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The program "On the 100th Birthday of Paul Nipkow" was broadcast on ARD on August 22, 1960.
It paid tribute to the German inventor of the Nipkow disk (1884), who is regarded as one of the most important pioneers, as his technology laid the foundation for the world's first regular television programming.
It paid tribute to the German inventor of the Nipkow disk (1884), who is regarded as one of the most important pioneers, as his technology laid the foundation for the world's first regular television programming.
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00:14A TV studio.
00:17Dekoration, Scheinwerfer, technische Geräte, Glasscheiben, Kabelstränge.
00:24All das beruht auf einer Idee, einer Grundidee, einer Generalidee des Fernsehens.
00:31Es ist die Idee eines Mannes, der heute vor 100 Jahren geboren wurde.
01:00Heute ist Fernsehen kein technisches Wunder mehr.
01:03Es ist etwas Selbstverständliches.
01:05Und es ist zu einer großen Macht geworden, zu einer publizistischen Großmacht,
01:10die sich über den ganzen Erdball ausbreitet.
01:12Fernsehen in Siam, Fernsehen in Nigeria, Fernsehen in Indien, Europa und Amerika,
01:18in Australien und Japan.
01:20Politik und Regierungen nehmen an seiner wachsenden Bedeutung einen ebenso wachsenden Anteil.
01:26Sogar der japanische Kaiser besucht die Fernsehstudios von Tokio.
01:32Waren es Anfang des vorigen Jahres noch 52 Gesellschaften in 29 Ländern,
01:38die Fernsehprogramme ausstrahlen,
01:40so sind es heute bereits nur ein Jahr weiter 132 Gesellschaften in 39 Ländern.
01:47Am Anfang dieses Jahres gab es 78 Millionen Empfangsgeräte.
01:52Und am Ende dieses Jahres werden voraussichtlich 86 Millionen Fernsehempfänger,
01:58karge Stuben und elegante Zimmer, Hütten sowohl wie Paläste in aller Welt
02:03mit dem milden, flimmernden Licht elektronischer Bilder erhellen.
02:09Überall recken sich Fernsehtürme empor und blicken weit über Alpenketten oder flaches Land.
02:15Sei es im Osten oder sei es im Westen,
02:19die technischen Einrichtungen sind im Wesentlichen gleich.
02:22Sie beruhen auf derselben Grundidee.
02:26Die Teilnehmerzahl wächst an,
02:30sie zählt bereits nach Hunderten von Millionen
02:32und es wird nicht mehr allzu lange dauern,
02:35bis die Milliardengrenze erreicht sein wird.
02:39Überall, ob Stadt, ob Land,
02:41stehen Fernsehantennen auf den Hausdächern
02:44wie bizarre Ausrufungszeichen eines Zeitalters.
02:47Die Entwicklung geht schnell voran.
02:50Und wer denkt heute noch daran,
02:53dass es nur kurze Zeit her ist,
02:55als Fußball-Länderspielübertragungen
02:57die Menschen sich zu Trauben
02:59vor den Schaufenstern der Radiogeschäfte ballen ließ,
03:02weil es außergewöhnlich war.
03:05Und wer denkt daran,
03:07dass das Fernsehen auch andere Aufgaben hat?
03:10Fernsehkameras werden eingesetzt
03:12zur Überwachung und Lenkung
03:13des großstädtischen Verkehrs.
03:16Die Industrie benutzt das Fernsehen
03:18und setzt es dort ein,
03:19wo menschliche Arbeitskraft gefährdet ist.
03:21Das Fernsehen beobachtet glühende Kessel
03:24und taucht auch hinab in die Fluten
03:27zur Sicherung, zur Überwachung
03:29und zu aller möglichen Beobachtung.
03:36Auch die Wissenschaft bedient sich des Fernsehens.
03:39Das Fernsehauge beobachtet
03:41bei komplizierten Operationen
03:42und überträgt das Gesehene in die Hörsäle.
03:48Fast jeder Aufgabe wird es gerecht,
03:50wenn auch dafür immer neue Lösungen gesucht
03:53und immer kompliziertere Geräte
03:55und Kameras geschaffen werden müssen,
03:57die mit noch mehr Objektiven bestückt sind
03:59oder die kleiner sind
04:00und leichter und ohne Kabel
04:03mit eigenen kleinen Sendern.
04:05Fernsehen, Symbol unserer Zeit.
04:08Symbol vielleicht,
04:10aber keineswegs Erfindung unserer Zeit.
04:13Schon Anfang 1884
04:15erhielt ein gewisser Paul Nipko aus Berlin
04:20ein deutsches Reichspatent
04:22über einen elektrischen Fernseher.
04:25Wenden wir einmal zurück
04:27auf die Zeit jener Erfindung,
04:29auf das Jahr 1883.
04:32Reichskanzler Otto von Bismarck
04:34bringt im Reichstag
04:35das Krankenversicherungsgesetz
04:37für Arbeitnehmer durch.
04:39Der 86-jährige Kaiser Wilhelm I.
04:43weiht 1883
04:44das mit einem Kostenaufwand
04:46von 1,2 Millionen Mark
04:48errichtete Denkmal auf dem Niederwald
04:50zum Andenken an die Wiederaufrichtung
04:53des Deutschen Reiches ein.
04:551883
04:56Kronprinz Friedrich
04:58reist zu einem Staatsbesuch
04:59nach Spanien und Italien.
05:03Seit zwei Jahren
05:05verkehrt in der Millionenstadt Berlin
05:07auf der zweieinhalb Kilometer langen Strecke
05:09zwischen Bahnhof Lichterfelder
05:10und der Kadettenanstalt
05:12eine elektrische Straßenbahn,
05:14die erste in Deutschland.
05:16Der Potsdamer Platz
05:18wird seit einem Jahr
05:19abends durch elektrische Bogenlampen erleuchtet.
05:231883
05:25Walter Rathenau
05:26gründet in Berlin
05:27die Deutsche Edison-Gesellschaft
05:28für angewandte Elektrizität
05:30zur Herstellung von Beleuchtungsanlagen
05:32mit elektrischem Glühlicht.
05:35Zwischen den Börsen
05:36in Berlin und Magdeburg
05:38wird 1883
05:39der erste
05:41Weitverkehrs-Fernsprechdienst
05:43über eine Entfernung
05:45von 178 Kilometer eröffnet.
05:48Die Berliner Stadt-Fernsprecheinrichtung
05:51zählt 1625 Beteiligte.
05:55Das amtliche Verzeichnis
05:57erschien noch ohne Abkürzung.
06:01Die Benutzung des Fernsprechers aber
06:04erfordert eingehendes Studium
06:06der Gebrauchsanweisung.
06:091883
06:10In Berlin
06:12erfindet der 23-jährige Student
06:14Paul Nipko
06:15in dem Haus
06:16Philippstraße 13a
06:17Hof links drei Treppen
06:19den elektrischen Fernseher.
06:23Aber darüber
06:24berichtet
06:24keine der alten
06:26illustrierten Zeitungen.
06:28Wir wissen das nur
06:29aus den Akten
06:30des Patentamtes.
06:32Herr Oberpostrat Göbel
06:34Sie haben sich mit der Geschichte
06:35des Fernsehens
06:36auch mit der Geschichte
06:37Paul Nipkos
06:38sehr eingehend befasst.
06:40Sie werden jetzt hier in Berlin
06:41eine Ausstellung eröffnen
06:43in einer postgeschichtlichen
06:44Sammlung über die Entwicklung
06:45des Fernsehens.
06:46Nun
06:46wie kam es zu dieser Erfindung
06:48in jener Zeit
06:49wo Kaiser Wilhelm I.
06:50noch regierte
06:51wo Bismarck noch
06:52im Reichstag
06:53Gesetze verlas.
06:55Wie kam es zu der Erfindung
06:56oder besser gesagt
06:57welches waren
06:58die technischen Voraussetzungen
07:00die
07:01zur Erfindung
07:02des Fernsehens
07:02bereits vorhanden waren?
07:04Zehn Jahre vorher
07:06hatte der englische
07:07Ingenieur
07:08Willoughby Smith
07:09gefunden
07:11dass sich
07:12die elektrische
07:13Leitfähigkeit
07:14des Selens
07:15eines
07:16chemischen Elements
07:17mit der Ordnungszahl
07:1834
07:19änderte
07:21mit der Intensität
07:22des auffallenden Lichtes.
07:24Der praktische
07:26Dr. Werner Siemens
07:27in Berlin
07:28benutzte diese Eigenschaft
07:29des Selens
07:30zum Bau
07:30eines elektrischen
07:32Fotometers.
07:33Nun
07:33so ein elektrisches
07:34Fotometer
07:34ist auch nichts
07:35wesentlich anderes
07:35als ein Belichtungsmesser
07:37wie wir ihn heute
07:39als Hilfsmittel
07:40bei der Fotografie benutzen.
07:41Allerdings
07:42können Sie das
07:43nicht sehr gut erkennen
07:43und wir können
07:44glaube ich
07:45die Eigenschaft
07:46des Selens
07:46besser demonstrieren
07:47anhand
07:48eines übersichtlicheren
07:49Modells.
07:50Ich habe hier
07:51ein Zeigerinstrument
07:52ja und ich habe hier
07:54eine solche
07:54Selenzelle
07:55die ich jetzt
07:57einmal belichten
07:58will
07:58und Sie sehen
07:59je mehr Licht
08:01auf die Zelle fällt
08:02umso stärker
08:03wird der Strom
08:04den die Zelle
08:05durchlässt
08:05und wenn ich das Licht
08:06jetzt wieder
08:07abnehme
08:08wenn ich die Intensität
08:09des auffallenden Lichtes
08:10ändere
08:10zurückgehe damit
08:12dann
08:12wird auch der Strom
08:14wieder
08:15geringer.
08:16Die Eigenschaft
08:17des Selens
08:17war also bekannt.
08:211877
08:22schlug der
08:23fantasievolle
08:25portugiesische
08:26Professor
08:26Adriano
08:28de Paiva
08:28vor
08:29das Selen
08:31zur Verwirklichung
08:32der elektrischen
08:33Teleskopie
08:34zu verwenden.
08:36Über
08:36eine
08:37konstruktive
08:38Lösung
08:38ist allerdings
08:39nichts bekannt.
08:40Über diese
08:41konstruktive
08:42Lösung
08:42machte sich
08:43aber eben
08:44jener
08:44Paul Nipro
08:45in Berlin
08:4523 Jahre
08:47alt
08:47Gedanken.
08:49Das war
08:50an einem
08:50Weihnachtsabend
08:521883
08:52aber wie das
08:53geschah
08:53das wollen wir
08:54Ihnen selber
08:55erzählen lassen.
08:56Es gibt
08:56es gibt
08:58dort eine alte
08:58Rundfunkaufnahme
08:59ich glaube
08:59aus dem
08:59Jahr
09:001930
09:02damals noch
09:03auf Schallplatten
09:03und eine
09:04derartige
09:04Schallplatte
09:05haben wir noch
09:06hier
09:06sie ist noch
09:07erhalten
09:07wo er
09:08selber
09:08erzählt
09:09wie es
09:10zum ersten
09:11Mal
09:11zu der
09:12Erfindung
09:12kam
09:13wie ihm
09:13zum ersten
09:14Mal
09:14die
09:14Gedanken
09:15dazu
09:15auftauchten.
09:18Beim
09:19Experimentieren
09:20mit diesem
09:21Telefon
09:22erwuchs
09:23in mir
09:23der
09:24Begründ
09:24des
09:25elektrischen
09:25Fernsehens
09:26und seitdem
09:28verfolgte
09:29mich
09:29der
09:29Gedanke
09:30ständig
09:30das war
09:31am
09:32heiligen
09:32abend
09:331883
09:34in
09:36Berlin
09:36Nordwest
09:37im
09:39Cartier
09:39Latte
09:40in
09:41meiner
09:42Studentenruhe
09:43Philipp
09:44Straße
09:4413
09:45A
09:46gegenüber
09:47der
09:47Kirche
09:47ich
09:49saß
09:50allein
09:50vor mir
09:52die
09:52Betreuung
09:53landen
09:53ich
09:54allein
09:56mit
09:56meinem
09:57Lieblings
09:58gedanken
10:00da
10:01kam
10:02hier
10:02endlich
10:03die
10:03Lösung
10:05mühelos
10:06automatisch
10:07die
10:09Generalidee
10:10des
10:12Fernsehens
10:13da
10:13sah ich
10:14ein
10:14Bild
10:15mosaikartig
10:16in
10:17Punkte
10:17und
10:18Zeilen
10:19verlegt
10:22mosaikartig
10:23das ist
10:24das
10:24Stichwort
10:24Nipkos
10:25Idee
10:26war
10:26damals
10:27so
10:28absolut
10:28neu
10:29dass
10:30er
10:30sie
10:30sogar
10:30für
10:31Fachleute
10:32noch
10:32einmal
10:33prinzipiell
10:33erläutern
10:34musste
10:34in
10:35der
10:35ETZ
10:36in
10:36der
10:36elektrotechnischen
10:37Zeitschrift
10:38von
10:381885
10:40er
10:41sagt
10:41da
10:41über
10:42das
10:42Wesen
10:43dieser
10:43Aufgaben
10:43kann
10:44man
10:44sich
10:44am
10:45besten
10:45klar
10:45werden
10:46wenn
10:46man
10:46das
10:47wiederzugebende
10:47Bild
10:48sich
10:48vorstellt
10:49als
10:50ein
10:50aus
10:50gleich
10:50großen
10:51Steinen
10:52zusammengesetztes
10:53Mosaik
10:54ein
10:55derartiges
10:55Mosaik
10:56haben wir
10:56hier
10:57vor uns
10:58es ist
10:58aus
10:58gleich
10:59großen
10:59Steinen
11:00zusammengesetzt
11:01wir wollen
11:03jetzt
11:03einmal
11:03das
11:04Gedankenexperiment
11:05Nipkos
11:07realisieren
11:08wir
11:09übertragen
11:09also
11:10jetzt
11:10das
11:11Bild
11:11Punkt
11:12für
11:12Punkt
11:13vom
11:13Sender
11:14auf den
11:16Empfänger
11:19Achtung
11:19jetzt
11:20Zeilenwechsel
11:21Zeile 2
11:23so
11:24tauchte
11:25ungefähr
11:25die Idee
11:27vor
11:28Nipkos
11:29geistigem
11:29Auge
11:30auf
11:30ich glaube
11:31nicht
11:31dass er
11:32sich
11:32dieses
11:32etwas
11:33primitive
11:33Experiment
11:34nun
11:34auch
11:35zurecht
11:36gezimmert
11:36hat
11:36und
11:37es
11:37so
11:37probiert
11:38hat
11:38er
11:38hatte
11:38das
11:38nicht
11:39nötig
11:39er
11:39hatte
11:39einen
11:40wir
11:40würden
11:40sagen
11:40sehr
11:41spekulativen
11:41Kopf
11:42es
11:43genügte
11:43ihm
11:44es
11:44zunächst
11:45einmal
11:45gedanklich
11:46zu
11:47formulieren
11:47und
11:47dann ging
11:48er auch
11:48gleich
11:48weiter
11:49und
11:51brachte
11:51es
11:52also
11:52zu
11:52dieser
11:52Lösung
11:52ja
11:53er
11:53sagt
11:53weiter
11:54soll
11:55ein
11:55solches
11:55Mosaik
11:56etwa
11:56kopiert
11:57werden
11:57so wird
11:58man
11:58naturgemäß
11:59die
11:59Farbe
12:00der
12:00Steine
12:01im
12:01Original
12:02der
12:02Reihe
12:03nach
12:03feststellen
12:04und
12:05ähnliche
12:06Steine
12:07in derselben
12:08Reihenfolge
12:08in einen
12:10für die
12:11Kopie
12:11bestimmten
12:12Rahmen
12:12legen
12:13und so
12:13weiter
12:13nun
12:14sie
12:15haben
12:15sie
12:15mir
12:16gegeben
12:16wir
12:17haben
12:17sie
12:17hier
12:17übertragen
12:18das war
12:18im wahrsten
12:19Sinn des
12:20Wortes
12:20so
12:20aber
12:20natürlich
12:21sehr
12:21primitiv
12:21das
12:22kann
12:22man
12:22natürlich
12:22auch
12:23auf
12:23elektrischen
12:24Wege
12:24machen
12:24ja
12:25ich glaube
12:26sie
12:26gehen
12:26am besten
12:26mal
12:26jetzt
12:27herüber
12:28dort
12:29haben
12:29wir
12:29so
12:30einen
12:30kleinen
12:30Versuch
12:31aufgebaut
12:32hier
12:33haben
12:33wir
12:33ein
12:33solches
12:34elektrisches
12:35Mosaik
12:36eine
12:36Fernsehanlage
12:37die
12:38nach dem
12:38Prinzip
12:39des
12:39menschlichen
12:40Auges
12:40gebaut
12:41ist
12:41auf der
12:43Netzhaut
12:43wenn ich so
12:44sagen darf
12:45haben wir
12:46ein
12:46Mosaik
12:46ganz
12:47primitiver
12:48Wandlerelemente
12:49es sind
12:49ganz einfache
12:51Schalter
12:51die uns
12:54weiß
12:55schwarz
12:55in Strom
12:56oder
12:57nicht Strom
12:57verwandeln
12:58und
12:59jedes
13:00dieser
13:00Wandlerelemente
13:01ist nun
13:02über eine
13:02besondere
13:03Leitung
13:04mit
13:05dieser
13:06Empfangstafel
13:07verbunden
13:07und zwar
13:08jeweils
13:08mit einem
13:09lagengleichen
13:09Element
13:10auf dieser
13:11Empfangstafel
13:11diese
13:12Elemente
13:13sind
13:13kleine
13:14elektro-optische
13:15Wandler
13:15die uns
13:16Strom
13:16in Licht
13:17verwandeln
13:18das heißt
13:18es sind
13:19einfache
13:19Glühlampen
13:20ich will
13:21jetzt
13:21auf
13:21diesem
13:22Sende
13:23Mosaik
13:24einmal
13:25ein
13:25Bild
13:25erzeugen
13:28sofort
13:29im gleichen
13:30Augenblick
13:30erscheint
13:31das
13:32hier
13:33erzeugte
13:35Bild
13:35auch
13:35auf der
13:36Empfangsseite
13:38ich glaube
13:39das
13:39genügt
13:40im Prinzip
13:40aber ich
13:41will
13:41das
13:41Experiment
13:43zu Ende
13:43machen
13:44weil ich
13:45dieses
13:47Empfangsbild
13:48später noch
13:49einmal
13:49brauche
13:52nun ist
13:53jede
13:53einzelne
13:54Zelle
13:54des
13:55Senders
13:55an dem
13:56Herr Göbel
13:57jetzt
13:57steckt
13:58mit
13:59jeder
14:00einzelnen
14:00Zelle
14:00des
14:01Empfängers
14:01wo das
14:01Haar
14:02also
14:02aufleuchtet
14:03mit
14:03einem
14:03Kabel
14:04verbunden
14:04wenn
14:06wir
14:06ein
14:06heutiges
14:07Fernsehbild
14:07das aus
14:08etwa
14:08einer
14:08halben
14:08Million
14:09einzelner
14:09Bildpunkte
14:10besteht
14:10so
14:10übertragen
14:11wollten
14:11brauchten
14:12wir
14:12eben
14:12eine
14:12halbe
14:13Million
14:13einzelner
14:14Leitung
14:14also
14:15es ist
14:16praktisch
14:16nicht
14:16durchzuführen
14:17in der
14:18Praxis
14:18wo wir
14:19ja immer
14:19nur
14:19einen
14:20einzigen
14:21Bildkanal
14:21zur Verfügung
14:22haben
14:22das heißt
14:23also
14:23eine
14:24Funkquelle
14:24oder
14:25eine
14:25Kabelle
14:25müssen
14:26müssen
14:26wir
14:26versuchen
14:27das
14:28räumliche
14:28Nebeneinander
14:29dieser
14:30Bildelemente
14:31zu ersetzen
14:32durch ein
14:32zeitliches
14:33Nacheinander
14:34wir können
14:36das zum
14:36Beispiel
14:36in einem
14:37Experiment
14:38so machen
14:38dass wir
14:39mit
14:39dieser
14:39kleinen
14:40Fotozelle
14:40die
14:41ebenso
14:41groß
14:42ist
14:42wie
14:43ein
14:43Bildpunkt
14:44die
14:45Helligkeitswerte
14:46der einzelnen
14:47Bildpunkte
14:47nacheinander
14:48abtasten
14:49hier haben
14:49wir also
14:50einen
14:50dunklen
14:50Bildpunkt
14:51der Bildstrom
14:52auf dem
14:53Instrument
14:53ist
14:54null
14:54ein
14:56heller
14:56Bildpunkt
14:57wir haben
14:57einen starken
14:58Bildstrom
14:58ein dunkler
15:00Bildpunkt
15:00kein
15:01Strom
15:01noch
15:03ein dunkler
15:03Bildpunkt
15:05kein
15:05Strom
15:05ein
15:06heller
15:06Bildpunkt
15:07wieder
15:07starker
15:08Bildstrom
15:08und
15:09hier
15:10wieder
15:10kein
15:10Bildstrom
15:11und so
15:12weiter
15:14um
15:15ein
15:16solches
15:16Experiment
15:17durchführen
15:17zu können
15:18müssten wir
15:19also
15:19eine
15:19Fotozelle
15:20haben
15:21die
15:22ebenso
15:23groß
15:23ist
15:23wie
15:24ein
15:24Bildelement
15:25nun
15:26sind
15:26in der
15:27Praxis
15:27die
15:27Bildelemente
15:28begrenzt
15:29durch das
15:30Auflösungsvermögen
15:31des
15:31menschlichen
15:31Auges
15:32in der Praxis
15:33darf ein
15:33Bildpunkt
15:34auf keinen Fall
15:35größer sein
15:36als ein
15:36Quadratmillimeter
15:37sonst
15:37bekommt man
15:38einen zu
15:39groben
15:39Bildraster
15:40eine
15:42Fotozelle
15:43oder eine
15:43lichtelektrische
15:44Zelle
15:44von ein
15:45Quadratmillimeter
15:46Querschnitt
15:47kann man aber
15:47nicht herstellen
15:48die würde
15:48in der Praxis
15:49zu unempfindlich
15:50werden
15:50aber
15:51sagte sich
15:52Nipco
15:52ein Loch
15:55von
15:55einem
15:56Quadratmillimeter
15:57Querschnitt
15:58und weniger
15:58kann man ohne
15:59weiteres herstellen
16:00Nipco
16:02nahm also eine
16:02solche
16:03Sonzenblende
16:04und
16:05brachte in dieser
16:06Blende
16:07eine
16:07Sonzenöffnung
16:08an
16:08eine Öffnung
16:09von der Größe
16:11eines
16:11Bildelementes
16:12und mit
16:13dieser
16:14Sonzenöffnung
16:15tastete er
16:16nun die
16:16Helligkeits
16:17Werte
16:17der einzelnen
16:18Bildpunkte
16:19ab
16:19und führte
16:20sie
16:20einer
16:21gemeinsamen
16:22großen
16:23Fotozelle
16:23zu
16:24die jetzt
16:24in unserem
16:25Experiment
16:25durch die
16:27Fernsehkamera
16:28repräsentiert
16:29wird
16:29Hell
16:30Dunkel
16:31Dunkel
16:31Hell
16:32Dunkel
16:33Nächste
16:34Zeile
16:35Dunkel
16:36Hell
16:36Dunkel
16:38Dunkel
16:39Hell
16:39Dunkel
16:40jetzt die
16:41Zeile
16:41mit dem
16:42Querbalken
16:43Dunkel
16:43Hell
16:44Hell
16:45Hell
16:46Dunkel
16:47und so weiter
16:48und nun kommt
16:50Nipcos
16:51geniale Idee
16:52er sah für jede
16:54einzelne
16:55Bildzeile
16:56eine besondere
16:57Sonzenöffnung
16:58vor
16:59und er vereinigte
17:00diese Sonzenöffnungen
17:01auf dem Rande
17:02einer großen
17:03rotierenden
17:04Blendenscheibe
17:08Wenn diese Scheibe
17:10eine Umdrehung
17:11gemacht hat
17:12dann hatten
17:13die auf
17:14einer
17:14Spirallinie
17:15angeordneten
17:16Löcher
17:16jeden Punkt
17:18des Bildfeldes
17:19einmal
17:19auf seine
17:21Helligkeit
17:21geprüft
17:22Die ursprüngliche
17:24Idee von
17:24Paul Nipco
17:25sah 24
17:26Sondenöffnungen
17:27vor
17:27und 24
17:28Zeilen
17:29Wir wollen
17:29diesen Versuch
17:30hier einmal
17:31durchführen
17:32Wir haben
17:33dort drüben
17:33eine
17:3330
17:34zeilige
17:35Nipco
17:36Scheibe
17:36also eine
17:37Scheibe
17:37mit 30
17:37Löchern
17:38entsprechend
17:39Dahinter
17:40einen
17:40ganz
17:40normalen
17:41Diageber
17:42der nun
17:42einen
17:42Buchstaben
17:43unseren
17:43Buchstaben
17:44H
17:44auf die
17:45Scheibe
17:45heraufwirft
17:46und davor
17:47anstatt
17:48einer
17:48Silenzelle
17:49eine
17:49unserer
17:50Fernsehkameras
17:51Die
17:51Fernsehkamera
17:52guckt
17:52durch die
17:53Nipco
17:53Scheibe
17:54hindurch
17:54Das heißt
17:54sie sieht
17:55zunächst
17:56einmal nur
17:56durch
17:56eine
17:57einzige
17:57Sondenöffnung
17:58einen
17:58weißen
17:59Punkt
17:59der
17:59jetzt etwas
18:00hin und
18:00her
18:00bewegt
18:01wird
18:01Erst
18:02wenn die
18:02Scheibe
18:03sich
18:03richtig
18:04zu
18:04drehen
18:04beginnt
18:05wenn sie
18:05angestellt
18:05wird
18:06kommen
18:06nacheinander
18:07alle
18:08Punkte
18:08zum
18:09Vorschein
18:11bis
18:12schließlich
18:12der ganze
18:13Buchstabe
18:13H
18:13vor
18:14unserem
18:15Auge
18:15erscheint
18:16Das
18:16räumliche
18:17Nebeneinander
18:18ist also
18:18tatsächlich
18:19hier
18:19ersetzt
18:20worden
18:20durch
18:20ein
18:20zeitliches
18:21Nacheinander
18:22Die
18:23Trecker
18:23des
18:24menschlichen
18:24Auges
18:25das
18:25menschliche
18:26Auge
18:26speichert
18:27einen
18:27Lichteindruck
18:28ungefähr
18:28eine
18:28Zehntel
18:29Sekunde
18:29lang
18:29ermöglicht
18:30dieses
18:31Phänomen
18:34Am
18:356.
18:35Januar
18:361884
18:37schließlich
18:37konnte
18:38Paul
18:38Nipko
18:38seine
18:39Erfindung
18:39unter
18:39dem
18:40Bezeichnung
18:40Elektrisches
18:41Teleskop
18:41zum
18:42Patent
18:42anmelden
18:43noch
18:44bevor
18:44in einer
18:45französischen
18:45Zeitschrift
18:46ein
18:47Bild
18:48erschien
18:48von
18:49einem
18:49Telefonoskop
18:51eine
18:51Utopie
18:52Das war
18:53der Roman
18:53von
18:54André
18:54Robida
18:55das
18:5520.
18:56Jahrhundert
18:571884
18:58erschien
18:59und
18:59im
18:59Jahre
19:001952
19:01spielte
19:01Es ist sehr
19:03interessant
19:03dass nach der
19:04tatsächlichen
19:05Erfindung
19:05des
19:05Fernsehens
19:06immer noch
19:06ein
19:07utopischer
19:07Roman
19:08darum
19:08handelt
19:09Es war
19:09ja die
19:09Zeit
19:10von
19:10Jules Verne
19:10Diese
19:11vielen
19:11technisch
19:12utopischen
19:12Romane
19:13wurden
19:13damals
19:13sehr
19:14gern
19:14gelesen
19:15Nun
19:15Nipko
19:16musste
19:16aber
19:16damals
19:16sein
19:17Patent
19:17verfallen
19:18lassen
19:18Es kam
19:18zu
19:19keiner
19:19Verwirklichung
19:19Nein
19:20Es ließ sich
19:21deshalb
19:21nicht
19:21verwirklichen
19:22weil es
19:23damals
19:23noch
19:24an einem
19:24Element
19:25fehlte
19:25an einem
19:25sehr
19:26wichtigen
19:26Element
19:26an einem
19:27Verstärker
19:28für die
19:29schwachen
19:29Bildströme
19:30Diese
19:30Bildströme
19:31hatten
19:31ja
19:31eine
19:32Größenordnung
19:33von etwa
19:33ein
19:34Millionstel
19:35Ampere
19:35und die
19:37musste man
19:37erst
19:37verstärken
19:38Also
19:38es ist
19:38genauso
19:39als wenn
19:39wir
19:39an
19:39einem
19:40Belichtungsmesser
19:41etwa
19:41eine
19:41Glühbirne
19:42anschrauben
19:42Das
19:43reicht
19:43natürlich
19:44nicht
19:44aus
19:45Der
19:47erste
19:48Verstärker
19:48kam
19:49der erste
19:49brauchbare
19:50Röhren
19:50Verstärker
19:51kam
19:521912
19:53auf
19:53Hier
19:54links
19:54haben wir
19:55eine
19:56Kathodenstrahlen
19:57Relais
19:57Röhre
19:58von dem
19:59Österreicher
19:59Robert von
20:00Lieben
20:00aus dem
20:01Jahre
20:021913
20:03Rechts
20:04davon
20:04bereits
20:05die erste
20:05Hochvakuum
20:06Röhre
20:06mit
20:09Telleranode
20:10und
20:10Schneckengitter
20:12Dann
20:13eine
20:13waagerechte
20:14Ausführung
20:15dieser
20:15Röhre
20:15noch
20:16in ähnlicher
20:17Elektrodenanordnung
20:18und
20:19dann
20:201917
20:21eine Röhre
20:23mit
20:23zylindrischer
20:24Anode
20:24und
20:25konzentrischen
20:25Wendelgitter
20:26und
20:27eine
20:28Röhre
20:28gleicher
20:29Leistung
20:29aus dem
20:30Jahre
20:301920
20:31bereits
20:32wesentlich
20:32kleiner
20:33aber
20:34sonst
20:34recht
20:35leistungsfähig
20:35Also
20:36am Ende
20:36des
20:37Ersten
20:37Weltkrieges
20:38gab es
20:39nun
20:39die
20:39Röhren
20:39die
20:40ausreichten
20:40die
20:41schwachen
20:41Ströme
20:42zu
20:42verstärken
20:42und
20:45als man
20:46diese
20:46Verstärker
20:46hatte
20:47da
20:47begannen
20:49in vielen
20:49Ländern
20:50die
20:50Erfinder
20:51sich wieder
20:52der
20:52Idee
20:52Nipkos
20:53zu erinnern
20:54sie
20:54holten
20:55seine
20:56Patentschriften
20:56heraus
20:57sie
20:57bauten
20:57Fernseher
20:58nach
20:59diesen
20:59Nipkos
21:00Originalzeichnungen
21:01Einen dieser
21:02Empfänger
21:02haben wir
21:03hier
21:03im Bild
21:04das ist
21:05der
21:05Fernsehempfänger
21:06von
21:06der
21:07Fernsehsender
21:08von
21:08Professor
21:09Carolus
21:09aus dem
21:10Jahre
21:101924
21:11er hat ihn
21:12in Leipzig
21:12gebaut
21:13links erkennt
21:13man die
21:14Nipkoscheibe
21:14davor
21:15ein
21:17Diapositivwerfer
21:18also das
21:18Bild
21:19auf die
21:19Scheibe
21:19wirft
21:19und
21:20dann
21:21auf der
21:21anderen
21:21Seite
21:22eine
21:22genau
21:23gleich
21:24große
21:24Scheibe
21:25die
21:25also
21:26die
21:27Empfängerscheibe
21:27darstellt
21:28vor dieser
21:29zweiten
21:29Scheibe
21:30sieht man
21:31den ganzen
21:32Aufbau
21:32der
21:33Verstärker
21:33der
21:34Bildspunkverstärker
21:35beide Scheiben
21:35sind einfach
21:36schlicht und einfach
21:37verbunden mit einer
21:38Stahlwelle
21:38denn beide Scheiben
21:39müssen ja
21:40genau im gleichen
21:41Rhythmus
21:42drehen
21:42hat man eine starre
21:43Achse
21:43eine Starrsynchronität
21:44ist das gar kein Problem
21:45nur lässt es sich in der
21:46Praxis nicht
21:47durchführen
21:47es war ja
21:48und es handelte sich ja
21:49hier auch
21:50lediglich um
21:52einen
21:53Laboratoriumsversuch
21:54ja aber an diesem
21:55Punkt der Entwicklung
21:56schaltet sich
21:57Paul Nipko
21:58noch einmal
21:58in die
21:59Fernsehtechnik ein
22:00am 9.
22:01Dezember 1924
22:04erhielt er ein Patent
22:06auf eine Einrichtung
22:07zur Erzielung
22:08des Synchronismus
22:09dadurch gekennzeichnet
22:11dass der Sender
22:13und sämtliche Empfänger
22:15an ein und dasselbe
22:16Wechselstromnetz
22:18angeschlossen werden sollten
22:19und dieses Verfahren
22:20benutzt man heute noch
22:21beim Tonfilm
22:23zwischen 1924 und 1883
22:26liegen immerhin 41 Jahre
22:28hat sich Paul Nipko
22:2941 Jahre lang
22:30unausgesetzt mit dem
22:31Fernsehen beschäftigt
22:32nein im Gegenteil
22:33er hatte das Fernsehen
22:35fast vergessen
22:35hat er später einmal gesagt
22:37er trat
22:381886
22:39nach dem Studium
22:40zunächst als
22:42Entwicklungs- und
22:43Konstruktionsingenieur
22:44in den Dienst
22:45einer
22:45Eisenbahn
22:46Signalbaufirma
22:48in Berlin
22:48noch ein
22:49in dieser Eigenschaft
22:51hat er während
22:53der 30
22:5433-jährigen
22:55Berufszeit
22:56eine Fülle
22:57von guten
22:58interessanten
22:59Konstruktionen
23:00geschaffen auf dem
23:00Gebiete des
23:01Eisenbahnsicherungswesens
23:02Konstruktionen die
23:03heute noch auf
23:04Nebenbahnen
23:05im Betrieb sind
23:06die aber naturgemäß
23:08als
23:08Werkserfindungen
23:10natürlich nicht
23:10auf seinen Namen liefen
23:12nun die
23:13Verwirklichung
23:13seiner Fernsehidee
23:15hat er aber
23:16dennoch
23:16miterlebt
23:17wir haben
23:18diese alte Platte
23:20mit diesen alten
23:20Aufnahmen hier
23:21und dort erzählt
23:22er diesem
23:23Rundfunkreporter
23:24auch einmal
23:25wie er zum ersten
23:26Mal fern gesehen
23:27hat
23:27auf der
23:28großen
23:29Fernsehaustellung
23:30Rundfunk- und
23:30Fernsehaustellung
23:32das war
23:331828
23:36ansässig
23:37der
23:37Funk-Ausstellung
23:38man hatte
23:39eine Entscheidung
23:40mit großer
23:41Reklame
23:41das Fernseh
23:42angekündigt
23:43und da war
23:44auch ich
23:45neun
23:45was man
23:47wohl zeigen
23:48würde
23:48der
23:49Ungarische
23:50Konstrukteur
23:51Viali
23:52fielte
23:53eine Empfänge
23:54mit meiner
23:54Lockscheibe vor
23:55die Fernseher
23:57befanden sich
23:59im dunklen
24:00Zell
24:00und davor
24:02standen
24:02hunderte
24:03und warteten
24:05geduldig
24:06auf den Augenblick
24:07in dem
24:08die erstmalig
24:10ersehen
24:10solltet
24:12unter
24:12diesen
24:12wartete
24:13auf
24:13ich
24:14und wurde
24:16immer
24:18nervöser
24:18was ich
24:1945
24:21Jahre
24:21früher
24:22gedacht
24:22hatte
24:23sollte
24:24ich nun
24:25erstmalig
24:26wirklich
24:26sehen
24:28endlich
24:29war ich
24:29an der
24:29Reihe
24:30und trat
24:30ein
24:30ein
24:31dunkles
24:32Tuch
24:32wird
24:32zur Seite
24:33geschoben
24:33und nun
24:34sehe ich
24:35vor mir
24:36eine
24:36flimmende
24:37Lichtfläche
24:37auf der
24:38sich etwas
24:39bewegt
24:39es war
24:41aber nicht
24:41gut
24:42zu erkennen
24:44Nun es war
24:45kein Wunder
24:45dass darauf
24:46nicht viel
24:46zu erkennen
24:47war
24:47erstmal
24:48war die
24:49Abtastung
24:50da senkrecht
24:50auf dieser
24:51Scheibe
24:51und zweitens
24:52handelte es
24:52sich eben
24:53nur um
24:53ein
24:5330
24:53Zeilen
24:54Bild
24:54aber
24:55trotz
24:55dieser
24:56mangelhaften
24:56Bildqualität
24:57hat sich
24:58damals
24:58die
24:58Deutsche
24:59Reichspost
24:59als
25:00erste
25:00Fernmeldeverwaltung
25:01der Welt
25:02tatkräftig
25:03für die
25:03Förderung
25:04des
25:04Fernsehens
25:05eingesetzt
25:06vom
25:06März
25:071929
25:08an
25:09ließ sie
25:10durch den
25:11Berliner
25:11Mittelwellensender
25:12auf
25:15Welle
25:16467
25:17Meter
25:17ein
25:18regelmäßiges
25:19Versuchs
25:19Fernsehprogramm
25:20mit 30
25:21Zeiligem
25:21Bild
25:22durchführen
25:22und das
25:23waren diese
25:23alten
25:24Empfänger
25:24so sahen
25:25die ersten
25:25Empfänger
25:25aus
25:26sie enthielten
25:26eine
25:27Nipco
25:27Scheibe
25:27eine
25:28Glimmlampe
25:28die an
25:28jeden
25:29Radioapparat
25:29angeschlossen
25:30werden
25:30konnte
25:31und
25:32das
25:32Bild war
25:33etwa
25:333 x 4
25:34Zentimeter
25:35groß
25:35Sie kosteten
25:36damals nur
25:36200 Mark
25:37aber was man
25:38für 200 Mark
25:39ins Haus
25:39geliefert
25:40bekam
25:40das sah
25:41etwa so aus
25:42wie Sie es
25:43jetzt zu Hause
25:43sehen
25:44bitte sehr
25:44Ihr Apparat
25:45ist völlig in Ordnung
25:46es handelt sich hier
25:47nicht um eine
25:47Bildstörung
25:48sondern lediglich um
25:49ein Experiment
25:50wir zeigen Ihnen
25:51unser Bild
25:52hier im Studio
25:53in einer
25:5430 Zeiligen
25:55Auflösung
25:55so wie es damals
25:56gewesen ist
25:57und zum Vergleich
25:58rücken wir mal
25:59das Bild
25:59etwas
25:59zur Seite
26:00jetzt können Sie
26:02den Unterschied
26:02glaube ich
26:03recht gut
26:03erkennen
26:04also ich
26:04erscheine hier
26:05in der
26:05historischen
26:05Auflösung
26:06von 30
26:07Zeilen
26:07und ich
26:08in 625
26:09Zeilen
26:09so wie es
26:10also unsere
26:11heutige
26:11Norm
26:12vorsieht
26:13ja
26:14der Unterschied
26:14ist wirklich
26:15recht beachtlich
26:16und man muss
26:17sagen
26:17dass der Mut
26:18damals mit
26:1930 Zeilen
26:19schon Fernsehausstrahlung
26:21zu machen
26:21recht
26:22überachtlich
26:23war
26:24Nun
26:25wurden ja
26:25auf der
26:25Empfängerseite
26:26recht schnell
26:27die
26:28Nipko-Scheibe
26:29die ja noch
26:29recht unhandlich
26:30war
26:30jeder Empfänger
26:31musste ziemlich
26:31groß sein
26:32ersetzt
26:32durch die
26:33Braunsche Röhre
26:33Ja
26:34hier haben wir
26:35eine solche
26:35Braunsche Röhre
26:36sie war
26:361897
26:38erfunden
26:38worden
26:39als
26:39Oszillograph
26:40von dem
26:41Straßburger
26:42Professor
26:43Ferdinand
26:43Braun
26:44und
26:451930
26:46führte sie
26:47Manfred von
26:48Ardenne
26:49in Berlin
26:49zum ersten Mal
26:51ein
26:52in die
26:52Fernsehtechnik
26:53zur Demonstration
26:54eines
26:55100 Zeiligen
26:56hellen
26:57Fernsehbildes
26:58Und
26:58ein
26:59Empfänger
26:59mit einer
27:00derartigen
27:00Kathoden
27:01Strahlröhre
27:02der sah
27:04dann etwa
27:04also so aus
27:05wie wir es eben
27:05im Bilde gesehen haben
27:06auch ein
27:07relativ kleines
27:08Bildfenster
27:09noch
27:09ich glaube
27:09so groß
27:09wie eine
27:09Postkarte
27:10Ja
27:10etwa
27:109 mal
27:1112 Zentimeter
27:12und der
27:12Empfänger
27:13erschien auf
27:13der
27:14Funkausstellung
27:141931
27:15Nun
27:16aber inzwischen
27:16war man schon
27:17weiter gekommen
27:18man hatte
27:18schon
27:19also das
27:19180 Zeilen
27:20Bildverfahren
27:21man
27:21ging daran
27:22die Zeilenzahl
27:23zu vergrößern
27:24von 30
27:25auf 180
27:26Zeilen
27:26und
27:26180
27:28Zeilen
27:28sehen Sie uns
27:29jetzt
27:29das ist doch schon
27:30also wesentlich besser
27:31wollen wir wieder mal den
27:32Vergleich durchführen
27:33dann kann man es besser
27:34miteinander
27:36kann man es besser
27:37erkennen
27:38das Bild schien
27:39das Bild schien damals
27:39so gut
27:40dass man es wagte
27:41daraufhin schon
27:42einen
27:42Fernsehrundfunk
27:44zu planen
27:45von 1934 an
27:47strahlte die
27:47Deutsche Reichspost
27:48auf
27:51Ultrakurzwelle
27:52im Band 1
27:53das erste
27:55Bildtonprogramm
27:56aus
27:56und dieses erste
27:59Bildtonprogramm
28:00das lief ja also
28:01eine ganze Weile
28:02zunächst einmal
28:03es lief bis 1938
28:07der
28:09man hat ja
28:10nun in der
28:10Rocknitzstraße
28:11diesem kleinen
28:11Studio
28:12das die Post
28:12damals eingerichtete
28:13zunächst natürlich
28:14Live-Sendungen
28:15macht man
28:15setzte sich also
28:16jemand hin
28:16wie wir hier
28:17dann kam die Kamera
28:18und dann ging das
28:18aber man hat ja auch
28:19schon Filme gesendet
28:20ja zunächst
28:21Tonfilme
28:22damit fing man
28:22überhaupt an
28:23weil man bei
28:24Tonfilmen
28:24genügend Licht
28:25hatte für den
28:25lichtschwachen
28:26Abtaster
28:27und dann ging man
28:28auch daran
28:29Außenübertragungen
28:29durchzuführen
28:30man ging mit der Kamera
28:31hinaus
28:31aber leider
28:32erwiesen sich ja
28:33die Nipko-Scheiben
28:34als Abtast
28:35die waren viel zu
28:36unempfindlich
28:37und deshalb musste man
28:38einen kleinen Umweg
28:39gehen
28:40ein Zwischenfilmverfahren
28:41das Zwischenfilmverfahren
28:42einführen
28:43ja
28:43und dieses Zwischenfilmverfahren
28:46arbeitet ungefähr
28:47nach einem
28:48ja arbeitet genau
28:49eigentlich nach
28:49diesem Prinzip hier
28:50auf dem Dach des
28:52Wagens steht eine
28:53gewöhnliche Filmkamera
28:54das aktuelle
28:55Ereignis wird auf
28:55Film aufgenommen
28:56der Film läuft dann
28:57ins Innere des Wagens
28:58durch die hohle
28:59Stativsäule
29:00er gelangt da
29:01in eine
29:02Schnellentwicklungseinrichtung
29:03er wird entwickelt
29:04fixiert
29:04gewässert
29:05und getrocknet
29:06alles in anderthalb
29:08Minuten
29:08und dann geht der
29:11entwickelte Film
29:12durch den
29:13Nipko-Scheiben
29:15Filmabtaster
29:16im Wagen
29:17da
29:18und
29:19jetzt
29:21gelangt das
29:22Bildsignal
29:22über ein Kabel
29:24zum Fernsehsender
29:25wie diese
29:26Zwischenfilme
29:27damals aussahen
29:28können Sie
29:28erkennen
29:29aus dieser
29:30Aufnahme
29:30hier
29:31es ist
29:31einer der
29:32wenigen
29:32Zwischenfilme
29:33aus der
29:33damaligen
29:34Zeit
29:34die bis heute
29:35erhalten geblieben
29:35sind
29:36es hat also
29:37einen gewissen
29:38historischen Wert
29:38diese alten
29:39Bilder zu sehen
29:40es handelt sich
29:40glaube ich
29:41dort um die
29:41Funkausstellung
29:42von 1937
29:43nein von 1936
29:46und das war das
29:48was man damals
29:50zeigte
29:50man war ja
29:51zunächst daran
29:52interessiert
29:52Bilder zu machen
29:53und Bilder zu zeigen
29:54das technische
29:55Instrument
29:56überhaupt erst einmal
29:56zu erproben
29:59der Ton
30:00kracht etwas
30:01ja das liegt
30:02an der Schnellentwicklung
30:02der Ton wurde
30:03unmittelbar auf Film
30:04aufgezeichnet
30:05neben dem Bild
30:06und bei der Schnellentwicklung
30:07kamen
30:08da natürlich
30:09Mängel
30:10in der Entwicklung
30:29und das waren
30:31die Empfänger
30:32der damaligen
30:33Zeit
30:33mit denen man
30:34diese
30:37Zwischenfilme
30:38sehen konnte
30:40zweifellos
30:41waren
30:41die
30:42das wichtigste
30:43Ereignis
30:43war zweifellos
30:44die
30:45Übertragung
30:46der Olympischen
30:47Spiele
30:48von 1936
30:51man
30:51benutzte dazu
30:52zwei Zwischenfilmwagen
30:53die beide noch
30:54Nipco Scheibenabtaster
30:55hatten
30:56aber
30:57man setzte
30:57damals
30:58erstmalig
30:59auch
30:59elektronische
31:01Kameras ein
31:03hier
31:04sind sie
31:05und sie
31:07sind sie
31:07und sie
31:09sind sie
31:29und sie
31:36The first camera, which you just saw, a Iconoskope camera,
31:40stood here at the bottom edge of the stadium, immediately near the Aschenbahn.
31:45The second Iconoskope camera stood here at the swimming stadium.
31:50And the third camera here at the upper edge, immediately near the Marathon tour,
31:55we even have here in the studio, in the original.
31:58That is she, a 30 cm Fernbildlinse, here the searcher.
32:05And in the inner room, this camera, is an electronic camera,
32:10an electronic camera, from Philo Farnsworth,
32:15which was given very good images, but unfortunately needed a lot of light,
32:20so that you went from this Farnsworth-princip again and finally came back to the Iconoskope.
32:29And then, the second camera was also given, the number of times to increase the number of times.
32:34You came from 180 times, I think, over a between station.
32:38No, no.
32:39Direct, yeah.
32:40Direct on 441 times.
32:43Electronical cameras had now, but you built the last time a 440-X-Altaster.
32:50Einen mechanischen Abtaster.
32:51Einen mechanischen Abtaster mit Nipko-Scheibe.
32:54Und zwar deshalb, weil die Nipko-Scheibe immer noch ein Bild von hervorragender Schärfe,
32:58von sehr guter Gradation und von ausgezeichneter Geometrie lieferte.
33:02Übrigens, unser Bild, das wir jetzt wieder sehen, hat gerade 441 Zeilen.
33:07Und es ist, glaube ich, ganz interessant gewesen, das zu sehen.
33:11Hier ist nun dieser 441 Zeilen Abtaster.
33:14Der letzte Nipko-Scheibenabtaster, der in Deutschland gebaut worden ist, 1938.
33:19Er arbeitet mit einer riesigen Nipko-Scheibe von 72 cm Durchmesser,
33:24die hier wegen der Luftreibung in einem Vakuumgehäuse laufen musste.
33:30Die Scheibe hatte 441 Löcher.
33:36Und das war aber eigentlich doch nur ein Versuch.
33:41Ja, es blieb beim Versuch, nicht?
33:42Es wurde gar nicht mehr genutzt.
33:44Nein, der Abtaster wurde noch einmal vorgeführt, 1938 auf der Funkausstellung.
33:48Und dann wanderte er gleich ins Museum.
33:50Ja, nicht ins Museum, aber wanderten die Fernsehempfänger da damals.
33:53Nein, wir haben zwei Prachtstöcke hier stehen.
33:58Dies ist ein Studio-Empfänger, ein Monitor.
34:01Da man auf große Bilder Wert legte, aber damals die Weitwinkel-Ablenktechnik noch nicht beherrschte,
34:08so musste man die Röhre, die sehr lang wurde durch den großen Bildschirm,
34:12hier senkrecht in diesem Empfängergehäuse aufhängen und das Bild hier im Spiegel betrachten.
34:21Einen erstaunlichen Fortschritt in der Empfängerentwicklung bedeutete dann 1939
34:26dieser deutsche Einheitsempfänger eine Gemeinschaftsentwicklung der deutschen Fernsehindustrie.
34:33Er hatte ein 30 cm Rohr und zwar gleich damals das erste Rechteckbildrohr.
34:39Außerdem wies er noch eine ganze Reihe anderer konstruktiver Merkmale auf,
34:44die ihn absolut zukunftssicher machten.
34:47Dieser Empfänger ist heute noch betriebsfähig.
34:50Und jetzt kommen wir aber etwas von unserem eigentlichen Thema ab, nämlich vom Thema Paul Nipko.
34:55Wir sind jetzt nun schon bei der Entwicklung der Fernsehempfänger.
34:59Trotzdem ist es, glaube ich, mal ganz interessant zu vergleichen, wie das elektronische Prinzip ist
35:05im Gegensatz zu dem Nipkowschen Prinzip mit der Lochscheibe.
35:08Wir haben dort einen alten Trickfilm, auch aus dem Jahre 1936.
35:12Das ist eine Ikonoskopröhre. Das optische Bild wird durch das Objektiv links auf eine Mosaikkathode geworfen
35:19und dann von einem Elektronenstrahl abgetastet und in Bildsignale verwandelt, die da rechts abgehen.
35:25Und das Gegenstück jetzt, die braunische Bildröhre.
35:28Sie sehen den Abtaststrahl, der jetzt den Fluoreszenzschirm trifft und da, wo er den Bildschirm trifft,
35:36ihn zum Aufleuchten bringt. Das Bild entsteht also unmittelbar da,
35:40wo der Abtaststrahl den Schirm trifft, ohne irgendwelches Zwischenmedium.
35:46Daher der große optische Wirkungsgrad der braunischen Röhre.
35:50Nun, aber wieder zurück zur Nipkow.
35:52Ja. Was wurde nun aus Nipkow?
35:55Ja, nach der ersten öffentlichen Demonstration des Fernsehens in Berlin 1928
36:02haben sich einige findige Journalisten das Telefonbuch oder das Adressbuch genommen
36:07und haben nach dem Namen Paul Nipkow gesucht und sie haben ihn auch gefunden,
36:10Oberingenieur AD Paul Nipkow,
36:13fanden sie. Sie sind dann, haben ihn aufgesucht, sie haben ihn interviewt, sie haben ihn fotografiert
36:19und sie haben gewissermaßen ihn wieder hervorgeholt.
36:25Die Deutsche Reichspost überreichte ihm zu seinem 70. Geburtstag als Anerkennung für sein Patent,
36:32das ja inzwischen längst verfallen war, eine Summe von 2000 Mark
36:36und die Reichsrundfunkgesellschaft hat ihm später sogar noch einen Ehrensold ausgesetzt.
36:44Außerdem hat die Reichsrundfunkgesellschaft damals ihren ersten Filmgeber auf den Namen des Erfinders getauft.
36:50Auf den Namen Fernsehsender Paul Nipkow, hier haben wir diesen Filmgeber, das Filmbild wurde auf eine Nipkowscheibe projiziert.
37:07Da ist das Objektiv rechts die Nipkowscheibe.
37:10Später hat man dann diesen Namen auch übernommen für das Programmteam der Reichsrundfunkgesellschaft,
37:16die dann dieses Senderkennzeichen dir ausstrahlte, Fernsehsender Paul Nipkow Berlin.
37:22Und zwar bis zum November 1943.
37:26Die Ehrungen gingen weiter, die Universität Frankfurt verlieh ihm 1935 die Würde eines Ehrendoktors der Naturwissenschaften
37:34und seine Vaterstadt Lauenburg ernannte ihn 1937 zum Ehrenbürger.
37:40Drei Jahre lang konnte sich Paul Nipkow noch an den Fortschritten seiner Erfindung erfreuen.
37:46Man hatte ihm von Staats wegen einen Fernsehempfänger geschenkt.
37:51Paul Nipkow starb in Berlin zwei Tage nach seinem 80. Geburtstag am 24. August 1940.
38:00Die Entwicklung in aller Welt hat, die Entwicklung zu dem großen publizistischen Mittelfernsehen,
38:06hat auf die Erfindung Paul Nipkows letzten Endes nun doch verzichten können auf die nach ihm benannte Spirallochscheibe.
38:13Aber diese Entwicklung des Fernsehens war nur möglich aufgrund seiner Generalidee des Fernsehens,
38:19die er so romantisch am Weihnachtsabend des Jahres 1883 hatte.
38:25Hören Sie über die technische Weiterentwicklung des Fernsehens nach 1945, Herrn Professor Nestl.
38:32Herr Professor Nestl war technischer Direktor des Nordwestdeutschen Rundfunks
38:35und ist heute Vorstandsmitglied für Forschung und Entwicklung der Telefunken GmbH.
38:40Wir besuchten ihn in seinem Berliner Büro.
38:45Dass wir in Deutschland nach dem Krieg zur Einführung des Fernsehens kommen werden,
38:50war allen Rundfunkingenieuren klar.
38:53Aber wir hatten noch vordringlichere Aufgaben, die zuvor gelöst werden mussten.
38:59Der Wiederaufbau der zerstörten Rundfunksender, die Studios mussten wieder eingerichtet werden,
39:05es musste der UKW Rundfunk eingerichtet werden als Gegenmaßnahme zu dem damals berüchtigt gewordenen Kopenhagener Wellenplan.
39:15Und erst 1950 konnte dann ein Versuchsbetrieb des Fernsehens aufgebaut werden.
39:22Während der damaligen Zeit war es eine der schwerwiegendsten und kritischsten technischen Entscheidungen,
39:29welche Zeilenzahl, also welche Zerlegung des Bildes in Zeilen wir wählen sollten.
39:37Wir haben uns für eine Zeilenzahl von 625 Zeilen eingesetzt,
39:44aus der Überlegung, dass das die Empfänger noch nicht verteuern würde
39:48und dass es doch schon sehr detailreiche Bilder abgeben würde.
39:54Dieses System ist sehr eng angelehnt an das amerikanische System.
40:00Die Unterschiede sind lediglich bedingt durch die andere Netzfrequenz,
40:05die in Amerika 60 Hertz beträgt, bei uns bekanntlich 50 Hertz.
40:10Wir haben die Genugtuung, dass die weitaus größte Zahl der Länder heute die 625 Zeilen Norm mitmacht
40:18und wir alle damit sehr zufrieden sind.
40:21Wir haben sogar gerade jetzt in neuester Zeit die berechtigte Hoffnung,
40:26dass auch die beiden Außenseiter, Frankreich und England,
40:30in absehbarer Zeit zu unserem System herüber wechseln werden.
40:36Nach zwei Jahren Versuchsbetrieb wurde dann zu Weihnachten 1952
40:42das endgültige Fernsehen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
40:47Schon ein halbes Jahr später hatten wir eine ernste Prüfung zu bestehen.
40:53Die englische Königskrönung sollte auf fünf Länder übertragen werden.
40:58England, Frankreich, Holland, Belgien und Deutschland.
41:02Das, was wir heute unter dem Namen Eurovision kennen,
41:07also die Übermittlung von Programmen von einem Land zu vielen anderen europäischen Ländern,
41:14das wurde damals zum ersten Mal aufgebaut.
41:18Leider waren noch viele Provisorien notwendig
41:21und die technische Qualität der übertragenen Bilder war keineswegs vollkommen.
41:26Aber das Fernsehen hat damals doch wirklich in die Ferne gesehen.
41:32Man war doch in dem Augenblick dabei.
41:36Ich erinnere mich noch des Eindrucks, den ich selbst dabei hatte,
41:40von dem Augenblick als die englische Königin ihren Eid auf die Verfassung abgelegt hatte
41:46und welches Gefühl es auslöst, in diesem Augenblick unmittelbar dabei zu sein.
42:08Die Königin,
42:09escorted, wie die traditionischen Tradition demands,
42:13von den Bishops von Durham und Bath & Wells,
42:18geht nach dem Ort.
42:21Da,
42:22mit der Hand auf der Bibel,
42:25sie reaffirms ihre Oath,
42:28sagt,
42:29Die Dinge, die ich hier bevorzule,
42:33werde ich und behaupten,
42:35werde ich und behaupten,
42:36so helft mir Gott.
43:04Die Eurovision hat sich dann schnell in weitere
43:07Achtung,
43:07Niederländer ausgebreitet.
43:09Schweiz,
43:10Italien,
43:11Dänemark schlossen sich an.
43:13Deutschland hatte durch seine geografische Lage eine wichtige Vermittlerrolle zu leisten.
43:21Und das Eurovisionsprogramm waren dann gerade die Programmteile, die das größte Interesse der Fernsehzuschauer gefunden haben.
43:31Im Prinzip stehen heute über die europäische Eurovision hinaus auch schon die technischen Mittel zur Verfügung,
43:40um Übertragungen zwischen den Kontinenten aufzubauen.
43:44Die hohe Investition, die dies erfordern würde, ist aber bisher nicht aufgewendet worden, weil ein Umstand dem Programm im Wege
43:55steht, nämlich die große Zeitdifferenz zwischen den Kontinenten.
44:00Auch das Farbfernsehen ist im Prinzip technisch erschlossen.
44:06Leider auch hier sind die Kosten noch unerreichbar, sodass die praktische Ausnützbarkeit noch auf sich warten lassen wird.
44:16So hat das von Paul Nipko erfundene Prinzip der Zerlegung von Bildern in Zeilen und Bildpunkte und der Synchronisierung der
44:27Zerlegung auf der Sendeseite und des Wiederaufbaus des Bildes auf der Empfangsseite
44:32sich als voll tragfähig für das Fernsehen über viele Jahre und sicher auch noch für die Zukunft erwiesen.
44:40Ich vergleiche gern die Erfindung von Nipko mit der von Gutenberg vor 400 Jahren.
44:48Gutenberg hat die geschriebenen Worte zerlegt in Buchstaben und damit den Buchdruck ermöglicht.
44:56Ähnlich ist die Idee Nipkos der Zerlegung des Bildes in Zeilen und Punkte.
45:02Die ungeheure Auswirkung der Gutenbergschen Erfindung auf die kulturelle Möglichkeit des Buchdrucks
45:10hat die technische Erfindung Gutenbergs etwas in den Hintergrund treten lassen.
45:16Wir sollten aber zum 100. Geburtstag Nipkos nicht in denselben Fehler verfallen
45:21und sollten seine technische Erfindung heute gebührend würdigen.
45:36Die ungeheure Auswirkung der Zerlegung der Zerlegung der Zerlegung
45:59Die ungeheure Auswirkung der Zerlegung der Zerlegung der Zerlegung
46:29Die ungeheure Auswirkung der Zerlegung dei pela Zerlegung der Zerlegung
47:02THE END
47:26THE END
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