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00:00Good evening. I have a 19-year-old visa, Fischer.
00:20The Kühlanlage has apparently nothing to do.
00:23The Kühlanlage didn't!
00:27It's all gone. We were robbed.
00:55This is London. This is the world where I belong.
01:04I'm rolling on, I'm rolling on.
01:16Okay, okay, okay, okay.
01:20Die Weine von den Wagner sind noch da und die von Henri Schwüller.
01:25Das ist gut. Sehr gut. Sehr gut.
01:28Oh, der 8-nusiger Konkurs fehlt.
01:33Und die Bordeaux-Kollektion von den Mayoffs.
01:36Oh, Mann!
01:37Okay, das heißt, der Einbrecher hat ganz gezielt die wertvollsten Weine mitgenommen, ja?
01:41Ja, das stimmt.
01:43Von Stennings Fächer sind komplett leer.
01:46Verdammter Mann, allein seine Weine waren 250.000 wert!
01:50Oh, Mann!
01:51Okay, pass auf, keine Panik, ja?
01:54Die Versicherung wird alles zahlen, ich...
01:56Rieke, Rieke, was machst du da?
01:57Ich räum auf!
01:58Hey, hey, hey!
01:59Ich kann nicht, dass das erst eine gute Idee ist.
02:03Da hätte ich gedacht, dass die Kühlung nicht die Springkernlage verschädigt ist.
02:07Dass sie ausgeräumt werden, das konnte ja auch keiner ahnen.
02:12Mein Salto steht unter Wasser.
02:15Und mein Weinmarkt wurde ausgeräumt.
02:20Und alles in einer Nacht.
02:24So wie mein Vater vom Hof geheizt ist, hatte er wohl doch Schiss, dass Merlin in letzter Sekunde noch abspringt.
02:29Ehrlich gesagt, ich auch.
02:31Hoffentlich steigt sie nicht an der nächsten Ampel aus.
02:33Zuzutrauen? Wer ist ihr, hm?
02:34What?
02:35Willst du einen Kaffee?
02:36Gerne.
02:37Gut.
02:39Ich wollte nochmal mit dir über unser Atelier sprechen.
02:44Du meinst, über mein Atelier, in das du gerne einziehen würdest.
02:48Hast du über meinen Vorschlag nachgedacht?
02:50Nachgedacht und für gut befunden.
02:52Du bist herzlich willkommen.
02:54Ehrlich gesagt, bin ich es leid, alleine zu arbeiten.
02:56Wirklich?
02:57Ja.
03:01Woran sitzt du denn gerade?
03:03Ich möchte noch nicht darüber sprechen.
03:05Ach komm, raus mit der Sprache.
03:07Eine neue Kollektion?
03:09Ja.
03:10Eine Sportkollektion für Radfahrer.
03:13Radfahrer?
03:14Mhm.
03:14Hat dich Ole darauf gebracht?
03:16Er meint, Sportbekleidung ist eher so...
03:18Äh, entschuldige bitte.
03:20Oh!
03:22Spitzenschwecker Ariane Christiansen?
03:26Ähm, was soll das heißen?
03:29Und was ist mit meinem Auftrag?
03:30Oh!
03:33Oh!
03:35Ja, natürlich.
03:37Er ist...
03:49Sehen wir uns später.
03:51So was spinnst du, Tine Hedlund?
03:54So was spinnst du, Tine Hedlund?
03:57Der Schaden ist beträchtlich.
03:59Wie könnte das nur passieren?
04:01Die Möbel sind hin.
04:03Hoffentlich ist das Wasser nicht die Wände hochgezogen.
04:06Die Sprinklanlage muss die ganze Nacht gelaufen sein.
04:11Warum hat der Nachtportier keinen Alarm geschlagen?
04:13Vorne im Hotel ist alles trocken.
04:15Vielleicht hat er gar nichts bemerkt.
04:16Er hat sicherlich Zeitung gelesen, während hier Land unter war.
04:20Ich geb ihm nicht die Schuld.
04:23Aber da hinten ist alles trocken.
04:25Ich versteh es nicht.
04:27Naja, Restaurant und Bistro haben unterschiedliche Stromkreise.
04:30Vielleicht liegt's daran.
04:32Meinst du, du könntest das Bistro heute trotzdem öffnen?
04:36Ich werd einfach ein paar Avance zum Restaurantbereich aufstellen.
04:39Das ist zwar nicht die eleganteste Lösung, aber besser als hungernde Hotelgäste, oder?
04:42Deinen Pragmatismus hab ich schon immer bewundert.
04:46Lass uns erstmal darüber nachdenken, was hier passiert ist.
04:49Bevor wir die beiden verrückt machen.
04:50Rieke, Herr Flinkschild muss wissen, was in seinem Hotel vor sich geht.
04:53Das soll er ja auch.
04:54Aber ich bin Geschäftsführerin der Weinbank.
04:57Der Einbruch liegt in meiner Verantwortung.
04:59Und der Wasser schau an den Carlos und meiner.
05:01Trotzdem.
05:02Bitte.
05:03Lass ihn erstmal in das hier verdauen.
05:05Wir müssen die Polizei verständigen.
05:08Lass mich doch mich kurz sammeln und dann eine Strategie entwickeln, die ich ihm präsentieren kann.
05:13Komm schon.
05:14Bitte.
05:23Was ist mit deiner Fast-Slow-Food-Woche? Willst du die trotzdem machen?
05:27Die Anzeigen sind geschaltet, die Flyer sind verteilt. Also, wenn die Küche funktioniert, dann findet sie statt.
05:33Die Küche.
05:34Hab ich ja gar nicht dran gedacht.
05:35Hat die einfach den gleichen Stromkreislauf?
05:37Das sollten wir überprüfen.
05:39Aber was ist eigentlich mit Herrn Ecker? Du hast doch gesagt, der wäre mit dir gekommen.
05:42Frau Friedrich ist runter wie Weinbank. Seht der Angst, ist da auch was passiert?
05:44Das glaube ich nicht.
05:49Jo.
05:51Hannes, alte Hüttel. Da bist du ja wieder.
05:53Ja.
05:54Gut siehst du aus.
05:55Ja, zwei Wochen Brasilien sind die reiste Verjüngungskur.
05:59Hallo.
06:00Kriege ich auch einen?
06:01Na, Logo, bedienlich.
06:03Erzähl.
06:04Warst du im Urwald?
06:06Wo soll ich anfangen?
06:07Bei dem herrlichen Sonnenaufgang am Rio Negro?
06:10Vielleicht bei dem Orchester, für das wir die Instrumente gesammelt haben?
06:13Mhm.
06:13Ariana hat erzählt, du wurdest frenetisch empfangen.
06:16Ja.
06:16Die Musiker haben mich geschlossen am Hafen von Manaus begrüßt.
06:20Und als dann die Instrumente ausgepackt wurden.
06:23Das war bestimmt ein toller Moment.
06:25Da beneide ich dich richtig ein bisschen.
06:27Die leuchtenden Augen, die hättest du sehen sollen.
06:29Werde ich ja bald.
06:31Und das Orchester werde ich hoffentlich auch spielen hören, oder?
06:33Aber natürlich.
06:34Wir haben die Instrumente in Schuss gebracht.
06:36Und dann ein Stück von den Rainy Birds eingeübt.
06:39Und auch aufgeführt.
06:41Rock meets Classic?
06:43Mhm.
06:43Das hast du als alter Gitarrenrocker im Repertoire?
06:45Moment mal, das alte nehme ich dir übel.
06:48Außerdem dachte ich, du weißt, was ich drauf hab.
06:50Ja, schon.
06:51Aber deine Karriere als Konzertgitarrist, die hast du mir verschwiegen.
06:55Ich bin Vollblutmusiker.
06:57Die Aufführung war übrigens ein voller Erfolg.
07:00Ja, ich freue mich schon endlich abzureisen.
07:02Danke übrigens nochmal, dass du mir von dem Resozialisierungsprojekt
07:05der Straßenkids in Manaus erzählt hast.
07:07Purer Eigennutz.
07:08Ich brauche eine andere Stelle in Brasilien.
07:11Oh, die hast du jetzt.
07:12Ja, die würde am liebsten sofort wieder mit dir zurückreisen.
07:18Mach doch.
07:19Jetzt, wo Ariane den Laden übernommen hat, hält die doch nichts mehr hier.
07:22Die Lütte hat den Laden im Griff.
07:26Aber ich denke, für einen gut gemeinten Rat von ihrem Großonkel,
07:29da ist sie immer noch dankbar.
07:31Na gut.
07:32Ich werde mich trotzdem noch da bleibe mit Gästezimmer umsehen.
07:35Na na, eine Gästehängematte reich.
07:37Was hab ich mir gedacht?
07:38Möchtest du einen Kaffee?
07:39Aber natürlich.
07:40Kommt sofort.
07:41Aha.
07:44Wir müssen das alles so diskret wie möglich behandeln.
07:46Denk nur mal an den Imageschaden.
07:47Ich kann das Ganze nicht vor einem Flickenschild geheim halten.
07:51Natürlich nicht.
07:53Jedenfalls nicht auf Dauer.
07:54Rieke!
07:55Mensch, wenn Herr von Sternig davon erfährt, dann können wir die Weinbank zumachen.
07:59Es ist doch auch komisch, dass hauptsächlich seine Weine gestohlen wurden.
08:02Es waren die wertvollsten.
08:06Mensch, wer macht sowas?
08:08Wenn sie Geld brauchen, dann sollen sie doch eine echte Bank ausrauben.
08:13Okay, hey, hey.
08:14Pass auf, ja.
08:16Vielleicht können wir das Ganze wenigstens vor ein Steineck noch eine Weile geheim halten.
08:20Ich würde es gern Herrn Flickenschild selbst sagen, ja?
08:23Das ist deine Weinbank.
08:26Oh, Meg.
08:28Gunter sucht dich überall.
08:29Ja, ja. Wir wollten gerade zu euch.
08:31Äh, was ist mit der Weinbank?
08:34Alles trocken.
08:36Was ist mit dem Salto?
08:37Schlimm, aber bei der Küche habe ich noch Hoffnung.
08:40Sie können doch dann kochen, oder?
08:41Naja, Ben kommt gleich vorbei und guckt sich die Elektrik an.
08:44Ist er denn schon wieder auf dem Damm?
08:46Malaria ist überstanden, also...
08:48Hat eindeutig Vorteile, wenn die Frau eine Ärztin ist.
08:50Äh, Meg, Gunter wartet.
08:56Hey.
08:58Er wird dir schon nicht den Kopf abreißen.
09:00Ich weiß.
09:03Aber es ist trotzdem der schwerste Gang meines Lebens.
09:06Warum denn?
09:07Ben...
09:07Du kannst doch nicht so für, dass die Weinbank ausgeraubt worden ist.
09:38Wer drauf?
09:39Ich warte auf mein restliches Geld.
09:41Du weißt, dass wir die Kohle erst waschen müssen. Das dauert.
09:44Wie lange denn noch?
09:47Wenn ich Lichtenhagen nicht bald bezahle, dann wird mein Gehalt gepfändet.
09:49Ich kümmere mich drum.
09:51Hey.
09:53Wenn du mich nicht hängen lässt, dann können wir noch viele andere hübsche Geschäfte zusammen machen.
09:58Was schwebt dir denn da so vor?
10:00Ich bin Besitzer einer Fluglinie. Das bietet doch Perspektiven.
10:04Okay.
10:06Guten Morgen.
10:08Guten Morgen.
10:09Sie haben geschlossen?
10:10Äh, ja, ein Wasserschaden. Das Frühstück fällt aus, aber zum Mittagessen haben wir das Bistro wieder auf.
10:15Okay.
10:17Lisa.
10:18Oh.
10:19Schon zurück?
10:21Hast du alles gut überstanden?
10:25Wenn du den Abbruch meinst, der hat nicht stattgefunden.
10:28Wie bitte?
10:30Warum denn nicht?
10:31Ich habe mich entschieden, das Kind zu bekommen.
10:34Lisa, was soll denn das?
10:35Wir waren uns doch einig.
10:38Ich habe vor kurzem erst ein Kind verloren, wie du weißt.
10:40Und das Risiko, dass ich nach diesem Abbruch nie wieder schwanger werden kann, das ist mir einfach zu groß.
10:49Und was hast du jetzt vor?
10:52Willst Ole ein Kuckuckseins Nest legen?
10:55Wenn er erfährt, dass ich der Vater bin, dann trennt er sich von dir. Das ist dir hoffentlich klar.
10:59Das ist mein Problem, nicht deins.
11:03Da hast du recht.
11:05Genau wie die ganze Schwangerschaft.
11:07Für mich existiert das Kind nämlich nicht.
11:09Dann halte ich auch gefälligst daran.
11:24Ja?
11:26Hey.
11:29Hast du eine Sekunde?
11:30Ich bin auf dem Weg ins Büro, aber was gibt's denn?
11:34Ich habe mich entschieden. Ich gehe nach Brasilien.
11:38Ach, du schaust dir das Straßenkinderprojekt vor Ort an?
11:41Ich werde es betreuen.
11:44Ich habe das Angebot unserer Partnergemeinde in Manaus angenommen, Jule.
11:49Ach, wirklich? Du gehst also tatsächlich?
11:53Wann?
11:54In zwei Wochen.
11:57Warum?
11:58Und warum so plötzlich?
12:00Durch die Zusammenlegung der Gemeinden hätt ich nur noch von einem Termin zum nächsten und
12:04hab kaum noch Zeit für die Menschen.
12:07So will ich einfach nicht arbeiten, verstehst du?
12:09Ja, aber warum muss es deswegen ausgerechnet Brasilien sein?
12:13Da kann man viel bewegen. Viel mehr als hier in Deutschland.
12:16Das weiß ich noch aus meiner Zeit als Entwicklungshelfer.
12:18Ja, hast du erzählt.
12:21Tja, ist so eine Art Neuanfang auf alten Pfaden.
12:28Und deine Entscheidung hat nicht zufällig was damit zu tun, dass ich meine Therapie nicht weiterführen will.
12:33Ich habe verstanden, dass unsere gemeinsame Zeit vorbei ist.
12:41Herr Affolter, natürlich will ich die Flugzeuge behalten.
12:44Inbetrieben haben an meiner Airline es lediglich etwas in Stocken geraten.
12:49Ja, in zwei, drei Wochen ist das Geld auf ihrem Konto.
12:53Ja.
12:54In Ordnung.
12:56Wiederhören.
12:57Du kennst dich doch in China aus, oder?
13:00Wer für Ibi Jing arbeitet, fliegt da ab und an vorbei. Ja.
13:03Was willst du wissen?
13:04Ich will alles wissen.
13:05Ich habe beschlossen, mein freiwilliges soziales Jahr dort zu machen.
13:08Ach was.
13:09Vor zwei Tagen stand das städtische Krankenhaus hier doch noch ganz hoch im Kurs.
13:12Ja, aber daran bist alleine du schuld.
13:14Wer hat mir denn vorgeschlagen, mein Jahr im Ausland zu verbringen?
13:19Was hältst du von China?
13:21Wer auf ausgedehnte Spaziergänge steht und keinen Orientierungssinn hat, ist da bestens aufgehoben.
13:26Du meinst wegen der Mauer, oder?
13:29Ja, das Konzept ist damals in Berlin auch aufgegangen.
13:31Man konnte sich gar nicht verlaufen.
13:33Wenn da nicht dieser kleine nebensächliche politische Aspekt gewesen wäre.
13:37Gilt für die Volksrepublik China allerdings auch.
13:40Aber es ist auch ein faszinierendes Land. Und immer eine Reise wert.
13:45Seltene Erden?
13:48Was haben die denn mit deinem sozialen Jahr zu tun?
13:50Damit gar nichts. Aber ich halte darüber ein Erdkundenreferat.
13:53Wusstest du, dass 90 Prozent der seltenen Erden in China abgebaut werden?
13:57Vor allem in der inneren Mongolei. Ist eine autonome Region, gehört aber zu China. Wusste ich.
14:03Mit seltenen Erden könnte man hier in Deutschland jede Menge Geld machen.
14:07Von Fachleuten werden die auch das Öl der Zukunft genannt.
14:10Wirklich?
14:15Na? Hast du mal wieder ein lukratives Geschäft an Land gezogen?
14:20Was ist es diesmal, Maite? Afghanistan?
14:25Lotte und ich haben über seltene Erden geredet.
14:28Das sind besondere Metalle, die man zum Beispiel zur Herstellung von Smartphones und anderer technischer Geräte braucht.
14:33Genau. Warum bist du nur so zickig?
14:37Bin ich nicht. Ich bin... nur überarbeitet.
14:46Das hat es dem Drei-Könige noch nie gegeben.
14:49Kleinere Diebstähle, ja, aber ein Einbruch in diesem Ausmaß.
14:52Wir wissen noch nicht mal, wie hoch der Schaden wirklich ist.
14:55Aber er dürfte bei rund 300.000 Euro liegen. Nur für die Weine.
14:59Ja, oder die Einbrecher hatten es dabei vor allen Dingen auf die Weine von Herrn von Sternek abgesehen.
15:03Oh, da kannte sich jemand aus.
15:05Und den Wasserschaden können Sie dem Dieb auch gleich noch in Rechnung stellen.
15:09Du meinst, das hängt zusammen?
15:11Ja, der Einbrecher hat die Überwachungskamera außer Gefecht gesetzt, dadurch einen Kurzschluss verursacht...
15:16Und der hat dann die Springtanlage in Gang gesetzt?
15:18Exakt.
15:19Wäre ja auch ein bisschen viel des Zufalls gewesen.
15:21Ist die Polizei schon informiert?
15:23Wir wollten erst mit Ihnen reden.
15:25Und uns ein genaueres Bild machen.
15:26Ja, dazu kann ich auch noch was beitragen.
15:28Ich habe mir mal die Tür zur Weinbank angesehen.
15:31Die wurde nicht beschädigt.
15:34Das ist unmöglich.
15:36Du meinst, der Täter kannte den Code?
15:37Das sieht ganz danach aus, ja.
15:39Ja, aber der wird doch alle zwei Tage geändert.
15:41Ja.
15:41Und nur Frau Friedrichs und ich kennen ihn.
15:47Na ja, gut.
15:48Das habe ich ja was übersehen.
15:49Ich bin ja kein Fachmann, was sowas angeht.
15:52Haben Sie die Liste erstellt?
15:54Frau Friedrichs?
15:55Ja.
15:56Die Liste?
15:58Nein, noch nicht.
16:00Dann tun Sie das.
16:02Und Sie informieren die Polizei.
16:04Ich möchte ja nicht, dass wir noch Probleme bekommen.
16:06Natürlich.
16:13Hey.
16:15Was ist denn los mit dir?
16:35Sag mal, was sollte das eben?
16:37Afghanistan?
16:41Lotte hat mich mit tausend Fragen gelöchert.
16:43Hast du ihr erzählt, dass du Waffen in den Kongo geliefert hast?
16:45Ich dachte, es wären nur Fahrzeuge.
16:48Wem willst du das weismachen, Malte?
16:50Ich habe erst nach der Landung bemerkt, dass darin Waffen versteckt waren.
16:53Petrov hat mich reingelegt.
16:57Wer ist dieser Mann wirklich?
16:58Und komm jetzt bitte nicht wieder, er ist Manager bei Air Atlantik.
17:03Wenn ich dir wieder vertrauen soll, dann muss ich die Wahrheit wissen.
17:18Ich kenne Petrov noch aus Bundeswehrzeiten.
17:21Er war damals bei der russischen Armee.
17:24Wir haben uns bei einem internationalen Manöver kennengelernt.
17:27Von früher? Ihr habt die Verbindung so lange gehalten?
17:31Ich habe ihn angerufen, als ich finanziell so unter Druck stand.
17:35Er war mir noch was schuldig.
17:40Und?
17:42Wofür?
17:44Er hat damals Mist gebaut.
17:46Und ich habe ihn nicht auffliegen lassen.
17:50Wenn dieser verdammte Investor nicht abgesprungen wäre!
17:52Hättest du dich niemals auf diesen halbseidenen Typen eingelassen?
17:55Petrov hat mir gesagt, dass er private Transportflüge organisiert.
17:59Was und wohin, war mir gar nicht klar.
18:01Du hast nicht mal gefragt, was und wohin, Malte.
18:04Du hättest diese Waffen niemals rausgeben dürfen.
18:08Sag mal, hast du eigentlich eine Ahnung, was da unten los ist?
18:11Die hätten mich eiskalt abgeknallt.
18:20Es wird nie wieder vorkommen.
18:23Was ist mit dem Geld, das du bekommen hast?
18:27Ist sauber.
18:28Es ist schmutziges Schwarzgeld.
18:30Soll ich es deshalb zurückschicken und Privatinsolvenz beantragen?
18:33Ja, ich finde schon.
18:36Das macht die Waffenlieferung auch nicht rückgängig.
18:40Ich habe diesen Auftrag angenommen, um meine Firma zu retten.
18:48Und genau das werde ich auch tun.
19:03Ben ist echt unglaublich.
19:04Da ist er grad mal einen Tag aus dem Krankenhaus raus und schon wieder voll in Action.
19:08Er wird schon wissen, was er sich zumuten kann.
19:10Nee, eben nicht. Er glaubt wie alle Männer, dass er unverwundbar ist.
19:13Hätte ich ihn mal ins Bett gefesselt.
19:18Bist du immer noch bei Sönke?
19:22Entschuldige.
19:22Dass er die Stelle in Brasilien annimmt, macht mir doch mehr zu schaffen, als ich dachte.
19:27Glaubst du denn, er hat noch eine Chance gehabt?
19:29Als Paar?
19:31Dafür ist zu viel passiert.
19:33Aber er ist immer noch ein Freund. Ein guter Freund.
19:36Wenn er das ist, dann kannst du ihm doch den Neuanfang gönnen.
19:40Ja, ich freue mich doch auch für Sönke. Und ich kann auch verstehen, dass er in Lüneburg nicht mehr glücklich
19:44ist.
19:46Aber du hättest es besser gefunden, wenn er die Stelle in Walzrode angenommen hätte.
19:51Egoistische.
19:52Wie lange fliegt man denn nach Brasilien?
19:54Neun Stunden.
20:08Wie stellst du dir denn so ein soziales Jahr in China vor?
20:12Ich könnte zum Beispiel bei einem Projekt mitarbeiten, in dem chinesische Kinder Deutsch lernen.
20:16Das hat aber nichts mit Medizin zu tun.
20:18Aber ich helfe Menschen. Und das ist mir wichtig.
20:21Sehr ambitioniert.
20:24Wann hast du in China gelebt?
20:28Von 1987 bis 1993.
20:31Meine damalige Freundin Mareike und ich, wir haben eine kleine Produktion für Fahrräder aufgebaut in Wuhan.
20:36Und hat es dir da gefallen?
20:39Politisch leider überhaupt nicht. Aber die Menschen da sind sehr viele, aber irrsinnig höflich und sehr gastfreundlich.
20:48Mareike allerdings hat schon nach einem Jahr hingeschmissen.
20:53Und warum das?
20:55Sie fühlte sich als Frau nicht wirklich akzeptiert. Willst du auch?
20:58Ja.
21:00Und dazu kam dann noch die Sprachbarriere.
21:04Also in den Unterlagen, die ich bekommen habe, steht eigentlich, dass fast überall Englisch geredet wird.
21:09In den Großstädten? Ja. Auf dem Land überhaupt nicht.
21:13Bevor du deinen Kids Deutsch beibringen kannst, musst du erst mal Chinesisch lernen.
21:20Hallo.
21:21Hallo.
21:22Hi.
21:23Was machst du denn hier? Ich denke, du bist in Basel.
21:25Ähm, Corinna und ich haben uns gestern Abend verquatscht und dann habe ich den Flieger verpasst.
21:32Und jetzt?
21:35Jetzt nehme ich ein Bad.
21:40Da stimmt doch was nicht.
21:42Dieser verpasst nie einen wichtigen Termin.
21:45Klär das einfach mal.
21:48Aber ich möchte noch mehr über China erfahren, okay?
21:50Ja.
21:52Tschüss.
21:53Tschüss.
22:02Rieke, was willst du denn mit den Aufzeichnungen?
22:05Sven hat doch gesagt, dass der Einbrecher die Kamera außer Gefecht gesetzt hat.
22:09Die Aufnahmen vor dem Überfall sind aber noch drauf.
22:12Und was willst du damit?
22:19Oh Gott.
22:21Ich hab's geahnt.
22:24Ich hab's geahnt.
22:25Ich bin schuld.
22:26Was, wieso?
22:29Du meinst, dieser Kaiser hat die Bahnbank ausgeraubt?
22:33Und wieso soll sie schuld sein?
22:36Siehst du das nicht?
22:38Ich hab ihm den Code für die Tür quasi frei ausgeliefert.
22:46Verdammt.
22:50Hast du nicht gesehen, dass er in der Nähe war und dir über die Schulter geschaut hat, dass du den
22:53Code eingetippt hast?
22:54Nein.
22:56Ich hab überhaupt nicht auf Kaiser geachtet.
22:57Ich...
22:58Mensch, ich hab grad von deiner Krankheit erfahren.
23:00Ich war völlig neben der Spur.
23:02Kann man ja auch verstehen.
23:05Ich hab immer noch Angst, dass dieses Morbus Kensington trotz der Medikamente ausbricht.
23:08Rieke, du musst dir keine Sorgen machen. Das ist alles unter Kontrolle, okay?
23:14Und was machen wir denn jetzt?
23:17Wenn rauskommt, dass ich, dass ich Kaiser Tür und Tor geöffnet hab, dann kann ich meinen Job hier vergessen.
23:21Die Frage ist, ob die Versicherung den Schaden übernimmt.
23:25Die was...
23:27Die Versicherung...
23:28Oh, Mann.
23:47Kann ich nicht sehen. Bitte entschuldige. Bin durcheinander.
23:50Hole.
24:00Ähm, Tobi?
24:02Ja?
24:02Könntest du bitte?
24:03Ja, klar.
24:11Lisa?
24:13Ja?
24:15Können wir reden?
24:16Ich wollt grad neue Ware bestellen.
24:20Was ist denn?
24:22Seit wann verpasst du einen Flug? Ist noch nie passiert.
24:25Ich hab's dir doch schon erklärt. Ich hab mit Corinna die Zeit vergessen.
24:29Aber du vergisst nie die Zeit.
24:31Schon gar nicht bei so wichtigen Dingen wie dieser Messe.
24:34Ich nehme den Abendzug nach Basel.
24:36Und was ist mit den Terminen, die für heute geplant waren?
24:38Die verschiebe ich auf morgen. Das ist doch kein Problem.
24:41Mit diesem Franzosen, dem Monsieur...
24:44Mit dem hab ich sogar schon telefoniert.
24:47Und den Spanier, Senior Ferris, den rufe ich gleich noch an.
24:51Und wie hieß noch diese Engländerin?
24:53Kim Weston.
24:54Genau.
24:54Der Spanier heißt Loengo, nicht Ferris.
24:57Richtig.
24:58Jedenfalls werd ich die alle informieren.
25:00Lisa, willst du mir nicht sagen, was los ist?
25:02Gar nichts.
25:06Hast du mit deiner Freundin über deinen Kinderwunsch gesprochen und dass ich dann...
25:09So ein Quatsch!
25:11Nein.
25:15Ich hatte einfach einen schönen Abend mit viel zu viel Wein.
25:18Das ist alles.
25:25Geht mir auch so...
25:30Abstand ist gut.
25:42Oh!
25:45I'm just...
25:47When you're waiting?
25:48Malte, Ole, uh,
25:49...
25:50...
25:50...
25:50...
25:51...
25:51...
25:51...
25:51...
25:51...
25:51...
25:52...
25:52...
25:52...
25:52...
25:52...
25:52Ich warte so sehnsüchtig auf die Muster.
25:55Ähm, sag mal, willst du mal sehen? Ich habe für die Sportkollektion schon ein paar Entwürfe gemacht.
26:02Und wo?
26:04Gefallen mir.
26:05Vielleicht ein bisschen schlicht im Farbdesign, hm?
26:08Farbdesign? Du meinst mehr nähern?
26:10Vielleicht ein bisschen in den Applikationen, das peppt das Ganze sicher auf.
26:13Okay, lass dich nicht aufhalten. Du hast mit deinen Aufträgen zu tun.
26:17Mit meinem Auftrag.
26:20Ja, die Berliner Boutique ist pleite gegangen. Ich kann das Geld für die Entwürfe vergessen.
26:24Oh, das tut mir leid, Ariane. Und ich würde jetzt gerne sagen, dass das eine Ausnahme ist.
26:29Ist es aber nicht?
26:30Leider nein. Als Selbstständige musst du immer damit rechnen, dass dir ein Auftrag einfach so wegbricht.
26:35Das ist der Preis der Unabhängigkeit, Ariane.
26:38Na, ich habe ja noch die Schuster-Werkstatt. Mit der komme ich sicher über die Runden.
26:41Willst du dich erstmal darauf konzentrieren? Ich meine, dein Platz hier im Atelier bleibt frei.
26:45Im Gegenteil. Nein, ich kümmere mich ganz schnell jetzt um die Entwürfe für die Berliner Schuhhauskette.
26:50Und dann setze ich mich an den Katalog für die nächste Akquisitor.
26:53Alles auf einmal.
26:54Ja, wozu habe ich denn den schicken schönen Platz hier bei dir?
26:57Hm. Dann willkommen im Atelier Hedelund.
27:01Sollen wir deine Sachen gleich rüberholen?
27:03Oh, das wäre super. Ja.
27:04Okay.
27:06Vielleicht später?
27:09Später.
27:09Danke.
27:23Ja, vielen Dank, Herr Kommissar. Und geben Sie mir bitte Bescheid, wenn Sie Ihre Spurensicherung abgeschlossen haben.
27:27Ja, wir melden uns. Auf Wiedersehen.
27:29Danke.
27:31Also, der oder die Einbrecher haben das Sicherheitssystem des Hotels außer Kraft gesetzt und konnten somit auch in die Weinbank
27:37gelangen.
27:38Ja.
27:38Aber wie kann denn das sein? Ich meine, die Anlage wurde doch regelmäßig gewartet.
27:42Außerdem mussten die ja zwei Schlösser überwinden. Das im Gewölbe und dann zu den Schließfächern.
27:45Ja, aber wie sie ins Gewölbe gelangt sind, ist nicht geklärt. Aber mit den Schließfächern hat der Herr Berger den
27:50richtigen Riecher.
27:52Die Einbrecher kannten den Kot.
27:53Ja, oder sie haben ihn gehackt.
27:55Ja, das ist auch möglich.
27:56Die Küche hat es noch schlimmer erwischt als das Salto.
27:59Lass bloß die Finger vom Herd.
28:00Ja, das sah doch alles gar nicht so schlimm aus. Da war doch nur ein bisschen Wasser auf dem Boden.
28:03Naja, die Starkstromleitungen sind alle unter Putz verlegt. Und die haben garantiert Wasser gezogen.
28:08Garantiert? Also sicher sind sie nicht.
28:10Naja, ich muss erstmal die Wände aufmachen und jede einzelne Leitung checken.
28:13Aber das dauert ja Jahre.
28:15Gibt's keine andere Lösung?
28:17Leider nicht. Und bis dahin bleibt die Küche kalt, ja?
28:21Jedes einschaltende Gerät ist lebensgefährlich.
28:24Also es fände keine Eventwoche statt und das Bistro kann ich auch gleich wieder schließen.
28:35Oh mein, Ariane!
28:37Oh mein, das tut mir leid.
28:38Hast du es denn verfolgt?
28:39Nein, ich habe wichtige Zeichnungen vergessen.
28:41Ah, nichts passiert.
28:43Alles gut.
28:44Hey, ist das dein Mannack von Buch?
28:45Äh, ja.
28:46Buch frisch vom Verlag.
28:48Äh, wann kommt das denn raus? Ich bin schon ganz aufgeregt.
28:50Das dauert noch eine Weile. Ich habe das Vorwort noch nicht fertig.
28:53Ich dachte, Sönke wollte es schreiben.
28:54Ja, aber der geht nach Brasilien.
28:57Brasilien?
28:58Er leitet dort eine Gemeinde in Manaus.
29:00Da hat doch sicher mein Onkel die Finger im Spiel.
29:02Er hat den Kontakt hergestellt, ja.
29:05Mann, wir haben so gekämpft, um unseren Pastor nicht an Walsrode zu verlieren.
29:08Und jetzt flüchtet er bis nach Brasilien.
29:10Sönke braucht einen Neuanfang. Und wo geht das besser als am Ende der Welt?
29:14Wie geht's dir damit?
29:16Ganz gut. Die Flugverbindungen nach Brasilien sind besser als ich dachte.
29:20Ja, Robin und ich wollten auch Kontakt halten über die Distanz.
29:22Aber daraus wurde nichts.
29:24Am Anfang haben wir regelmäßig telefoniert, aber dann...
29:26Ja, das muss ja nicht immer so sein.
29:28Mittlerweile, glaube ich, ist es besser, man macht einen klaren Schnitt.
29:31Ja, das sagt sich so leicht.
29:40Herr Lichtner.
29:41Tut mir leid, ich bin etwas in Eile.
29:42Ich wollte Ihnen bloß die freudige Nachricht überbringen,
29:44dass Sie in wenigen Tagen Ihr Geld bekommen werden.
29:46Die volle Summe?
29:47Die vollen 155.000.
29:49Es wäre sehr freundlich, wenn Sie jetzt meine Lohnpfändung stoppen könnten.
29:52Sobald das Geld auf meinem Konto eingeht.
29:54Herr Lichtenhagen, Sie würden mir einen großen Gefallen tun.
29:57Das fällt mir ehrlich gesagt etwas schwer.
29:59Sie haben mich hintergangen und mein Vertrauen missbraucht.
30:01Ich würde gerne vermeiden, dass mein Arbeitgeber von meinen Schulden erfährt.
30:04Wenn das Geld, wie versprochen, bei mir eingeht, wird das nicht nötig sein.
30:08Ich denke, die Lohnpfändung ist längst durch.
30:10Es fehlt noch der Beschluss des Vollstreckungsgerichts.
30:13Aber das ist eine reine Formalie.
30:15Unsere Gerichte sind etwas überlastet.
30:18Na, herrlich.
30:20Pardon, aber ich meine...
30:21Das ist doch mal eine gute Nachricht.
30:23Haben Sie Ihr Himmelfahrtsunternehmen eigentlich mittlerweile eingestellt?
30:27Im Gegenteil.
30:28Sobald ich meine Schulden bei Ihnen los bin, hebt malte er richtig ab.
30:31Sie haben also nicht nur mein Geld,
30:33sondern auch das für die zwei Flugzeuge aus der Konkursmasse zusammen?
30:37So gut wie.
30:45Bevor Herr Berger seine Untersuchung nicht abgeschlossen hat,
30:47betritt bitte niemand mehr die Küche, ja?
30:49Ja, klar.
30:55Ich musste gerade alle Lebensmittel wegwerfen.
30:59Der Stromauswahl hat die Kühlung lahmgelegt.
31:02Aber die verderben doch nicht innerhalb von wenigen Stunden.
31:04Aber das Gesundheitsamt hat für so einen Fall ganz klare Vorschriften.
31:09Alles, was einmal angetaut ist, das muss weg.
31:12Die sind doch aber noch gut.
31:14Können wir die nicht vielleicht spenden?
31:16Wir hätten die gleichen Regeln.
31:19Ich hoffe nur, dass die Polizei diesen Typen ganz schnell bekommt,
31:22der diesen ganzen Mist hier verbockt hat.
31:30Ich hab diesen ganzen Mist verbockt.
31:33Niemand sonst.
31:35Rieke, hey.
31:37Du bist reingelegt worden von einem Profi.
31:41Wenn ich meinen Job richtig gemacht hätte, dann wäre das alles nicht passiert.
31:43Rieke!
31:45Wenn die Polizei die Überwachungsbänder sichtet und rausfindet,
31:48wie fahrlässig gehandelt hat...
31:49Die Polizei ist es erstmal damit beschäftigt, die Spuren in der Wahlbank zu sichern.
31:56Ich verliere meinen Job und komme wegen Beihilfe dran.
32:01Hey, hey, komm, beruhig dich erstmal.
32:04Wir sollten versuchen, Herrn Kaiser auf die Spur zu kommen.
32:09Hast du meinen Plan?
32:11Wir sollten sein Umfeld checken.
32:13Hast du irgendwelche Infos über ihn?
32:16Ich hab nur ne Visitenkarte, wo... wo seine Homepage draufsteht.
32:21Okay.
32:23Dann...
32:43Hey.
32:44Hey.
32:49Dein Vorwort.
32:51Du hast es doch geschrieben?
32:53Ja, ich kann mich auch wohl schlecht im Stich lassen.
32:56Danke.
32:59Wenn ich dir im Gegenzug irgendwie behilflich sein kann,
33:02bei deinen Reisevorbereitungen mit den Behörden beispielsweise...
33:06Das regelt die Gemeinde.
33:08Naja, aber ein Portugiesisch-Kurs wäre nicht schlecht.
33:11Ah, da muss ich passen.
33:13Außer RTLogo, was so viel wie Auf Wiedersehen heißt,
33:16hab ich nichts im Petto.
33:19Wir sehen uns doch wieder, oder?
33:21Natürlich, ihr konnt mich alle besuchen.
33:24Hannes Lüder hat sich auch schon angekündigt.
33:27Ich hab auch schon mal nach Flügen geschaut und mit Naumann gesprochen.
33:29Nächsten Monat könnte ich mir Urlaub nehmen.
33:32Jule, sei mir nicht böse, aber...
33:35ich...
33:35würde mich gern erst eingewöhnen.
33:40Du willst mich nicht sehen.
33:42Doch, aber nicht gleich nächsten Monat.
33:48Arianes und Robins Freundschaft hat die Distanz nicht überstanden.
33:52Glaubst du, uns wird es genauso gehen?
33:54Wenn du mich brauchst, dann bin ich immer für dich da.
33:56Das meine ich nicht.
33:58Ich weiß nicht, was aus unserer Freundschaft wird, Jule.
34:01Was ich weiß ist, dass ich einfach Abstand brauche.
34:04Von Lüneburg und...
34:06auch von dir.
34:06Dein Umzug nach Brasilien hat mit mir zu tun.
34:10Du hast mich angelogen.
34:13Naja...
34:14Vielleicht hab ich ein...
34:15ganz bisschen geflunkert.
34:31Sag mal, kann es sein, dass sich deine...
34:33Aua!
34:33Kunden verdoppelt haben, seit du mit deinem Tisch hier eingezogen bist?
34:37Du bist mehr drüben als hier.
34:40Naja...
34:40Ich weiß.
34:41Ich komm zu nichts mehr.
34:43Naja...
34:44Deine Schuster-Werkstatt kann wohl doch nicht in zweiter Reihe sein, hm?
34:52Naja...
34:53So!
34:54Spitz die Wupps!
34:58Sag mal, Ariane, was wird das denn?
35:00Wenn die Tür geschlossen ist, dann höre ich meine Laden-Klingel so schlecht.
35:03Aber wenn sie offen stehen bleibt, dann zieht es!
35:06Willst du meine Jacke?
35:07Komm, morgen lasse ich eine Klingel installieren, die hier im Atelier bemmelt.
35:11Darf der Stopper bis dahin bleiben?
35:13Behalt deine Jacke!
35:14Oh Gott!
35:18Ariane Christiansen!
35:20Guten Tag!
35:21Hier spricht Johanna Jansen!
35:22Was ist Ihnen denn über die Leber gelaufen?
35:25Es tut mir leid, Frau Jansen.
35:27Ich versuche nur schon den ganzen Tag, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.
35:30Und ich habe jetzt auch noch einen hübschen Auftrag für Sie.
35:35Mein Freund Ferdinand braucht dringend ein paar gute Stiefel.
35:38Eine Maßanfertigung?
35:40Selbstverständlich, sonst würde ich Sie doch nicht anrufen.
35:43Aber das wird schwierig. Für maßgefertigte Stiefel brauche ich die entsperrechenden Leisten.
35:47Sie sind unterwegs und wir kommen nächste Woche zur Anprobe.
35:52Das ist unmöglich. Ich bin total mit meinem Schuhdesign ausgelastet.
35:55Ach, wie schade. Lässt sich da gar nichts mehr machen.
35:58Nein, es tut mir leid, Frau Jansen. Wiederhören.
36:05Bitte nicht!
36:07Sag mal, das geht doch nicht mit rechten Dingen zu.
36:09Haben sich deine Kunden alle für heute verabredet?
36:12Ich weiß es nicht.
36:14Titzu!
36:18Hier.
36:19Hallo?
36:21Niemand da? Ariane?
36:24Ah!
36:25Onkel Hannes!
36:26Ja?
36:26Ich wusste gar nicht, dass du schon zurück bist.
36:28Ja, weil du mir nicht zuhörst. Ich habe dir den Termin mindestens dreimal durchgegeben.
36:33Entschuldigung, hier geht es gerade drunter und drüber.
36:35Ah, das ist der Vorteil des Retter-Daseins.
36:38Tja, ich kann wochenlang auf Reisen sein und muss mir keine Sorgen machen, dass hier etwas anbrennt.
36:42Ja, das sind die Vorzüge des Alters.
36:44Ja, ich gebe dir gleich Alter, ja.
36:46Dein Großonkel hat jeden Morgen noch vor Sonnenaufgang den Rio Negro durchpflügt.
36:51Johnny Weißmüller lebt! Ich wusste es!
36:56Sag mal, wo ist denn dein Designer-Equipment geblieben?
37:01Hast du eingesehen, dass die Werkstatt vollen Einsatz braucht?
37:04Die Sachen stehen drüben bei Tine.
37:07Muss ich das verstehen?
37:09Ich habe beschlossen, mich in Zukunft mehr auf meine Arbeit als Designerin zu konzentrieren.
37:13Und zusammen mit Tine geht das am besten.
37:15Ja, und was wird aus der Werkstatt? Die läuft doch nicht von allein.
37:19Wenn's klingelt, komme ich rüber. Hast du ja gesehen. Die Werkstatt läuft nebenbei.
37:23Nebenbei? Aber so führt man doch kein Geschäft.
37:26Ich schon. Was?
37:27Und jetzt entschuldige mich, ich habe wirklich viel zu tun.
37:29Wir sehen uns später, dann kannst du mir alles von Brasilien erzählen.
37:31Ja, Ariane.
37:42Und, hast du schon was über unseren Kaiser rausgefunden?
37:44Dass er nicht existiert.
37:46Was mit den Angaben auf der Visitenkarte?
37:49Handy und Homepage sind abgemeldet.
37:51Im gesamten World Wide Web gibt es tausende Stefan Kaisers, aber unser ist nicht dabei.
37:59Er wird wahrscheinlich sowieso unter falschen Namen aufgetreten sein.
38:04Mann, wie konnte ich nur so blöd sein, hätte auf diesen Verbrecher reinfallen.
38:07Ich könnte mich ohrfeigen.
38:08Rieke, das war eindeutig ein Profi.
38:10Mich hat er als geschniegelter Geschäftsmann auch überzeugt.
38:13Und jetzt ist er über alle Berge.
38:18Du, ich sollte der Polizei sagen, wo Herr Kaiser den Code hat.
38:21Sonst denken die, ich stecke mit ihm unter einer Decke.
38:23Ach komm, so ein Unsinn.
38:25Mick, du hast doch die Bilder auf den Überwachungskameras gesehen.
38:27Ich würde es denken.
38:28Ich nicht.
38:29Mann.
38:32Mein Best.
38:43Okay.
38:46Ben hat doch gesagt, dass der Einbrecher die Kameras zum Zeitpunkt des Einbruchs manipuliert hat.
38:55Ja.
38:57Was wäre, wenn, wenn die vorherigen Aufzeichnungen dabei auch gelöscht worden wären?
39:11So.
39:12Ich will Sie aber wirklich nicht permanent stören.
39:15Frau Fischer, Sie stören doch nie.
39:17Bitte, nehmen Sie Platz.
39:18Danke.
39:22Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht, dass Sie sich jetzt doch für das Kind entschieden haben.
39:27Ja.
39:28Das war eine Spontanreaktion.
39:30Unmittelbar vor dem Eingriff.
39:32Und wie geht es Ihnen jetzt damit?
39:35Gut.
39:37Ich will schon lange ein Kind.
39:39Zwar unter anderen Bedingungen, aber...
39:43Möchten Sie vielleicht einen Tee?
39:45Nein, danke.
39:49Haben Sie denn Ihrem Partner schon davon erzählt?
39:52Mö.
39:53Ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie Ole reagieren wird, wenn er erfährt, dass er nicht der Vater ist.
39:57Das wird ihn sicherlich sehr verletzen.
40:00Ich weiß.
40:01Und wenn es ganz schlimm kommt, dann kann er mir nicht verzeihen.
40:05Und wird sich von mir trennen.
40:07Das kann ich nicht beurteilen.
40:09Aber ich bin mir ganz sicher, dass Sie beide einen Weg finden werden.
40:13Er wird denken, dass ich mich für seinen Seitensprung rächen wollte.
40:18War es denn so?
40:22Also wenn Herr Wolf nicht mit zweierlei Maß misst, dann müsste er Sie eigentlich verstehen.
40:29Sie haben recht.
40:33Sprechen Sie mit ihm.
40:34Wenn alles geklärt ist, dann können Sie sich endlich voll und ganz auf das Baby freuen.
40:41Steht das Angebot für den Tee noch?
40:43Ja, gerne.
40:48Onkel Hannes war nicht gerade begeistert, als ich ihm von meinem neuen Konzept erzählt habe.
40:52Die Werkstatt war sein Lebensinhalt.
40:55Wie soll er verstehen, dass du sie nur noch nebenbei betreiben willst?
40:59Als ich Spitzenschuhwerk gegründet habe, fand er es gut.
41:02Er hat mich sogar unterstützt.
41:04Vielleicht hat er Angst, dass du die Werkstatt verkaufst.
41:08Wenn ich es mir irgendwie leisten könnte, dann würde ich das auch tun.
41:32Tine, ich hasse das, wenn wir uns streiten.
41:35Ich auch. Aber du hast Waffen in dein Krisengebiet geliefert.
41:39Also können wir nicht so tun, als hätten wir nur eine kleine Meinungsverschiedenheit, oder?
41:44Was kann ich tun, damit du mir den Flug in den Kongo verzeihst?
41:49Du hast mir die Hintergründe verschwiegen, du hast nichts gesagt.
41:54Aber doch nur, um dich zu schützen.
41:56Wenn das rauskommt, bin ich dran. Und jeder, der davon wusste, mit mir.
42:01Es wird immer besser.
42:03Ich habe mit diesem Flug einen riesen Fehler gemacht.
42:06Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen.
42:08Das kannst du aber nicht.
42:17Malte, vertraust du mir eigentlich?
42:21Natürlich. Was soll die Frage?
42:23Weil du mir immer erst von deinen Problemen erzählst, wenn es schon viel zu spät ist.
42:27Dein Hörschaden, deine eigene Airline, deine Finanzprobleme.
42:32Du redest nicht mit mir.
42:36Weil ich ein blöder Macho bin.
42:41Diene, dich zu verlieren, würde alle meine anderen Probleme in den Schatten stellen.
42:45Ich brauche dich.
42:48Brauchen?
42:50Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben.
42:54Bist du dir da sicher?
42:56Ich beweise es dir.
43:02Leute, versteh mich nicht falsch. Ich finde es toll, dass du dich nach sozialen Projekten im Ausland umsehst.
43:08Aber du hältst China nicht gerade für das geeignete Land.
43:11Für ein schwieriges Land?
43:13Einfach kann jeder.
43:15Der Spruch könnte von deiner Mutter sein.
43:17Oh Gott.
43:19Hab ich dir mal erzählt, wie sie ganz am Anfang unserer Ehe ...
43:22Papa!
43:23Du wolltest mir von China erzählen.
43:29Also, das Leben in China hat wirklich wenig mit dem Leben zu tun, das du aus Deutschland kennst.
43:36Geht das etwas genauer?
43:38Die kulturellen Unterschiede sind enorm.
43:41Ich weiß. Die Chinesen sind immer nett und sagen nichts Böses, deswegen kommen wir nicht so gut damit klar.
43:45Das meine ich gar nicht. Damit kommt man sogar relativ schnell klar.
43:49Aber?
43:51Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, ob du lieber in die Großstadt oder doch aufs Land willst?
43:56Ist das so wichtig?
43:57Na ja.
43:59Also, fast alle Großstädte in China sind an der Ostküste. Das sind 115 Millionen Menschen, gerade mal auf 50.000
44:05Quadratkilometern.
44:06Klingt doch kuschelig, oder?
44:08Das totale Verkehrschaos.
44:11Extremer Smog. Die Leute haben alle Atemmasken.
44:14Also doch lieber aufs Land.
44:17Ach, Lotte, ich will's dir wirklich nicht malig machen. Und wahrscheinlich hat sich auch sehr viel geändert im Laufe der
44:22Zeit.
44:23Aber auf dem Land wiederum herrscht eine extreme Armut. Das kannst du dir nicht vorstellen.
44:27Na, dann muss ich dann durch. Das heißt doch nicht umsonst soziales Jahr, oder?
44:33Sag mal, kennst du eigentlich noch jemanden, der da lebt?
44:36Ja. Ein ehemaliger Kollege von mir, der lebt immer noch in Beijing.
44:40Siehst du? Wenn der noch da ist, dann kann's doch gar nicht so schlimm sein.
44:43Der lebt in einer eingezäunten Siedlung, bewacht von bewaffneten Sicherheitspersonal.
44:48Und warum das?
44:49Weil es für Europäer dort immer noch gefährlich ist.
44:52Mann, Papa, jetzt hör mal auf, mir so eine Horror-Stories zu erzählen.
44:55Sag mir einfach, wenn du nicht willst, dass ich nach China gehe.
44:58Das ist deine Entscheidung, Lotte. Du bist erwachsen. Ich will einfach nur, dass du dir nichts vormachst.
45:03Kommt dann jetzt auch noch was Positives?
45:06Das Essen ist toll. Vorausgesetzt man mag Schwalbennester, Quallen, hundertjährige Eier, lebende Heuschrecken.
45:12Papa!
45:14Wir können doch nicht einfach Beweismaterial vernichten.
45:16Haben wir irgendeine Wahl?
45:18Außerdem braucht die Polizei die Bilder, um Kaiser zu überführen.
45:20Rick, kannst du bitte auch mal an dich denken? Hier geht's um deine Existenz!
45:25Mick, das bist doch nicht du. Würdest du wirklich so weit für mich gehen?
45:34Das wäre alles nicht passiert, wenn du nicht um mein Leben gefürchtet hättest.
45:39Das ist jetzt aber egal.
45:43Nein. Das ist es nicht.
45:45Herr Eckhardt, was machen Sie hier? Im Hotel ist die Hölle los. Es wird jede helfende Hand gebraucht.
45:49Ich kümmere mich gleich um alles.
45:53Was haben Sie sich da angesehen?
45:54Äh, nichts, äh.
45:56Sind das die Videoaufzeichnungen der Überwachungskamera? Ich dachte, der hätte der Einbrecher zerstört.
46:02Äh, ja, ja, Sie sehen ja auch. Es bringt überhaupt nichts, man sieht nichts.
46:06Mick, lass gut sein.
46:10Wenn Sie zurückspulen, dann werden Sie sehen, dass ich an dem Einbruch mitschuldig bin.
46:18Das hat Glück getan, mit Ihnen zu reden.
46:20Das freut mich.
46:22Dann darf ich Sie also nochmal anrufen, falls mich mal wieder der Mut verlässt?
46:25Ja, natürlich. Aber ich kann Ihnen nur raten, so schnell wie möglich mit Ihrem Partner zu sprechen.
46:31Je eher er die Wahrheit kennt, desto besser.
46:34Alles Gute.
46:35Danke.
46:41Welche Wahrheit soll ich kennen?
46:48Also, ich verstehe ja, dass sich Ariane etwas aufbauen will.
46:52Mich stört aber nur, dass sie das, was sie hat, dafür vernachlässigt, ja?
46:58Ja, also schließlich gibt ihr die Werkstatt finanziellen Rückhalt.
47:02Ich frage mich die ganze Zeit, wie Frau Friedi es einem solcher Fehler unterlaufen konnte.
47:06Ich fürchte, es lag an mir.
47:08Sie hat kurz vor der ganzen Sache von meiner Krankheit erfahren.
47:11Morbus Kenzi.
47:13Die Nachricht hat ihr einfach den Boden unter den Füßen bezogen.
47:17Ist noch irgendwas zwischen uns?
47:24Unser Gespräch hat mir gut getan.
47:26Und ich bemühe mich.
47:32Bis zum nächsten Mal.
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