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Al Sissi, président à vie de l'Egypte,
des rêves pharaoniques, une dette colossale
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01:04Die neue Hauptstadt, kurz NAC, ist nach dem Vorbild Dubais erbaut und glänzt mit Superlativen. Der größten Kirche im Nahen Osten, dem höchsten Turm Afrikas. Doch dieses Bild von einem Land im Aufbruch täuscht. Tatsächlich steht Ägypten am Rande des Zusammenbruchs.
01:24Ägypten ist ein großes Land und wegen der komplizierten geostrategischen Lage und des destabilisierten Umfelds mit gewaltigen Problemen konfrontiert. Seine wirtschaftliche und soziale Lage ist ernst.
01:36Ägypten überlebt nur dank Unterstützung ausländischer Investoren. Doch diese massiven Mittel fließen vollständig in gigantische Bauprojekte, die von der Armee umgesetzt werden.
01:52Das ägyptische Volk zahlt den Preis für all Sissis Großvorhaben.
01:57Sissi sagt, er versuche Ägypten aufzubauen. Eine Erhöhung der Ausgaben für Gesundheit oder Bildung habe deshalb keine Priorität. Man müsse Opfer bringen und solle ihm nicht sagen, dass man während dieses Aufbaus auch essen und trinken will. Man müsse den Gürtel enger schneiden.
02:12Wird sich Ägypten von den einheimischen Mutter der Welt genannt, wären?
02:17Die Armut nimmt ständig zu.
02:47Dieses Elend widerspricht der offiziellen Darstellung, weshalb man es nicht zeigen darf. Das Schicksal von Millionen hungernder Ägypter bleibt anonym.
03:05Im Moment ist alles sehr schwierig. Wir kämpfen ums Überleben. Ich arbeite die ganze Woche ohne einen freien Tag. Alle Tage.
03:17Die ganze Zeit. Zwölf Stunden pro Tag. Am Monatsende bekomme ich umgerechnet 53 Euro. Also 1,80 Euro am Tag.
03:36Wir zählen auf Gottes Hilfe und hoffen, dass es reicht.
03:38Ich arbeite, koche, wasche, putze, bete. Und wenn nichts anderes anliegt, gehe ich aufs Feld.
03:54Alles, um den Haushalt und unseren Alltag zu meistern. Aber ich arbeite nicht immer, sondern je nach Jahreszeit.
04:08Während der Erntezeit verdienen wir umgerechnet etwa 1,50 Euro pro Tag.
04:12Was für die Kinder übrig bleibt, hängt davon ab, wie viel Geld wir in der Tasche haben.
04:30Wir haben fünf Kinder. Und die brauchen zum Leben wirklich viel.
04:34Statt drei Tomaten kaufen wir nur eine. Statt drei oder vier Zwiebeln nehmen wir eine.
04:44Wir versuchen, die ganze Woche damit auszukommen. Und so schaffen wir es.
04:50Ich gehe auch Holz sammeln, um den Ofen zu heizen. Ganz altmodisch, so wie mein Vater und meine Mutter.
04:55Eine Gasflasche kann ich mir nicht leisten.
04:57Wer heute in der ägyptischen Wirtschaft arbeitet, ist lediglich Zuschauer einer sehr gefährlichen Situation.
05:27Man kann nur noch feststellen, was alles versäumt wurde. Und welche Folgen das für die Menschen hat.
05:37Maika Bell ist Ökonomin. Doch sie muss jedes Wort sorgfältig abwägen.
05:42Da die Armut stark politisiert wurde, hält man selbst die Zahlen dazu geheim.
05:4830 Prozent der ägyptischen Bevölkerung lebten laut der letzten Volkszählung von Anfang 2020 unterhalb der Armutsgrenze.
05:572022 und dann 2024 war eine weitere Volkszählung geplant.
06:04Doch seit fünf Jahren gibt es keinen offiziellen Bericht zur Armut im Land.
06:09Schätzung zufolge liegt die Rate heute bei über 40 Prozent.
06:13Und selbst das ist noch eine sehr optimistische Annahme.
06:23Diese zunehmende Armut ist die Folge einer Politik, die vor etwa 14 Jahren auf den Trümmern des arabischen Frühlings begann.
06:302012 findet die erste demokratische Präsidentschaftswahl in Ägypten statt.
06:44Nach 60 Jahren Militärherrschaft kommt der Zivilist Mohammed Morsi ins Amt.
06:50Ein Mitglied der Muslimbruderschaft.
06:52Doch die Bevölkerung ist gespalten und scheint sich nicht zu beruhigen.
07:01Dann führt Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sisi einen Militärputsch durch und setzt den gewählten Präsidenten ab.
07:09Die Muslimbruderschaft wird entmachtet.
07:38Aus Protest errichten ihre Wähler in Kairo zwei große Lager mit Frauen und Kindern.
07:46Am 14. August 2013 befiehlt al-Sisi den Sicherheitskräften die Lager zu räumen.
07:57An einem Tag ermorden sie fast 1000 Menschen.
08:02Es ist ein Massaker.
08:08Nach der Niederschlagung der Opposition wird al-Sisi 2014 zum Präsidenten gewählt.
08:21Er trägt zivil, doch er bleibt ein Mann der Armee.
08:26Die internationale Gemeinschaft muss auf das Massaker von Rabah reagieren.
08:31Nach dem Staatsstreich von 2013 besaß al-Sisis Ägypten nur geringes Ansehen und wurde international kritisiert.
08:40Die USA haben ihre Militärhilfe in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr ausgesetzt.
08:44Seit 1979 finanzieren die USA den Frieden zwischen Israel und Ägypten.
08:54Beide sind die einzigen Länder mit einer Grenze zu Gaza.
08:59Im Westen grenzt Ägypten an Libyen, im Süden an den Sudan.
09:03Diese Region ist ein Pulverfass, weshalb ein starkes Ägypten als stabilisierender Faktor eine zentrale Rolle spielt.
09:10Doch die Wahl von al-Sisi schwächt diese Balance.
09:20Es kommt zu blutigen Anschlägen durch einen lokalen Ableger des islamischen Staates, der seinen Einfluss im Nahen Osten ausweiten will.
09:30Al-Sisi erklärt sich zum Bollwerk gegen den islamischen Staat und nutzt Ängste und den Kampf gegen den Terrorismus zu seinen Gunsten aus.
09:39Der Kampf gegen den Terrorismus war damals das einzige Ziel.
09:47Ägypten hat sich entschlossen gezeigt, alle Formen des Terrorismus zu bekämpfen.
09:51Der Kampf gegen den Terrorismus diente als Narrativ für die Unterstützung Ägyptens und den Aufbau einer starken Partnerschaft, da dieser Kampf im gemeinsamen Interesse liegt.
10:08Frankreich hat mit den Militärbehörden kooperiert, um ihnen Waffen zu verkaufen.
10:17Assisi kauft 24 Rafale und zwei Mistral von Frankreich und gewinnt Sympathie zurück.
10:29Der Höhepunkt dieser Waffendiplomatie war im August 2015 die Einweihung eines Abschnitts des Suezkanals, bei der François Hollande Ehrengast war.
10:38Das war ein wichtiges Ereignis für Ägypten, da die Transitkapazität des Kanals verdoppelt wurde.
11:00Präsident Sisi hatte alle wichtigen Persönlichkeiten eingeladen und ich war dabei und konnte zusehen, wie die großen Schiffe vorbeifahren.
11:11Es war sehr wichtig, dass Ägypten nach den dramatischen Ereignissen im Jahr 2013 wieder in die Staatengemeinschaft aufgenommen wird.
11:31Deshalb habe ich die Verantwortung übernommen und war bei dieser Einweihung.
11:41Die Waffendiplomatie läuft weiter, die USA setzen ihre Militärhilfe fort und Sisi kehrt auf die internationale Bühne zurück.
11:522016 startet sein gigantisches Bauprojekt, das der Welt das Bild eines modernen, wohlhabenden Landes vermitteln soll.
12:00Das Gelände ist mit 730 Quadratkilometern siebenmal so groß wie Paris.
12:24Hier sollen einmal sechs Millionen Menschen leben, sodass Kairo entlastet wird.
12:28Die neue Hauptstadt ist auch ein politisches Projekt, rasterförmig aufgebaut, leicht zu überwachen
12:34und bewusst auf Abstand zum Volk und seinen Aufständen angelegt.
12:37Abne na einuriaigtes und selbe in Zukunft
12:47mis w Banach der перед
12:54Je suis Ibrahim Eseldin,
13:21ägyptischer Forscher mit Spezialgebiet Stadtplanung.
13:26Seit 2023 lebe ich in Frankreich.
13:31Ich musste ins Exil gehen und kann nicht nach Ägypten zurück.
13:392019 wagt Ibrahim Eseldin Kritik an diesem Projekt der Neuen Republik.
13:44Ich war von 2019 bis 2022 drei Jahre im Gefängnis,
13:56weil ich das Projekt der Neuen Verwaltungshauptstadt
13:58in einem Interview des TV-Senders Al Arabiya kritisiert hatte.
14:03Zwei Wochen nach dem Interview sind sie am Morgen
14:32des 12. Juni 2019 bei mir eingedrungen.
14:42Ich hörte, wie die Wohnungstür aufgebrochen wird.
14:48Plötzlich wurde es dunkel
14:49und ich sah, dass etwa zehn automatische Waffen
14:53auf meinen Kopf gerichtet sind.
14:55Sie haben mich aus der Wohnung in ein Auto gebracht
15:00und an einen Ort gefahren,
15:03wo ich sechs Monate lang festgehalten wurde.
15:06Sechs Monate Folter.
15:07Sie haben mich verschwinden lassen.
15:09Das Schlimmste war die psychische Folter,
15:22nicht die körperliche.
15:25Denn psychische Folter wirkt auf die mentale Verfassung.
15:28Den ganzen Tag lang, jede Minute
15:32hat man düstere Gedanken
15:34und die Stimmung wird immer schlechter.
15:38So wird man nach und nach wahnsinnig.
15:40Das Regime setzt bewusst auf Repression.
15:5360.000 politische Gefangene
15:55vegetieren in schmutzigen Gefängnissen.
15:59Zur Verschleierung der Realität
16:01präsentiert das Innenministerium eine Fiktion.
16:05Mit Propagandamitteln stellt es ein ideales Gefängnis dar,
16:08das die Ägypter auf den rechten Weg zurückführen soll.
16:38Das Regime macht kurzen Prozess mit der Vergangenheit
16:52und reißt sogar die älteste Nekropole im Nahen Osten ein.
17:00In der Stadt der Toten liegen die Gräber jener,
17:03die Ägypten geprägt haben,
17:05wie der Schriftsteller Ichsan Abdel Kudus.
17:08Mein Vater ist der berühmteste Schriftsteller
17:19der arabischen Welt.
17:2150 Filme basieren auf seinen Geschichten.
17:24Er spielt eine wichtige Rolle
17:25für die arabische Kultur.
17:30Vor zwei oder drei Jahren
17:31rief uns die Leitung des Friedhofs an.
17:35Es hieß, wir müssten kommen.
17:40Der Friedhof würde abgerissen,
17:41um an der Stelle eine Überführung zu bauen.
17:43Ich sagte, wie kann man einen Friedhof abreißen?
17:50Da sind Menschen begraben.
17:51Wie ist so etwas überhaupt möglich?
17:59Vor Ort sah ich, dass die Arbeit schon angefangen hatte.
18:04Ich bin zum Leiter einem Armee-Offizier und habe gesagt,
18:10das können sie nicht machen.
18:11Sie können nicht einfach die Geschichte
18:13und die Kultur der Stadt zerstören.
18:14Wir mussten die Gräber öffnen.
18:29Ich wusste, wo mein Großvater und mein Vater liegen,
18:36weil ich meine Eltern begraben habe.
18:38Ich erinnere mich noch an das Leichentuch,
18:42das ich gekauft habe und an all die Vorbereitungen.
18:46Und dann sieht man all das nach 30 Jahren erneut.
18:50Das ist sehr schwierig.
18:59Für all die Bauarbeiten in Ägypten und Kairo
19:03sind keine Zivilisten zuständig.
19:05Das ist die Aufgabe der Armee.
19:08Und die verhandelt nicht.
19:11Sie erhält Befehle und muss sie umsetzen.
19:32Sissi verkörpert die Armee
19:34auf dem Höhepunkt ihrer Macht,
19:35die eng mit der Nation und der politischen Führung verflochten ist.
19:44Die Rolle der Armee geht über die Funktion
19:47einer Streitmacht hinaus,
19:49denn sie ist praktisch auch Anteilseigner von Unternehmen.
19:53Das heißt, sie nimmt als Akteur
19:55an der Wirtschaft Ägyptens teil.
19:56So werden Staat und Armee vermischt
20:02und genau das ist das typische Merkmal
20:04des ägyptischen Regimes.
20:12Für die Militärs ist die Armee Ägypten
20:16und Ägypten ist die Armee.
20:19Ägypten gehört ihnen
20:20und sie kontrollieren die Bevölkerung.
20:21Der Ingenieur Arnoux Kornier gehörte auch zum Militär.
20:30Jetzt kann er darüber reden,
20:32da er Ägypten verlassen hat.
20:37Ich habe mit der Armee
20:38an einem militärischen Projekt gearbeitet.
20:42Den berühmten Tunneln unter dem Suezkanal.
20:45Die gehören zu den größten der Welt.
20:52Panzer, Hubschrauber
20:53und das zweite und dritte Armeekorps
20:55der ägyptischen Armee
20:56können die Tunnel in weniger als zwei Stunden passieren.
21:06Da ist Ismailia am Kanal.
21:11Diese beiden Tunnel habe ich gebaut.
21:15Sie sind etwa 10 Kilometer lang
21:20und kosten pro Kilometer
21:22120, 150 Millionen Euro.
21:29Jede Menge Nullen.
21:35In dieser pyramidenförmig aufgebauten Kultur
21:38ist es grundsätzlich immer gut,
21:41wenn der Pharao, der Präsident
21:43oder der Feldmarschall etwas entscheidet.
21:45Das Projekt muss dann schnell und gut umgesetzt werden.
21:49Und das Budget ist bei solchen Vorhaben unbegrenzt.
21:55Die Tunnel werden niemals genutzt.
21:58Doch sie halten die Bautätigkeit der Armee am Laufen.
22:01Die ägyptische Armee ist ein bedeutender Akteur in der Wirtschaft
22:13und in fast allen Bereichen tätig.
22:20Sie betreibt eigene Tankstellen,
22:22an denen man sein Auto auftanken kann.
22:24Sie unterhält Sportvereine,
22:26sie unterhält Sportvereine, Ferienclubs und Bäckereien,
22:29darunter auch meine Lieblingsbäckerei.
22:35Sie besitzt Metzgereien,
22:37deren Fleisch im Verständnis der Ägypter immer frisch ist.
22:42Sie verkauft auch Hühner,
22:44betreibt Mangofarmen
22:45und bietet Sirup für Kinder an.
22:50Ihre Hotelkette heißt Tulip,
22:54nicht Guantanamo.
22:59Selbst Geschäftsleute,
23:01die traditionell von den Mächtigen abhängig sind,
23:04äußern sich gegen den unfairen Wettbewerb.
23:07Besonders deutlich wird der ägyptische Milliardär
23:09Nagib Sairis,
23:10der zu den reichsten Menschen im Nahen Osten zählt.
23:13Das Militär muss sich aus der Wirtschaft raushalten.
23:17Es hat da nichts zu suchen.
23:19Es ist für den Schutz Ägyptens zuständig
23:21und muss eine unabhängige Militärindustrie aufbauen,
23:25die in Bezug auf Panzer und Flugzeuge
23:27nicht von den launen Trumps
23:28oder anderer Politiker abhängig ist.
23:31Die Produktion von Keksen oder Garnelen
23:33mit der Privatwirtschaft
23:34gehört jedenfalls nicht dazu.
23:38Die Armee hat ein sehr vorteilhaftes Geschäftsmodell.
23:41Sie bezahlt kaum Gehälter,
23:45denn sie besteht aus Wehrpflichtigen,
23:47Soldaten und Offizieren.
23:50Sie zahlt keine Steuern und keine Miete.
23:53Das halbe Land gehört ihr.
23:55Ihr seht Zahir,
23:59untersucht als eine der wenigen,
24:01wie diese im verborgenen Regieren der Institution funktioniert.
24:06Viele glauben,
24:07Ägypten würde seit 1952 vom Militär regiert.
24:11Das stimmt nicht.
24:12Das Militär war immer ein wichtiger Teil des Regimes
24:14mit großem politischem Einfluss.
24:16Doch heute fühlt es sich berechtigt,
24:20mit Hilfe der Wirtschaft Gewinne zu erzielen
24:22und alle Einnahmen
24:24aus seinen Projekten einzubehalten.
24:28Das Militär unterliegt keinerlei
24:32ziviler Rechtsprechung.
24:34Und das ist ein großes Problem.
24:38Im Streitfall kann die zivile Seite
24:40nicht vor Gericht gehen,
24:41um ein Schiedsverfahren zu erwirken.
24:43Das Militär duldet keine Fragen
24:54zu seinem wachsenden Einfluss auf die Wirtschaft.
24:57Nicht einmal von einem Abgeordneten
24:59aus dem Establishment.
25:04Ich heiße Anwar al-Sadat.
25:07Ich war Marineoffizier.
25:10Meine ganze Familie ist in der Armee.
25:13Mein Onkel, Präsident Sadat,
25:16hat der Armee wieder zu Rom verholfen.
25:23Es gibt Institutionen hier in Ägypten.
25:29Aber das heißt nicht,
25:30dass sie auch funktionieren.
25:33Im Wesentlichen geht es dabei
25:35natürlich um die Sicherheitskräfte.
25:362016 überschreitet er die rote Linie.
25:44Und das ist die Frage,
25:46die ich im Wesentlichen
25:49verurde ich habe.
25:52Das ist, was die Zbczynisch
25:55zbczynisch
25:56oder zbczynisch
25:57aus den kleinen
25:59fern,
26:00die zbczynisch
26:00und die zbczynisch
26:00zbczynisch
26:01mit den Zbczynisch
26:03zbczynisch
26:05zbczynisch
26:06zbczynisch
26:07zbczynisch
26:08zbczynisch
26:09zbczynisch
26:10zbczynisch
26:10zbczynisch
26:11C'est ce qu'il n'a pas voulu.
26:41C'est ce qu'il n'a pas voulu.
27:12Wenige Monate nach seiner Rede wird Anwar al-Sadat aus dem Parlament verbannt.
27:18Er kritisiert indirekt, dass Al-Sisi die Armee systematisch mit Geld versorgt, damit er an der Macht bleiben kann.
27:25Doch Ägypten allein kann ihre Gier nicht befriedigen.
27:30Denn die Wirtschaft basiert ausschließlich auf Einnahmen aus dem Suezkanal, dem Tourismus und der Diaspora.
27:41Wir haben ein Produktivitätsproblem, und das ist struktureller Natur.
27:48Wir produzieren weniger, als wir konsumieren, weil Ägypten 105 Millionen Einwohner hat.
27:53Wir müssen also mehr und effektiver produzieren.
28:01Nicht nur in Bezug auf die Menge, sondern auch im Hinblick auf Effizienz.
28:05Dazu erschöpfen wir die ohnehin schon knappen Ressourcen.
28:09Die Landwirtschaft ist stark vom Wasser abhängig.
28:16Und die Industrie produziert sehr energieintensiv.
28:202016 gerät Ägypten in eine besorgniserregende Währungskrise.
28:35Die Devisenreserven schrumpfen drastisch.
28:38Assisi nimmt Kredite auf, vor allem beim internationalen Währungsfonds.
28:46Ein verheerender Kreislauf beginnt.
28:49Mehrfach wertet der Staat die Währung ab.
28:52Die Kaufkraft der Ägypter bricht ein.
29:07Die kleine Mittelschicht, zu der auch Ali gehört, versinkt in Armut.
29:15Sauerdachs.
29:16Ich bin Taxifahrer.
29:17Lebe in Gizeh und mache den Job seit mehr als acht Jahren.
29:23Das ist mein einziges Einkommen.
29:28Damit ernähre ich meine Familie.
29:34Vor ein paar Jahren war alles günstiger.
29:39Die Gesundheitsversorgung war besser.
29:41Es gab mehr Komfort und eine bessere Lebensqualität.
29:44Der Anstieg der Löhne reicht angesichts der steigenden Preise nicht aus.
29:59Vielleicht verkaufe ich mein Auto.
30:00Die Regierung hat das Subventionssystem radikal umgestaltet und viele Zuschüsse entweder ganz gestrichen oder drastisch gekürzt.
30:16Keine der vorherigen Regierungen, nicht einmal unter Militärpräsidenten wie Sadat oder Mubarak, hat das Sozialsystem derart abgebaut.
30:25Doch Sisi hat alles in einem beispiellosen Ausmaß umgestaltet.
30:30Ich hatte Hoffnung für meine Kinder und die Menschen im Land.
30:38Ich hatte gehofft, dass sie unter besseren Bedingungen leben können.
30:47Mit besserer Bildung, besserer Gesundheitsversorgung und mehr erschwinglichem Wohnraum.
30:56Damit niemand an ungesunden und verschmutzten Orten leben muss.
30:59In diesem Viertel, in Abu Qatada, bin ich geboren.
31:21Und hier habe ich meine Kindheit verbracht.
31:24Doch jetzt ist es für Kinder unmenschlich.
31:26Wegen des Zustands der Häuser und selbst der Bewohner wirkt es wie ein Ghetto.
31:43Brot ist das Grundnahrungsmittel der Ägypter.
31:4671 Millionen Menschen kaufen es mit staatlicher Hilfe.
31:5030 Jahre blieb der Preis für subventioniertes Brot gleich.
31:54Doch im Juni 2024 hat er sich vervierfacht.
31:58Wir stecken in einer schweren Krise in Bezug auf die Prioritäten.
32:22Was macht man zuerst und was später?
32:28Das hat was mit Demokratie zu tun.
32:32Denn an der Festlegung von Prioritäten wird die Bevölkerung nicht beteiligt.
32:36Mit Hilfe enormer Investitionen wurden in den letzten Jahren gewaltige Bauvorhaben umgesetzt.
32:45Die neue Hauptstadt, eine Küstenstadt in El Alamey, Regierungs- und Privatgebäude sowie Infrastrukturprojekte.
32:53Aber all das war nicht dringend.
33:00Investitionen in die Industrie und die Unterstützung der Landwirte bei der Produktion hätten Priorität haben müssen,
33:05damit unsere Abhängigkeit von Importen abnimmt.
33:08Anstatt die Wirtschaft zu reformieren, wird sie mit Krediten am Laufen gehalten.
33:18Tatsächlich sind sie der wichtigste Motor der ägyptischen Ökonomie.
33:242016 wendet sich Al-Sisi an seinen Verbündeten Saudi-Arabien und König Salman.
33:31Der unterstützt ihn aus Furcht vor dem Einfluss der Muslimbruderschaft.
33:34Doch wegen mangelnder Gegenleistung unterschreibt König Salman nicht länger Blankoschecks
33:53und fordert die Abtretung von ägyptischem Territorium.
33:58Ich heiße Malik Adli, bin Anwalt und leite das ägyptische Zentrum für wirtschaftliche und soziale Rechte.
34:04Während des Besuchs von König Salman im April 2016 haben wir überrascht erfahren,
34:15dass die Inseln Tiran und Sanafir an Saudi-Arabien abgetreten werden.
34:23Tiran und Sanafir sind zwei unbewohnte, aber strategisch wichtige Inseln.
34:28Sie liegen am Eingang zum Golf von Aqaba, der Ägypten von Saudi-Arabien trennt
34:33und für Israel den einzigen Zugang zum Roten Meer darstellt.
34:38Mit der Kontrolle dieser Inseln sichern die Saudis ihre Seewege und festigen ihre regionale Macht.
34:44Doch für die Ägypter gehören die Inseln zum Sinai, einem heiligen Land, um das in allen Kriegen gegen Israel gekämpft wurde.
34:53Tiran und Sanafir gehören zum ägyptischen Territorium.
35:02Dafür haben unsere Kämpfer und unser Volk mit Blut bezahlt.
35:07In jedem Ort gibt es Märtyrer, die gegen die israelische Besatzung gekämpft haben.
35:11Anders als seine Vorgänger akzeptiert Präsident al-Sisi die Abtretung von Tiran und Sanafir an Saudi-Arabien.
35:25Für die Ägypter ein Verrat.
35:27Die Bevölkerung hat sehr heftig darauf reagiert.
35:35Ich halte es für eine Schande, das Thema Tiran und Sanafir mitten in einer Krise des ägyptischen Staates
35:42bei Verhandlungen mit einem Bruderland erneut zur Sprache zu bringen.
35:48Mit anderen Anwälten geht Malek Adli rechtlich dagegen vor.
35:51Doch 2018 bestätigt der oberste Gerichtshof die Abtretung an Saudi-Arabien und sie wird umgesetzt.
35:58Im Gegenzug unterzeichnet Ägypten Verträge im Wert von 25 Milliarden Dollar.
36:21Assisi sucht ständig Geldquellen, denn Ägypten ist laut IWF das am dritthöchsten verschuldete Land der Welt.
36:342024 unterzeichnet er einen Vertrag zur wirtschaftlichen Unterstützung mit der EU.
36:40Ein Darlehen über 7,4 Milliarden Euro, das mit einer Gegenleistung verbunden ist.
36:45Dieser Vertrag dient angeblich der wirtschaftlichen Unterstützung.
36:51Tatsächlich ist er jedoch ein Instrument zur Migrationskontrolle an den Außengrenzen der Europäischen Union.
36:58Wenn Diktatoren regieren, die die Bevölkerung schlecht behandeln und Reichtum horten,
37:04wenn es weit verbreitete Korruption und zugleich kein Konzept für nachhaltige Entwicklung gibt,
37:09dann bleiben die Menschen nicht im Land.
37:10Das Problem wird nicht gelöst, wenn man Grenzbeamte finanziert, die mit Kalaschnikovs in der Hand Mauern bauen.
37:20Durch die Finanzierung des Sisi-Regimes, ohne jede demokratische Kontrolle durch das Europäische Parlament,
37:33haben Ursula von der Leyen und die Europäische Kommission die EU zur Weltbank für Diktaturen und autoritäre Regimes gemacht.
37:41Ägypten steckt in einer ernsten Krise.
37:52Durch die zahlreichen Kredite und Großprojekte ist die Staatsverschuldung explodiert
37:57und hat sich innerhalb von zehn Jahren vervierfacht.
38:00Die Schuldenkrise ist eine Tragödie, ein riesiges Problem.
38:10Diese Schulden dienen größtenteils zur Rückzahlung anderer Schulden.
38:18Unser Staat ist hoch verschuldet. Fast 50 Prozent des Haushalts fließen in die Schuldentilgung.
38:25Deshalb ist der Staat arm und kann in der Wirtschaft keine wesentliche Rolle spielen.
38:30Dieses pyramidenartige System funktioniert, solange die Golfstaaten, der IWF und die Europäische Kommission jedes Jahr mehr Geld schicken.
38:42Doch wenn sie aufhören, riecht das ganze System zusammen.
38:48Um den Kollaps zu vermeiden, festigt das Regime das selbst errichtete pyramidenartige System
38:54und übernimmt bebaubares Land, auch landwirtschaftliche Flächen.
39:00Genau das untersucht Ibrahim Ezeldin.
39:05Trotz Haft und erzwungenem Exil kann ihn das Regime nicht zum Schweigen bringen.
39:11Ich habe intensiv zur Vertreibung der Bewohner von Warak recherchiert
39:15und mich für ihre Verteidigung eingesetzt,
39:17damit sie ihr Land behalten können und nicht enteignet werden.
39:20Die Insel Warak liegt mitten im Nil und verbindet drei der größten Gouvernements Ägyptens.
39:34Sie hat um die 100.000 Einwohner.
39:49Nach einer Rede von Präsident Sisi beschloss die Regierung 2017, die Inselbewohner zu vertreiben
40:00und dort ein Geschäfts- und Finanzzentrum für ägyptische oder ausländische Investoren zu schaffen.
40:06Ich zeige Ihnen, wie die Insel vor 2017 aussah.
40:20Hier ist Simia 2008.
40:23Da gab es noch viel Ackerland.
40:25So sieht sie heute aus.
40:31Das Land ist verwüstet und die Insel belagert.
40:37Fast alle Felder sind verschwunden und es gibt keinerlei Leben mehr.
40:40Bei den Dreharbeiten 2017 gab es auf Warak noch Bananenstauden.
40:51Doch um seine Staatskasse zu füllen, setzt Sisi hier wie im ganzen Land riesige Bauprojekte um,
40:57die er dann an ausländische Investoren verkaufen kann.
41:04Die Insel wird streng überwacht und ist für uns nicht zugänglich.
41:08Doch dieser Mann möchte sich anonym äußern.
41:11Er lebt auf Warak.
41:16Wenn ich von der Arbeit oder einer Reise auf der Fähre zurückkomme und die Insel Luft atme, lebe ich auf.
41:25Für uns ist die Insel Leben.
41:28Ohne sie ist nichts.
41:34Am 16. Juli 2017 kommen die Bulldozer.
41:38Als die Bewohner protestieren, ziehen die Sicherheitskräfte die Waffen.
41:49An dem Tag wurde eine Person getötet.
41:53Es gab viele Verletzte.
41:54Viele wurden verhaftet.
41:56Das wird so weitergehen.
41:58Die Leute hatten Angst um sich und ihre Kinder.
42:02Sie wurden gezwungen, die Insel zu verlassen und ihr Land an die Behörden zu verkaufen.
42:06Wir hatten ein Krankenhaus und das wurde abgerissen.
42:18Keine Ahnung warum.
42:20Das Postamt wurde verlegt.
42:22Keine Ahnung warum.
42:24Auch das Verwaltungszentrum wurde abgerissen.
42:27Keine Ahnung warum.
42:28Zwei der fünf Fähren wurden eingestellt.
42:32Aber die drei Verbliebenen reichen für unsere Hin- und Rückfahrten nicht aus.
42:37Wer was sagt, wird verhaftet und strafrechtlich verfolgt.
42:40Für Arme ist kein Platz in der Neuen Republik.
42:49Diese Hochhäuser stehen noch leer.
42:51Doch für sie sind sie nicht bestimmt.
42:53Die obersten Ränge der Armee und des öffentlichen Dienstes häuften jetzt enormen Reichtum an.
43:02Sie gehören zur wohlhabenden oberen Mittelschicht Ägyptens und besitzen Luxuswohnungen in Küstenstädten und Ressorts,
43:10sagenhaft teure Autos und Rolex-Uhren.
43:14All das dank der militärischen Vormachtstellung, die Al-Sisi verkörpert und weiter ausbaut.
43:27Diese neue Elite ist unsichtbar und verbarrikadiert sich in bewachten Anlagen, die die Armen auf Abstand halten.
43:41Jeder träumt davon, in so einem Viertel zu leben.
43:44Mit fließendem Wasser, Strom, Gas und so weiter.
43:51All das gibt es hier.
43:56Das Wasser und der Strom fallen auch nicht so oft aus, wie in den Arbeitervierteln, in denen wir leben.
44:07Die Luft ist sauber, es gibt keine Staus und zwischen den Häusern ist Platz.
44:14Natürlich unterscheiden sich die sozialen Schichten.
44:25Aber nicht nur materiell oder finanziell, sondern auch in Bildung, Sprache und beim Lärm.
44:32Sogar die Moscheen sind anders als bei uns.
44:43Sehen Sie nur, wie groß diese Moschee ist und wie sie aussieht.
44:47Wie viel mag sowas kosten?
44:48In Al-Sisis' neuer Republik dreht sich alles um Narrative, Theatralik und um Glanz.
45:00Das völlig Neue und Künstliche.
45:04Es ist Mubarak's Republik, neu interpretiert von Filmemachern aus Hollywood.
45:092021 findet eine Zeremonie zur Verlegung der Mumien der Pharaonen statt.
45:38Ihr Museum stand am Tahrirplatz, dem Zentrum der Volksversammlungen und Symbol des ägyptischen Frühlings.
45:49Die Prozession entfernt sich und tilgt die Erinnerung an die Revolution.
45:55In einer Inszenierung schreibt das Regime die Geschichte um.
45:58Tatsächlich ist das eine furchterregende, dystopische Republik, die der Größe Ägyptens unter Nasser oder sogar der Pharaonen nacheifert.
46:14Sie wirkt stark, aber das ist eine Illusion.
46:27Als französische Unternehmer mal nach Ägypten kamen, sagten sie,
46:30Wow, das ist ja unglaublich. Es gibt Straßen, Brücken und alles funktioniert.
46:40So schafft die Regierung die Illusion von Entwicklung und guter Führung.
46:45Während hinter den Kulissen überall Korruption herrscht.
46:49Das war die Korruption.
46:50Das war die Korruption.
46:50Das war die Korruption.
46:50Das war die Korruption.
47:08Das war die Korruption.
47:12Sous-titrage Société Radio-Canada
47:42Bismillahirrahmanirrahim, السيدات والسادة الحضور
47:45يسعدني ويشرفني النهاردة أن أكون متواجد معكم للإعلان عن هذه الصفقة الاستثمارية الكبرى
47:53اللي بتعتبر بكل المقاييس هي أضخم صفقة استثمار أجنبي مباشر في تاريخ مصر
48:01وهي الخاصة بمشروع تنمية منطقة أو مدينة راس الحكمة على ساحل الشمالي الغربي في مصر
48:12Die ägyptische Regierung unterzeichnet ein historisches Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten
48:18Für den Bau einer gigantischen neuen Stadt
48:21راس الحكمة على ساحل الشمالي الغربي في مصر
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48:44C'est un grand grand d'Eyipton et a la France de l'Emirat, ADQ, vendredi.
48:56Si on investit un grand d'Eyipton, on a aussi un impact sur la politique.
49:06Égypte a toujours la «mette de la monde » qui a dit, mais aujourd'hui ne peut pas être plus.
49:14C'est pas vrai.
49:44In Krisenzeiten haben Gläubiger Macht.
49:53Jenseits der Grenze zerstört Israel den Gazastreifen. Seine Bewohner stehen vor dem Nichts.
50:00Ab Anfang 2025 üben US-Gläubiger Druck auf Ägypten aus und Trump stellt eine unfassbare Forderung.
50:14Ja, ich würde gerne Jordan sehen, ich würde gerne Ägypten sehen.
50:19Schau, das Gazastreifen hat nicht funktioniert. Es hat nie funktioniert.
50:24Und ich fühle mich sehr anders über Gazastreifen als viele Menschen.
50:27Ich denke, sie sollten ein gutes, frisches, schönes Land bekommen.
50:31Für die ägyptische Bevölkerung ist der Plan von Donald Trump inakzeptabel.
50:47Man würde den Palästinensern ihr Land nehmen und so ihr Anliegen zunichte machen.
50:53Als Sisi muss reagieren.
50:55Und ich sage, dass die Menschen im Moceren, wenn ich diesen Falle von ihnen gebetet habe,
51:01werde ich alle in den Moceren und sagen, nein.
51:05Nicht, dass sie nicht in der Zürich verletzt haben.
51:09Nicht, dass sie nicht in der Zürich verletzt haben.
51:11Ich sage, dass sie nicht in der Zürich verletzt.
51:12C'est pas possible que l'Union de l'Union de l'Union de l'Union.
51:42C'est pas possible que l'Union de l'Union de l'Union de l'Union.
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53:17...
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