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  • vor 2 Tagen

Kategorie

Menschen
Transkript
00:00Jetzt zerbricht das ganze Kartenhaus rund um Zelensky.
00:03Hallo meine Lieben, mein Name ist Chrissy Rieger und Zelenskys ehemalige Pressesprecherin Julia Mendel packt aus,
00:11dass der ukrainische Präsident einige Dinge damals und jetzt eben gesagt und getan hat.
00:18Und wir schauen uns das Gespräch von Tucker Carlson mal genauer an.
00:46Also wir haben das jetzt richtig verstanden.
00:53Sie sagte, dass der ukrainische Präsident Zelensky einst ausdrücklich Goebbels Propaganda forderte, um dessen Zustimmungsrate zu verbessern.
01:05Sie sagt, ich brauche Goebbels Propaganda.
01:07Also Zelensky hat sich so hingesetzt und ganz genau gesagt, macht was ihr wollt.
01:11Ich brauche Goebbels Propaganda.
01:13Ich brauche Tausende von Schwätzern, die wie Goebbels propagieren.
01:17Okay, das ist echt heftig.
01:21Wir werden uns dann noch einen Ausschnitt ganz genau anschauen von Tucker Carlson.
01:25Aber weißt du eigentlich, was danach mit ihr passiert ist?
01:29Du musst dir vorstellen, diese Ex-Pressesprecherin von Zelensky wurde nach dem Interview in die Datenbank von Miro Tvorec aufgenommen.
01:39Und was ist das?
01:40Übersetzt ist das zu Friedensstifter und es handelt sich um eine umstrittene ukrainische Webseite,
01:46die personenbezogene Daten von Personen veröffentlicht, die als Feinde der Ukraine betrachtet werden.
01:52Und warum ist das so, fragst du dich natürlich?
01:57Es ist wegen Verbreitung russischer Propagandanarrative.
02:03Und deswegen wird sie da draufgesetzt.
02:05Das ist natürlich sehr heftig, weil gerade wo gesagt wird, dass Zelensky Propaganda betrieben hat für seine eigene Person, für
02:15seine Zustimmung,
02:16weil die Leute das nicht einfach so alles geglaubt hätten, wirft man ihr dann vor, russische Propaganda betrieben zu haben.
02:23Also du merkst, wie langsam dieses ganze Geflecht zusammenfällt.
02:26Sie bauten eines der besten Motorräder der ostdeutschen Geschichte.
02:29Dann wurde es von der Regierung getötet.
02:31Zu gut, zu beliebt und es passte einfach nicht in den Plan.
02:35Das hier ist die AWO 425.
02:39Eine Maschine, geboren aus einer geplünderten Fabrik, später zu einem Statussymbol geworden, von Rebellen übernommen und offiziell ausgelöscht.
02:47Und trotzdem ist sie irgendwie nie verschwunden.
02:50Doch bevor wir dazu kommen, weshalb man sie zerstörte, muss man erst verstehen, was dort überhaupt gebaut wurde.
02:55Und dieser Teil der Geschichte beginnt 1945 in Thüringen.
02:59Mit absolut nichts.
03:01Um zu verstehen, was die AWO 425 wirklich bedeutete, muss man zurück nach Suhl in Thüringen reisen.
03:07Ins Jahr 1945.
03:09Die Simson-Fabrik war komplett ausgeschlachtet worden.
03:13Die Sowjets kamen und nahmen alles mit, das irgendeinen Wert hatte.
03:17Pressmaschinen, Montagelinien, Produktionsanlagen.
03:20Alles wurde auf Züge verladen und Richtung Osten transportiert.
03:24Zurück blieben vier Wände.
03:26Ein Betonboden und die Menschen, die wussten, wie das ganze System funktionierte und wie sich herausstellte, war genau das genug.
03:33Die Ingenieure blieben.
03:35Das Wissen blieb ebenfalls erhalten.
03:37Man kann eine Fabrik auseinandernehmen, aber man kann nicht die Köpfe zerstören, die sie aufgebaut haben.
03:42Genau dieser Unterschied wurde später zum Fundament für alles, das danach kam.
03:461948 kam ein Auftrag aus Moskau.
03:50Die sowjetische Militärverwaltung wollte ein Motorrad.
03:53Kein Moped, kein Experiment.
03:55Eine richtige Viertaktmaschine mit Kardanantrieb.
03:58250 Kubikzentimetern Hubraum.
04:01Hochwertig entwickelt und bereit für die Massenproduktion.
04:03Und das alles aus einer Fabrik, die nur drei Jahre zuvor komplett leergeräumt worden war.
04:08Und ausdrücklich ein Viertakter.
04:11In einem Land, das fast vollständig auf zwei Taktmotoren setzte.
04:14Die Begründung war einfach.
04:17Die Behörden wollten etwas Zuverlässiges.
04:19Einen Motor, der auch nach 10.000 Kilometern noch problemlos lief.
04:22Ohne ständig gespannte Ketten nachstellen zu müssen.
04:25Ohne einen Vergaser, der jedes Mal neu eingestellt werden musste, sobald sich das Wetter änderte.
04:31Die Ingenieure in Suhl orientierten sich im Westen an einem Vorbild.
04:34Die BMW R25 galt in der Nachkriegszeit als Maßstab dieser Klasse.
04:39Längs eingebauter Kurbeltrieb, Kardanantrieb, seitlich liegende Ventile.
04:44Die Thüringer analysierten sie sehr genau und bauten danach trotzdem etwas Eigenes.
04:49Eigene elektrische Lösungen, eigene Antriebstechnik, eigene Fertigungstoleranzen.
04:54Von BMW beeinflusst, aber keine Kopie davon.
04:57Die Maschine musste Bedingungen überstehen, die in keinem westlichen Straßentest jemals berücksichtigt worden wären.
05:03Straßen, die kaum diesen Namen verdienten.
05:06Extreme Temperaturschwankungen in beide Richtungen.
05:08Wartungspläne, bei denen ein Mechaniker möglicherweise wochenlang nicht erreichbar war.
05:13Die Technik musste all das aushalten und trotzdem weiterfahren.
05:17Im Frühjahr 1950 war die Vorserie fertig.
05:20Auf der Leipziger Frühjahrsmesse desselben Jahres wurde die AWO 425 zum ersten Mal öffentlich präsentiert.
05:27Schwarz lackiert, massiv gebaut, fast 100 Kilometer pro Stunde Höchstgeschwindigkeit.
05:34Starres Heck mit direkter Federung unter dem Sitz, um die schlimmsten Straßen etwas erträglicher zu machen.
05:39Zwölf Pferdestärken.
05:41Der Name entstand aus der sowjetischen Aktiengesellschaft, die das Werk damals kontrollierte.
05:45AWO.
05:4644 für den Hub.
05:4825 für den 250 Kubikzentimeter Motor.
05:51Klar, präzise, ohne unnötige Verzierungen.
05:54Genau wie das Motorrad selbst.
05:55Und jetzt kommt die Frage, die die meisten Menschen vergessen zu stellen.
05:58Wer durfte sie eigentlich fahren?
06:00Die ehrliche Antwort lautet, wahrscheinlich weder du noch ich.
06:04Ein großer Teil der frühen Produktion ging direkt an staatliche Einrichtungen.
06:08Ganz oben auf der Liste stand die Volkspolizei.
06:10Und die AWO passte perfekt zu ihren Anforderungen.
06:13Zusammen mit dem LX200 Beiwagen, einer robusten Konstruktion mit Platz für Funkgeräte, Werkzeug,
06:20Ersatzteile und einem zweiten Beamten, wurde die AWO zu einem rollenden Einsatzfahrzeug.
06:26In einer Zeit, in der Autos auf ostdeutschen Straßen noch eine Seltenheit waren.
06:31Man muss sich die Straßen Anfang der 50er Jahre vorstellen.
06:35Grauer Asphalt, kaum private Fahrzeuge, lange Betonstraßen und fast völlige Ruhe.
06:40Und dann kommt eine AWO um die Kurve.
06:43Schwarz lackiert, schwer gebaut, mit montiertem Beiwagen, unmöglich zu übersehen.
06:48So sah Autorität damals auf zwei Rädern aus.
06:51Die Volkspolizei setzte sie auf Landstraßen ein, auf Waldwegen, an Grenzkontrollen entlang der Transitstrecken.
06:57Wo andere Fahrzeuge im Schlamm stecken blieben oder einfach Aufgaben, fuhr die AWO weiter.
07:02Auch die kasernierte Volkspolizei nutzte sie.
07:05Die Gesellschaft für Sport und Technik erhielt ebenfalls feste Kontingente.
07:09Und der normale Bürger?
07:10Der hatte zwei Möglichkeiten.
07:12Auf die Warteliste setzen lassen.
07:14Oder verzichten.
07:15Der Kaufpreis lag bei über 2000 Mark.
07:18Zu einer Zeit, in der ein Facharbeiter vielleicht 400 Mark im Monat verdiente.
07:21Dazu kam ein kompliziertes Vergabesystem über Betriebe, Gewerkschaften und Genehmigungsstellen, das kaum jemand wirklich verstand.
07:30Geduldige Menschen warteten zwei Jahre.
07:32Weniger Glückliche warteten noch länger.
07:34Und genau hier verdient der Kardanantrieb seinen großen Moment.
07:38Denn das war wirklich das Herzstück der Maschine.
07:40Keine Kette zum Schmieren.
07:42Keine Spannungskontrolle alle paar hundert Kilometer.
07:45Kein Öl, das sich über das Hinterrad und alles dahinter verteilte.
07:48War der Kardanantrieb einmal richtig eingestellt?
07:51Übertrug er einfach die Kraft.
07:53Kilometer für Kilometer.
07:55Saison für Saison.
07:56Ohne Beschwerden.
07:57Diese Zuverlässigkeit war kein Zufall.
08:00Sie war der eigentliche Sinn der gesamten Konstruktion.
08:03Die AWO wurde dafür entwickelt, unter Bedingungen zu funktionieren,
08:07die jede Schwäche einer schlechteren Maschine sofort sichtbar gemacht hätten.
08:10Schlechte Straßen, harte Winter, kaum Zugang zu Ersatzteilen oder qualifizierten Mechanikern.
08:16Die Technik musste all das auffangen.
08:19Und daraus entstand etwas, das die DDR nur selten hatte.
08:22Eine Maschine, die exakt das tat, was sie versprach.
08:25Konstant, über Jahre harter Nutzung hinweg.
08:28Nicht glamourös, zumindest nicht auf die Art, wie der Westen Glamour verstand.
08:32Aber zuverlässig auf eine Weise, die im Westen nur selten wirklich verlangt wurde.
08:46Das war's.
08:56Das war's.
09:00Das war's.
09:30Untertitelung des ZDF, 2020
10:01Untertitelung des ZDF, 2020
10:29Untertitelung des ZDF, 2020
11:00Untertitelung des ZDF, 2020
11:30Untertitelung des ZDF, 2020
11:30Untertitelung des ZDF, 2020
11:30Vielen Dank.
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