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Karl Diebachs Frau begeht scheinbar ohne Reue Ehebruch. Karl bittet einen Pfarrer, ihm zu helfen, seine Frau aus dem Haus ihres Liebhabers zu befreien.
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00:00Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
00:30Sieht so aus. Ich will dir sagen, was dein Fehler ist. Du bist zu hitzig, zu angriffslustig. Du musst in Ruhe die Situation übersehen und dann deine Entscheidung treffen.
00:42Womit du sagen willst, es gibt einen Temperamentsunterschied zwischen uns?
00:46So ist es.
00:48Und auf den machst du mich bei jeder Gelegenheit aufmerksam. Sag nicht, so ist es. Ich weiß, dass es so ist.
01:00Bin ich am Ende, ja?
01:07Schach. Und gemacht.
01:10Tja. Scheint so.
01:18Um die Zeit?
01:19Ich gehe schon.
01:34Herr Frau, entschuldigen Sie, darf ich hier ankommen?
01:36Bitte, Sie sind ja ganz nass.
01:38Ich habe draußen nicht gesehen und dachte, ich versuch es mal. Vielleicht ist ja noch ein paar.
01:44Bringst du mal ein Handtuch?
01:45Das ist mein Sohn.
01:48Was kann's?
01:50Sie ist noch nicht nach Hause gekommen.
01:54Was mache ich?
01:56Ich halte es nicht aus. Ich halte es nicht aus.
01:59Bitte, Herr Pfarrer, helfen Sie mir.
02:02Bitte schön.
02:04Was ist dein Gerust?
02:04Eine Ehegeschichte, die seine Frau betrügte.
02:10Ich habe mit Ihrer Frau geredet und sie hat mir versprochen, dass sie mit diesem Verhältnis Schluss macht.
02:16Ich hatte den Eindruck, dass sie es tun würde.
02:19Herr Pfarrer, ich bring den Mann um.
02:23Aber ich die wach. Man bringt nicht gleich jemanden um.
02:28Ich gehe hin jetzt. Ich hole sie da raus. Ich kann ja nicht anders.
02:31Herr Pfarrer, kommen Sie mit. Reden Sie mit dem Mann.
02:37Aber lieber Herr Diebach, wie stellen Sie sich das vor?
02:39Ich kann doch nicht nachts um ein, zwei Uhr eine Frau aus einem fremden Haus herausholen.
02:44Ich werde morgen noch einmal mit Ihrer Frau sprechen.
02:47Aber mehr kann ich da nicht tun.
02:50Naja, es war ja nur eine Frage.
02:54Vielleicht hätte er auf Sie gehört.
02:56Gut, dann werde ich morgen auch mit ihm sprechen.
02:59Wie heißt er noch?
03:00Haffner. In seinem Büro hat meine Frau früher gearbeitet.
03:06Ja, gut, dann gehe ich jetzt alleine hin.
03:12Herr Diebach, machen Sie nichts Unüberlegtes.
03:16Entschuldigung.
03:17Du kannst Sie noch nicht so gehen lassen.
03:20Warten Sie!
03:21Wir lassen Sie nicht alleine gehen.
03:23Aber nachts, um diese Zeit da einzugreifen, ich kann das nicht machen.
03:27Sind Sie mit dem Wagen da?
03:28Wir kommen mit.
03:42Sagen Sie, was ist das eigentlich für ein Mann?
03:46Einer, der keine Rücksicht nimmt.
03:52Mir ist alles egal.
03:55Ich habe ihn ja angerufen.
03:56Angefleht habe ich ihn.
03:59Er hat gesagt, lassen Sie meine Frau in Ruhe.
04:01Sie hat eine Familie.
04:02Mann, Kind.
04:05Aber zunächst einmal ist das doch Sache Ihrer Frau.
04:06Warum läuft sie ihm hinterher?
04:13Weiß ich nicht.
04:14Da ist doch schon alles dunkel.
04:31Da schläft doch schon alles.
04:34Maria!
04:35Herr Diebach, das kann er doch nicht machen.
04:38Wir hätten nicht mitkommen sollen.
04:39Er wird doch wohl noch seine Frau da rausholen dürfen.
04:41Er wird doch wohl noch seine Frau da rausholen dürfen.
05:09Sie?
05:10Maria!
05:11Schreien Sie hier nicht so herum.
05:12Ich habe Ihnen nicht erlaubt, mein Haus zu betreten.
05:38Was sind das für Leute?
05:39Wen haben Sie da mitgebracht?
05:41Ich bitte um Entschuldigung, aber das Tor war offen.
05:46Ich hatte eine Party.
05:47Die letzten Leute sind gerade gegangen.
05:50Mein Name ist Bohl.
05:51Ich bin Pfarrer.
05:54Maria!
05:55Sagen Sie mir, sollen Sie hier nicht rumschreien?
05:58Herr Diebach.
06:01Pfarrer?
06:03Wer hat einen Pfarrer mitgebracht?
06:05Herr Diebach ist vor einer halben Stunde zu mir gekommen.
06:08Er bat mich, hat uns gebeten.
06:11Das ist mein Sohn.
06:13Er bat uns um Hilfe.
06:15Seine Frau sei hier bei Ihnen.
06:17Ist sie das wirklich?
06:20Jetzt hören Sie mir mal gut zu.
06:22Ich hatte, wie gesagt, heute Abend eine Gesellschaft.
06:27Geschäftsfreunde, Leute aus dem Büro.
06:30Frau Diebach war auch hier.
06:31Frau Diebach ist noch hier.
06:32Sie wollte nicht nach Hause.
06:35Ich habe ihr gesagt, du musst nicht nach Hause.
06:37Du kannst hier bleiben.
06:38Jetzt sagen Sie mir, was es daran auszusitzen gibt.
06:42Eine verheiratete Frau.
06:46Wollen Sie mir jetzt ins Gewissen reden?
06:48Ich möchte nur zu bedenken geben, dass die Ehe etwas Unantastbares ist.
06:56In welcher Welt leben Sie?
06:57Maria.
07:14Bis morgen, Maria.
07:15Morgen ist sie wieder da.
07:30Mache es ihm klar, dass sie nicht jede Nacht herumstehen kann vor dem Haus mit seinem Geschrei.
07:34Dann muss ich Ihnen jetzt voll ein Taxi machen.
08:04bestellen.
08:05Ja, wenn ich darum bitten dürfte.
08:10Solange Sie hier warten, was darf ich Ihnen zu trinken anbieten?
08:15Danke, nichts.
08:16Es sind nur eine Menge Flaschen, die angebrochen sind.
08:21Ja, hallo, guten Abend.
08:22Bitte ein Wagen-Bert-Holdi-Straße 12, am Eingang brennt Licht.
08:26Ja.
08:28Danke.
08:29Gute Nacht.
08:30Komm, Vater, wir warten draußen.
08:32Guten Abend.
08:34Willst du noch etwas zu essen vielleicht?
08:48Ohnachlich, es wird zu schauen, ist ja wohl ein bisschen spät.
08:50Es hat gehofft, dass du mir bei den Schularbeiten hilfst.
08:53Es hat da Probleme mit dem Aufsatz.
08:55Ja, ja, leg dich gleich hin.
09:03Der Scheißkerl hat dich betrunken gemacht.
09:05Entschuldigung.
09:24Entschuldige.
09:25Also, wenn du schon wach bist, kann Lisbeth reinkommen?
09:33Du kannst ja dann noch liegen bleiben, bis es dir besser geht.
09:39Lisbeth, kommst du?
09:40Mami, ich habe einen Aufsatz geschrieben.
09:44Sehr gut ist er wahrscheinlich nicht geworden.
09:46Willst du mal lesen?
09:47Nein, nein, du.
09:49Die Mama ist jetzt müde, die kann jetzt nicht lesen.
09:52Außer die musst du zur Schule.
09:53Sag nur schnell auf Wiedersehen.
09:54Auf Wiedersehen, Mami.
09:55Auf Wiedersehen.
09:57Auf Wiedersehen, meine Kleine.
10:00Jetzt aber marsch zur Schule.
10:01Ja, bitte.
10:19Kann ich Ihre Frau sprechen?
10:25Ich muss Ihnen nicht gleich die Sprache verschlagen.
10:27Geben Sie mir Ihre Frau, sie wartet auf meinen Anruf.
10:30Sie weiß, dass ich Sie heute früh abhole.
10:31Meine Frau ist nicht da.
10:34Sie ist ein dummer Kropf, ich weiß genau, dass sie da ist.
10:51Es hat doch jemand angerufen.
10:54Es war nicht für dich.
10:59Er war es.
11:01Und du sagst es mir nicht.
11:03Ich habe dir Frühstück gemacht.
11:04Warum gehst du nicht zur Arbeit?
11:23Ich habe angerufen, dass ich später komme.
11:25Er war es.
11:36Ich habe aufgelegt.
11:37Er kommt sowieso gleich und holt mich ab.
11:53Es ist mir egal, was du denkst.
11:55Außerdem habe ich keinen Hunger.
11:57Mach auf.
12:05Er ist es.
12:08Ich mache nicht auf.
12:13Sei nicht albern.
12:14Wollen Sie, dass Sie wegkommen.
12:32Meine Frau ist nicht da.
12:33Verschwinden Sie.
12:37Sagen Sie, dass ich unten auf Sie warte.
12:39Geh nicht.
13:00Er hat ein Boot auf dem Steinberger See.
13:04Einen, Geh nicht.
13:07Musik
13:37Das ist für mich
13:44Ja, bitte
13:49Herr Pfarrer, der hat Sie abgeholt
13:52Der ist einfach
13:55Ich
13:57Sie ist
13:58Herr Diebach, bitte
14:03Sie sind zum Stapelker See
14:05Er hat da ein Boot
14:06Hören Sie
14:08Ich weiß nicht
14:09Was mache ich
14:13Hat er aufgelegt?
14:20Ja
14:20Das ist eigenartig
14:23Ich muss immer an ihn denken
14:26Er war ganz außer sich
14:29Warum ist was passiert?
14:32Seine Frau ist wieder weg
14:33Er hat sie abgeholt
14:35Wer?
14:38Dieser Hafner
14:39Der Mann, bei dem wir gestern Nacht waren
14:42Und wohin?
14:45Abgeholt?
14:46Er hat ein Boot auf dem Starnberger See
14:48Diebach war ganz verzweifelt
14:52Ich frage mich, wie ich ihm helfen kann
14:56Wie du ihm helfen kannst?
15:00Du kannst ihm gar nicht helfen
15:01Du hast dir ja selbst nicht helfen können
15:04Damals, als meine Mutter dich verlassen hat
15:07Und irgendeinem Typen hinterhergelaufen ist
15:09Tut mir leid, Vater
15:13Ria
15:21Komm raus
15:23Die Champagner ist da
15:25Ich komme gleich
15:26Hallo
15:30Ah, neue Freundin
15:35Sieht ihr an?
15:37Sieht gut aus
15:38Wer ist denn das?
15:50Ein Freund
15:51Ein guter Freund, der entsprechend begrüßt werden muss
15:53Zum Wohl
15:56Zum Wohl
15:56Ich zieh mich mal auf
16:00Ja
16:01Wie stehst du mit dir?
16:10Kannst du haben
16:10Sie ist heiß
16:11Mit jedem Spaß
16:12Geht's euch gut?
16:15Hast du dir die Zähne geputzt?
16:26Ja, hab ich
16:27Darf ich nicht noch aufbleiben
16:28Bis Mami kommt?
16:31Naja
16:32Vielleicht ein bisschen noch
16:33Aber wenn sie nicht gleich kommt
16:35Dann musst du ins Bett
16:36Weil ich ja nicht weiß, wann die Mama kommt
16:38Und wenn sie nicht kommt, dann
16:41Dann such ich sie
16:44Geh schon mal rauf
16:51Wir sorgen uns noch was zu trinken
16:53Und ein bisschen Kaviar
16:56Passt doch zu dem Tag, den wir hinter uns haben
17:01Und zur Nacht, die wir vor uns haben
17:05Okay, alles in Ordnung
17:09Schaffst du es noch?
17:10Mach dir keine Sorgen
17:14Mach dir keine Sorgen
17:14Er ist das
17:15Und zur Nacht, die wir uns haben
17:17Das war's
17:17Und das war's
17:18Und zum Beispiel
17:19Heute
17:20Und zum Beispiel
17:22Oh, ich weiße
17:22Oh, ich weiße
17:23Ich weiße
17:23Das war's für heute.
17:53Wie ist denn da?
18:23Wie ist denn da?
18:53Wo bleibst du denn?
19:23Wie ist denn da?
19:53Es war also nach 23 Uhr, dass Sie zusammen vom Stabelle See zurückgekommen sind.
20:00Und schon etwa eine Viertelstunde später ist es dann passiert.
20:03Sie waren oben im ersten Stock im Schlafzimmer, sagen Sie?
20:07Ja.
20:08Haben Sie die Hausklinge gehört?
20:14Ja.
20:16Herr Hafner ist dann in die Küche runtergegangen, um was zu holen und was?
20:21Zu trinken und zu essen?
20:27Herr Hafner ist vermutlich an die Tür gegangen, um diesen späten Besucher aufzumachen,
20:32der ihn dann erschlagen hat mit der Champagnerflasche, die er eigentlich raufbringen wollte.
20:38Sie haben sich nicht dafür interessiert, wer der späte Besucher war?
20:47Nein.
20:48Sie haben auch nicht runtergeschaut?
20:53Nein.
20:53Also, Sie haben nichts gesehen, nichts gehört, bis auf die Klingel natürlich.
20:59Können Sie sich...
21:01Können Sie sich nicht vorstellen, wer der Besucher war?
21:05Haben Sie nicht vielleicht eine Vermutung?
21:08Nein.
21:09Derrick.
21:12Willkommen Sie.
21:14Derrick, du hast die Telefonnummer, die ich dir gewünscht habe.
21:16Danke.
21:17Seid ihr fertig?
21:18Wir sind fertig, auch.
21:19Dann könnt ihr abfahren.
21:20Gut, das schon.
21:22Stefan.
21:24Die muss was wissen, das gibt es gar nicht anders.
21:26Schon die Art und Weise, wie sie antwortet.
21:29Also, ob sie das Ganze überhaupt nicht interessiert.
21:31Ja, so sieht es aus.
21:32Also, pass auf, die Personalie Maria Diebach, 32, verheiratet, ein Kind und sitzt die Freundin des Toten,
21:38und lasst sie ganz um einen Wunsch zurück, ne?
21:45Frau Diebach, Sie haben gesagt, dass Sie ein paar Mal hier übernachtet haben in dem Haus bei Herrn Hafner.
21:53Ja.
21:55Seit wann sind Sie so eng befreundet mit Herrn Hafner?
22:00Seit vier Wochen.
22:03Und Ihr Mann hat das gewusst, sagen Sie?
22:06Ja.
22:07Hat das auch akzeptiert?
22:13Nein.
22:16Ja, Frau Diebach.
22:19Sie werden hier nicht länger bleiben wollen, nehme ich an.
22:21Nein.
22:34Bitte.
22:34Bitte.
22:34Bitte.
22:37Bitte.
22:50Maria, da bist Du ja.
22:53Guten Abend, Herr Diebach.
22:56Guten Abend.
22:57Wer sind Sie?
22:58Kriminalpolizei.
22:59Herr Diebach, kennen Sie Herrn Hafner?
23:06Ja, ja.
23:09Warum fragen Sie nach ihm?
23:11Herr Hafner ist heute Nacht in seinem Haus erschlagen worden.
23:16Herr Hafner war der Geliebte Ihrer Frau.
23:19Herr Hafner, wissen Sie, Herr Hafner, wissen Sie es?
23:25Ich habe es Ihnen gesagt.
23:31Ich war oben in seinem Schlafzimmer.
23:35Es ist unten passiert.
23:38In der Eingangshalle.
23:39Jemand hat an der Tür geläutet und er hat aufgemacht.
23:45Er wurde erschlagen.
23:49Wo waren Sie heute Abend, Herr Diebach?
23:52Ich, wo ich war?
23:57Ja.
23:58Hier?
24:00Ich bin immer hier, wenn meine Frau nicht zu Hause ist.
24:03Sitze dann hier und warte, bis sie kommt.
24:05Er in dem Sessel.
24:05Gibt es irgendjemand, der das bezeugen könnte, dass Sie den ganzen Abend hier waren?
24:11Ja, wer soll denn das bezeugen können?
24:12Niemand.
24:14Meine Tochter.
24:16Sie konnte nicht einschlafen.
24:19Wollte warten, bis du kommst.
24:21Immer wieder kam sie aus dem Zimmer, hat gefragt, ob du schon da bist.
24:25Ich habe gesagt, nein, die Mama ist noch nicht da.
24:29Ich habe sie auf den Schoß genommen und habe ihr Geschichten erzählt.
24:33Ach, äh, ich soll sie wecken, wenn du kommst, soll ich sie wecken?
24:44Wie alt ist Ihre Tochter?
24:47Elf.
25:03Jetzt bin ich da, Lisbeth.
25:06Meine Kleine.
25:08Ich bin ja wieder da.
25:11Ich habe den ganzen Abend auf dich gewartet.
25:13Vati hat mir Geschichten vorgelesen, bis ich eingeschlafen bin.
25:17Hatte.
25:20Schön, dass er dir Geschichten vorgelesen hat.
25:24Herr Diebach, ziehen Sie sich bitte etwas über.
25:26Wir müssen Sie mitnehmen.
25:27Das kann ein paar Stunden dauern.
25:28Ja, ja, natürlich.
25:34Genau so.
25:35Mhm.
25:37Willst du ein Kaffee für uns?
25:38In Ordnung.
25:39Äh, wie?
25:40Ein Schluck Kaffee, bitte.
25:42Ja, müsste noch reichen.
25:45Na, wie läuft's denn?
25:46Ach, geredet und redet.
25:49Aber nicht das, was wir hören wollen.
25:50Hm, und was wollt ihr hören?
25:52Dass es war.
25:54Und, äh, war es denn?
25:56Dann frag du ihn doch.
25:57Kommen Sie, Herr Diebach, warten Sie hier draußen.
26:04Danke.
26:07Möchten Sie auch eine Tasse?
26:11Ja, bitte.
26:16Er erzählt, erzählt, erzählt.
26:18Dass er geweint hat, dass er mit den Zähnen geklappert hat.
26:25Dass er gestern Nacht vor dem Haus von Hafner gestanden hat.
26:29Im Liebhaber seiner Frau, dass er den Namen seiner Frau gerufen hat.
26:32Dass er gelitten hat wie ein Hund.
26:34Aber er bestreitet ganz entschieden, heute Nacht seine Wohnung verlassen zu haben.
26:39Tja, was glaubst du?
26:44Jemand in einer so extremen Gefühlslage.
26:47Das kann man gar nicht beurteilen.
26:49Das weißt du so gut wie ich.
26:52Fahr nach Hause.
26:53Herr Diebach, sind Sie nicht froh, dass Hafner tot ist?
27:14Das weißt.
27:44Was wollte die Polizei von dir?
27:54Naja, sie denken, ich hab's getan.
28:07Ist ja auch irgendwie logisch.
28:14Ich hab ihm gesagt, dass ich gestern noch vor seinem Haus war.
28:23Dass ich ihm fast die Tür eingetreten hab.
28:30Deshalb sag ich ja, für die Polizei ist es nur logisch, dass sie denken, ich sei's gewesen.
28:39Du hast kein Geständnis abgelegt?
28:44Nein.
28:50Geh schon mal schlafen.
28:53Ich bleib noch ein bisschen da.
28:55Das war die Tür.
28:56Musik
29:26Du hast es getan
29:56Vergiss nicht, das zu essen. Versprichst du mir das?
30:00Ja, Mami.
30:02Lauf jetzt.
30:03Tschüss.
30:15Gehst du zur Arbeit?
30:17Na ja.
30:19Ich habe ja gestern schon krank gemacht.
30:22Geh heute auch nicht.
30:26Müsste ich ja nochmal anrufen.
30:28Ja, dann ruf nochmal an.
30:30Na ja.
30:34Ja, natürlich. Warten Sie einen Augenblick, bitte.
30:39Bleibst du noch einen Moment? Geh jetzt nicht weg.
30:42Was ist denn?
30:43Ich telefoniere gerade in der Polizei. Hafner ist ermordet worden.
30:52Ja, gestern Nacht. Er wurde in seinem Haus erschlagen.
30:56Und? Der Täter? Wer ist der Täter?
31:02Na ja, wir wissen es nicht.
31:04Haben Sie irgendeine Vermutung?
31:06Wir würden sehr gerne mit Ihnen sprechen über den Zusammenhang der Vorfälle, die Sie in der Nacht davor abgespielt haben.
31:13Sie waren doch mit Diebach zusammen. Im Haus Hafner.
31:18Richtig. Mit Herrn Diebach. Ist... Ist der Diebach der Täter?
31:25Nun, äh... Er steht unter Verdacht. Wir haben ihn vernommen und wir werden es weiter tun.
31:31Könnten Sie bitte mal zu uns kommen?
31:33Gut, ich komme sofort.
31:35Du könntest doch überhaupt Urlaub machen. Du hast doch noch Anspruch auf Urlaub.
31:39Du könntest dich doch beurlauben lassen für zwei, drei Monate. Das wäre möglich, oder?
31:44Ich habe noch die Baustelle.
31:46Ach, bist du da so unabkömmlich. Und wenn du nun krank wärst?
31:51Es könnte doch sein, dass du krank wirst.
31:54Dann müsste es doch auch gehen.
31:58Na ja, das wäre dann höhere Gewalt.
32:02Weißt du, was ich möchte?
32:07Ich möchte irgendwo rausfahren mit dir.
32:18Diebach. Sie hatten Diebach in Verdacht.
32:22Und er hat ausgesagt, dass wir eine Nacht zuvor diese Begegnung mit Hafner hatten.
32:27Sie haben mich gebeten, ins Präsidium zu kommen. Jetzt.
32:29Kannst du mich begleiten?
32:33Warum?
32:35Weil du auch dabei warst.
32:40Wissen Sie das?
32:42Erwähnt wurdest du nicht.
32:44Na also, warum soll ich mitkommen? Ich muss in die Uni.
32:48Es geht darum, Diebach beizustehen. Der Mann ist sicher hilflos.
32:53Hat er gestanden?
32:55Davon war nicht die Rede.
32:57Na ja, scheint hier ganz gut ohne uns zurechtzukommen.
33:00Aber du kannst mich mitnehmen. Setz mich an der U-Bahn ab.
33:04Setzt mich an der U-Bahn ab.
33:05Wenn du auf dem Wegst.
33:07Es ist sehr so Theyll.
33:08Und am lacht.
33:10Jetzt ist das Fliege.
33:17Du kannst fahren, solange du willst.
33:20Du kannst fahren, solange du willst. Wir sitzen da drüben.
33:50Was willst du trinken? Ich möchte ein Glas Sekt trinken. Was für Sekt? Das wird es doch hier wohl geben, oder? Hallo, haben Sie Sekt? Ja, klar, wir haben Sekt. Fickolus, zwei? Ja, zwei, danke.
34:10Weißt du noch, dass ich früher die Kohlensäure nicht mochte? Ich habe sie immer rausgequirlt. Ja, ja, ich weiß. Das hat dir nicht gefallen, das weiß ich auch noch.
34:20Ich wüsste nicht, dass ich dir so viel bedeute.
34:43Sonst hättest du es nicht getan.
34:50Ich war übrigens vor acht Wochen mit einem Arzt.
35:00Er gibt mir noch drei Monate.
35:06Meine Lunge.
35:11Seitdem bin ich ganz durcheinander.
35:13Mami.
35:26Mami, Papi.
35:29Das war schön.
35:32Sie kennen ja doch die Verhältnisse.
35:35Ja, ich wusste es.
35:41Hatte gehört von ihm selbst.
35:44Und dann auch von anderen, dass seine Frau ihn betrügt.
35:50Was ich zuerst nicht glauben wollte.
35:52Denn ich hatte immer einen sehr guten Eindruck von Frau Diebach.
35:56Von ihr.
35:58Von ihrer Ehe.
35:58Sie sind dann mitgegangen, als der Herr Diebach in das Haus von Herrn Hafner eindringen wollte.
36:04Ja.
36:05Warum eigentlich?
36:07Herr Diebach hat mich um Hilfe gebeten.
36:10Sagen Sie, als Hafner eröffnete, wie benahm sich der Diebach?
36:14War er aggressiv?
36:17Nein.
36:19Wenn ich es einmal so ausdrücken darf.
36:23Er war von einer großen Hilflosigkeit.
36:27Gab es denn irgendeine Art von Bedrohung oder was?
36:30Den Eindruck hatte ich nicht.
36:32Auch mein Sohn hatte ihn nicht.
36:34Mein Sohn hatte mich begleitet.
36:36Er war Zeuge dieses Vorfalls.
36:37Ihr Sohn?
36:39Er wohnt bei mir im Pfarrhaus.
36:41Studiert Jura.
36:41Ich habe noch eine Frage.
36:48Sie sind doch der Seelsorger von Herrn Diebach.
36:52Also, die meisten Täter, besonders bei Affekthandlungen, die leugnen die Tat.
36:57Das hat einen ganz einfachen psychologischen Grund.
37:00Sie leugnen, weil sie die Tat ungeschehen machen wollen.
37:04Und sie leugnen, weil sie sich im Grunde genommen von dieser Tat distanzieren.
37:09Aber das hält nicht lange vor.
37:13Und dann will der Täter, besonders in einem solchen Fall,
37:18nun, er verspürt das Bedürfnis, ein Geständnis abzulegen.
37:23Er wird reden.
37:26Werden Sie mit ihm sprechen?
37:31Ja.
37:33Natürlich.
37:33Natürlich.
37:39Ich wollte mir gerade ein Bier holen.
38:02Sie ist nämlich krank.
38:10Wer ist krank?
38:11Meine Frau ist krank.
38:12Ich habe es gerade erfahren.
38:14Die Ärzte sagen...
38:16Die Ärzte sagen?
38:18Dass sie noch drei Monate zu leben hat.
38:21Ich wollte es ihrem Vater sagen.
38:23Drei Monate?
38:24Wieso drei Monate?
38:26Ja, immer Schmerzen gehabt.
38:27Nicht ernst genommen.
38:28Nein.
38:28Nein.
38:32Das ist ja ein Ding.
38:38Drei Monate?
38:42Dann...
38:42war das mit Hafner.
38:45So was wie Lebenshunger.
38:50Drei Monate.
38:52Mann.
38:53Das ist ja Wahnsinn.
38:56Ihre Frau ist wieder bei Ihnen?
38:58Ja.
38:59Ahnt Sie, dass Sie Hafner umgebracht haben?
39:05Weiß Sie das?
39:11Und...
39:11Was sagt die Polizei?
39:16Die Nachbarn werden noch vernommen.
39:19Welche Nachbarn?
39:22Ob jemand was gesehen hat.
39:26Vielleicht hat man mich gesehen.
39:29gestern Abend.
39:33Ja, gestern Abend.
39:37Hören Sie.
39:39Wenn Sie da jemand gesehen hat,
39:40Sie werden sofort in Untersuchungshaft genommen.
39:42Ist Ihnen das klar?
39:44Ob Ihre Frau krank ist oder nicht.
39:46Sie dürfen auf keinen Fall ein Geständnis ablegen.
39:50Auf gar keinen Fall.
39:52Haben Sie mich verstanden?
39:53Nein.
39:53Nein.
39:53Nein.
39:54Nein.
39:54Nein.
39:54Nein.
39:54Nein.
39:54Nein.
39:55Nein.
39:55Nein.
39:56Nein.
39:57Nein.
39:57Nein.
39:58Nein.
40:11entschuldige, aber du hörst mich ja gar nicht.
40:13Nein, ich hab dich nicht gehört.
40:15So laute Musik.
40:17Sie entspricht meiner Stimmung.
40:19Und wie ist die?
40:19bewegt bis chaotisch.
40:23Ich soll dir ausrichten,
40:24die Kriminalpolizei möchte auch mit dir sprechen.
40:27Heute noch.
40:29Mit mir?
40:34Gut.
40:36Warum nicht?
40:40Ja, bitte?
40:43Ach, Grüß Gott, Herr Pohl.
40:46Es wird gar nicht lange dauern.
40:47Ich hab sie nur herbestellt,
40:49damit Sie mir die Aussage Ihres Vaters bestätigen,
40:51möglicherweise ergänzen.
40:54Setzen Sie sich.
40:55Danke.
41:07Ihr Vater sagte mir,
41:08dass Sie es waren,
41:09der darauf bestanden hat,
41:10dem,
41:10sagen wir mal,
41:13dem Hilferuf Diebachs zu folgen
41:15und Hafner
41:16noch in derselben Nacht aufzusuchen.
41:19Ist das richtig?
41:21Ja, das ist richtig.
41:23Warum bestanden Sie darauf?
41:27Ja, warum?
41:29Wissen Sie, es war Nacht.
41:31Jemand klingelte an der Haustür
41:32und steht da.
41:34ein verzweifelter Mensch,
41:36der Hilfe braucht.
41:38So sah ich das.
41:40Aber es gab noch einen Grund,
41:41warum ich zu meinem Vater sagte,
41:44los, wir gehen mit.
41:45Wir holen seine Frau da raus.
41:47Was war das für ein Grund?
41:51Der Grund ist ganz simpel.
41:53Ich mag keine Männer,
41:54die in fremde Ehen einbrechen.
41:55Sag ich etwas,
42:00was Sie nicht verstehen?
42:02Keine Sorge.
42:03Das verstehen wir ja gerade noch.
42:06Als ich den Typ sah,
42:09da wusste ich sofort,
42:10das ist so einer.
42:12Absolut gefühlskalt.
42:15Mir war klar,
42:15von einer Sekunde auf die andere,
42:17das ist einer von der Sorte,
42:18der taugt nichts.
42:22Nicht das Geringste.
42:22Nicht das Geringste, ja.
42:27Sagen Sie mal,
42:28es ist doch ganz klar,
42:29Sie mochten den Hafner nicht.
42:32Ich muss Ihnen das vielleicht erklären.
42:34Das ist eine,
42:36eine private Sache.
42:40Eine Geschichte,
42:40die meine Mutter betrifft.
42:43Meine Mutter hat meinen Vater verlassen.
42:45Sie lief einem Mann hinterher,
42:46der mit Hafner etwas gemeinsam hatte.
42:51Er war gefühlskalt.
42:53Sie war für ihn nichts als ein rein sexuelles Vergnügen.
42:57Der Mensch, also meine Mutter,
42:58spielte für ihn keine Rolle.
43:01Wie alt waren Sie damals?
43:04Zwölf.
43:06Was wurde aus Ihrer Mutter?
43:09Als sie erkannte,
43:12was es für ein Mann war,
43:14hat sie sich umgebracht.
43:16Wissen Sie,
43:16Ich war noch ein Kind,
43:23aber ich erinnere mich,
43:25dass ich schon damals
43:26meinen Vater fragte.
43:29Ich glaube,
43:29ich habe ihn angeschrien.
43:32Warum hast du den Mann nicht umgebracht?
43:35Nun sah ich Hafner vor mir.
43:36So als
43:38wiederhole sich alles.
43:42Mit einem anderen Mann,
43:43einer anderen Frau,
43:44aber
43:44der Typ war derselbe.
43:48Gefühlskalt.
43:50Tja,
43:50da muss ich Sie jetzt fragen,
43:52wo waren Sie gestern da?
43:55Welche Uhrzeit meinen Sie?
43:56Elf Uhr dreißig.
43:59Ja,
43:59wo war ich?
44:01Ich weiß nicht.
44:04Ja,
44:05warten Sie.
44:05Ich war zu Hause.
44:07Ja,
44:07das ist doch schön.
44:08Ihr Vater kann ja sicher bezeugen,
44:10dass Sie zu Hause waren.
44:11Vielleicht.
44:12Vielleicht auch nicht.
44:14Wir kümmern uns nicht ständig umeinander.
44:16Herr Bohl,
44:16dann frage ich Sie jetzt mal ganz direkt,
44:18haben Sie Hafner umgebracht?
44:21Sagen wir mal so,
44:23ich könnte es getan haben.
44:26Hören Sie mir,
44:27wäre es sehr,
44:28sehr, sehr lieb.
44:29Sie würden mir klipp und klar sagen,
44:31ja oder nein.
44:34Ich habe Ihnen von einer Erinnerung erzählt
44:37und ich habe mich gewundert,
44:41wie stark sie plötzlich wieder ist.
44:45Vielen Dank, Herr Bohl.
44:53Das wär's dann vorerst.
44:55Auf Wiederschauen.
45:00Wenn ich ihn da richtig verstehe,
45:02will er sich selber in Verdacht bringen.
45:04Kann man das so sagen?
45:05Ja,
45:05das kann man so sagen.
45:07Erzählt uns von seinen Kindheitserinnerungen.
45:09Ein Mann hat seine Mutter verführt.
45:13Er selber war damals zwölf Jahre alt.
45:15Na gut,
45:16aber ich meine,
45:16das muss er uns ja nicht erzählen.
45:17Nee,
45:18muss er nicht,
45:18hat er aber.
45:19Und was bedeutet das?
45:21Dass da plötzlich noch jemand
45:22auf dem Schauplatz ist.
45:24Siehste,
45:25und das haben wir nicht erwartet.
45:27Hallo.
45:42Wie war's bei der Polizei?
45:44Wie soll's gewesen sein?
45:45Sie wollten wissen,
45:47was ich für einen Eindruck hatte.
45:49Von Diebach.
45:50Von Hafner.
45:51Und irgendwie werden Sie sich wohl
45:55auch einen Eindruck von mir gemacht haben.
45:58Wieso von Dir?
46:00Ich hab kein Blatt vor den Mund genommen.
46:01Ich hab gesagt,
46:02was ich von Hafner gehalten habe.
46:04Dass ich den Mann nicht mochte.
46:06Auf den Tod nicht mochte.
46:07Und war das nicht sehr ungeschickt?
46:15Wenn die Polizei Dich fragt,
46:16wo ich gestern Abend war,
46:19was würdest Du sagen?
46:21Könntest Du bestätigen,
46:22dass ich den ganzen Abend
46:23in meinem Zimmer war?
46:26Was fragst Du denn?
46:28Hast Du mich gesehen?
46:31Nein.
46:33Nein, ich hab Dich nicht gesehen.
46:34Warst Du denn nicht
46:37auf Deinem Zimmer?
46:39Übrigens,
46:40hat sich Diebach bei Dir gemeldet?
46:43Ja, ich hab mit ihm gesprochen.
46:44Die Krankheit seiner Frau.
46:46Er hat es mir gesagt.
46:48Und?
46:52Jetzt bist Du ratlos.
46:56Naja.
47:01Das warst Du ja schon immer.
47:04Ich mach's.
47:11Ich nehm Urlaub.
47:14Ich ruf gar nicht an,
47:15weil ich geh einfach nicht hin.
47:18Der Grund spielt keine Rolle.
47:20Nicht für andere Leute.
47:22Du musst was essen.
47:25Danke.
47:26Und dann müssen wir besprechen,
47:28was wir machen.
47:29Wir haben so viel Zeit verloren,
47:31weil wir uns die Zeit
47:31nicht genommen haben.
47:34Aber das ist jetzt anders.
47:36Das ist vorbei.
47:36So.
47:59Hallo, Herr Oberinspektor.
48:00Guten Tag, Herr Bohl.
48:03Wie soll ich das jetzt verstehen?
48:05Servus.
48:06Sind Sie meinetwegen da?
48:07Ja, ja, Ihr Vater sagte mir, wo ich Sie finde.
48:10Sie studieren Jura.
48:12Ja.
48:14Ja, ist ein ziemlich trockener Stoff.
48:15Ich weiß auch nicht, warum ich Jura studiere.
48:17Trockener Stoff?
48:18Naja, ich kann es, äh,
48:21ich kann das keinen trockenen Stoff nennen.
48:25Naja, ich will mich nicht streiten.
48:27Und?
48:29Was hat mein Vater gesagt?
48:31Sie haben ihn doch sicher gefragt,
48:33ob ich vorgestern Nacht zu Hause war oder nicht.
48:36Ja.
48:40Sie glauben jetzt, dass ich neugierig bin.
48:45Weil Sie gerne wissen wollen, was er gesagt haben könnte.
48:49Ich glaube, das weiß ich.
48:52Er hat sicher gesagt, ich habe keine Ahnung,
48:54wo mein Sohn vorgestern Nacht war.
48:57Mein Vater sagt immer die Wahrheit.
48:58Er hat keine Beziehung zur Lüge.
49:04Haben Sie eine Beziehung zur Lüge?
49:09Aber ja.
49:10Wir können ein Boot haben.
49:30Hast du Lust, ein bisschen Boot fahren?
49:34Früher hast du das immer gemocht.
49:35oder magst du nicht?
49:42Ich habe ganz vergessen zu fragen,
49:43ob du Schmerzen hast.
49:50Wollt ihr das Boot nun haben oder nicht?
49:53Kleinen Moment noch, bitte.
49:53Schmerzen!
50:11Also gut.
50:12Ich gebe zu.
50:13Ich war nicht zu Hause.
50:17Ja, das macht hier nichts.
50:19Sie werden mir schon sagen, wo Sie waren.
50:23Aber bitte sagen Sie mir nicht,
50:26Sie seien ziellos durch die Straßen gelaufen.
50:29Aber genau das habe ich gemacht.
50:32Ich gehe gerne nachts durch die Straßen.
50:35Besonders dann, wenn ich ein Problem habe.
50:38Was hatten Sie denn für ein Problem?
50:42Hafner war mein Problem.
50:43Und das, was ich als Kind erlebt habe.
50:47Ich habe Ihnen ja gesagt,
50:49der Mann hat alles zum Vorschein gebracht,
50:51was ich glaubte, längst vergessen zu haben.
50:53Nur, jetzt bin ich kein Kind mehr.
50:59Sie haben gestern Nacht Hafner aufgesucht.
51:04Ich gebe auch das zu.
51:06Ja.
51:07Ich habe mit dem Gedanken gespielt.
51:12Gespielt?
51:13Ist das verboten?
51:19Sie sagen, Sie haben mit dem Gedanken gespielt,
51:21Hafner aufzusuchen.
51:24Na, erzählen Sie mir.
51:26Was haben Sie weiter gedacht?
51:29Ich habe gedacht,
51:32ich komme vor seinem Haus an.
51:35Diesmal
51:36ist nicht alles dunkel.
51:38Ich sah oben das Schlafzimmer.
51:53Erleuchtet.
51:54Genau das war der Augenblick,
52:03in dem ich mir vorstellte,
52:04Klingle,
52:05schlag mir den Fäusten gegen die Tür.
52:07Wenn er nicht aufmacht,
52:08schrei seinen Namen durch die Nacht.
52:09schrei seinen Namen durch die Nacht,
52:16bis er die Tür aufmacht.
52:19Hat er sie aufgemacht?
52:20Ja, er hat sie aufgemacht.
52:28Er sagte,
52:29was wollen Sie?
52:31Ich bin einfach hineingegangen,
52:44habe ihn zurückgedrängt,
52:45beiseite geschoben.
52:46Ist sie da?
52:47Ist sie da?
52:47Ich weiß, was ich mir sehe.
52:49Meister, sie da.
52:50Schicken Sie sie runter.
52:51Ich späne und lege ihn.
52:52Ich sagte,
52:52schicken Sie die Frau herunter.
52:55Holen Sie sie.
52:57Er fasste mich an.
52:58Sie verschwinden jetzt so was hier raus.
53:00Da explodierte etwas in mir.
53:03Ich umfasste seinen Hals.
53:04Schicken Sie die Mutter herunter.
53:05Schicken Sie diese Frau herunter.
53:09Ich war ganz außer mir.
53:12Ich schrie immer wieder.
53:14Geben Sie sie raus.
53:17Sie soll herunterkommen.
53:20Meine Mutter soll herunterkommen.
53:38Tja, Brüttel.
53:41Ich muss Sie bitten,
53:42mit mir noch einmal ins Präsidium zu kommen.
53:53Wenn Sie es genau durchlesen,
53:55dann unterschreiben, bitte.
54:05Es liegen zwei eindeutige Zeugenaussagen vor.
54:07Diebach ist vorgestern Nacht
54:09gegen 23 Uhr
54:10vor dem Haus Hafner gesehen worden.
54:15Zwei Zeugen.
54:17Diebach in der Mordnacht
54:19vor dem Hause Hafner.
54:24Sie können nach Hause gehen.
54:28Harry beantragt den Haftbefehl
54:29gegen Diebach.
54:30Bitte tun Sie das nicht.
54:35Moment mal.
54:41Fragen Sie mich,
54:42warum ich versucht habe,
54:44Diebach zu helfen.
54:47Warum?
54:49Kannst du mir nicht helfen?
54:51Nein, jetzt geht's gerade nicht.
54:53Was ist es denn?
54:55Rechnen.
54:55Also, wenn du dich weiterbeißt,
54:58dann helfe ich dir schon.
54:59Aber wenn ich jetzt...
55:00Nein, nein, nein.
55:17Bleib wegen,
55:18ich habe schon alles fertig.
55:18Also, sollte ich die Suppe
55:22nicht richtig gewürzt haben,
55:24hier ist Salz und Pfeffer.
55:28Brauchst du noch ein Kissen?
55:31Frierst du?
55:32Ich bringe dir den Deckel.
55:32Das geht mir ganz gut.
55:35Ich will nicht,
55:36dass du dir sorgen musst.
55:37Ich mache mir doch keine Sorgen.
55:42Entschuldigung.
55:48Hoffentlich schmeckt dir die Suppe.
55:54Was machen wir morgen?
55:58Hast du Lust,
55:59ins Konzert zu gehen?
56:05Ich muss Lisbeth noch
56:07bei den Hausaufgaben helfen.
56:09Sie hat da eine Rechenaufgabe.
56:12Das weiß ich selber nicht.
56:14Ob ich das schaffe?
56:18Es stimmt.
56:24Zwei bis drei Monate
56:25hat sie noch zu leben.
56:27Und das werden keine
56:29schönen Monate sein.
56:35Haftbefehl gegen Diebach?
56:48Telefon.
56:51Der Kriminaldirektor.
56:58Ja?
56:59Derrick?
57:00Störe ich ein Verhör?
57:02Nein, nein.
57:03Ich habe nur eine Frage
57:04der Fall Haftner.
57:06Wie weit sind Sie damit?
57:08Nun,
57:09die
57:10Ermittlungen,
57:12die sind noch nicht abgeschlossen.
57:14Es kann
57:14noch zwei, drei Monate dauern.
57:17Zwei, drei Monate.
57:21Haben Sie Bedenken,
57:21was diesen Fall betrifft?
57:25Bedenken?
57:28Überhaupt keine.
57:29Bedenken.
57:30Bedenken.
57:31Bedenken.
57:32Bedenken.
57:33Bedenken.
57:34Bedenken.
57:35Bedenken.
57:36Bedenken.
57:37Bedenken.
57:38Bedenken.
57:39Bedenken.
57:40Bedenken.
57:41Bedenken.
57:42Bedenken.
57:43Bedenken.
57:44Bedenken.
57:45Bedenken.
57:46Bedenken.
57:47Bedenken.
57:48Bedenken.
57:49Bedenken.
57:50Bedenken.
57:51Bedenken.
57:52Bedenken.
57:53Bedenken.
57:54Bedenken.
57:55Bedenken.
57:56Bedenken.
57:57Bedenken.
57:58Bedenken.
57:59Bedenken.
58:00Bedenken.
58:01Bedenken.
58:02Bedenken.
58:03Bedenken.
58:04Bedenken.
58:05Bedenken.
58:06Bedenken.
58:07Bedenken.
58:08Bedenken.
58:09Bedenken.
58:10Bedenken.
58:11Bedenken.
58:12Bedenken.
58:13Bedenken.
58:14Bedenken.
58:15Bedenken.
58:16Bedenken.
58:17Bedenken.
58:18Bedenken.
58:19Bedenken.
58:20Bedenken.
58:21Bedenken.
58:22Bedenken.
58:23Bedenken.
58:24Bedenken.
58:25Bedenken.
58:26Bedenken.
58:27Untertitelung des ZDF, 2020
58:57Untertitelung des ZDF, 2020