00:01In Frankreich sind seit Mittwoch wegen der Hitzewelle rund 1000 mehr Menschen gestorben als normalerweise zu erwarten,
00:07wie die nationale Public Health Behörde diesen Sonntag mitteilte.
00:11Besonders betroffen seien Gebiete mit roter Hitze-Warnung gewesen,
00:14der Großraum Paris, Normandie und Bretagne und der restliche Westen des Landes.
00:19Die meisten dieser Hitzetoten seien ältere Menschen ab 65 gewesen.
00:23In etlichen Teilen Frankreichs wurde diese Woche die 40-Grad-Marke überschritten,
00:27was Krankenhäuser und Rettungsdienste stark unter Druck setzte.
00:31Nicht anders in Deutschland, mit einem Hitzerekord von 41,7 Grad Celsius an diesem Wochenende.
00:38Während Mittel- und Osteuropa, Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn,
00:42bis zum Ende dieser Woche noch unter Rekordtemperaturen litten,
00:45konnten die Menschen im Westen allmählich auf leichte Erholung hoffen.
00:48Selbst weiter nördlich vermeldete Dänemark mit 37 Grad seinen Höchstwert seit Beginn der Aufzeichnungen.
00:54Klimaforscher sehen in diesen neuen Rekordwerten ein klares Anzeichen für menschengemachten Klimawandel
01:00und warnen, dass solche extremen Hitzewellen künftig häufiger, noch heißer und langwieriger werden dürften.
01:11Der Iran hat am frühen Sonntagmorgen neue Angriffe auf Bahrain und Kuwait gestartet,
01:16als Vergeltung für Angriffe der USA auf iranische Ziele.
01:20Das US-Zentralkommando teilte mit, es habe nach einem Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormuz
01:26am Samstag iranische Militärziele beschossen.
01:29Die iranische Revolutionsgarde erklärte daraufhin an diesem Sonntag,
01:33sie werde Maßnahmen ergreifen, um den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormuz zu kontrollieren.
01:39Gegen regelwidrig handelnde Schiffe werde härter als bisher vorgegangen.
01:43Zuvor hatte eine von der US-Marine geleitete multinationale Seeverkehrsbehörde am Samstag angekündigt,
01:49eine Route in der Nähe von Oman in der Straße von Hormuz zu erweitern,
01:53um sowohl den ein- als auch den ausfahrenden Verkehr zu ermöglichen.
01:57Den Angriffen von diesem Sonntag ging ein ähnliches hin und her in den vergangenen Tagen voraus.
02:02Am Donnerstag hatte eine iranische Drohne ein Handelsschiff vor der Küste Oman getroffen.
02:07Das US-Militär antwortete mit Luftangriffen auf Raketen- und Drohnenlagerstätten des Iran.
02:12Die gegenseitigen Angriffe verdeutlichen, wie brüchig der von Pakistan vermittelte Friedensprozess ist.
02:22Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat das mit dem Libanon und den USA geschlossene Rahmenabkommen als historischen Erfolg gewertet.
02:30Es wurde nach fünf Verhandlungsrunden am Freitag in Washington unterzeichnet und zielt auf den Abschluss eines Friedensabkommens.
02:37Libanese Soldaten sollen die Kontrolle über zwei von Israel gehaltene Gebiete im Libanon übernehmen.
02:43Weiterer Bestandteil ist ein Verfahren zur Entwaffnung der Hezbollah.
02:47Deren Anführer lehnte das Abkommen als beschämend ab.
02:50Es sei null und nichtig.
02:52Israels Verteidigungsminister betonte, seine Truppen würden sich nicht zurückziehen, solange die Hezbollah bewaffnet bleibe.
03:15Israels für ekstremistische Äußerungen bekannter Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gwir,
03:20kritisierte das von den USA vermittelte Abkommen.
03:23Es sei ein großer Fehler.
03:25Man könne der libanesischen Regierung nicht zutrauen, die Hezbollah zu entwaffnen.
03:31Die Zahl der Todesopfer nach zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist am Wochenende auf 920 gestiegen.
03:39Nach UN-Angaben wurden weitere 3.360 Menschen verletzt.
03:43Rund 50.000 gelten weiterhin als vermisst.
03:47Die beiden Beben der Stärke 7,2 und 7,5 ereigneten sich im Abstand von weniger als einer Minute
03:54und brachten ganze Reihen mehrstöckiger Wohnhochhäuser zum Einsturz, besonders im Küstenstaat La Guira.
04:02Seit Mittwoch suchen tausende Einsatzkräfte nach Überlebenden und kämpfen gegen die Zeit.
04:08Mangels staatlich bereitgestellter schwerer Maschinen graben Freiwillige und verzweifelte Familienangehörige mit bloßen Händen zwischen den Trümmern.
04:17Die sich ausbreitende humanitäre Katastrophe hat schnell heftige Kritik an der Interims-Präsidentin Delsi Rodriguez ausgelöst,
04:26die ihr Amt erst vor sechs Monaten nach einem fragilen politischen Übergang angetreten hatte.
04:31Rodriguez wurde in Caracas von wütenden Sprechchören und Puhrufen empfangen.
04:40Internationale Rettungskräfte aus verschiedenen Ländern bemühen sich vor Ort, die Lücke in den lokalen Einsatzkapazitäten zu schließen.
04:47Das war das Wüste.
04:49Das war das Wüste.
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