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  • vor 4 Monaten
Die Frau am Strand - YouTube

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00:00Untertitelung des ZDF, 2020
00:00:30Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:00Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:29Hallo?
00:01:33Hallo?
00:01:35Sind Sie in Ordnung?
00:01:37Natürlich bin ich in Ordnung. Was wollen Sie denn?
00:01:39Ja, wissen Sie, was passiert ist?
00:01:41Darf man jetzt nicht mal mehr spazieren gehen?
00:01:45Was soll das? Lassen Sie mich los. Sind Sie verrückt?
00:01:48Wie ist Ihr Name?
00:01:49Wissen Sie, wie Sie heißen?
00:01:54Wissen Sie, wie Sie sehen?
00:02:24Wissen Sie, wie Sie sehen?
00:02:54Sobald passt es ganz gut aus.
00:02:58So, ich habe jetzt eine Notfrage.
00:02:59Wie müssen Sie durchgehen?
00:03:01Geschlecht?
00:03:04Wie weit ist?
00:03:05Sie wissen ja, dass Sie einen Unfall hatten.
00:03:28Dass Sie mit Ihrem Wagen von der Straße abgekommen sind.
00:03:31Das ist jetzt drei Tage her.
00:03:35Erinnern Sie sich eigentlich, wo Sie hinwollten?
00:03:36Wollte ich nicht ganz mehr?
00:03:41Die meisten Unfallopfer erleiden eine sogenannte retrograde Amnesie, bei der das Unfallgeschehen und ein paar Stunden davor ausgelöscht sind.
00:03:50Aber ich bin was Besonderes, meinen Sie?
00:03:59Eine globale, transiente Amnesie ist umfassender. Sie bezieht sich auf fast jeglichen Gedächtnisinhalt.
00:04:05Aber ich kann ja denken und sprechen. Dazu braucht man doch auch Erinnerung.
00:04:09Welche Premierministerin war für den EU-Beitritt Norwegens?
00:04:17Gro Harlem, Brundtland.
00:04:19Und wer sind Sie?
00:04:20Der Wagen, mit dem ich den Unfall hatte, auf wen war der zugelassen?
00:04:33Das ist nicht unser Problem. Sie hatten Papiere bei sich und selbst die wäre nicht unbedingt nötig gewesen.
00:04:40Sie sind Brigitta Nielebeck.
00:04:43Und bis vor etwa einem Jahr waren Sie eine der erfolgreichsten Frauen Norwegens.
00:04:49Und dann?
00:04:50Hörten Sie auf zu arbeiten.
00:04:53Es hieß, Sie wollten sich neuen Aufgaben zuwenden.
00:04:56Das klingt wie eine Presseerklärung.
00:04:59Das war eine Presseerklärung.
00:05:09Ja, bis dann.
00:05:12Und?
00:05:14Ihr Mann ist in Südafrika auf Geschäftsreise.
00:05:20Sein Büro verspricht aber, ihn zu verständigen.
00:05:23Wo ist das Problem?
00:05:24Es gibt ja diese kleinen Dinge, die man telefoniert.
00:05:26Apropos, wo ist meins eigentlich?
00:05:27Erstens ist der Mann nicht irgendjemand, sondern der Mann, der das neue Museum und große Teile der Osloer Neustadt gebaut hat.
00:05:34Zweitens leben die beiden getrennt.
00:05:36Und drittens lässt denn vor, zu meiner Zwischenzeit nichts unversucht, mich wissen zu lassen, dass ich nur eine blöde Sekretärin bin.
00:05:42Verstehe.
00:05:45Und sonst gibt's niemanden.
00:05:50Ja, anscheinend nicht.
00:05:51Sie war wohl sozial total isoliert.
00:05:53Aber es gibt eine Tochter.
00:05:55Marie Nielebeck, 16 Jahre alt.
00:05:57Und was ist mit dir? Kann sie kommen?
00:05:59Diese Marie lebt bei Pflegeeltern.
00:06:01Aber sie ist informiert.
00:06:03Das Jugendamt Oslo prüft noch, ob wir unter diesen besonderen Umständen die Telefonnummer der Person erhalten,
00:06:09denen das Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht für Marie zugefallen ist.
00:06:12Und dann?
00:06:13Berklo?
00:06:39Hey!
00:06:57Nichts Schöneres, als die Arbeit zu unterbrechen, um die eigene Frau zu küssen.
00:07:02Was ist denn los?
00:07:06Aber sie ist außer Lebensgefahr.
00:07:07Ja, das schon.
00:07:09Was sagt Denise Trüm?
00:07:11Denise Trüm sagt, dass es unsere Entscheidung ist.
00:07:13Ich lege ihn unsern beim Nessen.
00:07:20Was soll das bringen?
00:07:22Außer, dass für Marie alles zurückkommt.
00:07:24Wenn das meine Mutter wäre, dann würde ich auch wissen wollen, was mit ihr passiert.
00:07:27Sie will das ganz bestimmt nicht wissen.
00:07:31Jakob!
00:07:32Jakob!
00:07:39Marie?
00:08:00Ja?
00:08:01Marie?
00:08:03Ja?
00:08:13Ich habe dich angerufen.
00:08:15Ich habe dir dreimal auf die Mailbox gesprochen.
00:08:17Die höre ich nicht ab.
00:08:19Das ist doch der Sinn einer Mailbox,
00:08:21dass man sie abhört, wenn man sieht, dass da jemand raufgesprochen hat.
00:08:25Stimmt. Dafür ist eine Mailbox da.
00:08:29Man spricht eine Nachricht drauf, der andere hört sie ab
00:08:33und ruft so schnell es geht zurück.
00:08:35Und dann hat alles seine Ordnung.
00:08:37Marie?
00:08:39Wir haben einen Anruf bekommen aus Nörlund.
00:08:41Vom Kreiskrankenhaus.
00:08:43Deine Mutter hat einen sehr schweren Autounfall gehabt.
00:08:50Und?
00:08:52Wie ist es gelaufen?
00:08:54Marie?
00:08:56Die Therapeuten haben gesagt, ich soll keine Gefühle vorspielen, die ich nicht habe.
00:09:00Sie hatte Hirnblutungen, aber die haben sie stillen können.
00:09:02Na also?
00:09:04Das eigentliche Problem ist, dass der Unfall eine schwere Amnesie bei ihr ausgelöst hat.
00:09:08Da gibt es mindestens drei Doktor Hausfolgen drüber.
00:09:14Sowas geht vorbei.
00:09:16Bei ihr aber bisher eben nicht.
00:09:18Kannst du glauben, dass es helfen könnte, wenn du mit ihr sprichst?
00:09:33Marie, was genau machst du?
00:09:35Ich schaue, ob es noch Hackbraten gibt.
00:09:39Also hast du zugehört, was sie gesagt hat?
00:09:42Anscheinend ist sie in guten Händen.
00:09:44Und bekommt die beste medizinische Versorgung.
00:09:46Und im Übrigen bin ich mir so sicher, dass sie sich nicht an mich erinnern möchte.
00:09:51Sie hat ihr Leben vergessen?
00:09:54Das sollte sie auch.
00:09:58Und wenn es keinen Hackbraten gibt, dann esse ich halt Hühnchen.
00:10:02Und schläft sie?
00:10:22Sie hat ihr Licht ausgemacht, damit wir es glauben.
00:10:28Im Grunde genommen hat sie doch recht.
00:10:30Brigitte ist in guten Händen, was soll Marie schon groß tun?
00:10:33Sie könnte bei ihr sein.
00:10:34Ihre Mutter weiß nicht mal, dass sie eine Tochter hat.
00:10:37Dann muss man sie daran erinnern.
00:10:39Wir waren uns doch einig, dass das ihr neues Leben ist, oder?
00:10:43Dass sie es verdient hat, neu anzufangen, dass sie ein Recht darauf hat.
00:10:46Jakob, wenn...
00:10:47Es ist auch überhaupt nicht unsere Entscheidung.
00:10:50Wir sind nicht ihre Eltern, das werden wir auch nie sein.
00:10:53Was soll ihnen das überhaupt heißen?
00:10:59Dass wir es dabei belassen?
00:11:00Dass sie allein auf der Welt ist?
00:11:02Ich bin Geld.
00:11:03Ich bin Geld.
00:11:04Du bist nicht zu, wenn her ein WDR.
00:11:05Ich bin Geld.
00:11:06UNTERTITELUNG
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00:11:52Wann ist das?
00:11:531991.
00:11:55Also ist das wie lange her?
00:11:57Ich weiß doch, welches Jahr wir haben.
00:12:01Nur... dieser Mann da...
00:12:03Kurt!
00:12:05Kurt Mielebeck
00:12:12Er sieht gut aus.
00:12:14Aber wir sind nicht mehr zusammen?
00:12:16Nicht mehr.
00:12:17Was ist passiert?
00:12:18Ich nehme an, das Leben ist dazwischen gekommen.
00:12:22Und? Gibt es denn sonst niemanden?
00:12:32Der Ex-Mann muss sich um seine Geschäfte kümmern.
00:12:34Und die Tochter scheint auch keinen besonderen Wert darauf zu legen, ihre Mutter zu sehen.
00:12:39Ich meine, was sind das für Menschen?
00:12:43Gewöhnliche Menschen unter außergewöhnlichen Umständen.
00:12:48Und könntest du trotzdem nochmal mit der Pflegemutter sprechen?
00:12:51Das habe ich doch schon.
00:12:53Sie hat es ja versucht, aber...
00:12:57Um mir was zu sagen.
00:13:03Die Polizei war nochmal bei mir.
00:13:05In Mathe hatten wir heute Kurvendiskussionen.
00:13:20Und Kunst-Expressionismus.
00:13:21Sportvolleyball und Geschichte Norwegen im Zweiten Weltkrieg.
00:13:36Frau Leven hat gesagt, dass ich das noch mit der Vier schaffe.
00:13:39Also jedenfalls, wenn ich mich anstrenge.
00:13:43Ihr Arzt hat nochmal angerufen.
00:13:45Das hatten wir doch.
00:13:47Marie, war es so schrecklich.
00:13:49Schrecklich genug, oder?
00:13:51Sonst wäre ich jetzt nicht hier.
00:13:53Bei meinen neuen Eltern.
00:13:55Aber hat das irgendjemand verdient, nicht mehr zu wissen, wer er ist?
00:13:58Nicht mehr er selbst sein zu können?
00:14:01Bestimmt.
00:14:03Wie konnte ich nur so gedankenlos sein?
00:14:16Was hat denn der Arzt gesagt?
00:14:21Geht's ihr besser?
00:14:24Der Arzt hat gesagt,
00:14:25dass die Aushaltung des Unfalls jetzt abgeschlossen ist.
00:14:29Scheinbar hat es keine Bremsspuren gegeben.
00:14:32Und offenbar war sie auch nicht angeschnallt.
00:14:36Verstehst du, was ich dir sage, Marie?
00:14:38Deine Mutter ist absichtlich von der Straße abgekommen.
00:14:41Das war kein Unfall.
00:14:43Das war ein Selbstmord.
00:14:44Das habe ich schon verstanden.
00:14:46Vielen Dank.
00:14:48Das kann nicht alles sein, was dir dazu einfällt.
00:14:50Nein.
00:14:51Da fällt mir eine Riesenmenge zu ein.
00:14:52Mir fällt zum Beispiel ein, dass ich mir das nicht mehr gefallen lasse,
00:14:56mir die Schuld in die Schule zu schieben, weil sie es so oft versucht haben.
00:14:59Wer sagt denn, dass du Schuld hast?
00:15:00Und mir fällt dazu ein, dass es nämlich genau ihr Ding ist,
00:15:02einfach in ein scheiß Auto zu steigen und nach mir die Sinnflut zu sagen.
00:15:07Aber weißt du was?
00:15:09Damit habe ich überhaupt nichts mehr zu tun.
00:15:14Wenn sie aus einer scheiß Kurve fliegen will, ja?
00:15:17Dann soll sie das machen.
00:15:19Und sie hatte mit Sicherheit ihre verdammt guten Gründe dazu.
00:15:22Hey!
00:15:23Hey!
00:15:24Hey!
00:15:25Hey!
00:15:26Hey!
00:15:27Hey!
00:15:28Hey!
00:15:29Pssst!
00:15:30Ist alles gut.
00:15:31Ist alles gut.
00:15:32Ist alles gut.
00:15:33Und macht sie denn sowas?
00:15:36Warum kann sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?
00:15:38Warum kann sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?
00:15:39Hey!
00:15:40Hey!
00:15:41Hey!
00:15:42Hey!
00:15:43Pssst!
00:15:44Ist alles gut.
00:15:45Ist alles gut.
00:15:46Ist alles gut.
00:15:49Warum macht sie denn sowas?
00:15:53Warum kann sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?
00:15:56oder wasrawischen, dürfte ich mich.
00:15:58Ich mache meineushi und meine
00:16:20έρige nonsense.
00:16:23UNTERTITELUNG
00:16:53Hallo, mein Name ist Wiebeke Berglund. Ich hatte mit Dr. Brandstrup telefoniert.
00:17:02Meine Tochter möchte mit ihrer Mutter sprechen.
00:17:06Als Brigitta und Kurt Nillebeck heirateten, waren sie das Traumpaar von Oslo.
00:17:12Jeder wusste, zusammen können sie es weit bringen.
00:17:14Und als sie dann auch noch Marie bekamen, schien ihr Glück perfekt.
00:17:18Aber so kam es nicht.
00:17:19Die ersten Jahre liefen gut. Aber dann hat sich Marie immer mehr von ihnen entfernt.
00:17:24Es fing an mit kleinen Diebstählen, Drogenkonsum und schließlich zwei Hauptüberfälle.
00:17:30Und ihre Eltern waren überfordert?
00:17:32Vollkommen. Die Nillebecks wurden zu einem Fall fürs Jugendamt.
00:17:36Dysfunktionale Familie. Es folgten Therapeuten, Sozialarbeiter.
00:17:41Und als die Ehe dann zerbrach, entsprach das Jugendamt Maries Wunsch,
00:17:44dass keines der beiden Elternteile das Saugerecht bekommen sollte.
00:17:47Und so kam sie dann zu uns.
00:17:48Aber wissen Sie warum?
00:17:50Mein Mann und ich, wir können keine Kinder bekommen.
00:17:53Nein, nein. Entschuldigung, das meinte ich nicht.
00:17:56Warum beginnt eine Tochter aus Bestumhaus plötzlich Drogen zu nehmen?
00:18:00Wieso bricht eine Familie, die alles zu haben scheint, auseinander?
00:18:03Was ist passiert?
00:18:04Sie erzählt uns nichts.
00:18:06Aber von Anfang an so ein Mich kriegt er nicht.
00:18:09Mich gibt es überhaupt gar nicht.
00:18:10Vielleicht ist sie ihrer Mutter ähnlicher, als sie möchte.
00:18:13Wie geht es dir denn eben so?
00:18:14Es geht ihr vollkommen unverändert.
00:18:16Psychogener Amnesie bedeutet, unser Geist will uns vor etwas schützen,
00:18:20das zu wissen zu schmerzhaft wäre.
00:18:22Bei manchen Menschen sogar so schmerzhaft,
00:18:24dass es leichter ist, nicht mehr zu wissen, wie man ist.
00:18:27Marie, kommen Sie bitte mal.
00:18:33Und was bedeutet das, nicht mehr zu wissen, wer man ist?
00:18:58Ein berühmter Kollege hat einmal gesagt,
00:19:01es heißt, dass das Bewusstsein die Anker gelichtet hat
00:19:03und auf dem Weg zu neuen Ufern ist.
00:19:05Und wird Sie das nicht zu sehr aufregen?
00:19:08Marie weiß, was Sie sagen darf und was nicht.
00:19:11Alles, worauf wir hoffen, ist irgendeine Reaktion.
00:19:13Wenn man eine loslässt, bewegt sich auch nur eine.
00:19:37Die dazwischenbleiben vollkommen ruhig.
00:19:39Wissen Sie warum?
00:19:40Die zusammenliegenden Kugeln bilden eine Einheit,
00:19:45durch die der kinetische Impuls
00:19:47auf die Kugel am anderen Ende übertragen wird.
00:19:50Das ist so, wie wenn Sie zwei Steine ins Wasser werfen.
00:19:54Die Wellen durchdringen einander, ohne sich zu beeinflussen.
00:19:59Der Arzt wusste es nicht.
00:20:04Es bringt ja auch nicht viel, das zu wissen.
00:20:10Geht es Ihnen gut?
00:20:12Bekommen Sie alles, was Sie brauchen?
00:20:14Ich denke schon, oder?
00:20:16Zu trinken, dreimal am Tag zu essen,
00:20:19ein Bett, ein Fernseher, eine schöne Aussicht.
00:20:23Der Arzt scheint sehr bemüht um mich.
00:20:26Möchten Sie sich setzen?
00:20:27Wenn man nicht weiß, wer man ist,
00:20:37dann braucht man auch nicht viel.
00:20:39Das hier haben Sie mir auch noch gegeben,
00:20:41zur besseren Koordinierung der Hirnhälften.
00:20:43Wie es aussieht,
00:20:59sind Ihre Hirnhälften ausgezeichnet koordiniert.
00:21:02Dann sollten Sie mich mal beim Flippern sehen.
00:21:09Sie sind der erste Mensch, der hier mit mir spricht.
00:21:11Also außer den Ärzten und Schwestern.
00:21:15Sollte ich Sie kennen?
00:21:16Wie war es für Sie, Marie?
00:21:40Sie möchte wissen, was du gefühlt hast.
00:21:42Was willst du eigentlich noch?
00:21:51Ich bin hier, oder?
00:21:53Und ich habe mit ihr geredet,
00:21:54aber ich hätte auch mit dem Tisch da reden können.
00:21:57Sie ist aber nicht der Tisch da.
00:22:00Wie ist deine Mutter?
00:22:03Ich dachte, das bist du jetzt.
00:22:05Ich weiß nicht, ob Sie beide die Situation wirklich verstehen.
00:22:07Marie, die Leber wird Ihrer Mutter deuten
00:22:09auf langen, systematischen Alkoholmissbrauch hin.
00:22:14Dazu kommt die regelmäßige Einnahme von Medikamenten.
00:22:18Und da sie versucht hat, sich das Leben zu nehmen,
00:22:19muss sie vollkommen verzweifelt gewesen sein.
00:22:22Das hatte ich schon verstanden.
00:22:24Aber erstens scheint sie sich auch daran nicht erinnern zu können.
00:22:27Und zweitens bin ich kein Psychiater.
00:22:29Also aus medizinischer Sicht gibt es keine Gründe,
00:22:35Frau Nielebeck weiter hier zu behalten.
00:22:37Wir gehen davon aus, dass die Erinnerung zurückkommt.
00:22:43Aber wenn sie zurückkommt, dann kommt alles zurück.
00:22:45Ihre Angst und ihre Verzweiflung.
00:22:49Und dann sollte jemand bei ihr sein.
00:22:50Nein!
00:23:02Hört mir hier keiner zu?
00:23:03Ich mach das nicht.
00:23:05Ende.
00:23:07Ich hatte schon zu viel vor diesem ganzen Therapeuten-Scheiß.
00:23:10Marie, keiner will dich...
00:23:11Scheiße!
00:23:12Ich glaube keiner will dich hier.
00:23:42Auf mich haben schon ein Dutzend von ihrer Sorte eingequatscht.
00:23:59Was immer sie sagen wollen, das können sie vergessen.
00:24:03Okay.
00:24:06Niemand kann oder wird sie zu irgendetwas zwingen.
00:24:10Dann haben wir ja kein Problem.
00:24:11Marie, wir beide haben sowieso kein Problem.
00:24:20Aber was wäre das Schlimmste daran?
00:24:32Also, Frau Nielebeck aus das medizinische...
00:24:34...dass sie die Probleme haben.
00:24:35...dass sie die Probleme haben.
00:24:41...dass sie die Probleme haben.
00:24:50...dass sie das mit ihnen wegzuhde.
00:24:50UNTERTITELUNG
00:25:20UNTERTITELUNG
00:25:26Kenn ich diese Straße? War ich schon mal hier?
00:25:31Du wolltest im Ferienhaus.
00:25:41Als ich klein war, sind wir hier jeden Sommer hingefahren.
00:25:50UNTERTITELUNG
00:25:56UNTERTITELUNG
00:26:01UNTERTITELUNG
00:26:05UNTERTITELUNG
00:26:08Hier haben wir gelebt?
00:26:24Nur in den Ferien
00:26:26Danke
00:26:31Tragen kannst du ja wohl noch, oder?
00:26:36Natürlich
00:26:37Ich
00:27:07Untertitelung des ZDF, 2020
00:27:37Soll ich euch mal oben zeigen, wo die Schlafzimmer sind?
00:27:59Also ich habe mal hier geschlafen, Mama und Papa da drüben.
00:28:07Wie oft waren wir hier?
00:28:21Jeden Sommer.
00:28:23Wir waren jeden Sommer hier.
00:28:25Ja, ja, ja, ja.
00:28:55Ja, ja, ja.
00:29:25Ja, ja, ja, ja.
00:29:34Mach dich mal leichter, man.
00:29:45Geht mir, ich hab's geschüttelt.
00:29:47Die letzten Meter.
00:29:51Okay.
00:29:52Okay?
00:29:55Okay.
00:29:59Oh, schön, weißt du das?
00:30:07Kommen Sie mal, ich mach ein Foto.
00:30:15Lassen Sie mich das machen.
00:30:35Aber das kann ich doch.
00:30:38Das war ein langer Tag und die haben gesagt, Sie sollen viel schlafen.
00:30:41Ich schätze, Sie haben recht.
00:30:45Und wenn irgendwas ist, ich bin ja da.
00:30:48Danke.
00:30:57Gute Nacht.
00:30:59Ja, gute Nacht.
00:31:15Herrgott, was?
00:31:39Du hast so gut wie kein Wort mit dir gewechselt.
00:31:41Das wird sich nicht umhauen.
00:31:42Sie ist hart.
00:31:43Vielleicht war sie das mal.
00:31:44Was hätte ich denn sagen...
00:31:45Psst!
00:31:46Was hätte ich denn sagen sollen?
00:31:48Sie sind meine Mutter, haben sie aber total verkannt.
00:31:51Nee, jetzt sag doch mal.
00:31:53Sie ist es, die im Moment Hilfe braucht.
00:31:55Vielleicht ist das eine Gelegenheit.
00:31:58Sagt wer?
00:32:00Mutter Teresa.
00:32:01Du, was immer da ist zwischen euch beiden,
00:32:02du kannst das den Reiz deines Lebens mit dir rumtragen.
00:32:04An mir soll es nicht liegen.
00:32:08Was weißt du denn schon?
00:32:10Was kann ich denn wissen, wenn du nicht mal den Mund aufkriegst?
00:32:12Aber wenn du unbedingt darauf bestehst,
00:32:15der bedauerungswärteste Mensch auf der ganzen Welt zu sein,
00:32:17ich werde dich nicht daran hindern.
00:32:19Ich werde dich nicht daran hindern.
00:32:19und ich werde dich nicht daranid.
00:32:32UNTERTITELUNG
00:33:02Ich hatte einen Traum letzte Nacht.
00:33:17Marie und ich haben eine Reise gemacht in eine fremde Stadt.
00:33:20Da waren hohe, moderne Gebäude und asiatische Schriftzeige, wie Hongkong.
00:33:26War ich denn jemals in Hongkong?
00:33:30Jedenfalls, wir gingen über einen Markt.
00:33:33Marie ging immer ein paar Schritte vor mir. Sie ging etwas zu schnell.
00:33:36Ich versuchte aufzuholen, aber dann ging sie noch schneller.
00:33:40Plötzlich merkte ich, wir gingen da nicht zusammen.
00:33:43Sie versucht vor mir wegzugehen. Ich begann zu laufen.
00:33:47Und sie ging ganz normal weiter. Ich lief und lief und trotzdem holte ich sie nicht ein.
00:33:51Der Boden unter meinen Füßen war wie Wasser.
00:33:53Dann bin ich schweißgewaldet aufgewacht.
00:34:02Jakob und ich, wir haben jahrelang versucht, ein Kind zu bekommen.
00:34:17Es gab nichts auf der Welt, was wir uns mehr gewünscht hätten als ein Kind.
00:34:21Wir sind zu allen möglichen Ärzten gegangen.
00:34:26Aber physiologisch waren wir beide in Ordnung.
00:34:28Es schien keinen Grund zu geben, warum es nicht klappte.
00:34:31Ja, es tut mir leid.
00:34:32Wir haben uns immer mehr gestritten.
00:34:35Uns hätte nicht viel gefehlt.
00:34:37Wir hätten uns getrennt.
00:34:39Aber das habt ihr nicht.
00:34:41Ihr seid zusammen.
00:34:42Sie haben jemanden.
00:34:43Wie ist es, Ihre Mütter zu sein?
00:34:56Doch, genau das sind sie.
00:35:00Manchmal schwer, manchmal ausweglos.
00:35:07Wundervoll.
00:35:12Und wie fühlt sich das an?
00:35:13Innen drin.
00:35:15Innen drin.
00:35:43Innen drin.
00:35:45Innen drin.
00:35:47Wie gut sie das kann.
00:36:17Einmal im Schwimmbad hat sie mir erzählt, dass sie hier immer mehr im Wasser war als an Land.
00:36:22Dass sie Stunden und Stunden geschwommen ist.
00:36:26Es gab ein vereinbartes Zeichen, wenn das Essen fertig war.
00:36:30Dann mussten sie für sie das Badehandtuch ausbreiten und dann kam sie aus dem Wasser.
00:36:40Sie müssen das nicht tun.
00:36:43Was meinen Sie?
00:36:46Ich meine, dass das alles sehr sentimental klingt.
00:36:50Badetücher, sonnige Tage am Meer, Kuchenbacken und eine glückliche Familie.
00:36:54Ich kann mich zwar nicht erinnern, aber ich kann sehen, wie sie mich ansieht, diesen ständigen riesigen Vorwurf darin.
00:37:00Ich will mich ja erinnern.
00:37:08Auch wenn ich Angst davor habe, mich an Dinge zu erinnern, die nicht sehr angenehm zu sein scheinen.
00:37:12Ich weiß selbst nicht viel. Sie hat uns nie viel erzählt.
00:37:16Aber es gab Schwierigkeiten.
00:37:18Es gab Schwierigkeiten. Große Schwierigkeiten.
00:37:20Was genau habe ich falsch gemacht? Bitte sagen Sie es mir.
00:37:24Ich weiß nur, dass Sie, Ihr Mann und Marie es nicht geschafft haben.
00:37:28Trotz all der sonnigen Tage am Meer, trotz des ganzen Kuchenbackens.
00:37:32Ich weiß nicht, dass Sie nicht mehr als Kuchenbacken sind.
00:37:34Ich weiß nicht, dass Sie nicht mehr als Kuchenbacken sind.
00:37:36Wir sind nicht mehr als Kuchenbacken, wie Sie nicht mehr als Kuchenbacken sind.
00:37:40Man kann sich nicht mehr als Kuchenbacken haben, als Kuchenbacken sind zu können.
00:37:43Musik
00:38:12Oh nein, tut's weh?
00:38:18Kannst du stehen?
00:38:20Zeig mal
00:38:20Das sieht ja schlimm aus
00:38:23Ist okay, ist okay
00:38:24Ich mach das, ich mach das
00:38:25Aber das kann ich doch
00:38:27Nein, dass Sie das machen
00:38:28Es ist wirklich nicht so schlimm
00:38:29Und was ist so schrecklich, wenn ich dich berühre?
00:38:33Warum darf ich das nicht?
00:38:35Vielleicht fällt es dir ja wieder ein
00:38:37Deswegen sind wir ja hier
00:38:38Mama
00:38:40Marie, bitte
00:38:47Nein
00:38:48Aber ich brauche dich
00:38:50Ich garantiere dir, dass du niemanden außer dich selbst brauchst
00:38:53Marie
00:38:54Fass mich nicht an
00:38:56Ich will dir doch nicht wehtun
00:39:02Was fühlst du dann?
00:39:04Dass alles wieder von vorne losgeht?
00:39:07Ich will wissen, wer ich war
00:39:09Wer ich bin
00:39:10Lese ich
00:39:11Geh ich ins Kino
00:39:12Hab ich geraucht?
00:39:13War ich ein guter Mensch?
00:39:13Was, wenn nicht?
00:39:14Dann will ich es wenigstens wissen
00:39:16Vielleicht kann ich mich ändern
00:39:17Vielleicht auch nicht
00:39:17Aber dazu muss ich mich erinnern
00:39:20Gib mir doch irgendwas
00:39:20Das ist unser Wagen?
00:39:38Ihr habt einmal gesagt, unsere Kutsche
00:39:41Weil eine Prinzessin natürlich eine Kutsche braucht
00:39:45Sobald wir hier waren, sind wir nur noch da mitgefahren
00:40:00Wir sind immer nach Neuköpping gefahren
00:40:03Papa fuhr, du saßt vorne und ich hinten
00:40:06War da noch ein Kind?
00:40:11Ulla
00:40:11Die Tochter von dem Brunewitz
00:40:13In der Kupping war ein Rummel
00:40:15Das ist mit Sommerwesten
00:40:18Gab es da rosa Wolken?
00:40:21Blödsinn
00:40:22Rosa Zuckerwatte
00:40:23Ja?
00:40:26Papa schoss mit seinem Gewehr Rosen ab
00:40:28Für jede von uns eine
00:40:30Und bei Hau den Lukas hat er sich immer so angestrengt, dass er umgefallen ist
00:40:35Und auf der Rückfahrt mussten wir alle immer so lachen
00:40:38Dass wir Tränen in den Augen hatten
00:40:40Wir waren glücklich, oder?
00:40:56Ja
00:40:56Damals waren wir glücklich
00:41:00Jetzt habe ich dir was gegeben
00:41:11Und wenn du willst, kann ich dir noch viel mehr geben
00:41:14Viele kleine süße Rührgeschichten, die alle davon erzählen, wie verdammt glücklich wir waren
00:41:18Marie, bitte
00:41:21Sag mir, was passiert ist
00:41:24Marie
00:41:26Wie soll ich mich erinnern, wenn du immer nur diese dunklen Andeutungen machst?
00:41:37Du erzählst mir von dem Rummelplatz, also erzähl mir auch den Rest
00:41:40Der Rest ist schnell erzählt
00:41:41Ihr habt alles kaputt gemacht, was jemals schön war in unserem Leben
00:41:45Du sagst, du willst mir helfen
00:41:57Du sagst, du willst mir helfen
00:42:09Aber ständig sagst du Dinge wie, dass ich irgendwas nicht wissen will
00:42:13Dann wieder, dass wir glücklich waren
00:42:15Und dabei siehst du mich an, als hätte ich dir dein Leben genommen
00:42:18Vielleicht hast du das ja auch
00:42:20Dann sag mir jetzt endlich, was ich getan habe
00:42:23Oder sagen Sie es mir
00:42:27Wozu sind Sie denn sonst mitgekommen?
00:42:31Ich bin mitgekommen, um zu sagen, dass es jetzt Essen gibt
00:42:34Und weil Marie mir sehr lieb ist
00:42:36Und weil ich glaube, dass es wichtig ist
00:42:38Für sie beide
00:42:38Aber was bringt das denn?
00:42:41Die Ärzte sagen, es braucht Zeit
00:42:42Sie brauchen Zeit
00:42:43Und dass es gut ist, wenn jemand bei Ihnen ist
00:42:45Und außer Marie haben Sie niemand
00:42:51Und jetzt wieder das Wort zum Sonntag?
00:43:11Keine Angst, ich wollte bloß sagen, dass wir morgen wieder abreisen
00:43:14Was soll das denn auf einmal?
00:43:19Marie, wenn du bloß mitgekommen bist, um mich in dunklen Andeutungen zu ergehen
00:43:22Dann vergeude ich hier meine Zeit
00:43:24Was soll das denn sein?
00:43:26Ich sage es, ich frage mich durch sie
00:43:29Ich frage mich nicht
00:43:33Ich frage mich vor, es mach mich nicht
00:43:35Ich frage mich vor, es ist meine Zeit
00:43:37Aber ich frage mich vor, es muss sich sehr gerne
00:43:43Ja, ich frage mich vor, es tut mir
00:43:47Untertitelung. BR 2018
00:44:17Sehr feinfühlig von Ihnen, mich wissen zu lassen, dass ich vollkommen allein bin auf der Welt.
00:44:33Da sind Sie nicht. Marie ist da. Und ich bin auch da.
00:44:40Tja, meine Tochter gibt mir das Gefühl, dass ich ein Ungeheuer sein muss und Sie, dass neben Ihrem Edelmut sich hier um eine wildfremde Frau zu kümmern, sowieso niemand bestehen kann.
00:44:53Glauben Sie, ist es leicht für mich, Sie und Marie zu sehen? Diese Vertrautheit, mit der Sie miteinander umgehen? Zu sehen, wie Sie hinbekommen, wo ich offenbar versagt habe?
00:45:00Ich bin eben auch nicht Ihre Mutter.
00:45:08Du bist Ihre Mutter.
00:45:10Ja.
00:45:11Ja.
00:45:12Ja.
00:45:13Ja.
00:45:14Ja.
00:45:15Ja.
00:45:16Ja.
00:45:17Ja.
00:45:18Ja.
00:45:19Ja.
00:45:20Ja.
00:45:21Ja.
00:45:22Ja.
00:45:23Ja.
00:45:24Ja.
00:45:25Ja.
00:45:26Ja.
00:45:27Ja.
00:45:28Ja.
00:45:29Ja.
00:45:33Ja.
00:45:40UNTERTITELUNG
00:46:10UNTERTITELUNG
00:46:30Es ist jetzt genau zwei Jahre her. Zwei Jahre, drei Monate und einen Tag.
00:46:36Erwachsene denken, wenn man jung ist, weiß man nicht, was Liebe ist.
00:46:40Aber in Wirklichkeit ist es genau andersrum.
00:46:43Wenn man jung ist, weiß man es noch ganz genau.
00:46:45Es sind die Erwachsenen, die es vergessen.
00:46:49Als ich ihn kennenlernte, machten sie einen auf Tolerant.
00:46:54Schließlich war ich schon 14.
00:46:56Aber ihr passt auf, hat Mama immer gesagt.
00:47:00Aber wir passten nicht auf.
00:47:02Wir wollten auch gar nicht aufpassen.
00:47:05Wir wollten uns einfach nur lieben, verstehst du?
00:47:10Und dann war ich schwanger.
00:47:12Und dann brach die Hölle los.
00:47:16Du bist 14.
00:47:18Du kannst hier nicht dein ganzes Leben kaputt machen.
00:47:22Das volle Programm.
00:47:24Und dann?
00:47:25Ich stand dazwischen.
00:47:28Ich war 14 und sollte mich entscheiden.
00:47:34Aber das konnte ich doch gar nicht.
00:47:44Ich wollte einfach nur mein Kind haben.
00:47:47Aber sie waren so wahnsinnig stark.
00:47:51Und irgendwann konnte ich nicht mehr.
00:47:58Und dann ging das mit den Drogen los.
00:48:01Mit den Dingen, die man eben so tut, wenn man das Geld dafür braucht.
00:48:04Ich wurde zum Problem und dieses Problem versuchten sie mit Geld zu lösen.
00:48:10Mich in irgendwelche teuren Kliniken zu schicken.
00:48:13Möglichst weit weg.
00:48:15Hauptsache sie mussten ihre Aufgaben nicht vernachlässigen.
00:48:18Aber wie man es uns erzählt hat, haben deine Eltern doch alles versucht, um dir zu helfen.
00:48:24Klar.
00:48:26Wie zum Beispiel auf mich loszugehen oder sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen oder sich zu trennen.
00:48:44Aber das ist auch nicht einfach für Eltern.
00:48:47Ja.
00:48:52Vor allen Dingen dann nicht.
00:48:54Wenn es nur darum geht, dass alles weiter seinen Gang geht.
00:49:17WIREN
00:49:28WIREN
00:49:31WIREN
00:49:32Guten Morgen!
00:49:55Guten Morgen!
00:49:58Wieso kann ich das?
00:50:00Wann habe ich das gelernt?
00:50:02Bei deinem Vater.
00:50:04Er hatte eine Autowerkstatt in Bergen.
00:50:08Du bist also mit Autos groß geworden.
00:50:11Ich kann das, aber wieso weiß ich nichts mehr davon?
00:50:16Vielleicht, weil du noch keinen Kaffee hattest.
00:50:21Danke.
00:50:21Danke.
00:50:22Danke.
00:50:24Danke.
00:50:25Danke.
00:50:26Danke.
00:50:26Danke.
00:50:27Danke.
00:50:28Danke.
00:50:29Danke.
00:50:30Danke.
00:50:31Danke.
00:50:32Danke.
00:50:32Danke.
00:50:33Danke.
00:50:34Danke.
00:50:35Danke.
00:50:36Danke.
00:50:37Danke.
00:50:38Danke.
00:50:39Danke.
00:50:40Danke.
00:50:41Danke.
00:50:42Danke.
00:50:43Danke.
00:50:44Danke.
00:50:45Danke.
00:50:46Danke.
00:50:47Danke.
00:50:48Danke.
00:50:49Danke.
00:50:50Danke.
00:50:51Danke.
00:50:52Danke.
00:50:53Danke.
00:50:54Danke.
00:50:55Danke.
00:50:56Danke.
00:50:57Danke.
00:50:58Danke.
00:50:59Danke.
00:51:28Danke.
00:51:29Danke.
00:51:30Danke.
00:51:31Danke.
00:51:32Danke.
00:51:33Danke.
00:51:34Danke.
00:51:35Danke.
00:51:36Danke.
00:51:37Danke.
00:51:38Danke.
00:51:39Danke.
00:51:40Danke.
00:51:41Danke.
00:51:42Danke.
00:51:43Danke.
00:51:44Danke.
00:51:45Danke.
00:51:46Danke.
00:51:47Danke.
00:51:48Danke.
00:51:49Danke.
00:51:50Danke.
00:51:51Danke.
00:51:52Danke.
00:51:53Danke.
00:51:54Danke.
00:51:55Danke.
00:51:56Danke.
00:51:57Danke.
00:51:58Eben. Ja.
00:52:08Kurt Nelebeck? Hallo.
00:52:11Dann würde ich ihm vorschlagen, du tust dein Bestes, um es ihnen klar zu machen. Ja.
00:52:15Okay. Bis dann. Was? Ja, morgen früh geht. Okay.
00:52:23Haben wir telefoniert? Ja. Wiebke Berglund. Hallo.
00:52:26Ich habe sie mir jünger vorgestellt. Sind Pflegeeltern nicht normalerweise junge Paare?
00:52:32Ich freue mich auch.
00:52:36Ja, ja. Also, wo sind sie denn?
00:52:52Das hast du mir beigebracht. Das habe ich dir beigebracht.
00:52:56Nein. Das erzähle ich dir nur, weil es mir so viel Spaß macht, dass du nichts mehr weißt.
00:53:05Wir haben hier jedes Jahr eine Sandburg hingebaut. Genau hier.
00:53:09Wenn die Sandburg fertig war, holte Papa immer den kleinen Hocker, der vor dem Kamin steht.
00:53:18Und dann habt ihr die rote Decke darüber gelegt und den Hocker in die Burg gestellt, weil ich die Prinzessin war.
00:53:24Und dann habe ich mich auf den Thron gesetzt und euch mit einem Stock zu meinen Rittern geschlagen.
00:53:30Ihr seid auf die Knie gegangen und habt mir ewige Treue geschworen.
00:53:38Gegen die ganze Welt, habt ihr gesagt.
00:53:40Gegen die ganze Welt.
00:53:59Gegen die ganze Welt.
00:53:59Vergiss es.
00:54:19Und warum war es dann auf einmal so schrecklich, mit uns hierherzufahren?
00:54:22Irgendwann sind wir nicht mehr hierher.
00:54:29Plötzlich gab es dafür keine Zeit mehr.
00:54:32Papa musste seine Häuser bauen und du musstest seine Autos verkaufen.
00:54:35Und jedes Jahr wurden es mehr Autos und mehr Häuser.
00:54:39Und irgendwann waren sie wichtiger als ich.
00:54:41Das tut mir leid.
00:54:43Unser Leben war nicht dieser ewige Sommer.
00:54:45Sie sollten gleich kommen.
00:55:00Ich komme direkt nach Südafrika.
00:55:02Ich habe mehrere Termine in London verschoben, um hierher kommen zu können,
00:55:05was ich übrigens direkt vom Flughafen aus getan habe.
00:55:07Und dass mein Anschlussflug um 19 Uhr geht, habe ich mir nicht ausgesucht.
00:55:11Herr Niederbeck, Ihre Ex-Frau hat versucht, sich das Leben zu nehmen.
00:55:13Das ist ein freies Land, oder?
00:55:21Genau das meinte Marie auch.
00:55:24Sie scheint nach innen zu kommen.
00:55:27Ich denke, sie hat von uns beiden etwas.
00:55:29Weil sie ja unabkömmlich waren, musste sie zu ihr,
00:55:32um zu sehen, dass ihre Mutter sich nicht mehr daran erinnern kann, wer sie ist.
00:55:35Da versäumt sie nicht viel.
00:55:37Wenn Sie das wirklich so sehen,
00:55:39dann dürfte es vielleicht besser sein, wenn Sie wieder fahren, bevor die beiden zurückkommen.
00:55:41Mit welchem Recht denken Sie eigentlich, mir hier Ratschläge geben zu können?
00:55:44Das kann ich Ihnen sagen.
00:55:46Ich bin die Frau, die sich um Ihre Tochter kümmert, weil Sie das nicht geschafft haben.
00:55:49In dem Moment kümmere ich mich auch noch um Ihre Ex-Frau,
00:55:51weil Ihnen offenbar die Zeit oder der Wille dazu fehlt.
00:55:54Aber es geht hier um Ihre Familie und ob Ihnen das nun passt oder nicht.
00:55:56Oder ob das in Ihren heiligen Zeitplan passt oder nicht.
00:55:59Die beiden gehören zu Ihnen.
00:55:59Und deshalb werden Sie mit Ihnen reden.
00:56:06Reden?
00:56:08Ich habe mehrere Jahre meines Lebens mit Ihnen geredet.
00:56:12Mit Marie, mit Brigitta, mit Therapeuten, mit Sozialarbeitern.
00:56:16Am Ende auch mit Anwälten und mit Familienrichtern.
00:56:20Was hat es gebracht?
00:56:22Es hat gebracht, dass meine Tochter nun bei fremden Leuten lebt,
00:56:24die sie wahrscheinlich Papa und Mama nennt.
00:56:26Das hat es gebracht.
00:56:28Und es hat gebracht, dass diese ganze Scheiße mir immer noch hinterherkommt.
00:56:53Wie bekommt Jakob?
00:56:55Was?
00:56:56Sie sagt nicht Mama und Papa zu uns.
00:57:00Sie nennt uns Wiebekund Jakob.
00:57:26Ist er das?
00:57:29Ja, das ist Papa.
00:57:31Er ist grau geworden, oder?
00:57:34Die Psychologin hat mir ein Foto von der Hochzeit gezeigt.
00:57:42Bleibst du dabei?
00:57:45Bitte.
00:57:47Okay.
00:57:48Hey, Marie.
00:58:07Hey.
00:58:12Hey.
00:58:13Hey.
00:58:13Weißt du wieder?
00:58:16Ich meine, erkennst du mich?
00:58:19Ich weiß, dass sie...
00:58:20Dass du kurz sein musst.
00:58:30Ich möchte was zeigen.
00:58:31Aber wieso kannst du das überhaupt?
00:58:38Ich mache einfach automatisch das Richtige.
00:58:55Die in der Klinik nennen das prozessuales Gedächtnis.
00:58:59Dinge wie Zähneputzen.
00:59:05Jetzt versuch mal die Zündung.
00:59:13Klingt schon nicht schlecht.
00:59:14Die brauchen jetzt die Zeit.
00:59:19Mach dir keine Sorgen.
00:59:21Die kriegen das hin.
00:59:23Komm mit rein.
00:59:24Komm.
00:59:24Als Marie plötzlich weg war.
00:59:40Wie waren wir?
00:59:43Wie wir waren?
00:59:45Verzweifelt.
00:59:46Wütend.
00:59:47Traurig, nehme ich an.
00:59:52Es war, wie wenn sie tot wäre.
00:59:55Schlimmer.
00:59:57Irgendwo da draußen war unser Kind.
01:00:00Und gleichzeitig war sie das genau eben nicht mehr.
01:00:03Unser Kind.
01:00:06Es war, wie wenn man mir etwas herausgerissen hätte.
01:00:10Und die Hunde heilt nicht mehr.
01:00:12Egal, was wir gemacht haben.
01:00:15Und was haben wir gemacht?
01:00:17Wir haben es versucht.
01:00:18Am Anfang.
01:00:20Und sind zu Paartherapeuten.
01:00:21Am Ende war nur noch Krieg.
01:00:27Und deshalb haben wir uns getrennt.
01:00:29Wir haben uns getrennt.
01:00:30Um vielleicht irgendwie weiterzuleben.
01:00:32Wir haben beide getrunken.
01:00:37Dann kamen Tabletten bei dir noch dazu.
01:00:39Ich hab dich geschlagen.
01:00:40Dreimal.
01:00:42Keiner von uns hätte es auch nur einen Tag länger mit dem anderen ausgehalten.
01:00:45Aber wir müssen uns doch mal geliebt haben.
01:00:53Das haben wir.
01:01:03Am Anfang.
01:01:04Haben wir uns geliebt.
01:01:06Du hast gesagt, plötzlich war sie nicht mehr unser Kind.
01:01:09Und wenn sie das wieder werden könnte?
01:01:15Brigitta.
01:01:16Das will sie doch gar nicht.
01:01:19Und ich will es auch nicht.
01:01:21Das ist keine Option mehr.
01:01:22Ich hab nur die großen Gabeln gefunden.
01:01:47Keine Probleme.
01:01:48Sie auch?
01:01:58Möchtest du auch, Kaffee?
01:02:07Und jetzt?
01:02:09Wie lange soll es ihr noch geben?
01:02:12Wir bleiben noch bis Ende der Woche.
01:02:13Und dann muss Marie wieder zur Schule und ich zur Arbeit.
01:02:16Und du?
01:02:19Ich hab mit einer Frau gesprochen, die angeblich früher meine Sekretärin war.
01:02:23Anna Röller-Sden.
01:02:25Genau.
01:02:27Sie kann für einige Wochen zu mir in mein Haus ziehen.
01:02:29Und sie klingt sehr nett.
01:02:32Zweimal die Woche habe ich Termin bei der Klinikpsychologin.
01:02:35Anscheinend gibt es Übungen, die mir helfen können.
01:02:38Ja.
01:02:38Die helfen bestimmt.
01:02:42Wann wirst du zurück sein?
01:02:43Ich werde überhaupt nicht zurück sein.
01:02:47Wozu auch?
01:02:50Marie, das wäre nochmal ein anderes Thema.
01:02:54Du findest, das geht dich hier alles nicht mehr an, oder?
01:02:58Ganz genau.
01:03:00Ich finde, das geht mich hier nichts mehr an.
01:03:02Das wollte ich einfach nur nochmal klarstellen.
01:03:09Dass der berühmte Kurt Nielebeck eben doch den Schwanz einzieht, wenn es wichtig wird.
01:03:16Weißt du was?
01:03:18Denk doch einfach, was du willst.
01:03:20Das kannst du so wie beim Westen.
01:03:21Ja.
01:03:22Das ist die Nummer, unter der ich die nächsten Tage zu erreichen bin.
01:03:41Ich dachte, das geht sie alles nichts mehr an.
01:03:44Nicht, was Brigitte angeht.
01:03:45Aber Marie ist meine Tochter.
01:03:47Was auch immer sie denken mag.
01:03:49Sie sind ein harter Mann.
01:03:51Ja, ja.
01:03:58Menschen ändern sich.
01:04:00So wie Ihre Frau, meinen Sie?
01:04:03Ganz genau.
01:04:07Ich habe mit diesem Arzt geredet, Dr. Brandsfeld.
01:04:10Brandsdruck.
01:04:10Whatever.
01:04:11Er wirkte ziemlich überrascht darüber, dass sich Brigitte immer noch nicht erinnern kann.
01:04:16Oder sollte ich vielleicht sagen, angeblich nicht erinnern.
01:04:19Wie?
01:04:23So eine transiente, globale Amnesie dauert im Regelfall 24 Stunden.
01:04:27Im allerhöchsten Fall 48.
01:04:30Von einer Amnesie, die 192 Stunden dauert, hat die medizinische Fachwelt noch nie gehört.
01:04:35Dafür musste erst Brigitte Nielebeck kommen.
01:04:38Was genau versuchen Sie mir hier gerade zu sagen?
01:04:42Gar nichts.
01:04:44Ich glaube ja sogar, dass sie verzweifelt war.
01:04:47Aber was wollte sie?
01:04:49Was wollte sie mehr als alles andere?
01:04:52Sie wollte, dass ihr Kind bei ihr ist.
01:04:54Und genau das hat sie erreicht.
01:04:57Brigitte Nielebeck hat noch immer erreicht, was sie wollte.
01:04:59Viel Glück.
01:05:03Hilfst du uns mal?
01:05:31Hast du Lust mit uns zu grillen?
01:05:55Gut.
01:05:55Danke.
01:05:56Danke.
01:06:10Danke.
01:06:19Danke.
01:06:19Hoho!
01:06:36Ich komme!
01:06:46War immer so?
01:06:50Wie ist er denn?
01:06:51Haut.
01:06:53Ein Stück Stahl, das sich nicht verbiegen lässt.
01:06:56Heute war er beinahe nett.
01:06:58Heute war er beinahe nett.
01:07:19Ja?
01:07:21Brauchst du noch irgendwas?
01:07:22Ja?
01:07:24Brauchst du noch irgendwas?
01:07:25Ja?
01:07:27Brauchst du noch irgendwas?
01:07:28Ja?
01:07:30Brauchst du noch irgendwas?
01:07:33Ja?
01:07:34Ja.
01:07:35Ja.
01:07:37Ja.
01:07:38Ja.
01:07:39Ja.
01:07:41Ja.
01:07:42Ja.
01:07:43Ja.
01:07:44Ja.
01:07:46Ja.
01:07:47Ja.
01:07:48Ja.
01:07:49Ja.
01:07:50Ja.
01:07:51Ja.
01:07:52Ja.
01:07:53Ja.
01:07:54... Musik ...
01:08:15Von einer Stunde hat's aufgehört.
01:08:18Davor hat's aber auch ganz schön geschüttet.
01:08:20Nicht so schön, aber es ziehen ein paar Wolken auf.
01:08:24Jakob, was mach ich hier?
01:08:29Du hast was da für sie.
01:08:33Weißt du noch, wie sie zu uns gekommen ist?
01:08:38Man konnte gleich sehen, wie tapfer sie ist.
01:08:43Nicht eine Sekunde lang hat sich anmerken lassen,
01:08:45wie anstrengend das für sie war.
01:08:49Ja, ich weiß.
01:08:50Wir haben ...
01:08:53Wir haben zusammen aus dem Fenster geschaut.
01:08:56Da kommt unsere Tochter, hast du gesagt.
01:08:58Ich weiß.
01:09:00Weil ich mir das so sehr gewünscht hatte.
01:09:03Vielleicht bedeutet lieben ja, dass man niemanden verlieren kann.
01:09:07Ich helfe ihrer Mutter, zu ihr zurückzufinden. Und dann?
01:09:10Aber wenn du sie liebst, dann kannst du sie nicht für dich behalten wollen.
01:09:14Für uns.
01:09:15Ja, oder für uns.
01:09:16Ja, oder für uns.
01:09:19Ja, komm.
01:09:23Als ist, wenn ich ohne sie zurückkomme?
01:09:28Das wirst du nicht.
01:09:30Und was denn doch?
01:09:31Und was denn doch?
01:09:39Du, äh ...
01:09:41Jetzt geht's ja auch los.
01:09:44Jetzt geh mal rein.
01:09:47Tschüss.
01:09:59Ich bin Brigitta Nelebeck.
01:10:02Ich bin Brigitta Nelebeck.
01:10:29Tanpa Nelebeck.
01:10:30Ah!
01:11:00Du darfst dich nicht so viel bewegen!
01:11:09Ja, das sagst du so! Das sagst du so!
01:11:14Mach du mal weiter, weil ich will's Frühstück machen!
01:11:24Warte mal, du musst es halten, ich entdreh's nochmal, ja?
01:11:27Warte, warte, warte, ich geh runter!
01:11:57Du darfst dich nicht mehr, du darfst dich nicht mehr, du darfst dich nicht mehr!
01:12:01Ich muss nur, sagst du lieber, warte, und zwar!
01:12:03ARD Text im Auftrag von Funk
01:12:33ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:03ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:33ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:35ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:39ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:41ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:43ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:45ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:47ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:51ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:53ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:55ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:57ARD Text im Auftrag von Funk
01:13:59ARD Text im Auftrag von Funk
01:14:01ARD Text im Auftrag von Funk
01:14:03ARD Text im Auftrag von Funk
01:14:05ARD Text im Auftrag von Funk
01:14:07ARD Text im Auftrag von Funk
01:14:09ARD Text im Auftrag von Funk
01:14:11ARD Text im Auftrag von Funk
01:14:13ARD Text im Auftrag von Funk
01:14:15Pack dein Zeug.
01:14:16Wiebeke, bitte.
01:14:17Marie und ich, wir werden dich beim Bahnhof rauslassen.
01:14:19Ich bin mir sicher, dass du jetzt ganz gut selber zurechtkommst.
01:14:21Aber wir sind endlich wieder, es ist nicht mehr getrennt, verstehst du?
01:14:26Von all den Menschen, die du triffst im Leben.
01:14:29Manche sind dir egal, manche magst du, ein paar liebst du vielleicht.
01:14:32Aber sie sind alle getrennt von dir.
01:14:37Bis du ein eigenes Kind hast, das wird immer ein Teil von dir sein.
01:14:41Aber warum, warum ist sie euch denn dann davon gelaufen?
01:14:45Weil etwas passiert ist, dass ihr das Recht dazu gibt.
01:14:50Und wenn sie es dir nicht gesagt hat, werde ich es auch nicht tun.
01:15:01Und was jetzt?
01:15:04Zwei Tage. 48 Stunden. Das ist alles, worum ich dich bitte.
01:15:08Ich soll für dich lügen?
01:15:10Danach gehört sie dir.
01:15:11Brigitte, ein Mensch gehört niemandem.
01:15:18Nur zwei Tage.
01:15:19Mehr will ich doch nicht, als dass sie noch zwei Tage mein Kind ist.
01:15:30Da seid ihr.
01:15:33Wenn wir nach Nachköpingen wollen, müssen wir jetzt los.
01:15:35Wollen wir noch frühstücken?
01:15:42Das mache ich jetzt.
01:15:42Das mache ich jetzt.
01:15:56Musik
01:16:16Stopp!
01:16:18Kommt dir irgendwas bekannt vor?
01:16:23Äh ...
01:16:25Einiges kommt mir bekannt vor.
01:16:27Wir waren hier jeden Sommer.
01:16:33Was soll ich damit?
01:16:35Ich erinnere.
01:16:42Tut mir leid, ich weiß es nicht.
01:16:44Können wir nicht einfach ein Karussell fahren?
01:16:46Überleg, was tust du jetzt?
01:16:55Dreimal Zuckerwatte, bitte.
01:17:04Okay?
01:17:25Das war's.
01:17:26Der Besuch.
01:17:27Musik
01:17:57Berknot? Ja. Okay.
01:18:14Ich muss echt sagen, du hast vieles abzubekommen. Ja, kann man von Bibike nicht behaupten.
01:18:20Nein, ich fand es super. Ich fand es verdammt böse. Das ist eigentlich dieses Runterfahren.
01:18:26Aber was ich auch gut fand, waren diese Hubschrauber, weißt du, wie wir diese ganz tolle Aussicht vorne hatten.
01:18:31Genau, genau das war's.
01:18:38Weißt du, das Boot, mit dem du auch gefahren bist, ist nach dir so ein Dinger ins Boot gestiegen und hat dann voll die Dusche abbekommen.
01:18:47Wartet, wartet. Kurt hat angerufen. Er kommt zurück. In etwa einer Stunde wird er hier sein.
01:18:55Ach, jetzt will er doch kommen? Und was will er hier, uns alles wieder kaputt machen, so wie immer?
01:19:01Ich denke, er hat ebenso ein Recht hier zu sein wie du.
01:19:05Er hat doch selbst gesagt, dass es ihn nicht mehr interessiert. Das geht mich nichts mehr an, hat er gesagt.
01:19:09Und wo war er, als ich in der Klinik lag? Er ist immerhin ihr Vater, oder?
01:19:13Da hat er sich verleugnen lassen, weil ihm seine Geschäfte über alles gehen.
01:19:17Und Eva Wennerström hat ihn natürlich mal wieder gedeckt, so wie sie ihn all die Jahre gedeckt hat,
01:19:21in denen er der ganzen Welt vormachen wollte, dass sie nichts weiter als seine Sekretärin sei.
01:19:25Seit wann?
01:19:35Der Name war auf einmal da. Sag es mir.
01:19:39Ich weiß es nicht, es kam so stückweise. Seit wann?
01:19:43Ich wollte es dir sagen, aber...
01:19:45Wann wolltest du es mir sagen, hä? Nächstes Jahr oder so!
01:19:54Ich hatte Angst.
01:19:55Angst? Wovor? Davor, dass deine Lügen nicht mehr erreichen, oder was?
01:20:00Nein, ich hatte Angst, dass du wieder gehst, dass du wieder weggehst und dass es dir wieder egal ist, wie es mir geht
01:20:04und dass du mich spüren lässt, wie egal.
01:20:06Da kannst du es nur drauf wetten, dass es mir egal ist.
01:20:11Marie, du weißt nicht, wie das ist, wenn niemand mehr da ist,
01:20:14wenn alles, was dein Leben war, sich nach und nach direkt vor deinen Augen auflöst,
01:20:20wenn du nachts ein Kissen gegen den Bauch drückst, weil du dich an ein Kind erinnern möchtest
01:20:25und am nächsten Tag doch wieder ein Kissen da ist.
01:20:28Und du weißt nicht, wie das ist, wenn alles nur noch leer und finster ist
01:20:32und wann das Einzige, was diese sinnlose Leere füllen kann, der Gedanke ist, all dem endlich ein Ende zu machen.
01:20:42Ja, stimmt. Das weiß ich nicht.
01:20:46Aber das mit dem Kissen habe ich genauso gemacht.
01:20:49Marie! Warte! Warte, Marie!
01:21:03Was machst du da?
01:21:04Ich packe.
01:21:05Was soll denn das jetzt werden?
01:21:07Ich gehe. Allein.
01:21:10Aber...
01:21:11Du hast es gewusst. Du bist auch nicht besser als sie.
01:21:13Ich dachte, es wäre gut.
01:21:14Ja, es war gut. Sie weiß wieder, wie man lügt. Sie weiß wieder, wer sie ist.
01:21:17Brigitta Nielebeck ist zurück.
01:21:19Sag mir, was wirklich passiert ist.
01:21:20Es ist doch einfach nur wichtig, dass es passiert ist, oder?
01:21:41Wohin fährt sie? Was macht sie?
01:21:42Zu Ende bringen, was sie das letzte Mal nicht geschafft hat.
01:21:45Komm!
01:22:01Marie, erzähl mir jetzt!
01:22:02Das ist gar nicht irgendeine Kurve!
01:22:04Sonder!
01:22:06Sonder!
01:22:07Sonder!
01:22:28Sie hatten den Termin gemacht.
01:22:31In der Klinik.
01:22:33Ich hätte ja gesagt.
01:22:34Was?
01:22:38Weil ich nicht mehr konnte.
01:22:39Weil ich nicht mehr konnte.
01:22:41Aber eigentlich...
01:22:43...wird ich...
01:22:44...immer noch...
01:22:46...dass mein Kind lebt.
01:22:49Ich wollte nicht, dass es...
01:22:51...dass es einfach so weggemacht wird.
01:22:55Und dann hab ich Tom angerufen.
01:22:57Ich habe ihm gesagt, hilf mir, bitte komm.
01:23:03Er wollte zu mir, zu uns, aber er kam nie an.
01:23:12Später haben sie mir gesagt, er sei viel zu schnell gefahren.
01:23:18Aber die, die wussten ja gar nicht, dass er einfach nur sein Kind retten wollte.
01:23:25Und sein Pagen ist direkt aus der Kurve geflogen.
01:23:31In dieser Nacht sind zwei Menschen gestorben.
01:23:36Oh mein Gott.
01:23:41Du kannst nicht glauben, dass deine Eltern wollten, dass dein Freund stirbt.
01:23:45Nein.
01:23:46Nein, natürlich nicht.
01:23:49Was glaubst du, warum sie das jetzt tut?
01:23:51Sie will auch bitte leisten.
01:23:53Nein, sie will ihr etwas beweisen.
01:23:54Sie will eine Nachricht hinterlassen, dass sie dich mehr liebt als ihr eigenes Leben.
01:24:03Ja?
01:24:05Papa, hör mir zu, bitte.
01:24:08Was ist denn?
01:24:09Du bist jetzt der Einzige, der noch was tun kann. Bitte hör mir zu.
01:24:13Ich bin noch unterwegs.
01:24:14oh, Scheiße.
01:24:23Nein, bitte.
01:24:25Oh.
01:24:26Ja.
01:24:26Oh.
01:24:27Oh.
01:24:28Oh.
01:24:29Oh.
01:24:31Oh.
01:24:31Oh.
01:24:32Oh.
01:24:34Oh.
01:24:35Oh, oh.
01:24:35Oh, oh.
01:24:37serksini mielichs.
01:24:37Das darf nicht passieren.
01:24:59Nicht nochmal.
01:25:07Das darf nicht passieren.
01:25:37Das darf nicht passieren.
01:26:07Es ist so kalt.
01:26:19Gleich wird dir wärmer.
01:26:20Ich hätte es besser machen müssen.
01:26:29Aber als dein Kind kam, da wusste ich nicht, was ich tun soll.
01:26:40Wir wollen nicht, dass du gehst.
01:26:42Natürlich nicht.
01:26:48Ich werde bei ihr bleiben.
01:27:00Bei Wiebeke und Jakob.
01:27:04Sie tun mir gut.
01:27:07Klar.
01:27:09Wenn du das so willst.
01:27:10Aber wir werden uns sehen.
01:27:19Manchmal.
01:27:20Ihr kommt mich besuchen und dann sind wir zusammen.
01:27:23Ja.
01:27:25Ja, so machen wir.
01:27:26Kommst du?
01:27:39Ja.
01:27:40Ja.
01:27:41Ja.
01:27:42Ja.
01:27:43Ja.
01:27:44Ja.
01:27:45Ja.
01:27:46Ja.
01:27:47Ja.
01:27:48Ja.
01:27:49Ja.
01:27:50Ja.
01:27:51Ja.
01:27:52Ja.
01:27:53Ja.
01:27:54Ja.
01:27:55Ja.
01:27:56Ja.
01:27:57Ja.
01:27:58Ja.
01:27:59Ja.
01:28:00Ja.
01:28:01Ja.
01:28:30Ja.
01:28:31Ja.
01:28:32Ja.
01:28:33Ja.
01:28:34Ja.
01:28:35Ja.
01:28:36Ja.
01:28:37Ja.
01:28:38Ja.
01:28:39Ja.
01:28:40Ja.
01:28:41Ja.
01:28:42Ja.
01:28:43Ja.
01:28:44Ja.
01:28:45Ja.
01:28:46Ja.
01:28:47Ja.
01:28:48Ja.
01:28:49Ja.
01:28:50Ja.
01:28:51Ja.
01:28:52Ja.
01:28:53Ja.
01:28:54Ja.
01:28:55Ja.
01:28:56Ja.
01:28:57Ja.
01:28:58Ja.