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Entdecke die deutsche Esskultur: Warum Abends Brot auf den Tisch kommt!

Chloé, eine Austauschstudentin in Frankfurt, teilt ihre überraschenden Einblicke in die deutsche Essgewohnheit des Abendbrots. Sie hat herausgefunden, dass kalte Brotmahlzeiten, oft zwischen 17 und 19 Uhr serviert, tiefere Wurzeln haben als gedacht. Von der Zubereitung auf speziellen Brettchen bis zur unglaublichen Vielfalt an Brot- und Wurstsorten – lass dich von diesem faszinierenden Ritual überraschen.

Erfahre mehr über die historischen Hintergründe, die bis in die 1920er Jahre zurückreichen und die Einführung von Kantinen in deutschen Industriezentren widerspiegeln. Die Tradition des Abendbrots ist mehr als nur einfache Kost, sie ist ein Stück deutscher Kulturgeschichte.

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Transcript
00:01Liebe Karambolage-Redaktion,
00:03vor kurzem habe ich eine deutsche Eigenart entdeckt,
00:06von der ich Ihren französischen Zuschauern gerne berichten möchte.
00:10Ich bin auf Schüleraustausch in Frankfurt.
00:13Am ersten Abend ruft mich das Mädchen, bei dem ich einquartiert bin, zum Abendessen.
00:18Um 18 Uhr? Etwas früh für eine Französin.
00:22Auf dem Tisch Brot, Wurst und Käse.
00:25Das ist sicher die Vorspeise, denke ich.
00:27Aber nein, mehr gibt's nicht.
00:30Naja, meine Gastgeber haben wohl keine Zeit zum Kochen gehabt.
00:34Von wegen. Am nächsten Tag dasselbe Spiel. Belegte Brote.
00:39Jetzt verstehe ich, warum man das Abendessen in Deutschland Abendbrot nennt.
00:44Am Abend ist der deutsche Brot, also kalt.
00:47Dank meiner Gastfamilie weiss ich nun praktisch alles über dieses abendliche Ritual.
00:52Beim traditionellen Abendbrot, das zwischen 17 und 19 Uhr serviert wird,
00:59isst man Brotscheiben, idealerweise 8 mm dick, Butter, Wurstaufschnitt und Käse.
01:05Das ist etwas aufregender, als es sich anhört.
01:08Die Deutschen haben nämlich unglaublich viele Brotsorten.
01:12Graubrot aus Roggen und Weizenmehl, normales Weissbrot, dann diesen Pumpernickel aus fast schwarzem Roggenschrot
01:20und 297 andere Sorten, die ich hier nicht alle aufzählen werde.
01:26Auch bei der Wurst gibt es viel Abwechslung.
01:30Jagdwurst, Leberwurst, Bierwurst, Gelbwurst, Schinken, Salami und so weiter.
01:36Das Käseangebot ist leider weniger exotisch.
01:40Gouda, Tilsita und ein etwas fader, sogenannter Butterkäse.
01:44Und jetzt geht's an die Arbeit.
01:47Manche garnieren ihr Brot mit Gewürzgurken, Radieschen, Gurke oder einem hart gekochten Ei.
01:53Die Norddeutschen essen gerne ihren eingelegten Bismarckhering oder den geräucherten Bückling
01:59und im Süden gibt es abends manchmal noch einen Wurstsalat dazu.
02:05Der Brauch, am Abend kalt zu essen, stammt aus den 1920er Jahren.
02:10Im Gegensatz zum ländlichen Frankreich entwickeln sich in Deutschland recht früh Industriezentren.
02:16In den dortigen Fabriken und Firmen werden bald Kantinen eingeführt.
02:20Weil die Arbeiter am Mittag warm essen, brauchen sie am Abend nicht unbedingt noch eine zweite warme Mahlzeit.
02:27Zumal ihre Arbeit, dank des technischen Fortschritts, etwas weniger anstrengend geworden ist.
02:34Also macht man es sich am Abend einfach.
02:36Ein paar Scheiben Brot und basta.
02:39Anstatt von Tellern benutzen die Deutschen übrigens solche Brettchen aus Plastik oder Holz.
02:45Die sind völlig platt und eignen sich daher bestens zum Belegen der Brotscheiben.
02:50Das Witzige ist, dass ich beim Karambolage-Rätsel schon einmal so ein Brettchen gewonnen hatte,
02:56ohne genau zu wissen, wozu es gut ist.
02:58Mit freundlichen Grüßen, Chloé Ribota.
03:01Das Witzige ist, dass wir hier in der Brotscheiben immer so ein Brettchen aus dem Scheiben.
03:21Vielen Dank.
Comments
2
Mark Ghelas3 hours ago
test
Mark Ghelas3 hours ago
hello

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