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Nachrichten des Tages | 15. Juni 2026 - Morgenausgabe

Informieren Sie sich über das aktuelle Geschehen in Europa und der Welt an diesem 15. Juni 2026 - Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Kultur und Reisen.

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Transkript
00:00Die Schweizer Wählerinnen und Wähler haben die sogenannte 10-Millionen-Initiative mehrheitlich abgelehnt.
00:06Doch die Zustimmung für die Begrenzung der Einwanderung in die Schweiz geht über die Wählerbasis der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei SVP
00:15hinaus, die die Initiative eingebracht hatte.
00:19Trotz der Niederlage sprach der Chef der SVP, Marcel Dettling, von einer Ohrfeige für die abgehobenen Politiker in Bundesbern.
00:27Vor allem in den Städten und in den EU-freundlicheren Westschweizer Kantonen wurde die Begrenzung der Zuwanderung abgelehnt.
00:35Die Initiative Nein zu einer Schweiz mit 10 Millionen wollte auch die Freizügigkeit von EU-Bürgerinnen und Bürgern einschränken.
00:44In der Schweiz leben derzeit 9,1 Millionen Menschen, hinter denen aus Italien sind Deutsche die zweitgrößte Gruppe der Wohnbevölkerung
00:53aus dem Ausland.
00:54Der Schweizer Arbeitgeberverband zeigte sich erleichtert und erklärte aber, wie die meisten politischen Parteien, es gelte, die Sorgen der Bürgerinnen
01:03und Bürger ernst zu nehmen und Reformen einzuleiten.
01:06In einem weiteren Referendum stimmte eine knappe Mehrheit für ein neues Zivildienstgesetz, das der Schweizer Armee den Vorrang einräumt.
01:18Rumäniens Präsident Niko Shurdan hat an diesem Sonntag den Liberalen Adrian Vestia zum neuen Ministerpräsidenten ernannt.
01:27Damit soll die politische Krise beendet werden.
01:29Der vorherige Kandidat des Präsidenten, Eugen Tomac, hatte seine Kandidatur zurückgezogen, nachdem er im Parlament nicht genügend politische Unterstützung erhalten
01:39hatte.
01:52Im Mai hatte ein Misstrauensantrag die Regierung zu Fall gebracht, nachdem die Sozialdemokratische Partei die Koalition verlassen hatte.
02:01Die neue Regierung steht vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen.
02:05Denn Rumänien kämpft gegen Rezession, galoppierende Inflation und eines der höchsten Haushaltsdefizite in der Europäischen Union.
02:20Tausende haben in Tirana den 14. Tag in Folge gegen ein Luxustourismusvorhaben demonstriert, das in einem Naturschutzgebiet an der Adria
02:29geplant ist.
02:31Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, ist an dem 4,6 Milliarden Immobilienprojekt beteiligt.
02:40Gebaut werden soll das Resort auf einer verlassenen Insel und an der angrenzenden Küste.
02:45Auch in einem Naturschutzgebiet, in dem Zugvögel wie Rosa Flamingos ihre Rastplätze haben.
02:53Die Regierung behauptet, die Investition werde den Weg Albaniens in die Europäische Union erleichtern.
03:00Ministerpräsident Edi Rama verteidigt das Projekt vehement.
03:07Doch Brüssel hat bereits angemahnt, das Land müsse vor dem EU-Beitritt die EU-Umweltauflagen erfüllen.
03:17Bedenken angemeldet haben inzwischen auch Angehörige der griechischen Minderheit in Albanien.
03:22Sie sagen, dass betroffene Grundstücke enteignet wurden und dass die Gerichtsverfahren dazu noch nicht abgeschlossen seien.
03:36Start der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko-Stadt.
03:40Für viele Mexikaner ein Tag der Freude, für andere ein weiterer Tag der Trauer.
03:45Während Fans im Aztekenstadion feierten, marschierten davor mehr als 1000 Angehörige verschwundener Personen,
03:53hielten Kerzen und zeigten Fotos ihrer Lieben.
03:57In ganz Mexiko werden aktuell rund 130.000 Menschen vermisst.
04:03Die Botschaft der Angehörigen, während sich die Welt dem Fußball widmet,
04:08geraten die verschwundenen Mexikos in Vergessenheit.
04:12Die Zahl der Vermissten ist den Behörden zufolge in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig gestiegen,
04:18parallel zum Erstarken organisierter Kriminalität.
04:22Viele Vermisstenfälle dürften in Verbindung mit kriminellen Machenschaften stehen,
04:27mit Drogenhandel, Erpressung und Menschenhandel.
04:30Die Opfer wurden offenbar entführt, getötet und dann irgendwo verscharrt.
04:38Wer nach den Vermissten in Mexiko fragt oder sie gar sucht,
04:42sieht sich der Bedrohung durch Kriminelle ausgesetzt.
04:45Die Regierung, so beklagen Angehörige, biete ihnen keinen ausreichenden Schutz.
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