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Nachrichten des Tages | 10. Juli 2026 - Morgenausgabe

Informieren Sie sich über das aktuelle Geschehen in Europa und der Welt an diesem 10. Juli 2026 - Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Kultur und Reisen.

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Transkript
00:01Deutschland kauft Tomahawk Marschflugkörper von den USA.
00:05Kanzler Merz sprach vom Schließen einer strategischen Lücke.
00:11Gefälschte Tabakwaren, Ermittler in Spanien beschlagnahmen Millionen Zigaretten, Fahrzeuge und Bargeld.
00:20Die USA haben sich mit Deutschland auf den Verkauf von Tomahawk-Mittelstreckenraketen geeinigt.
00:26Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Regierungserklärung bekannt.
00:31Bislang gibt es keine in Europa hergestellten Marschflugkörper mit ähnlicher Reichweite und Schlagkraft.
00:37Merz sagte jedoch, Europa arbeite daran, eigene Raketen zu entwickeln.
00:44Wir haben zudem am Rande des NATO-Treffens in Ankara mit der amerikanischen Regierung vereinbart,
00:50dass amerikanische Tomahawk-Raketen von uns erworben und in Deutschland stationiert werden.
00:57Wir schließen damit eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung
01:01und wir werden gleichzeitig daran arbeiten, eigene europäische Systeme zu entwickeln und in Europa zu stationieren.
01:09Deutschland betrachtet die Tomahawks als Teil der Abschreckungsstrategie gegenüber Russland.
01:14Bis vor kurzem erschien laut Verteidigungsminister Pistorius ein Verkauf an Deutschland unwahrscheinlich,
01:21da die USA sehr viele Tomahawks im Iran-Krieg verschossen hätten.
01:25Die genaue Zahl der zu beschaffenen Raketen soll offenbar geheim bleiben.
01:30Auch einen Liefertermin nannte Merz zunächst nicht.
01:35Vor VW-Werken in ganz Deutschland macht die Gewerkschaft IG Metall mobil
01:40gegen die geplante Umstrukturierung des Volkswagen-Konzerns.
01:44Berichten zufolge könnten bei Europas größtem Autobauer weltweit 100.000 Stellen abgebaut werden.
01:51Das sind doppelt so viele wie von VW-Chef Oliver Blume zuvor geplant.
01:56Vier VW-Werken in Deutschland droht die Schließung.
01:59Als gefährdet, weil zu teuer, gelten die Standorte Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.
02:06Dort soll offenbar die Fahrzeugproduktion eingestellt werden.
02:10IG Metall will das nicht kampflos akzeptieren.
02:14Vor zwei Jahren war die Streichung von 50.000 Stellen vereinbart worden,
02:19mit der Zusage des Unternehmens, dass bis zum Ende des Jahrzehnts keine Standorte geschlossen werden.
02:26Volkswagen steht nicht nur unter dem Druck der Strafzahlungen im Dieselskandal und der US-Zölle.
02:31Vor allem die eingebrochenen Verkaufszahlen in China und der Erfolg chinesischer E-Auto-Anbieter in Europa machen dem Konzern zu
02:39schaffen.
02:42Westeuropa hat in diesem Jahr den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt.
02:47Das zeigen Daten des EU-Klimadienstes Kopernikus.
02:50Eine massive Hitzewelle hatte weite Teile des Kontinents erfasst.
02:53Der Bericht erscheint, während Europa bereits von der nächsten Hitzewelle getroffen wird.
02:58In Westeuropa dürften die Temperaturen von mehr als 30 Grad noch bis weit in die kommende Woche anhalten.
03:04Südeuropa kämpft unterdessen mit Waldbränden und Rekordwerten von über 40 Grad.
03:09Nach Angaben von Kopernikus lag die Durchschnittstemperatur in Westeuropa im Juni bei 20,74 Grad.
03:16Das sind mehr als drei Grad über dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahrzehnte.
03:20Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent.
03:23Der menschengemachte Klimawandel sorgt dafür, dass Hitzewellen häufiger auftreten und intensiver ausfallen.
03:29Mit der Hitzewelle im Juni wurden tausende Todesfälle in Verbindung gebracht, vor allem in Frankreich, Spanien und Belgien.
03:35Klimaforscher fordern deshalb bessere Anpassungspläne.
03:38Dazu gehört etwa, ältere Gebäude so zu sanieren, dass sie Hitze besser standhalten.
03:43Zugleich müsse der Ausstoß von Treibhausgasen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe so schnell wie möglich auf Null sinken.
03:53In Spanien haben die Behörden 20 Millionen Zigaretten sowie mehr als 38 Tonnen Tabakblätter und geschnittenen Tabak sichergestellt.
04:01Gemeinsam mit der EU-Anti-Betrugsbehörde OLAV und Europol hatten mehrere europäische Staaten zuvor eine illegale Lieferkette für Zigaretten zerschlagen.
04:13Konkret sollen mehrere Gruppen gefälschte Tabakwaren im geschätzten Wert von 10 Millionen Euro hergestellt, vertrieben und geschmuggelt haben.
04:22Im Juni hatten Ermittler 23 Wohnhäuser, Geschäftsräume und Industriehallen in mehreren spanischen Provinzen durchsucht.
04:30Dabei beschlagnahmten sie auch 18 Fahrzeuge, Maschinen zur Herstellung von Tabakwaren, verschlüsselte elektronische Geräte, 170.000 Euro Bargeld sowie mehrere
04:41Schusswaffen.
04:42Insgesamt wurden 50 Personen festgenommen, zwei Verdächtige wurden an die polnischen Behörden überstellt.
04:49OLAV-Generaldirektor Petra Klement erklärte, Tabakkonsum sei gesundheitsschädlich, der Konsum gefälschter Zigaretten sei jedoch noch gefährlicher.
05:03Die Europäische Kommission hat ein Optionspapier vorgelegt, das ein vollständiges oder teilweise Einfuhrverbot für Waren vorsieht, die aus israelischen Siedlungen
05:14kommen.
05:14Brüssel will den Handel mit Israels Siedlungen in den besetzten Palästinenser-Gebieten zumindest einschränken.
05:22Diplomatische Quellen sagten Euronews, die erste Option sehe vor, dass Unternehmen, die Waren aus israelischen Siedlungen importieren, eine Genehmigung beantragen
05:32müssten.
05:33Zweitens hat die Kommission vorgeschlagen, höhere Zölle zu erlassen, um die Einfuhr von Waren aus den Siedlungen teurer zu machen.
05:41Die dritte Option ist ein vollständiges oder teilweise Einfuhrverbot für Waren aus den von der UNO als illegal eingestuften Siedlungen.
05:51Doch dafür müssten Zollbeamte der nationalen Behörden an den EU-Grenzen Waren aus israelischen Siedlungen identifizieren.
05:59Vor den europäischen Außenministern am Montag sollten die EU-Botschafter hinter verschlossenen Türen über die verschiedenen Versionen beraten.
06:08Einige Länder wie Spanien und Irland haben bereits eigene Handelsbeschränkungen beschlossen.
06:14Bisher legt die Kommission lediglich Optionen vor.
06:18Ein Beschluss zu eventuellen EU-Handelsbeschränkungen für Waren aus israelischen Siedlungen wird frühestens im Oktober erwartet.
06:27Das EU-Parlament hat die Entscheidung von Präsident Volodymyr Zelenskyj kritisiert,
06:32eine Elite-Militäreinheit nach der ukrainischen Aufständischen Armee UPA aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu benennen.
06:41Die Umbenennung hatte für Streit zwischen der Ukraine und Polen gesorgt.
06:45Eine große Mehrheit der Europaabgeordneten stimmte für den Antrag,
06:50in dem die jüngste unnötige und unprovozierte Eskalation durch den ukrainischen Präsidenten verurteilt wird.
06:57Gleichzeitig erinnert der Beschluss an Polens unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine während Russlands Angriffskrieg.
07:05In der Ukraine wird die UPA von vielen für ihren Widerstand gegen die Sowjetherrschaft
07:10und für ihren Einsatz für die Unabhängigkeit der Ukraine in Ehren gehalten.
07:16In Polen wird die UPA, die mit Nazi-Deutschland kollaborierte,
07:20für die Ermordung von zehntausenden Menschen verantwortlich gemacht.
07:25Der Text des EU-Parlaments beklagt die Missachtung polnischer Empfindlichkeiten
07:30und der Trauer in Zusammenhang mit schätzungsweise zehntausenden Opfern der UPA und ihren Familien
07:36durch Zelenskys Entscheidung.
07:39Die Europaabgeordneten rufen zudem zu Deeskalation und Versöhnung zwischen Kiew und Warschau auf.
07:46Dennoch bestätigt das EU-Parlament seine Unterstützung für die Ukraine gegen die Aggression Russlands.
07:56Die Europäische Kommission bereitet eine Reform für die Aufnahme neuer Mitgliedstaaten vor,
08:02um ihre Rolle in der Debatte zu stärken, die zunehmend von den EU-Regierungen geprägt wird.
08:08Das haben drei Beamte in Brüssel im Gespräch mit Euronews erklärt.
08:13Fünf der sechs EU-Gründungsmitglieder haben vorgeschlagen,
08:16die bestehenden Schutzmaßnahmen zu verstärken, um einen Rückschritt in Sachen Demokratie
08:22und Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit zu verhindern.
08:25Dies sind offenbar Lehren, die aus Viktor Orbans Amtszeit in Ungarn gezogen werden.
08:32Die Staaten wollen, vielleicht sogar vor der Aufnahme Montenegros,
08:36rasche Sanktionen, darunter die Aussetzung von EU-Finanzmitteln und sogar von Stimmrechten.
08:42Weniger umstritten sind längere Übergangsfristen,
08:46also begrenzte Ausnahmeregelungen vor der vollständigen EU-Mitgliedschaft.
08:51So könnte der Zugang zum Arbeitsmarkt für Arbeitnehmer aus neuen Mitgliedstaaten
08:56vorübergehend beschränkt werden.
08:59Diskutiert wird auch die verpflichtende Teilnahme neuer Mitgliedstaaten
09:03an der europäischen Staatsanwaltschaft.
09:05Derzeit sind 24 der 27 EU-Länder dabei.
09:10Ob die EU-Staats- und Regierungschefs in den Hauptstädten
09:14die Initiative der Kommission in Brüssel begrüßen
09:17oder als Angriff auf ihre Befugnisse sehen, bleibt abzuwarten.
09:25Das Europäische Parlament befasst sich diese Woche erneut
09:28mit einer umstrittenen Regelung zum Kindesmissbrauch.
09:31Sie erlaubt Plattformen wie WhatsApp,
09:33Online-Darstellungen auf sexuellen Kindesmissbrauch hin zu überprüfen,
09:37zu blockieren und gegebenenfalls Konten zu sperren.
09:39Kritiker nennen sie Chat-Kontrolle wegen ihrer Folgen für den Datenschutz.
09:44Eigentlich war der Rechtsrahmen dafür im April ausgelaufen
09:47und soll neu verhandelt werden.
09:48Das Parlament hatte im März gegen eine Verlängerung gestimmt,
09:51aus Uneinigkeit über Änderungen.
09:53Nun hat die konservative Europäische Volkspartei
09:56eine zweite Lesung der unveränderten Fassung
09:59noch an diesem Donnerstag durchgedrückt.
10:01Dabei wäre dann die absolute Mehrheit für eine weitere Ablehnung nötig.
10:05Fraglich, ob kurz vor der Sommerpause genügend Abgeordnete zusammenkommen.
10:09Sonst gilt die Verlängerung automatisch als angenommen.
10:13Sie würde es den Plattformen ermöglichen,
10:15bis 2028 freiwillig weiterhin Nutzer zu identifizieren,
10:19die im Verdacht stehen,
10:21Material über sexuellen Kindesmissbrauch zu verbreiten.
10:24Voraussetzung für das Votum am Donnerstag war,
10:27dass an diesem Dienstag genügend Abgeordnete
10:29für das entsprechende Eilverfahren stimmten.
10:31Dies war mit mehr als 300 der Fall.
10:37Bonnie Tyler ist tot.
10:40Die weltbekannte walisische Sängerin
10:42starb im Alter von 75 Jahren in ihrer Wahlheimat Portugal.
10:47Sie hatte in den 80er Jahren mit dem Song
10:50Total Eclipse of the Heart ihren internationalen Durchbruch.
10:56Andere bekannte Titel waren
10:58Holding Out for a Hero und It's a Heartache.
11:02Bereits im Mai war Bonnie Tyler nach einem medizinischen Notfall
11:06in ein Krankenhaus im portugiesischen Faro eingeliefert worden.
11:10Dort musste sie sich einer Notoperation am Darm unterziehen.
11:13Nach dem Eingriff kam es zu Komplikationen,
11:16weshalb die Ärzte sie in ein künstliches Koma versetzten.
11:19Im Juni lag sie weiter auf der Intensivstation,
11:23war nach Angaben ihres Sprechers aber bald bewusst sein.
11:26Eine geplante Tournee musste sie absagen.
11:28In einer auf ihrer offiziellen Website veröffentlichten Erklärung hieß es,
11:32Tyler sei unerwartet an den Folgen einer Erkrankung verstorben.
11:36Weitere Informationen sollten folgen.
11:38Ook Ges Natale
11:40In mehr als Ärzte Terre
11:41In Jrisch Töme
11:42Wie in deraliGO
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