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  • 3 months ago
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00:00You might be interested in what Von Sternek is next to it.
00:03He wants to buy a old wine collection from a place.
00:06It's all rare.
00:08What do you do with it?
00:09I set the contracts up.
00:10Hello, Julien.
00:12Oh my God.
00:14Hello, Mama.
00:17Mama, do you want to fight forever?
00:30I'm worn and painted by the sun, and it's in my eyes, and it's in my eyes.
00:38Caught by the rapture of the dawn, and a restless sky, and a restless sky.
00:47This is my life.
00:51This is the way to find my own.
00:55This is my life.
00:57This is the world where I belong.
01:04I'm rolling on, I'm rolling on.
01:18Herr Andersson.
01:19Herr Venita Flick entschied. Ich hoffe, Sie hatten einen angenehmen Flug.
01:22Ja, dankeschön.
01:23Ich arbeite für das Hotel Drei Könige.
01:25Ihre Verabredung lässt sich entschuldigen, aber Sie werden dann ja später im Hotel treffen.
01:30Okay.
01:36Gunther, was machst du denn hier?
01:39Das wollte ich von dir wissen, Benita.
01:41Ich arbeite.
01:43Für das Drei Könige, für Rainer Christiansen oder für dich allein?
01:46Lass uns das bitte nicht vor dem Gast besprechen.
01:50Ich komme gleich wieder.
01:53Die Lackfrau verzögert sich einen Moment. Sie springen Sie zum Wagen, wo Sie warten können.
01:57Danke.
01:58Am besten überprüfe ich gleich die gesamte Weinsammlung. Dann hätte Ihr Mandant Sicherheit.
02:08Da sagt Herr von Sternig bestimmt nicht nein. Ich melde mich gleich bei ihm.
02:12Und du bist sicher, die Weine könnten gefälscht sein?
02:14Ja.
02:15Weinraritäten sind Spekulationsobjekte.
02:18Und wenn es um viel Geld geht, dann wird auch gern getrickst.
02:21Bitte nicht der nächste Betrugsfall. Könnten Sie das bitte überprüfen, bevor ich die Verträge aufsetze?
02:25Dann wäre ich Ihnen sehr dankbar.
02:27Mach dir keine Sorgen. Frike macht das gern. Alte Weine sind genau hier dicht.
02:32Das stimmt.
02:36Gibt's bestimmte Schwerpunkte der Sammlung?
02:38Jahrgänge, Anbaugebiete, Winter?
02:42Weiß ich nicht.
02:44Gibt's da Auflistung?
02:45Die kann ich mir mailen lassen.
02:46Soll ich mich vielleicht darum kümmern?
02:48Wenn Sie möchten, gern.
02:49Äh, aber nicht mehr heute, ja?
02:52Warum?
02:53Weil wir heute unseren gemeinsamen Freienvormittag haben und den eigentlich zusammengeniesen wollten.
02:59Mir kann völlig recht, es reicht, wenn Sie sich die Unterlagen morgen anschauen.
03:04Hm.
03:05Aber wenn wir zu lange warten, dann schnappt Herrn von Sternig vielleicht jemand anders die Sammlung weg.
03:09Du siehst, du hättest keine bessere Unterstützung finden können.
03:12Den Eindruck hab ich auch.
03:15Komm, und wir haben doch noch so viel Zeit zusammen.
03:17Mit meinem quasi überweinen hätte ich dich sowieso nur genervt.
03:20Hm.
03:21Dein Wort in Gottes Ruhe.
03:23Mhm.
03:25Na gut, ich hab sowieso keine Weinen.
03:29Ich geh ins Hotel, ja? Wir sehen uns nachher.
03:31Okay.
03:32Ich versteh das nicht.
03:33Warum bist du nicht auf Sardinien? Was ist passiert?
03:34Was hast du mit Rainer Christiansen zu tun?
03:35Wovon redest du?
03:36Jetzt hör auf mit diesem Theater. Du wurdest hier mit dem Ex von Vera Christiansen gesehen.
03:37Von wem?
03:38Lenk nicht ab.
03:39Ich hab wohl ein Recht zu erfahren, wer so einen Blödsinn behauptet.
03:40Merle hat euch gesehen.
03:41Aha.
03:42Dann ist dir alles klar.
03:43Was hast du hier auf dem Flugplatz zu tun?
03:44Ich mache meinen Job hier. Ich betreue die VIP-Gäste deines Hotels.
03:46Ach.
03:47Hat der Andersen ein Zimmer im Drei Könige gebucht?
03:48Eine Suite.
03:49Ja.
03:50Wovon redest du?
03:51Jetzt hör auf mit diesem Theater. Du wurdest hier mit dem Ex von Vera Christiansen gesehen.
03:54Von wem?
03:55Lenk nicht ab.
03:56Ich hab wohl ein Recht zu erfahren, wer so einen Blödsinn behauptet.
03:59Merle hat euch gesehen.
04:01Aha.
04:02Dann ist dir alles klar.
04:04Was hast du hier auf dem Flugplatz zu tun?
04:07Ich mache meinen Job hier. Ich betreue die VIP-Gäste deines Hotels.
04:12Ach.
04:13Hat der Andersen ein Zimmer im Drei Könige gebucht?
04:15Eine Suite.
04:16Und jetzt lasse ich unseren Gast nicht mehr länger warten. Ciao.
04:21Unser Gespräch ist noch nicht beendet.
04:27Wenn der Herr eingecheckt hat, möchte ich dich in meinem Büro sehen.
04:32Natürlich, Chef.
04:46Ja.
04:51Komm doch her und frühstück mit uns.
04:53Ja.
04:54Ich krieg keinen Biss noch runter.
04:55Wenn ich mir vorstelle, dass dieser Mistkerl, dass Rainer davon kommt.
05:00Wir gehen zur Polizei und dann landet er endlich im Gefängnis.
05:04Und wenn ich ihn an den Haaren dahin schleifen muss.
05:07Oh.
05:08Oh.
05:09Moin.
05:10Moin.
05:11Kaffee?
05:12Haltet euch nicht zurück.
05:14Ja.
05:15Ich kann ja verstehen, dass ihr sauer seid.
05:18Wie geht's dir?
05:21Ich schäme mich dafür, was mein Vater getan hat.
05:24Ariane.
05:25Das musst du nicht.
05:27Mein Vater ist kriminell.
05:29Er hat sogar euch bestohlen.
05:32Das war allein seine Verantwortung.
05:34Das macht es nicht besser.
05:37Wir können nur hoffen, dass er irgendwann wieder auftaucht.
05:40Hast du eine Ahnung, wo er stecken könnte?
05:42Na, weit wird er nicht gekommen sein, ohne Geld.
05:49Ich hab den Schlüssel von Merle bekommen,
05:50fürs Ferienhaus an der Mürnze.
05:53Warum? Das ist aber lieb von mir.
05:57Ich... ich hab die ganze Nacht kein Auge zugetan.
05:59Ich... ich... ich leg mich noch mal schnell hin.
06:04Hm.
06:10Ich glaub, Papa zieht sein Studium trotzdem durch.
06:13Parallel?
06:14Zu seiner Stelle als Umweltdezernent?
06:16Wie soll denn das gehen?
06:18Naja, er muss sich halt seine Zeit sinnvoll einteilen.
06:21Ja, ich bitte dich.
06:22Da wird doch irgendetwas auf der Strecke bleiben, Mama.
06:27Ja, ich weiß schon, was du sagen willst.
06:29Doch, ja?
06:31Halte dich aus Thomas' Leben aus.
06:34Papa muss doch selbst entscheiden, was für ihn der richtige Weg ist.
06:37Ja, schon. Aber es ist dieses Hin und Her, das mich verrückt macht.
06:41Ach, ja und, aber er hat doch trotzdem unsere Unterstützung verdient.
06:46Wie läuft's denn bei dir? Hast du dich eingewölbt?
06:49Ja, es macht Spaß. Mehr als ich dachte.
06:51Ja? Ja, schön.
06:53Das Familiendezernat vergibt einen Preis.
06:55Gesucht ist ein Lüneburger Paar, das sich sozial engagiert, beruflich erfolgreich ist und bei allen den Humor nicht verloren hat.
07:03Wir nennen es das Heidepaar 2013.
07:05Ja, da kannst du dich mit deinem Sönke gleich selbst bewärmen.
07:08Unsel.
07:09Hallo.
07:10Hallo.
07:11Hallo.
07:12Hallo.
07:13Hallo.
07:14Ich gratuliere, das finde ich wunderbar, dass Sie neben ihrer ganzen Arbeit noch Zeit für eine gemeinsame Tasse Kaffee finden.
07:22Es wird sogar ein gemeinsames Frühstück.
07:24Oh.
07:25Ja, es gibt was zu feiern.
07:27Britta wird wieder Oberärztin und zwar hier in Lüneburg.
07:30Ja, bravo.
07:31Es wird aber auch Zeit, dass die Krankenhausleitung endlich zur Besinnung kommt.
07:37Ja.
07:38Glückwunsch, du hast ja die Beförderung rechtlich verdient.
07:40Danke.
07:42Also bitte, Junichen.
07:44Da hast du dein Heidepaar 2013.
07:49Heidepaar?
07:50Die Stadt sucht das Powerpaar des Jahres.
07:53Was?
07:54Ja, das ist nett gemeint.
07:56Äh, nee.
07:57Ich glaub nicht.
07:58Nein, wir werden beide genug um die Ohren.
08:00Hm?
08:01Oder?
08:02Britta?
08:04Geben Sie sich einen Ruck.
08:19Der Schlüssel ist weg.
08:21Was machst du denn hier?
08:22Ich hab dich gesucht.
08:23Ja?
08:24Darf ich?
08:25Ja.
08:26So.
08:27Alles klar, bei dir?
08:28Ja, ich bin nur müde.
08:29Also, wenn du etwas loswerden willst, ja?
08:30Es bleibt unter uns.
08:32Wie kommst du darauf?
08:33Ja?
08:34Ja.
08:35Ja.
08:36Ja.
08:37Ja.
08:38Ja.
08:39Ja.
08:40Ja.
08:41Ja.
08:42Ja.
08:43Ja.
08:44Ja.
08:45Ja.
08:46Ja.
08:47Ich hab' den Eindruck, dass dich etwas belastet.
08:49Jaавlli.
08:50Ja, ich hab' den Eindruck, dass dich etwas belastet.
08:53Mir geht's gut.
08:54Du hattest viel Stress die, letzte Zeit.
08:56Ja.
08:57Die Werkstatt, Robin, und jetzt ist dein Vater auch verschwunden.
09:02Also für den Fall, dass er Kontakt mit dir aufnimmt.
09:05Er hat sich nicht gemeldet.
09:07Ich will nur, dass du weißt, dass du mit deinem Kummer nicht allein bist.
09:18Und wann es?
09:20Ja.
09:24Nichts. Danke.
09:29Dann ruhe dich jetzt aus.
09:32Papa, ich habe dir ein paar Unterlagen aus dem Rathaus mitgebracht zum Einlesen.
09:56Nächste Woche warten schon ein paar wichtige Sitzungen auf dich.
09:58Ja, danke.
09:59Ja, was machst du denn hier? Sortierst du deine Studienunterlagen aus?
10:02Ich kümmere mich um die Sanierung des Hanebittlersees.
10:05Aber du bist doch gar nicht offiziell im Amt.
10:07Na und? In diesem Fall kann man sich keine Trödelei leisten.
10:11Ja. Da hast du recht. Es wurde schon viel zu viel Zeit verschwendet.
10:15Allerdings. Hast du recht. Es sind tatsächlich Studienunterlagen. Ich suche nach einem geeigneten Weg, den See zu entgiften.
10:25Und? Hast du schon eine Lösung gefunden?
10:27Ich lasse einen Sanierungsbrunnen installieren. Und der Boden muss teilweise abgetragen werden. Dort, wo die Konzentration des Endosulfans am höchsten ist.
10:37Wird das teuer?
10:39Ja, ich hoffe, ich stoße im Rathaus nicht auf Gegenwehr.
10:42Na, wenn das die einzige Möglichkeit ist.
10:44Das Endosulfan baut sich mit der Zeit von alleine ab. Wir könnten einige denken, das warten wir einfach ab.
10:51Aber das machst du nicht mit.
10:53Auf keinen Fall. Dieses Gift schädigt die Fortpflanzungsfähigkeit von Mensch und Tier. Föten leiden stark unter Entwicklungsschäden.
11:00Also, es wäre komplett unverantwortlich, den See nicht sofort zu so...
11:05Jule, ich meine es ernst.
11:08Ja, ja, ja. Ich freue mich ja nur, dass jetzt offensichtlich der Richtige das Umweltdezernat leitet.
11:13Erzähl das mal deiner Oma.
11:14Habe ich schon. Ich glaube, sie hat im ersten Moment einfach nur überreagiert.
11:18Ja, das wäre schön. Ich will mich mit deiner Großmutter nicht streiten. Das Amt ist einfach zu wichtig, um es in falsche Hände zu geben.
11:28Das finde ich auch.
11:35Hey, ich dachte, du hast erst ab Mittagsdienst.
11:38Ja, ja, ja, aber ich dachte mir, ich nutze jede freie Minute, bevor Herr Flickenschild nach Sardine abreißt.
11:43Aha.
11:45Ja, ich wundere mich nur, weil du und Rieke, ihr habt euch doch extra freigenommen.
11:48Ach so, war das eigentlich geplant.
11:51Habt ihr euch gestern gestritten?
11:52Nein, nein, der Ausflug an die Mühre ist zwar echt schön.
11:55Aber?
11:56Aber Herr Lichtenhagen wickelt einen Weinkauf ab und Rieke will ihm dabei unbedingt helfen.
12:01Und jetzt bist du beleidigt.
12:02Nein.
12:03Nein. Ich habe mich vielleicht ein bisschen enttäuscht.
12:07Ja, sei doch froh, dass Rieke eine Leidenschaft für Weine hat. Das passt doch zu Ihrem Beruf.
12:11Ja, ja, aber es ist nur eine Leidenschaft, bei der ich völlig außen vor bin.
12:14Wenn Sie mit Ihrem Fachleitung anfängt, da verstehe ich nur noch Bahnhof.
12:17Na, da bildet sich mal ein bisschen.
12:19Du meinst, ich soll Rieke zuliebe zum Weinexperten werden?
12:21Na ja, es kann doch in keiner Partnerschaft schaden, wenn man gemeinsame Interessen hat.
12:25Denk doch mal an die Frauen, deren Männer nur Fußball im Kopf haben.
12:28Die würden doch am liebsten eine Mannschaft gründen.
12:30Ja, nach dem Motto Liebe, was du nicht ändern kannst.
12:33Ja, mein Junge.
12:38Danke, Herr Heimers.
12:42Ja.
12:43Komm, bitte rein.
12:51Was willst du von mir wissen?
12:54Was hast du mit Rainer Christiansen am Flugplatz gemacht?
12:57Nichts.
12:58Ich wollte mir den auch nur angucken, weil ich wusste, dass ich heute einen Gast abholen muss.
13:03Das ist alles.
13:05Mag sein, dass Herr Christiansen auch dort zu tun hatte, aber ich habe ihn nicht mal bemerkt.
13:10Was war das für ein Gast, den du dort abgeholt hast?
13:13Herr Andersson kommt aus Dänemark.
13:16Er ist ein VIP-Gast.
13:19Er hatte keine Reservierung im Hotel.
13:20Ich habe das gecheckt.
13:21Ja, vielleicht habe ich vergessen, sie im System einzutragen.
13:25Ich glaube dir nicht.
13:26Du hast recht, Gunter.
13:37Ich lüge dich an.
13:39Warum?
13:41Weil ich meinem Mann eine Überraschung machen wollte.
13:44Und der es nicht merken sollte.
13:46Deswegen.
13:47Was für eine Überraschung?
13:50Herr Andersson ist Bootsmakler.
13:51Ja, ich habe bei ihm für dich ein Motorboot gekauft.
13:56Was?
13:57Du hast doch nach einem gesucht für ein neues Hotel.
14:01Ich wollte dir eine Freude machen.
14:03Und das, obwohl du selbst nie wieder einen Fuß auf ein Boot setzen wolltest?
14:07Für dich hätte ich es mir anders überlegt, weil ich dich liebe, Gunter.
14:11Aber was ist aus dir geworden?
14:13Du bist voller Misstrauen.
14:16Woher hattest du das Geld für das Boot?
14:17Ich habe eine Kette für 20.000 Euro verkauft.
14:25Ein Geschenk, Lorenzos.
14:27So viel hat dein Boot gekostet.
14:31Willst du von jetzt an alles anzweifeln, was ich sage und tue, Gunter?
14:35Ich möchte gerne diesen Herrn Andersson sprechen.
14:38Sicher.
14:40Wenn du glaubst, dass es unserer Ehe hilft.
14:47Also, Jule wird in der NOZ zitiert, im Falle Dressler.
15:01Ich habe den Artikel gelesen.
15:03Der Bürgermeister kann froh sein, dass Jule dieses Thema so souverän managt.
15:08Ja.
15:08Ich wollte noch mal mit dir reden, Mama.
15:13Wegen deines neuen Jobs?
15:16Ich weiß, ich habe dir schwere Vorwürfe gemacht, weil du mich in meiner Jugend gehindert hast, Meeresbiologe zu werden.
15:23Was ich mir sehr zu Herzen genommen habe.
15:26Ja, ich weiß.
15:28Und deshalb versichere ich dir, dass ich mein Studium auch weiterhin durchziehen werde.
15:33Obwohl ich den Posten im Umweltdezernat angenommen habe.
15:36Hm. Und kriegst du das alles denn hin?
15:40Mit einem Fernstudium?
15:42Na ja, bitteschön.
15:45Bist alt genug, du musst selber wissen, was gut und richtig für dich ist.
15:51Es freut mich, dass du das so siehst.
15:53Na ja, Julchen hat mir den Kopf gewaschen.
15:57Außerdem hättest du den Posten des Umweltdezernenten nie bekommen ohne dein Studium.
16:04Hm? Es war also nicht umsonst.
16:06Und ich freue mich darauf, dass ich meine beiden Fachgebiete verbinden kann.
16:11Politik und Biologie.
16:13Du wirst sicher ein hervorragender Umweltdezernent.
16:19Du bist mir also nicht mehr böse?
16:20Ach, mein Junge.
16:23Ich will doch nur, dass du glücklich wirst.
16:26Und das wirst du garantiert eher, wenn ich mich nicht in dein Leben einmische.
16:30Siehst du, ich helfe dir sogar bei deiner Recherche.
16:52Hauptsache, wir sind zusammen.
16:53Könnt ihr mir mal bitte sagen, was ihr davon haltet?
17:02Ihr Beitrag für den World Cocktail Contest?
17:05Ja, ich bin dabei, einen neuen Aperitifcocktail zu kreieren.
17:13Ganz okay.
17:15Vielleicht ein bisschen mehr Muskat, Albers.
17:17Naja, also, ich hab das auch noch nicht ganz überzeugt.
17:24Sind das die Weine, deren Ankauf Herr Lichtenhagen betreuen soll?
17:28Ja, ähm, Rika hat die Liste gerade per Mail bekommen.
17:31Ähm, Albers, wusstest du eigentlich, dass Wein sich inzwischen als eine richtige Geldanlage entpuppt haben?
17:37Seit 2009 haben sich die Preise für so manchen edlen Tropfen mehr als verdoppelt.
17:41Mhm.
17:42Ich wusste ja gar nicht, dass sich das Thema interessiert.
17:47Mhm.
17:48Ich muss ja ein bisschen mal mit, um dich zu beschäftigen.
17:50Aha.
17:53Entschuldigung, Herr Eckert, ich müsste Sie mal kurz stören.
17:56Ich hätte da mal ein Problem, wenn Sie mal kurz kommen.
17:59Scheiße.
17:59Ähm, wow.
18:03Und?
18:04Was Interessantes dabei?
18:06Ja, hier.
18:07Die Herzfeld-Sammlung beinhaltet 30 Flaschen Chateau Chalot.
18:11Aha.
18:12Spitzenjahrgang 32.
18:13Das ist der Wahnsinn.
18:15Das heißt, das ist eine echte Rarität.
18:17Nee, das ist eine Sensation.
18:19Die Flaschen sind vermögenwert.
18:21Ein 32er Chateau Chalot.
18:24Wollte ich schon in meinen Händen halten.
18:26Zip.
18:27Danke dir, mach's gut.
18:28Ah, keiner von Rainers alten Freunden weiß, wo er sein könnte.
18:36Ehrlich gesagt ist mir das vollkommen egal.
18:37Ich werde jetzt diese Sache der Polizei übergeben.
18:41Haben die Computerleute die Daten wiederhergestellt?
18:44Ja, klar.
18:45Und es hat sich natürlich gezeigt, dass er mit unserem Geld an der Börse spekuliert hat.
18:49In London, in New York, in Singapur.
18:51Ja, wahrscheinlich wollte er das Geld an der Börse verdoppeln.
18:54Ach, um dann mir meine eigenen Millionen irgendwann wieder zurückzugeben?
18:57Das ist ja ein ganz toller Plan.
19:00Macht's aber keinem Deut besser.
19:02Ich weiß.
19:04Rainer hat meine Kontodaten gestohlen.
19:06Er hat meine Post geöffnet.
19:07Er hat unser Startkapital verspekuliert.
19:10Dein Ex-Mann ist ein Krimineller.
19:12Und ich möchte, dass dieser schlechte Mensch...
19:17Entschuldige.
19:18Schon okay.
19:18Du sagst ja nur die Wahrheit.
19:20Wir haben auch einen Geweis.
19:22Die Spezialisten haben die Daten freigestellt.
19:25Ja, klar.
19:28Marianne.
19:29Es ist alles in Ordnung.
19:31Sicher?
19:33Ja.
19:33Ich gehe in die Werkstatt.
19:35Mama, komm, ich fahre dich hin.
19:35Ihr müsst mich nicht in Watte packen.
19:43Okay, mir wurde ziemlich an die Nieren.
19:46Mir auch.
19:47Das eine verspreche ich dir.
19:48Egal, wie schwierig das noch wird.
19:50Wir werden unseren Biohof haben, verdammt nochmal.
19:53Wenn ich dafür im Hofladen strippen muss.
19:55Ach ja?
19:57Als Sonny Beach Boy?
20:00Sonny Beach Boy?
20:01Ich dachte dann mehr an einen heißen Nürnberger Bio-Boom.
20:07Oh.
20:16Und vergessen Sie bitte nicht, die Salbe einmal täglich aufzutragen über sieben Tage, ja?
20:19Ja.
20:19Sonst kommt der Ausschlag zurück.
20:21Vielen Dank, Frau Doktor.
20:22Gerne.
20:22Darf ich nochmal wiederkommen?
20:23Natürlich dürfen Sie wiederkommen.
20:24Gute Besserung.
20:25Vielen Dank.
20:31Hallo, Frau Doktor Berger.
20:34Hallo, Frau Jansen.
20:35Das ist ja eine schöne Überraschung.
20:37Na, viel zu tun?
20:39Ja, ich hätte gerne viel mehr zu tun.
20:41Aber dafür fehlen leider die Gelder.
20:44Wieso?
20:45Sie waren doch gerade auf großer Spendentour.
20:48Aber die Spenden sind für die technischen Geräte draufgegangen, die wir dringend brauchten.
20:51Ach, wie dumm.
20:53Ja.
20:53Ja, dann sollten Sie sich vielleicht doch für das Heidepaar des Jahres anmelden.
20:59Wieso?
21:00Gibt es ein Preisgeld?
21:00Nein, aber wenn Sie und Ihr Mann sich der Wahl stellen, können Sie doch bei der Gelegenheit
21:06auf Ihre ehrenamtliche Diakoniearbeit hinweisen und zu Spenden aufrufen.
21:13Wäre das denn in Ordnung?
21:14Na, sicher.
21:16Ich meine, das Heidepaar soll sich doch sozial engagieren.
21:21So habe ich das noch gar nicht gesehen.
21:23Ja, aber dann warten Sie nicht zu lange.
21:25Die Anmeldefrist läuft bald ab.
21:27Jetzt muss ich nur noch meinen Mann von der ganzen Sache überzeugen.
21:34Ist doch unglaublich, oder?
21:35Dass man für so ein 32er Chateau Chalot 7500 Euro zahlt.
21:43Wie, für eine Flasche?
21:45Das ist ein Sammelobjekt.
21:47So wie Briefmarken oder edle Gemälde.
21:49Dann gehören die in safe, oder?
21:51Ja, nee.
21:52Diese Weine sind extrem temperaturempfindlich.
21:55Die müssen eher in einen...
21:56So einen Weinklimaschrank, wie wir unten im Keller haben, in drei Könige.
21:58Genau.
22:00Aber der ist ja leider durch meine Sammlung komplett voll.
22:02Hast du denn so edle Tropfen, die so eine Sonderbehandlung nötig haben?
22:05Mhm.
22:06Ich habe einen aus dem gleichen Jahr, also von 1932.
22:09Die hat mir mal einen Verehrer geschenkt.
22:12Aber keinen Chateau Chalot.
22:15Du lässt dich mit Wein kaufen?
22:17Keine Sorge, mein Herz ist unbestechlich.
22:22Sag mal, willst du da eigentlich lieber im Internet surfen, oder dich mit mir unterhalten?
22:27Ich beschäftige mich mit deinem Wein.
22:30Hier, schau mal.
22:3130 von denen gelten seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen.
22:35Ein französischer Weinliebhaber hat sie vor den Besatzern in Sicherheit gebracht.
22:39Und hat an...
22:45Interessiert dich das gar nicht?
22:46Doch, aber ich finde es extrem sexy, dass du dich meinetwegen für Weine interessierst.
22:52Bei der Reaktion werde ich sie auf jetzt nichts anderes mehr machen.
22:56Ähm, liest du bitte weiter?
22:58Ähm, kriege ich noch einen Kurs?
23:00Nein.
23:03Ich habe mit diesem Herrn Andersson gesprochen und der hat jedes Wort von Benita bestätigt.
23:08Vielleicht lügen Sie beide?
23:10Ja, vielleicht. Oder ich leide langsam an Paranoia.
23:13Ach, Gunther!
23:13Es sind doch nichts als Verdachtsmomente und bei allen Merkwürdigkeiten.
23:18Benita hat für alles eine Erklärung.
23:21Sie ist ja auch nicht dumm.
23:23Aber intrigant.
23:25Ach, ich weiß nicht.
23:26Wenn Benita unschuldig ist, dann bin ich gerade dabei, durch meinen Misstrauen unsere Ehe zu verspielen.
23:31Wenn?
23:32Wovon hat sie denn das Motorboot gekauft?
23:35Ich dachte, sie hat überhaupt kein Eigenkapital.
23:38Der Schmuck verkauft, den ihr Lorenzo geschenkt hat.
23:42Ja, dann müsste es doch eine Quittung geben.
23:44Und die soll ich mir zeigen lassen.
23:46Gunther, du brauchst Klarheit. Es steht viel auf dem Spiel.
23:49Du verlässt für diese Frau deine Heimat, deine Freunde.
23:52Du musst doch wissen, ob sie es ehrlich mit dir meint.
23:55Ja, bitte!
23:58Entschuldigung, störe ich?
23:59Ich brauche nur eine Unterschrift für die Sonderbestellung.
24:03Ja, die Terrasenbepflanze.
24:05Ganz genau.
24:07Haben dir die Infos von der Flugaufsicht eigentlich weitergeholfen?
24:11Ja und nein.
24:12Okay, ich bin schon wieder weg.
24:16Trotzdem, danke für deine Hilfe.
24:18Ja, gern geschehen.
24:27Ja, mit Merle war es auch nicht immer einfach.
24:29Ja, sie ist manchmal streitbar.
24:32Bei ihr wusste ich, woran ich bin, weil sie trägt das Herz auf der Zunge.
24:37Kannst du doch die beiden Frauen nie vergleichen.
24:39Ja, aber ihr konntet nicht blind vertrauenen.
24:41Es vertrauen nicht die Grundvoraussetzung für eine Ehe.
24:57Immer noch traurig wegen Robin?
25:01Wenn es nur das wäre.
25:04Willst du drüber reden oder soll ich lieber...
25:09Es geht um meinen Vater.
25:12Er hat Jan Mertens um eine Million Euro betrogen.
25:16Wie das denn?
25:19Er hat sich den Zugang zu seinen Konten verschafft.
25:22Und dann hat er das Geld an der Börse verzockt.
25:25Und jetzt ist er auch noch auf der Flucht.
25:28Das wird aber krasse Konsequenzen haben, wenn man ihn kriegt.
25:32Dabei war doch seine Situation schon schlimm genug.
25:34Er hat gemeint, er hat sich das Geld nur geliehen.
25:37Und dann ist an der Börse irgendwas schiefgelaufen.
25:40Na, so ein Pech.
25:42Jetzt ist er untergetaucht.
25:45Du hast keine Ahnung, wo er steckt.
25:50Doch.
25:52Doch?
25:54Und was machst du jetzt?
25:56Hallo, Herr Lichternagen.
26:10Hallo, Frau Jansen.
26:13Machen Sie einen Spaziergang?
26:14Ja, eine Freundin von mir hat hier in der Nähe ihren Garten
26:17nach dem Konzept von Frau Rose und Herrn Lüder umgestaltet.
26:22Sehr schön.
26:23Ich würde mich ja wirklich sehr freuen für die beiden,
26:26wenn ihr Beispielschule macht.
26:27Ich fühle mich hier jedenfalls pudelwohl.
26:30Das glaube ich.
26:32Die Tiefflieger, die hier ab und zwar durchdonnern.
26:36Na ja, als Hobbypilot müssten Sie dafür doch Verständnis haben.
26:41Ein bisschen Rücksicht steht auch einem passionierten Flieger ganz gut zur Sicht.
26:45Na ja, also ich, für meinen Teil,
26:47ich hätte in meiner Jugend sehr gerne fliegen gelernt.
26:51Ein bisschen ungewöhnlich für die damalige Zeit, oder?
26:53Ja, das lag an Emilia Irhardt.
26:56Wer?
26:56Emilia Irhardt war die erste Frau, die den Atlantik überquert hat.
27:02Damals mein Idol, oder wie man heutzutage sagt, ich war ein Fan von ihr.
27:07Mein großes Idol war Eddie Merckx.
27:10Man muss sich mal vorstellen,
27:11der Mann hat zwischen 1965 und 1978 über 530 Radrennen bestritten.
27:15Der war allein fünfmal Tour de France Sieger.
27:18Ja, ich weiß.
27:20Seinetwegen war ich eine Zeit lang fest entschlossen, Radprofi zu werden.
27:25Es ist schon wirklich komisch, was man sich so als junger Mensch alles wünscht
27:29und wohin das Leben einen dann wirklich hintreibt.
27:32Sie haben es immerhin zu einem so wunderhübschen Garten gebracht.
27:37Heute denke ich nicht mehr so viel an Eddie Merckx.
27:39Es ist schade eigentlich.
27:41Ich habe mindestens 50 Jahre nicht über Emilia Irhardt gesprochen.
27:46Dabei hatte sie ein faszinierendes Leben.
27:52Warum kaufen Sie sich nicht ein Buch über die Dame
27:54und lassen die alte Leidenschaft wieder aufleben?
27:57Oder ich schreibe selbst eines.
28:01Einen Roman über Emilia Irhardt.
28:04Ja, also ich will sie nicht länger aufhalten und meine Freundin wartet.
28:12Also dann, tschüss.
28:14Tschüss, Frau Jahn.
28:15Tschüss, Frau Jahn.
28:24Oh, verdammt.
28:50Was soll's?
28:51Hallo, mein Schatz.
29:12Störe ich?
29:15Ähm, nein.
29:17Was, was ist denn?
29:18Mach mal zu, bitte.
29:19Ariane, du weißt, dass wir Reiner anzeigen werden.
29:26Ah ja, das habe ich mir schon gedacht.
29:29Es war keine leichte Entscheidung, glaub mir.
29:31Du brauchst dich wirklich nicht rechtfertigen.
29:33Ich hätte an eurer Stelle dasselbe getan.
29:35Ja?
29:35Dann sollten wir am besten in Ruhe drüber reden.
29:38Ja, meinetwegen.
29:38Aber nicht schätz.
29:39Ich muss was erledigen, geschäftlich.
29:41Schließt du?
29:42Ja, aber wirklich nur ganz kurz.
29:44Gut, dann ruf ich Johannes an.
29:46Der ist bei seiner Bandprobe.
29:47Ja, das dauert wirklich nicht lange.
29:49Aber du hast doch heute schon verspätet geöffnet.
29:51Jetzt mach kein Drama draus.
29:53Ich muss nur schnell ins Hotel und in der Vitrine was umdekorieren.
29:56Ah, und dafür nimmst du nichts mit?
29:57Ich habe alles, was ich brauche.
30:00Komm, komm.
30:15Das heißt, du musst nur noch mit deinem Chef reden.
30:17Und dann habe ich den Job.
30:18Vielleicht.
30:19Okay.
30:20Ist doch super.
30:21Hey Mann, und danke dir, ja?
30:23Gut.
30:24Bis später.
30:25Ja, tschüss.
30:26Hallo.
30:27Na, Frau Oberärztin, wie war es in der Diakonie?
30:30Anstrengend.
30:31Was machst du?
30:32Ich habe einen neuen Auftrag akquiriert.
30:34Also noch nicht ganz sicher, aber das sieht schon ziemlich gut aus.
30:37Ich habe das Gefühl, du kümmerst dich mehr um neue Aufträge als um deinen bestehenden.
30:41Ja, so ist es halt als Selbstständiger.
30:43Man muss immer in Bewegung bleiben.
30:44Ja, und bei dir?
30:46Du, sollen wir einen Kaffee zusammen trinken?
30:47Nee, ich habe ganz wenig Zeit.
30:48Ich muss gleich in die Klinik.
30:50Aber ich wollte was mit dir besprechen.
30:51Ja, und zwar?
30:53Ich habe mir überlegt, wie es wäre, wenn wir vielleicht doch an der Wahl zum Heidepaar
30:572013 teilnehmen.
30:59Du machst Witze, oder?
31:00Mhm.
31:01Das ist eine komplett nervige Veranstaltung.
31:03Ja, aber denk mal drüber nach, was sich da für Möglichkeiten bieten.
31:06Wir haben doch gar keine Zeit dafür.
31:08Du bist mit deiner Arbeit im Krankenhaus und in der Diakonie voll ausgelastet.
31:11Und ich habe auch jede Menge zu tun, wie du weißt.
31:14Aber wir würden eine große Aufmerksamkeit bekommen.
31:16Vielleicht schreibt sogar die NOZ darüber.
31:18Ja, willst du denn alle paar Meter angesprochen werden, weil wir in der Zeitung stehen?
31:22Nee, so, ich kenne genügend Leute.
31:24Ja, aber ich kenne keine Leute, die spenden.
31:27Es geht nicht um mich, es geht nur um die Diakonie.
31:31Heidepaar 2013.
31:33Das ist lächerlich.
31:35Denk nochmal drüber nach, bitte.
31:40Jan war bei der Polizei und hat Reine angezeigt.
31:43Ach, wie geht's denn Ariane?
31:48Sie ist tapfer, aber ich kann sehen, wie sehr sie leiden muss.
31:52Mensch, die Arme.
31:54Erst die Trennung von Robin und jetzt auch noch ihr Vater, der ihr endgültig bewiesen hat, dass man ihm nicht trauen kann.
32:02Ich dachte auch, er würde alles bereuen und sich ändern, aber...
32:05Tja, ich auch.
32:07Sonst hätte ich mich ja wohl kaum auf ihn eingelassen.
32:09Ariane war so vorsichtig.
32:13Gerade als sie angefangen hat, ihr Herz zu öffnen, muss er sie wieder enttäuschen.
32:19Ich dachte, Rainer wäre ein feiner Kerl, der einfach nur einen schlimmen Fehler gemacht hat.
32:24Es gibt eben Momente, wo er die Kontrolle verliert und sich nicht mehr beherrschen kann.
32:28Ja.
32:30Dann kommen die Menschen, die er eigentlich liebt, unter die Räder.
32:32Ach, Ariane hat sich solche Sorgen um ihren Vater gemacht.
32:40Sogar den Ausflug an die Müritz wollte sie mit ihm nachholen.
32:44Das wusste ich gar nicht.
32:46Ah, ich habe ihr neulich erst den Schlüssel gegeben.
32:49Hat sie den immer noch?
32:50Na klar.
32:53Na, jetzt verstehe ich ihr komisches Verhalten.
32:55Wieso, was?
32:56Ja, beim Frühstück und als ich mit ihr reden wollte, sie war ganz anders.
33:01Ich habe mir schon gedacht, dass sie mir mehr was verschweigt.
33:03Also du meinst, sie hält ihren Vater in meinem Ferienhaus versteckt?
33:08Und ich glaube, dass sie es nicht übers Herz bringen wird, ihren Vater zu verraten.
33:14Und ich werde es nicht zulassen, dass Rainer meine Tochter für seine Fluchtpläne benutzt.
33:19Warte mal.
33:21Wie er dann?
33:21Weißt du, wie viel Zeit uns das kosten wird?
33:27Eine groß angelegte Spendenaktion kostet tausendmal mehr Zeit.
33:31Ich frage mich, warum du überhaupt erst dieses Diakonien-Netzwerk gründest und dann die ganze Arbeit bei dir hängen bleibst.
33:36Und ich frage mich, warum du dich so sehr gegen diesen Wettbewerb sträubst.
33:39Weil ich dachte, dass wir uns diesen ganzen Kinderkram ersparen können.
33:43Aber gut, wenn du unbedingt willst, dann machen wir da halt mit.
33:47Ja, du bist super.
33:49Heute Nachmittag ist übrigens eine kleine Feier wegen meiner Beförderung zur Oberärztin.
33:55Kommst du da?
33:56Ähm, ich habe noch diesen Termin bei Pro Wind nachher.
33:59Ich weiß nicht genau, ob ich das schaffen werde.
34:01Okay.
34:02Ciao.
34:04Tschüss.
34:05Jule!
34:07Ja, hey.
34:08Du, ich wollte dir nur sagen, wir nehmen jetzt doch an der Wahl zum Wettepassel.
34:13Ja.
34:13Ja.
34:19Warum bin ich eigentlich nicht Anwalt geworden?
34:31Weil die bei der Arbeitszeit keinen Wein trinken dürfen.
34:34Ja, das stimmt.
34:37Und Sie müssen sich mit der grauen Theorie beschäftigen.
34:39Obwohl jemand dann Weinhändler ist.
34:41Haben Sie noch was über den Wein rausgefunden?
34:46Ja.
34:46Was man von Sterne kaufen will?
34:48Aha.
34:49Nick hat mir bei der Recherche geholfen.
34:51Aha.
34:51Und ist im Internet fündig geworden.
34:53Ich bin ganz ohr.
34:55Jetzt nehmen Sie sich doch bitte mal einen Stuhl und setzen Sie sich hin.
34:58Sie machen mich ja ganz nervös.
34:59Also, seit dem Zweiten Weltkrieg gelten die 30 Flaschen Chateau-Charlot als verschollen.
35:07Ja.
35:08Vielleicht sind das die Flaschen aus der Herzfeld-Sammlung.
35:10Das wäre ja unglaublich.
35:11Aber irgendwie auch ungewöhnlich, dass diese Sammlung in den Händen von Herrn Herzfeld gelangt.
35:15Der hat sich als Sammler überhaupt keinen Namen gemacht.
35:17Ungewöhnlich oder unwahrscheinlich?
35:19Wenn ich Sie wäre, würde ich Herrn von Sterneck vom Kauf der Sammlung abraten.
35:23Ich bitte?
35:24Ja, so ein verschollener Weinschatz, der lädt doch Betrüger geradezu ein.
35:29Also, ich glaube, dass der Chateau-Charlot gefälscht ist.
35:33Und ohne diese Flaschen ist die Sammlung nur durchschnittlich.
35:35Ich würde das Risiko nicht eingehen.
35:37Was ist denn mit diesen Echtheitszertifikaten, die ich Ihnen gezeigt habe?
35:41Nee, die können täuschend echt gefälscht sein.
35:45Und sollten diese Weinflaschen doch die gesuchten Raritäten sein?
35:49Dann würde Herrn von Sterneck ein Wahnsinn stiltisch die Lappen gehen.
35:51Aber die Frage ist, ob er im Zweifel so viel Geld in den Sand sitzen will.
35:59Na, sag mal, was ist los? Ich sitze hier wie auf Kohlen. Wo bleiben Sie mit dem Geld?
36:16Das hätten Sie längst, wenn Sie den Bootstil selbst abgewickelt hätten, wie es ursprünglich geplant war.
36:22Hä? Was ist los?
36:25Es gab ein paar Schwierigkeiten.
36:27Soll heißen?
36:28Mein Mann ist plötzlich am Flugplatz aufgetaucht und wollte wissen, was ich dort mache.
36:32Wenn Sie Ihre privaten Probleme interessieren mich nicht.
36:35Haben Sie die Jacht nun verkauft oder nicht?
36:37Das Geschäft ist über die Bühne gegangen.
36:39Aber es hat mich weitere 20.000 Euro für ein idiotisches Motorboot gekostet.
36:44Auch das interessiert mich nicht.
36:46Ich will wissen, wann Sie mit dem Geld hier sind.
36:47Ich hoffe, du bist hier, um dich zu entschuldigen.
37:00Ich bin hier, weil ich den Kaufvertrag für das Motorboot und die Quittung für den Schmuck sehen will.
37:06So ein Miststück.
37:07Hier ist die Quittung vom Juwelier.
37:24Das ist der Kaufvertrag.
37:27Bootspapiere.
37:29Und dort steht auch der Vorbesitzer.
37:32Falls du dich bei dem über mich erkundigen willst, kann ich dir seine Nummer geben.
37:37Was machst denn du hier?
37:44Ich wollte mit dir sprechen, bevor dich die Polizei findet.
37:47Wissen die, dass ich hier bin?
37:49Von mir nicht.
37:51Es kann sein, dass sie dich suchen.
37:53Jan hat dich angezeigt.
37:56Natürlich.
37:59Woher weißt du, dass ich hier bin?
38:02Merles Ferienhausschlüssel war plötzlich weg.
38:03Und ich glaube, dass du ihn aus meinem Zimmer gestohlen hast.
38:07Tut mir leid.
38:12Ist das alles?
38:15Was willst du denn sonst noch hören?
38:18Irgendwas, was ich dir glauben kann.
38:23Ich habe dich so enttäuscht.
38:26Was soll ich da noch sagen?
38:27Ich bin eh bald weg.
38:33Ich fasse es nicht jetzt.
38:35Ich will nicht, dass du gehst.
38:40Ich möchte...
38:43...dass du ein normaler Vater bist.
38:46...den ich ins Gefängnis gehe?
38:51Indem du Verantwortung übernimmst.
38:53Und nicht einfach abhaust irgendwo hin, wo ich dich nie wieder sehen kann.
39:03Du bist also ein Häftling als Vater.
39:05Es ist immer noch besser als ein Phantom.
39:11Kannst du...
39:12...kannst du einmal was für mich tun?
39:18Stell dich der Polizei.
39:19...dass du mich nicht mehr sehen kannst.
39:20Ich will...
39:21...dass du mich nicht mehr sehen kannst.
39:22Ich will...
39:23...dass du mich nicht mehr sehen kannst.
39:24Ich will...
39:25...dass du mich nicht mehr sehen kannst.
39:26Hier.
39:27Du ruf an.
39:28Und frag ihn, ob ich lüge.
39:29Das ist es doch, was du wissen willst.
39:30Wann hat das alles ein Ende?
39:32Ich weiß es nicht.
39:33Kannst du dir vorstellen, wie ich mich fühle, Gunther?
39:34Ich bin spitzelt wie ein Ganova.
39:35Nur weil ich dir eine Überraschung machen wollte.
39:36Den Mann, den ich liebe.
39:37Oder...
39:38...willst du jetzt auch für meine Gefühle, Beweise?
39:39Vielleicht etwas Schriftliches?
39:40Was ist los mit dir, Gunther?
39:41Warum machst du alles kaputt?
39:42Ich weiß es nicht.
39:44Kannst du dir vorstellen, wie ich mich fühle, Gunther?
39:47Ich bin spitzelt wie ein Ganova.
39:50Nur weil ich dir eine Überraschung machen wollte.
39:52Den Mann, den ich liebe.
39:54Oder...
39:55...willst du jetzt auch für meine Gefühle, Beweise?
39:58Vielleicht etwas Schriftliches?
40:01Was ist los mit dir, Gunther?
40:03Warum machst du alles kaputt?
40:11Ja, Emilia Irhard. Ich erinnere mich.
40:13Das ist doch die, die in den 30er Jahren für tot erklärt wurde, nicht?
40:16Sehr richtig.
40:18Auf ihrem letzten Flug wollte sie den Äquator umrunden.
40:22Dabei ist sie mitsamt ihrem Navigator einfach verschwunden.
40:26Ja, und soweit ich weiß, hat man nie eine Spur von ihr gefunden.
40:28Nie?
40:29Von wem?
40:30Von Emilia Irhard.
40:32Eine Pilotin und mein Jugendidol.
40:35Ehrlich? Du hast sie nie erwähnt?
40:36Ich war ja auch damit beschäftigt, dich großzuziehen.
40:39Ist diese Aufgabe nicht seit einiger Zeit vollbracht?
40:42Manchmal habe ich nicht den Eindruck.
40:45Johanna möchte ein Buch über diese fliegende Dame schreiben, die spurlos verschwunden ist.
40:49Eine Biografie?
40:51Einen Roman.
40:52Ich nehme dieses Verschwinden als Ausgangspunkt für meinen Roman und erfinde alles Weitere einfach dazu.
41:02Emilia Irhard rettet sich auf eine einsame Insel.
41:04Bei dem Aufprall hat sie ihr Gedächtnis verloren und lebt jetzt weiter, ohne zu wissen, wer sie ist.
41:11Was hätten Sie davon?
41:13Könnte die Geschichte von Benita Flickenschild sein?
41:15Die galt auch als verschollen und ist zehn Jahre später wieder aufgetaucht.
41:21Ist das Absicht?
41:23Reiner Zufall.
41:24Dann solltest du mit Frau Flickenschild sprechen wegen der Recherche.
41:30Richtig, ja, Alfred. Das ist eine wunderbare Idee. Das werde ich tun.
41:33Also, Mama, das würde ich lieber bleiben lassen.
41:36Ja, aber warum? Eine gute Recherche ist das A und O.
41:38Ich würde mich nicht darauf verlassen, was Frau Flickenschild so erzählt.
41:42Mein liebes Kind, ich will einen Roman schreiben und kein Sachbuch, ja?
41:49Danke dir, Alfred, für diesen wunderbaren Tipp. Du bekommst das erste Exemplar mit Widmung von deiner Johanna.
41:59Liebe Kollegen, ich freue mich sehr, dass ihr alle hier seid. Und dass...
42:06Hi.
42:07Ich wusste, dass du kommst. Ich freue mich so. Ich habe nämlich eine kleine Rede vorbereitet.
42:13Und ich bin gespannt, was du sagst. Du bekommst nämlich auch drin vor.
42:17Ich möchte, dass alle wissen, dass du der tollste Ehemann der ganzen Welt bist.
42:22Und dass du immer für mich da bist und mich unterstützt, obwohl du selber so wahnsinnig viel Stress hast.
42:26Willst du es dir jetzt gleich anhören oder hörst du es lieber zusammen mit den Kollegen?
42:30Hör zu euch. Ich bin nicht der beste Ehemann der Welt. Ich bin ein Feigling. Und ein Lügner.
42:39Ey, wovon redest du denn?
42:42Ich habe seit einiger Zeit keinen einzigen Auftrag mehr.
42:47Was?
42:49Die Pro-Wind-Kampagne der Düsseldorfer. Ist geplatzt. Subventionen sind gestrichen worden.
42:54Und ich habe es einfach nicht geschafft, einen neuen Auftrag an Land zu ziehen.
43:02Aber was ist mit den Terminen, von denen du mir die ganze Zeit erzählt hast?
43:06Das war gelogen. Alles.
43:08Und die Papiere sind echt?
43:13Ich habe sie nicht von einem Gutachter prüfen lassen, falls du das meinst.
43:16Ja, schon gut.
43:17Entschuldige, ich bin mit den Nerven ein bisschen runter.
43:20Du hast den Beweis, dass mit dem Schmuckverkauf und mit dem Motorboot alles rechtens ist.
43:25Und dir geht es trotzdem nicht besser?
43:27Kein bisschen.
43:29Na, warum nicht?
43:30Ich meine, wenn es an Logik fehlt, braucht es Intuition.
43:34Thomas, ich drehe mich im Kreis und Benita hat vollkommen recht.
43:38Mein Misstrauen zerstöre ich unsere Liebe.
43:41Wenn sie denn existiert.
43:43Ich meine, von Benitas Seite.
43:45Ich dachte, wir könnten da wieder anknüpfen, wo wir uns damals verloren haben.
43:51Das Schicksal hat uns doch wieder zusammengeführt.
43:54Dieser Unfall hat uns so viele gemeinsame Jahre genommen und ich hatte einfach gehofft,
44:02sie oder einen Teil davon wiederzubekommen.
44:06Seit du mit dieser Frau zusammen bist, ist dein Leben verdammt kompliziert geworden.
44:11Die Frage ist nur, ob es an Benita oder an meinem Misstrauen liegt.
44:15Benita ist nicht der Mensch, den du in ihr siehst.
44:19Und vielleicht ist das der Grund, weil du diesen Gedanken nicht zulässt.
44:23Darf ich auch ein Eis haben?
44:25Klar.
44:27Du müsstest dann vielleicht erkennen, dass deine Liebe zu Merle für Benitas Lüge geopfert wurde.
44:35So liegt ein Eis.
44:40Ich würde das nicht durchhalten im Knast.
44:42Aber ich soll es aushalten, dass du einfach weg bist?
44:46Für dich bleibt doch alles so wie vorher.
44:48Vorher hatte ich einen erfolgreichen Vater in Tokio, Shanghai, Hongkong.
45:00Und jetzt habe ich einen kriminellen Feiglinger als Vater, der sich drückt, wenn es heikel wird.
45:05Weißt du eigentlich, was du Mama und Jan angetan hast?
45:11Sie wollten sich gemeinsam was aufbauen.
45:14Sie hätten, sie hätten einen Traum.
45:17Und du hast es einfach kaputt gemacht.
45:20Weil du ein verdammter Egoist bist.
45:23Du hast das Geld nur für deine Flucht gebraucht.
45:26Alle anderen waren dir völlig egal.
45:29Das ist nicht wahr.
45:32Du hättest wissen müssen, dass du mich dadurch verlierst.
45:35Und wenn ich mich stellen würde, würde das was ändern?
45:52Meinst du es wirklich im Ernst?
45:54Es wäre ein Anfang. Und wenn du es wirklich bereust, dann musst du es beweisen.
46:13Gut.
46:17Ich gehe zur Polizei.
46:19Ehrlich?
46:22Ähnlich.
46:24Aber vorher musst du mir etwas Zeit geben.
46:27Wozu?
46:31Ich muss das mit Jan und Vera wiedergutmachen.
46:38Vertraue mich bitte noch ein letztes Mal.
46:45Ariane, wo ist dein Vater?
46:48Guck mal hier.
46:58Alter Bankbeleg.
47:00Verstorbener Herr Herzfeld hat die 30 Flaschen bei einem Händler in Koblenz gekauft.
47:05Das heißt, der Wein muss über was weiß ich wie viele Zwischenstationen von Frankreich nach Koblenz gekommen sein.
47:10Wenn es sich überhaupt um den echten Chateau Chalot handelt.
47:13Sag mal, könntest du dafür sorgen, dass dieser Tisch hier rauskommt?
47:15Mein Büro ist doch keine Abstellkammer.
47:16Nein, ich kann doch nicht meinen Arbeitsplatz hier wegräumen.
47:20Solange die Büros im Destrakt saniert werden, müssen die Mitarbeiter eben zusammenholen.
47:25Du machst Witze!
47:26Ein Ordnung vom Chef?
47:28Ich kann nicht alles.
47:30Es kann aber so nicht weitergehen.
47:31Nein, das kann es nicht.
47:32Wir sollten uns trennen, Brigitte.
47:34Es kann aber so nicht weitergehen.
47:35Nein, das kann es nicht.
47:38Wir sollten uns trennen, Brigitte.
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