- vor 4 Monaten
(4) Die Kristallprinzessin UT
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:00:00Musik
00:00:01Wow, das ist ja traumhaft.
00:00:25Hey, wir haben Ferien.
00:00:26Du, meine Eltern glauben mir nie, dass ich mein Diplom mit Auszeichnung gemacht habe.
00:00:30Und meine Familie hat nicht die geringste Ahnung, was für eine Überraschung da auf sie zukommt.
00:00:34Hey!
00:00:35Prost!
00:00:36Prost!
00:00:37Ist das Leben nicht wunderschön?
00:00:43Ich habe mein Diplom und ich habe dich.
00:00:47Marie, ich liebe dich.
00:00:52Ja?
00:00:53Das Herz der Wartenbox.
00:01:01Das Herz der Wartenbox.
00:01:08Ihr werdet zurück?
00:01:09...
00:01:11Yeah?
00:01:12Ja, ich liebe dich.
00:01:14Ich liebe dich.
00:01:17Ja.
00:01:18Das Herz der Wartenbox.
00:01:20Auch hier informed meine Kinder macht Global Partnersbotham.
00:01:23Wow, das Herz der Warte war fach.
00:01:25Das Herz der Wartenbox.
00:01:27Das Herz der Wartenbox.
00:01:29Ja, Papa? Du, wir feiern bei den Wartenburgs. Ihr kommt doch. Sicher? Ich habe eine tolle Überraschung für euch.
00:01:45Wow, tolles Haus. Ein bisschen klein vielleicht, was?
00:01:49Du solltest erst mal das Schloss sehen. Das ist nur das Pferdenhaus.
00:01:52Das ist wunderschön.
00:02:04Sag mal, meinst du nicht, es wäre besser gewesen, wenn du deine Familie vorgewarnt hättest?
00:02:09Ich meine, in deinen Kreisen soll es Eltern geben, die es nicht so sehr schätzen, mit Überraschungen überfallen zu werden.
00:02:14Meine Eltern sind in Ordnung. Außerdem sind sie die Überraschungen von mir gewohnt.
00:02:18Ja, aber du bist der einzige Sohn. Und wenn ich das hier alles so sehe?
00:02:23Also ich als Mutter würde schon ganz gerne wissen, wen mein Sohn mir als Schwiegertochter mit nach Hause bringt.
00:02:28Kann es sein, dass du ein klein wenig spießig bist? Oder hast du einfach nur Angst?
00:02:33Klar habe ich Angst.
00:02:35Aber Marie, warum willst du das Fest bei Wartenburgs feiern? Ja, klar kommen wir.
00:02:40Oh Gott, jetzt bitte.
00:02:41Schauen Sie doch auf, das ist ein Fahrradweg.
00:02:43Entschuldigen Sie, das war meine Schuld. Ist alles denn?
00:02:46Wir sind uns doch schon mal begegnet.
00:02:48Hanna? Hanna!
00:02:50Julius?
00:02:51Wo hast du die ganze Zeit gesteckt? Weißt du, wie lange ich nach dir gesucht habe?
00:02:55Warum hast du mich nicht angerufen?
00:02:58Ich, ich, ich habe...
00:03:00Was?
00:03:01Ich habe überhaupt keine Zeit, tut mir leid.
00:03:02Moment, Moment. Gib mir wenigstens deine Telefonnummer. Oder deine Nachnamen.
00:03:07Bitte.
00:03:09Hanna!
00:03:10Ich muss dir unbedingt was zeigen. Komm, Moment.
00:03:16Dieser Raum ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
00:03:20Das ist der Schatz der Wartenburgs.
00:03:22Ein sehr, sehr wertvolles Kristallherz.
00:03:26Wunderschön.
00:03:26Eure Kristalle haben mich schon immer fasziniert.
00:03:31Deswegen wollte ich auch unbedingt Design studieren.
00:03:34Das Herz verkörpert unsere Familientradition.
00:03:37Bis jetzt hatten wir Glück.
00:03:39In jeder Generation gab es jemanden, der ein unheimlich großes Talent für Kristalldesign hatte.
00:03:43Und du bist die Ausnahme?
00:03:45Tja, warte mal, weswegen du hier bist.
00:03:47Ich verstehe ja, dass du die Konkurrenz im Auge behältst, Vater. Und das ist auch gut so.
00:03:59Aber bislang haben wir uns immer noch an unseren eigenen Qualitätsmaßstäben orientiert.
00:04:03Und damit sind wir nicht schlecht.
00:04:04Unsere Umsätze stagnieren seit mehr als zwei Jahren.
00:04:07Du hast doch heute Morgen selbst gehört, dass die Bank den Geldhahn dicht machen will.
00:04:11Das ist noch lange kein Grund für panikereaktionen.
00:04:15Die Wirtschaft steckt nun mal in einer Flaute.
00:04:16Und solange wir keine dramatischen Einbrüche...
00:04:19Moment, wir aber jeden Tag rechnen können.
00:04:20Wir benötigen im Gegenteil so schnell wie möglich zusätzliche Geldmittel, um Entlassung von einem zu können.
00:04:26Wir werden doch nicht das Feld unserem Hauptkonkurrenten Leitner überlassen, Vater.
00:04:33Und, seid ihr klargekommen?
00:04:35Bitte?
00:04:37Seid ihr klargekommen?
00:04:39Die Sachen gehen morgen in Druck.
00:04:42Marie hat angerufen.
00:04:44Mich auch.
00:04:44Hat sie dir gesagt, dass sie ihr Diplom in Wartenborg feiern will?
00:04:48Keine Ahnung, was das bedeutet.
00:04:50Scheinst du, als würde sie mit ein paar Kommilitonen zusammen feiern wollen.
00:04:54Mein Kind, das unbekannte Wesen.
00:04:57Kind?
00:04:59Marie ist erwachsen.
00:05:00Eine junge Frau mit dem Diplom, eine der besten Designschulen in Europa.
00:05:04Sie wird schon wissen, was sie tut.
00:05:06Wir fahren einfach dahin, feiern unsere Tochter und nebenbei machen uns ein paar schöne Tage.
00:05:10Ein bisschen entspannt, tut uns auch ganz gut.
00:05:14Was soll denn Wartenborg so spannend sein?
00:05:17Wir kommen dann in den Musiksaal.
00:05:20Guten Tag, Prinz.
00:05:21Guten Tag, Peter.
00:05:23Wahnsinn.
00:05:23Und das würdest du alles aufgeben für mich?
00:05:31Eigentlich ist das alles nichts anderes als Sand, Soda, Quarz, Natriumsulfat.
00:05:36Ja, ja, und Diamanten sind Kohlenstoffe.
00:05:39Ja, genau.
00:05:39Was für ein Material.
00:05:46Ist doch gigantisch, was man daraus alles machen kann.
00:05:48Das finde ich auch.
00:05:50Kristall ist eines der faszinierendsten Materialien, das ich kenne.
00:05:53Neben Stein, Ton, Beton, Eisen und vielen anderen.
00:05:57Hi, Papst.
00:05:58Oh mein Junge.
00:05:59Da sind wir.
00:06:01Darf ich dir vorstellen?
00:06:03Das ist Marie Haller.
00:06:04Marie, das ist mein Vater.
00:06:06Julius von Wartenborg.
00:06:07Hallo.
00:06:09Es freut mich, Sie kennenzulernen.
00:06:11Ich habe schon viel von Ihnen gehört.
00:06:14Und nur das Beste, wie ich Max kenne, ja?
00:06:18So viel Schönes habe ich noch nie vorher gesehen.
00:06:20Das freut mich, dass es Ihnen gefällt.
00:06:23Woher kommen Sie, wenn ich fragen darf?
00:06:25Aus Mailand.
00:06:26Sie hat dort Gebrauchsthesign studiert.
00:06:29Und kennengelernt haben wir uns auf der Architekturmesse.
00:06:32Sie sind aber kein Interniener.
00:06:35Warum kommen Sie mir so bekannt zu?
00:06:37Ähm, ich komme aus München.
00:06:39Ah.
00:06:41Was hast du denn gedacht?
00:06:43Bitte?
00:06:44Ach, unwichtig.
00:06:45Ich freue mich, dass du Frau Haller hierhergebruchst.
00:06:47Marie.
00:06:48Marie.
00:06:50Sie haben Glück, Marie.
00:06:51Wir sind im Moment dabei, uns nach neuen, jungen Designern umzusehen.
00:06:55Ich hoffe, Sie haben Ihre Mappe dabei.
00:06:56Ähm, ja.
00:06:57Die Mappe bekommst du noch früh genug zu sehen.
00:07:00Vorher gibt es aber noch eine kleine Überraschung.
00:07:02Und Ihre Eltern hatten keine Einwände, Sie so ganz allein nach Mailand zu lassen?
00:07:22Ich meine, Italien ist nicht ganz ungefährlich.
00:07:26Und Sie sind ein sehr hübsches, blondes Mädchen.
00:07:29Also, Mama.
00:07:31Nicht alle italienischen Männer stehen auf blonde Frauen.
00:07:34Außerdem ist das heute ganz normal im Ausland zu studieren.
00:07:36Ja, aber es ist sehr kompliziert, wenn man nicht die Sprache spricht.
00:07:39Mein Italienisch ist sehr gut.
00:07:41Ich habe mit meinen Eltern zehn Jahre in Rom gelebt.
00:07:44Aha.
00:07:44Und in Mailand habe ich dann mit Freunden zusammen gewohnt.
00:07:48Ach, in so einer Art Wohngemeinschaft?
00:07:50Mhm.
00:07:52Ihre Freundinnen, studieren die auch Design?
00:07:54Entschuldigung, wenn ich unterbreche, aber wollen wir nicht lieber von Ihnen reden.
00:07:58Wie ist denn das?
00:07:59Wollten Sie schon immer Gebrauchsdesign machen?
00:08:01Also, ich habe als kleines Mädchen schon leidenschaftlich gern Teller, Tassen, Vasen und solche Sachen aus Ton oder Gips gemacht.
00:08:09Ich finde es einfach schön, nicht nur dekorative Dinge zu entwerfen, die eigentlich keinen Sinn haben.
00:08:14Also, für mich war es immer wichtig, dass ich die Dinge, die ich entwerfe, danach auch gleich benutzen kann.
00:08:18Aber das Herz, das Sie da im Hals tragen, das gefällt Ihnen trotzdem?
00:08:21Um Gottes Willen.
00:08:23Das soll jetzt nicht heißen, dass rein dekorative Dinge wie Schmuck zum Beispiel keinen Sinn haben.
00:08:26Mhm.
00:08:26Manche haben sogar einen sehr tiefen Sinn.
00:08:35Können wir vielleicht über was anderes reden als über das Geschäft?
00:08:38Du musst wissen, für deinen Wartenbock gibt es nichts Wichtiges als die Firma.
00:08:43Also, Marie und ich werden Samstagabend ein Fest geben.
00:08:47Oh, nicht schon wieder, mag ich bitte.
00:08:49Ja, Moment, das geht doch nicht.
00:08:50Das braucht doch eine Vorbereitung.
00:08:52Keine Sorge.
00:08:53Ihr könnt sowieso nicht mehr Nein sagen.
00:08:55Die Einladungen sind bereits raus.
00:09:02Trotzdem weiß ich nicht, warum er sie mitgebracht hat.
00:09:05Ich meine, sie mag ja sehr nett sein, aber...
00:09:08Du kannst sagen, was du willst, Talent hat sie.
00:09:12Hast du dieses kleine Hemdchen gesehen mit der Flagge drauf?
00:09:15Und die seltsamen Schuhe?
00:09:17Also, ich weiß nicht.
00:09:18Alexa, sie ist jung, attraktiv, kann alles tragen.
00:09:22Und solange es Max gefällt, ist doch alles okay.
00:09:24Max?
00:09:25Max hat doch gar keine Ahnung von Frauen.
00:09:28Der mag alle jungen Mädchen.
00:09:30Ja, wenn sie nett sind und einen Charakter haben, warum nicht?
00:09:33Jetzt machst du dich über mich lustig.
00:09:36Ich möchte trotzdem nicht, dass du sie einstellst, hm?
00:09:40Entschuldige bitte, aber das kann ich nicht nachvollziehen.
00:09:42Ich möchte nicht, dass Max auf dumme Gedanken kommt.
00:09:47Ich komme mir vor wie Aschenbuddel.
00:09:51Ich habe meinen Prinzen gefunden und der hat mich auf sein Schloss gebracht.
00:09:57Dabei habe ich immer gedacht, so hübsche Prinzen wie dich, die gibt es nur im Märchen.
00:10:00Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass wir uns erst seit drei Monaten kennen.
00:10:09Das kommt mir vor wie drei Jahre.
00:10:12Oder zehn Jahre.
00:10:14Ja, genau.
00:10:15Oder als würden wir uns schon immer kennen.
00:10:21Ich habe sowas noch nie vorher erlebt.
00:10:24Dass ich einem Menschen vom ersten Augenblick an so vertraut war.
00:10:27Das ist doch ein Schicksal.
00:10:35Wunderschön.
00:10:35Und da drüben dann bitte in zwei Reihen, ja?
00:10:42Nur weiße Balance?
00:10:44Ich meine, ist das nicht ein bisschen eintönig?
00:10:46Ein paar rote oder grüne?
00:10:47Machst du nicht, wir wollten nur weiße.
00:10:48Dann sieht es nämlich nachts so aus, als würden überall kleine weiße Mohnen hängen.
00:10:52Hoffentlich hält das Wetter.
00:10:54Marien, haben Sie noch mal mehr Zeit?
00:10:55Mhm.
00:10:57Danke.
00:10:58Wie geht's?
00:10:59Gut.
00:11:00Wieso?
00:11:01Wieso?
00:11:05Ihre Mappe ist wirklich sehr beeindruckend, Marie.
00:11:10Sie sind wirklich talentiert.
00:11:13Danke.
00:11:15Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so sicher.
00:11:17Dass Sie Talent haben?
00:11:18Doch, Sie haben.
00:11:19Und ich möchte Ihnen gerne ein Angebot machen.
00:11:25Sie hören sich einfach mal an, wie ich mir das so vorstelle und dann denken Sie in Ruhe darüber nach.
00:11:30Ist das okay?
00:11:31Mhm.
00:11:32Hat sich Julius mit dir abgesprochen?
00:11:48Warum?
00:11:49Warum?
00:11:49Warum?
00:11:50Er will diese Marie Halle einstellen.
00:11:52Ja und?
00:11:54Ich habe Ihre Mappe gesehen.
00:11:56Seid ihr denn alle blind?
00:11:57Das Mädchen will sich Max unter den Nagel reißen.
00:12:00Das wollen viele.
00:12:02Max ist ein hübscher Junge.
00:12:03Ja, nun macht ihm ja keine Sorgen.
00:12:06Er mag sich zwar an so ein Mädchen verlieben, na?
00:12:10Kann man ihm da wirklich nicht verdenken.
00:12:12Aber er kennt das Gesetz unseres Hauses.
00:12:15Er weiß, dass es die Heirat mit einer bürgerlichen Verbietung.
00:12:18Er ist ein Wartenborg, Alexa.
00:12:21Er würde niemals sein Erbe aufs Spiel setzen.
00:12:24Sein Mädchen wie diese Marie, die mag ihm vielleicht gefallen, aber Max weiß sehr gut, dass sie als Frau für ihn niemals in Frage kommt.
00:12:31So wenig wie irgendeine andere bürgerliche, je, für einen Wartenborg.
00:12:37Hoffentlich.
00:12:42Irgendwie habe ich ein bisschen Angst.
00:12:44Vielleicht hat sie sich total verändert.
00:12:45Ich habe sie seit zehn Monaten nicht gesehen.
00:12:49Was ist, wenn sie...
00:12:50Was, wenn? Plötzlich grüne Haare hat?
00:12:52Oder Rasterlocken?
00:12:54Kennst du deine Tochter so schlecht?
00:12:57Ich habe immer gedacht, ich kenne sie gut, aber...
00:12:59Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl.
00:13:02Keine Ahnung, woher das kommt.
00:13:04Was soll ich dir sagen, woher das kommt?
00:13:06Unser Kind ist erwachsen.
00:13:08Ja.
00:13:10Vielleicht habe ich davor Angst.
00:13:12Vielleicht habe ich Angst, dass sie mich zur Oma macht.
00:13:14Dass mein Leben plötzlich vorbei ist.
00:13:17Hast du heute schon in den Spiegel gesehen?
00:13:24Sieht so eine Frau aus, deren Leben vorbei ist.
00:13:26Was ist los mit dir?
00:13:36Ich bin so aufgeregt.
00:13:39Hey.
00:13:41Hast du etwa Angst, dass sie mich nicht mögen?
00:13:44Quatsch.
00:13:44Dich mag doch jeder.
00:13:47Da kommen sie.
00:13:47Hallo.
00:14:03Marie.
00:14:04Okay.
00:14:05Lass dich anschauen.
00:14:06Oh, tolle Haarfarbe.
00:14:07Gefällt dir?
00:14:08Ja.
00:14:08Darf ich euch vorstellen?
00:14:16Das ist Max von Wartenburg und das sind meine Eltern.
00:14:19Hallo.
00:14:20Freut mich, Sie kennenzulernen.
00:14:22Hallo, Max.
00:14:23Marie erzählt ununterbrochen von Ihnen.
00:14:25Ich habe Max in Mailand kennengelernt.
00:14:26Er studiert dort Architektur.
00:14:29Wir feiern heute Abend bei ihm, im Schloss seiner Eltern.
00:14:31Guten Abend.
00:14:49Einen Moment bitte.
00:14:50Ich sage Prinz Max sofort Bescheid.
00:14:58Marie.
00:14:59Marie.
00:15:01Oh, schön, dass ihr da seid.
00:15:02Das ist der Kleine.
00:15:06Wow.
00:15:07Toll, sieht ihr aus.
00:15:08Sind wir die Ersten?
00:15:09Ja.
00:15:10Ich wollte unbedingt, dass ihr noch vor den anderen da seid.
00:15:12Wieso?
00:15:13Seid ihr nervös?
00:15:14Oh, braucht ihr nicht.
00:15:17Ah, da kommt Max mit seinem Vater.
00:15:18Du, der ist total nett.
00:15:19Vater, darf ich dir Maries Eltern vorstellen?
00:15:37Frau Haller, ihre Mutter.
00:15:38Herr Haller, ihr Vater.
00:15:40Herr Haller, das ist nicht möglich.
00:15:44Herr Haller, das ist nicht möglich.
00:15:48Kennt ihr euch?
00:15:50Sag mal, Marie?
00:15:52Was machen wir hier?
00:15:54Was tust du hier?
00:15:56Was ist denn los?
00:15:57Was ist denn los?
00:15:57Mal geht's dir nicht gut.
00:16:00Ist Max dein Sohn?
00:16:02Ja klar bin ich sein Sohn.
00:16:04Und außerdem ihr Schwiegersohn.
00:16:08Lieber Vater, liebe Schwiegereltern.
00:16:11Marie und ich, wir haben geheiratet.
00:16:17Gottes Willen.
00:16:22Guten Abend.
00:16:27Ich bin Alexa von Wartenburg.
00:16:30Guten Abend.
00:16:31Die Mutter von Max.
00:16:38Kann mir mal eine sagen, was hier los ist?
00:16:41Das ist unmöglich.
00:16:46Ihr könnt nicht heiraten.
00:16:47Ihr dürft es nicht.
00:16:52Was ist denn los, Hanna?
00:16:58Marie ist deine Tochter, Julius.
00:17:03Max kann nicht dein Ehemann sein.
00:17:06Er ist dein Bruder.
00:17:08Was, was redest du denn da, Papa?
00:17:11Marie, es ist...
00:17:12Sag mir, dass das nicht wahr ist.
00:17:13Du darfst mir sagen, dass das nicht wahr ist.
00:17:14Ich kann doch nicht wissen, dass du eines Tages sie...
00:17:19Marie, warte.
00:17:22Marie.
00:17:23Marie.
00:17:23Lass mich.
00:17:24Lass mich lassen.
00:17:27Aber...
00:17:31Max.
00:17:32Es tut mir leid.
00:17:40Es tut mir leid.
00:17:40Die Ehe wird sofort annulliert.
00:17:57Oder nein?
00:17:58Es ist vermutlich viel einfacher.
00:18:00Die Ehe ist mit Sicherheit ungültig.
00:18:01Natürlich ist sie ungültig.
00:18:04Bin bestimmt, dass Marie meine Tochter ist.
00:18:10Hanna!
00:18:11Einen Moment noch.
00:18:15Entschuldigen Sie, Hanna.
00:18:20Warum hast du mir nichts gesagt?
00:18:22Wie denn?
00:18:24Ich wusste doch nur deinen Vornamen.
00:18:26Ja, am Dienstag in Mönchen zum Beispiel.
00:18:29Was hätte das gemacht?
00:18:31Oh Gott, Julius, das...
00:18:32Das tut mir alles so leid.
00:18:35Wenn ich geahnt hätte...
00:18:37Es ist unverzeihlich, dass du mit der Existenz unseres Kindes vereinigt hast, Hanna.
00:18:42Was hättest du denn gemacht?
00:18:44Deine Frau verlassen oder deinen Sohn?
00:18:46Wären doch alle nur unglücklich geworden.
00:18:50Das sind wir jetzt auch.
00:18:52Und nicht nur wir.
00:19:16Liebst du mich jetzt überhaupt noch?
00:19:35Ja.
00:19:36Ich kann's immer noch nicht glauben, dass mich meine Eltern die ganze Zeit belogen haben.
00:19:49Ich hau ab.
00:19:54Und ich?
00:19:55Du kommst mit.
00:19:58Am besten...
00:20:00Wir gehen irgendwo hin, wo uns niemand kennt.
00:20:02Wo keiner weiß, dass wir Geschwister sind.
00:20:04Wir könnten zum Beispiel...
00:20:05Was könnten wir?
00:20:06So tun, als wüssten wir es nicht.
00:20:15Du bist meine Schwester, Marie.
00:20:20Was erwartest du von mir?
00:20:22Dass ich mit meiner eigenen Schwester schlafe?
00:20:31Ich kann das nicht.
00:20:36Okay, dann können wir uns nicht mehr sehen.
00:20:46Marie!
00:20:51Jetzt renn doch nicht gleich weg!
00:20:55Marie, warte bitte!
00:20:57Bleib doch stehen!
00:20:58Lass uns doch mal reden!
00:20:59Lass uns doch mal reden!
00:21:01Marie!
00:21:03Marie!
00:21:03Ich komme!
00:21:05Komm, jetzt hab ich dich!
00:21:06Okay.
00:21:09Ja, komm!
00:21:11Okay.
00:21:12Gut.
00:21:12Stütz dich mit den Füßen.
00:21:13Komm!
00:21:14Zieh dich ganz langsam hoch!
00:21:15Das geht nicht.
00:21:15Ich hab dich!
00:21:16Das geht mir.
00:21:18Komm!
00:21:19Ich hab dich.
00:21:19Ja!
00:21:21Ja!
00:21:25Max!
00:21:26Nein!
00:21:27Max!
00:21:27Max!
00:21:33Max!
00:21:35Max!
00:21:37Nein!
00:21:39Bitte!
00:21:40Nein!
00:22:10Was wollen Sie hier?
00:22:36Ich habe ihn doch geliebt.
00:22:42Ich kann es nicht mehr hören.
00:22:44Und ich will Sie hier nicht sehen.
00:22:48Ich glaube, es ist besser, wenn Sie gehen, Marie.
00:22:52Ich bin nicht schuld.
00:22:53Und Max auch nicht.
00:22:56Sie sind schuld.
00:22:57Sie und meine Mutter.
00:23:06Sie brauchen keine Angst zu haben.
00:23:24Ich will nichts von Ihnen und auch nicht von Ihrer Familie.
00:23:26Ich bin nicht mehr von Ihnen.
00:23:38Nicht einmal an Verhütung hast du gedacht.
00:23:45Wir hatten damals einen Riesenkrach, erinnerst du dich?
00:23:47Ich kann dich nicht mehr ertragen.
00:23:50Ich will mich von dir trennen.
00:23:52Deswegen bin ich nach München.
00:23:53Ja, und dann hast du dich ganz schnell getröstet.
00:23:58Wo willst du denn überhaupt hin?
00:24:01Ich muss hier weg.
00:24:03Es tut mir leid, Julius.
00:24:05Es tut mir leid, dass ich nicht schon den Mut vor 20 Jahren gehabt habe, dich zu verlassen.
00:24:10Ich werde die Scheidung einreichen.
00:24:11Willst du nicht wenigstens noch so lange warten, bis wir Max beerdigt haben?
00:24:20Unser Sohn ist tot.
00:24:22Und zwar durch deine Schuld.
00:24:24Wage du mir nicht zu sagen, was ich tun und lassen soll.
00:24:41Julius hat mich angerufen.
00:24:52Kind, das tut mir so furchtbar.
00:24:54Lass mich, du hast alles kaputt gemacht.
00:24:55Marie, lauf jetzt bitte nicht weg.
00:24:58Sag mir wenigstens, wo du hinfährst.
00:25:01Marie.
00:25:03Du sollst mich lassen.
00:25:05Marie.
00:25:11Bitte schön, Herr Leitner.
00:25:41Morgen, die Herren.
00:25:43Morgen.
00:25:46Ich wollte schon lange einen Beileidsbesuch machen.
00:25:50Aber ich war in Japan bis gestern.
00:25:52Sehr interessantes Expansionsland übrigens.
00:25:56Wie auch immer.
00:25:58Prinzess, es tut mir sehr leid, was mit ihrem Sohn passiert ist.
00:26:01Danke.
00:26:03Trotzdem dürfen wir das Geschäftliche nicht vergessen.
00:26:06Ich meine, ich weiß von Ihren Schwierigkeiten.
00:26:11Und ich würde Ihnen gerne einen Vorschlag machen.
00:26:14Für die Wartenborgs hat sich ja nun doch einiges geändert.
00:26:17Ich meine, so ganz ohne Erbe.
00:26:21Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, wieso ein Vorschlag...
00:26:23Ich will Wartenborg übernehmen.
00:26:25Zu einem fairen Preis, selbstverständlich.
00:26:28Das kommt überhaupt nicht in Frage.
00:26:30Nicht so vorschnell.
00:26:32Hören Sie sich doch erst mal an, was ich Ihnen zu bieten habe.
00:26:35Ich möchte Sie jetzt bitten, zu gehen.
00:26:37Ich mache keine Späße.
00:26:49Es ist mir tot einst.
00:26:51Auf Wiedersehen, Herr Leiter.
00:26:56Wiedersehen.
00:26:59Was bildet der Kerl sich ein?
00:27:02Bitte, nur leider hat er recht, Vater.
00:27:04Wir haben keinen Erden mehr.
00:27:05Trotzdem werden wir Wartenborg nicht kampflos aufgeben.
00:27:14Wir brauchen eine Finanzspritze von den Banken.
00:27:18Und wir müssen so schnell wie möglich ein neues Konzept entwickeln.
00:27:21Wir brauchen frischen Wind.
00:27:22Dass du schniffst, darf nächste Woche vorverliehen.
00:27:24Das Board ist praktisch fertig.
00:27:26Praktisch.
00:27:27Hast du vergessen, dass die noch mal neu mischen müssen?
00:27:29Ich weiß noch nicht mal, ob wir einen Studietermin bekommen.
00:27:34Was soll denn das?
00:27:35Das frage ich dich.
00:27:40Du legst das Woche in ein Tempo vor, das völlig irre ist.
00:27:42That's business.
00:27:46Du schüttest dich mit Arbeit, so um nicht nachdenken zu müssen.
00:27:49So geht das nicht, Hanna.
00:27:50Du kommst nicht drumherum, dich der Sache zu stellen.
00:27:52Was erwartest du von mir?
00:27:55Meine Tochter denkt, ich bin schuld am Tod ihres Bruders.
00:27:57Sie denkt, ich habe ihr Leben zerstört.
00:28:00Deshalb will sie nichts mehr von mir wissen.
00:28:03Okay, das habe ich begriffen.
00:28:04Ich habe begriffen, dass ich an allem schuld bin.
00:28:08Dein Kind ist todunglücklich.
00:28:09Du bist todunglücklich.
00:28:10Weil sie mit ihr auch nichts mehr zu tun haben will.
00:28:12Und an die Wartenbox darf ich gar nicht erst denken.
00:28:14Verdammt, was erwartest du von mir?
00:28:16Vielleicht nur, dass du anfängst, drüber zu reden.
00:28:25Vielleicht hätten wir es Marie sagen sollen, schon vor Jahren.
00:28:28Was hätten wir sagen können?
00:28:30Dass du nicht ihr Erzeuger bist?
00:28:33Ich wusste nicht mal seinen Namen.
00:28:38Du hast ihn gleich wiedererkannt, nicht wahr?
00:28:40Du hast wirklich nie überlegt, ob du nicht doch suchen sollst.
00:28:56Hast du ihn geliebt?
00:28:59Es war eine Nacht.
00:29:01Eine einzige Nacht.
00:29:10Das war ein scheiß Job.
00:29:19Und ich habe gedacht, mit meinem Abschluss steht mir die Welt offen.
00:29:22Du bist einfach zu ungeduldig.
00:29:24Ungeduldig?
00:29:26Ich habe fast 100 Verwerbungen geschrieben.
00:29:28Und was mache ich?
00:29:31Kunsthistoriker brauchen Sie noch weniger als Designer.
00:29:33Ich habe erst neun abgeschickt.
00:29:35Ich verstehe sowieso nicht, wie du das aushältst.
00:29:41Der Putzjob ist doch wirklich das Letzte.
00:29:44Ich an deiner Stelle würde einfach die Kohle meiner Eltern nehmen.
00:29:48Oder meinem echten Vater meinen Job.
00:29:51Kannst du jetzt mal bitte aufhören?
00:29:59Ich weiß doch, dass das alles sehr schwer ist für dich.
00:30:02Aber Marie, davon, dass du den Kopf in den Sand steckst, wird Max auch nicht wieder lebendig.
00:30:08Sag mal, kapierst du es nicht?
00:30:10Max ist tot.
00:30:11Meine Eltern haben mich ein Leben lang angelogen.
00:30:13Und weißt du, was das alles Schlimmste ist?
00:30:15Dass ich plötzlich überhaupt nicht mehr weiß, wer ich bin.
00:30:32Ich weiß, was ich bin.
00:31:02Wie lange mache ich das nicht mehr mit?
00:31:28Das ist ja dauernde Putzerei.
00:31:29Hallo, ihr zwei.
00:31:30Hi.
00:31:32Wie?
00:31:33Ich dachte schon, sie haben uns vergessen.
00:31:34Danke.
00:31:35Tschüss.
00:31:36Christa Leitner.
00:31:37Da ist eh wieder nur eine Absage.
00:31:39Hey, schläfst du?
00:31:40Schau dir den Brief an.
00:31:42Absagen schicken sie in DIN A4.
00:31:44Meinst du?
00:31:45Ja, mach auf.
00:31:47Nee, ich trau mich nicht.
00:31:48Mach du.
00:31:51Und?
00:31:52Bestimmt eine Absage, 100 pro.
00:31:55Und?
00:31:57Ich fürchte, ich muss wohl deinen Job mit übernehmen.
00:32:02Was?
00:32:03Du sollst dich vorstellen.
00:32:04Zu näheren Gesprächen laden wir sie herzlich ein.
00:32:06Oh!
00:32:07Imposant, nicht wahr?
00:32:10Bisher haben wir ja mehr den Massengeschmack bedient.
00:32:13Das wollen wir auch beibehalten.
00:32:14Aber wir werden uns vergrößern.
00:32:16Und zwar führen wir eine Art Edellinie ein.
00:32:19Edel, sehr teures, modernes Design aus Glas.
00:32:22Und für diesen Zweig suchen wir junge Designer.
00:32:24Was ich von Ihnen gesehen habe, gefällt mir ja ganz hervorragend.
00:32:26Danke.
00:32:27So, jetzt haben Sie alles gesehen.
00:32:29Ich denke, wir sollten über die Modalitäten Ihres Vertrages reden.
00:32:32Ah, Thomas.
00:32:33Gut, dass ich dich sehe.
00:32:34Kann ich dir gleich Marie Haller vorstellen, unsere neue Designerin.
00:32:37Thomas Fischer, unser Betriebsleiter.
00:32:39Hallo.
00:32:40Hallo.
00:32:41Herr Fischer weiß über alles hier bestens Bescheid.
00:32:44Wenn Sie irgendwelche Fragen haben?
00:32:46Danke.
00:33:14Wieso hast du mich nie angerufen?
00:33:24Wie denn?
00:33:26Du bist einfach abgehauen.
00:33:29Ich habe nichts von dir gewusst.
00:33:31Das verstehe ich nicht.
00:33:33Ich habe dir einen Zettel da gelassen mit meiner Telefonnummer.
00:33:36Da war kein Zettel.
00:33:42Ich hatte immer gehofft, dass du dich nochmal bei mir meldest.
00:33:45Weißt du warum?
00:33:46Weil dein Lachen, weißt du, deine Augen, dein Charme mir nie wieder aus dem Kopf gegangen sind.
00:33:54Ich wollte einfach nicht wahrhaben, dass ich dich nicht mehr wiedersehen sollte.
00:33:57Du warst verheiratet.
00:33:59Unglücklich, ja.
00:34:00Und wenn wir uns wirklich wieder gesehen hätten?
00:34:02Was hättest du gemacht?
00:34:03Mich geheiratet?
00:34:04Dich scheiden lassen?
00:34:05Ich passe nicht in deine Kreise.
00:34:06Hm.
00:34:07Vielleicht, wer weiß, vielleicht wäre mir das Erbe der Wartenbox egal gewesen.
00:34:08Du, ich war damals wie mein Sohn.
00:34:09Jung, mutig, spontan.
00:34:10Wie geht's Marie?
00:34:12Sie hat sich nur kurz bei Jürgen gemeldet.
00:34:27Mit mir will sie nicht reden.
00:34:28Sie lässt mich nicht an sich heran.
00:34:33Ich habe keine Ahnung, wie es ihr geht und was sie macht.
00:34:37was sie macht.
00:34:47Schönen guten Morgen, die Herrschaften.
00:34:49Darf ich euch eure neue Kollegin vorstellen,
00:34:51Marie Haller. Sie ist zuständig für die Abteilung 4.
00:34:54Kommt direkt aus Mailand,
00:34:55frisch von der Akademie. Und sie wird
00:34:57neuen Schwung hier in die Bude bringen.
00:34:58Hallo. Herzlich willkommen.
00:35:00Das ist Monika Feldbauer, der gute Geist der Designabteilung.
00:35:03Sie weiß alles. Und sie wird ihnen bestimmt
00:35:05helfen, wenn mal Not am Mann ist.
00:35:06Ja, und das ist ihr Arbeitsplatz.
00:35:08Schön.
00:35:11Ja, dann frohes Schaffen allerseits.
00:35:13Und sie sehe ich heute Abend um sieben
00:35:15in meinem Büro. Okay.
00:35:17Viel Spaß. Danke.
00:35:27Hast du eine Ahnung, wo sie her hat?
00:35:29Ich habe was Leuten hören.
00:35:30Sie soll die Frau vom jungen Wartenborg gewesen sein,
00:35:33die natürlich verunglückt ist. Aber irgendwas hat da wohl nicht gestimmt.
00:35:36Dann haben wir jetzt eine Prinzessin.
00:35:37Und was will der Leitner von ihr?
00:35:39Wir sind doch genug Leute.
00:35:40Keine Ahnung.
00:35:41Vielleicht will den Wartenborg sehr eins auswischen.
00:35:43Ich meine, irgendwie hat es ja was.
00:35:45Wenn die Schwiegertochter von Prinz Julius bei der Konkurrenz ist.
00:35:49Hier, die neuen Entwürfel.
00:35:54Die habe ich schon gesehen, ja.
00:35:56Für die kommende Weihnachtskollektion.
00:35:58Sterne.
00:35:58Engel.
00:35:59Das gewohnte Repertoire.
00:36:00Ja.
00:36:01Alles Schrott. Ich werde nochmal mit den Designern reden.
00:36:03Ach, reden, reden, reden.
00:36:04Als wenn das was bringen würde.
00:36:05Feiern musst du sie, Julius.
00:36:07Ich denke darüber nach, die Geschäftsführung niederzulegen, Vater.
00:36:12Was ist denn das für eine Haltung?
00:36:15Flucht?
00:36:16Jetzt hören wir mal zu, mein Junge.
00:36:18Ein Wartenborg gibt nicht auf, der kämpft für das, was ihm wichtig ist.
00:36:21Ich bin doch kein kleiner Junge mehr, Vater.
00:36:23Aber du benimmst dich wie einer.
00:36:24Weil ich über mein Leben nachdenke.
00:36:25Du hast deinen Sohn verloren.
00:36:29Das ist schmerzhaft.
00:36:31Das ist vielleicht das Schlimmste, was einem Vater passieren kann.
00:36:34Aber muss man deswegen gleich alles aufgeben?
00:36:36Sein Beruf?
00:36:38Deine Ehe?
00:36:40Wieso versuchst du nicht, dich mit Alexa zu versöhnen?
00:36:43Geh zu ihr.
00:36:44Bitte sie um Verzeihung.
00:36:45Sie gehört jetzt an deine Seite.
00:36:48Weißt du, was ich glaube?
00:36:49Dass ich schon vor Hannah wusste, dass wir nicht zusammenpassen.
00:36:52Ach, Unsinn.
00:36:52Unsinn.
00:36:54Ihr seid mehr als 25 Jahre verheilert.
00:36:56Und 23 davon waren wir nicht glücklich.
00:36:58Was redest du denn da?
00:37:00Ich habe euch noch gesehen täglich.
00:37:02Dich, deinen Sohn und deine Frau.
00:37:03Alles nur Fassade, Vater.
00:37:05Fassade.
00:37:07Für Max allerdings hätten wir alles getan.
00:37:11Aber jetzt?
00:37:13Aber diese Hannah, die ist nichts für dich.
00:37:16Du weißt, dass sie niemals in Frage gekommen wäre als Frau eines Wartenborgs.
00:37:20Damals nicht und heute nicht.
00:37:21oder würdest du wirklich dein Erbe aufs Spiel setzen
00:37:24und den Kauf nehmen musst, der Familie ausgestoßen zu werden.
00:37:32Wahrscheinlich habe ich auch deswegen so schnell aufgehört, nach ihr zu suchen,
00:37:36weil ich nicht den Mut gehabt hätte, zu ihr zu stehen mit allen Konsequenzen.
00:37:39Nur, Vater, wenn Hannah sich damals bei mir gemeldet hätte,
00:37:50vermutlich hätte ich alles stehen und liegen lassen.
00:37:57Entschuldige, Julius.
00:37:58Deine Sekretärin hat mir gesagt, wo ich dich finde.
00:38:00Vater?
00:38:00Grüß dich, Herr Kitt.
00:38:03Wie geht's dir?
00:38:04Gut siehst du aus.
00:38:06Danke.
00:38:08Kann ich dich mal sprechen, Julius?
00:38:09Nein, nein, Johannes, bitte bleib hier.
00:38:11Was ich zu sagen habe, betrifft auch dich.
00:38:13Ich habe sehr viel Zeit gehabt, über alles nachzudenken und
00:38:21ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass meine Flucht voreilig war.
00:38:26Aber ich war sehr verletzt und total durcheinander und
00:38:32außerdem war ich unendlich traurig.
00:38:39Ich wusste einfach nicht mehr, wohin ich gehöre.
00:38:43Herr, was deinen Seitensprung von vor 20 Jahren betrifft,
00:38:50ich denke, dass du ihn bereust.
00:38:51Und für den schrecklichen Tod von unserem Sohn,
00:38:56da mache ich keinen verantwortlich.
00:38:59Das war ein Unfall.
00:39:01Wenn überhaupt irgendjemand schuld ist, dann diese Hannah.
00:39:05Aber ich finde, wir sollten uns wie zwei erwachsene Menschen benehmen
00:39:08und versuchen, diese schwierige Zeit gemeinsam durchzustehen.
00:39:11Das ist sehr großzügig für die Alexa.
00:39:14Ja, und unsere Firma.
00:39:17Mein Bruder Harald, der wäre bereit, seinen Job in den USA aufzugeben
00:39:20um die Geschäftsführung der Firma Wartenborg Kristall zu übernehmen.
00:39:25Er würde versuchen, die Firma zu sanieren.
00:39:28Und wie soll das gehen?
00:39:29Er hat ein Vermögen und er würde es in die Firma investieren.
00:39:34Und was verlangt er dafür?
00:39:35Ich meine, er macht es doch nicht aus uneigennützigen Motivien, oder?
00:39:41Nein, er wäre Partner.
00:39:43Ich meine, wenn er uns den dringenden Kredit gibt
00:39:45und er würde 51 Prozent der Anteile der Firma erhalten.
00:39:49Aber wenn der Kredit bezahlt ist,
00:39:52dann würden die Anteile selbstverständlich an die Familie zurückgehen.
00:39:56Ich glaube, das wäre das Beste für Wartenborg und für uns.
00:40:03Julius.
00:40:05Julius.
00:40:09Lass uns versuchen, nochmal von vorne anzufangen.
00:40:13Ich liebe dich.
00:40:14Hallo.
00:40:30Hallo.
00:40:32Schön, dich zu sehen.
00:40:35Wie war es in Berlin? Alles gut gegangen?
00:40:37Die Sache mit Leid und der geht wohl gleich.
00:40:39Ich denke, wir gehen in den Auftrag.
00:40:41Herzlichen Glückwunsch.
00:40:42Willst du nicht zu mir kommen?
00:41:04Irgend?
00:41:06Fällst du mich kaputt von der Fahrt?
00:41:08Mach mir noch schnell Brot, dann gehe ich gleich schlafen.
00:41:10Du hast es doch all die Jahre gewusst.
00:41:15Und du hast es mir nie vorgeworfen.
00:41:18Ich dachte, du hättest mir verziehen.
00:41:21Das dachte ich wohl auch.
00:41:23Aber?
00:41:25Ich bin nicht ganz sicher.
00:41:28Vielleicht ist es für dich nie vorbei gewesen
00:41:30und du hattest alles nur verdrängt.
00:41:33Und jetzt ist es wieder da.
00:41:34Okay, Harald, dann bis übermorgen.
00:41:56Bye, Darling.
00:41:57Bis dann.
00:41:58Diese Zeitverschiebung.
00:42:02Ich werde mich nie daran gewöhnen,
00:42:03dass es jetzt in New York Nachmittag ist.
00:42:05Naja.
00:42:07Das hatte jetzt Gott sei Dank bald ein Ende.
00:42:09Ich bin so froh, dass mein Bruder bald wieder bei mir ist.
00:42:13Glaub mir.
00:42:14Das war die beste Idee, die wir hatten.
00:42:17Harald in der Firma aufzunehmen.
00:42:19Entschuldige, Alexa, aber ich bin ja sehr in Stimmung.
00:42:20Glaub mir.
00:42:24Das wird alles wieder gut.
00:42:26Ich weiß, das ist schwer.
00:42:28Und dass wir um Max trauen,
00:42:30das heißt doch aber nicht,
00:42:31dass unser Leben nicht weitergeht.
00:42:34Wir könnten noch ein Kind bekommen.
00:42:36Ja.
00:42:37Es gibt halt Mittel und Wege.
00:42:39Wir könnten noch einen Erben bekommen.
00:42:43Wieso?
00:42:44Ich habe doch eine Tochter.
00:42:47Diese Marie?
00:42:48Du wirst sie doch wohl nicht anerkennen.
00:42:53Wieso?
00:42:54Mach ich kein Recht darauf?
00:42:55Ach, sie hat doch mit uns überhaupt nichts zu tun.
00:42:57Überhaupt nicht.
00:43:00Ich will sowas nicht wiederhören.
00:43:16Tut mir leid, dass ich dich geweckt habe.
00:43:18Schon gut.
00:43:20Hast du was von Marie gehört?
00:43:23Wie es ihr wohl geht?
00:43:25Ich muss dauernd an sie denken.
00:43:34Frag sie selbst.
00:43:35Sie will mit mir nicht reden.
00:43:37Einer muss ja hier vernünftig sein.
00:43:38Hallo?
00:43:51Marie.
00:43:52Es tut mir leid,
00:43:54dass ich so spät anrufe.
00:43:58Hast du schon geschlafen?
00:43:59Ich arbeite noch.
00:44:00Du, ich wollte dich nicht lange stören.
00:44:05Ich wollte nur hören, wie es dir geht.
00:44:08Ich habe so lange nichts von dir gehört.
00:44:10Danke, mir geht es ganz gut.
00:44:12Ich habe jetzt einen Job bei Leitner.
00:44:13Kennst du die Firma?
00:44:14Ja, natürlich kenne ich Leitner.
00:44:16Das ist der größte Konkurrent von Wartenburg.
00:44:18Ich weiß.
00:44:21Leitner war der Erste,
00:44:22der mir einen vernünftigen Job angeboten hat,
00:44:24nachdem ich so lange gesucht habe.
00:44:26Und außerdem interessiert es mich überhaupt nicht,
00:44:27mit wem Wartenburg konkurriert und mit wem nicht.
00:44:30Verstehe.
00:44:30Du, Marie.
00:44:35Glaubst du, wir könnten uns sehen?
00:44:37Ich rufe dich an, ja?
00:44:41Wie du willst.
00:44:43Es ist mir alles so fremd geworden,
00:44:44seitdem Max tot ist.
00:44:47Ich, ähm...
00:44:51Ich brauche einfach ein bisschen Zeit, okay?
00:44:54Du, ich muss jetzt Schluss machen.
00:44:56Tschüss.
00:44:58Marie.
00:45:00Es geht dir gut.
00:45:07Das Wichtigste ist doch,
00:45:08dass es Marie gut geht.
00:45:13Wo gehst du hin?
00:45:15Schlafen.
00:45:30Gott.
00:45:32Musik
00:46:02Bei Max war es Liebe auf den ersten Blick
00:46:21Ich würde alles dafür geben, es ungeschehen zu machen
00:46:24Ich war seine Frau
00:46:26Wir hatten so viele Pläne
00:46:28Wenn du mir nicht verheimlicht hättest, wer mein richtiger Vater ist
00:46:31Dann würde Max jetzt noch leben
00:46:32Ich wusste von deinem Vater nur den Vornamen
00:46:34Was hätte ich denn tun sollen?
00:46:37Vielleicht suchen mit einem Detektiv?
00:46:40Ich hatte meinen Stolz
00:46:41Ich war noch nie einem Mann hinterhergelaufen
00:46:44Und dann war ich schwanger
00:46:46Wieso hast du mich eigentlich nicht abgetrieben?
00:46:51Daran habe ich nicht eine Sekunde gedacht
00:46:53Und wie war es, als du ihn wiedergesehen hast?
00:46:59Diese Nacht ist so weit her
00:47:00Julius lebt in einer anderen Welt
00:47:05Ich gebe zu, ich...
00:47:08Ich habe schon manchmal an ihn gedacht
00:47:10Ja
00:47:10Vielleicht hätten wir uns wirklich ineinander verliebt
00:47:18Aber ich glaube, wenn ich damals gewusst hätte, wer er ist
00:47:22Ich hätte mich nie mit ihm eingelassen
00:47:24Es war schon schwer genug, dass er verheiratet war
00:47:28Du dachtest, du kannst das Schicksal austricksen, hm?
00:47:39Papa?
00:47:43Papa?
00:47:47Papa?
00:47:47Marie!
00:47:51Entschuldigung, ich wollte dich stören
00:47:52Also, wenn du gerade in der Besprechung bist, dann komme ich später noch mal
00:47:55Nein, nein, Frau, meine Damen und Herren, wir sind gerade fertig
00:47:56Ich denke, wir sind uns einig
00:47:58Bis Monatsende bekommen Sie einen ersten Entwurf
00:47:59Bin ich sehr gespannt
00:48:00Ich bringe Sie noch raus
00:48:01Wiedersehen, Hallo
00:48:02Nein, danke, ich kenne den Weg
00:48:03Wiedersehen
00:48:04Tschüss
00:48:05Schön, dich wiederzusehen
00:48:13Na, wie geht's dir?
00:48:21Besser
00:48:22Du, ich, ähm
00:48:25Ich bin eigentlich nur gekommen, weil ich dich fragen wollte
00:48:28Oder weil ich wissen wollte, ob sich irgendwas
00:48:30Ja, ob sich irgendwas zwischen uns beiden geändert hat
00:48:33Jetzt, wo klar ist, dass ich nicht deine
00:48:35Marie
00:48:43Ich war dabei, als du auf die Welt gekommen bist
00:48:46Ich hab dir deine Windeln gewechselt
00:48:48Ich hab dich an deinem ersten Schultag zur Schule gebracht
00:48:51Du bist meine Tochter
00:48:52Egal, was passiert
00:48:54Was ich dir aber nicht abnehmen kann, ist die Entscheidung
00:49:02Ja, wie du dein Verhältnis zu mir künftig sehen willst
00:49:06Ich meine, ich
00:49:06Ich kann nicht beurteilen, was es für eine Rolle spielt
00:49:09Dass ich nicht dein leiblicher Vater bin
00:49:13Außerdem
00:49:16Es könnte ja sein, dass du es vorziehst, einer Prinzessin zu sein
00:49:20Ach, Quatsch
00:49:21Lieber als Marie Haller
00:49:23Papa
00:49:25Die Wartenburg sind mir doch sowas von egal
00:49:28Guck mal hier
00:49:30Was mache ich hier eigentlich?
00:49:48Ich hätte dich einfach weitersuchen sollen
00:49:50Ach komm
00:49:51Dein Vater hätte dich wahrscheinlich umgebracht, wenn du mit mir an der Hand erschienen wirst
00:49:57Eine bürgerliche
00:49:59Und dann auch noch schwanger
00:50:00Erinnerst du dich noch daran, wie wir eng umschlungen miteinander getanzt haben
00:50:08Und ich, verliebt wie ein Primana
00:50:11Mit deinen türkisfarbenen Augen badete?
00:50:18Lach nicht
00:50:19Es gab auch Zeiten, wo ich versucht war zu glauben
00:50:21Du wärst nur ein One-Night-Stand gewesen
00:50:25Brauchte es nicht
00:50:30Dann konnte ich mich nur so irren
00:50:34Und ich bin so irren
00:51:04Wir sind beide verheiratet.
00:51:07Ja, auf dem Papier.
00:51:10Seien wir doch ehrlich, Hanna.
00:51:14Alexa und ich, wir leben seit Jahren gemeinsam ein eigenes Leben. Unglücklich.
00:51:20Eine Scheidung käme für niemanden unerwartet.
00:51:25Mir geht das alles zu schnell.
00:51:27Es gibt nicht nur uns und Alexa und Jürgen.
00:51:31Es gibt auch noch Marie und ich...
00:51:33Ich weiß nicht, ob ich sie verstehen würde.
00:51:39Gib mir die Chance. Ich werde sie nicht noch einmal verstehen. Das verspricht.
00:51:51Reib ihn gut trocken. Ich habe ihn ziemlich ins Schwitzen gebracht.
00:51:55Na, komm.
00:51:57Ja.
00:52:03Ich muss mit dir reden.
00:52:16Muss das hier sein, Vater?
00:52:18Immerhin bringst du sie nicht ins Schloss.
00:52:20Was hast du vor?
00:52:24Ist sie deine Geliebte?
00:52:27Hältst du das für Rats?
00:52:29Über kurz oder lang wird sie von dir verlangen, dass du ihre Tochter anerkennst.
00:52:33So geht das nicht, mein Junge.
00:52:35Ja, du hast recht, Vater. So geht das nicht.
00:52:37Ich werde mich von Alexa trennen.
00:52:38Hast du dir mal überlegt, was passiert, wenn du dich von Alexa scheiden lässt?
00:52:44In der Sekunde, in der das Scheidungsunterhalt gesprochen sein wird, wird Alexa ihr Geld aus der Firma ziehen und die Kreditzusage ihres Bruders platzen lassen.
00:52:52Und das wird das Ende der Mattenbosche.
00:52:53Das wird sie nicht tun.
00:52:54Ja.
00:52:55Das ist Erpressung.
00:52:56Könntest du das wirklich verantworten?
00:52:59Dass wir untergehen mit Mann und Maus, nur weil du meinst, dich verwirklichen zu müssen?
00:53:04Ach, komm, Junge.
00:53:06Du hast Alexa sehr verletzt.
00:53:09Trotzdem hat sie dir verziehen.
00:53:10Sie ist eine sehr großzügige Frau.
00:53:12In jeder Hinsicht.
00:53:15Noch einmal darfst du sie nicht verletzen.
00:53:18Dazu hast du kein Recht.
00:53:23Komm her, komm, zack.
00:53:44Ah.
00:53:45Hier vorne die Webseite.
00:53:47Gut.
00:53:50Hallo?
00:53:51Wie geht's? Ich bin's.
00:53:52Besser.
00:53:54Marie ist bei uns.
00:53:56Wie ist es denn?
00:53:58Julius.
00:54:04Geht es dir gut?
00:54:06Nein.
00:54:09Ich werde verrückt, wenn ich an euch denke.
00:54:12Äh.
00:54:13Es ist alles nicht so einfach, nicht wahr?
00:54:15Was ist mit Marie?
00:54:17Was denkst du?
00:54:18Wird sie mich sehen wollen irgendwann?
00:54:20Sie denkt darüber nach, aber sie ist noch nicht so weit.
00:54:23Sag ich bitte, dass es mir sehr wichtig ist, ja?
00:54:26Okay.
00:54:27Tschüss.
00:54:30Ich verstehe es alles nicht.
00:54:33Noch vor ein paar Monaten, da waren wir eine ganz normale Familie.
00:54:36Und jetzt?
00:54:37Jetzt bricht plötzlich alles auseinander.
00:54:39Und das ist denn alles nur gelogen, was zwischen uns war.
00:54:44Und das ist ja auch nicht so weit.
00:54:44Aber...
00:54:44Hast du dich die ganzen Jahre immer nur nach diesem Prinzen gesehnt?
00:54:54Liebst du Papa überhaupt noch?
00:54:55Doch, natürlich.
00:54:58Es ist nur...
00:55:02Soll ich dir sagen, wie ich mich fühle?
00:55:06Es ist so, als hätte mir all die Jahre meine zweite Hälfte gefehlt.
00:55:11Ich habe es gar nicht mehr wahrgenommen, weil ich mich damit arrangiert hatte, mit nur einer Hälfte zu leben.
00:55:16Und jetzt hast du sie gefunden, ja? Deine andere Hälfte.
00:55:23Otto, bringen Sie mir das Gleiche wie meinen Bruder. Hallo.
00:55:36Na, was machst du hier am helllichten Tage?
00:55:38Musst du nicht in deinem Büro sein?
00:55:40Ich lasse gerade diesen grässlichen Teppichboden rausreißen.
00:55:42Dieses Graublock kann nicht mehr aufs Gemüt gehen.
00:55:44Und Dienstag wird er neu verlegt.
00:55:45Danke. Sind das die neuen Entwürfe?
00:55:47Ja.
00:55:48Ach, hier steckst du.
00:55:49Ein Zauberer.
00:55:54Na, Harald.
00:55:55Es kann nicht sein, ruhig.
00:55:56Es kann nicht sein, dass du die Entwürfe siehst, bevor Vater und ich einen Blick drauf geworfen haben, ja?
00:56:00Bin ich Geschäftsführer oder nicht?
00:56:02Der Zweite.
00:56:03Und die kannst du getrost vergessen.
00:56:05Ich war von vornherein dagegen, diese Amerikaner einzustellen, weißt du?
00:56:08Moment, sie haben genau das getan, was ich von ihnen verlangt habe.
00:56:11Das hier wird einschlagen wie eine Bombe, das garantiere ich dir.
00:56:14Mein lieber Harald, wir sollten uns mal dringend unterhalten.
00:56:16Offensichtlich bestehen da einige Missverständnisse, was die neue Linie angeht.
00:56:22Natürlich nur, wenn es eine Zeit erlaubt.
00:56:24Natürlich.
00:56:24Hast du das gesehen?
00:56:29Da sagst du gar nichts mehr was.
00:56:33Marie?
00:56:35Denkst du?
00:56:35Guten Tag.
00:56:59Hallo.
00:57:00Was wollen Sie?
00:57:03Ich möchte ganz gern ein bisschen mit Ihnen reden.
00:57:05Hier ist die Mailbox von Julius Warten.
00:57:31Sie können mir eine Nachricht hinterlassen nach dem Signalton.
00:57:35Ja, hier ist Hanna.
00:57:37Ich wollte eigentlich nur...
00:57:40Ach, Blödsinn.
00:57:44Julius, ich habe Sehnsucht nach dir.
00:57:50Soll ich den auch machen?
00:57:51Nein, ich mache das schon.
00:57:52Ah, hier ist er.
00:58:04So, danke.
00:58:10Also eine besonders kreative Köchin bin ich nicht gerade, aber...
00:58:13Na, ich hoffe, dass es schmeckt.
00:58:15Man kann ja nicht in allen Bereichen kreativ sein, ne?
00:58:17Oh, Ups.
00:58:20Ups.
00:58:24So.
00:58:35Wahrscheinlich weißt du auch nicht so ganz genau, was du von mir willst.
00:58:37Aber eins ist klar.
00:58:40Ich habe einen Vater.
00:58:41Der Platz ist besetzt.
00:58:46Jetzt weiß ich auch, warum Max sich in dich verliebt hat.
00:58:48Du bist ehrlich und offen.
00:58:50Das hat er immer sehr geschätzt.
00:58:53Prost.
00:58:56Prost.
00:58:56Ich weiß natürlich, dass ich nicht dein Vater sein kann.
00:59:10Aber ich bin sehr froh, sehr froh, dass es dich gibt.
00:59:16Wenn du mal ein Problem hast oder Hilfe brauchst,
00:59:19dann bin ich natürlich jederzeit für dich da.
00:59:21Vielleicht darf ich sogar ein Freund für dich sein.
00:59:30Damals in dieser Nacht in München.
00:59:34Wenn du meine Mutter wieder getroffen hättest,
00:59:36hättest du sie dann geheiratet?
00:59:38Ich meine, du hattest eine Frau und einen Sohn
00:59:39und meine Mutter war nur bürgerlich.
00:59:44Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.
00:59:47Es gibt Gesetze, Verpflichtungen.
00:59:49Ich war der einzige Sohn.
00:59:50Das bist du heute immer noch.
00:59:52Und eure Gesetze haben sich auch nicht großartig geändert, oder?
00:59:58Oh.
00:59:59Hallo.
01:00:00Hallo.
01:00:03Badenburg.
01:00:04Ich bin Friederike.
01:00:08Wolltest du nicht mit dem Essen auf mich warten?
01:00:10Das muss ich auf meine Kappe nehmen.
01:00:12Ich habe Marie gebeten, mir eure Wohnung zu zeigen.
01:00:16Wahrscheinlich habe ich die Neugier von ihm.
01:00:20Machen Sie mal keine Affäre aus diesem reinen privaten Besuch.
01:00:27Ich schätze keine privaten Besuche der Konkurrenz in meiner Firma.
01:00:30Ich weiß doch zu genau, dass Ihnen das Wasser bis zum Hals steht.
01:00:33Meine Graf Tumari Haller würde ihre Firma gut tun.
01:00:35Lassen Sie mal die Kirche im Dorf, bitte.
01:00:37Herr Leitner.
01:00:38Hallo, Marie.
01:00:39Hallo.
01:00:39Das wird ja immer schöner.
01:00:40Fängt es ja auch schon bei Ihnen an?
01:00:42Ich wollte nicht stören.
01:00:43Ich wollte dir nur sagen, wenn du willst, dann können wir es probieren.
01:00:47Sie vergessen, dass Sie einen Vertrag mit mir haben.
01:00:50Sie können ja nicht so einfach anfangen.
01:00:51Bitte?
01:00:53Der Prinz ruft und das Aschenputtel kommt.
01:00:55Aber eins sage ich Ihnen, nicht mit mir.
01:00:57Ich gehe vor Gericht.
01:00:58Ich darf mich doch hier nicht zum Narren machen.
01:01:11Frau Leit.
01:01:14Was hat er denn gemeint?
01:01:16Er glaubt, dass ich dich abwerben wollte.
01:01:19Leitner ist mein größter Konkurrent.
01:01:21Er weiß, dass ich dringend junge, frische Designer suche.
01:01:24Und?
01:01:24Hat er recht?
01:01:25Bist du nur an meinem Talent interessiert?
01:01:27Ach, Blödsinn.
01:01:30Marie, natürlich wäre ich froh, wenn du bei mir arbeiten würdest.
01:01:32Aber ich wollte ihn einfach nur sehen.
01:01:35Siehst du?
01:01:36Genau das ist es.
01:01:38Du brauchst mich für deine Firma.
01:01:39Deswegen hast du dich bei mir eingeschleimt.
01:01:41Und ich will, dass ich für deine Konkurrenz arbeite.
01:01:43Wenn du dich nämlich für mich interessiert hättest, ja?
01:01:45Dann hättest du dich nämlich schon viel früher gemeldet.
01:01:49Marie, das stimmt doch nicht.
01:01:50Das ist doch nicht wahr.
01:01:55Guten Morgen, Marie.
01:02:07Morgen.
01:02:08Alles in Ordnung?
01:02:09Klar.
01:02:10Ich bin nur ein bisschen spät dran.
01:02:11Haben Sie Leiter schon gesehen?
01:02:12Ich wollte gerade zu Ihnen.
01:02:14Wir haben Termin beim Maschinenbauer.
01:02:15Wir treffen uns dort.
01:02:16Wenn Sie ihn sehen, können Sie ihm dann bitte sagen, dass es nur ein Missverständnis war?
01:02:20Oder, ach Quatsch, sagen Sie ihm einfach, dass ich ihn ganz dringend sprechen muss.
01:02:23Das ist wichtig.
01:02:24Was ist denn passiert?
01:02:25Nichts.
01:02:25Das nur, ich glaube, er hat da irgendwas falsch verstanden.
01:02:28Und wenn ich das nicht ganz schnell klarstelle, dann verliere ich wahrscheinlich meinen Job.
01:02:31Das kann ich mir nicht vorstellen.
01:02:33Ladner ist ganz begeistert von Ihnen an Würfen.
01:02:35Aber ich sage es Ihnen.
01:02:37Marie, machen Sie sich nicht so viel Gedanken.
01:02:40Okay.
01:02:40Okay.
01:02:46Hallo?
01:02:58Ich bin's.
01:03:00Jürgen!
01:03:01Wo bist du?
01:03:03Hör zu, Hanna.
01:03:04Ich werde eine Weile im Hotel wohnen.
01:03:07Aber du wolltest doch heute nach Hause kommen.
01:03:12Es ist besser so.
01:03:13Ich brauche Zeit.
01:03:14Und irgendwie Abstand.
01:03:16Ja, ja, natürlich.
01:03:18Das, das verstehe ich.
01:03:21Ich, ich, ich dachte nur, ich habe mich so gefreut, dich zu sehen.
01:03:30Weil es mit Julius nicht klappt?
01:03:35Marie hat mir alles erzählt.
01:03:38Hanna, ich kann mir vorstellen, wie du dich jetzt fühlst.
01:03:40Und es tut mir auch wirklich leid, nur als Lückenbüßer taue ich nicht mehr.
01:03:47Du warst nie ein Lückenbüßer.
01:03:50Da bin ich mir nicht so sicher.
01:03:51Sie werden sehen, in zwei Jahren gehe ich in die Börse und gehe die Poste richtig ab.
01:04:08Ja.
01:04:09Ich versichere Ihnen, unter meiner Führung weht ja ein anderer Wind.
01:04:12Die muss ich gleich erreichen.
01:04:12Wenn ich meine neuen Räumlichkeiten erst mal bezogen habe, starte ich durch.
01:04:15Ja.
01:04:16Ich bitte Sie.
01:04:17Der Name Wartenborg steht für Qualität.
01:04:19Die haben in den letzten Jahren einfach nur den Trend verschlafen.
01:04:22Was ja auch nicht weiter verwunderlich ist, wenn man die Nase nie aus dem Schloss heraussteckt.
01:04:26Einmal mehr, bitte.
01:04:27Was gibt es denn so wichtig?
01:04:28Erstens.
01:04:29Sämtliche Neueinstellungen werden mit mir abgesprochen.
01:04:32Zweitens.
01:04:33Die Richtlinien für das Design werden mit mir besprochen.
01:04:36Drittens.
01:04:36Die Presse redet ausschließlich nur mit mir.
01:04:39Und viertens.
01:04:40Auf Messen nach Osaka oder Köln reise ausschließlich ich.
01:04:44Ist das klar?
01:04:45Ach, wieder von den Toten auferstanden?
01:04:47Umso besser.
01:04:48Bringen wir das Schiff wieder ins richtige Fahrwasser.
01:04:52Noch was, Harald.
01:04:53Du bist zwar der zweite Geschäftsführer und hältst vorübergehend die Mehrheit der Anteile einer Firma.
01:05:00Aber das tägliche Geschäft bestimmen immer noch mein Vater und ich.
01:05:05Und ohne unsere Zustimmung geht gar nichts.
01:05:09Überhaupt nichts.
01:05:12Damit du verstehst, was ich meine.
01:05:23Das ist Privatgrund.
01:05:42Ich möchte Sie bitten, sich zu entfernen.
01:05:44Sie wissen, wer ich bin, nicht wahr?
01:05:49Es ist wirklich wunderschön hier.
01:05:51Ich verstehe, dass Sie Angst haben.
01:05:53All das hier könnte in falsche Hände geraten, Fürst Wartenbock.
01:05:56Sie verstehen gar nichts.
01:05:58Sonst wären Sie nämlich nicht hier.
01:06:00Sonst würden Sie meinen Sohn in Ruhe lassen.
01:06:03Finden Sie nicht, dass Sie schon genug Unglück in meine Familie gebracht haben.
01:06:06Wenn ich mich von Alexa trenne, wird sie mit absoluter Sicherheit das Geld aus der Firma ziehen und Wartenbock in den Ruinen stürzen.
01:06:24Habe ich überhaupt das Recht, das Glück des Individuums über das Glück der Familie zu stellen? Was meinst du?
01:06:34Geht es um Glück? Oder um Geld?
01:06:40Gute Frage.
01:06:48Aber vielleicht ist das nicht mehr miteinander zu trennen, wenn es sich um so einen alten Familienbesitz handelt.
01:06:54Und was ist mit dir?
01:07:02Brauchst du die Firma so sehr?
01:07:06Ich weiß es nicht.
01:07:09Aber wenn alles um einen herum zusammenbricht, dann gibt die Firma und die Familie schon eine Menge Halt.
01:07:15Julius, ich habe...
01:07:16Sind Sie hier, um die Alimente der letzten 20 Jahre einzuklagen?
01:07:30Schade.
01:07:32Julius, hast du die Kleine überhaupt schon anerkannt?
01:07:36Alexa, bitte.
01:07:37Es gibt auch Leute, die nicht nur ans Geld denken.
01:07:42Das beruhigt mich.
01:07:45Auf Wiedersehen.
01:07:46Und...
01:07:48viel Glück.
01:07:56Ich hatte dich gebeten, den Kontakt zu ihr abzubrechen.
01:07:58Zu wem ich Kontakt halte und zu wem nicht, das entscheide immer noch ich selbst, ja?
01:08:07Ich glaube, das siehst du falsch.
01:08:13Übrigens, ich fliege mit Harald nach Köln zur Messe.
01:08:17Es wird Zeit, dass ich mich selbst um die Geschäfte komme.
01:08:19Ja, ich schaue mal.
01:08:23Marie!
01:08:25Hast du keinen Schlüssel?
01:08:27Nee, den habe ich irgendwie verlegt.
01:08:30Und, wo warst du?
01:08:32Bei Julius?
01:08:34Ja, ich, ähm...
01:08:37Ich habe mich da wohl ein bisschen verrannt in der letzten Zeit, aber...
01:08:41Das ist jetzt vorbei.
01:08:46Was wolltest du denn von uns?
01:08:49Ich wollte dich eigentlich nur warnen.
01:08:52Julius von Wartenburg.
01:08:54Er ist vielleicht nicht ganz ehrlich.
01:08:56Er hat so getan, als...
01:08:58ging es ihm um mich.
01:09:00Als wollte er seine Tochter kennenlernen.
01:09:02Ihr habt euch getroffen.
01:09:04Aber es wäre besser gewesen, wenn nicht.
01:09:07Im Grunde ging es ihm nur um meine...
01:09:09Wie sagt man so schön?
01:09:11Arbeitskraft.
01:09:13Wartenburg hat wohl immense Probleme.
01:09:16Er wollte mich schlicht und einfach abwerben.
01:09:18Und dann hat er die Familienbande heraushängen lassen, damit es leichter geht.
01:09:21Bist du sicher, dass du nichts weißt?
01:09:22Mama!
01:09:24Ich habe deswegen fast meinen Job bei Leitner verloren.
01:09:30Und?
01:09:31Wie sehe ich aus?
01:09:32Super.
01:09:34Okay.
01:09:35Toll, toll, toll, toll.
01:09:44Sie sehen toll aus.
01:09:46Ihr Zoffertiefen nach dem Film.
01:09:49Danke.
01:09:51Ähm...
01:09:52Hallo.
01:09:53Wollen wir?
01:09:54Okay.
01:09:54Renate hat die Koffer gepackt.
01:10:02Was soll das?
01:10:03Ich fliege morgen nach Köln, wie du weißt, ist Messe.
01:10:05Sag mal, meinst du nicht, ich sollte auch über deine Reisen informiert werden und nicht
01:10:08nur das Hausmädchen?
01:10:10Außerdem wollte ich dich auf die Messe begleiten.
01:10:12Das Haus Wartenburg wird von Vater und von mir vertreten.
01:10:15Verdammt nochmal, warum willst du nicht, dass ich mich in die Firma einbringe?
01:10:18Weil du keine Ahnung hast von diesem Geschäft.
01:10:21Seit 20 Jahren interessierst du dich nicht für die Firma.
01:10:29Entschuldige, Alexa.
01:10:31Aber es geht nicht mehr mit uns.
01:10:33Naja.
01:10:34Wenigstens bist du ehrlich.
01:10:36Aber leider hast du die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
01:10:39Ich werde dich auf die Messe begleiten, ob du es willst oder nicht.
01:10:42Ja, und wenn schon nicht aus geschäftlichen Gründen, dann aus repräsentativen.
01:10:45Dann irgendwann wirst du Chef vom Hause Wartenburg.
01:10:47Genau das ist der Punkt.
01:10:49Frau des Chefs zu sein, nicht?
01:10:52Nur darum geht es dir.
01:10:54Ja.
01:10:55Nur darum geht es mir.
01:11:07Ich habe schon gedacht, du willst endgültig erst mal im Leben verschwinden.
01:11:10Ich hätte es in der Wege umgezogen.
01:11:12Aber?
01:11:17Wir hatten eine gute Zeit miteinander, Anna.
01:11:29Aber es ist vorbei.
01:11:32Was soll das heißen, dass...
01:11:36Was würdest du tun, wenn Julius sich von seiner Frau und seiner Familie trennen könnte?
01:11:40Ich kann gar nicht glauben, dass du den Film zum ersten Mal gesehen hast.
01:12:05Und ich kann nicht glauben, dass du den Film schon zum zehnten Mal gesehen hast.
01:12:10So ein Kitsch.
01:12:12Aschenputt ist wirklich nichts dagegen.
01:12:14Sag dir Prinzessin und gib dem Armkaufmann Eintritt.
01:12:18Was soll denn das?
01:12:18Nichts.
01:12:21Da brauchst du mich gar nicht so anzufunkeln.
01:12:23Das war Quatsch.
01:12:25Ich bin keine Prinzessin.
01:12:27Sehr gut.
01:12:29Das ist mir nur so rausgerutscht, weil alle darüber reden, was dein Vater Prinz Julius ist.
01:12:32Ja und?
01:12:33Scheißegal, wer oder was mein Vater ist.
01:12:36Ich bin auf jeden Fall keine Prinzessin.
01:12:39Das ist wahrscheinlich auch besser so.
01:12:40Sonst hätte ich nur lernen müssen, mit Messer und Gabel zu essen.
01:12:59Ich will die Scheidung, Alexa.
01:13:01Ich habe sehr lange und gründlich darüber nachgedacht.
01:13:13Ich meine, wenn du Wadenburg vernichten willst, dann musst du es tun.
01:13:18Mit der Drohung hältst du mich nicht mehr.
01:13:22Was redest du denn da?
01:13:23Ich will doch Wadenburg nicht vernichten.
01:13:25Ich will es retten.
01:13:26Julius, du kannst nicht einfach alles hinschmeißen.
01:13:29Ich meine, wir sind seit 25 Jahren verheiratet.
01:13:32Würde mich sehr darüber freuen, wenn du deine Drohung zurücknehmen könntest.
01:13:36Und wenn dein Bruder nicht gleich das Geld aus der Firma erziehen würde.
01:13:40Nur weil wir vielleicht nicht mehr verheiratet sind.
01:13:43Ich wäre dir sehr dankbar dafür.
01:13:50Für keine Dankbarkeit.
01:13:53Ich will dich.
01:13:58Bist du mir neid?
01:13:59Bist du mir bitte auf?
01:14:05Oder muss ich mit Gewalt?
01:14:06Darf ich dir eine ehrliche Frage stellen?
01:14:27Wenn ich keinen Titel hätte, ja?
01:14:33Kein Schloss.
01:14:35Keine Firma, kein Job.
01:14:38Ich dich aber lieben würde wie keine andere Frau auf dieser Welt.
01:14:44Wolltest du mich dann immer noch haben wollen?
01:14:49Ja.
01:14:49Ich geh mal regulatorisch.
01:14:51Ja.
01:14:51Untertitelung des ZDF, 2020
01:15:21Untertitelung des ZDF, 2020
01:15:51Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:21Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:23Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:25Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:27Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:29Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:31Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:33Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:35Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:37Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:39Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:41Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:43Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:45Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:47Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:49Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:51Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:53Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:55Der war lange in den USA und seit ein paar Monaten ist er Geschäftsführer bei Wartenborg und kümmert sich über die Fusion der beiden Unternehmen.
01:17:01Bei Wartenborg Kristall?
01:17:03Ja.
01:17:04Soll das etwa heißen, dass Wartenborgs mit Leitner zusammengehen?
01:17:07Sieht so aus. Obwohl, schon komisch, ne?
01:17:10Ja.
01:17:11Julius von Wartenborg hat bisher allen Fusionsangeboten widerstanden.
01:17:15Ja, es ist vorbei, endgültig. Gott sei Dank. Sehr mühsam.
01:17:20Ich bin eigentlich auf dem Weg zu dir, aber ich möchte vorher noch mit Marie sprechen. Ich will die Sache zwischen uns klären.
01:17:26Also, wie es gleich haben.
01:17:30Was für ein Zufall.
01:17:34Hallo.
01:17:35Ich wollte gerade zu dir.
01:17:37Sag mal, weißt du, dass dein Geschäftsführer Harald von Tannheim eine Fusion mit Leitner plant?
01:17:42Unmöglich.
01:17:43Dazu hat dich niemand autorisiert.
01:17:45Wenn man vom Teufel spricht?
01:17:49Harald!
01:17:51Wie ich sehe, weißt du schon alles.
01:17:52Wenn du willst, erkläre ich dir die Sache ganz genau.
01:17:56Das ist nicht dein Ernst, ha? Du willst mit Leitner fusionieren?
01:18:00Vater und ich werden das zu verhindern wissen.
01:18:03Schon mal was von feindlicher Übernahme gehört, lieber Schwager?
01:18:05Und vergiss nicht, dass nur mir die Mehrheit der Firma Wartenborg gehört.
01:18:08Was wollen Sie?
01:18:12Mehr Geld, eine leitende Position, Macht?
01:18:14Können Sie alles haben?
01:18:15Ich will kündigen.
01:18:16Was soll das?
01:18:17So was ist üblich in der Geschäftswelt.
01:18:18Die Großen schlucken die Kleinen.
01:18:20Sagen Sie mal, haben Sie mich eigentlich eingestellt, weil ich Talent habe oder weil Sie meinen Vater eins auswischen wollten?
01:18:24Jetzt seien Sie mal nicht so empfindlich.
01:18:26Da habe ich doch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
01:18:28Fliege?
01:18:29Mhm.
01:18:29Schönen Tag noch, Herr Leitner.
01:18:34Leicht habe ich es mir nicht gemacht. Das kannst du mir glauben.
01:18:37Du wirst es doch hoffentlich nicht bereuen, oder?
01:18:41Das kann ich dir nicht versprechen.
01:18:51Jetzt musst du mich auch noch mit durchfüttern.
01:18:54Ich habe gekündigt.
01:18:57Das verstehe ich nicht. Der Job hat dir doch gefallen.
01:18:59Ja, der Job schon, aber ehrlich gesagt, weißt du, als Kind, da habe ich immer diese kleinen Kristallfiguren bewundert, die eine Firma Wartenburg gemacht hat.
01:19:11Zuerst Kommunion habe ich dann ehrlich eine bekommen.
01:19:14Es war ein kleiner Schwan.
01:19:17Irgendwann hat ihn dann eine Freundin von mir fallen lassen.
01:19:20Mama hat mich getröstet und hat gesagt, weißt du was, wir gehen jetzt zu den Wartenburgs und kaufen dir einen neuen.
01:19:24Und jetzt soll es Wartenburg nicht mehr geben?
01:19:31Das kannst du nicht zulassen.
01:19:36Das liegt nicht mehr in meiner Macht.
01:19:40Das glaube ich dir nicht.
01:19:40Was machst du denn hier?
01:20:08Die haben mir am Schloss gesagt, wo ich dich finde.
01:20:09Ich wollte dir nur sagen, ich bin nicht mehr überleid, nah.
01:20:18Was?
01:20:20Und was machst du jetzt?
01:20:21Jetzt mache ich erst mal ein, zwei Monate Urlaub mit dem Boot.
01:20:25Du kommst doch aber wieder, oder?
01:20:27Denkst du, ich werde meine Kristallprinzessin hier allein ihrem Schicksal überlassen, hä?
01:20:31Das machst du nie wieder, ja?
01:20:33Hey!
01:20:33Was war denn das?
01:20:37Hast du ein Problem damit, mit einer Prinzessin zu sein?
01:20:39Ich bin Marie.
01:20:40Ob adlig oder nicht, Marie.
01:20:42Hallo Johannes, hast du schon mit Harald gesprochen?
01:21:02Ja, was hat der Harald mir schon zu sagen?
01:21:04Ich habe ihn und Leitner gebeten, trotz der Fusion die Marke Wartenburg zu erhalten und die gesamte Belegschaft zu übernehmen.
01:21:10Das heißt, es wird niemand entlassen und du kannst weiterhin Wartenburg-Kristall im Laden kaufen.
01:21:14Danke.
01:21:16Sigrid, wie du willst.
01:21:19Danke.
01:21:20Sie sollten kämpfen.
01:21:36Wozu?
01:21:38Meine Firma gehört nicht mehr mir.
01:21:41Mein Sohn hat mich verlassen und ich bin alt.
01:21:43Unterlagen.
01:21:46Sie haben eine Enkelin.
01:21:47Das täuscht.
01:21:51Ich bin eine gute Designerin.
01:21:52Stellen Sie mich ein und dann lassen Sie uns zusammen kämpfen.
01:21:55Für so eine tolle Firma muss doch Geld aufzutreiben sein.
01:21:58Und woher weiß ich, dass du nicht nur an dein Erbe denkst?
01:22:00Jetzt hören Sie doch mal auf, so einen Schwachsinn zu denken.
01:22:02Ist mir doch vollkommen egal, wer hier was erbt.
01:22:04Es geht hier um einen Traditionsbetrieb, der die schönsten Träume aus Kristall herstellt.
01:22:08So was kann man doch nicht einfach untergehen lassen.
01:22:15Ich brauche Sie Schampanen.
01:22:16Sehr gut.
01:22:17Geben Sie mir auch ein Glas Champagner, Otto.
01:22:23Sehr gut.
01:22:24Gibt es etwas zu feiern?
01:22:29Danke, Otto.
01:22:36Du wirst ja nicht etwa vernünftig geworden sein, hm?
01:22:39Einer muss ja anfangen.
01:22:43Ich werde versuchen, meinen Sohn zurückzuholen.
01:22:46Das nimmst du vernünftig.
01:22:50Dein Sohn hat uns verlassen.
01:22:51Johannes, ich muss dich sprechen.
01:22:52Johannes, ich muss dich sprechen.
01:22:52Ich auch.
01:22:53Ich muss auch mit dir reden.
01:22:55Was soll das?
01:22:56Johannes, hast du vergessen, was Julius uns angetan hat?
01:22:58Bitte, sei bitte mal ein Stück.
01:23:01Ich bin ein starrsinniger Hund.
01:23:02Ich weiß auch nicht, ob ich alles akzeptieren kann, was du tust und denkst, aber wenn du willst, könnte ich es versuchen.
01:23:10Also so einfach, wie ihr euch das vorstellt, geht das nicht.
01:23:16Ich habe nicht vor, mich scheiden zu lassen.
01:23:19Ich hoffe, aber auch du wirst dich scheitern nicht einreichen.
01:23:22Oder möchtest du in der Öffentlichkeit schmutzige Wäsche waschen?
01:23:25Außerdem sind mein Bruder und Leitner noch in der Firma.
01:23:28Und mit den beiden wünsche ich dir sehr viel Glück.
01:23:35Ein harter Morgen.
01:23:36Aber wir haben eine reelle Chance, denn ich...
01:23:39Hanna hat schon Kontakte zu möglichen Geldgebern geknüpft.
01:23:42Aha.
01:23:43Und ich kann wohl das Wichtigste beisteuern, was wir brauchen können.
01:23:51Marie hat eine Wirtschaftsdetail mit der Überprüfung von Haralds Vorleben beauftragt.
01:23:56Und ich habe gerade einen Anruf bekommen.
01:23:58Stellt euch vor, Harald wird in den USA wegen Unterschlagung gesucht.
01:24:02Er hat Millionen veruntreut.
01:24:04Das Geld, was er uns geliehen hat, das gehört ihm gar nicht.
01:24:07Und deshalb ist auch sein Einstieg in unsere Firma null und nichtig.
01:24:10Das heißt, die Fusion ist vom Tisch.
01:24:13Gut, dass wir eine so tolle Familie sind.
01:24:16Frisches, junges Blut für neuen Schwung in unsere Firma.
01:24:28Alexas Anwalt hat angerufen.
01:24:30Sie will die Scheidung.
01:24:31Und zwar so schnell wie möglich.
01:24:32Offensichtlich hat sie sich verliebt.
01:24:34Und jetzt willst du mich also sofort heilen.
01:24:36Warum?
01:24:36Es geht doch auch so.
01:24:37Warum?
01:24:38Weil ich dich liebe.
01:24:40Oder weil du willst, dass ich deinen Namen trage.
01:24:42Na, so schlecht klingt der Name dann auch wieder nicht.
01:24:45Oder fürchtest du dich davor, Prinzessin zu werden?
01:24:48Mein Name ist auch ein guter Name.
01:24:50Okay, okay.
01:24:52Dann bekommst du eben einen Doppelnamen.
01:24:54Warum auch nicht?
01:24:55Hm?
01:24:56Das Wichtigste ist doch, dass du jetzt meine Frau bist und wir für den Rest unseres Lebens zusammenbleiben.
01:25:02Das Herz der Wartenborgs schlägt wieder.
01:25:12trenne ich mich nicht.
01:25:14Das Herz der Wagen bestimmt hat.
01:25:16Ich ich bin bei dir für zwei.
01:25:17Junge Kate,
01:25:18das daheetsin.
01:25:18Wenn ich mir ist,
01:25:18vorbei sie dafürartt.
01:25:19jakiś tag Jesús.
01:25:21Untertitelung des ZDF, 2020
01:25:51Untertitelung des ZDF, 2020