- vor 16 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:43Mein Kai, es tut mir sehr leid, dass ich nichts gesagt habe.
00:48Das muss dir egoistisch vorkommen, aber ich wollte nur mit dir und Emil noch im Augenblick leben, weißt du?
01:00Noch mal ganz offen durchs Leben gehen und mich noch mal überraschen lassen von dem, was wir am Wegesrand finden
01:07können.
01:08Ich möchte, dass du weißt, dass ich das nicht leichtfertig entschieden habe. Ich habe es für uns gemacht.
01:16Ich möchte, dass du weißt, dass ich bei dir sein werde. Für immer. Oder zumindest solange du mich lässt.
01:39Augen zu und Mund auf.
01:49Mh, lecker. Und Brombeere.
01:51Ja, selbst gepflückt.
01:52Wirklich?
01:53Ja.
01:54Hast du dir gemerkt, wo?
01:55Ja, natürlich.
01:56Und kürzlich.
01:57Und wollen wir dann auch welche pflücken gehen mit Emil zusammen?
02:00Unbedingt. Am besten gleich morgen, oder? Sonst sind die doch alle weg.
02:03Ja, das müssen wir auch bei meinem Dienstplan diese Woche. Holst du dann Emil aufs Dracita ab?
02:08Klar.
02:10Gut.
02:13Hey.
02:15Was macht denn der USB-Stick hier?
02:17Das ist meine. Muss aus der Hose gefallen sein.
02:20Okay.
02:21Ich bin ja gleich fertig. Du kannst ins Bad.
02:23Ja.
02:23Ja, gut.
02:30Hier geht's mit dem Thema.
02:34Ja, gut.
02:35Wirklich?
02:39Ja genau.
02:39Dann fürs Glanz, wir leben!
02:39Das ist kein Jahr!
02:45Gebirgisch.
02:48Tschüss.
02:49Wenn uns das quer.
02:49Da geht's!
02:50Da geht's!
02:50Da geht's!
02:50Da geht's!
02:50Da geht's!
02:51Da geht's!
02:51Wirklich?
02:52Die Leute haben!
02:52Da geht's!
02:57Geht´s dir gut?
03:00Es war großartig.
03:04Genauso, wie es mir vorgestellt habe.
03:07Ach, viel besser.
03:08Schön. Ich wünschte, ich könnte dasselbe sagen.
03:11Was ist schlimm.
03:13Du kannst dir Sorgen machen, wenn wir tot sind.
03:16Aber gut ist das nicht für das Herz. Das ist eine Aufregung.
03:19Alles, was Spaß macht, ist gut fürs Herz.
03:23Danke.
03:24Kann man dann losgehen?
03:27Elsa!
03:30Elsa!
03:33Elsa!
03:45Hi.
03:46Elsa Schwarz, 72. Kurzzeitige Synkope nach einem Faschumsprung.
03:50Kann das was mit dem Sprung zu tun haben?
03:53Körperliche Anstrengungen können Kreislaufprobleme begünstigen.
03:56Siehst du, hoffentlich kommst du jetzt zur Vernunft.
03:59Laut Notarzt, initial orientiert, stabiler Blutdruck, keine kardiovaskulären Vorerkrankungen.
04:05Wir machen eine vollständige Synkopenabklärung, Aufnahmelabor und EKG.
04:10Max, hast du kurz Zeit?
04:12Mein Kollege zeigt Ihnen, wo Sie warten können.
04:15Und mach dir keine Sorgen.
04:18So, auf drei, eins, zwei, drei.
04:23Ist Ihnen sowas schon mal passiert?
04:26Bei anderen Beschwerden?
04:28Zum Glück nicht.
04:29Ich genieße meine Lebenszeit.
04:32Ja.
04:33Schwindel, Kopfschmerzen, Herzstolper?
04:35Ja, Kopfschmerzen ab und zu.
04:37Aber ich trinke auch zu wenig.
04:40Sagt zumindest mein Mann.
04:44Dann warten wir jetzt mal die Befunde ab und dann sehen wir weiter, ja?
04:47Aha.
04:51Schön, dass Sie die Zeit zusammen genießen können.
04:55Mein Mann kann das nicht so richtig genießen.
04:57Der hat immer eine Hand am Regenschirm.
05:15Magwart?
05:18Ah, ja, hallo.
05:21Ja, ja, der Fototermin, der ist ja nächsten Monat am 17.
05:27Morgen.
05:29Ähm, ja.
05:31Ein Model?
05:33Nein, das ist überhaupt kein Problem.
05:35Genau.
05:36Ja, ich freue mich auch.
05:37Ja, bis morgen dann.
05:42Wo kriege ich denn jetzt ein Fotomodel her?
05:45Frau Ritter?
05:46Ja?
05:47Wir machen ja morgen die neue Webseite, weil die alten Lizenzen ausgelaufen sind.
05:50Und jetzt brauche ich jemanden, der die Sachsenklinik repräsentiert.
05:55Vielleicht jemanden aus dem Team?
05:57Oh.
05:58Am besten jemand, der schon lange dabei ist und mit der Klinik durch dick und dünn gegangen ist.
06:04Ja, fällt Ihnen da jemand ein?
06:07Naja.
06:08Mir auch nicht.
06:21Wie geht's meiner Frau?
06:23Auf das Labor warten wir noch. Das EKG ist soweit in Ordnung.
06:27Außerdem gibt es auch keine Anzeichen eines Infarkts oder Herzrhythmusstörungen.
06:30Sehr gut.
06:33Aber, hätten Sie kurz einen Moment?
06:36Ja, natürlich.
06:38Meine Frau geht Fallschirmspringen.
06:40Wir sind über 70.
06:42Letztens musste ich sie davor zurückhalten, einen Motorradführerschein zu machen.
06:46Sie isst Rührei.
06:49Ja.
06:50Dabei hat sie ihr Ei immer weichgekocht gegessen. Sechseinhalb Minuten. Wir beide. Ein Leben lang.
06:56Sie ist doch viel lauter geworden. Spontaner. Ganz anders halt.
07:01Also Sie meinen, Ihre Frau sei wesensverändert?
07:04Ja. Ja, ja, ja.
07:06Und seit wann ist das so?
07:09Das, äh, ungefähr seit Ihrem Geburtstag ging das los so vor drei Monaten.
07:13Sie kennen meine Elsa nicht. Ich kenne meine Frau seit über 44 Jahren.
07:18Könnte es nicht eine medizinische Ursache für das alles geben?
07:22Herr Schwarz, dem werden wir auf den Grund gehen, ja?
07:24Ja.
07:25Gut.
07:34Und diesen Stick, den gibst du dann bitte Kai, wenn es soweit ist, ja?
07:38Da ist ein Video für ihn drauf und auch viele Sachen, die ich Emil noch sagen möchte.
07:45Maria, du stirbst.
07:48Wir sterben doch alle. Ich nur ein bisschen früher.
07:55Und du bist sicher, dass es so am besten ist?
07:57Wenn Kai es wüsste, dann hätten wir keinen einzigen unbeschwerten Moment mehr.
08:01Morgen zum Beispiel. Da wollen wir mit Emil Brombeeren pflücken gehen.
08:06Maria, hast du Philipp gesehen?
08:09Nein.
08:09Ähm, Dr. Brentano ist in seinem Büro, hat eine Videokonferenz, müsste aber gleich beendet sein.
08:14Oh, danke.
08:17Der, der gehört Eli.
08:18Ja, Verzeihung.
08:20Ja, das sind die Daten einer gemeinsamen Patientin.
08:22Ja, ja, schon gut.
08:24Bis dann.
08:26Bis dann.
08:30Danke.
08:34Was sagt das Labor?
08:36Das war in Ordnung.
08:38Der Ehemann gibt eine deutliche Wesensveränderung seiner Frau an.
08:42Inwiefern?
08:43Die Patientin ist wohl lauter, impulsiver, spontaner. Anders halt.
08:52Anders?
08:53Er klingt durchaus besorgt.
08:56Ein Schädel-Hirntraum einer jüngeren Vergangenheit vielleicht? Demenz? Stoffwechselstörung?
09:05Sie wollten nochmal über meinen OP-Katalog sprechen?
09:07Ja.
09:09Ich kann aber auch wann anders nochmal wiederkommen, wenn...
09:11Nein, nein, nein.
09:12Kommen Sie rein.
09:12Gut, dass Sie da sind.
09:15Dr. Demir könnte sich vielleicht die Akte deiner Patientin ansehen.
09:19Vor allem, was die neurologische Diagnostik angeht.
09:23Könnte ein interessanter Fall sein.
09:25Ich will mich aber nicht aufdrängen.
09:26Nein, schon gut.
09:27Ich schicke Ihnen die Akte.
09:31Ach, Kai, könntest du morgen Nachmittag für zwei Stunden die ETS für mich übernehmen?
09:35Na klar.
09:38Ach, äh...
09:39Es ist nur...
09:40Wenn es nicht geht, ich finde eine andere Lösung.
09:42Nein, nein, schon gut.
09:43Brombeeren gibt es auch noch im nächsten Jahr.
09:56So...
10:00Also, die bisherigen Untersuchungen, die waren unauffährlich.
10:05Ja, super.
10:07Das heißt, ich kann morgen gehen.
10:09Lecker.
10:10Nein, nein, das lässt sich jetzt noch nicht so genau sagen.
10:13Wissen Sie, ich hatte früher immer Angst vor diesen süßen Sünden.
10:17Schön blöd war ich.
10:19Angst?
10:20Ich habe mich nicht getraut, das zu essen.
10:22Ich dachte immer, das wäre eklig.
10:24Da wäre ich beinahe ganz um den Genuss gekommen.
10:28Sagen Sie, gibt es sonst noch was, was Sie sich jetzt trauen oder was Sie jetzt machen, was Sie vorher
10:34nicht gemacht haben?
10:35Außer Fallschirmspringen.
10:37Hat mein Mann etwa mit Ihnen gesprochen?
10:40Naja, er hat angedeutet, dass Sie ein bisschen...
10:44Dass Sie sich ein bisschen verändert haben, ja.
10:47Ist das schlimm?
10:48Nein, ganz und gar nicht.
10:50Das ist wahrscheinlich sogar gut.
10:52Mhm.
10:54Manchmal gibt es allerdings auch medizinische Ursachen für eine Wesensveränderung.
10:59Moment mal.
11:01Da macht mein Mann sich also doch völlig grundloser, oder?
11:05Das gilt es herauszufinden.
11:29Was kann ich für Sie tun?
11:32Sie hat doch bestimmt mal gemodelt, oder? In Ihrer Studentenzeit.
11:35Nein.
11:36Das hätte ich mir bei Ihnen aber sehr gut vorstellen können.
11:38Was ist los, Frau Marquardt?
11:40Morgen machen wir die neuen Fotos für die Webseite.
11:44Ah, und jetzt suchen Sie das Gesicht der Sachsenklinik?
11:46Genau. Und das wäre ja wohl viel besser, wenn das jemand aus der Belegschaft wäre und nicht so ein anonymes
11:51Model, also viel authentischer.
11:53Ja, und billiger.
11:55Darum geht es doch jetzt gar nicht. Was sagen Sie? Hätten Sie Lust?
12:01Für fünf zusätzliche Urlaubstage, ja.
12:04Aber das ist doch eine Ehre.
12:10Einen Urlaubstag.
12:12Nö, dafür nicht.
12:19Hallo.
12:20Hey.
12:26Ich habe die Akte von Frau Schwarz noch mal studiert.
12:30Ich habe Sie vorhin auch noch mal gründlich befragt. Und was schlagen Sie vor?
12:36Erweitertes Labor und gegebenenfalls ein CT?
12:39Das habe ich für morgen veranlasst.
12:50Dr. Hoffmann?
12:52Ja?
12:55Gehen Sie mit Maria Brombern pflücken.
13:00Wir geben solche Momente viel zu oft gleichfertig auf.
13:04Dabei ist es genau das, an das wir uns später mal erinnern.
13:07Haben Sie mir irgendwas zu sagen?
13:10Tut mir leid, ich...
13:12geht mich auch nichts an.
13:15Schönen Feierabend.
13:18Ebenso.
13:25Was schreibst du denn da?
13:29Das ist meine, was ich immer noch mal machen will, Liste.
13:33Da kommen alle Sachen drauf, die ich unbedingt noch erleben will, bevor ich abnippel.
13:40Und, komme ich da auch drauf vor? Auf deiner Liste?
13:44Die machen die frische Luft.
13:50Was hast du Dr. Hoffmann eigentlich über mich gesagt?
13:54Ach, nichts weiter.
13:56Weißt du, ich verstehe ja, dass du dir Sorgen machst.
14:00Aber warum kann ich nicht einfach die Sachen machen, die mir Spaß machen?
14:03Das kannst du doch.
14:05Aber wenn es immer nur darum geht, wenn du kaum noch an was anderes denkst...
14:10Ach, du übertreibst ja wieder maßlos.
14:12Tue ich nicht.
14:16Die Elsa, die ich vor 44 Jahren kennengelernt habe, wäre nie Fallschirm gesprungen.
14:22Ja. Die hätte sich vielleicht auch nie ein Tattoo stechen lassen.
14:28Oder glaubst du etwa, dass ich dich betrüge?
14:34Sollte ich?
14:35Unser Postbote ist schon ein ziemlicher Hingucker.
14:39Mach dich doch nicht über mich lustig.
14:41Ich verstehe nur nicht, was an all dem schlimm sein soll.
14:47Weißt du was? Ich habe eine Idee.
14:49Du schreibst auch eine Liste. Und da kommen dann deine Sachen drauf.
14:53Ich will einfach nur meine frühere Elsa wieder.
15:08Maria, ich würde gerne noch was mit dir besprechen.
15:23Maria?
16:01Es gibt keinen guten Zeitpunkt dafür. Aber jetzt ist besser als irgendwann.
16:06Sie haben das Recht, die Wahrheit zu erfahren. Und ich kann sie nicht länger für mich behalten.
16:13Es tut mir so leid.
16:15Eli.
16:18Maria?
16:19Ja.
16:22Hey.
16:23Ist Emil schon eingeschlafen?
16:24Ja, parallel zu dir.
16:28Oh, ich glaube, ich bin zu müde für einen Film. Tut mir leid.
16:32Kein Problem.
16:34Ich muss gleich ins Bett.
16:37Kommst du auch?
16:38Ja.
17:00Ja.
17:02Das ist richtig aus.
17:05Okay. Mach's gut, Jakob.
17:08Wie geht's ihm denn in der Reha?
17:10Ja.
17:11Du, er kommt mit dem Elbert ganz gut zurecht.
17:14Und zum Glück schläft Wilma viel, sodass Samira auch ein bisschen Kraft tanken kann.
17:18Aber jetzt verrat mir doch mal, was dich hierher treibt und was so dringend war, dass es nicht warten konnte,
17:23bis wir uns in der Klinik sehen.
17:25Naja, ich wollte ja mal sehen, wie ihr euch eingerichtet habt.
17:30Ist wirklich schön geworden.
17:32Mhm.
17:33Auch hier mit dem Kamin, das ist toll.
17:36Ja.
17:37Das Sofa ist auch neu, oder?
17:38Genau.
17:39Ja.
17:41Bequem.
17:44Du, mir ist ja was eingefallen.
17:47Du warst doch mal Leipzigerin des Jahres.
17:51Oh.
17:52Meine 15 Minuten Ruhm.
17:54Wollen wir da noch ein paar Minuten draufpacken?
17:56Ähm.
17:59Guck mal her, ich zeig dir was.
18:03Hier.
18:07Du als das Gesicht der Sachsen-Klinik.
18:11Ist das dein Ernst?
18:12Ja.
18:13Du wärst das perfekte Aushängeschild für unsere Webseite.
18:16Ich meine, du bist seit Jahren bei uns von der Klinik.
18:19Du hast schon so viel mit uns durchgestanden.
18:21Du, du hast Kämpfe an vorderster Front mitgekämpft.
18:25Ach, das machen doch andere auch.
18:27Ich meine, ich finde es nett, dass du an mich gedacht hast.
18:31Aber...
18:31Was ist mit Roland?
18:34Ich finde, bei einer modernen Klinik muss auch eine moderne Frau an der Spitze stehen.
18:38Also eine mit Sachverstand, aber auch eine, die eben Enthusiasmus und Freude ausstrahlt.
18:45Aber ich weiß nicht, ob das das Richtige für mich ist.
18:49Aber...
18:49Ich hätte deine Idee, wer das Gesicht der Sachsen-Klinik sein könnte.
18:53Ach, wirklich? Wer?
19:16Ja.
19:17Ja?
19:18Dr. Demir?
19:18Die Ergebnisse von Frau Schwarz sind da. Sollen wir kurz?
19:22Ja, ich bin im Ärzte zu machen.
19:35Dr. Demir?
19:40Dr. Demir?
19:41Was ist los?
19:48Sie haben meinen Richterhof. Es ist zu erfahren.
20:08Dr. Demir?
20:09Frau Schwarz, wie war Ihre Nacht?
20:12Dr. Demir?
20:12Dr. Demir?
20:13Dr. Demir?
20:15Oh nein, nein. Mir geht es gut. Ich habe nur irgendwie kein Auge zu gekriegt.
20:22Ich bin 72 Jahre alt, ja? Und springe aus dem Flugzeug.
20:26Ich meine, ich musste wohl völlig bescheuert sein. So kein Wunder, dass mein Mann aus allen Wolken fällt.
20:32Also, ich finde es sehr bewundernswert.
20:35Ich weiß nicht, ich wollte nie jemand werden, der sein Alter nicht akzeptiert.
20:40Seien Sie ehrlich, mache ich mich zum Deppen?
20:42Nein. Ich hoffe, ich bin in Ihrem Alter auch so unternehmungslustig.
20:47Ich fürchte, mein Mann hat doch recht.
20:51Frau Schwarz.
20:55Was? Was ist das?
21:12Ja. Ja, bin unterwegs.
21:19Na ja, und damit die Klinik überhaupt überleben konnte, habe ich ja damals an Roland die Klinikleitung übergeben.
21:26Und somit konnte auch der Thüringer Klinikverbund einsteigen.
21:29Ich erinnere mich. Und bist du nicht auch mal ohnmächtig auf einer Schiffsschaukel geworden?
21:34Weil du Spendengelder für die Kinderstation sammelst?
21:36Ja, stimmt.
21:42Und dann die ganzen Führungskämpfe mit Vera Bader.
21:45Oh, hast du da mit harten Bandagen gekämpft.
21:48Wollen Sie mir etwa vorwerfen, dass ich unfähig bin?
21:51Das habe ich nicht gesagt, aber wenn Sie sich angesprochen haben.
21:53Ja, aber das habe ich alles für uns gemacht.
21:57Meinst du wirklich, ich wäre die Richtige für das Foto der Webseite?
22:00Auf jeden Fall. Ohne dich gäbe es das Haus so vielleicht gar nicht mehr.
22:03Ach, hör doch auf.
22:04Ich muss.
22:12Eine Galaktorö. In Ihrem Alter.
22:16Ja, deswegen reden wir. Der Polaktinspiegel ist deutlich erhöht.
22:19Medikamente?
22:20Keine, die das akrieren würden.
22:22Keine Neurolektika, keine Hormonersatztherapie, keine Antihypertensiva.
22:27Ein endokrinaktiver Tumor der Hypophyse.
22:31Ist das Wahrscheinlichste, ja.
22:34Also?
22:36MRT.
22:39Ein Hypophysenadenom erklärt aber nicht die Wesensveränderung.
22:51Hallihallo.
22:53So gut gelaunt?
22:55Kaminski, ich habe Ihnen doch von diesem Fotoshooting erzählt.
23:00Haben Sie immer noch niemanden gefunden, der Ihnen sein Konterfeil leibt?
23:04Na ja, also wir wollen ja mit dieser Webseite sowohl Patienten wie auch medizinische Partner gleichermaßen ansprechen.
23:14Ja, ja.
23:15Und wer wäre dafür besser geeignet als ein langjähriger Begleiter oder Begleiterin?
23:24Wir würden damit sagen, dass wir eine Institution mit Werten sind.
23:29Ja.
23:30Und mit Blick in die Zukunft.
23:32Völlig richtig.
23:34Ja, und wer wäre dafür besser geeignet als ich?
23:38Was Sie?
23:41Also Kaminski, wenn ich mir Sie anschaue, da denke ich sofort an verrauchte Klinikflure.
23:48Ärzte mit unantastbarer Autorität, also so eine Medizin als männliche Dominanz im Krankenhaus.
23:54Was ich suche, ist jemanden, der Tradition und Moderne verbindet.
24:01Fortschrittlich, aber sensibel.
24:04Ich gehe in ein Krankenhaus, damit mir medizinisch geholfen wird.
24:08Nicht, weil ich jemanden suche, der mir eine Tabellenkalkulation erklärt.
24:15Also ich tue weit, weit mehr für diese Klinik.
24:19Seit wann?
24:24Elsa, deine Lieblingsblumen.
24:26Oh, schön.
24:28Danke.
24:29Ich muss ins MRT.
24:31Ach, haben Sie was gefunden?
24:33Ja.
24:34Herr Schwarz, wir haben eine Verdachtsdiagnose und die würden wir jetzt gerne mit der Bildgebung absichern.
24:41Wäre das für Sie in Ordnung, wenn ich Ihren Mann kurz auf den aktuellsten Stand bringe?
24:45Ja.
24:46Ich komme dann gleich nach.
24:50Wir vermuten, dass Ihre Frau einen hormonproduzierenden Tumor hat.
24:55Ein Prolaktinom, das die Milchproduktion anregt.
24:57Ach was?
24:59In den meisten Fällen ist es gut behandelbar.
25:02Also entweder medikamentös oder mit einer OP.
25:05Ist das also der Grund für Ihr Verhalten, für Ihre Wesensveränderung?
25:08Naja, die Veränderungen, die Sie an Ihrer Frau bemerkt haben, die wurden höchstwahrscheinlich nicht davon verursacht.
25:15Und was ist dann der Grund?
25:17Menschen ändern sich halt.
25:18Ja, aber doch nicht so einfach.
25:21Eine Vase ist im Schwesternzimmer, ja?
25:50Eine Vase ist im Schwesternzimmer, ja?
26:15Ja, es ist genau wie wir dachten.
26:18Ein Prolaktinom im Hyperfüsenvorderlappen, gut abgegrenzt.
26:23Ja, ich rede mit dir.
26:25Gut, danke.
26:27Gut, danke.
26:36Danke.
26:40Danke.
26:42Danke.
26:50Danke.
26:56Tschüss und alles Gute noch.
26:58Ja, gleichfalls.
27:06Dr. Hauptmann?
27:10Entschuldigen Sie.
27:13Schauen Sie, die Hypophyse, die sogenannte Hirnanhangstrüse, hier sehen Sie sie.
27:19Da?
27:20Ja, die steuert viele Hormone im Körper.
27:23Und dort ist ein kleiner Tumor gewachsen, der die Hormone, wenn man so will, durcheinanderbringt.
27:31Ein Gehirntumor also.
27:34Aha.
27:35Und deswegen die Kopfschmerzen, die Ohrenmacht.
27:39Er ist nur sehr klein.
27:41Wir würden erstmal mit einer medikamentösen Behandlung beginnen.
27:44Und sollten die neurologischen Symptome stärker werden, dann könnten wir immer noch über einen operativen Eingriff nachdenken.
28:14Mein Kai.
28:17Bitte sei mir nicht böse, wenn du dieses Video erst siehst, wenn ich nicht mehr da bin.
28:22Oder, naja, wenn es zu spät ist.
28:27Ich beobachte dich und Emil und ich möchte gerade, dass alles nur so bleibt, wie es ist.
28:32Leicht und unbeschwert.
28:37Das Rezidiv meines Meningoms wurde vor einigen Wochen diagnostiziert und es hat den Hirnstamm infiltriert, ist also inoperabel.
28:47Und nur noch palliativ behandelbar.
28:50Mit verheerenden Nebenwirkungen und das möchte ich nicht.
28:55Ich möchte, dass du weißt, dass ich das nicht leichtfertig entschieden habe.
29:01Ich habe es für uns gemacht.
29:04Für uns drei.
29:07Vielleicht auch aus Angst.
29:11Aber vor allem und in erster Linie aus Liebe.
29:16Ich möchte, dass du weißt,
29:20dass ich bei dir sein werde.
29:22Für immer.
29:26Oder zumindest, solange du mich lässt.
29:34Ich...
29:47Ich...
29:48Ich...
29:50Ich...
30:03Ich...
30:20Ich lasse sie dann mal alleine.
30:35Der Schaukelstuhl meiner Mutter, den du mir mal neu gebeizt hast.
30:45Ich bin vor ein paar Wochen im Keller und hab mich da mal ein bisschen drauf gesetzt.
30:51Weißt du, meine Mutter ist zwei Tage vor ihrem 73. Geburtstag gestorben.
30:58Was ist, wenn ich auch nur noch ein Jahr habe? Wenn wir nur noch ein Jahr haben, dann möchte ich
31:09wenigstens noch ein bisschen was erlebt haben. Deswegen die Liste.
31:15Das bedeutet aber nicht, dass du alles mitmachen musst. Es wäre einfach schön, wenn du dabei wärst.
31:24Wie?
31:36Elsa!
31:39Elsa!
31:41Hilfe!
31:43Wir brauchen Hilfe!
31:54Ja.
31:56Ja, ich komme.
31:59Ja, Röntgen ist gut.
32:02Ja, bis gleich.
32:03Ich komme nach oben.
32:08Ich komme nach oben.
32:15Ich komme nach oben.
32:31So, da wären wir.
32:35Frau Doktor Marquardt?
32:43Wir kümmern uns gleich um Sie.
32:45Okay, danke.
32:47Nimmt man mir das ab, den Doktor meine ich.
32:49Also, nur für das Foto.
32:54Mensch, was mache ich denn jetzt?
32:57Der Fotograf kommt dunkellich.
33:01Ach, wollen Sie nicht?
33:07Jetzt auf einmal.
33:09Ja, wieso? Sie sind doch auch schon so lange hier am Haus.
33:13Nö.
33:14Wie, nö.
33:15Dafür bin ich mir zu schade, der Notnagel zu sein.
33:20Gut.
33:23Es ist eben niemand auf dem Foto.
33:25Die Sachsen-Klinik.
33:27Mein Haus aus Stein.
33:36Ah, haben Sie Dr. Hoffmann gesehen?
33:41Kann ich Ihnen bei irgendwas helfen?
33:45Ach, er ist möglicherweise im OP.
33:48Seine Patientin ist im Innengarten gestürzt.
33:50Danke.
34:07Die Patientin ist soweit.
34:10Ja, ich komme.
34:17Dr. Hoffmann, was machen Sie hier?
34:22Frau Schwarz hat sich im Innengarten eine perdochantäre Femofraktur zugezogen.
34:27Sie muss operiert werden.
34:31Wollen Sie Dr. Brentano, wir brauchen einen Chirurgen.
34:34Ja.
34:37Ja.
34:53возможно?
34:56Ja.
34:57Ja.
34:57Ja.
35:02Ja.
35:08Ich glaube, sie wollte die Zeit anhalten, solange es noch geht.
35:30Hat sie schon Ausfallerscheinungen? Operiert sie deswegen nicht mehr?
35:43Ja. Schwindel? Ja. Deshalb die Syncropi im OP.
36:16Die Syncropi im OP.
36:29Die Syncropi im OP.
36:33Die Syncropi im OP.
36:43Die Syncropi im OP.
36:44Die Syncropi im OP.
36:54Die Syncropi im OP.
37:04Die Syncropi im OP.
37:05Hallo, Herr Schwarz.
37:05Hallo.
37:06Die OP Ihrer Frau ist bald vorbei.
37:08Na schön.
37:15Darf ich Sie was fragen?
37:17Ja.
37:18Was schreibt Ihre Frau in Ihr Buch?
37:23Das sind Ihre To-Dos.
37:26Sachen, die sie unbedingt noch erleben will.
37:30Lauter verrückter Dinge.
37:32Und Sie?
37:33Haben Sie auch eine Liste?
37:36Ich bin im Gegensatz zu ihr zu alt, um mich zu ändern.
37:57Sie sind nicht zu alt.
38:07Mhm.
38:08Ja.
38:09Genau das habe ich mich gefragt.
38:10Danke.
38:11Klar.
38:11Gerne.
38:16Ich brauche deine Hilfe.
38:20Was ist los?
38:26Ich kann da gerade nicht drüber reden.
38:29Wie kann ich dir helfen?
38:31Indem du meinen Dienst übernimmst und ich dich heute Nachmittag nicht vertreten muss.
38:35Gut.
38:37Danke.
38:53So schön, dass es geklappt hat.
38:57Ja, das finde ich auch.
39:00Wir sind wirklich lecker.
39:02Und Emi findet immer die größten.
39:03Hm.
39:04Das hat er von mir.
39:07Ja.
39:10Ich finde, das sollten wir öfter machen.
39:13Brombeeren sammeln?
39:14Ja, das auch.
39:16Aber ich meine, spazieren gehen.
39:17An mir soll es nicht liegen.
39:24Maria, ich...
39:25Ja, wir kommen!
39:27Wir kommen!
39:28Wir sind ganz viele Brombeeren.
39:30seine Katzen und soldaten.
39:38Geht es dir wirklich schon besser?
39:40Ja.
39:43Ich habe hier auch eine To-do-Liste gemacht.
39:47Allerdings nur mit den Dingen, die ich gerne mit dir zusammen machen möchte.
39:50Wenn du noch willst.
39:52Ja, klar.
39:58Daran habe ich auch schon gedacht.
40:01Aber ich habe da noch eine andere Idee.
40:03Warte mal.
40:07Guck.
40:10Angelausflug mit meinem Eugen.
40:12Aber du findest doch angeln furchtbar langweilig.
40:14Die neue Elsa macht das.
40:16Und die hat sogar noch richtig Spaß mit ihrem Eugen.
40:33Dann machen wir jetzt also alles zusammen, was ich aufgeschrieben habe.
40:36Ja, klar.
40:37Gut.
40:38Dann gehen wir als erstes Go-Kart fahren.
40:45Okay.
40:52Ich fände es ja gut, wenn Sie versuchen könnten, die Fahne da noch mit reinzubringen,
40:56dass man auch den Schriftzug lesen kann.
40:57Ohne Model, nur reine Architektur?
40:59Ja.
41:01Wissen Sie, es gibt ja Menschen, die ziehen so die Fäden im Hintergrund.
41:05Und da wird niemals jemand erfahren, was man so geleistet hat.
41:08Aber so ist das eben im Leben.
41:11Offenbar bin ich die Einzige, der es was bedeutet hätte, das Gesicht der Sachsen-Klinik zu sein.
41:16Och.
41:17Was ist denn jetzt, Sarah?
41:19Doch kein Modell stehen?
41:20Naja, ich bin ja nur die Verwaltungsdirektorin.
41:24Och, was machen Sie denn hier?
41:26Ich wollte mal nicht so sein.
41:28Ach, wunderbar.
41:29Ich sehe schon, ihr braucht mich ja nicht mehr.
41:32Nein, nein, bitte, bitte, kommen Sie dazu.
41:34Komm also.
41:36Das ist ja toll.
41:37Herr Martin?
41:38Ja?
41:39Wir haben jetzt doch Models.
41:41Das wird ein schönes Bild.
41:42Vielen Dank.
41:43Wo willst du denn jetzt hin?
41:45Komm mal mit dazu hier.
41:46Kommen Sie.
41:47Na los.
41:48Wirklich.
41:48Wir brauchen ein bisschen Farbe.
41:51Ein bisschen weiter, alle dichter zusammen.
41:53So, ein bisschen so.
41:54Nochmal wechseln.
41:55Nochmal eine lockere Variante.
41:57Nochmal wechseln.
42:16Und diese Lichtung hier, ist wirklich wunderschön.
42:20Ja, das ist sie.
42:24Was wolltest du mir gerade sagen?
42:29Dass ich dich liebe.
42:41Mehr als ich es mir hätte jemals vorstellen können.
42:47Einfach so?
42:51Einfach so, ja.
42:56Ich geh schon.
43:03Aber wir machen da gleich weiter, ja?
43:05Unbedingt.
43:07Ich bleibe genau hier.
43:09Scheiße.
43:09Ja, das ist ja.
43:11Bis zum nächsten Mal.
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