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Mein Körper, mein Recht
3sat, NZZ-format, Sonntag, 18.09.2022, 19.10
#NZZformat über die aggressive Beeinflussung von Politik u Gesellschaft durch #Abtreibungsgegner #Lebensschützer #OrdoIuris. Fürchtet die #KinderschänderSekte um #Frischfleisch?
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https://www.nzz.ch/panorama/in-europa-kaempfen-frauen-weiterhin-um-das-recht-auf-abtreibung-ld.1688832
Darum geht es in der Doku
Das Recht auf Abtreibung ist nicht nur in den USA in Gefahr. Auch in Europa gibt es Länder, in denen Schwangerschaftsabbrüche nach wie vor illegal sind oder der Zugang immer stärker eingeschränkt wird.
Abtreibungsgegner organisieren sich dabei europaweit immer koordinierter und versuchen, durch politische und juristische Lobbyarbeit das Abtreibungsrecht einzuschränken. Und das, obwohl laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit etwa 39 000 Frauen jährlich bei unprofessionell durchgeführten Schwangerschaftsabbrüchen sterben. Ihren grössten Erfolg haben ultrakonservative Organisationen wie "Ordo Iuris" bisher in Polen gefeiert, wo es durch eine Gesetzesänderung für Frauen noch schwieriger wurde, eine Schwangerschaft abzubrechen. Weil die polnische Aktivistin Justyna Wydrzyńska einer Frau Abtreibungstabletten zuschickte, drohen ihr bis zu drei Jahre Haft.
Noch dramatischer ist die Situation auf Malta. Auf der erzkatholischen Mittelmeerinsel sind Abtreibungen komplett verboten – selbst wenn das Leben der Frau in Gefahr ist. Frauen riskieren Gefängnis und Ärzte, die helfen, Berufsverbot und eine Haftstrafe.
Abtreibungen gibt es natürlich dennoch. «NZZ Format» hat eine Frau getroffen, die sich mithilfe von Abtreibungspillen selbst geholfen hat – allein und unter grosser Angst. Nur wenige Ärzte stehen Frauen in einer solchen Situation zur Seite. Eine von ihnen ist Isabel Stabile, maltesische Gynäkologin und Aktivistin von "Doctors For Choice Malta". (https://www.doctorsforchoice.mt/)
Eine Schlüsselrolle spielt die Abtreibungspille. Für viele Frauen aus aller Welt ist die Organisation "Women on Web" von Doktor Rebecca Gomperts die letzte Hoffnung. Sie verschreibt und verschickt die Pillen. Auch wenn es riskant ist.
Doch auch in Ländern, die seit Jahrzehnten Schwangerschaftsabbrüche erlauben, gibt es zunehmend Probleme. In Italien sind Abtreibungen seit 1978 legal, doch mittlerweile verweigern 70 Prozent der Ärzte in den Krankenhäusern Abtreibungen aus Gewissensgründen.
Ein «NZZ Format» über Frauen in Europa, die um das Recht kämpfen, selbst über ihre Körper zu entscheiden, und Abtreibungsgegner, die genau dies verhindern wollen.
Film von Gustav Hofer
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RU 486 - Die etwas andere Pille
https://www.dailymotion.com/video/x9rn1cq
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Tabubruch: "Wir haben abgetrieben" - Das Ende des Schweigens
https://www.youtube.com/watch?v=3H27FFrxzkA
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Darum geht es in der Doku
Das Recht auf Abtreibung ist nicht nur in den USA in Gefahr. Auch in Europa gibt es Länder, in denen Schwangerschaftsabbrüche nach wie vor illegal sind oder der Zugang immer stärker eingeschränkt wird.
Abtreibungsgegner organisieren sich dabei europaweit immer koordinierter und versuchen, durch politische und juristische Lobbyarbeit das Abtreibungsrecht einzuschränken. Und das, obwohl laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit etwa 39 000 Frauen jährlich bei unprofessionell durchgeführten Schwangerschaftsabbrüchen sterben. Ihren grössten Erfolg haben ultrakonservative Organisationen wie "Ordo Iuris" bisher in Polen gefeiert, wo es durch eine Gesetzesänderung für Frauen noch schwieriger wurde, eine Schwangerschaft abzubrechen. Weil die polnische Aktivistin Justyna Wydrzyńska einer Frau Abtreibungstabletten zuschickte, drohen ihr bis zu drei Jahre Haft.
Noch dramatischer ist die Situation auf Malta. Auf der erzkatholischen Mittelmeerinsel sind Abtreibungen komplett verboten – selbst wenn das Leben der Frau in Gefahr ist. Frauen riskieren Gefängnis und Ärzte, die helfen, Berufsverbot und eine Haftstrafe.
Abtreibungen gibt es natürlich dennoch. «NZZ Format» hat eine Frau getroffen, die sich mithilfe von Abtreibungspillen selbst geholfen hat – allein und unter grosser Angst. Nur wenige Ärzte stehen Frauen in einer solchen Situation zur Seite. Eine von ihnen ist Isabel Stabile, maltesische Gynäkologin und Aktivistin von "Doctors For Choice Malta". (https://www.doctorsforchoice.mt/)
Eine Schlüsselrolle spielt die Abtreibungspille. Für viele Frauen aus aller Welt ist die Organisation "Women on Web" von Doktor Rebecca Gomperts die letzte Hoffnung. Sie verschreibt und verschickt die Pillen. Auch wenn es riskant ist.
Doch auch in Ländern, die seit Jahrzehnten Schwangerschaftsabbrüche erlauben, gibt es zunehmend Probleme. In Italien sind Abtreibungen seit 1978 legal, doch mittlerweile verweigern 70 Prozent der Ärzte in den Krankenhäusern Abtreibungen aus Gewissensgründen.
Ein «NZZ Format» über Frauen in Europa, die um das Recht kämpfen, selbst über ihre Körper zu entscheiden, und Abtreibungsgegner, die genau dies verhindern wollen.
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Tabubruch: "Wir haben abgetrieben" - Das Ende des Schweigens
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MenschenTranskript
00:20Untertitelung des ZDF, 2020
00:58Untertitelung des ZDF, 2020
01:00Die Stimme, die sie gehört haben, ist jene einer maltesischen Frau. Auf der erzkatholischen Insel sind Abtreibungen verboten. Darüber zu
01:08sprechen, ist tabu. Das gilt auch für Ärzte.
01:12Daher hat die Gynäkologin Isabel Stabile zusammen mit weiteren Ärzten die Gruppe Doctors for Choice gegründet, um Ungewollt-Schwangere wenigstens
01:22zu beraten.
01:25Eine Frau zu helfen, die abtreibt, ist gegen das Gesetz. Strikt illegal.
01:33Eine Frau, die eine Schwangerschaft unterbricht, riskiert drei Jahre Haft. Ein Arzt oder jeder, der ihr hilft, riskiert vier Jahre
01:43Haft und Berufsverbot, was natürlich schwere Folgen hätte.
01:52In diesem NZZ-Format erzählen wir die Geschichten von Frauen, die einiges riskieren, um Ungewollt-Schwangeren zu helfen.
02:03Die Abtreibungspille sollte überall rezeptfrei erhältlich sein.
02:09Wenn Sie abtreiben wollen, ist es Ihr Körper. Sie können tun, was Sie wollen.
02:17Und von Gruppierungen, die das Recht auf Abtreibung bekämpfen und dabei immer stärker politisch gestützt werden.
02:27Ärzte und Freiwillige auf Malta, in den Niederlanden, in Polen und Italien.
02:33Länder, in denen die Rechtslage unterschiedlich ist, aber wo das Recht der Frauen, selbst über ihren Körper zu bestimmen, unter
02:40Beschuss steht.
02:54In Amsterdam lebt Ärztin Rebecca Gompartz.
02:57Seit sie 2005 die Organisation Women on Web gegründet hat, haben sie und ihr Team über 200.000 Frauen geholfen.
03:05Ihr Ziel, das Leben und die Gesundheit von Schwangeren zu schützen.
03:09Frauen weltweit bietet sie einen sicheren und bezahlbaren Online-Abtreibungsdienst und das in 16 Sprachen.
03:45Das war eine der aufregendsten Aspekte meiner Arbeit.
03:52Ich war dabei, als die Abtreibungspillen auf den Markt kamen und auch das Internet immer besser verfügbar wurde.
03:59In den letzten 20 Jahren habe ich erlebt, wie diese Abtreibungspille Frauenrechtsgruppen gestärkt hat und die Frauen, die eine Abtreibung
04:08brauchen.
04:17Schon seit Jahrzehnten kämpft sie für den Zugang zur Abtreibungspille.
04:222001 stach Rebecca Gompartz das erste Mal mit ihrer schwimmenden Abtreibungsklinik in See.
04:28Ihre Organisation Women on Waves holte Frauen in Ländern, in denen Schwangerschaftsabbrüche verboten waren, an Bord und segelte mit ihnen
04:36in internationale Gewässer.
04:38Denn ihr Schiff fuhr unter niederländischer Flagge.
04:41Somit galt das Seerecht und die Frauen konnten legal abtreiben.
04:49Women on Waves war der absolute Katalysator für die Legalisierung der Abtreibung.
04:54Das hat die Idee, von was Abtreibungsaktivismus ist, verändert.
04:58Wir haben 2008 mit den ersten Hotlines für sichere Abtreibungen begonnen und Frauen von verschiedenen Organisationen darin ausgebildet.
05:07Heute sagt die Weltgesundheitsorganisation, dass die Abtreibungspille sicher und effektiv ist und dass sie legal verfügbar sein sollte.
05:15Das ist unglaublich, dass wir das erreicht haben.
05:18In diesen 20 Jahren sind überall auf der Welt Frauengruppen entstanden, die Abtreibungen anbieten.
05:23Jeder weiß, dass man das machen kann und dass man irgendwie zu den Medikamenten kommt.
05:28Entweder von Aktivistinnen oder anderen, die es mehr wegen des Geldes tun.
05:32Aber die Pillen sind da, sie sind überall und die Leute wissen davon.
05:36Und das war noch nicht der Fall, als wir anfingen.
05:38Das war nicht der Fall, als wir anfingen.
05:45Wenn wir diese Organisationen nicht haben, die Medikamenten wir brauchen,
05:49wir müssen nachher gehen.
05:52Und es würde mit deinem Leben interferieren, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr.
05:55Es würde sogar noch mehr Stress machen, wenn du nicht mehr Stress hast.
05:58Du bist bereits Stress, weil du eine Unwanderung, eine Unwanderung, eine Unwanderung, eine Unwanderung.
06:21Über 300 Abtreibungen gab es nach Schätzungen von Doctors for Choice allein letztes Jahr auf Malta.
06:29Das Einzige, was Ärzte wie Isabel tun können, ist es, Frauen zu informieren, wie sie sicher zu den Pillen kommen.
06:39Das ist eines der schwierigsten Dinge für Frauen, die die Entscheidung getroffen haben, die Schwangerschaft zu beenden.
06:45Wenn diese Entscheidung einmal getroffen wurde, dann wünscht man sich nichts mehr, als dass es endlich geschieht.
06:52Im Allgemeinen dauert es etwa zwei Wochen, bis die Pillen ankommen.
06:55Manchmal etwas weniger, manchmal etwas mehr.
06:58Aber diese zwei Wochen sind die Hölle.
07:00Denn es gibt nichts, was die Frauen tun können, damit es schneller geht.
07:13Über 60 Prozent der Malteser sind Umfragen nach gegen Abtreibungen.
07:18Und fast 70 Prozent lehnen selbst eine Entkriminalisierung ab.
07:23Ihr Engagement hat Isabel auch zum Feindbild von vielen auf der Insel gemacht.
07:30Die Leute versuchen uns bei der Polizei zu melden, was sie auch gerne tun können, wenn sie Beweise dafür haben,
07:36dass wir gegen das Gesetz verstoßen haben.
07:38Aber das haben wir nicht.
07:39Und wir tun, was wir tun müssen.
07:41Ja, eines Tages könnte man uns vielleicht unangenehme Fragen stellen.
07:46Dann werden wir diese Fragen ehrlich und offen beantworten.
07:50Wir sind Ärzte.
07:51Wir sorgen uns um die Gesundheit der schwangeren Frauen und tun alles, was wir können, um ihnen diese Wahl zu
07:57ermöglichen.
07:58Sollte uns das Schwierigkeiten mit dem Gesetz bereiten, dann werden wir auch das angehen.
08:21Regelmäßig organisiert sie mit jungen Aktivistinnen eine Pop-up-Klinik, wie sie sie nennt, um über Verhütung und Abtreibung aufzuklären.
08:33Isabel Stabile ist überzeugt, dass sie mit Gesprächen die Meinung ihrer Mitbürger ändern kann.
09:23Warum die Malteser nach wie vor so stark gegen Abtreibung sind, hat für Isabel einen einfachen Grund.
09:29Das ist die römisch-katholische Kirche.
09:34Man hat uns eine Gehirnwäsche verpasst, dass Abtreibung Mord ist, dass das Leben mit der Empfängnis beginnt.
09:41Und alles, was dem entgegensteht, ist gegen den Willen Gottes.
09:54Das war nicht sehr nett.
10:00Hast du gesehen?
10:01Ja, sie war.
10:02Das ist okay.
10:07Ich persönlich habe kein Problem mit Leuten, die etwas dagegen haben.
10:13Mein Problem ist...
10:16Pass auf, Lady, wo du hinschaust.
10:19Okay.
10:21Das war positiv.
10:24Nun, mein Problem sind Leute, die andere Leute daran hindern, eine Wahl zu haben.
10:28Sie müssen ja nicht abtreiben, wenn sie es nicht wollen.
10:31Niemand zwingt sie.
10:32Aber warum sollten sie andere Menschen daran hindern?
10:35Warum solltest du andere Menschen daran hindern?
10:42Warum solltest du andere Menschen daran hindern?
10:43Ich war sehr Angst.
10:45So, obviously, du bist Angst, weil du ein Procedure medikamenten hast,
10:49das du niemals überrascht hast.
10:54So, nein, ich war Angst.
10:56Ich war Angst.
10:57Denn es ist immer ein Risiko, dass du dich getrennt hast.
11:02Und zu drei Jahre zu verabschiedern ist barbarisch.
11:20Wind of Change lautete das Motto des 13. Weltkongresses der Familie.
11:27Dies ist ein Risiko der Italien, der ein Zukunft hat, ein guter Zukunft.
11:32Wiva die Familie, wiva euch alle!
11:47Bei diesem Kongress treffen sich erzkatholische Organisationen aus Europa
11:52mit Vertretern der US-amerikanischen Christian Right
11:55und ultra-konservativen Christen aus Russland.
11:59Hier entwickeln sie Strategien gegen Schwule,
12:03gegen die Ehe für alle und vor allem gegen Abtreibungen.
12:07Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können,
12:10dass der Weltkongress der Familien im letzten Jahr
12:13bereits auf Regierungsebene tätig war.
12:16So in Ungarn, Moldawien und jetzt auch in Italien.
12:19Und ich denke, dass diese Zusammenarbeit, diese Kooperation und Synergie
12:24zwischen Kirche und Staat wie in Russland,
12:26der Schlüssel zur Verteidigung der traditionellen Familie ist.
12:33Mitte 2022 kippt das oberste Gericht der USA das nationale Recht auf Abtreibung.
12:39Es ist der bisher größte Erfolg dieser Gruppen
12:41und könnte als Blaupause dienen.
12:43Auch für Europa.
12:46Daran arbeiten auch die europäischen ultrakonservativen Kräfte,
12:50vereint unter dem Decknamen Agenda Europe.
12:52Ein Netzwerk aus dutzenden Organisationen.
12:55Ihr Ziel, die natürliche Ordnung wiederherzustellen.
12:59Ich bin der Präsident, Dmitri Smirnov, Präsident.
13:09Neil Datter hat dieses im Schatten agierende System aufgedeckt.
13:15Das Problem mit Agenda Europe ist,
13:20dass von dort viele Initiativen ausgehen,
13:22die die Menschenrechte in Europa untergraben.
13:26Zum Beispiel die Initiativen zur Einschränkung der Abtreibungsrechte in Spanien 2013 und 2014
13:33und zum Verbot der Abtreibung in Polen 2016.
13:37Wir sehen, dass Agenda Europe der Ursprung dieser Initiativen ist.
13:43Interessant ist auch, dass die Akteure sie als nationale Initiativen darstellen,
13:48die von der Basis ausgehen.
13:50Dabei handelt es sich um Elite-Initiativen,
13:53die von einer kleinen Gruppe von Einzelpersonen ausgehen,
13:56die die Rechtsordnung in einer Reihe von Ländern so verändern wollen,
14:00dass sie ihren persönlichen Vorstellungen entspricht.
14:08Das versuchen sie, indem sie ihre Vertreter in hohe politische Ämter einschleusen.
14:13Am erfolgreichsten war das Netzwerk dabei in Polen.
14:18Was wir über Polen wissen müssen, ist,
14:22dass das, was dort in Bezug auf Abtreibungsrechte,
14:25aber auch in Bezug auf LGBT, häusliche Gewalt und solche Dinge passiert,
14:30nicht daran liegt, dass Polen ein katholisch-konservatives Land ist.
14:34Hinter all diesen ultrakonservativen Bewegungen in Polen
14:38steht eine Organisation, die sich Ordo Juris nennt.
14:43Das sind Leute, Juristen, verbunden mit allen,
14:47die die verschiedenen Dokumente verfasst haben,
14:49die dann Verbündeten im Parlament, in der Justiz
14:52oder in der Regierung vorgelegt werden.
14:54Und so finden sie ihren Weg in das System,
14:57sei es in Form eines Gesetzes oder auf andere Weise.
15:10Justyna Wiedrzynska könnte dabei zur ersten Frau in Polen werden,
15:14die drei Jahre ins Gefängnis muss,
15:16weil sie einer Frau während des Lockdowns illegal Pillen geschickt hat.
15:19Der Vorwurf, Beihilfe zu einer Abtreibung.
15:24Das polnische Gesetz besagt, dass es legal ist,
15:27eine Abtreibung bis zur 22. Woche selbst vorzunehmen.
15:31Es besagt auch, dass man strafrechtlich verfolgt werden kann,
15:35wenn man einer anderen Person hilft, Zugang zu Pillen zu bekommen.
15:40Aus diesem Grund läuft ein Gerichtsverfahren gegen mich.
15:47Justyna arbeitet seit 16 Jahren für die Organisation Abortion Dream Team,
15:51ständig klingelt ihr Telefon.
15:54Menschen, die wissen wollen, wie oder wo sie sicher abtreiben können.
15:58Trotz des Gerichtsverfahrens berät sie Frauen weiterhin.
16:02Mhm, na który to jest tydzień?
16:06To, mhm, to można jeszcze ciągle zamówić tabletki
16:11do abortifarmakologicznej
16:12i najlepiej zamówić je na stronie womanhelp.org.
16:21Mhm.
16:28Nie.
16:29W Polsce przerwanie samodzielnie swoje własnej ciąży
16:32jest legalne i niekaralne do 22. tygodnia.
16:41Mit dem Ende des Kommunismus
16:43wurde auf Druck der katholischen Kirche in Polen
16:46das Abtreibungsrecht eingeschränkt.
16:48Klinische Schwangerschaftsabbrüche
16:50durften nur noch nach Vergewaltigungen oder Inzest durchgeführt werden
16:54oder bei Gefahr für die Mutter.
16:57Auch bei schweren Fehlbildungen des Fötus
17:00war eine Abtreibung legal.
17:01Bis im Oktober 2020
17:04das Verfassungsgericht entschied,
17:06dass auch in solchen Fällen Abtreibungen verboten sind.
17:09Die Klage vor dem Verfassungsgericht
17:11wurde von Ordo Iuris mit vorbereitet.
17:15Dieselbe Organisation
17:16wurde von der Richterin
17:17zum Prozess gegen Justina zugelassen.
17:25Ordo Iuris sagte während des Prozesses,
17:28dass sie sich als Organisation,
17:30die das Recht des Fötus
17:32und des Vaters des Fötus unterstützt,
17:36an diesem Fall beteiligen wollen.
17:40Ich bin wirklich besorgt darüber,
17:42dass Ordo Iuris im Prozess dabei ist.
17:45Ich befürchte,
17:47dass dies nicht mehr nur meine Geschichte
17:48und jene der Frau,
17:50der ich geholfen habe, sein wird,
17:53sondern dass es ein wirklich politischer Kampf wird.
18:00Am 8. April 2022
18:03begann der Prozess.
18:05Vor dem Gericht
18:06trafen ihre Unterstützer
18:07auf eine Gruppe von Abtreibungsgegnern.
18:11Der Prozess gegen Justina
18:13könnte zum Schauprozess
18:14gegen Abtreibungsaktivisten werden
18:16und ihre Verurteilung
18:18als Abschreckung dienen.
18:19So ihre Befürchtung.
18:33Ich dachte,
18:34ich sei auf eine solche Situation vorbereitet.
18:36Aber als ich vor Gericht stand,
18:38sagte ich mir,
18:39Nein, ich war nicht bereit.
18:41Das polnische Gesetz lässt Menschen,
18:43die eine Schwangerschaft abbrechen wollen,
18:45völlig allein.
18:47Das ist etwas sehr Brutales hier.
19:01In Italien wurde 1978
19:03das Recht auf Abtreibung eingeführt.
19:06Doch der Kampf dagegen
19:07hat dem Land nie wirklich aufgehört.
19:27Es heißt,
19:28das Abtreibungsgesetz 194 sei ein Recht.
19:31In Wahrheit ist es nur das Recht der Frau,
19:33über das Leben zu entscheiden,
19:35das sie im Bauch trägt.
19:36Das Kind lebt bereits.
19:37Daher sollte man nicht von Recht sprechen.
19:39Es ist Mord.
20:01Die Erfolge der Anti-Choice-Bewegung in den USA
20:05beflügelt auch die italienischen Abtreibungsgegner.
20:0840.000 Menschen demonstrierten vergangenen Mai
20:11für das Leben.
20:13So der Leitspruch der Demo.
20:16Dabei wird es für Frauen in Italien immer schwieriger,
20:19ihr Recht in Anspruch zu nehmen.
20:21Rund 70% der Spitäler verweigern inzwischen Abtreibungen.
20:25Giuseppe Noia ist Gynäkologe an einem der größten Krankenhäuser Roms.
20:30Auch hier werden keine Abtreibungen durchgeführt,
20:33obwohl ein Teil des ehemals rhein-katholischen Krankenhauses
20:37von öffentlichen Geldern mitfinanziert wird.
20:43Dieser ganze Korridor erinnert an Papst Johannes Paul II. und seine Aufenthalte hier.
20:53Es wird auch an die Schlüsselmomente seines Papstums erinnert.
20:57Dieses Krankenhaus wird oft auch als der zweite Vatikan bezeichnet.
21:04Das italienische Abtreibungsrecht gibt Ärztinnen und Ärzten
21:08die Freiheit, aus Gewissensgründen Schwangerschaftsabbrüche abzulehnen.
21:13Wir sind alle überzeugte Verweigerer aus Gewissensgründen.
21:18Nicht-Verweigerer dürfen hier nicht arbeiten.
21:22So unser Statut.
21:26Sieben von zehn italienischen Ärzten sind mittlerweile Verweigerer.
21:30Giuseppe Noia versucht sogar, Frauen zu überzeugen,
21:33ihre lebensunfähigen Föten auszutragen.
21:36Im Gegenzug verspricht er ihnen psychologische und finanzielle Unterstützung.
21:40Wenn wir dagegen kämpfen, dass Pflanzen aussterben.
21:49Oder dass der Grauwolf oder die Eisbären nicht aussterben.
21:56Das ist etwas Wunderbares.
21:59Warum sollten wir also nicht dagegen ankämpfen,
22:02dass die Welpen des Menschen aussterben?
22:07Das ist die höchste Form der Gedankenfreiheit.
22:11Daher verteidigen wir die Lebewesen des Schöpfers,
22:14den Menschen, die Tiere und die Pflanzen.
22:23Und so sind Frauen in Italien gezwungen,
22:26Odysseen auf sich zu nehmen,
22:27bis sie ein Krankenhaus finden,
22:29in welchem sie ihre ungewollte Schwangerschaft abbrechen können.
22:44Viele finden bei ihr Hilfe.
22:47Tiziana Antonucci vom Verein AYET.
22:59Als junges Mädchen wurde ich mit 17 ungewollt schwanger.
23:03Ich ging noch zur Schule.
23:05Das war 1974.
23:08Niemand hat mir geholfen.
23:10Ich war minderjährig und musste das Studium unterbrechen.
23:15Erst zwei Jahre darauf konnte ich weiter studieren,
23:18als mein Sohn etwas älter war.
23:22Seitdem ist mir das immer wichtig geblieben.
23:25Das sollte niemandem mehr passieren.
23:29Kein Mädchen sollte mehr ein Kind bekommen müssen
23:31und keine Informationen finden
23:34oder nicht wissen, wie man verhütet.
23:42Wer abtreiben will,
23:44dem garantiert sie mit ihrem gemeinnützigen Verein
23:47auch einen kurzfristigen Termin.
23:50Jeden Samstag organisiert sie Schwangerschaftsabbrüche
23:53im Spital der Stadt.
23:59Ein Schwangerschaftsabbruch im Krankenhaus
24:02wird durchgeführt,
24:03als würde man den Frauen ein Befallen machen.
24:05Und nicht, weil ein Gesetz des Staates
24:08ihnen das Recht dazu gibt.
24:09Das ist, was er mit der Legge des Stato ist.
24:14Come?
24:15Perché io ho chiamato qua,
24:16ma non hanno posto.
24:17Ah, hai chiamato lì,
24:19non hanno posto.
24:20Infatti non capivo come mai
24:22arrivavi fino a qui.
24:24E quand'è che ti davano
24:26l'appuntamento lì a Lancona?
24:29Eh, ho detto
24:30dopo giugno.
24:32Dopo giugno?
24:33Caspita.
24:34Eh, sì.
24:35E hai telefonato quando tu?
24:36L'altro ieri.
24:38L'altro ieri.
24:44Am häufigsten treiben Frauen im Alter
24:47zwischen 25 und 35 Jahren ab.
24:50Das zeigen alle Statistiken.
24:53Das ist das fruchtbarste Alter bei Frauen.
24:56Das ist auch die internetaffinste Generation.
25:01Und so wie die Frauen von unseren Krankenhäusern behandelt werden,
25:05wo sie fast immer auf verschlossene Türen stoßen,
25:08wo sie lange warten müssen,
25:10wo sie Verhören ausgesetzt werden,
25:11beschämt und moralisch verurteilt werden.
25:16Man weiß oft nicht,
25:17ob man überhaupt Zugang
25:18zum medizinischen Schwangerschaftsabbruch bekommt.
25:21Aufgrund all dieser Hürden
25:23holen sich die Frauen in Italien
25:24lieber online die Abtreibungspille.
25:32Im italienischen Senat
25:33stellt Professor Noia
25:35mit weiteren Abtreibungsgegnern
25:37den Bericht
25:37an der Seite der Frauen vor.
25:39Mit dabei ist auch
25:40der ultrakonservative Senator
25:42Simone Pilon
25:44der rechten Lega-Partei.
25:45Der Schutz des ungeborenen Lebens,
25:47egal wie,
25:48das ist ihre Maxime.
25:49Il 25 marzo scorso
25:52è stato presentato
25:53al Policlinico Genelli
25:55il percorso clinico-assistenziale
25:58per le maternità
26:00con patologie fetali
26:02ad alto rischio
26:03e terminali.
26:04Questa è una sinergia
26:06tra scienza,
26:07famiglia e fede
26:08che trasforma
26:09una sentenza di condanna
26:11in una speranza.
26:13una sentenza di suicidio
26:16perché come suicida
26:17vince l'istinto di conservazione
26:19si toglie la vita
26:20così la donna
26:21uccide il bambino
26:22che in sé
26:23uccide l'istinto materno
26:25è vero
26:26non è ovissima
26:32jahrelang abbiamo
26:34suonato
26:34o d'armi
26:35o d'armi
26:35suonato
26:36che non è
26:37la moto
26:37che d'armi
26:38che vittolino
26:39perché
26:39il prezzo
26:40che chiudelino
26:42si è
26:43in quanto
26:48in
26:49un
26:50states
26:53Florida
26:53In Florida wird das Abtreibungsrecht gerade neu geschrieben.
26:57Man kann beide Rechte vereinen.
27:00Auch in unserem Land wird es Zeit, endlich die Ideologie zu überwinden
27:05und anzufangen, uns um die Mutter und das Leben ihres Kindes zu kümmern.
27:25Wir haben so viele mehr Dinge gemacht, mehr akzeptabel.
27:28Aber dann ist dieses Stück der Gesundheitswesen immer sehr unkönnend,
27:35sehr stigmatisiert und komplett kriminalisiert.
27:38Und ich denke, es ist unkönnend.
27:45Isabel auf Malta, Justina in Polen, Rebecca in den Niederlanden.
27:49Ein Netzwerk von Frauen, das weltweit für das Recht auf Selbstbestimmung kämpft
27:54und in einigen Ländern bereits auch die starre Haltung der Regierungen verändert hat.
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