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  • 6 months ago
Die Polizei vermutet, dass ein Junkie-Pärchen Zeuge eines Polizistenmordes geworden ist.

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Transcript
00:00Musik
00:27Tita, die Musik, das ist zu laut.
00:29Viel zu laut.
00:30Man hat ihnen doch verboten, so laute Musik zu spielen.
00:34Es ist ein Ärger für das ganze Haus, verstehen Sie?
00:40Antworten können sie wohl nicht.
00:43Zu dir sprichst du denn da?
00:44Na siehst du doch, auf die sie uns bricht kein Wort.
00:49Wegen der Musik spreche ich mit ihr.
00:51Na was wird sie sein?
00:53Voll wird sie sein!
00:59Ja?
01:00Ja.
01:01Wie viel?
01:02Genug.
01:03Im Auto?
01:05Im Hausflo.
01:06Also komm jetzt, komm, komm, mach.
01:23Halt's echt nicht mehr aus.
01:24Die Musik war wieder zu laut.
01:28Als Hausbesitzer muss ich dem nachgehen.
01:30Herr Gossmann, wir haben jetzt keine Zeit.
01:31Ja, verstehe ich schon.
01:33Aber ich muss Sie bitten, sich im Hause ruhig zu verhalten.
01:36Man soll nicht erfahren, dass ich eine Dachwohnung an Drogenabhängige vermietet habe.
01:40Ist das wieder soweit?
01:41Ja, es ist wieder soweit.
01:42Das Problem ist, dass man es euch immer wieder ansiegt, wenn es euch...
02:12Ich wünschte, dass du dich einmal so fühlst, wie ich mich jetzt fühle.
02:19Ich hoffe.
02:20So doof möchte ich auch mal sein.
02:22Und?
02:23Wollt schon kräftig geahmelt?
02:27Ich dachte mir, es soll einen Mund halten.
02:32Setz euch da vorne hin, da ist noch keiner da.
02:35Aber Jürgen kommt doch.
02:37Das musst du doch wissen.
02:40Eigentlich alle mal.
02:41Ich kenne keine Namen.
02:42Ich kenne weder dich, noch dich, noch irgendeinen Jürgen.
02:45Klar?
02:46Klar.
02:47Ja.
02:48Ja.
02:49Ja.
02:50Ja.
02:51Ja.
02:52Ja.
02:53Ja.
02:54Ja.
02:55Ja.
02:56Ja.
02:57Ja.
02:58Ja.
02:59Ja.
03:00Ja.
03:01Ja.
03:02Ja.
03:03Ja.
03:04Ja.
03:05Ja.
03:06Ja.
03:07Ja.
03:08Ja.
03:09Ja.
03:10Ja.
03:11Ja.
03:12Ja.
03:13Ja.
03:14Ja.
03:15Ja.
03:16Ja.
03:17Ja.
03:18Ja.
03:19Ja.
03:20Ja.
03:21Ja.
03:22Ja.
03:23Ja.
03:24Ja.
03:25Ja.
03:26Ja.
03:27Tschau.
03:28Tschau.
03:36Das ist er.
03:39Was gibt's?
03:40Hier. Der hier, das ist Jürgen Soest.
03:42Wir haben eine Chance, ihn zu erwischen.
03:45Wo ist er gerade?
03:46Am Baldeplatz.
03:47Im Moment wickelt er die Geschäft im Wagen ab.
03:50Der Wagen fährt Richtung Holzstraße.
03:52Sag ihm, er soll dranbleiben. Wir fahren sofort los.
03:57Such da vorne einen Parkplatz.
04:13Wer soll kommen?
04:16Wer soll jetzt kommen?
04:19Der Wagen steht gerade vor dem Lokal.
04:21Steigst du nicht aus?
04:28Ich kann mich täuschen, aber ich hab ...
04:31... seit einer Stunde das Gefühl, als ob uns jemand folgt.
04:35Ich hab nichts gesehen.
04:37Der Knast wäre das Letzte, was ich mir vorstellen könnte.
04:40Die ersten Monate sind schlimm, aber dann gewöhnst du dich dran.
04:43Ich glaub, ich würd's nicht überleben.
04:45Soll ich weiterfahren?
04:46Soll ich weiterfahren?
04:47Nein, nein, bleib hier.
04:57Ja?
04:59Jürgen hier.
05:01Wie ist denn bei dir die Zimmertemper?
05:02Angenehm, angenehm.
05:03Ich muss dich nicht warm anziehen.
05:04Der Wagen steht noch vor dem Lokal.
05:19Der Fahrer ist im Wagen.
05:20Soest ist ausgestiegen.
05:21Er ist in den Hof gegangen.
05:22Ihr beiden nehmt immer den Wagen fest.
05:23Ich geh über den Hof.
05:24Soest ist ausgestiegen.
05:25Soest ist ausgestiegen.
05:26Er ist in den Hof gegangen.
05:28Ihr beiden nehmt immer den Wagen fest.
05:29Ich geh über den Hof.
05:30Hus going upnicos.
05:31Wo sind denn는?
05:34Ok, so ho 되어.
05:36Und der Motor statements her?
05:37Soest ist nehmt immer den Wagen fest.
05:38Soest istVorpommern, die Pfe działern, oder?
05:40Soest ist ausgestiegen.
05:41Soest ist ausgestiegen.
05:42Er ist in den Hof gegangen.
05:46Ihr beiden nehmt immer den Wagen fest.
05:47Ich geh über den Hof.
05:50Mal allow.
05:55Was ist denn los?
06:25Bleib du hier, ich geh rein.
06:50Hat dieses Lokal einen Ausgang zu oben?
06:55Ich hab nicht verstanden.
07:00Ob dieses Lokal einen Ausgang zum Hof hat?
07:04Ja, wieso?
07:07Ach so.
07:09Wenn Sie hinten zum Klo gehen, gibt's einen Gang zum Hof.
07:13Danke.
07:25Gerd?
07:26Gerd?
07:32Gerd?
07:41Gerd?
07:42Hallo, Gerd!
07:43Hallo, Gerd!
07:50Was ist passiert?
07:51Kuhnert?
07:52Gerhard Kuhnert?
07:56Gerhard Kuhnert.
08:01Herr Stochen.
08:10Die Gäste im Lokal?
08:12Niemand hat das Lokal verlassen, dafür habe ich gesorgt.
08:15Vor zwei Stunden haben wir uns noch ein Präsidium getroffen.
08:19Jetzt habe ich alles hinter mir, sagt er.
08:22Seminare, Kurse.
08:25Ein Experte bin ich jetzt.
08:26Ein Experte.
08:40Wer ist es?
08:45Stehen Sie mal auf.
08:46Wieso? Warum soll ich schon wieder aufstehen?
08:49Haben Sie gehört, Sie sollen aufstehen?
08:55So entstehe ich. Und?
08:56Er hat mich doch schon mal verhört, oder so nennt ihr das doch.
09:01Er hat mich durchsucht, er hat mich gefilzt, er weiß, was ich am Körper trage, aber offensichtlich nicht das, was ihr sucht.
09:08Das ist der Mann, den wir schon den ganzen Vormittag observiert haben, der auf seiner Verkaufstour war.
09:13Wie sind Sie, wie sind Sie in das Lokal gekommen? Auf welchen Medien?
09:25Er ist über den Hof gegangen.
09:27Lassen Sie Ihnen das sagen.
09:29Spielt es eine Rolle, wie ich hier angekommen bin?
09:31Ich bin über den Hof gegangen, weil ich einen Parkplatz gesucht habe.
09:36Der Polizeibeamte, der Ihnen gefolgt ist, ist tot.
09:41Das habe ich schon fünfmal gehört.
09:45Aber ich kann nur wiederholen, ich habe keine Ahnung, ob mir jemand gefolgt ist oder nicht.
09:49Egal aus welchen Gründen auch.
09:52Ich bin hier reingekommen, habe mich hierher gesetzt und wie Sie sehen, habe ich einen Whisky bestellt.
09:57Das ist alles.
09:59Er lügt.
10:00Und Sie, Sie alle wissen, dass er lügt.
10:04Was ist passiert, hä?
10:05Na los, erzählen Sie es.
10:06Was haben Sie gesehen oder gehört?
10:12Alle Süchtige, die auf Stoff gewartet haben.
10:16Wir halten alle dicht.
10:18Der Mann ist erstochen worden, habe ich gehört.
10:21Und das ist im Grunde ganz einfach, dann suchen Sie doch das Messer.
10:26Also, ich habe keines.
10:27Harry, wir brauchen die Personalien aller Leute hier.
10:36So.
10:38Und Sie sind vorläufig festgenommen.
10:41Hier, die ersten Protokolle.
10:52Hältst du es noch aus?
10:55Krämpfe.
10:57Im Moment wäre ich echt zu allem fähig.
11:03Tja, es gibt keine Aussage, in der man was anfangen kann.
11:07Es hat natürlich niemand was gesehen.
11:09Der Soest ist ja reingekommen.
11:11Den kennt natürlich auch niemand.
11:12Hat sich an den Tisch gesetzt.
11:14Tja, das war alles.
11:16Von der Tatwaffe keine Spur.
11:17Und von Heroin ebenfalls keine Spur.
11:20Den Stoff haben Sie im Klo runtergespült.
11:23Wie auch immer.
11:24Jedenfalls können wir dem Soest nichts nachweisen.
11:27Ach was, er ist der Mörder.
11:28Und daran besteht für mich nicht der geringste Zweifel.
11:32Daher ist es, klar.
11:33Ganz ohne Zweifel.
11:36Aber jeder Winkeladvokat holt ihn da raus, ohne sich groß anstrengen zu müssen.
11:40Kann ich die nächsten reinschicken?
11:42Ja.
11:45Also die Zeugen werden nicht reden.
11:48Warum nicht?
11:49Weil sie keinen Stoff mehr bekommen würden.
11:56Tja, Ihren Namen bitte.
12:00Was?
12:02Ihr Name?
12:05Holger Küster.
12:07Kann er das nicht selber sagen?
12:09Er versteht Sie nicht.
12:12Was begreifen Sie eigentlich, wenn Sie das nicht begreifen?
12:15Mehr als Sie glauben.
12:18Entzugserscheinungen.
12:20Na gut.
12:21Dann kann ich Sie ja gleich weiterfragen.
12:24Warum waren Sie gestern im Lokal?
12:27Wollten Sie Stoff kaufen?
12:29Von wem?
12:31Von Jürgen Soest, nicht wahr?
12:33Auf den Sie gewartet haben.
12:38Wieso wollen Sie diese Frage nicht beantworten?
12:40Weil ich Sie nicht verstehe.
12:44Wollen Sie sie nicht verstehen?
12:53Ihre Ausweise.
12:56Holger Küster und Dina Wolf.
13:00Haben Sie nur die Studentenausweise dabei?
13:02Was studieren Sie?
13:06Herr Jura, ich Geschichte und Deutsch.
13:10Sind Sie auch abhängig?
13:15Ich meine, Sie verstehen doch noch, was ich Sie frage, oder?
13:19Ja.
13:19Also, was ist denn im Lokal passiert?
13:23Was ist da geschehen?
13:25Wir sind nicht in der Lage, wir beide nicht solche Fragen zu beantworten.
13:29Sie könnten aber, Sie wollen nicht.
13:32Ich kann nicht.
13:34Verstehen Sie?
13:36Was Sie fragen, ist für uns nicht wichtig.
13:38Es interessiert uns auch nicht.
13:45Büro Derek.
13:48Ein Moment, bitte.
13:49Kunert.
13:52Oh Gott.
13:52Ja, Walter, ich bin's, Stefan.
14:04Der Junge ist tot.
14:06Stefan, ist das wahr?
14:09Sie haben mir den Jungen umgebracht?
14:13Von wo rufst du an?
14:14Bist du zu Hause?
14:15Der Junge ist tot.
14:18Hallo, Walter.
14:19Stefan, ist das wahr?
14:20Ich will wissen, ob das wahr ist.
14:22Es ist wahr, ja.
14:26Der Junge ist tot.
14:29Wo denn?
14:30Wie?
14:30Was ist denn überhaupt passiert?
14:34Stefan, Stefan, du kannst mich jetzt nicht hängen lassen.
14:38Ich krieg's, ich krieg's nicht, ich krieg's nicht in den Schädel.
14:44Ich bin in einer halben Stunde bei dir.
14:50Ich krieg's nicht in den Schädel.
14:50Ich krieg's nicht in den Schädel.
14:52Ich krieg's nicht in den Schädel.
14:54Ich krieg's nicht in den Schädel.
14:55Komm rein.
15:03Bitte.
15:04Danke.
15:04Tja, weißt du, für ein Gedanke, den ich hatte, jeder lebt in einer Welt, die zu ihm gehört
15:19und in der er sich wohlfühlt.
15:24Meine ist soeben zusammengebrochen, gibt sie nicht mehr.
15:31Ja, bitte in den Platz.
15:34Ja, danke.
15:43Möchtest du was trinken?
15:46Du siehst, ich habe schon angefangen.
15:49Aber keine Angst, ich bedrink mich nicht.
15:53Ich möchte noch nüchtern sein, wenn ich dir jetzt zuhöre.
15:57Ja.
16:10Ja?
16:26Da hat jemand gesagt, wir sollen im Briefkasten nachsehen.
16:34Frau Neumann, begegne ich Ihnen schon wieder?
16:38Ich gebe zu, ich begegne Ihnen gerne.
16:41Und es würde mich freuen, wenn es Ihnen ähnlicher gehen würde.
16:44Ich meine, Sie sollten das wissen, dass ich, wenn es Ihnen schlecht geht,
16:49Sie können sich an mich wenden, wenn Sie verstehen, was ich meine.
16:54Ja, aber ich will Sie jetzt nicht länger aufhalten.
17:10Das war im Briefkasten drin.
17:17Das heißt also, der Mörder ist bekannt.
17:27Ja.
17:27Ich kenne das ja.
17:31Das ist mir auch passiert in meinen 30 Dienstjahren.
17:35Man weiß, das ist der Mörder.
17:37Er sitzt dir gegenüber.
17:40Er sieht aus wie jeder andere auch.
17:41Und man muss ihn laufen lassen.
17:45Weil man ihm nicht beweisen kann, dass er da...
17:49Dass er...
17:51Dass er nichts ist als ein gemeiner, kaltblütiger Lumpen.
17:55Und es kann einem passieren, dass man ihm begegnet später.
18:03Irgendwo.
18:04Und er grüßt dich.
18:06Und erwartet, dass du das auch tust.
18:09Wie ist dein Name von diesem Mörder?
18:14Mörder. Wieso?
18:16Kannst du nicht sagen. Kannst du nicht Mörder sagen.
18:18Aber du glaubst, dass er es ist?
18:21Ja, mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit.
18:24Wie heißt er?
18:26Soest.
18:27Wie alt?
18:2938.
18:30Per Ruf?
18:31Er sagt, er ist Kaufmann.
18:34Naja.
18:36Er verkauft den Tod.
18:39Würdest du es anders sagen?
18:43Weiß ich nicht.
18:58Wo wohnt der Mann?
19:00Du wirst dich nicht einmischen.
19:10Nein, nein.
19:12Es ist dein Fall.
19:14Und es bleibt dein Fall.
19:15Mich interessiert nur, wie er lebt.
19:17Was für Verhältnisse.
19:18Vielleicht hat er sogar Familie.
19:21Eine Frau, Kinder.
19:22Nein, das ist nicht wahr.
19:23Er hatte der...
19:25Er wohnt per seinem Vater.
19:30Da haben wir ja sogar etwas gemeinsam.
19:34Mein Sohn lebte...
19:36Auch bei mir.
19:40Stefan, ich danke dir, dass du gekommen bist.
19:42Das hat mir gut getan.
19:44Mit dir zu reden.
19:45Ich habe noch nie in meinem Leben geweint.
19:52Jetzt möchte ich.
19:55Aber ich kann noch immer nicht.
20:00Eigentlich schlimm.
20:01Was ist das bloß?
20:04Dass es einem innerhalb von einer Sekunde so gut geht.
20:07So irre gut.
20:10Du hast das Gefühl, was einem sagt, ist alles okay.
20:12Alles in beste Augen.
20:15Die Welt ist dein Freund.
20:24Die Musik.
20:26Die Musik.
20:27Die Musik.
20:27Die Musik.
20:27Die Musik.
20:27Die Musik.
20:31Ich hatte sie doch gebeten.
20:34Keine laute Musik.
20:35Die Leute im Haus machen Schwierigkeiten.
20:38Ich sagte das doch schon.
20:41Aber sie haben das vergessen.
20:43Weil sie jetzt gut gelaunt sind.
20:45Aber das sind sie ja nicht immer.
20:49Bringen sie mich an die Tür.
20:55Sie wissen doch,
20:57dass sie sich an mich wenden können,
20:58wenn es wieder so weit ist.
21:01Was der Typ nicht weiß.
21:09Ich bin mir über meine Situation völlig klar.
21:14Sind wir doch bei, oder nicht?
21:18Ja.
21:20Komm mal.
21:21Komm mal her.
21:21Glaubst du mich auch,
21:33dass man im Schmerz,
21:35in der Trauer, in der Verzweiflung
21:37intensiver lebt?
21:41Das haben wir noch vielen Leuten voraus.
21:44Auch dem Typ da, der geil auf dich ist.
21:46haben wir trotzdem
21:50nicht mehr vom Leben,
21:52als die ganzen Spießer da.
21:58Wenn du wieder losgehst,
22:01dann nicht mit dem.
22:04Hörst du?
22:05Nicht mit dem.
22:06Das haben wir nicht mehr nötig.
22:11Sie werfen es uns jetzt
22:12in den Briefkasten.
22:14Und Sie wissen, warum.
22:18Wir müssen sie zum Reden bringen.
22:20Irgendwie.
22:22Ich meine,
22:23Zeugen hätten wir ja genügend.
22:24Ja, aber die werden nicht reden.
22:26Wir sind doch abhängig von den Leuten,
22:28gegen die sie aussagen sollen.
22:30Vielleicht bringt es was,
22:31wenn wir mit dem Wirt noch mal reden.
22:33Sie haben meine Aussage doch schon gekriegt.
22:35Ich habe es unterschrieben,
22:36sie ist getippt worden.
22:37Wenn jetzt orthografische Fehler drin sind,
22:39haben Sie sie gemacht.
22:40Es geht aber hier nicht um Rechtschreibung.
22:42Es geht um Ihren Lebenslauf.
22:44Und der sieht gar nicht gut aus.
22:46Meine Vergangenheit ist abgeschlossen,
22:48auch polizeilich.
22:49Darum geht es doch gar nicht.
22:50Es geht darum,
22:51was gestern hier passiert ist,
22:52aus einem ganz einfachen Grund.
22:54Der Mörder war hier im Lokal.
22:55Ziemlich logisch, oder?
22:59Im Übrigen ist es in Ihrem Interesse,
23:01uns zu helfen.
23:02Es geht unter anderem auch um Ihre Konzession.
23:06Ja, mein Gott,
23:07dann wiederhole ich eben,
23:07was ich gestern bereits ausgesagt habe.
23:09Also,
23:10wir hatten einen ganz ruhigen Tag,
23:12mit völlig friedlichen Gästen,
23:14von denen sich keiner bewegte.
23:16Zumindest nicht so,
23:17dass es mir in irgendeiner Form aufgefallen wäre.
23:20Aber Stefan, Harry,
23:27du willst wissen, was ich hier suche?
23:29Ja.
23:29Na ja,
23:31was suche ich hier?
23:34Mich interessiert der Ort,
23:35an dem er,
23:36an dem er umgekommen ist.
23:40Ich bin doch richtig hier.
23:42Das weißt du doch.
23:46Ist das der Wirt?
23:49Ja, das ist Herr Lubig,
23:51der Wirt,
23:52der keine Aussage machen kann,
23:53sagt er.
23:55Herr Lubig,
23:56das ist Herr Kuhnert,
23:57das ist der Vater
23:58des jungen Polizeibarben,
23:59der hier ermordet worden ist.
24:03Warum machst du das?
24:07Aus einer einfache Erklärung.
24:10Der Verstand
24:11schafft es nicht,
24:14was hier geschehen ist.
24:15Ich muss Ihnen überreden,
24:18etwas zu glauben.
24:22Er wird
24:23nichts gesehen,
24:26nichts gehört, also.
24:27Wissen Sie,
24:33ich war selbst Kriminalbeamter.
24:39Und berufliches Interesse,
24:42privates Interesse,
24:43das geht jetzt ineinander bei mir.
24:46war er hier zur Tatzeit.
24:50Ja, natürlich,
24:51er war hier.
24:53Also liegt es nahe,
24:54anzunehmen,
24:56dass Sie den Mörder kennen.
24:59Vielleicht sind Sie es?
25:01Ganz sicher nicht.
25:03Wie genau,
25:04wie jeder andere hier
25:05auch verhört worden.
25:06Lege was gegen mich vor,
25:07wäre ich im Gefängnis nicht hier.
25:09Aber Sie könnten
25:10es gewesen sein.
25:12Jetzt ist aber gut.
25:13geben Sie mir bitte
25:18etwas zu trinken.
25:22Bin ich Ihnen
25:22als Gast nicht willkommen?
25:24Doch,
25:25sagen Sie,
25:26was Sie wollen.
25:29Ein kleines Bier.
25:35Stefan,
25:36du bist nicht einverstanden,
25:37dass ich hierher gekommen bin.
25:39Nein.
25:40Und das sagen wir mal so,
25:41ich verstehe es natürlich.
25:44Aber
25:44du wirst unsere Ermittlungen
25:47erschweren.
25:50Unsere Verhältnisse
25:51haben sich ja entschieden
25:52gebessert.
25:53Vielleicht müssen wir uns
25:54jetzt keine Sorgen mehr machen,
25:55weil wir nämlich
25:56was zurückgewonnen haben.
25:59Verstehst du?
26:04Normalität.
26:05Haben wir ja oft drüber geredet.
26:08Das ist ein Zustand,
26:08den wollen wir ja nicht.
26:10In der Normalität,
26:11da versagt man irgendwie.
26:12die Normalität,
26:14die zieht man sich
26:15wie so eine
26:16muffige Bettdecke
26:17über die Ohren.
26:18Was kann denn das sein?
26:24Dürfen Sie da reinkommen?
26:31Ja, natürlich.
26:32Kommen Sie rein.
26:33Kommen Sie rein.
26:33Wir waren zwar gerade im Weggehen,
26:35aber wollen Sie einen Kaffee?
26:36Dina, machst du einen Kaffee?
26:38Also auf Gäste sind wir
26:38nicht so richtig eingerichtet.
26:39Kaum Möbel.
26:40Lass Sie reden, Holger.
26:41Was?
26:42Ach so, ja, natürlich.
26:44Ich bitte um Entschuldigung.
26:45Warum sind Sie hergekommen?
26:46Ja, zunächst einmal freut es mich zu sehen,
26:48dass Sie sich in einer viel besseren
26:50Verfassung befinden als gestern.
26:52Äh, haben Sie es doch noch geschafft,
26:54sich Stoff zu besorgen?
26:56Dann stellen Sie mir mal andere Fragen
26:57und ich werde sehen,
26:57ob ich die beantworten kann.
26:59Und dann verschwinden Sie.
27:00Einverstanden?
27:00Ja, ja, ja.
27:01Ich habe gar keine besonderen Fragen.
27:03Ich wollte nur sehen,
27:04in welcher Verfassung Sie sind.
27:06Gut.
27:06Gut.
27:07Äh, nee, eine Frage habe ich doch noch.
27:09Gehen Sie wieder zur Universität
27:10oder liegen die Bücher
27:11nur so am Boden herum?
27:13Weil Sie jetzt ganz andere Sorgen haben.
27:16Danke für die Nachfrage,
27:17aber ich habe keine Sorgen.
27:18Aha.
27:19Sie haben keine Sorgen?
27:20Nein.
27:22Und Sie?
27:24Haben Sie welche?
27:25Nein.
27:27Sie sind zwei intelligente,
27:30junge Menschen
27:31und Sie sind in einer
27:32sehr prekären Situation.
27:34Ich nehme an,
27:36dass Sie das wissen, nicht?
27:37Das ist unsere Sache.
27:39Nein.
27:39Nein, nein, nein.
27:40Oh nein, nicht ganz.
27:41Da ist nämlich ein junger
27:42Polizeibeamter ermordet worden.
27:44Und ich bin ganz sicher,
27:45dass Sie dazu eine Aussage machen können.
27:48Vielleicht wissen Sie sogar,
27:51wer der Mörder ist.
27:52Aber Sie haben Angst.
27:53Sie werden nicht reden,
27:54weil Sie sonst den Zugang verlieren
27:56zu dem Stoff,
27:57von dem Sie abhängig sind.
27:59Sie brauchen gar nichts zu sagen.
28:00Ich weiß, dass es so ist.
28:03Sie sind physisch am Ende
28:04und jetzt auch noch moralisch.
28:09Moralisch?
28:12Haben Sie es immer noch nicht begriffen?
28:15Sie schützen einen Mörder
28:16und Sie verlieren immer ein bisschen mehr
28:19von dem, was man,
28:21na, wie nennt man es,
28:22Menschenwürde, nicht wahr?
28:23Ich werde es Ihnen beweisen.
28:26Ich mache Ihnen ein Angebot.
28:28Also, Sie sagen mir alles,
28:30was Sie wissen.
28:32Und ich verspreche Ihnen,
28:33dass Ihren Namen niemand erfährt.
28:35Er erscheint in keinem Protokoll,
28:37in keinem Schriftsatz.
28:39Gehen Sie darauf ein?
28:40Wie kann ich darauf eingehen?
28:42Ich weiß nichts.
28:44Ich habe Ihnen noch gesagt,
28:45ich weiß nichts.
28:47Also, was soll das Angebot?
28:48Es ist keins.
28:49Sehe Sie?
28:50Jetzt haben Sie schon wieder etwas verloren,
28:51was man, ja,
28:53so gemein in Würde nennt.
28:54Oh, Würde, Würde!
28:56Ich habe keine Würde!
28:58Und sind Sie sicher,
28:59dass Sie die haben?
29:00Ja.
29:02Wer hat die überhaupt,
29:04diese Würde,
29:05von der Sie reden?
29:06Überlegen Sie mal,
29:08ob ich nicht doch recht habe.
29:15Ach, ich habe noch eine Frage.
29:18Wie sind Sie so schnell
29:19an den Stoff gekommen?
29:23Ja, Sie werden es mir nicht sagen,
29:24nicht?
29:26Aber ich denke drüber nach.
29:36Ich meine,
29:39die haben dich vielleicht verstanden,
29:40aber ob Ihnen wirklich bewusst ist,
29:42in welcher Lage Sie sich befinden,
29:43das ist bezweiflich.
29:45Aber Sie kommen jetzt
29:46nicht wieder zur Ruhe.
29:51Hast du gemerkt?
29:54Die haben uns
29:55seine Fußangel ausgelegt.
29:57Würde.
30:00Menschenwürde.
30:01Was für Vokabeln benutzt der Typ?
30:06Über die Würde des Menschen.
30:09Da könnte ich Ihnen Vorträge halten.
30:11So viel Zeit haben Sie überhaupt nicht,
30:13sich das anzuhören.
30:21Denkst du anders darüber?
30:25Du denkst anders darüber.
30:27Wir haben sie ja wirklich nicht mehr,
30:29unsere Würde.
30:36Weißt du, was mir wichtig ist?
30:40Dass ich im Moment
30:41vor morgen
30:41keine Angst mehr haben muss.
30:45Hm?
30:47Keine Angst vor morgen.
30:52Ich bin doch mal vorbeigekommen,
30:53ich ja.
30:54Ich hoffe, ich störe nicht.
30:55Nein, nein, nein.
30:56Sag nur, warum du gekommen bist.
30:58Komm, setz dich.
30:59Danke.
31:00Na ja.
31:07Es ist ja nun fast eine Woche vorbei
31:09und
31:09bist du weitergekommen?
31:12Nein, noch nicht.
31:15Die Mauer des Schweigens
31:16noch nicht durchbrochen.
31:18Steht noch, ja.
31:21Du, Walter, ich habe gehört,
31:23dass du fast jeden Abend
31:24in diesem Lokal bist.
31:25Ja, ja.
31:26Ich halte es zu Hause nicht aus
31:28und da renne ich eben rum.
31:30Und dann lande ich
31:31in dem Lokal,
31:32fast ohne, dass ich es will.
31:35Sitze da,
31:36trinke mein Bier,
31:37sehe mir die Leute an.
31:39Frag mich, der oder
31:40oder der.
31:44Der Wirt ist schon ganz verstört.
31:47Bring ihm sein Geschäft durcheinander.
31:49Dabei sehe ich mir nur die Gäste an.
31:51Die sehen mich an.
31:52Aber er ist ganz nervös.
31:58Walter, ich glaube nicht,
31:59dass du das tun solltest.
32:02Eine Frage habe ich noch.
32:04Soest wird freigelassen.
32:05Ja.
32:06Wird Bonfait entlassen.
32:08Sein Anwalt hat ihn rausgeboxt.
32:11Na ja.
32:13Ein Mörder geht spazieren
32:15und nimmt seine Geschäfte wieder auf.
32:17Ist doch so.
32:18Ja, ja.
32:20Schon richtig, kann man sagen, ja.
32:22Dann gehe ich also weiter spazieren.
32:27Weil ich es zu Hause nicht mehr aushalte.
32:29Guten Tag.
32:48Das ist fein.
32:49Sie gehen wieder zur Uni.
32:51Haben Sie im Moment Zeit für mich?
32:53Wissen Sie, wenn ich einen Wunsch habe,
32:54dann den, dass Sie uns in Ruhe lassen.
32:56Verstehen Sie das?
32:56Ja, durchaus.
32:57Das kann ich durchaus verstehen.
32:59Trink mir eine Tasse Kaffee zusammen.
33:01Ja?
33:02Na komm.
33:02Randvoll.
33:24Sie beide sind randvoll.
33:28Sie sind abgefüllt, ne?
33:31Was bedeutet, dass Sie genug von dem Stoff haben?
33:34Niemand versorgt Sie damit und wer weiß auch genau, warum.
33:39Sie könnten den Mörder überführen
33:41und man bezahlt Sie dafür, dass Sie es nicht tun.
33:48Sie sind auf dem Weg nach unten.
33:50Zwei Abhängige auf dem Sturz noch unten.
33:56Auf einmal ist alles da, Müll ist da.
34:02Jetzt haben Sie den Frieden auf Erden.
34:06Sie haben ihn nicht.
34:12Sie stürzen nur schneller dem Ende entgegen.
34:18Sie brauchen auch gar nichts zu sagen.
34:21Hören Sie mir nur zu.
34:22Ich weiß, Sie denken sich, der da, der will auch nur den Mörder haben.
34:30Alles andere ist ihm gleichgültig, aber Sie werden sich wundern.
34:35Da ist noch etwas.
34:36Ich gebe Sie nicht auf.
34:44Ich wiederhole es jetzt, Ihres Zustandes wegen.
34:49Ich gebe Sie beide nicht verloren.
34:53Sie nicht.
34:58Und Sie auch nicht.
35:06Können Sie jetzt nach Hause gehen?
35:10Sie können gehen, wohin Sie wollen.
35:29Er ist schon wieder da.
35:36Kommt er jeden Abend?
35:39Ja, jeden Abend.
35:40Ich sitze dich hin, trinke ein Bier.
35:42Was macht er?
35:42Was sagt er?
35:44Nichts.
35:45Warum schmeißt du nicht aus?
35:47Wir sind doch genug Leute.
35:47Die machen doch, was du willst.
35:49Das schmeißt immer aus.
35:50Ein kleines Bier, bitte.
36:15Hören Sie.
36:17Sie sind hier nicht erwünscht.
36:18Es geht uns auf die Nerven, dass Sie hier sitzen.
36:21Also, stehen Sie auf und verschwinden Sie.
36:30Und was glauben Sie, was jetzt passiert?
36:33Sie sollen jetzt nicht mehr fragen, sondern verschwinden.
36:36Schauen Sie mal an sich runter.
36:37Kann ich noch irgendwelche Fragen beantworten?
36:50Ich glaube, das sind Sie.
37:10Nicht wahr?
37:12Ich trage immer Ihr Foto bei mir.
37:14Aber jetzt brauche ich es nicht mehr.
37:24Ich habe mir Ihr Gesicht eingeprägt.
37:27Was wollen Sie eigentlich von mir?
37:29Ich möchte ein Geständnis von Ihnen,
37:32dass Sie es waren,
37:35der meinen Sohn
37:36umgebracht hat.
37:39Ein Geständnis.
37:44So ein Geständnis hat die Polizei auch schon haben wollen.
37:47Ich kann Ihnen damit nicht dienen.
37:50Aber jetzt haben Sie es mit mir zu tun.
37:52Und ich bekomme das Geständnis.
37:56Denn ich habe Zeit.
37:58Ich habe mehr Zeit, als Sie sich vorstellen können.
38:01Sie werden von jetzt an einen ständigen Begleiter haben.
38:06Mich.
38:08Der darauf wartet,
38:11dass Sie seines Tages loswerden wollen.
38:14Ich war es.
38:16Ich habe Ihrem Sohn das Messer
38:18in den Bauch gerannt.
38:22Ist der Mann verrückt?
38:25Denkst du auch dran?
38:26Ja, die ganze Zeit.
38:35Sag mal, was denkst du?
38:39Frieden.
38:42Was für ein Wort.
38:46Möchte man gern haben, weißt du?
38:56Willst du was trinken?
38:59Nein.
39:00Na komm, ich hole dir was.
39:01Bleib hier.
39:11Weißt du, wenn ich wirklich fertig bin?
39:14Richtig verzweifelt.
39:18Wenn ich manchmal aufwache nachts,
39:21spüre ich, du bist da.
39:22Ich mache das Licht an
39:26und dann sehe ich dich.
39:32Und dann frage ich mich.
39:37Es ist so viel Gefühl da.
39:41So viel.
39:46Es hat doch seinen Wert.
39:48Es hat doch seinen Wert.
39:52Es ist nicht ein absoluter Wert.
39:57Ich habe aufgehört,
39:58mir solche Fragen zu stellen.
40:02Mach das Licht aus.
40:03Was ist?
40:22Geh runter zum Briefkasten.
40:25Schau nach,
40:26ob was im Briefkasten ist.
40:28Komm los, steh auf!
40:29Wir hatten doch genug.
40:30Sieh nach!
40:30Komm, komm, mach!
40:33Komm, ich flehe dich an.
40:34Geh runter!
40:35Wer soll nachts was im Briefkasten legen?
40:38Geh!
40:38Geh runter!
41:01Digit gut!
41:01Was ist denn das?
41:10Ich habe etwas gehört.
41:13Nachts kommt doch keine Post.
41:16Es ist doch ganz sinnlos, im Briefkasten nachzusehen.
41:21Konnten Sie nicht schlafen?
41:24Ich auch nicht.
41:26Wollen Sie nicht für einen Moment zu mir reinkommen?
41:31Ich habe Geld da.
41:41Haben Sie Geld da?
41:43Natürlich habe ich Geld da.
41:47Wie viel?
41:50Was kostet das denn?
41:55200.
41:57Das ist doch kein Problem.
42:01Machst du dir einen Kaffee?
42:24Was ist jetzt? Du warst zu lange weg.
42:28Es war nichts im Briefkasten.
42:32Was machst du?
42:35Ich ziehe mich an.
42:36Warum denn?
42:37Ich versuche, etwas zu kriegen.
42:46Wie viel hat er dir gegeben?
42:47Was ist denn?
43:00Vielleicht kriege ich etwas an der Gisela-Straße.
43:01Was trinkt der Herr da?
43:16Geben Sie mir das Gleiche.
43:24Entschuldigen Sie.
43:26Aber es interessiert mich alles an Ihnen.
43:29Wie Sie leben,
43:31was Sie essen,
43:31was Sie trinken
43:32und womit Sie sich beschäftigen.
43:37Was wollen Sie eigentlich von mir?
43:39Warum laufen Sie mir ständig nach?
43:40Ach, das wissen Sie doch.
43:43Ich habe es Ihnen gesagt.
43:45Ich werde Sie nicht in Ruhe lassen.
43:48Ich werde auf Schritt und Tritt bei Ihnen sein.
43:51So gut es eben geht.
43:54Ach, Sie wollen mir immer noch anhängen,
43:56dass ich Ihren Sohn umgebracht habe.
43:58Ich habe Ihren Sohn nicht umgebracht.
44:01Ich habe Ihren Sohn wirklich nicht umgebracht.
44:04Ich bin ein alter Kriminalbeamter.
44:10Und ich weiß,
44:12wenn jemand lügt.
44:14Ihnen sehe ich es an.
44:17Jede Faser in Ihrem Gesicht sagt,
44:20jetzt lüge ich.
44:22Wussten Sie nicht,
44:23dass Lügen sich sichtbar machen?
44:24Lügen gefallen sich selber nicht.
44:32Holger, der Kommissar ist dran.
44:35Keine Zeit.
44:39Sag ihm, ich habe keine Zeit.
44:42Muss einem Menschen ja wohl erlaubt sein,
44:43zu sagen, dass er keine Zeit hat.
44:45Der lässt sich nicht abwimmeln.
44:48Du kannst bestimmen,
44:48wo du ihn treffen willst.
44:52Dann sag ihm,
44:53in der Unibibliothek.
44:54Warum gerade hier?
45:07Warum nicht?
45:09Wissen Sie,
45:10der Ort hier,
45:11der hat mich immer unheimlich beeindruckt.
45:13Das gesammelte Wissen der Welt.
45:16Ich könnte meinen,
45:18es reicht aus,
45:19um jede Frage zu beantworten.
45:22Aber ich habe ein paar Fragen,
45:24da reicht das nicht.
45:27Ja, ist komisch, was?
45:29Die ganzen schlauen Leute da,
45:31die haben irgendwo doch noch ein Loch gelassen.
45:34Und in das Loch,
45:35da bin ich reingefallen.
45:36Und ich komme da nicht mehr raus.
45:41Bekommen Sie keinen Stoff mehr?
45:43Ob ich welchen kriege oder nicht,
45:45das ändert nichts an der Grundtatsache,
45:46dass wir,
45:47dass wir out sind.
45:50und wenn Sie sagen,
45:56ich gebe Sie nicht verloren,
45:58dann ist es dahingesagt.
46:00Wirklich,
46:01einfach
46:01nur so dahingesagt,
46:04weil Sie was von mir wollen.
46:08Sie können mir nicht helfen.
46:10Hören Sie,
46:11Sie sind krank,
46:12Sie sind drogenkrank.
46:13Aber das ist jetzt der springende Punkt.
46:17Sie schützen einen Mörder
46:18um des eigenen Vorteils willen.
46:21Und damit machen Sie sich zum Kriminellen.
46:25Also kommen Sie,
46:25machen Sie Ihre Zeugenaussage,
46:26damit ich den Täter überführen kann.
46:28Wie immer Sie dann
46:34mit Ihrer Krankheit fertig werden,
46:37etwas haben Sie sich dann zurückgeholt.
46:41Ach, Würde, was?
46:43Bitte,
46:44bitte nicht nochmal das Wort Würde.
46:47Na gut,
46:48dann sagen wir
46:48ein Stückchen von Ihrem Selbstbewusstsein.
46:54Ach ja,
46:55ich wollte Ihnen dann noch jemanden vorstellen.
46:58Walter?
47:04Das ist ein ehemaliger Kollege von mir.
47:08Herr Kuhnert.
47:11Guten Tag.
47:12Das ist der Vater des jungen Kriminalrahmen,
47:14der an jedem Tag
47:15erstochen wurde.
47:17Ich,
47:17ja,
47:19ich habe ihm gesagt,
47:20dass Sie vielleicht eine Aussage machen könnten.
47:23Weil Sie an diesem Tag
47:25zur Tatzeit ja in diesem Lokal waren.
47:28es geht mir nicht besonders gut seitdem.
47:40Irgendwie habe ich keine normalen Reaktionen mehr.
47:43Ich weiß von meinem Kollegen,
47:46dass Sie
47:46Drogensüchtig sind.
47:49Hast du ihm von Gerhard erzählt?
47:54Mein Sohn
47:54hatte sich spezialisiert
47:56auf Drogenbekämpfung.
47:59Hat eine Menge Kurse,
48:00Seminare besucht.
48:03Er hat mir mal gesagt,
48:05die Süchtigen sind alle Opfer.
48:08Und was ich tun kann,
48:09um Ihnen zu helfen,
48:10das tue ich.
48:10Er hätte sicher auch Ihnen geholfen.
48:21Das ist ja eine tolle Inszenierung,
48:23die Sie hier veranstalten.
48:28Haben wir einen Fehler gemacht?
48:31Nein.
48:32Nein,
48:34wir haben keinen Fehler gemacht.
48:37Ich weiß nicht,
48:37was in seinem Kopf vorgeht.
48:40Er weiß es wahrscheinlich selber nicht.
48:42Wir können nur hoffen,
48:43dass
48:43dieses Karussell seiner kranken Gedanken
48:46irgendwann mal stehen bleibt.
48:48Sie sind ein Sicherheitsrisiko.
49:03Was ist der Mann?
49:05Ein Student?
49:06Ja, Student.
49:08Abhängig?
49:09Ja, total.
49:10Wird er reden?
49:13Ich habe ihm Stoff gegeben.
49:14Ich denke, er hält den Mund.
49:16Er braucht den Stoff.
49:18Ohne Stoff kommen die nicht aus.
49:22Wollen Sie ihm den Stoff geben?
49:25Wie lange?
49:27Bis er tot ist?
49:30Bezahlen Sie das?
49:32Ja, ja, ich mache das schon.
49:35Wenn er den Stoff pur bekommt,
49:37dann dauert es meistens immer lange.
49:42Wir können das nicht akzeptieren.
49:45Erledigen Sie das anders.
49:48Weißt du, was Schlimmes?
50:00Ich weiß nicht mehr, was richtig ist.
50:05Das Gefühl dafür,
50:06das habe ich irgendwie verloren.
50:09Ruf ihn an.
50:21Bleiben Sie mal am Apparat, ja?
50:27Stefan!
50:29Die beiden Studenten.
50:31Ich glaube, die wollen reden.
50:32Komm.
50:34Komm.
50:34Das war's.
51:04Sie haben's geschafft. Ich will es loswerden.
51:16Na, wie fühlen Sie sich jetzt?
51:18Auch nicht so besonders.
51:25Am Tag, als der Mord passiert ist, da waren wir beide im Lokal.
51:32Wir waren total auf Entzug.
51:34Das können Sie nicht nachempfinden, weil Sie keine Ahnung haben, was das heißt.
51:42Soest ruft immer an, bevor er kommt.
51:45Lubig telefonierte.
51:47Und ich wusste, jetzt kommt er.
51:50Ich sah Lubig an.
51:52Und er winkte mir zu.
51:53Es ist immer der dran, dem Lubig ein Zeichen gibt.
52:00Und das Ganze wickelt sich auf dem Klo ab.
52:03Ich stand langsam auf und machte mich auf den Weg.
52:10Ich weiß noch, wie ich mich im Spiegel ansah.
52:23Ich dachte, was für ein armes Schwein bist du.
52:31Dass du dir dein Glück aus einem Pissoir holen musst.
52:34Dann wollten wir alles abwickeln.
52:37Ich hatte das Geld schon in der Hand, er den Stoff.
52:39Und dann passierte es.
52:41Polizei, Sie sind festgenommen.
52:51Der Mann starb.
52:53Vor meinen Augen.
52:54Jetzt geh an deinen Platz.
53:04Und dann rühr dich nicht.
53:17Ich sah dann Soest kommen.
53:20Er ging ganz ruhig zur Theke.
53:23So als ob nichts passiert wäre.
53:25Gib mir ein Whisky, bitte.
53:33Und dann setzt er sich an den Tisch.
53:37Als ob überhaupt nichts passiert wäre.
53:50Werden Sie das auch vor Gericht aussagen?
53:54Sie haben es jetzt zwar uns gesagt, aber werden Sie das auch vor Gericht bezeugen?
54:03Ich wollte es einfach nur loswenden.
54:08Mehr nicht.
54:16Sie haben mir nämlich was versprochen.
54:18Dass ich mich danach besser fühlen würde.
54:20Ja, da warte ich jetzt drauf.
54:33Ob ich sage oder nicht, spielt doch keine Rolle.
54:38Weil sich nichts ändert.
54:39Können Sie mir sagen, was sich ändert für Sie und für mich?
54:51Nichts.
54:53Gar nichts.
54:55Gar nichts.
54:55Wo ist denn der Holger?
55:08Wo ist denn der Holger?
55:26Heben Sie die Hände hoch.
55:27Heben Sie die Hände hoch.
55:29Hoch!
55:31Hoch!
55:31Hoch!
55:31wollen sie vier menschen umbringen so ist überlegen sie bleiben sie ganz ruhig und
55:52überlegen sie ganz genau lasse sie das mädchen los es wird nicht geschossen es wird nicht geschossen
56:12walter niemand schießt hier
56:30ich danke dir stefan beinahe hätte ich es getan
56:36ist da alles in ordnung wir haben den täter erst überführt ist alles in ordnung sind sie
56:47ich meine kann ich mich bei ihnen bedanken ja natürlich
57:06wollen sie uns auch die hand geben nein wir wollen auch nicht dass man uns die hand gibt helfen
57:20haben
57:26ja
57:29ja
57:30ja
57:31ja
57:32ja
57:34ja
57:35ja
57:36ja
57:38ja
57:40ja
57:43Untertitelung des ZDF, 2020
58:13Untertitelung des ZDF, 2020
58:43Untertitelung des ZDF, 2020

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