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Die EU will nach den Diskussionen über Grönland mit den USA ihre Präsenz in der Arktis ausbauen. Die Wende von US-Präsident Donald Trump in der Angelegenheit führten die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Sondergipfel in Brüssel am Donnerstagabend auf ihr entschiedenes Entgegentreten zurück. Bundeskanzler Christian Stocker (VP) sprach von einem "Schritt in die Deeskalation", der "richtig" sei. Das transatlantische Bündnis wollen die Europäer aufrecht erhalten.

Quelle: APA/bes; Thumbnail: APA/BKA/Florian Schrötter

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Transkript
00:00Die EU will nach den Diskussionen über Grönland mit den USA ihre Präsenz in der Arktis ausbauen.
00:06Die Wende von US-Präsident Donald Trump in der Angelegenheit führten die Staats- und Regierungschefs
00:12bei ihrem Sondergipfel in Brüssel am Donnerstagabend auf ihr entschiedenes Entgegentreten zurück.
00:17Bundeskanzler Christian Stocker sprach von einem Schritt in die Deeskalation, der richtig sei.
00:22Von der heutigen Sitzung des Europäischen Rates ist festzuhalten, oder zu dieser Sitzung ist festzuhalten,
00:28dass der Europäische Rat Dänemark in Fragen der territorialen Integrität und auch der nationalen Souveränität
00:37die volle Solidarität und Unterstützung ausgesprochen hat.
00:41Und wir gleichzeitig auch im Hinblick auf die Entwicklungen in Davos und die Rede des Präsidenten Trump festhalten wollen,
00:48dass die Rücknahme der militärischen Bedrohung und auch die Rücknahme der Androhung der Zölle ein Schritt in die Eskalation ist.
00:57Das begrüßen wir. Es ist der richtige Schritt, der hier gesetzt wird und wir werden Lösungen finden müssen außerhalb von wirtschaftspolitischen
01:06beziehungsweise militärischen Bedrohungen.
01:08Natürlich haben wir auch abseits der formellen Gespräche viele Gespräche geführt und auch die Situation, wie sie sich im Moment darstellt, erörtert.
01:18Was man daraus mitnehmen kann ist, dass sich gezeigt hat, dass wenn es eine klare Haltung der Europäischen Union gibt,
01:24die auch eine entsprechende Reaktion auf eine wirtschaftspolitische, handelspolitische Bedrohung beinhaltet,
01:31dass sich auch auswirkt im Sinne dessen, was ich vorhin schon ausgeführt habe, dass nämlich die militärische Bedrohung vorerst vom Tisch ist
01:39und natürlich auch für uns wichtig ist, dass die Androhung an der Zölle ebenfalls fallen gelassen wurde.
01:46Hier zeigt sich, dass eine klare Sprache auch verstanden wird.
01:49Wo bleibt Österreich denn in dieser neuen Weltordnung? Wir sind ein neutrales Land, aber auch wir profitieren
01:56zumindest indirekt von der atomaren und konventionellen Ansteckung durch die NATO und damit auch durch die USA.
02:04Wo bleibt Österreich? Wir sind Teil der Europäischen Union und ich glaube, genau dort gehören wir hin und dort sollten wir auch bleiben.
02:11Weil die Entwicklungen, die ja Gegenstand unserer Beratungen waren, zeigen ja, dass gerade mittelgroße Länder, kleine Länder
02:19in Bündnissen besser aufgehoben sind, wie wenn sie auf sich selbst und alleine gestellt sind.
02:24Und so gesehen ist es auch verteidigungs- und sicherheitspolitisch.
02:27Ein Bündnis ist immer der bessere Ort für mittelgroße und kleinere Länder und auch für große Länder,
02:32als auf sich gestellt und alleine zu sein in einer Welt, die sich im Unbruch befindet und wo Verunsicherung herrscht.
02:39Sie betonen, dass heute klare Worte gesprochen wurden, aber sie den Trump ist ja bekannt dafür, seine Meinung auch rasch zu ändern.
02:47Erwarten Sie, dass da vielleicht in den nächsten Tagen wieder neue Zölle androht und müsste die Europäische Union dann nicht auch einmal stärker reagieren?
02:55Wir haben das besprochen und wir werden auch reagieren und zwar so stark, wie wir es angekündigt haben.
03:01Sollte sich die Situation ändern und das ist, wie Sie sagen, nicht ausgeschlossen.
03:06Wir hoffen es nicht, weil wir davon ausgehen, dass das, was gesprochen wird, weiter gilt, aber es ist nicht auszuschließen.
03:12Und wenn eine Änderung eintritt, haben wir heute im Rat uns auch dazu verständigt, dass dann dieses Instrumentarium,
03:20das die Europäische Union ja hat und das schon mehrfach auch besprochen wurde und medial auch kommentiert wurde,
03:27dass dieses Instrumentarium nicht nur vorhanden ist, sondern auch eingesetzt wird.
03:32Das heißt, es ist ganz klar das Signal, wenn es wieder dazu kommen sollte, dass eine neue Bedrohung oder die alte wieder aufgenommen wird mit der Androhung von Zöllen,
03:44wir Gegenmaßnahmen setzen werden und wir werden das auch unverzüglich tun.
03:48Und auch das war das Ergebnis der heutigen Beratung.
03:51Beratung.
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