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  • vor 2 Tagen
Das private Glück von Johannas Chefin Heidi scheint endlich perfekt. Ganz im Sinne der Ratschläge ihrer Freundin passt sich Heidi im Zusammenleben mit dem Straßenbahnfahrer Helmut ein wenig an und wird dafür mit einer harmonischen Beziehung reichlich belohnt. Helmut schmiedet sogar schon Heiratspläne. Aber allmählich wird klar, dass Helmut bestimmte Vorstellungen von seiner zukünftigen Ehefrau hat, die sich nur schlecht mit Heidis Stellung im Betrieb vereinbaren lassen. Bei seiner generellen Ablehnung von weiblichen Vorgesetzten stört ihn umso mehr, wenn Heidi ihm gegenüber die Chefin herauskehrt.
Zunächst versucht Helmut auf die sanfte Tour, Heidi dazu zu bringen, ihren Leitungsposten aufzugeben und wieder als einfache Fahrerin auf Strecke zu gehen. Und Heidi, voller weiblicher Taktik, übernimmt wieder öfter Außendienste. Doch Helmut lässt sich nicht täuschen. Er fordert die Entscheidung. Als letztes Mittel hinterträgt er Heidi all die spitzen Bemerkungen der Kollegen über Chefs im Allgemeinen und ihren Führungsstil im Besonderen. Für Heidi bricht eine Welt zusammen … (Text: MDR)

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Transkript
00:00Wir möchten bestimmte Notwendigkeiten.
00:02Willst du mir was aufschwatzen oder was abschwatzen, Rainer?
00:05Was nicht? Wen?
00:07Du kommst doch mal kurz hoch zu mir.
00:09Warte, jetzt um die EP-Meldung?
00:10Ja.
00:11Alles klar.
00:12Nächsten Monat geht von unserer Nummer 1 einer in Rente.
00:15Da brauche ich einen neuen Fahrer.
00:17Aber einen klasse Fahrer, verstehst du?
00:32Du kommst mir also mit politischer Reife her.
00:34Ich soll einen Klassefahrer abgeben, damit meine Konkurrenztruppe den ersten Platz behalten können.
00:38Du, wir wollen selber auf den ersten Platz, klar?
00:41Ist bekannt und auch sehr lobenswert.
00:43Aber als Genossin wirst du einsehen, dass ich einfach...
00:45Selbstverständlich.
00:46Ich meine, deine Vorzeigetruppe muss ja auch gesichert sein, ne?
00:49Zu wem willst du sonst die Leute von Pressefunk und Fernsehen schicken?
00:52Doch nicht etwa zu uns, den EWI in Zweiten.
00:54Du, diesmal mache ich nicht mit, Rainer. Von mir kriegst du keinen.
00:56Weil nämlich von meinen Klassefahrern keiner weg will.
01:11Und der Neue da? Er soll sich ja sehr gut machen.
01:16Frag den mal. Der würde vielleicht gern den Meister wechseln.
01:20Denn wie er mir sagte, hat er sowieso Vorbehalte gegen Weibliche vorgesetzt.
01:25Ah ja.
01:26Der Thüringer ist ein häuslicher Mensch. Und ich bin und bleib Thüringer. Und Bescheidung.
01:32Ein Eckchen in der Küche, vielleicht ein Regal für meine...
01:36...Pirsche.
01:37Und gemütlich muss es sein.
01:39Na ja, ein Zuhause eben.
01:42Ach, Zuhause.
01:44Und Zuhause hast du nur noch Feierabend oder am Sonntag.
01:49Aber am Alltag nutzen da dem Thüringer seine ganze Häuslichkeit, hm?
01:54Wenn man sich liebt, da gibt's keinen Unterschied zwischen Sonntag und Alltag.
01:57So.
01:58Allerdings, wenn man am Anfang nur immer die Arbeit zusammensucht, dann liebt man nicht genug.
02:02Oder noch nicht.
02:04Ich werd schon dafür sorgen, dass du alle deine Wenn und Aber vergisst.
02:08Helmut, wenn man sich mit Mitte 30 kennenlernt, da muss man sich wahrscheinlich ein bisschen mehr erzählen als mit Anfang
02:1420.
02:16Es gibt so viele Fragen.
02:19Ängste.
02:21So ein Quatsch.
02:23Also jetzt mal ganz geradezu und direkt.
02:26Hast du wirklich was dagegen, dass eine Frau deine Vorgesetzte helfen?
02:29Solange sie nicht meine Frau ist.
02:33Es kommt ganz drauf an, ob die Frau Frau ist.
02:37Weißt du überhaupt, was für eine herrliche Frau du bist, Heidemarie?
02:59Habe ich's mir doch gedacht, dass da was läuft.
03:03Jetzt wirst du sehen, jetzt kriegt unsere Heidin in völlig neuen Zuchern zur Sicht.
03:08Die wird auch mal stehenbleiben, kicken, reden, quatschen, wie wir alle.
03:13Ich weiß ja nicht du.
03:15Doch, doch, doch, doch. Quatsch näher dazu.
03:17Und meckern auch, wa?
03:19Man muss sich schließlich ausleben in seinem Verein und wohlfühlen.
03:23Bis später.
03:25Mann, ich muss los.
03:26Schade.
03:30Das ist ein Thema nach meinem Geschmack.
03:33Ach, ihr könnt mal kringeln, Heidi, mit mal.
03:35Du, aber wenn die Rede draufkommt, wa?
03:37Nur zureden.
03:39Besser kann's für uns ja nicht kommen.
03:44Helmut hat immer ganz gerne ein paar Blumen auf dem Tisch.
03:46Ich nehme mal, ja.
03:48Dankeschön.
03:50Irgendwie ist jetzt so ein richtig häuslicher Typ.
03:53Der will immer, dass jetzt schön gemütlich zu Hause ist.
03:57Wann feiern wir in seinen Einzug?
03:59Bist du verrückt?
04:00Was sollen die Kollegen denken?
04:01Außerdem ist er doch noch verheiratet.
04:04Aber du möchtest doch gern nicht.
04:05Wird ich auf meine alten Tage vielleicht nur albern oder was?
04:07Klar, mach's einfach.
04:08Denk nicht so viel drüber nach, sei nicht so spießig.
04:11Spießig?
04:12Ist ja wohl nicht spießig, wenn eine Meisterin, Genossen obendrein,
04:17in wilder Ehe mit einem Untergebenen lebt
04:19und sich Gedanken darüber macht,
04:21dass er das macht, oder?
04:23Heidi.
04:24Machst du es heimlich?
04:26Ist ja noch schlimmer.
04:28Dann machst du es nicht heimlich.
04:31Ich hab's ja gesagt.
04:33Mit dem Mann da
04:36holen wir uns Unruhe ins Haus.
04:53So, Ende der Veranstaltung.
05:06Oh, ist die süße.
05:10Danke dir.
05:11Du würdest dich immer freuen.
05:12Ich bin von Mann.
05:44Untertitelung. BR 2018
06:01Untertitelung. BR 2018
06:16Bräuner soll heute ganz gut sein.
06:23Helmut, du isst doch auch gerne Bräuner.
06:25Linsen mache ich uns selber, morgen.
06:33Wusste ja nicht, dass du auch kochen kannst, Mädel.
06:36Tja, staunst du, wa?
06:38Hallo.
06:39Frau Lehmann.
06:42Na Heidi, wat kickst'n so?
06:47Wir wissen doch längst alle, wat hier läuft.
06:50Und damit du Bescheid weißt, wir sind eingestellt.
06:54Hast du Besteck?
06:56Ja.
06:58Frau Lehmann ist weggegangen.
07:00Einkaufen.
07:00Braucht ja nichts, hab einen Schlüssel.
07:03Sie können trotzdem klingeln.
07:10Komm herein, mein Sonnen.
07:15Du bist.
07:18Ganz schön schrägsegnügen.
07:21Nicht nur das.
07:30Na, schnucklig.
07:31Oh Mann.
07:47So einen Dreck gab's bei Heidi nie.
07:49Dreck?
07:51Der Mensch gewöhnt sich an alles und ein Gutes schon immer.
07:54Es geht nicht über den Duft geschnitzten Holzes.
07:58Na, gegen den Duft hätte ich auch nichts.
08:00Deine Frau hat bestimmt früher immer fit an ihren Tunerklößen gehabt.
08:03Deswegen lässt sie sich jetzt von dir scheiden, ne?
08:06Der jetzt in ihrer Küche sitzt, schnitzt Nussknacker.
08:09Oh Mann.
08:26Hey!
08:31Jetzt kannst du deine Arie nochmal ablassen.
08:48Dann wieder verloren.
08:50Alles klar.
08:51So, Heidemarie.
08:53Bier muss wohl temperiert sein.
08:55Keller, kühl oder Speise kann man auf keinen Fall kühlschrank.
08:59Und keine grünen Flaschen, nur braune Mädel.
09:07Lass mal, der kriegt den schon auch hin.
09:13Ich lass den einfach schnippeln.
09:15Das ist immer noch besser als der Paul Christ von vor zwei Jahren.
09:19Meine Nachbarin redet heute vergehen Wort mit mir.
09:22Du sagst doch mal, ich soll meine Funktion politischer sehen.
09:26Wie wär's denn, wenn wir mal diesen kleinen Kerzenhalter politisch sehen?
09:30Der würde ganz schön Geld bringen.
09:32Der verkaufen ist.
09:33Verkaufen?
09:34Sollt gar nicht verkaufen.
09:35Spendieren für den Soli-Basar.
09:37Lass'n doch noch ein paar so eine Dinger machen.
09:38Ach, du hast ja keine Ahnung, wie lange Helmut an so einem Leuchter schnitzt.
09:41In der Zeit hat er ja schon den ganzen Flur renovieren können und vor allen Dingen die Türen schön hell
09:45streichen.
09:46Nee, nee, du.
09:47Für den Soli-Basar, der hat ja keine Zeit.
09:50Der ist voll ausgelastet.
09:52Oh.
09:52Na, gefällt's dir?
09:53Ja.
09:54Guck mal da oben.
09:54Wollt ihr noch neue Gardinen breiter machen?
09:56Sind ja jetzt die alten bloß neu angemalt.
09:58Und hier drüben, so geschnitzte Lampen, weißt du, und dann so richtig schön unterputzt.
10:03Was denkst du, wie das kommt?
10:04Das geht klar, weißt du.
10:05Aber erst beim Bier.
10:07Sag mal, ob du das mit den Gardinen gemacht hast?
10:09Ich dachte, wie meine Mutter hat es ihr zeigt.
10:11Also, wenn man das so macht, finde ich an sich.
10:13Komm, ein bisschen licht.
10:13Darf ich die Damen zu einem Bier einladen?
10:16Ja, gerne.
10:17Ach, was denkst du, wie schön das tut einfach zu jedem, wenn dich Inna ruft?
10:21Weißt du, wenn Inna da ist.
10:23Ein völlig neues Gefühl.
10:24Und vor allen Dingen muss ich nicht bei Ihrem Holzmann darüber nachdenken, wie ich ihn nun für die politische Massenarbeit
10:30nutzen kann.
10:30Du, einfach nur Frau sein, bekommt mir wirklich gut.
10:34Das Bier wird warm.
10:36Stell's in den Kühlschrank.
10:39So kommt, meine Lieben.
10:49Na, dann, Prost.
10:54Auf euch.
11:04Bist du das, Heidi?
11:05Ja.
11:07Schau.
11:08Siehste, früher hab ich mich lustig gemacht, weil ich Truden mit ihrem hier dü-dü-dü und jetzt mach ich
11:12selber.
11:13Machst du überhaupt in letzter Zeit, finde ich.
11:15Na ja, mit deinem hast du ja auch einen ganz schönen Griff getan, hm?
11:21Könnte direkt aus meiner Generation sein.
11:24Somit seine, seine ganze freundliche Erscheinung.
11:41Immer mit der Ruhe, gute Frage.
11:44Ach, das ist...
11:45Sie schaffen's ja so.
11:47Also, so was Nettes hier im Herzen.
11:49Danke.
11:55Wollen Sie nicht mal so reizend sein, an Ihre Fragestelle einziehen und eine Dame hier einen Platz anbieten?
12:00Wie sagst du, willst du uns sagen, wie wir uns hier zu benehmen haben?
12:02Ach, äh, nein, Herr Schaffner.
12:03Lassen Sie die jungen Leute ruhig sitzen.
12:06Wenn die erst alt sind, müssen sie sowieso stehen.
12:08Also, wenn es sächsisch ist, ein bisschen höflich zu sein, dann will ich gerne in Sachse sein.
12:15Sehr aufmerksam, junger Mann.
12:18Doch, hast du gut gemacht.
12:23Obwohl, Fahrgestell für Beine könnte man dir überlegen.
12:28Und einem Fahrgast hast du geholfen, aber hundert sind zu spät gekommen.
12:31Also, die Verspätung habe ich wieder aufgeholt und ich habe nicht einem geholfen, sondern fünfen.
12:38Die jungen Spunde haben nämlich was zum Nachdenken.
12:42Na, gut.
12:44Du alter Spunde, du.
12:47Also ehrlich, Heide-Marie, diese Obwohl und Aber, immer, wenn ich dir was erzähle,
12:53du reagierst einfach nicht, wie meine Frau.
12:57Aber...
12:57Dresdor?
13:00Gut, ohne Aber.
13:02Wir haben ausgemacht, dass wir uns immer sagen wollen, wenn uns aneinander was nicht gefällt, oder?
13:08Ich möchte dir immer sagen, was mir an dir gefällt.
13:20Das muss reichen.
13:22So, wo waren wir stehen geblieben?
13:25Moment, das war...
13:26Na, hier, Ostseestraße.
13:28Deine Beharrlichkeit.
13:29Wieso?
13:30Wir haben ausgemacht, heute die 71 und dann die 83, bis du alles interessiert.
13:36Ich möchte doch, dass du der erste wirklich disponible Fahrer von ganz Berlin bist.
13:41Wie schön hatte ich es doch im Tamar.
13:44Also...
13:46Stahlhammerstraße, Wummernplatz, Stahlgerderstraße.
13:50Bitte?
13:53Sag mal, hast du sie alle drauf?
13:56Klar, alle Strecken.
14:02Eigentlich, Heidemarie, wärst du die geborene Fahrerin.
14:07Du hast das alles drauf.
14:09Du könntest die erste disponible von Berlin werden, hm?
14:14Du machst mal einen Witz.
14:15Nee, manchmal denke ich mir so, wenn ich in unsere Zukunft denke, ob es dann nicht besser wäre, wenn wir
14:22beide.
14:23Ich meine, wenn du wieder Fahrerin wärst.
14:27Alles klar, Helmut Berger.
14:29Deine erste Kampfansage, hm?
14:32Kampf der Geschlechter.
14:33Oh, Heidi.
14:37Helmut, mein größtes Erfolgserlebnis ist, dass es mir gelungen ist, Meisterin zu werden, klar?
14:41Ja? Und darum, kein Wort mehr davon, bitte.
14:47Tabu?
14:48Ja.
14:50Tabu.
14:50Alles klar.
14:56Also, Stahlhammerstraße, Wummernplatz, Stahl...
14:59Warte mal, A, ein klares A wie Anton.
15:03Anton.
15:05Wie Angeber, Anmacher.
15:07Angeber?
15:07Was weiß ich?
15:07Anmacher?
15:08Ich will doch nicht, dass die anderen über dich lachen.
15:10Sag mal, gib dir mal ein bisschen Mühe.
15:14Kastanien-Alle.
15:18Kastanien-Alle.
15:20Nee.
15:30Morgen.
15:31Morgen.
15:33Tür zu.
15:36Grüß dich, Helmut.
15:38Morgen.
15:38Morgen.
15:39Da kommst du dir vor wie ein Tuba-Spieler.
15:41Kannst du laut sagen.
15:42Kannst du gleich mal reingehen.
15:43Ist gerade keiner drin.
15:44Bis bald.
15:45Tschüss.
15:46Bis dann.
15:50Komm rein.
15:52Von wegen keiner drin, wo du hier bist.
15:56Alkoholkontrolle.
15:57Wie soll das?
15:58Du bist dran.
16:00Aber Heidi, du hast doch selber gestern Abend ein Glas Rotwein.
16:03Sind mehr sind wir doch nicht gekommen.
16:05Du mach schon.
16:06Die Dinger sind teuer.
16:08Wozu sie sinnlos verpleppern, wenn du doch genau willst, dass er...
16:10George.
16:11Das ist doch der reinste Formalismus.
16:12Bloß weil du Meister bist, muss ich pusten.
16:14Nicht, weil ich Meister bin, sondern aus Gründen der Konsequenz.
16:17Mann.
16:19Mädel.
16:19Stell dir doch mal vor, er ließe dir pusten.
16:22Wo du doch ganz genau willst, dass du trocken warst.
16:24Die ganze Nacht.
16:28Moment mal.
16:39Mach's gut, Horst.
16:43An dem Verkehrssicherheitsaktiv mach gerne weiter.
16:46Aber nicht Brillbock.
17:00Na, grüß dich, Junge.
17:03Na ja, ich verstehe dir, verstehe dir.
17:05Ja, es ist der Ton, der die Musik hier macht.
17:07Ja, Heidi ist so wenigstens ein bisschen unmusikalisch, wa?
17:12Übrigens, Sandkästen sind voll.
17:13Ist klar.
17:13Dafür kannst du ja hundertprozentig um hier verlassen.
17:17Wirklich, hundertprozentig.
17:19Ohne Ausnahme, ohne Kompromisse, ja nicht.
17:22Na ja, sonst kannst du ja auch nicht Meister sein.
17:24Nur so ist es.
17:24In den Laden hier.
17:25Mach's gut.
17:26Mach's gut.
17:28Das Stück 90.
17:30Und die Rose?
17:30Das Sträußchen 4, Mark 75.
17:32Gut, die nehme ich.
17:33Wenn du schönartig bist, hast du es bestimmt immer gut bei mir.
17:36Ob sie es versteht, wenn du ihr was durch die Blumen sagst?
17:39Ich glaube nicht.
17:42Stimmt.
17:43Danke.
17:43Danke.
17:46Also früher haben wir immer gesagt, unsere Heidi geht nur mit der Dienstordnung ins Bett.
17:51Aber das ist ja nun nicht mehr so, wa?
17:54Na ja, sie ist schon ganz schön unbequem.
17:57Ein Ding kannst du dir bei ihr nicht leisten.
18:00Wird wir noch nicht auf dem ersten Platz liegen, ist das reinste Wunder.
18:06Also ehrlich, Johanna.
18:07Sie ist maßlos in ihren Anforderungen.
18:10Zu euch ist sie streng, aber zu mir.
18:12Ich soll disponibel sein.
18:14Ich soll disponibel sein.
18:14Ausgleichheitlich.
18:15Von über tausend ich.
18:17Und natürlich alles auswendig und im besten Bühnenhochdeutsch.
18:20Und die schwierigsten Dienste soll ich übernehmen.
18:22Bloß damit keiner sagen kann, sie verschafft mir Vorteile.
18:25Von wegen Vorteile.
18:26Nachteile habe ich jede Menge.
18:29Mehr so als Fahrer.
18:32Als Mann ja nicht so.
18:34Na siehste.
18:36Gar nicht, na siehste.
18:38Sie trennt ja nicht zwischen Privat und Dienst.
18:41Jedenfalls ist sie vielmehr meine Meisterin als meine Frau.
18:45Ich trenne das nämlich.
18:47Also habe ich doch nur Nachteile, auch als Mann.
18:52Damit werde ich einfach nicht fertig.
18:54Du, ich verstehe dich.
18:57Früher war ich das nämlich immer.
19:02Jedenfalls, wenn sie aus mir ein Aushingelschild für sich selber machen will,
19:05dann muss ich passen.
19:07Gehst du da nicht ein bisschen weit?
19:11Johanna, ich habe ehrlich drüber nachgedacht.
19:14Vielleicht kannst du mit Heidemarie mal sprechen.
19:17Du mit deinem glücklichen Familienleben.
19:19Als Frau braucht man doch den Schutz des Mannes.
19:23Ja, da kann man doch nicht von ihm verlangen, dass er sich unterordnet.
19:27Irgendwie gehört schon eher was.
19:29Guck dich doch mal um.
19:30Die meisten leiden posten an Männer.
19:33Und trotzdem herrscht bei uns Gleichberechtigung.
19:36Ich glaube, das stimmt.
19:39Er wird den siebenten Eckball der Erfung heranbringen.
19:43Zwei Gegner ab.
19:44Oh, Mann!
19:54Das kann doch nicht wahr sein.
20:05Du, stell dir mal vor, ich wäre Meister.
20:11Und du wärst bei mir Fahrer.
20:14Würdest du deinen männlichen Stolz, also würdest du sowas aushalten?
20:19Wäre, würdest.
20:20Gott sei Dank ist nicht so.
20:25Eine Frau kann als Meisterin keine Familie haben.
20:29Da müsste sie sich teilen.
20:30Acht Stunden Meister, acht Stunden Ehefrau und Mutter, acht Stunden Schlaf.
20:34So, nun sind wir in der zweiten Stunde.
20:36Ich bin mal ernsthaft.
20:37Auf Arbeit befehlen, das würdest du dann auch zu Hause machen wollen.
20:41Ah, das wär immer was.
20:44Das geht ja mal.
20:46Heidi, Heidi.
20:48Heidi würde liebend gern mit dir tauschen.
20:50Als Ehefrau und Mutter.
20:52Das hätte sie sich früher überlegen müssen.
20:56Du hast recht.
20:58Wie immer.
20:59Dann guck mich so.
21:02Ich hab doch nicht dagegen, dass du dir den Posten aufgeheizt hast.
21:06Solange unsere Familien geben, ich tun dir leid.
21:12Danke, Dieter.
21:14Wir werden sehr großzügig.
21:16Sänger und Dünger zu knacken, das war der Kapitän.
21:19Der Liegermannschau auf dem Boot mit einer befreitesten Eisenaktion.
21:39Gott sei Dank.
21:44Du.
21:46Dann Helmut lacht, ja?
21:47Dann schenk ich ihn dir.
21:49Helmut mir?
21:51Den Hut.
21:53Ach so.
21:54Setz ihn doch nochmal auf.
21:55Hier?
21:56Gerade hier.
21:58Also, auf deine Verantwortung?
22:00Ja.
22:10Die hundertprozentige Frau.
22:12Ich fürchte, ich wicke nur wieder falsche Hoffnung in ihm.
22:14Und dann versetzt er ihm wieder eins von Bug.
22:20Der Mann ist sowas wie dich nicht gewöhnt.
22:24Ich sowas wie ihn aber auch nicht.
22:28Ich möchte es so furchtbar gern mit ihm schaffen.
22:31Aber umso mehr ich mir das wünsche, umso größer wird die Angst.
22:38Mir fehlen 15 Jahre mit ihm.
22:42Und das willst du dir in ein paar Wochen nachholen.
22:49Ich sag dir mal eins.
22:50Ich zeig ihm den gar nicht erst.
22:57Bloß gut, dass dir der Hut gefällt.
23:00Weißt du was?
23:02Das mit dem Tabu war Quatsch.
23:05Offen und ehrlich.
23:07Muss man schon sein.
23:10Dann darf ich also weiter reden?
23:12Ich bitte darum.
23:16Guck mal, Heidemarie.
23:17Das ist ein Schreibtischwünsch.
23:20Den ganzen Tag Beratung, Berichte, Beschlüsse.
23:24Abends weiß man nicht, was man gemacht hat und ist trotzdem fix und fertig.
23:29Obwohl man den ganzen Tag warm und weich gesessen hat.
23:34Als Fahrer, da bist du King.
23:36Aber wenn du auf Strecke gehst, immer auf der Suche nach Verstößen gehst.
23:40Sowas macht den besten Menschen mit der Zeit unbeliebt.
23:43Als Fahrer, da bist du beliebt bei Menschen, bei denen er gebraucht wird.
23:48Mehr Geld hast du außerdem.
23:50Pünktlicher Feierabend.
23:52Man nimmt keine Probleme mit nach Hause.
23:55Ja, und aktisch schon gar nicht.
24:02Bei jeder Gelegenheit eine Prämie.
24:05Ein Lob mindestens.
24:07Irgendein Zuschlag auf alle Fälle.
24:11Und wer steht in der Zeitung?
24:14Der Werktätige.
24:16Nicht der Schreibtischmensch.
24:19Du könntest eine Initiative loslassen.
24:22Leistungsbarometer ganz oben.
24:24Auch mit weniger Strom.
24:26Prost.
24:26Na dann.
24:32Möchten Sie tanzen?
24:34Ja.
24:35Mit mir.
24:40Ja.
24:44Nee.
24:56Ja.
25:00Na dann.
25:01Nein.
25:01Ja.
25:01Na dann.
25:01Ja.
25:03Da.
25:05Ja.
25:34Untertitelung des ZDF, 2020
25:39Auch Dienste hat sie übernommen.
25:41Ach, sie möchte sich mal wieder entfahren.
25:44Sagt sie.
25:46Und damit es kein Gerede gibt.
25:48Ich habe ein paar Dienste übernommen.
25:50Das bedeutet aber nicht, dass ich meine Aufgaben als Meister vernachlässige.
25:53Klar?
26:24Ich muss dich darauf hinweisen, dass Meister laut Weisung nicht regelmäßig fahren dürfen.
26:30Kenn ich die Weise.
26:32Aber von regelmäßig kann gar keine Rede sein.
26:35Na, läuft alles wunschgemäß, was?
26:38Hast du schon gemerkt, wie glücklich Heidi jetzt ist?
26:41Helmut ist ein Mensch, der ein bisschen Zeit braucht.
26:43Ich muss ihm meinen guten Willen beweisen.
26:46Hallo?
26:48Hallo!
26:49Und ist doch ganz gut, finde ich mal wieder ein bisschen Fahrer.
26:54Ja, ein bisschen Taktik ist dabei, klar.
26:57Aber du hast selber gesagt, ich soll ihm nicht immer hier die Löcher in den Burg schießen.
27:04Heidi Lehmann ist zur Zeit so schwer anzusprechen.
27:07Und sie macht immer mehr Dienste auf mehr Leistungsbasis.
27:11Ja, ja, schon in Ordnung, es geht mir ja nicht ums Geld.
27:13Aber sie hat heute zum zweiten Mal einen Sondereinsatz abgelehnt.
27:17Und sie hat sonst noch nie abgelehnt.
27:19Richtig.
27:22Und es gibt Gerede über sie.
27:24Nicht, dass ich was auf Gerüchte gebe, aber es geht nicht, dass sie über einen Verkehrsmeister geklatscht hat.
27:28Meisterin?
27:31Meisterin, natürlich.
27:32Was klatscht man denn so?
27:34Dass Sie da als Freundin noch fragen.
27:36Das sind Sie doch noch.
27:39Und als Ihre Vertrauensfrau, jetzt habe ich immer Frau gesehen.
27:45Deshalb habe ich Sie auch hergebeten.
27:46Ich möchte Sie...
27:48Ja.
27:49Nein, jetzt nicht.
27:52Ich möchte mich mit Ihnen beraten, bevor ich mit Heidi die Aussprache führe.
27:56Aussprache.
28:03Vielleicht sollten Sie ihr zuhören, bevor Sie mit ihr reden.
28:10Wir führen wahrscheinlich zu viel Aussprachen, Wettbewerbe.
28:15Und dann führen wir ja auch noch eine ganze Menge durch.
28:20Nun also, Sie sollen in letzter Zeit auf großem Fuß leben.
28:24Was heißt denn das?
28:26Viel Geld ausgeben, oft ausgehen.
28:29Und sie hat ein Verhältnis mit einem Unterstellten.
28:31Sie hat einen Mann gefunden, den sie liebt.
28:33Der Mann ist verheiratet.
28:35Wer ist denn in dem Alter schon noch ledig?
28:39Was aber für mich viel bedenklicher ist.
28:41Sie soll die Absicht haben, Ihren Meistern in den Nagel zu hängen und wieder Fahrerin werden.
28:47Das ist für Sie das Bedenklichste?
28:49Natürlich.
28:50Aber wieso?
28:51Das ist doch keine Frage.
28:53Für mich schon.
28:55Haben Sie Angst, die bequeme Alleinstehende zu verlieren, die mit der Straßenbahn verheiratet ist?
29:00Oder geht es Ihnen um die einzige Meisterin hier, die man bei der Frauenförderung so schön als erfüllt abbuchen kann?
29:06Eine zum Vorzeigen.
29:07Noch dazu als Genosse.
29:11Oder machen Sie sich tatsächlich Sorgen um einen Menschen, der in eine komplizierte Situation geraten ist?
29:18Heide Lehmann, der Dauerbrenner.
29:21Die macht zum ersten Mal in ihrem Leben etwas nur für sich.
29:25Das kommt.
29:27Kollegen, Frau, Beruf, Funktion.
29:32Wie will man das trennen?
29:33Oh doch, das trennt man.
29:35Mann mit zwei N trennt sowas.
29:37Acht Stunden Beruf, Funktion.
29:40Acht Stunden Frau und alles, was da dran hängt.
29:43Und acht Stunden Mensch, weil da schläft man.
29:46Entschuldigen Sie, ich habe diese Dreiteilung selber erst vor kurzem erfahren.
29:51Für eine Frau ist das alles sicher nicht so leicht.
29:54Ja.
29:55Weil eine Frau muss tausendmal besser sein, als ein Mann im wenigsten gut zu sein.
29:58Zumal das Leiter.
29:59Ich möchte Heidi Lehmann als Meisterin nicht verlieren.
30:03Trotzdem soll sie als Frau ja Glück finden.
30:07Verdammt, das ist sicher sehr schwierig.
30:09Wahrscheinlich.
30:13Mensch, da fliegen ja mir gleich die Ohrringe weg.
30:16So ein Sturm.
30:18Na, und erst mal.
30:35Bleiben Sie doch noch ein bisschen, Ramona, ja?
30:37Ich will noch auf die anderen warten.
30:44Na, Wind.
30:45Na?
30:47Da kündigt sich was an, würde ich sagen.
30:50Ich weiß, warum du hier bist.
30:51Wetten?
30:52Windstärke 12 ist angesagt, dann schütten sollst du, wie er es kann.
30:57Es ist feier warm.
31:00Es ist feier warm.
31:01Macht noch ein bisschen Tempo, ihr Lieben.
31:02Los, kommt.
31:04Ja, natürlich.
31:04Ja, ja.
31:05Ja, ja.
31:05Das ist voll braun.
31:10Also, hört mal zu, Kollegen.
31:13Es hat eine Unwetterwarnung gegeben.
31:15Und wenn morgen früh die Bahnen überhaupt rollen sollen, dann müssen wir ran.
31:19Liebste?
31:20Man hat gesagt, Heidi wirft ihr großes Schleppnetz aus, wenn wir gerade Feierabend haben.
31:23Rocker hat's gesagt.
31:26Was ist nun, macht er mit?
31:27Na, klar.
31:29Wetterfrösche übertreiben zwar immer, Daseinsberechtigung nachweisen.
31:34Verstehst du?
31:35Alles klar.
31:36Gut, dann wisst ihr Bescheid.
31:38Heute Abend kein Alkohol, keine Psychopharmaka.
31:41Naja.
31:42Hey.
31:42Prima, dass ihr alle mitmacht.
31:44Ihr hört Bier aus, der Psychopharmaka?
31:46Ab durch die Mitte.
31:48Bis bald.
31:52Hast du mitgekriegt, worum's geht?
31:54Heidi, die müssen heute mal ohne dich auskommen.
31:58Friedrich statt Verlast, sechste Reihe.
32:00Da staunst du, was?
32:02Da muss eben erst einer aus Tabards kommen, damit du mal in Friedrichstadtpalast kommst.
32:07Und hinterher, kleiner Tisch, mit großem Abendessen, im Metropol.
32:13Du, das wär wirklich toll, aber heute geht's nicht.
32:15Du wirst ein kleines Schwarzes anziehen und mit mir feiern.
32:19Übernächste Woche werde ich geschieden.
32:21Erstamtlich.
32:23Arbeit geht's wirklich nicht, Helmut.
32:25Du weißt doch, wir machen heute einen Katastropheneinsatz.
32:27Katastrophen sind von deiner Welt.
32:29Wie du das sagst?
32:31Mensch, ich will dir einen Heiratsantrag machen.
32:33Mit Regen und allem.
32:34Bitte nicht heute.
32:37Du wirst dich doch einmal vertreten lassen können.
32:40Aber doch nicht in so einer Situation.
32:42Versteh doch mal.
32:43Ich hätte doch gar nichts davon, mit dir im Palast zu sitzen.
32:46In Gedanken wächst sowieso immer nur hier.
32:49Na, lass mal, Heide Marie.
32:50Wenn wir erst verheiratet sind,
32:52werde ich dich auf ganz andere Gedanken bringen.
32:54Als solche unweiblichen Sachen.
33:01Na, immer anweisen, immer bestimmen, immer kommandieren.
33:06Heide Marie.
33:07Ich bleib gleich hier.
33:10Heide Marie.
33:15Werde ich dich denn niemals ganz haben?
33:19Soll das ein Leben lang so gehen,
33:20dass ich tanzen muss, wenn du pfeifst?
33:23Wer heute kommt, kommt freiwillig.
33:30Freiwillig.
33:31Jeder überlegt sich doch,
33:32ob er sich's mit seinem Meister verderben will.
33:34Das ist dein Freiwillig.
33:36Du Katastrophenheide.
33:54Die Eierpampe verklemmt uns total die Weichen.
33:57Das hört ja auch nicht auf mit dem blöden Schwämmsand.
34:02Das hört ja auch nicht.
34:41Einie! Einie!
34:56Du bist ja doch daheim!
35:00Geh!
35:01Ah!
35:17Los, Schorsch!
35:18Pass mal an!
35:19Ja!
35:23Wenn du dich so schnell, Mensch!
35:36Auf die Laube gegangen ist, ist ja noch ein Glück.
35:39Das kann man ja wieder machen.
35:40Aber wenn es in den Appelboden gegangen wäre, wäre es eine Katastrophe gewesen.
35:45Ich glaube, er ist noch heil.
35:47Er ist ein ganzer Unheiler vorgegangen.
35:49Das war ja auf seine einzige Saison.
35:52Der Appelboden, nicht etwa die Gleise.
35:54Aus den Gleisen kann man ja auch kein Wein ziehen.
35:56Aber es ist nicht nur weh in den Wein.
35:59Es ist wegen dem Baum als Baum.
36:03Nee!
36:04Kleine!
36:04Kleine, lass mal!
36:05Das mach ich dir!
36:06Ich bin zu schwer für dich!
36:06Wie es so schön heißt, immer einer...
36:10...einer Tare des anderen Ast.
36:19Halt!
36:20Was ziehe ich denn da?
36:22Lass doch mal!
36:25Lass doch mal!
36:26Lass doch mal!
36:26Lass doch mal!
36:26Lass doch mal!
36:26Lass doch mal!
36:26Lass doch mal!
36:27Aufhören!
36:27Aufhören!
36:28Ich sehe was!
36:30Das ist nicht überhaupt!
36:31Danach habe ich schon lange gesucht!
36:33Helmut!
36:34Jetzt kannst du dir beweisen als Meister!
36:37Haha!
36:37Als Schnitzmeister!
36:39Du kannst doch nicht mehr rausreden, dass wir zu wenig Lindenholz haben in Berlin!
36:43Komm mal mit!
36:47Was hat er denn?
36:49Nun will er dir den ganzen Baum verkaufen!
36:51Pass mal auf!
36:56Blech!
36:58Erstens rostet's!
37:00Zweitens passt es nicht in deine Mannschaft!
37:03Du wirst uns eine neue frohe Farbe machen!
37:05Aus unserer ollen Linde!
37:08Geborenen!
37:09Triumph!
37:10Äh!
37:12Geboren!
37:13Schöner, alte!
37:14Deutscher Buchstaben!
37:16Und alles aus einem Stück!
37:18So wäre sie gefallen, aber nicht gestorben!
37:20Und wird uns neue Dienste leisten!
37:22Uns allen zur Freude und dir zur Ehre!
37:26Ha!
37:27Klingt scheißig, wa?
37:29Mit kleinen Zeug, das kannst du dir nehmen für deinen eigenen Bevölkerungsbedarf!
37:34Für deine Hirsche und für deine Leuchter!
37:37Na?
37:37Ist ja gut, Schorsch!
37:39Und jetzt kommst du bestimmt mit deinem Soli-Bazar, oder?
37:41Nein, nein!
37:42Ich warte bis zur Heidi's Gardinenbretter fertig ist!
37:45Ich meine eure!
37:46Ja!
37:47So ist recht!
37:48Mähler nicht überstürzen!
37:50Auch nicht die Solis!
37:53Ich hab das Gefühl, du drehst was mit dir rum!
37:57Mal werdet ihr es ja sowieso aufhören!
38:00Also, Heidemarie und ich...
38:02Heidemarie!
38:04Werdet so sagt, wa?
38:05Ja, sie hat so einen schönen Namen!
38:06Den kann man doch hinten nicht einfach abhacken!
38:08Bleib beim Thema!
38:11Also, Heidemarie wird sich bald verändern!
38:14Mende, Sohn, ich hör' dir schon!
38:21Was heißt denn das?
38:23Ja, als Frau Berger wird sie nicht mehr Meisterin Lehmann sein können!
38:27Ist doch klar, gell, eh?
38:29Heidi!
38:33Ich sag' was!
38:45Ich hab' doch alles voll in der Hand!
38:48Ein paar kleine Zugeständnisse muss man schon machen!
38:51Zugeständnisse!
38:53Der Mann nimmt dir doch Stück für Stück alles weg!
38:55Der Mann, wie du das sagst!
38:58Diesen Mann, ja?
38:59Den liebe ich und den will ich!
39:00Und ohne Kompromisse krieg' ich ihn nicht!
39:18Für mich nicht, bitte!
39:25Willst du dich in ein Puppenhaus verkriechen?
39:31Für mich nicht, bitte!
39:33Die alten Schablonen passen eben nicht mehr!
39:36Alte Schablonen!
39:37Wofür du jahrelang geackert hast!
39:41Mensch, wenn du bei dem nicht du bleiben kannst, dann ist er nicht der Richtige!
39:45Wenn er dich nur einwickelt, um dich zu Hause unterzuputtern!
39:48Dann bist du jetzt aber in Nocto!
39:50Irgendwann hat doch die beste Freundschaft ihre Grenzen!
39:56Ich weiß selber am besten, was für mich gut ist!
40:11Ich übernehme dann immer mal einen Dienst von dir!
40:13Wenn du wieder Fahrerin bist!
40:16Und in der freien Zeit kannst du öfter mal zum Friseur oder zur Kosmetikerin!
40:23Ah ja?
40:24Nein, nein!
40:26Keine Kritik!
40:27Deine Frisur ist spitze und deine Haut wie Pfirsich!
40:32Helmut, je glücklicher ich bin, umso glücklicher kann ich dich doch machen, oder?
40:40Du hast mal gesagt, geben und nehmen!
40:44Das bedeutet doch aber nicht wegnehmen, oder?
40:49Das ist auch nicht, seitdem ich mich mit Johanna gestritten habe!
40:52Deine Johanna hat zuerst gekuppelt!
40:55Und jetzt, wo du eignet Rege gehst, will sie dich wieder zurückholen in den alten Traum!
41:00Heide Marie!
41:05Ich habe ja nie darüber geredet!
41:09Du solltest nicht traurig sein!
41:12Sprich heute!
41:14Na gut!
41:16Du denkst, du tust deinen Kollegen was Gutes, wenn du ihr Meister bist!
41:20Du denkst, du bist beliebt!
41:30Und?
41:36In Wirklichkeit?
41:43Klingt aus?
41:45Vor dir sind alle auf der Hut!
41:47Du bist heimtückisch!
41:50Verschleckst dich im Gebüsch!
41:53Um einen Kollegen zu erwischen beim Essen oder Rauchen unterwegs!
42:00Du gehst mit der Dienstordnung ins Bett!
42:04Immer auf der Suche, ob jemand was falsch macht!
42:08Du bist eine hundertprozentige!
42:12Du willst unbedingt die Nummer eins mit deinem Meisterbereich werden!
42:32Oh, grüß dich!
42:35Johanna ist gekommen!
42:37Gut, dass du da bist, dicke Luft!
42:38Habt ihr euch gekracht?
42:39Komm rein.
42:42Hast du deinen Schlüssel vergessen?
42:47Ich wollte dir den Schlüssel wiederbringen.
42:49Bei uns in Thüringen weiß jeder, wo die Schlüssel liegen.
42:51Im Fenster, auf der Mauer, unter dem Fußabtreter und hier.
42:55So ein Theater deswegen.
42:59Hätte ich können, mit dir keinen Streit haben.
43:02Das geht einfach nicht.
43:12Kannst du ja schon mal am Tisch decken.
43:14Wo es zu zwei reicht, da reicht es auch für drei.
43:20Lämmung.
43:21Ja.
43:27So viel hat Heidemarie inzwischen von Thüringen verstanden.
43:31Dass der Haushaltsvorstand aufschneidet und vorlegt.
43:37Heidi, soll ich gehen?
43:45Gut.
43:46Am Anfang war es nur Taktik.
43:48Ich hab gedacht, der braucht Zeit, der Junge.
43:52Und mit der Zeit, der wird er schon selber fühlen, dass es gut geht mit uns.
43:57Aber...
43:58Ich hab nie wirklich die Absicht gehabt, meinen Meister aufzugeben.
44:03Aber da hab ich auch noch nicht gewusst, wie unbeliebt ich bei den Kollegen bin.
44:09So eine Art Leitermonster.
44:11Was?
44:18Du hast mir nichts gesagt.
44:20Du hast mich immer schön im Glauben gelassen, dass ich gar kein schlechter Meister bin.
44:25Und weißt du, wer ehrlich zu mir war?
44:27Helmut.
44:29Als einziger.
44:31Naja.
44:38Hat wehgetan.
44:41War aber gut.
44:43Ich sehe jetzt ganz klar.
44:45Eine geachtete Fahrerin ist besser als eine gefürchtete Meisterin.
44:49Tja.
44:52Doch sowas redet man nicht vor Mittagessen.
44:54Sowas schlägt auf den Magen.
44:57Okay.
45:08Du bist ein richtiger Mann, nicht, Helmut?
45:11Ja.
45:15Unser richtiger Mann ist fast wie der liebe Gott persönlich, nicht, Helmut?
45:21Er hört alles, sieht alles, kann alles und lässt keine anderen Götter neben sich gelten.
45:27Heidemarie ist in der Partei.
45:30Die hält nichts von Gott, ne?
45:33Gott.
45:35Nur damit du in deinem Trautenheim den Macker spielen kannst.
45:38Siehst du so eine miese Tour ab.
45:40Da kommst du zu mir, bitte scheinheilig im Rat.
45:44Dann haust du uns in die Pfanne.
45:46Mensch, los, hier ist's.
45:47Hoffentlich schmeckt's.
45:52Denk mal darüber nach, Heidi.
45:55Du blüht so weg.
45:56Darf ich?
45:57Bitte.
45:58Hat der eine Frau von Spitzenkrank schon dran?
46:00Nee, die hat sich nur eine Baumwollschmetze gekauft.
46:02Das hat sie dran gemacht.
46:03Das ist besser als Kratz, nicht so.
46:05Na?
46:07Liest du immer noch Krimis?
46:10Na, umhekelst du immer noch Taschentüche?
46:11Hm, du, die sind für'n Soli-Basar-Bahn.
46:15Ich lese nur für mich.
46:17So war das ja nicht gemeint.
46:18War süß.
46:19Also, tschüss, macht's gut, ich muss los.
46:21Tschüss, Martin.
46:24Über Heidi wird zurzeit ne Menge geredet.
46:26Dass er nicht mehr Meister sein will.
46:29Weißt du auch warum?
46:31Na klar.
46:32Weil er das nicht will, dass sie über ihm steht.
46:34Und er als Mann unter ihr.
46:37Und weil sie jetzt weiß, wie unbeliebt sie bei uns ist.
46:40Heidi unbeliebt?
46:41Wer hat denn das gesagt?
46:43Na, er.
46:44Wie kommt er denn darauf?
46:46Wie kommt er denn darauf?
46:53Ja, Spätlese 85 von meinen ollen Boskappen.
46:57Ist alles, ist alles biologisch.
47:00Keine Chemie.
47:02Sollte ich vielleicht noch ein Schild dran machen?
47:05Ja, unbedingt, Horst.
47:06Weil es besser schmeckt, wenn man alles weiß.
47:07Ich hab nämlich alles mitgebracht.
47:10Auch die Etiketten hier.
47:15Hallo.
47:16Guck mal, ich hab' ein paar tolle Autogramme.
47:20Die krennen wir ja ein bisschen schwer davon, aber für den Solidaritätsbasal mach' ich das.
47:23Oh, das ist ein bisschen.
47:25Guck mal.
47:27Oh.
47:28Zeig mal.
47:29Robert.
47:30Ah, da geht's jetzt mal nicht von der Bettkante schubsen.
47:34Du, da sind's ja da die Löcher von der Leitzwecke drin.
47:36Ich mach' den bestücken, erst mal hier von mir.
47:38Ach, Helmut, ich soll dir von Oma bestellen, dass ihre Späne zum Feuermachen alle sind.
47:43Und der nächste Winterher kommt bestimmt.
47:46Du sag' mal, der muss da irgendwo einen Unterschlupf hier von mir haben, hm?
47:52Sei gegrüßt.
47:53Oh.
47:54Oh, gut.
47:54Oh, gut.
47:55Oh, gut.
47:55Sei nicht so neugierig.
47:56Du sag' ja nicht weg, ich muss was mit dir bequatschen.
47:58Ja, schön.
47:59Ein paar umhekelte Taschentücher.
48:02Und Christels Spezialität, eine Hekelstola.
48:06Wow.
48:07Da kannst du mal sehen, ne?
48:08In Berlin kann jedes Talent erblühen.
48:11Auch so ein Ausgefallenes, wie du hast.
48:13So ausgefallen sind meine Talente auch nicht gerade, gell?
48:16Ich finde schon.
48:20Was willst du von mir?
48:21Das mag ich mal gerade gekauft.
48:23Sehr schön, aber steck's halt mal weg.
48:24Ich muss nämlich das Ganze mit dir bereden.
48:26Es sind ein paar Missverständnisse aufgetreten.
48:27Er ist dann verwickelt und ich ebenfalls mit meinem Eviendummen mit Quatschewatsch.
48:32Ja, ja, und das muss ich klärt werden.
48:36Sonst wandert nämlich Heidi ab.
48:38Was?
48:41Eigentlich wollte ich ja so einen alten Regulator neu aufbauen, aber die Ersatzteile.
48:46Macht ja nüscht, wecker, wecken wenigstens.
48:49Hallo Heidi.
48:50Hallo.
48:51Guck mal, grün.
48:52Oh.
48:53Schön verkromten.
48:54Wie immer.
48:54Und, funktionstüchtig?
48:55Aber selbstverständlich.
48:58Ich möchte bloß mal ein bisschen motivieren, da um den Weg zu Tuscheln haben.
49:02So, Kinder, wer will hier noch einen Kaffee?
49:03Eke.
49:04Ja, hier.
49:04Gut.
49:06Ach, äh.
49:07Lerna, du siehst doch, ich bin meine klarkleier Handschrift.
49:10Sag mal, könntest du da nicht aufschreiben?
49:13Schorsch Liebling?
49:14Ja.
49:15Du weißt doch, wen ich im Aura habe bei Schorsch Liebling.
49:22Schön machst du das.
49:24Na ja, man gibt sich Mühe.
49:26Übrigens.
49:27Ey, du.
49:28Ey, kennst du dich in Thüringen?
49:29Ja.
49:30Ja, gerne.
49:31Was habe ich dir gesagt?
49:33Ich habe dir doch einiges gesagt, damit du dir heimisch fühlen kannst in Berlin.
49:36Dass du dir an uns gewöhnst, wa?
49:38Und dass du das Gefühl haben kannst, dazuzuhören zu uns vom Meisterbereich 5.
49:43Ja, und da habe ich gesagt, dass sie sich im Gebüsch versteckt.
49:46Bloß, um uns aufzulauern, wenn wir mal in Rochen oder miteinander quatschen beim Fahren, wa?
49:52Ja, hast du gesagt.
49:53Ja.
49:54Und du hast ihr dazu getragen.
49:57Nur, nur.
49:58Nur, nur.
50:01Der Kaffee.
50:04Und nun, pass mal auf, mein Hübscher.
50:09Die versteckt sich im Gebüsch, heißt, sie würde es glatt fertig bringen, sich im Gebüsch zu verstecken.
50:13Verstehst du?
50:14Wenn sie es fertig bringen würde, heißt das aber noch lange nicht, dass es auch macht.
50:18Denn wir in Berlin sprechen eine bildhafte Sprache.
50:21Das Volk redet so.
50:22Das Volk hinterbringt aber nicht demjenigen, über den es quatscht, irgendwelche Schauermärchen,
50:26bloß um sich selber anzumeiern.
50:28Hm?
50:29Na ja, darüber kannst du jetzt mal nachdenken und geh in dich.
50:33Und verbrenn doch nicht's Maul.
50:36Der Kaffee ist heiß.
50:39Und ich habe gesagt, die Meisterin, die kannst du nachts um drei wecken
50:43und die schnurrt dir die Dienstordnung von vorne bis hinten runter.
50:48Was ist denn hier los?
50:49Na, ist das nur so oder nicht?
50:51Kinder, was soll denn das?
50:52Hört doch mal auf.
50:53Du sollst wissen, was über dich geredet wurde.
50:57Hallo, ihr Schönen.
50:58Hallo.
50:59Ist's was?
51:01Zieht.
51:01Oh, Entschuldigung.
51:04Hier.
51:05Habe ich selber gefärbt, den Mutters besten Kochtopf.
51:08Nun ist er natürlich hinüber.
51:10Wie steht mir das?
51:14Was ist denn los?
51:15Also, ich weiß zwar nicht, warum Sie jetzt alle sagen, was Sie gesagt haben,
51:19aber ich habe auch was gesagt.
51:21Nämlich, dass Heidi hundertprozentig ist.
51:24Und ich bleibe auch dabei.
51:27Weil sie nämlich hundertprozentig gut ist als Meisterin.
51:32Und die ein, zwei Prozent, die noch nicht so hinhauen,
51:36die kriegst du noch einen Jöpfer.
51:39Nehm zu keinen Kaffee, merkt das.
51:41Ich meine, zu glüht.
51:42Ich habe zwar in Stabien nur eine Dreie gehabt,
51:45aber eins habe ich gelernt.
51:47Die Frauen Sozialismus nie aufgeben.
51:50Und das war doch alles umsonst.
51:52Was haben Sie selber immer zu mir gesagt?
51:54Also, ich verstehe mal Bahnhof.
51:56Hör mal, Heidi, du hast doch selber gesagt,
51:58wer über mich meckert, dem bedeutet was.
52:00Hast du das gesagt?
52:01Tja, habe ich.
52:03Na also, warum meckere ich ja immer zu in Ehne-Tour über dich?
52:08Guck mal, staatliche Leiter kann man sich nicht aussuchen.
52:11Die werden einem vorgesetzt.
52:14Deshalb heißen Sie ja auch Vorgesetzte.
52:18Wenn wir nun mal eine Meisterin haben,
52:20was sollen wir ein Meister suchen, wa?
52:22Wat wir haben, wissen wa?
52:23Und wat wir kriegen, dit wissen wa nich.
52:27Also, wir wollen heiraten.
52:29Heidemarie und ich.
52:32Wat?
52:32Mensch.
52:34Na hallo.
52:35Da wird doch der Hund in der Fahne verrückt.
52:40Sag mal, stimmt dit Heidi?
52:44Ihr...
52:46Ihr habt mich sehr froh gemacht.
52:49Und sehr traurig.
52:51Und sehr traurig.
53:33Und sehr traurig.
53:37Wir kommen.
53:39Ich mediagrde.
53:40Wir kommen zuerst an.
53:42Wir kommen.
53:42Ich Quiitelar.
54:03Das Wahnsinnige ist,
54:08ich würde selber Stück für Stück aufgeben.
54:18Ich würde nicht mal merken, dass du mir Stück für Stück alles nimmst.
54:28Und das, was ich aufgebe, das würde ich als nichtig und klein betrachten.
54:42Ich habe mir mal vorgestellt, wie das alles hier ohne dich gewesen wäre.
54:47Ich bin sehr froh. Wirklich sehr froh.
55:05Oder hast du noch irgendwelche Probleme?
55:11Ivo, hast du eigentlich schon einen Klassefahrer für deine Spitzentruppe?
55:25Ich gebe dir einen.
55:28Vielleicht den besten, den ich je hatte.
55:40Mein Schluchtenjodler.
55:44Ich war wohl nicht das richtige Echo für ihn.
55:46Ich bin sehr froh.
55:48Ich bin sehr froh.
55:50Ich bin sehr froh.
55:52Ich bin sehr froh.
55:55Ich bin sehr froh.
55:55Ich bin sehr froh.

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