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  • vor 7 Wochen
Das Ehepaar Benno und Hilla Simke führt seit Jahren das weithin bekannte und beliebte Restaurant „Waldidyll“. Doch der Name der Gaststätte trügt, denn als Hilla ihren Mann mit der Kellnerin Renate erwischt, will sie sich von Benno scheiden lassen. Der setzt seine Frau unter Druck, hat Hilla doch jahrelang gefälschte Lieferscheine unterschrieben und damit Geld in die Tasche ihres Mannes gewirtschaftet. Hilla zieht die Scheidung zurück, weichgeklopft durch die Versprechungen ihres Mannes, mit allem ganz von vorn anzufangen. Doch als sie entdeckt, dass ihr Mann Renate Ähnliches verspricht, handelt Hilla endlich. (Text: mdr)

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Transkript
00:00:00Guten Abend, liebe Zuschauer.
00:00:02Wer ein Haus baut oder auch nur modernisiert und erweitert,
00:00:06gerät leicht in den Verdacht, ein Krösus zu sein.
00:00:10Solcher Verdacht zielt in aller Regel an der Wirklichkeit vorbei.
00:00:14Denn tatsächlich sind unter denen, für die sich der Traum vom Haus im Grünen erfüllt,
00:00:19überwiegend Arbeiter und kinderreiche Familien.
00:00:23Ihnen gewährt unser Staat zu besonders günstigen Bedingungen Kredite.
00:00:26Wer wie Peter Findeisen, der Held unseres heutigen Falles,
00:00:32beispielsweise ein Einfamilienhaus aus- und umbaut,
00:00:34erhält Kredit, der mit einem Prozent verzinst wird und einem weiteren zu tilgen ist.
00:00:41Freilich, korrekter Umgang und Haushalten mit dem geliehenen Geld ist auch hier striktes Gebot.
00:00:49Wer danach trachtet, aus dem individuellen Wohnungsbau auch noch Gewinn zu schlagen,
00:00:53dem wird allerdings der Konflikt mit der Gesellschaft kaum erspart bleiben.
00:01:23So geht das nicht, Peter!
00:01:34Was?
00:01:35Heute ist mein letzter Arbeitstag, hast du gesagt!
00:01:38Heute Abend wird gefeiert, hast du gesagt!
00:01:41Und heute Nachmittag gehen wir vielleicht mal ans Meer, hast du gesagt!
00:01:44Ja, ja, ja, ich weiß ja, was ich gesagt habe!
00:01:46Ja, ja, aber dass du baden gehen willst, das hast du nicht gesagt!
00:01:50Habe ich gesagt, dass ich nicht baden gehen will?
00:01:54Nee, aber das gehört sich!
00:01:58Wo kommen wir denn hin, wenn einer vom anderen nicht weiß, was er vorhat?
00:02:01Das nächste Mal sag ich's dir, Richard!
00:02:03Mensch, Peter!
00:02:05Baden bei der Kälte, die Ossi hat ja kaum fünf Grad!
00:02:09Wie spät ist es, Richard?
00:02:11Gleich fünf.
00:02:12Fünf.
00:02:13Dann muss ich ja weg.
00:02:14Hieraus kann es losgehen.
00:02:15Ich muss ja noch packen.
00:02:17Na was, die Glocke!
00:02:18Was, aufs Motorrad bei der Kälte?
00:02:20Hey, hey!
00:02:22Na, dann bis heute Abend, Peter!
00:02:24Bis heute Abend, Mittag!
00:02:41Ha!
00:02:42Alles gut!
00:02:43Es ist richtig hier!
00:02:49Es ist schwer zu finden, aber es ist richtig!
00:02:52Was ist denn richtig?
00:02:53Na, du gehst doch zu mir, oder?
00:02:56Nee!
00:02:57Klar!
00:02:58Gehst du zu mir!
00:02:59Na, guck dir's an und sag mir deine Meinung!
00:03:03Ja, was denn angucken?
00:03:04Na, das da!
00:03:05Kannst sofort einziehen!
00:03:07Mal langsam!
00:03:07Sofort!
00:03:08Wie alt?
00:03:0975!
00:03:10Nee, ich meine das Haus!
00:03:12Das Haus ist 25 Jahre älter als ich!
00:03:16Na ja, ist ganz schön runter!
00:03:17Ja, der Keller ist gut!
00:03:19Die Grundmauern sind fest!
00:03:21Such das Dach!
00:03:22Ne, das Dach!
00:03:23Kann ich's mir mal angucken?
00:03:24Ja, guck dir's an!
00:03:25Guck dir's ruhig an!
00:03:27Mein Sohn, guck dir's an!
00:03:28Mein Großvater, gottabend selig, hat's gebaut!
00:03:32Mein Vater, gottabend selig, hat's geerbt!
00:03:37Und vom Vater kam's auf mich!
00:03:40Und mich wird der lieber Gott auch bald selig haben!
00:03:44Ich bin ganz allein!
00:03:46Alles ist tot!
00:03:47Meine Alte hat sich totgearbeitet!
00:03:51Meine Söhne haben sie im Krieg zusammengeschossen!
00:03:55Los, ich, ich leb noch!
00:03:58Und irgendein Schwager, irgendwo bei Stuttgart...
00:04:03Na, da fahr doch rüber, du, als Rentner!
00:04:05Alte Bäume verpflanzt man nicht!
00:04:07Und schon gar nicht von Heben nach Trieben!
00:04:11Ist schon die paar hundert Meter in die Kreisstadt!
00:04:15So ne Sache!
00:04:18Aber die schaff ich noch!
00:04:20Denn es soll den Alten im Feierabendheim sehr gut gehen!
00:04:26Es ist dort mit Bedienung!
00:04:29Wie in einem Hotel!
00:04:31Sagt bloß, dass Bedienung nicht gut ist!
00:04:35Für einen Alten!
00:04:36Schöne Bude!
00:04:38Wie?
00:04:39Schöne Bude!
00:04:40Ja, okay, ist gut!
00:04:43Wie die Grundmauern!
00:04:46Na ja, da musst du ne ganze Menge reinstecken!
00:04:49Sieben, genau!
00:04:50Na ja, also mit sieben kommst du nicht weit!
00:04:53Sieben, genau!
00:04:55Ich hab die Schätz-Urkunde!
00:04:58Notfalls kauft's die Gemeinde!
00:05:02Obwohl der Gemeinde lieber wär!
00:05:04Die Gemeinde schickt alle paar Tage jemanden!
00:05:08Aber niemand kauft!
00:05:10Sie ist allen zu billig!
00:05:12Verstehst du das?
00:05:14Hast du schon mal was von Werterhaltung gehört?
00:05:15Na ja, ich hab mit meiner eigenen Werterhaltung genug zu tun!
00:05:22Herz, Kreislauf!
00:05:24Na ja, das Dach, das könnte man ausbauen!
00:05:27Sag ich doch!
00:05:28Alles kann man ausbauen!
00:05:31Ein junger Kerl wie du, ohne Herz, ohne Kreislauf!
00:05:35Ist die Kläranlage in Ordnung?
00:05:36Gott kann sich nicht um alles kümmern!
00:05:38Na ja!
00:05:39Stell dich mal da an den Baum!
00:05:41Na ja, ich lass mal von mir hören!
00:06:11Das war ein Meisterschuss, wenn man auch sagen muss!
00:06:23Bei aller Jägerei, ein bisschen Glück ist auch dabei!
00:06:29Oder?
00:06:30Allerweih, dein Meisterschuss!
00:06:33Auf dem Abschied, Pröder!
00:06:35Aufs Wiedersehen, Ringer!
00:06:36Vielleicht machst du mal einen Urlaub bei mir!
00:06:38Was?
00:06:40Reale, bring doch mal derselbe!
00:06:42Und, zwei Klagen, müssen wir hier!
00:06:44Geht ja auch!
00:06:47Wie?
00:06:48Sie reißen ab, oder?
00:06:49Ja, warum?
00:06:51Standgäste verliert man nicht gern!
00:06:54Wie?
00:06:56Gefällt mir aber!
00:06:59Kleiner Stoff!
00:07:01Kleine Leute!
00:07:02Große kommt!
00:07:04Wie?
00:07:05Was?
00:07:06Die werden wir wirklich gern!
00:07:07Kleines Stoff!
00:07:08Kleine Leute!
00:07:09Große kommt!
00:07:10Wie?
00:07:11Wie?
00:07:12Wie?
00:07:13Wie?
00:07:14Wie?
00:07:15Wie?
00:07:16Wie?
00:07:17Wie?
00:07:18Warum hast du mir nichts davon gedacht?
00:07:19Weil es nicht wichtig ist!
00:07:21Hier in großen Städten geht's der Einzelne runter!
00:07:28Hier an der Küste, aber hier an der Küste, da ist der Einzelne noch was wert!
00:07:34Stimmt's?
00:07:35Wo bekommst du?
00:07:36Ob es stimmt?
00:07:37Ob es stimmt?
00:07:38Ob es stimmt?
00:07:39Ob es stimmt?
00:07:40Ja, es ist ja nicht geistig!
00:07:41Ja, es ist ja nicht geistig!
00:07:43Wie heißen sie aus, aber da hat sie eigentlich noch?
00:07:46Stimmt!
00:07:48Schönen Namen!
00:07:51Interessant!
00:07:53Weißt du, wie alt ich bin?
00:07:57Du, ich bin Aquarianer!
00:07:59Wir sind die Schwertfischer, weißt du, die mit den Schwertern!
00:08:06Du solltest mal sehen, wie die miteinander umgehen!
00:08:12Finteisen säuft wie ein Loch!
00:08:15Klein auch!
00:08:17Klein verträgt mehr!
00:08:19Finteisen hält länger durch!
00:08:23Mir ist das egal!
00:08:24Mir auch!
00:08:32Ausbauen müsste man dem Strumpfkombinat die Heizung wieder!
00:08:38Damit das Strumpfkombinat, man merkt, dass ein Fähreheim ohne Heizung einen Dreck wäre!
00:08:47So ist es!
00:08:49Lächerliche 5 Bar Strumpfhosen!
00:08:52Aber ansonsten...
00:08:55Außenmontage bringt was!
00:08:58Außenmontage bringt immer was!
00:09:01Außenmontage liegt meiner Frau nicht!
00:09:03Und dir?
00:09:05Mir liegt meiner Frau!
00:09:07Und dir?
00:09:09Deine Frau!
00:09:11Wie kommen sie denn darauf?
00:09:12Meiner, deine!
00:09:13Das ist was anderes!
00:09:14Also liegt sie dir oder liegt sie dir nicht?
00:09:15Manchmal habe ich die Schnauze voll!
00:09:17Von deiner Frau!
00:09:18Quatsch!
00:09:19Und eine Außenmontage!
00:09:20Wieso?
00:09:21Ich denke, Außenmontage, die bringt was ein!
00:09:23Ich muss mich um sie kümmern!
00:09:24Und die Außenmontage?
00:09:25Quatsch!
00:09:26Und meine Frau!
00:09:27Die schafft das nicht mehr alleine!
00:09:28Der Große wächst dir über den Kopf!
00:09:29Und die Liebe!
00:09:30Weiß es mit der Liebe!
00:09:31Auf Außenmontage?
00:09:32Auf Außenmontage?
00:09:33Und die Außenmontage?
00:09:34Wieso?
00:09:35Ich denke, Außenmontage bringt was ein!
00:09:36Ich muss mich um sie kümmern!
00:09:38Und die Außenmontage?
00:09:39Quatsch!
00:09:41Und meine Frau!
00:09:42Und du?
00:09:44Die schafft das nicht mehr alleine!
00:09:47Der Große wächst dir über den Kopf!
00:09:50Und die Liebe!
00:09:52Und die Liebe!
00:09:57Weiß es mit der Liebe!
00:09:59Auf Außenmontage ist sie da!
00:10:03Und zu Hause ist sie wie weggeblasen!
00:10:12Renate!
00:10:14Mach mal dasselbe!
00:10:23Habe ich dir schon erzählt, wie meine Frau gestorben ist?
00:10:28Ja?
00:10:30Schenk mir einen ein!
00:10:35Dir auch!
00:10:36Ich vergesse keinen schönen Augenblick!
00:10:40Noch ein Glas auf das Glück!
00:10:42Noch ein Lied ewig ging!
00:10:44Lass mich dann mal wiedersehen!
00:10:50Ein Wirt ohne Frau ist wie ein Fass ohne Bier!
00:10:57Stimmt's?
00:10:59Stimmt!
00:11:01Gibt's was, was ich dir noch nicht erzählt habe?
00:11:09Nein!
00:11:17Im Sommer machst du Urlaub bei mir!
00:11:1914 Tage!
00:11:20Mit der ganzen Familie!
00:11:22Kostet einen Punkt!
00:11:24Peter, gleich Null!
00:11:25Sag mal, wie viele Betten vermietest du?
00:11:30Zwei!
00:11:32Aber wenn du kommst, dann mache ich das Schlafzimmer frei und dann ziehe ich mit meiner Frau ins Wohnzimmer!
00:11:37Zwei!
00:11:39Und Durchgänge?
00:11:41Durchgänge vier!
00:11:44Warum vermietest du nicht rundherum?
00:11:47Oh, rundherum! Das geht mir auf die Nerven!
00:11:50Also verstehe ich nicht, warum du überhaupt vermietest!
00:11:52Entschuldigung, alleine die Fische, die kosten mich zwei bis dreihundert Mark!
00:11:58Wenn du nicht willst!
00:12:01Vier Durchgänge!
00:12:03Möglich sind in der Saison zwölf, wenn nicht gar vierundzwanzig!
00:12:08Vierundzwanzig mal zwei!
00:12:12Das macht in zehn Jahren!
00:12:17Ich kauf das Haus!
00:12:19Was denn für ein Haus?
00:12:23Hör zu!
00:12:30Ausschau und Schluss, meine Herren!
00:12:32Kassierschen herab!
00:12:34Darf's noch was sein?
00:12:35Mit Familie?
00:12:37Mit Familie!
00:12:38Was darf's noch sein?
00:12:39Bist du verrückt?
00:12:40Du kannst nicht wohnen und bauen!
00:12:42Erst bauen und dann wohnen!
00:12:45Ich weiß, ist die Substanz in dem Haus ja ziemlich runter!
00:12:48Und Schiri?
00:12:49Zwei bis drei Jahre musst du da schon rechnen!
00:12:52Allein brauche ich zwei bis drei Jahre, aber Richard!
00:12:55Wenn du mitmachst?
00:12:56Wenn du mitmachst!
00:12:58Na ja!
00:13:00Wer denn darüber lässt sich schon sprechen, aber...
00:13:03Warum hast du denn überhaupt Geld?
00:13:05Früher sind wir Nachbarn!
00:13:08Was darf's noch sein, Herr Fintersen?
00:13:10Stell dir vor, Maria!
00:13:16Ein Haus am Meer!
00:13:21Weiß!
00:13:22Total weiß!
00:13:24Wieder ein Hochzeitskleid!
00:13:26Also, ein Garten drumrum!
00:13:28Ein Sandkasten für Jörg und Kerstin!
00:13:31Und frische Luft!
00:13:32Und mehr!
00:13:34Endloses grünes Meer!
00:13:36Das Wasser der Ostsee ist nämlich gar nicht blau wie auf Bildern!
00:13:40Ich hab mir das ganz genau angeguckt!
00:13:41Grün!
00:13:43Eindeutig grün!
00:13:49Was ist denn?
00:13:52Geht's dir wieder nicht gut?
00:13:56Was hast du?
00:13:58Ich krieg ein Kind!
00:14:07Schon wieder!
00:14:11Wann ist denn das passiert?
00:14:13Vor vier Monaten!
00:14:15Unser fünfzehnter Hochzeitstag!
00:14:20Du hast gesagt, dass die fünfzehn Jahre wie im Flug vergangen sind!
00:14:25Tja! Und dein Gesundheitszustand?
00:14:27Ach, der Arzt meint dich als durch, wenn ich mich schone!
00:14:30Peter!
00:14:32Hm?
00:14:34Freust du dich?
00:14:35Ich meine, wenigstens ein bisschen!
00:14:37Sieh mal!
00:14:39Ein Kind ist doch immer wieder ein Erlebnis!
00:14:41Wenn es erst einmal da ist!
00:14:43Und du siehst das...
00:14:44Ja, natürlich freue ich mich!
00:14:47Wirklich?
00:14:51Du und wie ich mich freue!
00:14:54Maria!
00:14:56In fünf Monaten sind wir kinderreich!
00:14:59Bauen kostet Geld!
00:15:01Geld haben wir keins!
00:15:03Aber den Kinderreichen, den werfen die Sparkassen die Kredite hinterher!
00:15:08Sag mal!
00:15:09Ob das ein Mädchen wird?
00:15:11Dann sind die Kinder halbe halbe und jede Hälfte bekommt ein Zimmer!
00:15:15Wir brauchen nur einen Kinderwagen!
00:15:17Ach!
00:15:18Eine Wiege baue ich!
00:15:19Wir gehen spazieren über die Felder!
00:15:24Oder am Strand entlang!
00:15:26Na und die Ostsee bringt dich auch gesundheitlich wieder auf Vordermann!
00:15:29Wirst du sehen!
00:15:30Wie bitte schon muss ich mal sehen!
00:15:31Vielleicht ist von Kerstin noch was da!
00:15:32Wenn es ein Mädchen wird!
00:15:34Wenn es aber ein Junge wird, dann...
00:15:35Na ja, und was haben wir denn schon?
00:15:37Ich meine, die paar Möbel hier!
00:15:39Also nächste Woche
00:15:41nehme ich Resturlaub!
00:15:44Und dann kaufe ich das Haus!
00:15:46Und den Kinderwagen!
00:15:47Nein!
00:15:48Nein!
00:15:49Den kaufen wir an der Ostsee!
00:15:50Den brauchen wir nicht mit umziehen!
00:15:53Raus am Meer!
00:15:55Ideen hast du!
00:15:57Glaubst du mir etwa nicht?
00:16:00Doch, Peter!
00:16:03Alles richtig, Herr Fintheisen!
00:16:05Die Gemeinde würde auch selber kaufen!
00:16:07Aber wir sind an der Neuansiedlung jüngerer Bürger interessiert!
00:16:10Heizungs-Monteur, sagten Sie?
00:16:15Ja!
00:16:19Ich krieg die Reparatur der Zentralheizung unserer Schule einfach nicht in den Kreisplan!
00:16:24Geringfügigkeit, sagt der Kreis, Eigenleistung!
00:16:29Genauso geht es mir mit dem Gasthof, an dem ein Tanzsaal hängt!
00:16:33Jahr für Jahr!
00:16:36Wie finden Sie das, Herr Fintheisen?
00:16:39Nicht gut!
00:16:43Ich finde das auch nicht gut!
00:16:46Wir liegen wahrscheinlich ganz auf einer Linie, oder?
00:16:50Völlig!
00:16:52Das freut mich!
00:16:54Wann wollen Sie einziehen?
00:16:55Im Frühjahr nächsten Jahres!
00:16:56Spätestens!
00:16:58Ja, und im Sommer bringe ich dann die Schule und den Gasthof in Ordnung!
00:17:03Großartig, Herr Fintheisen!
00:17:05Das nenne ich eine aufgeschlossene Haltung!
00:17:09Der Rat der Gemeinde kann Ihnen das Haus mit
00:17:14maximal
00:17:18mit 3.000 Mark vorfinanzieren!
00:17:21Vorausgesetzt, Sie übernehmen die Verpflichtung diese Summe,
00:17:25sagen wir, innerhalb von sechs Monaten!
00:17:28Ja, natürlich!
00:17:30Man steht ja, wie schon gesagt, nicht ganz mittellos da!
00:17:33Es geht mir lediglich um eine
00:17:36Kauferleichterung!
00:17:38Einer hilft dem anderen, nicht wahr?
00:17:40Ich darf Sie heute schon als neuen Bürger der Gemeinde Falkenhagen begrüßen!
00:17:457.000!
00:17:473.000 bringe ich sehr darauf!
00:17:48Ja, haben Sie Kinder, Herr Fintheisen?
00:17:51Drei!
00:17:52Drei!
00:17:54Mit drei Kindern fallen Sie noch nicht unter die Kreditvergünstigung
00:17:58für kinderreiche Familien!
00:17:59Ja, das Viert ist unterwegs!
00:18:01Nichts dagegen!
00:18:03Doch sehen Sie, wir müssen bei Kreditbewilligungen
00:18:06vom Ist-Zustand ausgehen!
00:18:08Ihr monatliches Einkommen?
00:18:10Meine Frau und ich verdienen zusammen
00:18:121.300 Mark net!
00:18:141.300...
00:18:15Ja, es sei denn, Sie bemühen sich beim Rat des Kreises
00:18:18um entsprechende Kreditvergünstigungen als Arbeiter!
00:18:21Bitte?
00:18:23Ich meine, ich brauche das Geld sofort!
00:18:25Ja!
00:18:27Bedenken Sie, dass Ihnen nach Erwerb des Hauses
00:18:31erfahrungsgemäß Kosten entstehen, deren Abdeckung
00:18:33Naja, sichts dieses Durchschnittseinkommen...
00:18:36Da heißt es sparsam sein!
00:18:38Ja, gewiss!
00:18:40Gestatten Sie eine persönliche Frage!
00:18:43Verfügen Sie außerdem 3.000 Mark über weitere Rücklagen?
00:18:47Man steht nicht ganz mittellos da!
00:18:49Es geht mir lediglich um eine Kauferleichterung!
00:18:51Ich rate nur gern zur Besonderheit!
00:18:54Ja!
00:18:55Ja, dann kommen wir bitte zur Sache, ja!
00:19:01Bitte schön!
00:19:03Danke!
00:19:04Zunächst gewähren wir Ihnen also einen Kaufkredit in Höhe von 4.000 Mark.
00:19:16Zu vier Raten, Laufzeit ein Jahr, erste Rate in drei Monaten.
00:19:24Einverstanden?
00:19:26Ja, einverstanden.
00:19:28Gut.
00:19:30Was nun den von Ihnen gleichzeitig angestrebten Um- und Ausbaukredit betrifft...
00:19:34Ja, da erwarten wir den entsprechenden Zeitpunkt ab.
00:19:36Ja, selbstredend!
00:19:37Dennoch darf ich Ihnen schon jetzt die nötigen Hinweise geben.
00:19:40Erstens, was wollen Sie bauen?
00:19:44Ermitteln Sie den Umfang!
00:19:46Also zwei Kinderzimmer im Dachgeschoss, dann Bad und Toilette unten
00:19:50und Warmwasserheizung, Schleuse...
00:19:52Gut, das geben Sie mir bitte zum entsprechenden Zeitpunkt schriftlich.
00:19:56Ermitteln Sie den Umfang der vorgesehenen Baumaßnahmen genau.
00:20:00Ja!
00:20:01Und fügen Sie einen Kostenvoranschlag bei.
00:20:03Kostenvor...
00:20:04Die Hinzuziehung eines Projektanten, zumindest eines Baufachmannes, ist zu empfehlen.
00:20:08Zweitens, Sie können über uns abrechenbare Bauhelfer beschäftigen.
00:20:14Drittens, während der Dauer der Bauarbeiten brauchen Sie einen vom zuständigen Kreisbauamt bestätigten Baubetreuer.
00:20:20Jawohl.
00:20:21Abgesehen davon, dass wir als Sparkasse uns ebenfalls intensiv um die Einhaltung der mit uns getroffenen Vereinbarungen kümmern.
00:20:27So, darf ich Sie um Ihren Ausweis bitten, Herr Finderhessen?
00:20:29Ihre Lohnbescheinigung und Ihre Frau reichen Sie uns nach, oder haben Sie daran gedacht?
00:20:37Nein, aber ich gebe Ihnen mein Wort.
00:20:40Worte sind schade und traur, Herr Finderhessen.
00:20:42Herr Finderhessen.
00:20:50Darf ich Sie bitten, einen Augenblick dort draußen Platz zu nehmen?
00:20:53Danke.
00:20:54Außer am Meer. Feine Sache. Könnte dich beneiden.
00:21:07Wann ziehst du um?
00:21:08Dezember, ja noch.
00:21:09Was?
00:21:10Mitten im Winter?
00:21:11Ja, habe ich auch.
00:21:13Ja, Innenarbeit im Winter, Außenarbeit im Frühjahr. Im Sommer kann dann der Betrieb losgehen.
00:21:19Naja, wenn man es so sieht. Liane?
00:21:22Fertig.
00:21:24Was ist denn im Betrieb?
00:21:25Na, Urlauberbetrieb.
00:21:27Ach, du willst es vermieten?
00:21:28Ja.
00:21:29Privat oder FDGB?
00:21:32FDGB.
00:21:33Also, worum geht es genau?
00:21:39Darum. Der FDGB gibt seine Seereisen zuerst an die Großbetriebe, also ein kleinerer Betrieb wie unsere zum Beispiel.
00:21:46Na, der fährt nach Thüringen, Sächsische Schweiz, Harz oder, ich meine, wenn überhaupt.
00:21:52Aber, See ist See.
00:21:55Ich verstehe.
00:22:00Wie viele Plätze?
00:22:01Zwei Zweibettzimmer.
00:22:02Was?
00:22:03Na, wie FDGB.
00:22:04Plus zehn Prozent Service und zehn Prozent Sachkosten.
00:22:09Sonstige Bedingungen?
00:22:11Volle Belegung.
00:22:13Also durchgehend von Mai bis September für drei Jahre und 50 Prozent Pauschalvorauszahlung bei Vertragsabschluss.
00:22:24Das machen wir doch gleich perfekt. Liane?
00:22:27Bitte.
00:22:29Danke.
00:22:30Liane?
00:22:31Liane?
00:22:34Passt mal um, ihr werdet es da.
00:22:35Passt denn da?
00:22:36Na ja, ein Indianerns-Leibmeister.
00:22:43Jetzt ist ein bisschen dunkler.
00:22:44Jetzt wird aber geschlafen.
00:22:45Jetzt wird aber geschlafen.
00:22:46Jetzt wird aber geschlafen.
00:22:49Und jetzt will, Dicke.
00:22:51Die Boxen wieder vor.
00:22:52Na, na, na.
00:22:53Ruhe jetzt.
00:22:54Da gehört, was Mutter gesagt hat.
00:22:55Kann ich dir helfen?
00:22:56Ja.
00:22:57Kann ich dir helfen?
00:22:58Ja.
00:22:59Was hast du dir bloß dabei gedacht?
00:23:00Alle in einem Zimmer.
00:23:01Ja, da habe ich mir gedacht, dass es das beste Zimmer ist.
00:23:02Frau Sandi.
00:23:03Ja.
00:23:04Soll der ihn mal zusehen?
00:23:05Wie?
00:23:06Soll der ihn mal zusehen?
00:23:07Wie?
00:23:08Ich meine, soll er zusehen, wenn wir...
00:23:10Ja, warum denn nicht?
00:23:12Ich meine, Kinder von heute, die wissen doch, wie Babys gestülter werden, nicht jeder?
00:23:13Und morgen bring ich den Ofen in Ordnung.
00:23:14Ja, ich meine, wenn wir...
00:23:15Ich meine, soll er zusehen, wenn wir...
00:23:16Ja, warum denn nicht?
00:23:17Ich meine, Kinder von heute, die wissen doch, wie Babys gestülter werden, nicht jeder?
00:23:19Und morgen bring ich den Ofen in Ordnung.
00:23:20Dirk und Kerstin?
00:23:21Wo sollen sie spielen?
00:23:23Hier?
00:23:24Nicht mal die Treppe nach oben ist in Ordnung.
00:23:29Na ja, undanno!
00:23:30Soll der ihn mal zusehen?
00:23:31Soll er mal zusehen?
00:23:32Wie?
00:23:33Ich meine, soll er zusehen, wenn wir...
00:23:34Ja, warum denn nicht?
00:23:35Ich meine, Kinder von heute, die wissen doch, wie Babys gestülter werden, nicht jeder?
00:23:38Und morgen bring ich den Ofen in Ordnung.
00:23:42Jörg und Kerstin?
00:23:43Wo sollen sie spielen?
00:23:44Hier?
00:23:45Nicht mal die Treppe nach oben ist in Ordnung.
00:23:48Nicht mal die Treppe nach oben ist in Ordnung.
00:23:50Jetzt wies er warm an.
00:23:52Wir haben einen Garten.
00:23:53Soll ich den Jungen zum Schularbeiten machen, auch in den Garten schicken?
00:24:00Komm her.
00:24:07Was hört ihr?
00:24:10Fernes Meeresrauschen.
00:24:13Klingt für ihn.
00:24:14Ma, bleibst du mir jetzt?
00:24:17Mach zu.
00:24:19Morgen sehen wir uns das Meer mal aus der Nähe an.
00:24:23Ihr wisst ja gar nicht, was das ist.
00:24:24Das Meer.
00:24:27Das Meer?
00:24:28Das Meer ist eine Welle.
00:24:30Eine Welle ist ein physikalischer Zustand, der sich im Raum fortpflanzt.
00:24:34Es gibt periodische und nicht-periodische Wellenformen.
00:24:37Quer- und Längswellen.
00:24:39Das Meer ist eine Längswelle.
00:24:41Was du alles weißt.
00:24:43Also für mich ist das Meer eine riesige Badewanne.
00:24:46Badewanne.
00:24:47Dieter, Dieter, hilf mir mal, damit wir fertig werden.
00:24:51Sag mal, was macht ihr mit der Wäsche?
00:24:54Erst die Betten, dann die Wäsche.
00:24:57Jörg und Kerstin haben noch nie ohne Bettwäsche geschlafen.
00:25:01Und außerdem sind mir die Betten zu schwer.
00:25:04Dieter, hol mal das Bettzeug für die Kinder.
00:25:09Malia!
00:25:10Malia!
00:25:11Passt mal mit an?
00:25:12Ja.
00:25:23Was... was... was ist denn?
00:25:30Was hast du denn?
00:25:32Nichts.
00:25:34Mutti!
00:25:36Soll ich, ich meine, soll ich die Betten mal ziehen?
00:25:40Hilf deinem Vater.
00:25:44Pause.
00:25:50Und tu ruh dich aus.
00:25:53Du musst morgen fit sein.
00:25:55Es ist morgen.
00:25:56Morgen ist die Einstellungsuntersuchung für die FEG vergessen.
00:26:01Morgen fahre ich mit den Kindern nach Hause.
00:26:06Du bist zu Hause!
00:26:15Morgen bringe ich Ralf und Kerstin zur Oma.
00:26:18Einer im Zimmer geht wirklich nicht.
00:26:21Rückenstück.
00:26:27So.
00:26:29Guten Appetit.
00:26:31Ich hab sieben Aquarien.
00:26:42Fünf große und zwei kleine.
00:26:45Dann hast du schon mal 70 Fische auf einem Haufen gesehen?
00:26:49Musst du mal ansehen, es lohnt sich.
00:26:51Morgen.
00:26:52Weil das nicht so ist, wie das sich so mancher Nicht-Agrarier nach vorstellt.
00:26:56Ich denke mal, ein Fisch, was ist denn das schon?
00:26:57Der schwimmt so rum, glotzblöd und stirbt.
00:27:00Ja, ein Fisch, der hat rechtes Verständnis.
00:27:06Der ist richtig gescheit.
00:27:09Und verständigen kann sich so ein Fisch auch mit einem anderen Fisch.
00:27:11Weißt du wie?
00:27:13Weißt du wie?
00:27:13Wie ich auch, Michel.
00:27:17Aber fährt eine geheimnisvolle Art.
00:27:21Ein Fisch, der fehlt so ein richtiges Eigenleben.
00:27:25Weißt du wie ein Mensch?
00:27:26Na, wie ein Mensch.
00:27:31Quatsch.
00:27:34Wird ein Fisch nach der Geburt auch invalid?
00:27:39Nein, das nicht.
00:27:47600 Mark.
00:27:50Hätte sie ja als Cain bei der LPG verdient und die fehlen.
00:27:58Fehlen, das verstehe ich.
00:28:02Das verstehst du eben.
00:28:04Doch, fehlen.
00:28:05Fehlen ist leicht zu verstehen, bitte.
00:28:07Bitte sehr von Otto.
00:28:08Zum Weihnachtsmann, zum Wohl, die Herren.
00:28:13Zum Wohl.
00:28:14Auf das Baby, Herr Fintal.
00:28:16Klar.
00:28:21Alles krach.
00:28:32Ich habe mir das Leben nur an der Küste anders vorgestellt.
00:28:37Doch mal dasselbe.
00:28:42Wie denn?
00:28:43Ich laufe nur dumm rum. Sand, ja, wenn Sie für den Transport sorgen. Steine, in 14 Tagen, Zement.
00:29:09Ich kenne die Kollegin Müller von der Baustoffersorgung.
00:29:11Und? Nette Frau. Und diese nette Frau auch Bretter und Fenster.
00:29:18Bretter sind kein Problem.
00:29:23Ich heiße Otto.
00:29:25Peter.
00:29:27Es handelt sich um Folgendes, Peter. Die Reparatur der Zentraleizung in meiner Wirtschaft wird immer dringender und ich dachte mir so, du als Fachmann.
00:29:34Der Bürgermeister hat mir schon vor Monaten Hoffnung gemacht. Und wie gesagt, Bretter sind kein Problem.
00:29:39Das ist doch so im Leben, dass eine Hand die andere wäscht.
00:29:43Mein Prinzip.
00:29:44Prost.
00:29:45Prost.
00:29:46Prost.
00:29:52Prost.
00:29:53Schmidt!
00:29:55Findeisen.
00:29:56Na, setz dich doch, Bruder.
00:30:01Wenn Sie erlauben.
00:30:02Was brauchen Sie?
00:30:03Wir sind Nachbarn, Herr Findeisen.
00:30:04So.
00:30:05Ganz recht. Wird Zeit, dass wir uns kennenlernen.
00:30:09Da wir beide bauen, ich eigen Sie aus und um,
00:30:12sollten wir uns solidarisieren.
00:30:15Sie sagten zum Beispiel Fenster.
00:30:17Ja, haben Sie welche?
00:30:18Ganz recht. Drei?
00:30:20Übrig geblieben.
00:30:22Kannst du es nehmen, Peter.
00:30:24Kostest du einen Punkt?
00:30:25Es geht mir nicht ums Geld, Herr Findeisen.
00:30:27Ich habe viel mehr sorgt mit der Heizung.
00:30:29Man hat mir zwar für nächsten Monat eine in Aussicht gestellt,
00:30:32aber ohne Montage.
00:30:34Wir können die Montage mit den Fenstern verrechnen.
00:30:38Das ist eine gute Idee.
00:30:40Ja, warum nicht?
00:30:41Mir fällt ein Stein vom Herzen.
00:30:43Wissen Sie, Herr Findeisen, leider,
00:30:45und der Klein kann Ihnen das bestätigen,
00:30:47leider bin ich auf Hilfeleistung dieser Art angewiesen.
00:30:50Mein Fach ist Textilveredlung.
00:30:52Oh.
00:30:53Mangels Eigenleistung frisst das Haus so nach und nach meine ganzen Ersparnisse.
00:30:56Auf einer wie Sie ist da besser dran.
00:30:58Wäre wenigstens ein Ende abzusehen, aber mitnichten.
00:31:01Sanitär stehe ich fast noch am Anfang.
00:31:03Zum Beispiel Waschbecken.
00:31:05Ja, brauchen Sie?
00:31:07Waschbecken?
00:31:08Zwei.
00:31:09Ich merke, wir verstehen uns.
00:31:12Ich glaube, wir will dich nicht weiter stören.
00:31:14Einen schönen Abend noch und unbekannterweise Grüße an die Werbegarten.
00:31:18Unbekannterweise Grüße an die Hände und Nacken.
00:31:22Sag mal, Spindler.
00:31:24Sag mal, Waschbecken, hast du darüber auch weh?
00:31:26Zufällig.
00:31:27Von Otto.
00:31:29Nochmal meine Runde.
00:31:30Darf ich mich dazu setzen?
00:31:32Was wollen Sie zwingen?
00:32:00Maria.
00:32:01Du weißt, dass ich mich manchmal nicht so richtig ausdrücken kann.
00:32:20Das heißt, richtig ausdrücken kann ich mich schon, aber manchmal da sage ich etwas,
00:32:29was ich gar nicht denke und manchmal denke ich etwas, was ich gar nicht sage, siehst du?
00:32:36Und das sind eben die Missverständnisse, Maria.
00:32:41Einmal habe ich dir gesagt, was ich wirklich gedacht habe, aber das ist schon 15 Jahre her.
00:32:52Ich denke, du hast mich in den 15 Jahren kennengelernt.
00:32:57Ja.
00:32:58Maria, du brauchst doch bloß das Gegenteil von dem zu denken, was ich sage.
00:33:12Und alles ist klar.
00:33:13Hörst du?
00:33:14Mach die Zigarette aus.
00:33:15Das Baby.
00:33:16Ja.
00:33:17Hörst du, Maria, ich muss dir was sagen.
00:33:24Der Kleinen, der kennt die Kollegin Müller von der Baustoffversorgung.
00:33:29Das ist eine nette Person.
00:33:31Kleinen, macht ganz groß mit.
00:33:34Der Wirth macht mit.
00:33:36Schmidt, unser Nachbar.
00:33:38Kennst du?
00:33:38Schmidt, unser Nachbar.
00:33:43Unbekannterweise schöne Grüße an die werte Gattin.
00:33:47Bitte, Nacht.
00:33:50Du, ich bin eigentlich fertig.
00:33:53Das Baby schläft.
00:33:55Ja.
00:33:57Schlafe, mein Prinzischwein.
00:33:59Es ist eine Prinzessin.
00:34:00Das macht nichts.
00:34:03Maria, wie viele Waschbecken haben wir?
00:34:10Vier.
00:34:11Wir brauchen sechs.
00:34:12Wozu?
00:34:14Damit wir zwei verkaufen können.
00:34:17Verstehe doch mal.
00:34:19Kaufen und verkaufen.
00:34:22Das ist die Umwandlung eines Kredites in Bargeld.
00:34:28Das ist Betrug.
00:34:29Quatsch.
00:34:31Die Sparkasse verliere, da war kein Pfennig.
00:34:36Was machst du jetzt?
00:34:39Und was ist das?
00:34:41Ja, was ist das?
00:34:42V-B-Graus-Gießerei.
00:34:47Aha.
00:34:52Da wir für sein Teil im Fünf-Jahres-Vertrag einverstanden, überweisen wir Ihnen umgehend 50% Pauschal-Vorausschalung für ein Jahr.
00:35:04Geht großartig.
00:35:06Warum hast du mir davon nichts gesagt?
00:35:09Ja, das sollte eine Überraschung sein.
00:35:14Eine kleine Nebeneinnahme, wo du doch jetzt nichts verdienst.
00:35:18Aber wir haben doch gar keinen Platz.
00:35:21Du hast selbst gesagt, dass...
00:35:22Das Baby.
00:35:26Außerdem ist es verboten.
00:35:28Quatsch.
00:35:30Was allem war.
00:35:32Das ist erlaubt.
00:35:34Ich habe Angst, Peter.
00:35:38Maria.
00:35:43Besoffen will ich dich nicht.
00:35:45Was?
00:35:46Hast du mich doch sonst besoffen gewollt?
00:35:48Gewollt!
00:35:48Etwa nicht?
00:35:49Antworte!
00:35:50Papa.
00:35:52So schön geschlafen.
00:35:54Das ist typisch.
00:35:55Ich arbeite, ihr schlaft.
00:35:58Aber das wird sich ändern.
00:36:00Ändern wird sich das.
00:36:02Schau auf zu brüllen, das Baby.
00:36:03Ich brülle wie, wo, so oft, wie lange es mir passt.
00:36:07Wie, wo, so oft, wie lange.
00:36:09Klar.
00:36:12Ruhe.
00:36:13Pass es nicht an.
00:36:18Und du, mein verehrter Sohn, schlag dir die Oberschule aus dem Kopf.
00:36:35Acht Klassen und raus!
00:36:37Mit acht Klassen kommst du überall durch.
00:36:39So, wie dein Vater mit acht Klassen überall durchkommt.
00:36:45So.
00:36:47Das wär's.
00:36:50Gute Nacht.
00:36:51Wenn du dem Jungen die Oberschule verdirbst.
00:37:10Ich verdirb sie ihm nicht.
00:37:13Ich erspare sie ihm.
00:37:14Das ist ein Unterschied.
00:37:16Ich lass das nicht zu.
00:37:17Du, krank sein, aber sein Maul aufreißen.
00:37:25Kein Geld, aber saufen.
00:37:29Bring welches, dann kannst du reden.
00:37:32Der Arzt hat mir jede Arbeit verboten.
00:37:37Dann mach Heimarbeit.
00:37:39Jede!
00:37:42Faul und gefräßig, die ganze Familie.
00:37:44Ja.
00:37:47Ruhe!
00:37:48Ruhe!
00:37:53Roti!
00:37:54Roti!
00:37:57Du!
00:37:58Ich hol den ABV.
00:38:00Du!
00:38:02Geh ins Bett, ja.
00:38:04Komm, geht.
00:38:06Schlaf, geht gut.
00:38:07Den Heimvater im Rücken fallen.
00:38:29Den Jeansrock nehm ich.
00:38:32Ja.
00:38:33Ach, naja, man ist ja so abhängig von der Mode.
00:38:40Was?
00:38:42Na klar, brauche ich einen Hausanzug.
00:38:45Och, ne, so viel habe ich im Moment nicht flüssig.
00:38:50Heinz, kurz vor dem Trabi ist doch mit dem über sowas nicht zu reden.
00:38:54Ah, genau.
00:38:56Solange den Männern ihre Autos wichtiger sind als ihre Frauen,
00:38:59du, ich rufe dich später nochmal an, ja?
00:39:01Tschüss.
00:39:03Sie wünschen?
00:39:06Einen guten Tag.
00:39:07Findeisen ist mein Name. Peter Findeisen.
00:39:09Ach ja, bitteschön, nehmen Sie Platz, Herr Findeisen.
00:39:19Herr Klein hat Sie angekündigt.
00:39:21Im Interesse unserer Kunden haben wir ein Materialverteilungsprinzip eingeführt.
00:39:29Was wir mithilfe unseres Bestellbuches realisieren.
00:39:32Was gucken Sie mich eigentlich immer zu so an?
00:39:36Oh, Entschuldigung.
00:39:38Eine Erinnerung.
00:39:40Och, wie darf ich das verstehen?
00:39:42Ja, ich war 18 oder 19.
00:39:45Eine Frau.
00:39:47Das Haar, das hatte sie anders, aber sonst...
00:39:50Aber sonst?
00:39:52Ja, diese Ähnlichkeit.
00:39:54Äh, brauchen Sie?
00:40:01Oh, bitte.
00:40:03Oh, gut.
00:40:05Schön.
00:40:12Wie trug Sie denn das Haar?
00:40:14Äh, bitte? Ach so, äh...
00:40:15Ach, kurz.
00:40:17Kurz.
00:40:17Kurz.
00:40:29Meinen Sie, dass mir kurz steht?
00:40:31Unbedingt.
00:40:33Also, Heinz, mein Mann meint...
00:40:35Der Geschmack lässt sich nicht streiten.
00:40:37Man hat ihn oder man hat ihn nicht.
00:40:39Sehen Sie, eine Frisur muss immer zum Typ passen.
00:40:42Und in Ihrem Falle sportlich elegant.
00:40:45Kurz.
00:40:45Wenn Sie mir jetzt Ihre Adresse geben würden...
00:40:59Klar.
00:41:03Das war Falkenhagen.
00:41:05Nummer 37.
00:41:0737.
00:41:08Und die Straße?
00:41:10Ich wohne an einem Feldweg.
00:41:12Nahe der Küste.
00:41:13Wie romantisch.
00:41:14Der wievielte bin ich?
00:41:18Ach so, ähm...
00:41:20Ach ja, die 83.
00:41:2238 wäre mir lieber.
00:41:25Ja, Sand könnte ich Ihnen möglicherweise sofort liefern.
00:41:30Aber Sie wissen doch, dass man auf Sand nicht bauen kann.
00:41:33Ja, Ziegel könnte ich Ihnen vielleicht nächste Woche...
00:41:36Und Zement?
00:41:37Ja.
00:41:39Och, Zement.
00:41:42Zement.
00:41:43Da ist die 11 noch nicht beliefert.
00:41:45Hier ist meine Baugenehmigung...
00:41:47...und eine Liste des Materials, das ich brauche.
00:41:50Ja, ja.
00:41:50Die Baugenehmigung geht in Ordnung.
00:41:52Ja, und dem Material ist es ja egal, wie es verteilt wird, nicht?
00:41:57Wiedersehen.
00:42:02Und...
00:42:03Denken Sie immer da rein.
00:42:04Kurz.
00:42:07und das?
00:42:12Nein.
00:42:13Ich habe das.
00:42:13Ja.
00:42:15Ja.
00:42:17Wie geht's?
00:42:17Ja.
00:42:17Ja.
00:42:17Ja.
00:42:18Ja.
00:42:20Ja.
00:42:24Ja.
00:42:25Ja.
00:42:25Ja.
00:42:26Ich habe das.
00:42:26Ja.
00:42:26Ja.
00:42:27Ja.
00:42:27Bist du mit dran?
00:42:38Ich sehe.
00:42:38Mach doch, bitte mal rein.
00:42:47Auf, gepeht.
00:42:49Danke, Micha.
00:42:51Ich gehe mal nach Mischerssee.
00:42:52Ja.
00:42:55Ich verstehe, warum ich gehe.
00:42:56Was?
00:42:58Damals hast du mir gesagt, wenn es ein Mädchen wird, sind die Kinder halbe, halbe und jede Hälfte kriegt ein eigenes Zimmer.
00:43:04Und jetzt sagst du mir, alle Zimmer für die Urlauber?
00:43:07Alle Zimmer für die Urlauber.
00:43:08Vielleicht sind dir die Urlauber wichtiger als deine Kinder.
00:43:11Nein.
00:43:12Aber sie bringen was ein.
00:43:15Mutti, du hast vergessen, mir das Frühstück für die Schule zu machen.
00:43:18Sag mal, Schule? Heute? Ich höre doch nicht richtig.
00:43:21Schule, Peter, ist jeden Sonnabend.
00:43:24Diesen Sonnabend nicht.
00:43:25Der Junge soll sich um den Mischer kümmern. Richard zeigt ihm, wie es gemacht wird.
00:43:29Und außerdem kann er dir beim Transport helfen.
00:43:32Ich habe schon heute eine Physikarbeit.
00:43:34Mutti, schreib dir eine Entschuldigung.
00:43:35Ohren reißen oder sowas.
00:43:37Ich soll?
00:43:38Los, dann Mischer.
00:43:40Mutti.
00:43:43Geh in die Schule.
00:43:44Sie zählen bis drei.
00:43:49Eins.
00:43:51Zwei.
00:43:52Drei.
00:43:54Das kannst du doch mit dem Jungen nicht machen.
00:43:57Machst du was zu essen, bitte?
00:44:00Los, bis drei bis sie zählen.
00:44:01Ja, du, Ostern können Sie kommen, Peter.
00:44:11Was, Ostern?
00:44:12Ja.
00:44:12Ostern gehört der Familie.
00:44:14Genau wie Weihnachten und Silvester auch.
00:44:17Sag mal, Richard.
00:44:19Was hältst denn du von einem Bad hier oben?
00:44:23Bitte, Kinder?
00:44:23Ist nicht schlecht.
00:44:27Aber du, die Sparkasse,
00:44:28der hat dir nur Bad und Toilette unten bewilligt.
00:44:31Und nicht oben.
00:44:32Ja, oben, unten.
00:44:33Kann ich die Sparkasse gar nicht nachprüfen.
00:44:35So blöd sind die nicht.
00:44:36Den Unterschied zwischen einer Badewanne und noch einer Badewanne,
00:44:39irgendwie kriegen die schon raus.
00:44:41Ich verstehe mich mal richtig, Peter.
00:44:44Also ich, als dein Bauhelfer,
00:44:46baut ja natürlich Toilette und Bad unten ein und oben.
00:44:49Aber als dein vom Baukreis an bestätigter Baubetreuer...
00:44:51Pass mal auf, bezahle ich hier oben einen Bar.
00:44:54Ja, du.
00:44:56Du, das geht.
00:44:58Ich mach Feierabend.
00:44:58Tschö.
00:45:00Richard!
00:45:01Deine Abrechnung, Februar.
00:45:03Ja, Februar.
00:45:07Das sind 68 Stunden mal 5 plus Sonntagszusatz 364 mal.
00:45:14Stimmt, genau.
00:45:15Schöner.
00:45:23Stimmt, Peter.
00:45:25Richard!
00:45:26Hä?
00:45:27Unterschreib mal.
00:45:29Was ist denn das?
00:45:30Abrechnung März.
00:45:33Ja, hier ist doch gar nichts drauf.
00:45:36Den schreibe ich doch dann noch auf, 63 Stunden.
00:45:41Den Zettel, den habe ich jetzt woanders.
00:45:44Was ist denn, Mensch?
00:45:44Ich schreibe jede Minute auf.
00:45:45Glaubst du mir etwa nicht?
00:45:48Nein.
00:45:50Also ich meine, wenn du nicht willst, kann ich dich morgen bei der Sparkasse nicht abrechnen.
00:45:55Gib schon her.
00:45:55Ja.
00:45:55Ich weiß nicht, ob das richtig ist, du.
00:46:02Ich weiß wirklich nicht.
00:46:04Na.
00:46:05Falsches System weiß nicht.
00:46:0931 Tage, das sind 208 Stunden mal 5 plus Sonntagszuschlag.
00:46:21Das sind 1090 Mark.
00:46:26Stimmt.
00:46:28Ja.
00:46:30Der Herr Klein arbeitet ja wie ein Pferd.
00:46:32Jeden Tag und das auch noch nach Feierabend.
00:46:35Entlarm.
00:46:36Wie hält der Mann das durch?
00:46:37Na, Klein hat eine ungewöhnlich kräftige Kondition.
00:46:41Ja, wie soll er sich die erhalten?
00:46:44Bei so wenig Schlaf.
00:46:45Und was sagt seine Frau dazu?
00:46:47Ach, Klein macht das mir zum Gefallen.
00:46:49Ja.
00:46:51Man soll nichts übertreiben.
00:46:55Überdies, Herr Fintreisen, die drei Monate sind wieder bumm.
00:46:58Was für drei Monate?
00:47:01No.
00:47:02Sie werden sich doch an die Vereinbarung beim Abschluss des Kaufkredits erinnern.
00:47:05Ach, die zweite Rate.
00:47:08Wie konnte ich das vergessen?
00:47:11Ja, wir alle sind Menschen, Herr Fintreisen.
00:47:13Ausgestattet mit Vergesslichkeit, Eigensinn, Nachlässigkeit.
00:47:20Nichtsdestotrotz.
00:47:21Sofern er sich um Geld handelt.
00:47:23Geld ist ein neuralgischer Punkt.
00:47:25Besonders Sparkassen reagieren in Geld empfindlich.
00:47:29Tja, ich muss sie also ernstlicher suchen.
00:47:33Nun sagen wir, im Laufe der nächsten Woche.
00:47:36Ich bin im Moment nicht ganz flüssig.
00:47:40Wie soll ich das deuten?
00:47:41Das mit meiner Frau, die Krankheit.
00:47:44Das war doch beim Abschluss des Kaufvertrages nicht vorauszusehen.
00:47:48Ihr Freund, die ist entgegengekommen damals, ist jetzt peinlich für mich.
00:47:52Ja, dann haben wir ja noch den Um- und Ausbaukredit.
00:47:57Ja, können Sie nun zahlen, oder nicht?
00:47:59Ja, doch.
00:48:01Eine kleine Erbschaft steht ins Haus.
00:48:03Es ist nicht viel, aber genug, um meinen Verpflichtungen gegenüber der Sparkasse gewissenhaft nachzukommen.
00:48:10Ich meine, ein nochmaliger Aufschub, ein nochmaliges, freundliches Entgegenkommen von Ihnen.
00:48:16Ich meine, bei den Millionen, die Sie hier haben.
00:48:18Es geht nicht um die Millionen der Sparkasse, Herr Findheisen, sondern es geht präzise gesagt um...
00:48:23Moment, um 1200 Mark, die Raten für den Möbelkredit mit einbegriffen, die Sie nicht haben.
00:48:32Aus.
00:48:34Wie bitte?
00:48:37Der Mensch ist nicht nur vergesslich.
00:48:40Der Mensch träumt auch.
00:48:43Nach getanem Tagwerk träume ich davon, wie es einmal sein wird, wenn das Haus fertig ist.
00:48:48Die Frau träumt mit.
00:48:52Kinder träumen mit.
00:48:54Aus der Traum.
00:48:57Träumen ist so ein Ding.
00:49:00Zwischenfantasie und Spracheinlage.
00:49:05Sie sprachen da von einer Erbschaft?
00:49:09Ja.
00:49:10Wie lange werden die Formalitäten dauern?
00:49:12Ach, bis zwölf Wochen.
00:49:16Gut, Herr Findheisen.
00:49:18Also zwölf Wochen kann ich gerade noch verantworten.
00:49:21Dann allerdings...
00:49:22Ach, Sie sind ein guter Mensch.
00:49:25Geld ist objektiv.
00:49:27Jenseins von Gut und Böse.
00:49:30Zumindest im Einflussbereich der Sparkassen.
00:49:32Schöner Gedanke.
00:49:36Herr Findheisen.
00:49:39Guten Tag.
00:49:40Herr Findheisen, Sie haben sich in unserer Gemeinde einen guten Ruf erworben.
00:49:44Was glauben Sie, wie sich Ihr Nachbar Schmidt über die Waschbrecken gefreut hat?
00:49:49Ach, Sie wissen.
00:49:51Auf dem Dorf gibt es keine Geheimnisse.
00:49:56Apropos Hilfsbereitschaft.
00:49:58Der Zustand der Heizung in der Schule ist über Winter nicht besser geworden.
00:50:08Schule ist Zukunft.
00:50:11Darum habe ich Sie für nächste Woche dem Direktor angekündigt.
00:50:14Nächste Woche?
00:50:17Da wollte ich das Dach decken.
00:50:19Nächste Woche ist überhaupt so eine Woche.
00:50:21Ich zum Beispiel erwarte die jährliche Innenrevision.
00:50:28Sagen Sie dem Direktor, dass ich am Montag um 16.30 Uhr bei Ihnen bin.
00:50:33Ich erwarte auch, dass Sie am Montag die 3000 Mark an die Gemeinde zurückzahlen.
00:50:38Montag?
00:50:39Ich dachte, Sie kommen von selbst drauf.
00:50:44Findheisen.
00:50:44Ich habe eingesehen, dass Sie das Geld brauchen.
00:50:47Den Rückzahlungstermin habe ich Ihnen endlos nachgesehen.
00:50:52Wollen Sie, dass es jetzt Aufsehen gibt?
00:50:55Nein.
00:50:57Wie schnell ist ein Ruf dahin?
00:51:00Wissen Sie, auf dem Dorf geht es noch genau zu.
00:51:04Nicht wie in den großen Städten.
00:51:06Auf dem Dorf ist alles eindeutig.
00:51:08Ein Haus, ein Mann, ein Ruf.
00:51:15Ich schicke meine Frau mit dem Geld vorbei.
00:51:19So, Herr Wigbieter, Dr. Acht.
00:51:27Herr Findeisen!
00:51:31Herr Findeisen!
00:51:32Herr Findeisen!
00:51:41Ach, da sind Sie ja. Es ist eine Katastrophe.
00:51:44Stellen Sie sich vor, der VEB Heizungsbau liefert mir heute die Heizung.
00:51:48Kesselrohrsystem-Zubehör.
00:51:49Aber ohne Heizkörper.
00:51:57Was sagen Sie als Fachmann dazu?
00:52:01Heizkörper.
00:52:02Heizkörper kann ich Ihnen beschaffen.
00:52:09Eine Quelle in Halle.
00:52:12Barzahlung, Lieferung, Freihaus.
00:52:16Eine Quelle hier ganz recht.
00:52:19Verstehen Sie mich nicht falsch, aber können Sie sich für die Legalität dieser Quelle verbürgen?
00:52:24Ich möchte nicht.
00:52:25Ja, wenn Sie nicht.
00:52:26Ich möchte keine Schwierigkeiten haben.
00:52:27Bedenken Sie, ich.
00:52:28Ja.
00:52:28Wie viele Heizkörper wäre denn diese Quelle so in der Lage?
00:52:45Vier.
00:52:51Brauche sechs.
00:52:55Unmöglich.
00:52:59Wie teuer ist eigentlich so ein Heizkörper?
00:53:01Das kommt auf die Anzahl der Rippen an.
00:53:04Wissen Sie was?
00:53:08Ich gebe Ihnen 1.000 Mark.
00:53:10Inklusive Reisekosten, Beschaffungsaufwand, Zeitentschädigung.
00:53:14Für sechs.
00:53:19Geben Sie mir zwei.
00:53:22Und ich werde es versuchen.
00:53:26Versuchen Sie, Herr Findeisen.
00:53:27Versuchen Sie alles.
00:53:29Sagen Sie, wie lange wird denn Beschaffung, Lieferung und Montage dauern?
00:53:32Es bleibt doch pro Zeit bei der Montage durch Sie, oder?
00:53:36Vier bis sechs Wochen.
00:53:38Ganz recht.
00:53:40Morgen bringe ich Ihnen das Geld.
00:53:44Übrigens wäre es an der Zeit, dass wir gelingendlich mal einen guten Nachbarlichen zur Brust nehmen.
00:53:50Also, empfehle mich.
00:53:53Ich auch.
00:53:59Noch Kaffee, Peter?
00:54:00Du?
00:54:06Morgen gehe ich einkaufen.
00:54:10Kinderwagen?
00:54:12Ausfahrgarnitur.
00:54:14Wolldecke.
00:54:16Maria, wir haben kein Geld.
00:54:18Na und das?
00:54:20Was kriegt der Bürgermeister?
00:54:23Ich habe aber noch das Babygeld.
00:54:26Ja, das brauche ich auch.
00:54:30Das Geld gehört dem Baby.
00:54:34Ach ja.
00:54:37Wenn du mir das Babygeld nicht gibst,
00:54:40dann lässt der Bürgermeister pfänden.
00:54:43Und wenn nichts zu pfänden da ist,
00:54:45dann geht er zur Polizei.
00:54:47Weißt du, was das heißt?
00:54:49Ja.
00:54:49Ja.
00:54:49Kinderwagen.
00:55:13Den kaufen wir an der Ostsee.
00:55:16Den braucht ihr nicht mit umzuziehen.
00:55:17Nein, danke.
00:55:31Ich hab' du auf?
00:55:32Ja.
00:55:33Das muss sein.
00:55:37Morgen machen wir's Bad.
00:55:38Was, Richard?
00:55:38Nee, morgen kann ich nicht.
00:55:39Übermorgen.
00:55:40Die Fachgruppe Aquariumkunde führt morgen die Jahresversammlung durch.
00:55:43Na, kannst du dich nicht entschuldigen?
00:55:44Nee.
00:55:45Wer wird verfehlt aus dem Bad?
00:55:51Ich hab' gehört.
00:55:54Sag mal, was machst du denn da?
00:55:58So streicht man doch keine Tür.
00:56:00Sag mal, wie dämlich bist du eigentlich?
00:56:02Das ist ein Pinsel, das ist Farbe, das ist deine Tür.
00:56:05Hab' ich dir gesagt, wie eine Tür gestrichen wird, ja oder nein?
00:56:07Ja.
00:56:08Ja, wie sieht denn das jetzt aus?
00:56:10Dämlich.
00:56:11Komm, Dieter.
00:56:14Und du machst jetzt, dass du in die Schule kommst.
00:56:17Für die Tür bist du zu dämlich.
00:56:19Für die Schule langt's grad noch.
00:56:20Na, mach doch.
00:56:21Und bild dir nicht ein, dass ich dir eine Entschuldigung mitgebe.
00:56:24Denk dir ne Krankheit aus.
00:56:25Vielleicht Muskelkater.
00:56:26Oder Bandwurm.
00:56:28Du brauchst mich gar nicht so anzustarren.
00:56:29Und was wird aus dem Haus?
00:56:34Ich will dir mal was sagen.
00:56:36Viel Kraft hab' ich nicht mehr.
00:56:37Aber die ich noch habe, kriegen die Kinder.
00:56:39Sieh zu, wie du mit diesem verdampften Haus zurechtkommst.
00:56:42Ich mach' nicht mehr mit.
00:56:43Schluss!
00:56:44Schmeiß' hin, Richard.
00:56:55Die schmeißt einfach hin.
00:56:59Verstehst du das?
00:57:01Ja.
00:57:04Ein Rade.
00:57:05Noch mal?
00:57:12Noch mal.
00:57:22Hör mal, Peter.
00:57:24Was ist denn nun mit meiner Heizung?
00:57:27Der Sommer ist schnell vorbei.
00:57:30Und ich will den Saal im Winter auf Disco umstellen.
00:57:32Also, ich sitze in der Kleppe, kannst du mir helfen?
00:57:38Worum geht's denn?
00:57:39Ich brauche zwei Zimmer.
00:57:42Oder eins mit drei Wetten.
00:57:45Wann?
00:57:46Mai bis September.
00:57:48Das ist doch ausgeschlossen.
00:57:50Mai bis September ist doch Hochsaison.
00:57:51Da ist doch jede Laube belegt.
00:57:54Sag mal, wie kommst du denn da drauf?
00:57:58Sie liebt mich nicht.
00:58:02Ich weiß nicht, was mit ihm ist.
00:58:12Geht die Bestellung auf dich oder ihn?
00:58:14Auf ihn natürlich.
00:58:19Setz dich zu mir, Renate.
00:58:21Was haben Sie, Herr Findeisen?
00:58:31Sind Sie krank?
00:58:32Trinken wir Rührerschaft.
00:58:35Zu dir.
00:58:37Ich schlaufe.
00:58:39Sie sind betrunken.
00:58:41Mach nichts.
00:58:43Ein ganzes Meer sauf ich heute aus.
00:58:45Ein ganzes.
00:58:47Warum?
00:58:47Weil sie mich nicht mehr liebt.
00:58:51Sprechen Sie von Ihrer Frau?
00:58:54Mach nichts.
00:58:55Ich liebe sie auch nicht mehr.
00:59:00Schmeiß es hin.
00:59:02Renate, schmeiß es einfach hin.
00:59:07Verstehst du das?
00:59:09Nein.
00:59:09Ich verstehe das auch nicht.
00:59:1315 Jahre Liebe, Glück, Einigkeit, mich, das Haus.
00:59:25Bei mir war es umgedreht zehn Jahre lang.
00:59:29Dann hat er hingeschmissen, einfach so.
00:59:30Er hat hingeschmissen und ich habe gekündigt.
00:59:40Ich war Restaurantleiterin im Interhotel Potsdam.
00:59:44Du hast ihn geliebt.
00:59:46Also, Peter, wann?
01:00:02Bald.
01:00:03Wann ist bald?
01:00:07Bald ist alles.
01:00:08Nein.
01:00:12Namazel.
01:00:14Nein.
01:00:14Nein.
01:00:16Zweimal dasselbe.
01:00:17Nicht schlecht.
01:00:20Sag mal.
01:00:22Kannst du nicht mal mit ihm reden?
01:00:24Na ja, ich verschaffe ihm Bretter und dafür lässt er mich mit meiner Heizung hängen.
01:00:28Vielleicht.
01:00:38Prost.
01:00:39Peter.
01:00:41Wie?
01:00:43Brüderschaft.
01:00:46Auf einmal, warum?
01:00:49Weil ich ihn heute Abend hinschmeiß, den aus dem Interhotel Potsdam.
01:00:52Endgültig.
01:00:57Prost, Renate.
01:01:02Wie alt bist du?
01:01:04Bald 30.
01:01:06Ich bin 40.
01:01:08Ein Mann in den besten Jahren.
01:01:10Hm.
01:01:11Findest du?
01:01:12Der aus Potsdam war auch 40.
01:01:16Nicht ganz so groß wie du, aber sonst.
01:01:22Wie wär's mit Musik?
01:01:25Otto?
01:01:26Musik.
01:01:27Kannst du haben.
01:01:28Das ist nicht.
01:01:30Ich bin 50.
01:01:31Es geht um.
01:01:31Komm.
01:01:40Es geht um.
01:01:42Ich bin 50.
01:01:42Herzlichen Dank.
01:01:43Hingeschmissen ist, hingeschmissen.
01:02:00Endgültig.
01:02:06Guten Tag.
01:02:08Guten Tag.
01:02:13Ich habe Sie zu mir gebeten, um Ihnen zu eröffnen, dass Ihr Um- und Ausbaukredit aufgebraucht und mit 2800 Mal überzogen ist.
01:02:31Was?
01:02:32In der Regel üben wir unsere Kontrollpflicht gewissenhaft aus.
01:02:34Dennoch kommt es hin und wieder vor, dass wir bei der Vielzahl der zu kontrollierenden Kredite, nun sagen wir, im Einzelfall übersehen.
01:02:41Ihre Sache.
01:02:43Ohne Zweifel.
01:02:44Und?
01:02:45Nichts und.
01:02:46Was soll das heißen, dass Ihr?
01:02:48An Versehen unsererseits fließt Schuld Ihrerseits nicht aus.
01:02:51Ist doch aber Ihre Schuld.
01:02:52Herr Findeisen, Sie bauen, nicht wir.
01:02:54Vielleicht haben Sie über das Projekt hinaus, sagen wir, Initiativen entwickelt.
01:03:02Die Fantasie mancher Eigenheimbau entspricht eher von Voldalfürsten.
01:03:08Tja.
01:03:08Ansonsten, sind Sie mit dem Bau fertig?
01:03:12Na ja, Kleinigkeiten.
01:03:15Malerarbeiten in der Diele, Kehrleisten.
01:03:20Auf Wiedersehen.
01:03:20Guten Tag.
01:03:28Oh, guten Tag.
01:03:29Bringen Sie Ihre Tasse mit?
01:03:30Gern.
01:03:32Kann ich was halten?
01:03:34Ja.
01:03:34Herr Findeisen, der Baustoffversorgungsvertrag ist unsererseits erfüllt.
01:03:49Tja, Herr Findeisen, der Baustoffversorgungsvertrag ist unsererseits erfüllt.
01:04:00Laut Vertrag steht Ihr Haus fix und fertig da.
01:04:03Aber liebe Frau Müller, Baustoffversorgung laut Vertrag, das reicht doch gerade fürs Nötigste.
01:04:11Mein Haus soll ja nicht nur praktisch sein, sondern auch ein kleines Kunstwerk, oder meinen Sie nicht?
01:04:16Kunstwerke auf Eigenheimbasis?
01:04:19Die stehen meistens im Widerspruch zur erteilten Baugenehmigung.
01:04:22Naja, im Grunde handelt es sich auch nur um eine gewisse Begradigung.
01:04:26Ich habe da so eine Liste vorbereitet von dem Material, das ich noch brauche.
01:04:37Position 1 bis 13.
01:04:40Kleinlich gehen Sie nicht gerade an Ihr Kunstwerk heran.
01:04:42Na, Kleinlichkeit sollte uns fremd sein.
01:04:46Verrechnung? Bar.
01:04:47Rechnung? Gut für die Ablage, was?
01:04:50Und Barlin schlecht für die Figur.
01:04:58In einem Punkt habe ich mich verplant, Richard.
01:05:01Wieso denn?
01:05:04Ja, die Zimmer für die Urlauber müssen doch noch eingerichtet werden.
01:05:10Urlauber?
01:05:10Wie soll denn Urlauber?
01:05:16So mal hast du Urlauber gesagt?
01:05:18Ja, die Möbel kann ich doch über Baukredit nicht abrechnen.
01:05:24Hast du nie noch was auf der Kante?
01:05:25Wie viel denn?
01:05:31Vier.
01:05:37Viertausend?
01:05:38Das ist ja alles, was ich habe.
01:05:41Mensch, die Urlauber bringen bis Jahresende mindestens sechs.
01:05:45Aber ohne Möbel keine Urlauber.
01:05:46Und ohne Urlauber...
01:05:47Kein Geld.
01:05:48Kannst du mir nie was?
01:05:56Verstehe.
01:05:58Kleine Leute, große Kumpel.
01:06:02Borgen bringt Sorgen.
01:06:05Und davon hast du schon genug.
01:06:06Morgen bist du vorgeladen.
01:06:35Ja.
01:06:36Ich habe eine große Dummheit gemacht.
01:06:38Du musst jetzt alles sagen.
01:06:49Guck mal, das Meer.
01:06:52Und was ich dir immer gesagt habe.
01:06:55Es ist grün.
01:06:56Eindeutig grün.
01:07:01Ich habe im Voraus Verträge gemacht und Geld angenommen.
01:07:04Von den Graukusberg?
01:07:05Von meinem alten Betrieb und noch von einem dritten.
01:07:10Kerstin hat geschrieben, dass sie eine Möwe haben will.
01:07:18Möwen lassen sich nicht fangen.
01:07:21Kommst du bald wieder?
01:07:22Dieter ist ja nun schon fast dein Mann.
01:07:40Wenn du es mal nicht schaffst...
01:07:42Ich schaffe es schon.
01:07:42Grüß dich.
01:07:43Grüß dich.
01:07:44Grüß dich.
01:07:45Grüß dich.
01:07:46Grüß dich.
01:07:47Grüß dich.
01:07:48Sag ihm...
01:07:49Ich gucke mir seine Fische später mal an.
01:07:52Was später lange?
01:07:53Du...
01:07:54Wenn ich wieder da bin.
01:08:03Gegen Peter Findeisen musste ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und Anklage erhoben werden.
01:08:31Murin bestand das Strafbare seines Handelns.
01:08:35Findeisen hatte die Sparkasse mehrfach getäuscht und ihr das drei- bis vierfache der von den Handwerkern tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden in Rechnung gestellt.
01:08:45Er hatte aus Mitteln des Baukredits mehr Material als benötigt gekauft, um es heimlich weiter zu veräußern.
01:08:54Auf diese Weise hatte er einen Teil des Baukredits in Bargeld umgemünzt, insgesamt 5200 Mark.
01:09:02Diese Summe verbrauchte er für persönliche Zwecke.
01:09:06Gewinn suchte Peter Findeisen aber nicht nur aus dem Baukredit, sondern auch aus dem neuen Heim seiner Familie zu schlagen.
01:09:14So hatte er gleichzeitig mit drei verschiedenen Betrieben Verträge über das Vermieten von Urlauberzimmern abgeschlossen,
01:09:22dafür Vorauszahlungen zum Teil für drei Jahre verlangt und auch erhalten.
01:09:27Als Findeisen diese Vereinbarung schloss, wusste er bereits, dass er sie nur zur Hälfte wird einhalten können.
01:09:34Denn mehr Platz war selbst bei größter Einschränkung seiner Familie einfach nicht vorhanden.
01:09:41Die Vorauszahlungen nahm er dennoch an, um die sogenannten Urlauberzimmer so attraktiv wie möglich auszustatten.
01:09:49Dass dies Betrug ist, liegt auf der Hand.
01:09:56Dass er solches Ausmaß annehmen konnte, daran haben auch Wirtschaftsfunktionäre der geschädigten Betriebe ihren Anteil.
01:10:03Denn ökonomisch gesehen waren die langfristigen Vorauszahlungen an Findeisen nichts anderes als gesetzeswidrige, zinslose Darlehen.
01:10:11Die Zahlungsordnung für die volkseigene Wirtschaft vom 24. Juni 1976 aber bestimmt ausdrücklich Darlehenszahlungen aus betrieblichen Mitteln sind nicht zulässig.
01:10:26Noch während des Ermittlungsverfahrens sorgte der Staatsanwalt dafür, dass die betrieblichen Geschäftspartner des Peter Findeisen disziplinarisch zur Verantwortung gezogen wurden.
01:10:36Auch mit Blick darauf, dass sie einen weit höheren Preis gezahlt hatten, als er Findeisen zustand.
01:10:44Die Summe, um die Findeisen die besagten Betriebe betrogen hatten, belieb sich auf 6.300 Mark,
01:10:52sodass die von ihm verursachte Gesamtschädigung des sozialistischen Eigentums 11.400 Mark betrug.
01:10:59Eine solche Straftat bedeutet schon eine schwere Schädigung des sozialistischen Eigentums,
01:11:07die gewöhnlich Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren nach sich zieht.
01:11:13Aber das sozialistische Strafrecht schert nicht alle über einen Kamm,
01:11:17orientiert sich in solchen Fällen nicht ausschließlich an ökonomischen Richtwerten.
01:11:21Viele Umstände, die in der Person und in der Situation des Peter Findeisen liegen,
01:11:29sprachen gegen eine Freiheitsstrafe.
01:11:32Seine hervorragenden Arbeitsleistungen beispielsweise,
01:11:36seine stete Einsatz- und Hilfsbereitschaft,
01:11:39seine angespannte finanzielle Lage, bedingt durch die Krankheit seiner Frau
01:11:42und nicht zuletzt seine Bereitschaft, alles Verfügbare für die Wiedergutmachung des Schadens zu verwenden.
01:11:51Auf Antrag des Staatsanwalts verurteilte das Gericht den angeklagten Findeisen
01:11:56wegen Betrugs zum Nachteil sozialistischen Eigentums
01:11:59gemäß den Paragrafen 159 und 161 Strafgesetzbuch auf Bewährung.
01:12:05Für den Fall der Nichtbewährung wurde ihm eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren angedroht.
01:12:10Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgesetzt.
01:12:15Zudem wurde der Angeklagte zum Ersatz des von ihm verursachten finanziellen Schadens verpflichtet.
01:12:25Der Preis, den Peter Findeisen für seine Betrügereien zahlen musste,
01:12:31erschöpft sich nicht in Strafe und Schadensersatz.
01:12:34Am Ende seiner Krummentur stand auch eine gestörte, nahezu zerstörte Familie.
01:12:42Was trieb diesen Mann dazu, um sein Glück und das seiner Angehörigen zu pokern?
01:12:48Offenbar eine falsche, trügerische Vorstellung vom Glück.
01:12:52Der Irrglaube, dass sich in der Befriedigung materieller Bedürfnisse der Sinn des Lebens erschöpfe.
01:12:58Eine Philosophie, von der offenbar auch die Kollegin von der Baustoffversorgung nicht frei war.
01:13:05Hat sie es mit ihrem Gewissen wirklich vereinbaren können,
01:13:09sich vom Ernährer einer sechsköpfigen Familie einen 50-Mark-Schein zustecken zu lassen?
01:13:13Kein Zweifel, solche Haltung entstammt der Welt von gestern.
01:13:20Aber auch noch heute und hier macht sie das Leben mancher Menschen objektiv arm, ja, erbärmlich.
01:13:29Wir können und werden uns mit solchem Verhalten niemals abfinden.
01:13:34Es auszumerzen, ist eine Sache aller, die es mit dem Sozialismus und seinem Bild vom Menschen ernst meinen.
01:13:42Guten Abend.

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