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  • 2 days ago
Transcript
00:00Is it a Straßenkinder-Projekt?
00:01That's me Hannes emailed.
00:03They're looking for a pastor, who's leading the project.
00:05And you think about it?
00:07Well, it's gonna be right.
00:08It's exactly the right time for the tapet change.
00:11In your age was I've been a long time.
00:12I'll give it a little bit more time.
00:15Mick was too much, too.
00:17You've got to know that I don't let the deal
00:21if you say that I'm telling you,
00:23that I'm going to take Waffen
00:23in a damn war in Kongo.
00:26And then I'm going to risk my life.
00:27I'm going to risk it!
00:28Did you fly into a war?
00:57This is the world where I belong.
01:03I'm rolling on, I'm rolling on.
01:08I'm rolling on, I'm rolling on, I'm rolling on.
01:29I'm rolling on, I'm rolling on.
01:29Tina, ich...
01:29...her-ahhh.
01:31...mir erzählst du, du musst mit diesen Typen von Air Atlantic nach Lissabon.
01:36Stattdessen fliegst du in den Kongo.
01:39Weil ich wusste, dass du ausflippst, wenn ich dir das sage.
01:42Mir ist die ganze Sache auch nicht geheuer.
01:44Nicht geheuer?
01:45Die Rebellen schlachten die Bevölkerung, schänden Frauen und Kinder.
01:52Was lieferst du denen?
01:55Waffen?
01:57Munition?
02:02Glaub mir das.
02:06Das war die dümmste Idee meines Lebens.
02:09Wenn du wüsstest, was ich da alles mit ansehen musste.
02:11Ich will's nicht hören, Marty. Ich will's wirklich nicht hören.
02:18Wie konntest du dich darauf einlassen?
02:19Verdammt, weil ich nicht weiter wusste.
02:22Wenn ich Lichtenhagen seine 155.000 Euro nicht zurückzahle, dann lässt er meinen Lohn fänden.
02:27Das weißt du doch.
02:28Und das rechtfertigt Geschäfte mit Kriegsverbrechern?
02:35Ich muss hier raus.
02:50Natürlich kann ich Buchhaltung.
02:52Was denkt sich Rieke?
02:54Hier, Röschen, dein Malchen Tee.
02:57Ich habe immer die Geschäftsführung übernommen, wenn du in Urlaub warst, nicht?
03:00Gab es irgendetwas zu beanstanden?
03:03Niemals.
03:03Na bitte.
03:04Deswegen habe ich dich ja auch als Erste gefragt.
03:07Aber da dir die alleinige Verantwortung für so lange Zeit zu viel war...
03:11Übernimmt Rieke das eben?
03:12Ja, wenn sie es übernimmt, nicht?
03:15Aber sie traut mir ja nicht.
03:16Die will doch nur sicher gehen, dass sie sich, ob sie verlassen kann.
03:19Weil sie neben ihrem anstrengenden Job keine Zeit hat, alles nochmal nachzukontrollieren.
03:22Ja, und mein Wort gilt wohl überhaupt nichts?
03:25Bin ich nicht vertrauenswürdig?
03:27Ach, Moment, Röschen, das hat doch keiner gesagt.
03:29Na eben.
03:30Wir suchen doch bloß nach einer Lösung, dass Merle und ich guten Gewissens abreisen können.
03:34Eben.
03:35Du, ich übertrage dir gerne die alleinige Verantwortung, wenn du das jetzt doch möchtest.
03:39Rieke wäre es mit Sicherheit am liebsten.
03:41Ach, damit ich mich neben dem Tagesgeschäft auch noch um Grundstücksverkäufe und Termine beim Steuerberater kümmern soll, ja?
03:47Nein, nein, nein, danke, danke. Ich bin nicht mehr 20.
03:50Also ehrlich, Leute, wenn es jetzt so ein Problem ist, dann verschieben wir eben unsere Abreitung.
03:55Oh!
03:55Nein!
03:56Nein!
03:56Dann ist Regenzeit.
03:59Jetzt sage mir bitte, was ich tun kann, um Rieke zu überzeugen, dass ich was von Buchführung verstehe.
04:12Gibt's nicht im Internet solche Buchhaltungstests?
04:15Ich soll einen Fragebogen ausfüllen?
04:17Das ist doch nicht schlimm. Ich meine, das beherrschen Sie doch aus dem FF.
04:20Tue ich auch.
04:21Na dann?
04:23Na gut, dann mache ich eben so einen läppischen Buchhaltungstest.
04:27Aber wenn ich den bestanden habe, dann möchte ich bitte schön eine Entschuldigung und zwar von allen.
04:42Hi, könnte ich ein Espresso bekommen?
04:44Ja, gerne.
04:44Danke.
04:48Du siehst gestresst aus. Hast du dich doch breitschlagen lassen, Merle in der Gärtnerei zu vertreten?
04:55Morbus Kensington? Was ist denn das?
04:59Miks Todesurteil.
05:01Was?
05:05Mik hat diese Krankheit.
05:11Morbus Kensington ist eine erbliche Erkrankung des Gehirns.
05:17Betroffen ist das Chromosom 4.
05:20Symptome?
05:22Bewegungsstörungen, Verlust der Impulskontrolle, Demenz, Wahnvorstellungen.
05:28Erbkrankheiten müssen aber nicht zwangsläufig ausbrechen.
05:32Bei 98 Prozent aller genetisch vordisponierten Personen.
05:36Bricht die Krankheit um das 40. Lebensjahr aus, dauert 15 bis 20 Jahre an und endet in allen Fällen tödlich.
05:46Mik hat noch 10 Jahre.
05:49Aber es gibt doch sicher Medikamente.
05:51Selbst wenn, hier steht, dass wenn die Krankheit ausgebrochen ist, es keine Heilung gibt.
06:00Gott, er muss fix und fertig sein.
06:03Er weiß es schon länger.
06:05Mit Frau aus anderen Markus dachte ich, wüsste es auch.
06:08Ich verstehe jetzt auch endlich, warum ihr mich gefragt habt, ob ich auch mal Kinder will.
06:11Ihr habt immer noch nicht drüber geredet?
06:13Wann denn? Zwischendurch bei der Arbeit?
06:16Schwierig.
06:20Entschuldigen Sie die Störung.
06:22Stefan Kaiser mein Name. Ich glaube, wir sind verabredet.
06:27Frau Friedrichs?
06:29Herr Kaiser.
06:30Ja, hallo. Schönen guten Tag.
06:32Es freut mich sehr, dass Sie Interesse haben an der Weinbank.
06:35Ja.
06:37Ja, wenn wir einmal zum Infostand gehen würden, da bekommen Sie einen guten Überblick.
06:41Sehr gern.
06:41Ja, kurz dann. Wenn ich einmal vorgehen darf.
06:59Ja.
07:02Ah, Jule. Entschuldigung.
07:04Komm rein, bitte.
07:05Sicher?
07:06Ja, ich bereite nur gerade die Sitzung des Kirchenvorstandes der Johannesgemeinde vor.
07:10Die erste nach der Zusammenlegung der Gemeinden?
07:13Und ich rechne mit Rücktritten. Die Fusion passt dem Kirchenvorstand gar nicht. Genau wie mir übrigens.
07:21Trotzdem muss ich zusehen, dass ich die Gemeinden irgendwie zusammenbringe. Und das heute Nachmittag.
07:25Das ist der einzig freie Termin in meinem Kanal.
07:29Gute Argumente für Brasilien. Du hast dich also dazu entschieden, das Projekt anzunehmen?
07:35Noch nicht, aber bist du deswegen hier?
07:39Ich wollte nur mal hören, wie weit du mit deiner Entscheidungsfindung bist.
07:43Ich hatte noch keine Zeit, mir Gedanken zu machen.
07:47Ja, ich kenne deinen Terminkalender.
07:50Wenn du willst, dann kannst du ja das Seniorentreffen übernehmen. Dann hätte ich ein bisschen mehr Luft.
07:56Ähm, ja, warum nicht?
07:58Jule, das war ein Scherz. Du hast selber genug um die Ohren.
08:00Nein, wirklich. Das Kulturreferat plant einen Workshop über unsere Stadtgeschichte, den ich pressetechnisch begleiten soll.
08:06Die Zeitzeugen können mich heute Nachmittag schon mal gerne das Thema holen.
08:10Du meinst das wirklich ernst, oder?
08:12Ja, sonst hätte ich's ja nicht gesagt.
08:15Ich hab's ja nicht gesagt.
08:25Ich hab's ja nicht gesagt.
08:39Hallöchen. Hey. Kreatives Chaos?
08:46So kann man es auch nennen.
08:49Ich wollte zu meiner Mutter, aber im Atelier ist zu. Weißt du vielleicht, wo sie ist?
08:53Vielleicht macht sie irgendwelche Besorgungen. Du kannst gerne hier auf sie warten, wenn du möchtest.
09:15Ganz schön viel Zeug.
09:17Ich weiß gar nicht mehr, wohin mit allem. Und überall Schuhe, die repariert werden müssen.
09:21Ich bekomme nicht mal mehr meine Enthöfe auf die Reihe.
09:23Du brauchst eine Ablenkung. Wie wär's? Willst du mir nicht noch mal eine Fahrstunde geben?
09:28Ich hab noch ein bisschen Zeit, bis meine Schicht in der Gärtnerei anfängt.
09:31Ja, würde ich gerne, aber ich muss das alles erst mal gebacken kriegen.
09:34Die Berliner Boutique und die Schuhhauskette warten auf die Kollektion.
09:48Hast du denn schon einen Praktikumsplatz gefunden?
09:50Besser. Viel besser.
09:52Ich mach jetzt ein freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus, falls die mich haben wollen.
09:56Ein ganzes Jahr? Und die Schule?
09:59Der Freistellungsantrag liegt schon bei meiner Direktorin auf dem Tisch.
10:02Und jetzt warte ich nur noch auf meine Mutter. Die wollte nämlich meine Bewerbung fürs Krankenhauskorrektur lesen.
10:09Oh, hey, Lotte.
10:10Mama, da bist du ja. Hast du meine Bewerbung gelesen?
10:13Das mach ich später, ja.
10:15Entschuldige bitte, Ariane, wir müssen noch dringend wegen der Uniform fürs Drei Könige miteinander sprechen.
10:19Wegen der Schuhe?
10:20In einer halben Stunde in meinem Atelier?
10:23Ja, klar.
10:24Okay, danke.
10:25Ist alles in Ordnung?
10:27Ja.
10:28Ja, ja.
10:33Sehr geschmackvoll, Ihre Flyer.
10:35Aber ich hab auch nichts anderes erwartet.
10:38Warum wird in der Broschüre Ihr Titel nicht erwähnt?
10:41Immerhin sind Sie sommelier 2013.
10:44Das ist für mich ein entscheidendes Kriterium für diese Bewerbung.
10:47Willst du irgendwann mal kennen?
10:48Klar, irgendwann...
10:50Schon, ja.
10:54Schön.
10:56Ich muss Ihnen leider sagen, dass wir nur noch wenige Schließfächer vermieten.
11:01Ich will kein Wein bei Ihnen einlagern.
11:03Wie, ich dachte Sie...
11:04Ich möchte gern unter Ihrem Namen eine zweite Weinbank eröffnen.
11:07Ich übernehme Investitionskosten, Planung und Realisierung.
11:10Sie stellen Ihren Namen zur Verfügung, Ihre Werbemittel und natürlich Ihre Weinempfehlungen.
11:16Und was hat das Drei Könige davon?
11:1920 Prozent Gewinnbeteiligung.
11:22Das klingt interessant.
11:24Ich hab bereits drei Immobilien in Frankfurt in der näheren Auswahl.
11:27Dann erübrigt sich ja die Standartanalyse.
11:30Also, zeigen Sie mir jetzt Ihren Weinkeller.
11:37Bewegungsstörungen, Verlust der Impulskontrolle, Wahnvorstellungen, Demenz.
11:42Ja, äh, natürlich sehr gerne. Ähm, ich hab nur vorher noch was zu erledigen.
11:47Wär's in Ordnung, wenn wir uns, sagen wir so, in zwei Stunden noch mal treffen?
11:50Das kommt mir eigentlich auch gelegen.
11:52So kann ich noch ein paar Anrufe abarbeiten.
11:55Dann bis später.
11:56Bis später. Vielen Dank.
12:13Ich weiß, dass Malte krumme Geschäfte macht.
12:15Er hat mir eine nachgemachte Luxusuhr aus China mitgebracht.
12:19Naja, vielleicht waren's auch zwei.
12:21Natürlich fand ich das nicht gut, aber ich dachte, er weiß, was er tut.
12:24Wie dem auch sei, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Malte Waffen transportiert hat.
12:29Merle, bitte. Ich möchte überhaupt nicht daran denken.
12:33Hat dieser Mann überhaupt ein Gewissen?
12:35Er steht finanziell mit dem Rücken zur Wand.
12:37Oh, bitte. Das ist eine Entschuldigung?
12:38Nein.
12:39Also, es ist nicht seine Skrupellosigkeit, die mich abschreckt, sondern seine, seine Abgebrütheit, mit der er mich anlügt.
12:45Er hat mir gesagt, dass dieser Flug nach Lissabon für seinen Albtraum verantwortlich ist.
12:50Das ist doch alles nur gelogen.
12:52Ach, kann ich von vorne anfangen.
12:55Immerhin hat er noch Albträume.
12:59Ich habe das Gefühl, ich kenne diesen Mann überhaupt nicht, neben dem ich jede Nacht einschlafe.
13:08Ben, du hast durch das Fieber viel Flüssigkeit verloren. Jetzt trink deinen Tee.
13:12Nur wenn ich danach entlassen werde.
13:14Trink.
13:25In Laos machen die Kondensmilch und Zucker an die Antee.
13:27Das wäre jetzt genau das Richtige für dich nach der künstlichen Ernährung.
13:30Außerdem habe ich Hunger.
13:32Das tut mir leid. Essen gibt es erst in einer Stunde.
13:34Du könntest mir Currywurst und Pommes aus der Kantine holen.
13:37Oh, das willst du nicht.
13:38Hi.
13:39Genau die Pommes aus der Krankenhauskantine waren der Grund, warum ich Fastfood neu erfinden musste.
13:42Alter, geht es dir besser?
13:44Wenn da Essen drin ist, großartig.
13:46Was willst du, Cheeseburger, Fisch und Chips oder Frühlingsräumen?
13:50Burger, bitte.
13:51Ben, das Fastfood ist noch nicht das Richtige für seinen Magen.
13:54Fast, Slowfood.
13:55Alles Bio und ohne Geschmacksverstärker.
13:57Sogar die Brötchen habe ich selbst gebacken.
14:02Frischer Zander in einer feinen Eihülle mit einer Petersilie und D-Soße.
14:09Ja.
14:12Das war wirklich sehr lecker.
14:14So spreche ich das jüngere Klientel an, ohne meine Stammkunden zu verschrecken.
14:19Boah, da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher.
14:22Ben, also die Kollateralschäden, die musst du nur irgendwie beheben.
14:28Das war trotzdem extrem lecker.
14:30Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, fährst du nach Afrika und lässt mich allein.
14:36Ist noch gar nicht raus.
14:38Hm?
14:38Ja.
14:39Die Agenturen, die ich angefragt habe, wollen die Geschäftsführung so kurzfristig nicht übernehmen.
14:44Rieke will es nur machen, wenn Erika ihr auch beweisen kann, dass sie Buchhaltung beherrscht.
14:47Und Erika ist sauer, weil Rieke ihr das nicht zutraut.
14:51Klingt kompliziert.
14:52Es ist die Hölle.
14:54Entschuldige bitte.
14:55Mhm.
14:56Fanon?
14:58Ach, Sie sind das.
14:59Ja, richtig.
15:01Ähm, hören Sie mal, es ist im Moment schlecht.
15:04Doch, natürlich will ich verkaufen.
15:07Ja, tun Sie das.
15:09Dann melde ich mich einfach nochmal.
15:11Danke.
15:12Ach, das noch.
15:15Ich habe vor Ewigkeiten einen Makler damit beauftragt, das Grundstück hinter den Gewächshäusern
15:19für mich zu verkaufen.
15:20Und ausgerechnet jetzt hat sich ein Interessent gemeldet.
15:24Na, ist doch gut, wenn der Preis stimmt.
15:26Ja, aber so ein Verkauf lässt sich nicht so einfach von heute auf morgen abwickeln.
15:30Kannst du die Verkaufsverhandlungen nicht delegieren?
15:32Doch.
15:33An Rieke.
15:34Aber nur, wenn die sich auch bereit erklärt, die Geschäftsführung zu übernehmen.
15:38Dann könnte ich ihr eine Generalvollmacht ausstellen.
15:40Hm.
15:41Ja.
15:42Du wolltest mit mir über die Aufträge sprechen?
15:45Ich lasse euch mal allein.
15:50Gibt es denn irgendwelche Probleme?
15:52Nein, nur private.
15:54Oh.
15:55Also.
15:56Hey, hey.
15:57Ich habe einen Fabrikanten für unsere Hoteluniform gefunden.
16:02Mit Öko-Siegel und fairen Arbeitsbedingungen.
16:04Dann kann ich dem Dreckhönig endlich die Rechnung stellen.
16:06Moment, Moment.
16:07Ich muss erst das Probeexemplar abnicken.
16:09Welches Probeexemplar?
16:11Um die Qualität sicherzustellen?
16:16Sind die für mich?
16:18Äh, nein.
16:19Das sind die Entwürfe für die Berliner Boutique.
16:21Aber wenn du mal drüber gucken könntest.
16:24Ich kann sie mir gern mal ansehen.
16:25Ich komme einfach nicht weiter.
16:27Mhm.
16:33Ist schön.
16:35Es ist schön, so einen großen Tisch zu haben.
16:38Da kann man sich gar nicht einen viel besseren Überblick verschaffen.
16:42Guck mal, man kann sich richtig ausbreiten.
16:45In meiner kleinen Werkstatt, da wäre mir viel früher aufgefallen, dass ich den Absatz zweimal verwendet habe.
16:53Oh Gott, und das Riemen sind viel zu schmal. Der ganze Schuh fällt aus dem Konzept.
16:58Sag mal, Ariane, kann es sein, dass du nicht einen Rad brauchst, sondern mehr Platz?
17:082,20 zurück.
17:09Dankeschön.
17:10Soll ich Ihnen die Blümchen wirklich nicht einpacken?
17:11Nein, danke, das geht schon.
17:12Wiedersehen.
17:15So, die Setzlinge sind gegossen. Was kann ich jetzt machen?
17:19Pause. Im Moment ist nichts weiter zu tun.
17:23Stört es dich, wenn ich dann für den Führerschein übe?
17:26Nein, überhaupt nicht.
17:27Kann ich den nehmen?
17:29Einen Taschenrechner? Ja, bitte. Warum nicht?
17:31Was willst du denn berechnen?
17:33Den Bremsweg.
17:35Dazu braucht man noch keinen Taschenrechner.
17:38Ich schon.
17:41Hier.
17:43Direkt auf der ersten Seite.
17:46Bei einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern beträgt der Bremsweg bei einer normalen Bremsung 9 Meter.
17:52Wie viele Meter sind es dann bei 60 Stundenkilometern?
17:5636.
17:59Ja, Geschwindigkeit in Kilometern pro Stunde durch 10.
18:05Mal Geschwindigkeit in Kilometern pro Stunde durch 10.
18:08Ist der Bremsweg in Metern.
18:11In Zahlen war ich schon immer gut.
18:13Auch wenn Rieke das nicht glauben will.
18:16Hast du denn so einen Buchhaltertest mal im Internet ausprobiert?
18:19Ja.
18:21Trotzdem.
18:22Es bleibt eine Frechheit, dass Rieke mir Buchhaltung nicht zutraut.
18:25Na ja, Buchhaltung ist auch ein anderes Ding, als den Bremsweg zu berechnen.
18:29Als ich in der 11. Klasse war, da hatte ich einen Kurs der...
18:31Der Steuerberater hatte auch nichts einzuwenden. Also bitte, teste mich.
18:36Okay.
18:41Hier habe ich einen.
18:43Erstmal was Einfaches.
18:45Du zahlst eine Rechnung per Banküberweisung. Wie verbuchst du das? Kreditor an Bank oder Debitor an Bank?
18:52Äh, warte mal. Wie war das? Kreditoren sind die... sind die Kunden. Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Kreditoren sind
19:00die Lieferanten.
19:02Du hast ja jetzt nicht die Frage beantwortet.
19:03Ja, das ist doch egal. Mach was anderes.
19:06Okay.
19:07Wie verbuchst du eine Bareinlage? Kasse an Bank? Post an Eigenkapital oder...
19:13Wieso Post?
19:17Wieso warst du denn eigentlich überhaupt bei diesen Seniorentreffen?
19:20Na, um Zeitzeugen zu befragen. Für den Workshop über unsere Stadtgeschichte.
19:23Möchtest du auch ein Wasser?
19:24Mhm, gern.
19:25Also war das so eine Art Recherche?
19:27In erster Linie habe ich Sönke vertreten.
19:29Ich habe es ihm angeboten, weil er momentan mächtig unter Druck steht. Seit der Fusion der Gemeinden muss er sozusagen
19:34auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen.
19:37Mhm. Und weil du als Referentin unserer Stadt und als Buchautorin so wahnsinnig viel Zeit hast, greifst du ihm noch
19:42ein bisschen unter die Arme.
19:43Ja, warum nicht? Es war sehr spannend. Eine der Frauen wurde damals bei einem Bombenangriff auf ihr Haust im Keller
19:49verschüttet. Drei Tage war sie da mit ihrer Familie.
19:52Sie hat dieses Trauma niemals überwunden. Sie hat es auch nicht versucht. Sie hat einfach gelernt, damit zu leben.
19:58Dabei ist es doch so viel gesünder, ein Trauma zu verarbeiten, als es zu verdrängen.
20:01Mhm. Diese Frau lebt heute sehr glücklich. Sie hat ihre Ängste unter Kontrolle und kann einfach keine Keller mehr betreten.
20:09Das ist alles.
20:11Mhm. Du willst deine Therapie abbrechen.
20:15Der erste Sitzungsblock ist vorbei und ich will mir eine kleine Pause gönnen. Selbst Reflexion kann wirklich anstrengend sein.
20:21Und was bedeutet das für Sönke und dich?
20:24Darüber denke ich auch die ganze Zeit nach. Ich glaube, ich bin an einem Punkt angekommen, an dem es nicht
20:28weitergeht.
20:30Was sagt denn deine Therapeutin dazu?
20:32Ich muss noch mit ihr darüber sprechen. Aber was sollte sie schon dagegen haben, dass ich meine Therapie unterbreche?
20:37Ich kriege meinen Alltag problemlos alleine in den Griff, meine Stimmung ist stabil und mit Stress kann ich auch wieder
20:42umgehen.
20:44Jetzt guck nicht so, Britta. Wenn es nicht klappt, dann kann ich die Therapie doch weitermachen.
20:50Hm. Ja.
20:55Gut, dann eben 19 Uhr. Ja, das ist in Ordnung für mich. Ich bringe alle Unterlagen mit. Vielen Dank. Wiederhören.
21:21Lisa!
21:29Ich habe den Brief jetzt an die Williams-Universität rausgeschickt.
21:32Zusammen mit den Gutachten? Mhm.
21:34Jetzt mach nicht so ein Gesicht. Wir kriegen das schon hin.
21:38Schließlich ist die Uni schuld an den Haarissen im Rahmen.
21:41Ich habe nur ein bisschen Kopfschmerzen.
21:43Hey, es ist nur ein Fahrrad.
21:45Nein, es ist nicht nur ein Fahrrad. Das ist unsere Eintrittskarte in die Premium-Liga, Ole.
21:54Ich fahre übrigens morgen Abend schon nach Hamburg. Ich treffe mich noch mit Corinna und dann nehme ich den ersten
21:59Flieger am nächsten Morgen.
22:01So eine Messe ist wahnsinnig anstrengend. Willst du da nicht lieber einen Tag Ruhe gönnen?
22:05Hm. Die gönne ich mir jetzt. Zwei Stunden Schlaf und ich bin wieder wie neu.
22:12Okay.
22:13Gute Nacht.
22:14Gute Nacht.
22:16Ich bin im Laden.
22:43Ich bin im Laden.
22:44Was ist ein Journal?
22:47Weiter.
22:49Ein Journal ist ein anderes Wort für Grundbuch. Hat aber nichts mit Grundstück zu tun.
22:54Ja, also, Vokabeln kann ich alleine lernen. Frag mich noch was über Buchhaltung.
22:59Okay. Ein Lieferant gewährt dir ein Darlehen. Wie verbuchst du das? Darlehen an die Bittoren oder...
23:06Kreditoren an Darlehen.
23:10And why?
23:13Oh, yes.
23:17You want to go outside of a Andreas-Kreuz.
23:21Which distance must you hold?
23:22I think that's a question.
23:24You can't park outside of any distance.
23:26Falsch!
23:27Just to 50 m before not.
23:29Then after, yes.
23:33And how does the test go?
23:34Yes, it's fine.
23:36Prima.
23:41Hast du dich da jetzt nicht ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt?
23:45Es ist ja nun nicht so, dass ich von Buchhaltung keine Ahnung hätte.
23:48Nur die dämlichen Begriffe, ja, die fallen mir ein bisschen schwer.
23:52Okay. Na, dann bleibt ja nur noch üben.
23:55Ja, weiter.
24:02Ah, hey.
24:08Na, wie lief dein Gespräch mit den potenziellen Weinbankkunden?
24:12Wie hieß das nochmal? Kaiser?
24:14Mhm.
24:15Ähm, das lief gut.
24:17Er hat uns eine Kooperation in Frankfurt angeboten.
24:20Er will eine Filiale unserer Weinbank eröffnen und die Kosten übernehmen.
24:25Wir stellen unseren Namen und kassieren 20 Prozent.
24:28Und behalten die Qualitätskontrolle?
24:29Ja, er will mit meinen Weinlisten arbeiten.
24:31Wow. Wo ist der Haken?
24:38Du, lass uns doch ein paar Tage an die Mürons fahren, ja?
24:42Was, jetzt?
24:44Ich brauche einen Tapetenwechsel und du auch.
24:47Rieke, du hast gerade eine riesen Kooperation angeleiert.
24:50Jetzt willst du wegfahren?
24:51Ja, Kaiser ist doch auch nächste Woche noch interessiert, hm?
24:54Was mit Merle?
24:56Willst du die Gärterei ernst auf dem Stich lassen?
25:00Hey.
25:03Hey.
25:05Was ist denn los mit dir?
25:08Das fragst du mich?
25:12Entschuldigung, ich hab noch einen Termin mit Kaiser.
25:14Wie, jetzt?
25:15Ja, ich, ich will ihm die Weinbank zeigen.
25:17Ich dachte, das hast du vorhin schon gemacht.
25:19Ich, äh, wollte erst mal mit dir reden, aber das hab ich ja jetzt.
25:47Ich schäme mich für das, was ich getan hab.
25:51Als die Nachricht kam, dass die Pfändung ins Haus steht, da...
25:53... bin ich in Panik geraten.
25:56Weißt du, was das bedeutet, wenn Lichtenhagen bei Air Beijing meinen Lohn pfänden lässt?
26:00Dann ist mein Ruf in der Branche ruiniert.
26:02Die Suche nach einem Investor kann ich dann vergessen.
26:04Das wär das Ende von Malte Air.
26:06Mal abgesehen davon, dass ich noch zwei unbezahlte Flugzeuge am Start hab.
26:10Das ist alles, was dich interessiert.
26:15Ich wusste nicht, worauf ich mich einlasse.
26:18Du bist ein kluger Mann.
26:21Warum bist du überhaupt losgeflogen?
26:24Weiß ich nicht.
26:26Ich hab nur noch das Geld gesehen und...
26:28... dass ich damit Lichtenhagens Einlage auszahlen könnte.
26:34Ich hab verdrängt, was ich dafür tun sollte.
26:36Verdrängt?
26:37Einfach so?
26:39Ich wusste, dass du bereit bist, für Geld viel zu tun, aber...
26:42... dass du so weit gehst, das hätte ich nie gedacht.
26:49Sowas wird mir nie wieder passieren. Glaub mir.
26:54Besser wär's.
26:57Ich hab einen riesigen Fehler gemacht.
27:09Verzeihst du mir.
27:16Ich muss arbeiten.
27:20Sehen wir uns später.
27:49Ich fühl mich sehr gut mit der Entscheidung.
27:51Und ich freu mich, dass Sie das genauso sehen.
27:53Natürlich, sollte ich wieder Hilfe brauchen, ruf ich Sie an und wir vereinbaren neue Sitzungstermine.
27:58Danke, Ihnen auch. Tschüss.
28:01Hey.
28:02Hi.
28:04Ich wollte mich eigentlich nur kurz bedanken, dass du das Seniorentreffen übernommen hast.
28:08War's sehr schlimm?
28:10Ach, Quatsch. Es war sogar sehr spannend, die Geschichten der Leute zu hören.
28:14Und konntest du die Zeit für deine Arbeit gut nutzen?
28:16Ja. Ich denke, ich bin gut vorbereitet für die Sitzung des Kirchenvorstandes.
28:21Aber ich will dich gar nicht länger aufhalten. Du hast ja Therapiesitzung, oder?
28:25Ich hab beschlossen, meine Therapie vorläufig nicht zu verlängern.
28:28Und meine Therapeutin hält es auch für eine gute Idee.
28:30Aber bist du sicher, dass du dein Trauma überwunden hast?
28:35Nein. Und das werde ich wohl auch nie.
28:39Die Therapie hat mir geholfen, die schrecklichen Bilder von Claudias Unfall aus meinem Alltag zu verbannen.
28:44Aber ich werde nie ganz darüber hinwegkommen, was ich deiner Mutter angetan habe.
28:47Oder dir.
28:49Wir könnten nie unbefangen und unbelastet zusammen sein, Sönke.
28:57Es wird nicht funktionieren.
28:59Es hat einfach keinen Sinn, einem Ziel hinterher zu jagen, das ich niemals erreichen werde.
29:04Jedes Mal, wenn ich in deiner Nähe bin, zerreißen mich meine Schuldgefühle.
29:10Es tut mir leid.
29:29Du hast gesagt, dass Erika und Rieke sich die Aufgaben teilen sollen.
29:32Sind Sie sich denn einig, wer was machen soll, während du weg bist?
29:35Nein, noch nicht, wenn Sie sich überhaupt noch einigen. Aber ich habe ein ganz anderes Problem, Torben.
29:40Es hat sich ein Kaufinteressent gemeldet für das Grundstück hinter den Gewächshäusern.
29:46Ja und? Willst du nicht mehr verkaufen?
29:47Doch, doch. Der Makler bietet das Grundstück ja auch schon seit Monaten wie sauer Bier an.
29:52Und will der Käufer nicht genug Geld zahlen, oder?
29:54Doch. Das Problem ist nur, ich bin nicht hier.
29:57Ja, wie es aussieht, will da oben jemand nicht, dass du nach Afrika reist.
30:02Hm, wer auch immer das ist. Ja, das nicht zu bestimmen.
30:05Sag mal, gibt es denn gar keinen Weg, das Grundstück bestmöglichst zu verkaufen und trotzdem nach Afrika zu fahren?
30:11Doch, natürlich, diesen Weg gibt's. Du erteilst einfach jemandem, den du vertraust, eine Generalvollmacht.
30:17Ja, genau so was hatte ich mir vorgestellt.
30:19Dann hat derjenige Prokurat und kann die Verhandlungen in deinem Sinne führen.
30:23Das Gleiche gilt im Übrigen für die Unterzeichnung der Steuererklärung.
30:26Hm. Könnte man das Ganze nicht auch splitten? Das heißt, ich gäbe dem Makler die Verhandlungsvollmacht und jemand anders würde
30:35meine Steuererklärung abzeichnen?
30:36Vertraust du diesem Makler?
30:39Nein, nicht wirklich. Sag mal, was machst du eigentlich die nächsten fünf Monate?
30:45Na, wenn ich einen Überblick darüber hätte, hätte ich dir schon längst angeboten, deine Geschäfte zu führen.
30:51Sei ehrlich, es gibt nicht so viele, die dich vertreten können, hm?
30:55Nein. Rieke habe ich ja schon gefragt, aber der ist ja schon die Verantwortung für das laufende Geschäft zu viel.
31:02Und ich glaube kaum, dass ich jetzt auch noch meine Verkaufsverhandlungen führen möchte.
31:07Ja, es gibt nur einen Weg, das herauszufinden. Du fragst sie nochmal.
31:12Und damit das klar ist, ich werde nie wieder so einen Auftrag für dich übernehmen.
31:17Hm. Man sollte nie, nie sagen.
31:20Ich träume von dem Scheiß. Also zahl mich aus und lass mich in Ruhe.
31:25Muss ich nur ein bisschen gedulden. Du wirst auch weiterhin sauberes Geld, oder?
31:29Komm, lass dich Spielchen. Ich habe noch was gut bei dir.
31:33Wenn ich dich damals nicht gedeckt hätte, als du dich an der Waffenkammer bedient hast, dann hätte dein General dich
31:37abgeknallt.
31:38Hast du ein Gedächtnis? Das ist längst verjährt.
31:44Komm, entspann dich. Du bekommst dein Geld. Zeitnah. Ja, ja.
31:56Hey.
31:58Wie geht's dir? Sahst du schon mal besser aus?
32:03Danke.
32:06Ich habe morgen Abend einen Termin in einer Hamburger Klinik.
32:10Gut. Soll ich dich begleiten?
32:14Nein. Falls ich das durchziehe, mache ich das allein.
32:23Falls.
32:25Ja.
32:28Die letzten Tage fühlten sich irgendwie komisch an.
32:31Was meinst du damit?
32:34Wenn ich den Abbruch jetzt vornehmen lasse, dann kann ich vielleicht später nie wieder Kinder kriegen.
32:39Ach komm, lass dich doch davon nicht verrückt machen.
32:42Wie viele Frauen haben das vor dir getan und sind nachher doch noch glückliche Mütter geworden?
32:47Außerdem waren wir uns doch einig, dass du das Kind auf keinen Fall bekommen kannst.
32:51Ole verlässt dich, wenn er erfährt, dass du von mir schwanger bist.
32:56Oder wolltest du es ihm unterjubeln?
32:59Natürlich nicht.
33:02Ich kann es ja ja schon kaum ertragen, dass ich ihn ständig anlügen muss.
33:04Na also. Sie ist einfach ganz pragmatisch. Es war ein Unfall und den rücken wir jetzt zurecht.
33:11Und dann wirst du irgendwann mit Ole ein süßes kleines Baby haben.
33:31Ich hab nur noch das Geld gesehen. Ich hab verdrängt, was ich dafür tun sollte.
33:44Ich hab's zuerst gesehen.
33:46Ole, seit wann interessierst du dich für ein Schneidereisschild?
33:51Ähm, alte Gewogenheit?
33:53Hm.
33:57Also gut, ich überlasse es dir.
33:59Ich bin auch unentschlossen.
34:02Dann suchst du gar nichts Bestimmtes.
34:04Doch. Ablenkung.
34:09Und du?
34:11Ich hab mir eine Stunde Freizeit geklaut.
34:14Ich kann so froh sein, dass Tobi den Laden allein im Griff hat.
34:18Ablenkung.
34:20Hab ich da vorne gesehen, glaube ich, in Form eines kleinen Ladens mit Stoffen und Spitze und Garn.
34:28Handle ich oder du?
34:30Ich kann's doch mal versuchen.
34:33Okay.
34:35Mit dir an meiner Seite.
34:38Mensch, Rieke, jetzt ruf mich doch wenigstens mal zurück.
34:42Oah, auah, auah.
34:43Sag mal, kann ich dir helfen?
34:44Oh, diesen eng Wagen, das würde ich dir erst noch gewöhnen.
34:47Hier, halt mal.
34:49Was ist das denn?
34:51Na ja, Sandalen, second hand für dich.
34:54Wenn du nicht so viel Sandalen mitnehmen würdest, dann hätten wir auch weniger Platzprobleme.
34:57Du hast doch gar keine.
35:01Aber wo du so eifrig packst, heißt das, dass wir morgen losfahren?
35:04Ich hab keine Ahnung.
35:06Hat Erika diesen Buchhaltungstest bestanden?
35:08Ich weiß nicht, ob sie ihn überhaupt macht.
35:11Und Rieke bekomme ich auch nicht ans Telefon.
35:13Und was soll das heißen?
35:15Dass Erika noch mehr Zeit zum Büffeln hat, bevor sie Rieke zeigen kann, was eine Buchhaltungshake ist.
35:21Komm, deine Schwester lässt dich doch nicht hängen. Egal, wie dieser Test ausfällt.
35:25Die wird dir doch nicht das Abenteuer deines Lebens versauen.
35:28Du kennst meine Schwester nicht.
35:29Hallo, ihr beiden. Ihr wollt tatsächlich jetzt los?
35:33Frag mich was Leichteres.
35:34Tja, bis das geklärt ist, geh ich mal meine Skistiefel suchen für den Kilimanjaro.
35:41Skistiefel? Kilimanjaro?
35:42Vergiss es.
35:44Spatz, was kann ich für dich tun?
35:46Bleib hier.
35:49Ach, es ist doch nur für fünf Monate.
35:51Ja, wer soll mich denn coachen? Für die ganzen Bankgespräche und die Kundenakquise?
35:55Also erstens bin ich ja noch da und wenn es wirklich brennt, dann fragst du mich einfach per SMS.
36:01Ich dachte, du nimmst dein Handy nicht mit.
36:03Aber Merle.
36:05Weißt du was? Ich werde dich vermissen.
36:08Weißt du was? Das sollst du nicht.
36:13Für die Motto-Wochen nehme ich Burger, Fisch und Chips und Frühlingsrollen auf die Karte.
36:21Du möchtest wirklich Fast Food im Salto anbieten?
36:24Fast Slow Food.
36:26Langsame Burger.
36:28Slow steht für Nachhaltigkeit.
36:30Ich verwende nur Bioprodukte aus der Region.
36:33So entstehen hochwertige kleine Snacks für den Hunger zwischendurch.
36:37Trotzdem bleiben es Burger.
36:39Meinst du, die passen zum Image des Saltos?
36:42Das kannst du ja sagen, nachdem du sie probiert hast.
36:45Gib mir eine Minute Zeit.
36:47Es interessiert mich wirklich, was ihr davon haltet.
36:52Ich esse grundsätzlich keine Burger und keine Kruk.
36:55In der Öffentlichkeit.
36:58Kann ich gut verstehen.
37:00Dabei sieht man grundsätzlich nicht gut aus.
37:02Besonders hinterher.
37:04Ich habe nachher einen wichtigen geschäftlichen Termin und kein Ersatzhemd.
37:08Ach, Herr Flickenschild, eh ich es vergesse.
37:10Wir werden die Suiten im Westflügel jetzt nach dem erfolgreichen Testlauf mit Herrn Bergers Regeltechnik ausstatten.
37:16Prima.
37:23Wir wären dann bereit für deine Burger.
37:28Voilà. Fast Slow Food-Gelücks. Mundgerecht portioniert, das Auge isst ja mit.
37:54Also, die hier kannst du von meiner Seite aus gern auf die Karte nehmen.
37:58Zumindest für die Motto-Woche.
38:14Rieke, gut, dass ich dich treffe. Ich habe dir fünfmal auf die Mailbox gequatscht.
38:19So, ich habe ehrlich gesagt gehört ganz andere Sachen im Kopf.
38:22Konntest du nicht wenigstens zurückrufen und Bescheid sagen?
38:25Erika wartet darauf, dir zu beweisen, dass sie fit ist in Buchhaltung.
38:28Und ich muss einfach langsam mal wissen, ob ich morgen mit Rainer nach Afrika starten kann oder nicht.
38:34Fahr nach Afrika. Ich vertrete dich.
38:37Oh, wie jetzt? Einfach so? Ohne Test, ohne Bedingungen?
38:42Merle, hab einfach eine schöne Zeit mit deinem Rainer.
38:46Danke. Rieke, da ist noch was.
38:48Merle, bitte, ich muss.
38:49Ich hatte es dir schon mal gesagt. Es geht um das Grundstück hinter dem Gewächshaus.
38:53Es soll doch verkauft werden und jetzt hat sich da wohl ein Interessent gemeldet.
38:56Und ich wollte dich bitten, ob du in meinem Namen einfach einen guten Verkaufspreis aushandeln kannst.
39:02Klar. Im Falschen bin ich gut.
39:04Danke. Sag mal, Rieke.
39:06Stimmt doch irgendwas nicht mit dir.
39:09Merle, es ist alles gut.
39:12Sag Erika, dass ich ihr natürlich glaube, dass sie die Buchhaltung hinkriegt.
39:16Wir werden die Gärten reichen und schaukeln.
39:19Danke.
39:20Gerne.
39:31Du hättest mal Gunters und Migs Gesicht sehen sollen, als sie mein Fast Slow Food probiert haben.
39:37Also wenn es genauso gut war wie das, was du Ben und mir im Krankenhaus kredenzt hast, dann kann ich
39:41es mir ungefähr vorstellen.
39:42Es war besser.
39:43Noch besser.
39:45Da warst du aber schnell mit den Karten.
39:47Ja, die waren schon fertig, bevor überhaupt die Rezepte standen.
39:50Aber ich wusste auch, dass das funktioniert. Ich meine, jeder isst gerne Burger.
39:53Weiß aber, dass sie ungesund sind. Außer meine.
39:57Das heißt, du brätst nächste Woche Burger und hast keine Zeit, mich im Kampf gegen die Überwachungskameras zu unterstützen.
40:03Das braucht nicht viel Vorbereitung. Das schaffen Breuer und meine Gru auch schon alleine.
40:08Das heißt, neben der Mottewochen habe ich noch genug Zeit, zu protestieren.
40:11Ich bin mal sehr gespannt, wann das Rathaus endlich reagiert.
40:14Ich auch. Ich meine, wir haben zig Unterschriften gesammelt, eine Videoinstallation gemacht und was machen die gar nicht?
40:19Oh, das würde ich nicht so sehen.
40:21Ihr habt die Pressemitteilung vom Rathaus nicht gelesen?
40:24Nein.
40:26Die Stadt will fünf neue Überwachungskameras aufstellen.
40:29Was?
40:34Oh Gott, Röschen, ich bewundere dich. Ich wär schon bei den Formulierungen raus.
40:39Der Unternehmer leitet, leistet eine Einkaufnahme...
40:42Mann, die haben Ihnen ja mal so früh gekauft.
40:44Was ist denn, wenn ihr was einkaufen sollt?
40:46Ich will einen Container.
40:48Urschen, macht ihren Bruchhaltungstest.
40:53Und wo ist Rieke?
40:55Ich mache den Test nicht für Rieke, sondern für mich. So. Und senden.
41:01Ach.
41:03Auswertung kann einige Minuten in Anspruch nehmen.
41:07Aber warum ist denn Rieke nicht hier?
41:10Kommt nicht. Die hat im Hotel zu tun.
41:12Und was bedeutet das? Lässt sie dich hängen? Uns?
41:15Nein. Rieke vertraut Erika. Sie übernimmt die Generalvollmacht für die Gärtnerei und den Grundstücksverkauf.
41:22Wie?
41:24Du wusstest die ganze Zeit, dass ich ihr nichts beweisen soll? Und sagst nichts? Da hätte ich mir den Test
41:29doch sparen können.
41:30Du hast ihn doch bestanden.
41:33Null Fehler.
41:35Also jetzt ist eine Entschuldigung fällig.
41:38Ja, ja, ja, ja.
41:41Null Fehler ist natürlich großartig.
41:43Natürlich.
41:44Aber das mit Rieke verstehe ich trotzdem noch nicht. Wieso ist sie denn jetzt...
41:47Du hast schon richtig verstanden. Es ist alles geregelt. Wir fahren morgen nach Afrika.
41:53Ah!
41:54Wunderbar.
41:59Wie konntest du den Mann nur so runterhandeln?
42:02Ich denke, du bist stolz auf mich.
42:06Hallo, der verlangt Mondpreise. 45 Euro für ein bemaltes Holzschild?
42:10Also, mit 12 Euro, da hat er noch nicht mal die Farbe raus.
42:14Da kannst du aber von ausgehen. Sonst hätte er nicht eingeschlagen.
42:16Du wusstest früher schon nicht, wann man aufhören muss.
42:19Ach, und wer war immer mein großes Vorbild?
42:21Ich?
42:23Trotzdem bin ich bei deinen Verhandlungen fast im Erdboden versunken.
42:26Ich bin dir peinlich.
42:28Naja, ein ganz, ganz kleines bisschen.
42:30Ach.
42:33Äh, möchtest du einen Kaffee?
42:36Ja, gern.
42:37Okay.
42:40Außerdem, wenn wir beide damals nicht immer so ein spitzen Verhandlungsteam gewesen wären,
42:44dann hätten wir uns unsere Küche auch erst zwei Jahre später leisten können.
42:47Ja, und das war auch mega peinlich.
42:49Also, das sind mir die richtigen Luxus. Bitte ja, aber die Hände schmutzig machen kann sich jemand anders.
42:53Ich zahle gern den festgesetzten Preis.
42:56Ach, seit wann?
42:57Seit, ist ja auch egal. Und übrigens wegen der Wohnung.
43:00Wer ist denn zwei Tage lang auf allen Vieren rumgerutscht und hat sie geputzt?
43:03Das war keine Wohnung, das war ein Abenteuer.
43:05Ja, aber wir mussten nie lüften.
43:08Alte Fenster haben auch ihre Vorteile.
43:10Mhm.
43:11Danke.
43:12Gern.
43:13Wie es aussieht, hat Jule die Hoffnung begraben, ihr Trauma jemals zu überwinden.
43:19Was bedeutet das für dich?
43:21Ich...
43:21Gehst du jetzt nach Brasilien?
43:23Ich würde dir die Hoffnung gern zurückgeben. Irgendwie.
43:26Aber sie hätte doch klipp und klar gesagt, dass sie keine Chance mehr für euch sieht.
43:30Das hat sie früher auch schon gesagt.
43:31Ja, aber diesmal hat sie die Therapie beendet. Und ihre Therapeutin findet das okay. Das heißt, sie hat eine grundlegende
43:38Entscheidung getroffen.
43:39Ben, willst du wirklich versuchen, sie umzustimmen?
43:42Ben, ich liebe sie.
43:45Immer noch.
43:46Ja, aber das allein reicht manchmal nicht.
43:50Der Weinkeller ist optimal gegen Kälte und Vibration geschützt. Alles Weitere regelt die Klimaanlage. Sie holt auch die überschüssige Feuchtigkeit
44:00aus der Luft. Sollten die alten Mauern doch mal Wasser ziehen.
44:05Wirklich sehr stimmungsvoll. Und das ist der Fühler des Klimagerätes?
44:10Nein, das ist der Melder der Alarmanlage. Er reagiert auf Bewegung, Licht und Wärme.
44:15Sie haben wirklich keine Kosten und Mühen gescheut?
44:18Bei den Werten, die hier lagern, kommt nichts anderes infrage.
44:20Was haben Sie denn aktuell für Schätze im Bestand?
44:23Darüber spreche ich nicht.
44:27Dürfte ich Ihnen hier einmal die Broschüre der Klimatechnik reichen? Wir waren sehr zufrieden.
44:32Das schau ich mir gern mal an.
44:35Hallo.
44:36Guten Tag, Sie entschuldigen kurz. Ich bin Michael Eckert, Geschäftsführer des Drei Könige. Herr Kaiser?
44:40Ja, sehr freut mich.
44:42Herr Kaiser und ich, wir besprechen gerade die technischen Leiseheiten.
44:46Wenn ich Ihnen hier nochmal die Broschüre der Klimatechnik reichen dürfte und...
44:53Die Broschüre zur Klimatechnik haben Sie mir gerade gegeben.
44:56Ach so, ja. Natürlich. Ich hätte hier jetzt noch die Broschüre der Tischlerei, die unsere Schließfächer eingebaut hat.
45:06Die habe ich auch schon. Vielen Dank, Herr Kaiser, wenn Sie uns ganz kurz entschuldigen würden.
45:10Kein Problem. Ich müsste sowieso nochmal kurz weg.
45:13Wollen wir uns vielleicht in einer halben Stunde nochmal treffen?
45:16Das wäre großartig. Danke.
45:18Dankeschön.
45:24Hey. Was ist denn los mit dir?
45:28Ich mache nur meinen Job.
45:29Ach, du bist völlig neben der Spur.
45:32Ist Merle dich nochmal wegen der Gäfferei-Vertretung angegangen?
45:37Also, wenn es dir irgendwas hilft, ich... ich kann die Kunden gerne für dich übernehmen.
45:46Ich weiß, wo deine Erbkrankheit...
45:48Du wirst dann Morbus Kensington sterben.
45:54Wie wär's hier?
45:55Nee.
45:57Da, viel weiter links.
46:00Da sieht man es doch gar nicht.
46:02Ja, genau.
46:03Ole, ich dachte, dir gefällt das Schild.
46:05Du gefällst mir. Also, schon viel besser.
46:10Vorhin, da wirktest du irgendwie so ein bisschen durcheinander.
46:14Du hast mich abgelenkt.
46:18Nein.
46:20Doch.
46:21Okay.
46:24Worum ging's denn?
46:27Ich möchte nicht darüber sprechen.
46:30Hat's mit mir zu tun?
46:32Es hat nicht immer alles mit dir zu tun, Ole Wolf.
46:35Aber doch meistens, oder?
46:40Ich kenne Malte schon ziemlich lange, aber...
46:43ich weiß grad nicht, was in ihm vorgeht.
46:48Ich hab bei Lisa auch gerade das Gefühl, dass sie mir was verschweigt.
46:58Bei dir war das nie so.
47:00Ich wusste immer, was du denkst.
47:02Vielleicht sind wir doch die bessere Kombi.
47:05Hm.
47:08Vorbei.
47:13Fühlt sich das für dich so an?
47:23Du kannst mich jetzt nicht mehr jeden Tag anrufen, um dich bei mir auszuholen.
47:26Ich bin nämlich dann mal in Afrika.
47:28In Afrika.
47:31Vermiss dich jetzt schon.
47:32Ja, ich vermiss dich auch schon.
47:33Tschüss.
47:34Komm.
47:35Vorsicht.
47:36Finger weg.
47:37Gute Reise.
47:40Sie haben Ihrem Partner noch nichts von der Schwangerschaft erzählt.
47:43Nein.
47:44Es ist Ihre Angelegenheit, wie Sie die Sache regeln.
47:46Aber ich hab das Gefühl, dass es Ihnen nicht gut geht bei dem Gedanken an den Abbruch.
47:49Ich schaff das schon.
47:50Wenn ich dieses Kind kriege, dann wird das immer zwischen uns stehen.
47:55Ich hab einen Fehler gemacht, ja.
47:57Und ich bereue den Flug in den Kongo. Was soll ich denn noch machen?
48:00Ich habe keine Ahnung, halt.
48:02Aber so schnell komm ich nicht darüber hinweg. Es tut mir leid.
48:06Ich hatte gehofft, du könntest mir verzeihen.
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