- vor 14 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:03Das ist jetzt mein erster Tag in der Sachsen-Klinik.
00:08Mein erster Dienst.
00:11Kaffeemaschine, ganz wichtig.
00:14Das erste Zimmer, eigentlich ganz nett.
00:18Na, hast du heute auch Spätdienst?
00:21Sieht so aus.
00:24Was ist los?
00:26Er fängt heute an.
00:30Okay, wie sehe ich aus? Kann man machen?
00:33Oh, mein neuesten Abendschild.
00:36Benno.
00:38Ach so, dein kleiner WG-Flirt.
00:41Er ist nicht mein kleiner WG-Flirt.
00:43Und jetzt geht's da in die Notaufnahme.
00:53Oh.
01:01Love is enough.
01:02Love is enough.
01:05I know that love is enough.
01:07Love is enough.
01:10We can make it for stormy weather.
01:15As long as we stay together.
01:18Love is enough.
01:20Love is enough.
01:35Na?
01:37Hey, Schatz.
01:38Wie war ich im Mie?
01:39Ging so.
01:40Ich treffe mich gleich mit Emma und Sophie.
01:43Und du?
01:43Was machst du halt noch so?
01:44Du hast auch frei.
01:46Ja, ich hab frei.
01:51Okay, ich muss mich beeilen.
01:53Ich wünsche dir einen schönen Nachmittag.
01:55Bemühe mich.
01:56Ich mich auch.
02:10Globisch?
02:13Ja, Moment, ich bin gar nicht in der Klinik.
02:16Ich hab heute meinen Feintag.
02:19Ach so?
02:33Was machst denn du hier?
02:35Ich warte auf Herrn Nowak.
02:37Den gibt's hier nicht.
02:39Doch, den gibt's.
02:40Das ist unser neuer Herzchirurg.
02:41Also, wenn du den triffst, schickst du ihn bitte zu mir?
02:44Mach ich.
02:52Hallo.
02:53Ach, ich dachte, du wärst Kollege Nowak.
02:55Tut mir leid.
02:56Das ist nur deine Frau.
02:58Und wieso bist du nicht zu Hause und schläfst?
03:01Ich war kurz davor, da kam der Anruf.
03:03Zwei Anästhesisten sind dort ausgefallen.
03:05Hast du wieder schlecht geschlafen?
03:07Hm.
03:09Was ist mit deinem Wundermittel?
03:12Das alle.
03:14Und wenn du mal was Richtiges nimmst?
03:18Kannst du mal bitte so stehen bleiben.
03:22Ja.
03:27Hallo?
03:29Frau Linz, 59 Jahre alt.
03:31Schwindelattacke mit Herzstolpern und Belastung.
03:33Das ist Pnö.
03:34Dazu eine attente Übelkeit.
03:36Was soll denn das?
03:37Das ist doch wirklich völlig übertrieben.
03:38Wir mussten einiges an Überzeugungsarbeit leisten,
03:41damit wir sie in die Klinik bringen durften.
03:42Hattest du schon was bekommen?
03:44500 Infusionen und 10 Milligramm koronal über den Zugang.
03:47Ja, und es geht mir auch schon viel besser.
03:49Also, wir können uns das alles hier sparen.
03:52Ich bin Dr. Böhm.
03:54Sie haben Glück.
03:55Der entsprechende Facharzt ist gerade hier.
03:56Benno?
03:57Danke.
03:57Traurig nicht.
03:58Kann mir selbst ein Tatsch rufen.
03:59Frau Linz, Sie wissen vielleicht nicht,
04:00dass ein Herzinfarkt sich bei Frauen oft anders gestaltet als bei Männern.
04:04Auf drei.
04:04Eins, zwei, drei.
04:08Ach so, jetzt ist es also schon ein Herzinfarkt.
04:11Ja, vielleicht finden wir ja noch was anderes.
04:12Was haben Sie denn sonst noch so im Angebot?
04:14Ach, dann wollten Sie eigentlich ganz woanders hin mit dem Rettungswagen?
04:16Gar nicht hierher in die Klinik?
04:18Meine Schüler haben den Notarzt gerufen.
04:20Ach, Sie sind Lehrerin.
04:23Ich leite eine Tanzschule.
04:25Echt jetzt?
04:26Klassisch oder eher so Ausdruckstanz und freie Gestaltung?
04:28Nein.
04:30Moderner Gesellschaftstanz für Jugendliche und Erwachsene.
04:33In vierter Generation in Leipzig.
04:35Oh, wow.
04:35Dann kannst du jetzt übernehmen?
04:36Klar, gern.
04:37Okay, ich gebe dir Frau Schroth an die Seite.
04:39Ihr kennt euch ja bereits.
04:40Ich dachte, ich würde mit Ihnen.
04:41Ja, wir haben uns schon kennengelernt.
04:47So, Frau Linz, dann würde ich Sie mal abhören.
04:54Hallo.
04:58Ein voller OP-Plan und keine Anästhesisten.
05:03Seht sie der Himmel oder die Marquardt?
05:05Stimmt doch, dass Sie heute frei haben, oder?
05:07Ja.
05:08Hätte ich gehabt.
05:09Tja, da will man sich mal entspannen.
05:13Und schon kommt der Anruf von der Klinik.
05:17So ähnlich.
05:20Was waren Sie gerade dabei, sich Gutes anzutun?
05:24Oh, ich war gerade dabei, meinem Hobby nachzugehen.
05:27Verdreckte Pfannen und Töpfe auskratzen und zwei Waschmaschinen warteten auf mich.
05:31Interessant.
05:32Dann kam doch der Anruf gerade zur richtigen Zeit.
05:35Oh, da gebe ich mich keiner Illusion hin.
05:37Die Arbeit wartet sehnsüchtig auf mich, bis ich wieder nach Hause komme.
05:42Wenn ich mich nicht irre, dann leben Sie doch in so einer, naja, sagen wir mal, besonderen Wohnkonstellation.
05:53Drei Generationen unter einem Dach wäre für mich völlig undenkbar.
05:57Die kleinste Generation liegt noch in den Windeln.
05:59Die mittlere verursacht das Chaos und mein Mann hilft auch noch ein bisschen mit.
06:03Also, einen guten Rat hätte ich ja für Sie.
06:06Machen Sie es nicht noch schlimmer, bitte.
06:20Ich habe da ein Nebengeräusch.
06:22Oh, in Ihrem Alter. Das tut mir leid.
06:26Hatten Sie schon mal so eine ähnliche Schwindelattacke?
06:29Schwindelattacke? Ich bin einfach bei einer Drehung ein bisschen umgeknickt.
06:32Das ist doch nicht gleich eine Schwindelattacke.
06:34Wie gehen wir vor?
06:35Ja, also ich stehe jetzt am besten mal auf von dieser Ware und dann zeigen Sie mir ganz schnell den
06:40Ausgang.
06:40Frau Lenz, ich würde das nicht auf die leichte Schulter nehmen.
06:45Ich hätte da einen Vorschlag. Wir schreiben jetzt ein EKG.
06:49Das ist nicht nötig.
06:50Dann beweisen Sie es uns und Ihren Schülern mit einem blitzsauberen EKG.
06:54Ja, und dann?
06:55Und dann, ja, dann kommt es erst gar nicht zu dieser falschen Betroffenheit.
07:00Diese ganzen mitleidigen Nachfragen, wie es Ihnen geht, die sind es doch, die einen gebrechlich fühlen lassen.
07:06Und gebrechlich sind Sie auf keinen Fall.
07:11Also gut, tun Sie, was Sie nicht lassen können.
07:16Gut, dann machen wir es.
07:29Wir sehen uns das EKG-Landwerk zusammen an.
07:41Probleme?
07:42Wieso?
07:43Sie gucken so.
07:43Wie gucke ich denn?
07:45Angestrengt.
07:47Unser neuer Herzchirurg, der ist ja schon voll in Action.
07:49Ist doch gut.
07:50Ja, aber ich habe gerade eine Viertelstunde sinnlos auf den gewartet.
07:54Also an seinen Umgangsformen muss der wirklich noch arbeiten.
07:56Soll ich mal mit ihm reden?
07:58Nein, ich glaube, das ist übertrieben.
08:01Sie haben ja sicher auch viel zu tun.
08:03Kleiner Kaffee.
08:09Ja, und?
08:22Was sehen Sie da jetzt?
08:23Bitte nicht sprechen.
08:26Und?
08:28Ein ventrikulärer Block zweiten Grades.
08:33Typ Mobitz, ja.
08:36Und jetzt wieder Sinusrhythmus.
08:38Gibt es hier irgendwo einen Knopf für die deutsche Übersetzung?
08:41Das heißt, die Erregungsleitung im Herzen ist gestört.
08:44Ach so, ja dann ist mir alles klar.
08:46Das bedeutet, dass der Schwindel sehr wahrscheinlich dadurch verursacht wurde.
08:50Und da wir schon mal so gemütlich hier beisammen sind, machen wir zur weiteren Klärung gleich noch ein Echo.
08:55Ein Ultraschall ihres Herzens.
08:57Und was bringt das?
08:59Wir können die Herzklappen und vor allem die Pumpleistung des Herzens besser beurteilen.
09:04Also gut.
09:08Oh mein Gott.
09:13Alles klar?
09:28So, ich bin durch.
09:30Sind die Werte stabil?
09:33Sie können den Patienten schließen.
09:36Hallo, Dr. Globisch.
09:40Keine Absenz.
09:41Hast du schon geträumt?
09:43Ich glaube, ich muss mich ablösen lassen.
09:46Das war doch nur ein Moment.
09:47Trotzdem, das ist unentschuldbar.
09:51Wie Sie wollen.
09:52Aber wir sind ohnehin durch.
09:54Es tut mir wirklich leid, Dr. Kaminski.
09:56Ja, ja, geschehen.
09:57Bis nachher.
10:10Oh, da hat es aber jemand eilig.
10:12Oh, ich habe es geahnt.
10:15Dr. Böhm teilt mich Novak zu.
10:18Nicht gut?
10:19Wir können gut miteinander arbeiten, wenn da nicht diese...
10:21Oh, ihr habt euch einmal geküsst.
10:23Ich ihn? Ich habe ihn geküsst.
10:25Ja, du hast ihn einmal geküsst. Und jetzt?
10:27Ist doch kein Ding.
10:29Ich meine, er tut so, als wäre nichts passiert.
10:32Was mache ich denn jetzt?
10:34Ich kann ihm doch nicht ständig aus dem Weg gehen.
10:36Mach dich nicht immer so verrückt.
10:38Erklär ihm doch einfach ganz entspannt, was Sache ist.
10:40Ganz entspannt?
10:41Ja.
10:42Sag ihm doch einfach, du...
10:44Du warst ein bisschen durch den Wind.
10:46Du brauchst unbedingt eine Wohnung.
10:47Und es hat dich alles total gestresst,
10:49dass du schon wieder eine Absage bekommen hast.
10:50Und dann war das in dem Moment eben so eine Übersprungsreaktion mit dem Kuss.
10:54Und er hat seit ihm getroffen. Fertig.
10:57Da muss er sich ja echt vorkommen wie der letzte Loser.
11:01Danke für das Gespräch.
11:02Das hilft mir alles wirklich sehr.
11:07Gerne.
11:14Lassen Sie die Haut dran.
11:22Ich frage mich die ganze Zeit,
11:25ob Sie vielleicht ein Schlafproblem haben.
11:31Seit ungefähr zwei Wochen.
11:34Und was nehmen Sie?
11:37Nichts?
11:40Ähm, was waren Sie noch mal von Beruf?
11:43Das höre ich heute schon zum zweiten Mal.
11:46Ich glaube nicht, dass ich schon Tabletten brauche.
11:48Ja, verstehe.
11:49Ah ja.
11:51Fencheltee und warme Umschläge.
11:54Jetzt fangen Sie nicht wieder mit Dr. Globuli an.
11:57Der ist gut.
12:00War der damals von mir?
12:04Aber im Ernst.
12:05Nehmen Sie was, damit Sie mal wieder eine Nacht durchschlafen.
12:09Sie wissen doch, die Belastung,
12:11die wir durch Verzicht auf ein Medikament unserem Körper zumuten,
12:14ist oft größer als die einer Tablette,
12:16die in Ihrer Nebenwirkung minimiert ist.
12:22Weise Worte.
12:23Ja.
12:24Und so einfach zu beherzigen.
12:36Im Ultraschall zeigte sich eine Veränderung der oberen Hohlvene.
12:40Eine chronische Verengung mit Einflussstau.
12:43Ach so.
12:44Damit laufe ich schon ewig rum.
12:46Als ich vor zehn Jahren Brustkrebs hatte,
12:49hatte ich einen Port.
12:49Und der hat zur Thrombose geführt.
12:53Wo Sie so unter Zeitdruck sind,
12:56diese Information hätte uns ein wenig Zeit erspart.
12:58Den Brustkrebs habe ich bei der Anamnese erwähnt.
13:03Wie wäre das?
13:04Sie bleiben ein bisschen.
13:06Wir setzen Ihnen den Herzschrittmacher.
13:08Und in ein paar Tagen, so in etwa eine Woche,
13:11dann können Sie wieder übers Tanzparkett fegen.
13:14Aber genau diese Woche habe ich nicht.
13:17In zwei Wochen laufen bei einer meiner Klassen
13:20die Prüfungen zum bronzenden Tanzabzeichen.
13:24Wiener Walzer, Cha-Cha-Cha, Slowfox, Rumba.
13:31Frau Linz,
13:33auch wenn Sie bisher nur selten Beschwerden hatten,
13:36bei dem Befund kann sich die Situation
13:38von einem Moment auf den anderen völlig verändern.
13:42Was sehen wir dann?
13:45Die Rhythmusstörung, die Sie haben,
13:47birgt ein sehr hohes Risiko für weitere Komplikationen.
13:51Schwere Bradikadie, also ein extrem verlangsamter Herzschlag.
13:55Bis hin zum Herzstillstand.
13:58Frau Linz.
14:00Tja, Leben ist lebensgefährlich
14:03und führt meistens zum Tod.
14:05Hat mein Opa gesagt.
14:07Und der ist 97 geworden,
14:08falls Sie danach fragen wollten.
14:18Hallo.
14:19Hallo.
14:20Guten Tag, ich bin Herr Nowak.
14:22Schockbox 2, bitte.
14:23Sag mal,
14:25diese Frau Linz,
14:26steigt die da draußen gerade locker flockig in ein Taxi?
14:29Freut mich, wenn es ihr wieder gut geht.
14:30Das ist nicht der Punkt, Benno.
14:32Was hier?
14:32Ja, ich weiß.
14:34Ich habe gerade Ihre Akte gelesen.
14:36Bei dem Befund braucht sie sofort einen Schrittmacher.
14:38Habe ich ihr auch genauso gesagt.
14:39Mit allem drum und dran.
14:41Also in Tromsö läufst du Sturm gegen Belegschaft und Leitung,
14:44weil sie die Patienten zu früh entlassen.
14:46Und hier lässt du sie einfach gehen.
14:48Ich habe ihr alle denkbaren Komplikationen erläutert.
14:50Und erklärt, wann sie den Rettungsdienst rufen muss.
14:52Verdammt nochmal, Benno.
14:54Ich kann sie ja nicht gegen ihren Willen festhalten.
14:56Entlassung gegen ärztlichen Rat.
15:00Und ich müsste dann auch.
15:11Und Sophie meinte,
15:12dass ein Austausch ja für sie nicht in Frage kommt,
15:13weil es jetzt so gut mit Stefan läuft.
15:15Also an deiner Stelle würde ich sofort für ein Jahr irgendwo hingehen.
15:18Denke ich manchmal auch.
15:19Die können es ja kaum erwarten.
15:20Ich dachte, ihr gefällt es euch.
15:25Und wie war dein WG-Casting?
15:27Das wusste weiter.
15:33Und was ist mit dir?
15:36Was?
15:37Wenn deine Tochter für ein Jahr ins Ausland gehen würde.
15:40Wann denn?
15:42Ich habe mal eine Frage.
15:44Hatte eine von euch schon mal mit dem neuen Herz-Jerom zu tun?
15:50Ich?
15:52Und?
15:54Er kann gut mit Patienten.
15:55Für den Arzt schon mal nicht schlecht.
15:57Wir hatten einen in der Notaufnahme und Dr. Böhm konnte gar nicht mit ihr.
16:01Er schon.
16:03Frau Linz, Tanzschule in Leipzig, sehr 300 vor Christi.
16:06Tanzschule Linz.
16:08Schillerweg.
16:09Sag jetzt bitte nicht, dass du an der Schule warst.
16:11Ja, mit 16.
16:13Was denn daran komisch?
16:15Was hast du gelernt?
16:17Was damals so aktuell war.
16:19Die Bauern-Tänze der Reformation, was sonst?
16:22Mich hat er ja auch schon mal mit einer Tanzeinlage überrascht.
16:25Positiv überrascht?
16:26Ja.
16:26Papa tanzt?
16:30Was ist denn nun mit dem neuen Herrn Nowak?
16:34Ganz gut, glaube ich.
16:38Machst du dir noch Gedanken gegen die OP?
16:42Wieso?
16:42Was war denn da?
16:43Ist kein Ambro-Thema.
16:46Vielleicht jetzt, du siehst ein bisschen fertig aus.
16:48Oh, das ist doch kein Wunder.
16:49Ich bin müde.
16:51Letzte Nacht wieder mal schlecht geschlafen.
16:53Dann klappt das heute Nacht besser.
16:55Hm.
16:56Das stimmt.
17:00Wir sollen unseren Teller abräumen.
17:19Herr Nowak, suchen Sie was?
17:23Sie.
17:25Beziehungsweise, in welche Richtung war noch mal das Schwesternzimmer?
17:29Ich bringe Sie hin.
17:30In einer Woche finden Sie Ihren Weg hier blind.
17:32Wunderbar.
17:34Wenn jetzt noch die Patienten aufhören, mir davon zu laufen?
17:37Ja, ist ärgerlich, wenn Patienten sich selbst entlassen, aber das kommt vor.
17:42Wie beim Basketball.
17:44Manchmal braucht es einen Fehlwurf, damit der nächste sitzt.
17:48Kann sein.
17:50Kommen Sie.
17:53Wie viele Fehlwürfe, meinen Sie, können Sie sich hier noch erlauben?
17:58Kleiner Tipp.
18:00Bei einem Zauber des Neuanfangs vergessen Sie Ihre Vorgesetzten nicht.
18:03Habe ich nicht vor.
18:05Dann sollten Sie das Frau Marquardt auch mal sagen.
18:09Oh nein.
18:11Oh doch.
18:13Wir sind übrigens da.
18:16Schönen Abend noch.
18:20Ihnen auch.
18:46Kannst du immer noch nicht schlafen?
18:49Sieht ganz so aus.
18:54Also nach dem Tag in der Klinik und der heutigen Schicht zu Hause, müsstest du schlafen wie ein Baby.
19:01Das halte ich eigentlich.
19:04Kann ich aber nicht.
19:08Mama, ich hole dir mal eine Schlaftablette, okay?
19:12Mama, dann wäre ich im Haus.
19:15Ich gucke mal im Bad.
19:16Ach, geh du schlafen.
19:18Ich kann selber nachsehen.
19:21Ich wollte sowieso noch was trinken.
19:2926 Senkrecht, größtes Land, säugetier in Europa, Wiesent.
19:37Stimmt.
19:38Woher weißt du sowas?
20:03Mama?
20:07Mama?
20:08Mama?
20:12Guten Morgen.
20:13Hallo.
20:17Ich hab geschlafen.
20:20Verschlafen.
20:21Ich muss mich um Wilma kommen.
20:23Tut mir leid.
20:24Samira ist schon dabei.
20:25Wie spät ist es denn?
20:2720 nach 8.
20:2820 nach?
20:30Roland?
20:31Ist mit dieser weg.
20:33Der kann mich doch nicht einfach hier so liegen lassen.
20:36Sie hatten Mitleid mit dir.
20:37Und wieso bist du nicht in der Schule?
20:39Mathe fällt aus.
20:40Ich hab erst zur zweiten.
20:41Schon wieder.
20:42Ausfall.
20:43Ich muss los.
20:45Kannst du mich mit dem Auto mitnehmen?
20:46Du, du, ich fahr mit dem Fahrrad.
20:47Da bin ich schneller.
20:50Ich hab dir einen Kaffee gemacht.
20:51Steht auf dem Tisch.
20:52Danke.
20:59Das war jetzt mein erster Dienst.
21:01Und, äh, ey.
21:04Lieb eigentlich ganz gut.
21:06Bei dir?
21:07Wie geht's dir mein Schatz?
21:09Melde dich doch mal, Sandra.
21:13Oh, was war das denn?
21:16Ach, tut mir leid.
21:19Alles in Ordnung bei Ihnen?
21:21Ja, ja, alles okay.
21:24Ihre Handgelenke gestaucht?
21:26Nee, alles gut.
21:27Können Sie aufstehen?
21:28Können Sie das bitte mal lassen?
21:31Ei.
21:32Was ist mit Ihrem Knie?
21:35Ich bin hier Arzt.
21:37Trifft sich gut, die Knieärzte.
21:38Sind Sie eine Kollegin?
21:40Oh, das ist ja mal eine ungewöhnliche Form des Kennenlernens.
21:45Mensch, wie geht's denn?
21:47Ja, ja.
21:48Also, Herrn Nowak wollte ich ja gestern eigentlich rumführen.
21:50Aber ich meine, so geht's anscheinend auch.
21:54Danke.
22:02Benno Nowak.
22:03Katrin, glaube ich, schön.
22:11Das sollten wir uns gleich mal ansehen.
22:13Nicht Sie.
22:15Unser Unfallchirurg.
22:21Frau Linz, 59.
22:22Schwindel, Luftnot, Präsentope.
22:25Sie ist mir bekannt, danke.
22:27Guten Morgen.
22:29Da bin ich wieder.
22:31Anscheinend hat Herr Nowak auch recht mit allem,
22:33was er gestern gesagt hat.
22:34Außer, dass ich noch lebe.
22:36Das ging aber schnell.
22:39Guten Morgen.
22:40Frau Linz, Status Idem.
22:46Auf drei, eins, zwei, drei.
22:50Tut mir leid.
22:51Wir werden wohl die Diagnostik wiederholen müssen,
22:53um dann die Schrittmacher-Implantation zu planen.
22:56Ich möchte das mit Herrn Nowak besprechen.
22:59Gut, ich frage nach, ob er noch im Hause ist.
23:02Meine Kollegin wird bis dahin die Untersuchung überlegen.
23:04Ach, das hatten wir doch alles gestern erst.
23:10Ihr Zustand hat sich verschlechtert.
23:13Verstehen Sie das?
23:15Sie brauchen nicht mit mir zu reden, als wenn ich senil wäre.
23:18Ich will trotzdem auf Herrn Nowak warten.
23:21Ja, das können Sie.
23:22Uns läuft ja aber gerade ein bisschen die Zeit weg.
23:26So, Sie kennen das ja, ne?
23:28Achtung, Hand.
23:39Okay.
23:41Danke für Ihre Anteilnahme, aber wir kommen hier ganz gut zurecht.
23:45Könnte eine Mittelfußfraktur sein.
23:48Ach, danke, dass Sie das sagen, Herr Kollege.
23:51Wir röntgen erst mal.
23:52Klar, und was ist mit ihm?
23:55Was soll mit ihm sein?
23:56Seine Kniescheibe.
23:59Was ist mit meiner Kniescheibe?
24:00Sollten Sie sich mal ansehen, er rumpelt.
24:03Ach so, dann sehen wir uns das mal an.
24:06Nehmen Sie Platz und ziehen Sie die Hose aus.
24:11Schön, dass Sie wieder da sind, Herr Kollege.
24:15Danke.
24:25Guten Morgen.
24:27Morgen.
24:28Was ist dir denn passiert?
24:30Kleiner Unfall.
24:32Geht's trotzdem?
24:33Ein Glück, operier ich mit den Händen, nicht mit dem Knie.
24:37Frau Linz ist eingeliefert worden.
24:38Ja, diesmal hat sie sogar selbst den Notarzt gerufen.
24:42Gut, dass du noch da bist.
24:44Frau Schroth wiederholt gerade die Nötigen und das im Hohen.
24:47Macht sie ganz gut, oder?
24:49Du kommst klar mit ihr.
24:51Warum nicht?
24:54Warum fragst du?
24:56Ich habe einfach den Eindruck, dass sie in deiner Gegenwart ein bisschen angespannt ist.
25:01Überforderst du sie?
25:04Keine Sorge.
25:05Du bekommst sie heil wieder zurück.
25:09Oh, Herr Nowak.
25:12Guten Morgen.
25:16Siehst du das hier?
25:19Ja.
25:20Was sehe ich?
25:21AV-Block dritten Grades.
25:24Tamersatzrhythmus von 28.
25:25Eine Brady-Arythemie.
25:27Eine schwere Rhythmusstörung.
25:29Ja.
25:30Das liegt bei uns in der Familie.
25:32Trotzdem glaube ich, dass kein Weg am Herzschrittmacher vorbeiführt.
25:34Gibt es keine Medikamente dagegen?
25:36Mein Opa ist fast 100 geworden.
25:39Mit Herztropfen.
25:40Mit Tropfen kommen wir da nicht sehr weit.
25:50Na gut.
25:53Was tun Sie, wenn Sie sich beruhigen wollen?
25:56Na kommen Sie schon, jeder steht doch mal neben sich.
25:59Und dann hat man bestimmte Strategien.
26:02Ach so.
26:02Hat man die, ja?
26:04Also, ich habe keine Zeit für sowas.
26:06Ich leite einen Betrieb.
26:07Aber manchmal fühlt man sich doch einfach nicht wohl.
26:10Was machen Sie dann?
26:11Was ich seit meinem dritten Lebensjahr mache.
26:14Ich tanze.
26:17Ja.
26:18Ja wunderbar.
26:20Dann tanzen wir beide jetzt.
26:22Hat er was getrunken?
26:23Tanzen reguliert den Herzrhythmus.
26:25Und da Sie jetzt gerade einen Sinusrhythmus haben, sollten wir es wagen.
26:33Darf ich bitten?
26:37Sie bringen mir bei, wie man einen Walzer tanzt.
26:40Und ich lege Ihnen den Herzschrittmacher.
26:44schat, schat, schat, schat.
26:50Und jetzt.
26:51Rechts zurück.
26:52Eins, zwei.
26:54Schat, schat, schat.
26:55Und links vor.
26:56Eins, zwei.
26:58Und schat, schat, schat.
27:00Eins.
27:02Oh.
27:02Entschuldigung.
27:03Schat, schat, schat, schat, schat, schat.
27:05Und ab.
27:06Das war mein Fuß.
27:07Entschuldigung, ich bin nicht ganz in Form.
27:09Ich hatte einen kleinen Unfall.
27:10Sie haben kein Taktgefühl.
27:11Versuchen wir es nochmal.
27:13Und schat, schat, schat.
27:15Und etwas mehr Hüfte.
27:16Eins, zwei.
27:18Schat, schat, schat.
27:20Jetzt war ich falsch.
27:21Jetzt war es.
27:22Nochmal.
27:22Schat, schat, schat.
27:24Nicht schlecht.
27:28Schat, schat, schat.
27:32So, so, so.
27:34Schat, schat, schat.
27:36Ja, das wird.
27:38Langsam, langsam.
27:42Was ist denn passiert?
27:44Doch, darf man sagen, du musst operiert werden?
27:47Mittelfußfraktur.
27:49Desloziert.
27:51Bist du gestürzt?
27:53Einer Fahrradunfall.
27:54Ich habe den neuen Kollegen über den Haufen gefahren.
27:57Das steht ja auch im Weg rum.
28:00Lag nicht an ihm.
28:02Ich war unkonzentriert.
28:04Roland, ich bin einfach durch.
28:07Jetzt muss er aufhören.
28:08Was?
28:09Du bist völlig erschöpft.
28:10Wir müssen das besprechen, alle zusammen.
28:13Es geht nicht, dass die ganze Arbeit im Haus an dir hängen bleibt.
28:19Das wird sich ab sofort ändern.
28:22Bis später.
28:26Sprachs und alles blieb beim Alten.
28:38Irgendwelche Fragen?
28:40Hätte ich echt nicht gedacht, dass sie mit dir tanzt.
28:45Wenn sie Akrobatin gewesen wäre, hätte es schlecht ausgesehen für mich.
28:52Anspülen?
28:54So, wie sie gestern und heute drauf war?
28:56Das war reine Angst.
28:59Hätte ich am Anfang nicht mitgerechnet.
29:01Und ich glaube, Dr. Böhm auch nicht.
29:05Die hatte genug mit sich selbst zu tun.
29:08Was meinst du?
29:11Frau Linz ist Lucia Böhm.
29:14In 20 Jahren.
29:16So redest du Gott, Dr. Böhm?
29:18Ja, würde ich auch direkt vor ihr sagen.
29:22Lucia kann das ab.
29:24Ich schiebe jetzt den Schrittmacher hoch.
29:25Katheter, bitte.
29:36Na dann.
29:42A-V-Block. Frequenz bei 35.
29:45Okay.
29:46Sie bekommt 0,5 Milligramm Atropin.
29:50Wir sind über der Zeit.
29:52Es dauert länger als erwartet.
29:55Ist drin.
29:57Na dann.
30:05Frequenz fällt weiter.
30:12Vielleicht braucht es ja ein Adrenalinperfusor.
30:17Dann machen wir das so.
30:26Liegt doch eigentlich ganz gut, oder?
30:29Total.
30:32Von mir aus kannst du auch öfter dabei sein.
30:36Echt?
30:37Klar.
30:39Wir sind ein ganz gutes Team.
30:42Mhm.
30:58Mama.
31:04Hey.
31:04Ronald hat mir geschrieben.
31:08Ach, mein Schatz.
31:10Musst du nicht in der Schule sein?
31:12Ich bin direkt hierher gekommen.
31:17Damit bist du jetzt erst mal eine Weile weg vom Fenster.
31:20Aber schön, dass du da bist.
31:21Du musst ein bisschen was für mich übernehmen zu Hause.
31:24Also, es sind zwei Maschinen zu waschen.
31:26Und der Einkauf.
31:27Ich weiß, es ist ein bisschen viel, aber ich habe bis letzte Woche auch ohne Auto geschafft.
31:31Der Einkaufszettel, der liegt auf dem Tresen, ja?
31:33Und ich habe vergessen, Badreiniger draufzuschreiben.
31:35Und die Rasierklingen für Roland.
31:36Und bei der Babynahrung musst du einfach mal gucken, was die Samira da so nimmt.
31:39Ich esse keine Babynahrung.
31:40Ach was.
31:42Und ich habe auch kein Baby.
31:43Und die Windeln in der Wäsche sind auch nicht meine.
31:46Ja, Hannah, aber du wirst doch wohl mal Jakob und Samira ein bisschen unterstützen können.
31:50Den beiden geht's gut.
31:51Sie haben ein Kind, nicht fünf.
31:53Und Jakob kommt bald aus der Reha zurück.
31:56Aber Roland, der lässt immer sein Zeug überall liegen.
31:58Der kann mal was machen.
31:59Genauso wie Lisa.
32:00Du, die hat ein bisschen mehr um die Ohren als du.
32:03Die fährt hier drei Schichten.
32:04Augen auf bei der Berufswahl.
32:06Ich hätte nicht gedacht, dass ich dich so egoistisch erzogen habe.
32:09Wirklich.
32:10Du hast mich erzogen?
32:11Man soll das denn bewiesen sein.
32:17Wenn jeder seinen Teil beiträgt, dann klappt das auch alles mit eurer romantischen Familien-WG.
32:21Ja, genau. Roland hat vorhin auch gesagt, es muss sich jetzt wirklich mal was ändern.
32:26Träum weiter.
32:28Ich muss jetzt Schularbeiten machen.
32:30Dann kann ich auch bald in drei Schichten arbeiten.
32:32Gute Besserung.
32:39Dankeschön.
32:39Schönen Tag noch.
32:40Rechtfalls.
32:45Bogen Kaffee. Danke.
32:47Nicht für dich.
32:49Du noch mal wegen gestern.
32:50Es tut mir leid, dass ich dir nicht helfen konnte.
32:52Alles gut.
32:55Das heißt, was ist dein Plan?
32:57Du gehst jetzt zu ihm und sagst ihm, dass der Kuss und so, dass es eine Übersprungsreaktion war und das
33:03war's?
33:05Vielleicht ist da ja auch mehr.
33:09Wie mehr?
33:10Genau, das kläre ich jetzt.
33:38Ich wollte mal nach Ihnen sehen.
33:41Ihr kleiner Unfall ist Klinikgespräch.
33:47Geht's Ihnen nicht gut?
33:48Brauchen Sie was gegen die Schmerzen?
33:51Meine Tochter war nur da.
33:55Sie ist jetzt...
33:57Siebzehn.
33:59Siebzehn?
34:00Sehr niedliches Alter.
34:03Solange Sie Ihren Humor noch haben.
34:06Den brauche ich auch.
34:09In so einer, wie haben Sie es doch gesagt?
34:12Wohnkonstellation.
34:13Die Gesamtlage, die sich aus dem Zusammentreffen besonderer Umstände und Verhältnisse ergibt.
34:21In meiner Euphorie habe ich gar nicht gemerkt, dass Hannah diese Gesamtlage irgendwie ganz anders sieht, als mein Mann und
34:29ich.
34:30Das wundert mich nicht.
34:33Sie hat überhaupt keinen Gemeinschaftssinn.
34:37Sie macht nur die Dinge, die sie selbst betreffen, alles andere.
34:41Wenn das jeder so machen würde, dann...
34:44Ja, dann würden Sie möglicherweise nicht hier liegen.
34:50In Hannas Generation nennt man das übrigens Selbstfürsorge.
34:56Zu meiner Zeit hat man noch Egoismus dazu gesagt.
35:01Wer kümmert sich dann um die Töpfe und Pfannen?
35:04Tja.
35:05Ja, also ich jedenfalls nicht.
35:14Ich bin mir sicher, Sie machen das.
35:16Auf jeden Fall.
35:17Gute Besserung.
35:18Danke.
35:19Wiedersehen.
35:23Sie wollen mir jetzt aber bitte nicht sagen, dass Sie schon wieder arbeiten.
35:26Das ist wichtig.
35:27Meine Mitarbeiterin führt meine Klasse zum Tanzabzeichen.
35:31Ah, sehen Sie.
35:34Ich gehe jetzt auf die 60 zu.
35:37Das kleine Intermezzo hier ist mir eine Lehre.
35:41Der Schrittmacher sitzt.
35:43Und aller Erfahrung nach wird es Ihnen damit bedeutend besser gehen, wenn Sie in Bewegung bleiben.
35:49Das meine ich nicht.
35:51Ich sollte mich jetzt langsam mal um meine Nachfolge kümmern.
35:55Ich meine, bisher waren wir ein Familienbetrieb.
35:58Da ging das mehr oder weniger reibungslos.
36:01Keine tanzaffinen Kinder in den Startlöchern?
36:04Tochter, ja.
36:06Tanzaffin, ja.
36:08Aber Mathematikerin in Rostock.
36:14Ich wollte mich noch bei Ihnen entschuldigen.
36:18Das mit dem Tanzen vor der Operation, das war medizinisch gesehen nicht unbedingt angeraten.
36:26Ich dachte nur, dass es Sie vielleicht beruhigt.
36:31Sie haben eine sehr gute Menschenkenntnis.
36:34Wenn Sie doch nur halb so gut tanzen könnten.
36:37Hey, wissen Sie was?
36:39Solange ich den Laden noch leite, lade ich Sie ein, bei uns einen Kurs zu besuchen.
36:43Oh nein.
36:44Danke, aber kein Bedarf.
36:48Sie können Ihre Frau mitbringen.
36:50Ja, das könnte schwierig werden.
36:52Sie können auch mit Ihrem Mann kommen.
36:55Ich sehe dann später noch mal nach Ihnen.
36:58Okay.
37:15Hey.
37:25Oh, für mich?
37:27Ist ein Dankeschön für heute.
37:29Für alles.
37:31Mit Milch, ohne Milch.
37:33Was haben wir denn?
37:35Beides.
37:36Wie trinkst du ihn?
37:37Leidenschaftslos.
37:39Dann gern den mit Milch.
37:41Danke.
37:49Du hast übrigens recht.
37:51Wir sind ein gutes Team.
37:55Ob es ein Bett ist, das wir reparieren, oder ein Herz.
38:02Ja, aber schon ein bisschen länger unterwegs, ne?
38:03Ist das schon kalt?
38:04Soll ich dir einen neuen holen?
38:05Nein, nein, Quatsch.
38:06Alles gut.
38:06Alles gut.
38:07Ich habe meinen Kaffee-Kontingent für heute sowieso schon aufgebraucht.
38:11Aber danke trotzdem.
38:17Wir können ja mal zusammen Kaffee trinken gehen.
38:19Machen wir doch grad.
38:21Außerhalb der Klinik, also eher privat.
38:24Also, für ein Kaffeetreffen, klar, warum nicht?
38:30Außer Dr. Böhm kenne ich ja noch niemanden so richtig.
38:34Ich könnte dir Leipzig zeigen.
38:38Naja, also, im Moment habe ich noch ziemlich viel um die Ohren.
38:41Ich habe zwar jetzt das WG-Zimmer, aber vielleicht brauche ich demnächst auch eine richtige Wohnung.
38:48Meine Frau ist noch in Norwegen.
38:50Sie ist auch Ärztin.
38:53Eigentlich muss ich hier erstmal einen Job für Sie suchen.
38:55Oder sie müsste das machen.
38:57Aber ich kann ja schon mal spionieren, was hier so frei ist.
39:01Dann müssen wir noch den Umzug planen und...
39:04Klingt nach viel Arbeit.
39:08Oh, das ist Chris.
39:09Er sollte mir Bescheid geben, wenn ich gebraucht werde.
39:10Bis dann.
39:12Bis dann.
39:16Sag was zu mir.
39:18Äh, was denn?
39:18Sprich mit mir.
39:20Worüber?
39:20Ich habe ihm gesagt, du holst mich, wenn ich gebraucht werde.
39:23Das ist jetzt...
39:23Findest du nicht, dass das langsam ein bisschen schräg wird oder nicht?
39:26Zeig jetzt in Richtung Notaufnahme.
39:27Los, bitte.
39:32Und wie war's?
39:33Scheiße.
39:33Er hat eine Frau, sie ist in Norwegen, Ärztin und er will sie bald nachholen.
39:37Und jetzt?
39:39Na, und ich stehe da wie die letzte Idiotin.
39:44Aber es war total mutig von dir.
39:49Echt?
39:49Mhm.
39:55Der ist schon kalt.
40:02Frau Markwart.
40:03Zu Ihnen wollte ich gerade.
40:05Los, Sie sind aber doch ganz gut zu Fuß.
40:07Ja, geht so.
40:09Im Gegensatz zu Frau Dr. Globisch.
40:11Das Kennenlernen lief für Sie nicht so glimpflich ab.
40:13Ich war gerade bei ihr.
40:14Mach ich nachher auch noch.
40:16Apropos Kennenlernen.
40:17Ich wollte mich noch mal bei Ihnen entschuldigen wegen gestern Nachmittag.
40:21Wir waren ja eigentlich verabredet im Ärztezimmer und ich bin dann direkt in die Notaufnahme gerannt.
40:24Das zeigt ein gewisses Engagement.
40:27Tut mir leid, wenn Sie umsonst gewartet haben.
40:29Ach, alles gut.
40:30Sie scheinen ja recht kontaktfreudig zu sein.
40:33Ich hoffe, dass das weitere Kennenlernen nicht noch zu mehr Personenschaden führt.
40:37Ich gebe mir Mühe.
40:39Und trotzdem als kleine Wiedergutmachung ganz frisch vom Konditor um die Ecke.
40:44Ach, nein, danke.
40:48Obwohl, das ist wirklich sehr nett von Ihnen.
40:51Vielen Dank.
40:53Wir sehen uns.
40:58Wir sehen uns.
41:28Ich möchte meine Frau nicht wecken, würden Sie die in eine Vase tun und Sie ihr nachher ja bringen.
41:32Das wäre nett.
41:32Sehr gern.
41:37Nein, Sie können da nicht rein.
41:39Meine Frau schläft.
41:41Ach so.
41:43Ach, Herr Kollege, Sie sind der Unfallgegner.
41:48Wenn doch nur ein Wack.
41:49Einmal.
41:51Tut mir wirklich leid.
41:53Trotzdem willkommen an Bord.
41:55Lisa, meine Tochter, hat mir auch schon von Ihnen erzählt.
41:59Ach ja.
42:00Bis später.
42:18Hey, Sandra.
42:20Oh, voll schön, dass du rangehst.
42:22Geht's gut?
42:23Passt grad?
42:25Ach, bei mir alles fein.
42:27Ich, äh, wollte mich nochmal wieder melden.
42:32Ah, okay, versteh.
42:33Ähm, nee, dann hör zu.
42:34Ich, ich weiß, du bist da anderer Meinung.
42:38Aber ich glaub, es war die richtige Entscheidung.
42:42Ja, die Klinik ist super.
42:43Die Kollegen auch.
42:44Und wenn du jetzt noch hier wärst, dann...
42:49Ja, ich vermiss dich auch.
42:53Alles klar, mein Schatz, dann...
42:56Dann wünsche ich dir noch viel Spaß, mein Schatz.
42:59Bis dann.
43:00Ciao.
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