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  • vor 8 Monaten
Das Amt für Betrugsbekämpfung (ABB) hat im Vorjahr 107 Mio. Euro aus Betrugsfällen eingetrieben. "Steuerbetrug ist sehr gefährlich, weil es die Finanzierbarkeit öffentlicher Leistungen gefährdet", sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) am Dienstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz des ABB.

Credit: APA/mhr; Thumbnail: APA/Georg Hochmuth

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Transkript
00:00Das Amt für Betrugsbekämpfung hat im Vorjahr 107 Millionen Euro aus Betrugsfällen eingetrieben.
00:08Das hat Finanzminister Markus Marterbauer am Dienstag bekannt gegeben.
00:13Die häufigsten Fälle von Steuerbetrug, und das werden Sie an den konkreten Beispielen dann sehen, sind bekannt.
00:19Scheinunternehmen sind ohnehin dauernd in der Öffentlichkeit.
00:22Umsatzsteuerbetrug, dieser Karussellbetrug in der Europäischen Union, erregt auch immer hohe Aufmerksamkeit.
00:28Aber wir haben viele Fälle auch illegalen Glücksspiels, Manipulation von Registrierkassen, Lohn- und Sozialdumping etc.
00:35Das sind so die typischen Fälle mit sehr hohen Schäden.
00:39Und für uns ist es auch wichtig, das in der Öffentlichkeit zu präsentieren,
00:43weil die öffentlich wahrnehmbare Bekämpfung des Steuerbetrugs ganz entscheidend ist für ein gerechtes Steuersystem.
00:51Die Leute, die ehrlich Steuern zahlen, sollen bestärkt werden darin, das zu tun,
00:56indem man die Fälle aufzeigt, die unehrlich sind.
00:59Deshalb widmet die Bundesregierung auch in den kommenden Jahren der Steuerbetrugsbekämpfung einen Schwerpunkt.
01:06Um das System zu verbessern, werde eine Expertengruppe Maßnahmen überlegen,
01:12wobei insbesondere die Digitalisierung und die europäische Zusammenarbeit im Fokus stehen.
01:18So sollen die eingetriebenen Steueraufkommen nächstes Jahr auf 270 Millionen Euro steigen
01:25und sich bis 2029 auf 450 Millionen Euro mehr als vervierfachen.
01:34Derzeit beträgt das Budget des Amtes 75 Millionen Euro.
01:38Ganz wichtig ist aber nicht nur zu vergleichen sozusagen der Aufwand in Form des Budgets
01:43und die möglichen Erträge, die jetzt dargestellt wurden,
01:46sondern allein die Existenz des Amtes und seine Tätigkeit bewirkt natürlich,
01:50dass viel mehr auch steuerehrlich gemacht wird,
01:53was wir im normalen Steueraufkommen dann sozusagen sehen, aber nicht direkt zuordnen können.
01:57Im Vorjahr durchgeführt worden sind über 6.000 Finanzstrafverfahren.
02:03Außerdem
02:0353.000 Arbeitnehmerkontrollen, wo beispielsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
02:09dann auch nicht angemeldet waren, 148 Hausdurchsuchungen und 195 Scheinunternehmen
02:17wurden enttarnt, wie der Herr Bundesminister auch schon erwähnt hat.
02:20Neben traditionellen Arbeitsbereichen wie der Gastronomie, der Bauwirtschaft oder der Security-Branche
02:27hat das Amt für Betrugsbekämpfung 2024 auch Neuland für sich betreten.
02:33Wo zwei Täter sich zusammengeschlossen haben, um Vereine zu gründen,
02:40diese Vereine dann in Richtung Gemeinnützigkeit zu bringen,
02:44wo grundsätzlich der Antrag erst in der Finanzverwaltung gestellt werden muss.
02:47Das ist zwar dann nicht immer erfolgt, aber diese Vereine missbraucht haben,
02:51um diese weiterzuverkaufen an Personen, die über diese Vereine dann diverse Dienstleistungen angeboten haben,
02:58auch teilweise Vortragstätigkeiten und versucht haben, diese Gemeinnützigkeit
03:02oder diese vorgetäuschte Gemeinnützigkeit der Vereine auszunutzen,
03:05um dann nicht ihre entsprechenden Erklärungen über ihre Vortragstätigkeit,
03:12teilweise auch handwerkliche Arbeiten, die sie angeboten haben, abzuliefern.
03:17Aufgefallen ist das Ganze, weil in der Vereinsbehörde eine exorbitante Zunahme an Vereinsanmeldungen erfolgt ist.
03:23Eine empfindlich hohe Strafe von 2 Millionen Euro hat es im Vorjahr für einen chinesisch-stämmigen Softwarebetreiber gesetzt.
03:33Er hatte Manipulationssoftware, die zum Ausweis einer niedrigeren Umsatzsteuer geführt hatte,
03:41an China-Restaurants verkauft.
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