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Schlacht bei Dürnkrut und Jedenspeigen - der Beginn der Habsburger-Monarchie, die über 600 Jahre bestand
War es die wahre Europäische Union?
„König Ottokars Glück und Ende“ ist ein historisches Trauerspiel in fünf Aufzügen von Franz Grillparzer, das 1823 entstand und 1825 am Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde. Es gilt als eines der bedeutendsten Werke des österreichischen Klassikers und markiert seine Hinwendung zum Geschichtsdrama.
Historischer Hintergrund
Das Stück basiert auf dem Leben von Ottokar II. Přemysl (ca. 1232–1278), König von Böhmen. Er war einer der mächtigsten Fürsten des Heiligen Römischen Reiches im 13. Jahrhundert, der durch geschickte Politik und Kriege (u. a. den Sieg bei Kressenbrunn gegen Ungarn) ein großes Reich beherrschte, das Böhmen, Mähren, Österreich, Steiermark und andere Gebiete umfasste. Sein großer Rivale war Rudolf von Habsburg, der 1273 zum römisch-deutschen König gewählt wurde. Der Konflikt endete 1278 mit Ottokars Niederlage und Tod in der Schlacht auf dem Marchfeld (bei Dürnkrut).
Grillparzer wählte diesen Stoff ursprünglich als „Ersatz“ für ein geplantes Napoleon-Drama, um Zensurprobleme zu umgehen. Das Stück enthält dennoch Parallelen zu zeitgenössischen Machtfragen.
Handlung (ohne zu viel zu verraten)
Das Drama beginnt 1261 auf dem Höhepunkt von Ottokars Macht. Der König trennt sich aus politischen und dynastischen Gründen von seiner ersten Frau Margarethe von Babenberg (die keine Erben mehr gebären kann). Er heiratet stattdessen die junge Kunigunde von Ungarn. Diese Entscheidung und sein herrisches, oft rücksichtsloses Verhalten gegenüber Adel, früheren Verbündeten und Untertanen leiten seinen Niedergang ein.

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