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Sport
Transkript
00:10Ich bin der Moritz Rüther, komme aus dem tiefsten Sauerland, genauer gesagt aus Elleringhausen.
00:15Ich bin in Willingen Skilehrer, da habe ich den Christian auch kennengelernt und bin so zum Project 3M Plus 2
00:21dazugekommen.
00:35Der Wecker geht morgens um 6 Uhr, um 6.30 Uhr machen wir dann die erste Abfahrt, sind somit wirklich
00:40die allerersten auf der Piste, fahren vor allen anderen runter, fahren dann um 7.15 Uhr mit der Betriebsgondel wieder
00:46nach oben.
00:47Meine Aufgabe ist Skibegleiter, die Fahrten einbuchen und den Christian bestmöglichst begleiten.
00:53Eine dieser Ideen, das kam gar nicht von mir, ist morgens um 6.40 Uhr auf die Ski zu steigen
00:59und dann ins Tal zu fahren, um dann mit der allerersten Gondel, wo normalerweise nur Personal hochfährt, ins Skigebiet zurückgefahren
01:07zu werden.
01:08Das bedeutet ab Tagesende, das sind 1200 Höhenmeter, jeden Tag extra. Das ist ein Luxus, der ist wunderbar.
01:15Die Berge leuchten golden, kalte Luft, die Wangen rot, erste Spur im frischen Pulverschnee, hier fühle ich mich grenzenlos, Ski
01:24angeschnallt.
01:25So, ab heute. Pfeifferköpfe? Pfeifferköpfe und sonst auch nichts.
01:31Sonst nichts?
01:31Nein, weil ich halt nicht so ganz fit bin.
01:34Ja, sonst probierst du mal ein Frühmesser aus.
01:37Ja, genau.
01:40Dann hast du wenigstens mal eine andere Piste gesehen.
01:44Wir sitzen ja hier an der Wolkenstein-Skihütte und beim Julian, da war das so, ich kam rein, ich kannte
01:50den Julian ja gar nicht und wir haben uns gesehen und wir haben uns verstanden.
01:53Es war wirklich wunderbar und dementsprechend ist es ganz toll.
01:57Wir haben Christian jetzt, seit Freitag ist er bei uns hier oben, bis morgen, bis Samstag und dann zieht er
02:03nach unten in Wolkenstein-Bär ins Familienhotel und dann ist er da nochmal drei Wochen.
02:10Und dann kümmern wir uns um die Verpflegung und um die Unterkunft.
02:19Meine Fresse ist das kein Panorama.
02:22Ja.
02:23Aber ich kriege jeden Tag so sechs bis sieben Nachrichten von Menschen, die hier Bilder sehen und sagen, das ist
02:28ja irre.
02:29Wo ist das eigentlich?
02:32Also das Panorama hat man selten.
02:35Ja, also so auf dem Groß-Venedig.
02:37Aber ich weiß erst seit gestern, dass das der fünft höchste Berg durchdrechts ist.
02:42Ja, und der höchste in Salzburg.
02:43Genau.
02:46Weil der Großglockner ist in Kärnten.
02:50Aber da streiten wir immer noch, weil der ist eigentlich Salzburg.
02:56Julian, bis später beim Mittag.
02:58Bis später.
03:02Man überlegt, man muss da eigentlich jeden Tag auf den Skiern stehen und eigentlich Bestleistungen bringen.
03:09Und das ist faszinierend, dass man das dann auf fünf Kontinenten macht.
03:16Und dass man da mit An- und Abreise, da muss man ja wieder bis Höhenmeter reinfahren, dass das funktioniert.
03:25Ich habe gestern zum ersten Mal seine Mama, die die anderen Wolkensteinhotels führt, auch im Tal, wo wir in den
03:30kommenden Wochen noch untergebracht sein werden, gesehen gehabt.
03:33Und die ist mindestens genauso sympathisch, herzlich und auch der Sache sehr aufgeschlossen.
03:39Ja, so ein sehr freundliches und ich sage mal, wie sagt man so, Durchsetzungsvermögen, was er hat.
03:46Und das musst du auch haben, weil du musst jeden Tag in der Früh um acht Uhr da hochfahren und
03:51dann den ganzen Tag Skifahren.
03:53Also da braucht man Ausdauer.
03:54In Wolkenstein-Bär haben wir eigentlich so ein All-Inklusiv-System.
03:59Ich finde das immer eigentlich gut.
04:01Ich habe selber vier Kinder und dann zahle ich eine Pauschale und ich kann mir nehmen, was ich will.
04:06Weil ich habe hier unten All-Inklusiv, die war es auch oben in der Schilze.
04:10Mittag, da kommen sie mit dem grünen Band und sie brauchen nur durchwinken, dürfen sie auch überholen.
04:15Ist natürlich so VIP-mäßig.
04:18Meine Mama und meine Schwester waren schon mehrere Winter hier, weil sie beide als Schilbegleitung bei der Schule von meiner
04:26Schwester auch hier mit gewesen sind.
04:29Und meine kleine Schwester hat sogar ihren Freund hier kennengelernt.
04:34Christian kenne ich ja persönlich über meine Schwiegermutter, die den Christian ja schon wirklich sehr, sehr lange kennt.
04:40Dann haben wir uns in Willingen das erste Mal getroffen, um zu gucken, ob das allgemein funktioniert.
04:46Und genau, daher kommt der Kontakt und nach wie vor sehr gut funktioniert.
04:55Christian ist tatsächlich eine sehr, sehr positive, sehr humorvolle und energievolle Person.
05:01Und es macht mit ihm mehr als Spaß.
05:03Verrückt ist er auf jeden Fall nicht.
05:05Skiverrückt vielleicht.
05:06Ja, also ist natürlich schon ein gigantischer Unterschied, weil man macht Pausen.
05:11Man schaut mal hier, man schaut mal da.
05:12Aber mit Christian ist es immer der Weg von Lift zu Lift und das Ganze so häufig wie möglich wiederholt.
05:22Ist natürlich anstrengend, aber auch wirklich super, eine super Aufgabe.
05:27Kommt nicht immer auf die Geschwindigkeit oder ich muss nicht manchmal hinter den Freunden rennen, damit ich noch in die
05:32Gondel mit reinkomme.
05:34Ich glaube, es war viel anspruchsvoller als so ein normaler Urlaubs-Ski-Tag, wenn man das so beschreiben möchte.
05:40Ich glaube, wir haben an einem Tag einen Lift um die 30 Mal verwendet.
05:46Also das habe ich bis jetzt auch noch nicht erlebt.
05:58Fährerweise mal sagen, oder zu meinem Bedauern, das war für mich eine Unbekannte.
06:03Aber der Christian früher ist dann persönlich vorstellig geworden bei uns in der Gemeinde.
06:07Und das haben wir dann gemeinsam mit den Bergbahnen gemacht, mit dem Vorstand.
06:09Und da war er von Anhieb weg begeistert.
06:12Und man denkt, das passt zu uns, das wäre was.
06:14Und er will ja die 5,2 Millionen schaffen.
06:174,8 muss er als Weltrekord-Taglich.
06:20Und mittlerweile hat er schon ganz beachtliche 1,5 Millionen.
06:23Da kann ich ihm nur gratulieren.
06:25Mögen die Höhenmeter in diesem Fluss weitergehen und vor allem unfallfrei.
06:29Ich bin da ganz guter Dinge.
06:30Und diese 1.200 Höhenmeter morgens als Bonusprogramm, die sind natürlich wunderbar.
06:36Wenn man um 6.40 Uhr startet, menschenleer, maximal ein paar Gänsen oder ein paar Rehe,
06:44die da über die Piste laufen, alle schon erlebt gehabt.
06:47Der Braten war fast schon auf den Skispinzen.
06:50Aber hat er doch nicht ganz gereicht.
06:53Also da bin ich schon.
06:54Es gibt es natürlich nur exklusiv für Dift.
06:56Das war für uns auch eine besondere Ehre,
06:59dass der Christian uns mit diesem Projekt, mit diesem Weltrekord-Versuch auch behehrt.
07:06Skifahren ist natürlich im Oberpinzgau ein zentrales Thema.
07:10Er schafft Wohlstand und Wertschöpfung.
07:13Und Skifahren ist ganz nebenbei die schönste Freizeitbeschäftigung auf der Welt.
07:18Die erste Frage, die ich ihm gestellt habe, wie er das schaffen will,
07:21und er hat mir das erklärt, dass es dann natürlich,
07:23wenn unser Winter zu Ende ist, in einen anderen Winter geht,
07:25sprich nach Südamerika.
07:26Und das ist natürlich auch logistisch.
07:29Und die ganzen Transporte, die ganzen Flüge, ein immenser Aufwand.
07:34Und das alles auszudenken, auszukrügeln, finde ich auch eine faszinierende Angelegenheit.
07:39Und da ist es natürlich super, wenn man mit einem Weltrekord zumindest teilweise aufwarten dürfen.
07:44Er schafft es ja natürlich nicht ganz,
07:46die fünf Millionen Höhenmeter hier im Kahnberg oder in Neukirchen,
07:49in der Ski-Arena Wildkogel zu schaffen.
07:51Aber er ist auf einem guten Weg, er macht das sehr, sehr gut.
07:55Und der Christian ist auch ein ganz positiver Mensch, ein guter Mensch.
07:57Und da freut es uns natürlich, wenn er bei uns ist.
07:59Wir haben ja schon einige Weltrekordversuche hier in der Wildkogel-Arena gehabt.
08:03Und das ist jetzt der erste auf Skiern.
08:07Ich habe da keine Probleme, wenn in unserem Skigebiet der Wildkogel oder die Arena Wildkogel
08:12ist bekannt durch die Schneesicherheit.
08:15Und wir fahren eigentlich Ski von Anfang Dezember bis nach Ostern.
08:20Eigentlich jedes Jahr.
08:35Wenn wir einfach ein sehr, sehr schneesicheres Wintersportgebiet sind,
08:39werden wir bis nach Ostern, heuer einfach bis zum 12. April auch geöffnet haben.
08:44Und das bei besten Wintersportbedingungen, bei besten Verhältnissen.
08:48Es passt aussagendlich gut.
08:49Wir sind in der Alpenregion.
08:50Wir sind umgeben von einer wunderschönen Bergwelt mit der Nordkette,
08:54wo wir den Skitourismus frönen im Sommer auf der Südseite mit unseren wunderschönen Seitendäler.
09:01Sei es mit Mountainbike, mit Wanderwege, alles, was da dazugehört.
09:04Und deshalb passen da die Höhenwetter und auch dieser Weltrekord.
09:11Vier Wochen Wildkogel.
09:13Wie kam es zu diesem langen Zeitfenster an einem Ort?
09:16Das sind zwei Personen, die da zu nennen sind.
09:18Das ist einmal mein persönlicher Assistent.
09:20Der Martin Ludwig und da ist der Bernhard Anderl, einer meiner Begleiter,
09:24die sehr, sehr gute Kontakte in die Region haben.
09:27Und die haben sich so gedacht gehabt, das wäre doch eigentlich für den Spätfinder eine gute Geschichte.
09:31Sie sind dann mit den entsprechenden Verantwortlichen in Kontakt getreten und haben sich mit denen zusammengesetzt.
09:37Und jetzt habe ich das Glück, dass ich hier vier Wochen lang sein darf.
09:44Der Wildkogel, die Wildkogel-Arena präsentiert sich aber sehr wechselhaft.
09:48Man könnte sagen, wettertechnisch richtig launisch.
09:51Was habt ihr bisher erlebt?
09:52Was waren die größten Ausschläge in die eine wie die andere Richtung?
09:55Wir haben viel Nebel erlebt gehabt.
09:57Wir haben viel Eintag-Föhnsturm gehabt, wo auch die Liftanlagen nur noch sehr mäßig liefen.
10:03Du kannst das Wetter nicht ändern, wenn du nichts mehr siehst.
10:06Wie wir angekommen sind, war praktisch komplett Nebel.
10:09Wir haben uns von da Pistenmarkierung zur Pistenmarkierung geschleppt, weil du gar nichts gesehen hast.
10:16Und da schaffst du keine Höhenmeter.
10:17Und wenn es plötzlich Föhnsturme gibt, wenn es plötzlich neue Schnee gibt, wenn es neblig ist,
10:22kannst du das beschreiben, wie dann so ein Tag abläuft und vor allem, wie es sich dann anfühlt, überhaupt Ski
10:26zu fahren?
10:27Ganz anders als bei gutem Wetter, weil du natürlich nicht mit der Geschwindigkeit fahren kannst.
10:32Und wenn da noch ein Föhnsturm dabei ist, laufen die Liftanlagen auch nicht in der Geschwindigkeit, in der sie laufen
10:37können.
10:38Und dann macht das die Sache sehr, sehr schwierig, weil das Geheimnis bei der ganzen Geschichte ist.
10:43Aber nicht unbedingt das Skifahren.
10:44Das Skifahren, du musst schon zügig Skifahren, du musst auch unglaublich viel Skifahren.
10:48Aber ob du jetzt nur mit 1,30 von oben nach unten fährst oder mit 1,35, das macht nicht
10:54den Kohl wirklich fett.
10:55Aber ob eine Liftanlage mit drei Metern oder mit fünf Metern pro Sekunde läuft, das ist ein Riesenunterschied.
11:01Das kannst du beim Runterfahren gar nicht mehr aufholen.
11:04Und beim Föhnsturm ist es natürlich so, dass die Sicherheit der Menschen, die hier im Skigebiet sind, vorgeht.
11:10Und dementsprechend müssen die Liftanlagen dann ein bisschen langsamer fahren.
11:14Und das merke ich dann am Tagesende, wenn wir die Höhenmeterauswertung machen, schon ganz schön gewaltig.
11:20Und die Sonne sinkt ganz langsam. Letzter Schwung vor der Tür.
11:26Gerade jetzt hier oben am Wildkugelhaus, oben auf dem Berg auf 2015 Metern Höhe.
11:32Das ist der Wahnsinn, sowas erlebt man nicht alle Tage.
11:34Schön morgens von der Sonne geweckt zu werden, abends die Sonne hinter den Bergen untergehen zu sehen.
11:40Und morgen ist der erste, auf der Piste zu sein, vor allen anderen runterfahren zu können.
11:43Das ist einfach was Besonderes.
11:44Diese fünf Millionen Höhenmeter, das ist schon eine ordentliche Ansage auf Skiern.
11:48Auch für mich als Skilever nichts Typisches.
11:51Jeden Tag morgens früh aufstehen, bis zum Nachmittag hin, jede Liftfahrt mitnehmen.
11:55Alles was geht, keine Pausen machen.
11:57Auf dem Hang wird in der Regel nicht angehalten.
12:00Immer weiter.
12:01Das ist eine coole Sache.
12:02Auch mit den 35 Skigebieten, die besucht werden, in 15 Ländern, auf 5 Kontinenten.
12:07Ja, das erlebt man nicht alle Tage.
12:09Und deswegen bin ich glücklich, dabei sein zu dürfen.
12:12Eigentlich ist das genau mein Ding.
12:15Schön fahren, Meters machen.
12:17Ich bin nicht der Typ, der lange wartet.
12:20Macht Spaß.
12:21Die Oberschenkel brennen am Mittag schon mal, also muss das nach dem Ski fahren.
12:30Er hat um 6 Uhr uns angerufen, dass er gesagt hat, die erste Abfahrt findet nicht statt
12:35und er braucht jetzt einfach noch 2-3 Stunden Schlaf.
12:38Christian hatte leider einen Migräneanfall.
12:40Dadurch wurde unser Zeitplan ein bisschen nach hinten verschoben.
12:43Wie gerade heute fällt er die ersten Stunden mit Migräne aus.
12:47Also wir hoffen mal, dass er jetzt dann aus der Kiste krabbelt und einigermaßen fit ist,
12:52dass wir wieder Höhenmeter machen können.
12:54Ich habe so eine leichte Erkältung und im Moment sitzen hier so die Stirnhüllen alle zu.
13:00Und dadurch habe ich heute Morgen extreme Kopfschmerzen gehabt.
13:03Ich musste also auch so Kopfschmerzmittel nehmen.
13:06Jetzt geht es einigermaßen und jetzt geht es dann auch zum Skifahren.
13:10Aber die ersten zwei Abfahrten, die ersten 2.500 Höhenmeter waren heute einfach nicht möglich.
13:15Wir hoffen mal nicht, dass er an uns liegt, dass er jetzt wieder ausfällt.
13:20Ja, wir warten jetzt einfach ab, bis es ihm wieder besser geht
13:23und hoffen, dass es schnell geht.
13:25Und dann starten wir wieder durch.
13:27Wir haben ja gestern gut Höhenmeter gefahren und holen das dann heute Nachmittag noch auf.
13:32Es wurde ein bisschen gewitzelt hinter vorgehaltener Hand,
13:34weil diesmal auch wieder die Begleitfahrer Uli und Hubert Schäble sind,
13:38die eins am Anfang im Mölltal dabei waren.
13:39Und auch dort begann der Start, der erste Tag, mit einem gesundheitlichen Problem.
13:44Musst du selber ein bisschen schmunzeln, dass du sagst, hey, vielleicht bringen die beiden das mit
13:48oder vielleicht machst du mit denen einfach diese Extreme einfach durch?
13:51Ich habe es bis jetzt gar nicht mehr überlegt und ich habe es auch gar nicht so in Reihe gestellt.
13:56Und ich muss jetzt auch mal einschränkenderweise dazu sagen, wo ich richtig krank war, waren die beiden nicht dabei.
14:02Das stellt mir keine Parallele, weil dann wären ja wir schuld und das geht ja gar nicht.
14:07Nein, es sind einfach Faktoren, die du nicht rausnehmen kannst.
14:15Wir haben uns gedacht, wir fahren ganz ordentlich Ski und wir schaffen das locker.
14:22Gestern, also Mölltal war ja, da war er ein bisschen angeschlagen.
14:26Da war der Beginn.
14:28Da war es mega relaxed zum Fahren mit ihm.
14:32Gestern war es dann nicht mehr ganz so relaxed.
14:35Da war dann schon Unterkante, Oberlippe, leistungsmäßig.
14:39Also er gibt Gas und er haut gewaltig rein.
14:44Ja, damals war es gemütliches Fahren und gestern muss ich echt sagen, bin ich an meine Grenzen gekommen.
14:50Also das ist Wahnsinn, was der Christian hier leistet.
14:53Ah ja, dass ich Skilehrer bin, bin ich das irgendwo ein Stück weit gewohnt.
14:58Natürlich das straffe Fahren ist nochmal ein bisschen was anderes, aber das ist eigentlich ganz genau nach meinem Geschmack.
15:02Ich fahre gerne straff dran her, viele Meter machen und nicht so rumschludern, nicht auf der Piste groß stehen bleiben,
15:09immer dranbleiben.
15:14Ich kenne den Christian schon seit knapp 30 Jahren, weil wir waren zusammen bei der Bundeswehr, haben dann unsere Laufbahn
15:20miteinander verbracht und ich weiß auch von damals noch, wie er das erste Mal in Obertauern war und ein 24
15:28Stunden Skifahren als erstes Projekt gemacht hat.
15:32Und seitdem verfolge ich das immer ein bisschen und jetzt hat uns der Zufall irgendwie wieder zusammengeführt, weil ich war
15:38mit meinen Kindern hier am Wildkogel beim Skifahren, so unser Haus- und Hof-Skigebiet und dann steht auf einmal
15:44der Christian hinter mir und dann sind wir so ins Reden gekommen.
15:51Ich habe den Christian schon immer als sehr ehrgeizigen Typ kennengelernt, wenn ich dran denke, früher, wenn wir unser 30
15:57Kilometer Leistungsmarsch gehabt haben, dann war der Christian immer der Erste, der zu Hause war, weil der Grund war natürlich,
16:04wir haben dann gleich frei bekommen, aber auch die ganzen Projekte, die er da gemacht hat und so, war er
16:10schon immer sehr konzentriert, fokussiert, also Spinner würde ich nicht sagen,
16:17weil jeder muss ein Ziel haben und das verfolgt er vorbildlich, in meinen Augen.
16:22Tschüss, sehr froh, noch.
16:24Tschüss, gut nach Hause.
16:27Mach schön, komm, wir gut nach Hause.
16:29Bei uns im Skigebiet, wir haben die längst beleuchtete Rodelbahn der Welt, wie man ab und zu schon gehört hat.
16:37Und bei uns die Wildkugelbahnen, die Bergbahnen, die sind immer offen für Weltrekorde, für Sachen, die was eigentlich nicht möglich
16:47sind.
16:48Da unsere Jungs von der Bergbahn kriegen das.
16:52Alles, was nicht möglich ist, machen sie möglich.
16:54Weltrekord gibt es einige.
16:56Der erste Guinness-Weltrekord war im Jahr 2017 mit der längsten Rodlerkette der Welt.
17:01Da haben wir 508 Rodler, wir haben bei da die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt, haben wir 508 Rodler zusammengehängt
17:08und gleichzeitig in Bewegung gesetzt.
17:10Wir sind da 300 Meter gemeinsam gefahren.
17:13Heuer haben wir schon einen Weltrekord gehabt und zwar in dieser Wintersaison, nicht heuer, das stimmt nicht, sondern Anfang Dezember,
17:20haben wir wieder einen Rodelweltrekord gehabt.
17:22Da ist einer zwölf Stunden durchgehend gerodelt und hat natürlich da auch einen Guinness-Weltrekord aufgestellt.
17:28Und das ist jetzt der dritte in relativ kurzer Zeit, eben Christian Flöhr, der bei uns eben einen Teil des
17:33Weltrekordes abspult.
17:42Da fragt man sich, wird dieser Mann je erwachsen?
17:47Du wirst dir noch einen Knöchel verdrehen da drin, in den Wanderschuhen, super.
17:52Du brauchst Menschen, die vielleicht nicht unbedingt immer nur den normalen Weg gehen.
17:58Die also, die, so was hatten wir nicht, so was braucht es nicht, warum braucht es das?
18:03Diese Fragen, die gibt es hier oben nicht, sondern hier gibt es eher die Frage, was können wir tun, damit
18:08das Ganze noch erfolgreicher wird?
18:10Und dann haben wir gesagt, das müssen wir unterstützen.
18:12Das ist interessant, weil das Unmögliche wahrzumachen, das ist schon faszinierend.
18:23Meine Eltern haben oben die Skihütte aufgebaut und ich komme von der Gastronomie.
18:29Und das haben sie 1979 aufgebaut und die hatten fünf Jahre lang Rohbau stehen.
18:35Weil der Nachbar hat sie nicht bauen lassen, weil sie einen Schwarzbau gemacht haben.
18:39Und danach, 1979, haben sie gebaut und dann haben sie das erste Jahr, haben sie einen Reiseveranstalter gehabt.
18:46Und er hat zuerst gesagt, im Januar bezahle ich euch, dann im Februar.
18:50Und dann hat er gesagt, zum Schluss.
18:51Und dann ist er abgehangen.
18:53Und trotzdem haben sie alles überstanden, meine Eltern.
18:57Und danach bin ich eigentlich gekommen.
18:59Und ich bin halt schon seit fünften, seit ich Baby bin, bin ich in der Gastronomie.
19:03Und ich liebe meinen Job.
19:11Sicherlich ist da ein bisschen Rechnen immer erforderlich, sonst würde das gar nicht mehr funktionieren.
19:17Aber es ist ja so, dass ich an jedem Tag, wo ich unterwegs bin, aktuell mehr mache, als ich machen
19:24muss.
19:25Manches Mal sind das nur wenige hundert Meter.
19:27Es gibt aber auch Tage, da sind das dann fünf, acht, zehntausend mehr Höhenmeter.
19:30So, dass sich das über das Jahr natürlich ausgleicht.
19:34Und ich glaube nicht, dass ich jetzt nochmal elf Tage krank sein werde, wie am Anfang oder im Dezember.
19:39Was natürlich eine ganze Menge gekostet hat.
19:42Wir sind ungefähr sechs, sieben Prozent hinter den Zahlen, die wir haben sollten.
19:47Eingedenk der Tatsache, ich war elf Tage krank.
19:50Und seitdem ich hier am Wildkugel bin, gab es keinen Tag, der jetzt letztendlich hinter den Erwartungen zurückblieb.
19:56Es sind also etwas mehr als 13.400 Höhenmeter am Tag für mich zu fahren, Minimum.
20:02Und ich lag bisher jeden Tag trotz Föhnsturm, trotz schlechten Wetter drüber.
20:06Und an den guten Tagen waren es dann einige tausend Höhenmeter, die ich dann als Bonus kassiert habe.
20:11Also von daher bin ich ganz guter Ding und ich bin auch sehr guter Dinge, dass die vier Wochen hier
20:16sehr erfolgreich am Ende werden.
20:22Also vom Skifahren her hat sich für mich unheimlich viel verändert.
20:27Da merkt man natürlich, dass er jetzt seit über 100 Tagen auf den Skien steht.
20:31Und vom menschlichen her hat sich gar nichts verändert.
20:33Er ist immer noch der Christian.
20:35Skifahrentechnisch, er steht jetzt tatsächlich anders auf dem Ski.
20:38Aber gut, nach mehr als 100 Tagen auf dem Ski findest du deine Performance.
20:45Und es ist ja sein Job in dem Sinn.
20:48Den macht er sehr gut.
20:52So menschlich ist er genauso drauf wie vorher.
20:56Also es ist der Christian, er muss sich nicht verstellen.
20:59Nee, da gibt es jetzt für mich keine Veränderung.
21:01Bei uns ist ein bisschen Gemütlichkeit angesagt.
21:04Wir bleiben auch mal stehen, machen Fotos und können ratschen.
21:08Hier ist Ratschen eigentlich nur im Lift angesagt.
21:11Und Gas geben, Gas geben, Gas geben, von oben bis unten durchziehen.
21:14Also das ist schon anders, wenn wir vergleichen.
21:17Also ich sage mal, wenn wir sportlich unterwegs sind, dann machen wir 10.000 bis 12.000 Höhenmeter.
21:22Und gestern war mir, also ich war bei 17.000, weil die ein bisschen später eingestiegen sind.
21:27Das sind schon andere Dimensionen.
21:30Also ja, das hat nichts mit Freizeit-Skifahren zu tun.
21:33Man merkt die Muskeln am Abend.
21:35Also das ist schon ein anderes Leistungsniveau.
21:39Also das soll jeder mal, der hier quatscht und sagt, das ist scheiße,
21:42soll das selber mal ausprobieren, damit er mitreden kann.
21:45Und ich muss ehrlich sagen, 365 Tage im Jahr möchte ich das nicht machen.
21:49Ich glaube, ich werde das Ganze erstmal ein Stück weit vermissen.
21:53Ja, war eine tolle Zeit und ich hoffe, dass wir uns im Rahmen vom Project 3M Plus 2 auf jeden
21:58Fall nochmal wiedersehen.
22:06Ich wäre nicht der Mensch, der was jetzt sagen kann, okay, ich könnte das ganze Jahr auf den Ski anstehen.
22:11Mir würde es irgendwann keinen Spaß mehr machen, aber ein Christian macht das jeden Tag Spaß,
22:16von der Früh bis am Abend auf den Ski anzustehen.
22:19Er liebt die Berge, er liebt den Schnee.
22:22Also ich glaube, dass das Skifahren für den Christian da einfach sein Leben ist.
22:30Das ist schon alles sehr mutig und man muss auch Durchhaltevermögen haben.
22:35Also finde ich schon stark.
22:36Der Christian ist da der richtige Mann und er wird das auch schaffen.
22:40Und wir sind da bester Dinge, dass dieser Rekord mit Jahresende dann tatsächlich in Königsburg auch seinen Eintrag findet.
22:49Ja, natürlich ist jede Werbung, die Skifahren bringt, ist für uns natürlich goldes Wert.
22:56Und das ist, man kann dann Danke sagen, dass diese Veranstaltungen hier bei uns im Wittkogelgebiet stattgefunden haben.
23:06Dieser Moment, der bleibt für uns.
23:11Abseits von dem Alltag hier, nur der Beat, ich, du, wir.
23:15Die Berge rufen laut nach mehr und wir kommen von überall her.
23:19Bis zum nächsten Mal.
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