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„Der Förster vom Silberwald“ (Originaltitel in Österreich: Echo der Berge – Wo sich die Wege scheiden) ist ein österreichischer Heimatfilm aus dem Jahr 1954 (Regie: Alfons Stummer). Er gilt als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Filme überhaupt – mit geschätzten rund 28 Millionen Kinobesuchern – und als Klassiker bzw. Prototyp des Nachkriegs-Heimatfilms der 1950er Jahre (ähnlich wie Schwarzwaldmädel oder Grün ist die Heide).
Der Film entstand ursprünglich als geplanter Dokumentarfilm über die steirische Jägerschaft (finanziert u. a. vom Industriellen und Jäger Franz von Mayr-Melnhof). Die reichhaltigen Natur- und Tieraufnahmen (Rotwild, Murmeltiere, Adler usw.) dominierten so stark, dass nachträglich eine Liebeshandlung eingebaut wurde. Gedreht wurde u. a. in der Steiermark (Reiting-Gebiet, Trofaiach, Frohnleiten), in Salzburg, Tirol und den Karawanken sowie im Atelier Sievering (Wien). Er ist in Agfacolor und läuft ca. 88–100 Minuten (je nach Fassung). Uraufführung in Wien am 25. November 1954; deutsche Premiere am 8. Februar 1955 in München. Er erhielt u. a. das Prädikat „wertvoll“ und einen Bambi als erfolgreichster ausländischer Film 1955.
Handlung (Kurzfassung)
Hubert Gerold, der neue Förster/Jäger im idyllischen Silberwald (bei Hochmoos), kämpft erfolgreich gegen die Abholzung des Waldes. Mit Unterstützung des Hofrats Leonhard erreicht er beim Gemeinderat, dass stattdessen Baugrundstücke verkauft werden.
Bei einem Jägerball lernt er Liesl Leonhard kennen – die Enkelin des Hofrats, eine junge Bildhauerin aus Wien. Er zeigt ihr die Schönheiten des Waldes und der Natur; die beiden verlieben sich. Dann taucht Liesls Verehrer und Kollege Max Freiberg aus Wien auf. Aus Eifersucht und weil er keine Jagderlaubnis bekommt, wildert er den prächtigsten Hirsch. Hubert ertappt ihn, zeigt ihn aber aus Rücksicht auf Liesl nicht an – und wird deshalb entlassen.
Liesl reist enttäuscht nach Wien zurück. Erst Monate später erfährt sie die Wahrheit. Sie kehrt zurück und trifft Hubert (inzwischen rehabilitiert) auf einem Fest wieder. Die beiden finden zueinander.
Der Film lebt vor allem von den eindrucksvollen Landschafts- und Tieraufnahmen; die Handlung ist typisch heimatfilmmäßig romantisch, klischeehaft und idyllisch (Stadt vs. Land, Naturverbundenheit, Happy End).
Darstellerliste (Hauptbesetzung)
• Anita Gutwell als Liesl Leonhard
• Rudolf Lenz als Hubert Gerold (Förster/Jäger)
• Karl Ehmann als Hofrat Leonhard
• Erik Frey als Max Freiberg
• Hermann Erhardt als Bürgermeister Oberkogler
• Erni Mangold als Karin
• Albert Rueprecht als Bertl Erblehner
• Lotte Ledl als Vroni
• Franz Erkenger als Kajetan
• Gerti Wiedner (auch Gertie) als Barbara
• Walter Varndal (u. a. Brandl/Gemeinderat)
• Fritz Hinz-Fabricius (auch Hintz-Fabricius) als Pfarrer

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