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  • vor 5 Monaten
Shiro Games, das Entwickler-Studio hinter Northgard und Wartales, lässt die Vergangenheit hinter sich und wagt sich in die Zukunft - und auf fremde Welten. In SpaceCraft können wir Planeten zu Fuß erkunden, in selbstgebaute Raumschiffe steigen und nahtlos ins Weltall fliegen. Wir haben die Demo ausprobiert und sind von der Vision der Indie-Entwickler begeistert.
Transkript
00:09Shiro Games, die Entwickler von Northgard und War Tales,
00:13erbrechen mit ihrem neuen Spiel zu ganz neuen Ufern auf. Denn Spacecraft soll nicht nur
00:19Weltraum- und Fabriksimulationen miteinander verheiraten, sondern das Ganze noch mit einer
00:24persistenten Online-Welt, einer spielergetriebenen Wirtschaft und spannenden Gilden-Features garnieren.
00:31Im Gegensatz zu etwa dem Fabrik-Hit Satisfactory sollt ihr hier nicht nur auf einer Planetenoberfläche
00:36vollautomatisierte Abbaubetriebe errichten können, nein, ihr hüpft in eurem selbst entworfenen
00:42Raumschiff sogar von Sternensystem zu Sternensystem und drückt ganzen Planetensystemen euren Stempel
00:48auf. Bis ihr schließlich 10 Basen oder mehr zu einem intergalaktischen Produktions- und
00:54Handelsimperium ausbaut. Und wenn euch 10 Basen dafür nicht reichen, gründet ihr eben eine
01:00Corporation, die euch 10 weitere Basenslots befüllen lässt. Und reicht das dann immer noch nicht,
01:08dann ladet ihr weitere Spiele in eure Firma ein und bittet sie, einige ihrer 10 Basen zum Wohle der
01:14Gilde einzusetzen und so die immer hochtrabenderen Ziele eures wachsenden Imperiums zu erfüllen.
01:21Dabei soll der Multiplayer viel indirekter ablaufen, als ihr es vielleicht gewohnt seid. Ihr dürft
01:27natürlich gemeinsam an einer Basis tüfteln, aber große Firmenaufträge verlangen das nicht. Alle
01:33dürfen in ihrem eigenen Tempo zum großen Ziel beitragen und es kann sogar verschiedene Auftragstypen
01:39für verschiedene selbstdefinierte Ränge innerhalb der Corporation geben. Es ist ganz euch überlassen,
01:46wie kompakt oder megalomanisch ihr euren Weltraumclub aufziehen wollt. Oder wenn euch das nicht liegt
01:53und ihr ganz allein regieren wollt, dann erstellt ihr einfach Quests für andere Spieler, die euch für
01:59eine fest hinterlegte Belohnung Rohstoffe oder fertige Waren zuliefern. So weitet ihr eure Kapazitäten über die
02:07eigenen 10 bis 20 Basen hinaus aus, ohne euch großartig mit anderen koordinieren zu müssen. Über
02:14das gleiche System soll es möglich sein, euch bei anderen Imperienbauern als Zulieferer, Rohstoffspürhunde,
02:21Fabrik- und Schiffsdesigner oder sogar Piratenjäger zu verdingen. Spacecraft will eine große Weltraum-Sandbox
02:29mit riesigem Multiplayer-Potential sein, aber eben explizit kein MMO. Wie gut das klappen wird,
02:37wissen wir frühestens zum Early Access Release im zweiten Quartal 2026. Aber passend zum Steam Next Fest
02:45ist jetzt eine erste spielbare Singleplayer-Demo erschienen, die auch bis zum Release verfügbar
02:50bleiben soll. Und genau die habe ich mir natürlich gleich mal für euch angesehen. Ich erwache als
02:56Sträfling auf einer Raumstation. Zehn Jahre habe ich hier an schweren Maschinen geschraubt und dafür
03:03malocht, meine vom Gericht auferlegten Schulden abzustottern. Doch dann wendet sich mein Glück. Ich
03:09gewinne in der Lotterie der Stationsbetreiber. Doch anstatt meinen Schuldenberg zu senken, wächst er erst mal
03:15kräftig an. Denn ich gewinne kein Geld, sondern das Recht, die Station zu verlassen. Das nötige
03:20Raumschiff dazu wird mir natürlich in Rechnung gestellt, aber immerhin habe ich als freier Mitarbeiter,
03:26der die Rohstoffe der Galaxis nach eigenem Ermessen ausbeuten darf, deutlich bessere Chancen,
03:31mich aus dem Schuldenloch herauszukämpfen. Ich verabschiede mich von meinen früheren Kollegen und
03:37inspiziere den Schrottkübel von Raumschiff, in dem ich ab jetzt den Großteil meiner Zeit verbringen werde.
03:43Nach dem Abdocken warten zwei Planeten im hiesigen System auf mich. Ich visiere den ersten von ihnen,
03:50Solar Alpha 1, an und mache mich mit der Schiffssteuerung vertraut. Ich kann stufenlos in alle
03:56Richtungen Schub geben, einen Nachbrenner zuschalten, der Batterie verbraucht, welche meine Solarzellen
04:02wieder aufladen, sofern Sonnenstrahlen sie berühren. Um die Orientierung in den endlosen Weiten des
04:08Allts leichter zu machen, definieren meine Schiffssysteme ein festes Oben, an dem sich das
04:13Dach meines Raumschiffs grundsätzlich immer ausrichtet. Erst als ich zum Sinkflug auf Solar Alpha 1 ansetze und
04:21die hübsch anzusehende Wolkendecke durchdringe, gewinnt die Gravitation des Planeten die Oberhand und
04:27ich drehe mich vollautomatisch in Richtung des Horizonts. Eine clevere und einsteigerfreundliche
04:33Lösung. Das Flugverhalten an sich könnte aber noch etwas Arbeit vertragen. Es fehlt ein Gefühl
04:38von Momentum beim bodennahen Flug. Viele Manöver sind zu abrupt. Mein Gefährt steuert sich häufig
04:45mehr wie eine Drohne als ein tonnenschweres Raumschiff. In den folgenden Minuten lerne
04:50ich die Oberfläche zu scannen und Eisen und Kupfer mit meinem Schiffslaser abzubauen. Ein
04:56zeitaufwendiges Unterfangen, das mich schnell nach mehr Komfort streben lässt. Ich erledige meinen ersten
05:01Auftrag, verdiene erst das Geld und schmökere durch die Upgrades, die ich mir damit kaufen kann.
05:07Ich installiere einen Scanner, um neue Rohstoffe identifizieren zu können. Für einen besseren Laser
05:13muss ich mir im Technologiebaum erst eine passende Lizenz kaufen, also fliege ich weitere Aufträge.
05:20Nach ein paar Touren zwischen den zwei Planeten und der Station bin ich bereits ein routinierter
05:24Eisen- und Kupferplünderer. Ich schmelze das Material zu barren und bessere entweder mit dem Verkauf
05:30meine Lizenzkasse auf oder verarbeite sie zu neuen Schiffsbauteilen weiter. Weil ich noch
05:36keine eigene Basis habe, verwende ich das Equipment der Station dafür und muss für jeden Craftingvorgang
05:41eine Gebühr bezahlen. Angenehmerweise informiert mich das Interface jederzeit, ob das Ergebnis
05:47hinterher mehr Geld wert ist, als ich für die Gebühren abdrücke. Meistens lautet die Antwort ja.
05:53Ich installiere erst einen zweiten Laser, ersetze dann beide durch einen übertakteten. Mehr macht meine
05:59Batterie noch nicht mit. Jetzt entziehe ich die Rohstoffe dem Gestein im Sekundentakt und bastle
06:04mir als nächstes mehr Ladekapazität. Die typische Effizienz-Suchtspirale des Genres hat mich schon
06:10nach der ersten Spielstunde fest im Griff. Ich will alle Upgrades, alles automatisieren und stinkreich
06:16werden. Doch das ist nur die Demo und viel weiter komme ich für den Moment nicht. Statt also weiter
06:22nach galaktischer Allmacht zu streben, setze ich mich genauer mit dem Schiffseditor auseinander.
06:28Später kann ich hier Lego-artig fast jedes erdenkliche Flugobjekt zusammenstöpseln und muss
06:33dabei nur Antriebskraft und Gewicht gegeneinander aufwägen, was gleichzeitig die Manövrierfähigkeit
06:39meines Schiffes bestimmt. Der Baukasten folgt simplen Regeln und solange ich alle Teile durchgängig
06:44miteinander verbinde, kann ich mich frei austoben. Wo am Ende der Masseschwerpunkt meines Gefährts liegt,
06:50hat dann aber auch noch ein Wörtchen mit meiner späteren Wendigkeit mitzureden.
06:55Je größer mein Schiff ist, desto mehr Module wie Waffen, Panzerung und Treibstoff oder Stauraum
07:01bringe ich unter. Was wiederum mit genügend Antriebskraft durchs All geschoben werden will.
07:06Die Idee ist, spezialisierte Schiffe für bestimmte Einsatzzwecke wie Langstreckenerkundung,
07:12Frachttransport oder Weltraumschlachten erstellen zu können. Für den Moment ist mein frisch umgetauftes
07:18Raumschiff Gamestar allerdings an der Grenze dessen, was sein vorgegebener Rahmen fassen kann.
07:24Also wende ich mich optischen Details zu, färbe das Schiff blau, stecke mir aus den verfügbaren
07:30Dreiecken einen Gamestar-Stern zusammen und dann sollte eigentlich auch noch ein Kreis um das Logo,
07:37aber irgendwie wollte das, was im Editor gut aussah, dann nicht eins zu eins aufs tatsächliche Schiff
07:42übertragen werden. Also blieb es am Ende nur bei dem Stern. Beim Anblick meines aufgehübschten
07:48Rostkübels rührt sich dann aber in mir eine gewisse Vorfreude auf die spätere Multiplayer-Welt.
07:54Während das in der Demo verfügbare Tutorial sowie die Crafting-Bereiche auf den Stationen auch im
08:00fertigen Spiel stets in einer Solo-Instanz stattfinden sollen, werdet ihr anderswo auf Spieler treffen.
08:06Und hier freue ich mich insbesondere darauf, die Schiffe anderer Spieler an den Docks bestaunen zu
08:12können, mich von ihren Designs inspirieren und motivieren zu lassen. Jede Dock-Instanz soll fünf
08:18kleine oder zwei große Schiffe beherbergen können, ich werde also bei jedem Zwischenstopp auf einer
08:23Station etwas zu gucken haben. Der wahre Tummelplatz werden aber die Märkte, auf denen ich meine Waren
08:29und Dienstleistungen für andere zur Schau stelle. Ich kann manuell handeln oder automatische An- und
08:35Verkaufspreise festlegen. Abholen muss ich Waren immer in der Station, in der sie inseriert wurden,
08:40was ich aber auch wiederum an NPC oder Spieler-Lieferdienste outsourcen kann. Aber davon ist in der
08:46Singleplayer-Demo natürlich noch nichts zu sehen. Sie kann mit ersten verheißungsvollen Upgrades zwar
08:51schon einen angenehmen Sog erzeugen, doch die geplante Kernfaszination von Spacecraft lässt sie euch
08:58noch nicht schmecken. Denn zu der gehören noch viele andere Dinge, von denen mir die Entwickler zwar im
09:03Interview berichtet haben, doch von denen es noch nichts zu sehen gab. Denn schlussendlich soll das
09:09Weltraum-Abenteuer sogar eine weitverzweigte Handlung erzählen. In Spacecraft geht die Menschheit
09:15nämlich zugrunde. Nicht wegen Klimawandel oder Atomkrieg, sondern weil sie dummerweise ein
09:21uraltes Übel aufweckt. In letzter Minute öffnet eine unbekannte Intelligenz ein Tor im All und ermöglicht
09:29so den wenigen Erdlingen, die es vom Planeten geschafft haben, die Flucht in einen unbekannten
09:34Teil des Universums. Zahlreiche Weltraumsektoren werden dort von NPC-Fraktionen verwaltet. Erledigt ihr
09:41Aufträge für diese militärisch, politisch oder wirtschaftlich motivierten Gruppierungen, soll euch das
09:46immer stärkere Boni einbringen. Dabei erzählt jeder Sektor eigene Storylines, die ihr in beliebiger
09:52Reihenfolge erleben und dann zu Hinweisen über die mysteriöse Hauptgeschichte zusammenpuzzeln könnt.
09:59Das Kampfsystem ist eher entspannt angelegt, denn fliegen soll im Gefecht der Autopilot. Anstelle von
10:05schweißtreibenden Dogfights setzt Spacecraft auf das taktische Auslösen von Fähigkeiten.
10:11Schnellere Flexe werden wohl nicht nötig werden und etwaige PvP-Möglichkeiten sind weit entfernte
10:17Zukunftsmusik. Fest steht aber schon, dass es nur wenige gesetzlose Flecken im All geben soll, da alle
10:24Fraktionen Piraterie hart bestrafen. Unklar ist auch noch, wie vielfältig die vielen Planeten werden. Bei Alpha
10:31Playtests war schon mehr Abwechslung zu sehen als jetzt in der Demo, doch von den im Interview erwähnten
10:37händisch platzierten Mini-Instanzen und Geheimnissen fehlte auch dort noch jede Spur. Auch frage ich mich, wie sich
10:44die persistente Welt wohl nach den ersten Wochen weiterentwickelt. Wie weit neue Spieler fliegen
10:50müssen, bevor sie unberührten Boden vorfinden und wie schnell aufgebaute Basen verfallen und
10:56Rohstoffe respawnen. Aber trotz der offenen Fragen verspüre ich bei Spacecraft eine gewisse Zuversicht.
11:03Shiro ist ein renommiertes Studio, bekannt dafür, ihre Spiele langjährig zu unterstützen und mit
11:08hochwertigen Inhalten zu versorgen. Auch der unaufdringliche Multiplayer-Ansatz fasziniert mich.
11:14Schließlich sind Titel, die kleinen wie großen Clans sinnvolle Langzeitziele an die Hand geben,
11:20wirklich rar geworden. Und Shiro bedient diese Lücke, ohne den altbekannten Zwang zu bemühen,
11:26sich für Endgame-Projekte regelmäßig verabreden zu müssen. Das Design wirkt einfach unheimlich
11:32ausgeklügelt. Ich meine, Spieler sollen sich sogar als Anwälte verdingen können, die prüfen,
11:37wie vertrauenswürdig und ausgeglichen Auftragsangebote sind, dann entsprechende Sterne-Ratings
11:43vergeben. Gleichzeitig soll aber natürlich auch die Expertise und die Zuverlässigkeit
11:48dieser Anwälte bewertet werden können. Wenn Sie das alles wirklich auf solider technischer
11:54Grundlage abliefern und Ihre künftige Spielerschaft mit klug platzierten Relings anleiten, dann sehe
12:00ich in Spacecraft den idealen Nährboden für ein nahezu unvergleichliches Weltraum-Abenteuer.
12:07Einen Online-Sandkasten mit vielen verrückten Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung. Nicht
12:14nur durch ausgeflippte Raumschiff-Designs oder eine galaxisweit geschätzte Rohstoff-Spürnase,
12:20Anwalts-Expertise oder Piratenjäger-Skills, nein auch mal wieder ganz menschlich. Als Kassenwart
12:26oder Klassenclown einer Gilde, als respektierte Anführerin, als geschätzter Offizier, als hilfsbereite,
12:33gute Seele oder auch nur als getreuer Co-Pilot. Und das ganz zwanglos, ohne MMO-Korsett oder
12:40Pay-to-Win-Zahnschmerzen. In einem klassischen Buy-to-Play-Titel ohne Abo. Ich drücke Shiro jedenfalls
12:46die Daumen, dass sie im zweiten Quartal gut in den Early Access starten und dann die Gelegenheit
12:51haben, gemeinsam mit ihrer Community weiter an ihrem Traum zu feilen. Sobald es losgeht, werde ich mich in die
12:58Riege der ersten Weltraum-Piloten einreihen und euch natürlich über neue spannende Entwicklungen auf dem
13:04Laufenden halten. Wenn ihr auch dabei seid, sagt gerne Hi, wenn ihr an meinem blauen Rostkübel mit dem
13:10improvisierten Stern vorbeidüst.
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