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Nachrichten des Tages | 10. Juli 2026 - Abendausgabe

Informieren Sie sich über das aktuelle Geschehen in Europa und der Welt an diesem 10. Juli 2026 - Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Kultur und Reisen.

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News
Transkript
00:01Mindestens elf Menschen sind bei einem Waldbrand in der südspanischen Provinz Almeria ums Leben
00:06gekommen. Zuerst war von zwölf Toten die Rede. Einige der Todesopfer in der Ortschaft Beda wurden
00:12in ausgebrannten Fahrzeugen gefunden, wie die Behörden mitteilten. Mindestens sechs Menschen
00:17wurden bei dem Brand verletzt. Eine Frau mit Verbrennungen und eine weitere Person mit einer
00:21Rauchvergiftung wurden ins Krankenhaus gebracht. Als sich das Flammeninferno immer weiter ausbreitete,
00:27waren Straßen gesperrt und Gebäude evakuiert worden. Rund 150 Feuerwehrleute bekämpften den
00:33Brand, unterstützt von fünf Löschfahrzeugen. Das Feuer war bei Temperaturen von fast 40 Grad
00:39Celsius ausgebrochen. Die Ursache war zunächst unklar. Zeugen berichteten, dass ein herabgefallenes
00:44Stromkabel möglicherweise trockenes Gestrüpp entzündet habe. Angesichts der jüngsten Hitzewelle
00:50in den vergangenen Tagen in Teilen Andalusiens im Süden des Landes haben die Behörden Wetterwarnungen
00:55der Stufe Orange ausgegeben. Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland kämpfen seit Anfang
01:00dieser Woche mit Waldbränden bei anhaltender Hitze und Trockenheit.
01:05Vor VW-Werken in ganz Deutschland macht die Gewerkschaft IG Metall mobil gegen die geplante
01:11Umstrukturierung des Volkswagen-Konzerns. Berichten zufolge könnten bei Europas größtem
01:17Autobauer weltweit 100.000 Stellen abgebaut werden. Das sind doppelt so viele wie von
01:23VW-Chef Oliver Blume zuvor geplant. Vier VW-Werken in Deutschland droht die Schließung.
01:29Als gefährdet, weil zu teuer, gelten die Standorte Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.
01:37Dort soll offenbar die Fahrzeugproduktion eingestellt werden. IG Metall will das nicht
01:42rechtkampflos akzeptieren. Vor zwei Jahren war die Streichung von 50.000 Stellen vereinbart
01:48worden, mit der Zusage des Unternehmens, dass bis zum Ende des Jahrzehnts keine Standorte
01:54geschlossen werden. Volkswagen steht nicht nur unter dem Druck der Strafzahlungen im
01:59Dieselskandal und der US-Zölle. Vor allem die eingebrochenen Verkaufszahlen in China und
02:04der Erfolg chinesischer E-Auto-Anbieter in Europa machen dem Konzern zu schaffen.
02:12Die USA haben sich mit Deutschland auf den Verkauf von Tomahawk-Mittelstreckenraketen
02:17geeinigt. Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Regierungserklärung bekannt. Bislang
02:23gibt es keine in Europa hergestellten Marschflugkörper mit ähnlicher Reichweite und Schlagkraft.
02:29Merz sagte jedoch, Europa arbeite daran, eigene Raketen zu entwickeln.
02:35Wir haben zudem am Rande des NATO-Treffens in Ankara mit der amerikanischen Regierung
02:40vereinbart, dass amerikanische Tomahawk-Raketen von uns erworben und in Deutschland stationiert
02:48werden. Wir schließen damit eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung und
02:53wir werden gleichzeitig daran arbeiten, eigene europäische Systeme zu entwickeln und in
02:58Europa zu stationieren. Deutschland betrachtet die Tomahawks als Teil der Abschreckungsstrategie
03:05gegenüber Russland. Bis vor kurzem erschien laut Verteidigungsminister Pistorius ein Verkauf
03:10an Deutschland unwahrscheinlich, da die USA sehr viele Tomahawks im Iran-Krieg verschossen
03:16hätten. Die genaue Zahl der zu beschaffenen Raketen soll offenbar geheim bleiben. Auch einen
03:22Liefertermin nannte Merz zunächst nicht.
03:27Europa braucht einen sicheren Vermögenswert, meint Frankreichs Finanzminister Lescour, um
03:32die Welt zu vergewissern, dass sie der Eurozone bedenkenlos Geld leihen kann und es auch zurückbekommt.
03:37Vor dem EU-Finanzministertreffen in Brüssel an diesem Freitag erklärte er gegenüber Euronews,
03:42die europäischen Volkswirtschaften hätten sich trotz der Auswirkungen des Iran-Kriegs recht
03:46widerstandsfähig gezeigt. Aber eine Erholung sei nötig.
04:10Spanien hat diese Woche einen neuen gemeinschaftlichen EU-Schuldenmechanismus über bis zu 850 Milliarden
04:15Euro vorgeschlagen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Weil Gemeinschaftsschulden in der Union
04:20umstritten sind, könnte eine Gruppe von Mitgliedern sich freiwillig beteiligen.
04:24Es ist ein interessantes Proposal, das löst einige von den Fragen, die meistens Geld
04:28anzunehmen können. Es ist ein Problem, das mich beschäftigt. Ich habe mit Carlos über das
04:34und wir müssen es weiter studieren. Es ist der moralische Zuge. Der Fakt, dass wenn ein
04:38Land die Geld in die ganze Gemeinschaft, das könnte ein Incentive für dieses Land, mehr Geld
04:46Les Kür wünscht sich mehr Wettbewerbsfähigkeit sowie eine Kapitalmarktunion, um den Euro stärker
04:52und liquider zu machen.
04:59In Spanien haben die Behörden 20 Millionen Zigaretten sowie mehr als 38 Tonnen Tabakblätter
05:05und geschnittenen Tabak sichergestellt. Gemeinsam mit der EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf und Europol
05:13hatten mehrere europäische Staaten zuvor eine illegale Lieferkette für Zigaretten zerschlagen.
05:19Konkret sollen mehrere Gruppen gefälschte Tabakwaren im geschätzten Wert von 10 Millionen
05:25Euro hergestellt, vertrieben und geschmuggelt haben.
05:29Im Juni hatten Ermittler 23 Wohnhäuser, Geschäftsräume und Industriehallen in mehreren
05:35spanischen Provinzen durchsucht. Dabei beschlagnahmten sie auch 18 Fahrzeuge, Maschinen zur Herstellung
05:41von Tabakwaren, verschlüsselte elektronische Geräte, 170.000 Euro Bargeld sowie mehrere Schusswaffen.
05:48Insgesamt wurden 50 Personen festgenommen, zwei Verdächtige wurden an die polnischen Behörden
05:54überstellt. Olaf-Generaldirektor Petra Clement erklärte, Tabakkonsum sei gesundheitsschädlich,
06:02der Konsum gefälschter Zigaretten sei jedoch noch gefährlicher.
06:10Westeuropa hat in diesem Jahr den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Das
06:15zeigen Daten des EU-Klimadienstes Kopernikus. Eine massive Hitzewelle hatte weite Teile des
06:21Kontinents erfasst. Der Bericht erscheint, während Europa bereits von der nächsten Hitzewelle
06:26getroffen wird. In Westeuropa dürften die Temperaturen von mehr als 30 Grad noch bis weit
06:30in die kommende Woche anhalten. Südeuropa kämpft unterdessen mit Waldbränden und Rekordwerten
06:36von über 40 Grad. Nach Angaben von Kopernikus lag die Durchschnittstemperatur in Westeuropa
06:42im Juni bei 20,74 Grad. Das sind mehr als drei Grad über dem Durchschnitt der vergangenen
06:47drei Jahrzehnte. Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent. Der menschengemachte
06:52Klimawandel sorgt dafür, dass Hitzewellen häufiger auftreten und intensiver ausfallen.
06:57Mit der Hitzewelle im Juni wurden tausende Todesfälle in Verbindung gebracht, vor allem
07:01in Frankreich, Spanien und Belgien. Klimaforscher fordern deshalb bessere Anpassungspläne. Dazu
07:07gehört etwa ältere Gebäude so zu sanieren, dass sie Hitze besser standhalten. Zugleich müsse
07:12der Ausstoß von Treibhausgasen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe so schnell wie möglich
07:16auf Null sinken.
07:20In Vegas Altas del Guadiana in der spanischen Provinz Badajoz haben Archäologen in der Casa
07:25del Turuñuelo eine bedeutende Entdeckung gemacht. Über 2500 Jahre alte Funde aus der Zeit
07:31der Tatecia.
07:42Zu den Funden gehört ein Bronzewagen, der zur Hälfte geborgen werden konnte. Er ist
07:47mit außergewöhnlich gut erhaltenen Verzierungen versehen. Zu sehen sind eine Flussgottheit der
07:53Unterwelt und Mischwesen mit Adlerkopf und Löwenkörper. Zwei menschliche Figuren an den Enden
07:57des Wagens tragen die Räder und bilden die Stützen. Laut Rodriguez ist der Wagen trotz
08:10seines Alters sehr gut erhalten. Er wurde mit Eisen zusammengefügt und möglicherweise
08:14in Griechenland oder Etrurien hergestellt. Gewissheit darüber sollen erst die Ergebnisse
08:19der Isotopenanalyse bringen.
08:29Die Funktion des Fahrers ist sehr relacionada mit den Ritualen oder mit den Aktivitäten,
08:36die in der Casa del Turuñuelo sind, grundsätzlich mit den Banquetten. Das ist ein großes Testimonium
08:41des Banquete finales, die die Gemeinschaft feiert, bevor das edificio klausuriert.
08:46Während der 8. Ausgrabungskampagne wurden weitere Funde entdeckt, darunter zwei bronzende
08:51Kohlebecken, ein Kessel, Keramik und mehr als 200 Fragmente aus Elfenbein.
09:11Die erste Bewohnerin ist eingezogen. Juli schaut sich im neuen Elefantenschutzgebiet der Pangea Stiftung
09:19in Südportugal schon um und nimmt ihre ersten Schlammbäder. Sie ist die letzte Zirkuselefantenschutzgebiet.
09:43Mit gut 400 Hektar Land und Platz für um die 30 Tiere ist das Gelände Europas erste groß angelegte
09:50Elefanten-Auffangstation. Es soll Zoos, Zirkussen und anderen europäischen Einrichtungen
09:55die ein Leben langes Zuhause für Elefanten suchen, eine Lösung bieten, denn wohin mit
10:00den Wildtieren aus Gefangenschaft. Auch Juli war nach dem Verbot von Wildtieren in Zirkussen
10:06in Portugal jahrelang beim Victor Hugo Cardinali Zirkus geblieben, bis dieser nun die neue Heimat
10:12für sie fand. Ihr Umzug fußt auf einer freiwilligen Vereinbarung zwischen dem Zirkus
10:18und der Stiftung.
10:51Noch ist Juli die Einzige hier. Eine Elefantin, die ebenfalls in freier Wildbahn eingefangen
10:57worden war und etwa 40 Jahre alt ist, soll bald hinzukommen. Sie lebt derzeit allein
11:01in einem Zoo in Belgien, muss aber erst einen Abszess auskurieren. Die Pangea Stiftung,
11:06die ihren Sitz in Großbritannien hat, unterhält das Sanktuarium mit Spenden. Ab und an soll
11:11es auch für ausgewählte Besucher geöffnet werden. Der Standort Portugal wurde wegen seines
11:16Klimas und natürlicher Lebensraumbedingungen ausgewählt.
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