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  • vor 18 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:07Musik
00:23Ah, der 80er!
00:25Grüß Gott, Frau Stocker!
00:27Ich helf Ihnen!
00:28Mit den besten Grüßen von Kommissario Zanetti.
00:34Muss ich den kennen?
00:35Ja, wohl kaum. Das ist der Leiter der Mordkommission in Verona.
00:38Ja, ja. Acht Tage Verona. So gut möchte ich es einmal haben.
00:42Und der ist jetzt für mich, oder wie?
00:44Geschenkkörbe gibt es bei uns, wenn man 60 wird oder in die Pension geht.
00:47Also seien Sie froh, dass er nicht für Sie ist, sondern für uns alle.
00:51Apropos.
00:52Ja, der Herr Hofer und der Herr Hansen, die kommen ein bisschen später,
00:55weil momentan ist nicht viel los.
00:56Ah ja, das war in Verona ganz anders.
00:59Haben Sie das schon gelesen?
01:00Na, was?
01:08Informationsreise zur Anbahnung einer Städtepartnerschaft
01:10findet krönend den Abschluss beim Festival der Chöre in der Veroniser Arena.
01:15Nein, Frau Stocker, ein Abend war das Sternenhimmel,
01:18die Musik, die Menschen.
01:20Einfach traumhaft.
01:20Und ausgerechnet unser Sizilien-Chor hat einen der Hauptpreise gewonnen.
01:25Kiste 1,2,3,4-4,5-4,5-4,6-5,6-5,6-8,4-5,5-6
01:35,4-5,6-5,6-6,6-5,6-6,7-6,7.
01:35Und anh ist ja, dass wir hier nicht in die Städtepartners mit den Trennen besitzen.
01:55Herr Haubig! Morgen!
01:58Na, und vor zwei Jahren hat der Tillmann Haubig die Leitung des Zizilienchors übernommen.
02:05Ich sag Ihnen, ein begnadeter Chorleiter.
02:07Der hat in diesen zwei Jahren aus den Laien, Moment, wahre Künstler gemacht.
02:14Entschuldigung. Ja, Achtziger?
02:17Herr Achtziger, ich steh vor der Villa Zizilia und wollte zum Herrn Haubig.
02:21Frau Hofer? Ja, sieh, die Haustür war offen, das Licht hat brennt und im Flur schaut es ganz durcheinander aus.
02:28Ich glaube, irgendwas stimmt da nicht.
02:29Ja, dann schauen Sie heute mal nach.
02:31Ich trau mich nicht. Kommen Sie doch bitte schön vorbei.
02:34Also, bitte, Frau Hofer, ich habe jetzt wirklich überhaupt...
02:36Bitte.
02:38Also gut, Frau Hofer, dann bin ich gleich da.
02:40Was hat es denn, die Frau Hofer?
02:42Keine Ahnung, Seidgespenster.
02:53Morgen, Frau Hofer.
02:55Grüß, Sender.
02:57Hat sich in der Zwischenzeit was getan?
03:00Nein.
03:01Was wollen Sie überhaupt von Herrn Haubig?
03:03Im Namen des Bürgermeisters zu dem Sieg von dem Chor in Verona gratulieren.
03:07Es soll einen Empfang im Rathaus geben mit anschließendem Freilaufkonzert.
03:11Das ist einmal eine schöne Idee.
03:13Ich werde unseren Herrn Haubig sicher freuen.
03:15Wenn er es noch kann.
03:16Jetzt meinst du doch mit dem Teufel an Bord.
03:20Herr Haubig!
03:23Seien Sie da?
03:24Warum sollte er jetzt antworten, wenn er aufs Klingeln nicht reagiert hat?
03:28Haben Sie denn schon angerufen?
03:29Mit dem Handy?
03:31Hallo.
03:31Auf die bin ich gar nicht gekommen.
04:00Mein Gott.
04:02Warum habe ich nicht gleich gehandelt?
04:03Vielleicht hätte er ihm noch helfen können.
04:05Na?
04:06Na, das glaube ich nicht, Frau Hofer.
04:09Nicht?
04:10Na, diese Kopfwunde ist alles andere als typisch für einen dritten Sturz.
04:15Und das wissen Sie einfach so?
04:17Na ja, ich war jetzt aber mein Kriminaler im Außendienst.
04:20Das hier ist Mord.
04:21Da wette ich drauf.
04:22Nichts anfassen.
04:23Ich sage den Kollegen Bescheid.
04:26Ja?
04:27Guten Morgen, Frau Stöckmann.
04:28Guten Morgen, Frau Artmann.
04:29Wo kommt das denn her?
04:31Das hat der Herr 80er aus Verona mitgebracht.
04:33Ach, ist er wieder da?
04:34Ich habe ihn noch gar nicht gesehen.
04:35Ja, der muss auch schon wieder weg.
04:38Nehmen Sie Ihnen was?
04:39Der Herr 80er hat gesagt, ich soll den Fresskorb unter die Kollegen verteilen.
04:42Das lassen wir mal schön bleiben.
04:44Was heißt hier wie und warum?
04:45Das ist kein Fresskorb.
04:47Das ist ein Delikatessenkorb im Wert von, oh, bestimmt 1000 Euro.
04:53Frau Artmann, Sie sind eine lebende Registrierkasse.
04:55Solche Geschenke machen mich misstrauisch.
04:58Grundsätzlich.
04:59Falls es Sie beruhigt, dieser Delikatessenkorb ist nicht von Herrn 80er persönlich,
05:03sondern von seinem Amtskollegen, einem gewissen Kommissario Zanetti.
05:07Mit dieser Aussage haben Sie mich jetzt noch mehr beunruhigt.
05:11Warum?
05:12Weil Herr 80er ihn nicht selber gezahlt hat.
05:14Ja, wo ist denn da das Problem?
05:17Vorteilsannahme, Bestechung im Amt und, und, und.
05:21Wir verfahren so.
05:22Solange die Angelegenheit nicht geklärt ist, wird hier nichts verteilt.
05:25Haben wir uns verstanden?
05:27Voll und ganz.
05:30Ich habe mich klar ausgedrückt?
05:32Ja, unmissverständlich.
05:38Wir sind auf gleicher Wellenlänge.
05:47Nicht schlecht, die Hütte.
05:48Dafür, dass der Haubig nur Kohleiter war?
05:50Das, was Sie als Hütte bezeichnen, ist in Rosenheim als Villa Zizilia bekannt.
05:55So, so.
05:56Ja, aber Sie haben es ja nicht so mit der Hochkultur.
05:58Ha, das sagt der Richtige.
06:00Ja, ich war immerhin schon mal im Kirchenkorb.
06:02Vor dem Stimmbruch.
06:04Ach so.
06:09Na, Sie hatten recht.
06:10Er ist nicht an dem Treppensturz gestorben.
06:13Ah, da seid ihr endlich.
06:15Grüß dich.
06:16Hallo Frau Hofer.
06:18Oh, entschuldigt es mich.
06:19Wie war denn der Herr?
06:20Das ist ja 80er.
06:21Und wie war es in Verona?
06:23Nein, schön war es, herrlich.
06:25Ganz so in den Hauptstadt.
06:26Allerdings ist Herr Haubig nicht von selbst abgestürzt.
06:29Er wurde erst mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen.
06:32Und dann hat man ihn von der Treppe runtergestoßen.
06:34Der Klassiker.
06:35Nur nicht von Mozart.
06:37Herr Ochziger, können Sie sich vorstellen, wie er das gemacht hat, kürzlich?
06:41Keine Ahnung.
06:42Wann ist es denn passiert, Frau Doktor?
06:44Gestern Abend zwischen 20 und 21 Uhr.
06:46Sagen Sie, Frau Doktor, dieser stumpfe Gegenstand, könnte es auch ein Pokal gewesen sein?
06:51Ja, wenn er schwer genug ist.
06:53Ja, ich schätze mal drei bis vier Kilo.
06:55Der Pokal, den Haubig in Verona gewonnen hat, ist nämlich verschwunden.
07:03Darf ich kommen?
07:04Ja, natürlich.
07:05Danke.
07:05Also, da drinnen wurde der Pokal transportiert und da drüben an der Treppe wurde er erschlagen.
07:12Woher wissen Sie das?
07:13Ja, wegen der Blutspuren.
07:15Ich merke den Pokal.
07:17Ach so, ja, weil ich gesehen habe, wie er den Pokal da reingelegt hat.
07:21Wann war das?
07:22Ja, gestern früh im Garibaldi, unser Hotel in Verona.
07:25Ach, Sie haben im gleichen Hotel gewohnt?
07:27Na ja, wir waren ja quasi eine Reisegruppe.
07:29Das war der Obermeister, ich habe ihm schon alles verzeiht.
07:32Die Chorreise galt auch der Vertiefung der Städtefreundschaft.
07:36Ja, was auch durchaus gelungen war.
07:38Bei der Siegesfeier lagen sich Italiener und Deutsche in den Arm.
07:43Also, wenn der Pokal gestohlen worden ist, könnte es doch auch mal sein.
07:47Ach, das glaube ich jetzt weniger.
07:49Der Pokal hat ja nur einen symbolischen Wert und es gibt auch keinerlei Hinweise auf einen Einbruch.
07:56Auf jeden Fall dürfte der Täter Haubich gekannt haben.
07:58Also, entweder hat er einen Schlüssel gehabt oder Haubich hat ihn reingelassen.
08:01Fragt halt die Dollingers.
08:02Der Herr Dollinger ist Vorsitzender der Zizilien-Stiftung.
08:05Ich back's.
08:06Wiedersehen.
08:07Ja, und Frau Dollinger singt dem Chor mit.
08:12Ist schon besser.
08:14So.
08:15Tschüss.
08:17Perfekt.
08:20Wunderbar.
08:22Sehr schön.
08:45Da spielst du nicht du, da kommt doch kein Schwein mehr durch.
08:53So.
08:54Grüß Gott.
08:55Sind Sie Herr Dollinger?
08:56Der Herr Dollinger ist in seinem Büro.
08:58Worum geht's denn?
08:59Das würde man ihm gern selber sagen.
09:01Wenn es ums Chef geht, können wir sein mit mir hin.
09:03Hau Sie meinen Namen.
09:04Ich bin aber Herr Dollinger, sein Sprechvertreter.
09:05Das geht aber nicht ums Geschäft.
09:07Mordkommission.
09:08Hofer.
09:08Wahnsinn.
09:09Hör her.
09:10Mordkommission.
09:11Wen hat's denn erwischt?
09:13Ich kenn' den nicht.
09:14Zähl mal, den Haubig.
09:15Den Haubig.
09:16Hör her.
09:19Haben Sie auch was mit dem Chor zu tun?
09:20Nein.
09:21Wie können Sie denn mal unter der Dusche singen, Herr?
09:24Woher kennen Sie denn den Herrn Haubig?
09:26Bei Herrn und Frau Dollinger.
09:27Die haben mich ja mal in ein Konzert mitgeschleppt.
09:30Das wird ein ganz schöner Schock für die sein.
09:32Vor allem für Frau Dollinger.
09:33Wie meinen Sie das jetzt?
09:35Na, die Dollinger sind, was soll ich das jetzt sagen,
09:38also große Fans von dem Haubig gefühlt.
09:41Die haben ihn für einen Genie gehalten.
09:43Nein, ich interessiere mich vor allem für ihr vor allem.
09:46Was?
09:47Na, Sie haben gesagt, vor allem die Frau Dollinger wird in den Schock kommen.
09:50Ach so.
09:51Ja, die singt im Chor, der ist ja ein und alles.
09:56Also, nach ihrem Monat ehrlich.
09:58Der ist der Vorsitzende von der Bonner-Sizilien-Stiftung, das wissen wir.
10:02Ja.
10:03Ja, dann braucht sie werden immer, oder?
10:04Fürs Erste nicht mehr, ne?
10:06Vielen Dank.
10:06Wiederschauen.
10:07Wir sehen.
10:12Ja, bitte.
10:15Herr Dollinger?
10:16Guten Tag.
10:17Guten Tag.
10:18Hansen, mein Name ist Krippe Rosenheim, mein Kollege Herr Hofer.
10:21Es geht um Herrn Haubig.
10:23Er ist gestern Abend ermordet worden.
10:26Wie bitte?
10:27Ja.
10:28Friedrich, könntest du bitte...
10:29Oh, bitte.
10:30Die Herren sind von der Polizei.
10:32Guten Tag.
10:33Setz dich bitte, Waliska.
10:41Liebling, es ist was Schlimmes passiert.
10:44Tillmann wurde ermordet.
10:50Es geht um den Geschenkkorb.
10:52Ich will ja nicht die Pferdescheu machen, aber...
10:54Ja, ich weiß schon, was jetzt kommt.
10:56Kann man sich denn nicht einmal mir eine Flasche Rotwein schenken lassen,
10:59ohne gleich in den Ruch der Bestechlichkeit zu geraten?
11:02Bitte.
11:03Wir reden hier nicht nur von einer Flasche Rotwein.
11:07Frau Ortmann, ich kann Sie beruhigen.
11:09Es handelt sich um ein ganz offizielles Gastgeschenk,
11:13überreicht bei einem Pressetermin im Veroneser Palazzo Municipale.
11:17Ja, aber trotzdem haben wir jetzt das Problem, nachweisen zu müssen,
11:19dass Sie sich nicht persönlich bereichert haben.
11:21Ich habe mit der Sache eigentlich kein Problem,
11:23aber Sie kennen doch die Herrschaften in München.
11:25Ja, reicht es denn nicht, dass ich der Frau Stockl gesagt habe,
11:27sie kann die Sachen unter den Kollegen verteilen?
11:29Das lasse ich ja gerade in München prüfen,
11:31aber so lange bitte ich Sie einfach, mit der Verteilung zu warten.
11:35Übertreiben Sie jetzt nicht ein bisschen.
11:36Ich denke nicht.
11:39Frau Stockl hat gesagt, dass Ihnen der Korb
11:41von einem italienischen Kommissarkollegen überreicht wurde?
11:43Ja, Kommissario Zanetti von der Mordkommission in Verona.
11:47Und hat er den Korb selber gezahlt
11:49oder hat er ihn nur im Auftrag der Stadt überreicht?
11:51Oh, jetzt wird es aber kompliziert.
11:54Ja, das tut mir auch leid, Herr Achtziger,
11:56aber das ist erst der Anfang.
11:57Wenn er den Korb selber gezahlt hat,
11:59dürfen Sie ihn auf keinen Fall je unter den Kollegen verteilen,
12:01denn das könnte als Bestechung im Amt ausgelegt werden.
12:04Oh, Bestechung in europäischen Dimensionen, ich verstehe.
12:09Ich bitte Sie einfach,
12:10dass solange die Sache noch nicht geklärt ist,
12:12niemand was anfasst, ja?
12:16Frau Tollinger, haben Sie eine Ahnung,
12:18wer das getan haben könnte?
12:21Wie lange haben Sie den Herrn Habich gekannt?
12:24Zwei Jahre, seit er die Stelle als Chorleiter hat.
12:26Mhm, was heißt Stelle?
12:28Ich dachte, Sie sind ein Laienchor?
12:30Ja, sind wir auch.
12:32Soweit es die Sängerinnen und Sänger betrifft.
12:35Herr Habich allerdings bekam ein Gehalt.
12:37Von der Stiftung?
12:38Ja.
12:39Man kann nicht davon reich werden,
12:41aber man kann ganz gut davon leben.
12:43Naja.
12:44Was war Herr Habich eigentlich für ein Mensch?
12:46Ein Genie.
12:48Pädagogisch wie musikalisch.
12:50Aus dem Nichts hat er diesen Chor geformt.
12:52Zu Beginn waren wir ein Haufen begeisterter Laien.
12:54Jetzt sind wir ein professionelles Gesangskunstwerk.
12:57Nicht wahr, meine Liebe?
12:59Ja.
13:00Wir standen vor dem Durchbruch.
13:02Die internationale Musikszene wurde auf uns aufmerksam.
13:05Unter Haubichs Leitung wurde aus dieser Raupe ein Schmetterling.
13:10Das klingt ja wie eine Liebeserklärung.
13:12Wir haben ihn geliebt.
13:13Wir alle.
13:15Nicht wahr?
13:16Ja.
13:17Jetzt haben wir den Übermenschen Habich kennengelernt.
13:20Wie war er denn so als Mensch?
13:22Er hat die Musik geliebt wie sein Leben.
13:25Vielleicht auch ein bisschen was anderes?
13:28Was meinen Sie?
13:30Er hat neben dem Gesang vielleicht auch noch Wein und Weib geliebt.
13:35Frauengeschichten sind mir nicht bekannt.
13:38Natürlich war er den gewöhnlichen Freunden des Lebens nicht abgeneigt.
13:41Er war kein sphärisches Wesen, wenn Sie das meinen.
13:46Mal sehen Sie, genau dieses Gewöhnliche ist, was uns besonders interessiert.
13:50Gab es zum Beispiel neben der Freude auch etwas Leid?
13:53Streit im Chor vielleicht?
13:54Im Gegenteil.
13:55Wir waren alle froh, dass wir Tillmann hatten.
13:58Ohne sein Charisma, ohne seine Kreativität, hätte es Verona nicht gegeben.
14:03Gut.
14:04Wir müssen aber trotzdem die einzelnen Chormitglieder uns sprechen.
14:07Wann hätten Sie dann wieder mal Probe?
14:10Heute um sechs.
14:11Im Konzertraum der Musikakademie.
14:13Sehr gut.
14:14Dann würden wir da zustoßen.
14:16An eins noch.
14:17Wo waren Sie beide gestern Abend zwischen 20 und 21 Uhr?
14:21Wir waren total fertig nach der Feier am Vorabend.
14:24Wir sind früh ins Bett.
14:26Ah ja.
14:26Gut.
14:27Das war es erstmal.
14:28Vielen Dank.
14:29Bitteschön.
14:30Wiedersehen.
14:32Die haben den Chorleiter ja regelrecht vergöttert.
14:35Pff, das muss ja ein richtiger Heiliger gewesen sein, da habe ich.
14:37Und Heilige machen Sie misstrauisch, Kollege?
14:39Das sind Sie etwa nicht?
14:40Doch.
14:41Die haben doch den meisten Dreck am Stecken.
14:43Allerdings.
14:52Das hat Ihnen doch der Herr Pausiker gesagt.
15:10Das hat Ihnen doch der Herr Pausiker gesagt.
15:13Grüß Gott.
15:14Und Sie wären?
15:15Michaela Sterz.
15:17Hallo Frau Sterz.
15:18Also?
15:21Ich wollte dem Herrn Dollinger nur das mit dem Tillmann, also mit dem Herrn Haubig.
15:26Aber wie ich sehe, wissen die es ja schon.
15:28Und woher wissen Sie das?
15:29Ich wollte heute Morgen zu ihm und der Polizist an der Absperrung hat es mal gesagt.
15:34Und was wollten Sie von Herrn Haubig?
15:37Ich war in Verona nicht mit dabei und wollte wissen, wie es war.
15:40Sind Sie auch Chormitglied?
15:43Ja.
15:44Ja, dann werden wir uns heute nach der Chorprobe noch sprechen.
15:46Heute Abend.
15:47Gut.
15:48Wiedersehen.
15:49Sagen Sie, wo waren Sie gestern zwischen, sagen wir mal, 20 und 21 Uhr?
15:54Daheim.
15:55Kann Sie sich jemand bezeugen?
15:57Ja, mein Vater.
16:03Das ist die Nummer 22.
16:12Oh, Satellen.
16:29Die Nummer 14.
16:34Ein Prosecco.
16:40Ja, was machst du denn da?
16:43Achso, ja.
16:44Der Geschenkkorb, also den hat der Herr Achtziger spendiert.
16:47Den hat er von seinem Amtskollegen aus Italien, dem Kommissario Zanetti, gekriegt.
16:50Und ich soll die Sachen jetzt verteilen.
16:53Das ist sehr schön.
16:54Dann nehme ich mir die Zitronenblatzer.
16:56Michi?
16:58Finger weg.
16:59Die Rechtslage ist noch nicht geklärt.
17:01Das heißt, von der Frau Ortmann, gell?
17:03Ja, ganz genau.
17:04Aber da darfst du einen nehmen.
17:06Eine kleine Frage, warum?
17:09Achso, naja, weil ich die Sachen ja nicht verteilen darf, habe ich die Sachen fotografiert.
17:16Habe sie nummeriert, habe Lose geschrieben.
17:18Man zieht einen los, kriegt ein Foto und dann löst man das Ganze zum Schluss ein.
17:23Und das fördert die Vorfreude.
17:25Das ist weil meine Kappen, gell?
17:27Jetzt, nimm da eins.
17:30Ja, Moment einmal.
17:32Dann hast du ja gerade geschummelt.
17:34Was?
17:35Ich?
17:36Ja, da sind drei Zettel gelegen und du hast dreimal gezogen.
17:40Ich habe überhaupt nicht geschummelt.
17:42Was ich gesehen habe, habe ich gesehen.
17:43Gut, dann machen wir es jetzt gemeinsam.
17:50Eins, zwei, drei.
17:57Die Nummer 14, der Fusseco.
18:00Na bitte, habe ich nicht geschummelt.
18:03Die 8.
18:05Die 8 ist die Trentina Salami.
18:11Prego.
18:11Grazie.
18:13Ich möchte lieber die Zitronenblattzahl.
18:16Die Zitronenblattzahl sind leider schon weg.
18:20Und, was ihr habt ihr gekriegt?
18:24Hartkäse aus Tremon-Sinne.
18:27Zitronenblattzahl aus Verona.
18:30Ihr habt gekriegt, eine echte Trentina Salami.
18:35Toll.
18:37Kabinion, jetzt einmal ganz ehrlich.
18:39Magst du eigentlich solche Blattzahl?
18:42Die von meiner Schwester sind mir immer noch die allerliebsten.
18:45Und Tone ist eigentlich je nicht schon meins.
18:49Und, was denkst du über diese Salami?
18:52Salami, ich weiß es nicht.
18:54Den Kass vom Hansen hätte ich gern.
18:56Mag, aber ihr süßzeuglich.
18:57Die Salami würde mich mehr interessieren.
18:59Wirklich wahr?
19:00Ja, ja.
19:01Ein schöner Tag.
19:03So, gestatten, Herr Hansen.
19:05Frau Winnian, du hast den Kass.
19:08Gell.
19:09Güssi auch.
19:10Kühl.
19:16So, können wir dann auch noch ein bisschen was arbeiten?
19:19Gerne.
19:20Hast du die Nachbarn schon durch?
19:21Alle miteinander.
19:22Und, wie schaut's aus?
19:24Wunderbar.
19:25Niemand hat zur Tatzeit irgendetwas gesehen.
19:27Ist es da dann bitte wunderbar?
19:30Ich hab gesagt, zur Tatzeit.
19:32Außerhalb der Tatzeit hat der Herr Bankhofer,
19:34ein Nachbar gesehen,
19:35für sich zwei Damen regelmäßig die Klinke in die Hand gegeben haben.
19:38Die eine heißt Waliska Dollinger
19:39und die andere ist eine gewisse Michaela Sterz.
19:45Michaela Sterz?
19:46Das ist doch die junge Frau von vorhin.
19:47Genau.
19:48Woher wusste er, wie die Damen heißt?
19:50Der ist ins Internet reingegangen,
19:52auf die Homepage von dem Kau
19:53und da hat er sich da wiedererkannt.
19:55Wobei die Frau Sterz immer vormittags gekommen ist,
19:58die Dollingerin aber nachmittags.
20:00Jeweils zwei bis drei Stunden lang.
20:02Na, das lässt viel Raum für Fantasie.
20:04Die müssen wir uns einzeln vornehmen,
20:06im Kommissariat.
20:07Ja, meine Herren,
20:09ich hab gerade mit Kommissario Zanetti
20:12aus Verona telefoniert.
20:15Etwas Interessantes herausgefunden.
20:17Haubig hatte im Hotel-Safe ein Päckchen depotiert.
20:20Bitte nimmst du Platz.
20:21Und was war drin in dem Päckchen?
20:24Irgendwas aus einem Veroneser Antiquariat.
20:26Genau, das konnte er leider auch nicht sagen.
20:27Dann müssen wir nochmal zum Tatort fahren.
20:31Herr Acht, ich muss anders wissen Sie,
20:34ob der Herr Haubig ein Schützenjäger war.
20:36Warum gibt's da irgendwelche Hinweise?
20:38Noch nicht nur,
20:39dass zwei Chormitglieder bei ihm ein- und ausgegangen sind.
20:42Frau Dollinger und eine Frau Sterz.
20:45Ist Ihnen dir mal was aufgefallen?
20:46Also Eifersüchteleien zwischen den Damen zum Beispiel?
20:49Nein.
20:50Außerdem, die Frau Sterz war in Verona gar nicht dabei.
20:52Und dass der Herr Dollinger vielleicht einmal eifersüchtig war?
20:55Also alles, was ich weiß, ist,
20:57dass die Dollingers zwei getrennte Zimmer hatten.
20:59Weil er so laut schnarcht.
21:08Was macht denn das Auto von der Frau Sterz hier?
21:10Das sieht in der Taser, die klammig sind.
21:12Ich bin nicht spinnend.
21:18Schade, wie ich gesagt habe.
21:37Herr Frau Sterz, was machen Sie denn hier?
21:41Ich wollte nur die CD holen.
21:42Darf ich?
21:43Ach so.
21:44Sagen Sie mal, was lief zwischen Ihnen und Herrn Haubig?
21:47Er hat mich gecoacht.
21:49Gecoacht?
21:50Wie gecoacht?
21:52Stimmbildung, Frasierung, Atemtechnik.
21:54Was ist jetzt damit?
21:56Wer sagt uns,
21:57dass Sie nicht Beweismittel verschwinden lassen wollten?
22:00Warum ist die so wichtig?
22:02Da ist mein Solo drauf.
22:04Ich brauche die CD für eine Bewerbung.
22:07Und da brechen Sie einfach so mir nichts,
22:09dir nichts in den Taterteilen.
22:10Ich wollte nicht, dass die CD verschwindet.
22:13Wir haben gehört, Sie waren gar nicht in Verona.
22:17Ich war erkältet.
22:19Und so schnell wieder genesen.
22:23Schauen Sie mal, Kollege.
22:25Antiquariato di Verona.
22:29Ja, ja, das ist ein Teil einer alten Partitur.
22:35Ja, von Claudio Monteverdi.
22:38Ja, ein italienischer Komponist des 17. Jahrhunderts.
22:41Hat viel für Chor geschrieben.
22:43Was glauben Sie, was so was wert ist?
22:45Ich bin kein Experte,
22:47aber 10.000 Euro werden kaum reichen.
22:50Das muss Haubig in Verona gekauft haben.
22:52Aber wir haben in seinen Unterlagen
22:53kein Kaufbillig gefunden.
22:55Kein Einzitten.
22:56Und wenn es ein Geschenk ist?
22:58Geschenk von wem?
22:59Das müssten Sie rausfinden.
23:01Ach so.
23:02Ja, in einer halben Stunde
23:03werden wir den Sizilien-Chor treffen.
23:04Da werden wir diesbezüglich mal nachfragen.
23:08Ja?
23:12Unangetastet.
23:12Sehr schön.
23:14Da haben wir uns ja tatsächlich mal verstanden.
23:16Ja, und Sie, Frau Rattmann,
23:18haben Sie auch Ihre Arbeit gemacht?
23:19Morgen kann ich Ihnen sagen, was damit geschieht.
23:25Was ist das?
23:26Ich wünsche Ihnen eins.
23:29Ach.
23:33Die Nummer 12.
23:35Das wäre Grappa di Moscato.
23:39Das ist mit des teuerste aus dem ganzen Geschenkkorb.
23:41Ich habe ein bisschen im Internet recherchiert.
23:43162 Euro die Flasche.
23:45Also noch ist nichts verteilt.
23:48Aber Glück gehabt.
23:49Ja, die Welt ist eben gerecht.
23:52Schönen Feierabend.
23:55Dankeschön.
24:05Waren alle vom Chor da?
24:08Ja, die Frau Sterzen, die Frau Dollinger,
24:10die waren unpässlich.
24:12Frage ist, ob das zu viel war.
24:14Wir haben sich sowieso für morgen einbestellt.
24:16Also.
24:19Habt ihr sonst noch was rausgekriegt?
24:22Ich bin auch in den Fall involviert, Herr Hansen.
24:25Rausgekriegt haben wir nicht wirklich was.
24:27Irgendwie sind wir noch genauso schlau wie vorher.
24:30Scheinbar liebten und verehrten den, Herr Robich, alle.
24:33Da ist schon was dran.
24:33Und immerhin hat er aus einem Wald- und Wiesenchor
24:36eine Vokalensemble gefahren,
24:37der seinen internationalen Preis gewählt.
24:40Trotzdem muss es jemanden geben, der nicht ganz so toll fährt.
24:43Kannst du nicht einmal ein bisschen in der Musikakademie umhören?
24:46Schau, das glaubst du, was ich euch gemacht habe.
24:47Ich hab alle angerufen, wie wir es wissen könnten.
24:49Aber leider kam nichts dabei raus.
24:51Ja, wie schaut's.
24:52Bitte.
24:53Übrigens, vielen Dank für die Einladung zum Essen.
24:56Geht nichts zu danken.
24:57Schließlich steuern Sie mit Ihrer Salami auch was dazu bei.
25:00Rotwein, gell?
25:01Ja, bitte.
25:03Also, das Brot, die Essigurkerl und der Salat werden da.
25:06Jetzt fehlt bloß noch dein Hartkäse aus Trimusine
25:08und Ihre Trittina Salami.
25:10Tja.
25:13Ich hab doch gesagt,
25:14da kann ich mir den Gang zum Metzger und zum Käsemeier sparen.
25:17Ja, das ist irgendwie blöd gelaufen.
25:19Wieso?
25:20Die Verteilung ist erst in den nächsten Tagen.
25:25Ah.
25:38Guten Morgen, Frau Stoppel.
25:39Guten Morgen, Herr Hofer.
25:41Stehen Sie da nicht da?
25:42Äh, nein, aber der Obduktionsbericht.
25:45Super, was steht da drin?
25:46Die Frau Dr. Eckstein hat Metallspuren an der Kopfhunde vom Haubich gefunden.
25:50Danke.
25:51Das heißt, der 80er hat recht.
25:53Die Hartwaffe war wahrscheinlich nicht, aber gar nicht.
25:56Ja.
25:58Guten Morgen.
25:59Morgen.
25:59Die Dollingers Lügen.
26:02Ein Angestellter hat gesehen,
26:03wie der Wagen vorgestern Abend weggefahren ist.
26:05Wer ist da drin gesessen?
26:06Das hat er nicht gesehen.
26:07Und der Herr Pause, der das auch hätte sehen müssen,
26:10und hat gesagt, dass er gar nichts gesehen hat.
26:12Und er lügt.
26:13Und das auch ich gesehen.
26:14Du nicht, dass siehst du.
26:15Moin, Moin, allerseits.
26:17Morgen.
26:17Morgen.
26:18Ich war gerade in Haubichs Bank, meine Herren.
26:20Der hatte da einen Bankschließfach.
26:22Und jetzt raten Sie mal, was da drin war.
26:23Geld hat in der Müsse.
26:31Wir gehen davon aus, dass Haubich die Partitur in bar bezahlt hat.
26:34Möglicherweise am italienischen Piskus vorbei.
26:36Wahrscheinlich stammt das Geld aus einem Bankschließfach.
26:38Jetzt stellt sich natürlich die Frage,
26:40woher kommen die 25.000 Euro?
26:42Da gibt es viele Möglichkeiten.
26:44Bitte.
26:45Na ja, wenn das legales Geld ist,
26:47warum liegt das dann nicht an?
26:48Dann ist es vielleicht Schwarzgeld.
26:49Das muss Schwarzgeld sein.
26:51Na, vielleicht private Gesangstunden.
26:5425.000 Euro?
26:56Ja, aber seit zwei Jahren da,
26:58250 bis 500 Stunden,
27:00da kommt schon was zusammen.
27:01Geht nicht.
27:01Er hat das Schließfach erst vor einem halben Jahr eingerichtet.
27:03Hat er es ja vor ihm schon angekauft.
27:05Wie kann er sonst noch an das Geld gekommen sein?
27:08Dafür habe ich Herrn Moor zur Verwaltung
27:09der Zizilienstiftung geschickt.
27:11Ja, und die Dollingers haben sich gegenseitig ein Alibi gegeben.
27:14Da sollten wir nachhaken.
27:15Na ja, die Frau Dollinger sollte eigentlich jetzt hier sein.
27:18Die hat uns versetzt.
27:19Ich würde sagen, wir fahren da hin.
27:20Ja, aber zuerst fühlen wir Frau Sterz auch den Zahn.
27:22Wir haben Ihren Vater hinsichtlich des Alibes befragt
27:25und wollen Sie jetzt mit seiner Aussage konfrontieren.
27:27Ja gut, dann machen Sie das.
27:31So, Frau Sterz, nimm uns bitte den Platz.
27:36Dann legen wir mal los.
27:39Was haben Sie vorgestern Abend gemacht?
27:43Ich war zu Hause.
27:45Und was haben Sie da gemacht?
27:48Gekocht?
27:49Mit meinem Vater?
27:51Dann hören wir mal, was Ihr Vater zu sagen hat.
27:54Sie hat gekocht.
27:57Und was haben Sie da gekocht?
28:00Spaghetti?
28:01Spaghetti.
28:02Mit welcher Soße?
28:06Bolognese.
28:15Und was hat Ihr Vater gemacht?
28:19Gelesen.
28:20War es ein dünnes oder ein dickes Buch?
28:26Ein dünnes.
28:30Ich habe gelesen.
28:32War es ein dünnes oder ein dickes Buch?
28:34Ein Roman von Gustav Freitag.
28:37Soll und haben.
28:38Ein dünnes Buch, haben Sie gesagt.
28:44Von wegen dünnes Buch.
28:45Sie lügen uns an.
28:46Wo waren Sie wirklich?
28:48Sie waren vorgestern Abend wieder bei Herrn Haubing.
28:51Stimmt's?
28:52Aber nicht wegen der Stimmbildung.
28:54Richtig?
28:55Sie haben was gehabt mit Ihnen?
28:57Ja.
28:58Und vorgestern Abend haben Sie sich gestritten.
29:01Wollem ging's?
29:02Der Tillmann hat mir versprochen, dass ich in Verona ein Solo singen kann.
29:07Aber dann, kurz vor der Abreise, hat er mir eine SMS geschickt.
29:11Da ist drin gestanden, dass ich noch nicht so weit wäre und dass ich das Solo nicht singen kann.
29:17Sie waren also gar nicht erkältet, sondern sozusagen anderweitig verschnüpft.
29:25Nach der Rückkehr habe ich ihn dann zur Rede gestellt.
29:28Er eierte nur herum und hat immer wieder gesagt, dass das noch viel Arbeit braucht, dass ich noch nicht so
29:33weit wäre und...
29:37Sie haben sich ausgenutzt gefühlt.
29:41Sie waren tief verletzt und haben Sie zugeschlagen.
29:45Nein.
29:46Nein.
29:48Ich bin dann gegangen.
29:51Ich wollte ihn nie wiedersehen.
29:54Für mich war der Schluss mit dem Chor.
30:00Belogen hat er mich.
30:01Nur um...
30:05Ach, michi.
30:06Sie entschuldigen uns kurz.
30:12Folgendes.
30:13Ich habe jetzt mit der Schatzmeisterin von der Stiftung geredet, mit der Frau Bierebauer.
30:17Hat mir das gleich super verstanden, weil das ist nämlich die Tochter von meinem ehemaligen Erdkundelehrer.
30:22Die ist ja ganz ein Lieber.
30:23Michi.
30:24Die ist mit mir den gesamten Ausgabenordner vom letzten Jahr durchgegangen und dafür habe ich dann versprechen müssen, dass ich
30:30für Ihren Partner...
30:30Michi.
30:31Ja, laut Unterlagen hat die PAUSE GmbH im letzten Jahr diverse Renovierungsarbeiten für die Villa Cecilia unternommen.
30:39Als wenn der PAUSE eine Firma hätte.
30:41Und wisst ihr, wer der Geschäftsführer von dieser Firma ist?
30:45Der Wolfgang PAUSE.
30:47PAUSE.
30:48Der ist da bei Dörlinger angestellt.
30:49Ja.
30:49Ja, freilich.
30:50Jetzt bin aber ich ins Internet gegangen und habe recherchiert.
30:53Und zwar die Besitzverhältnisse.
30:54Von der Firma.
30:55Ja, freilich von der Firma.
30:56Und wisst ihr, wer der Besitzer in Wirklichkeit ist?
30:59Was ist da, Frau Altmann?
31:00Hallo Frau.
31:01Gut.
31:02Ein gewisser Vergetracht.
31:03Ich tolle.
31:05Tosche.
31:05Ja?
31:08Frau Altmann, welche Hiobsbotschaft bringen Sie mir heute?
31:13Keine Hiobsbotschaft.
31:14Der Vorgang Geschenkkorb aus Verona ist erledigt.
31:17München hat grünes Licht gegeben und wir dürfen die Sachen verteilen.
31:20Sie müssen nur noch unterschreiben.
31:21Na, das ist doch mal eine gute Nachricht.
31:24Das hört sich ja so an, als würde ich sonst nur schlechte bringen.
31:26Das ist doch nicht so empfindlich, Frau Altmann.
31:29Das wird man hier mit der Zeit.
31:30Und?
31:30Wo darf ich unterschreiben?
31:33So viel Papier nur wegen dem Geschenkkorb.
31:35Ich habe die Gesetze nicht gemacht.
31:36Ich weiß, ich weiß.
31:41Wollen Sie gar nicht den Hintergrund wissen, wie ich es gemacht habe?
31:44Doch, doch.
31:44Natürlich.
31:45Wie denn?
31:46Der Geschenkkorb hat einen Gesamtwert von 1.062,62 Euro.
31:51Wenn man die Waren jedoch für sich nimmt, kommt man nach einem Durchschnittswert von 82,55 Euro.
31:57Und Wertgegenstände unter 85 Euro fallen unter die Bagatellitätsklausel und dürfen somit verschenkt werden.
32:03Ich bin beeindruckt.
32:1019, was ist das?
32:12Die war noch übrig.
32:14Und haben Sie schon ermitteln können, was sich hinter dieser 19 verbirgt?
32:19Eine Flasche Ruhmwein.
32:21Ah.
32:30Was ist heute in D. schon wieder?
32:32Nichts Gutes.
32:38Dr. Herr, wollen wir gleich mal zur Sache kommen, hm?
32:42Sie beiden haben die Stiftung abgezockt.
32:44Herr Haubig ist Ihnen auf die Schliche gekommen, er hat sie erpresst.
32:47Und Sie, Herr Dollinger, haben vorgestern Abend das Problem beseitigt.
32:50Es ist nicht so, wie Sie denken.
32:52Sie kennen diese Verträge?
32:54Sie haben Renovierungsarbeiten an der Villa Cecilia durchgeführt und dafür überhöhte Rechnungen gestellt.
33:00Die nur durchgegangen sind, weil Sie die erste Vorsitzende sind.
33:03Mit dem Mord habe ich nichts zum Tor.
33:05Ich habe bloß beim Chef einen Freund gemacht und meinen Namen hergeben.
33:10Herr Dollinger, wie viel haben Sie dafür eingestrichen?
33:12Das habe ich alles für den Chor getan.
33:14Herr Haubig hat mich nicht erpresst.
33:17Und das Schwarzgeld in seinem Bankschließfach stammt natürlich nicht von Ihnen.
33:20Doch.
33:21Gelder, die Sie von der Stiftung abgezweigt haben.
33:24Richtig.
33:25Er hat von vornherein gewusst, wo das Geld herkommt.
33:28Kommen Sie bitte mit in mein Büro.
33:30Ich erkläre Ihnen alles.
33:36Was denn?
33:37Die Herren von der Polizei sind da.
33:39Ich rufe Sie später zurück.
33:41Ja.
33:42Hallo, Frau Dollinger.
33:43Guten Tag.
33:44Das war jemand vom Chor.
33:46Wir haben Sie gestern bei der Chorprobe vermisst.
33:48Es tut mir leid.
33:49Ich konnte nicht.
33:50Und heute hätten Sie eigentlich einen Termin bei uns gehabt?
33:54Verzeihen Sie, im Augenblick kann Sie kaum einen Schritt vor die Türe setzen.
33:57Sie hat den Tod von Herrn Haubig noch immer nicht erwunden.
34:02Im Augenblick wissen wir nicht, was wir in Ihnen glauben sollen und was nicht.
34:06Das Alibi war falsch.
34:08Sie für untreuen Stiftungsgelder.
34:09Und das erschüttert schon unseren Glauben an Ihre selbstlose und hingebungsvolle Begeisterung vor dem Chor?
34:14Lassen Sie mich es erklären.
34:18Durch Herrn Haubigs Arbeit wurde unser Chor...
34:21Ein Gesangskunstwerk von der Raupe zum Schmetterling und so weiter.
34:24Wir kennen die Biologie. Danke.
34:26Laut Satzung der Stiftung bekommt ein Chorleiter nur ein Gehalt in bestimmter Höhe.
34:31Und diese Höhe war wohl nicht hoch genug für einen Chorleiter, der hoch hinaus wollte.
34:35Richtig.
34:36Ich suchte also nach einem Weg.
34:39Zugegebenermaßen nach einem illegalen Weg, um Haubig zu halten.
34:42Ich zweite das Geld aus der Stiftung ab, um im Sinne der Stiftung den Chor zu neuen Ufern zu führen.
34:48Nach dem Motto, der Zweck heiligt die Mittel.
34:49Ja. Neben dem normalen Gehalt bekam Herr Haubig regelmäßig Prämien.
34:54Schwarz?
34:55Ja. Und jetzt frage ich Sie.
34:57Warum soll ich einen Mann umbringen, für den ich sogar bereit war, den Gang ins Gefängnis zu riskieren?
35:06Na ja.
35:08Wo er recht hat, da hat er recht.
35:09So ist es.
35:11Und jetzt?
35:12Bleiben noch die Frau Sterz und die Frau Tollinger.
35:15Die Frau Tollinger?
35:16Sie hat zugegeben, dass sie vorgestern Abend mit dem Wagen weggefahren ist.
35:20Wohin?
35:21Zu Haubig?
35:22Genau.
35:23Sie wird bald von Herrn Hansen vernommen.
35:26Was wollten Sie bei Herrn Haubig?
35:28Ihn überzeugen.
35:30Wovon?
35:32Seine erfolgreiche Arbeit mit dem Chor hat andere aufhorchen lassen.
35:37Er hat ein sehr lukratives Angebot aus Berlin bekommen.
35:41Verstehe.
35:42Sie wollten ihn zum Bleiben bewegen.
35:44Mhm.
35:47Hat Ihr Mann gewusst, was Sie vorhatten?
35:50Sicher.
35:51Okay.
35:52Was ist dann passiert?
35:54Ja, als ich, als ich zur Wähler kam,
35:57da sah ich, wie Frau Sterz herausgekommen ist und...
36:01Ach ja?
36:02Sie, sie wirkte irgendwie aufgewühlt.
36:07Und als sie weggefahren ist, bin ich dann in die Wähler hinein.
36:12Hatten Sie einen Schlüssel?
36:16Die Tür stand ja offen.
36:18Mhm.
36:20Ja, und dann...
36:21Dann sah ich Tillmann auf der Treppe.
36:25Tot.
36:29Ich bin sofort nach Hause gefahren,
36:30hab's gleich meinem Mann erzählt.
36:34Ich verstehe nicht, warum Sie uns das nicht gleich erzählt haben.
36:36Wozu das falsche Alibi?
36:38Das war die Idee meines Mannes.
36:40Stellen Sie sich vor, ich hätte diese Aussage gemacht
36:42und Frau Sterz hätte die Tat geleugnet.
36:45Dann steht Aussage gegen Aussage.
36:48Wo ist das Problem?
36:49Das Problem, Herr Hansen, ist doch,
36:51dass wir dann, weil wir unter Verdacht sind,
36:54im Zentrum Ihrer Ermittlungen stehen.
36:57Wir hätten dann befürchten müssen,
36:58dass die...
36:58dass die unlautere Geldbeschaffung meines Mannes ans Licht kommt.
37:04Weil es trotzdem geschehen ist, Frau Dollinger.
37:06Hätten wir das früher gewusst,
37:07wir hätten mit Sicherheit gleich die Wahrheit gesagt.
37:10Klingt einleuchtend.
37:13Dürfte ich die haben?
37:14Bitte?
37:15Amelie, Tüte.
37:17Ihre Armkette, würden Sie sie mir bitte geben?
37:20Warum?
37:22Das erzähle ich Ihnen dann,
37:23wenn ich sie wieder zurückgegeben habe.
37:25Was, wenn ich das nicht möchte?
37:27Dann dauert es einfach nur ein wenig länger,
37:29weil ich mir einen Beschluss besorgen muss.
37:31Also?
37:36Danke.
37:38Kommt in die KTU.
37:40Mach ich.
37:42Ja.
37:55Oh, wird verteilt.
37:57Ja, München hat grünes Licht gegeben.
37:59Sie können Ihr Foto jetzt eintauschen.
38:01Ach, Frau Ortmann,
38:01wann geben Sie mir endlich grünes Licht?
38:05Diesbezüglich sind Sie schon lange
38:06in einer Sackgasse gelandet, Herr Hansen.
38:09Schauen wir mal.
38:12Michi, bitteschön.
38:13Herr Hofer.
38:14Danke sehr.
38:15Ah.
38:17So.
38:18Ja, einmal Salami.
38:20Danke, Frau Stockel.
38:21Gerne.
38:22Du, was machen wir jetzt mit dem da?
38:25Ja, dem heute?
38:26Ja, immer.
38:27Das habe ich verkehrt.
38:28Ja.
38:30Herr 80er, Sie kommen gerade richtig.
38:32Bitteschön.
38:33Danke, Frau Stockel.
38:34Meine Herren, es gibt Neuigkeiten.
38:36Kommen Sie.
38:37Ich habe gerade mit Kommissario Zanetti telefoniert.
38:41Hat in meinem Auftrag weiter recherchiert
38:44und das Personal vom Hotel Garibaldi befragt.
38:49Ja, und?
38:51Tja, meine Herren, Frau Dollinger ist gesehen worden,
38:55wie sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag
38:57das Zimmer von Herrn Haubig betreten hat.
39:00Mir scheint, da hat sich jemand in der Türe geirrt.
39:02Wohl kaum.
39:04Sie hat eine Flasche Champagner dabei und zwei Gläser.
39:07Ja, logisch.
39:08Eins für sich und eins für den Haubig.
39:09Was glauben Sie, ob der Dollinger von den Eskapaden
39:12seiner Gattin gewusst hat?
39:13Ich denke nicht.
39:15Und denken Sie nur daran,
39:16wie fürsorglich und liebevoll er mit ihr umgegangen ist.
39:18Und die beiden haben eine gemeinsame Leidenschaft, den Chor.
39:21Und Herrn Haubig.
39:22Und Haubig, ja.
39:24Nur mit dem Unterschied,
39:25dass die Frau Dollinger mit ihrem Interesse für Herrn Haubig
39:27aber schon ganz schön toll.
39:31Entschuldigung, Herr Achtziger,
39:32Sie möchten bitte ganz dringend den Bürgermeister anrufen.
39:35Ah, danke, Frau Stockert.
39:36Tja, mein Herr, Sie wissen, was zu tun ist.
39:40Was ist denn mit dem Kassensicherheit?
39:42Beide Frauen kann das gewesen sein
39:44und wir kennen uns nicht mehr aus.
39:46Ja, toll.
39:47Gibt es schon Ergebnisse von der Untersuchung der beiden Wohnungen?
39:50Ja.
39:51Die Tatwaffe war weder in der Wohnung von der Sterzen
39:53noch in der von der Dollinger.
39:54Was ist mit Ihren Kleidern?
39:55Nix.
39:56Keine Blutspuren.
39:58Eine Möglichkeit gibt es noch.
40:07Soll ich?
40:07Ja, bitte.
40:12So, Frau Dollinger.
40:18Frau Dollinger, Sie sind überführt.
40:20Hey.
40:21Ihre Kleider mit dem Blut drauf
40:23und die Tatwaffe haben Sie erfolgreich bezorgt.
40:27Aber nicht das hier.
40:30Mir ist aufgefallen, dass Sie das Armband immer tragen.
40:33Ist das ein Geschenk Ihres Mannes?
40:35Zum 10. Hochzeitstag.
40:37Ja.
40:39Also haben wir vermutet,
40:40dass Sie es auch bei der Tat getragen haben.
40:42Und haben gehofft,
40:43Blut von Herrn Habich drauf zu finden.
40:45Auch wenn es nur mikroskopisch feine Blutspuren sind.
40:48Auch wenn Sie vielleicht versucht haben,
40:50das Blut wegzuwischen.
40:51Aber es nicht funktioniert,
40:53weil Blut lässt sich nicht so einfach entfernen.
40:56Tja, wir sind fündig geworden.
41:00Bingo.
41:01Ja.
41:03Herr Tillmann wollte nach Berlin
41:05und ich war bereit mitzugehen.
41:08Sie wollten Ihren Mann verlassen.
41:11Ich habe Tillmann geliebt.
41:12Aber er wollte alleine nach Berlin.
41:15Für ihn war ich nur eine Episode.
41:17Und das wird Ihr Stolz nicht verkraftet?
41:19Stolz, Stolz.
41:20Ich habe ihm alles gegeben,
41:21alles, mein Leben.
41:22Meinen Mann habe ich verraten,
41:24meine Ideale.
41:24Nein.
41:26So.
41:28War wohl doch kein solcher Übermensch,
41:30der Herr Habich.
41:31Am Ende war er doch nur ein Mann.
41:34Mieses Schwein.
41:36Frau Dollinger,
41:37es ist in Falle viel festgenommen,
41:38wegen des Drünger
41:39und dem Tatverdacht,
41:39Tillmann Habich ermordet zu haben.
41:41Amelie sei so gut,
41:43wenn Sie die Kollegen mitbringen möchten.
41:49Ja.
41:50Würde sein,
41:52Fall gelöst.
41:53Und darauf stoßen wir jetzt an.
41:55Tja.
41:56Herr Achtsiger,
41:56ich will Ihnen was sagen.
41:57Die Geschenke aus dem Präsentkorb,
41:59die sind jetzt für uns eine Belohnung.
42:01Und dagegen können nicht einmal
42:03die aus München was haben.
42:04Nein.
42:06Und die Frau Ortmann?
42:08Kriegt auch ein Glasl.
42:09Ja.

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