00:11Guten Tag, dass Sie alle da sind und ich möchte mich gleich bedanken bei meinem
00:17Pianisten Walter Lothmann. Aber mein großer Dank gilt der Herrin des Hauses, Veronika Jage.
00:45Ich habe nämlich die wundervolle Idee gehabt, eine Vernissage mit einem Chanson-Programm zu verknüpfen.
00:53Danke, liebe Veronika. Danke, liebe Wagner. Das ist nämlich so, ich male gerne, ich singe gerne.
01:01Es war ein besonderer Abend in der Galerie Wienartig. Die Künstlerin Dagmar Truksa, vielen bekannt aus Schauspiel und Kabarett, präsentierte
01:11ihre vielseitigen Talente.
01:13Neben der bildenden Kunst hat Dagmar Truksa auch ihre Leidenschaft für das Schreiben und die Musik entdeckt.
01:19So wurde die Vernissage, Traumzeit, Chansons und Bilder zu einem stimmungsvollen Fest verschiedener Kunstrichtungen.
01:27Gemeinsam mit Walter Lochmann am Klavier entführte Dagmar Truksa das Publikum in die Welt der Chansons.
01:34Humorvolle Texte, vorgetragen von Toni Biber, sorgten zusätzlich für Unterhaltung und viele heitere Momente.
01:41Die Galerie Wienartig ist dabei weit mehr als nur eine Galerie.
01:45Sie hat sich zu einem echten Kulturwohnzimmer entwickelt, einem Ort, an dem Kunst, Musik und Begegnung ihren Platz haben und
01:52an dem sich die Gäste sofort wohlfühlen.
01:55Ein außergewöhnlicher Abend voller Bilder, Musik und Humor und ein Erlebnis, das wohl niemand so schnell vergessen wird.
02:04Begegnung
02:06Nächste
02:16Applaus
02:21Apropos Picasso
02:23Über Picassos Gemälde Sündenfall
02:26schrieb der französische Kunstkritiker Deloren
02:29Bei Betrachtung der Eva
02:33fragt man sich
02:36Wie konnte es dazu kommen?
02:41Ein anderer Kritiker stellte fest, dem Kubismus liegt ein bedeutender Gedanke zugrunde.
02:49Aber niemand wüsste so gern wie die Kubisten selbst, was für einer.
02:56Wir haben hier eine fulminante Ausstellungseröffnung, kann man das so sagen, mit einem ganz tollen Programm.
03:04Und das zeichnet dich aber aus, diese Vielfältigkeit an Kunst.
03:07Danke.
03:09Wie geht es dir heute?
03:10Jetzt geht es mir gut. Vorher war ich sehr nervös.
03:13Hast du aber gut verborgen.
03:15Das hoffe ich sehr.
03:16Nein, weil es das erste Mal war, dass ich nach einer wirklich schweren Operation wieder etwas gearbeitet habe.
03:22Und da hat man Angst, weil man nicht weiß, ob es funktioniert.
03:26Ich bin sehr froh, es hat alles funktioniert.
03:29Es ist wunderbar, vor allem diese Mischung aus bildender Kunst, aus Gesang.
03:34Schauspielere wissen wir sowieso.
03:36Jetzt haben wir neben dir einen Partner stehen, der das wirklich wunderbar rübergebracht hat.
03:41Wo hast du die Texte her?
03:42Ich meine, ich weiß, dass das Originaltexte sind, aber wie hast du die ausgesucht?
03:45Wir haben einfach jahrelang gesammelt.
03:47Ich habe einen ziemlich dicken Ordner zu Hause.
03:53Diese Art und Weise, wie Künstler damals miteinander umgegangen sind, hervorragend ist, weil die waren schon damals gemeint.
04:02Und das ist aber schön und das sind vor allem wirklich wahre Begebenheiten.
04:06Vor allem es ist wichtig, da ist nichts gedichtet, nichts dazu, nichts.
04:10Es ist wichtig, die Künstler sagen meistens das, was sie sich denken und das stimmt aber oft.
04:15Die Art von Künstlern, ja.
04:19Was bedeutet für dich Malen?
04:22Malen ist Freiheit, Malen ist Lust, liebe Farben.
04:28Ich liebe es da, auf eine weiße Leinwand, auf eine jungfräuliche, eine Farbe drauf zu klatschen
04:33und dann zu schauen, was sich daraus entwickelt, außer man hat schon vorher eine Idee.
04:37Dann merke ich mein fehlendes Handwerk.
04:40Weil ich würde ganz andere Sachen malen, wenn ich es gelernt hätte.
04:45Also ich würde mehr, aber egal, es ist okay, so wie es ist, ja.
04:49Ja, aber das, was du jetzt darstellst, das kommt aus dir raus.
04:52Das kommt aus dem Inneren.
04:54Und wenn es mir nicht gefällt, dann wird die ganze Leinwand wieder zugeweist.
04:59Das ist herrlich, man kann immer wieder von vorne haben.
05:01Da gibt es ein Bild, an dem habe ich über ein Jahr herum getan.
05:05Und das war eigentlich schon fertig.
05:07Und dann kam eine Malerkollegin, also eine wirkliche Malerin, eine tolle Fuchsschülerin.
05:12Und die hat gesagt, weißt du, das ist recht nett, aber du solltest.
05:15Und dann habe ich gemacht, was sie gesagt hat und dann war das Bild kaputt.
05:18Und dann habe ich von vorne wieder angefangen.
05:21Man soll sich nichts einreden.
05:22Nie wieder, nie wieder mache ich das.
05:23Ich muss jetzt unbedingt unterbrechen, was dazu sagen, denn es ist nicht alles, was
05:29man malt, eine Darstellung.
05:32Das meiste davon ist eine Empfindung.
05:34Ja.
05:35So würde es auch sehen.
05:37Und das war auch so wunderbar bei einem dieser Texte, was Kunst ist.
05:41Und wenn jemand behauptet, er weiß, was eine Kunst ist, dann rückt er.
05:45Also ich habe einen Schauspiellehrer gehabt, Gott habe ihn selig, den Kurt Prade.
05:50Und er hat immer gesagt, Kunst kommt von Können, weil wenn es von Wollen käme, hieße
05:55es Wunst.
05:57Argument.
05:59Ein wunderbarer Abend, eine wunderbare Ausstellung und man sieht es an dem Publikum, es wird
06:06begeistert gefertigt.
06:07Es sind viele gekommen, wo ich gar nicht gewusst habe, dass die kommen.
06:10Also ich habe eigentlich, wir haben kaum mehr Sessel gehabt, das war toll.
06:14Also ich war überwältigt, bin es immer noch.
06:16Und bei dir, Toni, wenn ich irgendwann einmal nicht mehr weiter weiß, frage ich dich, weil
06:20du hast sicher den passenden Text dazu.
06:24Wozu habe ich jetzt nicht verstanden?
06:25Ich habe gesagt, wenn ich einmal nicht mehr weiter weiß, dann komme ich zu dir und sage
06:28du, du hast sicher den richtigen Text.
06:31Man hat mich in meinem Leben rhetorisch relativ gut geschult.
06:36Wunderbar.
06:36Noch einmal Gratulation, es war wirklich ein wunderbarer Abend.
06:39Es ist schön, dass ihr dabei wart.
06:40Ich freue mich immer, wenn ich euch sehe.
06:42Danke.
06:42Das mit einer Gedenktafel für einen berühmten Maler geschmückt war, fragte der Kollege
06:49empathisch.
06:51Was meinen Sie, Pfarrer?
06:54Wird wohl auf der Tafel meines Wohnhauses stehen, wenn ich gestorben bin?
07:01Zimmer zu vermieten, er bittet dem Pfarrer und dem Pfahlsieb.
07:08Ich schreit den Pfarrer und dem Pfahl.
07:13Ich schreit den Pfahl.
07:46Applaus