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  • 9 months ago

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Transcript
00:00Sturm Dienst im Nationalsozialistischen Fliegerchor ist Sturm Dienst am Gerät.
00:30Der Werkstattdienst der Stürme verfolgt doppelten Zweck. Erstens Reparaturen und Neubauten für den eigenen Flugbetrieb.
00:37Zweitens Heranbildung tüchtiger Nachwuchses für einen jungen, wichtigen Berufszweig, den Fliegerhandwerker.
00:44Alljährlich tragen die handwerklich besten Sturmmänner einen Wettkampf aus.
00:48Jede Gruppe stellt aus ihrem Bereich eine Mannschaft, bestehend aus einem Führer und sechs Mann.
00:54In Berlin treffen sich alle Mannschaften und begeben sich in geschlossenem Transport nach Königsberg, dem Austragungsort für den Fliegerhandwerkerwettbewerb 1938.
01:06In der Schlagretterhalle zu Königsberg ist für den Wettbewerb alles vorbereitet.
01:11Die Mannschaften begeben sich zur Eröffnung dorthin.
01:14Auch die Flieger-HJ, deren fachliche Ausbildung durch das Fliegerchor geschieht, nimmt innerhalb einiger Mannschaften am Wettkampf teil.
01:24Gauleiter Koch eröffnet den Wettbewerb.
01:36Und nun verkündet Sturmbannführer Anders die Aufgaben.
01:40Für das Gleitflugzeug Zögling 38 ist von jeder Mannschaft zu bauen.
01:44Eine Drahtfläche, das Querruder hierzu, eine Handsteuerung, eine Fußsteuerung.
01:54Die Halle ist in 16 gleich große Boxen aufgeteilt.
01:59Jede mit gleichen Werkzeugmaschinen und gleich gut eingerichteten Werkzeugschränken.
02:09Die Sirene ertönt, der Wettbewerb beginnt.
02:13Richtige Arbeitsaufteilung durch die Mannschaftsführer ist ausschlaggebend.
02:16Materialzettel sind auszuschreiben und schon geht's ans zum Schneiden.
02:20Auf langen Boden wird die Schablone für die Flächenholme hergerichtet.
02:24Jeder einzelne Mann hat schon seine Aufgabe und ist voll damit beschäftigt.
02:38Halt! So schneidet man kein Sperrholz.
02:41Das Blatt steht zu weit heraus.
02:43Das Holz kann einreißen.
02:47Wettbewerbseifer.
02:48So ist's richtig.
02:50Gut geleitetes Arbeitstempo.
03:01Schon sind die ersten Rippen fertig und können aus der Schablone genommen werden.
03:05Auch die Holme sind nicht geleimt und werden nur noch gehobelt.
03:31Sehr sorgfältig, damit kein Untermass entsteht.
03:36Zur Beurteilung der fertiggestellten Arbeitsstücke ist eine technische Überwachung eingesetzt.
03:41Sie bewertet Frau und Mannschaft bei der Arbeit die Ordnung ihrer Werkstatt, die Wartung der Werkzeuge.
03:46Fertige Werkstücke sind vor dir abzunehmen.
03:49Ob Maße und Winkel stimmen?
03:56Leichte Verdrehung der Holme lässt erkennen, ob die Leimung hält.
04:01Nägel und Schrauben dürfen nicht verwandt werden.
04:11Alles in Ordnung.
04:13Steppte drauf.
04:14Holme und Rippen können zusammengebaut werden.
04:16Vorsichtig werden die Rippen auf die Holme geschoben und auf richtigen Abstand gebracht.
04:25Untertitelung des ZDF für funk, 2017
04:55Hand in Hand mit den Holzarbeiten müssen die Metallarbeiten vor sich gehen.
05:11Auf Blechtafeln werden die Beschläge angerissen, dann ausgeschnitten und gebohrt.
05:17Untertitelung des ZDF für funk, 2017
05:47Nun kann es ans Schweißen gehen.
06:02Schweißen ist Vertrauenssache.
06:04Wenige können es richtig.
06:05Eine sichere Hand gehört schon dazu.
06:07Besonders, wenn es sich um die Verbindung dünner Fläche und dünnwanniger Stahlrohre handelt.
06:11Halt, das kann verbrennen.
06:17Das Graschemisch stimmt nicht.
06:19Zu viel Sauerstoff.
06:23Fläschen bilden sich und schlacken.
06:25Ein solcher Beschlag kann nicht eingebaut werden.
06:27Noch den letzten Schlick und der Beschlag ist zur Abnahme fertig.
06:45Na, noch nicht so ganz.
06:47So, nun stimmt's.
07:02Der Chorführer Generalleutern Christiansen besucht den Wettbewerb, um sich selbst von den Leistungen seiner Männer zu überzeugen.
07:22Eingehend informiert er sich über den Stand der Arbeiten.
07:25Der Mannschaftsführer erstattet Bericht.
07:27Von Grund auf ist der Chorführer mit all diesen Dingen vertraut.
07:50Die Männer wissen das und freuen sich, ihm sachkundige Auskunft geben zu können.
07:57Weiter so.
08:07Beim Jungvolk beginnt der Weg des flugbegeisterten Jungen.
08:11Hier basteln sie, betreut von Fachkräften des Fliegerchors, ihre ersten Modelle.
08:16Auch in der Schlageterhalle haben sich die Jungen einen Stand gebaut,
08:19in dem sie den Besuchern die Modelle und ihre Bauweise zeigen.
08:22Mit Begeisterung blicken sie zum Chorführer auf, der sie hier besucht.
08:27Sie wissen ja auch, dass er viel für sie übrig hat.
08:36Ein Schwingenflugzeug.
08:38Ein absolut flugfähiges Modell, dessen Leistungen beim Modellflugwettbewerben Aufsehen erregte.
08:43Auf- und abschlagende Schwingen an den Flächenenden erzeugen den Vor- und Auftreten.
08:48Untertitelung des ZDF für funk, 2017
09:18Weiter geht unterdessen die Arbeit des Wettbewerbs.
09:33Die Zeit drängt und viel ist noch zu tun.
09:36Steuerseile und Tragkabel müssen durch Spleißen mit den Konstruktionselementen verbunden werden.
09:42Es ist kein Kunststück, aber aufpassen muss man dabei.
09:44Die Rippen sind auf die Holme geschoben und nun geht es an die vielen Kleinarbeiten an der Tragfläche.
10:13Zinken und Zapfen, wie der Tischler es kennt, gibt es nicht im Segelflugzeugbau.
10:18Durch stumpfes Zusammenleimen mit zweckmäßiger Verbindung durch Sperrholzecken wird der Verband geschaffen.
10:23Zwingen und Klammern erzeugen den notwendigen Pressdrucken.
10:26Weitere Beschläge sind fertig und werden angebracht.
10:54Überstehende Schraubenenden werden vorsichtig, ohne den Holm zu beschädigen, abgesägt und klapp gefeiert.
11:00Die Diagonalen sind eingezogen und werden durch Leinenband mit den Rippen verbunden.
11:26So wird die Festigkeit größer und ein Abknicken der Diagonalen bei größerer Beanspruchung vermieden.
11:32Untertitelung des ZDF für funk, 2017
12:02Das Querruder, eine der Aufgaben, ist fertig und wird nun sorgfältig eingepasst.
12:13Spielend leicht müssen die Ruder gehen.
12:32Sie dürfen keine große Reibung haben.
12:34Nun muss noch die Flächennase mit Sperrholz beplankt werden.
12:38Wo keine Zwingen zum Pressen der Leimungen angebracht werden können, werden Nagelleisten verwandt.
12:43Sitzt die Leimung, nimmt man die Leisten wieder ab.
12:45Die letzten Schlosserarbeiten sind nun fertig.
12:56Die einzelnen Stücke erhalten einen Überzug von Rostschutzlack, dann werden sie montiert.
13:02Hier das Handsteuer zur Betätigung von Höhensteuer und Querruder.
13:06Leicht und gängig, wie das Handsteuer, bewegt sich auch das Fußsteuer, das das Seitenruder betätigt.
13:16Die letzten Stunden des arbeitsreichen Wettbewerbs kommen heran.
13:34Fieberhaft geht es jetzt ans Bespannen der Fläche, die zuvor im Rohbau abgenommen ist.
13:38Mit Klebelack wird der Stoff an den Holzteilen der Flächennase befestigt und über die Fläche bis zur Endleiste an der Hinterkante gezogen.
13:46Die fertig bespannte Fläche erhält mehrmaligen Spannlackanstrich.
13:50Damit ist sie in letzter Minute fertig geworden.
13:53Die Sirene ertönt und das Ende des siebentägigen erlebnisreichen Wettbewerbs ist gekommen.
13:58Sorgfältig werden die Ergebnisse der von der technischen Überwachung immer wieder vorgenommenen Kontrollen zusammengestellt.
14:12So ergibt sich die Schlussbewertung aus Einzelleistung und Mannschaftsleistung.
14:19Nicht alle konnten es schaffen.
14:28Als Sieger ging aus diesem schönen Wettbewerb hervor die Mannschaft der Gruppe 1.
14:36Mit Freude und berechtigtem Stolz nimmt der Mannschaftsführer die höchste Auszeichnung des Pflegerkors entgegen.
14:43Die goldene Plakette des Chorführers.
14:50Vorbei ist der Wettbewerb.
14:51Die Teilnehmer kehren zurück in ihre Stürme und es geht wieder zum gewohnten Dienst, zum Sturmdienst am Gerät.
14:58Hinaus ins Fluggelände zum Flugdienst.
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