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00:00The Video-Leinwand is removed.
00:01I mean not a big action, but a small, small, small, small.
00:05Yes, of course, at the same time.
00:10Yes, for example.
00:1512.100 €.
00:17That means I buy my work.
00:22Your insurance has been called.
00:25So how it looks, you have to go for the damage.
00:30I'm worn and painted by the sun.
00:32And it's in my eyes.
00:34And it's in my eyes.
00:37Caught by the rapture of the dawn.
00:40And a restless sky.
00:42And a restless sky.
00:46This is my life.
00:50This is the way to find my own.
00:54This is my life.
00:56This is the world where I belong.
01:03I'm rolling on, I'm rolling on.
01:14I'm rolling on.
01:14I'm rolling on.
01:15I'm rolling on.
01:16I'm rolling on.
01:17I'm rolling on.
01:17This does she normally do.
01:18But it's a problem.
01:20And which one?
01:21The insurance says that you have to do with the date
01:23only the contract.
01:25The insurance is also not right.
01:27The insurance is also not right.
01:28The insurance is also not right.
01:29Have you already gotten your insurance?
01:31The insurance?
01:35The insurance?
01:37The insurance is not right.
01:41The insurance is also not right.
01:43The insurance is also not right.
01:44So, Rieke is not right.
01:45The insurance is not right.
01:46Warte, warte, warte.
01:47Was ist mit meiner privaten Haftpflicht?
01:48Da muss die eben einspringen.
01:49Die deckt berufsbedingte Schadensfälle eben leider nicht ab.
01:53Das heißt, ich muss für eine komplette Schadenssumme von 300.000 Euro aufkommen?
01:58Bitte.
02:04Ich will dein Geld nicht.
02:0612.000 Euro, ja, hat dir dieser Kohlmeier oder Kohlmeier als Ablöse für die Werkstatt bezahlt
02:11und ich überbiete ihn mit 100 Euro.
02:14Ich habe dir doch auch nichts gezahlt, dass ich die Werkstatt von dir übernommen habe.
02:17Ja, siehst du mal, wie großzügig ich bin.
02:18Also gehört die Werkstatt wieder mir.
02:20Ich habe mit Herrn Kohlmeier einen Vertrag.
02:22Von dem kann ich nicht einfach zurücktreten.
02:24Natürlich kannst du, wenn du willst.
02:25Herr Lichtnagen wird schon einen Kniff finden.
02:28Mit anderen Worten, ich will es auch nicht.
02:31Die Werkstatt ist ein Familienbetrieb und das soll es bleiben.
02:35Ja, klar.
02:36Ja, toll.
02:37Und dann hänge ich wieder mit drin.
02:38Unsinn.
02:39Ach, und wer vertritt dich, wenn du mal krank bist oder spontan verreisen möchtest?
02:42Ist das so schlimm?
02:44Also, das ist dein Beruf, das hast du gelernt.
02:46Das hast du von mir gelernt.
02:47Ja, aber ich möchte mich jetzt völlig auf mein Design konzentrieren.
02:50Auf nichts anderes.
02:52Warum willst du nicht verreisen?
02:53Geh zu Uschi nach Andalusien oder nach Brasilien oder zu Mama und Jana in Mosel.
02:57Ach, du willst mich loswerden, ja?
02:59Das wäre dir wohl am liebsten.
03:00Komm, du hast 40 Jahre lang gearbeitet, hart gearbeitet.
03:03Und jetzt kannst du deine Rente endlich genießen.
03:06Was reiten denn alle auf meinem Alter rum?
03:08Ich bin noch lange nicht alt und klapprig, oder?
03:11Natürlich nicht.
03:12Danke.
03:16Willst du ihn wirklich so gehen lassen?
03:18Der beruhigt sich schon wieder.
03:30Der beruhigt sich.
03:31Ich bin nur der Gerla.
03:37Ich bin nur der Gerla.
03:39Das ist wirklich so.
03:39Jetzt geht's es zu mir.
03:40Ich bin wirklich mit ihm.
03:40Du bist nicht so.
03:40Ich habe nur mit ihm zu, was ich schatze.
03:41Ich bin.
03:41Ich bin schon.
03:42Ich bin auch.
03:44Ich bin jetzt.
03:45I don't know.
04:17Sie sind die unfähigste Geschäftsführerin, die mir je untergekommen ist.
04:31Glaubst du, du bist für mich nur eine Affäre?
04:34Bin ich das?
04:36Nein, bist du nicht.
04:38Was dann?
04:39Ich weiß es nicht.
04:42Tine, das Gleiche könnte ich dich fragen.
04:45Ich weiß nur eins.
04:47Ich habe mit dieser Probleme und ich will nicht wieder davonlaufen wie damals in unserer Ehe.
04:52Du meinst, weil du mit Merle ins Bett gestiegen bist?
04:57Zwischen uns war es doch schon lange nicht mehr in Ordnung.
05:00Ich kam für dich immer an letzter Stelle.
05:02Willst du mir jetzt vorwerfen, dass ich gearbeitet habe?
05:05Hätte ich lieber zu Hause bleiben sollen, mich um Heim und Herd kümmern, während du Radsport Wolf aufgebaut hast?
05:10Das habe ich nie gesagt.
05:11Aber vielleicht gedacht?
05:12Für dich kam die Familie, Ole, immer an zweiter Stelle.
05:15Ach, und willst du mir jetzt vorwerfen, ich hätte mich nicht um Lotte gekümmert?
05:18Doch, an den Wochenenden.
05:20Drachensteigen, Ausflüge in den Zoo, alles mit Papa.
05:23Aber wer hat sie jeden Tag in die Kita gebracht und wieder abgeholt?
05:26Wenn du auf deinen Modemessen gewesen bist oder andere Termine auswärts gehabt hast, dann habe ich das gemacht.
05:31Mit Inges Unterstützung.
05:32Wie oft ist sie aus Mallorca angereist?
05:35Aber wenn du auf Geschäftsreise warst, wer hat das alleine hingekriegt?
05:38Ich.
05:45Dir konnte man es nie recht machen mit deinem Perfektionismus.
05:49Oh, meine Güte, hast du eine Ahnung?
05:53Ich habe permanent versucht, alles unter einen Hut zu bekommen.
05:57Meinen Job, unsere Ehe und Lotte.
05:59Ihr seid kein Mensch von dir verlangt.
06:00Doch, ich!
06:05Und ich dachte, du auch!
06:17Malte.
06:20Hey, Malte.
06:21Hey.
06:22Ich wollte nur mal hören, wie es meiner Einsiedlerin geht.
06:24Gut.
06:27Störe ich dich bei irgendwas?
06:28Nein.
06:29Nein, ich habe mir eine Flasche Wein aufgemacht und es...
06:32Was war das denn?
06:34Der Wind, der hat das Fenster aufgestoßen.
06:36Es zieht.
06:38Ah, ja.
06:40Ja.
06:41Ich muss es zumachen.
06:43Ja.
06:43Mach.
06:44Ich warte so lange.
06:48Ja.
06:48Wir sehen uns doch morgen wieder, ja?
06:50Also, schlaf gut.
06:52Du auch.
06:58War das ein Kontrollanruf?
07:00Was?
07:01Wie kommst du denn darauf?
07:03Ich habe Malte vorhin getroffen und er war wirklich sehr eigenartig.
07:06Wieso?
07:07Was hat er gesagt?
07:08Er wollte mit mir um die Häuser ziehen.
07:12Weil wir beide gerade Strohwitwer sind.
07:20Malte hat wirklich einen seltsamen Humor.
07:23Du darfst ihn nicht ernst nehmen.
07:26Und außerdem haben wir beide uns nichts vorzuwerfen.
07:31Nein, ein romantischer Abend war das wirklich nicht.
07:33Nein.
07:36Es gab eine Menge Missverständnisse zwischen uns.
07:39Damals.
07:41Ja.
07:43Das habe ich auch gerade festgestellt.
07:45Ja.
07:48Man kann nicht alles in einer Nacht klären.
08:08Ich gehe ins Bett.
08:13Schlaf gut.
08:14Du auch.
08:17Du auch.
08:45Rieke?
08:50Wo bist du?
08:56Ist alles okay?
08:58Kann man nicht sagen.
09:03Dass diese bescheuerte Versicherung noch nicht in Kraft getreten ist.
09:07Ich habe keine Ahnung, woher ich das ganze Geld nehmen soll.
09:18Vielleicht kann ich dir helfen.
09:20Hast du zufällig 300.000 Euro üblicher?
09:23Nicht direkt.
09:25Aber
09:29Ich könnte auf die WG einen Kredit aufnehmen.
09:31Und ein bisschen was habe ich auch zur Seite gelegt.
09:35Das würdest du machen?
09:37Klar.
09:41Das ist echt süß.
09:44Aber ich will auf keinen Fall in deiner Schuld stehen.
09:47Hey, Rieke.
09:47Wir sind zusammen.
09:50Ich weiß.
09:52Aber
09:53ich will nicht, dass unsere Beziehung dadurch belastet wird.
09:57Ich muss es allein schaffen.
10:00Aber dein Gefühl ist angeboten.
10:06Ich würde dir einfach so gerne helfen.
10:08Das tust du doch.
10:10Du bist für mich da.
10:13Immer.
10:20Was hast du jetzt vor?
10:24Ich
10:27Ich gehe morgen zu Herrn Flickenschild und zu Frau Saravakos.
10:31Und rede mal mit ihnen.
10:33Danach gehe ich zur Bank und beantrage einen Kredit.
10:37Denk danach einen guten Plan.
10:50Ich habe nicht mal schlau gemacht.
10:52Ja, dieser Kühlmeier.
10:54Da ist einer von den Billigschustern.
10:56Was hat Ariane denn gesagt?
10:59Warum sie in die Werkstatt
11:01nicht wieder zurückgeben will.
11:03Sie möchte, dass ich
11:04mein restliches Leben genieße.
11:07Na ja, das ist ja nun nicht das Schlimmste, ne?
11:09Komm mir vor wie ein alter Gaul,
11:11dem das Gnadenbrot gewährt wird.
11:14Ach, kommen Sie, kommen Sie.
11:15Jetzt übertreiben Sie wieder maßlos.
11:19Ariane traut mir nichts mehr zu.
11:24Sie arbeiten doch auch noch
11:26fulltime, ne?
11:27Ja, aber nur, solange Merle auf Afrikatour ist.
11:30Danach trete ich wieder kürzer.
11:32Ach, kommen Sie, Erika.
11:34Ja, Sie sind topfit, genauso wie ich, ja.
11:36Nur, dass ich
11:38keinen Ort mehr für meine Arbeiten habe.
11:42Ja, also das Versprechen,
11:43das ich Frau Jansen gegeben habe,
11:45das kann ich nun nicht mehr halten.
11:47Ach so, die Stiefel,
11:48die sie für ihren Freund haben wollte.
11:50Mhm.
11:52Hat Ariane
11:53denn die gesamte Werkstatt verkauft?
11:56Ich meine, mit allem Inventar?
11:57Ah ja, ich weiß, worauf Sie anspielen.
11:59Die Maschinen,
12:00die stehen leider auch mit im Vertrag.
12:02Und wann übernimmt der neue Schuhmacher den Laden?
12:05Das weiß ich nicht.
12:06Zeitnah nehme ich an, ja, zum nächsten Ersten.
12:10Aha.
12:11Ah.
12:13Sie haben recht.
12:17Ich bin zwar alt,
12:19aber noch lange nicht sehr lieb.
12:20Das habe ich ja gar nicht gesagt.
12:22Ich habe gegen den NATO-Doppelbeschluss demonstriert.
12:26Ich habe die Autobahn durch den Schrebergarten verhindert, ja?
12:30Da werde ich doch nie klein beigeben,
12:31wenn es um meine Werkstatt geht.
12:32Ah.
12:34Wieder.
12:42Guten Tag.
12:43Guten Morgen.
12:43Gibt es wieder Frühstück?
12:44Ja.
12:45Gut, dann hätte ich gern einmal das New Yorker
12:47und einen Milchkaffee.
12:48Mhm, gerne.
12:48Oder doch lieber einen Kräutertipp.
12:58Hi.
13:01Darf ich mich setzen?
13:02Wenn es unbedingt sein muss.
13:04Warum denn so krummelig?
13:07Die Hormone, was?
13:10Ein Kaffee Americano.
13:12Kommt sofort.
13:14Und, warst du erfolgreich in Basel?
13:17In Bezug auf deine Entscheidungsfindung?
13:19Ich dachte, wir waren uns einig,
13:20dass sich das nichts angeht.
13:22Du bist aber eine große Dummheit zu machen,
13:24die auch mein Leben beeinträchtigen würde.
13:26Du hast mit...
13:28So, hier Kaffee.
13:29Danke.
13:32Danke.
13:33Gerne.
13:35Du hast mir deutlich zu verstehen gegeben,
13:37dass du mit dem Kind nichts zu tun haben willst.
13:40Also wirst du das auch nicht.
13:42Irgendwann merkt Ole,
13:43dass er nicht der Vater ist.
13:45Wieso?
13:46Ich glaube kaum,
13:47dass das Baby mit einer Fliegermütze
13:48auf dem Kopf zur Welt kommt.
13:52Tina hätte wahrscheinlich wenig Verständnis dafür,
13:54dass du mich geschwängert hast.
13:57Aber das ist nichts gegen den Stress,
13:59den Ole dir machen wird.
14:01Du hast recht.
14:03Darauf hätte ich keine Lust.
14:06Andererseits macht es mir nichts aus,
14:07in seine traurigen Kulleraugen zu gucken.
14:10Wie ist das bei dir?
14:14Wir wissen beide,
14:15dass dieser One-Night-Stand ein Fehler war.
14:17Aber eben zum Glück einer,
14:18den man leicht beheben kann.
14:20Ich bin, weiß Gott, nicht glücklich darüber,
14:22dass ich ein Kind von dir bekomme.
14:25Aber es ist ein Kind.
14:27Und kein Fehler.
14:54Schön, dass du noch hier bist.
14:59Hast du dich von unserem gestrigen Gespräch erholt?
15:03Und du?
15:06Zumindest haben wir einiges angesprochen.
15:11Schade, dass wir das nicht vor 15 Jahren gemacht haben.
15:15Vielleicht hätte es was geändert.
15:17Wer weiß.
15:20Ich glaube, wir wollten damals zu viel.
15:24Karriere, Liebe, Kind.
15:29Wir waren so jung.
15:31So jung nun auch wieder nicht.
15:36Hat es sich für dich falsch angefühlt?
15:38Unsere Ehe?
15:40Dass wir vor ein paar Tagen noch mal miteinander geschlafen haben.
15:43Eher das Letztere.
15:52Nein.
15:54Es hat sich richtig angefühlt.
15:59Vertraut.
16:02Und schön.
16:05Ja, für mich auch.
16:09Auch wenn...
16:10Wir nicht wissen, wie es weitergeht.
16:13Warum ist alles so kompliziert?
16:15Wenn wir ehrlich sind, dann kennen wir die Antwort.
16:17Das war sicher gerade Lisa.
16:18Ja.
16:21Ich muss auch los nach Braunschweig.
16:24Ich ruf sie auf dem Auto zurück.
16:28Ich bleib noch ein bisschen.
16:38Schön, dass du da warst.
16:40Fand ich auch.
16:45Hm.
17:00Und?
17:01Hast du dir überlegt, ob du mit aufs Klattentextfoto möchtest?
17:04Ich glaube, dass das keine so gute Idee ist.
17:08Ach, schade.
17:10Ich meine, du hast mir im Kampf gegen Malakon so sehr zur Seite gestanden.
17:15Und das Vorwort ist auch von dir.
17:16Aber es ist dein Buch, Jule.
17:19Der Verleger wird auch sehr enttäuscht sein.
17:21Ich weiß.
17:22Lüman auch.
17:24Hat mich ziemlich unter Druck gesetzt.
17:26Das Engagement der evangelischen Kirche gegen Sekten muss unbedingt publik gemacht werden.
17:31Habe ich das eigentlich dir zu verdanken?
17:34Wie meinst du das?
17:37Ja, klar.
17:38Ich habe den Verlag angerufen und den Landessuperintendenten, damit er dafür sorgt, dass du dich mit mir fotografieren lässt.
17:42Wie absurd ist das denn?
17:44Ich habe kapiert, dass du mich nicht mehr sehen willst.
17:46Das habe ich doch so nicht gesagt, Jule.
17:48Sönke.
17:49Du gehst extra nach Brasilien, um mich loszuwerden.
17:51Glaubst du, da spiele ich noch irgendwelche blöden Spielchen?
17:57Es tut mir leid.
18:16Glocken und Hannes?
18:16Hallo.
18:17Sag mal, wo ist denn eigentlich mein Stuhl?
18:21Der ist drüben bei Tine.
18:22Ach was.
18:26Was machst du denn hier?
18:28Nach was sitzt du draus?
18:29Ich bearbeite den Auftrag von Johanna Jansen.
18:34In einer Woche übernimmt der Kühlmeier die Werkstatt.
18:37Bis dahin musst du draußen sein.
18:39Das wird sich noch zeigen.
18:42Was soll das heißen?
18:44Ja, dass ich, wie du richtig bemerkt hast, ein alter Mann bin, der sehr viel Zeit hat.
18:49Willst du in den Sitzstreik gehen?
18:51Ja, nenn es, wie du willst.
18:55Wenn das so ist, dann kannst du dich ja noch um die anderen Reparaturen kümmern.
18:58Das tut mir leid, die Stiefel haben Priorität, ja?
19:04Ich wusste es, dass du nicht kampflos aufgibst.
19:07Ja, und vor allem, wo der Nachfolger für schlechte Qualität steht und mit seinen Billigpreisen den Markt kaputt macht.
19:16Mein alter Revoluzzer, Onkel. Du machst mir kein schlechtes Gewissen.
19:20Was reitest du denn dauernd auf meinem Alter rum?
19:23Ich bin fitter als du!
19:25Wenn ich die Zeit hätte, dann würde ich dich zu einem kleinen Wettkampf herausfordern.
19:29Aha.
19:54Können wir schon die Höhe des Schadens bezäffern?
19:57Der Mann von der Baufirma kommt gleich, dann wissen wir es ganz genau.
20:01Wichtiger wäre es für mich zu wissen, wie lange diese Renovierungsarbeiten dauern.
20:05Jeder Tag ohne Restaurant kostet uns Unsum.
20:07Das ist klar.
20:09Sag mal, meinst du, ich soll in die Vorkasse gehen?
20:12Die Betriebshaftpflicht von Frau Friedrichs, willst du das ja nicht mal zahlen?
20:17Ja, bitte.
20:20Oh, Frau Friedrichs, kommen Sie rein.
20:23Oh, Herr, Sie sehen ganz schön müde aus.
20:28Ich habe schlechte Nachrichten.
20:32Ich war zum Zeitpunkt des Einbruchs nicht versichert.
20:34Was, das ist nicht möglich?
20:36Aber Sie haben doch eine Betriebshaftpflichtversicherung.
20:40Ich habe den Antrag eingereicht, aber es gab noch Rückfragen und somit hat sich alles verzögert.
20:46Das darf doch nicht wahr sein.
20:48Streng genommen hätte ich hier noch gar nicht arbeiten dürfen.
20:50Aber ich bin fest davon ausgegangen, dass es sich nur um eine Formalier handelt.
20:54Naja, jetzt ist es passiert.
20:56Da hilft es ja nicht mehr, irgendwelche Vorwürfe zu machen, oder?
21:01Wissen Sie schon, wie hoch die Kosten werden für die Renovierung?
21:05Ja, der Gutachter hat gesagt, circa 90.000.
21:08So viel?
21:10Wie wollen Sie eigentlich die Verluste von Herrn von Sterneck abdecken?
21:14Das entscheide ich, wenn ich weiß, wie kreditwürdig ich bin.
21:17Ich habe gleich einen Termin bei der Bank.
21:21Ja, ähm, ich würde gern freinehmen und ein bisschen Ordnung ins Chaos bringen.
21:26Ist das vielleicht möglich?
21:28Selbstverständlich.
21:29Sie sind bis auf weiteres beurlaubt.
21:32Ich schließe mich an.
21:34Und, äh, viel Glück bei der Bank.
21:38Ich melde mich dann, wenn es Neuigkeiten gibt.
21:40Ich habe mich dann, wenn es Neuigkeiten gibt.
21:50Fast 400.000 Euro Schulden.
21:55Mir tut es ja auch leid.
22:29Überraschung.
22:30Malte?
22:32Was machst du denn hier?
22:36Guck mal, ich dachte, wenn du nicht nach Sylt kommst, dann kommt Sylt eben zu dir.
22:44Champagner, Krabben.
22:47Was sagst du?
22:49Ich wollte eigentlich allein sein.
22:53Du hast mir so gefehlt.
22:57Ich weiß, es war nur eine Nacht, aber...
23:01Ich hole Gläser.
23:03Yes.
23:26Mach was Sinnvolles.
23:28Mach die Flasche auf.
23:38Hey, Jule.
23:39Komm mal her.
23:41Die Frühlingsrollen sind ja Wahnsinn.
23:43Willst du mal probieren?
23:44Danke, mir ist der Appetit vergangen.
23:47So, was passiert?
23:48Ich hatte ein blödes Gespräch mit Sönke.
23:50Er behauptet, ich würde alles dafür tun, um in seiner Nähe zu sein.
23:53Na ja, ist das dir auch ein bisschen so?
23:56Ich respektiere Sönkes Wunsch, auf Abstand zu gehen, auch wenn es mir schwerfällt.
24:00Ja klar, ihr habt immer einen guten Draht zueinander gehabt.
24:02Auch wenn man mal die Gefühle außen vor lässt.
24:05Das ist schon verrückt, was eine winzige Sekunde im Leben zweier Menschen verändern kann.
24:09Ja.
24:09Der Unfalltod von Sönkes Mutter hat euch beide aus der Wahn geworfen.
24:14Das wird immer zwischen uns stehen.
24:16Wahrscheinlich ist es genau das Richtige, dass Sönke nach Brasilien geht.
24:19Weg von hier, weg von mir.
24:22Für ihn oder für dich?
24:24Ich würde Sönke wirklich wünschen, dass er wieder glücklich wird.
24:28Tja.
24:29Und was mit dir?
24:31Na, vielleicht tut dir der Abstand von Sönke ja auch gut.
24:33Wie meinst du das?
24:35Na, ich geb die Hoffnung nicht auf, dass du irgendwann wieder genauso fröhlich und unbeschwert wie vor dem Unfall sein
24:41wirst.
24:41Ja, vielleicht.
24:43Und die sind gut, sagst du?
24:45Die sind der Wahnsinn.
24:46Jetzt probier mal.
24:47Ja.
24:49Ah, und falls die Medikamente bis morgen nicht anschlagen, kommen sie bitte nochmal wieder, ja?
24:52Alles klar, danke.
24:53Tschüss, gute Besserung.
24:55Hallo.
24:56Sag nicht, du hast eine Minute.
24:58Ich hab sogar zehn Minuten, bevor ich zur Visite muss.
25:00Na, rein spazieren.
25:01Vielen Dank.
25:04Ah, hast du dir die restlichen Impfungen abgeholt für Brasilien?
25:07Ja, zweite Hepatitis-Impfung.
25:09Oh, dann heute keinen Sport mehr, aber das hat der Kollege bestimmt gesagt.
25:11Ich weiß, ich hab eh viel zu viel mit den Reisevorbereitungen zu tun.
25:15Du, sag mal, ich hab gehört, unter deinen Kollegen wird das Thema Überwachungskamera heiß diskutiert.
25:20Ja, naja, gut, gegen die Überwachung der Medikamentenkamera kann man jetzt nicht viel sagen.
25:25Aber du glaubst nicht, dass eine Kamera Missbrauch verhindert?
25:27Nee.
25:28Wer Morphium klauen will, der findet einen Weg, ob mit Kamera oder ohne.
25:32Sag mal, sind Überwachungskameras am Arbeitsplatz eigentlich erlaubt?
25:36Die Krankenhausleitung sagt, dass das im Sinne der Patienten und des Personals sei.
25:40Gut, aber was ist mit der Privatsphäre der Patienten?
25:43Na ja, auf den Fluren finden ja keine Untersuchungen statt.
25:46Nein, aber hier?
25:48Ja, hier finden Untersuchungen statt.
25:50Ja, und was ist dann das?
25:54Das da?
25:55Ja.
25:55Das ist, glaub ich, von der EDV-Abteilung. Die waren hier gestern im Raum.
26:07Das ist so eine Webcam.
26:10Was?
26:11Ja.
26:12Was?
26:13Sie mal, sind die jetzt völlig durchgedreht? Was soll das?
26:17Oh.
26:19Das gibt's doch nicht.
26:33Das war ja auch ganz schön naiv von mir, zu glauben, dass meine Bank mir so einen Batzen
26:36Geld leiht.
26:37Finde ich gar nicht.
26:39Du verdienst doch nicht schlecht.
26:41Danke.
26:43Das ist aber nicht genug für eine Kreditwürdigkeit.
26:46Kein Eigentum, keine Rücklagen und nur einen befristeten Arbeitsvertrag.
26:51Mensch, Schantin, wie soll ich denn jetzt meine Schulden abbezahlen?
26:55Wie viel Geld ist es denn?
26:57250.000 für von Sternig, 50.000 für die anderen gestohlenen Weine und mindestens 90.000
27:04für die Renovierung des Altos.
27:08Was willst du denn jetzt machen?
27:11Auf ein Wunder hoffen.
27:13Vielleicht tauchen die Weine wieder auf.
27:15Wenn sie den Dieb schnappen, ja.
27:21Jede Pechsträhne geht einmal zu Ende.
27:24Nicht, wenn man Rieke Friedrichs heißt.
27:32Eine Überwachungskamera im Behandlungszimmer?
27:34Das ist ja wohl das allerletzte.
27:35Hast du mit der Klinikleitung gesprochen?
27:37Ja, die sagen, dass sie nichts davon wussten.
27:40Das ist in hohen Maße illegal.
27:43Das verletzt nahezu alle Persönlichkeitsrechte.
27:45Der Schutz der Privat- und Intimsphäre, das Recht am eigenen Bild,
27:49das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient.
27:54Vielleicht hat irgendein Patient die Kamera installiert.
27:57Ja, da habe ich auch schon drüber nachgedacht.
28:00Ich bin alle Patienten durchgegangen, die ich in den letzten Tagen behandelt habe.
28:03Hast du mit irgendwem Ärger gehabt?
28:07Einer ist dabei, das ist ein kleiner Querulant.
28:09Er ist Optiker und hat sein Medizinstudium abgebrochen.
28:12Dann weiß vermutlich immer alles besser.
28:14Ja, vor allen Dingen ist er ständig der Meinung, dass ich ihn falsch therapiere.
28:17Kommt aber trotzdem immer wieder.
28:18Er hat sich schon bei der Krankenhausleitung über mich beschwert.
28:21Gott sei Dank ohne Erfolg.
28:23Vielleicht hat der die Kamera installiert, um seine Anschuldigungen zu untermauern.
28:27Ich möchte niemanden zu Unrecht beschuldigen.
28:30Als dein Anwalt rate ich dir, Anzeige gegen Unbekannt zu stellen.
28:35Die Krankenhausleitung hat auch schon mit der Polizei gesprochen.
28:38Das ist so ein widerliches Gefühl, bespitzelt zu werden.
28:42Du weißt, ich bin für Kameras im öffentlichen Raum, aber das geht eindeutig zu weit.
28:48Ja, es ist nur die Frage, wie es so weit kommen konnte.
28:51Worauf willst du hinaus?
28:53Wenn der Staat die Leute permanent beobachtet, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Menschen sich das gleiche Recht
28:58rausnehmen.
29:00Du meinst, die Hemmschwelle sinkt durch die Überwachung im öffentlichen Raum?
29:05Ja.
29:07Ich kann meinen Protest gar nicht zurückstellen.
29:11Ja.
29:13Hey, Ariane.
29:14Hey.
29:15Komm rein.
29:16Ich sitze gerade mal eine Abschiedspredigt.
29:18Die wird übrigens im Hangar des Flughafens Lüneburgs ausgetragen.
29:22Ach, ich kann es gar nicht glauben, dass du bald nicht mehr da bist.
29:26Ich auch nicht.
29:27Und genau deswegen möchte ich darüber sprechen.
29:29Über deinen Abschied?
29:30Und den Neuanfang.
29:32Okay.
29:33Das Menschenherz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.
29:38Salomon.
29:39Kapitel 16, Vers 9.
29:41Und dich lenkt er nach Brasilien, ha?
29:43Ich wollte dir deine Schwur vorbeibringen.
29:46Ich weiß zwar nicht, ob du sie in Brasilien noch brauchst.
29:49Naja, gegen Schlangen vielleicht.
29:51Auf jeden Fall hast du jetzt einen neuen Absatz und die Naht war gerissen.
29:54Tja, vielleicht genau der richtige Zeitpunkt, hier die Zelte abzureißen.
29:58Wenn die Schusterwerkstatt meines Vertrauens schließt.
30:01Es hat sich also schon rumgesprochen.
30:03Ja, Hannes hat es mir erzählt.
30:04Das hat ihn ziemlich fertig gemacht.
30:06Fertig gemacht?
30:07Er probt einen Aufstand wie in alten Zeiten.
30:10Besetzt er einfach die Werkstatt?
30:11Ey, ich bin froh, wenn er sich nicht an die Ausputzmaschine kettet oder in Hungerstreik tritt.
30:15Tja, der setzt sich für seine Ziele ein.
30:17Das habe ich immer schon an ihm geschätzt.
30:20Ich auch.
30:22Ja, und trotzdem, muss ich mich jetzt um meine Karriere als Schuhdesignerin kümmern?
30:26Das kann ich gut verstehen.
30:27Aber vielleicht findet ihr ja doch einen Kompromiss.
30:33Also, um ehrlich zu sein.
30:36Ich war so erleichtert, als ich das Angebot bekommen habe.
30:39Und dann auch noch von einem Schuster.
30:40Tja, so kommt wenigstens nicht die X der Ladenkette da rein.
30:43Ja, und genau das unterstellt Onkel Hannes, Herr Kühlmeier.
30:46Dass er ein Billigschuster sei, der die Preise kaputt macht.
30:49Äh, sagtest du gerade Kühlmeier?
30:51Ja.
30:52Kennst du ihn?
30:53Nicht direkt, aber es gibt ja diesen Mittagstisch für Bedürftige, wo ich ab und zu aushilfe.
30:58Und da engagiert er sich?
31:00Nein, aber ich habe mal zwei Schuhmacher.
31:03Ich glaube, Bulgarien oder Rumän waren das gehört.
31:05Die haben über ihn gesprochen.
31:07Und was haben sie gesagt?
31:08Dass sie für ihn auf Probe gearbeitet haben und er sie nicht bezahlt hat.
31:13Oh.
31:15Ich dachte, er wäre ein anständiger Mensch und seriös.
31:19Tja, der erste Eindruck kann täuschen.
31:22Entschuldige, bitte.
31:24Oh, Onkel Hannes.
31:26Ich sollte ihm in die WG kommen.
31:29Das ist ja.
31:30Ist das jetzt Streik wohl beendet, was?
31:32Wie war das?
31:35Das Menschenherz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein führt zum Ziel, sollte das heißen.
31:42Ah, fast.
31:43Okay.
31:44Grüß schön.
31:45Ciao.
31:45Tschüss.
31:56Ah, hallo Frau Fischer.
31:58Hallo, kommen Sie doch rein.
31:59Danke.
32:01Kann ich Ihre Zeit noch mal in Anspruch nehmen?
32:03Ah, natürlich, klar.
32:06Bitte, setzen Sie sich.
32:08Das ist lieb, danke.
32:16Ich habe mich endlich entschieden, Ihren Rat anzunehmen und Ulle die Wahrheit zu sagen.
32:19Das freut mich.
32:21Ja, er wird zwar nicht begeistert sein, aber ich denke, wir haben nur eine Chance, wenn ich ehrlich zu ihm
32:26bin.
32:27Das glaube ich auch.
32:28Und wenn die Gefühle füreinander stimmen?
32:31Hm.
32:33Sie glauben gar nicht, wie sehr ich diese eine Nacht bereue.
32:36Aber deshalb kann ich das Kind doch nicht einfach abtreiben.
32:40Ihr Partner hat auch ein Kind mit einer anderen Frau, oder?
32:43Ja, aber da waren wir ja noch nicht zusammen.
32:46Der Vergleich hinkt leider.
32:49Es wird mit Sicherheit nicht leicht werden für Herrn Wolf.
32:52Aber wie gesagt, wenn die Beziehung stabil ist und das Gefühl habe ich bei Ihnen, dann kriegen Sie das hin.
32:59Und wie soll ich ihm das nur beibringen?
33:01Hey Schatz, wir müssen reden.
33:03Ich bin schwanger, aber leider nicht von dir.
33:06Vielleicht nicht ganz so mit der Tür ins Haus.
33:10Wie würden Sie das denn machen, wenn Sie in meiner Situation wären?
33:16Wahrscheinlich würde ich mit meinem Partner an einen Ort fahren, mit dem wir beide Positives verbinden und würde es ihm
33:20da sagen.
33:22Vielleicht ist das eine Möglichkeit.
33:27Ja, schön. Gehen wir noch ein Stück weiter?
33:29Ja, gehen wir.
33:32Ähm, hier vielleicht?
33:38Hey.
33:40Ist das hier deine Fotosession?
33:42Gehen Sie ruhig schon mal vor. Ich komme sofort. Danke.
33:45Ja, wir sind auf dem Weg zum Haus von Malakron und wollen gleich noch in den Wasserturm.
33:49Ja, übrigens wollte ich dir nur sagen, dass ich verstehen kann, dass du nicht mit auf dem Foto sein willst.
33:57Jule.
33:58Wahrscheinlich habe ich dem Vorschlag des Verlages nur zugestimmt, weil ich deine Nähe gesucht habe.
34:04Aber du hast recht, es ist mein Buch und für das Vorwort finden wir ein anderes gutes Foto von dir.
34:10Gut.
34:12Ich muss mich langsam daran gewöhnen, dass du aus meinem Leben verschwindest.
34:17Fange ich am besten gleich damit an.
34:19Danke.
34:21Ich wäre so ungern im Streit mit dir abgereist.
34:25Vielleicht bringt uns Brasilien ja beiden die Chance auf ein normales Leben.
34:31Jedenfalls wünsche ich dir, dass du glücklich wirst.
34:35Das wünsche ich dir auch.
34:37Die Fotografin wartet.
34:41Viel Erfolg.
34:46Was ist das denn?
34:48Ah, tatatatam.
34:51Ein Crosstrainer?
34:52In Brasilien steht jeder auf so einem Ding.
34:54Auch die Ureinwohner am Amazonas?
34:56Natürlich und vor allem in den Städten.
34:58Und wozu brauchst du so einen Teil?
35:01Um dir zu beweisen, dass ich kein alter Knacker bin, ja?
35:04Du wolltest doch einen Wettkampf.
35:06Jetzt?
35:07Hier?
35:08Ha, auch so ein falsches Klischee, dass die jungen Leute spontan wären.
35:14Also los.
35:16Okay, ich will ja kein Spielverderber sein.
35:18Ja?
35:19Aha.
35:19Also gut, ich stelle mal ein, 20 Minuten.
35:23Mhm.
35:23Bitte.
35:26Na, dann mach ich.
35:28Spannend.
35:43Ja?
35:51Sieg mir, nicht.
35:53Uh.
36:08So, 20 Minuten.
36:11So, Herzfrequenz, 152 Schläge pro Minute.
36:16Das toppe ich locker.
36:18Dann mal ein Tau.
36:23So?
36:25Ja.
36:26Okay.
36:40Ja, ja.
36:41Ja, ja.
36:52Stellen Sie noch ein paar Wart hoch.
36:55So.
37:08Stopp.
37:09So.
37:09Die Zeit ist um.
37:1124 Minuten.
37:12Was?
37:14141 Schläge pro Minute.
37:17Ja.
37:19Bravo.
37:20Du hast gewonnen.
37:24Bravo.
37:24Ja.
37:27Ja.
37:28Ja.
37:28Ja.
37:29Ja.
37:29Ja.
37:31Ja.
37:39Hallo.
37:41Hallo.
37:42Hallo.
37:43Na.
37:44Na.
37:45Na.
37:45Ich hab das bin von der Kamera im Behandlungsraum gehört.
37:48Das ist ja eine riesen Schweinerei.
37:49Woher weißt du das jetzt schon?
37:51Na ja, von Torben.
37:52Der hat sich richtig aufgeregt.
37:54Ja, das Krankenhaus und ich wollen auch Anzeige erstatten.
37:56Na ja, hab mich bei der Schuldige bald gefasst. Das sind ja Stasi-Methoden.
38:00Ja, gut, in diesem Fall war es aber eine Privatperson.
38:04Ja. Was hast du mit den Farben hier gemacht?
38:07Die hab ich für Lilly rausgekramt. Ich wollte mal wieder ein bisschen mit ihr malen.
38:11Ah, das gibt eine schöne Sauerei. Können wir gleich renovieren.
38:14Ja, für unsere Tochter ist uns doch kein Aufwand zu groß.
38:17Ah. Willst du zum Sport?
38:20Ja, ich wollte mich mal wieder richtig auspowern.
38:22Ja, als politische Aktivistin, da musst du fit sein.
38:25Eben. Weißt du was? Ich komm mit.
38:29Ich denk, du musst arbeiten.
38:31Ja, aber erst in zwei Stunden. Nun können wir schön auf die Geräte gehen, anschließend in die Sauna.
38:36Ben, das geht nicht.
38:37Ja, klar geht das. Die muss was tun für meinen Bauch, ganz dringend. Also gegen meinen Bauch.
38:42Also ich als deine Ärztin kann dir nur sagen, du brauchst dringend noch Erholung.
38:46Ich bin doch fit.
38:47Eine Malaria ist kein Klacks. Bitte ruh dich noch ein paar Tage aus und dann gehen wir zusammen zum Sport.
38:55Oh, gut, schön. Du bist die Expertin?
38:58Eben.
38:59Na, dann kann ich gleich mal ein paar E-Mails schreiben nach Laos.
39:02Die wissen doch gar nicht, dass es mir so schlecht ging.
39:04Genau.
39:08Also, ciao.
39:11Viel Spaß.
39:17Morgen hab ich bestimmt Muskelkater.
39:20Oh, ist doch was für Sie, hä?
39:22Ne, ne.
39:24Ich bevorzuge Sport an der frischen Luft.
39:26Ah.
39:26Na, also, Ihr Onkel ist wirklich ein Mann in den besten Jahren.
39:31Was er mir eindrucksvoll bewiesen hat.
39:33Mhm. Hast du jetzt verstanden, dass ich kein alter, klappriger Gaul bin, der sehr wohl noch arbeiten kann, ne?
39:39Wie lange brauchst du denn noch für die Stiefel, die Frau Jansen bei dir bestellt hat?
39:42Na, das weißt du doch aus eigener Erfahrung. Wenn man das ordentlich machen will, dann kann das dauern, ne?
39:48Wenn du mir zwei Sachen versprichst.
39:50Die da wären?
39:52Erstens, du akzeptierst mich und meine Arbeit als Designerin.
39:56Und zweitens, ich muss nicht einspringen. Auch nicht, wenn Not am Mann ist.
40:02Ist es das? Also, gehört die Werkstatt jetzt mir?
40:06Wenn du mir hilfst, Kühl mal aus dem Vertrag zu schmeißen?
40:09Ja, ich mach mal so mit Vergnügen. Den Mistkerl machen wir fertig.
40:13Und wie wollt ihr das erreichen?
40:14Mhm. Äh, vielleicht hilft uns ja unsere raffgierige Vermieterin dabei.
40:19Aber zu sie.
40:21Mhm.
40:22Na ja, vielleicht geht da was.
40:24Mhm.
40:26Ja.
40:30Warten Sie auf Herrn von Sterneck?
40:33Mhm.
40:33Wie war denn das Gespräch bei der Bank?
40:37Wir reden gleich, ne?
40:38Da kommt der Mann von der Baufammer.
40:39Okay.
40:40Herr Jürgensen, es freut mich sehr.
40:42Guten Tag.
40:42Könnten wir in der Küche anfangen?
40:43Ja, die ist mir sehr wichtig.
40:45Folgen Sie mir.
40:45Danke.
40:47Hallo.
40:50Herr von Sterneck.
40:51Wie schön.
40:52Sie haben es nur wieder geöffnet?
40:53Ja, äh, nur das Bistro.
40:56Darf ich Ihnen einen Kaffee anbieten?
40:57Sie dürfen mir einen Ersatz für meine exquisite Weinsammlung anbieten.
41:04Ja, äh, genau deswegen habe ich Sie noch einmal hergebeten.
41:08Sie haben mir freundlicherweise einen Aufschub gewährt, bis meine Versicherung zahlt.
41:12Und?
41:13Da gibt es jetzt leider ein kleines Problem.
41:16Meine Versicherung wird den Schaden nicht übernehmen.
41:20Und was heißt das?
41:22Dass ich allein dafür aufkommen muss.
41:26Sie scherzen.
41:27Ich habe bereits versucht, einen Kredit aufzunehmen.
41:30Leider vergebens.
41:32Was erwarten Sie jetzt von mir, Frau Friedrichs?
41:35Als Sommelier verdiene ich nicht besonders viel.
41:38Aber ich werde mir was einfallen lassen.
41:40Und ich soll so lange warten.
41:43Herr von Sterneck.
41:44Nein, bedauere ich.
41:45Ich gewähre Ihnen eine Frist von zwei Wochen.
41:48Bis dahin habe ich meine 250.000.
41:51Oder ich muss eben doch an die Öffentlichkeit gehen.
42:02Das ist nicht gut gelaufen.
42:06Na ja, wenigstens habe ich die zwei Wochen.
42:11Ich weiß noch nicht wie, aber ich werde das Geld auftreiben.
42:16Da bin ich sicher.
42:40Hey.
42:41Was machst du denn hier?
42:42Ich habe dich erst morgen früh erwartet.
42:44Wie war es in Braunschweig?
42:45Ähm, ehrlich gesagt, unerfreulich.
42:48Warum?
42:50Weil die immer noch nicht wissen, woher die Risse im Material sind.
42:54Danke.
42:55Wir haben die ganze Zeit spekuliert, aber ohne Ergebnis.
42:59Das tut mir leid.
43:01Und wie war es bei dir in Basel?
43:03Auch nicht so berauschend.
43:05Die Radsportclubs haben kein Interesse.
43:07Was zählt, ist das fertige Rad.
43:09Sonst nichts.
43:10Also warst du umsonst da?
43:12Nein.
43:13Ich habe die Zeit genutzt.
43:15Zum Nachdenken.
43:17Mhm.
43:18Ole.
43:22Ich wäre gern mal wieder mit dir allein.
43:24Erinnerst du dich an das kleine Hotel an der Ostsee?
43:27Da, wo wir unser erstes Wochenende verbracht haben?
43:29Mhm.
43:31Da habe ich uns ein Zimmer reserviert.
43:34Du willst an die Ostsee?
43:36Mhm.
43:39Wann?
43:41Morgen.
43:42Nur für zwei Nächte.
43:44Lisa, ich weiß nicht, ob ich das hinkriege.
43:46Bitte, Ole.
43:47Einmal nur wir beide.
43:50Ohne dass uns irgendwelche Kunden, die Braunschweiger Uni, Lotte oder Tina stören.
43:57Du hast recht.
44:00Bei so viel Stress sollte das mal drin sein.
44:03Danke.
44:17Hey.
44:18Na, wie war es an der Müritz?
44:21Gut.
44:21Ich bin mir über einiges klar geworden.
44:23Hast du an den Entwürfen für die Fahrradkollektion gearbeitet?
44:26Nein, ich habe eher an meinem Lebensentwurf gearbeitet.
44:29Klingt auch spannend.
44:30Mhm.
44:34Hallo.
44:35Hey.
44:35Ein Paket für Frau Hedlund.
44:37Ja, das müssen meine Hoteluniformen sein.
44:40Dankeschön.
44:40Nebenan in der Schusterwerkstatt ist leider niemand.
44:42Könnten wir für Frau Christiansen noch was annehmen?
44:44Ja, das bin ich.
44:46Prima.
44:47Danke.
44:48Das müssen die Schuhe sein.
44:49Eine Unterschrift noch bitte.
44:50Ja, sehr gern.
44:51Ups.
44:52Okay.
44:55Dankeschön.
44:56Tschüss.
44:56Danke Ihnen.
44:57Tschüss.
45:00Die sind richtig gut gearbeitet.
45:02Ja.
45:03Die Schuhe sind innen gepolstert und die Sohle ist rutschfest.
45:06Wow.
45:06Und das Leder ist so weich.
45:08Hat es sich wohl gelohnt, in bessere Qualität zu investieren?
45:11Hm.
45:12Dann wird die Belegschaft vom Drei Könige durch das Hotel schweben.
45:16Danke, Tine.
45:17So.
45:17Und jetzt bist du dran.
45:18Ah ja.
45:20So.
45:22Tada.
45:25Sieht elegant aus.
45:26Mhm.
45:27Der Stoff fällt gut.
45:31Aber die Knopflöcher sind nicht passgenau.
45:34Und es sind ja aufgesetzte Taschen.
45:36Ich wollte Pattentaschen.
45:38Also, aber das ist ja eine Frechheit.
45:40Wolltest du nicht eine Hose ohne Aufschlag?
45:44Also, das ist grusig verarbeitet.
45:48Zum Glück ist es ja nur das Muster und nicht die gesamte Kollektion.
45:51Ja, sonst würden wir jetzt auf 400 unbrauchbaren Uniformen rumsitzen.
45:55Was für Sattel!
45:57Jetzt muss ich einen neuen Industrie-Schneider suchen, sonst können wir den Liefertermin nicht halten.
46:09Anfein?
46:10Anfein?
46:14Anfein?
46:15Anfein?
46:16Anfein?
46:16I'm sorry.
46:18Ah!
46:37Hilfe!
46:40Hilfe!
46:41Judith!
46:43Alter!
46:44Ich kann nicht mehr!
46:45Halt dich auch an meine andere Hand!
46:46Ich kann nicht!
46:46Wollte Hilfe!
46:48Du kannst mich nicht mehr halten!
46:49Doch, doch!
46:50Alter!
46:50Halt dich auch an meine andere Hand!
46:51Ich kann nicht!
46:52Doch, lass los! Ich kann dich!
46:58Keine Extratouren mehr und keine Extraflüge.
47:02Dann gehört die Fluglinie jetzt hier.
47:05Und damit ist der Weg frei für unser neues lukratives Abenteuer.
47:12Die Polizei hat Florian Kanter geschnappt.
47:18Der, der bei uns die ganze Zeit als Nachtportier gearbeitet hat?
47:20Ja, und den Bernemann alias Kaiser bei uns eingeschleust hat, um das Terrain zu sandieren.
47:25Bis er dann verschwunden ist, hat er das ja auch ganz gut gemacht.
47:28Dafür ist Nachtportier ja auch der perfekte Job.
47:31Hallo!
47:32Zwischen all den Hiobsbotschaften endlich mal eine gute Nachricht.
47:36Ah!
47:36Das Saltor wird in neuem Glanz und alter Qualität wieder erstehen.
47:40Vielen Dank!
47:41Bye!
47:41Bye!
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