- vor 16 Stunden
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SpaßTranskript
00:20Der neue Case Sunrise
00:30der Gleitschirm so hochfliegen, dass man ihn überhaupt nicht mehr sieht.
00:33Wo ist eigentlich der Herr Weigl?
00:35War der nicht mit am Startplatz?
00:36Nee, der ist gar nicht mit auf dem Berg.
00:37Der musste, glaube ich, noch irgendwas im Büro erledigen oder so.
00:40Kommt aber direkt hierher.
00:42Komisch, dass man den Rieding immer noch nicht sieht.
00:45Gib's ihm mal das Fangen, was?
00:46Okay.
01:16Der Vortrag beginnt um 11 Uhr in der Musikakademie.
01:20Ich bin auch schon gespannt auf den Kulturreferenten aus München.
01:24Gut, bis dann, Herr Achtiger.
01:27Nein, Frau Hofer.
01:28Und?
01:29Was referiert er denn, der Herr Referent?
01:33Über Kultursponsoring.
01:35Und wir haben eine noch bessere Auslastung
01:36der Rosenheimer Museen, Theater, Konzertsäle usw. erreicht.
01:39Oh, das klingt ja wirklich spannend.
01:44Das wird's auch.
01:50Morgen, Andi.
01:52Waelen?
01:53Ja, ja. Michi?
01:54Magst du da einen Kaffee mit uns trinken?
01:55Nee, danke. Ich bin nur kurz im Büro. Ich nehme heute Urlaub.
02:01Ähm, ihr wollt das doch so. Und der 80er ist auch zufrieden, oder?
02:04Ja, aber Andi, so kurzfristig kurz ist doch kein Urlaub nehmen.
02:07Viel steht nicht an und den Rest mache ich heute Abend zu Hause.
02:10Und das Wetter ist so super?
02:11Ja, aber das ist ja nicht einmal von München aus genehmigt.
02:15Äh, Herr Seitz ist nicht im Büro, ich erreiche ihn nicht.
02:18Andi, bitte. So einfach geht das nicht.
02:21Miriam, der Wind ist heute phänomenal.
02:24Ja, und da muss unser Andi mit seinem Brätl am Sehnaus.
02:27Richtig.
02:28Jetzt mach dir keinen Kopf, das geht schon klar.
02:30Michi, Miriam.
02:34Krippe Rosenheim, Apparat, Stockel, grüß Gott.
02:37Ja, ein abgestürzter Gleitschirmflieger, ja, bei Bad Feinbach.
02:43Wo genau?
02:45Ja.
02:46Ja, bitte fassen Sie nichts an, wir kommen.
02:50So, Michi, es gab ein Leich, und zwar einen abgestürzten Gleitschirmflieger.
02:55Das geht doch uns nicht schon.
02:56Ja, aber so einen Absturz können doch viele Ursachen haben.
02:58Ah, guten Morgen, Herr Herziger.
03:01Ich wollte fragen, ob es Ihnen recht wäre, wenn ich Ihnen einen Besuch abstatte.
03:06Jederzeit. Wann wollen's denn kommen? Die Woche noch?
03:09Äh, na ja, also wenn es Ihnen nichts ausmachen würde, jetzt.
03:12Wie, jetzt?
03:14Ja, jetzt hab ich allerdings gleich einen Termin in der Musikakademie, in der halben Stunde muss ich los.
03:18Ja, aber das passt doch prima. Ich, äh, steh nämlich gerade vorm Kommissariat, hm?
03:22Ach so, ja, dann kommst du doch einfach auf.
03:24Ja, gerne. Ich muss, äh, nur noch schnell was an meinem Wagen prüfen. Bin gleich bei Ihnen.
03:31Ja, na gut, dann bis gleich.
03:35Frau Stockel, der Herr Salz kommt jetzt gleich vorbei.
03:38Äh, sind's doch so gut und bringen's mal einen Kaffee und, äh, bisserler Gebäck.
03:41Aber, Herr Achtziger, der Herr Salz trinkt doch nur Kakao. Haben Sie das schon vergessen?
03:45Ach, stimmt. Na ja, Frau Stockel, warst tätig ohne Sie.
03:49Geh, Herr Achtziger. Ja, bis dann.
03:56Der Salz in Rosenheim, Herrschaftszeiten.
04:01Ich geh surfen.
04:02Wie, jetzt?
04:04Na, bei dem Wetter?
04:05So flexible Arbeitszeiten sollten wir ja auch mal einführen.
04:08Hm, komm doch mit, ich besorg dir ein zweites Brett.
04:10Da hast du eigentlich nicht so viel zu tun.
04:12Und wer verteilt die Post, während ich hier die Stellung holt?
04:15Manchmal fehlt's hier echt an Humor.
04:18Bis auf die Kehrt.
04:20Ciao.
04:21Ciao.
04:21Tschüss.
04:22Tschüss.
04:24Guten Tag.
04:25Hallo.
04:27Hallo, die Damen.
04:28Hallo, Herr Salz.
04:28Hallo, Herr Salz. Wie geht's?
04:30Ich hab einen Termin beim Herrn Achtziger.
04:34Der Herr Salz, der Herr Achtziger hat gesagt, dass Sie uns besuchen kommen.
04:37Ja, genau. Ich bin da, um den Nachfolger von Frau Ortmann kennenzulernen.
04:40Der Herr Lorenz ist gerade gegangen.
04:42Ach so?
04:42Ja, der hat einen Termin aushäusig.
04:44Kommen Sie, Herr Salz. Ich bringe Sie gleich zum Herrn Achtziger.
04:48Schönen guten Morgen, Frau Kleckstein.
04:50Guten Morgen, die Herren.
04:51Aha. Das ist also unser Opfer.
04:54Ja, das ist Florian Redinger.
04:56Aha. Und?
04:57Er ist mit seinem Gleitschirm abgestürzt und hat sich einiges gebrochen. Unter anderem das Genick.
05:02Aha. Dann handelt es sich ja um einen Umfall und wir können ja wieder fahren.
05:05Das glaube ich nicht. Die Leinen sind gerissen.
05:08Aha.
05:08Ja. Und Materialfehler vielleicht, aber wir können doch fahren.
05:11Ja.
05:12Kein Unternehmen kann es sich leisten, fehlerhafte Schirme zu verkaufen.
05:15In der Regel sind die so gründlich auf Stabilität und Reißfestigkeit überprüft, dass ein Fehler in der Verarbeitung auszuschließen ist.
05:23Der kennt sich aber eine aus, Frau Dr. Eckstein.
05:24Ich habe einen Bekannten, der passionierter Gleitschirmflieger ist. Und den habe ich erst kürzlich begleitet.
05:30Äh, Sie sind quasi auch schon mit so einem Teil am Berg runtergesegelt.
05:34Nein, Herr Stadler. Das sehe ich mir lieber aus einer angemessenen Distanz an.
05:37Das kann ich verstehen. Also es könnte sich um Mord handeln.
05:41Genau. Jemand hat die Leinen angeschnitten. Und zwar die wichtigen.
05:45Ja, und dann kannte sich der Täter aus, so mit einer vom Fach.
05:48Mit Sicherheit sogar.
05:50Ja gut, dann danken wir Ihnen, Frau Dr. Eckstein.
05:52Sehr gerne, die Herren.
05:54Herz, Herz.
05:54Herr Erziger, ich hoffe, ich komme nicht ungelegen.
05:57Nein, nein, passt schon.
05:58Ich will Sie auch gar nicht lange aufhalten. Eigentlich möchte ich ja zu Herrn Lorenz.
06:00Ah ja. Herr Lorenz scheint mir übrigens ein adäquater Nachfolger zu sein für Frau Hartmann.
06:06Herr Reinhardt.
06:07Ah, Frau Stockel, stellen Sie es doch bitte auf den Tisch.
06:10Danke.
06:11Ja, letzte Woche hat er ja seinen ersten halbjährlichen Finanzbericht eingereicht.
06:15Ja, ich weiß, ich habe ihn selbst gegengelesen mal. Tadellos.
06:18Ähm, also, ähm, es gab einige Punkte, die hätte Frau Hartmann sicherlich übersichtlicher gestaltet.
06:23Ja, ähm, deshalb möchte ich auch mit ihm sprechen.
06:27Danke, Frau Stockel. Wenn wir noch was brauchen, dann melde ich mich.
06:32Ähm, Frau Stockel meinte im Übrigen, äh, Herr Lorenz hätte einen Termin außer Haus.
06:37Naja, das wird ja wohl nicht ewig dauern. Bitte.
06:39Danke.
06:40So, dann erzählen Sie. Was gibt es Neues aus München?
06:45Jede Menge.
06:46Also, ähm, das gute Herren, also, der Tote heißt...
06:51Florian Riedinger, das wissen wir bereits.
06:54Ja, aber wisst ihr auch, dass der 38 Jahre alt geworden ist?
06:57Ja, woher?
06:58Wisst ihr auch, dass der nicht verheiratet war und keine Kinder gehabt hat?
07:01Alter.
07:02Wisst ihr auch, dass er in Rosenheim gewohnt hat, Tannengasse 18?
07:06Das ist uns neu.
07:07Und er war der Chefentwickler bei der Firma Fly Götz.
07:12Fly Götz, das ist eine Firma, die sich spezialisiert hat auf die Herstellung von Gleitschirmen, von Fallschirmen, von Regenschirmen, ein
07:21Scherz, von Drachenschirmen, mit Gleitfunktion, ohne Gleitfunktion.
07:25Herr Moor!
07:27Wer sind denn die da drüben?
07:29Ach so, die drei da.
07:32Der hat da telefoniert, das ist der Wolfgang Götz, der Chef vom Riedinger und der Firmeninhaber.
07:37Das ist die Jessica Hangisch, sie ist die Assistentin von der Entwicklungsabteilung.
07:42Und der neben ihr, das ist der Tobias Hangisch, das ist ihr Moor.
07:46Er hat in der Gegend ganz viele Sportgeschichte und so.
07:49Aha.
07:50Also der Schirm, mit dem der Herr Riedinger abgestürzt ist, stammt somit von der Firma Fly Götz.
07:54Ja, ja, der Riedinger hat den entworfen, er hat den konstruiert.
07:58Und heute hat er ihn zum ersten Mal ausprobiert.
08:01Das hätte er besser bleiben lassen sollen, hm?
08:03Wir starten.
08:04Ja.
08:05Ich erfahre.
08:07Ähm.
08:15Ich weiß, es ist jetzt schwierig, aber wir müssen ihm trotzdem ein paar Fragen stellen.
08:19Ich glaube, Sie sehen, dass das jetzt gerade nicht geht.
08:21Gut, wenn wir Ihre Fingerabdrücke haben, dann dürfen Sie Ihre Frau heimbegleiten.
08:25Oder?
08:26Wieso Fingerabdrücke?
08:27Das ist reine Routine, die brauchen wir von jedem aus dem direkten Umfeld des Opfers.
08:32Grüß Gott.
08:33Schradle, ist gut.
08:35Was ist denn hier los?
08:37Kripo.
08:37Der Flori.
08:39Der ist mit dem Gleitschirm abgestürzt.
08:42Was?
08:45Andi, wenn du das hörst, ruf mich bitte zurück.
08:48Für die.
08:50Ja?
08:52Ah, sind Sie fertig beim Herrn 80er?
08:55Ja, es kam ein Telefonat rein.
08:57Und jetzt wollen Sie zum Herrn Lorenz?
08:59Ist er denn wieder im Haus?
09:00Ich glaube noch nicht.
09:01Äh, stellen Sie es einfach davon ab.
09:02Danke.
09:05Hat er sich denn hier in Rosenheim gut eingelebt?
09:09Bestens, Herr Seitz.
09:10Und Sie kommen auch gut mit ihm aus?
09:13Ganz wunderbar.
09:14Obwohl mir die Freundlichkeiten von der Frau Ortmann manchmal fehlen.
09:19Der Herr Olga Weigl, der hat zusammen mit dem Herrn Riediger die Gleitschirme entwickelt.
09:24Ich verstehe das überhaupt nicht.
09:26Wer hat denn das passieren können?
09:28Wir haben den KS Sunrise, das ist der Name von dem Modell, gestern in der Firma einen
09:33ausführlichen Belastungstest in der Simulation unterzogen.
09:35Die Materialien, die Verarbeitung.
09:37Es hätte der sicherste Gleitschirm werden sollen, der hier am Markt gewesen ist.
09:41Tja, es ist so, es deutet alles auf Sabotage hin.
09:44Einige von den Leiden wurden angeschnitten.
09:46Bitte?
09:47Ja.
09:48Sagen Sie, wie lange waren Sie mit der Überprüfung von dem Schirm beschäftigt?
09:52Einen ganzen Tag.
09:54Das heißt?
09:57Nein, es wird so vier, halb fünf gewesen sein.
10:00Wo wurde der Schirm danach aufbewahrt?
10:03In unserer Werkstatt.
10:05Und da hat ihn heute in der Früh der Herr Riediger abgekalt, bevor er da hergefahren ist.
10:09Nein.
10:10Nicht.
10:11Der war heute vormittag gar nicht in der Firma.
10:13Also er hat zu mir gesagt, dass er gestern Abend noch in der Werkstatt gewesen ist und den Gleitschirm geholtert
10:17hat.
10:17Aha.
10:18Wissen Sie, wissen Sie um welche Uhrzeit?
10:21Auf jeden Fall vor 22 Uhr, weil da schaltet sich die automatische Schließanlage an und niemand kommt mehr in das
10:27Firmengebäude rein.
10:28Ah ja, Schließanlage, dann kann der Schirm eigentlich nur zwischen 17 und 22 Uhr manipuliert worden sein.
10:35Gut, ich schlage vor, wir verschaffen uns jetzt erst einmal einen sauberen Überblick vor Ort.
10:40Ja.
10:40So.
10:41Ja?
10:42Ja, Herr Seitz, tut mir leid, dass er ein bisschen gedauert hat, war aber wichtig, der Anruf.
10:47Ja, Herr Lorenz ist wohl noch nicht von seinem Termin zurück.
10:50Wo ist er denn?
10:52Beim Stadtrat Schulze.
10:54Beim Stadtrat Schulze?
10:57Naja, dann komme ich am Nachmittag nochmal vorbei. Ich muss sowieso kurz in die Werkstatt mit meinem Auto.
11:01Ach, was ist denn mit dir im Auto?
11:03Da rappelt irgendwas im Motorraum, ein ganz seltsames Geräusch.
11:06Ja, da würde ich auch nachschauen lassen.
11:08Genau.
11:09Frau Stockel, falls Herr Lorenz wiederkommt, kann er sich gerne bei mir auf dem Handy melden.
11:14Ja, ich richte Sie, Marius.
11:16Dankeschön. Bis später.
11:17Herr Seitz.
11:20So, so.
11:22Stadtrat Schulze.
11:23Das kann jetzt aber nicht ganz stimmen. Das nehme ich gerade auf einer Tagung in der Musikakademie.
11:28Ja, mir ist jetzt auf die Schnelle nichts Besseres eingefallen.
11:30Nein, ähm, der Herr Lorenz, der, der ist beim Surfen.
11:35Beim Surfen?
11:36Der hat sich Urlaub genommen.
11:38Na bitte nicht schon wieder.
11:39Ja, und der hätte den eigentlich genehmigen lassen müssen beim Herrn Seitz, aber den hat
11:43der ja nicht erreicht, weil der ja auf dem Weg hierher war und Sie wissen ja selber, was
11:47das für ein Überkorrekter ist. Und außerdem kann ja keiner wissen, dass er auch gerade
11:50heute aufschluckt.
11:51Ja, und Sie stehen jetzt da.
11:52Ich versuch doch eh schon die ganze Zeit, den Andi, also den Herrn Lorenz zu erreichen.
12:03Ich hatte ja schon mal einen ganz ähnlichen Fall.
12:05In Hamburg wahrscheinlich, was?
12:07Ja, wieso in Hamburg? In Rosenheim. Da ging es auch immer in Gleitz.
12:11Und, haben wir alles im Griff?
12:12Ich hab alles im Griff.
12:14Die Spursi kümmert sich gleich ums Büro von Riedinger.
12:16Der Götz wartet im Empfangsbereich.
12:18Also, das ist eigentlich kein Empfangsbereich.
12:20Das ist mehr so ein Großraumbüro.
12:22Und dann haben Sie eine kleine Kantine zum selber.
12:24Herr Moor.
12:25Und da geht's weiter.
12:26Danke.
12:31Äh, Aufzug?
12:32Nein.
12:34Bei aller Bescheidenheit darf ich sagen, dass meine Firma Marktführer auf dem Sektor Gleitschirme
12:37und Drachen ist.
12:38Wir haben 30 Mitarbeiter und liefern unsere Produkte sogar bis in die Staaten.
12:41Nicht schlecht, hm?
12:43Ähm, seit wann hat denn der Herr Riedinger als Entwickler bei Ihnen gearbeitet?
12:47Seit zwei Jahren.
12:49Soll ich Ihnen die Personalakte raussuchen lassen?
12:52Gerne.
12:54Herr Götz, wann haben Sie gestern Herrn Riedinger zuletzt gesehen?
12:58Gegen 17 Uhr.
12:59Hier in der Firma.
13:01Nachdem er die letzten Tests am Gleitschirm beendet hat,
13:03war der Herr Riedinger noch auf einem Mitarbeitergespräch bei mir im Büro.
13:06Mhm.
13:07Ich habe ihm angeboten, für die Firma nach Spanien zu gehen.
13:11Und, äh, wie hat er denn da drauf reagiert?
13:13Er hat auf der Stelle zugesagt.
13:15Mhm.
13:16Äh, kann das sein, dass ihm das sein Kollege, der Herr Weigl, übel genommen hat?
13:22Das kann ich mir jetzt nicht vorstellen, weil damit wäre er ja alleiniger Entwickler.
13:27Verstehe.
13:29Und wo waren Sie dann nach dem Gespräch?
13:32Ich bin noch rausgefahren.
13:34Meine Frau und ich hatten gestern Hochzeitstag.
13:37Wir waren mit Freunden im Theater.
13:38Don Carlos.
13:39Ja, das müssen wir überprüfen.
13:41Da, äh, bräuchten wir jetzt dann noch die Namen.
13:45Hä?
13:45Ja, sicher.
13:46Aber davor noch die Personalakte.
13:47Bitte.
13:48Ach.
13:50Lieber Herr Weigl, ich erkläre es Ihnen gern noch einmal.
13:53Langsam und ausführlich.
13:55In diesem Raum wird bis auf Weiteres nichts angerührt.
13:58Was ist denn hier los?
14:00Ach, der Herr Weigl hat eine andere Arbeitsauffassung als wir die Sposse.
14:04Unsinn.
14:04Ich verstehe ja, dass Sie Ihre Arbeit machen müssen, aber ich habe mit der Sache nichts zu tun und ich
14:09muss noch einiges erledigen.
14:11Herr Weigl, das ist der Arbeitsplatz vom Opfer. Sie sitzen ihm gegenüber.
14:15Vorschlag meinerseits.
14:16Wir unterhalten uns jetzt erst einmal und dabei können doch die Kollegen ein bisschen da herinnen.
14:23Der Florian hat es mir gleich nach dem Sprengung und Götz erzählt.
14:26Und das ist Ihnen nicht sauer aufgestoßen.
14:29Ich meine, der Götz, wegen dem Posten in Spanien hätte er ja auch Sie fragen können.
14:36Ah, und deswegen habe ich an Florian gebracht.
14:39Das hat Ihnen also nichts ausgemacht.
14:41Ach, die waren in der Firma sowieso am Absprung.
14:44Ja, wenn der Florian in Spanien gegangen war, dann hätten nicht ihr das Problem gehabt, sondern der Götz.
14:49Sie wollten kündigen.
14:51Warum?
14:54Weil der Chef ein Arschloch ist.
14:57Und ihn mir nicht länger bitten lassen wollte, dass er mit unserem Know-how ist dicke Geld macht.
15:02Wann haben Sie denn die Firma gestern verlassen?
15:05So um Viertel nach Fünfe.
15:08Herr Flori war noch da.
15:09Und die Jessica Hanisch.
15:12Und bevor Sie weiterfragen, ich war danach zu Hause.
15:14Allein.
15:16So, Stusse war fertig.
15:18Ja, was ist denn?
15:20Nein, ich rieche mir aus.
15:21Nein, ich rieche mir aus.
15:22Stopp.
15:23Herr Mohr, wie sieht es mit Ihnen aus?
15:25Also, bei mir schaut es gut aus.
15:27Ich habe Nummer 15 zum Befragen.
15:29Zwei im Lager, einen in der Buchhaltung, einen im Keller.
15:31Ja, Herr Mohr, werden Sie da dabei das Alibü vom Götz überprüfen, ob er mit seiner Frau und diesen Personen
15:39da im Theater war.
15:41Ja, Michi, habe ich notiert.
15:42Ja, ich kümmere mich drum.
15:43Ja, Pfütti, Servus.
15:48Andi, endlich.
15:50Du, was ist denn los? Du hast mich tausendmal angerufen.
15:52Was los ist, der Herr Seitz ist da und möchte dich kennenlernen.
15:56Der Herr Seitz?
15:57Hätte ich einen Termin mit ihm?
15:59Nein, der kommt öfters unangekündigt.
16:02Ach so.
16:03Ja, und hast du ihm gesagt, dass ich mich heute freigenommen habe?
16:06Natürlich nicht, wegen deinem nicht genehmigten Urlaubsantrag da.
16:09Ja, ja, verstehe.
16:11Du setzt dich jetzt sofort in dein Auto und kommst hierher.
16:14Der Herr Seitz kommt nachher nochmal vorbei.
16:16Das fällt mir schwer bei dem blauen Himmel.
16:19Schwing die, verstanden?
16:22Verstanden.
16:32Erster.
16:33Was?
16:34Erster.
16:35Gratuliere.
16:41Der Herr Kommissar.
16:42Der Herr auch nicht.
16:43Kleinen Moment.
16:45Muss ich eben Trainingszeit abspeichern.
16:49Oh Gott.
16:50Wollen Sie beim Radeln, gell?
16:52Ja.
16:53Wollte meine Frau eigentlich gar nicht alleine lassen, aber ich muss mein Wochenpensum schaffen.
16:58Wochenpensum?
16:59Ja, Training.
17:01Triathlon.
17:01Langdistanz.
17:02Langdistanz.
17:05Langdistanz.
17:05Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42 Kilometer Laufen.
17:10Und das in einer Woche?
17:12Nein.
17:13Wenn Sie an die Weltspitze wollen sollten, dann sollten Sie das unter acht Stunden schaffen.
17:20Kommen Sie.
17:25Frau Hanisch, wie gut kannten Sie den Herrn Riedinger?
17:30Na ja, als Assistentin der Entwicklungsabteilung hatte ich ja wie jeden Tag mit ihm zu tun.
17:36Ein angenehmer Kollege.
17:38Mhm.
17:39Der Herr Riedinger ist gestern von Ihrem Chef gefragt worden, ob er die Dependance von Fly Götz in Spanien leiten
17:45will.
17:46Haben Sie vielleicht mitgekriegt, wie der Herr Weigl drauf reagiert hat?
17:50Holger?
17:52Na ja, als Flo es dem Holger gesagt hat, da hat er erst plötzlich ziemlich eilig, das Büro zu verlassen.
17:59Nicht besonders gut gelaunt.
18:00Aha.
18:01Aha.
18:02Ob der Herr Weigl später nochmal zurückgekehrt ist?
18:04Das weiß ich nicht.
18:06Ich hab dann auch Feierabend gemacht.
18:07Das war so um sechs.
18:10So um sechs.
18:11Und dann sind Sie hierher gefahren?
18:13Ja.
18:15Gibt's dafür irgendwelche Zwecke?
18:16Ja, nicht.
18:18Also ich bin so gegen sieben, ne, gegen sieben von meiner Runde am Inn zurückgekommen.
18:23Ich geh da immer laufen.
18:23Bisschen raus aus der Stadt.
18:26Entschuldigen.
18:27Hm, nein, tut mir leid.
18:28Ich war allein unterwegs, hab auch niemanden.
18:32Danach waren wir hier, ich hab Fern gesehen und...
18:34Ich bin früh ins Bett.
18:36Mhm.
18:37Sie haben den Herr Riedinger wohl auch gekannt?
18:40Ja, selbstverständlich.
18:41War ein Kollege meiner Frau.
18:42Und ich hab geschäftlich mit Flygerts zu tun.
18:44Schließlich verkaufe ich seine Schirme in meinem Leben.
18:46Und warum waren Sie da bei diesem Testflug dabei?
18:49Weil ich der Erste sein sollte, der den neuen KS Sunrise exklusiv in seinem Dortiment aufnimmt.
18:57Also das ist schon der Wahnsinn, was sich manche Menschen antun.
19:01Also rein sportmäßig betrachtet.
19:03Langdistanz.
19:04Aha.
19:05Ansichtssache, ne?
19:10Bitte.
19:11Danke.
19:21Hi.
19:22Da bist du ja endlich.
19:23Hat sich der als Einzelmal gemeldet?
19:25Nein, noch nicht.
19:27Ist was?
19:28Andi, ich hab denseits anlügen müssen, ob deinem nicht genehmigten Urlaubstag ist.
19:33Was hast du ihm erzählt?
19:34Dass du einen Termin beim Stadtrat Schulze hast.
19:36Naja, das ist gut.
19:37Wegen der Bürgerbroschüre mit dem Artikel über die Polizeiarbeit.
19:40Den Termin hab ich zwar erst in zwei Tagen, aber auf den Tag kommt's ja nicht an.
19:44Eben doch.
19:45Der Stadtrat Schulze ist auf einer Tagung in der Musikakademie.
19:48Du kannst gar nicht bei ihm gewesen sein, weil der gar nicht da ist.
19:51Ja gut, das muss der Herr Salz ja nicht wissen und er wird das auch nicht erfahren.
19:54Das will ich hoffen.
19:56Ja, das hoff ich auch.
19:58Also deine Nerven möchte ich home.
20:02Erster.
20:04Ja, den haben wir denn da.
20:08Ja, der Herr Salz.
20:11Haben Sie aber wieder Zeit lang gehabt nach uns, was?
20:13Ja, auch.
20:14Herr Stadler.
20:16Hallo.
20:16Grüß Gott.
20:18Herr Hansen.
20:19Na, hallo Herr Salz.
20:20Ja, ich bin hier wegen Ihres neuen Controllers.
20:22Der Herr Lorenz.
20:24Ja, genau.
20:24Sehr netter Kollege von Ihnen, der Andi.
20:26Ah ja, Sie haben also einen positiven Eindruck von Ihnen?
20:29Ja, wir kommen ganz gut mit ihm zurecht, weißt du, Herr Stadler?
20:32Aha.
20:32Sonders unsere Spesenabrechnung, ich weiß.
20:35Wie meinen Sie das jetzt?
20:36Nein, nein, nein, also das war jetzt, der Herr Lorenz ist mindestens genauso korrekt als
20:42wie die Frau Dings, die Ortmann oder Sie.
20:45Ja, ah ja, dann sehr gut.
20:55Ja, wollen Sie da stehen bleiben?
20:58Direkt vor der Parkbank.
21:00Ach so.
21:09Ja, dann werde ich jetzt nur in mein Büro gehen und auf den Herrn Salz warten.
21:12Ist schon recht.
21:13Ja?
21:14Frau Stocke.
21:14Ach, Herr Salz, Herr Salz, Herr Lorenz, Herr Lorenz, Herr Salz.
21:17Ja, freut mich, Sie endlich mal persönlich kennenzulernen.
21:19Ja, endlich, nachdem wir bisher nur telefoniert haben, wir uns heute Morgen leider verpasst
21:23haben.
21:23Ja.
21:24Ah, Herr Salz, wie war es eigentlich in der Werkstatt wegen Ihrem Auto?
21:27Ja, die haben nicht wirklich was gefunden, aber das Klappern ist jetzt weg.
21:30Ja, so ein Glück, gell?
21:32Und wie war Ihr Termin beim Stadtrat Schulze?
21:34Äh, das erzähle ich Ihnen gleich, gehen wir in meinem Büro.
21:37Ja, wirklich gemütlich ist es da ja nicht.
21:39Wie wäre es, wenn wir ins Times Square gehen?
21:41Kennen Sie das schon?
21:42Ja, natürlich, gerne.
21:43Prima.
21:43Wiedersehen, Frau Stockel.
21:44Wiederschauen, Herr Salz.
21:49Wichtig, der Redinger und der Weigl haben während den letzten Monaten versucht, während
21:55ihrer Arbeit für Fly Götz eine eigene Firma aufzubauen.
21:58Sie meinen an.
21:59Wo ist er?
22:01Konzept, Kalkulation, Businessplan, Firmenlogo.
22:05Das hat uns der Weigl ja ganz elegant verschwiegen.
22:09Da würde mich jetzt interessieren, ob der Götz Wind von dieser Sache bekommen hat.
22:13Weil vielleicht hat er ja ein Redinger deswegen den Post in Spanien angeboten.
22:16Oder er hat kurzerhand die Laien des Gleitschirms angeschnitten, um sein Konkurrent loszuwerden.
22:21Möglich.
22:21Herr Mohr, haben Sie mittlerweile das Alibi von Götz schon überprüft?
22:24Ja.
22:25Nein.
22:26Nicht.
22:27Nein.
22:27Ich möchte etwas sagen.
22:29Ja, raus damit.
22:31Redinger wollte die gemeinsame Firma verlassen und hat gestern dem Weigl am Abend diese
22:36E-Mail geschrieben.
22:37Na also.
22:39Hallo Holger.
22:40Da es leider nicht möglich ist, vernünftig mit dir über meinen Austritt aus der Firma zu
22:44reden, werde ich mich in den nächsten Tagen mit meinem Anwalt zusammensetzen, damit
22:47wir möglichst schnell eine finanzielle Lösung finden.
22:51Viele Grüße, Florian.
22:53Und dann, ob der Weigl große Lust gehabt hätte, seinen Fastkompanion auszubezahlen.
22:59Ich?
23:00Ja.
23:00Das war einmal zu Flei Götz.
23:02Es ist ja so.
23:03Moment, interessiert euch nicht, was ich aus der Anrufliste von Florian Riedinger rausgelesen
23:07habe?
23:08Doch, doch.
23:08Spät.
23:09Der hat sehr oft, sehr lange und sehr spät mit der Jessica Hanisch telefoniert.
23:16Ah, mit der Mitarbeiterin bei Flei Götz.
23:19Und Hanischs Ehefrau.
23:20Das könnte bedeuten, dass die vielleicht ein Verhältnis gehabt haben.
23:24Sehr gut kombiniert, Frau Stock.
23:26Ich denke, da besteht noch jede Menge Redebedarf.
23:29Arbeitsteilung?
23:30Ja, dann fahre ich zu Flei Götz mit Ihnen, Herr Mohr.
23:32Und Sie?
23:33Zur Frau Hanisch.
23:41Darf ich?
23:41Nein.
23:42Nein, gerne.
23:44Ja, ähm, ich möchte noch mal betonen, dass ich den Finanzbericht, den Sie letzte Woche
23:49bei mir eingereicht haben, durchaus in Ordnung fand.
23:51Nicht, dass Sie mich falsch verstehen.
23:52Aber Sie hätten ihn gerne so, wie Frau Ortmann immer bemerkt hat.
23:55Ich habe es verstanden.
23:55Ähm, ja, genau.
23:57Oh, ich muss dann auch schon wieder los.
23:59Ähm, ich würde sagen, wir treffen uns morgen früh um acht bei Ihnen im Büro und gehen
24:03die Einzelheiten durch.
24:04Der frühe Vogel.
24:05Fängt den Wurm.
24:06Oder wollen Sie lieber früher?
24:08Früher?
24:08Nein, das ist schon okay.
24:10Gut.
24:10Ähm, Zahlen bitte.
24:12Ja.
24:12Ja, ähm, ich gehe dann gleich ins Hotel und trage alle meine Anmerkungen zusammen.
24:18Dann sind wir morgen früh auch schnell durch.
24:20Ähm, ich habe Sie noch gar nicht nach Ihrem Termin beim Stadtrat Schulze gefragt.
24:25Äh.
24:25Es ging doch sicher um die Bürgerbroschüre, die die Stadt einmal im Jahr herausgibt.
24:29Genau.
24:29Ja, dazu kann ich Ihnen auch noch ein paar Tipps geben.
24:32Super.
24:32So, eine Flasche Wasser macht 6,50 Euro.
24:36Ähm, ja.
24:38Sieben bitte.
24:39Danke.
24:40Hören Sie mir.
24:41Danke.
24:42Bitte das Trinkgeld quittieren.
24:44Selbstverständlich.
24:45Ja, dann würde ich sagen, bis morgen.
24:48Ja.
24:48Um 8 bei Ihnen im Büro.
24:50Um 8.
24:51Bitteschön.
24:51Danke sehr.
24:52Servus, Herr Salz.
24:53Wiedersehen, Herr Kasperl.
24:56So.
24:58Dann geht ja dein Rendezvous im Morgen ganz schön früh weiter.
25:01Oh ja.
25:03Ja.
25:04Ja, genau, Stöckl.
25:06Don Carlos von Schiller.
25:08Ja, genau.
25:10Gastspielstadttehrter Klagenfurt.
25:11Wie lang?
25:135 Stunden.
25:14Ja, um Gottes Willen.
25:16Äh.
25:18Der Riedinger und der Weigl, die wollten zusammen eine eigene Firma aufbauen.
25:23Das ist das erste Mal, dass ich das höre.
25:24Ja, die beiden wollten nicht nur ihr Know-how und ihre Entwicklung, sondern auch sämtliche Kundenkontakte mitnehmen.
25:30Das hätte sehr unangenehm für Sie werden können.
25:33Konkurrenz macht mir keine Angst.
25:34Ich bin jahrelang etabliert.
25:36Ja.
25:36Ja, aber wenn man Sie sozusagen im eigenen Haus heranzüchtet, wird es dann doch etwas unappetitlich.
25:41Der Riedinger, der hat mir gestern zugesagt, dass er für mich, also für die Firma nach Spanien geht.
25:46Von daher kann es mit seiner Absicht, in Konkurrenz zu gehen, nicht verhältlich gewesen sein.
25:53Entschuldigung, das stört gar nicht so, kannst du.
25:55Ja.
25:56So, der Herr Götzberg ist dann wirklich mit seiner Frau und mit Freunden im Theater, Don Carlos, 5 Stunden lang.
26:02Oh Gott, ja.
26:03Ja.
26:04Also, ich muss keinen Schiller.
26:05Nicht?
26:06Ja.
26:06Damit dürfte er trotzdem raus sein.
26:08Ja.
26:14Mein Mann ist im Schwimmbad.
26:15Ah, trainiert er wieder für sein Dings, hm?
26:17Herr Stadler, wie kann ich Ihnen noch weiterhelfen?
26:19Ja, am besten mit der Wahrheit und wir fangen gleich damit an.
26:23Sie hatten ein Verhältnis mit dem Riedinger.
26:27Wie kommen Sie da jetzt drauf?
26:30Die nächtlichen Telefonate mit ihm, die waren doch nicht rein geschäftlicher Natur.
26:35Oft über eine Stunde lang.
26:41Vorhin, als mein Mann dabei war, da konnte ich nicht wirklich offen reden.
26:49Er weiß also nichts davon.
26:53Ja, also nein.
26:55Außerdem, Flo und ich, wir, wir waren lange einfach nur Kollegen, bis das angefangen hat.
27:04Ja, der Herr Harnisch.
27:07Haben Sie den Täter schon gefasst?
27:09Nein, leider noch nicht.
27:11Ich habe bloß ein paar Fragen an Ihre Frau gehabt.
27:12Aber jetzt wünsche ich allseits einen schönen Abend.
27:15Wiederschauen.
27:17Gleichfalls.
27:24Warum haben Sie uns nichts von Ihrer Firma erzählt, die Sie mit Florian Riedinger gründen wollten?
27:28Weil Sie das nicht so geht?
27:30Ihr geht zum Ort, Herr Weigl.
27:32Die haben beide ihr Herzblut investiert.
27:34Dann plötzlich springt ihr Kompagnon ab.
27:36Am nächsten Morgen ist er tot.
27:38Ist das jetzt Ihre neue Variante, oder?
27:40Erst unterstellen Sie mir Neid, weil der Flori die Firmenleitung an Spanienroboten gekriegt hat.
27:44Und jetzt bringen ihn plötzlich um, weil er aus unserer Firma aussteigt.
27:47Sie haben gestern den 17.15 Uhr Feierabend gemacht.
27:50Ja.
27:51Nicht besonders gut gelaunt, wie uns Zeugen berichtet haben.
27:55Danach sind Sie nach Hause gefahren?
28:00Ja, aber nur kurz.
28:03Ich war gestern Abend im Flore noch was essen.
28:05Um zu bereden, wie wir alles regeln.
28:07Essen waren die beiden.
28:09Dann haben Sie uns ja belogen.
28:10Ja, nein, ich habe nicht drohdenkt.
28:14Entschuldigung.
28:15Wo und wann waren Sie mit Herrn Riedinger essen?
28:18In der Alten Linde um halbes Himmel.
28:21Herr Mohr.
28:21Weiß, Alte Linde, 18.30 Uhr, Weigl, Riedinger, überprüfen.
28:28Aufheilig.
28:29Danke.
28:31Ähm, und danach, nach der Alten Linde?
28:34Alte Linde?
28:35Bin ich nochmal hierher, wenn Sie es genau wissen wollen.
28:37So um Achte.
28:38Ich will es genau wissen.
28:39Warum sind Sie nochmal hierher?
28:41Ich habe nur einige Akten holen lassen.
28:44Das heißt, Sie hatten die Möglichkeit, in aller Seelenruhe die Leinen von dem Gleitschirm zu präparieren.
28:48Sieht gar nicht gut aus für Sie.
28:50Was wollen Sie denn da mal da deuten?
28:51Nix.
28:52Was, nix?
28:53Ihr habt da recht.
28:55Aha.
28:56Ja, wie dem auch sei, auf jeden Fall kommen Sie jetzt in Untersuchungshaft.
28:58Sie sind unser Hauptverdächtiger.
29:00Ja?
29:02Herr Mohr?
29:03Ja.
29:09Hat es geschmeckt?
29:11Ja.
29:11Tatjana?
29:12Hallo.
29:12Grüß dich, Joe.
29:13Hey.
29:14Auch auf einen kleinen Feierabendwink hier?
29:16Ja, schön wär's.
29:16Ich hatte gerade meine erste Dienstbesprechung mit Herrn Seitz mit einer Flasche Wasser.
29:20Ja, so ist er derseits.
29:23Du kanntest ihn vorher noch nicht persönlich.
29:25Nee, und unter uns ist er schon ein bisschen anstrengend und kompliziert.
29:28Das war schon mit ihm und Frau Ottmann so.
29:30Das heißt, er schlägt ihr öfter auf?
29:32Sehr zum Wohle.
29:33Danke.
29:34Ja, er kommt ganz gern nochmal unangekündigt.
29:37Wunderbar.
29:38Auf deinen Chef.
29:39Ja.
29:40Jummi, Jummi?
29:41Jummi, Jummi.
29:49Gut, Herr Achtziger, dann komm ich aufs Kommissariat und hol den Ordner mit den Kalkulationen
29:53vom letzten Jahr ab.
29:55Mhm.
29:57Ja, freilich gefallen hat's mir auch, obwohl es schon ganz schön anstrengend war.
30:02Jawohl, bis gleich.
30:04Wiederhören.
30:06Und, Frau Hofer, haben Sie gestern einen erfolgreichen Tag gehabt?
30:09Und wie.
30:10Das gesamte Rosenheimer Kulturangebot wird umgekrempelt, vernetzt und wird dann sogar für
30:16Leute wie Sie interessant.
30:18Aha.
30:18Äh, Frau Hofer, frage ich.
30:21Wussten Sie, dass es auf diesem Planeten Menschen gibt, die zuerst schwimmen, dann Radl fahren
30:26und dann noch laufen?
30:27Äh, Sie meinen einen Triathlon?
30:29Langdistanz.
30:31Frage, seit wann haben Sie's eigentlich mit dem Sport?
30:34Ja, also passiv schon länger.
30:37Zum Sport treiben ist's für nie zu spät, Herr Stadler.
30:40Ja, noch.
30:41Kann ich ja noch eine Weile warten.
30:48Äh, was machen Sie da?
30:50Unseren Arbeitsplatz verschönern.
30:51Die Blumen hab ich grad vom Markt mitgebracht.
30:55Ja, schneller geht die Arbeitszeit davon aber auch nicht rum, gell?
30:57Nein, das ist auch nicht Ziel der Übung.
31:01Grüß Sie, ich die Hand rum.
31:02Morgen.
31:03Morgen.
31:03Ist aber hübsch mit den Blumen.
31:05Finden Sie.
31:06Freilich, die Rosen, den Rosen.
31:10Sechs, der Herr Mohr hat wenigstens einen Sinn für das Schöne.
31:13Hm, ganz bestimmt.
31:16So, das hat grad die KTU vorbeigebracht.
31:18Das ist die Auswertung vom Festnetzanschluss aus dem Büro von der Hanisch.
31:22Danke.
31:23Und, haben Sie schon einen Blick reingeworfen?
31:24Hätt ich das machen sollen?
31:25Ja, unbedingt.
31:26Morgen allerseits.
31:28Morgen.
31:28Morgen, Herr Stadler.
31:30Ja.
31:30Guten Morgen.
31:31Guten Morgen.
31:32Guten Morgen.
31:34Und dann hab ich noch mit dem Restaurant Alte Linde telefoniert, wo der Weigl mit dem Riedinger zum Essen war.
31:39Und?
31:40Naja, der Kellner hat das bestätigt, weil der Riedinger hat mir Kreditkarte bezahlt und der Kellner hat sich den Namen
31:45gemerkt.
31:46Und weiter?
31:47Der Kellner hat auch gesagt, dass der Weigl sich mit dem Riedinger lauthals gestritten hätt und der Weigl irgendwann mal
31:53abgehauen ist.
31:54Hm, dann mal fragen wir den Weigl doch gleich mal dazu. Er hat nämlich hier übernachtet.
31:58Ah, ja.
31:59Ganz liebe Grüße vom Fonzi von der KTU.
32:01Na, grüße zurück.
32:02Gerne.
32:03Hey, diese Fingerabdrücker stammen von der Hausklingel von Riedinger, seiner Wohnung und sind quasi taufrisch.
32:10Aha, und stammen von?
32:11Da war jetzt schon sehr franisch. Gseckt man doch.
32:14Gut, dann fahr ich jetzt noch mal zu franisch.
32:17Wissen Sie, was er Stadler hat? Diesmal komm ich mit, der Herr Weigl läuft uns ja nicht weg.
32:29Du hattest eine Affäre mit dem Riedinger.
32:31Ja. Und das haben Sie nicht gewusst?
32:34Nein.
32:37Sie waren vorgestern nach Feierabend noch beim Herrn Riedinger?
32:40Ja, aber nur ganz kurz.
32:42Mhm.
32:43Was wollten Sie bei ihm?
32:44Ich, ach, der Flori war ja gar nicht da oder hat auf jeden Fall nicht aufgemacht und da bin ich
32:52dann auch ganz schnell nach Hause.
32:55Und Sie, Sie waren beim Laufen?
32:59Meine übliche Runde am Inn, ja.
33:02Und als Sie zurückkamen?
33:04Da war meine Frau schon hier. Habe ich Ihnen alles schon gesagt.
33:07Und Sie beide haben das Haus danach nicht mehr verlassen. Ist das richtig?
33:11Ja.
33:13Herr Schabtecken.
33:15Moin.
33:17Herr Moin, wo es gibt's.
33:18Sie haben das Haus also nicht verlassen?
33:20Ja.
33:21Richtig.
33:22Gut, wir kommen sofort.
33:23Ja.
33:26Gut, das wär's dann fürs Erste. Sie halten Sie sich aber bitte zur Verfügung. Wiedersehen.
33:38Frau Stockel, ich wollte mich kurz verabschieden.
33:40Frau Hofer.
33:42Ja, der Herr Seitz.
33:43Grüß. Grüß Sie. Besuchen Sie uns einmal wieder.
33:46Ja, bin schon seit gestern da, um Herrn Lorenz kennenzulernen und mit ihm den Finanzbericht durchzugehen.
33:51Ja, das haben wir jetzt ja in aller Ausführlichkeit getan.
33:53Ich würde ja so gerne noch einen Kaffee-Tscherl oder einen Kakao mit Ihnen trinken, aber ich muss gleich zu
33:57einer Tagung in die Musikakademie.
33:59Oh, schade.
34:01Aber es geht um ein ganz interessantes Thema. Seit gestern hockt man nämlich mit dem gesamten Stadt- und Kulturrat
34:06zusammen und diskutieren darüber, wie wir die Kultur in Rosenheim noch attraktiver gestalten können.
34:12Mit dem gesamten Stadt- und Kulturrat?
34:15Mhm. Wir haben sogar extra einen Referenten aus München eingeladen. Sie in der Landeshauptstadt haben uns ja einiges voraus.
34:21Ja. Ui. Mein Entschuldigens, aber da muss ich jetzt dran gehen. Hoffentlich sehen wir uns bald einmal wieder. Gell? Servus.
34:27Ich grüße Sie, Herr Professor Eberle. Ja.
34:32Ähm, das verstehe ich jetzt aber nicht. Sie hatten doch gestern einen Termin beim Stadtrat Schulze, oder nicht?
34:40Ey, ja, das habe ich Ihnen noch gar nicht erzählt. Ich stand vor dem Rathaus und die Tür war natürlich
34:45verschlossen, weil alle bei der Tagung in der Musikakademie waren.
34:49Ja. Aha.
34:52Ja, und dann habe ich im Kalender nachgesehen und habe gemerkt, dass ich mich im Datum geirrt habe.
34:59Ja, dann.
35:01Kennen Sie das?
35:04Ja.
35:05Also ein Taschenmesser habe ich auch.
35:07Falsche Weige.
35:09Das ist Ihr Taschenmesser.
35:12Das haben wir in der Stiftablage auf Ihrem Schreibtisch gefunden.
35:16Mhm.
35:16Und an diesem Ihrem Taschenmesser sind Faserspuren gefunden worden.
35:19Von dem Gleitschirm, mit dem der Herr...
35:21Riedinger.
35:22Riedinger abgestürzt ist.
35:26Nein, nein.
35:28Nein, ich habe mit dem Motto im Blut nichts zu tun.
35:31Na wirklich nicht.
35:33Ja gut, aber wir können Sie nochmal in aller Ruhe nachdenken.
35:35Ihre Zelle, die kennen Sie ja schon.
35:37Herr Auer, wenn Sie den Herrn Weigl bitte begleiten wollen.
35:41Gehen wir.
35:47Herr Schachzeiten, der Kant uns wirklich einen Freund, der in dem, dass er Sie mit seinem Geständnis ein bisschen beeilt.
35:51Gute Magen, oder, Herr Stadler?
35:53Und wie?
35:53Ja, der wird mir ein bisschen weiter knurren müssen, Herr Stadler.
35:56Weil, das sind die ersten Auswertungen vom Telefonanschluss von der Frau Hanisch, und zwar auf Ihrem Arbeitsplatz.
36:04Vorgestern, zwischen 17.02 Uhr und 17.29 Uhr, hat sie mit mehreren Maklern telefoniert,
36:10die sich auf Immobilien in Spanien spezialisiert haben.
36:13Dann werden wir da mal die Uhr rufen müssen, he?
36:15Ja, und Sie, Herr Mo, holen uns bitte mal die Frau Hanisch ins Präsidium.
36:17Ja, ist recht.
36:18Schönen Dank, kommen Sie gut zurück nach München.
36:20Danke, und wenn Sie noch irgendwelche Fragen haben?
36:22Dann rufe ich Sie an, ich weiß, wer.
36:24Meine Herren, Servus.
36:27Ah, Herr Seitz, Sie verlassen uns wieder?
36:30Leider ja, vorerst, ja.
36:31Begleiten Sie mich ein Stück nach draußen, ich muss noch in die Musikakademie.
36:34Gerne.
36:35Also dann, wiedersehen.
36:37Auf Wiederschauen, die Damen.
36:38Wiederschauen, Herr Seitz.
36:39Tschüss.
36:50Ja, der Herr Seitz ist schon ein komischer Vogel, ne?
36:52Der Herr Seitz?
36:54Na, das ist ja ganz ein Netter.
36:56Kann ich mir die eben ausleihen?
36:57Was meine Blumen...
36:59Ist ein Notfall, ich revanchiere mich.
37:01Also der leistet sich Sachen?
37:03Wieso, er hat doch gesagt, dass es sich revanchiert.
37:06Vielleicht, wer es klappt.
37:09Ja, äh, nee, der Herr Lorenz macht seine Arbeit durchaus gut.
37:12Schön.
37:13Im Organisatorischen ist er zwar nicht mit Frau Ortmann zu vergleichen.
37:16Inwiefern?
37:17Na ja, äh, was zum Beispiel den Halbjahresbericht angeht, da gab es noch einige Änderungen,
37:21die ich vornehmen musste.
37:22Und, äh, gestern war er beim Stadtrat Schulze, obwohl der Termin erst morgen ist.
37:26Ach so?
37:27Ja, das, äh, sind natürlich unnötige Wege, die er fährt und somit auch Zeit, die er verliert.
37:31Aber ich bin sicher, das war nur eine Ausnahme.
37:34Ja, trotzdem werde ich ein Auge darauf haben, dass die Arbeit hier in Rosenheim nach wie vor reibungslos
37:39abbleibt.
37:40Aha, das heißt, wir werden Sie in Zukunft öfter bei uns begrüßen dürfen.
37:43Das könnte durchaus passieren.
37:45Schön.
37:45Auf Wiedersehen, H80er.
37:47Widerschaft, Herr Seitz.
37:48Ja.
37:52Äh, Tiefgarage.
37:57Andi, es ist ja gerade noch mal gut gegangen mit dir und dem Herrn Seitz.
38:01Ja, deswegen wollte ich mich bei dir bedanken, dass du mich nicht verpfiffen machst.
38:04Oh, die sind aber schön, wussten, diese Schnee her.
38:08Tja.
38:09Äh, aber nicht, dass das Usus wird mit dem Urlaub und der Surferei, gell?
38:14Das stimmt nicht.
38:16Und, was machen wir jetzt mit dem Urlaubsantrag?
38:21Den, äh, den.
38:27Und das ist wirklich in Hamburg passiert?
38:29Ja, ist schon lange her.
38:31Ich verstehe überhaupt nicht, was Sie jetzt noch von meiner Frau wollen.
38:34Tobias, beruhig dich doch, ist alles gut.
38:35Nein.
38:36Wir wollen noch kurz mit ihr sprechen, hä?
38:38Und Sie warten jetzt, bitteschön, draußen, Herr Mohr.
38:40Ja.
38:41Dankeschön.
38:41Herr Ahnes, bitte.
38:42Frau Ahnes, setzen Sie sich doch bitte.
38:44Bis gleich.
38:46Ja.
38:47Ach.
38:48Wir wissen, wen Sie da vorgestern von Ihrem Büroanschluss aus zwischen 17 Uhr und 17.30 Uhr angerufen haben.
38:54Und zwar einen Makler, der auf Immobilien in Spanien spezialisiert ist.
38:59Da schauen Sie mal, wo es uns der geschickt hat.
39:02Eine Vierzimmerwohnung in Barcelona, romantisch gelegen.
39:05Wäre schon verlockend gewesen, mit dem Herrn Riedinger dahin zu ziehen.
39:09Ich wäre sofort mit dem Flory von hier weggegangen.
39:13Und als er von Herrn Götz das Angebot bekommen hat, da habe ich halt angefangen zu träumen.
39:19Ist das verboten?
39:21Überhaupt nicht.
39:22Was hat denn der Herr Riedinger von Ihrer Träumerei gehalten?
39:25Er hat sich darauf gefreut, mit mir zusammen zu sein.
39:31Frau Stockel.
39:33Ah.
39:36Ja.
39:37Entschuldigung.
39:38Entschuldigung.
39:43Aha.
39:45Gut.
39:45Danke, Frau Stockel.
39:49Sie haben um 17.37 Uhr vorgestern den Scheidungsanwalt Dr. Gabriel angerufen, um Ihre Scheidung in die Wege zu leiten,
39:57richtig?
39:57Ja.
39:59Ich habe aber nur seinen Anrufbeantworter erreicht.
40:02Danach bin ich dann zu Flory gefahren.
40:05Aber der war ja unterwegs.
40:07Aha.
40:08Unsere liebe Frau Stockel hat gerade mit dem Anwalt telefoniert.
40:11Und er hat sie vorgestern zurückgerufen, aber unter Ihrer Privatnummer.
40:15Und da hat er ihren Mann am Telefon gehabt.
40:20Frau Krasseger, keine Revanche.
40:24Nein, sind die schön.
40:29Sie haben bestimmt gedacht, ich vergesse es.
40:32Ich?
40:33Niemals.
40:35Nein.
40:36Vielen Dank.
40:37Ich danke Ihnen fürs Aushilfen.
40:40Ich danke Ihnen fürs Aushilfen.
40:40Gern geschehen.
40:44Warum haben Sie uns nicht erzählt, dass der Anwalt bei Ihnen zu Hause angerufen hat?
40:48Ich konnte ja nicht wissen, dass das für Sie von Interesse sein kann.
40:50Ach so.
40:52Danach sind Sie joggen gegangen.
40:55Zum Abreagieren.
40:56Wieso zum Abreagieren?
41:00Herr Hannisch, Sie sind im Internet Mitglied der Trainingsgruppe Rosenheimer Triathleten unter dem Benutzernamen Fast Tobi.
41:10Auf der Seite veröffentlichen die Mitglieder ihre Trainingszeiten und Strecken und GPS-Daten in einer geschlossenen Gruppe.
41:17Und vorgestern Abend ist laut diesen Koordinaten der Fast Tobi, nicht wie er uns gesagt hat, am Inn entlang gelaufen,
41:27sondern in die entgegengesetzte Richtung.
41:29Zur Firma Flygötz.
41:32Wollen Sie dazu etwas sagen?
41:36Was glauben Sie, wie ich mich gefühlt habe?
41:39Da ruft dieser Anwalt an, dieser Dr. Gabriel, und wir mit meiner Frau sprechen.
41:44Wusste ich gleich, was los ist.
41:47Was macht Ihnen los?
41:49Wissen Sie nicht so.
41:51Anwaltskanzlei Dr. Gabriel und Partner.
41:53Die Adresse für Scheidungsrecht.
41:56Von einem wenigen Redinger lasse ich mir meine Ehe nicht kaputt machen.
42:00Dann, Herr Harnisch, sind Sie vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts Florian Riedinger ermordet zu haben.
42:07Manfred?
42:08Komm, Mann.
42:16Mittagspause.
42:18Feierabend.
42:18Nein, Protokollschreiben.
42:20Wer schreibt?
42:20Wer schreibt?
42:20Wer schreibt?
42:20Wer schreibt?