00:00Donald Trump spricht erneut von einem großartigen Abkommen mit dem Iran, doch die iranische Führung dementiert die Einigung.
00:10Ukraine-Gespräche in Moskau. Botschafter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien treffen russischen Vize-Außenminister.
00:20US-Präsident Donald Trump hat geplante Luftangriffe auf den Iran kurzfristig abgesagt und erneut die Möglichkeit eines diplomatischen Durchbruchs angedeutet.
00:30In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, die Gespräche mit Teheran hätten die höchste Ebene der iranischen
00:37Führung erreicht und seien grundsätzlich gebilligt worden.
00:40Iranische Staatsmedien widersprachen dieser Darstellung jedoch wenig später, demnach sei bislang kein endgültiger Text genehmigt worden.
00:48Die Kehrtwende kommt nur wenige Stunden, nachdem Trump noch mit sehr harten Militärschlägen gegen iranische Ziele gedroht hatte.
00:55Es wäre die zweite Nacht in Folge mit möglichen US-Angriffen trotz der brüchigen Waffenruhe gewesen.
01:02Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident einen bevorstehenden Durchbruch in Aussicht stellt.
01:07Bereits mehrfach in den vergangenen Wochen hatte Trump erklärt, eine Einigung mit dem Iran stehe kurz bevor.
01:14Unverändert bleibt jedoch die von den USA verhängte Seeblockade gegen den Iran.
01:19Laut den USA kostet die Blockade Irans Wirtschaft täglich 500 Millionen Dollar Verlust.
01:25Beweise dafür gibt es nicht.
01:27Auch die Details eines möglichen Abkommens bleiben weiterhin unklar.
01:31Washington könnte sich die Kontrolle über die iranische Energieinfrastruktur sichern wollen,
01:36wenn man Trumps Äußerungen glaubt.
01:38Das Abkommen würde über eine reine Atomvereinbarung hinausgehen.
01:42Der Iran beharrt hingegen auf seiner Position.
01:46Teheran fordert nach wie vor die Entwicklung von Atomprojekten für zivile Zwecke,
01:50die Freigabe international blockierter Vermögenswerte,
01:54den vollständigen Rückzug der USA aus der Region und einen dauerhaften Waffenstillstand im Libanon.
02:02Angesichts eines Drei-Jahres-Hochs der Verbraucherpreis-Inflation in den USA
02:06hat US-Präsident Donald Trump versucht, Sorgen von Bevölkerung und Industrie zu zerstreuen.
02:12Die Inflation war im Mai wegen hoher Energiepreise infolge des Iran-Krieges weiter gestiegen.
02:17Trump behauptete, eine geheime Militäroperation zur Durchleitung von Öl durch die Straße von Hormuz werde Linderung bringen.
02:24Die Nummern waren großartig.
02:25You know what I really love?
02:26I love the inflation.
02:27You know why?
02:28Because as soon as this war is over, you know, I can say it now, something you didn't know.
02:34You know, we've been taking out millions of barrels of oil.
02:39Nobody knows it.
02:40You know who doesn't know about it?
02:42Iran, until right now.
02:43Oh, when the war is over?
02:45Yes.
02:46It's coming down.
02:47I know you can.
02:47It's going to come down like a rock.
02:49And again, we're taking out millions, which I'm just announcing today for the first time,
02:57but we've been taking out millions of barrels of oil.
03:02Millions of barrels.
03:06Wirtschaftswissenschaftler bestreiten diese Behauptung jedoch, es wird erwartet, dass es Monate dauern wird,
03:11bis die Ölpreise nach dem Ende der Feindseligkeiten wieder das Vorkriegsniveau erreichen.
03:16Trump hatte in seinem Wahlkampf 2024 versprochen, die Inflation schnell zu besiegen.
03:28Der französische, der deutsche und der britische Botschafter in Russland haben am Donnerstag im Außenministerium in Moskau
03:35Gespräche mit dem stellvertretenden Außenminister Michael Galuzin geführt.
03:40Das Treffen fand einige Tage nach einem Londoner Gipfel mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky statt.
03:46Frankreichs Botschafter Nicolas de Rivière sagte Reporter nach der Zusammenkunft in Moskau,
03:52sie hätten eine gute Diskussion gehabt.
03:55Dieser Einschätzung widersprach jedoch eine Sprecherin des Außenministeriums,
03:59die den Botschaftern vorwarf, mit einer Zelensky-Formel in eine Sackgasse zu steuern.
04:06Das Vereinigte Königreich hatte Zelensky und die Staats- und Regierungschefs von Frankreich und Deutschland
04:11in London Anfang der Woche empfangen und Kiews Forderungen nach direkten Gesprächen mit Russland
04:18zur Beendigung des mehr als vier Jahre während des Krieges unterstützt.
04:21Der russische Präsident Wladimir Putin hatte dies zuletzt abgelehnt.
04:30Eurofighter am Himmel, Soldaten zwischen den Hallen und tausende Besucher auf dem Ausstellungsgelände.
04:35In Berlin hat die ILA die internationale Luft- und Raumfahrtausstellung begonnen.
04:40Neben Flugzeugen, klassischen Waffensystemen, Luftschraubern stehen in diesem Jahr vor allem Drohnen
04:45und andere unbemannte Systeme im Mittelpunkt.
04:47Viele Unternehmen präsentieren Technologien, die aus den Erfahrungen des russischen Angriffskrieges
04:52auf die Ukraine hervorgegangen sind oder dort bereits eingesetzt werden.
04:56Wie groß das Interesse an den neuen Technologien ist, zeigt sich auch beim Rundgang vom Bundeskanzler
05:01Friedrich Merz.
05:02Einer seiner Stops führt ihn zum deutschen Drohnenunternehmen Quantum Systems.
05:06Das Unternehmen stellt auf der ILA erstmals die neue PULS P19 vor.
05:09Die Plattform kann sowohl bemannt als auch unbemannt eingesetzt werden und soll unter anderem
05:14für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen genutzt werden.
05:16Man sieht hier auch kleinere Ausführungen dieser Abfangdrohnen, die hier montiert werden
05:23können und dann eingesetzt werden können, um andere Drohnen aus der Luft abzufangen.
05:27Jetzt kennen wir das in der Ukraine im klassischen Sinne so, man stellt die Abfangdrohnen auf
05:32den Boden mehr oder weniger und von da starten die, um die Schahets abzufangen.
05:37Und hier würde es eine Möglichkeit geben, diese Abfangdrohnen von einem fliegenden Flugzeug
05:42aus zu starten.
05:47Drohnen und autonome Systeme gehören zu den Themen, die die Branche derzeit besonders
05:52beschäftigen.
05:55Auf der Messe treffen Hersteller, Investoren, Militärs und Politiker aufeinander.
06:00Diskutiert wird darüber, wie sich neue Technologien entwickeln, welche Fähigkeiten benötigt
06:05werden und welche Rolle europäische Unternehmen künftig spielen können.
06:09Fragen, die angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa an Bedeutung gewonnen haben.
06:16Kampfjets am Himmel, Drohnen und autonome Systeme in den Hallen.
06:20Die ILA gilt als die wichtigste Luft- und Raumfahrtmesse Deutschlands.
06:24Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Verteidigungsindustrie und den Innovationen,
06:28die die Streitkräfte der Zukunft prägen sollen.
06:30Johanna Urbanschik bei der ILA für Euronews.
06:36Tausende Menschen haben in der albanischen Hauptstadt Hirana den zehnten Tag in Folge
06:41gegen ein geplantes Luxusprojekt auf einer unbewohnten Insel protestiert.
06:46Sie forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama.
06:50Die Proteste richteten sich auch gegen dessen Vorgänger Salih Berisha.
06:54Die landesweiten Demonstrationen entzündeten sich an einem Bauprojekt von Jared Kushner,
07:00Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump.
07:03Er will auf der Insel Zazan Luxustourismus etablieren.
07:07Diese liegt in einem marinen Schutzgebiet.
07:10Die Demonstranten fordern nicht nur den Rücktritt der Regierung,
07:14sondern auch die Rücknahme von Gesetzesänderungen mit Blick auf Schutzgebiete
07:18und das kulturelle Erbe Albaniens.
07:22Die Regierung behauptet, das Projekt an der Adria-Küste sei für den hochwertigen Tourismusmarkt des Landes
07:29und dessen Bestreben nach einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union von großer Bedeutung.
07:34Die EU-Kommission hat die albanischen Behörden jedoch aufgefordert,
07:38unverzüglich zu handeln, um Kapitel 27 der Beitrittsgespräche nicht zu untergraben.
07:44Dieses verlangt die Angleichung an die europäischen Umweltvorschriften.
07:48Ministerpräsident Rama hatte zuvor erklärt, die Proteste würden von Bots und externen Kräften gesteuert.
07:58Europa müsse widerstandsfähiger werden, das sagte der Vorsitzende der Euro-Gruppe
08:03und griechische Finanzminister Kiriakos Pirekakis gegenüber Euronews
08:08im Vorfeld eines Treffens der Finanz- und Wirtschaftsminister der Eurozone in Luxemburg.
08:31In Frankfurt dürfte die Europäische Zentralbank ihre Zinssätze um 25 Punkte auf 2,25 Prozent erhöhen.
08:41Die EU sieht sich durch die Folgen des Krieges im Nahen Osten mit höheren Energiepreisen konfrontiert,
08:47die die Inflation treiben.
09:02Laut Eurostat wird die jährliche Inflation in der Eurozone im Mai 2026 voraussichtlich 3,2 Prozent betragen.
09:11Das Ziel der EZB ist es, die Inflation mittelfristig unter 2 Prozent zu halten.
09:18Die Europäische Zentralbank hat zum ersten Mal seit fast drei Jahren ihre Leitzinsen erhöht
09:25und damit auf die steigende Inflation reagiert.
09:28Diese ist auf den Krieg der USA und Israels mit dem Iran zurückzuführen.
09:33Die Bank hob den Zinssatz für die sogenannte Einlagefazilität nach der Sitzung des EZB-Rates am Donnerstag von 2 auf
09:422,25 Prozent an.
09:45Der Zinssatz war zuletzt infolge der Covid-Inflationskrise im September 2023 angehoben worden, damals auf 4 Prozent.
09:53Im Mai hatte die Inflationsrate in der Eurozone den Stand von 3,2 Prozent erreicht,
09:59angetrieben durch die gestiegenen Energiepreise.
10:03Unterdessen schrumpfte die Wirtschaft der Eurozone im ersten Quartal 2026 um 0,2 Prozent.
10:11Ökonomen warnen vor einer Stagflation, also vor einer Kombination aus schwachem Wachstum und steigender Inflation.
10:20Für Haushalte und Unternehmen in der 21 Länder umfassenden Eurozone
10:24bedeutet die Entscheidung höhere Kosten für Hypotheken und Unternehmenskredite.
10:36In diesem Jahr ist die erste Hitzewelle ungewöhnlich früh eingetreten.
10:40Es war einer der heißesten Mai-Monate für Europa seit Beginn der Aufzeichnungen.
10:45Der EU-Klimadienst Copernicus warnte vor einer neuen Normalität.
10:49Laut dem Klimadienst war der Mai weltweit der zweitwärmste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen.
10:54In Großbritannien, Frankreich, Irland und Portugal wurden sämtliche neue Hitzerekorde aufgestellt.
11:00Grund für die deutlich erhöhten Temperaturen war eine Hitzekuppel, die aus Nordafrika kam.
11:06Laut Copernicus erreichte die durchschnittliche Lufttemperatur an der Erdoberfläche weltweit 15,8 Grad
11:12und lag damit an zweiter Stelle hinter dem Mai 2024.
11:15Auch die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur war die zweithöchste seit Beginn der Aufzeichnungen.
11:22Vergangene Woche warnte die Weltorganisation für Meteorologie,
11:26dass die Wahrscheinlichkeit für das Wetterphänomen El Niño zwischen Juni und August besonders hoch ist, bei 80 Prozent.
11:33Laut Prognosen könnte der kommende El Niño einer der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen sein
11:39und die globalen Temperaturen im Jahr 2027 auf historische Höchstwerte treiben.
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