00:01Meine Lieben, ich möchte euch so gerne mit hineinnehmen in diesen liebevollen und kräftigen Lobpreis des Davids über den künftigen,
00:11damals künftigen Messias Jesus Christus.
00:14Hören wir einmal die sieben Verse aus dem Psalm 110, in denen innerlich eindeutig das Wort wird oder werden mindestens
00:23neunmal vorkommt.
00:25Höre, der Herr sprach zu meinem Herrn, setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße
00:34lege.
00:35Der Herr wird das Zepfter deines Reiches senden aus Zion, herrsche unter deinen Feinden.
00:43Nach deinem Sieg, in Klammern auf Golgatha, nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem Schmuck.
00:54Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte.
00:58Der Herr hat geschworen und wird ihn nicht geräuen.
01:02Du bist ein Priester ewiglich nach der Weisermelche Desex.
01:09Der Herr zu deiner Rechten wird zerschmeißen die Könige zur Zeit seines Zorns.
01:16Er wird richten unter den Heiden.
01:19Er wird große Schlacht tun.
01:22Er wird zerschmeißen das Haupt über große Lande.
01:25Er wird trinken vom Bach auf dem Wege.
01:29Darum wird er das Haupt emporheben.
01:33Amen.
01:35Martin Luther sagt in seiner Psalmauslegung zum Psalm 110 folgende Worte.
01:40Übrigens, die Psalmauslegung Luthers gibt es beim Sieg Loa Verlag.
01:43Der Psalm 110 ist eine Weissagung von Christus, wie er ein ewiger König und Priester sein wird.
01:51Dazu wahrhaftiger Gott, zu Recht der Hand Gottes dezent.
01:55Und ist des Psalmen nicht dergleichen in der ganzen Heiligen Schrift und damit das Priestertum Aarons aufgehoben.
02:06All hier steht der Herrsprach.
02:09Das ist der Name, Herr, damit allein die göttliche Majestät genannt und keiner anderen Kreatur beigelegt wird.
02:17Das andere, zu meinem Herrn, ist das Wort, so auch wir in unserem Sprachgebrauch insgemein, einen Herrn nennen.
02:26Als ein Hausherrn oder ein Landesherrn.
02:28Ich kann also aus dieser umfangreichen Arbeit Luthers nur einige Sequenzen vorlegen.
02:35Mit dem Wort meinem Herrn meine den Messias oder Christus, der den Vätern verheißen war und sonderlich dem David selbst,
02:45dass er von ihm nämlich kommen sollte, als ob er spräche, ja, Gott hat gesagt, zu meinem Sohn Christus, der
02:53mir verheißen ist.
02:55David glaubte fest.
02:56Wir wissen das.
02:58Der soll mein Herr sein und auch heißen und habe ihn auch von Herzen gerne, denn er ist auch viel
03:08anderer ein Herr und König.
03:12Das ist, sagt David, darum ich ihn für meinen Herrn halte.
03:18Das heißt also, setze dich zu meiner Rechten.
03:21Das heißt ja mit einem Wort hochgehoben und zum herrlichen König gesetzt.
03:27Nicht über das Bettelschloss von Jerusalem, Rom oder Konstantinopel, auch nicht über den Himmel, Sterne und alles, was man mit
03:35den Augen sehen kann,
03:36sondern noch viel, viel höher und weiter.
03:40Setze dich, spricht er, neben mich und sei mir Gott gleich.
03:47Das ist in derselbigen Majestät und Gewalt, die da eben heißt, göttliche Gewalt.
03:54Dass er aber auch wahrhaftiger Gott ist, wird durch diese Worte stark genug erwiesen.
04:03Nun kann er aber solches nicht haben von menschlicher Natur oder des Fleisches oder des Blutes willen.
04:09Nein, so er es nicht zuvor von Natur und von Ewigkeit her hätte.
04:17Daher, dass er von Natur Gottes Sohn ist, hat er alle Macht und Gewalt bei dem Vater im Himmel.
04:26Weil er aber wahrhaftiger Mensch ist, gehört er zu uns und ist ebenso viel ein Kind Adams, jedoch ohne Sünde.
04:38Weiter, weil aber doch dieser Herr Christus ja droben zur Rechten Gottes ist und sitzt und nicht ein Reich des
04:47Todes, der Traurigkeit und des Elends führt,
04:50sondern ein Reich des Lebens, wo Friede, Freude und Erlösung allen Übels ist,
04:57so muss es also zugehen, dass die Seinen nicht im Tod Angst, Schrecken, Anfechtung und Leid bleiben,
05:04sondern mit Seele und Leib wieder lebendig werden und also ohne alle Sünde und Übel mit ihm leben werden.
05:16Hierzu gehört nun der Glaube.
05:20Der Glaube, diesen Christum also lerne ansehen,
05:25der dann nicht für sich selbst da droben im Himmel müßig herumsitzt und mit den Engeln spielt,
05:31sondern alle Herzen in der Hand hat.
05:37Dieser Christus, dieser Sohn Gottes, dieser Messias hält alle Herzen in seiner Hand
05:44und seine Christenheit regiert er wahrhaftig und fühlt sich selig,
05:51rettet, schützt und erhält alle, so an ihn glauben und auch ihn anrufen.
05:57Wie er zum Beispiel Paulus im Epheserbrief, Kapitel 4, Vers 8, aus Psalm 68, Vers 19 sagt.
06:06Es ist dieser Vers auch ein Bekenntnis des Glaubens, woran wir sehen,
06:13was solch ein Glaube für eine Kraft habe,
06:16wie er solch Herz und Mut macht und sich von nichts auf der Erde fürchtet.
06:24Wer das ohne Zweifel, ohne irgendeinen Zweifel gläubt,
06:30dass er den Herrn habe droben sitzen, der unser Fleisch und Blut ist,
06:37der darf nicht um der Sünde willen verzagen oder verzweifeln,
06:40denn er hat ja nicht darum dies Fleisch und Blut angenommen,
06:43dass er die menschliche Natur verdammen wollte,
06:46Nein, sondern, dass er ihr aus der Sünde von Gottes Zorn und allem,
06:51die er mal helfen wollte.
06:54Solche Freude und Trost hat ja immerhin auch Stephanus
06:58in Apostelgeschichte 7, Vers 55 in seinem Herzen gehabt.
07:02Lies mal nach, Apostelgeschichte 7, Vers 55.
07:05Also hat die ganze Christenheit von Anfang bis auf diesen Tag auf diesen Vers
07:12ihren Trost und auch Trotz gesetzt, ist auch dadurch erhalten geblieben bis heute.
07:19Denn sie ist je und je durch keine menschliche oder leibliche Kraft und Macht
07:26bis hierher geschützt und bestanden,
07:28sondern dagegen in der höchsten Schwachheit und Unkraft
07:33wieder alle Teufel und alle Welt
07:35Zorn und Wüten
07:36allein durch den Glauben
07:39und Trotz auf diesen Herrn Jesus Christus allein
07:42zu dem dies
07:43Sitze zu meiner Rechten
07:46gesagt ist
07:47bis ich lege
07:48deine Feinde zum Schemel deiner Füße
07:51und meine Lieben
07:52darauf sollen wir sehen
07:54trachten, trauen, schauen und bauen
07:56dass Jesus Christus kommen ist
07:59um für uns Sünder
08:00am Kreuz
08:01mit seinem Leiden
08:03mit seinem Blut
08:04mit seinem Sterben
08:05und letztlich auch mit seiner Auferstehung
08:07zu bezahlen
08:09ein für alle Male
08:10Halleluja
08:12Amen
08:12Amen
08:12Amen
08:13Amen
08:13Amen
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