- vor 1 Woche
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:44Ja, ist gut, ich riech's aus. Ja, überhaupt kein Problem. Wiederhören.
00:48Frau Stöckert, hat sich die Frau Kleinfeld schon gemeldet?
00:51Die Musikpädagogin? Ja, die hat zwar vorher noch einen Termin, aber die wird's wohl schaffen.
00:55Gut, weißt du, Frau Hofer Bescheid?
00:56Mit der Frau Hofer habe ich gerade telefoniert. Auch die hat's ein bisschen stressig, aber auch sie wird's schaffen. Also
01:00das passt dann schon.
01:01Wunderbar, dann passt's ja.
01:02Die Kripo-Hosenheim Apparat Stöckert, grüß Gott.
01:05Ja.
01:06Wo?
01:08Aha. Ja, bitte bleiben Sie ganz ruhig, fassen Sie nichts an, wir kommen.
01:13Die Herrschaft, das kannst du doch nicht geben.
01:16Was kannst du nicht geben, Schwesterlein?
01:18Dass ich meinen Autoschlüssel gerade in der Hand gehabt habe und jetzt find ich ihn schon wieder nicht mehr zu
01:22fix.
01:23In deiner Handtasche.
01:25Habe ich schon zweimal nachgeschaut, Scheid, Haferl.
01:27Hallo, guten Tag, wir sind bekanntlich drei.
01:29Nein, nicht wegen.
01:33Oh, manchmal glaubst du's einfach nicht.
01:36So.
01:38Die schehen immer wieder erstaunliche Dinge, gut?
01:41Was hast du, dass du denn da einlegst?
01:43Weil ich spät dran bin, zuerst muss ich wegen irgendwelcher Terminprobleme in die Musikakademie,
01:48dann auf Bank, dann bin ich beim 80er und einkaufen muss ich auch noch.
01:51Das ist lieb von dir, Schwesterlein, aber was machst du schon wieder beim 80er?
01:54Ach, wir haben eine Besprechung mit einer Gesangspädagogin.
01:57Aha, lernt ihr euch das singen?
01:59Geh, krampf, die wollen wir für einen von unseren Sommerworkshops engagieren.
02:02Und du, bevor du weiterbleibt daher jetzt, hast du da gar keinen Dienst?
02:05Freilich hab ich ja keinen Dienst da.
02:06Ja, geht's schon los?
02:09Ja, bitte, Schwesterlein.
02:11Geh, spinnst du?
02:13Na, Frau Stockler.
02:15Ja, wunderbar, und wo?
02:18Und freilich weiß ich, wo das ist, ich bin ja nicht der Hansen.
02:20Apropos, haben Sie dich angerufen?
02:22Na, dann wird's aber Zeit.
02:24Ja, ich mach's gleich.
02:25Ja, wiederhören.
02:28Also, wenn ich mich hier nicht um alles kümmern würde.
02:32Herr Hansen, grüße Sie, Stockler am Apparat.
02:34Ich hoffe, Sie haben schon gefrühstückt.
02:36Ja, hab ich, im Times Square.
02:38Aha, wohin soll ich?
02:40Die Gustastraße 7, okay.
02:42Dann bin ich ja locker vor Herrn Hofer dort.
02:44Bis später.
02:48Oh, nee.
02:49Was ist denn das jetzt für eine Schweinerei?
02:51Hä?
02:54Na, servus.
02:56Was ist denn das passiert?
02:57Wir wollten offenbar jemanden nahe kommen.
03:00Dieser jemand hat sich aber nicht besonders geschickt angestellt.
03:03Wenigstens hat er einen Zettel mit seiner Telefonnummer hinterlassen.
03:07Leider hab ich ihr Auto beschädigt.
03:09Bitte um Kontaktaufnahme.
03:11Ist die Klaue hier in Ziffern, die Unterschrift?
03:13Na, das kann keiner wissen.
03:16Hauptsache, du hast die Telefonnummer.
03:18Ja, bloß sagt der Anbieter gerade, dass er die Nummer nicht kennt.
03:21Dann hat dieser Bandite die falsche Telefonnummer abgeschickt.
03:24Ja, wahrscheinlich, um eventuellen Beobachtern was vorzumachen.
03:27Das ist ein klarer Fall von Fahrerflucht.
03:28Zum Glück bist du bei der Polizei.
03:30Ja.
03:32Hast du Vollkasko-Versicherung?
03:34Ne, leider nicht.
03:36Dann drücke ich dir die Daumen.
03:38Danke, Joe.
03:42Wir reden wochenlang darüber.
03:45Ich weiß nicht, dass wir auch schon etwas diskutieren haben.
03:47Aber es hilft nichts.
03:48Du bist nicht...
03:49Nein, Frau Stockel, Vollkasko-Versichert bin ich eben nicht.
03:53Deswegen wäre es umso wichtiger,
03:54dass Sie die Anzeige für mich in die Wege leiten.
03:57Ja?
03:57Gut, danke. Bis später.
03:59Guten Morgen, Herr Hansen. Auch schon da.
04:01Ja, aber Herr Hansen ist leider nicht zu scherzen aufgelegt.
04:04Wie ist dem Herrn Hansen etwas über die Nebel gelaufen?
04:06Dem Hansen ist eher etwas über das Autoblech gelaufen.
04:08Schon sich das an.
04:09Aber wie ein Laus war das nicht?
04:11Kleinere Wurzeln.
04:13Ja, und dazu noch einer, die eine Handynummer hinterlassen hat,
04:16unter der sie nicht erreichbar ist.
04:17Ja, eine Blöde kriegt.
04:18Tja.
04:19Aber bei der Frau Eidenberger war es noch blöder.
04:22Die haben sie ermordet.
04:23Noch nicht alt.
04:24Die Arme.
04:26Familienstand?
04:27Na ja, die Putzfrau sagt, also die Reinigungsdame sagt verheiratet,
04:31aber seit zwei Monaten von ihrem Mann getrennt.
04:35Kinder hat es auch gemeint.
04:36Weiß ihr Mann bereits Bescheid?
04:39Schauen Sie, das ist ein Taxifahrer, der fährt Taxi.
04:42Woher wissen Sie das?
04:43Taxizentral.
04:44Und dann fährt er wahrscheinlich wieder zu seinem Lieblingsstandort am Max-Josef-Platz.
04:48Na fein, da können wir ihn ja nachher dort besuchen.
04:50Ja?
04:50Ja, und ihr Mordete, was hat die beruflich gemacht?
04:53Die war Teamleiterin im Callcenter Kontakt Plus.
04:58Kontakt Plus?
04:59Was verkaufen denn die?
05:01Schmuck und Haushaltsartikel.
05:02Sehr schönes ab.
05:03Ja, sehr schön.
05:04Hat die Spurensicherung schon irgendwas gefunden?
05:06Ja, ihr Notebook.
05:08Der Fonse knackt gerade das Passwort.
05:10Gut.
05:11Gibt es sonst noch was?
05:12Ja.
05:13Schaut sie mal her.
05:14Gehst du ein bisschen weg.
05:16Keine Einbruchspuren.
05:17Da schon, ja.
05:19Das heißt, entweder hat der Täter einen Schlüssel gehabt.
05:21Oder die Frau Eidenberger hat ihn gekannt und in die Wohnung reingelassen.
05:24Genau.
05:25Ja.
05:25Wer hat die Leiche entdeckt?
05:26Die Frau Fraugner.
05:27Wer ist das denn?
05:28Das ist diese Reinigungsdame.
05:30Die putzt einmal die Woche hier.
05:32Und die hat mir einfach gesagt, dass die Frau Eidenberger in der letzten Zeit ausgesprochen
05:37oft gereizt gewesen ist.
05:38Auch krantig.
05:39Und wieso?
05:41Nein.
05:41Stress im Beruf.
05:42Stress mit dem Mann.
05:43Der hat es doch bis heute nicht verkauft, hat er seine Frau vor zwei Monaten aus einem
05:47wunderschönen gemeinsamen Reihenhaus in die Wohnung gezogen ist.
05:50Der wollte, dass seine Frau wieder zu ihm zurückkehrt.
05:53Heilig, der glaubt, die Ehe ist noch zu ketten.
05:55Er hat die alleine gelebt?
05:56Ja, und gelegentlich hat er ein Herr dabei Gesellschaft geleistet.
06:00Und woher wissen wir das?
06:01Wiederum von der Frau Fraugner.
06:03Warum?
06:03Ja, warum?
06:04Weil sie bereits zweimal Badstoppen im Waschbecken entdeckt hat.
06:07Von einem Mann.
06:08Und die waren sicher nicht vom Herrn Eidenberger.
06:11Vielleicht von einem Arbeitskollegen, der etwas mehr war als nur ein Kollege.
06:14Wirklich?
06:15Für mich und wir bräuchten dann von der Frau Stocken nach Informationen über dieses
06:18Callcenter.
06:19Ich werde Sie davon überzeugen.
06:24Ganz genau, eine Anzeige gegen Unbekannt.
06:26Ja, für den Kollegen Hansen.
06:29Wie, Sie haben das Auto immer noch mit Hamburger Kennzeichen bei Ihnen im Computer gespeichert?
06:35Ja, der müsste aber sein Auto schon längst umgemeldet haben.
06:39Aha.
06:41Ja, gut, ist recht, ich frage nochmal nach.
06:43Ja, ich melde mich wieder.
06:44Wiederhören.
06:46Sie sind mit dem Auto von Herrn Hansen beschäftigt?
06:48Steuern Sie einer Vorfrau, Artmann, dem ist heute in der Früh ein Auto reingerauscht.
06:52Oh.
06:53Ihm ist aber doch hoffentlich nichts passiert.
06:55Zum Glück nicht.
06:56Gott sei Dank.
06:58Und, äh, der Verursacher?
07:01Ja, das ist ja gerade das Dilemma.
07:02Der hat ja mal eine falsche Handynummer gegeben.
07:04Dann kann man nur hoffen, dass Herr Hansen vollkaskoversichert ist.
07:06Ja, das ist er leider nicht.
07:08Aber wie ist denn das?
07:10Zahlt da die Versicherung vom Arbeitgeber nichts?
07:12Doch, das kann schon sein.
07:14Weil Herr Hansen war ja sicher auf dem Weg zur Arbeit.
07:16Ja, ganz genau.
07:17Er war zwar mit dem Privatauto unterwegs, aber Dienst ist ja bekanntlich Dienst.
07:20Ja, dann ist es immer etwas kompliziert.
07:22Aber ich werde mich mal kundig machen.
07:24Obwohl sich bei mir die Arbeit stapelt.
07:26Frau Ortmann, für den Herrn Hansen.
07:35Guten Morgen, Frau Dr. Eckstein.
07:38Guten Morgen, zusammen.
07:38Schönen guten Morgen, Frau Doktor.
07:40Haui.
07:41Ai, ai, ai.
07:42Was haben wir denn hier?
07:45Meine Herren, das hier sind typische Würgemerkmale.
07:49So, eine lübsche junge Frau.
07:51Ja.
07:52Und da braucht man ja eigentlich ein bisschen Kraft dazu, oder?
07:54Richtig, Herr Hofer.
07:55So wie ich das sehe, hat der Täter seinen Opfer mit beiden Händen gepackt und mit sehr
07:59viel Kraft zugedrückt.
08:00Also ein Mord im Affekt wäre möglich.
08:02Es gibt eine ganze Menge Wut dabei.
08:04Ja, sehr wahrscheinlich.
08:06Könnte das auch eine Frau gewesen sein?
08:08Also wenn, dann eine mit sehr viel Wut und sehr viel Kraft.
08:11Also ich denke jetzt an eine normal gebaute Frau, keine Kugelstoßerin.
08:15Also ich kann's nicht.
08:16Und das Opfer hat sich offenbar noch gewehrt, hm?
08:19Sieht so aus.
08:20Aber genau das kann ich Ihnen erst nach der Objektion sagen.
08:23Aber über den Todeszeitpunkt kann ich uns bestimmt schon was sagen.
08:25Das kann ich.
08:26Gestern Abend zwischen 22 und 23 Uhr.
08:29So, danke, Frau Doktor.
08:31Ich danke.
08:32Danke.
08:32Wiederschauen.
08:33Auf Wiederschauen.
08:34Frau Stockel, was gibt's?
08:37Ja.
08:38Ja, da haben die Kollegen leider recht.
08:40Ich hab mein Auto leider immer noch nicht auf die Rosenheimer Wohnadresse umgemerdet.
08:43Was?
08:44Herrschaftszeiten, Herr Hansen, das gibt's doch nicht.
08:45Ja, doch, das gibt's.
08:46Ich hab's zwar immer vorgehabt, aber...
08:48Aber, aber, aber, warum haben Sie das nicht gemacht?
08:50Warum?
08:51Also erst mal musste ich meinen Umzug nach Rosenheim organisieren
08:53und dann hab ich's ehrlich gesagt fünf Jahre lang vergessen.
08:56Aha, vergessen.
08:58Ja, da bin ich jetzt gespannt, was die Kollegen vom Straßenverkehrsamt dazu sagen.
09:01Wiederhören.
09:01Frau Stockel, also...
09:04So ein Schlamper.
09:05Ah, ist das das Handy der Toten, Herr Mohr?
09:07Ja, ja, der Herr Eidenberger.
09:10Der Mann von der Frau Eidenberger, der Taxifahrer,
09:12der hat heute zweimal versucht, sich zu erreichen, hat aber nix draufgerät.
09:15Aber das ist doch bestimmt nicht der Einzige, der sich heute bei ihr gemeldet hat.
09:18Nein, da ist auch noch drauf ein gewisser Rainer Haubner.
09:21Das ist wahrscheinlich der von dem Callcenter.
09:24Und der hat schon was draufgerät.
09:25Der hat gesagt, wo bleibst du denn?
09:26In der Arbeit geht alles drunter und drüber.
09:28Also eindeutig per Du.
09:30Ja, das soll ja unter Kollegen manchmal vorkommen, gell?
09:33Ja, sowas gibt's.
09:34Aber die Eidenberger und der Haubner, die haben sich auch sonst recht gut verstanden.
09:39Die haben so oft miteinander telefoniert.
09:41Gestern dreimal.
09:42Am Wochenende viermal.
09:43Am Wochenende?
09:44Ja.
09:44Du, Micha, wir bräuchten Informationen über diesen Herrn Haubner.
09:49Ob der Mann von der Toten diesen Herrn Haubner kennt?
09:51Das kann ich besser sagen.
09:53Die Zentrale hat angerufen und der Herr Eidenberger ist wieder am Taxistand am Max-Josef-Platz.
09:57Sehr gut.
09:59Äh, Autonummer, Automarke, wer möchte?
10:02Perfekt, nehm ich.
10:03Ich würd sagen, wir fahren mit meinem Wagen, lassen ihn stehen, dann fahr ich nachher wieder vorbei.
10:07Na, das nicht, ey.
10:08Okay, sag ich doch.
10:10Äh, Michi?
10:10Ja?
10:11Was ist mit dem Nachbarn des Mordopfers?
10:13Äh, nichts Gescheites, zwei hab ich noch.
10:15Was?
10:16Nachbarn.
10:17Also, ja, auf geht's.
10:18Ich bin ja schon weh.
10:19Ja, tut.
10:23Herr Reinhardt.
10:25Frau Stockel.
10:26Der Achtziger.
10:28Äh, die Frau Kleinfeld hat angerufen, die Musikpädagogin, und hat gemeint, dass sie sich ein paar Takte verspäten wird.
10:34Das fangt ja gut an.
10:36Dabei hat's extra noch heute in der Früh angerufen und gesagt, sie soll auf jeden Fall pünktlich kommen.
10:40Mai wird halt was Unvorhergesehenes dazwischenkommen sein, und dadurch haben sich die Nachfolgetermine verschoben.
10:45Ja, äh, weiß die Frau Hofer Bescheid?
10:47Die Frau Hofer weiß Bescheid, und die kommt pünktlich.
10:50Sie hätt nämlich noch was mit Ihnen wegen der Musikakademie zu besprechen.
10:53Okay.
10:54Was denn?
10:55Das weiß ich nicht.
10:56Ja, dann werd ich mich halt überraschen lassen.
10:58Danke, Frau Stockel.
10:59Bitte.
11:00Bitte.
11:02Bitte.
11:03Bitte.
11:21Grüß Gott, Herr Eidenberger.
11:24Herr Eidenberger, kennen wir uns?
11:26Wo soll ich denn hingehen?
11:27Nirgendwo hin.
11:28Hofer, Kripp, Rosenheim.
11:29Das ist mein Kollege Hansen.
11:31Klach.
11:32Kriminalpolizei.
11:33Sie wüssten nicht, was ich verbrochen hätte.
11:35Es geht um Ihre Frau, Herr Eidenberger.
11:37Wir haben leider eine traurige Nachricht für Sie.
11:40Ganz genau.
11:41Der Hansen muss sein Auto ummelden.
11:43Ja, und das geht gleich morgen in der Früh.
11:45Super.
11:45Und er muss auch nicht anstehen?
11:48Perfekt.
11:49Ich bedanke mich.
11:50Ja, wiederhören.
11:52Stockel, Christ.
11:53Grüß dich, Michi.
11:54Stockel, kleine Frage.
11:55Möchtest du vielleicht einen ganz frischen Bienenstich?
11:59Und der ist extra für mich?
12:01Ja, der soll dich stärken bei der Recherche.
12:04Aha.
12:05Und der ist nicht nur aus reiner Nettigkeit.
12:10Doch.
12:11Und aus reiner Nettigkeit schaust du dann bitte im Internet die Firma Kontakt Plus an.
12:18Die betreiben ein eigenes Call Center.
12:22Und da ist ein Angestellter, der Herr Hauptner.
12:25Und da brauchst du Infos.
12:26Schnell.
12:28Aber vorher muss ich mich stärken.
12:30Bitte.
12:35Und, wie ist denn der Binnenstich?
12:38Bestechend.
12:40Das ist ja entsetzlich.
12:42Wer macht denn sowas?
12:43Ich hab gedacht, dass wir da vielleicht von Ihnen ein bisschen was erfahren.
12:45Nicht wirklich.
12:46Die Carola und ich, wir leben seit zwei Monaten getrennt.
12:50Es ist aber nur vorübergehend.
12:52Aha.
12:53Sagen Sie, was war denn der Grund für die Trennung in die Frankreich?
12:56Vor allem ihr beschissener Job.
12:58In diesem Call Center, Kontakt Plus.
13:00Ja, genau.
13:02Wir sind da dort die reinsten Sklaventreiber.
13:05Da geht's nur noch ums Tempo und um Zahlen.
13:08Die machen einen irren Druck.
13:10Und das war auch privat zu spüren?
13:12Ja, freilich.
13:13Ein falsches Wort und die Carola war auf 180.
13:16Zum Schluss haben wir bloß noch gestritten.
13:18Und Ihre Frau hat trotzdem nie dran gedacht, den Job zu wechseln?
13:21Im Gegenteil.
13:22Die hat's auch gerade gern gehabt, wenn's so richtig stressig war.
13:24Dafür hat sie sich über meine Dienstzeiten beim Taxifahren aufgeregt.
13:27Ich fahr meistens in der Nacht.
13:29Dann haben Sie beiden ja nicht gerade viel gemeinsame Zeit verbringen können.
13:32So ist es.
13:33Das hat es bestimmt nicht leichter gemacht.
13:35Wann haben Sie Ihre Frau zum letzten Mal gesehen?
13:37Vor zwei Wochen.
13:38Ich hab von Ihrer Arbeit auf Sie gewartet, weil ich mit ihr reden wollte.
13:41Aber sie, sie hat mich einfach stehen lassen.
13:44Entschuldigung.
13:45Frau Stockerl, was gibt's?
13:47Aha.
13:48Ja.
13:49Ja, super.
13:50Super ist es nur dann, wenn Sie auch wirklich morgen mit dem neuen Nummernschild hier ankommen, Herr Hansen.
13:55Ja?
13:55Ich verlass mich auf Sie.
13:57Gut, wiederhören.
13:59Drüß Sie, Frau Stockerl.
14:00Ah, Frau Hofer, Sie werden schon sehnsüchtigst erwartet.
14:02Und die Frau Kleinfeld?
14:04Die muss jeden Moment hier antanzen.
14:05Passt, ich muss eh noch mit Herrn Achtziger was Terminliches besprechen.
14:08Ist recht.
14:09So.
14:11Auch wenn Sie mit Ihrer Frau nicht mehr zusammen waren, wissen Sie doch bestimmt, ob Sie zum Beispiel mit jemandem
14:15Ärger gehabt hat.
14:17Also wenn, dann mit Ihrem Chef, dem Hauptner.
14:19Im Callcenter.
14:20Ja, genau.
14:22Das ist ein Lackarsch-Sondergleichen.
14:25Und seine Mitarbeiter behandelt er wie den letzten Dreck.
14:28Ja, aber Ihre Frau ist mit Herrn Hauptner in regelmäßigen Kontakt gestanden.
14:31Ja, könnte sogar sein, dass dieser Kontakt über das Berufliche weit hinausgegangen ist.
14:35Die haben auch am Wochenende miteinander telefoniert.
14:38Ja, der hat halt bei ihr Pluspunkte gehabt, weil er sich zur Teamleiterin befördert hat.
14:42Das war aber auch schon alles.
14:43Also es kann nicht sein, dass da sonst noch was gelaufen ist?
14:46Sein kann alles.
14:48Aber, nein, nicht mit dem Hauptner.
14:51Ja?
14:51Obwohl die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Frau nicht gerade zum Besten stand?
14:55Nicht mehr zum Besten.
14:56Mei, man lebt sich eben auseinander.
14:58Aber das hätte alles wieder werden können.
15:01Herr Eidenberger, sagen Sie, wo waren Sie gestern Abend zwischen, sagen wir mal, 22 und 23 Uhr?
15:06Können Sie mir unterstellen, dass ich meine Frau umbracht habe?
15:08Wir wollen Ihnen gar nichts unterstellen. Das sind reine Routinefragen.
15:11Ja, ich war im Taxi bei der Arbeit. Bis Mitternacht. Gestern war ganz schön viel los.
15:17Wo waren Sie das unterwegs?
15:18Das waren alles Fahrten in der Innenstadt.
15:21Diese Fahrten, die werden doch aufgezeichnet, oder?
15:23Ja, ja. Die gehen über GPS in die Funktaxizentrale. Dort wird alles gespeichert.
15:28Ja gut, das werden wir dann überprüfen.
15:30Machen Sie das. Mir ist nur wichtig, dass Sie das Schwein erwischen.
15:34Machen wir.
15:34Bitteschön. Willst du auch einen Kaffee?
15:36Gerne.
15:37Zwei Kaffeebittchen. Michi, was gibt's?
15:40Du, kein wenig. Ich hab jetzt noch mit zwei Nachbarn von der Frau Eidenberger gesprochen.
15:44Und hat irgendwer was bemerkt?
15:45Ja, ein bisschen eine ältere Dame, die über der Frau Eidenberger wohnt, die Frau Hirnbichler.
15:51Und die hat gesagt, dass ich gestern Nacht von unten eine Stimme gehört habe. Eindeutig männlich.
15:57Von wem war diese männliche Stimme?
15:58Nee, so gut hört es halt auch nicht mit der Frau Hirnbichler.
16:01Aber es muss ziemlich sicher gegen 21.45 Uhr gewesen sein, weil da war nämlich Ihre Lieblingssendung zu Ende im
16:08Radio.
16:09Der Michi, ich weiß noch, was ist. Wir sind jetzt dann in dem Callcenter, in dem die Tote gearbeitet hat.
16:13Darf ich?
16:15Danke.
16:16Hallo Herr Mohr.
16:17Ja, da Herr Hansen.
16:18Das Wichtigste, rufen Sie doch bitte die Taxizitrale von Markus Eidenberger an. Wir bräuchten die Daten von seinen Taxifahrten von
16:23gestern Nacht.
16:24Jawohl.
16:25Jetzt wäre ich Ihnen gekommen.
16:29Und warum?
16:30Was, warum?
16:31Ja, warum soll jetzt der Gesangswerkstatt um drei Wochen vorverlegt werden?
16:35Weil das Sekretariat den Raum zum ursprünglichen Termin irrtümlich zweimal vergeben hat. Blöd.
16:40Und bemerkt haben Sie das erst heute früh.
16:42Da hat die Frau Keinfeld sich den Termin extra freigehalten.
16:45Ja, sehr peinlich, peinlich. Aber was soll man machen?
16:49Ich kann nur hoffen, dass sie dann auch Zeit hat.
16:51Falls sie heute überhaupt so kommt.
16:53Milchzucker?
16:54Äh, Milch.
16:55Da schauen wir einfach mal.
16:57Der Bayer zum Telefon einen total akkuraten und verlässlichen Eindruck gemacht.
17:01Ich mach das. Mit Ihren Qualifikationen können Sie für unseren Sommerworkshop, danke, wirklich die Idealbesetzung sein.
17:07Ja, sicher.
17:08Und als aktive Sängerin bringt die Kleinfeld auch jede Menge praktische Erfahrungen mit.
17:13Ihr Konzert in München mit den französischen Chansons hat wirklich also ganz, ganz gute Kritiken direkt.
17:19Mhm. Schön.
17:33Hallo, Frau Stockl.
17:34Ähm, haben Sie schon was über das Callcenter rausfinden können?
17:37Also, der geschäftsführende Gesellschafter heißt Rainer Haubner.
17:42Rainer Haubner. Aha. Und die anderen Gesellschafter, kennen wir die auch?
17:45Da gibt's nur noch eine. Das ist eine Frau und die ist mit 60 Prozent beteiligt.
17:49Frau? Aha.
17:50Mhm. Und dann gibt's noch zwei Sekretärinnen, zwei Teamleiterinnen und 25 Mitarbeiter und die nennen sich dann Callcenter Agents.
18:01Die haben dir schon was verkauft, diese Agents, bevor du überhaupt ein Wort mit denen gewechselt hast, was?
18:05Ja, ganz genau. Laut ihrer Homepage bieten sie ein Schnäppchen nach dem anderen an.
18:09Mhm. Mal sehen, was für ein Schnäppchen der Haubner für uns parat hat. Danke für die Infos, Frau Stockl. Bis
18:13später.
18:13Gern geschehen, Herr Hansen. Wiederhören.
18:16Du, Stockl, es ist ja so. Die heutigen Taxameter, die senden sämtliche Taxifahrten per GPS an die Taxizentrale.
18:28Ja, das war sie. Und dann wird's gespeichert.
18:30Ja. Und jetzt brauchen wir eine lückenlose Aufzeichnung von allen Taxifahrten von Markus Eidenberger in der letzten Nacht.
18:37Ja, ich kümmere mich darum.
18:40Bitte folgen.
18:48So, der Arzt hat Sie gerade geschrieben und jetzt müssen Sie natürlich zu Hause bleiben.
18:52Ja, natürlich steht uns die Arbeit hier bis zum Hals.
18:54Entschuldigung, da warten zwei Herren für Sie.
18:55Ich hab doch gesagt, dass ich für niemanden zu sprechen habe.
18:57Aber ganz dringend.
18:58Bei uns bleibt Ihnen leider nicht die Wahl. Danke Ihnen.
19:00Hansen, mein Name Kripo Rosenheim, mein Kollege Herr Hofer.
19:03Grüß Gott. Der Name Carola Eidenberger. Sagt Ihnen das was.
19:06Das ist ja verständlich. Das ist meine Teamleiterin. Eine absolute Stütze. Warum?
19:10Auf Ihre Teamleiterin werden Sie in Zukunft leider verzichten müssen. Sie ist nämlich heute Morgen ermordet in Ihrer Wohnung aufgefunden
19:16worden.
19:16Ja, das ist ja.
19:17Seit wann hat sie schon hier gearbeitet?
19:19Ja, seit vier Jahren.
19:21Mein Gott.
19:21Die war doch immer so tüchtig.
19:24Sie hat erst vor einem halben Jahr den Sprung zur Teamleiterin geschafft.
19:28Das heißt, das wirkt man bei Ihnen nicht so schnell.
19:30Ganz und gar nicht.
19:32Als Teamleiterin hat man zehn bis zwölf Personen unter sich.
19:35Da braucht es einiges an fachlicher und natürlich auch an sozialer Kompetenz.
19:39Dann hatte sie noch eine sehr aussichtsreiche Konkurrentin.
19:43Hat deren Name die Konkurrentin?
19:44Nina Kamm.
19:45Auch eine langjährige Mitarbeiterin.
19:47Hervorragenden Verkaufsabschlüssen.
19:50Sehr okay.
19:51Aber nicht ganz so okay wie Carola Eidenberger.
19:54Das stimmt.
19:55Beim Hearing hatte Carola die entscheidende Nasenlänge vorn.
19:58Wer hat denn die Frau Kamm das verkraftet, dass nicht sie, sondern Frau Eidenberger Teamleiterin geworden ist?
20:03Nur sehr schwer.
20:05Frau Eidenberger war ja nun auch noch ihre unmittelbare Vorgesetzte.
20:08Da hat es sicher einige Konflikte gegeben.
20:10Natürlich.
20:11Frau Kamm hat sich immer wieder mit Frau Eidenberger angelegt.
20:14Und wie ist Frau Eidenberger damit umgegangen?
20:16Äußerst souverän.
20:17Und die Zahlen der Verkaufsabschlüsse haben ihr auch Recht gegeben.
20:21Was Ihrer Konkurrentin Nina Kamm sicherlich nicht geschmeckt hat.
20:24Natürlich nicht.
20:26Erst gestern hat es zwischen den beiden wieder einen ordentlichen Streit gegeben.
20:29Und was folgt, wie das Amen im Gebet, Frau Kamm hat sich heute krank gemeldet.
20:34Haben wir Ihre Adresse im Telefon und dann können Sie uns das geben, oder?
20:37Natürlich.
20:37Bekommen Sie alles von meiner Sekretärin.
20:39Schön.
20:39Danke.
20:40Sagen Sie, hatten Sie und Frau Eidenberger auch Privatkontakt?
20:45Aber was möchten Sie hinaus?
20:47Naja, es ist ja eher ungewöhnlich, dass der Chef und seine Mitarbeiterin auch am Wochenende
20:50mehrmals miteinander telefonieren.
20:52Aber doch nur deshalb, weil wir unseren Kunden auch am Wochenende zur Verfügung stehen.
20:55Das war rein beruflich.
20:56Ach so. Jetzt müssen wir nur noch wissen, wo Sie gestern zwischen 22 und 23 Uhr waren.
21:02Da habe ich mit Geschäftsfreunden im Restaurant am Golfplatz Brunnenthal angestoßen und danach
21:06bin ich nach Hause gefahren.
21:08Ihre Frau kann uns das bestätigen?
21:09Meine Frau warst die ganze Woche dienstlich in Italien.
21:12Schlecht.
21:13Die Daten Ihrer Geschäftsfreunde?
21:15Bekommen Sie auch von meiner Sekretärin.
21:17Gut, danke. Das war's dann erst mal.
21:19Gut.
21:20Es würde mich auch sehr freuen, wenn das unsere letzte Begegnung war.
21:23Das können wir Ihnen leider nicht versprechen.
21:27Na Schatz, ich will einparken und da vorbeifahrens Auto irritiert mich und rums bin ich ja schon
21:32reingefahren.
21:33Ein Geländewagen mit Hamburg, ein Kennzeichen.
21:36Ja natürlich, ich habe es der Versicherung schon gemeldet und meine Handynummer habe ich
21:38auch hinterlassen.
21:39Du, ich muss jetzt losgehen.
21:40Ciao.
21:44Grüß Gott.
21:44Grüß Gott.
21:45Zu wem wollen Sie denn?
21:46Zu meinen 80er.
21:47Haben Sie überhaupt einen Termin?
21:48Naja, freilich.
21:49Kleinfeld.
21:50Rita Kleinfeld.
21:51Wo muss ich denn hin?
21:51Am besten gehen Sie es vor, Stoppel.
21:54Erste Etage, Zimmer 104.
21:56Danke.
21:59Und das wird sie sein.
22:00Herein.
22:02Frau Kleinfeld.
22:03Entschuldigung.
22:04Das tut mir wirklich furchtbar leid.
22:05Normalerweise bin ich nur typisch pünktlich.
22:07Und Hauptsache, Sie sind da.
22:08Ach, Sie müssen die Frau Hofer sein.
22:09Genau, wir haben telefoniert.
22:11Und das ist unser Vorsitzender der Musikakademie, Herr 80er.
22:15Ganz meinerseits.
22:16Bitte nehmen Sie doch Platz.
22:17Danke.
22:17Wie war die Anreise aus München?
22:19Naja, natürlich war auf der Autobahn Stau, wie immer.
22:21Und dann bin ich in Rosenheim an einer Park ins Auto reingefahren.
22:24Gern.
22:24Oh je.
22:25Auwe.
22:26Hoffentlich ist es kein allzu schlimmer Schaden.
22:28Ja, das ist schon ein ganz ordentlicher Schrammler.
22:30Und das wird ja ordentlich was kosten.
22:32Na, Milchzucker?
22:33Danke.
22:34Aber Sie haben die Sache ordentlich ordnungsgemäß abgewickelt.
22:37Ja, ich weiß nicht.
22:38Also ich habe gewartet, aber der Fahrer ist nicht wiedergekommen.
22:40Und dann hatte ich ja diesen Termin her mit Ihnen.
22:42Das heißt, Sie haben nicht die Polizei gerufen?
22:44Nein, aber ich habe selbstverständlich einen Zettel mit meiner Handynummer liegen lassen.
22:48Das wird dann schon passen.
22:50Nein, nein, das passt ganz und gar nicht, Frau Hofer.
22:52Da liegt eindeutig der Tatbestand der Fahrerflucht vor.
22:55Okay.
22:55Ja, aber ich habe doch das Kennzeichen.
22:56Und meine Versicherung hat sich schon mit der Polizei in Verbindung gesetzt.
22:58Die müssen jetzt jeden Moment den Fahrzeughalter kontaktieren.
23:01Na gut.
23:02In dem Fall wünsche ich Ihnen viel Glück.
23:05Ja, also wir erzählen Ihnen jetzt mal, was wir mit unseren Sommerworkshops wollen.
23:09Und dann müssen wir uns noch über den Termin unterhalten.
23:12Sehr gern.
23:13Ja, einverstanden.
23:15Hallo, Herr Mohr.
23:16Die Frau Stockl ist gerade nicht im Büro, oder wie?
23:18Das wundert mich nicht.
23:19Die ist nämlich gerade bei der Frau Ortmann.
23:21Na gut, dann sagen Sie ja, dass das Callcenter ihr die Kontaktdaten einer gewissen Nina Kamm gemailt hat.
23:26Die hat sich zwar heute krank gemeldet, soll sich aber trotzdem aufs Kommissariat bemühen, bitte.
23:30Alles klar.
23:30Aber dank den Bemühungen von unserer Frau Stockl haben wir jetzt sämtliche Fahrten vom Eidengörger hereinbekommen.
23:37Ja, und liefert uns das neue Erkenntnisse?
23:39Ja, ich möchte schon sagen.
23:40Ich habe ein Bewegungsprofil erstellen lassen und da steht jetzt drin, dass der Eidengörger den ganzen Abend im Einsatz gewesen
23:47ist.
23:47Kreuz und quer.
23:48Ja, das hat er uns auch gesagt.
23:50Ja, und Auffälligkeiten gibt es keine?
23:53Ja, relativ spät hat er noch jemanden nach Passau gebracht.
23:57Nach Passau?
23:58Sieh mal einer an.
23:59Davon hat uns der Eidengörger gar nichts erzählt.
24:01Also, ich habe mir in der Taxizentrale anrufen, wen er nach Passau gebracht hat.
24:05Sehr gute Idee, Herr Polizeihau.
24:07Und noch zu welcher Adresse?
24:08Stimmsitz, Intonation, Atmung. Ich meine, das alles spielt natürlich in meinem Seminar eine wichtige Rolle.
24:12Aber das Allerwichtigste ist mir, dass den Teilnehmern das Üben und Lernen Spaß macht.
24:17Ist ja wunderbar.
24:18Genau, das wünschen wir uns auch. Und vor allem wünschen wir uns unbedingt ein Konzert mit Ihren französischen Chassons.
24:24Ja, unbedingt.
24:25Sehr gern. Dann ist ja alles bestens.
24:28Ah, nein, leider nicht mehr. Wir haben da noch ein Terminproblem.
24:32Ja, das ist ganz unglücklich gelaufen, Frau Kleinfeld. Und deshalb müssten wir Ihren Workshop um drei Wochen nach vorn verlegen.
24:40Leider.
24:40Drei Wochen?
24:42Ja, also, ich habe da schon ein paar Termine, aber vielleicht lassen Sie die ja verschieben.
24:46Ach, das wäre wunderbar.
24:47Ja, bis wann wissen Sie denn da Bescheid?
24:50Morgen. Spätestens.
24:51Okay.
24:52Das ist ja alles bestens. Und falls es noch Fragen gibt?
24:55Ich übernachte bei Freunden. Ich bin morgen auch noch in Rosenheim.
24:58Gut, dann bis morgen. Und danke.
25:04Wie bitte? Was sagt die Polizei?
25:07Dass der Fahrzeughalter unter seiner Hamburger Adresse nicht auffindbar ist, weil er verzogen ist?
25:12Aber Entschuldigung, es muss doch irgendwie eine Telefon- oder Handynummer von ihm geben.
25:15Nein. Für Sie als Versicherungsmakler kann es doch nicht so schwierig sein. Jetzt bitteschön kümmern Sie sich darum, ja?
25:24Na toll.
25:24Danke, Philipp.
25:26Sie sind aber auch schwungvoll unterwegs, gell?
25:28Ja, so bin ich. Sie haben aber auch kein schlechtes Tempo da.
25:35Grüß Gott, Hauptkommissar Hofer.
25:38Grüß Gott, Rita Kleinfeld.
25:39Freut mich.
25:42Guten Tag.
25:43Wollten Sie nicht zu Frau Stockl?
25:45Äh, also, äh, ich gehe einmal zu Stockl.
25:48Gut, ich komme gleich nach.
25:49Wiederschauen.
25:50Wiederschauen.
25:50Ja, das jetzt noch funktioniert.
25:52Darf ich?
25:53Nein, dürfen Sie nicht oder trauen Sie mich etwa nicht zu, dass ich das selber...
25:58Ah, Michi.
25:59Gut, dass du da bist.
26:00Jetzt trinke ich einmal einen Kaffee.
26:03Und schon musst du das alle wie vom Rainer Hauben überprüfen.
26:05Das ist der Geschäftsführer von dem Goldcenter, gell?
26:07Genau, der.
26:08Schau, mit diesen ehrenwerten Menschen will der Herr zur Tatzeit zusammen gewesen sein.
26:12Mhm, das ist ja eine kleine Frage.
26:14Wo war mit diesen ehrenwerten Menschen zur Tatzeit zusammen?
26:17Diese kleine Frage will ich dir gern beantworten.
26:19Im Restaurant vom Golfplatz Brunnental.
26:21Keine weitere Fragen.
26:22Sehr gut.
26:24Herr Hofer.
26:25Frau Stockl.
26:27Sie wissen schon, dass Sie sehnsuchtsvoll erwartet werden.
26:30Ich habe schon mal Kaffee serviert.
26:31Danke, sehnsuchtsvoll erwartet, klingt gut.
26:35Da, schau her.
26:36Jetzt ist die Frau Kamm.
26:37Ganz genau.
26:38Daheim habe ich es nicht erwischt, aber auf dem Handy.
26:41Den Hintergrundgeräuschen nach zu urteilen, war sie gerade in einem Café.
26:45Interessant.
26:46Im Colset hat sie sich nämlich krank gemeldet.
26:48Okay.
26:49Ja, danke, Frau Stockl.
26:50Bitte.
26:52Mal sehen, ob es funktioniert.
26:53Mhm.
26:55Vielleicht können Sie in der Zwischenzeit einer nicht ortskundigen Münchnerin für den Abend dann jetzt lokal empfehlen.
26:59Ähm, das Times Square ist spitze.
27:01Das ist mein Stammlokal.
27:02Da sind sie bestens aufgehoben.
27:03Sehr schön.
27:04Ja, die Damen an die Information können Ihnen weiterhelfen.
27:06Sagen Sie einfach einen Gruß von mir.
27:08Wunderbar.
27:08Und auch wunderbar, dass mein Telefon unseren Zusammenprall überlebt hat, gell?
27:11Finde ich ja auch.
27:12Also vielen Dank und auf Wiederschauen, Herr.
27:14Ah, Hansen.
27:15Sven Hansen.
27:16Nix für eine gute Frau.
27:17Kleinfeld.
27:17Rita Kleinfeld.
27:18Kleinfeld.
27:19Entschuldigung.
27:19Wiederschauen.
27:20Wiedersehen.
27:20Hallo, Sabine.
27:22Du, ich weiß jetzt, wo wir uns nachhören.
27:24Eine Verdächtige?
27:26Zufallsbekanntschaft, ne?
27:28Für eine Zufallsbekanntschaft haben Sie sich aber ganz schön gut unterhalten.
27:31Ja, man tut, was man kann, ne?
27:32In diesem Sinne habe ich mich auch mit Ihren Blechschaden beschäftigt.
27:35Haben Sie einen Moment Zeit?
27:36Für Sie doch immer.
27:37Gut, gehen wir am besten in mein Büro.
27:43Wenn ich das sagen darf, Frau Kamm, sonderlich krank, schauen Sie aber nicht gerade aus.
27:48Es gibt auch andere Belastungen, die einen fertig machen können.
27:51Und dann hat mir noch eine Arbeitskollegin das von dem Mord an Frau Eidenberger erzählt.
27:55Mit der Sie sich ja nicht gerade besonders gut verstanden haben sollen.
27:58Stimmt.
27:58Aber wenn Sie denken, ich hätte Sie deshalb umgebracht.
28:01Naja, Ihr Chef hat uns erzählt, dass Ihnen die Frau Eidenberger den Teamleitungsposten wegschnappt hat.
28:07Hat Herr Hauptner Ihnen auch erzählt, dass ich dafür die klare Favoritin war?
28:11Und dass niemand damit gerechnet hat, dass es darüber auch nur die geringsten Diskussionen gibt?
28:15Aber bekommen hat den Posten eine Frau Eidenberger.
28:17Aber nur, weil Sie mich auf die mieseste Tour ausgebotet hat.
28:20Was für eine Tour meinst du denn da?
28:22Ganz einfach. Sie ist mit unserem Geschäftsführer ins Bett gegangen.
28:25Da schau her.
28:26Da haben also nicht nur fachliche Kompetenz seine Rolle gespielt.
28:29Ganz sicher nicht.
28:30Und das weiß die ganze Firma.
28:31Nur nicht seine Frau.
28:33Diese Geschichte da zwischen dem Herrn Hauptner und der Frau Eidenberger, war das was Ernsteres?
28:38Am Anfang ganz bestimmt.
28:40Aber in letzter Zeit dürfte es nicht mehr so rund gelaufen sein.
28:43Vielleicht hat unser Chef inzwischen gemerkt, dass er eigentlich verheiratet ist.
28:47Und dass seine Frau einiges in der Firma zu sagen hat.
28:49Also.
28:51Ja, dann habe ich eigentlich nur noch eine Frage zu Ihrem Blechschaden.
28:55Wo genau ist das Ganze passiert?
28:56Vor unserem Times Square.
28:58Ach so? Vor dem Times Square?
29:00Ja, ich habe gerade beim Frühstück gesessen.
29:03Und als ich rauskam...
29:04Beim Frühstück? Ich dachte, Sie waren auf dem Weg zur Arbeit.
29:07War ich ja auch.
29:08Den Sie aber mit einem Frühstück unterbrochen haben.
29:10Ja gut, dass es ja erstmal nichts Ungewöhnliches ist.
29:13Nein, natürlich nicht.
29:14Aber ich habe gedacht, ich hätte gute Neuigkeiten für Sie.
29:16Nur für die Zeit der Unterbrechung zahlt die Versicherung des Arbeitgebers ganz sicher keinen Cent.
29:21Wie bitte? Was? Weil ich beim Frühstück gesessen bin?
29:23Tut mir leid, Hansen.
29:24Aber ich befürchte, Sie werden auf den Kosten sitzen bleiben.
29:26Ah. Toll.
29:28Toll.
29:28Und wenn wir einfach...
29:30Ah, nee, geht ja nicht.
29:31Ja.
29:32Schön.
29:32Gut.
29:33Danke, dass Sie sich darum gekümmert haben.
29:36Es tut mir wirklich leid.
29:38Frau Kamm, Sie haben sich doch erst gestern mit der Frau Eidenberger heftig gestritten.
29:42Ja, sehr heftig sogar.
29:44Und worum ist es da gegangen?
29:45Vor allem um die Verkaufsabschlüsse.
29:47Da hätte sich die liebe Frau Eidenberger mal wieder weitaus mehr gewünscht.
29:50Ah, das ist mein Kollege Hauptkommissar Hansen.
29:54Tag.
29:54Herr Hans, Sie darf vorstellen die Frau Kamm.
29:56Ah, hallo.
29:57Sie hatten also schlechte Zahlen.
29:59Nicht mehr ganz so gute wie vor dieser Teamleitungsentscheidung.
30:02Aber ich liege nach wie vor klar über dem Durchschnitt.
30:04Schön.
30:05Was hat die Frau Eidenberger dann zu bemängeln gehabt?
30:07Dass ich zu wenig Siegeswillen zeige, dass für mich viel mehr zu schaffen wäre.
30:11Und das war gestern auch so?
30:12Da hat sie mir vor den Kollegen angekündigt, dass für Leute mit meiner Einstellung schon bald kein Platz mehr in
30:17der Firma ist.
30:18Das hat sie doch bestimmt schwer getroffen.
30:20Das hat mich fast umgehauen.
30:21Ja, und wütend gemacht hätte sie das bestimmt auch.
30:24Am liebsten hätte ich ihr die Augen ausgekratzt.
30:26Aber stattdessen haben sich die Frau Eidenberger letzte Nacht in ihrer Wohnung aufgesucht.
30:30Nein, das habe ich nicht.
30:32Sagen Sie, Frau Kamm, wo waren Sie gestern Abend zwischen, sagen wir mal, 22 und 23 Uhr?
30:37Bei mir zu Hause.
30:39Allein.
30:40Dann haben Sie so leider kein Alibi.
30:41Aber ich sage die Wahrheit.
30:44Entschuldigung, meine Herren, aber die Frau Dr. Eckstein hat angerufen.
30:47Sie hätte ein bisschen was für euch.
30:54Hallo, Frau Doktor.
30:55Grüß Gott.
30:56Guten Tag.
30:57Sie haben Neuigkeiten für uns?
30:59Nicht allzu viele, aber zumindest hat sich bestätigt, was wir am Tatort schon vermutet haben.
31:04Das Opfer wurde erwürgt.
31:05Ganz zweifellos.
31:07Am Hals sehen wir Abschürfungen von Fingernägeln und Hämatome.
31:13Genau.
31:14Und unter Ihren Fingernägeln haben wir jetzt noch Hautpartikel gefunden.
31:16Die vom Täter stammen könnten.
31:18Sehr wahrscheinlich.
31:19Und die DNA stammt eindeutig von einem Mann.
31:21Das heißt, die Frau Kamm kam des Täter nicht, das war ich.
31:24Ja.
31:25Damit haben Sie uns sehr weitergeholfen, Frau Doktor.
31:26Das war ich.
31:27Wiedersehen.
31:28Danke, Frau Doktor.
31:28Wiederschauen.
31:29Auf Wiederschauen, die Herren.
31:33Lieber Herr Hofer, lieber Herr Hanse.
31:34Lieber Herr Mohr, was gibt's?
31:36Die Taxizentrale hat mir den Namen und die Telefonnummer von dem Herrn durchgegeben, den der Herr Eidenberger gestern nach Passau
31:42gebracht hat.
31:43Das ist der Herr Doktor Bock.
31:45Der Herr Doktor Bock ist aber leider nicht aufs Telefon gegangen und ich hab's bereits probiert.
31:49Noch was, Herr Mohr?
31:51Und zwar, die KTU hat das Notebook von der Frau Eidenberger geschickt.
31:57Liefert uns das irgendwelche Erkenntnisse?
31:59Ja.
31:59Wo ist er?
32:00Also, jawohl.
32:02Und zwar in Form von äußerst intensiven E-Mails, die die Frau Eidenberger an den Herrn Haubner geschrieben hat.
32:07Das wird ja bestätigen, was die Frau Kamm uns gerade erzählt hat.
32:10Ja.
32:10Was wir schon die ganze Zeit gemutet haben.
32:12Bitte.
32:12Danke.
32:14Wie intensiv waren denn diese E-Mails?
32:16Die waren so intensiv, dass der Herr Haubner noch intensiver zurückgeschrieben hat.
32:21Irgendwann war ihm die Sache dann zu intensiv und er hat mit ihr Schluss gemacht, vor zwei Tagen.
32:25Schau her.
32:26Und wie hat sie darauf reagiert?
32:27Verletzt und verbittert.
32:29Und sie hat ihm gedroht, die Affäre auffliegen zu lassen.
32:32Hm, dann hätte Haubners Frau ja davon erfahren.
32:35Die immerhin zu 60 Prozent am Callcenter beteiligt ist.
32:38Es wäre nicht lustig geworden für den Herrn Haubner.
32:40Na.
32:40Dann hätte er ja einen triftigen Grund gehabt, seine ehemalige Geliebte loszuwerden.
32:44Allerdings.
32:44Wie sieht es mit dem Albi aus?
32:46Na, schlecht.
32:47Sämtliche ehrenwerten Herrschaften vom Golfplatz habe ich alle nicht erreicht.
32:51Dann bestellen wir den guten Mann gleich für morgen früh einen.
32:53Das ist im Opern.
32:54Sehr gut, Michi.
32:56Gerne.
32:57Voll wenig her.
33:00Herr Schatz, das ist jetzt natürlich schon schade, aber wenn das Symposium länger dauert,
33:03wie vorgesehen, dann geht das natürlich vor.
33:06Na, die Versicherung hat den Fahrzeug halt immer noch nicht ausfindet nach dem Gold.
33:10Na, der ist, der ist unbekannt verzogen.
33:13Hallo.
33:14Ah.
33:15Na, Entschuldigung, ich habe gerade jemanden begrüßt.
33:17Du, ich melde mir, wenn es was Neues gibt, okay?
33:19Servus.
33:20Gibt es Probleme, Frau Kleinfeld?
33:22Nein, nicht wirklich.
33:23Ich versuche nur eine verschollene Person ausfindig zu machen, die momentan nicht besonders gut
33:27auf mich zu sprechen sein dürfte.
33:29Bitte.
33:30Danke.
33:31Dafür ärgere ich mich schon den ganzen Tag mit jemandem rum, den ich noch nicht mal kenne.
33:34Berndsen, Sie wissen schon, dass er gar auf die Stimme schlägt, gell?
33:37Ich dachte mir auf die Stimmung.
33:39Ja, aber die Stimmung beeinflusst die Atmung und die Atmung wiederum...
33:42Das klingt ja ganz so, als ob ich von Ihnen noch was lernen könnte.
33:44Naja, also wenn Sie Ihre Potenziale als Sänger erweitern möchten.
33:48Lieber nicht.
33:49Sie sind also Sängerin?
33:50Ja.
33:51Und ich unterrichte Gesang.
33:52Interessant.
33:57Servus, Frau Ortmann.
33:58Servus.
34:00Einen Rotwein?
34:01Ja, bitte.
34:03Unbedingt.
34:04Dann treten Sie auch selber auf?
34:05Hin und wieder.
34:07In nächster Zeit wahrscheinlich sogar in Rosenheim, in der Musikakademie.
34:09Französische Chansons.
34:11Deswegen waren Sie heute im Kommissariat.
34:13Sie haben einen Chef, einen 80er getroffen.
34:14Stimmt.
34:15Und Sie sind also tatsächlich Polizist?
34:18Chefinspekteur.
34:19Ich liebe Französische Chansons.
34:21Ehrlich?
34:21Dann könnte ich Ihnen ja vielleicht eine Karte fürs Konzert reservieren.
34:24Das wäre ganz fantastisch.
34:28Herr Hansen scheint sich ja ganz prächtig mit seiner Zufallsbekanntschaft zu amüsieren.
34:33Nein, nein, das ist glaube ich nur eine Zeugin in seiner Antwort.
34:36Eine Zeugin?
34:38Ja, ganz bestimmt.
35:03Morgen, Herr Hansen.
35:05Morgen, 80er.
35:06Haben Sie jetzt endlich Ihren Wagen umgemeldet?
35:09Ja, er ist jetzt Rosenheimer.
35:11Wurde ja auch langsam Zeit.
35:14Entschuldigung.
35:15Alles klar.
35:16Herr Hofer, was gibt's?
35:20Guten Morgen, Herr 80er.
35:23Morgen, Frau Hofer.
35:25Sie, ich habe gute Nachrichten.
35:27Die Frau Kleinfeld hat mich gerade angerufen.
35:31Das mit ihren Terminverschiebungen hat ganz schnell und problemlos geklappt.
35:34Das heißt also, Sie hat zugesagt?
35:36Ja, Sie kann den Gesangsworkshop in der Musikakademie leiten.
35:39Und ein Konzert mit französischen Chousons geht Sie bei ihr auch noch aus.
35:43Wunderbar.
35:44Dann braucht man bloß noch das Vertragliche zu regeln.
35:46Darum habe ich der Frau Kleinfeld auch vorgeschlagen, dass sie jetzt gleich in der Früh vorbeischaut.
35:49Dann hätte man das gleich unter Dach und Fach.
35:51Ist ja einer schon recht.
35:52Oh ja, das passt schon.
35:54Gehen wir noch rauf auf den Kaffee?
35:55Da sag ich nicht nach.
36:10Das muss ja aber nicht wahr sein.
36:16Die ist noch viel weniger.
36:22Wunderschönen guten Morgen, Frau Stocke.
36:24Guten Morgen, Herr Hansen.
36:25Haben Sie auch umgemeldet?
36:27Selbstverständlich habe ich das Hallo.
36:28Sieht man doch.
36:29Tippi-Toppi.
36:30Was ist Tippi-Toppi?
36:32Dass der Herr Hansen endlich sein Auto umgemeldet hat.
36:34Ja, höchste Zeit.
36:36Höchste Zeit, dass Sie wieder da sind.
36:37Das schadet dem hektischen Haupt noch nichts, dass er da mal ein bisschen warten muss.
36:41Jawohl, warten müssen wir auch noch auf die Aussage von Herrn Dr. Bock.
36:44Jetzt habe ich ihn erreicht.
36:45Er ist in einer Besprechung gewesen und ruft mich zurück.
36:48Schön.
36:48Und was ist mit den Geschäftsfreunden vom Habener?
36:50Ja, Golfplatz Brunnental habe ich jetzt alle durch.
36:53Jawohl, Sie waren mit ihm zusammen, aber nur bis 21 Uhr.
36:56Nur bis 21 Uhr?
36:58Dann hat er uns angelogen.
36:59Vorbei ist mit seinem Alibi.
37:01Sehe ich ganz genauso.
37:02Also wohnen Sie auch einig.
37:03Danke mir.
37:03Ja, bitte.
37:06Herr Hansen.
37:08Morgen, Frau Kleinfeld.
37:09Morgen.
37:10Morgen, Frau Kleinfeld.
37:11Guten Morgen.
37:12Ja.
37:12Wollten Sie nicht gerade zu Herrn Haubner?
37:14Ja, richtig.
37:16Ich muss leider zu Herrn Haubner.
37:17Wiederschauen.
37:18Wiederschauen.
37:18Bis gleich.
37:19Ja.
37:19Und Sie wollten bestimmt zu Herrn 80er.
37:21Ja, aber können Sie mir vorher noch verraten, wem der rote Geländewagenkörte unten auf dem
37:24Parkplatz steht?
37:26Das ist meiner.
37:27Gefällt er Ihnen?
37:28Das ist Ihrer.
37:29Das gibt es ja nicht.
37:30Das ist nicht jedermanns Sache, ich weiß.
37:32Kann das sein, dass auf dem Wagen bis gestern noch Hamburger Kennzeichen waren?
37:35Die habe ich gerade erst ausgetauscht.
37:37Was, ähm...
37:38Ja, dann ist ja kein Wunder, dass mein Versicherungsmakler Sie in Hamburg nicht hat ausfindig machen können.
37:43Ihr Versicherungsmakler?
37:44Ja, also ich bin diejenige, die gestern Ihren Wagen beschädigt hat.
37:48Ach was.
37:49Ja, das ist ja...
37:51Dann ist diese dubiose Telefonnummer hier auch von Ihnen.
37:54Was ist so dubiös?
37:55Ja, der Telefonanbieter kennt Sie nicht.
37:57Oh nein, ist das peinlich.
37:58Da ist mir in der Aufregung ein Zahlendreher unterlaufen.
38:01Ein Zahlendreher?
38:02Ja.
38:03Entschuldigung.
38:04Na ja, kann ja mal vorkommen, ne?
38:05Dann schulden Sie mir mal ein Glas Rotwein.
38:07Mindestens.
38:08Hallo, Liebling.
38:09Ich warte draußen schon seit zehn Minuten, dauerst du noch lang.
38:11Hallo, Schatz.
38:12Nein, ähm, Entschuldigung, darf ich vorstellen?
38:14Herr Hansen, meine Unfallbekanntschaft, Sabine Wagner, meine Lebenskiratin.
38:17Ach, Ihre...
38:18Freut mich, freut mich sehr.
38:19Ja, mich auch, hallo.
38:21Äh, kommst du nur mit zu mir in den 80ern?
38:23Mhm, klar, gerne.
38:24Ja, gut, dann sieht man sich.
38:26Ja, dann ja vielleicht bis bald bei meinem französischen Chansonabend.
38:29Ganz bestimmt.
38:30Wiederschauen.
38:31Wiedersehen.
38:31Wiederschauen.
38:32Wiedersehen.
38:36Sie und französische Chansonabende?
38:38Ja, da wünsche ich jetzt schon mal viel Vergnügen.
38:42Danke.
38:46Herr Haubner, Ihre Affäre mit der Frau Eidenberger, wann hat die begonnen?
38:52Vor circa einem Jahr.
38:54Aber das geht eigentlich niemandem etwas an.
38:56Das müssen Sie mir überlassen.
38:58Das geht hier um Mord, da ist alles wichtig.
38:59Ja, aber ich bin verheiratet.
39:01Sie müssen das bitte sehr diskret.
39:03Ich muss gar nichts.
39:05Aber Sie müssen uns jetzt einmal die Wahrheit sagen.
39:07Sie haben uns nämlich angelogen.
39:08Sie waren vorgestern Abend nur bis 21 Uhr im Restaurant am Golfplatz Plundental.
39:14Dann habe ich mich eben geirrt.
39:16Auch so.
39:17Demnach hätten Sie nämlich genug Zeit gehabt, Frau Eidenberger aufzusuchen.
39:20Immerhin haben Sie damit gedroht, die Affäre auffliegen zu lassen.
39:23Eine Nachbarin hat aus der Wohnung der Toten um ziemlich genau 21.45 Uhr die Stimme eines Mannes gehört.
39:28Wie vermutet man ganz stark, dass Sie das waren, mein Lieber.
39:33Ja, gut, ich bin bei Carola gewesen.
39:35Aber nur, um mich zu versöhnen und um die Zukunft zu besprechen.
39:41Aber als ich angekommen bin, da...
39:43Was war da?
39:45Sie war völlig aufgelöst.
39:46Ihr Mann hat Sie gerade am Telefon auf das Wüsteste beschimpft.
39:50Und was ist da gegangen?
39:53Ihm wurde vorgestern Ihr Scheidungsantrag zugestellt.
39:56Dabei hat er bis zum Schluss gehofft, dass er mit seiner Frau wieder zusammenkommt.
40:00Aber mit dem Erhalt des Scheidungsantrags hat sich die Sache wohl erledigt.
40:03Wie lange sind Sie denn vorgestern Abend bei der Frau Eidenberger gewesen?
40:08Bis circa 22 Uhr.
40:15Äh, jetzt entschuldigen Sie kurz mal.
40:22Komm, welche, was gibt's?
40:23Der Dr. Bock, die Zugriff.
40:25Der Dr. Bock, das ist der, der in der Eidenberger angeblich nach Passau gefahren hat.
40:28Wieso angeblich?
40:29Weil mir der Bock gesagt hat, dass er eine Frau gefahren hat.
40:32Eine Frau?
40:33Ich hab sofort in der Taxizentrale recherchiert.
40:35Der Eidenberger hat an dem Abend mit einer Kollegin getauscht.
40:38Mit der Pony Zwerger.
40:39Sie ist mit seinem Auto gefahren und der mit ihm.
40:41Tauscher, ja.
40:42Der Eidenberger war also mit Sicherheit nicht in Passau.
40:45Dann haben wir die GPS-Daten vom Taxi seiner Kollegin Zwerger.
40:48Ah, Luis.
40:50Sehr gut, mich.
40:57Sehr gut.
41:01Tag auch, Herr Eidenberger.
41:03Ein Droscher hier, sieh schon wieder.
41:05Ja, Sie haben uns nämlich angelogen.
41:07Sie waren vorgestern nicht in Passau.
41:10Sie waren mit dem Taxi einer Kollegin in Rosenheim unterwegs.
41:14Laut GPS hatten Sie nämlich ab 22.10 Uhr ganz in der Nähe Ihrer Frau eine Stehzeit von ungefähr einer
41:19halben Stunde.
41:20Und in dieser Zeit sind Sie zu Ihrer Frau, um nochmal mit dir zu reden.
41:23Und jetzt erzählen Sie uns mal ganz genau da rein, was da passiert ist.
41:26Als ich zu dem Haus gekommen bin, ist gerade der Haubner rausgekommen.
41:30Ausgerechnet der Haubner.
41:31Ausgerechnet.
41:33Den Raufen habe die Carola gefragt, was da zwischen ihr und dem Haubner läuft.
41:37Sie hat gesagt, die soll abhauen.
41:38Und zwar sofort und für immer.
41:40Und da ist mit mir durchgegangen.
41:43Ja, Herr Eidenberger, dann sind Sie vorläufig festgenommen,
41:45wegen des dringenden Tatverdachts, Ihre Frau Carola Eidenberger ermordet zu haben.
41:49Wie?
41:50Jawohl.
41:51Herr Eidenberger, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
42:01Und Sie lagen jetzt wirklich zur Feier des Tages in den Rosenbräuern?
42:04Wenn ich wüsste, was es zu feiern gibt?
42:07Ja, jetzt sind Sie wenigstens automäßig in Rosenheimer.
42:09Vielen Dank.
42:09Vielen Dank.
42:10Schöpfe.
42:10schon.