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LernenTranskript
00:00:08Musik
00:00:30Über keinen anderen Kriminalfall nach dem Krieg ist in der Öffentlichkeit so viel diskutiert worden wie über diese Justizsache.
00:00:38Musik
00:00:40Im Fall Brüne-Ferbach wurde alles das, was am Tatort versäumt worden war und was nie nachgeholt werden konnte, in
00:00:51freier Erfindung der Polizeibeamten konstruiert.
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00:00:58Ich erkläre also hiermit mit allem Nachdruck, dass die Vermutung, die Bayerische Justiz wolle mit ihrem Verhalten in der Sache
00:01:05Brüne-Ferbach irgendjemand, wer es auch immer sei, abdecken, jeder, aber auch jeder Grundlage entbehrt.
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00:02:10So, Frau Etthaler, sehen Sie zu, dass Sie das in der Apotheke noch kriegen und dann nehmen Sie über die
00:02:18Feiertage dreimal 20 Tropfen am Tag.
00:02:21Dankeschön.
00:02:21Und kommen Sie am Dienstag wieder.
00:02:23Vergelt es Gott, Herr Dr. Braun. Und schöne Osterfeiertage auch.
00:02:28Danke gleichfalls.
00:02:31Gute Besserung, Frau Etthaler.
00:02:32Danke.
00:02:50Ja.
00:02:50Du, Elfi.
00:02:51Ja, Otto.
00:02:52Ich bin jetzt fertig mit der Sprechstunde.
00:02:53Schön, dass du anrufst.
00:02:54Was soll ich noch mitbringen?
00:02:55Eine ganze Menge.
00:02:56Nee, nee, nee. Wart mal, du. Das muss ich mir aufschreiben.
00:02:59Sonst behalte ich ja doch nur die Hälfte.
00:03:01Ja?
00:03:03Ja, ja. Das reicht allemal. Es kommt doch keiner, die Feiertage.
00:03:07Ja, ich besorg das und fahr dann gleich.
00:03:10Da ist noch ein Herr im Sprechzimmer.
00:03:12Wart mal, Elfi. Na, ich hab dir doch gesagt, ich mach heute zeitig Schluss.
00:03:15Kein Patient. Ein Dr. Büttner aus Tunis.
00:03:20Dr. Büttner?
00:03:23Kenn ich nicht. Sag ihm, ich bin schon weg.
00:03:25Es soll nach den Feiertagen.
00:03:26Der Mann kommt, dass Tunis. Das hat doch was zu bedeuten.
00:03:37Verzeihen Sie, Herr Dr. Braun, wenn ich ungelegen komme.
00:03:40Aber anders hätte ich Sie so schnell nicht erreichen können.
00:03:42Ich komme direkt vom Flugplatz.
00:03:44Es tut mir leid, ich muss sofort weg.
00:03:45Rufen Sie mich in Pöken an.
00:03:47Da haben wir Gelegenheit, einen besseren Termin zu vereinbaren.
00:03:49Tja, das wird schlecht gehen.
00:03:52Ich schreibe Ihnen die Nummer auf.
00:04:09Gut. Und ab wann würde es Ihnen am besten passen?
00:04:12Nach 20 Uhr.
00:04:12Schön, ich melde mich dann.
00:04:14Und entschuldigen Sie nochmals mein unpassendes Eindringen.
00:04:17Auf Wiedersehen.
00:04:28Elfie, bist du noch dran?
00:04:29Nein, das ist doch aufgelegt. Ich hatte es ganz vergessen.
00:04:31Nein, nein, nein, nein, es ist weiter nichts.
00:04:33Ich fahre dann gleich. Tschüss.
00:04:37Wozu denn diese Geheimniskrämerei?
00:04:39Naja, es muss doch niemand wissen, dass du eingeweiht bist.
00:04:50Wieso kommt der Eigens aus Tunis? Ist doch was.
00:04:53Keine Ahnung.
00:04:55Hat Jochen den Wagen fertig?
00:04:57Natürlich.
00:05:04Alles Gute für Ostern.
00:05:06Ebenfalls, Otto.
00:05:07Triffst du dich noch mit der Brüne?
00:05:11Nein.
00:05:12Sie hat doch vorhin angerufen.
00:05:14Ich dachte, du bringst ihr noch ein Osterpräsent.
00:05:16Ach, Renatien, lass doch die Vera in Frieden.
00:05:19Sie weiß, dass ich sie nicht heiraten werde.
00:05:21Ich habe sie jetzt gesagt.
00:05:23Bist du nun zufrieden?
00:05:25Das erzählst du bloß.
00:05:26Du kommst doch von der nicht los.
00:05:27Sie hat doch nur auf dein Geld abgesehen.
00:05:29Braucht sie wieder einen neuen Nerz.
00:05:30Ach, Renatien, aufs Geld haben sie doch alle abgesehen,
00:05:33wenn man so ein alter Esel ist.
00:05:34Ich nicht.
00:05:35Ich weiß, du hast mich wirklich geliebt,
00:05:37aber das ist 15 Jahre her
00:05:38und damals hatte ich doch auch nichts.
00:05:40Also, tschüss, Renatien.
00:05:47Und sei Dienstag pünktlich in der Praxis, wenn es geht.
00:05:49Nach den Feiertagen ist es immer arg voll.
00:06:01Aufgetankt, Jochen?
00:06:02Alles okay, Herr Doktor.
00:06:08Alles Gute für die Feiertage.
00:06:10Danke gleichfalls, Herr Doktor.
00:06:39Entschuldigen Sie,
00:06:39aber ich konnte nicht wissen, dass Sie vor der Meier Geheimnisse haben.
00:06:42Geschäftliche Details hat sie nie erfahren.
00:06:44Na gut, das war ein Fehler.
00:06:46Aber im Moment gibt es Schlimmeres.
00:06:47Was ist los?
00:06:48Hier.
00:06:50Franzosen fangen Waffenflugzeuge an.
00:06:53Deutscher Händler im Spiel.
00:07:33Bei uns wurde angerufen.
00:07:58Oh Gott, hast du mich erschrocken.
00:08:04Tja, Renatien.
00:08:04Du bist ja schon fertig.
00:08:05Ich beeil mich, Jochen.
00:08:07Ist nicht nötig.
00:08:08Ich bin noch mit Mangold verabredet.
00:08:10Du weißt doch, wegen dem neuen Fiat Sport.
00:08:11Ich hol dich dann ab.
00:08:13Mit Mangold? Wo denn?
00:08:14In einer Klause.
00:08:15Kommt überhaupt nicht in Frage.
00:08:16Das endet doch bloß wieder an der Sauferei.
00:08:18Wir können uns jetzt keinen neuen Wagen leisten.
00:08:20Na, dann muss ich ihm wenigstens absagen.
00:08:22Ich hol dich dann eine Viertelstunde.
00:08:23Gib mir mal die Wagenschlüssel.
00:08:30Lass mich nicht hier sitzen.
00:08:32Und noch einen Schein, Renatien.
00:08:35Ich bin völlig blank.
00:08:37Nein, von mir kriegst du nichts mehr.
00:08:39Ich hätte es euch ja telefonisch überspielt, aber die Qualität ist nicht gut.
00:08:42Und bis nach den Feiertagen wollte ich nicht warten.
00:08:45Ist es was Wichtiges, kriege ich eins rein.
00:08:46Na, spielen Sie es mal ab.
00:08:48Nee, nee, nee, warte mal du, das muss ich mir aufschreiben.
00:08:50Sonst warte ich ja doch nur die Hälfte.
00:08:52Zu trinken brauchen wir.
00:08:54Und vom Schlachter.
00:08:55Fahr aber der Bergers vorbei, die haben so guten Schinken.
00:08:58Und vergiss die Schweinswürstel nicht.
00:09:00Ja, ja, das reicht allemal.
00:09:02Das ist allgemeiner Kram.
00:09:04Warten Sie.
00:09:05Hier.
00:09:08Geht denn das nicht lauter?
00:09:10Nein, das ist im Zimmer gesprochen.
00:09:11Herr Dr. Bündner, aus der Flüge.
00:09:16Dr. Bündner.
00:09:18Kenn ich ihn.
00:09:19Sag ihm, ich bin schon weg.
00:09:21Er soll nach den Feiertagen.
00:09:22Ja, Mann, Gott, das tut.
00:09:23Das hat auch was zu bedeuten.
00:09:30Verzeihen Sie, Herr Dr. Braun, wenn ich ungelegen komme.
00:09:33Aber anders hätte ich Sie so schnell nicht erreichen können.
00:09:35Ich komme direkt vor Flugplatz.
00:09:45So.
00:09:46Und was möchten Sie?
00:09:48Ein Mokka?
00:09:50Oder einen Scotch?
00:09:51Einen Kognak?
00:09:51Gar nichts.
00:09:52Ich möchte Sie nur bitten, sich kurz zu fassen.
00:09:54Die Geschäfte schließen bald.
00:09:56Ich muss doch einiges für die Feiertage einkaufen.
00:09:58Sie müssen mir jetzt zuhören, Braun.
00:10:01Ich bin Geschäftsmann und kein Befehlsempfänger.
00:10:03Gewöhnen Sie sich endlich daran, Brandes.
00:10:05Moment, Moment.
00:10:07Gewöhnen Sie sich bitte erst mal daran,
00:10:08dass Sie als Dr. Bündner eingereist sind.
00:10:10Als Brandes wäre ich nicht leben vom Flugplatz gekommen.
00:10:37Dr. Bündner heißt er.
00:10:40Das könnte Ihnen am ehesten die Fluggesellschaft
00:10:42anhand der Passagierlisten sagen.
00:10:44Mit der 15.30 Uhr Maschine der Sabena
00:10:46ist ein Dr. Bündner angekommen.
00:10:47Das nützt mir aber noch gar nichts.
00:10:49Ich muss wissen, ob das der Mann auf dem Foto ist.
00:10:53Bitte.
00:10:54Ach so.
00:10:55Dürfte ich das Bild noch einmal sehen?
00:10:57Bitte.
00:11:00Ich würde sagen, ja.
00:11:02Doch, so einer ist angekommen.
00:11:04Er fragte mich nach einem Hotel.
00:11:05Nach welchem?
00:11:06Tja.
00:11:19Ich bin dafür, Sie siedeln erst mal nach Tunis um.
00:11:22Schon im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit.
00:11:23Ich kann da nicht einfach auf und davon
00:11:25und hier alles im Stich lassen.
00:11:26Wie stellen Sie sich das denn vor?
00:11:27Machen Sie Ferien in Ihrer Villa an der Costa Brava.
00:11:30Bei dem Wetter, das sollte unten genauso mies sein.
00:11:32Werden Sie krank oder fahren zur Kur.
00:11:33Irgendwas wird Ihnen doch einfallen.
00:11:35Ich kriege doch über die Feiertage
00:11:36gar kein Flugticket mehr.
00:11:38Wir fahren von München mit der Bahn
00:11:40erst einmal bis Singen.
00:11:41Um Gottes Willen, was sollen wir denn in Singen?
00:11:43Von Singen nach Jestetten
00:11:45fährt eine Kleinbahn
00:11:46durch den Schweizer Zipfel bei Schaffhausen.
00:11:48Da kommen wir ohne Passkontrolle in die Schweiz
00:11:50und fliegen dann von Zürich.
00:11:53Muss denn das alles Hals über Kopf geschehen?
00:11:56Über die Feiertage
00:11:57habe ich noch einige geschäftliche Dinge zu erledigen.
00:11:59Dienstag nach Ostern
00:12:01werde ich wieder in München sein.
00:12:02Also Mittwoch spätestens
00:12:03müssten wir weg.
00:12:06Na gut, dann rufen Sie mich am besten an,
00:12:07wenn Sie wieder zurück sind.
00:12:08Dann kann ich ja noch einige Vorbereitungen treffen.
00:12:12Es ist Brandes, Herr Regierungsinspektor.
00:12:14Kann er noch weitere Verbindungen aufgenommen haben?
00:12:16Dazu reicht eigentlich die Zeit.
00:12:17Zum Telefonieren von einer Zelle
00:12:18doch wohl allemal.
00:12:20Vom Hotel fuhr Braun
00:12:21dann Brandes zum Hauptbahnhof
00:12:22und anschließend nach Pöking weiter.
00:12:25Und wo blieb Brandes?
00:12:26Das war so schnell nicht festzustellen.
00:12:29Er muss aber wieder ins Hotel zurück.
00:12:30War ja ohne Gepäck.
00:12:32Das Zimmer ist auch bis Mittwoch nach Ostern gebucht.
00:12:34Und jetzt?
00:12:35Was treibt er da?
00:12:38So kann man das doch nicht laufen lassen.
00:12:40Warten Sie draußen.
00:12:49Verbinden Sie mich sofort mit der Harthöhe.
00:12:51Der Herr Minister ist nicht mehr im Hause.
00:12:53Er ist über Osternacht Tirol
00:12:54zur Jagd der Regierungsinspektor.
00:12:55Wer ist am Apparat?
00:12:57Uwe ist Repenning.
00:12:58Repenning?
00:12:58Na Ihnen ist ja bekannt,
00:12:59was Ihrem Chef ins Haus steht.
00:13:00Ich muss Ihnen schleunig sprechen.
00:13:02Wie?
00:13:02Das ist Ihre Sache.
00:13:03Da.
00:13:05Großer Gott.
00:13:06Er ist tot.
00:13:08Tot?
00:13:09Wieso?
00:13:10Ich habe ihn umgebracht.
00:13:11Was?
00:13:12Nicht absichtlich.
00:13:13Ich schwöre es dir,
00:13:13ich wollte ihn nicht töten.
00:13:14Es war ein Versehen.
00:13:15Oh Gott, ich kann mich nicht hinschauen.
00:13:17Na, lass mich mal sehen.
00:13:19Komm, setz dich.
00:13:20Nur keine Bahn.
00:13:21Ist er wirklich tot?
00:13:23Ja.
00:13:29Sie sind doch nicht mitten in der Nacht zu mir gekommen,
00:13:32um sich ein Kriminalhörspiel anzuhören, meine Herren.
00:13:36Einen Schnaps trinken Sie doch.
00:13:38Sei ruhig, Toni, du kennst doch die Herren.
00:13:41Whisky oder Kondack, Herr Schröder?
00:13:42Ich weiß nicht mehr.
00:13:43Whisky, bitte.
00:13:45Bitte?
00:13:51Ja, ich wollte gerade zu Bett gehen.
00:13:59Na denn, Prost.
00:14:06Was treibt Sie denn zu mir, meine Herren?
00:14:08Wo ist Brandes?
00:14:09Aber das wissen Sie doch.
00:14:11In Tunis.
00:14:12Brandes ist Gründonnerstag, 15.20 Uhr, als Dr. Bittner eingereist.
00:14:16Und war dann in ihrer Praxis.
00:14:18Es tut mir nur leid, dass dir nun dein Honorar wegschwimmt.
00:14:21Mein Honorar?
00:14:22Das hättest du eigentlich wirklich verdient.
00:14:23Du hast mich ganz schön an der Nase herumgeführt.
00:14:25Das muss ich dir lassen.
00:14:26Ich habe mir tatsächlich eingebildet, du seist in mich verliebt.
00:14:29Vielleicht warst du das...
00:14:30Francis.
00:14:30Sie ist...
00:14:31Hör mich nicht an!
00:14:32Francis, du bist krank.
00:14:34Kein Wunder nach allem, was du durchgemacht hast.
00:14:36Ich rufe deinen Arzt an.
00:14:38Du gibst wohl nie auf, was?
00:14:39Wie heißt dein Arzt?
00:14:40Wie ist seine Nummer?
00:14:41Du, tu den Telefon weg!
00:14:55Nun ziehen Sie den Mantel an.
00:14:56Sie brauchen nichts zu suchen.
00:14:57Ihre Waffe haben wir vorher schon an uns genommen, Praun.
00:15:07Gehen Sie bitte vor zum Wagen.
00:15:08Otto, was ist denn?
00:15:10Wo willst du denn so spät noch hin?
00:15:12Du gibst den Revolver hin.
00:15:13Du hast schon genug Unheil damit angerichtet.
00:15:14Schluss jetzt mit den Taten.
00:15:18Mord mit Variationen.
00:15:20Hieß dieses Kriminalhörspiel?
00:15:23Ich habe sie gar nicht kommen hören.
00:15:24Zurück nach Bonn?
00:15:26Nein, zunächst nach Pullach.
00:15:27Pullach?
00:15:28War was mit Braun?
00:15:29Nun fahren Sie doch schon endlich.
00:15:30Es ist spät genug.
00:15:39Wer hat sich denn diesen unsinnigen Besuch bei Braun nur ausgedacht?
00:15:41Hätten Sie sich mit ihm nicht anderswo treffen können?
00:15:43Er wäre nicht mehr gekommen, nachdem Brandes in der Praxis war.
00:15:45Er hat sich auch früher mit uns nur in seiner Villa getroffen.
00:15:48Es wäre ja auch alles ohne Komplikationen abgelaufen.
00:15:50Er war durchaus bereit gewesen, widerstandslos mitzukommen, um die Sachen Bonn zu klären.
00:15:54Aber dann kam diese Wirtschaft drin zu und da war unser Besuch nicht mehr geheim zu halten.
00:15:57Geheim sollte der bleiben.
00:15:58Wie konnten Sie sich dann von Händkes nach Pöckling fahren lassen?
00:16:00Händkes saß draußen im Wagen.
00:16:02So ein Wagen hat ja wohl eine Nummer.
00:16:03Und anhand dieser Nummer lässt sich auch verstehen, wer der Besitzer des Wagens ist.
00:16:06Zum Kuckuck nochmal.
00:16:07Händkes hat uns immer gefahren, wenn wir mit ihm verhandeln mussten.
00:16:09Wir konnten ja nicht mit dem Dienstwagen vorfahren.
00:16:11Genial.
00:16:11Ja, einfach genial.
00:16:12Na, wie auch immer, es muss was unternommen werden.
00:16:14Gar nichts werde ich unternehmen, Repenning.
00:16:16Ich weiß von dieser Aktion nichts, die sich ja der Herr Minister vorbehalten hatte.
00:16:20Ich darf ja nicht einmal wissen, dass Sie hier bei mir sind und mir davon erzählt haben.
00:16:23Denn der Herr Bundesverteidigungsminister darf ja nicht erfahren,
00:16:25dass ein Adjutant vom Bundesnachrichtendienst gestellt wird.
00:16:29Ist denn der Herr Doktor krank geworden über die Feiertage?
00:16:33Ich weiß auch nicht, Frau Ettaller.
00:16:35Ich habe schon mehrfach angerufen, aber es meldet sich niemand in Pöckling.
00:16:38Ist ja auch das rechte Grippewetter.
00:16:41Das Rezept für die Tropfen kann ich Ihnen mitgeben,
00:16:43aber zur Untersuchung müssen Sie schon nochmal kommen.
00:16:45Dankeschön.
00:16:46Ach, das wird er sein. Ich wünsche ihm gute Besserung.
00:16:49Ja, ja. Schönen Dank, Frau Ettaller.
00:16:52Praxis, Doktor Braun.
00:16:54Den Doktor hätte ich dringend gern gesprochen.
00:16:57Aber zu Hause ist er doch auch nicht.
00:16:59Ich habe mehrfach versucht, ihn im Pöckling zu erreichen.
00:17:26Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:18:08Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:18:13Was ist nun?
00:18:14Meldet sich niemand.
00:18:21Ruf endlich die Polizei an.
00:18:23Das will er nicht.
00:18:25Vielleicht ist er doch über Ostern nach Spanien geflogen.
00:18:27Dann werde ich helfen, Pöcking.
00:18:29Sein Haus lässt er nie ohne Aufsicht.
00:18:33Ich sage dir, ruf die Polizei an.
00:18:37Da stimmt was nicht.
00:18:40Er hat einen Packen Geld mitgehabt.
00:18:43Und eine Pistole hat er in der letzten Zeit auch in meiner Tasche.
00:18:46Wozu eigentlich?
00:18:47So ein Schieseisen macht immer alles nur noch schlimmer.
00:18:51Einbrecher sind nicht auf Mord aus.
00:18:52Aber wenn Ihnen einer mit einer Kanone kommt...
00:18:56Ich muss nach Pöcking raus.
00:18:58Du? Was willst du...
00:18:59Ja, wie willst du denn da rauskommen?
00:19:01Du fährst mich.
00:19:02Ich? Womit denn?
00:19:03Ich habe doch gar keinen Wagen.
00:19:04Seiner ist in Pöcking unseres zu Hause.
00:19:06Dann hol ihn.
00:19:18Hallo.
00:19:19Herr Dr. Büttner?
00:19:20Ja.
00:19:21Rezeption.
00:19:22Ein Herr Dr. Braun wartet hier auf Sie.
00:19:24Sie möchten doch bitte herunterkommen.
00:19:25Ja, dankeschön.
00:19:26Das ist ein Herr Dr. Braun wartet.
00:20:02Rezeption?
00:20:02Ja. Könnten Sie noch mal nachschauen, wann der nächste Zug nach Singen fährt?
00:20:06Ich schau mal nach.
00:20:10Der nächste Dienstag, Friedrichshafen, mit Anschluss nach Singen, geht um 23.10 Uhr.
00:20:1523.10 Uhr? Danke. Ach, dann bitten Sie doch an Dr. Braun, er möchte da raufkommen, ja?
00:20:20Entschuldigen Sie, was für ein Dr. Braun?
00:20:23Sie haben ja eben Anruf.
00:20:24Na, das muss auch eine Verwechslung sein.
00:20:27Dankeschön.
00:21:14Wozu wir rausgefahren sind? Ist doch zu Hause.
00:21:17Warum ist er denn nicht ans Telefon gegangen?
00:21:19Wird erst zurückgekommen sein. Sein Wagen steht ja noch draußen.
00:21:22Sieh nach, ob da wirklich alles in Ordnung ist, Jochen.
00:21:24Der blacht mich doch an, wenn ich ihn jetzt noch rausklingle. Was soll ich ihm denn sagen?
00:21:28Tu mir den Gefallen, Jochen. Ich hab sonst keine Ruhe.
00:21:29Ja.
00:21:32Mach.
00:21:43Ja.
00:21:46Ja.
00:21:47Ja.
00:21:48Ja.
00:21:48Ja.
00:21:49Ja.
00:21:52Ja.
00:21:57Vielen Dank.
00:22:30Vielen Dank.
00:22:57Vielen Dank.
00:23:27Vielen Dank.
00:23:30Vielen Dank.
00:23:30Vielen Dank.
00:23:30Vielen Dank.
00:24:11Vielen Dank.
00:24:40Vielen Dank.
00:25:42Vielen Dank.
00:26:11Vielen Dank.
00:26:33Vielen Dank.
00:26:36Vielen Dank.
00:26:47Ja, bitte?
00:26:49Herr Dr. Sedlmayr.
00:26:50Ja.
00:26:51Herr Dr. Braun ist doch Ihr Klient.
00:26:53Na ja.
00:26:54Ich muss Sie dringend sprechen.
00:26:56Ja, aber doch jetzt nicht...
00:26:57Nein, nein, nein. Diese Nacht noch.
00:26:58Aber erlauben Sie mal.
00:27:00Herr Dr. Braun ist ermordet worden.
00:27:02Was?
00:27:03Ja, ich komme und...
00:27:04Ja, ich komme so...
00:27:04Ich komme sofort zu Ihnen.
00:27:09Ja.
00:27:17Ja, ich komme sofort zu Ihnen.
00:28:01Untertitelung. BR 2018
00:28:14Als ich aus dem Wohnzimmer komme, in die Diele trat, bemerkte ich sofort die Leiche des Dr. Braun.
00:28:20Sein Kopf zeigte zur Dillentreppe hin und sein Hut lag knapp hinter dem Kopf.
00:28:25In der Hand, die rechts neben dem Körper lag, sah ich eine Pistole.
00:28:27Auf Vorhalt, ob die Pistole neben der Hand lag oder der Tode sie in der Hand hielt,
00:28:32möchte ich berichtigen, dass es aussah, als hielte er die Pistole in der Hand.
00:28:36Es kann auch sein, dass die Finger nur auf dem Griff lagen, ihn nicht umklammert hielten.
00:28:41Ist es soweit richtig protokolliert, Herr Vogel?
00:28:43Ja, ja, das war mein erster Eindruck.
00:28:47Ich verließ das Haus wieder durch die offene Terrassentür und sagte draußen zu Frau Meier,
00:28:52die sind ermordet worden, wir müssen sofort zur Polizei.
00:28:57Ermordet worden.
00:28:59Ist das nicht ein bisschen voreilig?
00:29:02Sie waren doch eh der festen Meinung, dass der tote Dr. Braun einen Revolver in der rechten Hand hielt.
00:29:08Lass das nicht vielmehr den Schluss zu, dass er selbst mal verübt hat.
00:29:11In Hut und Mantel? Gleich an der Tür, nachdem er kaum das Haus betreten hatte?
00:29:15Aha.
00:29:18Die sind ermordet worden.
00:29:20Wer die?
00:29:21Na, Dr. Braun und seine Haushälterin Frau Klo.
00:29:23Wo haben Sie Ihre Leiche gefunden?
00:29:26Überhaupt nicht.
00:29:28Ich nehme das an.
00:29:30So, Sie nehmen an.
00:29:32Könnte man da nicht noch was anderes vorher annehmen als gleich Mord?
00:29:36Das war ja wohl eine logische Schlussfolgerung, Herr Kommissar.
00:29:38Wenn Frau Klo noch am Leben wäre, dann hätte sie den angeblichen Selbstmord des Doktors selbst der Polizei mitgeteilt.
00:29:43Oder zumindest mich benachrichtigt.
00:29:45Aber wenn die Frau Klo über Ostern verreist ist, oder überhaupt nicht mehr Wirtschaftlerin ist bei ihrem Doktor,
00:29:49als er gar nichts weiß, dass er tot ist.
00:29:52Frau Klo war nicht nur Dr. Prauns Wirtschaftlerin, sie war seine Lebensgefährtin.
00:29:56Seit Jahren schon.
00:29:57Und da geht man nicht einfach auf und davon.
00:29:59Na schön.
00:30:01Wie Sie meinen.
00:30:02Da fahren wir jetzt zuerst einmal hin und schauen uns die Sache mal zusammen an.
00:30:06Äh, Sie beide bitte warten hier.
00:30:10Der Rieger, der bleibt bei Ihnen.
00:30:40Äh, was ist denn los?
00:30:43Lass mich los!
00:30:45Lass mich los!
00:30:59Lass mich los!
00:31:11Lass mich los!
00:31:13Lass mich los!
00:31:21Lass mich los!
00:31:24Lass mich los!
00:31:26Lass mich los!
00:31:31Lass mich los!
00:31:33Lass mich los!
00:31:54Lass mich los!
00:32:01Lass mich los!
00:32:20Lass mich los!
00:32:22Lass mich los!
00:32:49Lass mich los!
00:33:18Lass mich los!
00:33:20Lass mich los!
00:33:32Lass mich los!
00:33:43Lass mich los!
00:33:53Lass mich los!
00:34:09Lass mich los!
00:34:19Lass mich los!
00:34:31Lass mich los!
00:34:37Lass mich los!
00:34:57Lass mich los!
00:35:03Lass mich los!
00:35:29Lass mich los!
00:35:39Lass mich los!
00:35:53Lass mich los!
00:35:54Lass mich los!
00:35:56Lass mich los!
00:35:59Lass mich los!
00:36:01Lass mich los!
00:36:02Lass mich los!
00:36:02Lass mich los!
00:36:02Lass mich los!
00:36:03oder etwa wertvolle Schmuckgegenstände hier im Haus aufbewahrt hätte.
00:36:06Dazu war er viel zu ängstlich und misstrauisch.
00:36:09Würden Sie dann bitte hier die vorgefundenen Gegenstände quittieren?
00:36:27Frag doch mal oben, was mit dem Hund in der Besenkammer werden soll.
00:36:30Jo, ist gut.
00:36:34Dies ist die Waffe, mit der Ihr Herr Vater Frau Klo und sich erschossen hat.
00:36:38Und diese hier fanden wir im Schlafzimmer, im Nachttisch.
00:36:43Ich...
00:36:44Ich weiß nur von dritten Personen, dass er mehrere besaß.
00:36:48Im Keller liegt noch ein halbtoter Hund, soll ich sagen.
00:36:52Toni sicher.
00:36:53Ihr Vater muss ihn in der Besenkammer eingesperrt haben.
00:36:55Er hat wohl die ganzen Feiertage nichts zu fressen und zu saufen bekommen.
00:36:58Können Sie ihn denn nicht töten lassen? Er war schon lange halb blind und taub.
00:37:07Herr Doktor Braun, ich würde empfehlen schon, um einer gewissen Gerüchtemacherei um den Tod Ihres Herrn Vaters entgegenzutreten,
00:37:14einer Mitteilung für die Presse zuzustellen.
00:37:16Ja, selbstverständlich, wenn Sie es für zweckmäßig halten.
00:37:19Übernehmen Sie das.
00:37:20Am besten nur, dass nach Mitteilung der Kriminalaußenstelle Fürstenfeld Bruch der in Pöcking ansässige praktische Arzt Dr. P.
00:37:27mit seiner Lebensgefährtin Elfriede K. während der Osterfeiertage den Freitod suchte.
00:37:30Nichts weiter.
00:37:32Und möglichst an unauffälliger Stelle.
00:37:34Selbstverständlich.
00:37:36Ich danke Ihnen.
00:37:38Grüß Gott, meine Herren.
00:37:39Grüß Gott.
00:37:44Ja, Herr Doktor Braun, unsere Arbeit hier ist getan.
00:37:46Sie können dann über das Haus verfügen.
00:37:48Als einzige Angehörige kommen Sie ja dann nur als Erbe in Betrag.
00:37:52Ja.
00:37:52Ja, ja, das ist ja jetzt auch von sekundärer Bedeutung.
00:37:54Sie sind ja schon seit Stunden hier. Darf ich Ihnen auch einen Cognac eingießen?
00:37:58Ja.
00:38:19Dankeschön.
00:38:20Danke.
00:38:23Übrigens, wenn Sie später mal hier Ordnung machen, dann achten Sie doch bitte drauf, ob sich noch irgendwo ein Projektil
00:38:27anfindet.
00:38:28Wir haben zwar drei Patronenhülsen, aber nur zwei Kugeln entdecken können.
00:38:32Das könnte ja sein...
00:38:33Ja, ja, wenn ich sie finde, kriegen Sie sie.
00:38:35Dafür wäre ich Ihnen sehr dankbar.
00:38:50Ja.
00:38:58Wunderbar.
00:39:04Böden.
00:39:22Ländler hat um 10 Haftprüfungstermin in der Sache Professor Laubheim.
00:39:26Doktor Hempel sitzt mit Assessor Siebert immer noch in dem dreitägigen Autoschieberprozess.
00:39:30Frau Kater macht die Vormittagssprechstunde.
00:39:32Sie wollten ja die Sache Erbstösser um 14 Uhr selbst übernehmen.
00:39:38Wovon ich aber abraten möchte, es kommt heute doch nicht mehr zu den Plädoyers.
00:39:41Ich würde empfehlen Assessor Ländler hinzuschicken und besser die Sache Professor Laubheim selbst zu übernehmen.
00:39:49Was ist das?
00:39:51Abtreibung. Ist der Besitzer der gynäkologischen Privatklinik in Wiessee.
00:39:56Abtreibung? Ist da was zu erreichen? Noch dazu bei einem Professor?
00:39:59War da schon was in der Presse?
00:40:01Nein, nein. Er wird auch nur von einer entlassenen Schwester belastet.
00:40:04Der Verdacht eines Racheakts aus Eifersucht ließe sich einbilden.
00:40:08Na gut.
00:40:10Verzeihung, Herr Doktor. Ein Kriminalkommissar AD Brunecker möchte zu Ihnen.
00:40:15Kriminalkommissar AD?
00:40:16In welcher Angelegenheit, Fräulein van der Osten?
00:40:19Wir haben einen Auftrag an das Büro Wackernagel. Auskünfte, Recherchen, Ermittlungen gegeben.
00:40:23Ja, danke. Die Sache braun.
00:40:25Hm, braun.
00:40:27Soll ich mit ihm?
00:40:28Äh, nein, nein. Schicken Sie ihn rein.
00:40:29Soll ich mitschneiden lassen?
00:40:30Nein, ich möchte die Sache vorerst vertraulich behandelt wissen.
00:40:33Ja, selbstverständlich, Herr Doktor.
00:40:37Grüß Gott.
00:40:38Grüß Gott.
00:40:39Grüß Gott, Herr Doktor.
00:40:40Ja, grüß Gott, Herr, äh...
00:40:42Brunecker, Herr Doktor, erkennen Sie mich denn gar nicht wieder?
00:40:44Herr Doktor, wir haben doch mal ein schönes Gerangel in einem Mordprozess miteinander gehabt.
00:40:48Ich hätte Ihren Mandanten im dritten Grad vernommen, wollten Sie mir bei der Verhandlung unterstellen.
00:40:54Ich war doch damals Leiter der zweiten Mordkommission.
00:40:57Ach so, ja. Setzen Sie sich doch, Herr...
00:41:00Ja, gern.
00:41:00...ohnecker.
00:41:03Was wollen Sie denn?
00:41:05Zwegen Ihrem Auftrag.
00:41:08Observation der Herren Repenning und Schröder.
00:41:10Sie machen das also?
00:41:11Ja, ich bin doch inzwischen pensioniert worden.
00:41:14Und da arbeite ich noch ein bisschen für die Detektei Wackernagel.
00:41:16Ach so, ja. Und wie weit sind Sie in der Sache?
00:41:19Ach, gar nicht weit.
00:41:21Ich wollte Sie eigentlich erst einmal fragen, ob Sie überhaupt wissen, wer die zwei Herren sahen.
00:41:26Das ist meinem Klienten bekannt.
00:41:29Es ist natürlich nicht ganz einfach, in das Privatleben solcher Herren einzudringen.
00:41:32Und kann seine Zeit dauern.
00:41:34Wenn es sich um die Kosten handelt, Herr Brunek, dann kann ich Sie beruhigen.
00:41:37Diese Frage ist von sekundärer Bedeutung.
00:41:39Naja, im Moment ist da kaum was zu erfahren.
00:41:44Oberstleutnant Schröder ist nicht mehr bei seiner Dienststelle und angeblich in den diplomatischen Dienst versetzt.
00:41:51Und Oberst Repenning gleich nach Ostern mit seiner Familie verreist oder was weiß ich.
00:41:58Die Recherchen werden einiges kosten.
00:42:00Ich gebe gleich Anweisungen, dass Ihrer Firma ein entsprechender Kostenvorschuss angewiesen wird.
00:42:04Darum allein geht es mir nicht, Herr Doktor.
00:42:06Ein paar Informationen hätte ich gerne noch.
00:42:09Wo die beiden von Gründonnerstag bis Ostermontag waren.
00:42:14Das waren immerhin fünf Tage.
00:42:16Wo können Sie oder sollen Sie denn gewesen sein?
00:42:19Tja, Herr Brunek, tut mir leid.
00:42:22Mehr kann ich Ihnen auch nicht sagen.
00:42:23Naja, aber vielleicht Ihr Klient.
00:42:26Könnte ich denn mit dem nicht einmal sprechen?
00:42:28Bitte, Aure, das ist leider nicht möglich.
00:42:32Entschuldigung, Herr Doktor.
00:42:33Herr Dr. Brown Jr. ist am Apparat und möchte Sie dringend sprechen.
00:42:35Kann ich durchstellen?
00:42:37Ja, Moment noch.
00:42:38Tja, Brunek, wenn Sie Komplikationen fürchten wegen Ihrer früheren Stellung,
00:42:41geben Sie ihn auf der reinen Kollegen.
00:42:42Ich will Ihnen keine Ungelegenheiten bereiten.
00:42:44Nein, nein, nein, nein, ich mache das schon.
00:42:46Also, grüß Gott, Herr Doktor.
00:42:48Sie hören von mir.
00:42:52Ja, Herr Doktor Braun?
00:42:54Ich habe vom Amtsgericht Starnberg eine Ladung erhalten,
00:42:56zur Testamentseröffnung zu erscheinen.
00:42:58Aber das Schönste daran, außer mir ist noch eine Frau Vera Brüner aus München geladen.
00:43:03Können Sie mir erklären, was das so bedeuten hat?
00:43:06Schon, nur ist das eine für Sie womöglich recht peinliche Geschichte.
00:43:13Ihr Herr Vater hatte seine Wille an der Costa Brava den jeweiligen Damen seines Herzens testamentarisch vermacht.
00:43:19Hatte er die Damen wieder über, dann wieder rief er das Testament, na und so weiter.
00:43:22Und die letzte war eben diese Frau Brüner.
00:43:25Das fechte ich an.
00:43:27Das kann es doch nicht geben.
00:43:29Sie müssen die Sache übernehmen.
00:43:30Ich schicke sofort eine Vollmacht an Ihre Kanzlei und versuchen Sie auf jeden Fall zu dieser Testamentseröffnung in Starnberg mitzukommen.
00:43:51Diese amerikanische Terrain-Gesellschaft hat mindestens zweieinhalb Millionen.
00:43:55Eine Ferien-Bungalow-Siedlung mit Casino-Betrieb wollen die da aufziehen.
00:43:58Das alles kann ich mir doch nicht wegen einer Laune meines Vaters entgehen lassen.
00:44:01Ich habe darüber fest disponiert.
00:44:03Da werden Sie sich wohl oder übel mit der Brüner arrangieren müssen.
00:44:06Laden Sie sie nachher noch zu einem Trink ein.
00:44:09Da kommt sie ja.
00:44:16Ach, zahlst du mal Silvia?
00:44:19Kriegst es dann wieder, ja?
00:44:20Sie können überhaupt warten.
00:44:22Es wird nicht sehr lange dauern.
00:44:24Kommt auch noch aufgetagert wie so eine Witwe.
00:44:26Das ist der Gipfel.
00:44:28Kommen Sie.
00:44:33Grüß Gott, Herr Dr. Selbemeyer.
00:44:34Grüß Gott. Ich darf Sie gleich miteinander bekannt machen.
00:44:36Herr Dr. Brown Junior, Frau Brüner.
00:44:38Grüß Gott.
00:44:38Tut mir leid, dass wir uns jetzt erst kennenlernen.
00:44:40Ich darf meine Tochter vorstellen, Silvia Kossi, aus meiner ersten Ehe.
00:44:43Grüß Gott, Frau Rahn.
00:44:45Grüß Gott.
00:44:48Ja, ich glaube, wir müssen wohl.
00:44:50Ja, bitte.
00:45:07Was für ein herrliches Fleckchen Erde.
00:45:10Ein Panorama wie vom lieben Gott persönlich geschaffen.
00:45:14Ja, ja, es ist sehr schön hier draußen.
00:45:17Sehen Sie mal hier, die Zugspitze.
00:45:20Bitte.
00:45:27Herrlich.
00:45:40Tut mir leid, Herr Rechtsanwalt.
00:45:42Aber an eine kommerzielle Nutzung des Erbes würde ich nie denken.
00:45:45Das wäre auch gar nicht in Ottos Sinn.
00:45:48Ich möchte da meine Lebensabend verbringen.
00:45:50Irgendwelche geschäftlichen Transaktionen mit dem Erbe kommen,
00:45:52wir müssen überhaupt nicht in Betracht.
00:45:54Dazu verbindet mich viel zu viel mit Otto.
00:45:57Gnädige Frau, ich möchte Ihre Gefühle nicht verletzen,
00:46:00aber das Leben geht weiter.
00:46:01Das klingt prosaisch, aber es ist so.
00:46:03Das Schloss an der Costa Brava wird künftig nicht nur ein Hort kostbarer Erinnerung,
00:46:07sondern auch ein unerhört teurer Kostenfaktor für Sie sein.
00:46:10Das Haus kostet Unterhalt und Steuern.
00:46:13Es erfordert Personal, Handwerker, Reparaturen.
00:46:15Wie wollen Sie das finanzieren?
00:46:17Darüber möchte ich mir jetzt noch nicht den Kopf zerbrechen, Herr Rechtsanwalt.
00:46:21Jedenfalls Dank für Ihre Hinweise.
00:46:24Silvie? Silvie?
00:46:24Ja, Mutti?
00:46:25Ich glaube, wir müssen jetzt.
00:46:27Unser Taxi wartet.
00:46:28Es wird auch höchste Zeit, dass wir nach München zurückkommen.
00:46:30Vielen Dank für Ihre Einladung, lieber Dr. Braun.
00:46:33Wenn Sie mal nach Spanien kommen sollten,
00:46:34sind Sie mir jederzeit ein lieber Gast.
00:46:36Sie können ja gleich über die Terrasse gehen, gnädige Frau.
00:46:39Dank.
00:46:43Also, auf Wiedersehen.
00:46:45Auf Wiedersehen.
00:46:45Auf Wiedersehen.
00:46:50Kann Sie jetzt frei über das Erbe verfügen?
00:46:53Sobald dir der beantragte Erbschein zugestellt wird.
00:46:56Dagegen ist nicht anzugehen?
00:46:57Durch eine Anfechtungsklage zum Beispiel?
00:47:00Theoretisch ja.
00:47:01Nach § 2360 BGB ist bei einem Rechtscheid über das Erbe vorerteilen,
00:47:05und das Erbschein ist der Prozessgegner zu hören.
00:47:07Na also, dann fechten wir doch das Testament erst mal ran.
00:47:10Aber was wollen Sie denn vorbringen?
00:47:11Dass Ihr Vater vor seinem Selbstmord verabsorbt hat,
00:47:13das Testament rückgängig zu machen?
00:47:15Damit kommen Sie doch nicht durch.
00:47:16Selbstmord!
00:47:18Das war doch für die Polizei nur die bequemste Lösung.
00:47:21Es ist sagenhaft, mit welcher Oberflächlichkeit ermittelt wurde.
00:47:25Die Meier, die Sprechstuhnhilfe meines Vaters,
00:47:27sagte mir, dass er 17.000 Mark in seiner Aktentasche hatte.
00:47:30Sie sind weg, weg!
00:47:31Und kein Mensch hat sich der Mühe unterzogen,
00:47:33zu überprüfen, wo Sie geblieben sind.
00:47:35Warum sind Sie dann gegen das Ermittlungsergebnis nicht vorgegangen?
00:47:38Wenn es kein Selbstmord war, konnte es nur Mord sein.
00:47:40Der Name Braun wäre durch alle Zeitungen gegangen.
00:47:42Das wollte ich mir und meinem Vater ersparen.
00:47:45Es hätte ihn ja nicht wieder lebendig gemacht
00:47:46und mir nur einen Haufen Ärger eingetragen.
00:47:48Tja, ich muss nach München. Ich habe Termin.
00:47:50Ich will Ihnen noch was zeigen.
00:47:54Die Beamten waren ja viel zu bequem,
00:47:55nach einer fehlenden Pistolenkugel zu suchen.
00:47:58Zuschicken sollte ich sie Ihnen,
00:48:00falls ich sie fände.
00:48:03Hier ist sie.
00:48:07Ja. Und?
00:48:10Im Ermittlungsprotokoll steht,
00:48:11dass mein Vater erst Frau Klo auf ihren Wunsch hin
00:48:13mit einem Schuss tötete
00:48:14und sich dann mit einem zweiten Schuss in die Schläfe das Leben nahm.
00:48:18Hiernach
00:48:19ist aber noch ein dritter Schuss abgefeuert worden.
00:48:21Von wem?
00:48:23Ja, damit würden Sie ja nun doch
00:48:24ein Mordverfahren in Gang setzen.
00:48:26Ja, warum eigentlich nicht?
00:48:29Vielleicht könnte man damit die Brüne veranlassen,
00:48:32sich mit mir zu arrangieren.
00:48:45Also nö, lieber Dr. Braun,
00:48:47auf den Leim gehe ich Ihnen nicht.
00:48:49Die Staatsanwaltschaft ist nicht Helfer in Erbschaftssachen.
00:48:52Ich habe ein Beweisstück,
00:48:55dass mein Vater nicht so verstorben sein konnte,
00:48:57wie in den ersten Ermittlungen
00:48:58festgestellt wurde, Herr Staatsanwalt.
00:49:00Eine Kugel,
00:49:01die die Kriminalbeamten
00:49:02weder gesucht
00:49:04noch gefunden haben.
00:49:05Und was wollen Sie damit beweisen?
00:49:08Die Herren der Kriminalaußenstelle
00:49:09Fürsten Feldbruck
00:49:10hatten festgestellt,
00:49:11dass aus dem Magazin der Waffe,
00:49:13die man bei meinem Vater fand,
00:49:15drei Schüsse abgegeben worden sind.
00:49:17Wobei sich natürlich zunächst nicht ausschließen ließ,
00:49:19dass der dritte Schuss
00:49:20zu einem anderen Zeitpunkt
00:49:21und an einem anderen Ort
00:49:23abgefeuert worden sein konnte.
00:49:24Na eben, wenn man eine Pistole hat,
00:49:26dann schießt man ja auch damit schon,
00:49:27um ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen.
00:49:28Ich fand diese Kugel
00:49:30im Bodenbelag der Treppe,
00:49:31Herr Staatsanwalt.
00:49:33Ich kann mir nicht vorstellen,
00:49:34dass mein Vater
00:49:34an seiner Diele
00:49:35Schießübungen veranstaltet.
00:49:36Aber das ist doch noch kein Beweis dafür,
00:49:38dass Ihr Vater ermordet worden sein muss.
00:49:40Sicher nicht.
00:49:41Aber eine Exhumierung
00:49:43könnte diesen Beweis erbringen.
00:49:45Meines Erachtens
00:49:46müsste ein zweiter Schusskanal
00:49:47vorhanden sein.
00:49:48Auf solch eine Vermutung hin
00:49:50kann ich keine kostspielige
00:49:52Exhumierung beantragen.
00:49:54Die Kosten würde ich tragen.
00:49:56Aber es handelt sich keineswegs
00:49:57um eine Vermutung von mir.
00:49:59Ich habe von einem
00:50:00mir bekannten Kollegen
00:50:01in der Gerichtsmedizin
00:50:02schon vorab
00:50:02das Projektil untersuchen lassen.
00:50:04Die Deformation des Projektils
00:50:06stammt eindeutig
00:50:07von einem Schädeldurchschutz.
00:50:08Hier ist ein Versuchungsbefund.
00:50:15Mehr als am Telefon
00:50:16können wir Ihnen persönlich
00:50:17auch nicht sagen.
00:50:18An der Sache
00:50:19ist doch was faul.
00:50:20Vielleicht rücken Sie nun mal
00:50:21mit der Sprache heraus.
00:50:22Schließlich habe ich eine Mordanzeige
00:50:24auf den Schreibtisch geknallt bekommen.
00:50:26Wir haben nur selbst
00:50:27mal festsehen können.
00:50:28Dann geben Sie mir mal
00:50:29Ihren Ermittlungsbericht.
00:50:31Den haben wir nicht.
00:50:33Was denn?
00:50:34Sie führen Ermittlungen
00:50:35in einer, wie man nun langsam
00:50:36auch deucht, recht
00:50:37undurchsichtigen
00:50:38Selbstmordaffäre
00:50:39und fertigen keinen Bericht
00:50:40darüber an?
00:50:41Da sind Sie bei uns
00:50:42an der freudischen Adresse,
00:50:43Herr Rütt.
00:50:43Die Gehlen-Truppe
00:50:44hat sich der Sache angenommen.
00:50:46Ach du lieber Himmel,
00:50:47das hat mir gerade noch gefehlt.
00:50:49Weiß der junge Braun
00:50:50denn das nicht?
00:50:51Nein, nein.
00:50:52Die Formalitäten mit ihm
00:50:53haben wir erledigt.
00:50:55Wohl geheime Reichssache,
00:50:56dass der Bundesnachrichtendienst
00:50:57da seine Finger mit drin hat.
00:50:59Was mache ich denn da?
00:51:02Wer ist denn für die Sache
00:51:03in Pullach zuständig?
00:51:05Hauptabteilung Römisch 3.
00:51:07Ein Regierungsinspektor Hohmann.
00:51:10Der Sohn hat jetzt offiziell
00:51:11Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.
00:51:13Die Presse wird ja auch
00:51:14nicht lange auf sich warten lassen.
00:51:15Ich kann den Vorgang
00:51:17nicht liegen lassen,
00:51:18Herr Regierungsinspektor.
00:51:19Aber das sollen Sie auch
00:51:19keineswegs, Herr Staatsanwalt Rütt.
00:51:22Wir haben in dieser Sache
00:51:23noch einige Befragungen zu führen,
00:51:24die Sie aber nicht tangieren.
00:51:25Dann stehen Ihnen die Unterlagen
00:51:26selbstverständlich zur Verfügung.
00:51:27Und wie lange kann das noch dauern?
00:51:29Ein, zwei Wochen höchstens.
00:51:30Ich lasse Sie Ihnen sofort zusternen.
00:51:32Dankeschön.
00:51:33Warten Sie.
00:51:35Ohne Begleitung
00:51:35kommen Sie hier nicht heraus.
00:51:37Ja.
00:51:42Hohmann, bitte schicken Sie jemanden.
00:51:45Sagen Sie,
00:51:47der frühere Leiter der
00:51:49Mordkommission 2,
00:51:50Hauptkommissar Brunnecker,
00:51:51nennen Sie den noch?
00:51:52Dem Namen nach.
00:51:53Es war vor meiner Zeit,
00:51:54dass er Leiter der Mordkommission war.
00:51:55Das kann sein.
00:51:57Er ist seit längerer Zeit pensioniert.
00:51:58Arbeitet neuerdings als Privatdetektiv.
00:52:00Ich wollte nur wissen,
00:52:01ob er vielleicht für Dr. Braun Junior tätig ist.
00:52:04Das weiß ich nicht.
00:52:05Gesagt hat er jedenfalls nichts davon.
00:52:09Halt!
00:52:10Noch eine zur Sicherheit.
00:52:12Mit dem Kopf eine Idee,
00:52:13mehr ran an die Blutlache.
00:52:15Ja, so ist gut.
00:52:16Moment.
00:52:17So, das wär's, Herr Doktor.
00:52:21Zunächst bringen wir mal groß
00:52:22das Bild von der Leiche
00:52:24mit einer dicken Schlagzeile.
00:52:26Tragödie am Starnberger See,
00:52:28Arzt erschießt Haushälterin
00:52:29und begeht Selbstmord.
00:52:31Motiv unbekannt.
00:52:32Und die Brüne soll nicht erwähnt werden?
00:52:34Nicht gleich im Zusammenhang mit dem Mord.
00:52:36Sie könnte möglicherweise klagen.
00:52:38Eine kleine Notiz in der Klatschkolumne.
00:52:40Ex-Gattin des bekannten Filmkomponisten Lothar Brüne
00:52:43beerbt millionenschweren Arzt.
00:52:44Das reicht.
00:52:45In der nächsten Ausgabe
00:52:46fahren wir dann schweres Geschütz auf.
00:52:48Woher wissen Sie eigentlich,
00:52:50dass ich Mordanzeige erstattet habe?
00:52:51Ach, ich kenne zufällig die Tochter der Brüne.
00:52:53Wir waren zusammen auf der Penne.
00:52:55Sie rief mich gestern an
00:52:56und fragte,
00:52:56ob ich was für sie tun kann.
00:52:57Sie möchte Fotomodell werden.
00:52:59Aber die Staatsanwaltschaft
00:53:00hat doch noch gar nichts
00:53:01gegen die Mutter unternommen.
00:53:03Ach, ich glaube,
00:53:04da haben noch ganz andere Stellen
00:53:05ein Interesse daran,
00:53:06dass in der Sache was geschieht.
00:53:31Ich habe noch nicht geöffnet.
00:53:32So früh ist noch kein Geschäft.
00:53:33Ich will es auch nicht beleben.
00:53:35Ich hätte nur gern kurz was
00:53:36mit Ihnen besprochen.
00:53:37Ja, ja, aber...
00:53:40Brüneger, wenn Sie gestatten,
00:53:42bin Privatdetektiv.
00:53:44Aber stellen Sie Ihnen da
00:53:45um Gottes Willen nichts Aufregendes
00:53:47oder gar Gefährliches drunter vor.
00:53:49Gestatten?
00:53:51Das sind alles Lappalien,
00:53:52was man dort zu tun kriegt.
00:53:54Interessant, aber ich wüsste nicht...
00:53:55Doch, doch, doch, doch.
00:53:56Sie werden gleich wissen.
00:53:58So um Ostern herum war es.
00:54:00Was war da?
00:54:01Wo Sie in Pöking am Starnberger See waren
00:54:04und den Zeppel, den Kockerspaniel
00:54:06vom Medizinalrat Professor Hämmerding
00:54:08überfahren haben.
00:54:12Mein lieber Herr...
00:54:13Brunneger.
00:54:14Brunneger.
00:54:16Weder Ostern noch sonst irgendwann
00:54:18war ich jemals in meinem Leben
00:54:19in Pöking am Starnberger See.
00:54:21Schon gar nicht habe ich einen Hund überfahren.
00:54:23Doch, doch, das ist doch einwandfreier Wiesner,
00:54:26Herr Händlis.
00:54:26Na, nur stellen Sie ihn doch nicht so bogbeinig an.
00:54:29Wenn das vor Gericht geht,
00:54:30wird es für Sie dreimal so teuer.
00:54:32Der Zeppel war doch ein Weltsieger
00:54:34auf der letzten Hundeausstellung in Paris.
00:54:36Lieber Gott, verschonen Sie mich mit Ihrem Zeppel.
00:54:39Ich weiß gar nicht, wie Sie drauf kommen.
00:54:41Ich habe ihn nicht überfahren
00:54:44und war nie in Pöking am Starnberger See.
00:54:48Der Professor war mit seinem Hund
00:54:50nur ein Stück spazieren.
00:54:51Und da die Straßen um diese Zeit
00:54:52meist wie ausgestorben sahen,
00:54:54da hat er ihn auch nicht an der Leine gehabt.
00:54:55Und Sie kamen mit etwas überhöhter Geschwindigkeit
00:54:58und haben ihn deshalb auch nicht sehen können.
00:55:00Und der Herr Professor hat darum
00:55:02auch das Kennzeichen Ihres Wagens
00:55:03nicht ausmachen können.
00:55:06Erst als auf dem Heimweg
00:55:07Ihren Wagen in der Heinrich-Knotestraße
00:55:11vor der Villa des Dr. Braun stehen sah,
00:55:14da konnte es sich notieren.
00:55:16Besser, Bruniger.
00:55:18Ich kann nur für Sie hoffen,
00:55:20dass das alles nur ein völliger Irrtum
00:55:22Ihres Herrn Professors ist.
00:55:23Oh, nein, nein, nein, nein.
00:55:28Es sahen doch Zeugen vorhanden.
00:55:33Sie waren doch noch mit zwei anderen Herren in Pöking.
00:55:35Ich habe mir die Anschrift der beiden Herren
00:55:37inzwischen besorgt.
00:55:39Die müssten wir nötigenfalls als Zeugen laden.
00:55:41Und es sahen zwei Herren aus der Bundeswehr.
00:55:46Ein Oberst Repenning
00:55:47und ein Oberstleutnant Schröder.
00:56:12Und ich bin Illustraten.
00:56:31Musik
00:57:03Musik
00:57:26Musik
00:57:59Der ist tot, da ist nix zu machen.
00:58:01Aber gewiss nicht durch den Aufpahl, der ist erschossen worden.
00:58:04Wir müssen wohl die Polizei benachrichtigen.
00:58:06Wir müssen bis zum Mittag in Hannover sein, sonst senkt sich die Mutter.
00:58:10Ja doch, ja doch.
00:58:11Wir schaffen das schon.
00:58:15Wir haben auch keine Zeit, was das für Scherereien geben wird.
00:58:19Ich hab dir gleich gesagt, Karl hat nicht an, so was kann auch eine Falle sein.
00:58:23Herrgott, in der Nähe ist ein Café, wir können da ja Bescheid sagen.
00:58:26Fein, wir sind Ihnen dankbar, wir sind wirklich sehr in Eile.
00:58:29Nimm doch wenigstens mal die Kinder da weg.
00:58:31Ja doch.
00:58:35Musik
00:58:42Musik
00:58:43Musik
00:58:44Musik
00:58:45Musik
00:58:45Musik
00:58:46Musik
00:58:47Musik
00:59:15Von der Panem ist hier ein Flugticket nach Brüssel.
00:59:17Da ist die Spur gekommen.
00:59:18Haben Sie denn das bestellt?
00:59:19Nein, aber erwartet.
00:59:21Für wann ist es denn?
00:59:21Für morgen, aber da haben Sie doch Termin.
00:59:23Da müssen Sie halt umdisponieren, Kindchen.
00:59:26Ach, lassen Sie, das wird meine Mutter sein.
00:59:28Ja?
00:59:30Herr Dr. Sedlmayr?
00:59:31Ja?
00:59:33Übernehmen Sie auch Mordsachen.
00:59:36Mordsachen?
00:59:37Na ja,
00:59:39käme auf den Fall an.
00:59:41Ich werde wegen Mordes gesucht, bin aber unschuldig.
00:59:44Ehe ich mich dem Behörden stelle oder anderes unternehme, möchte ich mit einem Anwalt sprechen.
00:59:49Ja, dann kommen Sie am besten mal bei mir vorbei.
00:59:51Nicht zu Ihnen.
00:59:52Also hören Sie, wenn Sie etwas von mir wollen, müssen Sie schon zu mir in die Praxis kommen.
00:59:56Morgen nach Mittag sind in München und Riem Rennen.
00:59:58Nehmen Sie auf der Mitteltribüne eine Loge, dann finde ich Sie schon.
01:00:02Ich denke nicht daran. Kommen Sie zu mir.
01:00:04Hallo.
01:00:06Aufgelegt.
01:00:12Da werden Sie doch nicht hingehen.
01:00:13Ach, bin ja morgen noch gar nicht hier.
01:00:18Aber sehen Sie doch mal alle Zeitungen durch, ob da eine Mordgeschichte drinsteht, die zu dem Anruf passen könnte.
01:00:23Entschuldigung, Herr Generalstaatsanwalt, mit dem Mord an diesem Brunecker ist die erste Mordkommission noch bei den Partortermittlungen und deshalb...
01:00:29Deshalb habe ich sie nicht herbestellt.
01:00:31Hier, der von Ihnen beim BND angeforderte Vorgang Braun.
01:00:35Ach so.
01:00:37Dazu musste man Sie bemühen.
01:00:39Mit normalen Sterblichen pflegen die Herren in Pullach wohl keinen Umgang mehr.
01:00:42Dazu möchte ich Ihnen noch was sagen.
01:00:45Wenn Sie gestatten, Kollege Rüth.
01:00:47Bitte.
01:00:47Die strafrechtliche Behandlung dieses Vorgangs setzt ein gewisses Fingerspitzengefühl voraus.
01:00:54Vor allem im Abwägen der Prioritäten von allgemeinem Strafrecht und Staatsschutzinteressen, aber auch in der Anwendung von Legalitäts- und
01:01:03Opportunitätsprinzipien unseres Strafprozessrechts.
01:01:06Ja, natürlich.
01:01:09Ich bin sehr dafür, dass mal ein jüngerer, dynamischer Beamter die Chance erhält, sich außer der Reihe zu bewähren.
01:01:16Sie können natürlich auch am Lehnerüth, wenn Sie Bedenken haben.
01:01:41Ja?
01:01:43Ja? Nichts, Mutter. Ich habe eine Besprechung und fliege abends wieder zurück.
01:01:54Nein, Mutter. Bitte lass mich jetzt. Ich habe noch zu arbeiten.
01:02:01Ja, ja. Tschüss.
01:02:08Wie kommen Sie denn hier herein?
01:02:10Entschuldigen Sie, aber die Praxis war offen und ich wollte Sie eben nicht stören.
01:02:13Und wer sind Sie denn überhaupt?
01:02:14Wir haben heute Vormittag schon miteinander telefoniert und waren eigentlich für morgen nach Mittag verabredet.
01:02:21Naja, und was soll das Ganze eigentlich?
01:02:24Seit Ihr Privatdetektiv den Tod Dr. Prauns aufzuklären versucht, wird Ihr Telefon vom Bundesnachrichtendienst abgehört, Herr Rechtsanwalt.
01:02:32Es wird morgen nach Mittag auf der Rennbahn nur so von Kriminalbeamten wimmeln.
01:02:36Was wollen Sie von mir?
01:02:43Sagt Ihnen das was?
01:02:48Sie sind doch unschuldig. Haben Sie mir jedenfalls telefonisch versichert.
01:02:51Ja, aber man könnte mich leicht in die Sache mit hineinziehen.
01:02:55Bevor Brunnecke erschossen wurde, war er bei mir und versucht herauszubekommen, ob Repenning und Schröder mit dem Mord an Dr.
01:03:01Praun, da sagen wir, in Verbindung stehen.
01:03:05Darüber bin ich nicht informiert. Aber er muss ja einen Anlass gehabt haben, zu glauben, Sie könnten darüber Auskünfte erteilen.
01:03:11Ja, da weiß der Himmel, wie ermittelt, dass ich Repenning und Schröder Oster nach Pöcking zu Braun gefahren habe.
01:03:17Brunnecke hatte mir berichtet, die beiden seien seit Ostern Spohles verschwunden.
01:03:20Versetzt worden sind Sie. Repenning nach Paris ins NATO-Hauptquartier und Schröder in eine deutsche Botschaft in Südamerika.
01:03:26Sie mussten erst mal von der Bildfläche verschwinden.
01:03:28Wie auch immer, ich kann unmöglich Ihre Verteidigung übernehmen.
01:03:30Ich war nicht nur Brauns Anwalt, sondern auch mit ihm befreundet.
01:03:33Ich will von Ihnen nicht verteidigt werden. Ich habe an Brauns Tod keine Schuld.
01:03:36Als ich davon erfuhr, habe ich sofort einen Brief an Verteidigungsminister Strauß geschrieben und mich von solchen Methoden distanziert.
01:03:42Trotzdem, ich möchte mit dieser Angelegenheit nicht weiter befasst werden.
01:03:45Tun Sie mir den Gefallen und suchen Sie sich woanders Rat und Hilfe.
01:03:48Sie können mir nur helfen. Als Einzige bisher haben Sie Schritte unternommen, um den Mord an Braun aufzuklären.
01:03:53Ich habe nur dem Privatdetektiv vermittelt.
01:03:55Wem? Sagen Sie mir das.
01:03:56Dazu bin ich nicht ermächtigt.
01:03:57So können Sie sich nicht herausfinden.
01:03:59Sie haben mir diesen Brunnecke auf den Hals gehetzt.
01:04:02Nach meinem Brief an Strauß wird man mich bei nächst passender Gelegenheit genauso umlegen wie Brunnecke.
01:04:05Wir leben doch nicht in einer mittelamerikanischen Bananenrepublik.
01:04:07So, und warum wurde dann hier Dr. Braun erschossen und seine Haushälterin gleich mit? Und Brunnecke?
01:04:12Ich weiß von diesen Dingen nichts. Ich möchte damit doch nichts zu tun haben.
01:04:15Weil die Millionengeschäfte im Verteidigungsministerium mit ausrangierten Waffen der Bundeswehr zu platzen drohten.
01:04:22Braun hat sich doch seit Jahren abgesetzt, wo er nur Käufer fand.
01:04:24Für Repenning, dem Strohmann von Strauß und wer sonst noch alles.
01:04:28Ach, Fantastereien.
01:04:29Ich war seit Jahren der Geldbriefträger des Unternehmens.
01:04:32Auf Gehaltskonto wollte man solche Summen ja nicht überwiesen haben.
01:04:35Allein Repenning hat von mir zweieinhalb Millionen kassiert. Für sich allein?
01:04:39Das glauben Sie doch wohl selbst nicht.
01:04:41Also gut, wenn das stimmt, begreife ich erst richtig, warum Sie mich unbedingt zum Mitwisser dieser Affäre machen wollen.
01:04:47Ich bin ja nun genauso gefährdet.
01:04:49Es weiß noch niemand, dass ich bei Ihnen bin.
01:04:51Und es erfährt auch niemand, wenn Sie mir helfen, erst mal ins Ausland zu entkommen.
01:04:55Ja?
01:04:56Soll ich dir deinen Smoking einpacken oder nur den schwarzen Anzug jucken?
01:04:59Nichts, Mutter. Ich habe eine Besprechung und fliege abends wieder zurück.
01:05:03Mit wem triffst du dich da eigentlich? Prozessieren tust du doch in Brüssel nicht.
01:05:06Etwa mit diesem Dr. Bütner?
01:05:07Nein, Mutter. Bitte lass mich jetzt. Ich habe noch zu arbeiten.
01:05:11Komisch, diese Reise. Tschüss, denn. Komm nicht so spät. Um sieben geht die Maschine.
01:05:15Ja, ja. Tschüss.
01:05:43Das Ergebnis Ihres Auftrages.
01:05:45Ich denke, dabei sollten Sie es bewenden lassen.
01:05:47Ich habe nicht Lust, in eine ähnliche Situation zu geraten.
01:05:55Meldet sich Henkes noch mal bei Ihnen.
01:05:57Sicher. Aber ich werde für ihn nicht mehr erreichbar sein.
01:06:00Sie müssen ihm raushelfen, Doktor. Koste es, was es wolle.
01:06:03Ich habe mich meines Auftrags pünktlich entledigt, Herr Brandes.
01:06:06Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich jetzt zum Flugplatz fahren würden.
01:06:08Ich möchte die Mittagsmaschine noch erreichen.
01:06:10Langsam, Doktor. Pardon, Monsieur Brandes.
01:06:12Ja.
01:06:15Der Wagen, mit dem Sie gekommen sind, ist doch der Mercedes mit der chinesischen Nummer.
01:06:19Ja, was ist damit?
01:06:19Er ist falsch gepackt. Leider.
01:06:23Was kostet das in Belgien?
01:06:25Mais non, Monsieur.
01:06:27Der Wagen muss etwas weiter gefahren werden.
01:06:29Ein paar Meter.
01:06:31Ja, er steht auf dem Einstieg zur Kanalisation.
01:06:33Die Arbeiter der Straßenreinigung müssen da rein.
01:06:35Sie brauchen den Wagen nur ein Stuttwerk zu fahren.
01:06:37Ah, je le comprends. Mach ich.
01:06:40Sie haben Alkohol getrunken.
01:06:42Ja.
01:06:43Sie dürfen nicht fahren.
01:06:44Das ist in Belgien strikt verboten.
01:06:46Haben Sie doch nicht so ein paar Meter.
01:06:48Lassen Sie es mich lieber machen.
01:06:50Dann haben wir beide keinen Ärger.
01:06:52Na schön.
01:06:53Bitte.
01:06:53Setzen wir uns erst mal wieder.
01:06:58Okay.
01:07:17Ich sage Ihnen, wo Sie den Pass und alle anderen Papiere für ihn bekommen können.
01:07:22Wo es in der Bundesrepublik falsche Papiere zu kaufen gibt, ist den Stellen, die in der Henkes her sind, genauso
01:07:26gut bekannt.
01:07:45Ich sage Ihnen, wo Sie den Pass.
01:07:58Ich sage Ihnen, wo Sie den Pass.
01:08:28Ich sage Ihnen, wo Sie den Pass.
01:09:09Musik
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