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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00David, wir können nicht mehr zusammenarbeiten.
00:01Aber irgendwann vielleicht wieder.
00:03Bitte geh jetzt.
00:04Es ist fast so traurig wie bei Romeo und Julia.
00:08Also bevor sich unsere beiden Familien derart verfeindender greifen,
00:12ja, auch in Zeiten, wo sie zweifeln aneinander,
00:16die Musik, die wird sie wieder zusammenbringen.
00:19Ich bin dabei.
00:21Was ist passiert?
00:22So ein trotteliger Laborant hat versehentlich die Haarprobe verloren.
00:25Und jetzt?
00:25Ich muss denen eine neue zukommen lassen.
00:28Von Toni.
00:28Ja, von wem denn sonst?
00:30In München, auf dieser Schule, wo meine Chefin unterrichtet.
00:33Da kann man zwei Sachen auf einmal machen.
00:35Die Ausbildung und den Realschulabschluss.
00:37Ich könnte ins laufende Semester einsteigen.
00:39In München?
00:40Jasmin, wie stellst du das denn vor?
00:42Du hast doch mich hier und Emma.
00:43In drei Monaten hat Micha die Schule fertig.
00:45Dann kann er nachkommen.
00:46Vielleicht hatte ich schon andere Pläne für Köln?
00:48Ich wollte bei Toni eine Lehre anfangen.
00:50Ich muss mich dafür verantworten, was ich getan habe.
00:53Ich muss verurteilt werden.
00:55Nur so kannst du dich wieder mit David versöhnen.
00:57Wie soll ich mich mit David versöhnen, wenn ich ihm nicht die ganze Wahrheit sagen kann?
01:00Toni hat damals den Wagen seiner Mutter gestohlen.
01:03Das werde ich nicht sagen vor Gericht.
01:04Und du weißt warum.
01:05In der Nacht vom 14. auf den 15. September 2008
01:09hat der Angeklagte den PKW von Julia Gräfin von Ahrensberg gestohlen.
01:14Als Julia Gräfin von Ahrensberg den Angeklagten am Wegfahren hindern wollte und sich ihm in den Weg stellte, fuhr er
01:21sie an.
01:21Daraufhin erlag Julia Gräfin von Ahrensberg noch am Unfallort ihren Verletzungen.
01:30Und du weißt den Angeklagten am Unfallort.
01:37Und du weißt den Angeklagten.
02:04Angeklagter, Sie haben das letzte Wort.
02:12Ist Ihnen gut?
02:13Ja, ja, alles in Ordnung.
02:16Einen Anwalt hau zu schlagen und so.
02:18An jenem Abend war ich auf einer Party und hatte etwas zu viel getrunken.
02:24Ich war dann zu Fuß auf dem Nachhauseweg.
02:27Bin an diesem Parkplatz vorbeigekommen.
02:29Da stand diese schwarze Limousine.
02:32Der Schlüssel steckte.
02:33Wurde schon immer so einen Wagen mal fahren.
02:37Aber die Schlüssel wurden in der Handtasche von Frau von Ahrensberg gefunden.
02:41Sie mag sein.
02:42Es handelt sich wahrscheinlich um einen Zweitschlüssel.
02:45Ich bin eingestiegen und losgefahren.
02:49Da stand plötzlich diese Frau.
02:51Sie kam aus dem Nichts.
02:52Ich habe sie nicht gesehen.
02:54Ich habe sofort gebremst, aber es war zu spät.
02:59Frank.
02:59Ich habe sie getötet.
03:01Ich habe einen Menschen umgebracht.
03:03Lass uns nie wieder darüber reden, hörst du?
03:05Nie wieder.
03:06Mit niemandem.
03:08Es tut mir leid.
03:10Ehrlich.
03:12Das habe ich nicht gewartet.
03:15Herr Sander.
03:16Herr Sander.
03:20Ich habe Julia von Ahrensberg angefangen und geflüchtet.
03:24Und Sie saßen alleine im Wagen?
03:26Ja, ich saß alleine im Wagen.
03:55Muss ich mir Sorgen um dich machen?
03:58Wirst du jetzt langsam taub?
04:00Die Nachrichten kommen gleich.
04:02Ich möchte nichts verpassen.
04:04Seit wann interessieren dich denn die Nachrichten?
04:07Was höchst du der Gefühle bei dir sind doch die Klatschspalten?
04:10Die berichten über den Prozess gegen Frank Sander.
04:13Meine Güte.
04:14Wen interessiert das?
04:15Mich zum Beispiel?
04:17Immerhin geht es da auch um meinen Arbeitgeber.
04:19Und übrigens auch um deinen David.
04:23Und deshalb musst du die ganze Zeit grinsen?
04:26Ich habe einfach gute Laune.
04:28Natürlich.
04:30Du bist ja auch gerade mit deinem Polizisten im Paradies.
04:33Mhm.
04:34Peter hat mich zu sich eingeladen.
04:36Zum romantischen Abendessen.
04:38Nur wir zwei beide.
04:42Und bei unserem Familiensilber, diesem kostbaren Familiensilber, müsstest du ja auch in den Finger jucken.
04:50Aber vergiss nicht.
04:52Dein Peter ist Polizist.
04:59Was würde er wohl dazu sagen?
05:02Musst du dich in alles einmischen?
05:04Ja, Isabel, weil ich mir Sorgen um dich mache.
05:07Ich kann dir nur sagen.
05:09Sei vorsichtig, okay?
05:18Ich rufe David von Ahrensberg in den Zeugenstand.
05:27Bitte nehmen Sie Platz.
05:30Herr von Ahrensberg, bitte schildern Sie uns den Ablauf des Tatabends aus Ihrer Sicht.
05:38Meine Eltern wollten zu einer Vernissage in Gärtners Kunstausstellung.
05:45Mutter kam an diesem Abend noch mal zu mir ins Zimmer, weil sie sich einen Hosenanzug gekauft hatte und ich
05:50wusste, was sie dazu anziehen sollte.
05:54Ich habe dann eine Bluse für sie ausgesucht.
05:57Sie sah wundervoll aus.
06:00Sie hat sich sehr auf diese Veranstaltung gefreut.
06:03War richtig, richtig gut gelaunt.
06:06Also haben wir Musik aufgelegt.
06:09Tango.
06:10Das hat sie sehr geliebt.
06:12Tja, dann haben wir angefangen zu tanzen.
06:14Einfach so, quer durchs Zimmer.
06:19Sie war so fröhlich.
06:21Darüber haben wir die Zeit ganz vergessen.
06:24Sie war plötzlich spät dran, also habe ich ihr angeboten, sie zu fahren, aber sie wollte nicht.
06:28Sie hat sich den Autoschlüssel genommen und ist gegangen.
06:33Für immer.
06:36Um drei Uhr nachts haben wir dann die Polizei angerufen und haben mir gesagt, dass meine Mutter tot ist.
06:46Jemand hat sie angefangen.
06:49Jemand wollte ihren Wagen stehlen.
06:52Und sie hatte den Dieb erwischt und er hat sie dann angefahren.
06:58Und liegen lassen.
07:00Vielen Dank, Herr von Ahrensberg. Bitte nehmen Sie wieder Platz.
07:07Ich bitte Raphael von Ahrensberg in den Zeugenstand.
07:34Der erste Prozesstag im tragischen Todesfall Julia von Ahrensberg.
07:39Unsere Reporterin Vera Hansen ist live vor Ort.
07:42Hallo Vera, Sie kommen gerade aus der Fahrenclub.
07:45Ja, ein sehr anstrengender Prozesstag geht zu Ende.
07:48Wir haben den Sohn des Opfers gehört, der sehr bewegt vom letzten Abend mit seiner Mutter erzählte.
07:53So viele bewegte Gesichter, so viele Tränen bei den Menschen im Saal habe ich selten im Gericht gesehen.
08:01Mit Spannung wird der nächste Prozesstag erwartet.
08:04Ah, da ist der Angeklagte Frank Sander mit seinem Anwalt.
08:06Ich werde versuchen, ein Statement zu bekommen.
08:09Herr Sander, was sagen Sie zu den aufwührenden Aussagen, die wir gerade im Gericht sei gehört?
08:14Herr Sander, ein kurzes Statement bitte.
08:17Bitte ein kurzes Statement.
08:27Was ist denn da? Warum bleibt mir stehen?
08:31Vater!
08:32Ah.
08:34David.
08:36Du bist das.
08:38Ich wollte dir nur sagen, dass mich das gerade sehr berührt hat.
08:43So hast du ja noch nie über Mutter gesprochen.
08:45Ich habe noch nie gut über Gefühle reden können.
08:49Aber wenn man nicht mehr sehen kann, spürt man plötzlich, was wichtig ist.
08:53Und das seid ihr, meine Familie.
08:55Ich bedauere sehr, dass mir das erst dieser tragische Unfall klar machen konnte.
09:00Jetzt ist es leider zu spät.
09:02Und ich kann Julia nicht mehr sagen, wissere ich sie liebe.
09:05Und immer lieben werde.
09:16Tja, ich werde sie auch mal lieben.
09:20Entschuldige, ich brauche jetzt ein bisschen Ruhe.
09:23Das war doch sehr anstrengend.
09:25Natürlich.
09:32Herr von Stolzen, geht es Ihnen nicht gut?
09:35Wie geht es in der Tat nicht besonders?
09:37Sie brauchen einen Arzt.
09:38Nein, nein, aber Sie sollten hier jetzt besser verschwinden.
09:40Wieso?
09:40Herr von Abelsberg, ich will jetzt ein kurzes Interview aufhören.
09:52Wie ihr alle wisst, hat das Verfahren gegen Frank Sander wegen Unfallflucht mit Todesfolge begonnen.
09:59Und ihr wisst auch, dass ich vor kurzem noch mit Frank zusammengelebt habe
10:04und dass wir gemeinsam einen Sohn haben.
10:05Ihr fragt euch sicher, ob ich etwas davon gewusst habe.
10:09Damit es nicht weitere Gerüchte gibt, habe ich euch jetzt in mein Büro bestellt.
10:13Ich wusste von nichts, bis Frank sein Geständnis abgegeben hat.
10:18Eine Frau hilflos liegen und sterben zu lassen, ist eine schreckliche Tat
10:22und dafür steht Frank vor Gericht und wird seine gerechte Strafe bekommen.
10:26Und wie es hier weitergeht, das liegt in unserer Hand.
10:30Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, mich versetzen zu lassen.
10:32Was meinst du jetzt nicht ernst?
10:34Die Vorstellung, jeden Tag in eure Gesichter zu gucken
10:38und die Frage zu sehen, hat sie vielleicht doch was gewusst, hat sie den Sander gedeckt,
10:42das würde ich nicht ertragen.
10:45Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen.
10:48Ich liebe meinen Beruf und ich bin sehr, sehr gerne hier.
10:50Hier bei euch.
10:52Und darum habe ich mich entschieden zu bleiben.
11:14Ich bin sehr, sehr gerne hier.
11:26Hallo.
11:26Hallo, ich bin's.
11:27Ich würde fragen, wie es gelaufen ist.
11:29Super.
11:30Ja, und?
11:31Wie geht es jetzt weiter?
11:32Ich war seit heute früh bei vier Banken.
11:34Bei den ersten drei bin ich gleich abgeglitzt.
11:37Dann habe ich zu wenig zu bieten.
11:38Ja, aber deine Werkstatt ist doch Sicherheit genug.
11:40Ja, die eine Bank will das Anliegen überprüfen.
11:43Ja, aber das ist doch gut.
11:44Die Prüfung kann wochendauern.
11:46Solange habe ich keine Zeit.
11:47Heute kommt der Gerichtsvollzieher.
11:49Das hast du mir gar nicht erzählt.
11:50Ich habe es selber erst erfahren.
11:52So ein blöder Brief von ihm.
11:54Ich muss ihn übersehen haben.
11:55Und wie viel will er?
11:568200 Euro Umsatzsteuer von letztem Jahr.
11:59Ja, und was willst du jetzt machen?
12:00Komm schon irgendwie mit dem Geld aus.
12:03Ich meine, ich habe da noch so ein paar Ersatzteile von so einem Oldtimer.
12:07Die bringen noch was rein.
12:09Und dann wird noch jemand mein Pickup kaufen.
12:13Na ja, das wird schon wieder, glaub mir.
12:15Ja, das hoffe ich für dich.
12:17Wie geht's denn meinem Grüßen?
12:18Er fragt immer nach dir.
12:20Und er lässt dich ganz lieb grüßen.
12:22Sobald ich das hier geregelt habe, komme ich vorbei, ja?
12:24Ja.
12:45Ich bin so stolz auf dich.
12:46Das glaubst du gar nicht.
12:47Hallo.
12:48Hallo.
12:49Dankeschön.
12:50Wie du vor dem Richter standst und über Julia erzählt hast.
12:54Das war so bewegend.
12:57Du bist so feinfühlig, Linda.
12:59Das liebe ich an dir.
13:01Bitte, nicht hier.
13:03Das muss unser kleines Geheimnis bleiben.
13:06Ganz ehrlich, Raphael, für diese kleinen Geheimnisse bin ich eigentlich ein bisschen zu alt.
13:09Aber du kennst doch Mutter.
13:10Und die sollte langsam wissen, wie oder wer ich bin.
13:14Ja, das sollte sie wirklich.
13:15Aber nicht jetzt.
13:17Der Zeitpunkt ist äußerst ungünstig.
13:19Es gibt keinen günstigen Zeitpunkt.
13:21Aber es gibt bessere und schlechtere.
13:23Und im Augenblick ist er sehr schlecht.
13:26Wir durchleben alle gerade noch mal die schlimmen Momente als Julia.
13:31Und außerdem glaubt Amelie noch immer, dass Vanessa mein Kind erwartet.
13:37Deine Mutter ist stark.
13:39Nein, sie ist es nur gewohnt, keine Schwäche zu zeigen.
13:41Ich kenne sie besser.
13:43Ich weiß, wie ihr die Situation gerade zusetzt.
13:46Aber mir setzt die Situation auch zu.
13:48Der Prozess kann sich noch hinziehen.
13:50Und Vanessa wird auch nicht freiwillig das Feld räumen.
13:54Wir warten noch, bis Vanessas Baby auf der Welt ist.
13:58Dann werde ich mit meinen Eltern reden.
13:59Das verspreche ich dir.
14:14Hey.
14:15Hey.
14:17Und, wie war's?
14:19Es war ziemlich hart, meinen Vater auf der Anklagebank sitzen zu sehen.
14:22Kann ich mir vorstellen.
14:24David wurde sogar in den Zeugenstand gerufen.
14:29Es tut mir leid.
14:31Es muss furchtbar für dich gewesen sein.
14:34Du kannst doch gar nichts von meiner Tat.
14:36Du bist mein Vater.
14:39Was David angeht.
14:41Lena.
14:43Ich hoffe so sehr, dass ihr beide wieder zusammenkommt.
14:47Ich will nicht, dass ihr euch ständig mit meinen Problemen beschäftigt.
14:50Das Wichtigste ist jetzt erstmal dein Prozess.
14:54Wir sind eine Familie und jetzt an deiner Seite.
14:58Auch wenn es nicht leicht wird.
15:01Ich meine, ich wusste, dass der Prozess schlimm wird, aber so schlimm, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.
15:07Ich auch nicht.
15:09Ich würde alles tun, um die Tat ungeschehen zu machen.
15:12Papa, ich weiß, wie sehr du dich quälst.
15:14Aber für mich bleibst du immer mein Vorbild.
15:17Auch wenn du viele Fehler gemacht hast.
15:19In deinem Herzen bist und bleibst du ein guter Mensch.
15:22Du wolle, Herr Großer.
15:29Für dich ist vorhin eine Kleinigkeit abgegeben worden.
15:31Ist in deinem Zimmer.
15:35Schau mal.
15:36Hast du das schon gelesen?
15:37Tom Lorenz' Film ist eine bedrückend schöne Elegie.
15:40Ein Plädoyer gegen die Hektik und Seichtheit der moderne Ohren.
15:43Das muss ich Tom vorlesen.
15:45Der ist so fertig.
15:46Die anderen Kritiken waren nämlich nicht so überraschend.
15:48Ja.
15:55Guck mal.
15:56Was ist?
15:57Ach, schon wieder eine Kritik.
16:00Ach, schön.
16:00Wart erst mal ab.
16:03Tom Lorenz' Film ist ein Meisterwerk.
16:05Seine Bilder verweilen geruhsam auf seinen Sujets
16:07und setzen so einen meditativen Kontrapunkt zur Geschwindigkeit unserer Zeit.
16:12Bei Lorenz darf ein Pferd auf einer Wiese wieder ein Pferd auf einer Wiese sein.
16:16Das ist provozierender Mut, der besticht, genauso wie die Magie.
16:20Ey, was soll das?
16:21Ein Pferd darf wieder ein Pferd sein?
16:23Wie bitte?
16:25Seine Bilder verweilen geruhsam auf...
16:30Ich bin erledigt.
16:33Tom Lorenz' Film ist ein Meisterwerk provozierender Mut, der besticht.
16:37Wieso sollst du erledigt sein?
16:38Das ist eine super Kritik.
16:39Diese Kritik, das ist der ultimative Langweiler.
16:42Das ist der absolute Kassenkiller.
16:43Unsinn, das steht da überhaupt nicht.
16:45Da steht nur, dass ein Pferd bei Lorenz auf einer Wiese wieder ein Pferd sein darf.
16:51Seine Bilder verweilen geruhsam auf seinen...
16:53Das will doch keiner sehen.
16:54Dem Kritiker hat es aber gefallen und vielleicht ja auch den...
16:56Ja, vielleicht ein paar Filmfreaks.
16:58Aber ich brauche mindestens eine Million Zuschauer, sonst ist mein Film Flop.
17:11Hey.
17:12Hey.
17:12Hey.
17:13Ich habe gute Neuigkeiten.
17:14Das höre ich gerne.
17:16Ich habe mit Frau Flam gesprochen.
17:18Und?
17:19Naja, sie war nicht gerade begeistert, ihren Lehrling zu verlieren, aber letztendlich hat sie mich aus meinem Vertrag entlassen.
17:25Sie findet es mutig von mir, dass ich die Chance ergreife und nach München gehe.
17:30Du bist mit deinen Gedanken immer noch bei einem Prozess.
17:32War es wirklich so schlimm?
17:36Wie die Zuschauer heute Papa angeguckt haben.
17:38Wie ein Mörder.
17:41Es tut mir alles so leid für euch.
17:43Aber ich finde es toll, dass ihr als Familie so zusammenhaltet.
17:47Darüber habe ich auch viel nachgedacht.
17:49Und eins ist mir dabei klar geworden.
17:52Du und Emma, ihr seid jetzt meine Familie.
17:54Wir gehören zusammen.
17:55Ich will nicht von euch getrennt werden.
17:57Nicht einen Tag, nicht eine Woche und schon gar nicht drei Monate.
18:00Heißt das?
18:00Ja, ich komme sofort mit euch.
18:02Ich brauche euch.
18:03Wir brauchen dich doch auch, aber was ist denn mit der Schule?
18:06Die Umstellung mitten im Schuljahr wird nicht leicht, aber ich schaffe das.
18:09Für euch.
18:10Für meine Familie.
18:31Ist so schlimm?
18:36Komm her.
18:45Wo kommt das denn her?
18:57Und?
19:06Von Amelie.
19:09Ich muss sie sofort anrufen.
19:20Amelie, das kann ich doch nicht annehmen.
19:23Natürlich kannst du das annehmen.
19:26Komm, mach mir die Freude und spiele auf diesem Klavier, ja?
19:30Es wird mir eine große Freude gemacht.
19:33survivanzifizieren.
19:34Und?
19:40Hö.
20:00Used.
20:28Hey!
20:31Ja, solange wie du darüber jetzt brühtest, kennst du den Text doch eh auswendig.
20:38Oh, nee.
20:39Willst du den?
20:40Schauspieler, kenn ich vom Casting her.
20:42Will bestimmt einen Job von mir und ich bin der Letzte, der einen anzubieten hat.
20:45Na, Chris, wie geht's? Komm, setz dich doch.
20:52Ach, hallo.
20:53Hallo.
20:54Alles in Ordnung?
20:57Also nein.
20:58Doch, eigentlich schon.
20:59Aber?
21:00Also, ich habe Isabelle heute Abend zum Essen eingeladen.
21:03So ganz romantisch mit allem Schickimicki und Pipapo, ja?
21:07Mhm. Und jetzt wissen Sie nicht, welches Restaurant das ganze Pipapo anbietet?
21:12Äh...
21:12Doch, doch. Ich koche selbst.
21:15Großartig.
21:16Schöne Musik, Kerzen, Wein, leckeres Essen.
21:21Sie wissen nicht, was Sie kochen sollen.
21:23Doch, ich mache Frikadellen.
21:25Ah, Frikadellen.
21:28Ja, was gucken Sie denn so komisch?
21:29Es gibt Frikadellen à la Eva.
21:31Es ist ein altes Familienrezept.
21:32Schmecken super.
21:33Ja, bestimmt.
21:34Aber ich weiß nicht, ob Frikadellen das Richtige sind für einen romantischen Abend.
21:39Wieso denn nicht?
21:40Die hat doch schon meine Omi gemacht.
21:42Ja, machen Sie doch lieber was Leichtes.
21:43Einen Salat mit Hähnchenstreifen oder...
21:46Okay, einen Salat machen.
21:48Aber statt der Hähnchenstreifen gibt es Omas Frikadellen.
21:53Kann ich dich noch was fragen?
21:56Und zwar...
21:56Hier, schau mal.
21:59Wie findest du den?
22:01Ja, also...
22:02Das ist wirklich...
22:04Das ist toll, oder?
22:05Das wollte ich der Isabel heute schenken.
22:09Oder ist das ein bisschen zu aufdringlich?
22:11Nee, gar nicht.
22:13Es ist nur...
22:16So ein Amulett ist...
22:18Ist schön.
22:19Aber auch...
22:20Bisschen Old Fashioned.
22:30Danke dir.
22:33Wir haben euch etwas zu sagen.
22:37Jasmin, Emma und ich, wir haben beschlossen, dass ich mit nach München gehe.
22:44Das habe ich mir fast gedacht.
22:45Ja, aber sofort.
22:46Also schon nächste Woche.
22:48Du wolltest doch erst die Schule zu Ende bringen.
22:50Ich habe mich anders entschieden.
22:51Ich will nicht von Jasmin und Emma getrennt sein.
22:53Kommt überhaupt nicht in Frage.
22:55Was ist, wenn du ein Jahr verlierst, weil du nicht mitkommst?
22:57Bitte, unsere Entscheidung steht.
22:58Was dein Vater sagen will, ist, wir akzeptieren eure Entscheidung.
23:01Aber bitte muss das jetzt zu Hals über Kopf sein.
23:04Bitte vertraut uns.
23:06Wir schaffen das.
23:08Aber es bleibt uns denn anderes übrig.
23:10Aber es fällt mir immer noch schwer, mich an den Gedanken zu gewöhnen.
23:14Pierre, du musst nicht traurig sein.
23:15Wir kommen euch besuchen, so oft es geht.
23:17Und ihr kommt zu uns.
23:20Genau.
23:20Jasmins Onkel hat ein großes Haus mit Gästezimmern.
23:28Das ist euch wirklich ernst, nicht?
23:35Na gut.
23:37Von mir aus.
23:39Echt.
23:41Danke.
23:41Danke.
23:54Danke.
23:57Danke.
24:03Das war's.
24:50Die Sonne geht auf.
24:52Und die braucht sofort einen Kuss, sonst geht sie gleich wieder unter.
25:03Hier.
25:05Ach, das wäre doch nicht...
25:12Wow, du hast aufgeräumt. Und es gibt Kerzen und Blumen. Was haben Sie vor, Herr Kommissar?
25:18Als erstes dir den Mantel abnehmen.
25:22Und als zweites?
25:24Und als zweites, dich mit einem Glas Sekt zu erfreuen. Ich hoffe, er schmeckt dir. Der Verkäufer hat ihn mir
25:30jedenfalls sehr empfohlen.
25:32Der schmeckt mir bestimmt.
26:00Auf einen wundervollen Abend.
26:11Ohne dich wäre ich glatt verhungert.
26:13In meinem Kühlschrank hätte ich total leib.
26:16Was schuldest du dem Gericht für das Jahr noch?
26:204.100 Euro.
26:21Und das war's dann?
26:23Schön wär's.
26:25Aber das ist nur die Steuernachzahlung.
26:27Da kommt bestimmt noch mehr.
26:29Du hast doch gesagt, du verkaufst die ganzen Autoteile.
26:32Das hab ich ja.
26:33Aber das reicht hinten und vorne nicht.
26:36Ich schulde ja nicht nur dem Finanzamt Geld, sondern überall.
26:39Und die Verranten, dem Vermieter.
26:41Das ist ein Fass ohne Boden.
26:46Was ist mit dem Pick-up?
26:48Den wolltest du doch auch verkaufen.
26:50Hat mir jemand 7.000 Euro geboten.
26:53Kann ich dir gleich verschenken.
26:58Naja, 7.000 sind besser als gar nichts.
27:00Ich brauch mindestens das Doppelte.
27:03Ich muss mir auch einen Ersatz kaufen.
27:05Ich mein, ohne Abschleppwagen kann ich den Laden dicht machen.
27:11Naja, aber so kommst du auch nicht weiter.
27:15Hast du...
27:17Hast du damit gefragt, ob Elvis Geld gibt?
27:20Ja, hab ich.
27:22Aber als ich ihm nicht sagen konnte, wofür ich es brauche und wie viel,
27:26wollte er noch mal in Ruhe mit mir reden.
27:29Vergiss es.
27:31Sobald er erfährt, dass es für mich ist,
27:33rückt er sowieso nicht raus.
27:38Es muss etwas einfallen.
27:42Schon allein wegen Luca.
27:52Das schaffen wir schon.
28:07Ein Stumpflau-Sekt.
28:09Ich möchte nur eins.
28:11Essen.
28:12Ich habe so einen Hunger.
28:14Jetzt mache ich jetzt schnell.
28:16Nee, es muss nicht schnell sein.
28:17Kannst du ruhig in Ruhe austrinken.
28:18Okay, okay.
28:20Ich habe heute noch nichts gegessen
28:21und bin sehr, sehr gespannt,
28:22was du uns tolles gekocht hast.
28:26Gekocht?
28:27Oder nicht?
28:29Es handelt sich eher um kalte Küche.
28:32Ich hatte nicht genug Zeit.
28:34Super.
28:35Ich liebe kalte Küche.
28:38Leckere Häppchen.
28:40Es sind auch nicht Häppchen,
28:43sondern eher Happen.
28:45Also deftige Happen.
28:46Aber wir können auch ins Restaurant gehen.
28:48Nein, nein, ich will in kein Restaurant.
28:51Ich möchte hier mit dir
28:52deine deftigen Happen essen.
28:54Für eine ordentliche Bratwurst
28:55würde ich bis ans Ende der Welt gehen.
28:57Und für eine ordentliche Frikadelle
29:01à la Evers?
29:02Die Hölle durchschreiten.
29:04Soll ich dir was sagen?
29:06Ich auch.
29:07Fein.
29:13Probier mal.
29:25Frikadelle à la Evers.
29:27Schön und gut.
29:28Aber die hier
29:31sind ein Gedächt.
29:33Oh Gott.
29:46Ich habe meinen eigenen Vater
29:47nicht mehr wiedererkannt.
29:50Gefühle waren für den immer tabu.
29:52Ich erinnere mich.
29:54Weißt du noch,
29:54wie wir auf euren Apfelbaum
29:55geklettert sind?
29:57Ja.
29:58Der Ast ist abgebrochen
29:59und ich habe mir
30:00das Schlüsselbein gebrochen.
30:01Oh Mann.
30:02Aber trotzdem hast du nicht geheult,
30:03sondern ich.
30:05Und dann kam mein Vater.
30:07Und statt er sich um dich kümmert,
30:08ist er auf mich los.
30:10Mensch, Tom.
30:11Was ist das denn?
30:12Eine kleine Heulsuse.
30:13Und ich dachte,
30:14du wärst ein richtiger Junge.
30:15Du solltest dich mal schämen.
30:18Genau so war er.
30:19Sein ganzes Leben lang
30:20nie Gefühle zeigen,
30:21immer die Fassade waren.
30:24Und mit einem Mal,
30:25da bricht diese Fassade einfach ein
30:26und mein Vater weint.
30:28Ja.
30:29Ich kann es bis jetzt nicht glauben.
30:30Die Krankheit hat ihn
30:31ganz schön verändert.
30:32Oh, oh.
30:33Wild entschlossen Journalistin
30:34im Anmarsch.
30:35Entschuldigen Sie,
30:36sind Sie David von Ahrensberg?
30:38Ich wüsste nicht,
30:39was Sie das angeht.
30:40Ich schon.
30:40Kommen Sie.
30:41Mein Bedarf am Nervensägen
30:43ist gedeckt.
30:43Auch wenn Sie in so einer
30:44schönen Verpackung stecken
30:45wie Sie.
30:46Ich wünsche Ihnen noch
30:46einen schönen Tag.
30:47Auf Wiedersehen.
30:51Also diese Journalisten,
30:52die stehen mir echt bis da.
30:54Vom Beruf aufdringlich.
31:01Lassen Sie mich in Ruhe.
31:02Gehen Sie immer so
31:03mit Ihren Anwälten um.
31:08Katharina Jung,
31:11Ihre neue Anwältin.
31:21Frank.
31:24Du bist ja noch wach.
31:26Und, wie war's?
31:27Fürchterlich.
31:30Du warst ja gar nicht da.
31:32Ich hab's nicht mehr geschafft.
31:33Ich war bei vier Banken
31:35ohne Erfolg.
31:39Und jetzt willst du
31:39dein Pick-up verkaufen?
31:41Ja, von wollen kann ich
31:42die Rede sein.
31:43Ich brauch das Geld
31:44und zwar sofort.
31:47Toll sind die Angebote
31:48ja nicht gerade.
31:50Wie sagst du das?
31:51Als ob die Käufer merken würden,
31:52dass du unter Druck stehst.
31:53Fang an zu zocken,
31:54aber nicht mit mir, du.
31:55Mach dir keine Sorgen,
31:56das wird schon wieder.
32:01Sag mal,
32:05kannst du mir
32:05nochmal ein Zehner leihen?
32:06Bist du schon wieder blank?
32:08Ich hab nicht mal Geld
32:09für eine Fahrkarte,
32:10um morgen ins Gericht zu fahren.
32:12Was ist denn mit dir los?
32:13Bus, Bahn?
32:14Warum nimmst du nicht den Wagen?
32:17Der braucht zu viel Sprit.
32:20Bisschen als Doppelte.
32:22Schon in Ordnung.
32:25Danke.
32:26Ich geh jetzt schlafen.
32:28Ich brauch keinen Mist.
32:29Ich geh nicht freiwillig
32:30ins Gefängnis,
32:31damit du mir in 14 Tagen nachkommst.
32:37Sie sind also die Vertretung
32:38für von Stolzen.
32:39Wie geht es ihm denn?
32:40Es war wohl kein Infarkt.
32:42Er ist trotzdem noch
32:42zur Beobachtung im Krankenhaus.
32:43Gut, und Sie konnten sich
32:44so schnell in den Fall einarbeiten?
32:46Eine meiner leichtesten Übungen.
32:48Ich habe die Strategie
32:49schon mit Herrn von Stolzen
32:50abgesprochen.
32:52Sehr gut, dann...
32:53Sehen wir uns morgen.
32:54Vor Gericht.
32:56Ist gut, dann tschüss.
32:57Danke.
32:57Vielen Dank.
33:04Sag mal,
33:05du kannst doch nicht gehen.
33:06Wieso?
33:08Es war ein langer Tag
33:09und ich bin müde.
33:10Müde?
33:11Die Frau ist total beeindruckend.
33:14Mir reicht es eigentlich,
33:15wenn sie mich als Anwältin beeindruckt.
33:16Hey, was ist denn mit dir los?
33:18Früher hätte dich so eine Frau
33:19nicht kalt gelassen.
33:20Oh, entschuldige, ich weiß, Lena.
33:25Ich erzähle manchmal Bockmist.
33:26Ja, das ist schon okay.
33:30Hast du mit Lena eigentlich
33:32seit Prozessbeginn gesprochen?
33:34Nein.
33:35Ich habe ihr mal auf die Mailbox gesprochen,
33:37aber
33:39eigentlich weiß ich überhaupt nicht,
33:41was ich ihr sagen soll.
33:42Sie sitzt da an den Zuschauerreihen
33:46und ich habe manchmal das Gefühl,
33:48dass sie denkt,
33:48sie sitzt auf der Anklagebank
33:49und nicht ihr Vater.
33:51Ich bin froh,
33:52wenn dieser ganze Prozess vorbei ist.
33:58Guten Morgen, du Schöne.
34:01Guten Morgen.
34:03Hast du gut geschlafen?
34:05Ja.
34:08Und du?
34:11Wie lange sitzt du denn hier schon angezogen?
34:15Ich muss zur Arbeit.
34:17Aber ich wollte nicht gehen,
34:19ohne dich nach oben geküsst zu haben.
34:25Ich bin leider auch spät dran.
34:27Oh, natürlich.
34:27Ich bin in null Komma nichts angezogen.
34:29Nein, nein, nein.
34:29Komm gar nicht in Frage.
34:30Du schläfst schön aus.
34:33Danach gibt es Frühstück.
34:34Ist alles schon vorbereitet.
34:35Frühstück aller Ebers?
34:38Oh, nach alten Familienrezept.
34:44Ich kann das überhaupt nicht glauben.
34:46Ja, dann wirf mal einen Blick
34:47in die Verkaufscharts.
34:49Hier.
34:51Dein Song verkauft sich super.
34:52Und Toms Film kommt langsam auch in die Gänge.
34:55Das freut mich für ihn.
34:57Am Anfang sah das ja nicht so gut aus.
35:00Seit wann hast du das denn?
35:02Seit gestern.
35:03Das ist ein Geschenk von Amelie.
35:04Wow.
35:05Das ist aber nett.
35:07Und das, obwohl gerade die Verhandlung läuft.
35:11Hey.
35:12Der erste Tag ist sicher immer der schlimmste.
35:16Heute wird es bestimmt leichter.
35:19Hast du es schon ausprobiert?
35:21Klar, direkt nachdem es angekommen ist.
35:23Und?
35:24Musik ist die beste Medizin.
35:26Ich brauche nur ein paar Töne zu spielen
35:27und mir geht es besser.
35:29Am liebsten würde ich die ganze Zeit nur Musik machen.
35:33Aber bis dahin muss ich mir einen Job suchen.
35:35Ich weiß auch schon wo.
35:37Bei uns im Tango.
35:38Sucht ihr jemanden?
35:39Mein Chef kann mir keinen Wunsch abschlagen.
35:42Ich werde ihm das schon richtig verkaufen.
35:45Eine moderne Bar wie das Tango
35:46kann unmöglich auf die Top-Mitarbeiterin Lena Sander verzichten.
35:52Gibt es da etwa Zweifel?
35:53Kein Zweifel.
35:56Aber können wir das Projekt Top-Mitarbeiterin
35:58auf nach dem Prozess verschieben?
36:06Ich beantrage eine weitere Zeugin aufzurufen.
36:10Sie ist bisher als Zeuge nicht gelistet.
36:13Ihrem Antrag wird stattgegeben.
36:15Ich rufe die Tochter des Angeklagten,
36:18Frau Lena Sander, in den Zeugenstand.
36:24Jetzt tun Sie doch etwas.
36:25Ich will nicht, dass da meine Tochter mit reingezogen wird.
36:35Sie sind die Tochter des Beschuldigten.
36:37Sie haben das Recht, Ihre Aussage zu verweigern.
36:42Ich werde Aussagen.
36:47Frau Sander,
36:49Sie waren auf dem Schloss Ahrensberg
36:51als Gesellschafterin tätig.
36:54Ja, das stimmt.
36:56Können Sie uns schildern, wie Sie zu Ihrer Arbeitsstelle kamen?
37:00Das war ein Zufall.
37:02Ich war auf dem Weg nach Hause.
37:04Da ist Amelie von Ahrensberg auf die Straße gelaufen.
37:08Direkt vor meinem Fahrrad.
37:10Am Abend hat dann ihr Enkel angerufen
37:12und hat mich gefragt, ob ich eine Stelle suche.
37:14Sie waren auf der Suche nach einer Stelle?
37:17Ja, ich war an dem Tag entlassen worden.
37:22Als Gesellschafterin?
37:24Nein, als Fensterputzerin.
37:27Fensterputzerin.
37:29Gesellschafterin.
37:29Das sind zwei sehr verschiedene Tätigkeiten.
37:31Sie haben in beiden Erfahrungen...
37:33Fensterputzerin war ich über ein Jahr.
37:36Gesellschafterin...
37:37Nein, das habe ich zum ersten Mal gemacht.
37:40Trotzdem haben Sie sofort am nächsten Tag
37:42diese für Sie vollkommen neue Tätigkeit aufgenommen.
37:45Ja.
37:47Fassen wir nochmal zusammen, Frau Sander.
37:49Sie verlieren Ihre Stelle als Fensterputzerin.
37:53Auf dem Heimweg haben Sie eine Art Fahrradzusammenstoß
37:57mit Amelie von Ahrensberg.
37:59Und direkt am nächsten Tag fangen Sie eine Stelle
38:02als Gesellschafterin auf dem Schloss Dera von Ahrensberg an.
38:05Und das Ganze passiert exakt zu dem Zeitpunkt,
38:09als David von Ahrensberg aus den USA nach Köln zurückkehrt
38:12und damit beginnt,
38:14Nachforschungen über den Tod seiner Mutter anzustellen.
38:16Aber davon habe ich doch nichts gewusst.
38:18Nachforschungen, die dazu führten,
38:20dass Frank Sander, Ihr Vater,
38:22heute hier auf dieser Anklagebank sitzt.
38:24Was wollen Sie damit sagen?
38:25Dass Sie sich ganz gezielt Ihre Arbeitsstelle
38:27auf dem Schloss erschlichen haben.
38:28Sie wollten herausfinden,
38:30was David von Ahrensberg gegen Ihren Vater in der Hand hat.
38:33Frau Sander,
38:33Sie stecken doch mit Ihrem Vater unter einer Decke.
38:36Was haben Sie mit dem Tod von Julia von Ahrensberg zu tun?
38:47Warum bringt er mich in so eine Lage,
38:49wenn er mich doch angeblich so sehr liebt?
38:51Ich bin ihm total egal.
38:53Du willst also David den Text von Lena zuspielen?
38:56Und wenn er dann Feuer gefangen hat,
38:58dann willst du ihm sagen,
38:59dass der Text von Lena kommt?
39:00Genau.
39:00Das, was Frank Sander getan hat,
39:04wird niemals zwischen uns stehen.
39:09Raphael,
39:10kannst du wieder sehen?
39:11Wie kommst du denn darauf?