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  • vor 1 Tag

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🎈
Spaß
Transkript
00:03Grüß Gott!
00:05Wollen Sie zum Pressetermin?
00:07Ja, schreitlich.
00:08Der beginnt vorerst um zehn.
00:10Oje, da bin ich ja ganz falsch informiert.
00:13Ja.
00:13Das machen wir bis dahin.
00:17Warten Sie, ich helfe Ihnen.
00:18Ach, das ist nett.
00:20Ja, gerne.
00:21So, so, so.
00:23Danke.
00:24Sehr gerne.
00:25Wissen Sie, ich bin ja eigentlich Polizist.
00:27Ach!
00:27Ja, und jetzt habe ich mal gehört von diesem neuen Flugsaurier,
00:31von dem Wilhelmi-Saurus.
00:32Ja.
00:33Aber ich habe mir gedacht, das kannst du ja natürlich nicht entgehen lassen.
00:35Und da haben wir einen Tag freigenommen.
00:37Ein echter Dinosaurier-Fan.
00:39Na, dann kommen Sie mit rein.
00:42Wirklich, ja?
00:42Ja, was sollen Sie denn da draußen rumstehen?
00:44Kommen Sie.
00:45Ja, danke.
00:47Und als Polizist lassen Sie doch sicher keine Knochen mitgehen, oder?
00:51Sie können ja ganz beruhigt sein.
00:53Ich stehle nichts, ich möchte nur schauen.
00:57Übrigens, mein Name ist Moa.
00:59Michael ist Moa.
01:00Grüß Gott.
01:01Anja Kurweiler, Museumsleiterin.
01:04Sehr erfreut.
01:04Kommen Sie mal mit.
01:08Na, da geht's lang.
01:09Das ist der kürzere Weg.
01:10Ach so, ja.
01:12Spannend.
01:14Bitte.
01:15Danke.
01:19Ist schon besser mit der neuen Halle.
01:21Ja, auf jeden Fall.
01:33Vereindruckend, gell?
01:35So.
01:36Wir wollen dann hier anfangen.
01:38Und so geht's heute.
01:39Guten Morgen.
01:41Professor Wilhelm.
01:43Frau Kurweiler, geht's dem schon los?
01:45Nein, erst in einer Stunde.
01:47Das ist nur ein Fan, der es nicht erwarten kann, sich unseren Wilhelm Isaurus anzuschauen.
01:51Alles gut, Michael Moa.
01:55Alles gut.
01:57Alles gut.
01:58Alles gut.
01:59Alles gut.
02:00Alles gut.
02:00Der ist ja noch viel größer als der Ramadon.
02:03Ja.
02:03Der größte Flugsaurier.
02:05Sind sonst schon alle da?
02:08Der Doktor Landowski fehlt noch.
02:10Der ist wahrscheinlich in seinem Büro.
02:12Herr Moa, Sie dürfen mit.
02:13Jawohl.
02:14Danke.
02:15Wiederschauen.
02:16Wiederschauen.
02:19Dann sagen wir dem Doktor Landowski Bescheid und auf dem Rückweg zeige ich Ihnen noch schnell
02:23unser Archiv.
02:25Da kommt normalerweise kein Besucher rein.
02:29Dieser Fund, das ist wirklich so ein Segen für unser Museum.
02:34Der wird uns hoffentlich jede Menge neue Besucher bescheren.
02:38Ja, und überhaupt für Rosenheim.
02:39Was glaubst du?
02:40Die ganzen Touristen, die kommen aus Japan, aus Amerika, aus Österreich.
02:44Ja, das wär schön.
02:45So.
02:46Hallo, Doktor Landowski.
02:48Doktor Land...
02:50Hier ist es.
03:02Michi, wie ist der neue Saurier?
03:04Was für ein Saurier?
03:06Ach so, ja, viel größer ist, wie ich gedacht hab.
03:08Aber Stockel, pass mal auf, ich hab eine Leiche gefunden.
03:11Und zwar nichts Versteinertes, sondern ganz frisch und schon recht menschlich.
03:16Ein Mordopfer?
03:18Ja, schaut ganz so aus.
03:20Trommel den Rest von der Mannschaft zusammen, gell?
03:22Das mach ich, Michi.
03:23Du hast aber auch ein Pech.
03:24Für die.
03:25Für die.
03:27Nein, Herr Bach, es gab ja der Laich und zwei im Naturkundemuseum.
03:31Der Michi ist schon vor Ort.
03:33Na, der ist ja fix.
03:34Der wollte sich den neuen Saurier anschauen.
03:35Ich rufe jetzt gleich einmal die Frau May an.
03:37Ja, die Frau May, die zieht heute bei mir aus.
03:38Ich weiß.
03:39Schön, gell?
03:40Ja.
03:41Herr Bach, wer begleitet Sie eigentlich an den Tatort?
03:45Der Herr Stadler, der ist ja schön Passau.
03:47Keine Ahnung.
03:48Hat der Herr Achtziger Ihnen das nicht gesagt?
03:49Nein.
03:50Kommiss.
03:51Ja, den Ersatz für Herrn Stadler.
03:54Ab heute, ja.
03:57Das ist jetzt aber bitte nicht der Ernst.
03:59Ich habe bereits vor Wochen den Antag...
04:02Ja, davon geh ich aus.
04:04Wiederhören.
04:06Tja, so wie es ausschaut, ist der Personalabteilung ein Fehler unterlaufen.
04:11Soll ich jetzt etwa alleine ermitteln?
04:13Nein, selbstverständlich nicht.
04:16Ich begleite Sie.
04:19Sie?
04:19Ja, keine Sorge.
04:21Auch ich war mal ermittelnder Kommissar.
04:24Und auch als Polizeidirektor habe ich das ein oder andere Mal ermittelt.
04:28Mit Erfolg.
04:29Möchte ich Ihnen zufügen.
04:31Natürlich.
04:37Schäfer mittelt selbst.
04:39Herr Bacher.
04:41Ich wusste ja gar nicht, dass Sie sich für Dinosaurier interessieren.
04:45Schon ganz lang.
04:47Also wie ich ein ganz kleiner Burg gewesen bin, da habe ich immer mit der Laubsäge die Skelette
04:51ausgeschnitten.
04:52Nitz.
04:53Ja.
04:53Und später habe ich dann diese Plastikmanschkern gesammelt.
04:56Also Brachiosaurus und den Iguanodon und den ganzen kleinen, den Comsognatus.
05:02Ja, sehr schön, Herr Mohr.
05:04Aber können Sie uns auch was über das Opfer erzählen?
05:06Ja.
05:07Wolfram Landowski, 48 Jahre alt, verheiratet, aber kinderlos und vom Beruf auch ein Paläontologe
05:13in der Münchner Universität.
05:14Vor vier Tagen ist er von einer Forschungsreise in Rumänien nach Hause gekommen.
05:20Und bei dieser Forschungsreise, da haben Sie diesen neuen Flugsaurier entdeckt, den Wilhelmi
05:25Saurus.
05:25Mhm.
05:26Den Sie sich heute Morgen hier ansehen wollten.
05:27Ja, hör auf rein.
05:28Den wollten Sie heute ganz groß der Presse vorstellen.
05:31Also das, was von dem übrig geblieben ist.
05:33Und dazu ist das aber nicht gekommen.
05:35Warum?
05:35Ja, der Tatort.
05:37Achso.
05:38Ja.
05:43Na, da geht's lang, das ist der kürzere Weg.
05:45Ja.
05:47Bitte.
05:50Na ja, und die Frau May, die hat dringend weg müssen.
05:54Wie weg müssen?
05:55Ja, fort.
05:57Ja, die zieht doch heute bei mir aus.
05:59Ja, super.
06:00Ja, das ist ja alles recht schön und gut, aber wir brauchen Informationen zur Todesursache,
06:05Todeszeitpunkt und möglichen Tathergang.
06:07Oh, ist schon alles aufgeschrieben.
06:09Also.
06:10Äh, laut Körpertemperatur wurde Ärzte schon 37 und 8...
06:15Was soll das?
06:16Erschlagen.
06:17Erschlagen haben Sie.
06:18Mit einem stumpfen, schweren Gegenstand, Todesursache, Hirnblutung am vorderen linken
06:24Cortex...
06:26...prefrontalis.
06:27Ja, das ist ja schon mal was.
06:29Haben wir die Mordwaffe?
06:31Eher nicht.
06:32Ah ja, dann seien Sie doch bitte so gut und schauen Sie gründlich nach der Tatwaffe um,
06:36auch in der näheren Umgebung vom Museum.
06:38Vielleicht hat sich ja der Täter da irgendwo entsorgt.
06:40Machen wir.
06:40Äh, und äh, Herr Mohr?
06:42Ja.
06:44Herr Mohr?
06:46Jawohl.
06:46Äh, ruf es doch bitte die Frau Stockl an.
06:49Wir brauchen dringend Informationen über das Sofa.
06:50Wir brauchen Bankverbindungen, Telefonverbindungen, Ehevertrag, Verwandtschaftsverhältnisse.
06:56Du bist üblich halt, ja?
06:58Äh, ja, natürlich, ja.
07:00Äh, und ob er vielleicht in unserer Datei ist?
07:03Jawohl, der Achtziger.
07:05Ja.
07:05Ja, Frau Kurweiler.
07:06Geh, was soll ich denn?
07:07So, darf ich bekannt machen, das ist die Museumsleiterin, die Frau Kurweiler.
07:11Grüß Gott, Frau Kurweiler.
07:13Krippe Rosenheim, Achtziger.
07:14Das ist Hauptkondissar Bach.
07:16Hallo.
07:17Entschuldigung.
07:18Ja, klar.
07:20Den Pressetermin habe ich selbstverständlich abgesagt.
07:23Gut.
07:24Und dem übrigen Personal habe ich freigegeben.
07:27Das Museum bleibt heute geschlossen.
07:29Danke.
07:30Frau Kurweiler, ist das das Büro, in dem Dr. Landowski gearbeitet hat?
07:35Ja, wenn er nicht in München war, war das sein Büro.
07:37Aber er hat auch im Präparationsraum Knochen analysiert, um unseren Fund genealogisch und erdgeschichtlich zuzuordnen.
07:47Zusammen mit der Simone Müller, unserer Präparatorin.
07:50Und wo finden wir diese Frau Müller?
07:53Die hat sich heute früh krank gemeldet.
07:55Aha.
07:56Wann war das?
07:57Naja, so kurz nach acht.
07:59Sie hat mich am Handy angerufen, da war ich schon beim Friseur.
08:03Ich komme ja sonst nie dazu.
08:06Notieren Sie das bitte, Herr Bach.
08:08Ja.
08:12Der Stift auch noch?
08:13Ja.
08:14Bitte.
08:15Ja.
08:16Voilà.
08:17Liebe Frau Stockl.
08:19Lieber Herr Mohr.
08:20Der Herr Achtziger hätte gerne, dass du von unserem Opfer, Herrn Dr. Wolfram Landowski, folgende Daten anforderst.
08:28Telefonverbindungen, Bankbewegungen, Ehevertrag, Verwandtschaftsverhältnisse und wo in unserer Datei ist.
08:33Das Übliche halt.
08:34Ich bin doch keine Anfängerin.
08:35Sag nicht ich.
08:36Sag der Achtziger.
08:37Apropos Anf...
08:38Nein.
08:39Nix apropos.
08:41Wie läuft's mit dem Herrn Achtziger?
08:43Mei.
08:43Also ein Ersatz aus München wäre vielleicht schon auch eine Option.
08:48Für dich.
08:49Für dich.
08:55Das ist doch die Frau Dahn, ne?
09:00Gut, Frau Kurweiler.
09:02Gibt es irgendwo einen Ort, an dem wir uns ungestattet halten können?
09:05Sehr gut.
09:06Ja, natürlich.
09:07Wir kommen jetzt mit.
09:10Gut.
09:10Also alle Unterlagen und Rechner mitnehmen, wie immer.
09:12Logisch.
09:13Mach mal.
09:18Frau Kurweiler, warum sind Sie denn heute Morgen hier eingetroffen?
09:24Ungefähr um 8.30 Uhr.
09:26Und wer war da schon mal jetzt hier?
09:28Ja, eigentlich alle aus dem Ausgrabungsteam.
09:30Bitte.
09:32Der Professor Wilhelm, der Leiter, die Inka Silberstein, das ist die Assistentin von Dr.
09:37Landowski und die zwei Studenten aus München.
09:40Der Jakob Leoni, Leon Jakobi und der Dirk Münstermann.
09:45Haben Sie das?
09:46Ja, natürlich.
09:47Am Ausgrabungsort waren da aber noch mehr Leute, die das Team unterstützt haben.
09:52Aber die wären jetzt heute eh nicht beim Pressetermin gewesen, also ich weiß nicht.
09:57Äh, war denn sonst noch irgendjemand hier?
10:00Angestellte vom Museum?
10:01Na, nicht um die Uhrzeit.
10:03Wie sind denn die Herrschaften reingekommen?
10:05Äh, da hinten.
10:07Durch einen Personaleingang, der funktioniert mit einem Kot.
10:10Und wer hat den alles?
10:12Jeder, der hier arbeitet.
10:15Hatte irgendjemand Konflikte mit Dr. Landowski?
10:19Oder gab's Spannungen innerhalb des Teams?
10:22Na, mir ist nix aufgefallen.
10:25Aber ich hab ihn an er besonders gut gekannt.
10:29Er hat ja hauptsächlich in München an der Uni doziert und war nur zu ganz besonderen Anlässen hier.
10:35Wie jetzt.
10:36Wegen unserem Saurierfund.
10:39Ja, gut.
10:40Ah ja, wir brauchen dann noch die Adresse Ihres Friseurs, damit er Ihren Termin bestätigen kann.
10:46Ja.
10:47Ach.
10:47Ich schreib's Ihnen auf.
10:49Wir werden dann als nächstes Professor Wilhelm befragen.
10:52Jawohl.
10:57Vielen Dank.
10:58Herr Bach.
10:59Ja, ich komme.
11:00Alles Gute, Herr.
11:03Und wo ist das jetzt?
11:05Da, da vorne.
11:07Ah, ja.
11:08Genau.
11:09Das ist es.
11:10So.
11:11Ging doch jetzt die Fahrt.
11:12Ja.
11:18So.
11:21Ich nehme die Koffer.
11:22Danke.
11:26Gott, war ich hier oft als Kind.
11:36Oh.
11:37Oh.
11:38Gut.
11:40Oh, schön.
11:51Steht wohl schon eine Weile leer, oder?
11:53Na ja, meine Tante hat ihre letzten Jahre im Altersheim verbracht.
12:00Oh.
12:03Oh.
12:06Oh, ha.
12:15Das reinzt die Chaos.
12:17Vermöglich ist anders.
12:23Ja! Hätte ich jetzt auch nicht erwartet. Ich fürchte, das wird nichts mit unserem Wanderurlaub.
12:31Ich muss das Haus renovieren. Hilft dir nix? Nur Kleid.
12:35Ach, das macht doch nix. Dann geh mal halt mal anders wandern.
12:42Mein Gott, was für ein Verlust. Dr. Wolfram Landowski war ein so engagierter Mitarbeiter, sehr fleißig und so bemüht.
12:55Sie hatten also ein gutes Verhältnis zu Dr. Landowski?
12:59Ja, ja, durchaus.
13:04Wo waren Sie denn heute Morgen zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr?
13:08Das ist nur eine Routinefrage.
13:11Na ja, zu Hause. Ich habe bei meinem Forschungsbericht geschrieben.
13:14Gibt es dafür Zeugen?
13:16Leider nein. Meine Frau ist derzeit auf Kur.
13:20Aha. Verstehe.
13:23Professor Wilhelm, wissen Sie eventuell, ob Dr. Landowski
13:29Sie in Schwierigkeiten steckte oder Ärger mit jemandem rette?
13:35Also ehrlich gesagt, ja.
13:38Mit wem denn?
13:40Inka Silberstein.
13:42Die Assistentin aus Ihrem Ausgrabungsteam?
13:45Ja. Ja, ich habe gestern rein zufällig mitbekommen, wie die beiden lautstark gestritten haben nach Feierabend im Präparationsraum.
13:57Und warum ging es da?
14:01Also, so genau habe ich das nicht verstanden.
14:05Aber wissen Sie, ich spreche nicht gern über andere.
14:10Schon gar nicht über Kollegen.
14:12Aber ich denke mal, es ging darum, dass die beiden während der Forschungsreise ein Verhältnis hatten.
14:20Ja.
14:21Vielen Dank, Professor Wilhelm, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
14:25Vielen Dank.
14:26Bitte.
14:28Also, Herr Bach, jetzt war schon ein bisschen forsch.
14:31Professor Wilhelm ist immerhin ein anerkannter Wissenschaftler.
14:34Er ist genauso tatverdächtig wie jeder andere.
14:35Na ja.
14:37Trotzdem, ein wenig mehr Respekt würde sich auch nicht schaden.
14:41Herr Wohin.
14:45Natürlich war ich stinksauer auf dem Wolfram.
14:47Spielt mir während der Ausgrabungszeit die große Liebe vor und kaum sei mal zurück, macht er Schluss.
14:51Sie geben also zu, dass Sie sich gestern Abend mit ihm gestritten haben?
14:55Ja.
14:55Ich habe Ihnen nur mal gründlich meine Meinung gesagt, was ich von Männern wie ihm halte.
14:59Ja, das ist total verständlich.
15:02Und das war alles?
15:04Ja.
15:05Wo waren Sie denn heute Morgen zwischen 7.30 Uhr und 8 Uhr?
15:09In der Bibliothek.
15:11Ich habe die Forschungsprotokolle ins Reine geschrieben.
15:14Kann das jemand bezeugen?
15:15Nicht, dass ich wüsste.
15:20Und haben Sie Herrn Landowski aufgesucht oder gesehen?
15:23Nein.
15:25Dem wollte ich nicht über den Weg laufen.
15:28Wusste seine Frau von der Affäre?
15:30Das war sie nicht.
15:31Und das ist mir auch wurscht.
15:34Gibt es sonst noch irgendjemand außer Ihnen aus dem Ausgrabungsteam, der mit Herrn Landowski einander geraten ist?
15:42Mit dem Professor Wilhelm gab es ab und zu Stress.
15:45Aha.
15:47Können Sie das genauer erklären?
15:49Der Wolfram hat sich darüber aufgeregt, dass ihm der Professor Wilhelm zu viele Vorschriften macht.
15:54Dass er andere für sich arbeiten lässt und selber bloß große Reden schwingt.
15:58Na ja, und dann ist er besser laut geworden zwischen den beiden.
16:04Ja, gut.
16:04Das war's dann fürs Erste. Danke, Frau Silbestand.
16:15Also ganz so makellos scheint Ihr Professor hier doch nicht zu sein.
16:18Also erstens ist das nicht mein Professor.
16:21Und zweitens warten wir es doch erstmal an, Herr Bach.
16:25Die Wände weiß, vielleicht mit einem leichten Ton Apriko.
16:30Da hinten eine kleine Sitzecke.
16:32Kann richtig gemütlich werden.
16:34Also peu à peu.
16:36Ja, gemütlich.
16:38Sag einmal, wo wohnen wir eigentlich in der Zwischenzeit?
16:41Wir können Dir das Bett hinten im Schlafzimmer zurecht machen.
16:44Aber ich?
16:47Weißt was?
16:48Ich kenne ja eine wunderbare kleine Pension.
16:50Da kann ich doch schlafen.
16:54Echt blöd.
16:55Na, Schmarrn, das passt schon.
16:59Gut.
17:00Vielen Dank.
17:01Gerne.
17:05Also, die beiden Münchner Studenten haben bis 7.50 Uhr im Zug gesessen.
17:10Ich habe Ihre Fahrkarten kontrolliert.
17:12Tja, dann scheinen Sie als Täter wohl aus.
17:14Ja.
17:15Ich würde die Eröffnung gerne um eine Woche verschieben.
17:18Dann bin ich nicht einverstanden.
17:20Zwei oder drei Tage.
17:21Professor Wilhelm.
17:23Ja, bitte.
17:27Wir hätten ja noch eine Frage an Sie.
17:30Selbstverständlich.
17:31Worum geht es denn?
17:33Wir haben erfahren, dass Ihr Verhältnis zu Herrn Landowski
17:36doch nicht so ungetrübt gewesen ist, wie Sie es dargestellt haben.
17:39Wir müssen allen Hinweisen nachgehen.
17:42Anscheinend hat er sich von Ihnen bevormundet gefühlt.
17:45Ja, da ist etwas dran.
17:48Ich wollte noch nicht schlecht über einen Toten reden.
17:53Ja.
17:53Also, Dr. Landowski hat mir meine Stellung hier, wie soll ich sagen, doch ein wenig geneidet.
18:02Und deswegen hat er sich ab und zu auch meinen Anweisungen widersetzt.
18:07Mhm.
18:08Und wie haben Sie darauf reagiert?
18:09Ich habe ihn natürlich in seine Schranken gewiesen.
18:12In die Schranken gewiesen?
18:14Natürlich.
18:18Vielleicht eine Beziehungstat.
18:20Ist mein Inka-Selberstein?
18:22Sie hat ein Motiv und kein Alibi.
18:24Ja, schon, aber sie wirkt irgendwie so...
18:26So nett?
18:28War nicht zu übersehen, dass sie ihm gefällt.
18:31Ja, zu mir her, was die Spuse in der Papiertonik gefunden hat.
18:34Ein altes Saurierbüchel.
18:36Ist leider zu leicht, dass das mal wen geschlagen kann.
18:40Zeigen Sie mal.
18:43Erstes Lexikon der Sauropoden.
18:45Wer wirft denn sowas weg?
18:47Na ja, vielleicht hat er sich längst überwollt.
18:49Na ja.
18:50Herr Mose, ich kann jetzt zurück ins Kommissariat, Frau Stockl, unterstützen.
18:53Jawohl.
18:54Ich ziehe mir noch was gescheit zu.
18:56Wo habe ich jetzt meinen Schirm?
18:58Ja, und wir zwei?
18:59Wir fahren jetzt zur Ehefrau des Opfers.
19:03Professor Wilhelm hat übrigens auch kein Alibi.
19:06Ich bitte Sie, da hat doch kein Motiv.
19:08Herr Müller, in die KTU damit.
19:09Mach mal.
19:15War es diese Assistentin? Inka Silberstein?
19:19Das können wir Ihnen leider nicht sagen, Frau Landowski.
19:21Ähm, Sie wissen also, dass Ihr Mann Sie betrogen hat?
19:26Ja.
19:27Und seit wann?
19:30Schon während der Ausgrabungszeit habe ich davon gehört.
19:33Na, dann wollen Sie natürlich entsprechend wütend auf ihn.
19:37Ist ja nichts Ungewöhnliches.
19:40Wenn sich Wissenschaftler bei ihren Explosionen
19:42eine hübsche Assistentin mitnehmen zum Zeitvertreiben.
19:47Und das haben Sie ihm nicht übel genommen?
19:49Nein, ich habe ja gedacht, dass das nach seiner Rückkehr beendet.
19:52Und das hat er ja auch.
19:55Wann haben Sie Ihren Mann das letzte Mal gesehen?
19:59Heute Morgen um halb sieben.
20:02Da ist er aufgestanden,
20:04hat gefrühstückt, ist dann arbeiten gegangen.
20:07Herr Bach.
20:09Und, ähm, was haben Sie gemacht?
20:12Weiter geschlafen.
20:13Bis um acht.
20:16Ist Ihnen an Ihrem Mann in den letzten Tagen was aufgefallen?
20:20War er anders als sonst?
20:23Ja.
20:25Er war in so einer Art Hochstimmung.
20:29Ganz anders als während der Forschungsreise.
20:32Er war bei unseren Telefonaten immer so wahnsinnig schlecht gelaunt,
20:36weil Ihnen Professor Wilhelm auf die Nerven gegangen ist.
20:40Kennen Sie auch den Grund für seinen Stimmungswandel?
20:43Nein.
20:47Ja, danke, Frau Landowski.
20:50Das war's dann fürs Erste.
20:53Vielen Dank.
21:09Stockel, grüß dich.
21:11Grüß dich, Michi.
21:11Das ist ja ein schöner Urlaubstag für dich, gell?
21:13Ja, den lass ich mir ja gut schreiben.
21:16Außerdem, liebe Stockel,
21:17bin ich gekommen, um dich zu unterstützen.
21:22Mich?
21:23Wie denn unterstützen?
21:24Das weiß ich nicht.
21:25Das weiß nur der Herr Achtziger.
21:26Der schickt mich nämlich.
21:31Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
21:33Hallo, Frau Stockel.
21:35Ah, Frau Hofer, Sie rufen bestimmt an,
21:38wegen dem Sommerprogramm für die Musikakademie.
21:40Ja, genau.
21:41Der Herr Achtziger und Emil wollten uns da mal zusammensetzen.
21:44Und jetzt dadert ich gern ...
21:45Das ist jetzt ganz schlecht,
21:46weil der Herr Achtziger ermittelt mit dem Herr Bach.
21:50Vorübergehend zwar nur, aber Sie wissen ja,
21:51manche Mühlen der Behörden mahlen.
21:54Langsam.
21:55Ja.
21:55Das heißt,
21:56ich muss damit rechnen,
21:58dass er auch die nächsten Tage kurz Zeit haben wird?
22:00Ich würd mich drauf einstellen.
22:02Na gut, dann fang ich schon mal ohne ihn an.
22:05Vielen Dank, Frau Stockel.
22:06Ja, sehr gerne.
22:07Wiederhören, Frau Hofer.
22:10Wieso fragst du denn nicht die Frau Danner das für ein Stadler einspringt?
22:14Die Frau Danner? Wie kommst du denn jetzt auf die Frau Danner?
22:17Weil es in Rosenheim ist. Ich hab sie vorhin vorbeifahren gesehen.
22:20Michi, wenn sie bei uns hätte arbeiten würde wollen,
22:24dann hätte sie sich bei uns beworben. Das ist eine totale Schnapsidee.
22:28Ach so?
22:29Frau Landowski macht uns doch was vor.
22:32Diese demonstrative Gelassenheit,
22:34mit der sie auf die Affäre ihres Mannes reagiert hat,
22:37ist doch vollkommen unglaublich.
22:38Ja, nicht jeder mit das mit der Treue so genau.
22:40Es mag vielleicht für den einen oder anderen zutreffen.
22:43Aber sicher nicht für Frau Landowski.
22:47Mei, der Arme muss mit dem Chef zusammenarbeiten.
22:50Warum? Das ist doch wunderbar.
22:52Ja, da kann er endlich was dazu lernen.
22:54So wie bei uns.
23:00Ja?
23:01Frau Stockel, haben Sie schon was für uns?
23:04Allerdings die Telefonliste von unserem Opfer.
23:06Ich hab festgestellt, dass der Herr Landowski in letzter Zeit
23:09des Öfteren mit einer Prepaid-Handynummer telefoniert hat.
23:13Wer das ist, kriege ich noch raus.
23:16Und wie es um den Ersatz für Herrn Stadler steht,
23:19war ich wohl gar nicht erst fragen.
23:20Es hat niemand angerufen, Herr Achtziger.
23:22Niemand außer die Frau Hofer.
23:24Aber die habe ich dann vertröstet.
23:26Danke.
23:28Wollen Sie gar nicht in Ihr Büro gehen?
23:31Selbstverständlich nicht.
23:33Solange wir zusammenarbeiten,
23:35ist es sicher von Vorteil, im gleichen Raum zu sein.
23:38Ja, klar. Ja, natürlich.
23:41Folgendes!
23:41Herr Mohr!
23:43Es gibt Neuigkeiten.
23:45Erstens, das Dinobuch.
23:47Die Frau Kurwerler hat mir erzählt,
23:49dieses Dinobuch stammt aus der historischen Bibliothek
23:52vom Naturkundemuseum.
23:53Es ist das letzte seiner Art und sie hätte es gerne zurück.
23:56Hab ich gesagt, das geht nicht.
23:58Das brauchen wir nur ein bisschen für unsere Ermittlungen.
24:01Fingerabdrücke?
24:02Ach, feierlich.
24:03Kiloweise.
24:04Da brauchen wir 100 Jahre, bis wir die zugeordnet haben.
24:06Ja, wahrscheinlich hat das eh nichts mit unserem Fall zu tun.
24:09Wer weiß, ob es uns weiterhilft.
24:11Das herauszufinden, ist jetzt Ihre Aufgabe.
24:13Herr Bach, geht das Buch gründlich durch,
24:15vielleicht finden Sie ja was.
24:16Ich?
24:19Was ist denn mit Ihnen, Herr Mohr?
24:20Sie sind doch der Dinosaurier-Experte.
24:21Oh, das kann schon sein.
24:23Aber deswegen kann ich trotzdem keine germanischen Runden lesen.
24:26Frakturschrift, Herr Bach.
24:28Frakturschrift.
24:29Kann ich auch nicht.
24:30Ja, zweitens, dieser Brief.
24:33Diesen Brief haben wir gefunden im Müllcontainer.
24:36Das ist der, der direkt neben dem Papiercontainer steht,
24:38wo wir das Dinobuch gefunden haben.
24:40CC an Simone Müller.
24:43Simone Müller, das ist doch die Präparatorin,
24:46die sich heute Morgen krank gemeldet hat.
24:47Ganz genau.
24:48Das Original ging an die Anja Kurweiler.
24:52Das haben wir auch im Müllcontainer gefunden,
24:55also neben dem Papiercontainer, wo wir das Dinobuch haben.
24:57Aber er war umgeöffnet.
24:59Und darin schreibt der Wolfram Landowski,
25:01dass er empfiehlt, die Simone Müller zu entlassen.
25:04Wegen fehlerhafter Präparationen.
25:07Datum heute.
25:09Du Schwerer.
25:11Vielleicht wollte ja Frau Müller mit allen Mitteln vermeiden,
25:14dass seine Beschwerde an Frau Kurweiler geht
25:16und ist bei der Gelegenheit ein bisschen.
25:17Das soll handgreiflich geworden.
25:19Herr Mohr, bestellen Sie doch bitte mal Simone Müller ein.
25:22Ja, die müssen ja gleich da sein.
25:24Perfekt, Herr Müller.
25:25Äh, Herr Mohr.
25:26Bravo.
25:27Ja, gerne.
25:28Und drittens, die Frau Danner ist in Rosenheim.
25:31Ich hab sie gerade vorbeifahren gesehen.
25:33Die Frau Danner?
25:34Ja, und wenn man denkt,
25:35bevor wir irgendjemanden Fremden aus München holen,
25:38dann fragen wir doch die Dannerin, ob sie einspringt.
25:41Eine hervorragende Idee, Herr Mohr.
25:43Hervorragend.
25:48Frau Stock.
25:49Ja?
25:50Gerade hab ich von Herrn Mohr erfahren,
25:51dass sich die Frau Danner im Moment in Rosenheim befindet.
25:54Da muss ich sie natürlich fragen, ob sie nicht einspringen will.
25:57Naja, fragen kostet ja nix.
25:59Ja, ich brauch dann noch Ihre Telefonnummer, aber die haben Sie ja.
26:02Entschuldigung, die Telefonnummer.
26:04Schnapsidee.
26:05An der wird er sich die Zähne ausbeißen.
26:07Kippo Rosenheim, Apparastockel, grüß.
26:09Achso.
26:10Ja.
26:10Richtig aus.
26:16Herr 80er.
26:17Ja?
26:18Die Frau Müller wäre jetzt im Vernehmungsraum.
26:21Danke.
26:28Herr Bach?
26:36Ja, ich hab die Briefe weggeworfen.
26:40Gut.
26:41Wann?
26:43Heute Morgen.
26:44Sie geben also zu, heute Morgen im Museum gewesen zu sein.
26:51Dann erzählen Sie uns jetzt bitte der Reihe nach, was passiert ist.
26:55Ich bin heute früh zur Arbeit gekommen.
26:57Da lag der Brief im Einfach.
27:00Eine Empfehlung, mich zu kündigen.
27:02Ich gleich hoch zu Dr. Landowski wollte mit ihm reden.
27:05Aber er ist bei seiner Meinung geblieben
27:07und Sie hatten Angst, gekündigt zu werden.
27:10Und um das zu verhindern, haben Sie ihn dann erschlagen?
27:13Nein!
27:15Der lag da tot, als ich reinkam.
27:17Ja.
27:18Wann soll das gewesen sein?
27:20Ja, so, so kurz nach acht.
27:24Ich hab dann den Brief und das Original an Frau Kurweiler verschwenden lassen.
27:28Die war ja zum Glück noch nicht auf ihrem Platz.
27:31Und dann haben Sie sich telefonisch bei Frau Kurweiler krank gemeldet?
27:35Wollt ja nicht im Verdacht geraten.
27:36Ja, das ist Ihnen gründlich misslungen.
27:40Wie ist es denn überhaupt zu dieser Kündigungsempfehlung gekommen?
27:54Mir ist gestern ein Stück vom Wilhelmi Saurus abgebrochen.
27:57Ich konnte Sie ja retten, aber der Herr Dr. Landowski ist schier ausgeflippt.
28:02Ja.
28:03Frau Müller, Sie sind unsere Hauptverdächtige.
28:06Deshalb werden Sie jetzt erst mal bei uns bleiben müssen.
28:11Yvonne, bitte.
28:13Komm jetzt bitte mit.
28:24Eine Frage hätte ich noch.
28:26Können Sie uns was zu diesem Buch sagen?
28:30Das hat der Dr. Landowski sich gleich nach seiner Rückkehr aus der Bibliothek geholt.
28:34Wann und wo haben Sie es zuletzt gesehen?
28:37Also gestern, als ich ging um 18 Uhr, da lag es noch auf seinen Schreibtisch.
28:42Danke.
28:45Yvonne, gestern noch auf dem Schreibtisch unseres Opfers und jetzt schon in einer Papiertonne.
28:49Mhm.
28:50Und ich kann mir kaum vorstellen, dass Dr. Landowski das Buch weggeworfen hat.
28:55Vielleicht war es ja gar nicht er.
28:57Ja, meine Rede.
28:58Herr Achtziger.
29:00Ach, stellen Sie mir doch ein bisschen auf meinen Schreibtisch. Danke.
29:04Ihr Kaffee.
29:05Entschuldigung, Herr Achtziger.
29:06Der Kostenplan, hätten Sie jetzt Zeit für mich?
29:08Herr Seitz hat mich schon angerufen und gefragt, wann ich ihn nach München schicke.
29:13Frau May, was kann ich für Sie...
29:15Herr Bach, Sie haben ja jetzt eigentlich genug zu tun mit dem Buchen.
29:19Ja, gehen Sie ruhig.
29:21Ach, hey, stopp.
29:23Das war jetzt grad die Frau May, der Obduktionsbericht ist fertig.
29:28Tja, später.
29:29Dann eben nicht.
29:32Er hat durch den Schlag eine Schädelfraktur erlitten und ist an einer Hirnblutung gestorben.
29:37Die Wunde weist zwei parallele rundliche Einbuchtungen auf.
29:40Sieht aus wie der Abdruck vom Ende eines Knochens.
29:43Mit Sicherheit versteinert, sonst wäre er nicht schwer genug gewesen.
29:45Anzunehmen.
29:47Vielleicht ist es ja ein Dinoknochen aus dem Museum.
29:49Da lagen ja genug rum.
29:50Da kann uns bestimmt Simone Müller weiterhelfen.
29:52Ja, richtig.
29:53Das ist doch eine Aufgabe für unseren Herrn Mohr.
29:56Vielen Dank, Frau May.
29:58Sehr gerne.
29:59Ich freue mich immer, wenn Sie vorbeischauen.
30:04Sag mal, Sandra, musstest du während deines Studiums auch alte medizinische Nachschlagwerke lesen?
30:09In Fraktur.
30:10Ein bisschen weniger, aber ich habe ein paar durchfaustet.
30:13Warum fragst du?
30:14Herr Bach?
30:15Ja, ich komme.
30:16Vielleicht kannst du mir einen klitzekleinen Gefallen tun.
30:18Ich komme nachher noch mal.
30:20Meinetwegen.
30:25Ach, meine Herren, ich habe jetzt rausgefunden, wem die Prepaid-Handynummer gehört.
30:30Einem gewissen Emil Decker, und der ist freier Journalist.
30:33Beim Chiemgau Express persönlich habe ich ihn leider noch nicht gesprochen.
30:36Ein Journalist?
30:37Was Landowski wohl von dem wollte?
30:39Ihn vermutlich zu dem Pressetermin heute einladen.
30:42Das mag sein, aber die Frau Kurweiler hat zu mir gesagt, dass die einen eigenen Presseverteiler haben,
30:46und da steht er eh drinnen.
30:47Ach so.
30:48Ich probiere es morgen noch mal.
30:49Ja, machen Sie das.
30:51Wie ich sehe, wollen Sie noch das Buch durcharbeiten.
30:54Sehr lobenswert.
30:55Ja.
30:56Dann bis morgen, Herr Bach.
30:57Bis morgen.
31:00Herr Achtziger, das hätte ich fast vergessen.
31:02Das ist die Telefonnummer von der Frau Donner.
31:05Ah, sehr, sehr gut.
31:07Erstes Lexikon der Sauropoden.
31:11Ja, das muss irgendwas mit diesem neuen Flugsaurier zu tun haben.
31:15Alles klar, dann schau ich es mir mal an.
31:17Gut, super.
31:17Dann helfe ich dir deine Wohnung einzurem nach dem ganzen Wasserschaden.
31:20Auf gar keinen Fall.
31:21Aber danke.
31:22Ich mach das lieber selber.
31:33Hey, Christian.
31:35Du hast den harten Doc gehabt, hm?
31:37Frag mich, ich muss heute den ganzen Tag mit Herrn Achtziger zusammen ermitteln und der hat vielleicht ein paar Ansprüche.
31:41Oh.
31:41Zum Glück kann ich einen Teil der Arbeit auf Frau May abzeltzen.
31:44Verstehe.
31:45Und was kann ich jetzt für dich Gutes tun?
31:48Naja, also ich würde vielleicht...
31:50Immer wenn man von Teufel spricht...
31:53Herr Kaspray!
31:54Herr Achtziger!
31:55Ach, Herr Bach?
31:57Doch keine Lust auf Dinosaurier.
31:59Doch, ich hab nur gerade Pause gemacht.
32:01Was kriegst du?
32:02Ich hab einen Salat und ein Wasser.
32:06Stimmt so.
32:07Tschüss.
32:08Schönen Abend, Horst.
32:08Danke.
32:12Frau Danner.
32:13Grüß Gott, Herr Achtziger.
32:15Hallo, Joe.
32:16Jetzt erzähl's mir mal.
32:17Ja, ich hab da ein kleines Problem, aber dazu muss ich etwas ausholen. Die Weinkarte bitte.
32:23Nimm mal noch Platz.
32:46Gut geschlafen?
32:47Sicher nicht so gut wie du in der Pension.
32:49Kaffee ist schon fertig.
32:50Komm rein.
32:51Ähm, ich kann leider nicht. Ich muss arbeiten.
32:53Aber ich hab die frische Brezen mitgebracht.
32:55Aber wieso musst du denn auf einmal arbeiten?
32:57Also, es ist das so. Der Chef von der Rosenheimer Polizei hat mich gestern Abend angerufen.
33:01Die haben einen personellen Notstand und er hat mich gebeten, auszuhelfen.
33:05Das ist aber schade.
33:07Aber ich helfe dir garantiert nach Feierabend und wann immer ich kann. Versprochen.
33:12Also, frohes Schaffen.
33:14Ja, dir auch.
33:19Ah, Herr Bach, ich hab jetzt grad mit diesem Emil Decker, dem Journalisten, telefoniert.
33:23Ah, das ist doch der, den unser Opfer mehrmals vor seinem Tod angerufen hat.
33:26Mhm, ganz genau. Der Landowski hat ihm für heute ein Exklusivinterview angeboten.
33:31Heute?
33:32Einen Tag nach dem offiziellen Pressetermin?
33:34Mhm.
33:34Er hätte sensationelle Enthüllungen, was den Wilhelmi-Saurus betrifft.
33:39Um was es da gehen, konnte er natürlich nicht sagen, der Decker.
33:41Aber es ist er natürlich auch sehr enttäuscht, weil er es nicht mehr rauskriegen kann.
33:44Ich glaub, da will jemand was von Ihnen.
33:46Guten Morgen, Frau Stackel.
33:47Sandra, äh, Sandra, ich glaub, es ist besser, wenn wir mal rübergehen.
33:51Sag mal, und, hast du was Interessantes rausgefunden?
33:53Zwischen 1843 und 1876 wurden insgesamt 40 verschiedene Dinosaurierskelette entdeckt.
33:5818er von Flugsaug. Jedoch alle unvollständig.
34:01Also nichts Wichtiges.
34:03Na, was habt ihr denn gehofft zu finden?
34:05Naja, ich könnte ja nach bestimmten Themen, könnte ich ja einfach nochmal gezielt suchen, wenn man mir sagt...
34:09Ähm, vielen Dank nochmal, Sandra, dass du uns geholfen hast, ja?
34:11Ach.
34:12Übrigens, ich habe eine wunderbare Neuigkeit.
34:15Es ist mir gelungen, Frau Danner für uns zu gewinnen.
34:18Sie wird ab heute für mich übernehmen.
34:20Herr Achtziger, wir haben's in Discs geschafft.
34:22Ach, war nicht ganz einfach, aber wer gut, der Co.
34:27Also, vielen Dank nochmal, ja?
34:29Na, guten Morgen, Herr Achtziger.
34:30Morgen, Frau Meiden.
34:32Herr Bach, haben Sie bei Ihrem nächtlichen Studium des Lexikons was finden können?
34:37Also sagen wir mal so, hier ist nichts Fallrelevantes drin.
34:40Ach, das ist aber eigentlich, haben Sie ja das Buch ganz umsonst durchgearbeitet, die Nacht.
34:45Ah, da ist sie ja.
34:48Schön, Sie zu sehen.
34:49Herr Bach.
34:50Ah, so, so.
34:51Dann hast du also die ganze Nacht umsonst durchgearbeitet?
34:53Es tut mir leid.
34:56Herr Bach.
34:57Äh, darf ich vorstellen?
34:59Hauptkommissarin Danner, Hauptkommissar Bach.
35:02Frau Danner wird ab sofort für mich übernehmen.
35:06Was?
35:06Das ist ja eine Überraschung.
35:07Es freut mich sehr.
35:08Ganz meinerseits, Herr Bach.
35:11Bitte?
35:12Mein Stift.
35:13Ah.
35:15Danke.
35:17Und jetzt?
35:18Sehen Sie mich los.
35:19Es hat doch Spaß gemacht, hm?
35:22Frau Stockel, Sie können jetzt dem Herrn Lorenz die frohe Botschaft überbringen,
35:25dass ich ab sofort Zeit für seinen Kostenplan habe.
35:29Liebend gerne, Herr Achtziger.
35:31Und Ihnen beiden wünsche ich erfolgreiche Zusammenarbeit.
35:35Das werden wir haben, Herr Achtziger.
35:37So, Sie sollten mich jetzt über alle Details in den Ermittlungen aufklären.
35:40Aber Sie müssen mir schon jetzt erklären, wie der Herr Achtziger das geschafft hat,
35:44Sie zu überreden.
35:45So viel zu überreden gab es da eigentlich gar nicht.
35:47Ich hätte sonst meiner Freundin helfen müssen, ihr Haus zu entrümpeln, das sie von
35:50ihrer Tante geerbt hat.
35:52Haus?
35:53Ja, eigentlich wollten wir da nur wohnen und Urlaub machen.
35:56Aber Sie glauben mir nicht, was da alles drin steht.
35:57Insofern kam das Angebot von Herrn Achtziger ganz genehm.
36:01So ist das.
36:03Herr Bach?
36:04Ja.
36:06Folgendes.
36:08Ja da, schau her.
36:10Das kommt Frau Dana.
36:12Da schauen Sie, Herr Mohr, gell?
36:14Ja schon.
36:15Guten Morgen, Herr Mohr.
36:16Was haben Sie denn für uns?
36:17Bach?
36:19Es ist ja so.
36:20Ah, es ist ja so.
36:20Der Fonsi…
36:21Ah, KTU.
36:22Richtig.
36:23Das Handy von Herrn Dr.
36:24Herr Landowski hat das Handy von Herrn Dr.
36:25Landowski durchforstet und dabei eine Sprachnachricht von seiner Frau entdeckt.
36:29Also nicht die Frau von Fonsi, sondern die Frau von Landowski.
36:32Die hat sie ihm geschickt vor zwei Wochen ungefähr, da war er noch bei den Ausgrabungen.
36:36Und darin beklagt sie sich bitter über seine Affäre mit der Inka Silberstein.
36:41Und die Nachricht endet mit den Worten, wenn du nach Hause kommst, dann kannst du was
36:46erleben.
36:47Moment mal, hat Frau Landowski nicht ausgesagt, dass ihr die Affäre egal gewesen wäre?
36:51Klassischer Pfeif- und Schutzbehauptung.
36:53Wollen wir?
36:58Die Liebschaft Ihres Mannes ist Ihnen doch nicht gleichgültig gewesen.
37:02Frau Landowski, stinkwütend sind Sie auf ihn gewesen.
37:05Und als er zurückgekommen ist, gab's eine Auseinandersetzung und die ist eskaliert und
37:09dann haben Sie ihm das Schlang.
37:12Sie wissen gar nichts.
37:14Dann erklären Sie es uns.
37:17Ja, ich war sauer.
37:20Und ja, ich hab ihm eine Szene gemacht.
37:22Aber nicht gestern früh, sondern schon nach seiner Rückkehr.
37:25Wir haben uns ausgesprochen und auch wieder versöhnt.
37:28Er hat mir sogar hoch und heilig versprochen, dass das nie wieder vorkommt.
37:36Gut.
37:38Wenn Sie mir nicht glauben wollen.
37:42Er hat darüber einen Eintrag in seinem Tagebuch gemacht.
37:45Hier hat er jeden Abend die wichtigsten Ereignisse des Tages notiert.
37:50Ich hab aufs Respekt nie reingeschaut.
37:52Aber jetzt, wo er...
37:53wo er tot ist...
37:57Dürfen wir das...
38:00Dürfen wir das mitnehmen?
38:02Sie bekommen es ja wieder.
38:08Der 80er hat jetzt genug Zeit, wo es ihm doch gelungen ist, die Frau Danner rumzukriegen.
38:12Ach, hat er Ihnen die Geschichte auch erzählt?
38:15Ja, hat mich vorhin angerufen.
38:16Aha.
38:17Von wegen rumkriegen.
38:18Jetzt erzähle ich Ihnen mal die Geschichte, wie es wirklich war.
38:24Hier hat Herr Landowski vor vier Tagen direkt nach seiner Rückkehr geschrieben,
38:30dass die Versöhnung mit seiner Ehefrau sehr schmerzhaft, aber auch wunderschön gewesen ist.
38:34Oh, mein, ich fang gleich mit dem Heulen an.
38:36Damit wäre Bärbel Landowski aus dem Schneider.
38:39Ha, und hier?
38:41Und was noch?
38:42Hier bespät er sich über die Hitze.
38:44So, und hier steht jetzt aber was über Professor Wilhelm.
38:46Er sitzt nur im Schatten und in Staubsteinchen, während andere schuften.
38:53Hallo.
38:54So, kleiner Blick noch einmal, ja?
38:56Ja, da geht's um den besagten Kompetenzstreit zwischen Chef und Angestellten.
39:00Ja.
39:01So, und hier hätten wir dann noch eine Zeichnung von dem Saurier, den Sie ausgebuddelt haben.
39:06Super.
39:06Was bedeutet denn das Ausrufezeichen?
39:08Hier.
39:09Osnasale Ingens.
39:10Das ist ein stark vergrößertes Nasenbein.
39:12Eine echte Rarität.
39:13In dem historischen Buch wird es nur beim Diminipodon erwähnt.
39:19Diminipodon?
39:19Das kenn ich gar nicht.
39:20Die kennen sich mit Dinosauriern aus?
39:22Na, freilich, aber Diminipodon hab ich noch nie gehört.
39:26Na, das Skalett war sehr unvollständig.
39:28Womöglich wurde er deshalb nie ausgestellt und auch in anderen Werken nicht mehr erwähnt.
39:33Hier ist er.
39:37Das ist ja komisch.
39:39Also die Schädel, die sehen doch identisch aus.
39:42Stimmt.
39:43Aber das heißt doch, dass dieser Wilhelmi Dings...
39:46Wilhelmi Saus?
39:47Ja genau, der, dass der überhaupt keine Neuentdeckung ist.
39:50Ja genau.
39:58Und, wie schaut's aus? Wie kommt's voran?
40:00Sehr gut, wir sind gerade auf dem Weg im Vernehmungsraum.
40:02Die Frau May hat uns den entscheidenden Hinweis aus diesem Buch gegeben.
40:05Ja und wer war sie?
40:06Wir müssen...
40:07Moment.
40:09Wieso Frau May?
40:13Herr Bach, ich möchte Sie nachher noch in meinem Büro sehen.
40:17Habe ich was verpasst?
40:19Vergessen Sie es.
40:23Herr Professor Wilhelm, dieser Saurierknochen wurde bei Ihnen zu Hause im Schrank gefunden.
40:28Wahrscheinlich haben Sie es nicht übers Herz gebracht, ihn wegzuwerfen.
40:31Damit wurde nachweislich Dr. Landowski erschlagen.
40:35Warum soll ich Landowski umbringen wollen?
40:40Weil er publik machen wollte, dass Ihr gefundener Flugsaurier keine Neuentdeckung ist.
40:44Ihr Ruf wäre stark beschädigt worden.
40:47Womöglich sogar Ihre Karriere beendet.
40:50Wie sind Sie eigentlich darauf gekommen, was er geplant hatte?
40:53Haben Sie bei ihm dieses Dinosaurierbuch gefunden und eins und eins zusammengezählt?
40:56Ein Hoch auf die Mülltrennung.
40:58Sie hätten das Buch vielleicht lieber nicht draußen in die Papiertonne werfen sollen.
41:05Jetzt passen Sie mal auf.
41:06Sie auch.
41:08Also, als ich gestern früh zu ihm kam in seinem Büro,
41:10da sitzt er da vor diesem Buch und grinst mich an.
41:14Dieser Ignorant, dieser Kleingeist, dieser...
41:18Er wollte mich auflaufen lassen.
41:20Konnte ich doch nicht zulassen, oder?
41:22Oder?
41:24Herr Professor Wilhelm, Sie sind vorläufig festgenommen,
41:27wegen des dringenden Tatverdachts, Wolfram Landowski getötet zu haben.
41:31Herr Mohr.
41:32Herr Ruhl.
41:34Ja.
41:35Herr Professor Wilhelm, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:38Da wird's nass.
41:44Auch Ihnen?
41:48Herr Bach?
41:49Hm?
41:50Ach.
41:56Das ist gut, der 80er?
41:58Professor Wilhelm.
42:00Hey.
42:01Rechts.
42:04Ja, dann können Sie ja jetzt Ihrer Freundin bei einem Trumpeln helfen.
42:07Ach, lass es uns doch lieber ins Naturkundemuseum gehen.
42:10Stimmt, ist die bessere Idee. Hallo, Herr 80er.
42:12Hallo.
42:13Ich glaub's ja nicht.
42:13Ich glaub's ja nicht.
42:15Boah.

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