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  • vor 5 Stunden
Goldbraun, vielfältig und voller Tradition: Dieses Streetfood aus Neapel überzeugt mit Meeresfrüchten, Gemüse und Reisbällchen in der Tüte.

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Transkript
00:00Ciao, ich bin Cuoppo, Cuoppo Napoletano, und ich bin der König der Straße in Neapel.
00:07Ich bin eine Papiertüte, gefüllt mit paniertem Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse oder Kartoffeln.
00:13Innen weich, außen knusprig. Und natürlich bin ich besser als Fisch in Chips. Was soll die Frage?
00:20Ach, hört doch auf, das ist doch ein komplett anderes Geschmackserlebnis.
00:25Natürlich schmeckt es besser. Und man bekommt viel mehr.
00:30Man muss es einfach probieren.
00:32Wir haben es auf Ihren Rat hin probiert. Und es ist hervorragend.
00:38Stände mit mir gibt es an fast jeder Ecke Neapels, im Süden Italiens. Ich bin das Streetfood der Stadt.
00:45Für mich stehen die Leute sogar Schlange. Mich gibt es in verschiedenen Varianten, aber dazu später mehr.
00:54Jetzt zeigt euch erstmal dieser Meister an der Fritteuse, worauf es bei mir ankommt.
01:00Ich bin Gabriele Zocchi, Küchenchef bei Il Cuopo Frigitori Napolitani.
01:05Ich freue mich, dass unsere neapolitanische Küche in der Papiertüte ihren Weg auf die Straße findet.
01:11Geboren werde ich in diesem schmucklosen Raum.
01:15Ich brauche Garnelen. Die pult Gabriele zuerst.
01:18Dann reibt er Zitronen. Für mich natürlich nur die Besten.
01:22Die kommen aus der Nähe, aus der Region Kampanien.
01:25Wir reiben etwas Zitronenschale und verwenden nur diese, denn sie verleiht im Ganzen Aroma und Frische.
01:34Der Zitronensaft würde eine zu säuerliche Note hinzufügen.
01:39Ich liebe übrigens Reis. Den kocht Gabriele mit Safran, Pfeffer und dem Zitronenabrieb in einer Gemüsebrühe auf.
01:47Ähnlich wie bei einem Risotto.
01:49Garnelen kocht Gabriele noch kurz mit.
01:52Dann kommt eine Mischung aus Pecorino, Grana Padano und Scamorza-Käse dazu.
01:57Zum Abkühlen muss der Reis in den Kühlschrank, bevor er zu Bällchen geformt wird.
02:02Bis gleich.
02:04Endlich sehen meine Reisbällchen wieder Tageslicht.
02:06Für sie geht's jetzt ins heiße Ölbad.
02:09Am liebsten mögen sie Sonnenblumenöl.
02:11Aber wann können sie wieder raus?
02:17Die Garzeiten sind Erfahrungswerte.
02:20Ich mache das ja jeden Tag.
02:22Man muss sich die Bällchen auch anschauen.
02:24Wenn sie außen schön goldbraun sind, dann sollten sie auch innen heiß und gar sein.
02:33Natürlich bin ich mehr als nur die Limonciotto genannten Bällchen.
02:36In mir stecken auch frittierte Kalamari, Sardellen, Zucchini und Auberginen.
02:42Serviert werde ich immer in diesen kegelförmigen Papiertüten, von denen habe ich auch meinen Namen.
02:48Das Papier saugt noch etwas von dem Öl auf, das die Bällchen nach dem Frittieren abgeben.
02:53Und es ist auch praktischer zum Mitnehmen.
02:58Wollt ihr wissen, wo ich herkomme?
02:59Der Legende nach gibt es mich seit dem 19. Jahrhundert.
03:04Meine Geburtsstadt Neapel liegt direkt am Mittelmeer.
03:07Früher war die Fischerei hier ein wichtiger Wirtschaftszweig.
03:10Der frische Fang wurde auf dem Fischmarkt verkauft.
03:13Doch es gab auch eigentlich unverkäufliche Stücke.
03:17Es gab auch kleine Fische ohne besonderen Wert.
03:20Beifang in den Netzen, die normalerweise wieder ins Meer zurückgeworfen worden wären.
03:25Stattdessen hat man sie hierher gebracht und frittiert als leckeres Gericht in kleinen Tüten auf der Straße serviert.
03:31Ja, okay, ich war eine Notlösung.
03:34Na und?
03:35So war ich auch für ärmere Neapolitaner erschwinglich.
03:38Die durften für mich sogar anschreiben lassen.
03:41Früher war ich eine reine Fischtüte.
03:43Heute liebe ich die Vielfalt.
03:45Ihr bekommt mich etwa mit Hähnchenkroketten als Guapo di Terra.
03:49Oder eben mit reichlich Meeresfrüchten als Guapo di Mare.
03:57Wir haben hier einmal die Mare und die Terra.
04:01Sardellen, Stockfisch, ich weiß nicht mehr genau was.
04:04Ah, Garnelen und ein Teigbällchen.
04:07Habt ihr Lust, mich, Guapo Napolitano, den König der Straßen von Neapel, mal zu probieren?
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