf Geschicklichkeit und Kraft als auf reine Masse ankommt,
16:23beweist die Statur dieses Siegers, der für ein Jahr den Titel Hackmoor tragen darf.
16:35Was muss denn ein richtig guter Rankel draufhaben? Was lernt man denn alles?
16:39Jetzt sagen wir zum Beispiel jetzt den Kreuzwurf, heißt der. Das ist der Königswurf, wenn ich so sagen darf, bei
16:45den Ranklern.
16:46Das ist der Wurf, den man eigentlich als erstes mal lernt, dass man den Wurf richtig kann. Das ist ein,
16:52genau. Da geht es um den Blutzer der Sache oder den Knüpfer.
16:58Da muss man wahrscheinlich auch ein bisschen lernen, sich selber auch ein bisschen aufzufangen und so im Fall.
17:01Genau, ein bisschen Körpergefühl brauchen wir, das abholen, das ist ganz wichtig. Und eben die Geschicklichkeit, so wie es jetzt
17:06zeigen kann, dass man ein bisschen die Technik dann lernt.
17:11Wirklich jetzt legt es mir zu büßen. Und seit wann macht ihr das überhaupt schon ihr zwei? Seit vier Jahren.
17:16Vier Jahre? Und ich mache es seit fünf Jahren. Und wie lange dauert es, bis man so ein bisschen was
17:19drauf hat?
17:21Also es kommt drauf an, wenn man es schneller raus kann, so könnte es dauern, wenn ich jetzt circa ein
17:25halbes Jahr, ein Jahr gebraucht.
17:26Okay, okay. Und jetzt seid ihr schon auf dem Weg zum Hartmann. Oder wie sagt man so schön?
17:31Ja, das war es einfach.
17:33Ja, perfekt. Aber eigentlich ganz cool, oder? Man darf rasen, ohne dass die Mama zu schimpfen kann.
17:37Ja. Perfekt. Supersport.
17:40Ja, ja, die Burschen müssen das lernen.
17:41Ja.
17:42Das Raufen oder das Hobe, das will man ja, die Burschen lernen, dass sie es nicht machen beim Kampf, sage
17:47ich, sondern dass auch Würfe, Griffe, Technik und die Bombe einen Gegner bezwingen kann.
17:52Das, meine ich, macht einen guten Landklappern aus.
17:54Perfekt. Super Schlusssatz, lieber Hans. Ich sage vielen, vielen Dank.
17:58Danke, ja.
17:59Weiterhin viel Freude mit deinen Burschen.
18:00Ja, ich hoffe, dass es weitergeht.
18:02Dankeschön.
18:03Vielen Dank.
18:04Vielen Dank.
18:05Vielen Dank, Buam.
18:07Macht's gut.
18:11Und für uns wird jetzt nicht gerankelt, sondern getanzt.
18:14Hier sind die jungen Pinzgauer.
18:18Ich weiß nicht, was ich nicht.
18:20Danke.
18:20Danke.
18:34Danke.
30:19Yeah.
30:22Yeah.
39:24Yeah.
39:54Yeah.
40:49Yeah.
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