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  • vor 2 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00:00Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
00:00:3012.31 für Düssel, komm
00:00:32Düssel 12.31 hört
00:00:3412.31 ihr Standort
00:00:36Wir fahren über die Rheinkniebrücke in Richtung Oberkassel
00:00:3991.23 folgt uns
00:00:4112.31 verstanden
00:00:44Wir haben Ihnen ein RTB und einen Notarzt mitgeschickt
00:00:46Düssel 12.31
00:00:48Sie müssen sich beeilen, wir können
00:00:50Sandra, komm, hör auf
00:00:51Sandra, mach die Tür auf
00:00:52Bitte, leg das Telefon auf und komm raus
00:00:55Erzähl keine Scheiß, komm
00:00:57Sandra, du sollst da raus
00:00:59Sandra
00:01:0091.23 für Düssel, komm
00:01:21Düssel 91.23 führt
00:01:2491.23 für Sie zur Kenntnis
00:01:27Der Ehemann soll sich noch im Haus befinden
00:01:29Düssel verstanden, wir treffen in drei Minuten ein
00:01:31Komm, hör auf, bitte
00:01:59Hör auf mit dem Scheiß
00:02:02Komm raus, komm wir reden über alles, komm
00:02:07Polizei, öffnen Sie bitte die Tür
00:02:28Machen Sie die Tür auf, Herr Lamberg
00:02:32Herr Lamberg
00:02:36Ich muss Sie bitten, uns ins Haus zu lassen
00:02:43Hören Sie, dieser Anruf, das ist alles ein Irrtum
00:02:46Meiner Frau geht's besser
00:02:47Wir brauchen einfach nur ein bisschen Zeit
00:02:51Sie sind fast genommen
00:02:52Hey, Moment mal
00:02:53Verlassen Sie sofort mein Haus
00:02:54Frau Lamberg
00:02:55Frau Lamberg
00:02:57Sie sind nämlich los
00:02:58Verhalten Sie sich ruhig
00:02:59Frau Lamberg, die Polizei ist hier
00:03:01Großlass, verdammt nochmal
00:03:02Frau Lamberg
00:03:04Was soll das denn?
00:03:06Frau Lamberg
00:03:07Ich habe überhaupt kein Recht, mich so zu behandeln
00:03:09Frau Lamberg
00:03:12Das hier ist privat, hören Sie
00:03:13Das ist nur eine Familienangelegenheit
00:03:15Frau Lamberg
00:03:15Die Polizei ist hier
00:03:16Frau Lamberg
00:03:19Frau Lamberg
00:03:31Frau Lamberg
00:03:33Die Polizei ist hier
00:03:35Frau Lamberg
00:03:43Ist er weg?
00:03:52Ja
00:03:52Sie sind in Sicherheit
00:03:54Frau Lamberg
00:04:24Unsere Verhandlung
00:04:25Ich hoffe, in diesem Telefonat
00:04:28fiel das Wort Beständnis
00:04:29Leider nein
00:04:30Lamberg hat seinen Verteidiger gefeuert
00:04:32Für die Verhandlung will er einen neuen
00:04:34Und es fällt ihm jetzt ein
00:04:35Acht Tage vor Verhandlungsbeginn
00:04:37Das hat er halt vielleicht Nerven
00:04:38Offenbar ist da jetzt eine Berliner Kanzlei im Dröcker
00:04:41Aha
00:04:41Und wer genau?
00:04:44Absatz 3, 4
00:04:46Ich weiß dein Angebot zu schätzen, Georg
00:05:09Aber ich will das Mandat nicht haben
00:05:12Genau deswegen solltest du es übernehmen
00:05:14Bist du nicht zufrieden mit meiner Arbeit?
00:05:17Und du?
00:05:18Bist du zufrieden?
00:05:20Ich arbeite dran
00:05:21Na, das sehe ich
00:05:22Du sitzt im Konferenzraum wie ein Rennpferd, das sich bei den Ackergaulen im Stall versteckt
00:05:28Das hast du aber hübsch gesagt
00:05:29Wie lange willst du dein Talent noch vergeuden, Eva?
00:05:32Du bist nicht gemacht für Wirtschaftsrecht
00:05:33Für diesen langweiligen Zahnverlag
00:05:36Du musst zurück auf die Rennbahn
00:05:38Raus auf den Stall
00:05:39Gutes alte Strafrecht
00:05:40Blut und Sperma
00:05:41Dann mach du es doch, wenn du es so aufregend findest
00:05:43Lamberg ist nicht nur ein Mandant
00:05:46Er ist auch ein Freund
00:05:49Ach, das wusste ich nicht
00:05:50Und wir haben es mit einer Richterin zu tun
00:05:52Einer Frau
00:05:54Ich brauch dich vor Gericht, Eva
00:05:56Nicht im Konferenzraum
00:05:57Und du, du brauchst es auch
00:05:59Sonst ist es irgendwann zu spät für dich
00:06:01Bis mir das Herz brechen würde
00:06:04Das ist dein Herz?
00:06:07Das habe ich natürlich nur so gesagt
00:06:08Ja, ja
00:06:11Frankina?
00:06:11Ich habe ihn jetzt nur gefragt
00:06:12Ich bin wieder da
00:06:14Wir können los
00:06:15Ja
00:06:15Ich sehe keinen Koffer
00:06:18Das hat bloß, du hast noch nicht gepackt
00:06:19Ja, ich verstehe
00:06:20Komm, los
00:06:22Fliege
00:06:22Pronto
00:06:23Milano
00:06:23Es geht nicht
00:06:24Ich kann nicht weg
00:06:25Wie?
00:06:27Ja, den Fall kenne ich
00:06:30Ach, das war auch die Kanzleisänger
00:06:33Das kann ja heiter werden
00:06:35Ähm, nein, nein
00:06:37Jetzt weiß ich wenigstens mit wem ich es zu tun habe
00:06:41Was ist mit den Akten?
00:06:48Ich bin schon im Hotelperkurier
00:06:49In unserem operativen Büro
00:06:51Ihre Suite
00:06:54Und Lamberg?
00:06:56Den treffen Sie morgen um 10 JVA Düsseldorf
00:06:59Da ist unser Wagen
00:07:01Die Dame fährt
00:07:08Ja, wo gingst du bin?
00:07:16Wer
00:07:18Wenn wir noch noch
00:07:19para Video
00:07:23Wie ist denn das?
00:07:23is denn der
00:07:24für eine
00:07:26F solicit
00:07:27Auf
00:07:28Auf
00:07:29F vac
00:07:29Sit
00:07:31Oder
00:07:32fim
00:07:33hosts
00:07:34Schade eigentlich.
00:07:44Wir könnten jetzt auf der Piazza in Mailand sitzen.
00:07:47Wer hätte das ohne mich fahren sollen?
00:07:52Die Idee war ein gemeinsames Wochenende.
00:07:54Gemeinsam. Sollen wir es im Lexikon nachschlagen.
00:07:56Andre, was soll ich denn machen?
00:07:58Diese Lamberg hat Leute angeheuert, die verdienen 500 Euro die Stunde
00:08:02und vergessen dafür, dass es so etwas wie Anstand gibt.
00:08:04Wahrscheinlich hat er Angst vor dir.
00:08:06Sehr lustig.
00:08:08Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass selbst die heilige Johanna von Orde
00:08:11auch mal ein Wochenende freigenommen hat.
00:08:13In ihrem einsamen Kampf gegen das Unrecht der Welt.
00:08:16Das mag dir ja albern vorkommen, aber ich möchte dieser Frau nur sehr ungern
00:08:19erklären müssen, dass sie am Ende ihren Prozess verloren hat,
00:08:22wobei ich, statt mich vorzubereiten, mit meinem Mann auf der Piazza
00:08:25in Mailand rumsitzen musste.
00:08:32Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
00:09:02Danke.
00:09:08Danke.
00:09:09Ein langer Laufenthalt.
00:09:10Danke.
00:09:32Danke.
00:09:33Danke.
00:09:34Danke.
00:09:38Danke.
00:09:40Danke.
00:10:10Musik
00:10:40Darauf einigten sich die Kultusminister der Länder heute in Bonn.
00:10:50Bereits morgen sollen die politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Reformvorschläge festgesetzt werden.
00:10:58Am Düsseldorfer Landgericht bedient kommende Woche der Prozess gegen Werner Lamberg.
00:11:02Der Geschäftsführer des Softwareherstellers Lamtax wurde vor vier Monaten in seinem Haus im Düsseldorfer Stadtteil Oberkasse festgenommen.
00:11:10Dem 43-Jährigen wird vorgeworfen, seine Ehefrau unter massiver Gewaltanwendung vergewaltigt zu haben.
00:11:17Lamberg selbst bestreitet die Tatvorwürfe.
00:11:19Im Falle einer Verurteilung droht Lamberg eine Haftstrafe nicht unter fünf Jahren.
00:11:24Lamtax zählt zu den renommiertesten Unternehmen im Großraum Düsseldorf und beschäftigt mehrere hundert Mitarbeiter.
00:11:32Ich verraten mal den Tag.
00:12:00Lamberg, Tag.
00:12:02Ich soll ihn Grüße ausrichten von Georg Sänger.
00:12:07Wenn er es schafft, dann wird er nächste Woche zum Prozessbeginn hier sein.
00:12:12Aber Georg hat gesagt, er werde mich verteidigen.
00:12:15Das tut er, darum bin ich hier.
00:12:17Jetzt klappt mir nicht mal mehr, Georg.
00:12:28Scheiße.
00:12:30Statt selbst zu kommen, schickt er sein Mädchen.
00:12:32Wollen Sie sich nicht erst mal setzen?
00:12:34Hören Sie, ich sitze hier seit vier Monaten.
00:12:35Ich habe mit Sandra überhaupt nichts getan.
00:12:37Herr Gott, ich war überhaupt nicht im Haus.
00:12:38Ich war joggen.
00:12:40Und ich verlange einen Verteidiger, der mir glaubt.
00:12:42Sagen Sie mir jetzt nicht, dass Sie das tun.
00:12:45Das tun Sie nämlich nicht.
00:12:47Was ich glaube, das ist vollkommen irrelevant.
00:12:49Relevant ist ja allein die Frage, was das Gericht glaubt.
00:12:53Hier.
00:12:54Packen Sie den Kram wieder ein.
00:12:55Unser Ab, los!
00:12:57Sagen Sie, Georg, wenn er wirklich mein Freund ist, soll er gefälligst hier antanzen.
00:12:59Hatten Sie mal einen Unfall?
00:13:07Was?
00:13:08Stellen Sie sich vor, Sie wurden angefahren und liegen jetzt völlig alleine auf der Landstraße.
00:13:13Sie haben Schmerzen, überall ist Blut.
00:13:15Wovon reden Sie überhaupt?
00:13:16Aber dann taucht plötzlich ein Freund auf.
00:13:19Der kniet sich neben Sie, nimmt Ihre Hand.
00:13:21Das ist ein wunderbares Gefühl.
00:13:23Aber nach spätestens drei Minuten werden Sie ihn anschreien,
00:13:26dass er jetzt gefälligst sein Telefon nehmen und den scheiß Notarzt rufen soll.
00:13:30Denn den brauchen Sie jetzt wirklich.
00:13:31Also einen, der eine Blutung stoppen kann und der Sie ins Krankenhaus schafft.
00:13:35Und der nicht eine Sekunde darüber nachdenkt, ob er Sie mag oder nicht oder was Sie getan oder gelassen haben.
00:13:40Und Sie haben recht, Herr Lamberg, ich bin nicht Ihre Freundin.
00:13:43Ich bin einfach nur der scheiß Notarzt.
00:13:59Ich bin einfach nicht.
00:14:00Ich bin einfach nicht.
00:14:08Willst du mit mir?
00:14:09Ein Kaffee.
00:14:15Mhm.
00:14:16Danke.
00:14:18Ja.
00:14:19Danke.
00:14:20Ein Kaffee.
00:14:29So.
00:14:30Zwischungsstelle.
00:14:31Richter Flur, links, genau so.
00:14:37Tschüss.
00:14:39Nehmen Sie mich mit.
00:14:54Das Böcherstock.
00:14:55Der Vieh ist gut, danke.
00:14:57Zur Geschäftsstelle geht's links, Frau Hartmann.
00:15:12Da sind Sie Frau Weiß?
00:15:13Herzlich willkommen in Düsseldorf.
00:15:14Folgen Sie mir unauffällig.
00:15:15Es sei denn, es verstößt gegen Ihre Prinzipien, der Vorsitzende und Richterin zu folgen.
00:15:27Hier auf dem Flur ist das kein Problem.
00:15:29So.
00:15:30Das sind alle neuen Unterlagen in der Strafsache Langberg.
00:15:44Können Sie das gleiche kopieren?
00:15:45Wir sind das Landgericht.
00:15:46Kein Copyshot.
00:15:47Das Landgericht macht heute mal eine Ausnahme, Frau Schulz.
00:15:49Ja.
00:15:50Danke, Frau Schulz.
00:15:51Danke.
00:15:52Ich hasse unnötigen Streit.
00:15:55Warum soll man sich das Leben schwerer machen, als unbedingt nötig?
00:16:01Das sehe ich ganz genauso.
00:16:02Entschuldigung.
00:16:03Dann bin ich ja beruhigt.
00:16:05Ein Berliner Kollege hat mir gestern nämlich was ganz anderes erzählt.
00:16:09Das heißt, die Anwälte der Kanzlei Senger pflegen einen ausgesprochenen kriegerischen
00:16:13Tonfall vor Gericht.
00:16:14Aber haben Sie nicht eben von unnötigem Streit gesprochen?
00:16:17Damit meinen Sie ja sicher nicht die Tatsache, dass wir uns für unsere Mandanten einsetzen.
00:16:21Haben Sie Ihren Mandanten schon getroffen?
00:16:23Ja, heute Morgen.
00:16:24Und denken Sie, wir werden mit den angesetzten Verhandlungstagen auskommen?
00:16:28Das halte ich für ausgeschlossen.
00:16:30Aha.
00:16:31Aber fünf Tage sind fünf Tage, oder?
00:16:34Sehen Sie, darüber würde ich zum Beispiel nie mit Ihnen streiten.
00:16:39Wir haben eine Fünferhandlungstage veranschlagt, weil Herr Lambergs früherer Verteidiger
00:16:44ein Geständnis in Aussicht gestellt hat.
00:16:46Dann muss ich Sie leider enttäuschen.
00:16:49Kein Problem.
00:16:51So, bitteschön.
00:16:52Danke.
00:16:53Was schulde ich Ihnen?
00:16:54Nichts.
00:16:55Wir haben eine Spendenkasse.
00:16:56Fürs Kinderkrankelhaus.
00:16:58Kleiner habe ich's nicht.
00:16:59Bedienen Sie sich.
00:17:00Wechselgeld.
00:17:01Man muss Ihnen ja wirklich fürchterliche Dinge bei unserer Kanzlei erzählt haben.
00:17:15Wiedersehen.
00:17:16Wiedersehen.
00:17:17Wiedersehen.
00:17:18Wiedersehen.
00:17:23Sie hat mir gerade in vollendeter Höflichkeit den Krieg erklärt.
00:17:28Ich habe's befürchtet.
00:17:29Die werden auf alles schießen, was sich bewegt, bis von der Wahrheit nichts mehr übrig ist.
00:17:34Das wird schon.
00:17:35Der Beweislage gegen Lamberg gebe ich neun von zehn Punkten.
00:17:37Nachher?
00:17:38Und wer sagt Ihnen, dass das reicht?
00:17:41Ja.
00:17:42Hier ist Eva.
00:17:43Na, Eva.
00:17:44Wie läuft's?
00:17:45Ich habe gerade die Vorsitzende Richterin getroffen.
00:17:46Sie hat ein Geständnis erwartet.
00:17:47Sie hat mich jetzt schon.
00:17:48Na, ist ja prima.
00:17:49Gute Arbeit.
00:17:50Je mehr sie dich hasst, umso weniger hast du sie für Lamberg übrig.
00:17:51Danke, Georg.
00:17:52Das war jetzt wirklich sehr motivierend.
00:18:05Hauskeeping.
00:18:06Mahlzeit.
00:18:07Wir kamen eben per Kurier.
00:18:08Überlassen Sie das Kaffee holen bitte dem Hotel.
00:18:09Ich brauche Sie als Anwalt, nicht als Saftschubser.
00:18:10Ja, das habe ich befürchtet.
00:18:11Jetzt haben wir das Kaffee holen bitte dem Hotel.
00:18:12Ich brauche Sie ja als Anwalt, nicht als Saftschubser.
00:18:13Ja, das habe ich befürchtet.
00:18:14Hier ist Lambergs Adressbuch, Telefonnummer.
00:18:22Malzeit.
00:18:23Wir kamen eben per Kurier.
00:18:24Überlassen Sie das Kaffee holen bitte dem Hotel.
00:18:25Ich brauch Sie als Anwalt, nicht als Saftschubser.
00:18:26Ja, das hab ich befürchtet.
00:18:27Hier ist Lambergs Adressbuch.
00:18:28Telefonieren Sie die Leute durch.
00:18:29Lamberg sagt, dass seine Frau lügt, also suchen wir nach allem, was seine Aussage stürzt.
00:18:48Vielleicht hatte sie Liebhaber oder Geldsorgen.
00:18:50Im Idealfall finden wir jemanden, der eine psychische Störung attestiert.
00:18:55Gibt's dafür Anzeichen?
00:18:57Nein, aber es würde uns helfen, wenn es jemand behauptet.
00:19:00Natürlich.
00:19:01Lambergs sagt, er sei zur Tat seit Joggen gelesen und dafür gibt es auch Entsäugen.
00:19:05Den zweiten Teuer auf dem Sportplatz.
00:19:07Gut, dass Sie die Akte kennen.
00:19:08Die Polizei hat ihn gesucht und nicht gefunden.
00:19:10Dann wissen Sie ja, was Sie zu tun haben.
00:19:16Noch Fragen?
00:19:17Ja.
00:19:20Was?
00:19:24Ich weiß es nicht.
00:19:25Ich war nicht dabei.
00:19:27Was sagt Ihr Bauchgefühl?
00:19:29Sie meinen, ich soll Lamberg ein bisschen besser oder schlechter verteidigen wegen eines Bauchgefühls?
00:19:33Naja.
00:19:35Ich an Ihrer Stelle wüsste schon ganz gerne, woran ich bin.
00:19:39Es geht vorbei.
00:19:40Das glaub ich nicht.
00:19:41Das glaub ich nicht.
00:19:42Mhm.
00:19:43Mhm.
00:19:44Mhm.
00:19:45Mhm.
00:19:46Mhm.
00:19:47Mhm.
00:19:48Mhm.
00:19:49Mhm.
00:19:50Mhm.
00:19:51Mhm.
00:19:52Mhm.
00:19:54Mhm.
00:19:55Mhm.
00:19:56Mhm.
00:19:57Mhm.
00:20:00Mhm.
00:20:01Mhm.
00:20:02Mhm.
00:20:03Mhm.
00:20:04Mhm.
00:20:05Mhm.
00:20:06Mhm.
00:20:07Mhm.
00:20:10Mhm.
00:20:11Mhm.
00:20:12Mhm.
00:20:15Mhm.
00:20:16Mhm.
00:20:17Mhm.
00:20:18Mhm.
00:20:19Mhm.
00:20:20Mhm.
00:20:21Mhm.
00:20:22Mhm.
00:20:52Mhm.
00:21:22Mhm.
00:21:23Mhm.
00:21:52Mhm.
00:21:53Mhm.
00:21:54Mhm.
00:21:55Mhm.
00:21:56Mhm.
00:21:57Hm.
00:21:58Mhm.
00:21:59Es sah auch oft.
00:22:00Wie fühlt es sich an, wie du an der Front zu fahren?
00:22:01Kommst du nur mit rein?
00:22:02Ich dachte, ich nehme in die Presse halt, wenn ich schon mal hier bin, oder brauchst du mich Im
00:22:04Saal?
00:22:05Nein, es sieht ja auch schlecht aus, wenn der Angeklagte mehr Anwälte hat als die Klägerin.
00:22:08Gibt es sich so aus? Wie fühlt es sich an, wieder nach Front zu fahren, hm?
00:22:13Kommst du da mit rein?
00:22:14Ich dachte, ich nehme die Presse ab, wenn ich schon mal hier bin, oder? Brauchst du mich im Saal?
00:22:18Nein, es sieht ja auch schlecht aus, wenn der Angeklagte mehr Anwälte hat als die Klägerin.
00:22:22Du hast erwartet.
00:22:24Lamberg ist bei dir in besten Händen. Ich drücke dir die Daumen.
00:22:28Herr Sänger, wie sehen Sie die Chancen, die Unschuld ihres Mandanten vor Gericht zu beweisen?
00:22:33Herr Sänger.
00:22:37Lamberg.
00:23:03MCI-S 높une
00:23:05Herr Sänger.
00:23:17Nein Berg.
00:23:18bracelets
00:23:19Monsieur
00:23:20Herr Sänger.
00:23:22Herr Sänger.
00:23:27Nunes Rosen.
00:23:28Was ist alles in Ordnung?
00:23:50Sie müssen nicht meine Hand halten, ich bin schon erwachsen.
00:23:53Ich fasse Sie nur an, um der Kammer zu zeigen, dass es keinen Grund gibt, vorhin alles zu haben.
00:23:57So, ich bitte Sie, die Kameras jetzt auszuschalten, ich möchte die Sitzung eröffnen.
00:24:11Werner Lamberg, geboren 4. Mai 68.
00:24:15Was machen Sie beruflich?
00:24:17Ich bin Unternehmer, ich, unter anderem bin ich Mitbegründer und im Vorstand bei Lamtax.
00:24:21Software, richtig?
00:24:23Buchhaltungssoftware, ja.
00:24:24Wie hoch ist ungefähr Ihr monatliches Nettoeinkommen?
00:24:28Verzeihung, aber noch ist Herr Lamberg zu keiner Geldstrafe verurteilt.
00:24:30Herr Lamberg, ich stelle es Ihnen frei, diese Frage zu beantworten.
00:24:38In den letzten fünf Jahren lag mein Durchschnittsverdienst bei etwa 170.000 Euro.
00:24:42Ich meinte im Monat.
00:24:44Ja, ja, ich auch.
00:24:44Die Staatsanwaltschaft legt Werner Lamberg zur Last, am Abend des 7. April seine Frau Sandra Lamberg im Rahmen eines ehelichen Streits mit Schlägen und Tritten misshandelt zu haben.
00:24:58Anschließend zwang Herr Lamberg seine Frau mithilfe körperlicher Gewalt zur Ausübung sexueller Tätigkeiten inklusive Penetration.
00:25:10Frau Lamberg, Herr Käsinger hat Ihnen sicher erklärt, dass Sie während der Aussage Ihres Mannes nicht hier sein müssen.
00:25:15Ich bleibe.
00:25:20Herr Lamberg, möchten Sie sich zu den Vorwürfen äußern?
00:25:24Mein Mandant bestreitet die Tatvorwürfe und macht Gebrauch von seinem Recht, die Aussage zu verweigern.
00:25:28Ich bin unschuldig.
00:25:29Herr Lamberg?
00:25:30Sandra, ich...
00:25:31Ich habe dir immer alles zu Füßen gelegt, immer.
00:25:35Warum tust du mir das hier an?
00:25:36Herr Lamberg, wir haben das besprochen.
00:25:37Sandra, rede doch.
00:25:38Bitte rede mit mir.
00:25:42Warum tust du mir das an?
00:25:43Das reicht dann jetzt, Herr Lamberg.
00:25:44Sie sprechen die Zeugin bitte nicht mehr an und setzen Sie sich.
00:25:47Wir sind hier nicht beim Gedichteaufsagen.
00:25:48Sie sprechen die Zeugin bitte nicht mehr an und setzen Sie sich.
00:26:18Wissen Sie noch, was ich Ihnen über meine Arbeit erzählt habe?
00:26:23Ja, ich weiß.
00:26:25Dann lassen Sie sie mich bitte auch machen.
00:26:29Ich weiß nicht, wohin unser Glück verschwunden ist.
00:26:32Früher sind wir durch die halbe Welt zusammen.
00:26:35Aber je größer die Firma wurde, Werner war immer öfter weg.
00:26:40Und wenn er mal da war, war er doch nicht wirklich da.
00:26:43Und wenn ich ihm das sagte, wurde er jedes Mal wütender.
00:26:46Und am dritten Hochzeitstag langte er einfach über den Tisch.
00:26:50Das heißt, er hat Sie geschlagen?
00:26:53Damals hat er sich noch entschuldigt.
00:26:55Aber eigentlich wollte er nur, dass ich funktioniere.
00:26:57Wie ein hübsches Spielzeug.
00:26:59Kam es danach wiederholt zu körperlicher Gewalt?
00:27:02Ja.
00:27:03Nur das mit dem Entschuldigen hat aufgehört.
00:27:08Darf ich wohl ein Glas Wasser bekommen? Geht das?
00:27:11Bringen Sie der Geschädigten bitte ein Glas Wasser.
00:27:13Verzeihung, aber da mein Mandant die Anschuldigung ausdrücklich zurückgewiesen hat,
00:27:16möchte ich bitten, von der vermeintlich Geschädigten zu sprechen.
00:27:19Was haben Sie da gerade gesagt?
00:27:21Frau Lamberg, in der Nacht der Tat waren Sie und Ihr Mann Essen.
00:27:25Verzeihung, wir würden dann auch von der Nacht der vermeintlichen Tat sprechen.
00:27:27Frau Lamberg, was geschah in der Nacht vom 7. auf den 8. April?
00:27:38Wir waren Essen mit Freunden.
00:27:40Hanni und Robert.
00:27:43Und danach, im Auto, da habe ich Werner dann gesagt, dass ich mich von ihm trennen werde.
00:27:47Und wir sind dann nach Hause und da hat er, also,
00:27:52er hat mich vom Esstisch bis zum Kamin durch das halbe Haus geprügelt.
00:27:56Und ich muss Sie leider bitten, das für uns zu präzisieren.
00:28:05Wir waren gerade reingekommen.
00:28:08Da legte er mir die Hand auf den Hinterkopf.
00:28:11Ganz zart.
00:28:13Und dann, dann schlug er meinen Kopf auf die Tischkante.
00:28:17Dann hat er mich gegen die Wand geknallt.
00:28:19Und geschrien, du Fotze, du vertrocknete Fotze.
00:28:26Er hat mich ins Wohnzimmer geschleift und dann...
00:28:32Ich habe mich erbrochen und als ich wieder zu mir kam, da war ich allein im Zimmer.
00:28:38Und was geschah dann?
00:28:40Ich habe Hanni angerufen.
00:28:42Sie hat gesagt, ich soll sofort zu ihr kommen.
00:28:43Ich lege also auf und suche meine Schuhe und da steht Werner plötzlich wieder vor mir und sagt,
00:28:50ich sage, wenn es vorbei ist.
00:28:51Und dann hat er mich.
00:28:55Wissen Sie, das Schlimmste, das war sein Blick.
00:28:59Als wollte er seinen ganzen Hass einfach in mich reinstopfen.
00:29:01Ziemlich überzeugend, was?
00:29:17Wenn man das so hört,
00:29:20das denkt sich doch keiner aus.
00:29:23Ihr Anwalt hat Sie gut vorbereitet.
00:29:27Ich bin das Monster.
00:29:28Ich habe Sie geschlagen, getreten, gefickt.
00:29:34Bald werden mich alle für das Monster halten.
00:29:38Sie führen ein Leben, um das manche Frauen Sie beneiden würden.
00:29:41Sie haben einen reichen Mann, ein schönes Haus,
00:29:44Autos, Pferde
00:29:45und Sie müssen nicht mal arbeiten.
00:29:49Dass mich mein Mann misshandelt, das haben Sie aber schon mitbekommen, oder?
00:29:52Ich habe gehört, dass Sie das behaupten, ja.
00:29:54Fünf Jahre lang.
00:29:55War das vielleicht gar nicht so schlimm?
00:30:00Wie bitte?
00:30:01Könnten Sie Ihre Provokationen bitte unterlassen, Frau Kollegin?
00:30:04Warum haben Sie Ihren Mann nicht einfach verlassen?
00:30:07Als ob das so einfach wäre.
00:30:08Weil ich kenne viele Frauen, die genau das tun.
00:30:11Die sind aber nicht mit Werner Lamberg verheiratet.
00:30:14Wie darf ich das verstehen?
00:30:15Er hat mich überredet, mein Studium abzubrechen.
00:30:21Du brauchst keinen Beruf, du hast doch mich.
00:30:24Das war genau, was er wollte.
00:30:27Mich klein machen,
00:30:29kontrollieren,
00:30:31in totale Abhängigkeit halten.
00:30:34Warum hat er mir denn sonst diesen Ehevertrag aufgezogen?
00:30:37Mit Gütertrennung und allem Pipapo.
00:30:38Aber zu jeder Abhängigkeit gehören zwei, nicht wahr?
00:30:44Ein goldener Käfig und ein Vogel, der drin sitzen bleibt.
00:30:48Na und?
00:30:51Dann war ich eben ein kleiner dummer Vogel.
00:30:54Das gibt ihm noch lang kein Recht, mich so zu behandeln.
00:30:56Aber es wurde erklären, warum Sie in jener Nacht so wütend auf ihn waren,
00:30:59als er Ihnen im Auto sagte, dass er Sie verlassen würde.
00:31:01Nein, es war andersherum.
00:31:02Nein, nein, Sie haben es schon richtig verstanden.
00:31:04Ich glaube nicht, dass Sie sich von Ihrem Mann trennen wollten.
00:31:06Ich glaube, Sie haben sich in Ihrem Käfig ganz gut eingerichtet
00:31:08und er wollte sich von Ihnen trennen.
00:31:10Nicht Sie haben ihn wütend gemacht, er hat Sie wütend gemacht.
00:31:18Sie glauben,
00:31:20ich habe mir das alles hier einfach ausgedacht?
00:31:24Sie müssen darauf nicht eingehen.
00:31:27Und dann
00:31:27habe ich mich dann etwa ganz allein
00:31:30verdroschen und vergewaltigt.
00:31:33Was haben Sie gesagt?
00:31:34Ich rüge diese haltlosen Provokationen.
00:31:40Ich möchte diesen Ehevertrag zur Akte reichen.
00:31:44Fahren Sie fort.
00:31:46Wir verlesen das anschließend.
00:31:50Frau Lamberg,
00:31:52hätte Ihr Mann sich von Ihnen getrennt,
00:31:55hätten Sie Ihr Haus weiter bewohnen können?
00:31:57Nein,
00:32:00natürlich nicht.
00:32:01Sie hätten also Ihre Reitpferde und die Autos verloren?
00:32:04Ja, aber...
00:32:06Beantworten Sie bitte nur meine Frage.
00:32:07Im Fall einer Trennung,
00:32:09wie viel des gemeinsamen Vermögens hätte Ihnen zugestanden?
00:32:12Nichts.
00:32:14Und wenn diese Trennung
00:32:15aufgrund erwiesener Gewaltanwendung erfolgt,
00:32:19würde das den Ehevertrag aufheben?
00:32:20Ja.
00:32:29Danke,
00:32:29keine weiteren Fragen.
00:32:38Von diesem Ehevertrag stand nichts in der Akte.
00:32:40War das nicht die Akte mit den neun von zehn Punkten?
00:32:43War doch klar,
00:32:44dass die irgendwas auskragen.
00:32:46Wir werden das nicht ignorieren können.
00:32:47Ja, natürlich nicht.
00:32:50Aber wir werden uns davon auch nicht ins Boxhorn jagen lassen.
00:32:57Herr Dr. Herzberg,
00:32:59Sie wurden als psychologischer Gutachter gebeten,
00:33:02Frau Lambergs Aussage auf Ihre Glaubhaftigkeit zu prüfen.
00:33:05Ja.
00:33:06Ich habe sechs ausführliche Tiefeninterviews mit Frau Lamberg geführt.
00:33:09Mit welchem Resultat?
00:33:11Nun, Frau Lamberg hat das Tatgeschehen immer wieder konsistent,
00:33:14emotional schlüssig und detailreich geschildert.
00:33:16Ich halte Ihre Aussage für absolut erlebnisfundiert.
00:33:20Sie verwirren mich.
00:33:22Die Verteidigung stellte eben die These einer Falschaussage in den Raum.
00:33:25Ausgeschlossen.
00:33:26Ein so komplexes Lügengebäude zu errichten mit falschen Spuren und Verletzungen
00:33:30und diese Lüge über Monate aufrecht zu erhalten,
00:33:33dafür ist Frau Lamberg eine viel zu emotionale und labile Persönlichkeit.
00:33:40Erkennen Sie immer, ob jemand die Wahrheit sagt?
00:33:41Ich behaupte, Anzeichen einer bewussten Lüge früher oder später zu erkennen, ja?
00:33:45Das heißt, es gibt auch Unbewusste?
00:33:47Natürlich. Im Falle psychischer Störungen.
00:33:50Zum Beispiel?
00:33:51Schizophrenie. Wahnhafte oder Borderline-Störungen.
00:33:55Bei Menschen also, die nicht unterscheiden können zwischen Realität und ihrer eigenen Vorstellungswelt.
00:34:00Und diese Menschen, die leben in ihren eigenen Lügen?
00:34:03Nun, wir vermischen alle die Welt, wie sie ist, mit der Welt in unserem Kopf.
00:34:06Bei manchen Menschen geschieht das eben in krankhaften Ausmaß.
00:34:10Also, bis Sie glauben, Dinge erlebt zu haben, die so nicht stattfanden, wie eine Vergewaltigung zum Beispiel.
00:34:16Es gibt Fälle, da ist das so, ja?
00:34:19Und treffen diese Störungen eher emotionale, labile Persönlichkeiten?
00:34:24Wenn Sie so wollen, ja.
00:34:25Danke, keine weiteren Fragen.
00:34:27Im Fall von Frau Lamberg aber...
00:34:28Danke, ich sagte keine weiteren Fragen.
00:34:29Ich habe 40 Stunden mit Frau Lamberg geredet.
00:34:32Glauben Sie mir, wenn sie an einer manifesten Persönlichkeitsstörung leidet, dann merke ich das.
00:34:45Sie haben den Gutachter vorgezogen.
00:34:50Ich wollte nur Ihrem Vorwurf an der Falschaussage nachgehen.
00:34:54Wir buchen Sie es unter Waffengleichheit.
00:34:57Es klingt, als wären wir im Krieg.
00:34:59Wiedersehen.
00:35:01Wiedersehen.
00:35:01Wiedersehen.
00:35:29Oh, hallo.
00:35:43Kommst spät.
00:35:48Ich komme genau wie immer.
00:35:49Harter Tag?
00:35:51Diese Verteidigerin ist ein richtiger Kettenhund.
00:35:54Klingt so, als würde sie ihren Job machen.
00:35:56Ach, darum geht es gar nicht.
00:35:57Es geht um das Wie.
00:35:58Sie wird wissen, wie schwer es ist, die Meinung einer Richterin zu ändern.
00:36:01Ich habe keine Meinung.
00:36:02Keine Meinung.
00:36:03Ich bilde mir eine Meinung.
00:36:06Das ist ein breitverbreiteter Irrtum.
00:36:09Unterbewusst unterteilen wir Menschen, unsere Artgenossen innerhalb von Sekundenbruchteilen in Gut und Böse.
00:36:14Das haben wir schon als Höhlenmenschen gelernt.
00:36:15Ja, aber irgendwann wurden aus den Höhlenmenschen ja auch mal Richter am Landgericht.
00:36:22Das sind Höhlenmenschen, die Jura studiert haben.
00:36:24Dann ziehen sie eine Robe an und wissen alles besser.
00:36:26Spar dir deine Klugscheiße rein für deine Biologie.
00:36:28Erst Semester auch.
00:36:29Und wenn man sie dann hinterfragt, dann reagieren sie allergisch.
00:36:32Ich würde mich wirklich wahnsinnig gern mit dir weiter streiten, aber leider habe ich noch zu tun.
00:36:39Was hast du da eigentlich an?
00:36:41Man nennt es Anzug.
00:36:43So etwas trägt ein Mann, der seit Wochen mit seiner Frau zu einem wahnsinnig teuren Abendessen verabredet ist.
00:36:48Oder willst du das auch platzen lassen wie Mailand?
00:36:51Oh, verdammt.
00:36:54Gib mir zehn Minuten.
00:36:5815!
00:36:59Na prima.
00:37:09Na, wir hatten reserviert, weiß.
00:37:12Stimmt was nicht?
00:37:13Ein Umblick.
00:37:15Ja, ausgerechnet wollte ich nicht hin.
00:37:18Einer muss ja für unser Recht auf Romantik kämpfen.
00:37:22Auch das noch.
00:37:27Das ist ja eine Überraschung.
00:37:28Guten Abend.
00:37:32Ja, ich bin André Weiß.
00:37:34Oh, das ist Frau Hartmann.
00:37:37Ich beteilte dich in Lamberg und das ist mein Mann.
00:37:39Sie sind das.
00:37:40Sie haben ja gar keine Hörner auf der Stimme.
00:37:42André, bitte.
00:37:44Kann ich Ihnen etwas anbieten?
00:37:45Nein, danke.
00:37:46Danke.
00:37:46Unsere Kommunikation sollte sich auf den Gerichtssaal beschränken.
00:37:50Der Vorschlag hätte auch von mir kommen können.
00:37:52Achten Sie nicht auf die, das sind Juristen.
00:37:53Wir nehmen drei Sekt.
00:37:55Warten Sie auch auf Ihren Tisch.
00:37:56Frau Hartmann ist hier, weil Herr und Frau Lamberg am 7. April hier gegessen haben.
00:38:01Am Fenster mit dem Ehepaar Koch.
00:38:02Oh, was für eine stimmungsvolle Überraschung.
00:38:05Ich hatte die absurde Hoffnung, dass man mal einen Abend verbringen kann, ohne über Mörder,
00:38:09Totschläger und Vergewaltiger zu reden.
00:38:11Wir können stattdessen über Unschuldige sprechen.
00:38:14Stimmt.
00:38:15Die soll es auch geben.
00:38:16Wenn auch selten, wenn man ihrer Verurteilungsquote glaubt.
00:38:20Die haben sich informiert.
00:38:21Umgehört.
00:38:22Aha.
00:38:22Und was erzählt man sich so?
00:38:26Zum Beispiel, dass sie umso härtere Urteile verhängen, je höher das Einkommen des Angeklagten ist.
00:38:30Ach, das ist aber interessant.
00:38:31Wusstest du das?
00:38:33Wie erklären Sie sich diese Zahlen?
00:38:35Mit der unbewussten Übererfüllung des Wunsches nach Gerechtigkeit.
00:38:39Man empfindet das Dasein gewisser Großverdiener als ungerecht und bestraft sie deshalb umso härter.
00:38:45Solche Fakten sammelt nur, wer ausschließlich für Großverdiener arbeitet wie die Kanzlei Sänger.
00:38:50Ich verstehe genau, was Sie meinen.
00:38:52Und manche dieser blasierten Lackaffen möchte man einfach von ihrem hohen Rossfallen sehen.
00:38:56Platsch, mitten in den Dreck.
00:38:59Ja, ich verteile lieber angemessene Strafen, als den Gedanken zu ertragen,
00:39:03dass sich Menschen mit Geld und teuren Anwälten ihre Regeln einfach selber machen.
00:39:07Mir ist kein solcher Fall bekannt.
00:39:08Ach nein?
00:39:10Dann haben Sie es ja gut weggesteckt.
00:39:11Was letztes Jahr im Fall Bohrmann passiert ist, das war noch Sie, oder nicht?
00:39:17Das heißt, der Fall habe Sie nicht nur Ihre Ehe gekostet,
00:39:19Sie hätten danach auch das Sexualstrafrecht an den Nagel gehängt.
00:39:24Wie Sie sehen, sind Sie nicht die Einzige, die gut informiert ist.
00:39:27So, hier ist die Kopie, um die Sie gebeten haben.
00:39:29Danke.
00:39:30Mittisch wäre dann auch so weit.
00:39:31Oh, danke.
00:39:33Schönen Abend noch.
00:39:34Ihnen auch.
00:39:36Wiedersehen.
00:39:36Was ist denn mit dem Fall Bohrmann?
00:39:40Warum war es denn so grausam zu der Abendfrau?
00:39:43Halt deine Augen fest, die Kullern ihr sonst noch hinterher.
00:39:46Das ist die Erotik totaler Skrupellosigkeit.
00:39:49Und sowas macht dich an.
00:39:50Das kriege ich ja zu Hause nicht.
00:40:02Hallo.
00:40:03Hallo.
00:40:06Ich dachte, du wärst längst in Berlin.
00:40:30Ja, wichtig.
00:40:32Presse.
00:40:33Sehr hübsch, die Presse.
00:40:35Bist mir da aus.
00:40:41Soll ich noch ein bisschen bleiben?
00:40:53Herr Koch, Sie und Ihre Frau waren am Abend des 7. April mit den Lambergs essen.
00:40:57Wie haben Sie einen Lamberg an dem Abend erlebt?
00:41:01Wie immer, er wirkte gelöst und heiter.
00:41:03Er soll an dem Abend seine Frau vergewaltigt haben.
00:41:06In all den Jahren bei Lambergs habe ich Werner nie respektlos gegenüber einer Frau erlebt.
00:41:11Im Gegenteil.
00:41:11Erkennen Sie die Restaurantrichtung?
00:41:26Natürlich, die habe ich ja bezahlt.
00:41:27Ich hatte das Lamm, meine Frau und Sandra, das Risotto.
00:41:32Und den Wein?
00:41:34Den haben Sandra, meine Frau und ich getrunken.
00:41:37Dann bleiben für Herrn Lamberg ein kleiner Salat und das Mineralwasser.
00:41:42Wann heißt abends nie?
00:41:43Er geht jeden Abend laufen, zehn Kilometer.
00:41:45Jeden Abend?
00:41:46Bei Wind und Wetter.
00:41:48Und wollte er das auch am 7. April?
00:41:50Gleich nach dem Essen.
00:41:52Sandra hat noch Witze gemacht.
00:41:54Sie sagte, da trinke ich doch lieber noch einen,
00:41:56statt wie so ein Kaninchen um eine Wiese zu rennen.
00:42:01Täusche ich mich oder klingt das etwas abfällig?
00:42:04Das habe ich Werner auch gesagt.
00:42:06Gleich nach dem Essen auf dem Parkplatz.
00:42:07Und wie hat er darauf reagiert?
00:42:08Er hat gelächelt.
00:42:12Er hat gesagt, es macht ihm nichts aus.
00:42:15Sandra weiß es noch nicht,
00:42:17aber er wird sich von ihr scheiden lassen.
00:42:19Danke, keine weiteren Fragen.
00:42:21Robert, was um Gottes Willen?
00:42:22Redest du denn da?
00:42:23Es tut mir leid, Sandra, aber es ist wie es ist.
00:42:25Herr Koch, bitte.
00:42:29Von diesem Gespräch auf dem Parkplatz
00:42:31haben Sie der Polizei gar nichts erzählt.
00:42:34Das ist mir in dem Drobel entfallen.
00:42:35Und wann ist es Ihnen wieder eingefallen?
00:42:37Als Ihnen klar wurde,
00:42:39dass Lamntax am Bach runtergeht,
00:42:40sollte Herr Lamberg verurteilt werden.
00:42:42Und damit auch Ihre berufliche Existenz.
00:42:45Worauf wollen Sie ihn aus?
00:42:47Ich?
00:42:47Auf die Wahrheit.
00:42:48Und Sie?
00:42:50Die Wahrheit.
00:42:52Sie vernichten hier Werner Lamberg.
00:42:55Das ist die Wahrheit.
00:42:58Sandra, ich weiß nicht,
00:42:59was bei euch zu Hause los ist.
00:43:01Aber bitte mach dir klar,
00:43:02was du uns hier allen antust.
00:43:03Und Sie halten sich bitte von der Zeugin fern, Herr Koch.
00:43:07Nach dem Essen fuhren wir nach Hause.
00:43:11Mein Mann ging zu Bett.
00:43:12Er hat Sandras Anruf gar nicht mehr mitbekommen.
00:43:14Was sagte Frau Lamberg am Telefon?
00:43:16Sie war völlig aufgelöst.
00:43:18Sie sagte,
00:43:19Werner habe sie bewusstlos geschlagen.
00:43:22Er habe sie vom Esstisch
00:43:23bis zum Kamin durch das halbe Haus geprügelt.
00:43:26Und was haben Sie darauf gesagt?
00:43:28Dass sie sich ins Auto setzen
00:43:29und zu mir kommen soll.
00:43:30Dann legten wir auf.
00:43:32Und dann?
00:43:33Ich wartete.
00:43:35Aber Sandra kam nicht.
00:43:37Irgendwann rief ich sie dann an,
00:43:38aber da war dann schon alles vorbei.
00:43:40Werner war verhaftet.
00:43:43Ich dachte nur, endlich.
00:43:45Wie meinen Sie das?
00:43:47Das ist...
00:43:49Das sind so Blicke und Gesten,
00:43:52wie er sie zurecht weiß,
00:43:53wie ein kleines Kind.
00:43:55Und wie sie sich da schon seit Jahren gefallen lässt.
00:43:57Ich glaube, Sandra hat schon lange Angst vor Werner.
00:43:59Hatten Sie je den Verdacht,
00:44:04dass Frau Lamberg häuslicher Gewalt ausgesetzt sein könnte?
00:44:08Sie hatte oft blaue Flecken.
00:44:10Und jedes Mal, wenn ich sie danach fragte,
00:44:11dann war es ein Reitunfall.
00:44:13Trotzdem pflegen Sie eine Freundschaft zu den Lambergs.
00:44:15Zu Sandra, ja.
00:44:17Werner ertrage ich nur,
00:44:18weil mein Mann sagt, das sei wichtig.
00:44:21Er wiederum ist ja Werners kleiner Mops.
00:44:23Hat Frau Lamberg Ihnen je
00:44:29von Übergriffen Ihres Mannes erzählt?
00:44:32Nein, Sandra hat nie von Werner gesprochen.
00:44:35Waren Sie schon mal Zeuge solcher Übergriffe?
00:44:37Ich war nie dabei, wenn er sie schlug,
00:44:39falls Sie das meinen.
00:44:41Haben Sie denn mal gesehen,
00:44:43wie Frau Lamberg vom Pferd gefallen ist?
00:44:47Solche Unfälle kommen im Gelände schon mal vor.
00:44:49Und hatte sie danach blaue Flecken?
00:44:51Natürlich.
00:44:51Sie haben also die blauen Flecken gesehen
00:44:55und sich ihren Teil dabei gedacht.
00:44:57Und warum sind Sie, Frau Lamberg,
00:44:58nach Ihrem Anruf nicht zur Hilfe gekommen?
00:45:00Was?
00:45:01Wenn Sie so sicher waren,
00:45:02dass Herr Lamberg seine Frau schlägt,
00:45:04warum sind Sie nicht auf die Idee gekommen,
00:45:05die Polizei zu rufen oder selber hinzufahren?
00:45:11Ich habe die Gefahr vollkommen unterschätzt.
00:45:15Sie haben nach dem Anruf 62 Minuten vergehen lassen,
00:45:18bis Sie Frau Lamberg zurückriefen.
00:45:21Das war spät.
00:45:26Ich war müde.
00:45:28Ich habe falsch reagiert.
00:45:30Es tut mir leid,
00:45:30nach so einem Anruf ist man hellwach.
00:45:32Und Sie haben in diesen 62 Minuten
00:45:33nicht mal Ihren Mann geweckt.
00:45:34Frau Hartmann,
00:45:35ich denke,
00:45:35Sie haben die Schuldgefühle der Zeugin
00:45:37jetzt ausreichend strapaziert.
00:45:39Moment,
00:45:39es geht hier um die Frage,
00:45:40warum die Zeugin Frau Lambergs Anruf nicht ernst nahm.
00:45:42Das habe ich.
00:45:43Neigt Ihre Freundin vielleicht zu hysterischen Übertreibungen
00:45:45und Sie hatten am Ende das Gefühl,
00:45:46Sie hat diesen Anruf nur einstudiert?
00:45:48Hartmann,
00:45:48das sind alles nur Spekulationen.
00:45:50Er hat mich vom Esstisch bis zum Kamin
00:45:52durch das halbe Haus geprügelt.
00:45:54Das waren Frau Lambergs Worte hier im Gericht,
00:45:56in der Nacht am Telefon und gegenüber der Polizei.
00:45:58Ja,
00:45:59das nennt man konsistentes Aussageverhalten.
00:46:01Das sind wortwörtliche Wiederholungen
00:46:03und damit klare Indizien
00:46:04für ein auswendig gelerntes Aussageverhalten.
00:46:07Sie wollen behaupten,
00:46:07dass Frau Lamberg diese Vergewaltigung
00:46:09nur inszeniert hat.
00:46:11Sie wissen aber schon,
00:46:11wie klein der Anteil falscher Beschuldigungen
00:46:13bei Vergewaltigungen ist.
00:46:15Er liegt bei drei Prozent.
00:46:17Das ist nicht bewiesen.
00:46:19Und weder Sie noch ich wissen,
00:46:20ob wir dazugehören oder nicht.
00:46:21Der psychologische Gutachter sagte sehr deutlich,
00:46:23dass wir nicht dazugehören.
00:46:25Die Wiederholungen in Frau Lambergs Aussage
00:46:26sind ihm offensichtlich entgangen.
00:46:28Ich beantrage hiermit ein Zweitgutachten.
00:46:31Das ist jetzt nicht Ihr Ernst.
00:46:33Dann möchte ich,
00:46:35dass das Gutachten selbst begutachtet wird.
00:46:37Und dann?
00:46:38Begutachten wir als nächstes
00:46:39das Gutachten des Gutachtens
00:46:40bis Sie ins Haben,
00:46:41das Ihnen gefällt?
00:46:42Das hat es alles schon gegeben.
00:46:44Nicht in meinem Gerichtssaal.
00:46:46Ich mag meine Prozesse gern kurz
00:46:47im Sinne aller Beteiligten.
00:46:49Haben Sie gerade kurzer Prozess gesagt,
00:46:50Frau Vorsitzende?
00:46:51Da haben Sie aber Schwein gehabt.
00:47:11Wenn Sie so ein Gutachten,
00:47:12das kostet Zeit
00:47:13und je länger der Prozess dauert,
00:47:15desto besser verdienen Sie
00:47:17am Schicksal dieser Menschen.
00:47:18Haben Sie schon mal verteidigt?
00:47:20Ich?
00:47:22Bitte auch.
00:47:22Ich mach nur Opfer.
00:47:26Das ist doch alles so peinlich.
00:47:28Ehrlich?
00:47:29Bitte mal sagen,
00:47:29was denn eigentlich ist.
00:47:31Da ist keiner Mops.
00:47:32Sag uns noch ganz dicht.
00:47:33Bist du doch, oder?
00:47:34Und du spitzt dich ja auf,
00:47:35als wärst du dabei gewesen.
00:47:36Du warst aber nicht dabei.
00:47:37Keiner von uns ist dabei gewesen.
00:47:39Also hör auf,
00:47:40ihn zu verurteilen,
00:47:40nur weil du ihn nicht leiden kannst.
00:47:44Lass mich jetzt einfach irgendwo, okay?
00:47:46Ja, dann würdest du etwas
00:47:47nimmst tun.
00:47:47Du sagst mich jetzt nimmst.
00:47:48Niemals.
00:47:49Lass mich.
00:47:49Lass mich.
00:47:49Ein zweites Gutachten,
00:48:09verzögert doch wieder alles.
00:48:11Wenn ich es ablehne,
00:48:12dann wirft sie mit
00:48:12Befangenheitsanträgen um sich.
00:48:15Wir regen uns jetzt mal ab
00:48:16und gucken uns die schöne Landschaft an.
00:48:19Wie so ein richtiges Ehepaar.
00:48:20Ja, schöne Landschaft.
00:48:24Weinst du eigentlich,
00:48:24du würdest dich genauso
00:48:25über die Verteidigung aufregen,
00:48:27wenn es ein Mann wäre?
00:48:29Was?
00:48:30Ich meine ja nur.
00:48:32Man vergisst das oft,
00:48:33aber du bist auch nur ein Mensch.
00:48:34Vielleicht nimmst du das alles
00:48:35längst viel zu persönlich.
00:48:36Prima.
00:48:37Stellst du jetzt auch schon
00:48:38Befangenheitsanträgen, ja?
00:48:46Lamberg sagt,
00:49:04er sei eine Stunde gelaufen.
00:49:05Wenn es stimmt,
00:49:06ich meine,
00:49:06er kann nicht hier laufen
00:49:07und zeitgleich seine Frau vergewaltigen.
00:49:11Haben Sie das Bild dabei?
00:49:12Anzug, Gras, Grün, Schuhe, Orange.
00:49:19So ähnlich müsste der zweite Jogger
00:49:20ausgesehen haben.
00:49:24Dann machen Sie sich mal
00:49:25auf die Suche.
00:49:27Ich fang mal
00:49:27in der Nachbarschaft an, ja?
00:49:29Und erweitere dann den Radius.
00:49:33Ich höre die Dusche nicht mehr.
00:49:35Ich glaube, er kommt.
00:49:37Frau Lamberg, wo sind Sie?
00:49:40Im Schlafzimmer.
00:49:42Ich habe die Tür abgeschlossen.
00:49:43Sandra!
00:49:47Sandra!
00:49:48Oh Gott, er will hier rein.
00:49:50Die Kollegen sind bereits unterwegs.
00:49:52Bleiben Sie bitte am Telefon.
00:49:53Sandra, leg dich ein Hör auf!
00:49:56Bitte, Sie müssen sich beheilen, bitte.
00:50:01Nach unseren Erkenntnissen
00:50:03begann der Streit
00:50:03hier am Esszimmertisch.
00:50:05Dieser Handabdruck entstand,
00:50:11als Frau Lamberg
00:50:12ins Wohnzimmer gezerrt wurde.
00:50:16Dieser große Blutfleck
00:50:17hier während der folgenden Ohnmacht.
00:50:20Dieser hier
00:50:21während der Vergewaltigung.
00:50:24Die fand hier
00:50:25auf dem Teppich
00:50:26vor dem Kamin statt.
00:50:27Das bestätigen Hautfaser
00:50:28sowie Spermaspuren.
00:50:30Dieselben Spermaspuren
00:50:31fand die Rechtsmedizin
00:50:32bei einem Abstrich
00:50:32bei Frau Lamberg.
00:50:33Sie konnten eindeutig
00:50:34Herrn Lamberg zugeordnet werden.
00:50:36Deckt sich Ihre Spurenanalyse
00:50:38mit der Aussage
00:50:39von Frau Lamberg
00:50:39zum Tatgeschehen?
00:50:41Unsere Techniker haben nichts gefunden,
00:50:42was den Angaben
00:50:43von Frau Lamberg
00:50:43widersprechen würde.
00:50:46Der 7. April
00:50:47war nicht der erste Besuch
00:50:48der Polizei
00:50:49im Horte der Lambergs, richtig?
00:50:50Ja, es gab bereits
00:50:51einen Besuch
00:50:52acht Wochen zuvor.
00:50:53Nachbarn hatten angerufen
00:50:54wegen heftiger Streitigkeiten.
00:50:56Sie waren damals auch vor Ort?
00:50:57Ja.
00:50:59Herr Lamberg wirkte erregt.
00:51:01Frau Lamberg
00:51:02auffallend schüchtern.
00:51:03Ich und meine Kollegen
00:51:04hatten den Eindruck,
00:51:04dass Gewalt im Spiel war
00:51:05und dass Frau Lamberg
00:51:08aus Furcht davor
00:51:08nicht darüber sprach.
00:51:11Das stelle ich mir
00:51:12äußerst frustrierend vor.
00:51:14Ein Mann schlägt seine Frau
00:51:15und sie können nicht helfen.
00:51:17Wie geht man damit um?
00:51:18Man hofft,
00:51:19dass das Opfer
00:51:19irgendwann aus der Deckung kommt
00:51:20oder der Täter
00:51:22den Bogen überspannt.
00:51:23So wie am 7. April.
00:51:25Gewissermaßen.
00:51:26Als Sie nach dem Notruf
00:51:32von Frau Lamberg losfuhren,
00:51:34womit haben Sie gerechnet?
00:51:36Wir hatten anders zu glauben,
00:51:37dass Herr Lamberg
00:51:37seiner Frau etwas antut.
00:51:39Und haben Sie diese
00:51:40Voreingenommenheit
00:51:41während der Ermittlung
00:51:42je wieder abgelegt?
00:51:44Wieso Voreingenommenheit?
00:51:45Wenn Sie schon auf der Anfahrt
00:51:46wussten, wer der Täter
00:51:47und wer das Opfer ist.
00:51:48Die Situation am Tatort
00:51:51ließ keine andere
00:51:52Interpretation zu.
00:51:53Wirklich nicht?
00:51:56Um seine Sicht
00:51:57der Dinge zu schildern,
00:51:58habe ich Herrn Lamberg gebeten,
00:51:59auf sein Recht
00:52:00der Aussageverweigerung
00:52:01zu verzichten.
00:52:07Also,
00:52:08nach dem Restaurant
00:52:09im Auto
00:52:10sagte ich Sandra,
00:52:11dass ich mich trennen würde.
00:52:13Zuerst war sie ganz still,
00:52:15aber zu Hause
00:52:16hat sie mich dann angeschrien
00:52:17und dann geweint.
00:52:20Sie tat mir leid
00:52:21und ich kann es nicht gut sehen,
00:52:23wenn sie weint.
00:52:24Ich wollte dann laufen gehen.
00:52:26Aber als ich gerade los will,
00:52:27da steht Sandra plötzlich
00:52:29vor mir und sagt,
00:52:31schlaf mit mir.
00:52:32Jetzt, bitte.
00:52:34Ich wollte es nicht,
00:52:36aber wir schliefen zusammen
00:52:38vor dem Kamin im Wohnzimmer.
00:52:41Aber das war falsch.
00:52:41Ich tat es, weil,
00:52:43na ja, aus Schuldgefühlen.
00:52:46Ich glaube, Sandra hat
00:52:47das auch gemerkt.
00:52:48Ich war nach wenigen Minuten fertig.
00:52:51Dann bin ich zum Sportplatz.
00:52:53Bauen Sie dort allein?
00:52:55Nein.
00:52:56Da war die ganze Stunde
00:52:57noch ein zweiter Läufer.
00:52:58Kannten Sie den Mann?
00:53:00Hab ihn nie zuvor gesehen, nein.
00:53:02Und was passierte,
00:53:03als Sie nach Hause kamen?
00:53:04Ich komm rein und da ist Blut.
00:53:08Auf dem Teppich, auf dem Tisch,
00:53:10im Wohnzimmer, überall.
00:53:11Alles ist durcheinander.
00:53:13Und Sandra steht plötzlich da,
00:53:15Blut überströmt,
00:53:16furchtbar.
00:53:17Und ich, Gott, was ist passiert?
00:53:18Und er sagt, sie zu mir,
00:53:21du hast mich vergewaltigt.
00:53:23Hanni, hab ich schon angerufen
00:53:24und jetzt rufe ich die Polizei.
00:53:26Ich bin,
00:53:27ich war
00:53:28sprachlos,
00:53:29fassungslos.
00:53:31Ich hab sie dann angebrüllt.
00:53:33Sie hat zurückgebrüllt
00:53:34und es ging ewig.
00:53:36Am Ende hat sie wieder geweint
00:53:37und bin ich unter die Dusche.
00:53:39Als ich rauskomme aus der Dusche,
00:53:42mit dem Bademantel überziehe,
00:53:43da höre ich plötzlich,
00:53:44wie Sandra im Schlafzimmer
00:53:45mit der Polizei telefoniert.
00:53:47Ich bin natürlich sofort dahin.
00:53:48Ich war wütend.
00:53:49Ich hab versucht,
00:53:50ins Schlafzimmer zu kommen.
00:53:51Als Telefon,
00:53:52um das richtigzustellen
00:53:53bei der Polizei.
00:53:54Und in dem Moment klingelt es
00:53:56und die Polizei war da.
00:53:58Also, Herr Benning.
00:54:02Herr Benning,
00:54:03fanden Sie es nicht seltsam,
00:54:05dass Frau Lamberg
00:54:05das Haus nicht einfach verlassen hat?
00:54:07Ihr Mann hat geduscht,
00:54:08sie hätte jederzeit gehen können.
00:54:10Doch statt den vermeintlichen
00:54:11Tatort zu verlassen,
00:54:12schließt sie sich ein.
00:54:13Warum?
00:54:13Menschen tun seltsame Dinge,
00:54:14wenn sie Angst haben.
00:54:15Und es reicht Ihnen als Erklärung?
00:54:17Ja, allerdings.
00:54:20Die Blutspuren im Haus,
00:54:21beweisen die,
00:54:23dass Herr Lamberg
00:54:23zur Zeit ihrer Entstehung
00:54:24anwesend war?
00:54:26Natürlich nicht.
00:54:28Wie sich feststellen,
00:54:30wer das Haus verwüstet hat?
00:54:32Wenn Opfer und Täter
00:54:33in einer Wohnung zusammen wohnen,
00:54:34findet man natürlich
00:54:35von beiden Fasern und Fingerabdrücke.
00:54:39Lässt sich anhand
00:54:40der Spermaspuren ablesen,
00:54:41ob es sich im einvernehmlichen
00:54:42oder erzwungenen Sex
00:54:43gehandelt hat?
00:54:45Nicht allein anhand der Spuren.
00:54:47Wann haben Sie zum ersten Mal
00:54:48nach diesem Mann gesucht?
00:54:49Das weiß ich nicht mehr.
00:54:50Ich aber.
00:54:5038 Stunden nach
00:54:52Herr Lambergs Festnahme.
00:54:54In der Nacht
00:54:54hatten wir wirklich andere Sorgen.
00:54:55Na ja, das stimmt.
00:54:56Statt sich um das Alibi
00:54:57Ihres Täters zu kümmern,
00:54:58haben Sie mit einer Journalistin
00:54:59telefoniert und
00:55:00auf ein Kamerateam gewartet.
00:55:01Der Lars Lammtags
00:55:04wurde vor vier Monaten
00:55:06in seinem Haus
00:55:06im Düsseldorfer Stadtteil
00:55:08Oberkassel festgenommen.
00:55:10Dem 43-Jährigen
00:55:11wird vorgeworfen,
00:55:12seine Ehefrau
00:55:13unter massiver Gewaltanwendung
00:55:14vergewaltigt.
00:55:15Ich nenne sowas
00:55:16öffentliche Vorverurteilung.
00:55:17Und Sie?
00:55:19Das lassen Sie mir nicht bieten.
00:55:20Herr Benning, bitte.
00:55:21Seit 20 Jahren
00:55:22darf ich immer wieder zusehen,
00:55:23wie vor Gericht
00:55:23die Tatsachen verdreht werden.
00:55:24Herr Benning,
00:55:25jetzt beruhigen Sie sich erst mal.
00:55:26Ich war mit Frau Lamberg
00:55:27selber beim Rechtsmediziner.
00:55:28Wissen Sie,
00:55:30was der gesagt hat?
00:55:32Sowas tut sich keiner selber an.
00:55:36Solche Hämatome
00:55:38kann man nicht herbeizaubern.
00:55:41In Ermangelung
00:55:41ausreichender Vorbereitungszeit
00:55:43war ich so frei,
00:55:44das an mir selbst auszuprobieren.
00:55:47Wie, Sie haben sich
00:55:48das selbst zugefügt?
00:55:49Ja, ich wollte wissen,
00:55:50ob es möglich ist.
00:55:51Und es ist möglich
00:55:52mit Hilfe eines Medikaments,
00:55:54das die Blutgerinnung hemmt.
00:55:55Mir liegen hier zwei Gutachten vor,
00:55:57die das bestätigen.
00:55:57Sekunde,
00:55:59mit Hilfe eines Medikaments?
00:56:02Frau Lamberg hat ihren Vater
00:56:03bis zu seinem Tod gepflegt.
00:56:04Er lebt unter chronischen Thrombosen
00:56:06und sie hat ihm
00:56:06die Spritzen selbst verabreicht.
00:56:08Also,
00:56:09sie kann damit umgehen.
00:56:10Und wo kommt
00:56:11Ihrer Meinung nach
00:56:12das Blut her?
00:56:13Wer in der Lage ist,
00:56:14sich Hämatome zuzufügen,
00:56:16der kann sich auch
00:56:16blutige Verletzungen beibringen.
00:56:17Ich bitte Sie,
00:56:18Frau Kollegin,
00:56:19was sollen denn
00:56:19diese haltlosen Unterstellungen?
00:56:21Angesichts der uneindeutigen
00:56:22Spurenlage
00:56:22halte ich den dringenden
00:56:23Tatverdacht
00:56:24gegen meinen Mandanten
00:56:25für unhaltbar
00:56:25und beantrage hiermit
00:56:27die Aufhebung des Haftbefehls.
00:56:28Untertitelung im Auftrag des ZDF,
00:56:58Alles in Ordnung?
00:57:17Frau Lamberg?
00:57:28Wie nennen Sie sowas?
00:57:52Polateralschaben?
00:57:54Wir hatten mal
00:57:58eine Umfrage unter Richtern.
00:58:00Angenommen,
00:58:00die eigene Tochter
00:58:01wird vergewaltigt.
00:58:02Wer würde vor Gericht ziehen
00:58:03und wer nicht?
00:58:05Am Ende stand es
00:58:0680 zu 20.
00:58:08Dagegen.
00:58:10Ich kann einer Zeugin
00:58:11die Konfrontation
00:58:12nicht ersparen.
00:58:13Und ich weigere mich
00:58:13zu akzeptieren,
00:58:14dass Menschen zwangsläufig
00:58:15vor Gericht zerrieben werden.
00:58:17Im Fall Lamberg
00:58:17wird jedenfalls
00:58:18nicht dasselbe passieren
00:58:19wie im Fall Bormann.
00:58:20Dieser Bormann
00:58:21hat es Ihnen ja angetan.
00:58:22Das war doch auch
00:58:23ein Geschäftsmann, oder?
00:58:25Und das vermeintliche Opfer,
00:58:26die eigene Stieftochter.
00:58:27Danke, ich erinnere mich.
00:58:29Nach vier Tagen vor Gericht
00:58:30nimmt sich die Stieftochter
00:58:31das Leben,
00:58:31der Mann kommt
00:58:32mangels Beweisen frei
00:58:33und tötet eine Prostituierte,
00:58:35die er zuvor frisiert
00:58:36und angezogen hat
00:58:37wie seine Stieftochter.
00:58:40Und Sie wollen mir erzählen,
00:58:41dass man sich da nicht
00:58:42manchmal fühlt
00:58:42wie ein schäbiger Handlanger?
00:58:43Ich kann den Menschen
00:58:45leider nicht
00:58:46in die Köpfe reinschauen.
00:58:47Ich auch nicht.
00:58:48Aber ich muss am Ende entscheiden,
00:58:50während Sie sich
00:58:50für jede Entscheidung drücken.
00:58:52Sie waren ja nicht dabei.
00:58:53Also ist alles möglich.
00:58:54Das ist toll.
00:58:55Da kann man machen,
00:58:56was man will
00:58:57und muss am Ende
00:58:58für nichts
00:58:58die Verantwortung übernehmen.
00:58:59Bleiben Sie bescheiden.
00:59:15Machen Sie keine Siegesgesten.
00:59:18Sie sind ein gestrafter Mann,
00:59:19der ein Stück
00:59:19Gerechtigkeit nicht erfahren ist.
00:59:22Klar.
00:59:24Bin ich auch.
00:59:28Deshalb wurde heute
00:59:29der Haftbefehl
00:59:30gegen Werner Lamberg
00:59:31aufgehoben.
00:59:31Mein Mandant möchte
00:59:32zu diesem Zeitpunkt
00:59:33keine Stellungnahme abgeben.
00:59:34Allerdings sehen wir
00:59:35in der Aufhebung
00:59:35des Haftbefehls
00:59:36einen wichtigen Schritt
00:59:37zur überfälligen
00:59:38Evalidierung
00:59:39meines Mandanten.
00:59:40Ob die Aufhebung
00:59:41des Haftbefehls
00:59:42als ein Signal
00:59:43für einen möglichen
00:59:43Freispruch Lambergs
00:59:44zu bewerten ist,
00:59:45bleibt Spekulation.
00:59:47Die Ehefrau des Angeklagten
00:59:48erlebt einen Zusammenbruch
00:59:49und musste sich
00:59:50in ärztliche Behandlung
00:59:51begeben.
00:59:52Unklar ist,
00:59:53ob sie weiter
00:59:53an der Verhandlung
00:59:54teilnehmen.
00:59:54Sie sieht eigentlich
00:59:54ganz harmlos aus.
00:59:57Und das mache ich jetzt
00:59:58mit dieser Beobachtung.
01:00:00Ich komme dich
01:00:01zu meinem Beisatzermachen
01:00:02und dann guckst du
01:00:03die Angeklagten an
01:00:04und sagst mir einfach,
01:00:04ob die schuldig aussehen
01:00:05oder unschuldig.
01:00:06Katharina,
01:00:07du verwechselst mich.
01:00:08Du bist nicht
01:00:09auf mich wütend.
01:00:10Du bist wütend,
01:00:11weil dir diese Anwältin
01:00:11auf dem Kopf rumtanzt.
01:00:12Ja.
01:00:14Und irgendwie werde ich
01:00:14den Eindruck nicht los,
01:00:15dass dich das freut.
01:00:16Jetzt, wo du es sagst.
01:00:19Da gibst du es auch noch zu.
01:00:23Ich finde es eigentlich
01:00:24ganz gut,
01:00:24dass du mal ausgebremst wirst
01:00:25auf deinen Feldzügen.
01:00:27Das ist eine ganz
01:00:27verbissene,
01:00:28ehrgeizige Karriere, Tante.
01:00:30Ach, komm.
01:00:31Wenn du Anwältin wärst,
01:00:32dann wärst du genauso.
01:00:33Ne,
01:00:34da täuscht du dich.
01:00:36Du meinst das wirklich ernst,
01:00:37oder?
01:00:38Du glaubst wirklich,
01:00:38du bist der bessere Mensch.
01:00:40Die anderen,
01:00:41die sind das moralisch
01:00:42minderwertige Fußvolk.
01:00:43Meine Güte,
01:00:44deine Selbstgerechtigkeit,
01:00:45die geht mir vielleicht
01:00:45auf die Nerven.
01:00:46Selbstgerechtigkeit?
01:00:48Ja.
01:00:49Du bist für das Recht zuständig
01:00:51und das Unrecht,
01:00:52das machen die anderen.
01:00:53Und wenn du mal einen Fehler machst,
01:00:54dann wird das ignoriert,
01:00:55wie bei dem,
01:00:56wie hieß der,
01:00:56Weininger?
01:00:58Fünf Jahre hat der Mann
01:00:59deinetwegen gesessen,
01:01:00bis klar war,
01:01:01dass das ein Fehlurteil war.
01:01:02Dein Fehlurteil.
01:01:04Und du hast nie
01:01:05ein einziges Wort
01:01:06darüber verloren,
01:01:06dass du ein Leben
01:01:07ruiniert hast.
01:01:08Dein Fehlurteil.
01:01:38Sie dürfen sich
01:01:51Ihrer Frau nicht nähern
01:01:52und Sie müssen sich
01:01:53zweimal pro Woche
01:01:54bei der Polizei melden.
01:01:58Kommen Sie noch mit rein?
01:02:00Ich habe noch zu tun.
01:02:01Ich meine,
01:02:02nur weil Sie jetzt
01:02:02wieder zu Hause schlafen,
01:02:03haben wir noch lange
01:02:03keinen Freispruch.
01:02:07Bitte tun Sie mir das nicht.
01:02:08Lassen Sie mich da jetzt
01:02:09nicht alleine reingehen.
01:02:10oldikus,
01:02:10wenn Sie mir das nicht
01:02:38Darf ich Ihn den Matschel abnehmen?
01:02:41Danke.
01:03:01Alles weg hier.
01:03:03Einen Wein hab ich noch.
01:03:09Wollen Sie lieber Wein oder Kaffee?
01:03:33Blöde Putzfreund gekündigt.
01:03:39Warum nicht?
01:03:57Also, ist doch gar nichts passiert.
01:03:59Wein, Kaffee? Mit so ihr Milch vielleicht?
01:04:05Nichts, danke.
01:04:07Das ist ein schwerer Scheißding.
01:04:17Machen Sie mal bitte die Tür aus.
01:04:22Ach, tausende Ländeteppich.
01:04:28Das ist alles scheißegal.
01:04:36Hier, da drüben.
01:04:38Herr Professor Klinker.
01:04:40So ein alt linker Kunstsack.
01:04:42Aber wenn's nebenan mal lauter wird,
01:04:44dann ruft er gleich die Staatsmacht.
01:04:46He Klinker!
01:04:47Du!
01:04:48Blödes Arschloch, du!
01:04:49Herr Lamberg, bitte.
01:04:54Ja, Entschuldigung.
01:04:55Entschuldigung.
01:05:09Gut, dass Sie da sind.
01:05:10Ich bin ja total unzureich, das sehe ich.
01:05:18So.
01:05:19Jetzt sehe ich wenigstens den Scheißteppich nicht mehr
01:05:21und den Scheiß Klinker.
01:05:24Muss auch keiner wissen,
01:05:25dass der Vergewaltiger wieder zu Hause ist.
01:05:30Wollte ich doch einen Kaffee?
01:05:31Nein, wirklich, ich fahre jetzt.
01:05:36Fahre ich es, Jule.
01:05:38Hier, kommen Sie mal her.
01:05:39Sehen Sie sich das an.
01:05:41Sandra hat den Fernseher mitgenommen.
01:05:43Ich sitze im Knast
01:05:44und Sandra lässt den Fernseher abholen.
01:05:45Scheiße!
01:05:47Jetzt kann ich das ganze Haus durchzählen.
01:05:49Wir sehen uns dann morgen, Herr Lamberg.
01:05:50Wir machen die fertig.
01:05:51Ich sag Ihnen.
01:05:52Die machen wir richtig fertig.
01:05:55Diese alte, vertrocknete Fotze.
01:05:58Diese Fotze, die Bescheuerte.
01:06:01Die alte Fotze.
01:06:02Was glaubt ihr eigentlich?
01:06:04Oh, Mann.
01:06:06Blöde Schlampe!
01:06:19Ja.
01:06:35So, Lamberg ist wieder zu Hause.
01:06:38Glückwunsch aus Berlin.
01:06:39Toll, mit Ihnen zu feiern. Der reinste Wahnsinn.
01:06:57Ein Latte Macchiato, bitte.
01:06:58Guten Morgen, Frau Weiß.
01:06:59Wunderbarer Morgen.
01:07:00Haben Sie es schon gehört?
01:07:01Hat Käsinger Sie erreicht?
01:07:02Käsinger Sie erreicht?
01:07:03Käsinger?
01:07:04Wieso?
01:07:05Ich hab drüber nachgedacht.
01:07:06Wenn das alles hier vorbei ist.
01:07:07Bei Lamthax gibt's immer einen Platz für ne schneidige Juristin.
01:07:09Na ja, klar. Erstmal müssen Sie mich hier natürlich raushauen.
01:07:10Haben Sie gehört?
01:07:11Ich hab grad gesagt, raushauen.
01:07:12Ich hab grad gesagt, raushauen.
01:07:13Ja.
01:07:14Ja.
01:07:15Ja.
01:07:16Ja.
01:07:17Ja.
01:07:18Ja.
01:07:19Ja.
01:07:20Ja.
01:07:21Ja.
01:07:22Ja.
01:07:23Ja.
01:07:24Ja.
01:07:25Ja.
01:07:26Ja.
01:07:27Ja.
01:07:28Ja.
01:07:29Ja.
01:07:30Ja.
01:07:31Ja.
01:07:32Ja.
01:07:33Ja.
01:07:34Ja.
01:07:35Ja.
01:07:36Ja.
01:07:37Ja.
01:07:38Ja.
01:07:39Ich heiße Annette Hollenkamp und ich war bis vor 15 Monaten Herrn Lambergs Assistentin.
01:07:56Außerdem unterhielten wir eine sexuelle Beziehung.
01:08:00Herr Lamberg hat mir erzählt, dass er seit Jahren nicht mehr mit seiner Frau schlafen könne.
01:08:08Er hat gesagt, Sie machen nur Blümchen-Sex und wer fickt schon gerne Bambi, hat er gesagt.
01:08:16Dann nehmen Sie mal bitte raus.
01:08:18Ich bitte um Ausschluss der Öffentlichkeit. Es geht hier um das Intimleben eines Mandanten.
01:08:22Warum sollte Herr Lambergs Assistentin?
01:08:23Warum sollte Herr Lamberg diesen Schutz genießen?
01:08:24Fahren Sie bitte fort.
01:08:25Wir haben uns in vier Wochen 17 Mal getroffen.
01:08:28Am Anfang war es lustig.
01:08:32Aber dann mit der Zeit, diese ewigen Schimpfwörter und Unterwerfungsspiele.
01:08:38Das lief am Ende immer nur auf das Gleiche hinaus.
01:08:40Da habe ich gesagt, das war nett, aber wir lassen das jetzt mal.
01:08:46Sie haben die Beziehung beendet?
01:08:48Ja.
01:08:49Und da hat er, er hat meinen Kopf genommen und gegen die Wand geknallt.
01:08:55Und er hat gesagt, ich sag, wenn's vorbei ist.
01:08:58War das der genaue Wortlaut?
01:09:01Er hat mir nach heiden Angst eingejagt.
01:09:04Er war so unglaublich wütend.
01:09:07Er hat mich festgehalten, aber ich habe mich losmachen können und bin dann weg.
01:09:13Warum haben Sie diesen Übergriff nicht zur Anzeige gebracht?
01:09:17Und dann?
01:09:19Das alles hier?
01:09:21Es passiert sowieso nichts.
01:09:22Nein, danke.
01:09:24Aber jetzt sitzen Sie trotzdem hier.
01:09:27Warum?
01:09:31Ich habe sie im Fernsehen gesehen und ich dachte, wenn ich mutiger gewesen wäre,
01:09:38vielleicht wäre ihr das Ganze hier erspart geblieben.
01:09:45Gut.
01:09:47Dann lassen Sie uns alles noch mal durchgehen.
01:09:59Bist du ich?
01:10:01Ich wollte Sie nur daran erinnern, dass sich auch bei mir ein Geständnis strafmildernd auswirkt.
01:10:15Was stellen Sie sich denn vor?
01:10:19Die schwere Vergewaltigung könnte man auch als einfache Vergewaltigung werten.
01:10:22Geständnis strafmildernd.
01:10:23Das ist ein insolkheres Angebot?
01:10:24Es ist eine Tür, durch die man gehen kann.
01:10:25Was will ich denn bitte schön bestehen?
01:10:26Sie sollen mich hier rausholen, dafür bezahle ich Sie schließlich.
01:10:27Die Zeugin hat soeben ihre Glaubwürdigkeit zerstört.
01:10:28Ich bin Anwältin, zaubern kann ich nicht.
01:10:29Warum taucht die überhaupt hier auf?
01:10:30Georg hat mir fest zugesagt, dass diese Frau nie vor Gericht erscheint.
01:10:31Was?
01:10:32Ich gehe auf gar keinen Fall zurück in den Knast.
01:10:33Vorher knall ich mir eine Kugel in den Kopf.
01:10:34Was?
01:10:35Ich gehe auf gar keinen Fall zurück in den Knast.
01:10:36Vorher knall ich mir eine Kugel in den Kopf.
01:10:38Hallo?
01:10:39Hallo?
01:10:40Hallo?
01:10:41Was ist das?
01:10:42Ich bin hier in den Knast.
01:10:43Ich bin hier in die Glaubwürdigkeit zerstört.
01:10:44Ich bin Anwältin, zaubern kann ich nicht.
01:10:46Warum taucht die überhaupt hier auf?
01:10:47Georg hat mir fest zugesagt, dass diese Frau nie vor Gericht erscheint.
01:10:49Was?
01:10:50Ich gehe auf gar keinen Fall zurück in den Knast.
01:10:51Vorher knall ich mir eine Kugel in den Kopf.
01:10:54Hallo?
01:11:05André?
01:11:08Ich hab Hallo gesagt.
01:11:11Ja. Hallo.
01:11:14Warum hast du deine Jacke an? Ist dir kalt?
01:11:18Weil ich gleich gehe.
01:11:20Echt?
01:11:21Ich hab gedacht, wir kochen vielleicht was.
01:11:27Gemeinsam.
01:11:35Ich bin ständig wütend auf dich.
01:11:38Und dann bin ich wütend auf mich.
01:11:41Ich will aber nicht mehr wütend sein.
01:11:45Weißt du, wir sind einfach nicht mehr die Leute, die wir mal sein wollten.
01:11:48Aber das kriegen wir doch wieder hin.
01:11:54Sieh nur mal vom Uni-Gästehaus.
01:12:18Entschuldige, ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte.
01:12:27Tja, bin ich gut gelaufen heute, was?
01:12:33Tut mir leid. Ich hätte dich warnen müssen.
01:12:36Du hast Annette Hollenkamp im Hotel getroffen.
01:12:41Warum?
01:12:43Komm.
01:12:45Ist egal, ist passiert.
01:12:47Lass uns lieber zusehen, wie wir den Karren wieder flott kriegen.
01:12:51Hast du ihr Geld geboten, damit sie nicht aussagt?
01:12:53Ich hab ihr nur klargemacht, dass es keine Aussageverpflichtung gibt.
01:12:56Konnte ich denn ahnen, dass sie plötzlich doch noch einen Moralischen kriegt?
01:13:00Die Kanzlei Sänger kauft also neuerdings Zeugen.
01:13:02Bitte, Eva.
01:13:04Dann spiel hier nicht die Unschuld voneinander.
01:13:06Womit verdienen wir denn unser Geld?
01:13:08Doch nicht mit Vergewaltigung.
01:13:10Wir verdienen es mit den öden, aber sehr einträglichen Wirtschaftsprozessen,
01:13:13die dich so langweilen.
01:13:15Weil ich Freunde wie Lamberg hab.
01:13:16Und wenn man wieder irgendeine Tippse meint, sie müsste ihm eins auswischen, dann helf ich ihm.
01:13:22Hast du gerade mal wieder gesagt?
01:13:24Keine Angst.
01:13:25Keine von denen wird vor Gericht auftauchen.
01:13:28Wie viele?
01:13:30Das ist irrelevant.
01:13:31Georg?
01:13:33Drei.
01:13:35Kleinkram, Jahre her.
01:13:37Alle wollen den Boss pimpern und wenn's dann schief geht, dann schreien sie sexuelle Belästigung.
01:13:41Deshalb wolltest du ihn nicht verteidigen.
01:13:43Nicht, weil er dein Freund ist, sondern weil du zu viel über ihn weißt.
01:13:47Weil du sein kleiner Ausputzer bist.
01:13:50Eva, wir können nicht nur nette Menschen verteidigen.
01:13:53Lamberg ist ein Schmierlappen, ein Weiberheld.
01:13:56Heißt noch lange nicht, dass das war.
01:13:58So, und jetzt lass uns bitte ernsthaft miteinander reden.
01:14:01Wir können diesen Fall immer noch gewinnen.
01:14:03Vielleicht will ich das gar nicht mehr.
01:14:13Well, ihr könnt ihr das nicht mehr damit doppelt.
01:14:15Und du musst ihr goal lauter symmetrical, was schwer ver científict.
01:14:17Ichuccine die Mehrheit.
01:14:19Und ich course auch nicht.
01:14:24Aber wir wollen www.denken.de
01:14:26D connissen?
01:14:28Jenga?
01:14:31Ich komme aus, poverty, wir können uns dépliessen nochmal rotten,
01:14:33du deine Inneren wurden benutzen.
01:14:35Ich so lange nicht dirōn.
01:14:36Ich gehe dich auf, woher du das Phiskihler warst,
01:14:37und es leer sind wirklich lemonade.
01:14:38Frau Koch?
01:14:48Ich weiß, ich sollte nicht hier sein, aber ich wusste nicht, wohin.
01:14:53Ist irgendwas mit Frau Lamberg?
01:14:55Ja. Nein, es geht um diese 62 Minuten.
01:15:00Was?
01:15:02In der Nacht nach Sandras Anruf. Die Verteidigerin hatte recht.
01:15:06Ich habe 62 Minuten lang nichts getan.
01:15:10Und jetzt machen Sie Vorwürfe?
01:15:12Nein. Es ist...
01:15:16Kann ich vielleicht reinkommen?
01:15:22Ich habe... Ich musste das alles aufschreiben.
01:15:27Ging nicht anders.
01:15:30Es gibt einen Grund, warum ich nichts getan habe.
01:15:36Ich weiß nicht, Mensch.
01:15:37Ich bin einfach verbreitet.
01:15:39Ich bin einfach allein.
01:15:42Ich bin einfach...
01:15:47Ich bin einfach hier.
01:15:48Ich bin einfach hier.
01:15:50Ich bin einfach hier.
01:15:52Ich bin einfach hier.
01:15:53Ich bin einfach hier.
01:15:54Da bin einfach hier, wo ich das denn rausgeочки 부러komme ist.
01:15:58Ich bin einfach hier auch.
01:16:01Ich bin einfach hier.
01:16:01Guten Abend.
01:16:22Setzen Sie sich.
01:16:28Was ist das?
01:16:39Schauen Sie rein?
01:16:43Ist es relevant?
01:16:46Um das zu wissen, müssen Sie es aufmachen und lesen.
01:16:54Gut, ich erzähle es Ihnen.
01:16:58Im Sommer vor zwei Jahren klingelt bei Hanni Koch das Telefon.
01:17:02Sandra Lamberg ist dran, bittet Sie sofort zu kommen.
01:17:06Hanni Koch fährt also hin.
01:17:08Sandra Lamberg öffnet die Tür.
01:17:11Ihr Kleid ist zerrissen, sie blutet, hat überall blaue Flecken.
01:17:15Und im Haus ein totales Durcheinander.
01:17:17In der Küche Blut.
01:17:19Und Sandra Lamberg fängt an zu weinen und erzählt,
01:17:21ihr Mann habe sie vor einer Stunde gegen den Küchenblock geknallt,
01:17:24geschlagen und vergewaltigt.
01:17:28Hanni Koch ruft ihren Mann an, Robert.
01:17:31Der ist gerade auf einer Messe in London.
01:17:34Ohne ihm zu sagen, worum es geht, bittet Sie ihn sofort nach Hause zu kommen.
01:17:38Und er sagt, ich kann hier nicht weg, Werner braucht mich hier.
01:17:41Wie sich nämlich herausstellt, sind Robert Koch und Werner Lamberg gemeinsam in London.
01:17:46Und von der Stunde, da hatten sie gerade gemeinsam eine Pressekonferenz gegeben.
01:17:50Hanni Koch ist nach Hause gefahren.
01:17:53Sie hat weder mit ihrem Mann noch mit Sandra Lamberg je wieder über diesen Vorfall gesprochen.
01:17:58Und jetzt wissen Sie, warum Frau Koch nach dem Anruf am 7. April 62 Minuten lang nichts unternommen hat?
01:18:05Sie hat ihr nicht geglaubt.
01:18:08Sie glaubt, Sandra Lamberg ist der unglücklichste Mensch der Welt.
01:18:11Und dass jemand sie schlägt und wie Dreck behandelt.
01:18:14Und dass er sie vielleicht wirklich mal vergewaltigt hat.
01:18:17Aber nicht in dieser Nacht.
01:18:20Sie wollte ihr helfen mit ihrer Aussage?
01:18:23Bis Sie kamen nur nach den 62 Minuten, fragten.
01:18:26Herzlichen Glückwunsch.
01:18:30Sie sind eine ziemlich gute Verteidigerin.
01:18:34Und was jetzt?
01:18:38Sie sagen artig Danke und bringen das da vor Gericht.
01:18:43Sie bekommen neues Gutachten und erledigen mit dieser Geschichte die Glaubwürdigkeit von Sandra Lamberg.
01:18:49Und Lamberg geht als freier Mann nach Hause.
01:18:52Aber vielleicht hat sie diesmal nicht gelogen.
01:18:54Ja, vielleicht.
01:18:56Vielleicht ja, vielleicht nein.
01:18:58Als Richterin bleibt mir gar keine Wahl.
01:19:02Wir haben einen Angeklagten, dem man alles zutraut, aber nichts beweisen kann.
01:19:06Und wir haben eine Zeugin, der man gerne glauben würde, aber nicht mehr glauben darf.
01:19:10Im Zweifel für den Angeklagten.
01:19:13Und Sie und ich, wir werden nie erfahren, was am 7. April geschah.
01:19:23Wenn Sie auch noch was wollen, müssen Sie sich ranhalten.
01:19:26Warum sind Sie damit zu mir gekommen?
01:19:28Ich glaube, ich wollte es hinter mich bringen, Ihren Triumph miterleben zu müssen.
01:19:41Da muss ich Sie enttäuschen.
01:19:43Sie gefährden mein Weltbild.
01:19:47So, ich geh jetzt nach Hause.
01:19:51Wenn Sie irgendjemand erzählen, dass ich hier war,
01:19:54haben Ihre Kollegen nie mehr Angst vor mir.
01:19:58Wiedersehen, Frau Hartmann.
01:20:03Na?
01:20:13Ja.
01:20:38Und jetzt?
01:20:39Was meinen Sie?
01:20:44Ja.
01:20:46War es oder war es nicht?
01:20:51Sagen Sie es mir.
01:20:53Ich?
01:20:56Wieso ich?
01:21:00Ich bin Anwalt. Was interessiert mich? Die Wahrheit.
01:21:05Ihnen steht eine große Zukunft bevor.
01:21:07Ich hatte eine gute Lehrerin.
01:21:13Wir sollten wir feiern.
01:21:24Lassen wir es krachen.
01:21:25Ich bin Anwalt.
01:21:26Ich bin Anwalt.
01:21:28Ich bin Anwalt.
01:21:30Ich bin Anwalt.
01:21:31Amen.
01:22:01Amen.
01:22:31Glauben Sie eigentlich, ich würde mir das alles hier antun, wenn es nicht wirklich passiert wäre?
01:22:49Es gehört zu meinem Beruf, auch das für möglich zu halten.
01:22:56Es tut mir leid, das meine ich wirklich so.
01:23:05Wir fahren fort in der Strafsache Lamberg. Gibt es irgendwelche neuen Anträge?
01:23:23Von Seiten der Staatsanwaltschaft keine neuen Anträge. Von uns auch nicht, danke.
01:23:30Die Verteidigung?
01:23:33Frau Hartmann?
01:23:42Ich möchte das hier zur Akte erreichen und beantrage die erneute Vernehmung der Zeugin Koch.
01:23:48Ich möchte das hier zur Akte erreichen und beantrage die erneute Vernehmung der Zeugin Koch.
01:24:00Die Verteidigung der Zeugin Koch.
01:24:18Wir freuen uns mit Herrn Lamberg über den Freispruch
01:24:46und seine Rehabilitierung.
01:24:48Und wir wünschen ihm, dass er nun auch die immensen menschlichen Verletzungen gut verarbeiten wird.
01:24:55Dankeschön.
01:25:16Okay.
01:25:45Tu wenigstens so, als wärst du überrascht.
01:25:48Ich bin überrascht.
01:25:51Bist du nicht?
01:25:53Doch. Bin ich. Wirklich.
01:25:57Das sagst du nur so.
01:25:59Nein, André. Da irrst du dich.
01:26:03Ich irre mich.
01:26:06Und wer entscheidet das? Du wieder?
01:26:08Ja. Allerdings.
01:26:12Ja, wunderbar. Dann ist alles gut.
01:26:24Bleibst du jetzt? Oder ist das nur so?
01:26:32Ich bin noch da.
01:26:48Gut.
01:26:49Gut.
01:26:50Gut, ich merke mich.
01:26:51Alle rein in die gute Stube.
01:26:53Und? Bist du dabei?
01:26:54Nein, danke.
01:26:55Stimmt. Sie ist ja die Notärztin.
01:26:57Hören Sie, vielen Dank. Sie wissen ja, mein Angebot steht.
01:27:04Auf Wiedersehen.
01:27:06Und wir sehen uns morgen. In Berlin. In alter Frösche.
01:27:16Untertitelung des ZDF, 2020
01:27:30Untertitelung des ZDF, 2020
01:28:00Untertitelung des ZDF, 2020
01:28:30Untertitelung des ZDF, 2020
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