00:00Heinz-Christian Strache muss sich wohl ein weiteres Mal vor Gericht verantworten.
00:05Die Staatsanwaltschaft Wien hat beim Straflandesgericht eine Anklageschrift
00:09wegen Untreue gegen den ehemaligen FPÖ-Obmann und Vizekanzler eingebracht.
00:14Er soll versucht haben, sich die Prämie einer Lebensversicherung in Höhe von mehr als 300.000 Euro anzueignen,
00:21welche die FPÖ Wien für ihn abgeschlossen hatte, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Staatsanwaltschaft.
00:27Neben Strache ist noch eine weitere Person angeklagt.
00:31Die FPÖ Wien hatte im Jahr 2007 eine Lebensversicherung auf zehn Jahre abgeschlossen.
00:37Als versicherte Person wurde Strache als Landesparteiobmann eingesetzt.
00:41Im Falle seines Ablebens sollte seine Familie abgesichert werden.
00:45Im Erlebensfall war die FPÖ Wien bezugsberechtigt.
00:49Im Jahr 2014 ließen laut Staatsanwaltschaft Strache und der ebenfalls angeklagte Parteikollege,
00:54ohne das in einem Parteigremium zu besprechen oder zu beschließen,
00:58von einem Rechtsanwalt eine Vereinbarung zwischen der Partei und Strache erstellen,
01:02wonach dieser auch im Erlebensfall Bezugsberechtigter der Prämie sein sollte.
01:07Strache wird laut Anklage weiters zur Last gelegt, auch nach seinem Rücktritt wiederholt versucht zu haben,
01:13Mitglieder der FPÖ Wien dazu zu bestimmen, die Auszahlung der Versicherungsprämie an ihn zu veranlassen.
01:18Ihm wird jeweils das Verbrechen der Versuchten und Treue zur Last gelegt.
01:23Die Strafdrohung dafür lautet ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe.
01:27Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.
Kommentare