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KurzfilmeTranskript
00:00:00Untertitelung des ZDF, 2020
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00:02:59Sie können ihn ja gar nicht sehen.
00:03:01Ich will einen Spiegel haben! Geh mir sofort einen Spiegel!
00:03:05Oh Gott, ich bin in meinem Leben ruhig.
00:03:11Und wie lange muss meine Tochter hier liegen?
00:03:1314 Tage. Na Gott sei Dank.
00:03:15Von mir aus können Sie schon früher haben.
00:03:16Nee, danke, danke. Hier kann sie wenigstens keinen Unfug anrichten.
00:03:19Ja, hoffentlich nicht.
00:03:21Wo wollte Ihre Tochter eigentlich so schnell hin?
00:03:23Zu mir, Herr Professor. Zu mir.
00:03:25Da hat sie es so einig gehabt?
00:03:27Entschuldigen Sie sich. Ich habe es gut.
00:03:31Unsympathischer Mensch.
00:03:33Und nicht mal besuchen darf man sie.
00:03:35Jetzt muss die Mutterseelen allein hier liegen.
00:03:37Krank und hilflos.
00:03:39Das arme, arme Kind.
00:03:45Nur bei dem findet ihr die Suppe verzeichen.
00:03:50Was hat sie denn nun wieder?
00:03:54Jetzt war hier wieder der Peh zu kalt.
00:03:57Schönen Sieben.
00:03:58Verdammt noch mal!
00:03:59Was willst du um vier in der Nacht?
00:04:00Sie hatte sich die Decke heruntergestrampelt.
00:04:03Hol dich doch, Teufel!
00:04:04Auf dass sie nicht noch einmal krank werde.
00:04:05Auf dass sie sich lieber gleich den Hals breche.
00:04:06Auf dass ich sie nie wieder sehe.
00:04:07Auf dass ich ihr einmal im Dunkeln begegne.
00:04:08Brauch!
00:04:09Na, an die vierzehn Tage werde ich denken.
00:04:10Der Gedanke, dass sie heute entlassen wird.
00:04:11Und Nummer sieben wird nie wieder klingen.
00:04:12Erlauben Sie mal!
00:04:13Das ist mein Gesicht, wenn damit etwas passiert.
00:04:14Aber der Professor hat doch keine Zeit.
00:04:15Nur von ihm lasse ich mir den Verwandt abnehmen.
00:04:16Nur von ihm lasse ich mir den Verwandt abnehmen!
00:04:17Nur von ihm!
00:04:18Ob, dass ich hier einmal im Dunkeln begegne.
00:04:21Prost!
00:04:25Na, an die 14 Tage werde ich denken.
00:04:28Der Gedanke, dass Sie heute entlassen werden.
00:04:30Und Nummer 7 wird nie wieder klingen.
00:04:35Erlauben Sie mal, das ist mein Gesicht, wenn damit etwas passiert.
00:04:39Aber der Professor hat doch keine Zeit.
00:04:41Nur von ihm lasse ich mir den Verwandten nehmen, nur von ihm.
00:04:45Und wenn ich jetzt keine Zeit habe, bitte, ich habe Zeit.
00:04:48Ich habe unendlich viel Zeit. Ich versäume mich gar nichts.
00:04:50Ich habe jetzt gar nichts zu tun. Ich kann stundenlang machen, von mir aus tagelang.
00:04:54Wenn es noch mal zwei Wochen dauert.
00:04:56Um Himmel zu wehen, ich hole den Herrn Professor sofort.
00:05:00Ja, fassen Sie mit Handschuhen an?
00:05:02Bei mir tut es mir etwas immer besonders weh.
00:05:04Ich muss schrecklich grobe Hände haben.
00:05:11Liebster, guter, der Beste, Herr Professor, Sie werden mir doch nicht wehtun.
00:05:14Nehmen Sie mal die Hände da weg.
00:05:15Ach, ich habe jetzt so viel Vertrauen zu Ihnen.
00:05:18Ich wehe Ihnen, wenn Sie nicht drauf sitzen bleiben.
00:05:27Schön.
00:05:29Schäme Sie sich mal. So ein großes Mädchen.
00:05:33Bitte.
00:05:36Auf einmal?
00:05:37Nach der Operation haben Sie gleich einen Spiegel verlangt.
00:05:39Ja, bitte.
00:05:40Na, du...
00:05:41Ihr hübsches Lärbchen ist wohl das einzige, was Sie dem Leben zu bieten haben, was?
00:05:44Nur keine Angst. Das Näschen ist noch nicht ab.
00:05:46Hübsch.
00:05:47Finden Sie?
00:05:48Besonders hübsch.
00:05:49Freut mich.
00:05:50Das kann Sie auch freuen.
00:05:51Seien Sie bloß nicht so eingebildet. Sie haben schon mehr Männer gesagt, dass ich hübsch bin.
00:06:05Ja?
00:06:06Von mir aus können Sie aussehen wie die Nacht. Ich hatte die Narben gemeint.
00:06:07Sonst interessieren Sie mich nicht ein bisschen. Das hat Ihnen wohl noch kein Mann gesagt, was?
00:06:10Na, war es ja die höchste Zeit, dass Sie es mal zu hören bekamen.
00:06:12Ja, was ich Ihnen noch sagen wollte. Sie haben etwas fertiggebracht, was noch keinem bisher in diesem Maß gelungen ist. Sie sind die unbeliebteste Patientin der ganzen Fliege.
00:06:17Ja, was ich Ihnen noch sagen wollte. Sie haben etwas fertiggebracht, was noch keinem bisher in diesem Maß gelungen ist. Sie sind die unbeliebteste Patientin der ganzen Fliege.
00:06:23Woraufhin eigentlich, wenn ich fragen darf? Sind Sie was? Können Sie was? Leisten Sie was? Das Einzige, was Sie wissen, ist, Klingeln sind dazu da, damit man drauf drückt. In meinen Augen sind Sie ein ganz und gar hoff.
00:06:40Ein ganz und gar hoffnungsloser Fall. Weiß ich. Das haben Sie mir schon einmal gesagt. Aber das werde ich Ihnen nie vergessen.
00:06:59Hoffentlich nicht. In Ihrem Interesse. Guten Tag.
00:07:10Das gnädige Fräulein hat noch immer nicht geklingelt. Warum hat denn das gnädige Fräulein noch nicht geklingelt?
00:07:25Wissen Sie, dass das gnädige Fräulein noch nicht geklingelt hat? Das gnädige Fräulein hat mich gebeten, Ihnen zu sagen, dass das gnädige Fräulein nie mehr klingeln wird.
00:07:38Das gnädige Fräulein zieht sich jetzt immer alleine an.
00:07:50Das gnädige Fräulein lässt sich ihr Badewasser jetzt immer persönlich ein.
00:08:08Das gnädige Fräulein wird auch nicht verknüpft.
00:08:25Würden mir die Fräulein in Zukunft nicht doch lieber klingeln?
00:08:31Wo ist mein Vater?
00:08:40Herr Kierke, du hast bereits schlafen.
00:08:43Ich bitte dich, sei doch vernünftig.
00:08:45Liebes Kind, ihr Herr Papa hat einen anstrengenden Tag gehabt.
00:08:50Außerdem hat er ein Schlafmittel genommen.
00:08:55Um Himmels Willen, was ist denn jetzt wieder passiert?
00:09:00Keine Ahnung.
00:09:01Ich habe ihr nur gesagt, dass sie hübsch ist.
00:09:03Und das ist alles?
00:09:05Das hat sie mich auch gefragt.
00:09:06Ob das alles ist, was ich ihr sagen kann?
00:09:08Dass sie hübsch ist und reizend und zauberhaft und schammernd?
00:09:11Kann man einer Frau denn etwas Netteres sagen?
00:09:1420 Personen waren wir heute Abend.
00:09:15Alle haben ihr genau dasselbe gesagt.
00:09:17Also, das können Sie sich gar nicht vorstellen.
00:09:19Was, wie du?
00:09:20Wie daraufhin meine Wohnung aussieht.
00:09:22Eine Windhose kann nicht furchtbarer sein.
00:09:25Es ist tragisch.
00:09:28Da ist sie aus der Klinik zurück.
00:09:29Es muss etwas Inneres zurückgeblieben sein.
00:09:35Papa!
00:09:36Papa!
00:09:37Wach doch auf, Papa!
00:09:39Ist es denn schon acht?
00:09:41Legen Sie mir die Bilanz, die Bilanz und die schwarze Krawatte.
00:09:45Ach was, Papa?
00:09:46Es ist zwölf.
00:09:48Schon zwölf?
00:09:50Warum haben Sie...
00:09:50Nicht schon!
00:09:52Erst!
00:09:53Es ist zwölf Uhr nachts, Papa!
00:09:55Kann ich ja noch schlafen.
00:10:00Jenny!
00:10:04Jenny!
00:10:05Was hast du jetzt wieder angestellt?
00:10:07Na bitte!
00:10:08Da haben wir es ja!
00:10:09Angestellt!
00:10:10Das ist wohl das Einzige, was sie mir zutraut.
00:10:13Und dann wundert ihr euch, dass ich mit Wasen um mich schmeiße.
00:10:19Papa!
00:10:20Bitte!
00:10:21Hör mir zu, wenn ich so mache.
00:10:23Ja?
00:10:23Ich will nicht nur hübsch sein.
00:10:25Vollkommen rechter, der Mann.
00:10:27Du bist im Stand und studierst eben zum Trotz Medizin.
00:10:31Du bist im Stand und studierst eben.
00:11:01Ich möchte gerne Medizin studieren.
00:11:23Wie fahre ich das denn an?
00:11:25Haben Sie sich schon gemeldet?
00:11:26Deswegen bin ich ja hier.
00:11:28Aha!
00:11:28Und wissen Sie, wie das gemacht wird?
00:11:30Das wollte ich Sie eben fragen.
00:11:32Sehen Sie die lange Schlange?
00:11:34Ja, da komme ich ja gerade her.
00:11:35Na und sehen Sie auch, wo die aufhört?
00:11:38Ja und?
00:11:39Da stellen Sie sich gefälligst an.
00:11:41Ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha!
00:11:45Die junge Mann!
00:11:53Die junge Mann.
00:12:17Meinen Sie nicht?
00:12:18Sie kleben doch hier die Zettel an.
00:12:20Können Sie mir sagen, wenn Professor Bruchsal hier Vorträge hält?
00:12:23Erstens fällt der Professor keine Vorträge, sondern Kolleg.
00:12:27Zweitens fällt er Sie nicht hier, sondern in der Charité.
00:12:29Und drittens kann Sie das gar nicht interessieren.
00:12:31Erlauben Sie mal!
00:12:33Sie sind wohl erstes Semester, was?
00:12:35Und wenn? Was dann?
00:12:38Dann haben Sie in der Chirurgie noch gar nichts zu suchen.
00:12:40Was wollen Sie überhaupt studieren?
00:12:42Medizin natürlich. Sehen Sie ja.
00:12:45Das alles da?
00:12:46Ich kann mir raussuchen, was mich interessiert.
00:12:49Chirurgie bei Bruchsalen, nicht wahr?
00:12:51Wenn Sie nichts dagegen haben, ja.
00:12:54Von mir aus.
00:12:56Aber wenn er Sie in seinem Kolleg erwischt, schmeißt er Sie eigenhändig hinaus.
00:12:59Junge Damen wie Sie kann auf den Tod nicht ausstehen.
00:13:02Woher wissen Sie denn?
00:13:03Mit gelackten Nägeln und gepuderten Näschen und die sich raussuchen, was Sie interessiert.
00:13:08Wie reden Sie denn überhaupt mit mir?
00:13:10Wer sind Sie denn eigentlich?
00:13:11Hans Faber, Kant Med, zwölftes Semester.
00:13:15Beruflich bin ich also nicht Zettel-Ankleber, sondern Farmulus, wenn Ihnen das ein Begriff ist.
00:13:19Und das speziell beim Professor Bruchsalen.
00:13:21Guten Tag.
00:13:22Gott sei Dank.
00:13:25Gott sei Dank.
00:13:29Gott sei Dank.
00:13:30Gott sei Dank.
00:13:33Vielen Dank.
00:14:03Entschuldige bitte.
00:14:09Kannst du nicht einmal pünktlich sein?
00:14:12Ich wusste nicht, dass wir Besuch haben.
00:14:14Ich musste mit deinem Vater sprechen.
00:14:16Ich muss schon sagen, dass du mit Vasen um dich wirfst.
00:14:19Hätte ich natürlich nie erwähnt, wenn ich nicht so besorgt um dich wäre.
00:14:24Danke. Auf mir habe ich keinen Appetit.
00:14:26Du bleibst.
00:14:27Dass mir jemand freiwillig die Sorgen um dich abnehmen will.
00:14:29Ich kann durchaus allein für mich sorgen.
00:14:30Ach!
00:14:31Was dabei herauskommt.
00:14:33Zehnmal mehr Arbeit machst du.
00:14:36Das Personal hat beinahe gekündigt.
00:14:40Na nun?
00:14:42Seit wann sind Sie denn Linkshändig?
00:14:44Nur vor Übergehung.
00:14:45Das geht Sie, Fräulein, ab.
00:14:47Für die medizinische Fakultät.
00:14:51Mein Altdruck.
00:14:53Mein Abitur habe ich ja schließlich gemacht.
00:14:55Aber wie?
00:14:56Ich werde euch schon beweisen, dass man mich ernst nehmen kann.
00:14:58Aber Jenny, einen Augenblick, bitte.
00:15:01Ach, Eduard, zeigen Sie doch mal meiner Tochter, wie Sie sich geschnitten haben.
00:15:05Aber Vater...
00:15:05Es interessiert Sie nämlich beruflich.
00:15:08Wickeln Sie die Binde nur ab.
00:15:10Wenn das geht, Sie Fräulein Wert darauf legen.
00:15:13Du weißt doch, dass ich kein Blut sehen kann.
00:15:16Runter damit!
00:15:17Das ist doch die glatte Gemeinheit!
00:15:21Und sowas will Medizin studieren.
00:15:24Hey, ist Sie!
00:15:49Geht's hier immer schon um Pünktels los?
00:15:51Ja, mei, was ist denn das für ein verflogener Vogel?
00:15:57Hätte ich hier gar nicht so früh aus dem Bett brauchen.
00:16:01Sie sind wohl noch nahe hier, nicht?
00:16:04Wissen Sie, wenn's bei uns pünktlich anfängt, dann fangt's um eine Viertelstunde zu spät an.
00:16:10Das ist nämlich darum, damit's von einem her soll in den anderen kommen und zwischendurch nur was essen können.
00:16:16Sie, das freut mich aber wirklich herzlos.
00:16:21Was freut Sie wirklich herzlos?
00:16:25Dass Sie's gar nicht erwarten können, bis es anfängt.
00:16:29Aber das legt sich leider wieder.
00:16:31Besonders bei den jungen Damen.
00:16:34Zuerst kommen sie zu früh, dann kommen sie gerade noch, dann kommen sie zu spät und dann kommen sie überhaupt nicht mehr.
00:16:41Das ist eben, weil sie's doch nicht genug interessiert.
00:16:46Warum glauben Sie denn, es interessiert mich nicht?
00:16:48Ich glaub gar nichts.
00:16:49Sie warte's ab.
00:16:51Anfangen tun viele, aber wie's auch fern, wenn Sie nach zwölf Semestern zu mir kommen und sagen, Matthias, so heiß ich nämlich, ich hab schon an die fünfzig Semester aus der Patsche geholt und sagen zu mir, ich hab's durchgehalten.
00:17:06Darauf kommt's nämlich an, aber wenn Sie's dann geschafft haben, das Gefühl, denken wir, das müsste das Schönste sein, was es gibt.
00:17:18Also, machen Sie's gut, freut mich.
00:17:20Also, machen Sie's gut.
00:17:50Meine Damen und Herren, die Fräulein hat sich in ihrem Zimmer eingeschlossen und redet nur noch Lateinisch.
00:17:59Ein Mächtiger.
00:18:00Eine Wagenladung Bücher ist auch angekommen, nebst einem unheimlichen Paket.
00:18:06Es war so hoch wie sie, stand aufrecht und wieder aufgewacht.
00:18:12An Essen ist heute Abend nicht mehr zu denken.
00:18:18Entsätzlich.
00:18:18Aber das ist noch nicht das Schlimmste.
00:18:22Seitdem das Gnädchen Fräulein Medizin studiert, fühlt das Personal sich geschlossen krank.
00:18:31Wieso?
00:18:32Das Gnädchen Fräulein hat Diagnosen gestellt.
00:18:37Sie waren vernichtend.
00:18:38Appendizitis, Appendizitis, Appendizitis, Peritoneum, Peritonitis, Pleura, Pleuritis, Endokard, Endokarditis.
00:18:50Wer ist da?
00:18:51Darf ich hereinkommen?
00:18:52Ja, bitte.
00:18:59Das ist mein Demonstrationsskelett.
00:19:02Es heißt Julius und beißt nicht.
00:19:04Du kannst ihm ruhig die Hand geben.
00:19:07Ist er nicht dein Prachtexemplar?
00:19:09Du kannst froh sein, wenn du von innen so aussiehst.
00:19:12Interessant, was man alles so für Knochen hatte.
00:19:15Und die muss ich alle auswendig lernen.
00:19:17Und jeder Einzelne kann dir brechen.
00:19:19Eine kleine falsche Bewegung und futsch ist das Rückgrat.
00:19:23Das brauchst du nicht gerade zu sagen, wenn man sich bückt.
00:19:25Medizinisch gesehen stehst du sowieso ständig mit deinem Fuß im Graf.
00:19:29Sag mal, was willst du eigentlich?
00:19:31Ich wollte einmal mit dir unter vier auf...
00:19:34Na, und?
00:19:41Sag mal, was hast du denn?
00:19:43Du siehst so blass aus.
00:19:47Ist dir nicht ganz wohl?
00:19:50Keine Nacht mache ich mir ein Auge zu.
00:19:53Woran kann denn das liegen?
00:19:54Darüber wollte ich mit dir sprechen.
00:19:57Hast du starkes Herzklopfen?
00:19:58Ist das ein Wunder?
00:20:02Bei dem Puls war haftig nicht.
00:20:06Aber doch ganz erklärlich.
00:20:07Und ungesund. Das muss anders werden.
00:20:09Jane, das liegt nur bei dir.
00:20:11Ich wollte dich schon immer fragen.
00:20:13Was du dagegen tun kannst.
00:20:16Nimm Brom vor dem Schlafen gehen.
00:20:18Und stell die Füße in kaltes Wasser.
00:20:20Das schlägt nieder.
00:20:21Verzeihung.
00:20:22Aber der Herr Direktor fragt nach dem Mädchen vor allem.
00:20:25Ich komme.
00:20:25Na, was machen die Schmerzen?
00:20:33Was hast du mit der Köchin gemacht?
00:20:37Des nächstes liegen die Papad.
00:20:39Ich habe mir Brom gegeben.
00:20:42Vielleicht ein bisschen zu viel.
00:20:44Ein bisschen zu viel.
00:20:45Aber sie hat sich doch so aufgeregt,
00:20:47weil mein Gerippe geklappert hat.
00:20:49Und deshalb gibt es kein Essen?
00:20:53Das Ding fängt raus.
00:20:54Aber alles ist hart.
00:20:55Ich habe es, zack.
00:20:57Also sie dir grillieren, rauf.
00:20:59Hinsetzen, Vater.
00:21:00Ruhig, ruhig.
00:21:01Und ganz tief Luft holen.
00:21:03Bis mich einen schönen Tagesserschlag trifft.
00:21:05Dann brauchst du dich gar nicht zu wundern,
00:21:07dass hier das Giffe allem einmal geht.
00:21:09Vielleicht hast du Zucker.
00:21:14Oder es ist etwas mit der Lehmung.
00:21:15Keine Angst, das kriegen wir alles hin.
00:21:18Du sollst etwas davon haben,
00:21:19dass deine Tochter Medizin studiert.
00:21:22So.
00:21:23Und jetzt schaue ich mal nach der Köchin.
00:21:29Und jetzt wird sie geheiratet, junge Mann.
00:21:31Aber fix, dann bringen sie uns alle noch unter die Erde.
00:21:36Wie die Fliegen fallen sie um.
00:21:38Wie die Fliegen.
00:21:39Und noch einmal jemand umfällt,
00:21:40weil er nicht sehen kann,
00:21:41wie das Innenleben eines Patienten schaffen ist.
00:21:44Aber.
00:21:45Hälfte Seele ist so rein wie eine Baustelle.
00:21:48Sauber und ist ein Tief.
00:21:50Während ihr werte Kollegen gefällt,
00:21:51ist er zu sich hier sein.
00:21:52Dann müssen Sie sich an die nackte Wahrheit gewöhnen.
00:21:54Das sollen der Operierte sagen,
00:21:55wenn der Studenten dabei schlecht wird.
00:21:56Er sieht es ja nicht, Herr Professor.
00:21:57Dem Äther nicht wie Ambrosia duftet,
00:21:59der soll einen Käseladen aufmachen.
00:22:01Meine Kollegen sind kein Kindergarten.
00:22:02Auch kein Mietenpersonal.
00:22:03War es wie deine Dame?
00:22:05Nee.
00:22:06Die holde Weiblichkeit nimmt gleich nach der Voranmeldung.
00:22:07Bis auf einen Tag.
00:22:08Ganz aufgekocht.
00:22:10Ach, Faber, ich kann Ihnen sagen,
00:22:11diese Weiber.
00:22:13Entweder sind Sie dem Auge eine Lust,
00:22:14Sie trauen sich keinen Pfifferling,
00:22:15oder Sie traugen was,
00:22:16dann sind Sie nicht anzusehen.
00:22:19Na, wie weit sind Sie?
00:22:20Ich schaffe es noch in diesem Semester.
00:22:23Sie arbeiten hier zu vielen Fahrern.
00:22:26Stunden geben, Staatsexamen,
00:22:28Nebenarbeiten,
00:22:29bei mir Famulus
00:22:30und die Doktorarbeit noch nachts.
00:22:32Ich muss fertig werden, Herr Professor.
00:22:33Essen Sie ordentlich?
00:22:35Fühle mich ausgezeichnet.
00:22:37Sonst, Sie in Kummer?
00:22:38Nicht, dass ich wüsste.
00:22:40Herz?
00:22:41Kommt nicht in Frage,
00:22:42mangels Interesse.
00:22:43Na, ist leider keine Interessensfrage.
00:22:45Soll vorkommen.
00:22:47Gegen Liebe und Schnupfen gibt es ein Vorbeugungsmittel.
00:22:49Warme Füße, kaltes Herz.
00:22:52Und es hilft doch nichts.
00:22:53Na, dann gehen Sie mal Mittagessen.
00:22:55Ich bin schon dabei, Herr Professor.
00:22:57Mittagessen habe ich gesagt, Herr.
00:22:58Mittag.
00:22:59Was warm ist.
00:23:00Keine Käse schulden.
00:23:01Assistenten, denen der Magenknot kann ich nicht brauchen.
00:23:04Oder haben Sie kein Geld mehr?
00:23:05Aber Herr Professor...
00:23:05Dann sagen Sie es mir gefälligst.
00:23:07Ich kann nicht an alles rechnen.
00:23:08Herr Professor, es beten Donnerwetter noch mal,
00:23:09Sie leisten mir was, was Sie zu zahlen.
00:23:11Wenn Sie seelische Hemmungen haben,
00:23:12Geld anzunehmen,
00:23:13dann werden Sie philanthrop,
00:23:13aber kein Arzt.
00:23:15Bescheiden Ärzte sterben an Schönzucht.
00:23:17Und du raus.
00:23:18Danke.
00:23:19Gibt es hier keine Karte?
00:23:46Kennen wir uns nicht?
00:23:49Jawohl.
00:23:50Ich bin das erste Semester.
00:23:52Ach, stimmt.
00:23:55Na, haben Sie schon rausgesucht,
00:23:56was Sie interessiert?
00:23:58Ich habe Sie gefragt,
00:23:59ob es hier keine Karte gibt.
00:24:01Nee.
00:24:02Hier gibt es heute nur Erbsen mit Speck.
00:24:04Aber vielleicht brät man Ihnen
00:24:05ein Extrawürstchen.
00:24:08Einmal Erbsen mit Speck.
00:24:09Müssen Sie aber verhungert sein.
00:24:13Sitzen Sie mal von acht bis zwei
00:24:14in einem Kollegen nach dem anderen.
00:24:16Physiologen, Chemie, Anatomie, Labor.
00:24:19Wie eine ganz richtige Studentin.
00:24:21Was glauben Sie denn?
00:24:22Ich komme zum Spaß hierher.
00:24:25Waren Sie denn nun schon bei Bruchsaal?
00:24:27Nein.
00:24:28Warum?
00:24:29Da wird Ihnen der Spaß schon vergehen.
00:24:30Puh, was da schon groß dran sein kann.
00:24:34Ich habe auch schon eine Operation hinter mir.
00:24:36Blinddarm, was?
00:24:37Nein.
00:24:38Hier, bitte.
00:24:39Vom Bruchsaal.
00:24:40Persönlich genäht.
00:24:41Aha.
00:24:43Wieso aha?
00:24:44Die Fälle kenne ich.
00:24:46Erhöhter Blutdruck, wenn Sie an ihn denken.
00:24:48Herzklopfen, wenn nur sein Name genannt wird.
00:24:51Beschleunigt der Puls
00:24:51angesichts seines Hörsaals.
00:24:53Einmal Erbsensuppe mit Speck.
00:24:55Zahlen, bitte.
00:24:56Aber wenn ich Ihnen einen guten Rat geben darf,
00:24:59sparen Sie sich die Kolleg-Gelder.
00:25:01Zum Staatsexamen langt dieses Interesse doch nicht.
00:25:04Und bei Bruchsaal sind solche Fälle vollkommen hoffnungslos.
00:25:07Guten Appetit.
00:25:14Für der Hund.
00:25:26Matthias.
00:25:47Ja, Fräuleinchen.
00:25:49Wo brennt es denn?
00:25:51Ach, Matthias.
00:25:52Ich bin immer so allein.
00:25:53Wissen Sie, dass Sie der Einzige sind, der hier nett zu mir ist?
00:25:56Aber gehen Sie.
00:25:57Das ist ja gar nicht möglich.
00:25:59Hat man Sie hochgenommen,
00:26:01das macht doch nichts.
00:26:03Schauen Sie,
00:26:03was ein guter Stein werden will,
00:26:05der muss geschliffen werden.
00:26:06Ach was.
00:26:07Kein Mensch kümmert sich auch nur so viel um mich.
00:26:10Also gehört ich überhaupt nicht dazu.
00:26:12Die anderen kennen sich alle.
00:26:14Und ich?
00:26:15Ja, Fräuleinchen.
00:26:16Das ist einmal so.
00:26:18Entweder Sie gehören dazu
00:26:19oder Sie stehen draußen.
00:26:21Da schauen Sie da mal hin.
00:26:23Das ist eine einzige große Gemeinschaft.
00:26:25Und die hat ihren Stolz, kann ich Ihnen sagen.
00:26:28Einen Stolz, dass sie Ihnen die Arme übergeben.
00:26:30Und wissen Sie worauf.
00:26:32Weil sie es schaffen, die ihre eigene Kraft.
00:26:34Und das kennen Sie ja auch.
00:26:36Sie müssen nur wollen.
00:26:38Dann geht alles.
00:26:39Nur nicht immer gleich mit dem Kopf durch die Wand.
00:26:42Gut Ding will Weile haben.
00:26:43Nee, jetzt Fräulein sind auf Zimmersuche.
00:27:00Kann Ihnen reizend sich Ihr Machen empfehlen.
00:27:02Wohne selber dort.
00:27:03Danke.
00:27:04Ich bade zu Hause.
00:27:04Warum denn so eilig?
00:27:10Hofft Sie immer schon äußerst charmante Kommilitonen mal wiederzusehen?
00:27:13Dann hätten Sie die Kollegen kommen sollen.
00:27:15Puh, das hört witzig.
00:27:16Was geht hier n höchstes daran, Mann?
00:27:17Ist ja alles so öde.
00:27:19Einziges Interessante bei Fruchsaal.
00:27:20Lacht sich doof.
00:27:21Toller Bursche.
00:27:22Nee, ist voller schon da gewesen?
00:27:23Ich denke, erst im Semester ist es verboten.
00:27:25Verboten ist gut.
00:27:26Bitte Sie akademische Freiheit.
00:27:28Können doch hingehen, wo Sie wollen.
00:27:29Ich höchstes Vermögen, Sie mitzunehmen.
00:27:31Gerade noch Zeit.
00:27:31Sonst haben Sie mir nichts Interessantes zu bieten.
00:27:34Aber mit Begeistung.
00:27:35Wollten eigentlich in die Psychiatrie.
00:27:36Ja, wohl, Herr J. Amüsant.
00:27:38Nerven da.
00:27:38Wissen Sie?
00:27:39Lauf uns doch verrückt.
00:27:40Das reinste Irrenhaus.
00:27:41Ja.
00:27:41Dann lassen Sie sich doch mich nicht aushalten.
00:27:44Da gehören Sie nämlich hin.
00:27:52Patient soweit?
00:27:53Jawohl, Herr Professor.
00:27:55Von mir aus kann es losgehen.
00:27:56Die Praktikanten sind vollzählig.
00:28:01Faber, nehmen Sie das da mit.
00:28:13Aber, Herr Professor, das ist doch...
00:28:14Dass Sie das wissen, hoffe ich.
00:28:16Aber die allzu klugen Herren Studenten sollen sich mal wieder ihre Köpfe zerbrechen.
00:28:19Und Lachen ist das beste Mittel gegen Ohnmachtsanfälle.
00:28:22Was ist das?
00:28:49Würde ich so ängstlich?
00:28:58Weiß nicht.
00:28:59Na?
00:29:03Haben Sie noch nie gesehen?
00:29:08Ihnen auch vollkommen neu.
00:29:11Lachen ist billig.
00:29:12Besser machen.
00:29:13Na?
00:29:17Keine Angebote?
00:29:20Nicht so den Geist anstrengen, wie wir die Augen aufwachen.
00:29:24Sie sind da, sie sind da.
00:29:39Da gibt uns eine junge Dame die Ehre.
00:29:42Die habe ich ja noch nie hier gesehen.
00:29:45Ach, niedriges Fräulein, würden Sie sich einmal hier herunterbinden.
00:29:47Die kenne ich.
00:30:00Sie auch?
00:30:01Das ist ein erstes Semester.
00:30:03Ja, nie.
00:30:04Seit wann?
00:30:05Kommen Sie, kommen Sie.
00:30:07Sind ja sonst nicht so schüchtern.
00:30:08Also, Sie studieren jetzt Medizin?
00:30:15Im ersten Semester, ja.
00:30:17Wollen Sie uns verraten, warum Sie das tun?
00:30:21Weil es mich interessiert.
00:30:22Oh, es interessiert Sie.
00:30:24Na, umso besser.
00:30:26Das ist nämlich eine verdammt ernsthafte Sache.
00:30:28Ich weiß.
00:30:29Wahrscheinlich wissen Sie auch sonst schon allerhand von der Medizin.
00:30:33Allerdings.
00:30:34Na, dann können Sie uns ja mal erklären, was das hier ist.
00:30:47Na, riechen Sie mal.
00:30:50Lachen Sie nicht.
00:30:51Als Erste werden Sie noch an ganz anderen Dingen riechen müssen, um herauszufinden, was los ist.
00:30:59Na, das sieht aus wie im Brief der Schweineleber.
00:31:22Meine Damen und Herren, Sie werden sich wundern.
00:31:26Es ist nämlich Schweineleber.
00:31:27Ein Kilo rohe Schweineleber von Schlechtern.
00:31:33Das ist der Beweis dafür, dass Sie noch immer viel zu viel denken, anstatt die Augen aufzumachen.
00:31:40Arzt sein heißt sehen.
00:31:42Und zwar richtig sehen.
00:31:44Eine Diagnose ist nämlich nur dann etwas wert, wenn sie stimmt.
00:31:49So, lassen Sie sich das eine Lehre sein.
00:31:52Der Patient.
00:31:52Hey, Sie, bleiben Sie da.
00:31:59Sie haben sich einen Ehrensatz verdient.
00:32:01Und wenn Sie jetzt wieder eine Bauchhöhle zu sehen bekommen, dann denken Sie dran, dass eine Leber eine Leber ist.
00:32:26Deshalb habe ich Sie mitgebracht.
00:32:29Ich bitte mir aus, dass hier niemandem schlecht wird.
00:32:32Ich bitte sehr, sehr.
00:32:33Ich bitte.
00:32:34Ich bitte.
00:32:34Ich bitte.
00:32:35Ich bitte.
00:32:35Das war's für heute.
00:33:05Das war's für heute.
00:33:35Das war's für heute.
00:34:05Ach, das Herzen ist auch noch leer.
00:34:07Was Sie da schon interessieren kann?
00:34:09Na, Mädchen ist Mädchen.
00:34:11Aber für mich ist noch lange nicht junger Mann, junger Mann, junger Mann.
00:34:14Sie haben sie wohl an allen zehn Fingern, was?
00:34:18Kann ich dafür, dass mir jeder nachläuft?
00:34:20Sie, wenn Sie denken, ich flirte hier mit Ihnen?
00:34:23Warum interessiert Sie dann, ob mein Herzchen noch frei ist?
00:34:26Denken Sie lieber darüber nach, was Sie überhaupt wollen.
00:34:29Rumriechen ein bisschen, die Zeit tot schlagen und Eindruck schicken, das ist alles.
00:34:33Aber damit machen Sie hier verdammt unbeliebt, das kann ich Ihnen sagen.
00:34:36Von uns hier läuft Ihnen keiner nach.
00:34:38So.
00:34:38Und warum sind Sie mir nachgelaufen?
00:34:42Den Kopf wollte ich Ihnen halten, wenn Ihnen schlecht wird.
00:34:45Darauf können Sie lange warten.
00:34:47Sie.
00:34:47Was sind das auf einmal für hübsche Damenbekanntschaften, Faber?
00:34:54Daran sind Sie schuld, Herr Professor.
00:34:57Ich?
00:35:00Verzeihung.
00:35:01Ein Herr möchte Sie unbedingt schreiten.
00:35:03Was fehlt Ihnen denn?
00:35:04Keine Ahnung.
00:35:05Er ist sehr aufgeregt.
00:35:07Sie seien an allem schuld und er wolle ein Ende machen.
00:35:12Na nun.
00:35:13Sagen Sie mir, er soll sich schon frei machen.
00:35:16Nehmen Sie die Lippen mit ins Labor.
00:35:18Denke nicht daran, mich auszuziehen.
00:35:20Bin der gesündeste Mensch der Welt.
00:35:21Der Herr Professor lässt bitten.
00:35:22Na endlich.
00:35:26Mein Lebtag bin ich noch nicht krank gewesen.
00:35:28Nicht mal die Masel habe ich gehabt.
00:35:30Und jetzt als einmal.
00:35:30Da wollen Sie mir nicht erst einmal sagen.
00:35:32Worum es sich handelt.
00:35:33Und meine Tochter.
00:35:34Sie haben sie operiert.
00:35:35Ach.
00:35:36Ja.
00:35:37Allerdings.
00:35:38Da oben.
00:35:38Und seitdem ist das Teivel los.
00:35:40Haben Sie die Mädel gesagt, sie kann nicht, sie wird nicht?
00:35:42Ja, aber.
00:35:43Einen schönen Floh haben jeder ins Ohr gesetzt.
00:35:46Holen Sie den im Gotteswillen wieder heraus.
00:35:48Ich hatte ein ziemlich friedliches Reim.
00:35:50Sie ahnen nicht, wie das jetzt bei mir aussieht.
00:35:53Sie schleppt mir ein Gerippe ins Haus.
00:35:55Die Köchin hat gekündigt.
00:35:56Das Personal hat sämtliche Leiden der Welt.
00:35:58Und wer ist daran schuld?
00:35:59Meine Tochter.
00:36:00Die Zigarre nimmt sie mir weg.
00:36:01Den Wein nimmt sie mir weg.
00:36:02Eine Diagnose hat sie mir gestellt.
00:36:04Und dabei soll ich mich nicht aufregen.
00:36:08Das ist Fragen, welche?
00:36:10Affektion der Galle und Leber.
00:36:12Einige.
00:36:16Äh?
00:36:16Das ist stimmt.
00:36:18Das stimmt.
00:36:19Das stimmt.
00:36:20Die Diagnose ihrer Fochter.
00:36:21Allerhand vom ersten Semester.
00:36:23Und Sie sagen, Sie sind ein gesunder Mensch.
00:36:25Herr Professor, ich war es.
00:36:27Sie ist Ihre auch der Medizinschulierter.
00:36:28Ich weiß.
00:36:29Sie müssten hier eigentlich sehr dankbar sein.
00:36:32Aber wenn es Sie beruhigt.
00:36:34Aber wenn Sie die hübsche junge Dame mal wieder sehen sollten, ich will Sie unbedingt sprechen.
00:36:42Ja.
00:36:43So.
00:36:45Und wissen Sie was?
00:36:47Ziehen Sie sich doch mal lieber gleich aus.
00:36:48Die kann sich auch was gebatscht machen.
00:36:56Das schlägt dem Fass den Boden aus.
00:36:58Ja, mein Gott.
00:37:09Das Freileinchen.
00:37:10Jawohl, Herr Matthias.
00:37:11Da bin ich.
00:37:13Hoffentlich ist das Zimmer noch frei.
00:37:14Emma.
00:37:15Emma.
00:37:17Aber Gens, machen Sie doch keine Witze.
00:37:19Im Gegenteil.
00:37:20Von heute her mache ich blutigen Ernst.
00:37:25Ja, was ist denn immer mitten im Kochen?
00:37:27Aber das Freilein, Emma.
00:37:29Ich darf es bekannt machen, dass meine Frau, bitteschön.
00:37:32Sehr freut.
00:37:33Kann ich bei Ihnen wohnen?
00:37:35Die haben sich wohl in der Etage geirrt.
00:37:37Das ist ein kleines Zimmer und mit all die Koffer.
00:37:39Ach, das sind nur die Kleinen.
00:37:40Wo sollen die Dinge hin?
00:37:41Da bricht man sich ja das Genick.
00:37:43Der Große kann gleich ins Zimmer.
00:37:45Zwei andere sind noch unten.
00:37:46Sie zeigen Sie mal gleich.
00:37:50Na ja, aber wollen Sie sich das Zimmer nicht erst einmal anschauen, bitteschön?
00:37:56Wozu denn?
00:37:57Sonst kann ich doch nirgends hin.
00:37:59Mein Herr Papa hat mich nämlich hinausgeschmissen.
00:38:10Na, sehen Sie.
00:38:12Was denn?
00:38:14Ich finde es sehr hübsch hier.
00:38:17Hier bleibe ich.
00:38:18Aber Freileinchen, wieso hat Ihr Herr Vater Sie denn hinausgeschmissen?
00:38:22Sie haben doch keine Liebschaft.
00:38:24Was?
00:38:25Nee.
00:38:26Aber er hat eine angegriffene Leber und deshalb soll ich aufhören, Medizin zu studieren.
00:38:29Täten Sie das?
00:38:30Was hat denn das mit seiner Leber zu tun?
00:38:32Die hätte er meinetwegen, sagt er.
00:38:35Entweder ich würde vernünftig oder...
00:38:37So, und hier bin ich.
00:38:43Das wollen wir doch mal sehen.
00:38:46Herr Matthias, Sie hätten doch auch Ihren Stolz.
00:38:49Ja, ich weiß nur nicht, ob das hier das Richtige für Sie ist.
00:38:53Warum?
00:38:54Jetzt habe ich genauso wenig wie alle anderen.
00:38:57Er hat mich nämlich sozusagen enterbt.
00:38:59Ja, die Tochter, das ist ja die reine Familientragedie.
00:39:02Können Sie denn die Miete bezahlen?
00:39:04Aber Emma, das sind doch tiefere Probleme.
00:39:07Ach, was Probleme?
00:39:09Deswegen brennen wir draußen in die Bohnen an.
00:39:14So.
00:39:14Ich werde bloß noch einer an die Fuhrewerke denken.
00:39:22Seien Sie bloß vorsichtig, da ist was Zerbrechliches drin.
00:39:28Ach, Herr Matthias, das Leben ist gar nicht so einfach.
00:39:33Aber...
00:39:34Aber Freilandsen?
00:39:35Aber ganz schön.
00:39:37Und so neu.
00:39:39Früher.
00:39:41Ach, was.
00:39:43Herr Matthias.
00:39:44War das so richtig, was ich getan habe?
00:39:47Tja.
00:39:48Wie soll ich Ihnen das sagen, Freilandchen?
00:39:51Sie haben mir schon so viel Nettes und Richtiges gesagt.
00:39:54Worauf es ankommt und dass ich durchhalten soll.
00:39:56Ja.
00:39:57Wenn Sie wissen, was Sie wollen.
00:40:01Das weiß ich nicht.
00:40:04Ich weiß nur, was ich nicht mehr will.
00:40:06Und dass ich eins nicht ausstehen kann.
00:40:08Wenn man mich lächerlich macht.
00:40:10Wenn jeder glaubt, ich kann nichts und ich werde nichts.
00:40:13Ungerechtigkeit kann ich nicht leiden.
00:40:14Sie sollen doch erst mal abwarten.
00:40:16Da habe ich einen ganz verfluchten Stolz.
00:40:20Na schön.
00:40:21Was sieht man denn so von hier?
00:40:27Ach, Freilandchen.
00:40:29Wollt's nicht hoch, lieber wieder.
00:40:30Zurück?
00:40:31Nein.
00:40:32Dazu bin ich jetzt schon zu weit.
00:40:36Der Kopf hat.
00:40:37Julius!
00:40:38Julius!
00:40:39Ich hätte doch nichts gebrochen haben!
00:40:45Mama!
00:40:46Das Mädel ist ja ganz richtig.
00:40:49Ich bin sprachlos.
00:40:50Das wäre an sich nichts Neues.
00:40:53Hätten Sie früher den Mund aufgemacht.
00:40:55Beziehung, aber man hat es bei Jenny nicht leicht.
00:41:00Natürlich nicht.
00:41:01Denn schließlich ist sie ja meine Tochter.
00:41:05Dickkopf.
00:41:06Wenn ich nur wüsste, was hier daran liegt.
00:41:08Jedenfalls hat sich herausgestellt, woran ihr ganz entschieden nichts liebt.
00:41:13Und wenn Sie noch Absichten haben sollten?
00:41:15Natürlich werde ich alles tun, um Sie so schnell wie möglich in das Haus Ihres Vaters zurückzubringen.
00:41:19Nee, nee, nee, danke.
00:41:23Sie soll sich ruhig erstmal weich kochen.
00:41:25Und ich fürchte, das ist auch Ihre einzige Chance.
00:41:27Beten Sie zu Gott, dass sie zu kreuzig riecht.
00:41:31Mir wird es übrigens leid tun.
00:41:33Ich bewundere Ihre Ruhe.
00:41:35Junger Freund, das erste Mal seit Monaten herrscht hier eine geradezu paradiesisch Stille.
00:41:42Was heißt hier Lärm?
00:41:57Ich packe aus.
00:41:59Wo sind Sie denn überhaupt?
00:42:00Nebenzimmer.
00:42:02Leider.
00:42:03Können Sie den Jammerkasten ab?
00:42:07Sie sind wohl nicht sehr musikliebend, was?
00:42:09Sehr gut.
00:42:10Will man sich nachts zum Feen?
00:42:12Was sind Sie denn überhaupt?
00:42:13Das werden Sie schon merken, wenn ich rüberkomme.
00:42:15Trau Sie sich nicht.
00:42:17Unverschämtheit.
00:42:18Ich tue, was mir gefällt.
00:42:22Ich hab so viel erreicht mit meiner Philosophie.
00:42:27Ich lehn das Leben leicht und ärgern tue ich mich nie.
00:42:33Ich mach mir keine Sorgen, mag es auch und kommerschneint.
00:42:38Ich sage jeden Morgen, heut werd ich glücklich sein.
00:42:43Wissen Sie auch damit, um zu gehen?
00:42:52Auch mit Badewannern hab ich Erfahrung.
00:42:53Das passiert mir nicht noch einmal.
00:42:55Ach, Sie sind wohl schon mal in die Luft mitgeflogen, was?
00:42:58Na, dann wär's den Jaxbadeofen mal lieber selber.
00:43:02Und Ihre Toilettgeheimnisse bringen Sie besser jedes Mal mit.
00:43:07Ein junger Mann braucht ja nicht immer vor Augen zu haben.
00:43:09Das bringt nur noch dumme Gedanken.
00:43:11Wer wohnt da eigentlich neben mir?
00:43:13Ein sehr anständiger Mensch.
00:43:15Sehr ruhig, sehr seriös.
00:43:17Aber das Zeichen gleich posiert wird hier nicht.
00:43:20Und was die allgemeine Sauberkeit angeht,
00:43:23die Wanne müssen Sie selber reinmachen.
00:43:25Nun machen Sie schon zu, die anderen wollen auch noch rein.
00:43:28Schauen Sie sich das Wedel doch erst einmal an.
00:43:56Nee, danke für Backobst.
00:43:58Das Zimmer hat mir genügt.
00:44:00Sie, ich sage Ihnen, da lohnt sich das Kennenlernen.
00:44:04Matthias, wenn ich das Ihrer Frau sage.
00:44:07Bist du denn hübsch?
00:44:08Hübsch?
00:44:09Ich sage Ihnen, wenn ich Sie wär.
00:44:13Aber Sie denken ja nur an sechs Damen.
00:44:15Und weiter, Matthias.
00:44:16Aber soweit ich auch gucke, da ist kein Geld, kein Platz und keine Zeit für.
00:44:20Glauben Sie, ich bin ein Stockfisch?
00:44:22Wissen Sie, warum ich etwas gegen junge, hübsche, knusprige Mädchen habe?
00:44:25Oh ja, weil Sie Angst haben vor Ihnen.
00:44:28Nee, falsch, weil ich Angst habe vor mir.
00:44:34So, und jetzt nehme ich eine kalte Dusche.
00:44:39Na, also gesund ist das auch nicht.
00:44:42Na, also gesund ist das auch nicht.
00:44:58Untertitelung des ZDF, 2020
00:45:28ZDF, 2020
00:45:58ZDF, 2020
00:46:28ZDF, 2020
00:46:37Gute Nacht.
00:46:49Gute Nacht.
00:47:07Gute Nacht.
00:47:12Gute Nacht.
00:47:15Gute Nacht.
00:47:25Gute Nacht.
00:47:30Musik
00:47:54Guten Morgen!
00:47:55Guten Morgen!
00:47:58Wenn ich das gewusst hätte!
00:48:00Ja, bitte!
00:48:01Nein, bitte!
00:48:05Dann wären Sie wohl nicht hierher gezogen.
00:48:08Dann hätte ich gestern Abend nicht Grabofon gespielt.
00:48:11Ach, warum?
00:48:12Weil ich nicht gerne angebrüllt werde.
00:48:15Verzeihung aber, ich stecke mitten in der Doktorarbeit.
00:48:18Na, sehen Sie, so geht's auch. Warum nicht noch gar strafft werden?
00:48:20Wer nett zu mir ist, kann mit mir zählen stehen.
00:48:22Auf gute Nachbarschaft, Herr Faber.
00:48:25Hey, warten Sie doch!
00:48:27Wir haben ja beide denselben Weg.
00:48:30Guten Morgen!
00:48:35Guten Morgen!
00:48:36Wohin?
00:48:36Können wir das aber auch umsiehen?
00:48:38Buchstatt!
00:48:38Ach!
00:48:39Vor einer Woche hat er mir schon gesagt, Sie sollten zu Ihnen kommen.
00:48:42Na hören Sie, und sowas vergessen Sie?
00:48:44Das ist doch wichtig!
00:48:45Natürlich, das hatte ich ja auch ganz vergessen.
00:48:49Was?
00:48:50Wie wichtig das für Sie ist.
00:48:52Natürlich.
00:48:53Nun haben wir Ihnen schon so gut vertraut, jetzt fahren Sie wieder dann mit an.
00:48:56Na ja, er war ja schließlich der Grund.
00:48:58So.
00:48:59Wer hat Ihnen das erzählt?
00:49:00Wo möchte Herr Professor persönlich was?
00:49:04Aha!
00:49:05Aber an Einbildung ist schon mancher gestorben.
00:49:08Der schöne Herr Professor, der kluge Herr Professor.
00:49:11Er weiß ja alles so ganz genau.
00:49:13Seine Dinge studiere ich Medizin.
00:49:15Alle Mädchen haben nur einen Gedanken und natürlich ist er derjenige welcher.
00:49:19Aber das soll er mir mal persönlich sagen.
00:49:21Da kann er was erleben.
00:49:22Ich habe schon lange eine Wut auf Ihnen.
00:49:23Das ist aber auch alles.
00:49:25Und Sie?
00:49:28Jawohl!
00:49:29Schämen Sie sich und gehen Sie in sich.
00:49:31Sonst spiele ich jede Nacht bis zwölf Kammelruhe.
00:49:36Hübsch!
00:49:38Vielen Dank!
00:49:40Aber wenn Sie glauben, es tut mir leid.
00:49:42Augenblick!
00:49:43Ich möchte gerne noch mehr hören.
00:49:44Bedauere, ich habe Kollegen.
00:49:51Was war denn los hier?
00:49:52Was haben Sie denn?
00:49:57Ich?
00:49:58Gar nichts.
00:49:59Warum?
00:50:00Na, Ihr Gesicht.
00:50:02Was meinte Sie eigentlich mit dem Grammophon?
00:50:05Och, na raus damit.
00:50:08Ganz unwichtig.
00:50:10Seit ein paar Tagen wohnen wir direkt nebeneinander.
00:50:12Nebeneinander?
00:50:13Komischer Zufall, ja.
00:50:15Sie ist zu dem alten Matthias gezogen.
00:50:17Also durchgebracht?
00:50:20Diese junge Dame fängt an mir unheimlich zu werden.
00:50:22Sie ist, wo Sie hingegangen sind.
00:50:26Ins klinische Labor.
00:50:26Na nun, der Kollege, ja.
00:50:47Ach, was führt denn die hohe Chirurgie in die Anfangsgründe der Medizin?
00:50:52An die 20 Jahre war ich nicht mehr hier.
00:50:54Meine ganze Jugend steht vor mir auf.
00:50:56Sie, das dürfen Sie erst sagen, wenn Sie mal so einen schönen weißen Bart haben wie ich.
00:51:01Wandeln Sie hier auf Erinnerungspfaden oder suchen Sie längst Vergessenes nachzuholen?
00:51:07Das kann Ihnen etwas schaden.
00:51:08Ja.
00:51:08Vergisst sich so viel.
00:51:10Sagen Sie mal, das junge Mädchen da hinten, hat die schon sehr viel Unheil hier angerichtet?
00:51:15Unter den Studenten, meinen Sie?
00:51:16Ach, das sowieso.
00:51:18Nein, ich meinte mit Reagenzbläsern, Scherben und so.
00:51:20Nein, nein, nein, bei der gibt es gar keine Scherben.
00:51:23Im Gegenteil, sie ist sehr intelligent, sehr fleißig.
00:51:27Warum fragen Sie mich?
00:51:28Patientin von mir.
00:51:30Ein ziemlich schwieriger Fall.
00:51:31Daran sind Sie schuld.
00:51:45Ich habe ja gar nichts gesagt.
00:51:47Aber gedacht.
00:51:48Aber wenn Sie es unbedingt für uns lernen wollen, bitte.
00:51:51Mich trägt es nicht mehr.
00:51:53Sie kratzen.
00:51:54Nun seid Sie einmal ehrlich.
00:51:56Weswegen studiert Sie eigentlich?
00:51:58Ihreswegen bestimmt nicht.
00:51:59So eingebildet bin ich ja gar nicht.
00:52:02Immerhin haben Sie mir doch beweisen wollen, dass mich in Ihnen geirrt hatte.
00:52:05Oder?
00:52:06Das war aber auch der einzige Grund.
00:52:07Sicher.
00:52:08Ich gebe es ja auch zu.
00:52:10Und es ist allerhand von Ihnen.
00:52:12Wollen wir Frieden schließen?
00:52:15Na na, auf einmal.
00:52:17Sie wollen doch was von mir.
00:52:19Stimmt.
00:52:21Da ich mehr oder weniger dafür verantwortlich bin,
00:52:23dass Sie sich mit so zerbrechlichen Sachen herumflagen müssen,
00:52:26interessiert es mich, was daraus wird.
00:52:28Was daraus geht?
00:52:30Haben Sie ein bestimmtes Ziel?
00:52:33Wollen Sie Ärzten werden?
00:52:35Das dauert zwölf Semester.
00:52:37Sechs lange Jahre.
00:52:38Aber es interessiert mich wirklich.
00:52:40Gewiss.
00:52:41Mit dem Essen kommt der Typ.
00:52:42Und ich möchte gerne helfen.
00:52:43Bitte lachen Sie mich.
00:52:44Ich denke gar nicht dran.
00:52:46Helfen, das ist schon etwas.
00:52:49Aber da gibt es weniger schwierige und langwierige Wege.
00:52:52Krankenschwester, Röntgenhilfe, Laborassistentin.
00:52:56Laborassistentin?
00:52:57Na hören Sie, was ist denn das schon?
00:52:59Na, wenn Sie wirklich helfen wollen?
00:53:01Oder wollen Sie jetzt am Ende einem anderen beweisen,
00:53:04dass Sie mehr als nur hübsch sind?
00:53:06Was ich will und wohin ich will, Herr Professor.
00:53:10Jetzt erst einmal in das nächste Kollege.
00:53:15Sagen Sie mal, Herr Kollege,
00:53:17wieso ist denn das eigentlich ein schwieriger Fall?
00:53:19Wieso?
00:53:21Weil es sich um ein weibliches Wesen handelt, Herr Kollege.
00:53:24Um ein sehr weibliches Wesen.
00:53:27Und da geht es nie ohne Komplikationen ab.
00:53:45Halten Sie mir den Daumen.
00:53:47Heute habe ich Prüfung in Sektion.
00:53:48Und der halbe Kaffee ist noch in der Kanne.
00:53:50Und mit Koffein vergift,
00:53:51dann kann ich mein Staatsexamen nicht machen.
00:53:53Och, was, von meinem Kaffee ist noch keiner gestorben.
00:53:56Wenn Ihnen die Finger zittern,
00:53:57sind Sie selber dran schuld.
00:53:59Man kann Arbeit auch übertreiben.
00:54:01Dann machen Sie mal einen Punkt.
00:54:03Mache ich?
00:54:03In 14 Tagen fahre ich nach Hause zum Muttern
00:54:05und sage, wir haben es geschafft.
00:54:08Und dann wird Sie sagen,
00:54:09Junge, wie siehst du bloß aus?
00:54:12Hochpäppeln kostet nichts auf dem Land.
00:54:13Dafür noch ein Semester hätte es nicht mehr gelangen.
00:54:15Und dann fange ich hier bei Bruchsal an,
00:54:17als Medizinalpraktikant.
00:54:19Das hat er mir schon zugesagt.
00:54:21Dabei wären Sie auch nicht fett.
00:54:23Und dann?
00:54:24Kann ich fast schon ans Heiraten denken.
00:54:27Ist nicht möglich.
00:54:29Das ist so ein Wort in Ihrem Lexikon.
00:54:32Wer ist es denn?
00:54:34Das ist noch nicht raus.
00:54:35Na, na.
00:54:36Wenn einer wie Sie schon ans Heiraten anfängt.
00:54:39Na, was dann?
00:54:40Dann muss es Ihnen aber mächtig gepackt haben.
00:54:44Aha.
00:54:57Sie wünschen.
00:55:01Was machen Sie in dem Zimmer?
00:55:03Was macht Sie?
00:55:04Auf eine Dame.
00:55:04Mit welchem Recht?
00:55:07Ich wohne hier nebenan.
00:55:09Und Sie?
00:55:10Wenn Sie nichts dagegen haben.
00:55:13Ich bin mit der Dame verlobt.
00:55:17Ach so.
00:55:26Hallo, wohin?
00:55:28Universität.
00:55:29Das schön klingt.
00:55:41Ich sing's beim Orgenschimmer.
00:55:44Vergnügend war der Zimmer.
00:55:46Wenn auch mein Nachbar,
00:55:47mein lieber Nachbar,
00:55:49fast vor Wut zerspringt.
00:55:51Ich mach mir keine Sorgen,
00:55:54so wie es jeder tut.
00:55:56Ich sage jeden Morgen,
00:55:59heut geht's mir sicher gut.
00:56:02Ich bin jetzt zum Verhügel.
00:56:04Ich warte hier schon seit Stunden.
00:56:07Mag's brechen oder wie ich...
00:56:08Wird dich schon nicht gelangweilt haben.
00:56:11Wenn du dir alles so genau angeschaut hast
00:56:12für diesen Brief.
00:56:13Bitte?
00:56:14Ich habe nur Grammophon gespielt.
00:56:15Er ist doch an mich, nicht wahr?
00:56:17Und wer bitte ist der junge Mann daneben an,
00:56:20der dir Briefchen unter der Tür durchschiebt?
00:56:22Hat er dich hier gesehen?
00:56:23Er war jedenfalls sehr erstaunt,
00:56:26dass du verlobt bist.
00:56:28Verlobt?
00:56:29Du hast ihm gesagt, wir wären verlobt?
00:56:32Sozusagen.
00:56:33Gewissermaßen.
00:56:34Immerhin war doch die Rede davon.
00:56:36Wahr, ja.
00:56:38Bitte kann ich den Brief haben?
00:56:40Er scheint dich mehr zu interessieren,
00:56:41als warum ich gekommen bin.
00:56:42Weil Papa dich geschickt hat.
00:56:44Ich weiß.
00:56:45Kehre zurück, alles vergeben.
00:56:47Irrtum.
00:56:48Von ihm aus könntest du dich hier weich kochen.
00:56:51Weich kochen?
00:56:51Bitte, seine Ansicht.
00:56:54Was mich betrifft, ich nehme das nicht so wichtig.
00:56:56Das ist eine deiner extravaganten Launen.
00:56:59Du weißt ja, das liebe ich so an dir.
00:57:01Aber ich finde es reizend.
00:57:02Ich habe vollstes Verständnis dafür.
00:57:05Freilich, das da...
00:57:06Ändert die Sache.
00:57:07Allerdings.
00:57:09Wieso?
00:57:09Weil ich nie einen Mann heiraten werde,
00:57:11der meine Launen reizend fühlt.
00:57:13Der meine Briefe gegen das Licht hält,
00:57:15mir nachspioniert und mir nichts weiter zu sagen hat als du.
00:57:18Und der mich überhaupt nicht ernst nimmt.
00:57:20Bitte.
00:57:37Dieser junge Mann daneben an, der nimmt dich wohl ernst.
00:57:39Im Gegenteil.
00:57:42Und wenn du wissen willst, was in dem Brief steht,
00:57:45spielen sie wenigstens nachmittags nicht noch Grammophon.
00:57:48Ja, aber das...
00:57:48Ändert nichts an das Hartz.
00:57:55Und was das Weichkochen angeht,
00:57:58ich lasse meinen Vater bestellen,
00:57:59ich werde immer härter.
00:58:01Wie ein Ei.
00:58:02Wie ein Ei.
00:58:32Aufwarten.
00:58:37Haben Sie sich geschnitten?
00:58:39Das ist nur der Handschuh.
00:58:40Warum so nervös?
00:58:41Sie können es doch.
00:58:42Examen bleibt Examen.
00:58:44Na eben.
00:58:44Gar nicht so wichtig.
00:58:45Machen Sie es heute nicht,
00:58:46machen Sie es im nächsten Semester.
00:58:48Durchgerasselt?
00:58:48Wenn Ihnen das denn bei einer Operation passiert.
00:58:51Die ruhige Hand, junger Freund.
00:58:53Und immer Kopf und Herz ganz bei der Sache.
00:58:55Wo waren Sie denn mit Ihren Gedanken?
00:58:57Das ist gut.
00:58:58Ich bin mit Ihnen zufrieden.
00:59:00Aber tun Sie vor,
00:59:01ich habe etwas Jotinktur drauf.
00:59:03Danke, Herr Professor.
00:59:04Na,
00:59:13bestanden in Sektionen?
00:59:28Ehrensache.
00:59:30Jetzt habe ich nur noch Chirurgie bei Ihnen.
00:59:32Sagen wir in einer Woche.
00:59:34Man kriegt die Arbeit?
00:59:36Sie wollten den Doktor noch in der Tasche haben.
00:59:38Woran hängt es denn auf einmal?
00:59:40Viel Ablenkung?
00:59:41Im Augenblick hier.
00:59:42Die Resultate stünden nicht.
00:59:44Unser Apparat muss ungenau sein.
00:59:46Im Chemischen soll ein ganz neuer sein.
00:59:47Und dann benutzen Sie doch den.
00:59:50Was haben Sie denn mit dem Finger gemacht?
00:59:52Ist doch nicht beim Sezieren passiert.
00:59:54Nein, ganz unwichtig, Herr Professor.
00:59:56Ich laufe dann schnell mal rüber.
00:59:59Sagen Sie mal, Faber,
01:00:00wo ist Sie augenblicklich?
01:00:02Keine Ahnung, warum?
01:00:04Weil Sie es so eilig haben, ins Chemische zu kommen.
01:00:06Ach, Sie irren sich.
01:00:07Ja?
01:00:08Na, Sie wussten bemerkenswert schnell, wen ich meinte.
01:00:11Verzeihung, aber das lag doch nahe, Herr Professor.
01:00:13Sie haben in der letzten Zeit so viel von ihr gesprochen.
01:00:14Faber, Faber,
01:00:15so drehen Sie den Spieß nicht um.
01:00:17Wenn ich das getan habe,
01:00:19wissen Sie ganz genau, warum.
01:00:21Sie täuschen sich wirklich, Herr Professor.
01:00:23Übrigens ist die junge Dame bereits verlobt.
01:00:26Ach.
01:00:27Na,
01:00:28nur so besser.
01:00:31Herr Braun.
01:00:32Den Gasbadioofen darf ich jetzt auch schon allein bieten.
01:00:35Was kann da schon passieren?
01:00:36Tja, vor allem müssen es auch Thermometer acht geben.
01:00:40Das darf nie über 80 steigen, sonst...
01:00:44Oh, ach, ja.
01:00:47Ich komme von Herrn Professor Professor, darf ich mal in Resistenzsüfer...
01:01:01Da drüben lesen.
01:01:03Dankeschön.
01:01:04Herr Professor, darf ich mal in Resistenzsüferin?
01:01:05Ja.
01:01:05Was, ja?
01:01:07Sie haben mir doch geschrieben, ich brauchte nur Ja zu sagen, und dann ist alles wieder in Ordnung.
01:01:19Vergessen Sie, was in dem Brief steht.
01:01:20Warum denn?
01:01:34Ich nehme alles zurück.
01:01:36Von Ordnung kann gar keine Rede sein.
01:01:38Jeden Tag ist mit Ihnen etwas anderes.
01:01:41Jetzt sind Sie wieder verlobt.
01:01:42Ich nehme alles um mein Gehirn.
01:01:45Vergessen Sie nicht, was Sie sagen wollen.
01:01:53Wollen Sie die Karte auch zurück haben?
01:01:55Liegt Ihnen vielleicht etwas daran, mit mir zu tanzen?
01:01:57Ich habe doch Ja gesagt.
01:01:59Was wollen Sie denn noch mehr?
01:02:00Sie glauben wohl, es kommt nur darauf an, ob Sie Ja sagen.
01:02:04Aber jetzt will ich Ihnen mal was sagen.
01:02:05Eigentlich.
01:02:06Siebzig, ja?
01:02:11Wieso siebzig?
01:02:12Grad, ich muss aufpassen, dass es nicht über achtzig geht.
01:02:15Schnell, was wollten Sie denn sagen?
01:02:16Ach was.
01:02:17Ihretwegen schneide ich mir jedenfalls nicht noch meinen Finger.
01:02:20Sie haben sich in den Finger geschnitten?
01:02:22Meine Finger?
01:02:23Schön.
01:02:25Bilden Sie sich jetzt nur Ja nicht ein.
01:02:26Ach, Sie widerwärtig, Herr Kerl.
01:02:28Sie bilden mir gar nichts ein.
01:02:29Und es ist mir egal, wofür Sie mich halten.
01:02:31Bin ich schon langsam gewöhnt.
01:02:32Ich kann...
01:02:33Ah!
01:02:36Das sehen Sie, es geht ja.
01:03:00Haben Sie jetzt mal daran gezweifelt?
01:03:01Ich nicht, aber Sie.
01:03:03Ich drehe Ihnen ja auch dauernd auf die Füße.
01:03:04Lass ich Sie direkt einfach machen.
01:03:06Nein.
01:03:21Schade, von mir aus könnte das immer so weitergehen.
01:03:24Wir können ja noch so viel, Kampfer.
01:03:27Komm mit.
01:03:28Ich wusste gar nicht, wie schön Sie sind.
01:03:34In dem Kleid, meinst ich.
01:03:38Dass ich überhaupt mit Ihnen hier sitze...
01:03:40Wo Sie gestern so grob waren.
01:03:42Verdient haben Sie es ja nicht.
01:03:44Aber wenn es nur das Kleid ist...
01:03:46Nein, nein, bitte verstehen Sie mich nicht falsch.
01:03:48In weißen Kitten sind Sie mir eigentlich lieber.
01:03:50Also weiterhelfen Sie mit Komplimenten bei Ihnen wirklich nicht.
01:03:53Angrünen ist ja auch viel leichter.
01:03:55Ich glaube, das könnte ich jetzt nie mehr.
01:03:58Schade.
01:03:59Ich habe mich schon so daran gewöhnt.
01:04:01Auch wenn Sie ein Unrecht hatten?
01:04:02Ja, manches Mal haben Sie überhaupt recht.
01:04:04Und Sie sind mir ja auch nicht schuldig gewesen.
01:04:06Wir sind zwei furchtbare Dickköpfe, was?
01:04:09Lieber beißen wir aus die Zunge ab, bevor wir...
01:04:11Wissen Sie, Jenny, ich hätte Ihnen noch so viel zu sagen.
01:04:16Ja?
01:04:17Nies, woher gestatten?
01:04:19Pardon, was zuerst da?
01:04:20Irrtum.
01:04:21Warnsproche prä.
01:04:22Denke nicht daran, zurückzutreten.
01:04:24Mal recht des Älteren jelten.
01:04:25Ich finde das einfach empföhren.
01:04:26Gerade dringend zurückzunehmen.
01:04:29Ja, ich bitte.
01:04:30Vielleicht machen die Herren das erst unter sich aus.
01:04:32Blende, nein, weil...
01:04:33Schlage reizende Kommilitonen als Schiedsrichter vor.
01:04:35Vormose Idee.
01:04:36Unterwerfe mich blindlingszarte Bestimmung.
01:04:39Kommen Sie.
01:04:41Aha, und sowas gibt es noch.
01:04:45Gestatten, die ihr Fräulein, doch nur sagst Liebe zu ihr.
01:04:48Umbringen?
01:04:49Darf ich bitten, Trottel?
01:04:51Idiot.
01:04:52Darf ich Sie wohl hinaus bitten?
01:04:53Mit Vernün.
01:04:55Bitte, bitte.
01:05:05Sieh da, sieh da, mein Vater.
01:05:07Tanzender Weiß.
01:05:08Was man ein hübsches Ding aus der reinen Wissenschaft machen kann.
01:05:12Ist das nicht ihr schwieriger Fall?
01:05:13Eben, eben.
01:05:15Aber was ein richtiger Chirurg ist, der diagnostiziert nicht lange herum.
01:05:18Und je schwieriger der Fall ist, desto schärfer das Messer ist.
01:05:21Geht doch wunderbar.
01:05:26Na, hier bin ich erstes Semester.
01:05:30Au!
01:05:31Bin ich schuld daran?
01:05:32Nein, nein, ich bin doch mit meinem großen Zeh unter ihren Fuß gekommen.
01:05:36Aber damit das nicht nochmal passiert, will ich Ihnen mal zeigen, wie meine Dame hält.
01:05:39So.
01:05:39Vor allem fassen Sie mich mal ein bisschen fester.
01:05:42So?
01:05:43So, noch ein bisschen.
01:05:44Ich breche so leicht nicht ab.
01:05:46Und jetzt den linken Arm etwas höher.
01:05:49Au!
01:05:50Au!
01:05:50Habe ich Sie jetzt zur Abwechslung getreten?
01:05:52Nee, aber was mit meinem Arm?
01:05:54Sie gestatten, Herr Kollege, ins B.
01:05:55Aber Herr Professor, man wartet doch wenig.
01:05:58Bis es zu spät ist, nichts macht.
01:06:00Jetzt bin ich an der Reihe.
01:06:02Aber, Faber, das ist ja kein Wunder.
01:06:04Aber wo bleiben die guten Vorsätze?
01:06:07Außerdem ist die junge Dame bereits verlobt.
01:06:15Flucht am Messen.
01:06:20Also nicht verlobt?
01:06:22Wie kommen Sie denn darauf?
01:06:23Und was sollte das mit den guten Vorsätzen bedeuten?
01:06:27Und nett war das auch nicht von Ihnen, mich ihm einfach vor der Nase weg zu fischen.
01:06:31Er hat mich doch schließlich eingeladen.
01:06:33Ach, lauter Neuigkeit.
01:06:36Darauf wollen wir ein Gassett finden.
01:06:38Kommen Sie.
01:06:46Auf die erste und hoffentlich letzte Fehldiagnose meines Lebens.
01:06:50Und die war?
01:06:51Die waren Sie, mein reizendes Jungs, Boller.
01:06:54Na dann, Prost.
01:07:01Vorausgesetzt, dass ich mich nicht jetzt dem Leben täusche.
01:07:04Was ich nicht hoffe.
01:07:06Und auch nicht glaube.
01:07:07Wissen Sie, dass Sie mich an etwas erinnern und an jemanden?
01:07:12Das ist lange vergangen.
01:07:15Sehr lange.
01:07:1620 Jahre.
01:07:18Ich war jung.
01:07:19Genau so jung wie dieser Herr Faber, der übrigens ein tüchtiger Junge ist.
01:07:24Ein vielversprechender Junge.
01:07:26Auf die ich große Hüftungen setzte.
01:07:30Damals war ich auch auf dem Sprungbrett zu einer Karriere.
01:07:33Mit harten und langen Jahren vor mir.
01:07:34Und es war auch ein Medizinerwahl.
01:07:38Und ich war auch sehr verliebt.
01:07:41Aber damals sagte ich nein.
01:07:44Ich hätte gerne Ja gesagt zu Liebe und Glück und allem, was so schön sein könnte,
01:07:47wenn es für uns nicht etwas Wichtigeres gäbe.
01:07:51Die Arbeit.
01:07:53Das Ziel.
01:07:55Und an so einem Abend wie heute habe ich meine erste Operation gemacht.
01:08:00Einen klaren, scharfen Schnitt.
01:08:02Es tat ein bisschen weh, aber...
01:08:09Und sind Sie glücklich dabei geworden?
01:08:11Glücklich?
01:08:13Ja.
01:08:14Ich bin das geworden, was ich heute bin.
01:08:16Und das junge Mädchen?
01:08:18Das hat mir geholfen.
01:08:21Geholfen?
01:08:22Ja.
01:08:23Sie hat es vollkommen eingesehen.
01:08:26Sie war Ihnen sehr ähnlich.
01:08:29Wenn sie mir ähnlich war, Herr Professor?
01:08:32Dann fürchte ich, Sie haben sich schon einigen in einem Menschen geirrt.
01:08:38Verzeihen Sie mir bitte.
01:08:47Kissi, was machen Sie denn da mit unserem Bein?
01:08:50Verzeihung, ich dachte, die Dame sei mit dem Herrn bereits fort.
01:08:53Der Herr ist fort?
01:09:02Okay.
01:09:06D Bardi.
01:09:08Okay.
01:09:08Vielen Dank.
01:09:38Mein Gott, was haben Sie denn, statt mir ein Wort zu sagen?
01:09:59Sie waren so vergnügt.
01:10:03Warum sind Sie nicht geblieben?
01:10:08Sie haben ja Fieber, einfach wegzulaufen.
01:10:12Ich dachte, Sie merken das gar nicht.
01:10:14Und damit gehen Sie auf einen Ball?
01:10:17Legen Sie sich hin?
01:10:19Ich dachte, das wäre längst vorbei.
01:10:21Das war ja auch gar nichts.
01:10:24Nur tanzen hätte ich nicht dürfen.
01:10:26Und dann der Wein.
01:10:28Ach, verfluchter Mist.
01:10:29Mir muss sowas passieren, ausgerechnet mir.
01:10:35Mein Gott, Sie haben ja...
01:10:37Sie sagen aber niemanden Antwort davon.
01:10:38Keine Menschen, Sie versprechen mir das.
01:10:40Ja, aber...
01:10:41Ich habe keine Zeit, in die Klinik zu gehen.
01:10:43Ich muss meinen Doktor fertig.
01:10:46Das Examen bei Poxer.
01:10:49Ach, ich brauche ja nur Ruhe und das Fieber muss runter.
01:10:53Es geht schon vorbei.
01:10:56Gehen Sie doch schlafen.
01:10:57Bitte.
01:10:58Epsis, Blutvergiftung.
01:11:01Das habe ich doch schon gelernt.
01:11:03Jetzt könnte ich mich an gar nichts mehr erinnern.
01:11:08Yes, das was ist denn?
01:11:10Lächt ich eben wissen.
01:11:11Die Klerer dazu nicht ist und gepischbar bei den Jungenleuten.
01:11:14Aber, die...
01:11:15Lass Ihnen doch das bissl Ball geflüstert.
01:11:18Ja, so fängt es an.
01:11:20Und wie hört es auf?
01:11:22Nach zum Zweer.
01:11:23Das kann ich nicht auf mein Gewissen nehmen.
01:11:25Wenn die mal einen kleinen Sitzen haben, dann fallen sie nicht in die Klappe wie du.
01:11:29Jetzt sind junge Leute, die wären lustig.
01:11:32Als kalte Umschläge, unbedingte Ruhe, halte Seifenbäder.
01:11:36Seifenbäder!
01:11:42Deadliebik.
01:11:44Habe ich Ihnen gesagt, hier wird nicht passiert?
01:11:47Ich habe einen leisen Schlaf vor, allein.
01:11:48Sie sind wohl nicht ganz bei Trost.
01:11:51Blutvergiftung hat und Fieber.
01:11:52Was?
01:11:53Und den rufen Sie mich nicht gleich?
01:11:56Jotte, hilf!
01:11:58Raut aus ihm, bitte!
01:11:59Ja, süß.
01:12:07Wo brengt es denn?
01:12:09Herr Matthias, helfen Sie ihm doch.
01:12:11Jotte, doch, den Arm kann ihn das kosten.
01:12:14Wie sowas passieren kann bei so einem vernünftigen Menschen.
01:12:17Ich hole einen Doktor.
01:12:19Bruchsal.
01:12:21Ja, bitte?
01:12:21Wer?
01:12:23Wer?
01:12:24Was?
01:12:27Na also.
01:12:30Natürlich komme ich.
01:12:31Vornehmt es ja noch einmal.
01:12:46Zu viel Ablenkung?
01:12:52Wenn Sie nichts dagegen haben, ich bin mit der Dame verlobt.
01:12:56Ich darf Sie nicht festerhalten.
01:13:05Ich bin kein Stockfisch.
01:13:09Sagen Sie aber, wo ist Sie denn augenblicklich?
01:13:14Herr Professor, Sie dürfen Sie mir nicht wegnehmen.
01:13:26Haben Sie das gewusst?
01:13:38Nein.
01:13:40Temperatur?
01:13:4139,8.
01:13:42Reizend.
01:13:44Obwohl, getanzt muss werden.
01:13:47Auskochendes Wasser?
01:13:48Steht schon auf dem Gerst.
01:13:50Auskochen.
01:13:50Müssen Sie operieren?
01:14:09Wollen Sie nicht lieber hinausgehen?
01:14:12Darf ich assistieren?
01:14:13Ich fahre schon nicht um.
01:14:30Wird es Folgen haben?
01:14:31Durch das Examen möchte ich ihn sausen lassen, jawohl.
01:14:35Hat sich selbst nicht in der Hand, soll andere unter die Finger kämen.
01:14:38Aber er ist doch nicht schuld.
01:14:39Sondern?
01:14:42Wissen Sie jetzt, was ich gemeint habe?
01:14:46So.
01:14:48Es kommt davon, wenn man seine Gedanken nicht bei der Sache hat.
01:14:52Na, einreiben.
01:14:53Herr Professor.
01:15:06Grüß Gott, Herr Fabulus.
01:15:08Sonst geht es Ihnen aber gut, ja?
01:15:09Bitte, ich...
01:15:09Ach, was halten Sie den Mund?
01:15:11Weißen Sie zehn zusammen, passen Sie auf, wie sowas gemacht wird.
01:15:14Bitte schön, Herr Professor, hier sind die Instrumente.
01:15:18Das Messer.
01:15:23Eine feine Arbeit, Herr Robert.
01:15:41Ich gratuliere inoffiziell zum Doktor.
01:15:45Und nun denken Sie an den Weg, den ich vorgetragen habe.
01:15:48Er soll einmal hier in meinem Lehrstuhl und in meiner Klinik sein.
01:15:51Das macht mich nicht.
01:15:54Danke, Herr Professor.
01:15:56Das sollte mir unter Ihrer Leitung nicht schwer fallen.
01:15:58Aber?
01:16:00Ich werde Sie nicht als Praktikanten nehmen.
01:16:04Na, setzen Sie sich mal an.
01:16:08Ich habe Sie dafür an das Deutsche Krankenhaus in Buenos Aires erfohlen.
01:16:13Es sucht unter anderem einen jungen Arzt.
01:16:16Die Ausschreibung geht noch heute an schwarzes Recht.
01:16:18Wenn ich Ihnen einen freundschaftlichen Rat geben darf, dann nehmen Sie die Stelle an.
01:16:25Der Dampfer geht am 1. Oktober.
01:16:27Sie haben also noch ein halbes Jahr Zeit, um sich auszunehmen.
01:16:31Bei Ihrer Mutter zum Beispiel.
01:16:33Sie wissen, warum ich das möchte.
01:16:37Sehr gern möchte.
01:16:39Sie ist etwas Schönes.
01:16:41Aber diese junge Dame ist verwöhnt, anspruchsvoll und ein wenig sehr launisch.
01:16:47Aber, Herr Professor...
01:16:48Bedenken Sie, Sie haben harte Jahre vor sich.
01:16:51Heute sieht es vielleicht romantisch aus.
01:16:53Aber Sie müssen an morgen gehen.
01:16:56Ich kann Ihnen keine Vorschriften machen.
01:16:58Aber als Chirurg zu Chirurg.
01:17:00Wenn jemand mit einer Blindhammerentzündung zu Ihnen kommt,
01:17:02warten Sie dann, bis eine Bauchfelleentzündung rauswirkt?
01:17:05Sie schneiden ihm das Ding raus.
01:17:06Wenn Sie der sind, für den ich Sie halte,
01:17:12dann wissen Sie, was Sie zu tun haben.
01:17:14Ich danke Ihnen, Herr Professor.
01:17:36Wir gratulieren herzlich zum Dr. May.
01:17:50Ich heiße Julius und bin ein Schnelles.
01:17:54Jenny möchte mich Ihnen gern schenken,
01:18:01damit Sie auch manchmal an Sie denken.
01:18:11Ich war bis jetzt Ihr bestes Stück.
01:18:21Na, na.
01:18:22Der feine Herr klopft vorher an.
01:18:24Verzeihen Sie.
01:18:26Aber ich hatte mich so gefreut.
01:18:28Außerdem ging es noch viel weiter.
01:18:31Sie wollen mir Julius schenken?
01:18:34Na ja, die Knochen kann ich jetzt doch auswählen.
01:18:37Und in Ihrer Praxis macht er doch sicher Eindruck.
01:18:39Sie sind ein Kind.
01:18:41Wie Sie sich das vorstellen.
01:18:43Eine Praxis.
01:18:46So einfach ist das nicht.
01:18:48Dazu gehört Zeit, Geld.
01:18:50Und Grits.
01:18:51Ich werde es nie so weit bringen.
01:18:53So dumm sind Sie doch nun auch wieder nicht.
01:18:55Doch.
01:18:56Und wie.
01:18:58Ich gebe nur so an.
01:18:59Und feinde bin ich.
01:19:02Neulich waren Sie schon so tapfer.
01:19:04Ja, das war etwas ganz anderes.
01:19:05Da war ich selber dran schuld.
01:19:06Dass ich mich in den Finger geschnitten habe.
01:19:09Ja.
01:19:10Und wissen Sie auch warum?
01:19:12Weil ich immer an Sie gedacht habe.
01:19:15Tja, aber das brauchen Sie doch nicht gleich in die Finger zu schnallen.
01:19:18Ich werde immer an Sie denken.
01:19:22Das weiß ich.
01:19:24Das wissen Sie auch ganz gut.
01:19:26Lieber nicht.
01:19:27Sonst bin ich nur wieder schuld, wenn etwas schief geht.
01:19:30Ja, das sind Sie auch.
01:19:30Sie sind schuld, dass ich hier sitze.
01:19:33Und alles vergessen habe.
01:19:36Alle guten Vorsätze.
01:19:39Vorsicht, die Arme.
01:19:41Frau Linderthal.
01:19:41Na, Fräulein, das ist doch.
01:19:44Womöglich haben Sie heute Blutvergiftung.
01:19:47Herr Faber, das hätte ich nicht von Sie gedacht.
01:19:52Nun machen Sie mal in den letzten Tagen noch Kummer.
01:19:54Aber Frau Emmer ist...
01:19:55Nee, nee, mir brauchen Sie nichts zu erzählen.
01:19:58So kommen Sie schon.
01:20:00Mit Ihren heißen Gefühlen kann ich nicht kalte Beine kriegen.
01:20:08Jörg muss Liebe schön sein.
01:20:10Warum schlafen Sie denn nicht?
01:20:31Sie schlafen ja auch nicht.
01:20:36Ich kann nicht schlafen.
01:20:37Warum will ich nicht dran schlafen?
01:20:40Wenn.
01:20:56Hast du etwas gesagt?
01:21:01Nein, nein.
01:21:03Nichts.
01:21:06Schlafen Sie gut.
01:21:10Du auch.
01:21:20Vier Treppen.
01:21:22Und nicht mal ein Fahrstuhl.
01:21:24Eine hochromantische Liebe.
01:21:26Scheint das zu sein.
01:21:26Im Gegenteil.
01:21:29Vollkommen satt.
01:21:30Ich habe mir alles ganz genau überlegt.
01:21:35Vorläufig bin ich erstmal auf den jungen Mann neugierig, der meine Tochter so weit bringt,
01:21:40dass sie sachlich über ihr Erdteil verfügt.
01:21:42Erstens kannst du uns gar nicht sicherer anlegen als in seiner chirurgischen Praxis, und zweitens...
01:21:47Jötte doch!
01:21:48Ich habe mich aber erschrocken.
01:21:51Ich habe mich aber erschrocken.
01:22:07Ich bin weg.
01:22:08Ich bin weggefahren, weil ich viel zu gut weiß, dass ich dich nicht verlassen kann.
01:22:10Ich bin weggefahren, weil ich viel zu gut weiß, dass ich dich nicht verlassen kann.
01:22:12Wenn ich dich noch einmal sehe, denn ich lieb.
01:22:14Ich weiß, dass du dich nicht verlassen kannst.
01:22:15Ich bin weggefahren, weil ich viel zu gut weiß, dass ich dich nicht verlassen kann, wenn ich dich noch einmal sehe, den ich lieb.
01:22:39Achille, ich weiß, dass du Ja sagen würdest, wenn ich dich bete, mit mir zu kommen.
01:22:44Aber ich muss Nein sagen, denn ich will und darf es nicht verantworten, dich an mein Leben zu binden,
01:22:50dass in den nächsten Jahren sehr hart und unsicher sein wird.
01:22:56Ich hatte doch was für schöne Worte.
01:22:58Ich muss sagen, dein junger Mann gefällt mir.
01:23:01Aber Sie werden ihm doch nicht nachlaufen wollen.
01:23:04Nachlaufen?
01:23:05Ha!
01:23:06Die Meinung möchte ich ihm sagen.
01:23:07Weglaufen kann jeder.
01:23:08Das imponiert mir gar nicht.
01:23:10Da schreibt der, er weiß, dass ich Ja gesagt hätte.
01:23:13Aber das Vertrauen, das ich durchhalte, das hat er nicht gehabt.
01:23:16Da gibt man sich die größte Mühe, ein anderer Mensch zu werden.
01:23:19Und dann glaubt man, endlich, man hat es geschafft.
01:23:22Nur der Einzige, auf den es ankommt, der hat kein Vertrauen zu einem.
01:23:25Wie soll ich ihm den Beweisen, dass er ernst gemeint hat mit allem, wenn er mich nicht dazu kommen lässt?
01:23:29Ja, Freiland, dann raten kann Ihnen doch keiner.
01:23:33Das kommt nur auf Ihren.
01:23:35Ich meine, man sollte immer nur das tun, wozu das Herz Ja sagt.
01:23:40Das ist meistens das Richtige.
01:23:42Aber das ist ja bloß Philosophie.
01:23:45Was ist denn?
01:23:47Matthias!
01:23:48Ich hab's!
01:23:49Bitte bleiben Sie da und lassen Sie niemanden ran.
01:23:52Ich komme gleich wieder zurück.
01:23:53Sie wollen was?
01:24:07Laboratoriumschwester nötig werden, Herr Professor.
01:24:10Ist das so merkwürdig?
01:24:11Sie haben mich selbst doch einmal gefragt, ob ich ein Zehn hätte.
01:24:14Soweit ich mich aber erinnere, war Ihnen das damals nicht gut genug, oder?
01:24:19Damals ja, aber sehen Sie, da wusste ich ja nicht, was ich wollte.
01:24:23Und jetzt?
01:24:24Wissen Sie jetzt.
01:24:25Wieso denn?
01:24:26Es könnte doch sein, dass ich, ich meine, es wäre ja schließlich nicht unmöglich, dass
01:24:31ich einmal heilige bin.
01:24:32Na und?
01:24:33Und dann könnte es doch zufällig ein Arzt sein.
01:24:36Und dann wäre ich ihm nicht nur ein Stein am Bein, wie Sie meinten.
01:24:43Kann ich es bis zum ersten Oktober schaffen, wenn ich auch Röntgenpraxis dazunehme?
01:24:47Bis zum ersten Oktober?
01:24:49Warum denn so eilig?
01:24:51Da fährt doch das Schiff.
01:24:53Und ich möchte mich jetzt schon an die Stelle bewerben.
01:24:57Sie sind und bleiben ein hoffnungsloser Fall.
01:25:02Dass Sie einen Dickopf haben, habe ich schon bei der Operation nicht mehr.
01:25:06Aber so einen, dagegen bin selbst ich machtlos.
01:25:11Aber lernen werden Sie bei mir, dass Ihnen die Schwarte kraten.
01:25:15Ich wehe Ihnen, wenn Sie bis dahin nicht die vollkommend Assistentin werden, die aus meinem Labor in die Welt hinausgezogen ist.
01:25:21ihn befassen.
01:25:22Matthias an den Blei!
01:25:23Aber Freulein, was haben Sie denn?
01:25:24Eine Stellung und ihn!
01:25:39Ihn, Ihn, Ihn!
01:25:41Aber du musst hier doch wenigstens einmal stehen!
01:25:54Soll ich sagen, ich will mit nach Südamerika fahren?
01:25:56Ach!
01:25:57Alle bis zufer von vor!
01:25:59Alle bis zufer von vor!
01:26:02Du, bleib hier stehen! Ich such mich schnell!
01:26:05Ja, was?
01:26:06Jenny!
01:26:07Alle bis zufer von vor!
01:26:10Ich wink dir noch von Bord aus zu!
01:26:23Mein Herr, wir lassen sofort von vor!
01:26:25Ja, aber erlauben Sie meine Tofte, ich habe mir noch nicht mal lebewohl gesagt!
01:26:28Bedauere, das Schiff geht sofort!
01:26:29Das ist wirklich...
01:26:33Entschuldigung!
01:26:40Das Schiff geht jetzt ab!
01:26:41Sie müssen sofort von Bord!
01:26:53Wir nehmen uns wegen der Schiffe jetzt ab!
01:26:55Sie müssen sofort von Bord!
01:27:08Diese Dame muss noch von Bord!
01:27:09Obwohl so lange Abschied gefeiert worden ist!
01:27:10Überhaupt nicht!
01:27:11Wo kann man hier wieder aus?
01:27:12In Brasilien!
01:27:13Das weichen Sie mal den Kapitän!
01:27:15Kommen Sie los!
01:27:28Seien Sie!
01:27:29Können Sie meinen Jungen nicht sehen!
01:27:30Ihr Junge, liebe Frau, ich suche selbst meine Tochter!
01:27:32Da wollte ich mir noch winken!
01:27:34Wissen Sie, so ein großer, blonder, hübscher Junge!
01:27:37Wo willst du denn hin?
01:27:38Zum Kapitän!
01:27:39Da wollte ich ruhig mehr schmacken!
01:27:40Wollen Sie denn mit Magen singen?
01:27:42Wenn ich dagegen hast, ja!
01:27:43Nein!
01:27:44Doch!
01:27:45Wenn Sie tauchen allein sein!
01:27:46Wenn ich eine Milliarde sage, dann bleibt es dabei!
01:27:48So!
01:27:49Darf ich Sie jetzt meinen Vater vorstellen?
01:27:52Da ist sie!
01:27:53Jenny!
01:27:54Papa!
01:27:55Papa!
01:27:56Jenny!
01:27:57Papa!
01:27:58Papa!
01:27:59Wie findest du ihn?
01:28:00Papa!
01:28:01Papa!
01:28:02So, nimm mich doch schon in die Arme!
01:28:04Was soll denn sonst mein Vater von dir denken?
01:28:06Papa!
01:28:07Papa!
01:28:08Papa!
01:28:09Papa!
01:28:10Papa!
01:28:11Papa!
01:28:12Papa!
01:28:13Papa!
01:28:14Papa!
01:28:15Papa!
01:28:16Papa!
01:28:17Papa!
01:28:18Papa!
01:28:19Papa!
01:28:20Papa!
01:28:22Papa!
01:28:23Papa!
01:28:24Papa!
01:28:25Papa!
01:28:26Papa!
01:28:27Papa!
01:28:28Papa!
01:28:29Papa!
01:28:30Papa!
01:28:31Papa!
01:28:32Papa!
01:28:33Papa!
01:28:34Papa!
01:28:35Papa!
01:28:36Papa!
01:28:37Papa!
01:28:38Papa!
01:28:39Papa!
01:28:40Papa!
01:28:41Papa!
01:28:42Papa!
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