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Transkript
00:00Musik
00:30Dir auch einen guten Abend, Christine
00:39Glaubst du wirklich? Du kannst mich damit täuschen
00:40Tut mir leid, meine Liebe, ich weiß nicht, wovon du redest
00:44Ihr habt das Theater gefunden, stimmt's?
00:47Dann wärst du die erste gewesen, die ich angerufen hätte
00:48Keine Sorge, ich werde die Wahrheit schon selber rausfinden
00:53Mein Gott, Christine, jetzt lass das doch einfach
00:56Du kannst mich nicht aufhalten
00:57Keiner von euch kann das
00:59Keiner von euch
01:29Oh
01:59Morgen, Pilar. Morgen. Und? Tod durch Ertrinken? Wenn es doch so einfach wäre. Stumpfe Gewalteinwirkungen mit einem zugespitzten Gegenstand. Sie wurde aber erst danach in den Rhein geworfen.
02:24Dann müsste man ja anhand der Strömungsgeschwindigkeit ermitteln können, wo der Mord passiert ist. Ja, ich bin hier schon einen Schritt voraus. Die Kriminaltechnik ist so schön dran.
02:33Haben wir eine Tatwaffe? Nee, und die Leiche lag auch schon mehrere Stunden im Wasser, sodass jede Spur eines Täters oder einer Täterin weggewaschen wurde. Wissen wir schon, wer sie ist?
02:44Also, Portemonnaie habe ich keins gefunden. Entweder sie hatte keins bei sich. Oder der Täter hat es mitgenommen, ja. Oh, Entschuldigung.
02:52Das hier habe ich in ihrer Jackentasche gefunden.
02:59Besucherkarte fürs römisch-antike Museum. Archäologische Bodendenkmalpflege. Aber kein Name. Hast du sonst noch was?
03:05Ja, das hier. Aber ich bezweifle, dass das Handy nach dem unfreiwilligen Bad noch zu irgendwas zu gebrauchen ist.
03:12Ist ja nicht gerade viel.
03:13Nee. Das Handy kommt in die KTU und ich schicke Matti und Vanessa mal ins Museum. Vielleicht kann sich da ja jemand an sie erinnern. Danke dir.
03:21Guten Tag.
03:30Ach, halt, Matti. Weißt du, was mir einfällt? Was ist mit deiner Zeche vom letzten Freitag?
03:35Ach, du, das wirst du jetzt gar nicht glauben, aber ich habe mein Geld in der anderen Jacke.
03:40Weißt du, was? Das glaube ich dir wirklich nicht.
03:45Dir ist schon klar, dass beim Lügen die Nasenspitze immer länger und länger wird. Und dann bricht die ab.
03:52Du, ich würde das Gespräch wirklich gerne fortsetzen, aber die Arbeit ruft.
03:55Ja?
04:03Hallo.
04:05Mein Name ist Wagner. Das ist meine Kollegin Haas, Kripo Köln.
04:09Dr. Jörg Volkmann. Ich arbeite als Archäologe hier im Museum. Das seien unsere Grabungstechnikerinnen? Es ist der Blumenthal.
04:19Wie können wir helfen?
04:21Ja, wir haben die hier an einem Tatort gefunden. Die wurde gestern Abend zum letzten Mal benutzt. Da waren Sie als Einziger noch hier.
04:32Ja.
04:34Kennen Sie diese Frau?
04:40Das ist Christine. Christine Sperling.
04:49Dann war Frau Sperling gestern Abend bei Ihnen.
04:52Ja, ja. Es ging um eine Ausgrabung. Ich...
04:57Mein Gott.
05:02Das kann doch nicht sein.
05:06Standen Sie sich nahe?
05:10In den 16 Jahren an der Uni war sie meine beste Studentin. Nach meinem Weckgang hat sie sogar meine Stelle übernommen.
05:17Ich war sehr stolz auf sie.
05:21Mein Beileid.
05:25Wissen Sie, ob sie Feinde hatte?
05:27Nicht, dass ich wüsste. Nein.
05:28Was sind denn Ihre Aufgaben als Grabungstechnikerin?
05:33Ich halte die Geräte im Stand.
05:35Ah ja.
05:36Dokumente die Fundautor.
05:38Also nehmen Sie diese Vasenscherben hier als Beispiel.
05:41Meine Aufgabe ist es, die Vase im Computer zu rekonstruieren.
05:45Hm.
05:47Und da kommt denn sowas dabei raus, ja?
05:49Diese Vasenscherben sind aus dem frühen 20. Jahrhundert.
05:52Sind also quasi wertlos.
05:54Der Kelch stammt aus der Zeit, in der Cäsar Köln erobert hat.
06:01Ja, dann ist der wohl ein bisschen teurer, was.
06:05Ja, er ist unbezahlbar.
06:06Haben Sie auch mal mit Frau Sperling zusammengearbeitet?
06:13Nein, ich kann das nicht bloß von sehen.
06:20Dr. Christine Sperling, sie war Professorin für Provinzialrömische Archäologie in Köln.
06:24Und Provinzialrömisch heißt...
06:25Das ist die Zeit, in der die Römer in Köln gesiedelt haben.
06:29Ja.
06:30Also die KTU hat den Ort ermittelt, wo die Leiche in den Rhein geworfen wurde.
06:34Aber die Spusie hat dort keinerlei Blut oder sonstige Spuren gefunden.
06:37Also können wir ausschließen, dass sie am Ufer umgebracht wurde.
06:39Genau.
06:40Wir haben Mord, aber kein Tatort.
06:41Amira ist gerade in der Wohnung von Frau Sperling.
06:44Ich hoffe, das bringt uns weiter.
06:46Ich habe vielleicht noch was.
06:47Als Geschäftsführer der IJU Köln Bau GmbH ist es mir eine riesige Freude,
06:54in unser neuestes Projekt vorzustellen.
06:56Die Siedlung Kolonia.
06:58Herr Jung, Herr Jung, wann haben Sie jemals an jemand anderem...
07:02... damit all jene ein Zuhause finden, die es wirklich brauchen.
07:04Wann haben Sie jemals an jemand anderem gedacht als an sich selbst?
07:07Ausgezeichnete Frage, sehr gute Frage. Danke.
07:08Danke, Herr Dr. Sperling, dafür.
07:10Bitte.
07:10Also es tut wirklich gut, der Stadt Köln etwas zurückzugeben.
07:13Gerade jetzt.
07:14Weil...
07:15Weil?
07:17Sie zerstören in Ihrer Gier-Kölns Geschichte.
07:19Aber dafür werden Sie bezahlen. Das verspreche ich Ihnen.
07:21Was sagen Sie denn dazu?
07:22Das klingt nach einer Drohung, oder?
07:23Das ist Interpretationssache.
07:25Frau Sperling, ich rufe gleich den Sicherheitsdienst. Wollen Sie lieber gehen? Ja?
07:28Einen Feind hatte sie also doch.
07:30André Jung.
07:31Seine Baufirma hat in den letzten Jahren die größten Bauprojekte im Großraum Köln verantwortet.
07:36Was hat Christine Sperling damit gemeint? Sie zerstören Kölns Geschichte?
07:40Das ist noch unklar, weil er sich dazu in der Presse nicht geäußert und den ganzen Vorfall runtergespielt hat.
07:44Das werde ich Ihnen persönlich fragen.
07:46Ach so, die KTO hat auch die Anrufliste aus Sperlings Handy gesichert. Sie wurde in den letzten Tagen mehrfach aus dem Büro von Jasmin Hirsch angerufen.
07:55Der Name sagt mir was.
07:56Kennst du bestimmt von den Wahlplakaten. Die kandidiert als Bürgermeisterin.
07:59Vor allem ist sie die Stadtbaurätin von Köln und als solche plant, genehmigt und betreut sie sämtliche Bauvorhaben.
08:06Das heißt also, sie kennt nicht nur Christine Sperling, sondern auch André Jung.
08:10Ja, ist doch kein Zufall.
08:12Ne, gib mal die Liste.
08:14Ich kümmere mich drum.
08:19Was meinst du, Valentina? Die Schrift vielleicht größer?
08:39Wenn Sie den Kontrast vielleicht ein bisschen hochsetzen, dann kommt das Rot besser zur Geltung.
08:42Ach, Entschuldigung. Herr Kommissar, ja, meine Assistentin hatte Sie bereits angekündigt. Grüße Sie.
08:51Lange Nacht, ja?
08:52Ja, nicht nur eine. Wir sind hier mitten im Wahlkampf. Der Wahlkampf geht gerade in die heiße Phase.
08:57Deshalb müssten wir das leider etwas schnell abdickeln, weil in zehn Minuten habe ich ja einen Termin mit meiner Kampagnenmanagerin.
09:05Natürlich. Ich versuche mich kurz zu fassen. Ähm, kennen Sie diese Frau hier?
09:13Nein, sollte ich.
09:14Ja, das ist Christine Sperling. Wir ermitteln im Falle ihres Mordes. In letzter Zeit wurde sie häufig aus ihrem Büro angerufen.
09:21Das ist ja entsetzlich, ja. Ich kann Ihnen da gar nicht weiterhelfen. Meine Assistentin tätigt all diese Anrufe für mich. Ich kann sie auch gerne holen, wenn sie...
09:28Haben Sie denn eine Idee, warum Ihr Büro Frau Sperling angerufen haben könnte?
09:32So, wahrscheinlich hat diese Frau Geld an meine Kampagne gespendet. Dann versucht meine Assistentin, die Adressen zu ermitteln und eine Dankeskarte zu schicken.
09:42Eine Frage noch. Hatte die Stadt jemals Probleme mit der AJU-Bau-Köln-GmbH?
09:48Nein, im Gegenteil. Nein. Sind es auch die neuen Infos? Okay, danke.
09:54AJU.
09:55AJU. André Jung. Ja, das ist ein sehr wichtiger Kooperationspartner für Köln. Die Stadt kämpft ja seit vielen Jahren mit horrenden Mietpreisen und davon sind ja vor allem die Studierenden und die Alleineziehenden und Rentnerinnen betroffen.
10:08Aber Herr Jung hat damit aufgeräumt?
10:10Absolut, ja. In seinen Wohnkomplexen zahlt man immer faire Preise.
10:14Gut. Wunderbar. Das war's auch schon. Danke.
10:16Ja, gern. Immer wieder. Wiedersehen.
10:20Wiedersehen. Ach, halt doch. Bevor Sie gehen. Damit Sie nicht vergessen, wen Sie wählen müssen.
10:27Juhu.
10:28Also, sie ist zwischen vier und sechs gestorben. Aber, ja. Wie ich bereits vermutet habe, hat das Rheinwasser jegliche Spuren an der Leiche vernichtet.
10:42Also keine Hinweise auf den Täter. Aber eure Taucher haben die Tatwaffe gefunden. Die passt zur Wunde des Opfers.
10:50Lass mich raten. Auch keine DNA.
10:54Gibt's denn wenigstens Hinweise auf den Tatort?
10:56Ja, also ich konnte diesen Dreck hier unter Ihren Fingernägeln finden.
11:00Und, hast du Jung erreicht?
11:16Äh, seine Sekretärin hat ihn entschuldigt. Er ist wohl auf einer wichtigen Investorenversammlung. Kommt erst morgen zurück.
11:23Mhm.
11:24Kann ich dir irgendwie helfen?
11:26Diese Karten habe ich in Frau Spellings Wohnung gefunden. Und die sind echt interessant.
11:31Mhm.
11:31Na gut, das hier ist jetzt einfach nur eine Karte von Köln, oder?
11:34Ja. Das hier auch. Aber hat es seit 2000 Jahren. Guck mal, da ist da rein noch ganz anders geflossen.
11:41Und wofür hat sie diese Karten gebraucht?
11:43Also, wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist sie erst vor kurzem an diese Karten gekommen. Und sie hat darauf was Unglaubliches entdeckt. Ein Amphitheater.
11:52Also wie das Colosseum in Ruhm.
11:54Genau. Blutrünstige Gladiatorenkämpfe und Bärenhatzen. Nur eben in Köln.
11:58Und warum hat man davon noch nichts gehört?
11:59Weil es als verschollen galt, bis die Karten aufgetaucht sind.
12:03Und wie hängt das jetzt alles hier mit unserem Fall zusammen?
12:06Na ja, rat doch mal, wo sie die Arena vermutet hat. Auf der Baustelle der Kolonia-Siedlung. Und es kommt noch besser.
12:15Als sie diesen Antrag hier gestellt hat, um selbst nach dem Amphitheater zu graben, wurde sie abgewiesen. Und zwar von Jung und dem archäologischen Berater des Projekts.
12:24Dr. Volkmann.
12:25Und deren E-Mail-Verkehr nach zu urteilen, war sie darüber ziemlich sauer.
12:29Was genau macht denn eigentlich das Fachamt zur archäologischen Denkmalpflege?
12:35Wir begleiten alle Baustellen im Großraum Köln und stellen sicher, dass freigelegte Artefakte fachgerecht geborgen werden.
12:44Das klingt aufwendig. Was kostet denn sowas?
12:47Sechsstellig.
12:48Wow.
12:49Mindestens.
12:50Und wer zahlt das?
12:51Der Bauherr.
12:53Kommt's da manchmal zu Streitigkeiten?
12:55Habe ich bislang nicht erlebt. Alle wissen, worauf sie sich einlassen.
12:59Hm. Außer Christine Sperling.
13:06Jetzt kommen Sie mir nicht mit der Geschichte.
13:09Müsste Sie als Archäologen so einen Fund nicht total freuen?
13:13Christine dachte bloß, dass sie das Amphitheater gefunden hätte. Aber ich habe ihr unsere Funde gezeigt. Da war nichts Römisches dabei.
13:19Nur diese Vasenscherbe, die SRM-Kollegen gezeigt hat.
13:24Aber dann wäre es doch total harmlos gewesen, Sie auf die Baustelle zu lassen.
13:29Eine weitere Ausgrabung hätte das Bauprojekt verzögert und Unsummen gekostet, zumal wir keine Beweise für die Amphitheater-Theorie hatten.
13:36Also kam Frau Sperling noch mal zu Ihnen, um Sie umzustimmen?
13:42Ja.
13:43Haben Sie gestritten?
13:45Ein wenig. Aber als sie das Büro verlassen hat, hat sie noch gelebt.
13:52Wo waren Sie denn eigentlich zwischen vier und sechs Uhr morgens?
13:55Im Bett, natürlich.
13:58Kann das jemand bestätigen?
14:00Meine Frau? Ich weiß Ihnen gern die Nummer da.
14:04Ja, das wäre gut.
14:06Die Assistentin von Jasmin Hirsch, die führt am Tag so viele Telefonate, dass sie sich nicht an Frau Sperling erinnern konnte.
14:13Und auf der Spenderliste steht Christiane Sperling auch nicht drauf.
14:16Volkmanns Frau hat sein Alibi bestätigt.
14:19Ein sehr schwaches Alibi.
14:20Aber er hat kein Motiv. Seine Funde geben ihm recht.
14:23Also der einzig rote Faden scheint dieser Junge zu sein. Der kannte Volkmann, Sperling und Hirsch.
14:28Ja, da können wir ja morgen drüber nachdenken.
14:31Ihr erinnert euch doch noch an den Fall mit den gestohlenen Münzen letztes Jahr.
14:34Und da ist mir eingefallen, dass mir meine Tante Hilde vor Jahren eine antike Münzsammlung vererbt hat.
14:41Und die hat immer geschworen, dass die ein Vermögen wert ist.
14:44Und heute Abend treffe ich einen Gutachter.
14:47Ist das dieselbe Tante, die dachte, dass Hansi hinter sie ja ihr Nachbar ist und sie verführen will?
14:52Mach dich nur lustig, aber wenn ich reich bin, dann kriegst du nichts ab.
14:56Schön feierabend.
14:56Also wenn du dir so sicher bist mit deinen Münzen, wie wär's denn dann mit einer kleinen Wette?
15:03Oha.
15:04Wenn die Münzen was wert sind, erlasse ich dir sofort all deine Schulden bei mir.
15:11Und wenn nicht?
15:12Dann krieg ich natürlich sofort mein gesamtes Geld.
15:15Und du brätst für das gesamte Präsidium auf deinem neuen Smoker vegane Bürstchen.
15:22Habe ich ja schon so gut wie gewonnen.
15:24Genau, wann genau, weiß ich nicht.
15:37Das kann ich hier nicht sagen.
15:41Ja, er müsste sich nachgucken.
15:44Was?
15:46Ja, wie gesagt, er muss sich nachgucken.
15:48Herr Jung?
15:49Ich hol Sie zurück.
15:50Ja, also wenn Sie zur Eröffnung der Siedlung Kolonia kommen wollen, dann sind Sie ein paar Tage zu früh.
15:55Wir sind beruflich hier.
15:56Funke, Gribbo, Köln.
15:57Das ist meine Kollegin Mardi.
15:58Ich hab meine Steuern immer pünktlich bezahlt.
16:01Christine Sperling ist tot.
16:07Das ist ja fürchterlich.
16:11Hatte sie eigentlich Familie?
16:14Ich würde Ihnen gerne was zukommen lassen in dieser schweren Zeit.
16:17Obwohl Ihnen Frau Sperling öffentlich gedroht hat?
16:19Ja, gerade deshalb.
16:21Ich habe immer wieder versucht, das Kriegsfeld zu begraben, aber sie hat nicht mit sich reden lassen.
16:26War denn was dran an Ihren Theorien?
16:27Keine Ahnung.
16:29Ich baue Häuser, für alles andere gibt's Experten.
16:32Und was meinte Frau Sperling damit, dass Sie die Geschichte Kölns zerstören?
16:36Das habe ich mich auch immer gefragt.
16:37Hören Sie, Köln ist eine lebendige Stadt.
16:40Mit immer mehr Einwohnern und die brauchen noch immer mehr Wohnraum.
16:44Da kann ich nicht jedes Mal ein Bauprojekt abbrechen, nur weil wir einen alten Stein oder so ein Artefakt finden.
16:49Was machen Sie denn dann mit diesen Artefakten?
16:52Ich? Gar nichts.
16:53Dr. Volkmann kommt mit seinem Team, buddelt es aus und bringt es ins Museum.
16:58Wenn dabei was kaputt geht, dafür kann ich nichts.
17:01Wo waren Sie denn gestern Nacht?
17:05In Frankfurt, bei einem Geschäftsessen.
17:08Meine Sekretärin gibt Ihnen eine Liste aller Teilnehmer.
17:10Ja, das wäre sehr hilfreich.
17:12Gerne.
17:14Wo kann ich sonst noch was für Sie tun?
17:15Wir melden uns.
17:16Gerne.
17:20Der, weil er zuvor kommt.
17:22Ja.
17:24Meine Tante hat absolut recht. Die Dinger sind ein Vermögen wert.
17:28Wow, gratuliere. Hast du dir schon eine Insel ausgesucht, die du von deinem ganzen Geld kaufen kannst?
17:33Nee, noch nicht.
17:33Erstmal muss ich zum Antiquitätenhändler. Und bis dahin gibt es kein besseres Versteck als das Präsidium. Guck mal.
17:42Wow. Also hiermit erlasse ich dir feierlich alle deine Schulden bei mir.
17:47War mir eine Ehre.
17:49Ich knüpfe mir jetzt nochmal die Grabungstechnikerin vor.
17:52Ihr Name steht auf einer Liste von Sperling-Studentinnen des letzten Semesters.
17:55Hat die ja gar nicht erzählt.
17:58Daheben.
18:01Was gibt's?
18:02Hier, guck mal, habe ich in den Tiefen des Internets gefunden.
18:05Mhm.
18:07Jetzt stell dir die rechte mal mit einem ernsteren Haarschnitt vor, in einem Hosenanzug und die linke mit einem eingeschlagenen Schädel.
18:15Das sind Jasmin Hirsch und Dr. Sperling.
18:17Während ihrer Studienzeit, obwohl sie sich angeblich gar nicht kannten.
18:21Warum habe ich das Foto bei meinen Recherchen nicht gefunden?
18:23Weil es gelöscht wurde, am Abend vor dem Mord.
18:26Zum Glück vergisst das Internet nie.
18:29Toll.
18:31Hoffentlich vergesse ich das.
18:39Sie haben gelogen, Frau Hirsch.
18:41Sie kannten Christine Sperling.
18:44Lass uns allein.
18:48Kannten Sie sie gut?
18:51Ja.
18:53Wie gut?
18:58Das Chrissy.
19:01Wir waren ein Paar.
19:02Die fünf schönsten Jahre meines Lebens.
19:05Wer hat denn die Beziehung beendet?
19:06Ich.
19:08Warum, wenn's doch so schön war?
19:10Für Chrissy war immer die Arbeit das Wichtigste.
19:13Und ich hatte keine Lust mehr, die zweite Geige zu spielen.
19:17Das hat einfach nicht mehr gepasst.
19:18Ja, aber das ist auch schon ewig her.
19:20Ich bitte Sie.
19:21Da waren wir ab und 20.
19:23Trotzdem haben Sie Sie in den letzten Tagen mehrfach angerufen.
19:26Oder wollen Sie das auch weiter abstreiten?
19:27Wir sind uns bei einer Veranstaltung über den Weg gelaufen.
19:31Und dann war wieder diese alte Funke.
19:35Und ich dachte...
19:41Da blöd.
19:49Frau Sperling hat Sie nie zurückgerufen.
19:52Es muss wehtun.
19:53Ich hab die ganze Nacht gearbeitet, falls Sie das wissen wollen.
19:56Kann das jemand bezeugen?
19:57Nein.
19:58Ich war allein.
19:59Ja, Frau Risch, ich brauche Ihnen nicht zu sagen, wie sich das anhört.
20:02Also, ich war es leid, dass sie mich ignoriert hat.
20:06Es hat mich verletzt, okay?
20:07Deshalb habe ich das Bild gelöscht.
20:09Ich wollte einen Schlussstrich ziehen.
20:10Mehr nicht.
20:10Und warum haben Sie mir das nicht gleich gesagt?
20:12Ich bin im Wahlkampf.
20:14Eine ermordete Ex-Freundin, ja?
20:15Das ist ein gefundenes Fressen für die Presse, für meine Konkurrenten, für alle, ja?
20:20Also, bitte.
20:22Sie dürfen dieses Foto nicht veröffentlichen.
20:29Sie müssen jetzt denken, ich bin ein Monster.
20:37Dass ich jetzt an meinen Wahlkampf denke.
20:40Es ist für mich natürlich, dass das Gehirn nach einem Verlust versucht, sich beschäftigt zu halten.
20:48Ich bitte Sie, finden Sie den, der es Sie angetan hat.
20:55Und? Hast du noch was auf dem Rechner gefunden?
20:57Nee.
20:58Hattest du mehr Erfolg mit Joe?
20:59Nein. Kunden wie Mitarbeiter loben ihn in den höchsten Tönen.
21:02Seine Projekte sind kosteneffizient und er zahlt die besten Löhne der Stadt.
21:06Gut. Dann ist das also offiziell einer Sackgasse.
21:09Warte mal kurz.
21:11Der Kreis hier, ne? Ist das die Baustelle?
21:13Ach so, ja. Das ist eine Gedächtnisstütze für mich.
21:15Ich habe versucht, selber herauszufinden, wo das Amphitheater liegen könnte.
21:18Warte mal.
21:19Hier ist die Baustelle.
21:21Hier wurde die Leiche in den Reihen geworfen.
21:23Hier haben wir sie gefunden.
21:24Mein Gott.
21:26Wie konnte ich nur so blind sein?
21:27Ich komme mir immer noch blind vor.
21:29Pilar hat doch Dreck unter ihren Nägeln gefunden.
21:32Wie wenn sie irgendwo gegraben hätte.
21:34Was ist, wenn Frau Sperling in der Tatnacht in die Baustelle eingebrochen ist, um dort nach dem Amphitheater zu suchen?
21:40Dort wurde sie dann vom Täter überrascht.
21:42Der schleppt sie die kürzeste Route zum Rhein und wirft sie da ins Wasser.
21:45Genau.
21:47Ich glaube, wir haben endlich unseren Tatort gefunden.
21:49Das ist auch auf jeden Fall.
21:53Ich denke, innerhalb der kommenden drei Tage, ähm, irgendwas hin, ähm, ein Gebäude in hier könnte noch etwas.
22:02Herr Jung?
22:02Ähm, ein Moment.
22:04Ja.
22:04Frau Funke.
22:06Was kann ich noch für Sie tun?
22:07Wir gehen davon aus, dass Frau Sperling hier auf dieser Baustelle getötet wurde.
22:11Wie bitte?
22:13Nein, das, das ist unmöglich.
22:16Niemand hat das Gelände unerlaubt betreten.
22:18Und wie können Sie sich da so sicher sein?
22:19Äh, na ja, dort. Da. Und da. Kameras. Ich kann Ihnen gerne die Aufnahmen geben.
22:29Ja, das wäre sehr freundlich.
22:30Aber ich glaube, Sie, Sie sind auf dem Holzweg.
22:34Entschuldigen Sie die Störung.
22:35Kein Problem. Ich helfe immer gerne.
22:39Herr Krister, kommst du noch mal kurz?
22:40Ja.
22:41Ja.
22:42Ja.
22:42Ja.
22:43Ja.
22:43Ja.
22:43Ja.
22:44Ja.
22:44Ja.
22:44Ja.
22:44Ja.
22:44Ja.
22:49Ja.
22:50Ja.
22:58Hallo?
23:00Keine Bewegung. Polizei.
23:05Nicht das teure Ding.
23:06Haben Sie hier einen Mann vorbeirenn sehen?
23:26Einen maskierten Mann?
23:27Weiß man ja nicht.
23:28Mit dem Rucksack.
23:29Ich hab niemanden gesehen.
23:30Ach Mist, dann ist der jetzt weg.
23:33So, dann schießen Sie mal los.
23:36Was wurde denn alles gestohlen?
23:39Ein römischer Gladius.
23:42Ja.
23:43Schmuck und Vasenscherben aus dem frühen 20. Jahrhundert.
23:47Die Scherben, die Sie mir gezeigt hatten?
23:49Ja.
23:50Die sind ja völlig wertlos.
23:52Na ja, vielleicht wusste der liebt es ja nicht.
23:55Ich wollte eigentlich zu Ihnen, weil Sie mich angelogen haben, Frau Blumenthal.
24:01Sie kannten Frau Sperling nicht nur.
24:04Sie hat als Professorin auch Ihre Masterarbeit betreut.
24:07Ach so, was hatte ich gesagt?
24:10Dass Sie sie nur vom Sehen kennen?
24:12Ach so, das ist ja...
24:14Ist ein Missverständnis.
24:16Ich meinte, ich kenne Sie mittlerweile nur noch vom Sehen.
24:19Wir reden jetzt nicht mehr oder so.
24:21Warum haben Sie eigentlich Ihr Studium abgebrochen?
24:25Ich habe eingesehen, dass ich einfach nicht gut genug dafür war.
24:29Und ich bin froh, dass es so gekommen ist hier.
24:32Die Arbeit als Grabungstechnikerin macht mir Spaß.
24:36Gibt es irgendwas, was Sie mir sagen wollen?
24:45Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
24:50Darf ich dann jetzt gehen?
24:52Ja, klar.
24:54Vielen Dank.
24:55Dankeschön.
24:57Sind das echte etruskische München?
25:02Ja.
25:03Kann ich mir die mal anschauen?
25:05Na sicher.
25:06Ja, das ist gute Arbeit, aber die sind gefälscht.
25:31Was ist los?
25:33Sehen Sie diese Gravuren hier an der Seite?
25:35Hier?
25:36Die wurden erst populär, als dieses Motiv schon gar nicht mehr benutzt wurde.
25:40Aber, äh, ich war bei einem Experten.
25:43Dann sollten Sie sich vielleicht einen besseren Experten suchen.
25:48Auf Wiedersehen.
25:51Ja, auf Wiedersehen.
25:56Ach.
25:58Ich bin dem Einbruch in Dr. Volkmanns Büro nachgegangen.
26:06Im Museum wurden schon mal Artefakte gestohlen.
26:09Geschnappt wurde niemand, aber die Kollegen damals sind von einem Insider ausgegangen.
26:13Deshalb habe ich mich dann nochmal mit Volkmanns Frau unterhalten.
26:16Und die hat mir erzählt, dass Volkmann über Monate hinweg Mahnungen bekommen hat, die ihn ganz schön gestresst haben.
26:22Und eine so eine Mahnung hat sie mal in die Finger bekommen.
26:24Reden wir hier von hohen Summen?
26:26Oh ja.
26:27So, plötzlich hörten diese Mahnungen auf.
26:29Zufällig in der Zeit des Raubes.
26:31Ach, du meinst, Volkmann ist der Insider.
26:34Christine Sperling hat den Diebstahl gemeldet.
26:37Jetzt wird ein Motiv draus.
26:43Das ist doch völlig haltlose Unterstellungen.
26:47Okay.
26:48Und wie erklären Sie sich dann, dass wir das hier alles bei Ihnen im Haus gefunden haben?
26:55Sie dürfen doch nicht einfach mein Haus durchsuchen.
27:02Ja sicher, wir haben ja ein Durchsuchungsbeschluss.
27:16Da kam eins zum anderen.
27:18Natürlich unterstütze ich meine Kinder im Studium.
27:21Und dann hatten wir einen Wasserrohrbruch im Haus.
27:25Und dann hat der Wagen den Geist aufgegeben.
27:30Sie brauchten also Geld.
27:32Und Sie wussten ja, was die Artefakte auf dem Schwarzmarkt bringen.
27:36Ich habe nie die wertvollsten, einzigartigen Gegenstände genommen.
27:41Wollen Sie dafür jetzt einen Orden, oder was?
27:43Ich bin seit 40 Jahren mit Leib und Seele Archäologe.
27:48Und ich kann nicht mal den verdammten Wasserschaden im Haus reparieren lassen.
27:52Also für einen armen Archäologen haben Sie aber ein ganz schön schickes Haus.
27:56Mit Wintergarten.
27:57Und Pool.
28:00Wenn ich alle Rechnungen bezahlt hatte, blieb nur ein bisschen was übrig.
28:03Und da haben Sie sich ein bisschen was gegönnt.
28:05Währenddessen hat Frau Sperling auf eigene Faust weiter geforscht.
28:08Und es ist Ihnen auf die Schliche gekommen.
28:11Jetzt mussten Sie handeln.
28:13Ich hätte Christine niemals etwas angetan.
28:16Das müssen Sie mir glauben.
28:19Fällt mir schwer nach all Ihren Lügen.
28:27Er hat behauptet, er brauchte Geld.
28:29Und warum klaut er dann diese wertlosen Scherben?
28:31Weil du ihn in Panik versetzt hast und er einfach gegriffen hat, was eben so da war.
28:35Und das kurz nach einem Mord, wo er dann zu den Verdächtigen zählt.
28:38Das ist doch viel zu auffällig.
28:40Das Überwachungsvideo hübt uns da leider auch nicht weiter.
28:42Ich habe es mir mehrfach angeschaut und die ganze Tatnacht über hat keiner die Baustelle betreten.
28:47Leute, man hat immer noch keinen Tatort.
28:50Aber wir haben weitere Puzzleteile gesammelt.
28:52Dank eurer guten Arbeit.
28:54Schönen Feierabend.
28:55Gleichfalls.
28:57Ich nehme meine Tofu-Würstchen übrigens mit Paprikastückchen.
29:01Und ich hätte gerne diese veganen Käsekreiner.
29:03Ach, die sind auch super.
29:04Geh mal langsam, ne?
29:06Mal ganz langsam.
29:07Ich lasse gerade einen dritten Gutachter prüfen, ob die Münzen wirklich gefälscht sind.
29:12Mein Gott, der Arme. Der steckt ja noch mitten in der Verleugnungsphase.
29:14Schlimm ist das. Dabei ist doch Akzeptanz. Der erste Schritt zur Heilung.
29:17Ich kann euch hören.
29:28Hallo, hier ist die Mailbox von Christine Sperling. Ich bin zurzeit leider nicht erreichbar.
29:32Ich stecke wahrscheinlich mit meiner Nase in irgendwelchen staubigen Büchern.
29:36Hinterlasst einfach eine Nachricht hinter dem Piepton. Ich melde mich zurück. Ciao.
29:39Guten Morgen.
29:40Morgen.
29:41Und?
29:42Was sagt der Gutachter?
29:43Ja, die, ähm...
29:44... taugen gerade mal als Spiele.
29:45Ja, die, ähm...
29:46... taugen gerade mal als Spiele.
29:47Ja, die, ähm...
29:48... taugen gerade mal als Spiele.
29:49Wieso fällt einem Profi das nicht auf?
29:50Ja.
29:51Und?
29:52Ich bin die Frau von Christine Sperling. Ich bin zurzeit leider nicht erreichbar.
29:53Ich stecke wahrscheinlich mit meiner Nase in irgendwelchen staubigen Büchern.
29:55Hinterlasst einfach eine Nachricht hinter dem Piepton. Ich melde mich zurück.
29:58Ciao.
30:06Guten Morgen.
30:07Morgen.
30:08Und?
30:09Was sagt der Gutachter?
30:10Ja, die, ähm...
30:13... taugen gerade mal als Spielgeld.
30:16Wieso fällt einem Profi das nicht auf?
30:18Was hast du gerade gesagt?
30:21Na ja, der erste Prüfer bei dem du warst.
30:23Wieso hat er das übersehen?
30:24Das ist es.
30:26Ey.
30:27Das ist was?
30:29Danke, Clarissa. Willkommen klar.
30:34Hallo.
30:36Oh.
30:37Schlecht geschlafen?
30:41Ich wollte Ihnen eigentlich nur danken.
30:45Sie hatten recht mit den Münzen.
30:47Das sind Fälschungen.
30:48Bin ich nur deshalb hier?
30:49Nicht ganz.
30:50Ich fand es nämlich komisch, dass meine beiden Experten Stunden für ihre Einschätzung gebraucht
30:59haben und sie nicht mal eine Minute.
31:02Warum gibt jemand mit ihrem Talent sein Studium auf und wird Grabungstechnikerin?
31:06Das hat nichts mit Talent zu tun.
31:07Ich arbeite halt ständig mit solchen Artefakten.
31:10Ich habe mich mit Ihrem Studienberater unterhalten. Sie hatten überall Bestnoten.
31:16Bis Sie von der Uni geflogen sind. Was ist denn da passiert?
31:21Ich bin bei meiner Masterarbeit in der Sackgasse geraten. Also habe ich Fundstücke gefälscht, um meine Thesis zu beweisen.
31:29Und Frau Sperling hat sie dabei erwischt und hat sie exmatrikulieren lassen.
31:33Ja. Aber nur wegen ihr habe ich den Job im Museum bekommen. Sie hat dafür gesorgt, dass Dr. Volkmann sich für mich einsetzt.
31:41Aber ihr Ruf war ruiniert. Warum hat Volkmann sie trotzdem eingestellt?
31:45Er ist ein netter Mann.
31:47Oder hat er was von Ihnen gewollt? Hm?
31:54Was hat Volkmann von Ihnen verlangt?
32:04Wollen Sie uns wirklich nicht helfen, den zu finden, der Frau Sperling das angetan hat?
32:08Die Vasenscherben, die gestohlen wurden.
32:16Volkmann wollte, dass ich sie herstelle.
32:18Das entfällt schon.
32:19Sie sollten Frau Dr. Sperling davon überzeugen, dass auf den Baustellen nichts von archäologischem Wert zu finden ist.
32:25Was ging da wirklich vor?
32:27Jung Schmidt Volkmann. Damit er wegguckt, wenn auf seinen Baustellen Artefakte gefunden werden. Jung zerstört sie einfach.
32:34Keine Artefakte, keine Bergung.
32:36Und Jung streicht die Millionen, die im Budget dafür vorgesehen sind, selbst ein.
32:42Ich wusste das alles nicht. Ich wollte nur meinen Job behalten.
32:57Esther Blumenthal hat geredet. Sie sind nicht in das Museum eingebrochen, weil sie Geld brauchten. Damit wollten sie uns nur ablenken.
33:04Sie sind dort eingebrochen, weil sie die Scherben verschwinden lassen wollten, bevor wir dahinter kommen, dass es eine Fälschung ist.
33:10Keine Fälschung ist perfekt.
33:14Frau Sperling ist natürlich auch dahinter gekommen. Deshalb war sie in der Mordnacht bei Ihnen. Stimmt's?
33:18Ich wusste, dass sie die Fälschung durchschauen würde.
33:21Die Scherben sollen sie nur beschäftigen, bis die Bagger kommen.
33:27Wann kommen denn die Bagger?
33:28Gestern.
33:30Sie sind zu spät.
33:36Frau Sperling ist Ihnen ja früh genug auf die Schliche gekommen.
33:40Sie war wirklich brillant.
33:42Dann stimmte Ihre Theorie, dass dort das Amphitheater war?
33:49Wir werden es nie erfahren.
33:52Was auch immer da war, ist jetzt zerstört.
33:56Die haben es die ganze Zeit an der Nase herumgeführt.
34:01Wo willst du hin?
34:02Volkmann ist seit gestern in Gewahrsam.
34:04Der kann gar nicht wissen, wie weit die Bagger sind.
34:06Vielleicht ist es noch nicht zu spät.
34:11Wer haben Sie Jungen denn kennengelernt?
34:14Auf der Schwarzmarkt-Auktion, wo ich die Artefakte verkauft habe.
34:19Wir wollten mir an, für ihn zu arbeiten. Das Geld war gut.
34:23Genug Geld, um einen Wintergarten zu bauen.
34:27Und einen Pool.
34:30Aber auch genug Geld, um Frau Sperling auf die Baustelle zu folgen.
34:35Ich bin kein Mörder.
34:38Aber Sie haben ein Motiv.
34:40Und hatten die Gelegenheit.
34:43Und Sie waren der Einzige, der wusste, dass Frau Sperling alleine auf der Baustelle ist.
34:49Was verschweigen Sie mir?
34:54Als Christine aus dem Büro gegangen ist, habe ich Jungen angerufen.
34:59Christine und ihr verdammter Idealismus, wenn sie dieses einzige Mal auf mich gehört hätte.
35:05Nee. Das schieben Sie jetzt nicht ihr in die Schuhe.
35:08Auch wenn Sie nicht ihr Mörder sind. Ihre Lügen haben Sie in den Tod getrieben.
35:11Hey! Stopp! Stopp! Stoppen Sie sofort den Bagger! Stoppen Sie sofort den Bagger!
35:32Mach mal aus!
35:34Was gibt's denn schon wieder so Wichtiges?
35:36Das wissen Sie ganz genau. Da unten liegt ein Amphitheater und Ihr Bagger macht das gerade platt.
35:40Wirklich? Davon höre ich jetzt zum ersten Mal.
35:42Ach, diese Nettigkeiten können Sie sich sparen. Sie kommen sowieso mit aufs Revier.
35:47Gegen Sie besteht dringender Tatverdacht in der mehrfachen Zerstörung kultureller Schätze und dem Mord an Christine Sperling.
35:52Entschuldigen Sie, aber haben Sie schon vergessen? Ich war gar nicht in Köln, ich war in Frankfurt.
35:56Ja, ja. Ihre Geschäftspartner haben ausgesagt, dass Sie gegen zwei Uhr auf Ihr Zimmer sind.
36:00Frau Sperling wurde aber erst gegen fünf getötet.
36:02Sie hatten also noch genug Zeit gehabt, den Weg von Frankfurt nach Köln zu machen.
36:05Das ist ein großes Witzverstanden.
36:07Das klären wir alles auf dem Präsidium, ja?
36:09Ja, ja. Gut. Das ist doch ein Unsinn.
36:12Sie hatten Recht, Herr Jung. Auf den Überwachungsvideos ist kein Einbruch.
36:15Sie hatten Recht, Herr Jung. Auf den Überwachungsvideos ist kein Einbruch zu sehen.
36:23Ja. Sag ich doch. Alles ein großes Missverständnis.
36:27Wir haben aber eine ziemlich gute IT-Abteilung im Haus.
36:30Und die hat festgestellt, dass in den Timecodes rumgefuscht wurde.
36:34Die Videos sind echt. Aber von einem anderen Tag.
36:36Ja. Solche Glitches passieren leider immer wieder.
36:40Die Tücken der modernen Technik. Hab ich recht.
36:42Oder Sie wollten vertuschen, dass Frau Sperling auf ihrer Baustelle war und sie nicht lebend verlassen hat.
36:47Also nochmal. Ich hatte wirklich keinen Grund, Frau Sperling umzubringen.
36:53Ihre Komplizen haben geredet. Wir wissen von Ihrem Deal mit Dr. Volkmann.
36:56Wovon reden Sie?
36:58Aufgrund der belasteten Zeugenaussagen muss die AJU Köln-Bau ihre Konten offenlegen.
37:03Da werden wir unsere Beweise sicher finden.
37:06Sie haben ja keine Ahnung.
37:09Jetzt bin ich mal gespannt.
37:10Wie glauben Sie wohl, kann ich meinen Mitarbeitern so gute Löhne zahlen?
37:14Oder wie schaffe ich es, die Mieten so niedrig zu halten?
37:17Dahin fließt das Geld.
37:19Ich bringe Köln in die Zukunft.
37:21Da geht eben mal ein bisschen alter Plunder kaputt.
37:23Wen kümmert das schon?
37:25Christine Sperling?
37:27Sie hätte nämlich auf der Baustelle die Beweise für Ihre Verbrechen gefunden.
37:30Und deshalb musste sie sterben. Setzen Sie sich bitte.
37:33Ich rufe jetzt meinen Anwalt an.
37:36Tun Sie das.
37:40So, also die Konten zeigen, dass eine von Jung's Tochterfirmen zu Beginn jeder neuen Baustelle Geld an Volkmann überwiesen hat.
37:48Sehr gut. Mit seiner Aussage und mit der von Frau Blumenthal kriegen wir Jung vor Gericht.
37:52Unseren Fall klärt das aber noch nicht.
37:55Volkmann glaubt, dass es Jung war.
37:57Ja. Und wie beweisen wir ihm das?
37:58Na ja, die Sperling wurde im Affekt auf die Spitzhacke gestoßen.
38:02Junges, so erst kalt, das passt eigentlich nicht zu ihm.
38:04Okay, wer kommt noch in Frage?
38:06Also die Hirsch hat kein Motiv?
38:08Blumenthal ist da in was reingeschlittert.
38:10Volkmann können wir eigentlich auch ausschließen.
38:13Hat für uns keiner mehr irgendwas Verdächtiges in seiner Mappe gefunden?
38:18Er dann, Jonas?
38:19Sag mal, sind wir hier im Kindergarten oder was?
38:31Du musst schon zuhören, wenn die Chefin was sagt.
38:33Ja, Entschuldigung, ich bin gerade auf etwas gestoßen, was eventuell so einen Fall löst. Worum ging's denn?
38:38Genau darum.
38:40Ach so, wir haben nämlich eine winzige Kleinigkeit übersehen. André Jung brauchte doch für jedes seiner Bauprojekte Volkmann.
38:45Jeder andere Archäologe hätte ihn verpfiffen.
38:49Ganz genau. Aber Volkmann ist ja auch nur einer von vielen Mitarbeitern des Museums.
38:53Wie konnte Jung sicher sein, dass ihm jedes Mal Volkmann zugewiesen wurde?
38:58Das glaube ich jetzt nicht.
39:15Der Großteil der Spenden für ihre Bürgermeisterinnen-Kampagne stammt von der AJU Köln-Baugehmbär.
39:34Dagegenzu haben sie Druck auf den Leiter des römisch-antiken Museums gemacht, damit der Jung jedes Mal Dr. Volkmann zur Seite stellt.
39:42Also für mich klingt das schon sehr nach Bestechung.
39:54So ein Wahlkampf ist halt teuer. Ich dachte, ich kann der Stadt damit helfen.
39:58Und es lief ja auch gut, bis Christine Sperling auf das aktuelle Bauprojekt aufmerksam wurde.
40:04Krissi?
40:08Krissi?
40:10Krissi?
40:12Krissi?
40:13Krissi?
40:14Krissi? Was machst du denn her?
40:15Du musstest auf sich beruhen lassen, Krissi.
40:17Nein!
40:18Krissi, bitte!
40:19Nein, das werde ich nicht!
40:20Ich bitte dich.
40:22Krissi steckt schon so tief drin.
40:24Krissi, bitte!
40:25Verschwendest deine Zeit!
40:26Krissi, wenn du verschwendest deine Zeit!
40:28Sie wollte einen Skandal vorursachen.
40:31Sie wusste, dass ich so tief drin stecke und dann...
40:35Frau Sperling hat sie ignoriert.
40:38Nach all den Jahren zusammen war ich es ihr nicht wert, dass sie mich einmal zurückruft.
40:42Es ging immer nur um sie, immer nur dieses ich, ich, ich und ihre Scheißarbeit.
40:48Es ging nur, immer nur darum, dass Jung nicht damit durchkommt.
40:52Aber ich...
40:53Mich hat sie nicht gesehen.
40:54Mich...
40:55Mich...
40:56Hat sie nicht gesehen.
41:00Krissi, schau mich an.
41:02Ich bitte dich...
41:04Wie tief willst du eigentlich noch sinken?
41:06Alter!
41:07Nein!
41:12Ich wollte...
41:16Nur, dass sie mir zuhört.
41:19Ich wollte wirklich nur, dass sie mir zuhört.
41:25Das hat sie nicht verdient.
41:42Und?
41:47Was haben die Experten aus dem Museum gesagt?
41:49Frau Eckmann hatte recht, die Bagger haben ganze Arbeit geleistet.
41:53Mann, wär mir nur ein bisschen schneller gewesen.
41:55Dann wär das Amphitheater jetzt nicht für immer verloren.
41:57Aber wir konnten Jung überführen.
41:59Und somit verhindern, dass er noch mehr Artefakte zerstört.
42:02Ich wünschte nur, wir könnten beweisen, dass er auch die Leiche in den Fluss geworfen hat.
42:05Ich glaub, Frau Hirsch, dass sie das nicht war.
42:07Ja, vermutlich hat er den Mord auf seinen Kameras gesehen.
42:11Aber keine Sorge, der bleibt trotzdem eine Weile hinter Gittern.
42:14Und ich weiß, was du jetzt brauchst.
42:19Mh, super lecker.
42:21Ja, es ist echt gut.
42:23Wie dieser vegane Käse im Mund schmilzt,
42:25also mit dir wette ich nie wieder.
42:27Was machst du eigentlich mit deiner gefälschten Münzsammlung?
42:30Vielleicht nimmt sie ja der Snackautomat.
42:32Na, sag mal.
42:33Du beweisst natürlich jetzt Andenken an meine schrullige, aber sehr liebenswerte Tante auf.
42:36Ja, ich fand auch, dass sie ganz cool aussehen.
42:38Übrigens, du hast auch noch Schulden bei mir, ne?
42:40Ja.
42:41Ja.
42:42Ja.
42:43Ja.
42:44Ja.
42:45Ja.
42:46Ja.
42:47Ja.
42:48Ja.
42:49Ja.
42:50Ja.
42:51Ja.
42:52Ja.
42:53Ja.
42:57Jag thousand.
42:58Ja.
43:00Ja.
43:01Ja.
43:03Ja.
43:04Untertitelung des ZDF, 2020

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