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Der legendäre Auto Union Lucca aus den 1930er-Jahren ist zurück. Audi Tradition hat den historischen Rekordwagen originalgetreu neu aufgebaut und bringt damit einen der faszinierendsten Silberpfeile der Motorsportgeschichte zurück auf die Straße.

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✅ Source: Audi
➡️ Mehr Infos: https://www.tuningblog.eu/dies-u-das/auto-union-lucca-779250/

Im Video zeigen wir die spektakuläre Geschichte des Auto Union Lucca, der bereits 1935 unglaubliche 326,975 km/h erreichte. Außerdem werfen wir einen Blick auf die aufwendige Rekonstruktion des aerodynamischen Rekordwagens, den mächtigen 16-Zylinder-Motor und die technischen Besonderheiten dieses einzigartigen Silberpfeils. Auch die legendären Rekordfahrten von Hans Stuck sowie der kommende Auftritt beim Festival of Speed in Goodwood sind Thema.

#AutoUnionLucca #AudiTradition #Silberpfeil #HansStuck #Goodwood #AutoUnion #ClassicCars #MotorsportHistory #tuningblog - das Magazin für Auto-Tuning und Mobilität!

Kategorie

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Motor
Transkript
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02:10Musik
02:35Willkommen zurück beim Video vom Automagazin TuningBlog.
02:39Heute werfen wir gemeinsam einen Blick auf einen der faszinierendsten Rekordwagen der Vorquickszeit,
02:45den legendären Auto Union Lucca.
02:48Dieses außergewöhnliche Fahrzeug war nicht nur ein technisches Meisterwerk seiner Epoche,
02:53sondern auch ein Symbol für den kompromisslosen Wettkampf um Geschwindigkeit in den 30er Jahren.
02:58Mit seinem spektakulären Design, einem mächtigen 16-Zylinder-Triebwerk
03:03und einer damals kaum vorstellbaren Höchstgeschwindigkeit schrieb der Wagen Motorsportgeschichte
03:09und begeistert heute erneut Fans klassischer Wendtechnik.
03:13Audi ist inzwischen wieder fest in der Königsklasse des Motorsports vertreten.
03:18Doch die Wurzeln dieser Motorsport-DNA reichen deutlich weiter zurück.
03:23Bereits in den 1930er Jahren sorgten die Rennwagen der damaligen Auto Union weltweit für Aufsehen.
03:31Einer dieser Silberpfeile war der Auto Union Lucca,
03:34ein Fahrzeug, das Ingenieurskunst und Mut in einer bis dahin unbekannten Form kombinierte.
03:40Nun hat Audi Tradition den historischen Rekordwagen originalgetreu neu aufgebaut
03:45und ihm damit eine spektakuläre Rückkehr ermöglicht.
03:49Sein Comeback feiert der Wagen passenderweise genau dort, wo einst Geschichte geschrieben wurde,
03:54im italienischen Lucca in der Toskana.
03:57Die Stadt mit ihren historischen Mauern und ihrer kulturellen Bedeutung
04:01war bereits 1935 Schauplatz eine der beeindruckendsten Rekordfahrten Europas.
04:09Damals herrschte auf einem langen Abschnitt der italienischen Autostrada
04:13gespannte Erwartung, bis das brachiale Geräusch des 16-Zylinders die Stille zerriss.
04:19Am Steuer saß Hans Stuck, einer der berühmtesten Rennfahrer seiner Zeit.
04:24Der sogenannte Bergkönig jagte den aerodynamischen Silberpfeil über die Strecke
04:29und stellte dabei einen Rekord auf, der die Fachwelt erschütterte.
04:34Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 320,267 Stundenkilometer bei fliegendem Start
04:40pulverisierte die Auto-Union die bisherigen Bestmarken.
04:45In der Spitze wurden sogar unglaubliche 326,975 Stundenkilometer gemessen.
04:52Damit galt der Wagen damals offiziell als schnellster Straßenrennwagen der Welt.
04:58Man darf nicht vergessen, dass diese Geschwindigkeiten bereits 1935 erreicht wurden,
05:04zu einer Zeit, als viele Straßen noch unbefestigt waren und Sicherheitsstandards praktisch nicht existierten.
05:12Dass wir dieses Kapitel Motorsportgeschichte heute erneut erleben dürfen,
05:16ist einer aufwendigen Rekonstruktion zu verdanken.
05:20Über einen Zeitraum von drei Jahren arbeiteten die Spezialisten von Crossweight und Gardiner in England
05:26am Wiederaufbau des Rekordwagens.
05:28Das Projekt wurde pünktlich zum Frühjahr 2026 abgeschlossen
05:33und schließt nun eine bedeutende Lücke in der historischen Sammlung der Audi AG.
05:39Der neue Wagen orientiert sich extrem nah am Original,
05:43wurde jedoch an einigen Stellen sinnvoll optimiert,
05:46um ihn für heutige Demonstrationsfahrten zuverlässiger zu machen.
05:50Die 1930er Jahre waren geprägt von einer regelrechten Besessenheit nach Geschwindigkeit.
05:57Rekorde galten als nationales Prestigeprojekt.
06:00Besonders in Deutschland entwickelt sich ein erbitterter Wettstreit
06:04zwischen Mercedes-Benz und Auto-Union.
06:07Fahrer wie Rudolf Caracciola und Hans Stuck wurden zu Ikonen ihrer Zeit.
06:12Nachdem Mercedes Ende 1934 bereits ein Rekord mit 316 Stundenkilometer aufgestellt hatte,
06:20begann in Zwickau ein intensiver Wettlauf gegen die Zeit.
06:24Die Ingenieure der Auto-Union griffen damals erstmals im europäischen Rennwagenbau
06:30auf Erkenntnisse aus dem Windkanal der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt
06:34in Berlin-Adlershof zurück.
06:36Das Ergebnis war eine Karosserie, die ihrer Zeit weit voraus war.
06:41Die glattflächige Aluminiumhülle, die vollverkleideten Räder und das charakteristische Heck
06:47sorgten für einen sensationellen Luftwiderstandsbeiwert.
06:51Selbst moderne Designer zeigen sich heute noch beeindruckt
06:54von der Eleganz und Funktionalität dieses Entwurfs.
06:58Unter der langen Verkleidung arbeitete ursprünglich ein früher 16-Zylinder-Motor
07:03mit rund 5 Litern Hubraum und einer Leistung von 343 PS.
07:08Doch nicht nur die Technik war entscheidend,
07:11sondern auch die unglaubliche Entschlossenheit des gesamten Teams.
07:15Denn die Jagd nach dem Rekord
07:17entwickelte sich zu einer regelrechten Odyssee quer durch Europa.
07:22Zunächst plante die Auto-Union ihre Rekordfahrt in Ungarn.
07:26Dort sollte auf jener Strecke gefahren werden,
07:28auf der Caracciola zuvor einen Rekord für Mercedes erzielt hatte.
07:32Anfang Februar 1935 traf das Team in Budapest ein,
07:38doch das Wetter spielte nicht mit.
07:40Schnee, Kälte und technische Probleme
07:43machten die ersten Testfahrten extrem schwierig.
07:47Während einer Testfahrt brannte sogar der Auspuff durch,
07:50weshalb die Versuche zunächst gestoppt werden mussten.
07:54Daraufhin entschied die Rennleitung,
07:56die Rekordfahrten südlich von Mailand fortzusetzen.
07:58Doch auch dort verhinderten schlechte Wetterbedingungen
08:02und schneebedeckte Straßen einen erfolgreichen Versuch.
08:05Also zog die Mannschaft noch weiter Richtung Süden bis in die Toskana.
08:10Schließlich fand sich zwischen Pescha und Alto Pascio nahe Lucca
08:14eine nahezu perfekte Strecke.
08:16Die Autostrada dort war hervorragend geeignet.
08:20Acht Meter breit, griffig asphaltiert
08:22und über mehrere Kilometer nahezu schnurgerade.
08:25Genau solche Bedingungen benötigte man für einen Weltrekordversuch.
08:30Am 14. Februar 1935 begannen die finalen Testfahrten.
08:36Dabei experimentierten die Ingenieure mit unterschiedlichen Kühleröffnungen
08:40und Radverkleidungen, um die Aerodynamik weiter zu optimieren.
08:44Am nächsten Morgen war es schließlich soweit.
08:47Hans Stagg setzte sich erneut hinter das gigantische Lenkrad
08:50und schrieb Motorsportgeschichte.
08:52Interessanterweise wurde fast zeitgleich in Berlin
08:55auf der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung
08:59eine nahezu identische Version des Rekordwagens präsentiert.
09:03Diese Messeversion unterschied sich lediglich durch einen größeren Kühlergrill
09:08vom späteren Lucca-Rekordwagen.
09:11Da der Rekord zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell bestätigt war,
09:15warb Auto Union auf Plakaten bereits selbstbewusst mit dem Titel
09:20»Schnellster Straßenrennwagen der Welt«
09:22und der beeindruckenden Höchstgeschwindigkeit von 326,975 Stundenkilometer.
09:29Doch die Geschichte des Lucca-Wagens endete nicht mit dem Rekord.
09:34Bereits wenige Monate später trat der Silberpfeil beim berühmten Abus-Rennen in Berlin an.
09:40Dort kämpfte er gegen die leichteren Grand Prix-Wagen.
09:43Besonders bemerkenswert war dabei das Debüt eines jungen Fahrers namens Bernd Rosemeyer,
09:49der später selbst zur Legende werden sollte.
09:53Allerdings verhinderten technische Probleme und Reifenschäden
09:56einen erfolgreichen Rennverlauf für die Auto-Union.
10:00Heute blickt man mit großer Ehrfurcht auf den wiederauferstandenen Rekordwagen.
10:05Timo Witt von Audi Tradition erklärt,
10:07dass beim Neuaufbau höchste Authentizität angestrebt wurde.
10:10Dennoch entschied man sich bewusst für einige technische Anpassungen.
10:15Im Inneren arbeitet nun beispielsweise das 6-Liter-Triebwerk des Typ C,
10:20das äußerlich identisch wirkt, jedoch die Ersatzteilversorgung erleichtert.
10:25Auch die Kühlung wurde verbessert,
10:27damit der Wagen bei zukünftigen Demonstrationsfahrten zuverlässig funktioniert.
10:32Das Cockpit des Fahrzeugs zeigt eindrucksvoll, wie anspruchsvoll das Fahren damals war.
10:37Das riesige Lenkrad, das unsynchronisierte Fünfganggetriebe und die enge Sitzposition
10:43verlangen dem Fahrer höchste Konzentration ab.
10:47Sauberes Schalten mit Zwischengas war absolute Pflicht.
10:50Komfort spielte bei diesem Rekordjäger keinerlei Rolle.
10:53Mit einem im Windkanal bestätigten CW-Wert von nur 0,43
10:58gilt der Auto-Union Luca auch heute noch als aerodynamische Meisterleistung.
11:03Nach seiner Premiere in Italien wird der Wagen im Juli 2026
11:08beim berühmten Festival of Speed in Goodwood erneut auftreten
11:13und dort mit seinem unverwechselbaren 16-Zylinder-Sound die Zuschauer begeistern.
11:18Wer das alles noch einmal in Ruhe nachlesen möchte,
11:22der findet den Link in der Videobeschreibung.
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