00:00Ukraine-Gespräche in Moskau. Botschafter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien treffen russischen Vize-Außenminister.
00:11Wegen steigender Inflation, EZB erhöht Leitzins auf 2,25 Prozent.
00:21Der französische, der deutsche und der britische Botschafter in Russland haben am Donnerstag im Außenministerium in Moskau Gespräche mit dem
00:29stellvertretenden Außenminister Michael Galuzin geführt.
00:33Das Treffen fand einige Tage nach einem Londoner-Gipfel mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky statt.
00:39Frankreichs Botschafter Nicolas de Rivière sagte Reporter nach der Zusammenkunft in Moskau, sie hätten eine gute Diskussion gehabt.
00:48Dieser Einschätzung widersprach jedoch eine Sprecherin des Außenministeriums, die den Botschaftern vorwarf, mit einer Zelensky-Formel in eine Sackgasse zu
00:57steuern.
00:59Das Vereinigte Königreich hatte Zelensky und die Staats- und Regierungschefs von Frankreich und Deutschland in London Anfang der Woche
01:06empfangen
01:07und Kiews Forderungen nach direkten Gesprächen mit Russland zur Beendigung des mehr als vier Jahre währenden Krieges unterstützt.
01:14Der russische Präsident Wladimir Putin hatte dies zuletzt abgelehnt.
01:22Europa müsse widerstandsfähiger werden, das sagte der Vorsitzende der Euro-Gruppe und griechische Finanzminister Kiriakos Pirekakis
01:31gegenüber Euronews im Vorfeld eines Treffens der Finanz- und Wirtschaftsminister der Eurozone in Luxemburg.
01:37We know that the best social policy is to actually lower energy prices in the long run, not only doing
01:44a short-run fix, a quick fix to address the current needs that we have in front of us.
01:57In Frankfurt dürfte die Europäische Zentralbank ihre Zinssätze um 25 Punkte auf 2,25 Prozent erhöhen.
02:05Die EU sieht sich durch die Folgen des Krieges im Nahen Osten mit höheren Energiepreisen konfrontiert, die die Inflation treiben.
02:26Laut Eurostat wird die jährliche Inflation in der Eurozone im Mai 2026 voraussichtlich 3,2 Prozent betragen.
02:35Das Ziel der EZB ist es, die Inflation mittelfristig unter 2 Prozent zu halten.
02:43Die Europäische Zentralbank hat zum ersten Mal seit fast drei Jahren ihre Leitzinsen erhöht und damit auf die steigende Inflation
02:51reagiert.
02:52Diese ist auf den Krieg der USA und Israels mit dem Iran zurückzuführen.
02:57Die Bank hob den Zinssatz für die sogenannte Einlagefazilität nach der Sitzung des EZB-Rates am Donnerstag von 2 auf
03:072,25 Prozent an.
03:09Der Zinssatz war zuletzt infolge der Covid-Inflationskrise im September 2023 angehoben worden, damals auf 4 Prozent.
03:18Im Mai hatte die Inflationsrate in der Eurozone den Stand von 3,2 Prozent erreicht, angetrieben durch die gestiegenen Energiepreise.
03:28Unterdessen schrumpfte die Wirtschaft der Eurozone im ersten Quartal 2026 um 0,2 Prozent.
03:35Ökonomen warnen vor einer Stagflation, also vor einer Kombination aus schwachem Wachstum und steigender Inflation.
03:44Für Haushalte und Unternehmen in der 21 Länder umfassenden Eurozone bedeutet die Entscheidung höhere Kosten für Hypotheken und Unternehmenskredite.
04:00Angesichts eines Drei-Jahres-Hochs der Verbraucherpreis-Inflation in den USA hat US-Präsident Donald Trump versucht, Sorgen von Bevölkerung
04:08und Industrie zu zerstreuen.
04:10Die Inflation war im Mai wegen hoher Energiepreise infolge des Iran-Krieges weiter gestiegen.
04:15Trump behauptete, eine geheime Militäroperation zur Durchleitung von Öl durch die Straße von Hormuz werde Linderung bringen.
04:22The numbers look great. You know what I really love? I love the inflation. You know why?
04:26Because as soon as this war is over, you know, I can say it now.
04:31Something you didn't know. Do you know we've been taking out millions of barrels of oil?
04:37Nobody knows it. You know who doesn't know about it? Iran until right now.
04:41Oh, when the war is over? It's coming down.
04:45It's going to come down like a rock. And again, we're taking out millions, which I'm just announcing today for
04:54the first time,
04:55but we've been taking out millions of barrels of oil. Millions of barrels.
05:04Wirtschaftswissenschaftler bestreiten diese Behauptung jedoch, es wird erwartet, dass es Monate dauern wird,
05:09bis die Ölpreise nach dem Ende der Feindseligkeiten wieder das Vorkriegsniveau erreichen.
05:15Trump hatte in seinem Wahlkampf 2024 versprochen, die Inflation schnell zu besiegen.
05:26Eurofighter am Himmel, Soldaten zwischen den Hallen und tausend Besucher auf dem Ausstellungsgelände.
05:32In Berlin hat die ILA, die internationale Luft- und Raumfahrtausstellung, begonnen.
05:37Neben Flugzeugen, klassischen Waffensystemen und Hubschraubern stehen in diesem Jahr vor allem Drohnen und andere unbemannte Systeme im Mittelpunkt.
05:44Viele Unternehmen präsentieren Technologien, die aus den Erfahrungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hervorgegangen sind
05:50oder dort bereits eingesetzt werden.
05:52Wie groß das Interesse an den neuen Technologien ist, zeigt sich auch beim Rundgang vom Bundeskanzler Friedrich Merz.
05:58Einer seiner Stops führt ihn zum deutschen Drohnenunternehmen Quantum Systems.
06:02Das Unternehmen stellt auf der ILA erstmals die neue PULS P19 vor.
06:06Die Plattform kann sowohl bemannt als auch unbemannt eingesetzt werden
06:09und soll unter anderem für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen genutzt werden.
06:13Man sieht hier auch kleinere Ausführungen dieser Abfangdrohnen, die hier montiert werden können
06:19und dann eingesetzt werden können, um andere Drohnen aus der Luft abzufangen.
06:24Jetzt kennen wir das in der Ukraine im klassischen Sinne so,
06:26man stellt die Abfangdrohnen auf den Boden mehr oder weniger und von da starten die, um die Schahetts abzufangen.
06:33Und hier würde es eine Möglichkeit geben, diese Abfangdrohnen von einem fliegenden Flugzeug aus zu starten.
06:43Drohnen und autonome Systeme gehören zu den Themen, die die Branche derzeit besonders beschäftigen.
06:52Auf der Messe treffen Hersteller, Investoren, Militärs und Politiker aufeinander.
06:56Diskutiert wird darüber, wie sich neue Technologien entwickeln, welche Fähigkeiten benötigt werden
07:01und welche Rolle europäische Unternehmen künftig spielen können.
07:05Fragen, die angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa an Bedeutung gewonnen haben.
07:13Kampfjets am Himmel, Drohnen und autonome Systeme in den Hallen.
07:16Die ILA gilt als die wichtigste Luft- und Raumfahrtmesse Deutschlands.
07:20Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Verteidigungsindustrie und den Innovationen,
07:24die die Streitkräfte der Zukunft prägen sollen.
07:26Johanna Urbanschik bei der ILA für Euronews.
07:32Die Streitkräfte der Ukraine haben im eigenen Land produzierte Flamingo-Raketen eingesetzt,
07:38um eine russische Militärfabrik anzugreifen, in der Komponenten für Drohnen und Raketen hergestellt werden.
07:45Auf X erklärte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky,
07:49sein Land nehme weiter russische Militär- und Öleinrichtungen ins Visier,
07:54um die Angriffsfähigkeiten Russlands gegen die Ukraine zu verringern.
07:59Die jüngsten ukrainischen Luftschläge trafen die russische Stadt Cheboksary an der Volga,
08:04rund 1000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
08:08Der Gouverneur der Region, Oleg Nikolayev, bestätigte Angriffe auf den Industriestandort.
08:15Während Moskau weiter die Ukraine bombardiert,
08:17nahmen die ukrainischen Raketen auch eine Ölraffinerie ins Visier,
08:22die jährlich fast 4 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet.
08:26Die ukrainischen Flamingo-Raketen wurden seit ihrer Vorstellung im August 2025 nur relativ selten eingesetzt.
08:34Diese Marschflugkörper haben eine Reichweite von bis zu 3000 Kilometern.
08:39Das erlaubt der Ukraine Angriffe tief im russischen Hoheitsgebiet.
08:43Die Flamingo-Raketen können mit Sprengköpfen von mehr als einer Tonne Gewicht bestückt werden.
08:53Bulgarien hat angekündigt, der Ukraine keine Waffen mehr aus seinen Armeebeständen zu liefern.
08:59Der neu gewählte Ministerpräsident Roman Radev rief dazu auf,
09:03eine diplomatische Lösung zur Beendigung des Krieges anzustreben.
09:06Die Verteidigungsindustrie Sofias wird jedoch weiterhin einer der Hauptlieferanten von Munition für Kiew bleiben.
09:14Radev betonte, dass sich die neue Regelung nur auf die Waffen- und Munitionsbestände der Armee und des Staates auswirken
09:20wird.
09:21Geschäfte mit dem Privatsektor sind weiterhin möglich.
09:25Vor einer Kabinettssitzung sagte der bulgarische Ministerpräsident,
09:28sein Land habe schon genug gegeben, und zwar auf Kosten seiner Wirtschaft.
09:33Der bulgarische Regierungschef gilt als russlandfreundlich.
09:36Er hat Europa im Anschluss an seine Kampagne zu einem direkten Dialog mit Moskau aufgerufen.
09:41Es sei der einzige Weg, den Krieg zu beenden, betonte er.
09:46Ihm zufolge sind Russland und die Ukraine in einen Zermürbungskrieg verwickelt.
09:50Der einzige Preis, den man zahlen müsse, sei in Menschenleben.
09:53Egal wie viele Waffen man schicke, sagte Radev.
09:57Der bulgarische Verteidigungsminister stimmte ihm zu.
10:01Beide Seiten müssten sich an den Verhandlungstisch setzen und zu einem gerechten Frieden für beide Länder kommen, sagte er.
10:10Tausende Menschen haben in der albanischen Hauptstadt Tirana den zehnten Tag in Folge gegen ein geplantes Luxusprojekt auf einer unbewohnten
10:19Insel protestiert.
10:20Sie forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama.
10:24Die Proteste richteten sich auch gegen dessen Vorgänger Salih Berisha.
10:29Die landesweiten Demonstrationen entzündeten sich an einem Bauprojekt von Jared Kushner, Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump.
10:37Er will auf der Insel Sazan Luxustourismus etablieren.
10:41Diese liegt in einem Marien-Schutzgebiet.
10:44Die Demonstranten fordern nicht nur den Rücktritt der Regierung, sondern auch die Rücknahme von Gesetzesänderungen mit Blick auf Schutzgebiete und
10:53das kulturelle Erbe Albaniens.
10:56Die Regierung behauptet, das Projekt an der Adria-Küste sei für den hochwertigen Tourismusmarkt des Landes und dessen Bestreben nach
11:04einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union von großer Bedeutung.
11:08Die EU-Kommission hat die albanischen Behörden jedoch aufgefordert, unverzüglich zu handeln, um Kapitel 27 der Beitrittsgespräche nicht zu untergraben.
11:18Dieses verlangt die Angleichung an die europäischen Umweltvorschriften.
11:23Ministerpräsident Rama hatte zuvor erklärt, die Proteste würden von Bots und externen Kräften gesteuert.
11:29Vielen Dank.
11:29Vielen Dank.
11:31Vielen Dank.
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