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  • vor 4 Monaten
Die Bundesregierung plant aufgrund der Drohnenvorfälle in Europa in den letzten Monaten eine Weiterentwicklung der Drohnenabwehrstrategie auf den Weg zu bringen. Der Ministerrat hat am Mittwoch einen entsprechenden Entschluss gefasst. Ziel ist es, bestehende und künftige Schutzmaßnahmen an die sich verändernden Bedrohungsszenarien anzupassen. Geplant ist u.a. ein gemeinsames Forum der mit der Drohnenabwehr befassten Stellen.

Credits: APA/kha; Thumbnail: APA/Roland Schlager

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Transkript
00:00Drohnen zählen zu den größten Bedrohungen der Gegenwart, sagte Verteidigungsministerin Claudia Tanner am Mittwoch nach einem Ministerratsbeschluss.
00:09Das gilt für alle europäischen Länder, gilt aber natürlich auch für Österreich.
00:15Die vielen Vorfälle in den letzten Wochen auf europäischem Boden haben gezeigt, wir müssen unser Land, wir müssen die Menschen vor der Bedrohung durch Drohnen wirksam schützen.
00:25Die Bundesregierung hat daher die Weiterentwicklung der Drohnenabwehrstrategie auf den Weg gebracht, um Schutz und Koordinierung gesamtstaatlich zu verbessern.
00:36Drohnen kennen keine Grenzzäune und keine Mauern, sie fliegen über sie hinweg.
00:41Und deswegen ist es einerseits wichtig, dass wir in Österreich an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, mögliche hybride Angriffe zu verhindern.
00:48Es darf keine Frage von Zuständigkeiten sein, wenn eine Drohne unseren Luftraum einträgt, wie wir sie abwehren.
00:55Aber zur Wahrheit gehört auch, kein Land Europas, insbesondere nicht ein kleineres Land wie Österreich, kann sich alleine verteidigen.
01:03Weder gegen eine russische Cyberattacke, noch gegen eine ferngesteuerte Drohne, die innerhalb von Minuten den europäischen Luftraum durchquert.
01:11Und deswegen ist für uns auch die europäische Perspektive ganz zentral.
01:14Eine besondere Gefahr bilden diese möglichen Drohnenangriffe für die kritische Infrastruktur in Österreich, insbesondere für leicht verwundbare kritische Infrastruktur, wie beispielsweise Flughäfen,
01:31die, wie man auch in anderen europäischen Ländern sieht, relativ leicht bedroht werden können und relativ leicht angegriffen werden können.
01:43Aber auch andere Verkehrsinfrastruktur, wie Züge, Straßeninfrastruktur, Brücken und Tunnel und insbesondere auch unsere Energieversorger.
01:53Ziel sei es, bestehende und künftige Schutzmaßnahmen an die sich verändernden Bedrohungsszenarien anzupassen.
02:02Geplant ist unter anderem ein gemeinsames Forum der mit der Drohnenabwehr befassten Stellen.
02:07Vom Innenministerium über das Verteidigungsministerium bis hin zum Verkehrsministerium, in dessen Zuständigkeit ja zum Beispiel die Austro-Kontroll fällt.
02:17In der Erkennung verfügen wir über das Ihnen allen bekannte System der Goldhaube, das Luftraumverletzungen erkennen kann.
02:24In der Abwehr stehen uns unter anderem die Fliegerabwehr, Lenkwaffe, Mistral, die Fliegerabwehrkanonen und natürlich dann auch die Eurofighter zur Verfügung,
02:34auch unsere Hubschrauberflächen, Flugzeuge und wir zählen als österreichisches Bundesheer zu den ersten, die den Skyranger angeschafft haben,
02:44der im Kampf gegen Drohnen auch eingesetzt werden kann.
02:46Gefragt zum Zeitrahmen, bis wann die neue Strategie auf den Boden gebracht werden soll, gaben sich die Regierungsmitglieder zurückhaltend.
02:55Der Umlaufbeschluss sei sozusagen der Startschuss, sagte Tanner am Mittwoch.
03:00Aber es stehe außer Frage, dass man hier sehr rasch sein will.
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