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  • 2 days ago
Transcript
00:00Frau Friedrich möchte damit sagen, dass die Weinbank momentan nicht zugänglich ist.
00:05Wir hatten gestern einen Einbruch und ein Großteil der Bestände wurde gestohlen.
00:11Ich fühle mich von dir hintergangen.
00:12Was glaubst du denn, wie ich mich gefühlt habe? Nach deiner Nacht mit Ole.
00:16Ach komm, vergiss die Reise.
00:17Es war eine blöde Idee.
00:19Also nach reichlicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen,
00:22dass ich die Werkstatt wieder übernehmen möchte.
00:25Ich habe die Werkstatt gerade eben verkauft.
00:30I'm worn and painted by the sun.
00:32And it's in my eyes.
00:34And it's in my eyes.
00:37Caught by the rapture of the dawn.
00:40And a restless sky.
00:42And a restless sky.
00:46This is my life.
00:48This is my life.
00:50This is the way to find my own.
00:54This is my life.
00:56This is my life.
00:57This is the world where I belong.
01:03I'm rolling on.
01:06I'm rolling on.
01:15Verkauft?
01:18Ich hatte ein gutes Angebot.
01:22Und das sagst du mir erst jetzt?
01:23Das war eine spontane Entscheidung.
01:31Die Schumacher Werkstatt.
01:33Lüdern ist ein Traditionsbetrieb.
01:36Den gibt er nicht einfach in fremde Hände.
01:37Ich hätte doch nicht ahnen können,
01:39dass du die Werkstatt auf einmal wiederhaben möchtest.
01:41Du bist im Ruhestand.
01:44Mein Gott, gestern wolltest du noch nach Brasilien auswandern.
01:46Du hättest mich fragen müssen, wenn du meine Werkstatt verkaufst.
01:50Es ist nicht mehr deine Werkstatt, sondern es ist jetzt meine Werkstatt.
01:55Du hast sie mir überschrieben.
01:57Und somit ist es meine Entscheidung, was ich damit mache.
02:05Die Versicherung übernimmt natürlich den Schaden.
02:09Diese Weiner haben einen ideellen Wert für mich.
02:11Den kann keine Versicherung der Welt ersetzen.
02:13Herr von Sternig, ich werde tun, was ich kann, um Ihre Sammlung zurückzuholen.
02:17Bitte nehmen Sie einen Moment Platz.
02:18Ich will mich nicht setzen.
02:19Ich will zur Weinbank den Schaden mit eigenen Augen sehen.
02:23Gut, ich habe kurz was mit Herrn Flickenschild zu besprechen
02:25und dann gehen wir gemeinsam.
02:29Ich nehme Ihnen die Kiste mal so lange ab.
02:31Lassen Sie nur. Bei mir ist sie sicherer.
02:35Ja.
02:40Herr von Sternig ist außer sich.
02:43Verständlicherweise.
02:45Sie hatten doch besprochen, dass ich mir erst etwas überlege
02:47und ihm dann von dem Einbacher erzähle.
02:49Ja, aber jetzt stand er vor Ihnen.
02:51Ja, und?
02:52Ich war damit einverstanden, Herrn Sternig etwas später zu informieren,
02:56aber nicht ihn zu belügen.
02:57Ich habe nicht...
02:57Begleiten Sie bitte Herrn von Sternig in die Weinbank.
03:00Ich bin in Möhre.
03:11Ich habe es nicht geplant, die Werkstatt zu verkaufen.
03:14Vorgestern hat der Kohlmeier...
03:15Der Kerl, der gestern hier war, ja, als ich dich zum Essen eingeladen habe.
03:19Er übernimmt den Mietvertrag, hm?
03:20Er übernimmt den Mietvertrag und zahlt eine Ablöse von 12.000 Euro
03:23für die Maschinen und den Kundenstand.
03:25Mein Lebenswerk, ja.
03:28Reißt sich jetzt irgend so ein Kohlmeier unter den Nagel?
03:32Kohlmeier? Und er reißt es sich nicht unter den Nagel, sondern er zahlt dafür?
03:36Mit einem Judaslohn.
03:37Mit Geld. Geld, das ich sehr gut in meinen Spitzenschuh weginvestieren kann.
03:41Ja, sicher. Da ist es gut angelegt.
03:47Ich kann nicht beides gleichzeitig.
03:49Handwerksbetrieb führen und Schuhe-Design? Da kommt beides zu kurz.
03:55Ich habe gedacht, du genießt den Ruhestand.
03:57Warum willst du denn mit 70 nochmal eine Firma ans Bein binden?
04:03Hallo, Frau Christian.
04:05Hallo, Herr Kohlmeier.
04:06Kohlmeier.
04:09Haben Sie jetzt Zeit, die Übergabe zu besprechen?
04:10Ja, natürlich. Kommen Sie rein. Möchten Sie einen Kaffee?
04:13Lasst euch nicht stören.
04:37Hey, Merle. Wo seid ihr? In Spanien?
04:41Schön wär's.
04:42Nein, wir stecken kurz hinter Orléans. Der Wagen hat's schlapp gemacht und ich glaube, gleich regnet's auch noch.
04:48Irgendwas Schlimmes?
04:49Das ist nur der Auspuff.
04:51Ist schon neuer bestellt. Übermorgen sind wir in Marokko.
04:54Ehrlich gesagt, hörst du dich wahnsinnig entspannt an.
04:58Boah, ich bin total tiefenentspannt, Regen hin oder her. Das kann auch ein kaputter Auspuff nicht ändern.
05:05Martina? Du blickst ein bisschen angekratzt. Ist alles okay?
05:10Äh, Merle?
05:13Tene, bist du noch dran?
05:15Merle, ich wollte dich fragen, ob ich eine Nacht in dein Haus an die Müritz kann.
05:19Natürlich, was ist das denn für ne Frage? Du weißt ja, wo der Schlüssel liegt.
05:23Bis lieb, danke.
05:25Das war jetzt aber nicht der Grund deines Anrufes, oder?
05:29Bin ich so leicht zu durchschauen.
05:31Wer macht dir mehr Bauchschmerzen, Malte oder Ole?
05:35Ach, ich hab Malte verziehen, aber es ist nicht so einfach.
05:39Naja, wundert dich das?
05:41Naja, ich bin auch nicht ehrlich zu ihm.
05:44Ach, du hast ihm also noch nichts von deiner zweiten Nacht mit Ole erzählt.
05:49Ich, ich hab's verdrängt.
05:51Nur es gelingt dir bestens, das hör ich sogar durchs Telefon.
05:55Ich versteh mich selbst nicht. Was will ich? Was soll das werden?
05:58Was meint denn Ole dazu?
06:00Naja, wir sind wie zwei Teenager.
06:03Wir schreiben uns SMS'n.
06:04Es war schön, will dich sehen.
06:06Ach nee, doch nicht. Besser nicht.
06:09Aber sprechen tut ihr nicht miteinander.
06:11Nein.
06:12Also, ja, ach, ich will Merle.
06:15Hauptsache, du weißt, was du ihm sagen willst.
06:18Ach, herkert doch mal Ole und ich.
06:19Wir wissen beide, dass das Unsinn ist.
06:21Das waren alte, vertraute Gefühle, die einfach wieder aufgekocht sind.
06:24Meine Güte, jetzt warst du zweimal mit Ole im Bett und du glaubst, du kannst das einfach so abhaken?
06:30Ich gehöre zu Malte und Ole gehöre zu Lisa. Ende. Aus.
06:35Na, viel Glück.
06:39Du, Tina, mein Akku ist gleich alles.
06:41Also, ich kann dir nur raten, Claire das, bevor es zu spät ist, ja?
06:45Ja, das mache ich. Gute Reise noch.
06:54Die Weinbank in diesem Zustand zu sehen. Furchtbar.
06:59Aufgebrochene Türen, Chaos. Leere Fächer.
07:02Man könnte fast meinen, meine Liebe zu den Weinen ist auch mein Verhängnis.
07:06Es ist verständlicherweise ein furchtbarer Schock für Sie, Herr von Sternig.
07:10Erst entzweit mich diese große Leidenschaft mit meinem Bruder.
07:14Ich weiß, ich müsste Ihnen dankbar sein.
07:16Schließlich haben Sie uns wieder zusammengeführt.
07:18Aber das fällt mir im Angesicht dieser Katastrophe sehr schwer.
07:25Herr von Sternig, die Polizei, die hat bereits die Spuren gesichert
07:28und überprüft jetzt die Überwachungswender.
07:31Vielleicht ist der Täter doch kein unbeschriebenes Blatt.
07:33Glauben Sie denn im Ernst, dass es eine Chance gibt,
07:36meine einzigartige Sammlung wiederzubekommen?
07:38Herr von Sternig, guten Tag.
07:41Gut. Sie machen wohl Witze?
07:43Es tut mir leid.
07:44Ersparen Sie mir das.
07:46Meine größten Schätze sind für immer verloren.
07:48Ich habe eben mit der Polizei telefoniert.
07:51Es gibt neue Informationen über den Verdächtigen.
07:54Er hat sich bei uns als Stefan Kaiser ausgegeben.
07:55In Wirklichkeit heißt er Mirko Bernemann.
07:58Dann war der Einbruch von Lagerhand geplant?
08:01Weiß man mehr über diesen Mistkerl?
08:03Er hat auf einem Weingut in Baden gearbeitet.
08:05Ist dort allerdings entlassen worden,
08:07weil er vertrauliche Informationen weitergegeben hat.
08:09Wie heißt das Weingut?
08:10Darüber habe ich keine Information.
08:13Das finde ich auch allein heraus.
08:15Wenn jemand die Weingüter dieser Welt kennt, dann ich.
08:19Herr von Sternig, ich glaube nicht, dass die Polizei es gut finden würde, wenn Sie auf...
08:23Herr von Sternig, Sie haben vollkommen recht.
08:25Aber bitte lassen Sie mich das tun.
08:28Rieke, die Versicherung wird den Schaden ersetzen.
08:31Aber nur den Marktwert.
08:33Der Sammlerwert ist durchaus höher.
08:37Herr von Sternig, ich...
08:38Ich verspreche Ihnen, dass ich alles daran setzen werde, Ihre Sammlung zurückzuholen.
08:54Na, das ging ja wohl voll nach hinten los.
08:57Schon als wir das Wort Leinwand in den Mund genommen haben, war das Thema durch.
09:00Na ja, wie Jule prophezeit hat. Sie kennt ihre Kollegen im Rathaus eben.
09:04Ja, aber warum musstest du auch auf diese Genehmigung bestehen?
09:06Ach, du hast auch keine Lust darauf, dass uns die Polizei nochmal einen Besuch abstattet.
09:10Wie bei Carla, als sie die Kamera im Stadtpark einfach abgehängt hat.
09:13Ja, Carla hat Glück gehabt, dass sie nicht gleich festgenommen worden ist.
09:18Und was ist, wenn wir die Leinwand trotzdem installieren?
09:22Wie? Jetzt, wo wir schon ein Nein kassiert haben?
09:24Da kann man sich ja nicht mal mehr dumm stellen.
09:26Ich will mich auch nicht dumm stellen. Ich will meine Meinung äußern.
09:29Deine Idee, die Leute zu filmen und gleichzeitig auf die Leinwand zu projizieren, die war großartig.
09:34Ich meine, besser kann man Überwachungskameras nicht erklären.
09:36Jetzt wart doch erst mal ab. Wenn diese fünf neuen Kameras erst mal hängen,
09:40dann werden sich garantiert genügend Leute drüber aufregen.
09:42Und in der Gruppe lässt sich so ein Protest vielleicht, na ja, leichter organisieren.
09:46Ja, du hast recht.
09:48Lege ich eben eine Pause ein.
09:50Sehr vernünftig.
09:52Du gibst ja vielleicht schnell auf. Dabei hast du dich so engagiert für die Sache.
09:56Na ja, wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin,
10:00mir ging es dabei mehr um dich.
10:01Um mich?
10:02Ja, also besser gesagt, um uns.
10:04Wir haben endlich mal wieder mit Begeisterung was gemeinsam gemacht.
10:08Ja, das wollte ich ein bisschen auskosten.
10:11Ach so bist du drauf. Hängst dein Fähnchen nach dem Wind.
10:13Na ja, du als Windkrafttechniker.
10:17Okay, ja, ich gebe zu, ich habe mich von einer schönen Frau zu einer Protestaktion hinreißen lassen.
10:23Aber auch nur zu einer legalen.
10:25Stimmt.
10:26Was ist, wenn ich jetzt in den Untergrund gehe?
10:28Kommst du dann mit?
10:30Du mit der schönsten Frau der Welt gehe ich überall hin.
10:32Ich will wissen, ob du mit mir mitgehst.
10:43Ohle.
10:49Malte.
10:51Ich wollte mich entschuldigen.
10:54Dass ich dich heute Morgen so angeblufft habe, war unfair.
10:57Wenn du noch nicht mit mir nach Sylt fahren willst, dann ist das in Ordnung.
11:00Ich kann noch nicht mit dir verreisen.
11:03Akzeptiere ich.
11:05Ich brauche Zeit zum Nachdenken und deshalb fahre ich heute an die Müritz in das Haus von Merle.
11:12Allein?
11:13Ja.
11:15Ist das nicht ein bisschen einsam?
11:18Gut, um den Kopf frei zu kriegen.
11:22Aber du hast mir verziehen.
11:26Das habe ich doch gesagt.
11:30Gut.
11:32Sylt läuft uns ja nicht weg.
11:34Wie lange bleibst du?
11:36Eine Nacht.
11:38Dann wünsche ich dir eine schöne Zeit.
11:40Danke.
11:46Störe ich?
11:47Nein, nein, komm rein.
11:49Ole und ich, wir sind verabredet, um über die neue Fahrradbekleidung zu sprechen, die ich für ihn entwerfe.
11:55Na dann.
11:56Viel Glück.
11:57Und viel Spaß an der Müritz.
11:59Danke.
12:05Du fährst dann die Müritz?
12:06Ja, eine Nacht.
12:09Ole, ich habe dich hergebeten, weil wir miteinander reden müssen.
12:14Ja, das müssen wir ja.
12:15Jetzt?
12:17Ariane könnte jeden Moment reinkommen.
12:20Morgen Abend?
12:22Ich muss morgen nach Braunschweig wegen des Carbon-Leitrats.
12:24Ich weiß nicht, wenn ich wiederkomme.
12:26Was hältst du davon, wenn du nachher an die Müritz kommst?
12:29Dann können wir da reden.
12:31Da wird sicher niemand reinplatzen.
12:36Ich hab das noch nie gemacht.
12:43Ich hab das noch nie gemacht.
12:47Ich hab das noch nie gemacht.
13:02Nein, ich hab das noch nie getan.
13:07I understand very well, how much you are going to be. If Merle would buy from today to tomorrow, it
13:13would be very nice to me.
13:15I don't know Arianne again. Since she's got to be in the head, to become a designer, it's going to
13:22be Handwerk.
13:23I think so, you don't see that. But your heart is now for the creative. And she has really talent,
13:30I must say.
13:31So, fallen Sie mir jetzt auch noch in den Rücken? Nein. Sie dürfen Ariannes Entscheidung einfach nicht so persönlich nehmen.
13:39Sie wollte sich ganz gewiss nicht kränken. Hat sie aber. Natürlich. Es wäre eine schöne Geste gewesen, wenn sie sie
13:48vorher informiert hätte.
13:49Nette Geste. Es wäre ihre Pflicht gewesen, ja. Ich habe ihr die Werkstatt damals überlassen. Mit allen Geräten. Und keinen
13:58Cent dafür verlangt.
13:59Sie haben sie ihr geschenkt, richtig? Ja, und jetzt kann sie tun und lassen, wozu sie Lust hat?
14:04Im Prinzip ja. Geschenkt ist geschenkt. Ach, natürlich.
14:10Oh, Herr Lichtenhagen, Sie kommen wie gerufen. Ah, ja? Ja, Sie wissen doch, dass ich meiner Großnichte die Werkstatt mit
14:16allem Drum und Dran überschrieben habe, ja?
14:19Ich erinnere mich, ja. So, und da kann sie jetzt so mir nichts, dir nichts alles verkaufen, ohne mich zu
14:23fragen?
14:24Äh, natürlich. Sie haben mir die Werkstatt ja geschenkt, also kann sie frei darüber verfügen. Ja, ja.
14:30Dann nehme ich die Schenkung wieder zurück. Das wird schwierig. Wieso?
14:34Da müsste sie sich schon groben Undanks schuldig gemacht haben.
14:37Also, wenn eine Schenkung wieder zu verkaufen kein grober Undank ist, ja?
14:42Also, juristisch gesehen nicht. Wenn nichts Schwerwiegendes vorliegt, also schwere Beleidigungen, Körperverletzungen oder Bedrohungen, können Sie nichts machen.
14:53Ja, ja.
14:56So, wie ich das sehe, haben wir demnächst keinen gemeinsamen freien Tag mehr. Wir wollten diesen hier also genießen.
15:01Und wie machen wir das am besten?
15:03Ich hab mal wieder Lust ins Kino zu gehen.
15:05Ja, bin ich dabei.
15:06Aber vorher muss ich noch kurz zu meiner Chefin.
15:08Okay.
15:10Wohl!
15:10Hi!
15:11Hey, na? Ich hoffe, du bist nur zu Besuch hier.
15:13Ja, quasi. Ich hab mich impfen lassen.
15:16Ah, wegen Brasilien.
15:17Jo. Hepatitis A und Gelbfieber.
15:19Ja, ist ja bald soweit.
15:21Ja, ich bin doch schon ziemlich aufgeregt.
15:23Klingt irre spannend, was die mir von der Projektleitung da erzählt haben, von der Partnergemeinde in Manaus.
15:27Aber die paar Tage, die du jetzt noch hier bist, die nutzen wir ja schon, oder?
15:30Ja, Logo. Was machst du nur heute Abend?
15:32Ähm, Britta und ich wollen ins Kino.
15:34Wie wär's mit dir jetzt gleich?
15:36Du wolltest doch noch mit deiner Chefärztin sprechen.
15:43Ähm, sag mal, sind Kameras am Arbeitsplatz nicht verboten?
15:49Ich wollte gerade eine Krawallpause einlegen.
15:52Ja, vielleicht wollen die damit ja nur unliebsame Besucher entdecken.
15:55Dafür gibt's ja die Kamera am Eingang.
15:57Und wofür ist die dann?
15:59Ja, sie ist auf das Medikamentenlager gerichtet.
16:02Es macht schon Sinn, das zu überwachen.
16:03Ich hoffe nur, dass es bei dieser einen Kamera bleibt.
16:06Also du hast Angst aus weiteren Folgen?
16:07Das bespreche ich jetzt gleich mal mit der Krankenhausleitung.
16:10Ah.
16:11Aber ins Kino gehen wir schon noch, ja?
16:12Ja, natürlich.
16:13Heute brech ich keine Demo mehr vom Zaun.
16:18Der Untergrund bleibt mir also erspart.
16:20Vorerst jedenfalls.
16:21Hm.
16:22Oh, nichts.
16:24Gehen wir was trinken?
16:25Wo?
16:26Komm.
16:28Und plötzlich will er die Werkstatt zurückhaben.
16:30Da wär ich im Traum nicht draufgekommen.
16:32Ginge das überhaupt noch?
16:34Nein, die Verträge mit Kühlmaier sind schon unterschrieben.
16:36Und jetzt hast du ein schlechtes Gewissen?
16:39Sollte ich?
16:40Es war deine Werkstatt, Ariane.
16:43Oh Gott, er war so verletzt.
16:46Wenn ich gewusst hätte, dass es ihm so viel ausmacht, dann...
16:50Zumindest hätte ich ihn vorher gefragt.
16:53Du hast nichts falsch gemacht.
16:56Und dass der Verkauf deinen Onkel so mitnimmt, das ist natürlich nicht so schön, aber...
17:01Und die Vorwürfe, die er mir macht?
17:03Gut, dann muss ich jetzt durch.
17:06Ich finde, er sollte wirklich nach Brasilien gehen.
17:09Es hat ihm dort wohl gut gefallen in den zwei Wochen.
17:13Ja, es würde mir fehlen.
17:15Es?
17:15Ja, mich mit ihm zu streiten.
17:18Also wenn ich an seiner Stelle wäre, ich würde nach Brasilien fahren.
17:22Eben, oder? Und er will wieder anfangen zu arbeiten.
17:25Mit 70, das ist doch absurd.
17:27Naja, es war sein Lebenswerk.
17:29Und 40 Jahre, die kann man nicht einfach so wegwischen.
17:33Er hat genug gearbeitet.
17:38Wort ab. In ein paar Tagen sieht er das sicher genauso.
17:41Ja, vielleicht hast du recht.
17:47Ich muss noch mal zu Sönke.
17:48Ciao.
18:08Ja?
18:12Kann ich Sie kurz sprechen?
18:16Bitte.
18:22Ich war mit Herrn von Sternig in der Weinbank.
18:32Mick hat mit der Polizei telefoniert.
18:36Stefan Kaiser heißt in Wirklichkeit Milko Bernemann.
18:41Das wussten Sie anscheinend schon.
18:44Ja.
18:45Und ich habe den Schaden bei meiner Haftpflicht gemeldet.
18:48Gut.
18:52Herr Flickenschild, ich finde nach wie vor, dass es besser gewesen wäre, Herrn von Sternig noch zu schonen.
18:56Schonen heißt bei Ihnen ihm die Wahrheit vorenthalten?
19:00Ich kenne Herrn von Sternig mittlerweile ziemlich gut.
19:03Er liebt seine Weine wie andere Leute ihre Kinder.
19:06Und er ist sehr emotional.
19:07Ja, das kann für Sie sehr unangenehm werden.
19:09Darum geht es mir nicht.
19:11Ich hätte nur einfach gern einen Plan B in petto gehabt.
19:14Das Drei Könige steht für Seriosität und Fairness seinen Gästen gegenüber.
19:18Nicht für Mausch allein.
19:20Ich hatte auch überhaupt nicht vor.
19:21Sie haben es aber versucht.
19:23Und ich musste Ihnen zuvorkommen und Herrn von Sternig die Wahrheit sagen.
19:27Das bin ich dem Ruf meines Hauses schuldig.
19:32Das war deutlich.
19:46Siehst gut aus, Malte.
19:48Nach dem Kongo-Flug, auf den du mich geschickt hast, gar nicht so einfach.
19:52Hast du mich hier gebeten, mir das zu sagen?
19:54Ich wollte mit dir über seltene Erden reden.
19:57Aber eigentlich wollte ich das erst tun, wenn ich mein restliches Geld bekommen habe.
20:01Kommt morgen oder übermorgen.
20:02Die Waschmaschine war leider etwas defekt.
20:07Aber sag mal, das mit den seltenen Erden in China.
20:11Hast du da wirklich so gute Kontakte, dass du so gut dran kommst?
20:14Das lassen wir meine Sorge sein.
20:16Ja, es könnte ja schon ein Riesengeschäft werden.
20:17Aber bevor ich einsteige, müsste ich genau wissen, ob es Hand und Fuß hat.
20:21Ich beschäftige mich nicht erst seit gestern mit der Idee.
20:24Und wie willst du das hertransportieren? Das Zeug wiegt ja einiges.
20:30Nicht in Oxidform.
20:34Du willst das vor Ort pulverisieren lassen und dann im Flieger hier hinschmuggeln.
20:41Malte, du bist nicht zu unterschätzen.
20:47Dann, äh, ist die Tage, ne?
20:50Mach's gut.
20:54Oh je, Ole. Du warst ganz alleine essen?
20:58Sowas kommt vor.
21:00Was ist denn mit Lisa?
21:01Die ist in Basel auf einer Messe.
21:04Dann bist du ja gerade Strohwitt war.
21:05So zu sagen.
21:06Nichts Wohngut, Malte. Ich muss in den Namen.
21:08Hey, ich bin auch allein.
21:10Wollen wir nicht heute Abend mal zusammen um die Häuser ziehen?
21:13Vielen Dank. Kein Bedarf.
21:16Schade.
21:17Grüß, Lisa.
21:23Und du willst schon nächste Woche nach Brasilien?
21:26Mein Portugiesisch wird dann zwar wahrscheinlich noch erbärmlich sein, aber...
21:29Wo lernt man die Sprache besser als in dem Land?
21:32Hm, stimmt.
21:33Sein Onkel hat dich ganz schön angesteckt mit seiner Brasilien-Euphorie, hm?
21:37Naja, mir geht's eigentlich hauptsächlich um die Straßenkids.
21:40Und das Projekt, was von meiner Gemeinde da angeschoben wird.
21:43Hier.
21:48Vielleicht kannst du ja mit meinem Onkel in eine WG ziehen.
21:51Ja, hab ich mir auch schon vorgeschlagen.
21:54Aber?
21:55Hannes wird niemals nach Brasilien gehen.
21:57Aber er war doch so begeistert.
21:59Er wird das gute alte Lüneburg viel zu sehr vermissen.
22:02Er hat mir gegenüber schon erwähnt, dass er gerne nach Brasilien möchte.
22:05Das war ein Spruch.
22:08Jedenfalls freue ich mich auf den Tapetenwechsel und neue Aufgaben.
22:11Und einfach mal weg.
22:13Weg von Jule.
22:17Tja, ich hab mir viel zu lange Hoffnung gemacht, dass aus uns beiden noch was wird.
22:21Ich brauche einfach Abstand zu ihr.
22:23Aber sie kann mich natürlich jederzeit anrufen, wenn sie meine Hilfe braucht.
22:26Klar.
22:28Aber du willst nicht alle Kontakte abbrechen nach Lüneburg, oder?
22:31Nein, um Gottes Willen.
22:33Im Gegenteil, ich gehe davon aus, dass du, Ben, Britta und Hannes mich mindestens alle vier Wochen besuchen kommen.
22:40Dann muss ich gleich anfangen, meinen Sparschwein zu füttern, ha?
22:43Ja, wenn du da bist, dann machen wir eine Capoeira.
22:45Aber nur, wenn du bis dahin Portugiesisch sprichst.
22:48Wo ist es?
22:50Wo hast du das?
22:50Du wirst dich umschauen.
22:53Wo bist du?
23:11Mama! Was ist denn los?
23:16Ich... ich hab geträumt.
23:20Du, das muss immer ein ganz schlimmer Traum gewesen sein, so wie du gerade geschrien hast.
23:25Das war eher verwirrend, aber... es ist schon wieder gut.
23:32Willst du verreisen?
23:34Ja. Einen Tag an die Müritz in Mörders Haus. Ich... hättest dir noch gesagt.
23:41Mit Malte zusammen?
23:44Nein. Allein.
23:47Ihr habt gestern schon gemerkt, dass da irgendwas zwischen euch nicht stimmt.
23:51Wir haben gestritten.
23:55Worüber denn?
23:58Mal...
24:01Ich möchte nicht drüber sprechen. Ist das okay?
24:04Hast du noch Zeit für einen Kaffee, bevor du fährst?
24:07Ja.
24:08Ich mach uns ein, okay?
24:10Gut.
24:24Weiß, was Sternig von dir will?
24:26Wahrscheinlich hat er bei seinen Kontakten in der Weinbranche schon was über Bernemann, alias Kaiser, erfahren.
24:31Hoffentlich.
24:33Da ist er. Ich muss zu Karla. Ich wünsch dir viel Glück.
24:36Danke.
24:38Hallo, Herr von Sternig. Haben Sie schon was rausgefunden?
24:41Allerdings.
24:42Dass Sie selbst diesen Einbruch durch grobe Fahrlässigkeit verschuldet haben.
24:48Woher wissen Sie das?
24:50Weichen Sie nicht aus.
24:52Was fällt Ihnen eigentlich ein?
24:54Den Sicherheitscode einzugeben, wenn irgendein Hans Franz Ihnen über die Schulter schaut?
24:58Herr von Sternig, lassen Sie uns das bitte hier drin besprechen.
25:11Herr von Sternig, ich habe diesen Mann für einen seriösen Kunden gehalten.
25:16Und wenn es der Kaiser von China gewesen wäre? Ein Sicherheitsgrund ist sicher, weil er geheim ist.
25:22Sie haben recht. Ich habe einen groben Fehler gemacht.
25:28Aber ehrlich gesagt war ich in diesem Moment nicht ganz bei mir.
25:31Das wird ja immer besser.
25:32Herr von Sternig, ich habe unmittelbar vorher eine sehr unschöne Nachricht bekommen.
25:37Und ich habe unmittelbar nachher eine noch unschönere bekommen.
25:41Dass ich um 250.000 Euro und eine Menge Herzblut ärmer bin.
25:48Ich verspreche Ihnen, ich werde alles dafür tun, damit Sie Ihre Weine wiederbekommen.
25:54Sie?
25:55Ja.
25:56Sie sind die unfähigste Geschäftsführerin, die mir je untergekommen ist.
26:03Und Sie sind unfähig, mit anderen Menschen anständig umzugehen.
26:10Ja, ich habe einen Fehler gemacht.
26:13Aber wie es dazu gekommen ist, interessiert Sie doch einen Dreck.
26:17Mein Gott, Sie streiten sich mit Ihrem Bruder jahrelang über ein paar Flaschen Wein.
26:22Nein, ich liebe Wein auch.
26:24Aber ich habe nicht vergessen, dass Flaschen nicht so viel wert sind wie Menschen.
26:33Trotzdem ist es natürlich meine Verantwortung.
26:36Und ich werde Ihnen den Wein besorgen.
26:38Vergessen Sie es.
26:40Nach all dem, was Sie getan haben, kann ich Ihnen nicht mehr trauen.
26:45Herr von Sterne.
26:46Besorgen Sie mir einfach mein Geld.
26:48Und zwar heute noch.
26:50Sonst bin ich morgen bei der Presse.
26:51Sonst bin ich morgen bei der Presse.
27:05Sonst bin ich morgen bei der Presse.
27:26Hey.
27:30Hey.
27:32Bist du schon lange hier?
27:34Ich bin gerade reingekommen.
27:36Ja, dann habe ich mich wenigstens nicht allzu sehr blamiert.
27:41Also was ich gehört habe, klang sehr authentisch.
27:44Danke.
27:47Ich weiß, du willst mich momentan lieber nicht sehen.
27:49Aber das Vorwort ist wirklich klasse.
27:54Nochmal.
27:55Danke.
27:57Meine Verlegerin sagt das auch.
28:00Ja, dann passt es ja optimal zu deinem hervorragenden Buch.
28:04Der Verlag plant eine Fotostrecke für die PR und sie hätten dich gern dabei.
28:08Mich?
28:10Wieso mich?
28:11Na, ohne dich hätte es das Malakron-Buch nie gegeben.
28:14Und das Vorwort ist ja ausschließlich von dir.
28:20Wann soll das Fotoshooting denn sein?
28:22Morgen wäre gut.
28:24Könnte ich mir das durch den Kopf gehen lassen?
28:26Klar.
28:28Gut, dann melde ich mich, ja?
28:30Ja.
28:31Danke.
28:42Bitte setzen Sie sich.
28:44Ja.
28:46Du wolltest mich sprechen?
28:48Carla, bitte setz dich.
28:54Es geht um Frau Friedrichs.
28:57Ihr Verhalten war äußerst fahrlässig.
29:01Sie hat da mit dem Einbrecher Tür und Tor geöffnet.
29:04Von dem entstandenen Imageschaden will das Drei Könige, möchte ich gar nicht sprechen.
29:08Leider hat sie auch noch versucht, Herrn von Sternig anzulügen.
29:11Ich meine, der Mann hat durch ihren Fehler ein Vermögen verloren.
29:15Rieke wollte Herrn von Sternig nicht anlügen.
29:17Ja, darüber hinaus hat sie ihn eben auch noch angeschrien.
29:21Vielleicht hat der Mann sie provoziert, der ist nicht gerade umgänglich.
29:24Er hat sie provoziert.
29:25Und menschlich gesehen kann ich sogar verstehen, dass ihr die Hutschnur geplatzt ist.
29:28Aber als Geschäftsführerin der Weinbank darf sie sich zu einem solchen Auftritt nicht hinreißen lassen.
29:35Ich rede nochmal mit ihr.
29:38Ob du sie weiterhin als Sommelier behalten möchtest, das liegt in deinem Zuständigkeitsbereich.
29:42Aber ich plädiere dafür, ihr die Geschäftsführung der Weinbank zu entziehen.
29:49Entschuldigung.
29:51Rieke hat den norddeutschen Sommelier-Wettbewerb gewonnen.
29:53Sie ist höchst qualifiziert.
29:55Leider stellt sie das momentan nicht gerade unter Beweis.
29:59Frau Friedrichs war in einer Extremsituation, als das mit dem Code passiert ist.
30:04Ich hatte ihr gerade vorher erzählt, dass Mick Morbus Kensington hat.
30:08Ah.
30:09Du fühlst dich ihr gegenüber verpflichtet und musst den Schutz nehmen.
30:11Ich hab Ihnen schon gesagt, die Nachricht hat Rieke völlig aus der Bahn geworfen.
30:16Ihre Nachlässigkeit im Umgang mit dem Code hätte ich ja noch verziehen.
30:19Also ich meine, Fehler macht jeder von uns, das ist menschlich.
30:22Aber ihr Umgang mit der Wahrheit und Herrn Sternek gegenüber ist untragbar.
30:25Und dabei bleibe ich.
30:28Also ich werde Sie als Sommelier behalten.
30:31Ihr Wissen ist mir wirklich sehr wichtig.
30:34Aber Ihre Geschäftsführung für die Weinbank zu entziehen, da sind wir uns auch einig.
30:40Rieke hat eine zweite Chance verdient.
30:43Ich werde die Kündigung nicht unterschreiben.
30:50Also nach sich nehme ich, glaube ich, noch Frühlingsrollen.
30:54Guten Appetit.
30:55Oh, danke schön.
30:56Dürfen wir uns dazusetzen?
30:57Ja.
30:58Oh, unbedingt.
30:58Oh, unbedingt.
31:01Also ich weiß schon, was ich nehme.
31:04Willst du nicht mal was anderes probieren?
31:07Die Burger sind ein Traum.
31:11Ja, also bei Frau Saravakis esse sogar ich Fastfood.
31:15Naja, ist ja eigentlich auch Slowfood.
31:17Was auch immer es ist, es kann auf alle Fälle mit meinen Rindsrouladen konkurrieren.
31:21Nicht wahr, Herr Burger?
31:23Durchaus.
31:24Sag mal, wie bleibt denn eigentlich, Carla?
31:25Ich wollte ihr doch noch von der Überwachungskamera erzählen.
31:27Wie?
31:28Schon wieder eine?
31:28Ja, bei uns im Krankenhaus.
31:30Ah.
31:32Mitarbeiterüberwachung, ja?
31:32Nee, das streiten Sie ab.
31:34Die Kamera ist auf das Medikamentenlager gerichtet.
31:37Und das finde ich ja im Grunde auch richtig.
31:38Naja, finde ich auch, ja.
31:40Ja, nur die Mitarbeiter werden natürlich mitgefilmt.
31:43Und die Krankenhausleitung behält sich vor, noch weitere Kameras zu installieren.
31:46Das ist nicht gut.
31:47Ja, wer weiß, wo wir noch überall beobachtet werden, um es zu wissen.
31:52Einer aus meinem Jahrgang, der war gerade ein Jahr in Amerika.
31:55Und da hat die Schulleitung die Schüler über die Webcams in den Laptops sogar zu Hause beobachtet.
31:59Oh, ja, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
32:03Herr Ober, die Damen haben gewählt.
32:06Ich nehme den Bio-Burger.
32:08Ja, sehr gerne.
32:08Und ich hätte gerne Fisch & Chips Deluxe.
32:11Ich hätte gerne noch...
32:12Woher hätte es gerne die Rechnung? Unser Film fängt nämlich gleich an.
32:15Aber können Sie mir noch ein paar Frühlingsrollen einpacken vielleicht?
32:16Na klar, gerne.
32:17Danke.
32:21Fuda humanadada. Bis bald. Atemnächst.
32:27Kann ich dir irgendwie helfen?
32:28Nein. Das klang doch schon ganz gut.
32:31Ach, portugiesisch ist ziemlich schwer, besonders die Aussprache.
32:34Ja, wenn du erst dort bist, dann werden die Kids dir das schon beibringen.
32:37So, für dich von der brasilianischen Partnergemeinde.
32:41Och, das ist ja nett.
32:43Ja, die sind ganz aus dem Häuschen, dass sie bald einen jungen deutschen Pastor bekommen.
32:48Dann hoffe ich, werde ich sie nicht enttäuschen.
32:50Naja, mit deinem Resozialisierungsprojekt hier hast du sie auf alle Fälle schon für dich gewonnen.
32:56Einige Kids da unten haben es bestimmt auch faustdick hinter den Ohren, oder?
32:59Oh, Muffensausen.
33:00Ach, im Gegenteil. Ich freue mich auf die Arbeit mit denen.
33:04Aber sag mal, was ist denn mit dir? Ich dachte, das wäre ein Witz, aber Ariane meinte, du denkst wirklich
33:09ans Auswandern?
33:11Naja, also, im Moment habe ich tatsächlich damit geliebäugelt, aber Erika hat mir den Kopf zurecht gerückt.
33:19Aha.
33:20Brasilien ist ja weit weg. Für manchen mag das gut sein.
33:23Aber nicht für dich.
33:27Ach, das ist doch mein Päckchen.
33:30Nee, nee, das ist... Frau Janssen hat mir einen Leisten geschickt, ja, damit ich ihm ein paar Stiefel mache.
33:37Ariane isst sich ja inzwischen zu fein dafür.
33:40Äh, Ariane liebt es doch, Schuhe zu machen.
33:43Äh, sie liebt es jetzt nur noch, sie aufs Papier zu pinseln.
33:47Ja, das alte, gute Handwerk bedeutet für sie nichts mehr. Damit kann man ja nicht berühmt werden.
33:51Also, ich glaube nicht, dass es Ariane um Ruhm geht.
33:53Sie liebt es eben, kreativ zu arbeiten.
33:56Aber einen Schuh mit seinen eigenen Händen zu fertigen, das ist auch kreativ.
34:02Auf jeden Fall hätte sie nicht heimlich meine Werkstatt verkaufen müssen, ne?
34:08Sie hat verkauft?
34:09Ich habe immer gedacht, dass sie mein Erbe weiterführt.
34:18Hi, Onge.
34:19Hi.
34:20Wartest du schon lang?
34:21Nein.
34:22Okay.
34:28Eiferporger.
34:30Tine, vor Haus, Schlüssel suchen, das kenne ich irgendwoher.
34:35Ich war mir sicher, dass er unter dem Frosch ist.
34:37Ja, ja.
34:40In Dänemark hast du auch immer nach dem Schlüssel gesucht.
34:43Das wäre ich in Haus auf Fün.
34:45Hier fahren wir da, einmal oder zweimal?
34:49Und du hast immer behauptet, du wüsstest genau, wo er liegt und dann war er doch nicht da.
34:52Weil der Vermieter den Schlüssel immer woanders hingelegt hat.
34:55Aber wir mussten nicht am Strand schlafen.
34:57Nein, das mussten wir nicht.
34:58Wäre schlecht gegangen mit Lotte im Gepäck.
35:00Allerdings.
35:01Obwohl sie hätte im Sandkasten schlafen können.
35:03Ach, und sie hätte es geliebt.
35:08Warst du später nochmal da?
35:12Ich meine, nach unserer Trennung?
35:15Einmal.
35:17Aber es war nicht dasselbe.
35:20Lotte hat es auch nicht gemacht.
35:22Alles hat seine Zeit.
35:26Ich ruf Merle an.
35:28Draußen vor der Tür stehen, ist ja nicht so toll.
35:37Ich nehme alles zurück.
35:53In Ordnung, Herr Lühmann.
35:56Ja, genau.
35:57Ich melde mich dann, sobald ich genau weiß, wann und wo.
36:01Gut.
36:02Ja, danke.
36:03Wiederhören.
36:05Oh, keine guten Nachrichten.
36:08Es bleibt aber bei Brasilien.
36:13Ich habe das Vorwort zu Jule Janssens Buch geschrieben.
36:17Über Malakron.
36:18Ach ja, weil du meinst diese Sekte.
36:21Genau, und jetzt möchte ihr Verlag, dass wir zu PR-Zwecken gemeinsame Fotos machen.
36:26Ach so.
36:27Und dein Vorgesetzter ist dagegen, hm?
36:28Im Gegenteil.
36:30Er drängt mich dazu, diese Fotos zu machen.
36:34Aber Jule und ich, das...
36:38Und was verspricht sich der Landessuperintendent denn davon?
36:42Ein Imagegewinn.
36:43Weil ich als Mitglied der Kirche geholfen habe, eine Sekte zuzuschlagen.
36:46Aber ich möchte einen klaren Schnitt.
36:49Verstehst du?
36:50Da musst du Nein sagen.
36:52Sich zu verbiegen, bringt nichts.
36:54Und Lühmann?
36:56Ha, der ist in ein paar Tagen sowieso nicht mehr ein Vorgesetzter, hm?
37:04Immer noch nichts?
37:07Würden Sie mir denn bitte Bescheid sagen, wenn Sie was von Bernemann erfahren?
37:11Okay.
37:12Vielen Dank.
37:14Auf Wiederhören.
37:15Ja?
37:18Herr von Sternig.
37:19Danke, dass Sie gekommen sind.
37:21Ich bitte Sie.
37:22Die Polizei hat immer noch keine Spur von Bernemann.
37:26Das hätte mich auch gewundert.
37:29Es tut mir leid wegen vorhin.
37:32Ich bin eindeutig zu weit gegangen.
37:34Schon in Ordnung.
37:35Sie stehen eben sehr unter Druck.
37:39Das ist trotzdem kein Grund, Sie so anzugreifen.
37:43Ich hätte mich an Ihrer Stelle auch gewehrt.
37:47Dann sind Sie mir nicht böse?
37:50Ich bin selbst ein emotionaler Mensch, wie Sie ja wissen.
37:53Und schließlich haben Sie das Wunder vollbracht, meinen Zwillingsbruder und mich zu versöhnen.
38:00Dafür bin ich Ihnen nach wie vor sehr dankbar.
38:05Ich möchte mich trotzdem bei Ihnen entschuldigen.
38:08Zumal die Vorwürfe nicht berechtigt waren.
38:11Wir waren beide aufgewühlt und sind beide laut geworden.
38:16Ich würde sagen, wir sind quitt.
38:19Und selbstverständlich stelle ich meine Forderung so lange zurück, bis Sie das Geld von der Versicherung haben.
38:27Herr von Sternig, das ist wirklich sehr nett.
38:32Und ich meine, vielleicht findet sich ja doch noch eine Spur zu Ihren Weinen.
38:35Nein, bitte Frau Fildichs.
38:37Versprechen Sie mir, dass Sie in dieser Hinsicht nichts unternehmen.
38:40Nachher bringen Sie sich noch in Gefahr.
38:46Gut.
38:49Danke.
38:51Habe ich Ihr Wort darauf?
38:55Ja.
38:56Das haben Sie.
39:10Also, ein bisschen mehr Action hätte der Film schon haben dürfen.
39:13Ja, stimmt.
39:14Naja, Frauen gehen eben viel sensibler mit Themen um als Männer.
39:18Außer, Sie sehen eine Überwachungskamera.
39:21Ich habe dir gesagt, dass ich eine Krawallpause einlege.
39:24Ich bin ja beruhigt.
39:26Obwohl man die Lüneburger schon noch mal auf das Thema aufmerksam machen sollte, bevor die neuen Kameras aufgehängt werden.
39:31Wir waren heute schon im Rathaus, falls ich dich erinnern darf.
39:33Die Videoleinwand ist abgelegt.
39:35Ja, ich meine ja nicht so eine große Aktion, sondern eher was Kleines, Feines an der prägnanten Stelle.
39:39Ja, klar. Am besten hier gleich am Wasserturm.
39:44Ja, zum Beispiel.
39:47Und deine Aktivistinnenpause?
39:49Die nehme ich sehr, sehr ernst.
39:51Aber vielleicht könnte ich vorher noch so ein kleines Finale inszenieren.
40:00Britta?
40:01So, jetzt gehen wir mal nach Hause. Mir ist nämlich ganz schön kalt.
40:14Ich finde es toll, dass unsere Tochter so mutig ist.
40:19Ja.
40:21Aber ich fürchte, sie stellt sich das alles viel zu leicht vor.
40:24China ist eine andere Welt.
40:26Du warst vor 20 Jahren da, Olin.
40:28Aber bisher hat sich nicht viel daran geändert.
40:31Ein freiwilliges soziales Jahr.
40:33Vielleicht kommt sie in eine Kleinstadt.
40:35Ja, Englisch nützt ihr da überhaupt nichts.
40:37Dann lernt sie eben Chinesisch.
40:40Nach dem Jahr beherrscht sie gerade mal die Basics.
40:42Sie macht sowieso, was sie will.
40:51Ah, Smerle.
40:53Sie ist gut in Spanien angekommen.
40:55Hat das Auto doch durchgehalten.
40:58Sie mussten heute Morgen in Frankreich in die Werkstatt.
41:00Der Auspuff war kaputt.
41:03Ich hatte einen Traum, Ulle.
41:05Es war furchtbar.
41:07Was für ein Traum?
41:08Von Merle.
41:09Dass sie einen Unfall hat?
41:10Nein.
41:11Dass du mit ihr geschlafen hast.
41:14Tina, bitte.
41:15Was wird das hier?
41:18Sind wir hier, um alte Geschichten aufzuwärmen?
41:20Nein, wir sind hier, um uns auszusprechen.
41:22Ja, über das, was jetzt gerade mit uns passiert.
41:25Also müssen wir auch über Merle sprechen.
41:26Das ist 14 Jahre her.
41:28Ich weiß.
41:30Und ich habe euch beiden verziehen.
41:35Aber wenn wir herausfinden wollen, was heute mit uns los ist,
41:40dann müssen wir genau da anfangen.
41:44Ich weiß, dass ich gesagt habe, dass ich eine Pause einlege.
41:47Aber man muss die Bürger doch nochmal aufrütteln, bevor die Stadt die neuen Kameras aufhängt.
41:52Das Plakat am Wasserturm?
41:54Das war ja klar, dass sich das nicht loslässt.
41:56Es wäre so ein schöner, krönender Abschluss und so leicht zu organisieren.
42:00Also ich bin dabei.
42:01Ha!
42:02Aber wir müssen uns beeilen, weil wenn die Kameras hängen, dann ist es zu spät.
42:05Dann bleibt ja nur noch morgen Nachmittag.
42:08Da kann ich euch aber nicht helfen, ich muss arbeiten.
42:11Ben, das ist nicht so schlimm, wir schaffen das auch alleine.
42:14Ja, genau deswegen mache ich mir ja solche Sorgen.
42:16Wir versprechen, dass wir keine Dummheiten machen.
42:18Ja, wir haben auch gerade gesagt, dass das unsere letzte Aktion ist.
42:22Ups!
42:23Ich hätte euch trotzdem lieber unter Kontrolle.
42:25Ha, ha, ha.
42:26Oh!
42:27Das ist die Baufirma, da muss ich kurz rein.
42:28Ja, klar.
42:30Hallo?
42:31Ah, Herr Jürgensen.
42:32Gut, dass Sie sich so spät noch melden.
42:34Ja, es geht um meinen Wasserschaden.
42:35Ich bräuchte da ganz schnell einen Kostenvoranschlag.
42:40Morgen Nachmittag?
42:42Äh, hätten Sie nicht vielleicht einen anderen Termin?
42:46So spät?
42:47Nee, gut, dann bis morgen Nachmittag.
42:50Warte, es tut mir leid, aber das Salto muss ganz schnell wieder laufen.
42:54Das ist überhaupt gar kein Problem.
42:55Wenn ich eine Not-OP reinbekommen hätte, dann hätte ich dir auch abgesagt.
42:58Ja, der hat im Grunde auch schon genug getan.
43:01Ja, und wir haben es geschafft, die Bürger zu sensibilisieren.
43:03Ja, wer bisher nicht wachgerüttelt wurde,
43:05der wird es auch nicht durch so eine letzte Aktion.
43:07Ja, wahrscheinlich habt ihr recht.
43:10Ritter, dann legen wir einfach jetzt schon unsere Pause ein.
43:14Wir haben ja keine andere Wahl.
43:19Ich übernehme.
43:20Grüß schön.
43:21Ja, mach ich.
43:22Ciao.
43:23Ach, Mensch, du.
43:24Es tut mir leid für dich.
43:26Bist du nicht glücklich mit Karls Entscheidung?
43:29Doch, doch.
43:30Man muss wissen, wann Schluss ist.
43:33Und?
43:34Ist es das?
43:35Hm.
43:37Du machst keinen Alleingang?
43:38Nein.
43:41Britta?
43:43Es gibt doch mal Ruhe.
43:46Ich frag ja nur.
43:48Schluss mit der Fragerunde.
43:58Danke für die Fahrstunde.
44:00Gerne.
44:01Dass du bei dem ganzen Stress noch Zeit dafür hast, ist wirklich toll.
44:05Ach, Quatsch.
44:07Du hilfst mir ja auch beim Kistenpacken.
44:09Außerdem lenkt es mich ab vor meinem Streit mit Onkel Hannes.
44:12Ach.
44:14Du konntest doch nicht wissen, dass er seine Werkstatt zurückhaben möchte.
44:18Ach.
44:19Und jetzt können wir gerne von was anderem reden.
44:21Okay.
44:23Die Nachtfahrt eben war wirklich super cool.
44:26Du bist doch eine supergute Fahrerin.
44:28Oh, danke schön.
44:31Ich hoffe, ich schaffe den Führerschein nach Frau China.
44:35China?
44:36Ja.
44:37Ich will da mein freiwilliges Soziales Jahr machen.
44:40Wahnsinn.
44:41Na ja, und mein Vater glaubt nicht, dass ich dafür geeignet bin.
44:45Wieso nicht?
44:47Er kennt sich recht gut da aus.
44:49Er hat vier oder fünf Jahre dort gelebt.
44:51Ach, echt?
44:52Mhm.
44:53Ja.
44:53Er hat für eine Landmaschinenfirma gearbeitet,
44:55die dort eine Tochtergesellschaft für Fahrräder gegründet hat.
44:58Logisch.
44:59Ja.
45:02Hallo.
45:03Onkel Hannes.
45:1012.100 Euro.
45:15Damit habe ich dein Kohlmeier überboten.
45:18Was soll das heißen?
45:19Das heißt, ich kaufe meine Werkstatt zurück.
45:25Du, von Sternig war wie ausgewechselt.
45:28Freundlich, verständnisvoll.
45:29Der hat sich sogar noch mal bedankt dafür,
45:31dass ich ihn und seinen Bruder zusammengebracht habe.
45:33Ich dachte, ich spinne.
45:36Wenigstens besteht er nicht mehr darauf,
45:38dass du ihn sofort auszahlst.
45:40Ich glaube, der ist eigentlich ganz sympathisch.
45:43Harte Schale.
45:45Aber ein sehr sympathischer Kerl.
45:49Okay.
45:50Auf von Sternigs gute Laune.
45:52Und darauf,
45:53dass mir ein Skandal in der Presse erspart geblieben ist.
45:56Wollen wir damit vielleicht noch warten,
45:58bis wirklich alles geklärt ist?
46:00Es ist doch alles geklärt.
46:02Die Versicherung greift ein
46:04und von Sternig bekommt sein Geld.
46:05Warum sollten wir uns nicht freuen?
46:08Nein, wir stoßen jetzt an.
46:12Herr Flickenschild war nicht gerade begeistert,
46:13wie du mit Sternig umgegangen bist.
46:16Ich weiß.
46:17Aber wenn von Sternig zufrieden ist,
46:19dann wird Herr Flickenschild das auch sein.
46:21Herr Flickenschild.
46:30Entschuldige die Störung.
46:32Ich weiß, es ist schon spät,
46:33aber ich wollte nicht bis morgen warten.
46:36Was gibt es denn?
46:38Deine Versicherung hat angerufen.
46:40So wie es aussieht,
46:42musst du für den Schaden selber aufkommen.
46:47Ich habe permanent versucht,
46:49alles unter einen Hut zu bekommen.
46:51Meinen Job,
46:52unsere Ehe und Lotte.
46:53Das hat kein Mensch von dir verlangt.
46:55Doch, ich.
46:59Und ich dachte,
47:01du auch.
47:03Wir wissen beide,
47:04dass dieser One-Light-Stand ein Fehler war.
47:05Aber eben zum Glück einer,
47:07den man leicht beheben kann.
47:09Ich bin was Gott nicht glücklich darüber,
47:11dass ich ein Kind von dir bekomme.
47:14Aber es ist ein Kind.
47:16Und kein Fehler.
47:19Das da?
47:20Ja.
47:20Das ist, glaube ich,
47:21von der EDV-Abteilung.
47:26Das ist auch eine Webcam.
47:28Was?
47:29Ja.
47:29Wir sind jetzt völlig durchgedreht.
47:31Was soll das?
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